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Thema: Testers Keepers GIGABYTE Z490 GAMING X AX

  1. #1

    Standard Testers Keepers GIGABYTE Z490 GAMING X AX

    Hier könnt Ihr die Reviews der GIGABYTE Testers Keepers Aktion von den GIGABYTE Z490 GAMING X AX Mainboards vom 07.09. - 13.09.2020 finden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers GIGABYTE Z490 GAMING X AX
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Vorab ein herzliches Dankschön an Mindfactory, dass ich dafür ausgewählt wurde, das neue Gigabyte Z490 Gaming X AX Mainboard zu testen.
    Der Versand verlief absolut reibungslos und schnell wie immer. Das Gigabyte Z490 Gaming X AX Mainboard kam dank der gepolsterten Verpackung unversehrt bei mir an.

    Preisklasse (150-200¤/Mittelklasse)

    Design: 4/5

    Bereits bei der Verpackung fällt einem auf, dass auf ein schlicht-schwarzes und somit optisch standarmäßiges Design wert gelegt wurde.
    Diese Optik zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Produkt.
    In dem Paket enthalten sind das Mainboard, das User Manual/das Handbuch, die Treiber-CD, der Installationsguide, eine WiFi-Antenne und zwei SATA-Kabel.
    Alles ist jeweils nochmal einzeln verpackt. Das Mainboard sieht durch teils Alu-eingefasste PCIe/RAM-Slots hochwertig und gut verarbeitet aus, und bietet optisch
    dadurch schönere Konturen. RGB-Lichter auf dem Mainboard selber sind nicht vorhanden. Wer also vor hat, sich ein PC mit Seitenfenster und schöner Optik zuzulegen,
    sollte dieses Board eher nicht wählen und lieber zu einen der RGB-Varianten greifen.

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    Verarbeitung: 5/5

    Auf dem ersten Blick lässt sich sehr gut erkennen, dass das PCB des Mainboards eine sehr gute Qualität, sowie eine gute Stärke/Dicke aufweist.
    Jedes Bauteil wirkt hochwertig und sehr gut verarbeitet. Bei genauerem Hinschauen und Betrachten der einzelnen Elemente, wie PCIe 16x Slots, Spannungswandlern, RAM-Slots usw.,
    kann man feststellen, dass hier nicht gespart wurde. Jeder der Hauptslots (RAM, PCIe) wurde in einem Metallrahmen eingefasst, sodass man direkt weiß, welcher Slot der Richtige ist.
    Im Vergleich zu meinem 450¤ teuren ASUS MAXIMUS HERO XII Mainboard kann ich fast keine Unterschiede in Sachen Verarbeitung feststellen. Natürlich sind hier nochmal mehr Anschlussmöglichkeiten
    vorhanden, diese sind aber nicht wirklich notwendig, sofern man nicht Übertakten möchte oder sonderlich viele USB-Anschlüsse benötigt. Die mitgelieferte WiFi-Antenne fühlt sich auf dem ersten Blick haptisch
    hochwertig an und wird für kurze WiFi-Funkstrecken ihre Arbeit verrichten. Sollten mehrere Räume zwischen Empfänger und Sender liegen, könnte es hier etwas schwer werden, da die Signalstärke nicht ausreichen wird.

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    Montage: 5/5

    Die Montage bei dem Mainboard fällt recht leicht und simpel aus, da alle Schraubenlöcher so angeordnet sind,
    dass keine Bauteile diese überdecken oder versperren. Die Rückwertige Platte zum Abdecken des Gehäuseausgangs ist vorab montiert
    und muss nicht mehr separat angebracht werden. Hier gab es in der Vergangenheit Probleme bei anderen Herstellern, da die Haltefüße etc.
    meist umgeknickt wurden oder nicht richtig gehalten haben. Hier ein großer Pluspunkt für das Gigabyte Z490 Gaming X AX. Mehr gibt es hier nicht
    zu sagen, da sich die Montage nicht sonderlich von anderen Mainboards unterscheidet.

    Leistung: 4/5

    Das Gigabyte Z490 Gaming X AX Mainboard ist auf dem neusten Standard. Es bietet einen PCIe 16x 4.0 Slot, welcher aktuell selbst nicht
    bei den aktuellen teuren Mainboards vorhanden ist und einen weiteren für SLI/Crossfire. Hier für ein großes Plus, dass bei einem Mittelklasse
    Mainboard hier auf einen zukunftsicheren Standard geachtet wurde. Die AX Variante gegenüber der normalen X Variante unterscheidet sich dadurch,
    dass es hierzu noch einen WiFi-Anschluss auf der Rückseite gibt, wo die mitgelieferte Antenne angeschlossen werden kann. Ob dies zwingend notwendig
    für einen Gamer ist, sei dahingestellt. Die Leistung der Antenne befindet sich im Mid-Range Bereich und leistet bei kurzen Funkstrecken eine gute bis sehr
    gute Leistung. Bei mehreren Zwischenwänden könnte es allerdings doch schwierig werden.

    Die RAM-Slots bieten einen Standard von DDR4-2933MHZ und gehen hoch bis O.C. 4600MHZ. Ob dies wirklich machbar ist, ist fraglich.
    Der Standard Support der CPU liegt hier bei 2666MHZ.

    Das Mainboard bietet den aktuellen Sockel 1200 von Intel an, welcher die neusten Generationen (10th) unterstützt. (Beispiel i9 10900K).
    Ein BIOS-Update ist nicht notwendig. Der zusätzliche 4Pin CPU Anschluss deutet darauf hin, dass auch hier das Mainboard darauf ausgelegt ist,
    Overclocking zu betreiben. Die Spannungswandler und Kondensatoren weisen hierfür eine sehr gute Qualität auf.

