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Thema: Testers Keepers mit be quiet! Pure Base 500 DX

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Mister Marketing
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    Standard Testers Keepers mit be quiet! Pure Base 500 DX

    Hier könnt Ihr die Reviews der Testers Keepers Aktion von den be quiet! Pure Base 500 DX Gehäusen vom 18.05.-24.05.2020 finden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Verarbeitung:

    - Sämtliches verwendetes Material wirkt haptisch sowie optisch sehr hochwertig. Ich konnte am gesamten Gehäuse innen wie außen keine Materialfehler oder sonstiges entdecken. Das Metall ist an allen Stellen ausreichend dick und lässt sich nirgends durch Drücken
    eindellen. Alle Schrauben innen wie außen lassen sich gut verschrauben und verhaken nicht. Es wird eine große Anzahl an Montageschrauben in verschiedensten Varianten mitgeliefert.

    Usability / Aufbau:

    - Das Gehäuse lässt sich schnell und recht intuitiv in seine Einzelteile zerlegen ohne dafür großartig in der mitgelieferten Anleitung nachlesen zu müssen. Diese ist ohnehin etwas spartanisch und dient eher zum groben Überblick der Einzelteile. Etwas negativ empfinde
    ich das Abnehmen der Frontblende / Gitter, man muss schon recht kräftig daran ziehen, damit sich diese löst. Man befürchtet ein wenig etwas zu beschädigen. Das war auch soweit der Einzige Kritikpunkt.
    - Das Lüftungsgitter / Staubschutz auf der Oberseite ist mittels Magneten bündig im Gehäuse eingelassen und lässt sich extrem einfach abnehmen und ggf. säubern, dennoch sitzt es ausreichend fest. Das Gitter unter der Frontblende wird auf der einen Seite
    eingehakt und auf der anderen wieder mittels Magneten befestigt. Das untere lässt sich einfach nach vorne rausziehen. Alles im allen sind nur wenige Handgriffe zum entfernen / säubern nötig!
    - Festplattenmontage:
    o Es gibt zwei Halterungen für jeweils zwei SATA SSD. Somit können maximal 4 SSD verbaut werden. Eine davon befindet sich rechts neben dem Mainboard und erlaubt einen Blick auf die verbauten SSD durch das Glasfenster. Durch das mittige „be quiet!“
    Logo werden SATA und Stromkabel perfekt verdeckt und sorgen für eine schöne cleane Optik. Die andere befindet sich auf der Rückseite des Mainboards und die SSD werden dort nicht sichtbar montiert. Somit hat man selber die Wahl wie man sein
    Innenleben optisch gestalten möchte.
    o Der HDD Käfig befindet sich im unteren PSU Cover beim Netzteil und wird über die Rückseite eingesetzt. Großes Plus : Die HDD Aufnahmen sind mit Gummis versetzt, somit wird zusätzlich die Vibration absorbiert.

    - Kabelmanagement: Es gibt genügend und gut platzierte Führungen und Öffnungen um ein sauberes Verlegen der benötigen Kabel zu ermöglich. In diesem Fall habe ich sogar ein MikroATX Board verwendet, welches noch sehr viel freie Fläche im Gehäuse übrig lässt.
    Dennoch empfinde ich die dadurch etwas deutlicherer sichtbaren Kabel nicht als Störend. Auf der Rückseite gibt es Reichlich Befestigungsmöglichkeiten mittels Klettbändern oder kleinen Ösen an die man die mitgelieferten Kabelbinder befestigen kann. Ich habe in
    diesem Fall aus Testzwecken bewusst ein Low Budget Netzteil verbaut, dennoch lässt sich der komplette Kabelbaum sauber verlegen und optisch ist er im sichtbaren Bereich nur minimal auffälliger als entsprechende höherwertige, welche ein ganz anderes
    Kabelmanagement bieten.

    Belüftung / Kühlung:

    - Besonders gut gefallen mir die drei bereits vormontieren 140mm Lüfter. Selbst bei maximaler Drehzahl verursachen sie ein zwar hörbares aber angenehm tiefes Summen. Im Vergleich zu vielen 120mm Konkurrenten ist es deutlich angenehmer. Ein deutlich spürbarer
    Airflow ist ebenfalls vorhanden, die großen Lüfter sorgen für ordentliche Bewegung. In meinem Fall ist noch eine AIO 120mm Wasserkühlung auf der CPU verbaut, welche ausreichend Platz in der Frontblende findet. Der dazugehörige 120mm Lüfter wurde entfernt
    und der vorhandene 140mm be quiet! Lüfter genutzt. Das ist ohne Probleme möglich, da die Schiene in der Frontblende genügend Schraubaufnahmen besitzt um diesen Mix zu verbauen. Selbst 240mm oder 360mm Radiatoren können an der Front ohne große
    Probleme verbaut werden. Sollte man eine AIO am Deckel oder auf der Rückseite befestigen wollen, muss eventuell der Lüfter nach außen gesetzt werden, da je nach Boardlayout es eventuell eng werden könnte.
    - Durch die großflächig vorhandenen Be- und Entlüftungsgitter bleibt die verbaute Hardware im idle sogar bei unter 30 Grad. Bei der CPU natürlich durch die verwendete AIO. Auch unter Last muss die Grafikkarte selten ihre Lüfter voll ausfahren, da bei gut platzierten
    Frontlüftern die GPU gut im Luftstrom hängt.
    - Kleines Manko, genau durch die großflächigen Öffnungen und Gitter ist dieses Gehäuse im Vergleich zu erschlosseneren be quiet! Gehäusen natürlich etwas lauter.

    Beleuchtung:

    - Die Beiden LED Streifen in der Frontblende wirken sehr hochwertigen und geben angenehmes gleichmäßiges Licht ab. Ebenso hochwertig empfinde ich das gut versteckte LED Band an der Oberseite des Gehäuses, welches ich, um ehrlich zu sein, erst entdeckt
    hatte, als es eingeschaltet war. Dadurch wird der gesamte Innenraum schon ausreichend beleuchtet. Zusätzliche Leuchtelemente sind meinem Erachten nach nicht nötig, da es sonst schon etwas zu viel wird. Lediglich RGB Arbeitsspeicher würde noch gut in das
    Gesamtbild passen.
    - Die Beleuchtung lässt sich mittels passenden Anschluss am Mainboard direkt steuern. Sollte man keine entsprechenden Anschlüsse besitzen ist das Ganze einfach über einen kleinen Knopf an der oberen Bedienleiste zu steuern. Alle erdenklichen Modi lassen sich
    dann durchschalten. Von einzelnen Farben ( rot , grün, etc. pp ) bis Multicolor, Dauerleuchten, blinken oder Rainbow Modus ist alles dabei.

    Fazit:

    Pro:

    Preis / Leistung kann ich das Gehäuse uneingeschränkt weiter empfehlen. Verarbeitungsqualität, Material und durchdachte Aufteilung befinden sich auf einem hohen Niveau.
    Die drei vorinstallierten 140mm Lüfter mit maximal 900RPM sorgen ebenfalls für ausreichend Belüftung bei geringer Geräuschentwicklung ( unter 800 RPM nicht wahrnehmbar ).
    Low Budget Gaming Komponenten lassen sich ebenfalls klar in dem Gehäuse aufwerten. Mittelklasse sowie highend Komponenten wie z.B. große Radiatoren für Wasserkühlung finden ausreichend Platz im Gehäuse.
    Die vorinstallierte LED Beleuchtung ist hochwertig und einfach zu nutzen.

    Kontra ( in diesem Fall meckern auf hohem Niveau ):

    Demontage / Montage Frontblende etwas gewöhnungsbedürftig ( wir aber eh nicht täglich gemacht ).
    Durch die vielen Öffnungen / Lüftungsgitter ist es zwangsweise nicht das leiseste be quiet! Gehäuse ( Falls Grafikkarte oder CPU doch mal etwas höher drehen sollten )
    Mir (persönlich / Geschmackssache) gefällt es nicht ganz so gut, dass man bei eingeschalteter Beleuchtung frontal recht stark in das innere schauen kann.

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  3. #3

    Standard Testbericht TEsters Keepers be quiet! Pure Base 500DX

    Ich durfte das be quiet! Pure Base 500DX im Rahmen der "Testers Keepers"-Aktion von Mindfactory testen.

    Testsystem:
    AMD Ryzen 5 3600
    MSI B450 Gaming Pro Carbon AC
    Zotac GTX 1050 Ti OC
    16GB Corsair Vengeance RGB PRO 3200
    be quiet! Dark Rock Slim CPU Kühler
    be quiet! Pure Power 11 600W
    Crucial P1 500GB SSD
    Toshiba 1 TB HDD


    Versand und Verpackung:
    Der Versand durch Mindfactory lief zügig und ohne Probleme ab, und dies, obwohl zwischen Versand und Empfang durch mich ein Feiertag lag. Geliefert wurde das Gehäuse in der Originalverpackung, auf welcher nur Adresse und Lieferschein aufgebracht wurden. Dies war jedoch kein Problem, da durch genügend Styropor das Gehäuse im Inneren geschützt wurde. Innerhalb des Kartons und Styropor war das Gehäuse dann zusätzlich in einer Folie verpackt.


    Aufbau / Montage:
    Der Aufbau im Allgemeinen verlief eigentlich recht simpel und unkompliziert.
    Da ich bei meinem PC nur eine M2 SSD und eine HDD verbaut habe, musste ich nur die HDD-Festplatte im dafür vorgesehenen Käfig montieren.
    Bei der Installation des Mainboard musste ich die beiden vorinstallierten Lüfter kurz entfernen, um an die Schraube oben links zu gelangen. Dies war jedoch kein Problem, da die Lüftermontage hier sehr angenehm und einfach ist. Lediglich der hintere Lüfter passt haargenau ins Gehäuse. Ein paar Millimeter nach hinten, und es würde mit dem Mainboard Probleme geben. Größere bzw. höhere Mainboards könnten hier Probleme bekommen. Es bietet sich jedoch dafür auch die Möglichkeit, einen 120 mm Lüfter zu verbauen.

    Auch die Befestigung der Grafikkarte stellte keinerlei Probleme dar, die Grafikkarte hat durch die Befestigungsschraube einen sicheren Halt. In meinem Fall besitze ich eine relativ kleine Grafikkarte, doch auch größere Karten finden in dem Gehäuse ohne Probleme Platz.

    Die Frontblende ist etwas schwer zu lösen, wenn man an den Staubfilter bzw. an die vorderen Lüfter gelangen möchte. Mit etwas Geschick und Kraft schafft man jedoch auch dies.

    Das Kabelmanagement war ebenfalls angenehmen. Dadurch, dass be quiet! die Gehäusekabel schon gut verlegt hat, musste ich nur die Stromanschlüsse vom Mainboard und der Festplatte verlegen. Die drei Einlässe unterhalb des Motherboards ermöglichen, dass die Gehäusekabel gut an das Mainboard angeschlossen werden können, ohne dass sie sonderlich auffallen. Alle Anschlüsse am Gehäuse funktionieren so, wie es sein sollte.


    Verarbeitung:
    Das Gehäuse wirkt im ersten Moment gut verarbeitet, was sich auch auf den zweiten Blick bestätigt. Das Seitenfenster aus Glas wirkt robust, ebenso wie die Rückwand des Gehäuses. Das Glas hätte jedoch ein paar Millimeter größer sein können, sodass es komplett mit dem Gehäuse am unteren Rand abschließt. Die Füße sind ebenfalls stabil und sorgen für einen festen Stand. Auch die Verarbeitung der SSD Halter sieht durch das be quiet! Logo nicht nur gut aus, sondern wirkt vom Material sehr hochwertig. Auffällig ist auch, dass Dinge wie Netzteilblende oder die Abdeckung des Netzteils robust sind, jedoch nicht zu schwer. Im Gesamten ist das Gehäuse meines Erachtens leichter als es aussieht.

    Design:
    Aus meiner Sicht ist das Design ein klarer Pluspunkt für das Gehäuse. Besonders die RGB-Beleuchtung auf der Front und im Inneren (Oben links bei seitlicher Ansicht, sieht man beim Einbau der Komponenten nicht wirklich auf den ersten Blick) sehen schon sehr schick aus. Besonders die beiden langen RGB-Leisten auf der Front lassen das Gehäuse hochwertig aussehen. Durch die direkte Steuerung per Mainboard Software kann das Gehäuse mit seinen adressierbaren LEDs mit dem Rest des PCs synchronisiert werden.

    Ein weiterer Hingucker ist klar das be quiet! Logo auf dem SSD Halter. Der metallische Schriftzug gibt dem Gehäuse ebenfalls einen optisch positiven Effekt.

    Ich finde, dass das Gehäuse in seiner Größe perfekt ist. Hierbei ist sicherlich der Geschmack des einzelnen mit einzubeziehen, jedoch ist es nicht zu klein und nicht zu groß, sodass es in meinem Setup noch auf dem Tisch Platz findet.

    Leistung:
    Als Erstes ist mir beim Start aufgefallen, dass die Lüfter durch das offene Frontgitter etwas mehr hörbar sind, als bei anderen Gehäusen. Dies hält sich aus meiner Sicht jedoch absolut im Rahmen und ist noch in Ordnung. Durch dieses Frontgitter entsteht jedoch ein guter Airflow im Gehäuse, der eigentlich alle Komponenten im Normalbetrieb und unter Last kühl hält (im Idle bei mir etwas über 30 °C).

    Die eingebauten Staubfilter erfüllen ebenfalls ihren Zweck und sind an den wichtigsten Stellen vorhanden. Mitgeliefert werden außerdem noch drei vorinstallierte be quiet! Pure Wings 2 mit 900 RPM. Diese reichen für den Anfang auf jeden Fall aus. Bei Bedarf könnten dann auf der Front nochmal 2x Lüfter, oben nochmal 1x Lüfter installiert werden.

    Der Platz reicht im Gehäuse auf jeden Fall für mehrere Festplatten und SSDs, wie oben beschrieben eine große Grafikkarte und alle möglichen ATX-Mainboards. Allerdings könnte sich durch die erhöhte Menge an Kabeln das Kabelmanagement etwas schwieriger gestalten, da der Platz hinter dem Mainboard in meinem Fall ausreicht, jedoch jetzt nicht vergleichsweise groß ist. Da ich aktuell keine AiO-Wasserkühlung besitze, konnte ich den Einbau von Radiatoren nicht testen. Allerdings sieht es oben im Gehäuse schon jetzt sehr eng aus, sodass beim Einbau von einem Radiator oben geschaut werden muss, ob alles mit dem Mainboard passt. An der Front finden aber auf jeden Fall Radiatoren bzw. ein großer Radiator Platz, wobei hier, je nach Größe, der vorinstalliert HDD-Käfig verschoben oder entfernt werden muss.

    Preis-/Leistungsverhältnis & Vergleich:
    Aktuell ist das Gehäuse im Internet für 97,90 ¤ zu finden. Ich denke, dass der Preis für das Gehäuse auf jeden Fall in Ordnung ist. Wer das Gehäuse im Sale oder während einer Aktion ergattern kann, um so besser. Für das Geld wird einem ein schickes, schlichtes Gehäuse mit adressierbarer RGB-Beleuchtung geliefert.
    Im Vergleich zum normalen Pure Base 500 ist dies ein Preisunterschied von ca. 25 ¤. Hierfür bekommt man neben der RGB-Beleuchtung auch noch einen zusätzlichen Pure Wings 2 Lüfter, sodass der höhere Preis im Vergleich zum normalen Pure Base 500 aus meiner Sicht gerechtfertigt ist.

    Fazit:
    Ich persönlich bin mit dem Gehäuse mehr als zufrieden. Es ist in Kombination mit anderen RGB-Komponenten ein echter Hingucker und vermittelt dabei auch noch einen hochwertigen Eindruck. Die Montage ist selbst für Anfänger und Einsteiger einfach und lösbar. Jeder, der das optische Erscheinungsbild seines PCs aufwerten will, macht mit diesem Gehäuse auf keinen Fall etwas falsch. Danke auch nochmal an Mindfactory für den unkomplizierten Ablauf der Aktion.

    versand.jpg versand 2.jpg verpackung.jpg verpackung 2.jpg leeres gehaeuse.jpg mainboard fertig.jpg kabelmanagement.jpg fertig rainbow.jpg fertig komplettansicht.jpg fertig komplettansicht dunkel.jpg

  4. #4

    Standard Testers Keepers bequiet Pure Base 500DX in weiß

    Im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion von Mindfactory hatte ich die Möglichkeit, das bequiet! Pure Base 500DX ausgiebig zu testen.


    Design:

    - Mesh, Airflow und noch mehr Luft!
    Die Front des Gehäuses ist im Mesh Design gefertigt. Somit steht einem guten Airflow im Gehäuse nichts mehr im Wege und die Hardware kann optimal gekühlt werden. Das Gehäuse besitzt viele Luftschlitze und Öffnungen,
    um die Temperatur im Inneren so kühl wie möglich zu halten. Mit dem neuen Design geht bequiet einen ganz neuen Weg, aber absolut in die richtige Richtung!

    - RGB, die Kirmes für den Schreibtisch
    In der Front und im Gehäuse sind 5V ARGB Streifen verbaut. Ein absoluter Hingucker! Die Beleuchtung kann über einen Knopf am Gehäuse oder über den 5V ARGB Port am Mainboard gesteuert werden. Hierfür muss die Taste an
    der Front für 3 Sekunden gehalten werden und dann können die Farben über Mystic Light o.ä eingestellt werden.

    - Anschlüsse
    Das Frontpanel ist ausgestattet mit einem USB 3.0, USB 3.1 Typ C, Mikrofon und Kopfhörer, einem Ein-/Ausschalter und dem RGB Knopf.
    Hier fehlt es mir tatsächlich an weiteren USB Ports, die Ausstattung mit USB Typ C ist aber lobenswert.

    - Staubfilter
    Das Gehäuse hat im Boden, in der Front und im Deckel Staubfilter verbaut. Diese lassen sich optional entfernen. Meiner Meinung nach sind diese leider nur ein Hindernis für einen guten Airflow,
    können jedoch wirksam Staub im Gehäuse verhindern. Der Staubfilter im Boden lässt sich von der Front aus entfernen, was ich als sehr praktisch empfinde. Die restlichen sind magnetisch und haben einen guten Halt.

    - Stauraum, und Optik
    Im Inneren ist ausreichend Platz für große Hardware. Das Mainboard darf maximal ATX sein, die Grafikkarte darf maximal 369mm lang sein und der CPU-Kühler darf eine Höhe von maximal 190mm aufweisen.
    Außerdem kann man nun SSDs im Luftstrom verbauen und dessen Verkabelung wird optisch gut von einem Logo verdeckt. Hier hat man sich was einfallen lassen! So könnte unter Umständen die Lebenszeit der SSD
    verlängert werden..

    - Netzteilabdeckung und HDD Käfig
    Die Verkabelung verschwindet unter der Netzteilabdeckung und ist somit nicht mehr negativ im Auge des Betrachters. Der HDD Käfig kann variabel montiert werden, um den Einbau von dickeren Radiatoren zu gewährleisten.
    Negativ aufgefallen ist mir hierbei, dass der HDD Käfig eingebaut sein muss, um die Sicht zur Verkabelung zu verbergen. Dieser ist mir nämlich aus Sicht des Luftstroms im Weg und könnte durch eine Platte o.ä ersetzt werden.

    - Werf einen Blick ins Innere!
    Ein großen Seitenfenster aus echtem Glas ziert die Gehäuseseite. Dieses wird mit 4 Schrauben in Position gehalten. Lian Li zeigt, dass man die Seitenscheibe auch ohne Schrauben befestigen kann. Bei diesem Gehäuse
    jedoch wird die Scheibe wie bei vielen anderen von Rändelschrauben gehalten.


    Verarbeitung:

    - Gehäusefront mit ARGB Streifen
    Die Front lässt sich durch beherztes Ziehen entfernen. Man muss sich hierbei leider Sorgen machen, ob etwas dabei kaputt gehen kann. Allerdings erfolgt der Anschluss des ARGB Streifen mittels eines Kontaktes.
    Somit ist kein Kabel o.ä beim Entfernen der Front im Weg. Nach Abnehmen der Front, können dahinter 3 120mm Lüfter oder 2 140mm Lüfter verbaut werden.

    - Gesamteindruck und Anschlüsse
    Das Gehäuse ist mit fast 8kg relativ leicht. Dennoch ist die Qualität des Gehäuses sehr gut und macht einen stabilen Eindruck.
    Anschlüsse sind hochwertig verarbeitet und das Gehäuse bietet viele Möglichkeiten für das Kabelmanagement.


    Montage:

    - Kabelmanagement
    Ein ordentliches Kabelmanagement wird unterstützt durch viele Möglichkeiten die Kabel mit Kabelbindern festzuziehen. Außerdem gibt es genug Durchführungen für sämtliche Kabel.

    - optionale Erweiterungen
    Sehr positiv aufgefallen sind mir die vielen Möglichkeiten die man mit diesem Gehäuse hat. Laufwerke lassen sich unterschiedlich anbringen, der HDD Käfig ist variabel und entnehmbar, Verkabelung
    wird gut verdeckt und ist nicht sichtbar.

    - Platz und Stauraum
    Im allgemeinen ist mir die Montage meiner Hardware mit dem Gehäuse besonders leicht gefallen. Es ist genug Platz für alle Kabel, große Hardware und klobige Hände..
    Das macht die Montage auch für Anfänger besonders einfach. Hierbei hilft die Anleitung, welche aber meiner Meinung nach in manchen Fällen nicht sehr hilfreich war.


    Leistung:

    - Zubehör
    Im Gehäuse sind ab Werk schon 3 Pure Wings 2 Lüfter verbaut. Diese sind leider nur 3 Pin Lüfter, es ist aber lobenswert, dass diese bei einem Gehäusepreis von 99.- schon mit dabei sind.
    Es sind genügend Schrauben und Kabelbinder beigelegt, um die Hardware zu montieren.


    Preis-/Leistungsverhältnis:

    - Komplettpaket für 99.-!
    Für den Preis bekommt man ein solides Gehäuse, welches mit vielen Funktionen daherkommt. Es gibt zahlreiche Montagemöglichkeiten, ausreichend Anschlüsse, 3 vorinstallierte Gehäuselüfter, volle Beleuchtung in der
    Front und im Gehäuseinneren. Solch eine Ausstattung in dieser Preisklasse findet sich kein zweites Mal.


    Im Vergleich mit anderen Gehäusen hebt sich das Pure Base 500DX deutlich ab. In der Preisklasse gibt es wenige Gehäuse, die an diese Leistung herankommen. Wie weiter oben beschrieben bekommt hier einfach sehr viel für sein Geld.
    Man merkt dem Gehäuse an, dass die Materialdicke vielleicht nicht so stark wie beim Lian Li PC011 für rund 130¤ ist, jedoch überzeugt mich die Qualität voll und ganz und
    das Gehäuse macht einen sehr soliden Eindruck.


    Mein abschließendes Fazit:

    Pro: - gute Verarbeitung
    - viel Zubehör und solide Ausstattung
    - Individuelle Möglichkeiten bei der Montage
    - gut durchdachtes Design mit starkem Fokus auf einen guten Airflow
    - unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis

    Kontra: - Wenige Anschlüsse in der Front
    - mitgelieferte Lüfter haben nur einen 3 Pin Anschluss
    - Mainboards nur bis ATX

    Ich erwähne nochmal zum Abschluss, dass ich im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion von Mindfactory die Möglichkeit bekommen habe dieses Gehäuse zu testen und kann es wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen.
    Wer auf der Suche nach einem soliden, modernen und optisch ansprechenden Gehäuse ist, der trifft hier auf jeden Fall die richtige Entscheidung. An wenigen Punkten kann man es noch etwas optimieren. Das ist aber
    Kritik auf hohem Niveau und betrifft eher mein persönliches Empfinden. Ich verbaue seit einigen Jahren schon die Produkte von bequiet! und wurde auch bei diesem Gehäuse wieder nicht enttäuscht.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  5. #5

    Idee Testers Keepers Pure Base 500DX schwarz

    An allererster Stelle nochmals vielen Dank an Mindfactory für die Gelegenheit, dieses Gehäuse zu Testen!
    Meiner Rezension muss ich vorausschicken, dass mein letztes Gehäuse ein BitFenix Nova war, da der PC ursprünglich ein reiner Budget-PC sein sollte. Leider hat das nicht so recht geklappt und nach 1,5 Jahren sind nur noch der CPU-Kühler und die HDDs dieselben. Ihr wisst ja, wie das mit dem Aufrüsten ist… 😉 Weiterhin ist wichtig zu wissen, dass HDDs in meiner Rezension für 3,5 Zoll – Laufwerke stehen und SSDs für 2,5 Zoll. Technisch nicht ganz richtig, aber es sind bei beiden die gängigsten Varianten.

