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Thema: Pans Labyrinth

  1. #1
    Colonel Avatar von Gargi
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    Standard Pans Labyrinth

    Pans Labyrinth (Laberinto del Fauno) von Guillermo del Toro (Cronos, Mimic, Blade2, Hellboy, Devil's Backbone) erzählt die Geschichte der kleinen Orfelia in den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges um 1944. Die Zeit des Franco Regimes war eine faschistoid und grausam ausgeprägte in der es wenig Platz für Menschlichkeit und Nächstenliebe gab. Die kleine Orfelia und ihre hochschwangere Mutter reisen in ein Militärlager, wo Orfelias Stiefvater als grausamer Befehlshaber kommunistische Rebellen in den Bergen jagt. Schnell wird deutlich, dass der Hauptmann die Mutter nur als Frau sieht, die seinem zukünftigen Sohn sein Leben schenken wird. Orfelia flüchtet sich in eine kindliche Welt der Märchen und trifft dort den Faun, der ihr erzählt, dass in ihrem Körper die Seele einer verirrten Prinzessin lebt, die wieder in das Königreich ihres Vaters zurückkehren soll. Um die Tore in diese Welt der Unsterblichkeit zu öffnen, muss Orfelia drei Prüfungen bestehen, die von mal zu mal immer schwerer werden. Mehr und mehr beginnen sich die grausame Realität des Krieges mit der kindlichen Fantasie der Orfelia zu vermischen. Mehr und mehr stirbt die Hoffnung in der Realität und für die verlorene Prinzessin, die ihre Seelenruhe in einer vergessenen Welt wiederfinden möchte...

    Del Toro schafft mit Pans Labyrinth einen extrem intensiven Film jenseits des Hollywood Kinos, der einen sehr hohen Grad an Tiefgang besitzt. Er erzählt uns ein Märchen für Erwachsene um uns Erwachsene an die Zeit zu erinnern, wie es war, als wir unser Kindsein abgelegt haben um hinüber zu treten, in die weniger unbekümmerte Welt der Verpflichtungen, Hetze und der oftmals gesellschaftlichen Kälte.

    Visuell setzt del Toro die Bilder gekonnt in Szene und die Tricksequenzen sind extrem gut gelungen. Er spielt bewusst mit den Farben um Fantasie und kalte Realität auch visuell zu trennen. Dennoch spart er nicht mit grausamen Szenen, um hier ganz klar zu machen, dass es eine Geschichte für Erwachsene ist und nicht für Kinder. Hierzulande wurde Pans Labyrinth ab 16 freigegeben. In den USA hat er ein R-Rating bekommen (ab 18 Jahren), was ich teilweise nachvollziehen kann. Dennoch ist die gezeigte Gewalt nie selbstzweckhaft, sondern muss die Geschichte in der Art untermalen.

    Wer den Film einmal gesehen hat, der sollte sich zudem einmal den Audiokommentar von del Toro ansehen. Dieser macht sehr deutlich, dass in fast jeder Szene ein tieferer Sinn steckt und erklärt an vielen Stellen was wir vielleicht nur unterbewusst wahrnehmen.

    Ein MEISTERWERK, das man nicht verpassen sollte, und ein Film, der noch mehrere Stunden nachwirkt, nachdem man den Fernseher abgeschalten hat und sich zurücklehnt. Emotionen, die einem für einige Zeit aus dem Gleichgewicht bringen können.

    Pans Labyinth ist als Steelbook
    ******.de: Pans Labyrinth (Einzel-DVD) Steelbook: DVD: Sergi Lopez,Maribel Verdú,Ivana Baquero,Javier Navarrete,Guillermo Del Toro
    und als limited 3 Disc Edition in einem Lederbuchdesign
    ******.de: Pans Labyrinth (Limited Edition, 3 DVD Digipack): DVD: Doug Jones,Frederico Luppi,Alex Angulo,Sergi Lopez,Roger Casamajor,Maribel Verdú,Ariadna Gil,Ivana Baquero,Cesar Bea,Guillermo del Toro
    erschienen. Die limited Edition ( 25.000 Stück) beinhaltet zudem noch das gezeichnete Storyboard als dickes Booklet. Eine für den Film durchaus würdige Aufmachung.

    Für mich ist Pans Labyrinth ein sehr wichtiger und bereits schon ein Kultfilm. Ein Film, den man es anmerkt, dass dieser von Herzen kommt.

    cu
    Gargi

  2. #2
    Master Sergeant
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    hui das hört sich echt an wie eine kritik aus einer zeitschrift

    muss dir da aber zustimmen, der film hat definitiv was...meiner meinung nach ist heir aber die alterbeschränkung ein bisl "lasch" wenn ich bedenke was dort teilweise für scenen sind.