    Auf der Rückseite befinden sich:

    1x PS2 Anschluss (Nicht notwendig und zukunftssicher)
    2x USB 2.0 Anschlüsse
    6x USB 3.2 Anschlüsse
    1x 11AX-WIFI Antennenanschluss
    1x HDMI-Anschluss (CPU Grafik-Ausgang)
    6-Kanal Audioausgang (Realtek HD AC1200)

    In Anbetracht auf die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten sollten hier zukünftig keine Probleme auftauchen.

    Auch auf dem Mainboard selber sind alle standardmäßigen Anschlussmöglichkeiten vorhanden, welche für die Front-Panel der Gehäuse
    von Nöten sind. Darunter fällt der USB 3.0 Frontanschluss, der HD-Audio Ausgang und natürlich für die Bedienelemente wie Start,
    Reset, HDD-Lights etc. Einen BIOS Reset Switch oder Knopf auf dem Mainboard selber gibt es leider nicht. Auf der Rückseite befindet
    sich allerdings ein USB-Anschluss welcher für ein BIOS Update/Upgrade genutzt werden kann. Das BIOS Menü ist sehr verständlich und
    lässt sich auch sehr leicht konfigurieren und bedienen. Das O.C. ist mit dem Mainboard im Großen und Ganzen auch kein Problem.
    Die XMP Profile können, wie auch bei anderen Mainboards, einfach ausgewählt werden. Für das manuelle Overclocking sollte natürlich
    die Anleitung des Mainboards hinzugezogen werden.

    Was noch zu erwähnen ist: Für den M2 Slot der Festplatte ist ein passives Kühlelement vorhanden, welches die Festplatte vor Überhitzung schützen soll.
    Dies ist meines Erachtens nach sehr gut, da dies auch nicht standardmäßig ist. Hier ebenfalls ein Pluspunkt an GIGABYTE.
    Was mir allerdings beim ersten Anblick des Mainboards auffiel ist, dass ein schwarzer Aufkleber davor warnt,
    den näher liegenden M2 Slot nicht unlimitiert nutzen zu können. Hierzu sollte man die Anleitung lesen.
    Nur sagt man nicht, dass gerade eben der näherliegende M2 Slot benutzt werden soll, um eine optimale Rate zu erhalten
    (Festplatte->CPU)? Das sollte allerdings jeder für sich selbst entscheiden und ausprobieren, welcher Slot jetzt der Richtige ist.



    Preis-/Leistungsverhältnis - Fazit: 4/5

    Im Vergleich zu anderen Mainboards bietet das Gigabyte Z490 Gaming X AX Mainboard für 175¤ ein wunderbares Preis-/Leistungsverhältnis.
    Es wurde eher auf Qualität anstatt auf Quantität geachtet. Keine unnötigen RGB-Spielereien... Wobei das immer Subjektiv betrachtet werden sollte.
    Der eine mag es, der andere nicht. Mir gibt es aber dadurch das Gefühl, dass die Produktionskosten an den richtigen Stellen eingeflossen sind.
    Und das merkt man auch. Alles in allem ist das Gigabyte Z490 Gaming X AX Mainboard ein toller Allrounder für jemand, der ein solides und
    überdurchschnittlich gutes Gaming Mainboard besitzen möchte. Keine unnötigen Spielerein - Alles ist an seinem Platz, so wie man es gewöhnt ist.

    Ich kann das Mainboard guten Gewisssens an alle Casual Gamer empfehlen, die einfach ein von Grund auf solides und gut verarbeitetes Mainboard ihr Eigen nennen wollen.


  3. #3

    Standard

    Im Rahmen der Aktion „Testen, bewerten, behalten“ habe ich die Möglichkeit bekommen das Gigabyte Z490 Gaming X AX auf Herz und Nieren zu testen. Für den Test habe ich einen Intel i7 der 10. Generation, nämlich den i7 10700k, zur Verfügung und darüber hinaus als Arbeitsspeicher den G.Skill Trident Z Neo 16GB DDR4 mit 3600MHz und den Timings CL16. Grafisch wird mein Testsystem befeuert von einer ASUS GeForce RTX 2080 ROG Strix Gaming Advanced 8GB.

    Design:
    Das Design des Gigabyte Z940 Gaming X AX ist mit der dunklen und schlichten Lackierung auf den ersten Blick relativ unauffällig, allerdings machen die dezenten, helleren Akzente auf den zweiten Blick ordentlich was her. Das Mainboard wirkt unscheinbar aber lässt vermuten, dass sich durchaus mehr dahinter verbirgt. Schön hervorgehoben ist der PCIe 4.0 Slot, der in einem gebürsteten Silber gehalten wurde, um das Auge auf sich zu lenken. Die Kühlkörper über dem M2 Slot, dem Chipsatz und den Spannungswandlern runden das schlichte und trotzdem ansprechende Design mit der gebürsteten und dunklen Oberfläche ab.
    Ebenfalls gut gelungen ist das Backplate für das Gehäuse, das sich komplett in das Design des Mainboards integriert. So ist alles in allem sehr stimmig.
    Was mir generell an dem Mainboard fehlt ist die RGB-Beleuchtung. Klar, man muss auch die Alternative ohne RGB anbieten können, aber ich glaube bisher hat es noch keinen gestört, wenn es auch im geschlossenen Gehäuse leuchtet...
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    Verarbeitung:
    Beim Auspacken des Mainboards ist mir sofort aufgefallen, dass es ziemlich massiv und schwer ist. Zuerst habe ich es mal auf dem Tisch und der antistatischen Folie abgelegt und von allen Seiten begutachtet. Die Kühlkörper über dem M2 Slot, dem Chipsatz und den Spannungswandlern sind sehr hochwertig verarbeitet und machen den Eindruck, als könnten sie die darunter befindlichen Komponenten auf jeden Fall ausreichend kühlen
    Sehr auffällig sind die verstärkten RAM Slots und der verstärkte PCIe 4.0 Slot. Hier habe ich auf jeden Fall das Gefühl, dass man sich vor allem auf die neuen Grafikkarten und auch auf RAMs mit größeren Kühlern vorbereitet hat. In der gesamten Verarbeitung des Mainboards hat man bis ins letzte Detail an alle Eventualitäten gedacht und auf Stabilität, gute Kühlleistung und zukünftige Aufrüstaktionen Wert gelegt. An der Stelle muss ich einfach auch mal erwähnen, dass ich vermutlich noch kein solch hochwertiges Mainboard in der Hand hatte und tatsächlich positiv überrascht war.