    Design & Vergleich zum PB500
    Das be quiet! Pure Base 500DX (im Folgenden PB500DX genannt) ist, was den Aufbau des Innenlebens betrifft, mit dem Pure Base 500 (im Folgenden PB500 genannt) identisch. Was die beiden Varianten unterscheidet, ist die Optik. Das PB500 ist ein sehr dezentes Gehäuse mit kleinen, seitlichen Lufteinlässen und ohne Beleuchtung. Das PB500DX hingegen ist das erste Gehäuse von be quiet!, welches dem RGB-Trend folgt und vorinstallierte LEDs sowohl an der Front als auch über der Temperglas-Scheibe an der Seite besitzt. Des Weiteren gibt sich das PB500DX keineswegs genant mit seiner großen Mesh-Front, welche ein klares Statement in Richtung Performance setzt. Diese sorgt für genügend Frischluft, um die Komponenten im Inneren zu kühlen. Die Frontblende lässt sich komplett abnehmen, die LEDs werden über einen Kontakt mit Strom versorgt und somit muss man keine Stecker lösen. Negativ aufgefallen ist mir der Befestigungsmechanismus, die Frontblende muss mit ziemlich viel Kraft abgezogen werden und ist mittels Kunststoffklemmen mit dem Gehäuse verbunden. Wenn man das Gehäuse länger behalten möchte, sollte man also die Blende nicht zu oft abnehmen, sehe aber auch keinen Grund warum man das tun sollte.
    Etwas störend finde ich den kleinen Spalt, der zwischen Gehäuse und Temperglasscheibe bleibt. Durch die LEDs scheint hier etwas Licht durch. Das lässt sich relativ einfach lösen, sollte aber trotzdem erwähnt werden. Was mir aufgrund der Montage zusätzlicher Lüfter an der Oberseite aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die LEDs über dem Seitenfenster von diesen „blockiert“ werden und somit nur der vordere Teil beleuchtet wird. Da die Lüfter an der Oberseite aber aus meiner Sicht sowieso nicht essenziell für den Luftstrom sind, habe ich diese wieder entfernt und betreibe den PC mit den drei Pure Wings – Lüftern, wobei zwei davon vorne Luft einsaugen und einer hinten Luft hinausbläst.
    Das Innere ist unterteilt in zwei Kammern. Die untere beherbergt das Netzteil mit Kabeln und bis zu zwei HDDs, welche in einem entnehmbaren Käfig entkoppelt montiert werden. Das Blech, welches die beiden Kammern voneinander trennt, ist fest vernietet und somit nicht demontierbar. Dies beeinflusst die Montagefreundlichkeit aber in keinster Weise, dazu aber im Punkt Montage mehr.
    Mir persönlich gefällt das Design des PB500DX sehr gut, da es trotz der eindeutigen Performance-Orientierung trotzdem noch relativ dezent bleibt und keine „Kirmesbeleuchtung“ hat.
    Verarbeitung
    Zur Verarbeitung gibt es nicht viel zu sagen, diese ist wie erwartet sehr gut. Keine scharfen Kanten, die bei der Montage gefährlich geworden sind. Generell habe ich bei der Installation meiner Komponenten ein paar tolle, kleine Details entdeckt, welche davon zeugen, dass sich hier Gedanken gemacht wurden. Ein Beispiel sind die Thumbscrews, welche nach dem lösen am Teil verbleiben.

    Montage
    Hier glänzt das PB500DX, denn die Installation gestaltet sich durchweg einfach. Nach dem Auspacken habe ich mich schon gewundert, denn in dem Accessoire-Karton habe ich keine Abstandshalter für das Motherboard gefunden. Diese sind natürlich dabei und bereits montiert! Die Installation meiner HDDs und SSD war schnell erledigt, im Gehäuse finden zwei HDDs und bis zu 4 SSDs Platz, welche aufgrund der entnehmbaren Teile einfach montiert werden können. Die HDDs werden hierbei durch Gummihülsen vom Gehäuse entkoppelt. Das Netzteil wird von hinten in das Gehäuse geschoben und mit einer drehbaren Adapterplatte am Gehäuse befestigt. Das I/O-Shield sitzt bei mir ziemlich streng, das war bei meinem vorigen Gehäuse nicht der Fall. Die einzelnen Blenden für PCI-Express-Slots lassen sich per Thumbscrew lösen und nicht herausbrechen, so kann man diese bei einem Wechsel später ohne Probleme wieder befestigen. Das PB500DX kommt laut Hersteller ohne Probleme mit CPU-Kühlern bis zu 190mm Höhe zurecht. Mit meinem Alpenföhn Ben Nevis Advanced hatte ich keine Probleme (159mm Eigenhöhe). Der restliche Abstand zur Temperglas-Scheibe beträgt ca. 40mm, das kommt also hin.
    Hier ist die Montagefreundlichkeit aber noch nicht zu Ende, denn die Verkabelung gestaltet sich aufgrund des durchdachten Innenlebens einfacher als bei manch anderen Gehäusen. In der Vergangenheit hatte ich ein Lian Li - Gehäuse in der ähnlichen Preisklasse, hier war es wesentlich mühsamer, die Kabel unsichtbar und sinnvoll zu verlegen. Im PB500DX sind auf der Rückseite bereits Klettkabelbinder vorinstalliert und es werden ein paar kleine Kabelbinder mitgeliefert. Die durch die Scheibe Sichtbaren SSD-Slots sind so konzipiert, dass keine Kabel sichtbar sind und durch ein geknicktes Blech lassen sich SATA-Kabel sowie die Stromversorgung des Motherboards mit minimalem Aufwand gut verkabeln. Auf der Halteplatte des Motherboards sind einige Befestigungsmöglichkeiten für Kabelbinder vorhanden. Durch die Unterteilung des Gehäuses lassen sich überflüssige Kabel einfach verstauen, ohne den Luftstrom zu behindern oder die Optik zu stören.

    Leistung
    Das PB500DX besitzt hinter der großen Mesh-Front Platz für 3x120mm oder 2x140mm-Lüfter, auf der Oberseite für 2x120mm oder 2x140mm-Lüfter und hinten Platz für 1x120mm oder 1x140mm-Lüfter. Dort finden auch Radiatoren mit entsprechenden Abmaßen Platz, es sind also genügend Möglichkeiten für eine ausreichende Kühlung vorhanden. Klasse finde ich die Tatsache, dass mit dem Gehäuse bereits drei fest installierte 140mm Pure Wings 2 – Lüfter mitgeliefert werden. Diese sind kaum hörbar, lediglich der erzeugte Luftstrom ist zu vernehmen. Ein kleines Manko ist, dass die Lüfter nicht entkoppelt sind, was bei dem Preis des PB500DX allerdings zu verkraften ist und sich – falls nötig – relativ einfach und kostengünstig durch die Verwendung von Anti-Vibrations-Komponenten beheben lässt. Die Lufteinlässe unten (für das Netzteil), vorne und oben sind mit abnehmbaren Staubfiltern versehen. Lobenswert zu erwähnen ist, dass das Blech-Seitenteil von Werk an mit einer Dämmmatte versehen ist, womit einem der Markenname nochmal ins Gedächtnis gerufen wird. 😉
    Nun möchte ich noch einen kleinen Temperaturvergleich anstellen, da das bei der Performance-Orientierung des PB500DX ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist. Mein letztes Gehäuse ware ein BitFenix Nova mit 2x120mm vorne und 1x120mm hinten. Gemessen habe ich mit HWiNFO und die maximalen Temperaturen wurden bei einer ausführlichen Session GTA Online aufgezeichnet.
    Die relevante Hardware ist die folgende:
    CPU: AMD Ryzen 5 2600 mit Alpenföhn Ben Nevis Advanced 130mm
    Motherboard: MSI X470 Gaming Plus Max
    GPU: Gainward GeForce GTX670 Phantom
    Die Zimmertemperatur lag beide Male bei ungefähr 21°C – 22°C. Bei den Idle-Temperaturen waren keine großen Unterschiede feststellbar, hier hatte die CPU ca. 34°C, der Motherboard-Chipsatz 33°C und die GPU 34°C. Unter Last waren jedoch vor allem bei der CPU deutliche Unterschiede festzustellen, das PB500DX lag bei 51°C CPU-Temperatur, wobei im Nova satte 60°C erreicht wurden. Beim Motherboard waren die Temperaturen 47°C (PB500DX) respektive 52°C (Nova) und bei der GPU 81°C (PB500DX) bzw. 84°C (Nova). Die Unterschiede sind auch dadurch zu erklären, dass der Luftstrom beim PB500DX ungehindert durch das Gehäuse strömen kann während beim Nova zum einen die HDDs und zum anderen die überflüssigen Kabel behindert haben.

    Preis-/Leistungverhältnis
    Als Referenz nehme ich zum einen den dezenteren Bruder des PB500DX, das schon vorher genannte PB500 und zum anderen das Lian Li Lancool II, um auch einen direkten und vergleichbaren Wettbewerber zu haben.
    Im Vergleich zum PB500 ist das DX 25 Euro teurer, man bekommt dafür aber einen Pure Wings 2 – Lüfter sowie ARGB-Beleuchtung und eine Mesh-Front. Diese Extras rechtfertigen meiner Meinung nach den Aufpreis, vor allem die Kombination der Mesh-Front mit den zwei Beleuchtungsstreifen macht schon einiges her und ist auch der Grund, warum das Gehäuse jetzt auf meinem Tisch steht anstatt darunter!
    Im Vergleich zum Lancool II sind beim PB500DX größere und vermutlich leisere Lüfter vorinstalliert. Die RGB-Beleuchtung im Gehäuseinneren gibt es nur beim PB500DX und auch die gedämmte Rückwand ist beim Lancool II aufgrund der beidseitigen Temperglasscheiben nicht vorhanden. Diese sind schwenkbar, was meiner Einschätzung nach eine elegantere Lösung als das Verschrauben darstellt. Das Lancool II hat beim Preis die Nase vorne, denn es kostet 89 Euro. Beim Lancool II lässt sich eine HDD mehr unterbringen. Allerdings ist die Modularität bzw. die Möglichkeit, Teile zur Montage von Komponenten zu entnehmen nicht gegeben. Hier ist es letztendlich Geschmackssache, welches Gehäuse einem eher zusagt, da ich das Lancool II nicht vor mir stehen habe kann ich hier auch nichts zur Verarbeitung etc. sagen, das PB500DX legt hier aber gut vor und ist die 99 Euro auf jeden Fall wert.
    Zusammenfassend kann man zum Preis-/Leistungsverhältnis sagen, dass das PB500DX mit 99 Euro genau richtig liegt und für den Preis eine sehr gute Leistung bietet.

    Haltbarkeit
    Zur Haltbarkeit kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen, da das Gehäuse erst seit zwei Tagen in Betrieb ist. Da mir beim Zusammenbau außer des Befestigungsmechanismus der Frontblende keine Teile aufgefallen sind, die wackelig oder instabil gewirkt haben, gehe ich von einem langlebigen Gehäuse aus.

    Pro / Contra / Kaufempfehlung?!
    + Staubfilter vorinstalliert
    + Thumbscrews können nicht verloren gehen
    + ARGB-Beleuchtung mit verschiedenen Modi
    + Speicherbefestigungen sind entnehmbar für einfache Montage
    + 3 be quiet! Lüfter vorinstalliert
    + ausreichend Möglichkeiten, Radiatoren zu installieren
    o regt durch die ansprechende Präsentation der Hardware zum Kauf neuer Komponenten an 😉
    - Nur ein USB 3.0-Anschluss am I/O-Panel (+ USB Type C)
    - Befestigungsmechanismus der Frontblende
    - Lichtspalt an der Unterseite der Seitenscheibe
    - Bei installiertem Radiator/Lüfter an der Oberseite wird das Gehäuse nicht mehr gleichmäßig ausgeleuchtet

    Wer sich überlegt, das be quiet! Pure Base 500DX zu kaufen und noch Zweifel hat, dem kann ich nur dazu raten diesen Schritt zu gehen. Das Gehäuse ist sehr wertig verarbeitet, schaut gut aus und bietet für den Preis ein abgerundetes Gesamtpaket.

    Case_01.jpgCase_02.jpgCase_04.jpgCase_05.jpgSpeicherplattenkaefig_01.jpgCase_complete_02.jpgCase_complete_01.jpgCase_busy_01.jpgCase_complete_03.jpgAccessoires_01.jpg

  6. #6

    Standard Testers Keepers mit be quiet! Pure Base 500 DX

    Im Rahmen des „Testers Keepers“ Programm konnte ich das be quiet! Pure Base 500DX Gehäuse testen.
    Danke dafür an be quiet! und Mindfactory.


    Im Lieferumfang ist enthalten:

    -Das Gehäuse
    -Eine bebilderte Anleitung
    -Diverses Montagematerial

    Das Pure Base 500DX ist vom äußeren Erscheinungsbild sehr futuristisch gestaltet. Dieser Eindruck entsteht durch die gesamte Mesh Bauweise und die absolut coole RGB Beleuchtung.
    Die Beleuchtung umfasst 2 Led Streifen an der Front und 1 Streifen unter dem Deckel für die innere Beleuchtung. Die gesamte Beleuchtung ist sogar adressable.
    Das soll heißen, mit einem entsprechen Anschluss kann man die Led`s mit Software wie „RGB Fusion“ , „Asus Aura“ etc. steuern.
    Dafür braucht man aber zwingend einen 3Pin Rgb Anschluss auf dem Board. Er ist nicht mit 4Pin kompatibel.
    Wer keinen 3Pin hat der kann über einen Knopf oben am Gehäuse verschiedene vorkonfigurierte Beleuchtungsmodi ablaufen lassen, die auch schon mächtig gut aussehen.



    Im Inneren befinden sich drei 140mm Pure Wings 2 Lüfter. Diese sind schon so platziert das der optimale „Air Flow“ erreicht wird.
    Der Lüfter an der Front saugt kalte Luft an, der unter dem Deckel und der hintere befördern warme Luft aus dem Gehäuse hinaus.
    Die Lüfter können allerdings nicht über PWM gesteuert werden weil sie nur einen 3Pin Lüfter Anschluss haben. Ich hab sie direkt ans Board angeschlossen und die laufen Superleise.
    Des weiteren verfügt das DX 500 über drei Staubschutzfilter. Ein Filter unter dem Gehäuse, den man gut von vorne herausziehen kann, ein Filter direkt auf dem Gehäuse der Magnetisch befestigt ist und ein weiterer Filter direkt hinter der Gehäuse front.
    Um an den zu gelangen, muss man die Frontpartie mit schon etwas mehr Kraft abziehen (ist auch im Handbuch beschrieben), dabei muss man nicht bangen aus Versehen irgendwelche Kabel abzureißen, denn die RGB in der Front sind nur über Kontakte mit dem Gehäuse verbunden.
    Das ist sehr gut gelöst, da man die Front zwecks Reinigung ja öfter mal abnehmen muss.
    Die linke Seite des 500DX ist mit einer ganz leicht getönten Glasplatte verschlossen, hinter der die verbaute Hardware noch mal ein kleines bisschen besser aussieht.
    Die rechte Seite, an der die Kabel verlegt werden, ist mit einem gedämmten Seitenteil verschlossen.
    Super ist auch die Netzteilabdeckung, unter der sich auch ein herausnehmbarer Festplattenkäfig für 3,5“ Laufwerke befindet.
    Die Abdeckung ist Gold wert, wenn man , so wie ich „KEIN“ Modulares Netzteil hat. Sämtliche unnötigen Kabel kann man da klasse verstauen.



    Oben an der Front befinden sich die Anschlüsse:

    - 1mal USB C 3.1 (wenn das Board keinen Anschluss hat gibt es Adapterlösungen von 3.0 auf C 3.1)
    -1mal USB 3.0(mir persönlich ist einer zu wenig)
    - Lautsprecher und Mikrofon

    Ein DVD oder Bluray Laufwerk kann nicht verbaut werden. Wenn man eins braucht, muss man zur USB Lösung greifen.


    Folgende Hardware wurde eingebaut:

    -CPU: Ryzen5 3600X,
    -Lüfter: Aorus ATC 700
    -Mainboard: Gigabyte X370 Gaming 5
    -Grafikkarte: Palit RTX 2080 Super Jetstream
    -Netzteil: be quiet! System Power 8 600Watt
    - Vier 2,5“SSD Festplatten und eine 3,5“HDD .


    Das Mainboard lässt sich passgenau auf die für ATX voreingestellten Abstandshalter aufsetzen und festschrauben. Sehr gut.
    Das habe ich bei manchen Herstellern auch schon anders erlebt.
    Absolut genial sind auf jeden Fall die vorkonfigurierten Kabelführungen für die Gehäuse Anschlüsse , sowie die Aussparungen für Netzteil und Sata Kabel.
    Man findet immer einen Weg um die Kabel sauber zu verlegen.
    Den Stecker für die adressable RGB kann ich leider nicht nutzen, da mein Board nur über 4Pin Anschlüsse verfügt. Ebenso wenig das USB-C Kabel. Da wird wohl ein Board Update nötig.
    Wobei es für USB-C auch Adapter zu kaufen gibt. Der Sata Stecker vom Gehäuse muss mit dem Netzteil verbunden werden, damit die Beleuchtung Strom bekommt, auch wenn man einen 3Pin RGB Stecker auf dem Board hat.
    Power Switch und Power LED vom Gehäuse werden nach Mainboard Anleitung angeschlossen. Wenn man alles richtig gemacht hat, leuchtet der Power Switch in Weiß.
    Bequem lassen sich auch ältere 3,5“ HDDs in dem entkoppelten herausziehbaren Käfig verstauen.
    Allerdings kann man den, laut Hersteller nicht nutzen, wenn man einen 360mm oder 280mm Radiator hat. Der kann aufgrund der Größe nur vorne verbaut werden und dafür muss der Käfig weichen.
    Radiatoren bis 240mm bekommt man laut Hersteller im Deckel unter.
    Im vorderen Bereich ist Platz für zwei SSD Festplatten, bei denen man nach dem Einbau, die Kabel mit einem "be quiet!" Logo versehenen Klips verstecken kann. Sehr gut gelöst von be quiet!
    Mit dem Einbau der Grafikkarte war die Montage abgeschlossen. Alles ging ohne Probleme und keine störenden Kabel waren zu sehen, die den Gesamteindruck zerstören würden.
    Mit der Beleuchtung sah das Endergebnis hervorragend aus.



    Das Gehäuse ist super leise. Die Pure Wings sind fast unhörbar und im Idle erreicht der Ryzen 5 3600X gute 41Grad Celsius.
    Das sind 5 Grad weniger als in meinem alten Gehäuse. Hier kommt der Airflow gut zur Geltung .
    Unter Last steigt die CPU auf max.69Grad was ebenfalls ein guter Wert ist. Immerhin handelt es sich hier um den 3600X mit 95Watt TDP. Das sind auch ca.5 Grad weniger als vorher.
    Die RTX zeigt sich vom Airflow unbeeindruckt und hat mit max.75 Grad bei 100% Last denselben Wert wie vorher.
    Mit der Last kommen natürlich auch die Geräusche, CPU und VGA Lüfter drehen lauter, davor kann auch ein be quiet! Gehäuse nicht schützen.
    Wenn man da auf Wasserkühlung setzen würde wäre wieder Ruhe.


    Fazit:

    Das be quiet! Pure Base 500DX ist ein Gutes und sehr schickes Gehäuse.
    Die RGB Beleuchtung ist gelungen, auch das Mesh Design sieht gut aus und zeigt vor allem Wirkung.


    Verbesserungspunkte aus meiner Sicht sind:

    -Die Frontpartie müsste leichter abzubauen sein
    - Mindestens einen USB 3 Anschluss mehr an der Front.

    Dennoch bekommt das be quiet! Pure Base 500DX eine absolute Empfehlung von mir, da eine coole Beleuchtung und drei Pure Wings 2 zusätzlich zum schicken Gehäuse im Paket für unter 100¤ zu haben sind.
    Aus meiner Sicht, ein gutes Preis Leistungsverhältnis.


    Ich finde es gut, dass be quiet! mit diesem Gehäuse auch einen zweiten Weg geht.
    Nicht nur edel und schlicht, sondern auch mal in die andere Richtung mit Beleuchtung und Mut zum Design.
    So kann man mehrere Zielgruppen ansprechen. Ich hoffe nur das weitere Modelle folgen.


    [
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  7. #7
    Gunnery Sergeant
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    Daumen hoch

    Vielen Dank für die tollen Tests - gerade @Remorthus find ich gut. Ein kleiner Tipp / eine kleine Bitte - ein Close-up vom I/O-Panel und den Dingen, die Euch stören (Stichwort: Lücke zwsichen Glastür und Gehäuse) wäre noch das Sahnehäubchen - ansonsten echt gute Tests! Nochmals Danke für die Mühen

  8. #8

    Standard

    Danke für dein Feedback! Ich habe davon Bilder gemacht, aufgrund der max. Bilderanzahl von 10 die wahrscheinlich wichtigen tatsächlich rausgelassen... Anbei noch die Bilder zu besagtem Spalt, dem I/O-Panel und ein Vergleich der Beleuchtung mit installierten Lüftern an der Oberseite und ohne (fällt vor allem beim Betrachten der RAM-Riegel auf).

    Lichtspalt_01.jpgIO_Panel_01.jpgAusleuchtung_mit_Luefter.jpgAusleuchtung_ohne_Luefter.jpg

  9. #9
    Gunnery Sergeant
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    Daumen hoch

    Zitat Zitat von Remorthus Beitrag anzeigen
    Danke für dein Feedback! Ich habe davon Bilder gemacht, aufgrund der max. Bilderanzahl von 10 die wahrscheinlich wichtigen tatsächlich rausgelassen... Anbei noch die Bilder zu besagtem Spalt, dem I/O-Panel und ein Vergleich der Beleuchtung mit installierten Lüftern an der Oberseite und ohne (fällt vor allem beim Betrachten der RAM-Riegel auf).
    Top - Herzlichen Dank!

  10. #10

    Standard

    Im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion durfte ich das Pure Base 500DX von be quiet! testen. Danke an Mindfactory und be quiet! dafür!

    Auspacken

    Das Gehäuse kommt in einem stabilen Pappkarton, Lieferung war trotz Feiertag sehr flott und kam sogar einen Tag vor dem prognostiziertem Datum bei mir an.
    Als Hinweis für Käufer des Gehäuses, es ist mit der Front nach oben im Karton platziert, also nicht zu tief mit dem Messer den Karton öffnen, ansonsten ärgert man sich.

    Äußeres

    Das Pure Base 500DX besitzt ein an der linken Seite des Gehäuses angebrachtes Glasfenster, welches mit 4 Schrauben am Gehäuse befestigt ist.
    Hinter der Frontabdeckung – welche sich nur unter Kraftaufwand und dem Gedanken „hoffentlich mach ich nix kaputt“ entfernten lässt – verbirgt sich ein Staubfilter im Wabendesign.
    Genauso findet man nach dem Auspacken oben am Gehäuse ein Staubfilter welcher mittels 4 Magneten abnehmbar ist bzw. am Gehäuse befestigt ist.
    Weiter gibt es im Boden einen weiteren Staubfilter welcher mittels Schienen befestigt wird und nach vorne herausgezogen werden kann.

    An Anschlüssen befinden sich in der oberen Front USB 3.1, USB 3.0, der Powerknopf, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss sowie der Knopf für die Frontbeleuchtung.

