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Thema: AVG und AVAST: Virenscanner unter Linux

  1. #1
    Colonel Avatar von Gargi
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    Standard AVG und AVAST: Virenscanner unter Linux

    Viren unter Linux gibt es doch nicht höre ich jetzt förmlich jeden sagen. Nun, dass Linux auch nicht unantastbar ist, dürfte mitlerweilen auch klar sein. Nur läuft das sicherlich nicht via Viren, wie wir es aus der Windowswelt kennen. Dennoch machen Scanengines unter Linux Sinn. Spätestens wenn auf'm Linux-Server ein Mailserver läuft, über den munter Viren reingezogen werden könnten. Hier können entsprechende Virenscanner filtern. Oder aber auch auf der Workstation kann ein Scanner hilfreich sein, wenn ein Windows parallel installiert ist. Ein unter Windows aktiver Virus kann auch mal einen Scanner aushelbeln. Startet man auf der Kiste sein Linux, dann bleibt der Schädling erstmal aus'm Speicher und man kann in aller Ruhe von Linux aus seine Windows-Partitionen untersuchen. Da man von Linux aus keinen Zugriff auf NTFS Partitionen (schreiend) hat, kann man den Schädling zwar nur aufspüren, aber es lassen sich dann erstmal entsprechende Aktionen planen, wie man den Virus wieder los wird.

    Ich habe mir dann mal zwei Scanner angesehen, die man unter Linux auch in einem Gui bedienen kann. Hierbei haben sich AVG und AVAST angeboten, da die beiden Scanner frei zu haben sind. Den bekannte "Antivir" gibt es ebenso in einer freien Version für Linux, nur scannt dieser in der Home-Version das komplette System und man kann somit keine Verzeichnisse einzeln überprüfen. Das soll dann nur in der kostenpflichtigen Premiumversion möglich sein. Gesondert sei noch zu erwähnen, dass esauch den Bitdefender in einer freien Version für Linux gibt, der aber ohne Gui auskommt. Hier ist dann die Komandozeile gefragt und nicht jedermanns Sache. Dennoch überzeugt der Bitdefender durch seine gute Erkennungsrate und auch durch seine Geschwindigkeit.

    AVAST!

    AVAST gibt es zum kostenlosen Download unter
    http://www.avast.com
    Hier muss man sich dennoch kostenlos registrieren, um einen Freischaltcode zu erhalten. Dieser muss wieder nach 14 Monaten (ostenfrei) erneuert werden. AVAST kann man in der tar.gz Version herunterladen. Es muss nichts installiert werden, das Programm läuft aus dem entpackten Verzeichnis heraus. Unter /bin startet man das Programm in der Konsole als user mit
    avastgui
    Den Aufruf kann man sich auch ins Gnome/KDE Menü einbauen. Danach präsentiert sich die Linuxversion wesentlich spartanischer als die Windowsversion:
    avast - AVG und AVAST: Virenscanner unter Linux
    Das Update der Virensignatur fährt man aus dem Menü heraus. Dies kann man allerdings auch an der Konsole mit einem
    avast-update
    erledigen. Ansonsten ist das Programm selbsterklärend. Entweder man scannt den kompletten Rechner oder man wählt sich entsprechende Verzeichnisse aus und läßt den Scanner darüber laufen.


    AVG


    Den AVG erhält man unter
    http://free.grisoft.com
    Hier läd man sich das für seine Distribution passende rpm und installiert es als root mit
    rpm -Uvh [name der datei].rpm
    Wenn man nun schon dabei ist, aktualisiert man das Programm gleich als root an der Konsole mit einem
    avgupdate -o

    Das Programm wird dann an der Konsole als user mit
    avggui
    gestartet oder aber über das Startmenü im KDE / Gnome, sollte sich das Programm in der jeweiligen Distribution dort eintragen können.
    Auch hier gestaltet sich das Programm sehr einfach:
    avg - AVG und AVAST: Virenscanner unter Linux
    Unter dem Button "Test" kann man die gewünschten Verzeichnisse auswählen und den Scan starten. Ein Protokollfenster zeigt dann das Ergebnis des Scans an.