    Vorhandene Anschlüsse:
    Auf dem Mainboard sind eine ganze Menge Anschlüsse vorhanden, die dem heutigen Standard entsprechen. Angefangen von den üblichen Anschlüssen wie einem 1Gbit/s LAN Anschluss über die verschiedenen Anschlüsse der integrierten Soundkarte bis hin zum HDMI Anschluss für die integrierte Grafikeinheit von Intel Prozessoren. Für mich recht neu war der neue USB 3.2 Anschluss der zweiten Generation. Dieser soll im Vergleich zur ersten Generation sogar doppelt so schnell sein.
    Außerdem sind auf der Rückseite bereits Steckplätze für die WLAN Antenne, die zum onboard Intel WiFi 6 AX201 Modul gehört. Damit sind des Weiteren auch Bluetooth Verbindungen möglich.
    Es sind wie mittlerweile fast überall 2x M.2 Anschlüsse vorhanden, die sowohl SATA als auch PCIe SSDs unterstützen.
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    Montage:
    Die Montage gestaltete sich wie bei jedem anderen Mainboard relativ einfach: Die Mainboard Schrauben des Gehäuses kommen in die entsprechenden Löcher und auch alle Steckplätze für Kabel oder weitere Komponenten finden sich grundsätzlich an sehr ähnlichen Stellen wieder, wie man es von vielen anderen Herstellern auch schon kennt. Das einzige was mir aufgefallen ist und ich mehr oder weniger bemängeln würde: Das Mainboard hat an der äußeren Kante, wo auch der ATX Stromstecker des Netzteils hinkommt, leider keine Verschraubungen. Das heiß, dass es an der äußeren Kante über dem Gehäuse “schwebt”, daher ist besonders beim Stecken des wirklich großen Hauptstromsteckers äußerste Vorsicht geboten! Ich habe mit einem Finger darunter gelangt und gestützt, damit ich das Mainboard beim Stecken nicht verbiegen kann. Immerhin muss man bei diesem Stecker durchaus Kraft aufwenden.

    UEFI:
    Was alle Hersteller beim UEFI mittlerweile gemeinsam haben: Es ist bunt, es ist mit Tastatur und Maus zu bedienen und es gibt es in verschiedenen Farben und Sprachen.
    Grundsätzlich würde ich behaupten, dass sich die UEFIs der Hersteller sehr ähneln. Da ich allerdings ursprünglich ein Asus Mainboard hatte kann ich nun sagen, dass es doch eine Umgewöhnung ist. Manchmal heißen Menüpunkte anders oder sind wo anders versteckt.
    Nichtsdestotrotz findet man sich schnell ein und auch Gigabyte hat alles sinnig gegliedert.

    Konfiguration XMP Profil:
    Da ich mir einen Arbeitsspeicher mit 3600MHz Taktung zugelegt habe war es für mich wichtig auch das XMP Profil nutzen zu können, damit der RAM auf dem entsprechenden Takt auch laufen kann. Das ist tatsächlich genauso einfach wie bei anderen Herstellern. Der RAM wurde ordnungsgemäß erkannt und das XMP Profil 1 lief sofort mit den richtigen Daten. Bisher konnte ich auch keine Abstürze bzw. Bluescreens verzeichnen.

    Leistung:
    Zur Leistung kann ich auf jeden Fall sagen, dass das Mainboard bisher keine Ausfälle hatte und definitiv tut was es soll. Die Spannungen werden gehalten, ebenfalls halten sich die Temperaturen absolut im grünen Bereich. Das zeigt auch wieder, dass die Kühlkörper auf dem Chipsatz, den Spannungswandlern und dem M.2 Slot definitiv ihren Zweck erfüllen.
    Vor allem in diesem Bereich ist mir aufgefallen, dass das andere Hersteller gar nicht so ernst nehmen, dabei sind vor allem bei den Z-Boards gut gekühlte Spannungswandler das A und O, um bei Overclocking keine Abstriche machen zu müssen und die weitere Hardware nicht zu schädigen.

    Preis-/Leistungsverhältnis:
    Für den im Vergleich zu anderen Mainboards etwas höheren Preis bekommt man ein sehr solides und schlichtes Mainboard. Meiner Meinung nach ist es seinen Preis wert, da man - außer bei der fehlenden RGB Beleuchtung – keine Abstriche machen muss und ein qualitativ sehr hochwertiges Produkt bekommt. Außerdem bietet es zusätzlich die Option eine WLAN Antenne und die Bluetooth Funktionalität zu nutzen, falls mal kein LAN-Kabel in der Nähe sein sollte. Die WLAN-Antenne ist übrigens schon im Lieferumfang enthalten, was den Preis noch mehr rechtfertigt. Das Preis-Leistungsverhältnis passt aus meiner Sicht.
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    Haltbarkeit/Vergleich zu ähnlichen Produkten:
    Es ist vielleicht kein direkter Vergleich, weil es sich um einen anderen Sockel und einen anderen Chipsatz handelt, aber wenn ich mit meinem bisherigen Asus Z390 Board vergleichen würde, finde ich die Kühlung und die Stabilität der Materialien auf dem getesteten Gigabyte Mainboard durchaus besser und höherwertiger.

