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Thema: Review: Jabra Pro 9470

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    Standard Review: Jabra Pro 9470

    jabra9470.jpg
    Quelle Jabra

    Gerätetyp: Multifunktionsheadset
    Herstellerlink: Jabra Pro 9400
    Shoplink: Jabra Headset Pro 9470 Dect Bluetooth Schwarz - Computer Shop - Hardware, Notebook
    Preis: ~275¤
    Features:
    • 2,4" Touchdisplay
    • Bluetooth
    • Softphone Anbindung via USB
    • Headset kabellos via DECT
    • Akkustikschutz

    Testaufbau:
    • Jabre Pro 9470
    • Sinus PA 302i Festnetztelefon
    • iPhone 4
    • Skype unter Windows Server 2008



    Einleitung:

    Gefrustet von meinem Fehlkauf des Hama HA 2710 Headsets war es an der Zeit eine neue Lösung zu suchen. Da das Hama weder mit einem Sinus PA 302i noch mit einem einem T-Concept P520 eine auch nur ansatzweise Funktionalität herstellte, war die Geräteklasse um 50¤ dieses mal außen vor.
    Wer sich in den Untiefen des Netzes auf die Suche nach hochwertigen Headsets macht, landet früher oder später auch bei Jabra. Innerhalb der Jabra Pro 9400 Reihe gibt es 5 Produkte, bei dem nur das 9450 durch das fehlende Display sofort ins Auge springt. Das 9460 wird bereits mit dem Touchdisplay ausgestattet und existiert in zwei Versionen. Die eine ist Monoaural und die zweite Variante enthält zwei Hörmuscheln wie bei einem üblichen PC-Headset.
    Bei dem 9465 wurde zusätzlich noch bluetooth spendiert und wieder das Hörteil mit zwei Hörmuscheln eingesetzt.
    Meine Wahl fiel auf das 9470, welches Monoaural ist und ebenfalls bluetooth besitzt. Somit kann das Headset sowohl am PC, als auch am Festnetztelefon und Handy genutzt werden. Da ich beim telefonieren auch gerne noch meine Umwelt wahrnehme, fiel das ansonsten baugleiche 9465 durch.


    Verpackung:

    karton.jpg

    Das Jabra wird in einem schlicht, aber dadurch auch elegant wirkenden Karton geliefert. Wer für ein Headset so tief in die Tasche greift, der weiß, was er sich bestellt hat und wird wohl auch kaum von Blinkibunt auf der Verpackung angesprochen. Der Karton bei meiner Version hat auf seinem Weg zu mir zwar etwas Federn lassen müssen und weißt einige Dellen an einer Ecke auf, aber das tut dem Innenleben keinen Abbruch, denn es ist alles mehr als hinreichend gut ausgepolstert. Einige Preisklassen tiefer hätte es sicherlich ein halb so großer Karton getan oder es wäre direkt in einem Blister verpackt worden.


    Inhalt:

    inhalt.jpg

    Nach dem Auspacken erwarten einen dann die Einzelteile, welche man erbeuten konnte. Im ersten Moment denkt man ein wenig an ein Lego-Einsteigerset, aber das beigelegte Material ist selbsterklärend. Neben der Basisstation, welche auch gleichzeitig als Ladestation fungiert, findet man das Netzteil, das Headset, einen Kopfbügelhalter, einen Nackenhalter, einen Ohrbügel, Telefon- sowie USB-Kabel und für die, die es kuschelig mögen auch ein schön gepolstertes Ohrteil.
    Der Packung liegt ferner eine Installations-CD sowie ein Installationsguide bei.