    Hinweis für die Suse 10.1 Distribution:

    Beim Installieren des AVG Virenscanenrs kann es bei der RPM Installation zur Meldung bezüglich fehlenden Paketabhängigkeiten kommen obwohl die notwendigen Pakete schon installiert sind. Das Paket über die Konsole mit
    rpm -Uvh *.rpm --nodeps
    installieren. Das Programm ist dennoch funktionsfähig.

    Wer also dem Scanergebnis unter Windows nicht ganz traut, der kann sich mittels dieser beiden Scanner von seiner Linuxinstallation aus Sicherheit verschaffen.

    cu
    Gargi
    Geändert von Gargi (18.06.2006 um 22:37 Uhr)

  2. #2

    Standard Avast unter Linux

    Hallo,

    habe den Avast unter Windows laufen und diesen nun auch auf dem Linux-PC installiert. Soweit wäre alles klar. Das von Dir u. a. Fenster habe ich auch. Was mich jedoch interessiert ist: Kann der Avast unter Linux auch so gestartet werden wie unter Windows (nämlich beim Systemstart), so daß er permanent im Hintergrund mitläuft.

    Für Deine Antwort im voraus recht herzlichen Dank.

    Tina
    Geändert von Pommbear (29.12.2007 um 02:45 Uhr) Grund: Das komplette Zitat von Beitrag #1 entfernt...

  3. #3
    Colonel
    Themenstarter
    Avatar von Gargi
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    Standard

    Zitat Zitat von sonnenschein112002 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    habe den Avast unter Windows laufen und diesen nun auch auf dem Linux-PC installiert. Soweit wäre alles klar. Das von Dir u. a. Fenster habe ich auch. Was mich jedoch interessiert ist: Kann der Avast unter Linux auch so gestartet werden wie unter Windows (nämlich beim Systemstart), so daß er permanent im Hintergrund mitläuft.

    Für Deine Antwort im voraus recht herzlichen Dank.

    Tina

    Hallo Tina! Als dienst meine ich nicht. Allerdings macht ein Hintergrundscanner unter Linux auch kaum Sinn, weil für Linux eher weniger Viren zu erwarten sind. Ein Scanner wie AVAST oder der von mir vorgestellte AVG ist eher dafür da, dass man sporadisch und aus einem Kontrollmoment heraus seine Windowspartition scannt. Macht auch sinn, da oftmals Viren in der Lage sind, einen Wächterdienst unter Windows auszuhebeln um damit unerkannt unter Windows zu bleiben. Unter Linux startet das Teil dann nicht und man kann ihn dann eher über einen Scanner von Linux aus erkennen. Deswegen arbeiten auch Projekte wie das Koppicilin des heise Verlages auf Linux Basis.

    Um E-Mails dann von Viren zu säubern kannst Du z.B. beim K-Mail sehr einfach den Clam- AV mit einbinden. Der scannt Deine Mails eben beim Eingang auf Schädlinge.

    Allerdings auf einem reinen Linux Desktop ist ein immer aktiver Virenscanner ziemlich unnötig. Einer der vielen schönen Vorzüge des freien Betriebsystems.

    Liebe Grüße,
    Gargi

  4. #4

    Standard

    Hallo,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Werde das dann auch so übernehmen.

    Was mich jedoch total nervt: Mein Mann möchte mit Linux (Suse 9.0) arbeiten. Soweit habe ich auch alles irgendwie installiert bekommen. (Frag mich nicht wie, da ich von Linux überhaupt keinen Plan habe).
    Jedoch der Drucker (Oki 8w lite) geht gar nicht. Er wird zwar erkannt, alles steht "grün" auf bereit, nur drucken ist Fehlanzeige. Das einzige was immer und immer wieder (wie in der Schleife) kommt, ist eine Fehlermeldung mit CUPS.