    Fazit & persönliche Meinung:
    Abschließend fasse ich zusammen, dass das Gigabyte Z490 Gaming X AX absolut gelungen ist und ein hochwertiger Untersatz für leistungsstarke Gaming Hardware ist. Wer ein gutes, solides Mainboard mit Wireless (WLAN/Bluetooth) Funktion sucht, ist hier definitiv richtig. Ich würde allerdings persönlich lieber noch mal 5-10¤ mehr bezahlen, wenn es noch ein bisschen RGB-Blingbling dazubekommen würde :-)

  4. #4

    Standard

    Einleitung
    Ich bedanke mich bei Mindfactory und Gigabyte für die Möglichkeit, das Z490 Gaming X AX Mainboard testen zu dürfen. Die Ausführungen in diesem Beitrag sind unvoreingenommen und beruhen auf Erkenntnissen aus der Testphase.

    Alle in diesem Beitrag angegebenen Sensor-/Testdaten sind nicht repräsentativ und sollen nur als grobe Einordnung dienen. Das Testsystem besteht aus folgender Hardware:
    * CPU: i7-10700K (+OC)
    * GPU: RTX 2070 SUPER (+OC)
    * 16GB Corsair Vengeance 3200 MHz (+OC)
    * Wasserkühlung: EKWB Velocity, D5 Pumpe, Phobya 480mm Radiator

    Unboxing
    Die Gestaltung der Verpackung gefällt mir ausgesprochen gut, ein modernes/futuristisches Design. Wer die Verpackungen seiner Hardwarekomponenten gerne als Designelement zur Schau stellen möchte, ist mit dieser Verpackung auf jeden Fall gut bedient. Auch gelungen finde ich das untere „Fach“ in der Box: möchte man da Mainboard sofort einbauen und braucht keinerlei Zubehör, kann das Mainboard einfach entfernt werden und das Zubehör ist nicht sichtbar versteckt.
    Mitgeliefert werden zwei in schwarz gehaltene SATA-Kabel, das Handbuch, eine Treiber-CD sowie eine Antenne, die weiter unten noch angesprochen wird.

    Design

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    Das Mainboard macht bezüglich Dicke und Stabilität einen sehr guten Eindruck; es fühlt sich nicht zerbrechlich an und lässt sich nur schwer verbiegen. Das Design des Mainboards hat nach meinem persönlichen Geschmack positive und negative Seiten:
    + Die Kühler der Spannungswandler und des Chipsets sind schwarz und werden nur von minimalistischen grauen Designelementen verziert. Mir gefällt vor allem die Einheitlichkeit der Designelemente auf den Kühlern, als auch auf dem Board selbst.
    + Das integrierte I/O-Shield gibt dem Board einen zusätzlichen designtechnischen Pluspunkt und erhöht die Wertigkeit des Mainboards.

    - Abgesehen von den Kühlern, die in einem matten Schwarz verbaut werden, hat das Mainboard-PCB eine spiegelnde Oberfläche, die meiner Meinung nach im direkten Vergleich (Z370 Tomahawk, matt) weniger wertig aussieht.
    - Aus den Produktbildern alleine war es für mich schwierig zu erkennen, ob das PCB eine schwarze oder braune Farbe hat. Nach erhalt des Mainboards konnte ich dann feststellen, dass das PCB zwar einen schwarzen Grundton hat, es allerdings zahlreiche braun/bronzene Verzierungen zu finden gibt. Mir persönlich gefällt diese Farbgebung für ein Mainboard nicht, eine Kombination von Schwarz/Grau wie auf den Kühlern fände ich deutlich besser.

    ± Wer auf seinem Mainboard unbedingt RGB-Beleuchtung haben möchte, sollte zu einem anderen Mainboard greifen, für mich persönlich ist dies weder ein Vor- noch ein Nachteil.

    Da neben dem Design der Hardware auch das Design der mitgelieferten Software wichtig ist, möchte ich auch Worte zum Design des BIOS/UEFI verlieren.
    Das BIOS des Mainboards gibt dem Nutzer die Möglichkeit, sich zwischen zwei verschiedenen Modi zu entscheiden, einen „Easy Mode“ für weniger technisch versierte Menschen, und erweiterte Einstellungen, für Personen, die sich besser mit der Materie auskennen. Die Oberfläche des Easy Modes gefällt mir persönlich ausgesprochen gut: Es sind auf einer Seite alle wichtigen Kennzahlen des Mainboards aufgelistet. Die BIOS Version lässt sich zum Troubleshooting sofort auslesen, die CPU als auch die RAM-Frequenzen sind ebenso aufgelistet wie die Temperaturen von der CPU, der VRMs, und zwei Systemtemperaturen (ich vermute hierunter die Chipset-Temperatur). Ebenfalls praktisch zum Troubleshooting ist die Möglichkeit, die XMP-Funktionalität mit einem Klick abzuschalten, wenn z.B. eine zu hohe RAM-Frequenz als Absturzgrund vermutet wird. Erwähnenswert ist in der Easy Mode Ansicht noch die Möglichkeit, die Bootsequenz einfach abzuändern, ohne hiernach lange in den Einstellungen suchen zu müssen. Die Easy Mode Ansicht gefällt mir sehr gut, wichtige Einstellungen sind benutzerfreundlich angegeben, erreichbar und verständlich.
    Zum Design der Erweiterten Einstellungen gibt es hingegen nicht viel zu sagen, die 6 Reiter (Favoriten, Tweaker, Settings, System Info, Boot und Speichern&Beenden) sind vertikal angeordnet; die Möglichkeit zur Auswahl von Favoriten in einem separaten Reiter finde ich sehr praktisch, da ein „normaler“ Overclocker sehr wohl nur wenige Einstellungen oft benutzt und die zahlreichen anderen nie.

    Leistung inkl. Overclocking
    In diesem Abschnitt soll vor allem die Kühlleistung des Mainboards angesprochen werden, im ersten Teil soll die Kühllösung der m.2-SSD und im zweiten Teil die Kühlung der Spannungswandler untersucht werden. Im Anschluss möchte ich auch noch etwas zur mitgelieferten Antenne sagen.