    Installation:

    Jabra bewirbt seine Produkte damit, dass es im Grunde keiner Installationsanleitung bedarf. Stellen wir diese Aussage mal auf die Probe und stopfen die Anleitung direkt zurück in den Karton. Das Headset mit einem Klick in den Kopfbügelhalter kombinieren, USB- und Telefonkabel in der einen Hand, Basisstation und Netzteil in der anderen und den Rest zurück in den Karton.
    Im ersten Schritt die Basisstation auf den Tisch gestellt, Strom angeschlossen und nach einigen Sekunden Bootzeit hat man den Setup-wizzard auf dem kleinen Touchdisplay, der einen bittet, das Headset in der Station einzuklinken. Nichts leichter als das, aber da kommt man schon mit den Feinheiten des Systems in Berührung. Wer (wie ich) die Hörmuschel links trägt, stellt fest, dass es wohl eher für Rechtsträger konzipiert wurde. Mit dem "das kann doch nicht sein, dass man daran nicht gedacht hat" dreht man vorsichtig an der Halterung der Station und stellt mit Freude fest, dass diese drehbar ist. Problem gelöst und die Basis koppelt sich auch direkt mit dem Headset.
    Nach dieser Schweißtreibenden Arbeit führt der nächste Arbeitsschritt an die Kaffeemaschine, denn nun sind 20 Minuten Pause angesagt um das Headset zu laden. Sobald eine akzeptable Ladung erreicht ist, geht es im Setup-wizzard weiter.

    Im ersten Schritt geht es um die Konfiguration des Telefons. Das Kabel des Hörers am Telefon wird abgezogen, in das Jabra gesteckt und das beigelegte Kabel verbindet das Jabra dann mit dem Telefon. Das Setup bebildert es einem so, dass ich es auch meinem Stubentiger zutrauen würde, diese Arbeitsschritte durchzuführen (und der kann eigtl. nichts außer schnurren, schlafen und fressen).
    Nun kommt ein Schritt, den ich so nicht erwartet hätte - man wird aufgefordert den Telefonhörer abzuheben und die angezeigte Rufnummer anzurufen um das Headset zu kalibrieren. Es handelt sich dabei um eine gewöhnliche Festnetznummer und auch im Ausland gibt es der Auswahl reichlich. 3 Sekunden später ist die Sache erledigt und es geht weiter.
    Nun kommt die Anbindung an den PC. USB Kabel in den PC und die PC-Suite installiert. Noch kurz die Auswahl, welches Softphone man benutzt (z.B. Skype) und die Sache ist erledigt. Also flugs weiter gedrückt in dem Menü am Jabra und es taucht die Frage nach dem Smartphone auf. Bluetooth am iPhone aktiviert, 3 Sekunden gewartet und fertig ist das ganze.
    Einen wirklichen Aufwand stellte das ganze nicht dar, aber durch die kleine Ladepause des Headsets und der Installation der Software auf dem PC ist man doch schnell mal mit einer halbe Stunde dabei.


    Haptik & Verarbeitung:

    Es gibt nichts depremierenderes als sich bereits beim Auspacken der Ware Gedanken darum zu machen, wie lange es wohl braucht, bis diese oder jene Billigplastik Sollbruchstelle seinen Dienst einstellt. Hier kann das Jabra (wohl nicht zuletzt des Preises wegen) positiv punkten. Die Basisstation bringt trotz des kompakten Formates ein ordentliches Kampfgewicht auf die Waage und verschiebt sich daher nicht laufend wegen dem nun daran angeschlossenen Telefonhörer. Einen Beitrag hierzu leisten auch die außergewöhnlich guten Gummifüße. Die meisten kennen es ja sicherlich, dass man bei billigen Cardreadern, USB-Hubs etc. trotz Antirutschnoppen mit einer Zahnbürste auf dem Schreibtisch mini-curling spielen kann.
    Das Headset macht trotz seines erstaunlich geringen Gewichtes auch einen sehr wertigen Eindruck. Getrübt wird der Gesamteindruck lediglich durch das Steckernetzteil. Der Stecker, der in die Basisstation geht hat bei mir den 1. Platz für Supersonderspezialspezial 2011 sicher. Der Durchmesser des steckers bewegt sich auf dem optischen Niveau von gefühlt einem Streichholz. Da die Station aber wohl nicht täglich bewegt wird, sollte auch das nicht zu kurzfristigen Problemen führen.