    Innere Werte

    Mitgeliefert werden 3 Stück Pure Wings 2 140 mm Lüfter, welche standardmäßig jeweils in der Front, im Deckel sowie hinten im Gehäuse verbaut sind.
    Hier kann dann nach belieben verändert werden, es können auch jeweils Lüfter mit 120 mm (zusätzlich) verbaut werden, Die Lüfter sind mit Schrauben befestigt.
    Nach Entfernen der Rechten Abdeckung, befestigt mit 2 Rändelschrauben an der Rückseite, findet man eine Dämmplatte welche in die Abdeckung eingelassen ist.
    Im Gehäuse kommen dann die Kabelstränge der Frontseite zum Vorschein, ein kleiner Pappkarton mit Kabelbindern und diversen Schrauben für die Montage der Komponenten befindet sich im unteren HD-Festplatteneinschub.

    Es sind genug Ösen für (Klett)Kabelbinder vorhanden für eine saubere (im Schnitt 20 mm Platz)Kabelführung, der ausbaubare HD-Festplattenkäfig sowie alle anderen ausbaubaren Teile des Gehäuses (2,5 Zoll Aufnahme,
    hintere Mainboardabdeckung für SSDs, Netzteilabdeckung im Boden etc.) machen einen sehr hochwertigen Eindruck, keine scharfen Kanten oder Gräten finden sich, nichts verbiegt sich auf Druck, hier hat be quiet! offensichtlich viel Wert darauf gelegt, dass man lange Freude daran hat und es auch etliche Umbauten schadlos übersteht.

    Genug Platz für Kühlung

    Die Front bietet laut Handbuch Platz für bis zu 2 x 140 mm oder 3 x 120 mm Lüfter, 120, 140, 240, 280 oder 360er AIO Wasserkühlungen, der Deckel lässt bis zu 2 mal 140 bzw. 120 mm Lüfter zu bzw. 120er oder 240er AIO. An der Rückseite könnt ihr jeweils einen 120 oder 140 mm Lüfter bzw. im selben Format eine AIO platzieren.

    Als Testsystem für den Einbau und subjektiven Meinung zur Lautstärke bzw. Kühlung und Temperaturen dient ein:

    Ryzen 5 3600
    MSI B450 Tomahawk MAX
    2 x 16 GB Crucial Ballistix bei 3466 MHz
    Zotac Geforce GTX 1070 Ti
    be quiet! Straight Power 11 Modular 550 Watt
    Samsung Evo 840 250 GB
    WD Blue SATA SSD 1 TB
    WD Black SN750 NVMe SSD 1 TB

    Einbau


    Positiv anzumerken ist, dass be quiet! die Reihenfolge bei der Aufzählung der enthaltenen Schrauben auch in der Verpackung beibehält, sprich in der Kurzanleitung die Reihenfolge: Schrauben für Motherboard bzw. PSU(Netzteil)
    SSD Schrauben
    HDD Schrauben
    sich auch in den kleinen Plastiksäckchen der Schrauben in der selben Reihenfolge fortsetzt.

    Angefangen hab ich mit dem Einbau der 2 vorhandenen 2.5“ SSDs.
    Durch die Möglichkeit des Entfernens der SSD Aufnahme hat man genug Platz außerhalb des Gehäuses zum Anstecken und Einbauen in der SSD Aufnahme und anschließendem Einbau in das Gehäuse mittels einer Rändelschraube in Richtung der rechten Seitenwand.
    Da ich in meinem System keine HDDs mehr verwende, hab ich den zugehörigen Festplattenkäfig (Platz für 2 HDDs sowie einer SSD) ausgebaut und somit mehr Platz für Kabelgedöns.
    Macht euch VOR dem Einbau des Netzteils Gedanken, welche Kabel ihr für eure Komponenten braucht, schließt diese dann am Netzteil an und baut erst DANACH das Netzteil ins Gehäuse ein,
    ansonsten braucht ihr sehr lange Finger oder scheitert grundsätzlich an der Verkabelung am Netzteil, da unter der Netzteilabdeckung wenig Platz zum hantieren ist.

    Beleuchtung in der Front

    Kleiner aber wichtiger Tipp: da es aus der aktuellen Kurzanleitung nicht ersichtlich ist.

    Um die Frontbeleuchtung auch leuchten zu lassen, ist es notwendig den S-ATA Anschluss vom bereits vorhandenen Kabelstrang im rechten Seitenteil an einen S-ATA Stromanschluss am Netzteil anzuschließen, ihr könnt zb eines der Kabel für eure Festplatten verwenden damit nicht unnötig noch ein Kabel zusätzlich rumliegt.
    Ob die Beleuchtung trotzdem funktioniert ohne S-ATA Anschluss wenn ihr den 3-Pin-ARGB-Stecker an einem kompatiblen Mainboard anschließt, konnte ich mangels passendem Mainboard leider nicht testen.
    Immerhin könnt ihr dann mit dem 3-Pin-ARGB-Stecker die Gehäusebeleuchtung mit der Komponentenbeleuchtung und mithilfe diverser Tools bzw. Programme so zb. Asus Aura Sync, MSI Mystic Light oder Asrock RGB LED synchronisieren.

    Beim weiteren Einbau bin ich auf ein kleines aber feines Detail gestoßen: Im Hinteren oberen Bereich des Gehäuses findet sich eine kleine Plastiknase wo bereits die Kabel der 2 hinteren Gehäuselüfter ein heimeliges Zuhause gefunden haben,
    hier kann man zb noch weitere Lüfterkabel gut verstecken um a) den Luftstrom aus dem Gehäuse zu optimieren b) das optische Aussehen nicht durch Kabel im Blickfeld zu stören.

    Nach dem Einbau des Mainboards hatte ich Zweifel, den 8-Pin Stromanschluss am Mainboard befestigen zu können, da doch arg wenig Platz zwischen Deckel, oberem Gehäuselüfter, hinterem Gehäuselüfter und CPU Kühler vorhanden zu sein schien.
    Nachdem ich die beiden Gehäuselüfter halb ausgebaut hatte, ging es aber doch ganz locker.
    Ich denke dies ist jetzt nicht unbedingt dem Pure Base 500DX geschuldet, sondern einfach der kompakten Bauform eines ATX Gehäuses.

    Positiv sind die vielen Kabeldurchführungen zur Rückseite anzumerken, welche es einfach machen, die nötigen Kabel am Mainboard anzuschließen und gleichzeitig optisch verschwinden zu lassen.

    Nach Zusammenbau und anschließen am Strom kann ich sagen, dass sich das „kleine“ be quiet! Im Vergleich zu einem 11 Jahre altem Chieftech Big Tower Gehäuse nicht verstecken braucht was Kühlung anbelangt.
    Die Temperaturen im Leerlauf als auch unter Last sind im annehmbaren Bereich von ca. 33°C im Leerlauf und maximal 78°C im Alltagsgebrauch, das Big Tower Gehäuse ist hier im Leerlauf minimal schlechter mit 35°C und maximal 79°C.
    Zu diesen Daten muss man allerdings bedenken, dass im vorhandenen Big Tower noch 2 zusätzliche 92 mm Lüfter im Festplattenkäfig verbaut waren.

    Von der Lautstärke kommt gefühlt recht wenig bei den Ohren an, wohl auch da das Gehäuse bei mir rechts unten am Boden steht. Im Leerlauf ist es fast nicht zu hören, unter Last stellt sich die Grafikkarte als kleiner Radaubruder heraus.

    Anzumerken wäre noch, wenn jemand von einem älteren größeren Gehäuse kommt, das be quiet! Pure Base 500DX bringt es auf gerade mal 7,8 Kilogramm!
    Als Vergleich habe ich ein rund 16,5 Kilogramm schweres Gehäuse, welches besonders beim Einbau von Komponenten gewichtstechnisch Nachteile mit sich bringt.
    Hier hantiert man mit dem Pure Base 500 DX regelrecht leichtfüßig, der Einbau gestaltet sich hier wesentlich einfacher und bequemer.

    Fazit

    Wer ein modernes, leichtes, kompaktes Gehäuse sucht, welches zwar RGB Beleuchtung bietet aber nicht in einem Kinderkarussell ausartet macht hier nichts falsch.
    Gute vorinstallierte Pure Wings 2 Lüfter, durchdachte Kabelführung, hochwertige Verarbeitung, aktueller USB 3.1 Anschluss und ausreichend Staubfilter runden das Paket ab.

    Ich würde mir wünschen das be quiet! in zukünftigen Versionen des Kurzhandbuchs anmerkt, dass zum Leuchten der Front der S-ATA-Stecker mit Kabel am Netzteil angeschlossen werden muss.
    Auch die Lösung beim Abnehmen der Front würde ich mir etwas „sanfter“ wünschen.

    image8.jpgimage6.jpgimage5.jpgimage11.jpgimage7.jpgimage3.jpgimage2.jpgimage1.jpgimage0.jpg
    Geändert von Hufklopfer (18.06.2020 um 09:55 Uhr) Grund: der lesbarkeit wegen

  11. #11

    Standard

    Durch die TestersKeepers Aktion von Mindfactory durfte ich das be quiet! 500 DX testen. Vielen Dank dafür!

    Design und Beleuchtung:
    Modern mit vergleichsweise unauffälliger Beleuchtung
    Das Design des Be quiet! Pure Base 500DX ist klar auf Airflow ausgelegt, um diesen deutlich zu verbessern besteht das neue Frontpanel größtenteils aus einem Gitter, was lediglich durch die ARGB Beleuchtung unterbrochen wird. Das gibt dem Gehäuse einen äußerst schlichten Look.
    Wer es lieber etwas auffälliger mag, kann mit Hilfe der ARGB Beleuchtung für Abwechselung sorgen. Diese lässt sich unteranderem per Knopfdruck im Front I/O-Panel steuern. Dabei stehen verschiedene Farben sowie Modi zur Wahl. Über einen RGB-Header lassen sich die Farben auch mit dem Mainboard synchronisieren.
    Die Beleuchtung in der Front ist parallel zu einem RGB-Streifen im Gehäuse geschaltet. Dieser ist direkt hinter dem Temperglas-Seitenfenster angebracht und setzt somit unauffällig, aber deutlich, die verbaute Hardware ins Spotlight.
    Der Innenraum des Gehäuses ist ebenfalls schlicht gehalten. Er bietet die Möglichkeit zwei 2,5 Zoll SSDs zu präsentieren, die von einem silbernen „be quiet!“ Schriftzug getrennt werden. Im unteren Beriech befindest sich eine Abdeckung für das Netzteil, welche auch zum Kabel verstecken genutzt werden kann.

    Versand:
    Das in Originalverpackung gelieferte Gehäuse wurde im Karton mit zwei großen Styroporteilen gehalten, welche jegliches wackeln verhindert haben. Zusätzlich schütz eine Folie um das Gehäuse und eine weitere auf dem Temperglas-Panel vor Kratzern.

    Verarbeitung:
    An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Alle Teile passen eng zusammen. Alle Kanten schließen sauber ab. Das Gehäuse sieht nicht nur hochwertig aus, sondern ist es auch, ohne dabei zu schwer zu werden. Die Bleche sind robust und verbiegen sich kaum, und auch das Plastik wertig und lässt sich nicht einfach zerkratzen. Des Weiteren besitzen die vier Schrauben des Seitenfensters jeweils eine Gummi-Unterlegscheibe, die ein Zerkratzen des Glases verhindern.

    Montage:
    Für den Einbau sollte man zunächst beide Seitenabdeckungen entfernen: Die sechs Schrauben, die hierfür entfernt werden, lassen sich alle problemlos per Hand lösen. Im Gehäuse sind bereits drei pure wings 2 140mm Lüfter verbaut, diese habe ich für meinen Vergleich (siehe unten) auch an ihren Stellen gelassen. Allerdings ist es leichter, wenn man den Lüfter oben und an der Hinterseite kurz ausbaut. Dann kann ohne Probleme das Mainboard eingesetzt und mit den enthaltenen Schrauben befestigt werden. Das Gehäuse bietet ausreichend Platz für sehr große CPU-Kühler, laut be quiet! bis zu einer Höhe von 190mm, somit auch genug Platz für meinen Dark Rock PRO 4. Auch Grafikkarten bis zu einer Länge von 369mm finden laut be quiet! genug Platz. Um das Mainboard und die Grafikkarte zu verkabeln, lässt sich das SSD-Panel rechts neben dem Mainboard nach hinten entfernen und macht somit das Anbringen von SSDs am Panel und die Kabelführung deutlich einfacher. Das Wiedereinsetzen des SSD-Panels kann bei dicken Kabeln etwas schwieriger sein, sollte jedoch kein Problem darstellen.
    Es gibt ein zweites SSD-Panel auf der Rückseite des Mainboards, welches sich ebenfalls entfernen lässt, dies war für meine Montage allerdings nicht notwendig. Der HDD-Cage befindet sich vorne im Gehäuse und bietet die Möglichkeit zwei 3,5Zoll HDDs oder eine weitere SSD (anstatt einer der HDDs) zu installieren. Um genug Platz für Radiatoren zu bieten lässt sich dieser in eine zweite Stellung, weiter hinten bringen, oder falls nötig ganz entfernen.
    Das Kabelmanagement gestaltet sich einfach. Durch passende Aussparungen in der Netzteilabdeckung und dem Kabelkanal des SSD-Panels können Kabel an die Hardware angeschlossen werden und mit sehr kurzen Wegen hinter den Abdeckungen verschwinden. Außerdem wurden die Lüfterkabel, I/O-Kabel und RGB-Kabel schon von be quiet! gekabelmanaget, was es sehr einfach macht die anderen Kabel ebenfalls zu dieser Kabelführung hinzuzufügen. Zu lange Kabel können gut unter den Netzteilabdeckung versteckt werden. Zusätzlich sind ein paar schwarze Kabelbinder zugelegt worden, um die restlichen Kabel zu verlegen.
    Zusammenfassend: Die Montage gestaltet sich wie erwartet einfach und es gibt genügend Platz, auch für große Hardware.

    Features und Zubehör:
    Das I/O-Panel beherbergt einen USB 3.1 Type C Port, einen USB 3.0 Type A Port, 3,5mm Klinke Lautsprecher und Mikrofon, An/Ausknopf und den RGB-Knopf. Ich persönlich hätte mich noch über einen weiteren USB Type A Port gefreut, aber das ist Geschmackssache.
    Die RGB-Beleuchtung lässt sich, wie oben erwähnt, mit Hilfe einen 3-Pin RGB-Headers synchronisieren benötigt aber Strom über einen SATA-Power Anschluss. Wer keinen RGB-Header hat oder auf ihn verzichtet, kann zwischen den vielen Beleuchtungsmodi wählen; laut Anleitung gibt es 28 verschiedene Einstellungen und natürlich auch die Möglichkeit, die Beleuchtung auszustellen.
    Die 3 enthaltenen 140mm pure wings 2 sind leise und sorgen in ihrer angebrachten Konfiguration für einen Unterdruck mit Schornsteineffekt, wer lieber Überdruck oder mehr Lüfter haben will kann diese ohne Problem neu anordnen oder andere hinzufügen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten Lüfter und/oder Radiatoren zusätzlich anzubringen; dazu kann man am besten einen Blick in das onlineverfügbare Handbuch auf Seite 10 werfen, auf der alle möglichen Konfigurationen gezeigt werden. Luftfilter sind in der Front, am Boden und am Deckel des Gehäuses eingesetzt, diese lassen sich einfach entfernen und Reinigen und sorgen für ein staubfreies Innere.

    Vergleich mit PureBase 500:
    Bevor ich dieses Gehäuse getestet habe hatte ich den Vorgänger, das pure base 500. Deswegen möchte ich hier kurz auf ein paar Unterschiede eingehen:
    Am offensichtlichsten ist das neue Frontpanel, dieses bietet einen deutlich größeren Meschanteil und verbessert somit deutlich den Airflow durch das Gehäuse und sieht, meiner Meinung nach, auch besser und moderner aus. Das alte Panel enthält zwar etwas Dämmmaterial, der Unterscheid ist aber kaum hörbar, da die Lüfter in der Regel mit einer geringeren Drehzahl arbeiten können. Der neue große Frontfilter ersetzt 3 kleinere, was für die Reinigung ein Vorteil ist, da dieser deutlich besser zu erreichen ist.
    Außerdem kommt das pure base 500dx mit drei vorinstallieren Lüftern statt zwei, ein klarer Pluspunkt, welcher den Fokus auf Airflow unterstreicht.
    Im Front I/O-Panel gibt es nun einen USB Type C Port statt einem Type A, dieser Wechsel ist für mich weder ein Vor- noch Nachteil.
    Die RBG-Beleuchtung ist auch neu im Vergleich zum Vorgänger, meiner Meinung nach auch ein Pluspunkt, da man Sie auch dunkel oder gar nicht betreiben kann.
    Bei dem Vorgänger gab es noch ein weiteres Topcover, welches für einen etwas leiseren Betrieb sorgen sollte, aber dafür Airflow vernachlässigt hat. Das es nun nicht mehr enthalten ist, ist absolut kein Problem, da ein Unterschied kaum hörbar ist und hier der Fokus klar auf dem Airflow liegt.
    Um beide Gehäuse im Betrieb zu vergleichen habe ich meine Hardware in beiden Gehäusen mit einer Lüftergeschwindigkeit von 50% (und „standard“ Lüfterposition) drehen und für 30min HeavyLoad laufen lassen. Dabei zeigt sich ein Vorteil des pure base 500dx bei dem die Temperaturen circa 2 Grad kälter waren, an den VRM MOS sogar 3-4 Grad.
    Aufgrund der oben genannten Punkte würde ich mich klar für das pure base 500 dx entscheiden. Das modernere Design und der Verbesserte Airflow bieten für mich einen klaren Vorteil im Vergleich mit dem Vorgänger.

    Fazit:
    Es bietet genügen Platz für fast alle Gaming Hardware und überzeugt mit seinen vielen Lüfterkonfigurationen. Die Verarbeitung ist sehr gut und setzt, wo möglich und nötig, dämpfende Materialien ein. Deswegen würde ich jedem, der auf der Suche nach einem durchdachten, modernen Gehäuse ist, das be quiet! pure base 500dx empfehlen.



    Verpackung.jpgleeresGehäuse.jpgFront.jpgRückseite.jpgrgbStriefenOben.jpgInnenBeleuchtet.jpgFrontBeleuchtet.jpg

  12. #12

    Standard

    Ich durfte das be quiet! Pure Base 500DX in weiß im Rahmen des "Testers Keepers"-Programms von Mindfactory testen. Aktuell verwende ich das Referenz Gehäuse eines fertig vorkonfigurierten PCs. Meine aktuelle Ansprüche sind, wie man sieht, nicht allzu hoch. Jedoch wird sich das mit dem Test dieses be quiet! Pure Base 500 DX Gehäuses ändern.

    Hier die technischen Daten meines Testsystem:
    Intel i5 750
    ASRock H55M-LE Mainboard
    Gainward Nvidia Geforce GTX 780 Phantom
    8GB Corsair Vengeance
    be quiet! Straight Power 11 550 Watt
    Samsung 840 Evo SSD 256GB

    Versand und Verpackung:
    Der Versand durch Mindfactory dauerte genau zwei Tage. Das Gehäuse würde direkt in der Originalverpackung geliefert, was unnötige Umverpackungen spart. Das Gehäuse und vor allem auch die Glasscheibe des Gehäuses wurden durch genug Styropor geschützt. Auch das Glas selbst ist noch mal mit einer Folie beklebt. So können bei der Montage der PC-Komponenten schon mal keine Kratzer in das Glas gemacht werden.

    Design:
    Dieses Gehäuse ist für mich eine wahre Augenweide. Dazu tragen unter anderem die magnetisch angebrachten Schutzgitter und vor allem das Glas an der linken Seite des Gehäuses bei. Das Glas an der linken Seite des Gehäuses wird durch vier Schrauben festgehalten. Es gewährt tolle Einblicke auf die PC-Komponenten, vor allem wenn diese auch mit RGB beleuchtet sind. Ebenso ist das Gehäuse mit diversen ARGB Streifen versehen. Das A steht in diesem Fall für die separate Ansteuerung der LEDs. Bereits die LEDs im Innenraum des Gehäuses machen schon etwas her, aber vor allem die beiden LED Leisten an der Vorderseite des Gehäuses haben mich umgehauen. Sie sind unglaublich hell und auch bei Tageslicht großartig erkennbar. Die LEDs können über einen Schalter am Frontpanel bedient werden. Am Frontpanel sind außerdem noch ein USB 3.1 Gen 2 Type-C Anschluss sowie ein normaler USB A mit 3.0 verbaut. Natürlich sind auch ein 3,5 mm Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon verbaut. in der Mitte der vier Anschlüsse befindet sich der Einschaltknopf.

    Verarbeitung:
    Wie man es von be quiet! gewohnt ist, ist die Verarbeitung überdurchschnittlich gut. Sowohl die Netzteile als auch die Gehäuse werden nach höchsten Qualitätsstandards gefertigt. So sind sowohl die verwendeten Materialien als auch die Fertigungstoleranzen und Spaltmaße sehr sehr gut. Es ist sehr robust gebaut, obwohl die linke Seite mit einem Seitenglas versehen ist. Im ganzen Gehäuse habe ich keine scharfen Kanten gefunden. Alle wichtigen mechanischen Teile sind aus Metall gefertigt. So sind z.b. die Schrauben aus Metall gefertigt und gehen auch nach mehrmaligem ein- und ausschrauben nicht kaputt. Die Standfüße des Gehäuses bieten einen sicheren und stabilen Stand. Außerdem finde ich, dass dieses Gehäuse schwerer aussieht als es im Endeffekt ist. Dies kann zum einen durch die Glasscheibe und zum anderen durch die Verwendung von viel gelochtem Metall kommen.

    Aufbau und Montage:
    Der Aufbau bzw. Einbau der PC-Komponenten verlief wie gehabt recht simpel.
    Ich persönlich brauche immer zuerst das Netzteil an der unteren Seite des Gehäuses ein. Danach habe ich das Mainboard befestigt. Dazu musste ich leider die beiden Lüfter entfernen. Aber dank der einfachen Montage von be quiet! und der Montagevorrichtung war das kein wirklich großer Aufwand. Auf dem Mainboard sollte man natürlich zuvor den Lüfter mit Prozessor sowie RAM verbauen. Ist das Mainboard verbaut kann die Grafikkarte eingesteckt werden. Meine Grafikkarte besitzt drei Lüfter und ist relativ lang. Da das Gehäuse aber sehr geräumig und groß ist, gab es beim Einbau keine Probleme.

    Das Entfernen der Frontblende mit Staubfilter fiel mir zuerst etwas schwer, aber nach etwas rumprobieren ging das Ganze dann schon. Da könnte be quiet! noch etwas nachbessern, um diesen Prozess etwas zu erleichtern.

    Das Kabelmanagement hat mir jedoch sehr sehr gut gefallen. Die bereits verlegten Kabel von Frontpanel und dessen Audio- und USB-Anschlüssen sowie der Stromversorgung der RGB Leisten sind gut verstaut. Das Kabelmanagement bietet noch sehr viel mehr Platz für weitere Kabel von Netzteil, Grafikkarte, SSD und HDD.

    Leistung:
    Beim ersten Start des Systems im neuen Gehäuse fiel mir direkt eines auf. Es ist unglaublich leise und fast nicht zu hören, vorausgesetzt dass es dem läuft noch auf Idle. Sind alle Panels sowie Staubschutz verbaut, dämmt dies das Gehäuse noch weiter. Im Idle Zustand hat mein System in diesem Gehäuse eine Temperatur von ungefähr 43 Grad Celsius. Das ist ein top Wert.

    Daraus lässt sich schließen, dass der Air Flow in diesem Gehäuse sehr sehr gut ist. Die sieht man aber bereits durch das bloße Betrachten des Systems. Die drei vorinstallieren Pure Wing 2 Lüfter saugen die kalte Umgebungsluft in das Gehäuse und drücken die warme Luft wieder aus dem Gehäuse hinaus. Hält man seine Hand an die Rückseite des Gehäuses, ist ein starker Luftstrom spürbar. Jedoch laufen diese Lüfter mit einer unglaublichen Ruhe und geringe Lautstärke.

    Preis-/ Leistungsverhältnis:
    Für einen aktuellen Preis von um die 100 ¤ ist dieses Gehäuse ein fairer Deal. Nicht nur die top Verarbeitung rechtfertigt diesen Preis, sondern auch die adressierbare ARGB Leisten. Es macht echt Spaß diese LED Leisten individuell anzusteuern und zu customizen. Würde das Gehäuse noch ungefähr 20% im Preis fallen, wäre es ein Schnapper für jeden.