    den faun fand ich recht cool gemacht wie er das erste mal auftaucht, und bei dem komischen insekt ( ja was war es denn nun eigentlich für eines? ) sah man nicht einmal annähernd das dieses eine animation war, also extrem cool gemacht.
    prozessor: Intel Core 2 Quad Q9550 2.83GHz 1333MHz
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  3. #3
    Master Gunnery Sergeant Avatar von Vplus
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    Der Film ist...gewöhnungsbedürftig.
    Die brutale Szene mit den beiden Bauern waren echt heftig. Hätte das gar nicht erwartet.
    <<V+>>

    E6600 @3402Mhz/1,3125vCore | Asus P5B Deluxe Wifi | 7900 GS | 2GB DDR2 800 OCZ CL4 | TT Tsunami VA3000BWA gedämmt | TT Sonic Tower (Sandwichmode mit SilenX Ixtrema Pro 11dB) | Western Digital Caviar Blue 640GB SATA II (WD6400AAKS)| Samsang SH-W163A | 550W NT| Cardreader 24in1 Black | Teufel Concept E | 3.5" 1.44MB

  4. #4
    Colonel
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    Avatar von Gargi
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    Zitat Zitat von TraXx
    hui das hört sich echt an wie eine kritik aus einer zeitschrift

    muss dir da aber zustimmen, der film hat definitiv was...meiner meinung nach ist heir aber die alterbeschränkung ein bisl "lasch" wenn ich bedenke was dort teilweise für scenen sind.

    den faun fand ich recht cool gemacht wie er das erste mal auftaucht, und bei dem komischen insekt ( ja was war es denn nun eigentlich für eines? ) sah man nicht einmal annähernd das dieses eine animation war, also extrem cool gemacht.
    Das könnte eine Praying Manta (Gottesanbeterin) gewesen sein. Halt etwas langezogen und dünner, als man sie so kennt, aber da gibts sicherlich auch hunderte von diversen Arten.
    Hier mal eine Seite mit schönen Bilder dieses fragilen Insekts:
    Gottesanbeterinnen - Die faszinierenden Insekten - Mantis religiosa

    cu
    Gargi

  5. #5
    Master Gunnery Sergeant Avatar von Duke
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    Ich hab den Film bisher nur Ausschnitsweise gesehen

    Und fand ihn bisher jedenfalls total Strange...

    Werde ihn mir wohl irgendwann nochmal ganz anschauen, gewöhnunsbedürftig ist er auf jeden Fall.

  6. #6
    Colonel
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    Avatar von Gargi
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    Der ist auch keine einfache Kost. Wie schon gesagt, ich war nach dem Film wie ged&#228;mpft. Es d&#252;rfen und sollen auch durchaus dabei Tr&#228;nen flie&#223;en. Ich denke, dass das auch so sein muss.

    Was die Gewalt des Films betrifft, die muss so sein. Ich will nicht zu viel erz&#228;hlen, aber wer hier aufpasst wird merken, dass die Gewalt im Film zuerst sehr plastisch und deutlich dargestellt wird, nach hinten hin man aber immer weniger explizit zu sehen bekommt, wenn hier etwas passiert. Auch das hat einen Hintergrund, wie ich im Audiokommentar erfahren durfte.

    Die Szene mit den Bauern und der Flasche hat del Toro so erkl&#228;rt: Es soll im B&#252;rgerkrieg zu der Zeit tats&#228;chlich einen Fall gegeben haben, als ein Soldat beim Einkaufen war. Er ger&#228;t mit einem Bauern im Laden in Streit und schl&#228;gt ihm mit dem Pistolengriff das Gesicht ein. Eben wie es im Film gezeigt wurde. Fast unber&#252;hrt von der Sache soll der Soldat dann seine Eink&#228;ufe genommen haben und ist aus dem Laden raus, als w&#228;re nichts passiert. Auch die Gleichg&#252;ltigkeit kommt hier zum tragen: "Vielleicht durchsuchen Sie das n&#228;chste mal die Sachen zuerst, bevor Sie mich mit sowas bel&#228;stigen".
    Del Toro hat in der Szene dann aber eine Flasche verwendet, weil er pers&#246;nlich in seiner Jugend einmal mit einer leeren Glasflasche verpr&#252;gelt wurde. Er sagt, dass das nicht so ist wie im Kino, dass die Flasche zerspringt, wenn man die jemanden an den Kopf schl&#228;gt. Die bleibt schon ganz, eben wie in der Filmsequenz, als der Mann mit dem Glasboden der Flasche ins Gesicht geschlagen wird, bis es regelrecht platt war.
    Die Szene war ebenso auch notwendig um unmissverst&#228;ndlich von Anfang an klar zu machen, dass es sich bei diesem Hauptmann um eine Bestie handelt. Die Bestie in ihn sieht dann auch Orfelia sp&#228;ter nochmal in der Speisehalle mit diesen fahlen Monster, das am Tisch sitzt. Das ist ein Ebenbild der Szene, in der der Hauptman vorher auch an der Tafel sa&#223; und G&#228;ste empfangen hat.

    Zu viel verrate ich nicht, nur damit Ihr seht, was f&#252;r Symbolkraft dahinter steckt.

    cu
    Gargi

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