    Der m.2-Slot zwischen beiden PCIE-Slots ist mit einem massiven Kühler ausgestattet, welcher mit der mitgelieferten Kühllösung von ADATA (SX8200 Pro 1TB) verglichen wird. Der Testvorgang ist folgender: es werden 4x hintereinander CrystalDiskMark-Benchmarks ausgeführt, nach jedem Durchgang wird die Temperatur per HWInfo ausgelesen.

    Nach 4 Durchläufen mit der mitgelieferten Kühllösung:

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    Nach 4 Durchläufen mit der Kühllösung des Mainboards:

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    Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist die Kühllösung von GIGABYTE äußerst effektiv, vor allem könnte dies positive Auswirkungen auf die Lebensdauer haben, ebenso wird in Extremfällen Throttling aufgrund hoher Temperaturen vermieden. Die Drive-Temperatur ist mit der GIGABYTE-Kühllösung 18°C Kühler, eine Zahl die ich persönlich nicht erwartet hätte, deswegen bin ich hier positiv überrascht.

    Das Overclocking per BIOS funktioniert ausgesprochen einfach, für Anfänger ist es völlig ausreichend, den „Favoriten“-Reiter zu nutzen. Wer nun Änderung an der Spannung oder auch die RAM-Timings ändern möchte, kann diese in dem Tweaker-Reiter einfach finden.
    Da die Untersuchung des Übertaktungspotenzials eines Mainboards ohne Vergleichsbasis und verschiedenen (gleichartigen) Prozessoren unmöglich ist, möchte ich an dieser Stelle eher die Kühlkapazität der MOSFET-Kühler und die Stabilität der RAM-Sticks bewerten.

    Der i7-10700K wurde per BIOS-Einstellung auf 5 GHz auf allen Kernen festgesetzt und konnte es absolut problemlos mit verschiedenen Spielen aufnehmen. Ebenso konnte der RAM im Gegensatz zum Vergleichsmainboard (Z370 Tomahawk) auf 3600 MHz getaktet werden, statt nur auf 3200 MHz. Da das derzeitige Worst-Case-Szenario in Sachen Gaming der Microsoft Flight Simulator 2020 ist, habe ich dieses Spiel für circa 50 Minuten getestet:

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    Wie im Screenshot zu sehen ist, bleiben die Temperaturen der Spannungswandler (als auch der SSD) sehr gering, selbst bei extrem anspruchsvollem Gaming. Für besonders ambitionierte Overclocker gibt es ebenfalls noch die Möglichkeit, einen weiteren 4-Pin Stecker an das Mainboard zu stecken, um dem Prozessor mehr Strom zuzuführen.

    Die mitgelieferte Antenne ist schnell montiert und hat zwei längere Kabel, womit sie möglichst frei positioniert werden kann. Gerne hätte ich noch die Möglichkeit gehabt, die Antennen direkt am Mainboard zu montieren.
    Sowohl das WLAN als auch das Bluetooth-Signal wurden in einer „Wohnzimmer-Gaming“-Situation getestet: Der Router befindet sich nur wenige Meter vom PC entfernt, es gab hier keinerlei Verbindungsprobleme. Per Bluetooth wurde ein Dualshock 4-Controller eingesetzt, der laut DS4Windows-Software nie eine Latenz >10 ms erreicht hat, was im Vergleich zu meinem vorigen USB-Adapter eine starke Verbesserung der Verbindungsqualität darstellt. Selbst von circa 6 Metern Entfernung fiel die Bluetooth-Verbindung nie aus.

    Verarbeitung
    Zur Verarbeitungsqualität gibt im Großen und Ganzen nicht viel zu sagen: Die Kühler sind sauber und präzise ausgearbeitet, wie erwartet machen alle Kondensatoren, Chips und Anschlüsse einen guten Eindruck.
    Die mitgelieferte Antenne ist dafür, dass sie vollständig aus Plastik besteht, recht stabil und sieht in komplett schwarz auch gut aus.

    Montage
    Das Mainboard lies sich ohne Probleme an einem Thermaltake Core P5 installieren. Vor Allem die Beschriftungen für die Front-Panel Header sind von Vorteil, da solche Kabel sehr klein sind und der untere Bereich von Mainboards montiert schwer zugänglich ist. Einen Minuspunkt muss ich für den USB3.2 Gen 1-Anschluss vergeben, dieser ist im Gegensatz zum Vergleichsmainboard nicht gewinkelt. Das hat den großen Nachteil, dass das Kabel sehr auffällig auf der rechten Seite rausragt.

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    Die RGB-Anschlüsse sind an praktischen Orten oben rechts als auch mittig unten zu finden, sowohl als 5v als auch als 12v Anschluss. Die Kabel können so von verschiedenen Komponenten direkt angesprochen werden, falls die Länge des Kabels ausreicht.
    Die Lüfteranschlüsse (4x) sind alle einzeln durchgetestet worden, es gab sowohl mit der Lüfterkurvenanpassung im BIOS sowohl per Software überhaupt keine Probleme. Auch die Nutzung des Anschlusses an einer D5-Pumpe lief problemlos von statten.

    Preis/-Leistungsverhältnis
    Alles in Allem gefällt mir das Z490 Gaming X AX gut, wer wie ich auf eine Bluetooth-Verbindung zum Gaming besteht, gute Kühlung (sowohl m.2 als auch Spannungswandler) braucht und nicht allzu viel Geld ausgeben will, ist mit dem Mainboard gut bedient. Liegt das Augenmerk allerdings verstärkt Richtung Optik und RGB, würde ich eher zu einem anderen Mainboard raten. Zum Testzeitpunkt beläuft sich der Preis für das Z490 Gaming X AX auf ~175¤. Meiner Meinung nach ist der Preis angemessen. Eine Kaufempfehlung könnte ich Bekannten und Freunden problemlos geben.