    Verbesserungsvorschläge:
    Aus meiner Sicht sollte be quiet! auf jeden Fall nochmals an der Frontseite nachbessern. Das Frontpanel ist zwar einfach abzunehmen, jedoch der Staubfilter ist relativ schwer zu entfernen. Die sollte einfach funktionieren. Was auch noch praktisch wäre, wären weitere USB 3.0 Ports an der Front am I / O Panel.

    Fazit:
    Zusammengefasst bin ich sehr zufrieden mit diesem Gehäuse. Zum einen war der Aufbau und Zusammenbau des Gehäuses sehr unkompliziert. Auch die Programmierung der ARGB Leisten war Recht simpel und für jeden machbar.
    20200619_200724.jpg20200619_200936.jpg20200619_200943.jpg20200619_201027.jpg

  13. #13

    Beitrag Testers Keepers be quiet! Pure Base 500DX

    Vorwort

    Das be quiet! Pure Base 500DX wurde mir im Rahmen der Testers Keepers Aktion kostenlos von Mindfactory zu Verfügung gestellt - vielen Dank dafür nochmal an dieser Stelle. Im Gegenzug bin ich zum Verfassen einer Bewertung verpflichtet. Davon abgesehen bestehen jedoch keine weiteren Auflagen, insbesondere hinsichtlich eines vordefinierten Testergebnisses oder ähnlichem.

    Sämtliche technischen Details zum Gehäuse können auf der Produktseite bei be quiet! eingesehen werden und sind nicht vollständiger Bestandteil dieses Reviews. An dieser Stelle möchte ich auf die im weiteren Verlauf von mir verbaute Hardware eingehen, da diese maßgeblichen Einfluss auf Lautstärke und Hitzeentwicklung hat:

    • Mainboard: ASUS ROG Strix B450-I Gaming
    • Prozessor: AMD Ryzen 5 3600X
    • Kühler: Arctic Liquid Freezer II 120
    • Arbeitsspeicher: 2x 8GB Crucial Ballistix Tactical Tracer RGB, DDR4-3200
    • Grafikkarte: PowerColor Radeon RX 5700 XT Red Devil
    • Festplatte: Samsung SSD 960 EVO 500GB, M.2

    Bei dem Mainboard handelt es sich um ein Mini-ITX Board, da ich bisher ein Gehäuse in diesem Formfaktor genutzt habe. Somit sieht die Hardware ein wenig verloren in dem Gehäuse aus, ich bitte dies zu entschuldigen.

    Erster Eindruck / Lieferumfang

    Das Gehäuse kam nach kürzester Zeit im unversehrten Originalkarton bei mir an. Noch vor dem Herausheben aus dem Karton sticht einem die massive Front mit ihrem Mesh Gitter und den beiden mittigen LED-Streifen entgegen. Das wirkt definitiv massiver, als es die Produktbilder im Internet haben vermuten lassen. Einmal aus der Verpackung entfernt, zeigt sich das Gehäuse in seiner ganzen Schönheit: Über die gesamte linke Seite erstreckt sich das Tempered Glass Fenster und ist dabei mit vier Rändelschrauben gesichert. Es ist nur schwach getönt und erlaubt so einen guten Blick in das innere des Gehäuses. Die Gehäusewand auf der rechten Seite ist vollflächig mit Dämmmaterial beklebt, was effektiv vor Vibrationen schützen sollte. Auf der Ober- und Unterseite sind vor sämtlichen Lüftungsöffnungen leicht entfernbare Staubfilter montiert, die einen stabilen Eindruck hinterlassen und den positiven Ersteindruck abrunden.

    Ebenfalls auf der Oberseite befindet sich leicht nach vorne abgeschrägt das I/O-Panel. Es beinhaltet neben dem obligatorischen Power-Schalter und HD-Audio Anschlüssen jeweils einen klassischen USB 3.0 Port als auch einen Ableger des neueren USB-C Formats, welchen ich aufgrund mangelnder Unterstützung durch mein Mainboard leider nicht testen kann. Abgerundet wird das Angebot durch einen RGB-LED Schalter, welcher der Reihe nach durch diverse Effekte für die integrierte RGB Beleuchtung (Doppelsteifen in der Front und eine dezente LED-Leiste an der Oberseite) schaltet. Hält man diesen für drei Sekunden gedrückt, wird die Steuerung durch das Mainboard übernommen, sofern es einen 3-Pin 5V ARGB Anschluss bietet und der interne Anschluss korrekt verbunden wurde. Ein ARGB Hub zum Anschluss weitere LED-Produkte ist leider nicht integriert.

    Bereits im Gehäuse montiert sind drei Lüfter vom Typ Pure Wings 2 mit 140mm Durchmesser. Diese sind mit einer Maximalgeschwindigkeit von 900 RPM angegeben und werden jeweils über einen 3-Pin Anschluss mit dem Mainboard verbunden. Eine Steuerung ist also nur über die Spannung, nicht aber über ein PWM Signal möglich. Im Einzelhandel sind beide Versionen praktisch gleich teuer, daher ist es schade, dass be quiet! auf die Verwendung der PWM Variante verzichtet hat, welche im Allgemeinen eine deutlich niedrigere Minimaldrehzahl erlaubt.

    Neben dem Gehäuse liegt eine farbige und gut bebilderte Anleitung bei, die auch ungeübten Bastlern die wesentlichen Informationen ohne viel Text über Piktogramme näherbringt. So wird auch auf diverse technische Details wie die möglichen Radiatorpositionen und Lüfterpositionen eingegangen. Im mit Hilfe von zwei Rändelschrauben entfernbaren Festplattenkäfig befindet sich eine kleine Box aus Pappe, welche die zur Montage notwendigen Schrauben und einige Kabelbinder beinhaltet. Ansonsten ist das Zubehör eher zweckdienlich als spektakulär.

    02_box_front.jpg03_gehäuse_total.jpg04_gehäuse_links.jpg05_gehäuse_rechts.jpg06_dämmung_seite.jpg07_zubehör.jpg

    Montage und Verarbeitung

    Das Gehäuse macht einen rundum hochwertigen Eindruck. Die Spaltmaße passen, alle von mir berührten Kanten waren entgratet, die Materialstärke wirkt angemessen und man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sich etwas verbiegen könnte. Ganz im Gegenteil, ich hatte bereits gelesen, dass sich die Front schwer entfernen lassen soll. Tatsächlich ist es aber so schwer, dass man das Gefühl hat, man würde das Gehäuse gleich kaputt machen – was aber natürlich nicht der Fall ist. Einmal demontiert fällt der Blick auf die Kontakte, welche den in der Front eingelassen LED-Streifen mit Strom versorgen. Eine durchaus elegante Lösung, welche zu gefallen weiß.

    Davon abgesehen bin ich bei der Montage meiner Hardware auf wenig Überraschungen gestoßen. Dadurch bedingt, dass ich von einem Mini-ITX Gehäuse komme, sind die Platzverhältnisse natürlich so oder so großzügig. Lediglich an der Oberseite ist zwischen Mainboard und Gehäuse relativ wenig Platz vorhanden, am besten steckt man das Kabel für die CPU-Stromversorgung vorab ein und legt es dann durch die Kabeldurchführung – ein modulares Netzteil vorausgesetzt. Die Montage eines Radiators im Deckel (maximal 240mm möglich) will gut mit den anderen Komponenten, insbesondere den RAM Riegeln, abgestimmt sein, ansonsten kann es schnell zu Inkompatibilitäten kommen. Aber auch den vorinstallierten Gehäuselüfter im Deckel hatte ich temporär ausgebaut, um mehr Platz für die Montage des Mainboards und Anschluss der Kabel an der Oberseite zu haben. Der durch die von mir an der Rückseite montierte AiO Wasserkühlung freigewordene Gehäuselüfter ist an die Frontseite gewandert, um mehr Luft in das Gehäuse zu befördern.

    08_montiert_links.jpg09_montiert_front.jpg10_montiert cable_management.jpg

    Geräuschentwicklung und Kühlleistung

    An dieser Stelle habe ich mir einen kleinen, wenn auch nicht ganz fairen Test überlegt. Wie bereits erwähnt, besitze ich aktuell nur ein Mini-ITX Mainboard. Vor und nach dem Umzug des Systems habe ich die Temperaturen in drei unterschiedlichen Szenarien genommen:

    1. Idle Temperaturen 10 Minuten nach dem Einschalten
    2. Nur CPU-Last durch Cinebench20 für 10 Minuten in Dauerschleife
    3. Simulierte Spielelast mit dem Superposition 4K Benchmark für ebenfalls 10 Minuten

    Da ich beim Umzug den CPU-Kühler nicht demontiert habe, sind hier also keine Unterschiede beim Verteilen der Wärmeleitpaste zu befürchten und man hat ein unverfälschtes Ergebnis. Den Ergebnissen sei vorweggenommen, dass der Ryzen 5 3600X generell ein Hitzkopf ist, der so oder so keine Fabeltemperaturen erreicht. Hier nun die versprochenen Werte:

    Komponente be quiet! Pure Base 500DX Mini-ITX Gehäuse
    Test Szenario 1
    CPU Temp 33 °C 33 °C
    CPU VRM Temp 31 °C 31 °C
    Test Szenario 2
    CPU Temp 71 °C 71 °C
    CPU VRM Temp 51 °C 52 °C
    Test Szenario 3
    GPU Edge Temp 76 °C 78 °C
    GPU Hotspot Temp 88 °C 91 °C
    GPU Memory Temp 86 °C 88 °C
    GPU Fan Speed 1100 RPM 1500 RPM

    Es zeigt sich ein durchaus interessantes Ergebnis: Bei den CPU Tests gibt es quasi keinen Unterschied. Dies wird daran liegen, dass die 120er AIO einfach nicht mehr leisten kann und die Hitze bei den 3000er Ryzen auch schwer abzuführen ist. Bei der Grafikkarte (zur Erinnerung eine RX 5700 XT) sind aber deutlichere Unterschiede zu sehen. Zum einen sind die jeweiligen Temperaturen um 2 – 3 °C niedriger, zum anderen ist die Lüftergeschwindigkeit nach der Aufheizphase mit 1100 RPM um ganze 400 Umdrehungen pro Minute niedriger im Pure Base 500DX – und das macht sich akustisch deutlich bemerkbar. Somit bringt die gut durchlüftete Front und das insgesamt größere Volumen hier einen deutlichen Vorteil. Insgesamt ein für mich zufriedenstellendes Ergebnis.

    Preis / Leistungsverhältnis

    Aktuell hat das be quiet! Pure Base 500DX einen Straßenpreis von knapp 100 ¤. Dafür bekommt man drei mitgelieferte 140mm Pure Wings 2 Lüfter, die integrierte adressierbare RGB Beleuchtung in der Front und an der Oberseite, eine gut belüftete Mesh-Front und einen USB Typ-C Anschluss am I/O-Panel. Der Aufpreis zur regulären Version beträgt knapp 30¤, dieses hat die genannten Features alle nicht, auch sind dort nur zwei Gehäuselüfter vorinstalliert. Somit geht der Aufpreis in meinen Augen durchaus in Ordnung. Vergleichbare Konkurrenz in Form des NZXT H510(i) liegt preislich fast gleichauf, auch wenn das be quiet! bei den Features leicht vorne ist. Hier kann jeder selber entscheiden, was am Ende den Ausschlag gibt.

    Fazit

    Das be quiet! Pure Base 500DX hat mich vollkommen überzeugt. Es hat eine ideale Größe, um flexibel beim Einbau der Komponenten zu sein, aber dennoch kein riesiges Ungetüm auf dem Schreibtisch stehen zu haben. Alle gängigen modernen Features sind vorhanden, wodurch der Zusammenbau leicht von der Hand geht und anschließend auch funktional und optisch zu gefallen weiß. Die wichtigsten Punkte nochmal kurz zusammengefasst:

    Positiv:
    • Stabiles Gehäuse, gute Spaltmaße, keinerlei Lackfehler und relativ unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken
    • Kompatibilität zu nahezu sämtlicher Hardware (GPU bis 369mm, CPU-Kühler bis 190mm und Netzteil bis 225mm) ohne marktrelevante Einschränkungen
    • Staubfilter an allen lufteinlassenden Öffnungen
    • Sehr guter Airflow dank Mesh-Front
    • Drei 140mm Lüfter im Lieferumfang enthalten
    • Viele Haltepunkte und ausreichend Platz für Cable Management
    • Moderne Features (integrierte ARGB Beleuchtung und USB Typ-C am Frontpanel)

    Negativ:
    • Front lässt sich nur sehr schwer entfernen
    • Mitgelieferte Lüfter verfügen nur über 3-Pin Anschluss (keine PWM-Regelung)
    • ARGB-Hub oder zumindest Y-Adapter wünschenswert

    Da die negativen Punkte als Kritik auf hohem Niveau angesehen werden können und nicht weiter schwer ins Gewicht fallen, gebe ich dem Gehäuse 9 / 10 Punkten!

    11_rgb_goodness.jpg
    Geändert von Baphomet (21.06.2020 um 15:50 Uhr) Grund: Bilder hinzugefügt

  14. #14

    Standard

    Einleitung
    Hallo zusammen! Ich habe die Gelegenheit bekommen im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion mit Mindfactory das be quiet Pure Base 500 DX in Weiß zu testen.
    Vorab – ich habe hauptsächlich bei dieser Aktion mitgemacht, da ich weiße Hardware richtig ansprechend finde. Zwar habe ich gerade noch Komponenten, die damit nicht so wirklich synergieren, aber beim nächsten Aufrüsten habe ich mit diesem Gehäuse schonmal die perfekte Grundlage für ein sogenanntes „White Build“. Also hier nochmal Danke an Mindfactory für diese Aktion!
    Die von mir genutzte Hardware:
    Intel Core i5 6600k
    Arctic Freezer Xtreme
    ASRock Z170 Extreme 4 ATX
    16GB HyperX DDR4 2400 MHz
    MSI Radeon RX 480 Gaming X
    1TB M2 SSD
    250GB Samsung SATA SSD
    bequiet! 650W Netzteil
    Verpackung und Zubehör
    Geliefert wird das Gehäuse umhüllt von einer Folie und geschützt von zwei zugeschnittenen Styroporteile in einem Karton.
    Mitgeliefert wird ein Kit mit permanenten Kabelbinder und genug Schrauben, um Mainboard und Festplatten bzw. SSDs zu montieren. Zusätzlich bekommt man ein Handbuch, welches Schritt für Schritt in Bildern erklärt wie man seine Hardware montiert, die Kabel für Beleuchtung und Frontanschlüsse verbindet und die Funktionen des Gehäuses nutzt.
    Erste Eindrücke
    Ich fange mal von außen an… Was sofort ins Auge sticht ist das Side Panel aus Glas, welches mit einer Umrandung von innen beklebt ist, die richtig gut aussieht.
    Die Front ist in einem Meshdesign gehalten, durch die zwei RGB Beleuchtungstreifen gezogen sind. Am oberen Rand befindet sich das Panel mit USB C 3.1, USB A 3.0, einem beleuchteten Powerbutton, Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon und einem Knopf, um die RGB Beleuchtung manuell umzustellen. Man beachte hier auch das linierte bequiet! Logo.
    Oben ist ein magnetisch befestigter Staubfilter im Meshdesign.
    Das Gehäuse steht auf 4 Beine, welche eine Gummischicht haben. Hier auch ein durch Schienen geführter Staubfilter, welchen man von Vorne rausziehen kann – wesentlich angenehmer, als den Filter am hinteren Ende rausziehen zu müssen, wenn alles schon steht und verkabelt ist.
    Was mir Innen sofort aufgefallen ist, sind die beiden Montageplätze rechts vom Mainboardplatz für 2,5 Laufwerke, welche von einem bequiet! Schriftzug getrennt sind und auch die Verkabelung verstecken, was sehr gut aussieht. Die untere Blende, welches Netzteil und Verkabelung bedeckt, sind mitschicken, dreieckigen Luftlöchern verziert. An der Decke befindet sich eine vorinstallierte RGB Leiste.
    20200613_125455.jpg20200613_125520.jpg20200613_170637.jpg20200613_125548.jpg20200613_131425.jpg20200613_131506.jpg
    Montage
    Das Glaspanel ist mit Thumbscrews befestigt und die Scheibe stützt sich auf Gummihalter – fällt also nicht nach abdrehen der Schrauben raus. Das hintere Panel ist ebenfalls mit Thumbscrews befestigt, welche man jedoch nicht komplett rausdreht, sondern diese bleiben am Panel.
    Das Frontpanel ist leider zu stark befestigt – ein Tipp von mir, dieses Panel lieber nicht abziehen, wenn eine HDD läuft. Es hätte etwas einfacher sein können. Was mir aber sehr gut gefällt ist, dass hier keine Kabel am Panel hängen. Die RGB Streifen an der Front werden über Kontakte verbunden, welche sich aneinanderdrücken. Die Anschlüsse an der Front sind an einem separaten Teil befestigt.
    Vorne befindet sich ebenfalls ein abnehmbarer Staubfilter. Das kompensiert die ungünstige Befestigung meiner Meinung nach.
    Vorinstalliert sind drei 140mm Lüfter, welche sich hinten, oben und vorne befinden. Insgesamt hat man hier noch mehr Platz für ein weiteren 140mm Lüfter oben und zwei weitere vorne. Hier ist auch genug Platz für ein 240er Radiator oben oder ein 360er Radiator vorne, falls eine Wasserkühlung gewünscht ist.
    Die vorinstallierte Lüfterkonstellation ist erfahrungsgemäß die Beste, um die niedrigste Prozessor-Temperatur zu erreichen. Ich habe den oberen Lüfter jedoch auch an die Front geschraubt, um hier auch bessere Temperaturen bei der Grafikkarte zu bekommen – Ergebnisse im späteren Verlauf.
    Das Netzteil ist unter der Abdeckung zu montieren, was hier aber keineswegs aufwendig ist, da genug Platz vorhanden ist.
    Die Montage des Mainboards und der Blende ist hier kinderleicht – der Platz am hinteren Lüfter ist absolut ausreichend, damit auch ein Mainboard mit IO-Abdeckung, wie bei mir, hier problemlos reinpasst.
    Das Gehäuse bietet Platz für eine Prozessorkühlerhöhe bis zu 190mm – hier würde also auch ein riesiger Kühler, wie z.B. der Thermalright HR-02 Macho problemlos reinpassen.
    Für die Mainboardverkabelung gibt es drei Aussparungen unter dem Mainboard, um alle Frontanschlüsse ohne Probleme zu montieren und das Grafikkartenstromkabel durchzuführen. Genau so praktische Aussparungen gibt es z.B. auch für Prozessorstromkabel oben links vom Mainboard, für Lüfterstromkabel, die sich meist in der Nähe des Arbeitsspeichers befinden und für alle Anschlüsse an der kompletten rechten Seite des Mainboards wie das Mainboardstromkabel, SATA oder USB 3.
    2,5 Zoll SSDs/Festplatten sind einfach den beiden erwähnten Plätzen rechts vom Mainboard montierbar. Es könnten sogar noch zwei weitere 2,5 Zoll Laufwerke hinter dem Mainboard montiert werden. 3,5 Zoll Festplatten können im Festplattenkäfig montiert werden, welchen ich aber nicht verwendet habe.
    Für die Datenanschlüsse am Frontpanel benötigt das Mainboard ein USB 3.1 Front-Panel/Internen Anschluss (USB C) und einen USB 3.0 Anschluss (USB A). Leider hatte mein Mainboard nur ein 3.0 Anschluss, aber es ist auch schon etwas älter. Da die im Gehäuse und am Frontpanel verbauten Belichtungsleisten adressierbar (steuerbar) sind, benötigt man für dieses Feature auch einen ARGB Anschluss am Mainboard. Kein Grund zur Sorge, falls ein solcher Anschluss nicht vorhanden ist, gibt es ja einen Knopf, um die Beleuchtung manuell zu ändern. Die Beleuchtung benötigt Strom durch ein SATA-Stromkabel. Die restlichen Anschlüsse sollten bei jedem Mainboard vorhanden sein. Alle Front-Kabel sind lang genug, um diese problemlos zu verbinden, aber auch um die Kabel ordentlich zu verlegen.
    20200613_130946.jpg
    Um PCI Karten wie eine Grafikkarte zu verbauen, können die insgesamt 7 Blenden einfach durch Thumbscrews ab- und wieder anmontiert werden. Die Montage der Grafikkarte also auch problemlos.
    Für das Kabelmanagement sind schon mehrere Kabelbinder mit Klettverschluss angebracht. Das Gehäuse biete hier mehr als genug Platz um sämtliche Kabel problemlos, aber auch ordentlich zu verlegen und lässt auch keine Wünsche offen. Am hinteren Sidepanel ist innen auch eine Stoffmatte verklebt, sodass keine Kabel sich direkt gegen das Panel drücken, falls es hier doch mal etwas eng wird.
    20200621_221000.jpg20200613_170740.jpg
    Leistung
    Um das Meshdesign und die 140mm Lüfter auf die Probe zu stellen, habe ich vor und nach meinem Hardwareumbau noch mehrstündige Gamingsessions gehalten und die Höchsttemperaturen festgehalten. Hierbei vergleiche in die Temperaturen mit meinem vorherigen Gehäuse „NZXT H440 V2“, beidem ich die gleiche Lüfterkonstellation hatte, jedoch mit vorinstallierten 120mm Lüfter. Mein altes Gehäuse befindet sich im gleichen Preissegment und ist ebenfalls ein MIDI Tower.
    Um einen möglichst fairen Vergleich zu bekommen, müsste ich die Lüftergeschwindigkeiten eigentlich auf 100% stellen. Da ich dies im Alltag jedoch niemals so machen würde, habe ich mich dazu entschieden, die Lüfterkurven so anzupassen, dass mich die Lautstärke nicht stört. Ich habe die Wärmeleitpaste des Prozessorkühlers nicht gewechselt (bzw. den Kühler gar nicht abmontiert), da ich dies vor einigen Wochen schon gemacht habe.
    Hier die Ergebnisse
    temps.png
    Die Temperaturunterschiede nehmen zwar in diesem Maße keinen Einfluss auf die eigentliche Leistung des Computers, hier geht jedoch bequiet als Sieger hervor.
    Fazit
    Momentan liegt der Preis dieses Gehäuses bei etwa 100 ¤, was ich als gerechtfertigt sehe. Das Gehäuse bietet eine sehr gute Ausstattung, wie z.B. die drei 140mm Lüfter, die Möglichkeit für große Radiatoren, viel Platz für Kabelmanagement und abnehmbare Staubfilter. Zusätzlich ist die Verarbeitung der Teile sehr gut, von scharfen Kanten ist hier nichts zu sehen und die weiße Lackierung ist lückenlos. Die Optik ist ebenfalls grandios, denn vor allem die RGB Leiste und die vorderen Beleuchteten Elemente sehen in der verschiedenen Farbmodis sehr gut aus. Nicht zu ignorieren sind auch die 3 Jahre Garantie, abgesehen davon, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass die elektronischen Bauteile in diesem Zeitraum den Geist aufgeben.
    Die einzigen Dinge, die mich stören, ist die niedrige Anzahl an USB-Schnittstellen am Frontpanel sowie ist das stark klemmende Frontpanel, wobei ich dieses Teil nun auch nicht allzu oft abnehmen werde.
    Im Großen und Ganzen empfehle ich diese Gehäuse aufgrund von Ausstattung, Verarbeitung und vor allem der Optik weiter.

    Leider darf man nur 10 Bilder pro Beitrag anhängen. Deswegen wollte ich euch alle meine Bilder über meinen OneDrive teilen (ich hoffe externe Links sind erlaubt ): Microsoft OneDrive - Access files anywhere. Create docs with free Office Online.
    Virus Scan falsch jemand skeptisch ist : VirusTotal

  15. #15

    Standard Pure Base 500DX Weiß

    Auch ich möchte mich zunächst einmal herzlich bei Mindfactory und be quiet! für die Teilnahme an der „Testers Keepers“ Aktion vom be quiet! Pure Base 500DX in weiß bedanken. Ich persönlich hatte ohnehin ein Auge auf dieses Gehäuse geworfen, da ich zu einem modernen Gehäuse mit RGB Beleuchtung, gutem Luftstrom und einem aufgeräumten inneren wechseln wollte, vor allem da ich demnächst und in Zukunft ohne große Probleme Mainboard und CPU wechseln können wollte.

