So, hab da gestern abend wieder ein echtes Schmuckstück gesehen:

Der Sohn von Rambow
Regie: Garth Jennings
Darsteller: Bill Milner, Neil Dudgeon, Will Poulter, Jessica Hynes
Handlung: England in den 80er-Jahren: Der Vater des kleinen Jungen Will ist gestorben und seine Mutter ist Mitglied der Plymouth-Brüder-Sekte, die ihren Mitgliedern zum Beispiel das Fernsehen verbietet und sie zur spartanischen Lebensweise drängt und dies regoros überwacht. Als Will mal wieder das Klassenzimmer verlassen muss, weil der Lehrer an seiner Schule (er besucht eine Regelschule) ein Video vorführt, lernt er auf dem Flur den rabiaten und rotzfrechen Lee Carter kennen. Die beiden werden schnell Freunde und beschließen irgendwann für einen Independent-Film-Wettbewerb einen Filmbeitrag zu drehen. Als Drehbuch nehmen sie Wills niedergeschriebenen Fantasien, in denen er als Sohn von Rambo seinen Vater aus den Fängen des bösen Vogelscheuchen-Monsters befreien muss.......
Kritik: Was als nette Jugendkomödie beginnt entpuppt sich als erstaunlich vielschichtiger Film. Eine Prise 80er-Jahre-Romantik, eine Prise Komödie, ein wenig Sozialdrama, einen Hauch Religionsdrama und eine wunderbare Geschichte übers Außenseiterdasein und über Freundschaft, der Film bietet viele Facetten und allesamt sind glaubwürdig. Das verdankt er nicht zuletzt auch den beiden fabelhaft spielenden Hauptdarstellern, aber auch die Nebenrollen wie Wills Mutter oder Lees Bruder sind sensationell gut besetzt. Ich glaube wer Filme wie "Stand By Me", "This is England" oder meinetwegen auch "The Goonies" mag, wird "Der Sohn von Rambow" lieben. Im Übrigen ist die Schreibweise mit W am Ende ein Schreibfehler von Will. Regisseur Garth Jennings spielt damit aber auf die Tatsache an, daß der Name für die von Sylvester Stallone verkörperte Filmfigur vom ersten Gefallenen US-Amerikaner im Vietnamkrieg herführt, dem Deutsch-Indianer Jonathan Rambow.
Fazit: Bester Film, den ich seit langem gesehen habe, daher volle 10 von 10.