Notebook
Acer Aspire One A110L
Endlich ein kleines Notebook mit kleinem Preis

Shoplink: Acer Aspire One A110L blau

a110lvs7 - [Review] [Notebook] Acer Aspire One A110L


Technische Daten
  • CPU: Intel Atom N270 (1,6 GHz)
  • RAM: 512 MB
  • Festplatte: 8 GB (SSD)
  • Display: 8,9“
  • Auflösung: 1024 x 600
  • 3 x USB 2.0-Anschluss
  • integriertes 802.11g WLAN
  • integriertes Mikrofon und Webcam
  • 2 Cardreader
  • Gewicht: < 1,0 kg
  • Größe: 248mm x 171mm x 30mm
  • Farbe: weiß


Schon seit Jahren halte ich Ausschau nach einem kleinen und leichten Notebook, mit dem sich unterwegs arbeiten lässt. Bis vor wenigen Monaten kosteten entsprechende Geräte jedoch weit über tausend Euro und kamen somit für mich als Zweitgerät zum Mitnehmen nicht in Frage.

Als erster Hersteller präsentierte Asus mit dem Eee PC 701 ein günstiges Gerät. Vom Kauf abgehalten hat mich bei diesem Modell in erster Linie das unnötig kleine Display mit einer Auflösung, die ein vernünftiges Arbeiten oder Surfen im Internet kaum zulässt.

Nachdem ich nun vor kurzem Acers Neuvorstellung, das Aspire One A110L, erstmals ausprobieren konnte, war für mich schnell klar: Genau das, was ich suche. Somit habe ich die Verfügbarkeit des Gerätes im Internet abgewartet und sofort bestellt.


Verschiedene Ausstattungen
Neben der Ausführung A110L, die ich mir zugelegt habe, gibt es das Aspire One noch in zwei weiteren Ausführungen. Folgende Modelle sind derzeit erhältlich:
  • A110L mit 512 MB RAM, 8 GB SSD und Linpus Linux
  • A150L mit 1024 MB RAM, 120 GB HDD und Linpus Linux
  • A150X mit 1024 MB RAM, 120 GB HDD und Windows XP Home Edition



SSD oder HDD
Anstelle einer gewöhnlichen Festplatte (HDD) findet sich im A110L eine Solid State Disk (SSD). Obwohl das Potential dieser Technik groß zu sein scheint, kommt es bei den derzeit in Netbooks verbauten SSDs noch nicht zur Geltung.

Neben der geringen Speicherkapazität spricht die niedrige Datenrate gegen die SSD. Die Vorteile gegenüber einer Festplatte liegen jedoch auf der Hand: SSDs sind Flashspeicher ohne bewegliche Teile und somit nicht erschütterungsempfindlich. Gleichzeitig brauchen sie weniger Strom, sind leichter und kleiner. Im Prinzip also genau richtig für ein Netbook.

Wer mit den langsamen Datenraten (insbesondere bei Schreibzugriff) und der geringen Kapazität leben kann, bekommt somit mit dem A110L ein sehr mobiles Gerät.


Erster Eindruck
Das sogenannte Netbook ist in einem kompakten Karton untergebracht und wird mit wenig Zubehör ausgeliefert. Das Design des A110L gefällt mir sehr gut. Leider sieht man auf der Displayrückseite und dem Displayrahmen jeden Fingertapser, so dass man eine gelegentliche Reinigung des Netbooks in Erwägung ziehen sollte.

a110lmitverpackungqq8 - [Review] [Notebook] Acer Aspire One A110L


Linpus Linux
Das vorinstallierte Linpus Linux startet schnell und bietet auf einer übersichtlichen Oberfläche die wichtigsten Grundfunktionalitäten eines Computers, so sind beispielsweise OpenOffice und der Firefox Browser vorinstalliert.

Leider fällt es ohne Linux-Kenntnisse schwer, weitere Programme in das Betriebssystem einzubinden. Somit habe ich mich nach einer kurzen Probierphase entschlossen, Windows XP zu installieren.