    Vorab das System, welches in das Pure Base 500DX eingebaut wurde:
    Seasonic Focus PX 650W PSU
    Intel I5 6600k @ 4.5GHz CPU
    Asus Z170-A Mainboard
    Alpenföhn Brocken Eco 2 CPU Cooler
    Corsair Vengeance RGB Pro 16GB 3200Mhz Cl16 RAM
    EVGA GTX 1070 FTW GPU
    250GB Samsung Evo 860 SSD
    500 GB Samsung Evo 860 SSD
    1TB Western Digital Blue HDD
    ADATA XPG SX8200 Pro 1TB M.2 SSD

    Design (4/5):
    Mit seiner Mesh-Front und den beiden RGB Streifen gehört dieses Gehäuse wohl eher zu den dezenteren Designs, allerdings finde ich das hier weniger durchaus mehr ist, da ich viele andere RGB Beleuchtungen an der Front eher als übertrieben empfinde. Nicht nur die RGB Streifen setzen schöne Akzente, sondern auch der Kontrast zwischen dem weißen Gehäuse und einzelnen schwarzen Elementen. So finden wir bei der weißen Version ein schwarzes Frontpanel, einen schwarz umrandeten oberen Staubfilter und die drei bereits verbauten schwarzen 140 mm Pure Wings. Dieses überwiegend weiße Design mit vereinzelten schwarzen Akzenten ist für mich ein ebenso ein gelungenes Design wie bei den Sturmtruppen von Star Wars. Im inneren wartet das Gehäuse zusätzlich mit einem RGB Strip hinter dem Glasfenster auf, wodurch auch der Innenraum schön beleuchtet wird. Ebenfalls ein Highlight ist sicherlich die rechtsseitige Blende fürs Kabelmanagement, auf der für den Innenraum zwei sichtbare SSDs montiert werden können, wodurch diese ebenfalls Elegant präsentiert werden können. Meine zwei Samsung 860 Evo SSDs passen durch ihr schwares Design jedenfalls gut ins Gehäuse, wobei eine kleine Blende mit „be quiet!“ Schriftzug gekonnt die Kabel versteckt. Persönlich war ich hin und her gerissen zwischen der schwarzen und weißen Variante des 500DX, allerdings kommt gerade bei der weißen Version die RGB Beleuchtung schön zur Geltung. Unter der Netzteilabdeckung wird außerdem ein HDD Käfig versteckt, in dem zwei 3,5 Zoll Laufwerken verbaut werden können. Hinter dem Mainboard können außerdem zwei 2,5 Zoll Laufwerke verbaut werden und ein gutes Kabelmanagement rundet das Gesamtpaket gekonnt ab.
    Beim Design liegen leider auch meine größten Kritikpunkt an diesem Gehäuse: Die Mainboardhersteller setzen häufig auf vorinstallierte IO Shields, welche in der Regel mehr oder weniger schön designt wurden und über Schriftzüge und RGB Beleuchtung verfügen. Diese werden jedoch leider durch den hinteren Lüfter optisch verdeckt, da Mainboard und Lüfter bündig an der Rückseite vom Gehäuse montiert werden. Dies hätte vermieden werden können (und wurde auch bei uralten PC Gehäusen schon vermieden), indem nur der Lüfter bündig an der Rückseite montiert wird, Mainboard, Backpanel und PCIe Öffnungen jedoch etwa um 2 cm ins Innere versetzt werden.
    Schade ist auch die Anzahl an spendierten USB-Ports am Frontpanel. Hier nur einen USB-C Anschluss und einen USB-A Anschluss zu gewähren ist bei einem Preis von 100¤ zu wenig und es gibt viele Gehäuse für unter 60¤ die einfach mehr bieten. Bei Bedarf noch einen USB-Hub kaufen zu müssen treibt den Preis im Zweifelsfall weiter nach oben.
    9 fertig.jpg10 fertig Innenraum.jpg

    Verarbeitung (5/5):
    Die Verarbeitung sollte im Allgemeinen als Hochwertig angesehen werden. Die Haptik gefällt bei diesem Gehäuse einfach, da es trotz den fast 8 kg einen stabilen Eindruck macht. Super ist, dass alle verschraubten Komponenten über Rändelschrauben verfügen, welche am Gewinde gehalten werden und somit nicht verloren gehen können. Auch die Staubfilter machen einen sehr guten Eindruck. Der obere Staubfilter ist weiß gefärbt, wird über magnetische Ecken am Gehäuse gehalten und verfügt über runde, im Durchmesser 1 mm große Öffnungen. Die weiße Mesh-Front verfügt über runde, etwa 1.2 mm große Öffnungen und kann durch einen leichten Ruck entfernt werden. Die Front selbst verfügt über 3 Pins welche im geschlossenen Zustand auf 3 Kontakte am Gehäuse treffen und somit zu einer gut durchdachten, kabellosen Beleuchtung der beiden RGB Streifen führen. Hinter der Front kommt ein feiner schwarzer Staubfilter mit rechteckigen 1 mm großen Öffnungen zum Vorschein. Dieser Staubfilter wird links eingehakt und rechtsseitig durch einen leichten Magneten gehalten. Unter dem Gehäuse kann bei entfernter Front auch ein identischer Staubfilter hervorgezogen werden. Die Wahl von Mesh-Elementen und Staubfiltern stellt hierbei einen guten Airflow sicher, wobei die Filter durch die einfache Entfernung einfach zu reinigen sind. Auf der rechten Gehäuseseite ist zusätzlich eine Dämmmatte verbaut um die Lautstärke des Gehäuses zu reduzieren und die Glasscheibe wird relativ simpel, jedoch effektiv, über 4 Rändelschrauben gehalten.
    Kleiner Wehrmutstropfen: Die Rändelschrauben hinterlassen schnell spuren am weißen Gehäuse, entweder durch Farbabrieb oder zerkratzen der weißen Farbe.
    3 Rändelschrauben Glasfenster.jpg4 Front und alle Staubfilter.jpg

    Montage (4/5):
    Das Bereits erwähnte Kabelmanagement ist beim 500DX wirklich sehr gut ausgereift. Über Klettverschlüsse können die Kabel gebündelt werden und auch die Öffnungen und spalte sing gerade groß genug um alle Kabel zu bändigen, zum Mainboard zu führen und sie gleichzeitig zu verstecken. Ziemlich fummelig empfand ich jedoch den Spalt an der Oberseite vom Mainboard, für die CPU Stromstecker. Hier hätte ein wenig mehr Platz gutgetan.
    Der Modulare Aufbau ist sehr überzeugend. So können HDD-Käfig, Befestigungsrahmen vom Netzteil, die rechte Blende mit 2 SSD Plätzen und die hinter dem Mainboard liegende Blende mit 2 SSD Plätzen durch Rändelschrauben vor dem Zusammenbau entfernt entsprechend einfach wieder eingesetzt werden, wodurch die Montage zu einem Kinderspiel wird. Auch die Lüfter können leicht ausgebaut oder erweitert werden, wobei der HDD-Käfig sogar versetzt werden kann, um z.B. einem 360er Radiator einer AIO Wasserkühlung den benötigten Platz zu schaffen. Dem Gehäuse liegen ansonsten ausreichend Kabelbinder und Schrauben fürs Mainboard, HDDs und SSDs bei.
    1 Lieferumfang.jpg6 Modulare Bauteile.jpg7 Kabelmanagement.jpg8 fertig Kabelmanagement.jpg

    Das Handbuch ist (mit Abstrichen) eine gute Hilfe. Die einzelnen Arbeitsschritte sind hier bildlich dargestellt und die jeweils gemeinten Komponenten orange eingefärbt, so dass auch ein Laie beim Verbauen gut zurechtkommen würde. Im Handbuch werden jedoch bloß die äußeren USB-C, USB 3.0 und HD Audio Anschlüsse, sowie der LED Switch Button aufgeführt. Gewünscht hätte ich mir jedoch eine Darstellung und Erklärung der vorinstallierten Verkabelung und der jeweiligen Kabel und Stecker fürs Mainboard, da hier z.B. nicht nur der RGB Stecker für die Steuerung, sondern zusätzlich noch ein SATA-Stromkabel verbunden werden muss. Dies wirkt wie Erbsenzählerei, allerdings befand es be quiet! auch für nötig die Schrauben, Klettverschlüsse und Kabelbinder bildlich darzustellen und da erwarte ich auch eine Erklärung zur Verkabelung. Ein Handbuch sollte das komplette Produkt erklären, sonst ist es kein gutes Handbuch.
    2 Anschlüsse und Handbuch.jpg

    Leistung (5/5):
    Mitgeliefert werden 3 Verbaute 140 mm Pure Wings 2 Lüfter, welche eher zu be quiet!‘s Mittelklasse gehören und leider nur über 3-Pin angeschlossen werden, jedoch schon ab Werk eine gute Kühllösung darstellen. Getestet habe ich die CPU Temperatur meines alten Systems (Asus Z170-A, I5 6600k @ 4,5 Ghz, Alpenföhn Brocken Eco) unter Last durch Prime95, wobei mein altes Bitfenix Shinobi Gehäuse hier schnell auf 90-100°C kletterte, da dieses an der Vorderseite nur über etwa 1.5 cm große Schlitze die Luft gezogen hat. Mit dem Pure Base 500DX sehe ich hier nur noch Temperaturen von 80-85°C, somit ein echter Gewinn durch den guten Airflow. Auch die Lautstärke hält sich in Grenzen, welche ich unter Last als ein wahrnehmbares Rauschen beschreiben würde. Durch Hinzufügen meiner vorhandenen be quiet! Silent Wings Lüfter lässt sich die Leistung und Geräuschkulisse sicherlich noch etwas verbessern, allerdings ist die Leistung ab Werk wirklich zu empfehlen.
    5 Innenraum leer.jpg

    Preis/Leistungsverhältnis (5/5):
    Mit einer UVP von 99,90¤ und sehr guten Ergebnissen in allen Testbereichen ist das Pure Base 500DX definitiv ein Preis/Leistungssieger in seiner Klasse. Ganze 3 mitgelieferte 140 mm Lüfter, guter Airflow, geringe Lautstärke, modularer Aufbau und RGB Beleuchtung lassen kaum wünsche Offen und stellen ein tolles Komplettpaket dar.
    Für ein größeres Gehäuse, mehr Erweiterungsmöglichkeiten und Support mehrerer großer Radiatoren müsste man dementsprechend mehr Geld ausgeben, jedoch ist der Airflow bei diesem Gehäuse bereits erstklassig, so dass die „pure“ Leistung vom Pure Base 500DX niemals einen Grund darstellen würde, ein teureres Gehäuse zu wählen.

    Fazit (5/5):
    Das Pure Base 500 DX stellt definitiv ein ausgezeichnetes Komplettpaket dar, da es durch Airflow, RGB und Preis/Leistung besticht.
    Der modulare Aufbaue machte die Montage zu einem Kinderspiel und der aufgeräumte Innenraum wird den Wechsel von einem Mainboard, oder anderer Komponenten, ebenfalls sehr einfach gestalten. Die Kühlleistung überzeugt durch Airflow und mitgelieferter Lüfter, wobei die Lautstärke angenehm Leise bleibt. Auch die Optik ist sehr gut, wobei die Präsentierung von 2 SSDs im Innenraum für mich ein Highlight darstellt und somit für ein sehr empfehlenswertes Komplettpaket sorgt.
    Ärgerlich ist hingegen und die Position des hinteren Lüfters, da dieser die IO Blende des Mainboards im Innenraum verdeckt. Hier hätte be quiet! beim Design mehr Acht geben können. Dass es auch anders geht, beweist be quiet! mit seinen anderen Gehäusen selbst. Sowohl das Pure Base 600 als auch das Dark Base 700 platzieren beispielsweise das Mainboard etwas weiter vorne und somit versetzt zum hinteren Lüfter. Schade, vor allem wenn man bedenkt wie viel so ein Mainboard kostet. Das voll auf Design und Optik ausgelegte Pure Base 500DX verfügt somit extra über eine komplette Glasscheibe, nur um dann das IO Shield durch einen Lüfter zu verdecken.
    Wem dieses optische Manko und die geringe Anzahl an USB-Ports nicht stören, kann jedoch bedenkenlos zugreifen, denn be quiet! ist mit dem Pure Base 500DX ein erster Auftakt bei Airflow Gehäusen gelungen.

    Pro:
    -Solide Verarbeitung
    -Modularer Aufbau und Luftfilter
    -Sehr guter Airflow ab Werk durch mitgelieferte Lüfter
    -Ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis

    Kontra:
    -hintere Lüfterposition verdeckt IO Shield im Innenraum
    -jeweils nur ein USB-C und USB-A Anschluss sind zu wenig.

  16. #16

    Standard

    Im Rahmen der von Mindfactory und be quiet! durchgeführten "Testers Keepers" kam ich ebenfalls in den Genuss dieses, meines Erachtens, fantastische Gehäuse zu testen. Daher bedanke ich mich schon jetzt für diese Gelegenheit.

    Geliefert wurde das Gehäuse in einem ausreichend gut, mit Styropor geschützten Karton.

    Dann kommen wir gleich einmal zum Design. Bevor ich dieses Gehäuse bekam ging ich erst einmal mit nicht zu hohen Erwartungen heran. Ich hatte bereits Erfahrungen mit Corsair-Gehäusen höherer Preiskategorie und Gehäusen für 30¤, worauf ich am Ende gerne noch einmal drauf zurück komme
    Nachdem das Pure Base 500 hauptsächlich für die Silent Fraktion gedacht war, wurde nun das Pure Base 500DX für den Bereich der "Kühl"-Enthusiasten auf den Markt gebracht. Ich habe mich hierbei für das Schwarze Case entschieden, da es einfach zeitlos und unscheinbar ist. Sehr schön finde ich, dass die Seitenscheibe aus Echtglas ist, was ich leider noch nicht kannte und für mich neu war, da ich immer nur auf Plexiglas gestoßen bin. Diese ist mit 4 Rändelschrauben befestigt, welche sich meiner Meinung nach sehr gut in das Design einfügen. Die aRGB Beleuchtung ist hier das Tüpfelchen auf dem "i", welche sowohl im inneren, als auch Außen zu finden ist.

    Die Verarbeitung empfinde ich als sehr Hochwertig und auf höchstem Niveau. Ich habe nicht explizit danach ausschau gehalten, aber mir sind bei der Montage keinerlei scharfe Kanten aufgefallen.
    Die Front besteht aus der Frontblende mit Metallgitter, dahinter ein Staubfilter und anschließend ein Bereits verbauter 140mm Lüfter, welche ohne jegliche Makel verbaut sind und sich auch der Kunststoff sehr gut anfasst.
    An der Unterseite gibt es zusätzlich einen Staubfilter, welcher sich von der Vorderseite aus unter dem Gehäuse hervor ziehen lässt um ihn reinigen zu können. Anzumerken ist, dass unter den Standfüßen rutschfeste Pads angebracht sind, welche das Gehäuse auch ein wenig vom Tisch entkoppeln und so Vibrationen nicht so stark weitergeleitet werden. Auf der Oberseite gibt es nur einen Luftauslass mit Staubschutz, welcher magnetisch und ausreichend fest auf der Oberseite und das recht passgenau, angebracht ist.
    Überrascht war ich, als ich beim Auspacken bemerkte, dass die Seitenscheibe aus Echtglas ist, was ich bisher von ehemaligen Gehäusen nicht gewohnt war. Damit sich kein wackeln und klappern der Seitenscheibe entwickelt, ist die Scheibe mit Gummipuffern auf ihrer Position fixiert und mit Rändelschrauben befestigt.

    Als es dann zur Montage der Komponenten ging war mir an sich schon klar, dass ich wenig Probleme haben werde, da das Gehäuse sehr viel Platz bietet. Trotz der vormontierten Lüfter kam ich problemlos an alle Mainboard-Schrauben.
    Alle Facetten der Montage konnte ich leider nicht testen, da sich mein System auf MB (mit CPU und Kühler), Grafikkarte und Netzteil beschränkt, da nur eine M.2-SSD verbaut ist. Jedoch bietet das System zusätzlichen Platz für bis zu 6 weitere SSD's bzw. 2 HDD's und 4 SSD's. Also mehr als genug Platz für Eure Daten.
    Erfreut war ich über die Montage der Grafikkarte. Hierbei wird die Verschraubung der Grafikkarte nach außen verlegt, was so für ein cleanes inneres sorgt und somit alles viel stimmiger macht. Zudem wird die angekantete Ecke der Grafikkartenblende von einer Blende verdeckt, welche durch einfache Rändelschrauben nach belieben gelöst und verschoben werden kann.
    Negativ fiel mir der Einschub für das Netzteil auf der Rückseite auf. Ich besitze ein modulares Corsair AX750. Ich habe versucht es seitlich in die dafür vorgesehene Position zu bringen, was aber leider Konstruktionsbedingt nicht möglich ist. Daher musste die an der Hinterseite angebrachte Blende für die Verschraubung des NT gelöst werden und dann dort das NT hineingeschoben werden. Jedoch war dies bei mir mit ein wenig Kraft verbunden, da da NT + Lüfter an der Unterseite etwas größer war und so der Lüfter mit Gitter zur Montage leicht hineingedrückt werden musste, um das NT in das Gehäuse zu bekommen. Ich hätte es also als besser empfunden die Öffnung etwas Größer zu machen. Da die Blende für die Verschraubungen die sowieso kaschiert.

    Was bietet mir also insgesamt dieses Gehäuse? In sich ist es ein sehr stimmiges Konzept, welches Performance und Style bietet. Performance im Sinne einer sehr guten Belüftung des Gehäuses und bietet somit genug Wärmeab- und -zufuhr-Leistung (insgesamt können 6 140mm Lüfter montiert werden oder ein 360mm Radiator in der Front bzw. glaube auch an der Oberseite). Um noch einmal auf die adressierbaren LED (aRGB) zurückzukommen. Möchte ich hier noch einmal alle Modi und Farben auflisten welche ohne jegliche Mainboard RGB-Steuerung möglich sind.

    aRGB-Farben: Weiß, Rot, Grün, Blau, Orange, Lila, Regenbogen
    aRGB-Modi (innen und außen gleich): Statisch, Atmen, Flow (1-fach), Flow (3-fach), Atmen (alle Farben nacheinander), Flow (Zufall)

    Die Preis/Leistung empfinde ich für diesen Preis unschlagbar um nicht gar zu sagen Perfekt. Das Design und die Platzierung von Öffnungen ist gut durchdacht, zudem gibt es auch Befestigungspunkte für das Kabelmanagement. Man bekommt ausreichend Raum für Leistungsstarke Komponenten und zudem bereits 3 140mm Lüfter (Wert ca. 30¤) vormontiert. Und das beste ... ein RGB System was keinesfalls billig wirkt. Von meiner Seite 100%ig eine Empfehlung Wert für jeden, der ein ordentliches Gehäuse möchte aber keine Unmengen ausgeben möchte.

    Ich hätte jedoch zwei Anregungen, die wie ich finde Verbesserungswürdig sind. Anstatt des USB 3.1 Anschlusses hätte ich mir lieber einen zweiten USB3.0 Anschluss gewünscht, das ich leider kein einziges Gerät mit USB3.1 Anschluss besitze.
    Zudem müsste die Demontage der Front vielleicht verbessert werden, da man wirklich Angst hat die Front zu beschädigen, wenn man sie mit etwas mehr Kraft lösen muss. aber ansonsten alles im grünen Bereich.

    Noch einmal zu meinem 30¤ Gehäuse (ein Antec NX100) ... ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so vergreife ... aber ich hatte mit meinen System mit Ryzen 3200g (ist nur Platzhalter und gekühlt mit be quiet! Pure Rock), XFX RX580 8GB und Corsair AX750 Netzteil nur Platzprobleme. Der CPU Kühler kratzte an der Scheibe, die Stromkabel der Grafikkarte wölbten die Scheibe, da zu wenig Platz und um das Netzteil einzubauen musste ich den HDD-Käfig verbiegen um ein Modulares Netzteil einbauen zu können, da dieser nicht zu verschieben ging. Aber so lernt man dazu

    Ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Erfahrungen weiterhelfen.

    Gruß MeddiT

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  17. #17

    Standard Das Leben des Produkttesters - bequiet! Pure Base 500DX

    Auch ich bin ein Auserwählter im 'Testers Keepers' Programm von Mindfactory, und möchte hiermit meine unqualifizierte Meinung zu dem bequiet! Pure Base 500DX in weiß kundtun.

    Kurzfazit für die Ungeduldigen:
    Gutes Case mit einer (von mir diagnostizierten) multiblen Persönlichkeitsstörung. Hätte ichs nicht zum testen bekommen würde ichs mir definitiv kaufen, es ist allerdings Verbesserungspotential vorhanden.

    Fröhliche Post

    Nach gewohnt kurzer Lieferzeit klingelte mein Lieblings-DHL-Bote bei mir und überreichte freudestrahlend mein neues Projekt: Geplant ist die Umrüstung meiner Hardware auf Wasserkühlung, und mein altes (sowie voll schallgedämmtes) Case stammt noch aus einer Zeit, als Wasserkühlung etwas für Hardcoremodder und dicke Nerds in Mamas Keller war. Dementsprechend fehlen vorbereitete Möglichkeiten zum Verbau von Radiatoren.
    Die Verpackung kommt ohne großen SchnickSchnack aus. Aufgedruckt auf die pappbraune Kiste ist eine Explosionszeichnung des Cases, zwei durch das innenliegende Styropor stabilisierte Laschen zum Eindrücken erleichtern das Tragen.

    Auch das Auspacken ist unspektakulär, man zerschneidet den Klebestreifen auf der Oberseite mit dem geübten Schwerthieb eines Samurai, und stürzt dann das Paket so wie Mutti deinen Lieblingsmarmorkuchen, oder die USA südamerikanische Regierungen (je nachdem was für euch mit weniger Aufwand verbunden ist... war wirklich superleicht).

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    Nun stand das Case vor mir. Und die Reise begann.

    Tiefer als gedacht.

    Natürlich liest man die Maße, aber in natura wirkt das 500DX wuchtiger als auf den Produktphotos. Das ist kein Case das in irgendeiner Ecke ungesehen (und ungehört, aber hierzu später mehr) verstauben will.
    Aschenputtel PureBase 500 hat ihre DX Schuhe angezogen und ist auf den Weg zum Ball.
    Und dort scheint es recht warm zu sein: Eine Meshfront über nahezu die gesamte Höhe und Breite, geteilt von zwei ARGB Streifen, dahinter ein Staubfilter und der erste 140mm Lüfter. Am Deckel noch mehr Mesh auf einem magnetischen Rahmen, darunter der zweite 140mm Lüfter. Und weil das noch nicht reicht wartet an der Rückseite der dritte 140mm Lüfter darauf seinen Dienst anzutreten.
    Diese erkennt man übrigens ohne größeren Aufwand: Die in Fahrtrichtung rechte Seitenwand ist in Wirklichkeit keine Wand. Sondern ein Fenster. Aus Tempered Glas.
    Für alle die nicht wissen was das bedeutet:
    Nicht nur dass das Fenster gefühlt ein gutes Drittel des Gewichts des 500DX ausmacht (immerhin knapp 8kg Casegewicht), es hat auch eine besondere Eigenschaft: man kann von außen hinein, und von innen herausschauen. Auch wenn letzteres wohl seltener vorkommt.

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    Das restliche Case ist vermutlich aus alten Volvos geschnitzt: Schwer und unnachgiebig.

    Striptease

    Natürlich kommt es auch auf die inneren Werte an. Hierfür lässt das Case seine Hüllen fallen, dies geschieht intuitiv. Rändelschrauben, selbsterklärender Aufbau, durchdachtes Gesamtkonzept. Um erlich zu sein hab ich die Anleitung nur in die Hand genommen weil ich diese Rezension schreibe:
    Sie enthält Garantiebestimmungen (3 Jahre), Gehäusespecs, eine Inhaltsangabe über beigelegte Schrauben, Kabelbinder und eine Anleitung für JEDEN Arbeitschritt mit farblicher Hervorhebung der nun zu schraubenden Teile, wie herum drehe ich eine Schraube, wie drücke ich den Knopf für die LED, blubblub. Hiermit kann vermutlich jedes Lebewesen das in der Lage ist einen Schraubenzieher zu benutzen (Daumen und so) das Case zerlegen und zusammenbauen.
    Nachdem ich bemerkte dass meine Katze keine Daumen besitzt machte ich mich also selbst an die Arbeit.
    Hierbei fiel mir tatsächlich auf, dass Aschenputtel seine Herkunft nicht ganz verstecken kann:
    Die Netzteilblende ist gummiert, die 3,5Zoll HDD Slots entkoppelt, die Rückwand gedämmt... vermutlich Überbleibsel aus ruhigeren Zeiten. Klar ist es ein Nice to have, aber ich denke nicht dass der Pelz auf der Rückwand was bringt wenn auf der Meshfront bis zu drei 120mm Lüfter, und unterm Meshdach nochmal bis zu zwei 140mm Lüfter ohne Maulkorb brüllen.