  5. #5

    Standard

    Hallo Mindfactory-Fans,
    vielen Dank vorab an Mindfactory für die Zusage des Testers Keepers, hierdurch hatte ich die Möglichkeit das neue Z490 Gaming X AX Mainboard von Gigabyte ausgiebig zu testen.
    Die Zusage kam passend, denn ich hatte mir gerade einen neuen PC zusammengestellt und war kurz davor ihn zu bestellen. Ich hatte nun 14-Tage Zeit das Mainboard zu testen, hier habe ich das System einen umfangreichenden Test unterzogen.
    In meiner Bewertung werde ich auf folgende Punkte eingehen Verpackung, Lieferumfang, Design, Verarbeitungen, Leistung, Preis- Leistungsverhältnis sowie der Montage, zu jedem Punkt werde ich Noten von 1 bis 6 vergeben (1= sehr gut, 2= gut, 3= befriedigend, 4= ausreichend, 5=mangelhaft, 6= ungenügend).

    Komponenten:
    CPU: Intel i9 10900k
    GPU: RTX 2080
    RAM: 32GB Corsair Vengeance 3600 MHz
    Gehäuse: BeQuiet Dark Base 700
    Kühlung: 3x 140mm BeQuiet Silent Wings 3 1600 U/min
    NZXT Kraken X62 V2


    Verpackung (2-)
    Die Verpackung erhält von mir eine schlechtere Zwei.
    Die Verpackung ist stabil, auch der Karton reist beim öffnen nicht gleich ein, was oft bei Verpackungen passiert. Das Design der Verpackung gefällt mir gut und lässt sich in einer Vitrine ausstellen. Jedoch empfinde ich den matten Druck lässt das Produkt in den Regalen „billig“ wirken und bleicht schnell aus, da haben andere Hersteller ein deutlich hochwertigeren Druck, das Mainboard ist wie alle Elektronischen Bauteile in eine Antistatischen Kunststofftasche verpackt.
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    Lieferumgang (1)
    Im Lieferumfang sind enthalten ist das Mainboard selbst, die WiFi Antenne, zwei SATA-Kabel, Benutzerhandbücher und eine Treiber CD.
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    Anschlüsse
    Das Mainboard hat auf der Rückseite folgende Anschlüsse:
    1x USB-A 3.2 Gen2 10Gbit/s
    5x USB-A 3.2 Gen1 5Gbit/s
    2x USB-A 2.0
    1x HDMI
    RJ-45 Gigabit Anschluss (LAN)
    Mikrofon, Line-In, 4x Line-Out
    2x Wifi Antennen Anschluss
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    Design (2)
    Das Design des Mainboards finde ich ist sehr gut gelungen, es ist alles schön Dunkel gehalten, die Aluminium Kühlelemente sind optisch passend. Für jemanden wie mich der gerne beim Zocken eine RGB Beleuchtung neben sich hat, ist das Z490 Gaming X AX Mainboard leider nichts, denn diese fehlt komplett. Das PCB hat einen leichten Bräunlichen Ton (auf den Bildern zu erkennen), was mit manchen RGB Beleuchtungen vom Gehäuse in Konflikt kommen könnte. Ich persönlich nehme immer gerne Schwarze PCB Farben.

    Verarbeitung (1)
    Die Verarbeitung ist was mich sehr verwundert hatte sehr hochwertig! Im Vergleich zu MSI Boards, bei denen schon mal gerne die ein oder andere Halterung der PCIe Slots abgebrochen sind, scheint hier alles stabiler. Auch ist gerade die Aluminium Verstärkung des ersten PCIe Slots laden ein, eine riesige Grafikkarte einzubauen, ohne dass man Angst haben muss, dass der Slot die Biege macht.
    Laut Hersteller ist das PCB mit einem „Schielded Layer“ ausgestattet welches sich auch an dem Gewicht bemerkbar macht, dieses Layer soll vor externen Interferenzen schützen!

    Das Mainboard hat einen fest Integriertes I/O Panel.
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    Leistung (1+)
    Bisher konnte ich mit einigen Z-Boards der Hersteller Erfahrungen sammeln, so auch hier durch die hochwertigen Alukühlelementen, können Temperaturen niedrig gehalten werden und Overclocking kann stattfinden. Vorausgesetzt man hat den richtigen Prozessor 😉 Das UEFI ist wie heutzutage bei allen Herstellern mit der Maus ansteuerbar, man findet alle Menüpunkte und auch die Übersetzung ist richtig. Bei manchen Herstellern musste ich feststellen, dass Wörter einfach schlichtweg falsch übersetzt wurden. Hier ist das nicht der Fall! Für diejenigen, welche über keine LAN-Verkabelung verfügen oder die Möglichkeit haben direkt per LAN ins Internet zu gehen, können über den eingebauten WiFi Chipsatz (Wifi 6) sich mit Ihrem WLAN Verbinden.
    Die DDR4 XMP Profile Slots sollen bis zu 4600 MHz RAM Riegel erlauben, leider habe ich aktuell keine RAM Riegel mit 4600 MHz da, um das zu testen. Das Mainboard besitzt insg. 6 Temperatur Sensoren sowie 5 Lüfter / Wasserpumpen Anschlüsse, welche sich über die Software Smart Fan 5 auslesen lassen. Sollten einmal die Lüfter ausfallen, so gibt das Mainboard eine Warnung ab. Die „Voltage detection“ verhindert eine Überspannung des Mainboards.
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    Preis / Leistungsverhältnis (2):
    Das Preis Leistungsverhältnis ist super für etwa 175,00 ¤ bekommt man hier ein Mainboard mit dem neuesten Sockel der Intel 10th Generation. Leider fehlt wie vorher bereits erwähnt die RGB Beleuchtung, für jemanden der darauf kein Wert legt, oder das Mainboard in ein Gehäuse baut, welches kein Sichtfenster hat, ist es Ideal.
    Das Mainboard bietet alle Funktionen, die man so benötigt.