Windows XP
Die Installation auf der internen SSD gestaltet sich problemlos, wenn man über ein externes CD-Laufwerk verfügt. Das Netbook hat kein optisches Laufwerk eingebaut. Die benötigten Treiber für das A110L bekommt man auf der Acer-Website.

Aufgrund der langsamen SSD dauert die Installation ungewohnt lange. Danach läuft Windows jedoch recht flüssig. Auch das Hoch- und Herunterfahren geht einigermaßen flott. Gelegentlich muss man mal zwei bis drei Sekunden warten, bis ein größerer Schreibvorgang abgeschlossen ist. Surfen im Internet, Arbeiten in OpenOffice oder Videos anschauen, das alles bereitet dem Gerät unter Windows XP keine Probleme.

Von einer Windows-Funktion sollte man beim A110L jedoch die Finger lassen: Dem Ruhezustand. Aufgrund der langsamen Schreibrate braucht das Netbook weit mehr als eine Minute, um in den Ruhezustand fahren. Zudem stürzt bei mir Windows XP ab, wenn ich bei aktiviertem WLAN versuche, in den Ruhezustand zu wechseln.

Tastatur
Oft als Nachteil bei kleinen Notebooks ist die geringe Tastengröße der Tastatur, die ein flottes Tippen verhindert. Dieses Problem hat man beim A110L jedoch nicht. Die Tastatur ist kaum schmaler als eine normale Notebook-Tastatur und so tippt es sich auf dem kleinen Acer nach wenigen Minuten der Eingewöhnung quasi wie auf jedem anderen Notebook.

USB-Schnittstellen
Etwas merkwürdig sind die drei USB-Anschlüsse des A110L. Die Kontakte darin sind so eng, dass sie beim Einstecken kleine Rillen in den USB-Stecker ritzen. Diese Rillen haben zwar keinen Einfluss auf die Funktion des USB-Steckers, „normale“ USB-Ports wären mir jedoch lieber gewesen.

usbsteckermp3 - [Review] [Notebook] Acer Aspire One A110L


Akkulaufzeit
Die Laufzeit des kleinen (3-Zellen-)Akkus hängt natürlich stark davon ab, was man mit dem Gerät macht. Um eine möglichst hohe Akkulaufzeit zu erzielen, empfiehlt es sich, die Displayhelligkeit zu reduzieren und das WLAN auszuschalten, wenn es nicht benötigt wird. Die Akkulaufzeit bewegt sich damit bei mir zwischen 2,5 und 3 Stunden.

a110lmitakkuln8 - [Review] [Notebook] Acer Aspire One A110L


Aufrüstbarkeit
Viel lässt sich bei Notebooks normalerweise ohnehin nicht aufrüsten. Wer jedoch meint, er könne dem Acer Aspire One A110L problemlos mehr RAM verpassen oder die SSD durch eine Festplatte austauschen, der wird enttäuscht.

Ich hatte ursprünglich vor, den Arbeitsspeicher auf 1,5 GB aufzurüsten, lasse dies jedoch vorerst bleiben, da ich im Internet erfahren habe, dass man zum Einbau eines RAM-Riegels das Notebook komplett zerlegen muss. Noch schlechter steht es um die SSD: Eine herkömmliche Festplatte lässt sich schon aus Platzgründen nicht einbauen.

Wer also mehr haben will, greift besser gleich zum A150L.


Abschließende Meinung
Ich habe den Kauf des Acer Aspire One A110L bislang noch keine Sekunde bereut. Zum Preis von unter 300 Euro ist das Netbook ein günstiger Begleiter für unterwegs oder einfach nur ein nettes „Spielzeug“ zum Surfen im Internet, Videos schauen usw.

Man darf von einem Notebook in dieser Größe nicht die Leistung eines großen Notebooks erwarten. Insbesondere die langsame SSD bremst das System manchmal enorm. Dennoch laufen Standard-Anwendungen problemlos.