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    Schlaue Prinzessin

    Zeit für Hirn: Das Einbauen des Mainboards ist unkompliziert. Die Standoff-Schrauben sind schon montiert, ein kleiner Adapter liegt bei damit man keine Zange oder so verwenden muss falls man jene versetzen will. Es gibt einen großen Ausschnitt für die Backplate, 'versteckt' hinter einer 2x2,5Zoll Halterung. Zwei 2,5Zolllaufwerke lassen sich sichtbar im Innenraum anbringen, das Verkabeln ist zwar ein wenig fummelig, aber funktioniert. Grafikkarten passen vermutlich alle hinein die es aktuell gibt. Aber nicht gleichzeitig. Meine Aktuelle ist etwa 30cm lang, und trotz Radiator an der Front ist noch ordentlich Platz dazwischen. Es ist nicht vorgesehen dass diese aufrecht verbaut wird, es lassen sich auf der Rückseite nur einzelne Slotblenden herausnehmen, nicht der ganze Rahmen. Sollte man sich mit mechanischer Gewalt Zugang verschaffen verfällt die Garantie. Schade für ein Case das ja dafür ausgelegt ist die Hardware zu präsentieren (wofür sonst das Fenster).
    Apropros Radiator:
    Ich verbaute einen 280er in der Front, und einen 240er im Deckel. Auch wenn bequiet! angibt dass im Deckel nur 240er Platz finden besteht hier zumindest theoretisch die Möglichkeit auch einen 280er zu verbauen. Dies ist dann aber abhängig von dem verbauten Mainboard und der Höhe der Teile darauf, der Lage und Höhe der RamRiegel, der Gesamthöhe Radiator+Lüfter, den Gezeiten und eurem Sternzeichen. Also erst informiern, oder wie ich einfach einen 240er Radiator verbauen.
    Kabelmanagement ist super vorbereitet, genügend Durchführungen für Stecker sind vorhanden. Ich beschreibs mal so: Hast du gesleevte Kabel siehts cool aus, hast du Standartkabel siehts nicht uncool aus.
    Die integrierten Lüfter sind 3Polig, die ARGBs werden mittels SATA Stromkabel versorgt und können über 3-Pin-Digital-RGB Anschluss addressiert werden.
    Beim Anschließen des Frontpanels erlebte ich gleich zwei Überraschungen: Es gibt keinen RESET-Knopf, was ich etwas schade finde...
    Und dann tat sich der Himmel auf: Der Anschluss für den USB 3.0 Anschluss rastet ein, und ich raste aus. Erinnert ihr euch noch dran wie Opa an Weihnachten erzählt hat dass damals die USB 3.0 Stecker so verdammt wackelig und locker aufm Mainboard saßen? Von wegen Kabelmanagement. Eine Berührung und es 'wobbelte' sich raus... Die Zeiten sind vorbei.
    Ich wischte mir also die Freudentränen aus den Augen und betrachtete mein Werk.

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    Und er sah dass es gut war.

    Mittlerweile steht das Case seit einer Woche bei mir und verrichtet seinen Dienst. Es leuchtet entspannt in allen Farben des sichtbaren Spektrums, es sind diverse Möglichkeiten über den Knopf im Frontpanel einstellbar und es ist noch nicht langweilig geworden herumzuprobieren. Die Scheibe bietet guten Blick auf verbaute Komponenten, und das Geräuschlimit hält sich bei niedriger Drehzahl im nicht störenden Bereich auf (was wohl auch den guten beqiet!-Lüftern zu verdanken ist).
    Was ich tatsächlich etwas schade finde ist das viele Schwarz in und an meinem weißen Case:
    Die Rändelschrauben sind alle schwarz, das Frontpanel, die Lüfter und auch der Rahmen des magnetischen Meshcovers am Deckel. Alle schwarz. Natürlich ist das Geschmackssache, sollte aber mal Erwähnung finden.
    Zudem solltet ihr vorsichtig beim Verschrauben sein: Ich musste den Radiator im Deckel noch einmal versetzen. Da wo er zuerst festgeschraubt war sind jetzt Spuren im Lack zu erkennen. Ist aber kein Drama, wird eh verdeckt und das restliche Case hat wohl eine dickere Lackschicht abbekommen. Obwohl ich nicht zimperlich beim Einbau damit umgegangen bin sind sonst keine Macken oder Kratzer aufgetreten, weder innen noch außen.

    Endgame

    Alles in Allem hat bequiet! ein stabiles und schön anzusehenes Case kreiert. Das Konzept ist durchdacht, sind die Jungs ja schon 'Alte Hasen' im Gehäusebau, auch wenn sie mit dem Pure Base 500DX neue Wege beschreiten.
    Dass der Fokus definitiv auf Kühlung und Optik liegt sollte dem Käufer bewusst sein, und auch dass die gesamte Lautheit des Systems hauptsächlich von den verbauten Lüftern und deren Regelung abhängt, da diese ihren Geräuschpegel nahezu ungefiltert an die Umgebung abgeben. Hier sollte man nicht sparen.
    Man spürt beim Schrauben dass ein auf Schallschutz getrimmtes Gehäuse 'Organspender' war. Die gedämmte Seitenwand sowie kleine Gimmiks zur Geräuschreduktion sind noch vorhanden, aber an mancher Stelle überflüssig.
    Der Bau geht leicht von der Hand und lässt Reserven für Erweiterungen und Aufrüstungen.
    Ein Resetknopf wäre noch eine schöne Sache gewesen, aber der hat wahrscheinlich dem Knopf der ARGB-Steuerung weichen müssen.
    Aufrechter GPU-Einbau ist nicht vorgesehen.
    RGB Beleuchtung ist auch bei Tageslicht gut zu sehen.

    Insgesamt hoffe ich dass mich das Case eine Weile begleiten wird, denn ich habe mittlerweile ernsthaft Gefallen daran gefunden.
    Ich danke Mindfactory und bequiet! für die Gelegenheit, und hoffe ihr habt alle so viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben.
    Es grüßt
    MrGoodbytes

  18. #18

    Standard

    Ich habe das be quiet! Pure Base 500DX in Weiß zu Testzwecken im Rahmen des „Testers Keepers“ Programm von Mindfactory zugeschickt bekommen. Trotz der Tatsache, dass ich kein Geld für dieses Gehäuse ausgegeben habe, versuche ich möglichst neutral auf die Eigenschaften des Gehäuses einzugehen.

    Vorwort

    Verbaut habe ich in meinem neuen PC einen Ryzen 5 3600, MSI B450 Gaming Pro Carbon AC, G.Skill Trident Z Neo 3600 Mhz CL 16 Ram, AMD RX 5700 XT in der Sapphire Pulse Variante, Corsair H115i 280 mm Wasserkühlung, zwei HHD, eine SSD, sowie ein nicht modulares 600 Watt Netzteil von Amacrox. Mein vorheriges Gehäuse, das CoolerMaster CM 690 III, war ebenfalls ein Mesh-Gehäuse, weshalb mir besonders eine gute Durchlüftung wichtig ist.

    Design (5/5)

    Das be quiet! Pure Base 500DX in weiß kommt in einem klassischen „Stormtrooper“-Look daher. Das Gehäuse ist hauptsächlich weiß mit schwarzen Elementen am Front-IO und an dem oberen Staubfilter. An der Front befinden sich zwei RGB-Streifen, welche auch ausgeschaltet zum allgemein guten Design beitragen. Ein weiterer RGB-Streifen befindet sich im inneren des Gehäuses, welcher nicht direkt sichtbar ist und somit dezent das Innenleben des PC umspielt. Die Produktbilder auf Mindfactory suggerieren, dass die Mesh-Front einen Grauton hat, was aber tatsächlich nicht so ist. Die Front hat einen identischen Weißton wie das restliche Gehäuse, unterscheidet sich aber leicht dadurch, dass hier ein anderes Material gewählt wurde und das Innere durch die Mesh-Front einsehbar ist.

    Das Design empfinde ich allgemein als gelungen. Man hat es geschafft einen sehr sauberen Look zu schaffen und sich an den modernen Trends orientiert und trotzdem die Vorteile einer Mesh-Front, also eine gute Luftzufuhr, genutzt. Besonders gefällt mir die Möglichkeit SSDs in das innere Design zu integrieren. Die Vorgegebenen RGB-Varianten bieten auch ohne RGB-Mainboard jede Menge stilvolle Möglichkeiten um den PC in Szene zu setzen.

    Verarbeitung (4/5)

    Die Verarbeitung ist auf jeden Fall solide. Während der Montage und während der allgemeinen Untersuchung sind mir keine besonders schlechten Stellen aufgefallen. Die Verarbeitung ist jedoch nicht perfekt. Einige Stellen, wie z.B. die Front, an der man die Frontlüfter und Radiatoren befestigt wirken etwas dünn. Während der Montage musste ich meinen Radiator an der Front bewegen, was schwarze Spuren an der entsprechenden Stelle hinterlassen hat und auch allgemein sollte man vorsichtig mit Kratzern sein, da die Farbe schnell Schaden nimmt.

    Zusammenfassend finde ich die Verarbeitung gut, jedoch nicht überragend. Betrachtet man den Preis, so erhält man definitiv eine bessere Qualität als bei
    Gehäusen mit geringeren Preisen, kann aber nicht ganz mit den „Premium“-
    Varianten mithalten.

    Montage (4/5)

    Die Montage verlief in den meisten Fällen problemlos. Die Mainboard-Abstandhalter
    sind bereits vorinstalliert, man muss hier also nur noch das Mainboard auflegen und
    anschrauben. In meinem Fall musste ich relativ viel Druck ausüben, um das
    Mainboard an die entsprechende Stelle zu bringen, denke aber, dass dies auf die
    MSI IO-Blende zurückzuführen ist. Der Radiator-Einbau an der Front war etwas
    fummelig, jedoch mit ein wenig Geduld überwindbar. Ich hätte mir dennoch
    gewünscht, dass man sich hier für eine abnehmbare Blende entschieden hätte, da
    mir dies ein paar Kratzer im inneren erspart hätte. Den an der Front montierten Lüfter
    habe ich an der Oberseite montiert, was sich anbietet, da alle vorinstallierten Lüfter
    dieselbe Größe haben. Das Gehäuse unterstützt offiziell keine 280 mm Radiatoren
    an der Oberseite, jedoch scheint es von den Lochpositionen möglich zu sein dort
    eine einzusetzen, möchte hier aber keine Garantie aussprechen, da noch andere
    Faktoren, wie z.B Radiatorhöhe einen Einfluss haben. Als kurzen Tipp empfehle ich
    zuerst die Festplatten einzubauen und dann den Radiator einzusetzen, da die 280
    mm direkt auf dem HDD-Käfig sitzen. Kabelmanagement empfand ich mit einem
    nichtmodularen Netzteil und Kabelverlängerungen, sowie einer SSD und zwei HDD
    als schwierig. Da es heutzutage aber üblich ist modulare Netzteile zu verbauen, gehe
    ich von einem eher persönlichen Problem aus. Für Leute mit nichtmodularen
    Netzteilen und einem 360 mm Radiator spreche ich aber die Empfehlung aus, ein
    neues Netzteil zu kaufen oder keine HDD zu verwenden, da durch den großen
    Radiator der HDD Käfig verschoben werden muss und dies zu sehr wenig Platz führt.

    Kurzgefasst macht be quiet! keine besonderen Fehler, wenn es um die Montage
    geht. Der durchschnittliche PC-Nutzer wird hier keine Probleme haben seine
    Komponenten zu verbauen.

    Leistung (5/5)

    Hier sehe ich persönlich die Stärken des Gehäuses. Durch die Mesh-Front und die
    offene Oberseite gelangt sehr viel Luft in das Gehäuse, was dazu führt, dass die
    Komponenten nicht sonderlich heiß werden und dementsprechend die Lüfter nicht
    besonders hochdrehen müssen. Die vorinstallierten Lüfter sind auf jeden Fall
    leistungsstark und nicht sonderlich laut, sodass ich die Lautstärke des Gehäuses als
    angenehm empfinde. Ob die Dämmung an der Seite sinnvoll ist kann ich nicht genau
    beurteilen, da der Rest des PC offen liegt. Zumindest HDD Geräusche nehme ich
    nicht wahr. Temperaturen sind komponentenabhängig, laut Corsair Link liegen bei
    mir jedoch im Idle-Zustand Temperaturen zwischen 32 und 40 Grad vor. Die RGB
    Beleuchtung werte ich auch als einen Teil der Leistung, sodass ich hier die wirklich
    guten vorgefertigten Varianten hervorheben möchte. Per 3-Pin RGB Stecker lässt
    sich das Ganze natürlich noch weiter individuell anpassen.

    Alles in allem bin ich mit der Perfomance sehr zufrieden. Die Mesh-Front leistet gute Arbeit und liefert zumindest für meine Komponenten gute Temperaturen, und eine angenehme Lautstärke. Die drei Filter an der Ober- und Unterseite, sowie an der Front sorgen dafür, dass nur wenig Staub in den PC gelangt.

    Preis/Leistung (5/5)

    Für den aktuellen Preis von ca. 100 ¤ bekommt man hier ein gutes Gehäuse. Das Design empfinde ich persönlich als gelungen, die Montage ist definitiv ohne große Hindernisse möglich, die Verarbeitung halte ich dem Preis entsprechend, die Kühlleistung und Lautstärke finde ich fantastisch und die RGB Optionen sind ein willkommener Bonus. Man bekommt für den aktuellen Preis tatsächlich eine Leistung, die dem Preis entspricht, weshalb ich hier vollkommen zufrieden bin.

    Fazit (5/5)

    Würde ich dieses Gehäuse kaufen? Definitiv ja! Möchte man ein Gehäuse, welche die Vorteile einer Mesh-Front mit einem sehr sauberen Look kombiniert, hat man hier definitiv das richtige Gehäuse gefunden. Das be quiet! Pure Base 500DX bringt die inneren Werte des PC sehr gut zur Geltung. Die Beleuchtung ist stilecht und in Kombination mit guten Komponenten sehr gut kombinierbar. Man kann hier wunderbar seine Komponenten, inklusive seiner SSDs, in Szene setzen und wunderbar kühl und leise halten, ohne zusätzlich weitere Lüfter kaufen zu müssen. Meine kleineren Anmerkungen bei Montage und Verarbeitung halte ich in Anbetracht aller anderen Eigenschaften für vernachlässigbar. Nach fast zwei Wochen mit diesem Gehäuse sind mir keine negativen Sachen aufgefallen, sodass ich meine Wahl nicht bereue und auf jeden Fall eine Empfehlung ausspreche.

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  19. #19

    Standard

    Im Rahmen des „Testers Keepers“ Programm von Mindfactory kam ich kürzlich in den Genuss, das neue Gehäuse Pure Base 500DX von beQuiet zu testen. Erst einen Tag bevor ich vom Tester-Programm gelesen habe, erfuhr ich vom neuen Case und war vom Design ziemlich begeistert, da es meiner Meinung nach noch deutlich eleganter wirkte als mein bis dahin präferiertes Pure Base 600.
    Alles weitere lest ihr im ausführlichen Testbericht:


    Verpackung & Versand, Lieferumfang

    Das Produkt kam, wie bei Mindfactory üblich, gut und sicher verpackt innerhalb von zwei Werktagen bei mir an. Verschickt wurde es im Originalkarton, der keinerlei Transportschäden auswies und mit genug Styropor gepolstert war.
    Direkt bei der Annahme des Pakets wird ein interessanter Faktor des Pure Base 500DX deutlich: Das Gehäuse ist im Vergleich zu anderen Metallgehäusen relativ leicht. Laut Produktdatenblatt wiegt es „nur“ 7.8kg und ist damit nur halb so schwer, wie mein bisher verwendetes CM Storm Trooper.
    Dem Paket liegen neben dem Gehäuse schwarze Kabelbinder und diverse Schrauben zur Fixierung von Mainboard und Lüftern bei. Das Zubehör ist deutlich ausreichend.

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    Verarbeitung & Design

    Wie einleitend bereits erwähnt, finde ich das Design des 500DX großartig. Das Gehäuse besticht durch eine sehr gute Verarbeitung, alle Elemente wirken durchdacht und stimmig. Fast alle Schrauben sind mit einem Kreuzschlitzschraubendreher zu öffnen, lediglich die Schrauben an der Glasscheibe haben einen Schlitz-Verschluss. Auch bei starkem Festziehen der Schrauben sind keinerlei Kratzer im Lack des Gehäuses festzustellen. Beim Anziehen der Scheibenschrauben empfehle ich jedoch, ein Mikrofasertuch um den Schraubendreher zu legen, um den Lack der Schrauben nicht zu beschädigen.
    Das Frontpanel ist minimalistisch gestaltet. Neben einem An/Aus-Schalter findet sich hier ein Button zur LED-Steuerung (später mehr), je ein Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon, sowie zwei USB-Anschlüsse (1x USB-A, 1x USB-C). Der USB-C Anschluss benötigt zwingend einen USB 3.1-Header auf dem Mainboard, sonst kann dieser nicht verwendet werden. In meinem Testsystem benutze ich den Anschluss aktuell nicht. Ein weiterer Front-USB-Anschluss hätte dem Gehäuse sicher nicht geschadet, da USB-C bisher wohl nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommen wird. Auch der „fehlende“ Reset-Knopf könnte könnte von manchen vermisst werden, einen solchen brauche ich jedoch nicht.
    Der untere Teil des Gehäuses (Netzteil, HDD-Cage) ist vom oberen Teil durch eine Zwischenwand abgetrennt, wodurch man auch im unteren Bereich des Fensters keinerlei Kabel zu sehen bekommt. Dass das Fenster trotzdem bis ganz unten durchgezogen wurde, finde ich hübsch, könnte jedoch von manchen auch als störend empfunden werden.
    Die Schrauben zur Öffnung der Gehäuseseite sind in das Sidepanel integriert, sodass man dieses jederzeit öffnen kann, ohne sich Sorgen um den Aufbewahrungsort für die Schrauben zu machen. Alle Schrauben sind seitlich außerdem gerippt, um das Aufdrehen auch ohne Werkzeug zu ermöglichen.
    Einziges Manko an der Verarbeitung: Die Front des Gehäuses. Sollte man hier einmal den Staub entfernen wollen, kommt man nicht drum herum, mit roher Gewalt vorzugehen. Die Frontseite ist sehr stark im Gehäuse verankert, und man bekommt Angst, das Gehäuse als ganzes zu zerreißen. Wenn man fertig ist, steckt man die Front einfach wieder drauf, sie rastet ein, und das Gehäuse schließt wieder wunderbar ab.

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    Montage

    Zur Montage gibt es eigentlich gar nicht so viel zu sagen: Alles klappt wunderbar! Die Mainboard-Schrauben sitzen problemlos, Das Backpanel schließt mit dem Gehäuse ab, das Netzteil passt perfekt und kann mit den mitgelieferten Schrauben installiert werden.
    Achtung beim Thema Netzteil: Mit installiertem HDD-Cage ist im unteren Bereich des Gehäuses nicht viel mehr Platz als absolut nötig. Ein nicht-modulares Netzteil würde ich auf keinen Fall empfehlen. Außerdem hat es sich in meinem Fall als günstig erwiesen, alle Kabel mit leicht eingeschobenem Netzteil zu installieren, und dieses erst danach an seine designierte Stelle zu verbauen, da im unteren Bereich einfach wirklich wenig Platz ist. Natürlich ist das bei einem Gehäuse in dieser Größe auch nicht anders zu erwarten.
    Wenn man sich dann erst mal traut, die Kabel nach Lust und Laune zu verbiegen, funktioniert das Kabelmanagement jedoch tadellos, sodass im Fenster fast keine Kabel mehr sichtbar sind. Es gibt überall, wo man sie brauchen könnte, Öffnungen.
    Alle Kabel für das Frontpanel sind bei Anlieferung zu einem Strang verbunden, der sich einfach managen und an die richtigen Stellen im Gehäuse verlegen lässt. Da man für ordentliches Kabelmanagement natürlich viel von hinten arbeiten muss, empfiehlt es sich hier, einen Helfer zu haben, damit man die Kabel nicht immer blind durch irgendwelche Öffnungen stecken muss.

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    Leistung

    Das Case erfüllt alle meine Erwartungen zu einhundert Prozent. Mit einem so gut funktionierenden Kabelmanagement hatte bei der Gehäusegröße nicht gerechnet, das Case bietet locker Platz für große Prozessorenlüfter und Grafikkarten und die Verarbeitung überzeugt mich absolut.
    Dass für den Preis bereits drei (1x vorne, 1x oben, 1x hinten) Lüfter vorinstalliert sind, ist ein sehr nettes Gimmick, „leider“ handelt es sich jedoch nur um die Pure Wings Lüfter von beQuiet.
    Die Lüfter operieren im Regelbetrieb effizient und leise, sind aber bei höherer Spannung deutlich hörbar. Alle Gehäuseteile sind schön entkoppelt, nichts wackelt oder rattert, aber der Rotor ist in meinem Fall durchaus im hörbaren Bereich. Dazu muss man vielleicht sagen, dass ich den Rechner auf meinem Tisch installiert habe, etwa 30cm neben meinem Ohr. Das Geräusch ist meiner Meinung nach absolut nicht störend und auch eine manuelle Reglung der Lüfter verhindert, dass diese groß störend sind. In meinem Fall übertönt der CPU-Lüfter diese sowieso deutlich. Apropos Lüftersteuerung: Die Pure Wings sind jeweils über einen 3-Pin-Anschluss (Spannung) gesteuert, nicht über 4 Pins (PWM).
    Bei der Beleuchtung bin ich geteilter Meinung. Ursprünglich wollte ich meinen Rechner komplett ohne LED-Beleuchtung aufbauen, schnell wurde mir jedoch klar, dass es unfassbar schwer ist, unter dieser Voraussetzung gute Bauteile zu finden. Insofern stört es mich jetzt überhaupt nicht, dass das Gehäuse verbaute LEDs hat. Gehäuse-LEDs sind auf der Vorderseite (2 Streifen) und an der Oberseite (Fensterseite) zu finden, und unterstützen einfarbige Beleuchtung, einen einfarbig durchlaufenden Lichtpunkt und einen durchlaufenden Regenbogen. Eine Ansteuerung der einzelnen LEDs ist nicht möglich.
    In meinem Fall sind die Gehäuse-LEDs über das Mainboard mit MSI Mystic Light verbunden, welches wiederum über Razer Chroma Studio gesteuert wird. Manchmal muss man die Synchronisierung nach einem Neustart neu anstoßen, da ist allerdings die dämliche MSI-Software schuld. Die Beleuchtung ist durchaus ansehnlich, jedoch keinesfalls aufdringlich.


    Preis/Leistung

    Wie oben bereits erwähnt: Für den Preis ist das Gehäuse absolut empfehlenswert!
    Mit 3 vorverbauten Lüftern, zeitlosem Design und einwandfreier Verarbeitung zeit beQuiet hier wieder einmal, was sie können. Für High-End Gaming PCs wird dieses Gehäuse vermutlich nicht ausreichen, in meinem Fall ist es jedoch hervorragend und für mich die perfekte Wahl.
    Ich würde dieses Gehäuse uneingeschränkt weiterempfehlen.


    Ich freue mich sehr über die Auswahl als Tester und darüber, diese Review für euch schreiben zu dürfen.
    Schaut euch gerne noch die Bilder an und greift schnell zu, denn wenn ich das richtig sehe, ist das Case erstmal überall ausverkauft :D

    Beste Grüße!