    Montage (1):
    Die Montage war super einfach, der Prozessor, die RAM Riegel und die Grafikkarte ließen sich super einfach einsetzen. Das einzige war die ATX Versorgung vom Netzteil (könnte auch am Stecker vom Netzteil gelegen haben, dieser ließ sich nur mit schmerzenden Fingern und einem harten Druck einsetzen. Weswegen dies nicht in die Benotung einfließt. Der RAM Corsair Vengeance PRO 3600Mhz DDR4 RAM wurde sofort erkannt und lief ohne Probleme. Der M.2 Anschluss ist in der Auslieferung mit einem Aufkleber versehen „Limited Functionality! Check Manual“. In der Anleitung steht, dass der M.2 Anschluss die Bandbreite vom SATA3_1 verwendet, somit ist dieser SATA Anschluss nicht mehr zu verwenden, wenn eine M.2 SSD wie in meinem Fall installiert ist. Die M.2 kann mit einem Kühlelement installiert werden, der obere besitzt jedoch keinen und lässt sich auch nicht abdecken im Vergleich zum ASUS ROG Strix Z390-E. Das Kühlelement kann auf die M.2 direkt aufgeklebt werden, achtet darauf, dass ihr zuerst die M.2 einsteckt und dann aufklebt.
    Ansonsten dürft ihr an der Sensiblen M.2 auch noch einen sehr guten Kleber abziehen.
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    Haltbarkeit, Vergleich zu anderen Produkten, Fazit & persönliche Meinung

    Das Gigabyte Z490 Gaming X AX kann durchaus mithalten, es hat eine saubere und sehr gute Verarbeitung, die Kühlelemente sind nicht nur Optik sie liefern auch super Ergebnisse. Das Mainboard ist auch nach Stunden langer Fliegerei im neuem Flight Simulator oder im aktuellen Call of Duty über eine Wärmebildkamera kühler als mein Z390-E. Der Preis ist angemessen und Gigabyte liefert hier ein super Produkt mit welchem man superleicht alle Spielchen treiben kann. Mir persönlich fehlen die RGBs und stört die Bräunliche Farbe des PCBs, für PCs ohne Sichtfenster würde ich sofort dieses empfehlen. Gigabyte ruft hier einen sehr fairen Preis (175 ¤) mit großartigen Features auf, mir hat der Hersteller bewiesen, dass er durchaus in einer PC Konfiguration vorhanden sein darf und kann!

  6. #6

    Standard

    Liebe Mindfactory-Community,

    auch ich möchte mich hiermit bei Mindfactory für die Zusage des Testers Keepers bedanken wodurch ich das neue Z490 Gaming X AX Mainboard von Gigabyte auf Herz und Nieren testen durfte. Das Timing konnte nicht besser sein, da ich dabei war mir einen komplett neuen Gaming-PC zusammenzubauen und schon länger ein Auge auf das Mainboard geworfen hatte. Im Folgenden möchte ich die Bewertungskriterien festlegen, welche von 1=sehr gut, 2=gut, 3=befriedigend, 4=ausreichend, 5=mangelhaft sowie 6=ungenügend reichen.

    Design (2)

    Das Mainboard wird in einer matt-schwarzen Verpackung gesendet. Den einzigen Abzug gibt es für die Verpackung, da diese schnell billiger als die Verpackungen im Hochglanz-Design wirken.
    Verpackung Front.jpg
    Verpackung hinten.jpg

    Dennoch gefällt mir die Optik des Mainboards sehr gut, denn neben dem ATX-Format und seiner überzeugenden schwarz-grau-Optik zeigt der Test der Qualität, dass das Mainboard vor allem sehr stabil und ohne jegliche scharfen Kanten hergestellt wurde. Es lässt sich weder verbiegen noch zerbrechen. Somit hat sich Gigabyte für ein schlichtes Design ohne RGB-Beleuchtung entschieden. Es gibt dennoch die Möglichkeit die RGB-Beleuchtung manuell einzubauen. Das ansprechende Kühlerdesign wird durch die Verwendung hochwertiger Materialien abgerundet, indem Gigabyte durch die Verarbeitung drei passiver Kühlkörper eine mögliche Überhitzung bewusst vermeidet. Besonders hierbei gefallen haben mir persönlich die matt-schwarzen Kühler sowie die spiegelnde Oberfläche, da diese im Gegensatz zur Verpackung hochwertig wirken. Wer genau hinschaut entdeckt kleine Designdetails an den Kühler der Spannungswandler sowie des Chipsets. Einen Abzug gibt es für die nicht-einheitliche Farbgebung des Mainboards, da auf den Produktbildern schwer zu erkennen ist ob das PCB braun oder schwarz ist. Hierdurch wirkt das Mainboard weniger durchdacht und schnell strukturlos.

    Mainboard.jpg
    IO-Panel.jpg

    Verarbeitung (1)

    Der Intel Z490 Chipsatz wird in eine vorinstallierte Back Plate auf dem Mainboard eingesetzt. Durch die optimierte Stromversorgung der Comet-Lake-S Prozessoren enthält das Mainboard einen Intel-Socket „LGA1200“, behält aber trotz der erhöhten Pin-Anzahl die tatsächliche Größe des Sockels bei. Hierdurch muss nicht auf alternative CPU-Kühler zurückgegriffen werden, wodurch auch CPU-Kühler für Sockel LGA 115x auf dem Mainboard montiert werden können. Die meisten Mainboards diverser Hersteller werden mit PCIe-4.0 Support ihrer Platinen beworben, jedoch unterstützt Comet-Lake kein PCle-4.0 und es muss auf den Nachfolger der Rocket Lake Serie gewartet werden. Dennoch bietet der neue Intel Chipsatz eine neue Netzwerk-Funktion, bei der es integriertes Wi-Fi 6 (802.11ax) im Desktop-Chipsatz enthält. Auf dem Mainboard werden zudem vier DIMM-Sockel (Dual-Channel) verbaut durch die man mit 32-GB Speicherkits einen extrem hohen Speicherausbau auf 128 GB schaffen kann. Auffällig ist vor allem die durchdachte Spannungsversorgung des Mainboards, welche 11 Phasen für die CPU sowie 1 Phase für die Speicher beträgt. Vor allem die „Ultra Durable PCle Armor“-Technik beim oberen PCle 3.0 x16 Slot ist eine wahre Genugtuung, denn diese Technik von Gigabyte wird durch die Metallverstärkung als besonders Strapazierfähig beim Einbau von schweren High-End-Grafikkarten beworben und fühlte sich dementsprechend auch bei der Montage so an. Ebenso die RAM-Bänke werden mit dieser Metallverstärkung ausgestattet. Das I/O-Panel der Z490 enthält einen USB-3.1.-Port sowie fünf USB-3.0-Ports und einen HDMI-Anschluss. Wer es genauer wissen will: Das Mainboard wird zusammen geliefert mit
    - 1 Treiber-CD und Bundle Software
    - 1 Kurzanleitung
    - 1 Temperatursensor-Kabel
    - 4 SATA Kabel