    Das "einhaken" des Headsets in die Basisstation ist ein Kapitel für sich. Beim ersten mal denkt man unweigerlich an: "wer denkt sich denn so einen Mist aus?" und nach 10x geht es schon halbwegs flüssig und fehlerfrei. Wenn man den Dreh erst mal raus hat, dann stellt dies eigtl. keinen Kritikpunkt mehr dar. Das kann man also unter "gewöhnungsbedürftig" verbuchen.


    Sprachqualität:

    Wohl denn - alles ist installiert, angeschlossen, eingerichtet. Man schreitet zur Tat, sucht das erste Opfer für einen Funktionstest und stellt mit erstaunen fest, dass das Gegenüber nicht mal merkt, dass man via Headset anruft. Hier hat Jabra ganze Arbeit geleistet. Auf dem Festnetz ist zwischen Telefonhörer und dem Headset als geneigter Laie kein Unterschied fest zu stellen. Sowohl beim Anrufer, als auch beim angerufen. Via Bluetooth zeigt sich das gleiche Bild - ein sauberes Klangbild ohne Störgeräusche oder Aussetzer.
    Trotz mehrstündiger Gespräche ist es mir auch nicht gelungen den Akku des Headsets in die Knie zu zwingen, was eine meiner größeren Sorgen war.
    Die Lautstärke ist natürlich ein rein subjektives Empfinden. Ich habe bei Leibe nicht die Ohren einer Fledermaus, betrachte es (entgegen einiger anderen Rezensionen) aber als angenehm. Es ist nicht übertreiben laut, aber auch weit entfernt von leise. Wer als Hintergrundkulisse eine Autobahn hat, mag hier aber durchaus an das Limit geraten und sich ein oder zwei Stufen mehr Lautstärke wünschen.


    Bedienung:

    Das zierliche 2,4" Display leistet alles, was es soll. Wer den Luxus eines modernen Smartphone gewohnt ist, der muss die entschwächten Muskeln etwas mehr anstrengen, da das Display einen gewissen Druck erfordert. Dies allerdings ohne störend zu wirken, da es zielgenau ist und fix reagiert.
    Mit einem Fingertipp schaltet man zwischen Telefon, Smartphone und PC um. Mit einem weiteren ist die jeweilige Funktion aktiviert bzw. deaktivert. Über den kleinen Werkzeugschlüssel erreicht man jederzeit die Einstellungen und hangelt sich durch die einzelnen Optionen ohne dass es wirklich einer Erklärung bedarf.


    Fazit:

    Das Produkt ist sein Geld wert, ohne dabei das Prädikat "günstig" zu erhalten. Die Verarbeitung und Qualität kann man durchweg als gut bis sehr gut bezeichnen, wobei mein Exemplar leider einen unschönen Farbübergang in der Lackierung der Basisstation hat, was den Gesamteindruck etwas schmälert, aber nicht genug, um es alleine deswegen auszutauschen.
    Wer auf der Suche nach einem Multimedia Gimmick ist, der ist hier eindeutig falsch. Raumfüllende THX Orgien sind nicht die Stärke des Jabra. Wer allerdings täglich viel telefoniert und dabei beide Hände frei haben möchte, der findet hier ein Arbeitstier, welches sich sehr flexibel zeigt. Bei einem Volumen von 2.000 bis 3.000 Anrufen pro Jahr rutscht dann auch der Preis sehr schnell in den Hintergrund und der Buckel des Glöckners, den man sich im Verlauf der Zeit mit dem zwischen Ohr und Schulter eingeklemmten Telefon erarbeitet hat, dankt es einem gnädig.
    Geändert von Redalien (07.02.2017 um 11:25 Uhr) Grund: broken URL

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