  20. #20

    Reden

    Da ich mit meinem alten Gehäuse nach kurzer Zeit sehr unzufrieden war, habe ich mich bereits längere Zeit über verschiedenste Gehäuse und deren Hersteller informiert. Schließlich gab mir Mindfactory die Chance das neue „Pure Base 500DX“ von be quiet! im Rahmen einer Produkttesteraktion zu testen.
    Wichtig sind für mich eine eher schlichte Optik welche durch ein Fenster und die entsprechende Beleuchtung ergänzt werden sowie eine gute Verarbeitung und eine möglichst geringe Lautstärke des Systems. Diese Aspekte werden weitgehend vom 500DX erfüllt.
    Alle Beurteilungen beziehen sich immer auf meine eigenen Erfahrungen mit Gehäusen aus ähnlichen Preislagen.

    Design
    Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Ich persönlich bevorzuge schlichte symmetrische Formen und ein dezentes aber hochwertig wirkendes Design. Dem wird das 500DX leider nicht ganz gerecht. Der Staubfilter auf der Oberseite hat für mich etwas zu viele Kanten. Aber dennoch ist die Prägung des be quiet! Schriftzugs gut gelungen und wirkt durch Rundungen auch sehr hochwertig.
    Die Lüftungsgitter an der Front wirkten auf dem Produktbildern von be quiet! wie eine Art „Fliegengitter“. Sie haben sich dann aber als sehr fein gelochte Bleche herausgestellt, welche in der Realität auch deutlich besser aussehen. Ansonsten ist die Front von den Seiten zur Mitte hin nach außen gewölbt, was mir persönlich nicht so gut gefällt und auch aus meiner Sicht keinen Zweck erfüllt. Der Vorteil dieser Wölbung ist die dadurch schräg angeordnete Bedienebene. Welche optisch getrennt ist aber dennoch unauffällig wirkt. Die farbige Beleuchtung der Front-LEDs sieht in Kombination mit dem vollständig schwarzen Gehäuse sehr gut aus und ist auch nicht zu kräftig.
    Der Blick durch die Seitenscheibe lässt leider den Blick auf ein paar optisch nicht so schöne Aspekte zu. Zum Beispiel sieht man hier die geprägten Blechlaschen auf dem Mainboard-Träger, welche zur Kabelbefestigung auf der Rückseite gedacht sind. Allgemein sind leider recht viele Prägungen und Öffnungen im Mainboard-Träger zu sehen. Dies ist aber in dieser Preisklasse auch nicht unüblich. Die schwarze Beschichtung am Rand der Glasscheibe verdeckt sehr gut die optisch unschönen Dichtflächen zwischen Gehäuse und Glas.
    Insgesamt wirkt das Gehäuse sehr edel und fügt sich gut auf meinem schwarzbraunen Schreibtisch eines schwedischen Möbelhauses ein.

    Verarbeitung
    Da ich selbst Konstrukteur bin, ist mein Anspruch an die Verarbeitung und Haltbarkeit sehr hoch. aber die Passgenauigkeit der Teile untereinander und die Verarbeitung der Teile hat mich begeistert. Alle Teile sind sehr genau gefertigt und somit auch sehr genau zusammengefügt. Spaltmaße zwischen den Bauteilen sind minimal und gleichmäßig. Selbst bei unüberlegten Handgriffen, im Rahmen der Montage, geht man keine Gefahr ein, sich an einem Grad oder einer Unebenheit zu verletzen.
    Alle Teile, Blechteile und Kunststoffteile, sind recht stabil und gut verarbeitet. Man bekommt bei keinem Teil einen anderen Eindruck. Insgesamt sind viele gute „kleine“ Lösungen in das Gehäuse eingeflossen. Als Beispiel hierfür, das Staubgitter an der Oberseite. Dieses ist abnehmbar und wird durch acht Magnete gehalten. Vier Neodym-Magnete an den Ecken und jeweils einen Flächenmagnet an den Kanten. Die mit Schrägen eingeprägte Vertiefung für das Staubgitter zentriert dieses selbstständig auf dem Gehäuse.
    Auch die Gewinde in den Blechteilen sind alle in Takt und genau positioniert. Die meisten Schrauben sind vor dem herausfallen gesichert. Somit entfällt auch das Suchen nach heruntergefallenen Schrauben.
    Bei allem Positivem gibt es leider auch einen Punkt, von dem ich etwas enttäusch war. Bei der Demontage der Frontblende habe ich mich nach der Anleitung gerichtet und die Blende von unten nach oben abziehen wollen. Dies gestaltete sich ziemlich kraftaufwendig. Schließlich möchte man ja auch nicht versehentlich etwas kaputt machen. Ich versicherte mich erneut bei der Anleitung und zog schließlich noch stärker an der Blende, bis sie sich plötzlich löste und gut einen Meter hinter mir auf dem Boden landete. Die Kunststoffclips sitzen unglaublich straff in den Aufnahmen. Hier befürchte ich, dass es früher oder später zu Schäden kommen wird. Aufgrund der schwierigen Demontage habe ich auch etwas Angst um die Kontakte der LED-Streifen, welche sich hinter der Blende befinden.
    Die drei vorinstallierten 140mm „Pure Wings 2“ Lüfter von be quiet! sind sehr leise. Auch bei voller Drehzahl (1000 U/min) sind diese kaum hörbar. Der Luftstrom selbst ist lauter als es die Lüfter sind. Da der hintere Lüfter und die oberen Lüfter links im Gehäuse verbaut sind hat sich beim Leistungstest gezeigt, dass sich in meinem System die Wärme hinter dem Kühlkörper auf dem Mainboard staut. Dies ist aber ehr ein Problem des Mainboards, da ich dieses Problem auch bei anderen Gehäusen bemerkt habe.

    Montage
    Montiert wurden von mir folgende Komponenten:
    CPU: AMD Ryzen 7 2700X mit Dark Rock 4 von be quiet!
    Mainboard: MSI B450 Gaming Plus MAX
    GraKa: MSI GeForce RTX 2060 SUPER GAMING X DDR6
    RAM: 2x 16GB G.Skill Aegis DDR4-3000
    SSD-SATA: 1000GB SanDisk Plus 2.5"
    SSD-M.2: 500GB Kingston SA2000M8/500G M.2

    Die Deinstallation und Installation des Seitenfensters ist durch die großen Rändelschrauben gut auch ohne Werkzeug machbar. Die Position des Seitenfensters wird durch Gummihülsen an den Befestigungspunkten zentriert, was ein Verrutschen wehrend des Anschraubens sowie ein Zerkratzen des Glases verhindert. Der gedämmte Seitendeckel auf der rechten Seite lässt sich ebenso gut de-/montieren. Die Abstandshalter auf dem Mainbordträger sind bereits vorinstalliert. Eine Montage des Boards erfolgt entsprechend zügig, da auch hier die hohe Fertigungsgenauigkeit der Teile spürbar ist. Es klemmt oder verkantet nichts. Die Installation der Komponenten auf dem Mainboard erfolgte ohne nennenswerte Besonderheiten. Das herausnehmen der SSD-Trägerbleche ist über eine einzige Schraube einfach und erleichtert die Montage der Kabel enorm. Lediglich das Einsetzen des SSD-Trägerblechs neben dem Mainboard erfordert etwas Kraft, da hier die Kabelbündel zu Mainboard und GraKa mit ihrem größeren Biegeradius etwas eingeklemmt werden müssen. Zum Glück muss man sich keine Gedanken um scharfkantige Blechteile machen. Die Installation meiner SATA-SSD geht leicht von der Hand und die Kabel werden von der be quiet! - Blende aus dem Sichtfeld verbannt.
    Der Einbau des Netzteils ist über den Installationsrahmen ebenso unkompliziert. Beim Einsetzen des NT fiel mir noch positiv auf, das unterhalb des Netzteils bereits vibrationshemmende Gummipuffer im Gehäuse aufgeklebt sind.
    Der HDD-Schacht ist entnehmbar und besitzt eine Vibrationsdämpfende Aufnahme für die Festplatten. Die Installation kann in zwei Positionen erfolgen, um genügend Platz für die Installation von Lüftern und Radiatoren im Frontbereich zu gewährleisten. Da ich keine HDDs in meinem System verbaut habe, dient der HDD-Schacht bei mir lediglich zum Schließen des Tunnels.
    Da ich kein 3-Pin-RGB Anschluss auf meinem Mainboard habe und ich eine statische rote Beleuchtung bevorzuge, habe ich mich entschieden, die integrierte Steuerung der LEDs zu nutzen. Bei dieser kann über den Knopf an der Front eine der 28 Einstellungen gewählt werden. Ein Überblick, über die möglichen Einstellungen, befindet sich in der sehr übersichtlichen Bedienungsanleitung, welche überwiegend mit aussagekräftigen Zeichnungen auskommt. Die Ausleuchtung der LED-Streifen in der Front ist sehr gut und gleichmäßig, dass heißt, es sind keine dunkleren Stellen erkennbar.
    Die gesamte Installation war bei mir in nur knapp 20min erledigt.

    Fazit
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein rundum solides, gut verarbeitetes Gehäuse mit vielen netten Annehmlichkeiten ist. Alle Bauteile sind durchdacht und erfüllen einen Zweck, auch wenn dieser nicht sofort erkennbar ist. Es gibt sicher einige kleine Verbesserungsmöglichkeiten, aber die gibt es ja immer. Wem Design und Ausstattung gefällt, erhält hier für knapp 100¤ ein sehr gutes Gehäuse mit viel Potential. Mich hat das Gehäuse vor allem aufgrund der guten Verarbeitung überzeugt.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  21. #21

    Standard

    Als eine der glücklichen Teilnehmer/innen an dem Testers Keepers Programm 2020 von Mindfactory in Kooperation mit der Firma be quiet! melde ich mich nun auch gerne zu Wort.

    In den folgenden Punkten gehe ich nun auf die verschiedenen Merkmale und Eigenschaften des PC-Case ein. Auch werde ich Vorteile sowie etwaige Nachteile erläutern.

    Versand und Ankunft des Produktes bei mir Zuhause
    Wie von Mindfactory nicht anders gewohnt, hat mich das Paket sehr schnell erreicht. Es ist innerhalb von zwei Tagen bei mir Zuhause angekommen.

    Der erste Eindruck war sehr gut. Wie bisher von DHL gewohnt, kam das Paket unbeschädigt und behutsam vor meinen Füßen abgestellt bei mir an. Der Karton schien robust und lies sich gut von mir bis in mein Büro transportieren. Zwei Grifflöcher haben mir dabei gute Dienste geleistet. Man bedenke, dass ich nicht gerade riesig bin mit meinen 1,65 m Körpergröße. Hat aber alles bis hierhin prima funktioniert. Kurz drauf habe ich, natürlich voller Erwartung, den Tower ausgepackt. Dieser war – zum Glück – mit Styropor geschützt und lies sich ganz gut aus dem Karton entnehmen. Ich habe zwei Anläufe dazu gebraucht.Jedoch nachdem ich den Karton mit der Öffnung zur Seite gekippt hatte, konnte ich das Teil wunderbar langsam und behutsam aus der Verpackung raus ziehen.
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    Wunderschön stand er nun da. Der weiße Tower mit einem seitlichen Sichtfenster aus echtem Glas. Dieses ist - beklebt durch eine Schutzfolie - vor unschönen und ungeliebten Kratzern geschützt.

    Zu Beginn sind mir direkt die vielen Belüftungsmöglichkeiten aufgefallen. Viel mehr als bei meinem jetzigen be quiet! Pure base 500. Besonders an warmen bis heißen Sommertagen sehe ich das als immensen Vorteil. Kühler wird es ja selbst bei uns in Deutschland nicht mehr werden zukünftig. Die Kühlung ist besser gewährleistet und die einzelnen Komponenten können leichter ihre Arbeit verrichten. Ausschlag gebend sind – wer hätte es gedacht – die drei von vornherein verbauten Lüfter. Der erste Lüfter, welcher mir direkt ins Auge stach, ist der hinter der Front. (Die Front an sich ist fast komplett aus luftdurchlässigem Material. Dieses gleicht einem festen, fein löchrigem Netz. Dahinter befindet sich ein Staubfilter und dahinter dann der 140 mm Lüfter. Der obere Teil des Towers, der Deckel, besteht ebenso aus Belüftungslöchern sowie einem magnetisch abnehmbaren Rahmen darüber. Darunter befindet sich der zweite 140mm Lüfter. Zu guter Letzt ist an der Rückseite natürlich ebenso ein Lüfter verbaut, welcher die warme Luft schnellstmöglich aus dem guten Gerät transportieren wird.

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    Die Verarbeitung des Towers ist meines Erachtens makellos. Ich konnte keine Schönheitsfehler oder verbogenen Teile fest stellen. Besonders das edle weiße Design mit der LED Beleuchtung hat es mir angetan. Wie kann es auch nicht, ich – sowie viele andere Zocker unter uns – stehe natürlich auf bunte, ausdrucksstarke aber auch dezente Lichter. So genug vom Äußeren. Nun schwenken wir hinüber und gehen ans „Eingemachte“ ins Innere des guten Stücks. Platz ist da. Das ist keine Frage.

    Ich bin von dieser Sorte Mensch, die sich tatsächlich – bevor sie etwas falsch machen – eine Anleitung ansehen. Die legt der Hersteller ja auch nicht zum Spaß dazu. Einfach um mir einen groben Überblick zu verschaffen. Die beiliegende Anleitung war ausreichend um mir ein besseres Bild von den bereits enthaltenen Teilen sowie maximalen Einbauwerten machen zu können. Das kann einem Anfänger bereits einiges an Fragen oder Problemstellungen beantworten.

    Aufbau und Montage:
    Dazu habe ich mir einen guten Freund zur Seite genommen, welcher mich durch das Projekt mit begleitet hat. Ich wollte dem guten Stück nichts antun, was ich später einmal bereuen würde.

    Besonders lobend erwähnen möchte ich den an der Front angebrachten USB 3.1 Typ C Port. Jedoch würden dem Case zwei weitere USB Ports an der Front nicht schaden. Man hat öfter mal ein paar wenige Geräte über die USB Verbindung anzuschließen und freut sich stets, wenn man sich nicht bis hinter den Computer strecken beziehungsweise in manchen Fällen auch kriechen muss. Das nur als kleine verschwindende Kritik hinter den ganzen tollen Features des Towers.

    Laut meinen Informationen darf die Grafikkarte maximal 369mm lang sein, der CPU Kühler darf eine Höhe von 190mm besitzen und das Mainboard darf maximal ATX sein um alles passend in das Case einbauen zu können. Schrauben sowie auch Kabelbinder sind in großem Umfang mitgeliefert, welche die Montage der Komponenten vereinfachen.

    Was sehr schön ist, ist dass der HDD Käfig flexibel befestigt werden kann um im Inneren Platz für weitere Komponenten schaffen zu können. Man hat also die Möglichkeit sein System stets zu erweitern beziehungsweise zu verbessern. Auch besteht vermehrt die Möglichkeit die Kabel im inneren gut zu verstecken / zu verdecken. Dies bringt nochmal weitere Pluspunkte im Hinblick auf die Ansicht des Computers mit Glas-Sichtfenster.

    Mein Fazit zu dem be quiet! PB500DX in weiß
    Positiv aufzeigen kann ich definitiv die hochwertige, solide und moderne Verarbeitung des Gehäuses. Selbst einem Anfänger stehen viele verschiedene Montagemöglichkeiten zur Verfügung, welche mit Hilfe der Anleitung und ein klein wenig Hilfe leicht umgesetzt werden können.

    Besonders sticht die gute Luftzirkulation hervor, welche einen dicken Pluspunkt in meinem Gesamtbild des Cases ausmacht. Die bereits installierte LED-Beleuchtung sieht toll aus und ist kinderleicht zu nutzen.

    Kleine Kritikpunkte sind beispielsweise, dass ich mir bei diesem Modell weitere USB 3.0 Anschlüsse an der Front gewünscht hätte. Diese sind einfach praktisch und erleichtern einem oft den Alltag. Die zwei bereits vorhandenen werden es jedoch auch tun. Das Gehäuse gibt Geräusche von den Bauteilen innen etwas eher weiter an die „Außenwelt“ als mein altes be quiet! Pure Base 500 Gehäuse. Sieht jedoch besser aus und bietet bessere Belüftungsmöglichkeiten. Man kann eben nicht alles haben.
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    Trotz alledem halte ich diesen Tower für ein sehr gutes Komplettpaket. Mit einigten Extras, welche andere Cases in dieser Preisklasse und mit einer ähnlich hochwertigen Verarbeitung nicht mitbringen. Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt einfach.

    Ich kann dieses Case und allgemein die Gehäuse von be quiet! sehr empfehlen. Sie sind hochwertig verarbeitet, funktional durchdacht und machen optisch stets etwas her. Da ich bereits mehrere Produkte von be quiet! genutzt habe, kann ich dies mit ruhigem Gewissen so hier an die Leser weitergeben. Die Produkte sind langlebig, sofern man diese mit Sorgfalt behandelt und korrekt verwendet.

    Ich bin dankbar, dass ich an dem Testprogramm teilnehmen durfte und werde immer wieder gerne auf Komponenten von be quiet! zurück greifen.

  22. #22

    Beitrag

    Ein Hallo an alle! Auch ich habe noch eine Bewertung zum 500DX abzugeben

    Vorwort
    Hier noch meine Bewertung zum be quiet! Pure Base 500DX Gehäuses. Auch an dieser Stelle vielen Dank an mindfactory! Ohne etwas vorwegzunehmen…so leicht hätte ich das Case eh nicht mehr hergegeben

    Folgende Hardware wurde verbaut:
    • Mainborad:ASRock B450M Pro4 (mATX Format)
    • CPU: Ryzen 7 3700X
    • Kühler: be quiet! Dark Rock 4
    • GPU: Sapphire Radeon RX 5700XT Nitro+
    • Festplatten: 1x HDD 2,5 und 2x SSD 2,5
    • RAM: 16GB G.SKill Aegis 16GB Kit DDR4-3200 (2x8GB)
    • Netzteil: 650W (Sharkoon, ziemlich altes Ding, Kabel wo man nur hinschaut, auf dem einen steht ganz kryptisch: "FOR FLOPPY")
    • Lüfter:
    3x 140mm be quiet! Pure Wings 2 (1x Rear, 2xTop) (liegen dem Gehäuse bei)
    1x 140mm be quiet! SilentWings 3 Highspeed (Front unten)
    1x 140mm be quiet! Silent Wings 3 (Front oben)

    Zuvor steckte das System im
    • Gehäuse: Sharkoon BW9000 Glas (Midi Format)
    • und statt der 3x Pure Wings war 1x 120mm be quiet! Silent Wings 3 (Rear) verbaut

    Hier sei gesagt, dass ich bewusst auf ein Setup mit allen verbauten Lüfter Slots eingehe. Zum einen gibt es schon zahlreiche Eindrücke bezüglich dem mitgelieferten Setup und zum anderen würde es mehr auf Fragen eingehen wie:
    „Beim Zocken ist die Seitenwand meines Rechners kurz vor Spiegelei. Lohnt sich ein Gehäusewechsel?“ Oder die knappe und simple Frage „WAS?!“ (Denn du hörst nichts, da dein Rechner sich gerade kühlt und du überlegst ob ein anderes Gehäuse dem Krach Abhilfe schaffen könnte.)

    Folglich richtet sich diese Bewertung mehr an „Wechsler“. Da wird für die übrigen beiden Slots der ein oder andere Lüfter ja sicherlich zur Hand sein Ebenso werde ich immer wieder Vergleiche zu meinem alten Sharkoon Gehäuse ziehen und weniger eine separate Kategorie „Vergleich“ eröffnen. Stattdessen mündet das Ganze dann im Punkt Leistung mit konkretem Vergleich.
    Freunde der harten Fakten statt langer Reden scrollen am besten gleich dorthin, für die Vorher/Nachher-Übersicht der Temperaturwerte, Lüfterdrehzahlen sowie eine subjektive Einschätzung der Geräuschkulisse.

    Verpackung
    Eigentlich sonst nicht weiter erwähnenswert. Denn an sich kam das Gehäuse ordentlich verpackt an. Nur ein kleines Manko muss ich schon aussprechen.
    Das Gehäuse steht mit der Front nach oben im Karton, sodass einer der Kartoneingriffe zum Tragen an der Seite direkt zum Staubfilter des Gehäusebodens anliegt und man leicht dabei das Netz eindrückt. In meinem Fall war es nicht kaputt, aber doch sichtbar, dass an dieser Stelle Spannung fehlt. Da ist auch kein Vorwurf an den Paketfahrer zu machen - ohne reinzuschauen wo die Finger eigentlich hingehen, könnte man auch Schaumstoff oder ähnliches vermuten.
    Wer also das Gehäuse bestellt, kann ja mal lieb nachfragen ob man den entsprechenden Eingriff abkleben könnte.

    Design & Verarbeitung
    Da der Rechner bei mir auf dem Schreibtisch steht um der unvermeidbar höheren Menge an Bodenstaub zu entgehen, ist dieser auch entsprechend präsent im Raum.

    Und so ganz typisch be quiet!, kommt das Gehäuse schwarz und schlicht, aber - oder eben deshalb – auch elegant daher. Von der Seite ist es nahezu quadratisch (7mm Unterschied ohne Standfüße) und wirkt dadurch harmonisch im Raum. Das Seitenfenster lässt ins Innenleben blicken und wird durch einen schwarzen Rahmen verziert, der gut einen fingerbreit ist.
    Aber ganz untypisch be quiet!, die auffällige Front samt der eingebauten RGB Beleuchtung, die sich weiter durch den Innenraum erstreckt. Selbst ein RGB Muffel wie ich, ist dadurch doch ein bisschen auf den Geschmack gekommen. Noch zuvor die Builds Marke Rummelbumms belächelt, erwische ich mich nun selbst dabei wie ich versuche die ARGB mittels der Mainboard Software an die der Grafikkarte anzugleichen. Und ja, wer sich die Mühe macht seinen Rechner sauber einzubauen, sich dem Kabel-Tetris in der Seitenwand widmet…ja warum soll er oder sie sein oder ihr Werk nicht auch ausleuchten? („Los, staunet ihr unwissenden User!“)

    Die Front besteht neben dem Plastikrahmen zum größten Teil aus einem luftdurchlässigen Mesh/Gitter, das nur durch die beiden RGB Streifen getrennt wird. Hier wurde auch designtechnisch mehr mit Schrägen und Wölbungen gearbeitet und wirkt so optisch eher sportlich, als elegant. Persönlich finde ich das aber in Ordnung, denn auch mein Setup ist eher sportlich und weniger der elegante Cruiser.

    Oberhalb der Front findet man 1x USB-C, 1x USB 3.0, je 1x Kopfhörer/Mic sowie der Ein/Aus-Schalter und der Knopf zur integrierten RGB Steuerung. Hier hätten es aber ruhig ein oder 2 USB Anschlüsse mehr sein können. Möchte man von einem Stick auf einen andern etwas kopieren ist für den zweiten schon der Griff zu den hinteren Anschlüssen des Mainboards nötig.

    Der Innenraum wirkt wertbedacht: Das Metall ist entsprechend behandelt und gleichmäßig matt-schwarz. Sehr schön anzuschauen. (Ganz im Gegensatz zu meinem alten Gehäuse, das bei der Materialinnenseite eher den Eindruck machte, als hätte man vergessen, dass es auch ein Sichtfenster hat.) Die Anordnung innen zielt auf eine aufgeräumte Schlichtheit ab, welche wieder elegant wirkt.

    Auch die einzelnen Komponenten von be quiet! sind optisch aufeinander abgestimmt. Lüfter sowie Kühler haben in etwa den gleichen matten Schwarzton und fügen sich optisch wunderbar ein.
    Alle Gehäuseelemente sind entsprechend angeordnet um der wichtigsten Prämisse des 500DX nachzukommen: Airflow. Irgendwelche unnötig abstehenden Kanten oder „Grafikkarten-Stützen“ gibt es nicht. Was nicht muss, das macht dem Airflow Platz. Und wo eine Kante ist, da wird dann eben gleich daneben der Platz für die verschraubbaren 2,5 Zoll Festplatten gesetzt. Zwei weitere lassen sich auf der Seite hinter dem Mainboard verbauen und verstecken, ohne großartig dem Kabelmanagement in die Quere zu kommen. Hier hat die abnehmbare Abdeckung des Gehäuses auf der Innenseite eine Schallisolierung anhaften. Doch seien wir ehrlich, das Gehäuse ist zur Front hin förmlich offen. Da kann die Seite auch komplett in Watte gepackt sein. Dachte ich zumindest zuerst. Mehr dazu beim Punkt Leistung.