    Montage (2)

    Einbau.jpg

    Als Anfängerin und nicht-handwerklich begabter Mensch hatte ich etwas Angst vor der Montage des Mainboards. Vor allem die verstärkten Anschlüsse haben dazu geführt, dass das Mainboard sehr stabil wirkte. Ebenso hat die vorinstallierte Backplate den Einbau sehr erleichtert und es gab auch keine Probleme den CPU-Kühler (Noctua ND-H15) zu montieren. Einzig gefiel mir der Einbau der SSD nicht, da die Schraube hierbei viel zu kurz berechnet wurde. Wer hier also nicht ordentlich Druck auf die Kühlung ausübt läuft Gefahr die Schraube zu überdrehen und muss folglich auf die Kühlung verzichten, da es keine Ersatzschrauben gibt. Den größten Pluspunkt in der Montage erhält die Z490 sowohl durch die gewinkelten SATA-Anschlüsse, als auch durch die Smart Fan 5 wodurch die Montage weder blockiert wird noch die Lüfter über das Board fahren. Das I/O-Panel ist bei der Z490 ebenfalls bereits vorinstalliert und erleichterte ebenfalls den Einbau maßgebend.

    Leistung (1)

    Die Gigabyte Z490 Gaming X AX Mainboard enthält folgende Features:
    • Manuell installierbare RGB-Beleuchtung
    • Integriertes WiFi-AX & Bluetooth-5.0-Modul
    • 1x USB 3.1 (1x Typ A)
    • 2x Pcle (3.0) x16 (16/4) & 3x Pcle x1
    • 2x M.2 (PCle 3.0 x4/SATA) / 6x SATA 6G
    • Insgesamt 7x USB 3.0 und 4x USB 2.0 (intern &extern)
    • Unterstützt max. 128 GB DDR4-RAM bis 4.600 MHz

    Um die Leistung besser zu vergleichen werden im Folgenden die Komponenten aufgelistet, welche beim Test mit dem Mainboard zusammen benutzt werden.
    • 1000 GB Kingston SA20000M8/1000g M.2 2280 PCle 3.0 x4 NVMe 3D NAND TLC
    • Intel Core i5 10600K 6x 4.10 GHz So. 1200 TRAY
    • Noctua NH-D15
    • Gigabyte Aorus GA-AP750GM
    • Crucial Ballistix Black 32 GB DDR4
    • Nvidia 950 GTX

    Durch den High-End-Chipsatz für die Intel-Core-Prozessoren der 10. Generation ist das Übertakten von CPUs mit freiem Multiplikator möglich. Das Ziel mit der Z490 war dabei auf 5Ghz mit der CPU zu gelangen, wobei dies mit einem 1,35 Volt V-Core erreicht wurde. Bei einem Workload von über 180 Watt entstand beim Test eine VRM Temperatur von 56 Grad. Auch die PCH Temperatur von 34 Grad lag unter der Prime 95. Dies zeigt eindeutig, dass mit der Z490 von Gigabyte Mainboardtechnisch deutlich noch Luft nach oben besteht, womöglich durch größere CPUS wie der 10700k oder gegebenenfalls i9 10900k. Des Weiteren ist die Z490 in der Lage die vollen M2 SSD-Leistungen abzurufen. Bei der Z490 setzt Gigabyte auf das UEFI BIOS, dass alle Funktionen enthält die gewünscht werden. Vor allem für Anfänger enthält das BIOS-System einen Easy-Mode bei dem mir persönlich die Oberfläche sehr gut gefallen hat und es auch sehr einfach war die Komponenten in einer angemessenen Weise zu übertakten. Somit konnte auch das BIOS Update durch das gut strukturierte BIOS-System von Gigabyte ohne Komplikationen von 2 zu 4c durchlaufen werden. Besonders hervorzuheben ist der gute Audio-Chipsatz (ALC1200), wodurch keine zusätzliche Soundkarte benötigt wird. Zuletzt wurde der Arbeitsspeicher (XMP Profile) ohne Probleme vom BIOS-System geladen.

    Preis/Leistungsverhältnis (1)

    Das Mainboard Z490 Gaming X AX von Gigabyte ist im Handel für knapp 164 Euro zu erhalten. Gigabyte legt mit der neuen Z490 ein unschlagbares Angebot zwischen Preis-Leistungsverhältnis hin. Für die knapp 170¤ fehlen zwar einige geringe Features wie Bluetooth und WLAN, jedoch erhalten preisbewusste GamerInnen mit dem Mainboard alle wünschenswerten Ergebnisse. Vor allem die hochwertige Qualität und das gut durchdachte Layout macht die Z490 Gaming X AX von Gigabyte zu einem leistungsstarken Mainboard, welches gleichzeitig das Portemonnaie schont. Wer doch nicht auf den WLAN-Empfänger verzichten will kann auf die non AX Version der Z490 zurückgreifen.

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