    Habe jetzt schon im Yast über Software alles was CUPS ist nachinstalliert. Immer die gleiche Fehlermeldung. Wenn ich trotzdem versuche einen Druckauftrag zu starten und dann mal in die Druckerverwaltung schaue, sind dort keine Aufträge drin. Ganz oben erscheint ein Symbol, da steht dann irgendein "Manager" dabei und das irgendwas nicht verbunden werden konnte.

    Bin total am Verzweifeln. Der Drucker ist lt. Handbuch mit Linux kompatibel. Und trotzdem bekomme ich ihn nicht zum laufen.

    Das allerschlimmste ist: Mein Mann sagt immer nur: Mach mal, das muss gehen. Und ich habe keinen Plan mehr.

    Weisst Du da evtl. noch weiter? Bei Bedarf kann ich noch die genaue Fehlermeldung posten.

    So erst einmal genug für heute und ein schönes Wochenende.
    Würde mich über Antwort freuen.

    Gruß
    Tina

  5. #5
    Colonel
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    Avatar von Gargi
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    Standard

    Hmmm... Suse 9.0 ist allerdings schon ein Quäntchen alt. Könnte durchaus sein, dass es mit einer neueren Version runder läuft (aktuell ist die 10.3).
    Besteht irgendein zwingender Grund, dass ihr die 9.0er unbedingt verwenden wollt?

    Viele Grüße,
    Gargi

  6. #6

    Standard

    Nein, eigentlich nicht. Aber wir haben halt nur die Suse 9.0 und wie bereits geschrieben, habe ich von Suse im Prinzip keinen Plan.

    Gruß
    Tina

  7. #7
    Colonel
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    Avatar von Gargi
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    Standard

    Also die Suse 10.3 kann man sich kostenlos herunterladen, oder aber sie liegt bei vielen Zeitschriften aus dem Linuxbereich im Moment als Heftbeilage mit bei, falls der Download mit 4GB zu groß ist. Frage vorweg: Wie ist Eure PC Konfiguration? Ist der Rechner etwas älter oder neuerem Datums?

    Viele Grüße,
    Gargi

  8. #8

    Standard

    So, ich hab das gestern Abend nochmals versucht und hier mal die Fehlermeldungen:

    Wenn ich die CUPS-Pakete nochmal neu installieren lasse (im Kontrollzentrum)
    1. Während der Kommunikation mit dem CUPS-Server beim Speichern der Warteschlange "printer" ist ein Fehler aufgetreten: cups(File) Do Request error: server-error-service-unavailable
    CUPS-Daemon konnte nicht erfolgreich initialisiert werden.

    Wenn ich im Kontrollzentrum über Yast, Hardware auf Drucker klicke erhalte ich folgende Fenster:

    oben: Zu konfigurierende Drucker
    Verfügbar sind:
    OkiData.....8wlite an erster Paralleler Port (/dev/lp0)
    Andere (nicht erkannte)

    Gehe ich auf konfigurieren ist dort alles eingetragen und bei "lokales Filtern durchführen" ist ein Häkchen gesetzt.

    unten: Bereits installierte Drucker und Warteschlangen
    Auf entfernte CUPS-Server lauschen, um konfortablen Zugriff auf entfernte
    Warteschlangen zu erhalten.

    In der Druckerverwaltung ist der Drucker dann auch nicht aufgeführt.

    Zu Deiner Frage: Der Drucker ist ziemlich alt und mit 2 Festplatten versehen: Auf der Hauptplatte läuft Win2000 und auf der 2. Platte die Suse (mit Bootloader auf der 1. Platte).

    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Kann das 10.3 nach dem Runterladen einfach als Update (Upgrade) drüber installiert werden oder müsste der PC komplett neu aufgesetzt werden?

    Lieben Gruß
    Tina

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