    Alles in allem macht das Gehäuse einen hochwertigen Eindruck. Kanten schließen gleichmäßig ab und auch alle entnehmbaren Teile und deren Verschraubungen im Gehäuse wirken aus einem Guss. Auch das abnehmbare Mesh auf der Oberseite wirkt auf Kante gelegt. Schönes Gimmick: Bis auf die 4 zur Befestigung des Sichtfensters und ein paar wenig anderer Schrauben, sind alle anderen am Gehäuse oder an den Teilen verhakt. Sprich sie lassen sich lösen, verbleiben jedoch an der Öse und fliegen so nicht durch die Gegend.

    Persönlich gefallen hätte mir noch, wenn das Sichtfenster aufklappbar wäre statt nur abmontierbar. Aber in der Preisklasse ist das eher selten anzutreffen, darum auch kein Grund zum Meckern.

    Jedoch komme ich nicht umhin etwas zu nörgeln. Denn so gut das Gehäuse auch sonst verarbeitet ist, so wurde beim Sichtfenster doch etwas gepfuscht – und dabei hat sich das Gehäuse auch noch selbst verraten. Denn bei eingeschalteten RGB wird durch einen dünnen Lichtstreifen auf dem Boden unterhalb des Gehäuses entlang der Kante des Sichtfensters deutlich, dass das Glas nicht mit dem Gehäuse sauber abschließt (siehe Fotos). Zwar könnte man fast meinen, das war designtechnisch so gewollt und dem einen oder anderen mag das sogar gefallen, jedoch muss ich sagen, dass das für mich leider in die Kategorie „unsauber“ fällt und auch schade finde. Denn ansonsten ist das Fenster schön eingelassen, also schließt auf gleicher Höher mit den Gehäusekanten ab und wird nicht in einer Art „draufgelegt“ befestigt. Aber jedoch mal die Kirche im Dorf lassend, bis jetzt habe ich noch nichts erwähnt das meine Freude über das 500DX schmälern konnte…

    Montage
    ...bis ich die Frontklappe entfernen wollte. Heilige Mutter aller Nerds, wer kam denn auf die Idee? Vorab, auch die Front meines alten Gehäuses war auf die gleiche Art befestigt und vermutlich ebenso gedacht auf die Art aufzumachen, im Nachhinein betrachtet. Nur dass dort all diese „Plastiknippel“/-Bolzen, die das Frontpanel am Gehäuse hielten relativ gut bis relativ fummelig aber machbar erreichbar waren. Also einfach die Bolzen innen zusammen- und dann rausgedrückt, zack, war’s gelöst. Leider sind nur im 500DX nicht alle Bolzen erreichbar und so bleibt wohl oder übel nur eine Methode (auch so vom Handbuch vorgegeben): Abreißen. Und ja, ich schreibe wie ich es meine. Wer hier sagt „ich löse jetzt mal das Frontpanel“, der/die redet sich da doch etwas schön. Unterhalb der Front ist ein Eingriff und dann…gib ihm! Mit einem ordentlichen Ruck zu sich ist es dann ab. Für Zaghafte ist das nix. Ebenso stelle ich in Frage wie oft das gut gehen kann. Wer also wie ich, recht pfleglich mit seinem Rechner umgeht und nicht scheut diesen jeden Monat samt dem Filter hinter dem Panel zu entstauben (weil steht bei mir nah am Fenster), darf sich im wahrsten Sinne des Wortes auf eine Zerreißprobe gefasst machen. Mir geht es zumindest so und das fühlt sich selbst mit Illustration des Vorgangs im Handbuch noch immer falsch an. Glücklicherweise ist kein Kabel mit dem Panel verbunden, da der Kontakt zu den RGB Streifen mittels Pins geschieht die an entsprechender Stelle am Gehäuse das Gegenstück finden.
    Aber so rabiat es mit dem Frontpanel zugeht, so unkompliziert ist der Rest des Einbaus. Ich empfehle nur jedem, der ein Board einbaut dessen CPU-Kühler genauso ausladend ist wie meiner und eben auch schon montiert ist, vielleicht das eine oder andere Kabel anzuschließen bevor das Board festgeschraubt wird. Denn zwischen Kühler und den Top Lüftern ist nur wenig Raum für wurstige Finger. Ebenso ist ein langer Schraubenzieher nötig, da man sonst schwerlich an die eine oder andere Schraube des Mainboards kommt. Wer jedoch ein von Grund auf frisches System einbaut sollte der gängigen Praxis nach keine Probleme haben.
    Erwähnen möchte ich noch den Eingang für die Kabel ins Gehäuseinnere. An sich ist die Idee einer langen verblendeten Öffnungsleiste, statt der üblichen Löcher mit Gummierung, gar nicht verkehrt. Das macht das Kabelmanagement flexibler, da in jeder Höhe eine Eingangsmöglichkeit besteht (mit 3 Aussparungen lässt auch das PSU Cover die Möglichkeit Kabel von unten entlangzulegen sowie rund um die Platte der Mainboard Halterung). Nur sollten ebenso die Kabel flexibel sein. Nehmen wir zum Beispiel den dicken 24-Pin’er. Eingelassen auf Höhe des Anschlusses, muss dieser auf engstem Raum 3 mal in sehr kurzen Abschnitten geknickt werden. Das kann dann bei alten Netzteilen wie meinem (der 24er ist halt eine dicke Wurst) etwas hakelig werden.
    Für den HDD-Käfig habe ich an sich keine Verwendung. Trotzdem habe ich diesen drin gelassen, da ich so gut es geht eine Verwirbelung des Luftstroms vermeiden wollte. Denn ohne den Käfig sind die ca. ersten 10cm (von der Front aus) des PSU-Covers ausgespart, somit kann dort die kühle Luft leichter absacken. Der Käfig dient dabei als eine Art Verschluss von unten.

    Leistung
    Kommen wir nun zum Kernpunkt dieser Bewertung. Denn seien wir mal ehrlich, wer sich für das Pure Base 500DX entscheidet, hat doch im Wesentlichen nicht die Optik im Fokus. Auch wenn es sich äußerlich nicht zu verstecken braucht, so liegt die eigentliche Intention doch ganz klar vor:
    Schnell raus mit der warmen Luft und immer schön kühle nachschieben. Dies ist auch der wichtigste Punkt, denn gut gekühlt hat man einfach in Regel länger was von seiner Hardware. Direkt darauf folgend in der Wichtigkeit: Der Geräuschpegel. Es ist wunderbar Grafik in voller Pracht genießen zu können oder Animationen flott zu rendern. Wenn ich mir dabei aber vorkomme wie in einem nordkoreanischen Raketensilo, können mich auch die schönsten optischen Eindrücke nicht davon ablenken. Hier ist also ein zumindest humaner Wert gewünscht. Kurzum, "gesunde" Temperaturen bei der geringstmöglichen Geräuschkulisse.
    Natürlich muss der Anspruch an die Nutzungsart angepasst sein, sodass ich hier nicht erwarte Metro Exodus in 2K auf Ultra zu daddeln, bei 'ner gemütlichen GPU Temperatur von 60 oder 65°C. Wer einen Überblick im Grafikkarten Markt hat weiß auch sicherlich, dass eine Radeon 5700XT einen schier anfleht hitzetechnisch gebändigt zu werden. Das Spiel Metro Exodus wird hier auch weiter als Referenz Benchmark für Volllast genommen. (Auch mal nett sich das Zocken mit „muss vergleichen, muss bewerten!“ schön reden zu können, hehe)

    Für einen besseren Vergleich noch kurz auf das Setup meines alten Gehäuses (folgend nur noch Sharkoon genannt) eingehend:
    Dieses lief eine Zeit lang mit 5 Lüftern in der ähnlichen Konstellation wie das 500DX jetzt, nur eben statt der 3x 140mm Pure Wings, waren es dort ein 120mm Silent Wings (Rear) und 2x 140mm Standardlüfter von Sharkoon (Top). Doch schnell flogen die 2 Top-Lüfter aus dem alten Gehäuse, als ich überraschenderweise feststellen musste, dass diese kaum bis gar keinen Einfluss auf die Temperaturen im inneren hatten außer sie liefen unter Volllast. Die dadurch aber stark gestiegene Geräuschkulisse hat den Mehrwert der im Schnitt rausgeholten 3 bis 4°C gleich wieder zunichtegemacht. Denn die beiden Standardlüfter hatten ihre Tage langsam hinter sich. Da half auch das Reinigen und frisches Lüfterfett nicht mehr. Doch ich hatte noch die eine oder andere Theorie als Ursache überlegt, auf die ich aber weiter unten eingehe. Hier zuerst die Werte (alles „circa im Schnitt“ Angaben).

    Die Werte zum Sharkoon: sharkoon_werte.jpg

    Wer bis hierhin aufgepasst hat und die Werte für Volllast anschaut wird sich fragen „Hat der Typ nicht was von gesunden Werten gefaselt?!“ Und ein Mainboard mit 55°C ist meiner Meinung nach auch 'ne harte Nummer. Doch daran war nichts zu ändern. Auch Lüfter unter Volllast konnten den Wert nur bedingt senken - und das mit welchem Krach... Mit der Hand auf dem Glas war der Hauptschuldige nicht schwer auszumachen: In Höhe der Grafikkarte hätte ich mir auch problemlos das Mittagessen von gestern aufwärmen können. Doch weiter im Text, äh den Werten.

    Die neuen Werte im neuen Case: 500dx_werte.jpg

    Auch wenn die Zahlen hier doch recht eindeutig ausfallen, möchte ich noch gerne etwas dazu sagen. Vielleicht auch gerade für diejenigen interessant, die genau wie ich, eine halbe Wissenschaft aus dem Thema Airflow gemacht haben oder noch machen. Übrigens hätte das Glück am Testers Keepers Programm teilnehmen zu dürfen nicht passender sein können. Ich war zu dem Zeitpunkt schon konkret auf der Suche nach einem guten Deal für ein gutes Gehäuse. Denn lange sah ich das nicht gut gehen mit den Temperaturen.

    Nun, woher oder warum diese Verbesserung?
    Ein leichtes wäre jetzt zu sagen: „Ja Digga, ist doch klar. Hier 3 Lüfter. Da 5 Lüfter.“ Aber wie schon erwähnt, auch 5 Lüfter brachten keine Abhilfe. Und mit der durchwegs niedrigeren Drehzahl im 500DX wird das durchgesetzte Luftvolumen pro Minute auch nicht viel größer sein.

    Im Sharkoon wurde ein unbeweglicher SSD Käfig fest verbaut, der schon mal 2/3 des unteren Front Lüfters bedeckt und gerade einmal 2cm Abstand hat. Da fragt man sich doch wieder: Wer macht denn sowas? Während wenige cm weiter die Grafikkarte nach Frischluft schreit, bläst der Lüfter überall hin nur nicht geradezu Richtung Bedarf. Ging ja auch nicht. Zumindest nicht effektiv.
    Ganz im Gegensatz zum 500DX, das eine gerade Bahn ohne Hindernisse ermöglicht und beide Front Lüfter so direkt die Frischluft zur Hardware drücken und auch in der Höhe so befestigt werden können, dass keine Luft direkt unter das PSU Cover weht.
    Des Weiteren verhindert das Cover im unteren Bereich das Entstehen einer „Senke“ zwischen Netzteil und Käfig, das dem Sharkoon gänzlich fehlt.

    Das führt mich zum Vergleich der Maße beider Gehäuse. Das Sharkoon ist etwa eine Handfläche höher, aber dafür auch schmaler, sodass der CPU Kühler schon fast die Scheibe küsste. Gleich gefolgt von der darunterliegenden Grafikkarte, die vielleicht noch 1,5 Finger von der Scheibe entfernt war. Saugte diese nun Frischluft an, um selbige dann durch die Kühlrippen zu jagen so war diese vermutlich nicht einmal frisch. Denn die zum Fenster hin austretende Luft klatschte direkt an die Scheibe und wird sich so in alle Richtungen verteilt haben, einschließlich nach unten unter die Grafikkarte, also da wo die Grafikkarte ihre „Frischluft“ bezog.
    Im 500DX hingegen hat die Grafikkarte zur Scheibe fast das Doppelte an Platz. So ist mehr Raum, um die ausgestoßene Luft zu erfassen, ob nun durch nachkommende Frischluft oder durch die absaugenden Lüfter, die es leichter haben die nicht ganz so hart gegen die Scheibe gepresste Luft mitzunehmen.

    Neben der also größeren und so auch besseren Breite des 500DX, hat dieses auch einen 140er statt 120er Rear Lüfter (optional auch 120er möglich) der mehr Durchsatz in der selben Zeit erlaubt. Dann ist da noch und das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte: Die fast gesamte Front ist luftdurchlässig und die beiden 140er Front Lüfter sind auf dieser frei verteilbar. Im Sharkoon hingegen gab es keine Option. Es ging nur ganz unten (inkl. zu 2/3 verdeckt zu sein) und einer darüber. Zusätzlich war die Front nur mit 2 schmalen Mesh geschützten Schlitzen links und rechts versehen. Beim fühlen des Luftstroms mit der Hand, merkte man auch hauptsächlich am Rand der Lüfter ein Windchen wehen.

    Sehr positiv fällt die verbaute Dämpfung zur Minderung der Vibrationen im Betrieb auf. Die Standfüße haben Gummierungen, ebenso liegt aber auch das Netzteil auf Gumminoppen. Selbst unter Volllast mit der Hand drauf erahne ich mehr eine Vibration als diese zu spüren. Auch hier zeigte sich das Sharkoon ganz anders: Maus samt Hand lagen bzw. liegen zur Rechten 10-15cm vom Gehäuse entfernt und wenn die alte Kiste hochdrehte und man gerade nur entspannt surfte oder ähnliches, konnte man leichte Vibrationen selbst ohne direkten Kontakt spüren.
    Und hier ergab dann auch die „Dämmmatte“ für mich Sinn. Denn warum sollte man auf der den Menschen zumeist abgewandten Seite eine Dämmung anbringen, dafür aber beim Sichtfenster schludern? Ganz zu schweigen von der eigentlichen Herkunft jeglichen Geräuschs: Der Front. Meine Theorie: Weil es keine Dämmung ist. Es ist nur ein Puffer. Ein Puffer, der freihängende Kabel sanft beim Schließen andrückt und diese so daran hindert im Betrieb eventuell zu schwingen oder gar gegen die Innenwände ständig "anzutippen". Und selbst wenn es nicht dazu gedacht war, so erfüllt es diesen Zweck bestimmt auch

    Nun also noch ein paar Worte zum Geräuschpegel. Kurz gesagt, es nervt mich. Es nervt mich so sehr, dass ich schon tendiere mich bei be quiet! zu beschweren. Die oben genannten Komponenten habe ich auch erst seit wenigen Monaten. Nur das alte Gehäuse blieb vom alten Setup. Und so habe ich daran rumgebastelt was nur geht, Lüfter für Lüfter gereinigt, gefettet, schlussendlich dann doch ausgetauscht, nur um dann mit dem 500DX das System so leise hinzubekommen, dass ich zum ersten Mal höre, dass mein Netzteil aus dem Jahre achtzehnhundertzwieback klackert. Verdammt, es klackert und ich habe das zuvor nie gehört! Wenn die RGB Beleuchtung nicht wäre, wüsste ich zumeist nicht einmal ob der Rechner überhaupt läuft. Erst recht nicht tagsüber. Alltagsgeräusche übertönen nun meinen Rechner. Außer eben nachts, wenn es ruhiger auf den Straßen wird, sich Fuchs und Hase eine Gute Nacht wünschen, dann, ja genau dann höre ich es: klacka…klacka…klacka...klacka...klacka...moah, dieses verdammte Netzteil! Jetzt darf ich mir ein neues kaufen. Höchstwahrscheinlich auch noch eins von be quiet! Tz, well played, be quiet, well played…

    Preis-/Leistungsverhältnis
    Machen wir uns nichts vor. Mit dem 500DX werden 3 Pure Wings 2 mitgeliefert, welche zusammen schon 30¤ ausmachen würden, wenn einzeln gekauft. Bleiben 70¤ für das reine Gehäuse. Im Vergleich habe ich damals für das Sharkoon Gehäuse 50¤ hingelegt – inkl. 2x 08/15 Lüfter die nach einem Jahr Altersschwächen zeigten. Das war vor etwa 2 Jahren. Die 20¤ mehr sind absolut gerechtfertigt. Laufruhig, vibrationsarm, bei den Installationsmöglichkeiten und Verschraubungen wurde mitgedacht, modular wo es eben möglich ist. Dazu 3 Jahre Garantie. Das hier beim Preis zu hoch gegriffen wurde, kann ich ruhigen Gewissens verneinen. Der Mehrwert ist allemal enthalten.

    Würde ich das Case weiterempfehlen und wenn ja, wem?
    Ja, das würde ich. Gerade für Leute mit einem schmaleren Geldbeutel, welche aber nicht auf ein bestimmtes Niveau verzichten wollen, sind hier gut beraten. Aber auch Leistungs-Enthusiasten oder die, die es werden wollen und aus ihrem System „das bisschen mehr“ rauskitzeln wollen eignet es sich aufgrund der hohen möglichen Kühlleistung sowie der vielen Optionen Kühlungen aller Art zu verbauen.

    Silence-Enthusiasten sind hier eher rauszunehmen. Denn auch wenn ich den derzeit erreichten Geräuschpegel ziemlich feier, so ist da natürlich Luft nach oben. Im Office-Betrieb ist man „der Stille“ schon ziemlich nahe. Scheucht man aber ein entsprechendes Setup erstmal hoch, ist das Betriebsgeräusch eben auch entsprechend präsent. Doch mit qualitativ hochwertigen Lüftern und einer gut gewählten Lüfterkurven Kombination kann man einiges erreichen und es auf ein Niveau bringen, dass mehr als absolut okay ist – gerade dann, wenn man eben seinen Rechner mit Ultra Settings und hohen Auflösungen tritt.

    Für Leute mit hohen Ansprüchen bzgl. in Greifnähe liegender Anschlussmöglichkeiten, sollten hier ebenso nach einer Alternative schauen.

    Auch eine kleine Vorwarnung sei mitgegeben: Diese Art eines Gehäuses wird deutlich schneller innen einstauben, als es gewöhnliche Cases tun. Zwar spielt natürlich immer die Umgebung eine Rolle, wo der PC gerade steht, jedoch wer zuvor ein eher klassisches Gehäuse verwendet hat (geschlossene bzw. nahezu geschlossene Front und einem geschlossenen Top) wird hier schnell den Unterschied sehen. Entsprechend ist ein höher "Wartungsaufwand" mit dem 500DX zu erwarten.

    Doch vor allen Dingen, würde ich dieses Case niemandem empfehlen, der ein mittelalterliches und klackerndes Netzteil hat


    Hier noch ein paar Impressionen zum Case (verzeiht die teils miserable Qualität). Und nicht wundern, die Schutzfolie am Glas ist noch dran
    leeres_case_platziert.jpg Kabelmanagement_vormontiert.jpg Gummierung_des_PSU_Slots.jpg 2.5_Drives_Rueckwand.jpg montage_ersteSchritte.jpg PSU_frontrahmen_gummiert.jpg case_RGBan.jpg lichtstreifen.jpg

  23. #23

    Standard

    Zu all erst vielen lieben dank an Mindfactory und be quiet! für die Chance an der “Test Keepers” Aktion zum be quiet! Pure Base 500DX teilzunehmen und meine Bewertung und Erfahrung dazu abzugeben.

    Ich nutzte seit ca. 1 1/2 Jahren das Corsair Carbide 275R welches gut funktioniert hat aber ich doch schon eine weile mit dem be quiet! Pure Base 500DX geliebäugelt durch das schlanke Design, die argb Beleuchtung und den ordentlichen Airflow.
    Ich arbeite viel am PC wodurch es mir wichtig wahr mein Setup aufzubauen, das sehr leise arbeitet und gut aussieht.

    Meine Hardware:

    Ryzen 3700X + Wraith Prism
    Asrock B450 PRO4
    16GB (2x8) Corsair Vengance RGB Pro weiß
    8GB Sapphire R9 390
    530 Watt be quiet! Pure Power L8 Modular

    Verpackung:
    Das Paket kam wie erwartet ohne Beschädigung und sehr schnell innerhalb von 2 Tagen an. Der Tower ist an sich ordentlich gepolstert, alles sauber verpackt und kein unnötige extra Verpackung. Es wurde alles ordentlich und auf das Nötigste an Verpackung reduziert. Der Tower war in eine Folie eingehüllt und durch dickes Styropor von oben und unten geschützt.

    Erster Eindruck:
    Als ich den PC ausgepackt habe und ihn das erste Mal richtig gesehen habe, habe ich mich riesig gefreut. Da der Tower einfach Massiv, Stabil, schön und eine gutes rundum Konzept hat. Wie man es von be quiet! Gewohnt ist, wurde alles sehr Hochwertig und stabil gebaut.

    Verarbeitung:
    Der Pure Base 500DX macht einen sehr guten Eindruck auf mich in Sachen Verarbeitung.
    Ich splitte die Verarbeitung in Filter, Gehäuse, Geräusche

    Filter:
    Die Filter fühlen sich sehr Hochwertig an und lassen sich sehr einfach und leicht ausbauen. Zusätzlich ist es super das der obere und der vordere Filter mit Magneten am Case sehr gut halten und nicht direkt wegrutschen kann.

    Gehäuse & Kabel:
    Das Gehäuse an sich ist stabil gebaut, es fühlt sich Hochwertig an und hat eine sehr gute Passgenauigkeit. Die Farbe in meinem Falle weiß sieht sehr gut aus und ist gut beschichtet, dass es nicht so schnell zerkratzt werden kann, falls der PC mal bei einem Umzug oder beim Umstellen umfällt etc.

    Die Kabel sind ordentlich verbaut und haben eine gute Länge um alles sauber und ordentlich zu verstecken und auch anzuschließen. Der Startknopf sowie der LED Knopf lassen sich super klicken ohne das es sich anfühlt als würde man es kaputt machen.
    Die Glas front ist sehr schön und bringt dem Tower nochmal zusätzlich eine ordentliche Aufwertung, es wurde alles sehr sauber verarbeitet und weist auch keine Fehler auf.
    Die Mesh Front ist sehr schön verarbeitet und bringt dem Gehäuse auch ordentlich frische Luft von vorne rein, was ein großer Vorteil an diesem Gehäuse ist. Ich hätte mir nur vielleicht gewünscht das der Filter hinter der Mesh front sowie die Lüfter weiß wären. Jedoch kann man sich selber von be quiet! die 140mm lüfter in Weiß holen und einbauen.

    Geräusche:
    Der Tower hält was er verspricht sowie der Markenname be quiet! es schon sagt, ist die Geräuschkulisse sehr leise. Durch die Dämmung an der hinteren Wand und den 140mm Lüfter ist das System sehr ruhig und arbeitet leise. Ein großer Vorteil ist das die Festplatten Halterung mit Gummi versehen sind, wodurch die Vibration der Festplatten nicht weitergeleitet werden und die Festplatten sehr leise Arbeiten, was ich bei meinem alten Gehäuse leider nicht hatte und ich ständig eine Vibration Geräusch hatte, welche nun weg sind.

    Montage:
    Der Aufbau mit dem Tower war sehr einfach, für Anfänger ist alles sehr gut erklärt damit es auch jedem gelingt den PC zusammenzubauen. Mit den mitgelieferten teilen wie schrauben und Kabel Management konnte ich alles sehr ordentlich und sauber aufbauen und musste mir keine Sorgen machen, dass ich zu wenig habe da genug Material vorhanden war.
    Der Abbau von der Glas front war einfach da die schrauben mit einem Grip versehen sind und einfach mit der Hand abzuschrauben sind was es einem leicht macht, wenn man schnell etwas prüfen oder tauschen will. Ein kleiner aber feiner Vorteil auch mit der Glas front ist, ist das drunter eine kleine Schiene ist welche direkt die front auf die richtige ebene bringt zum wieder anschrauben und man nicht irgendetwas finden muss zum Unterstellen oder auf den rücken kippen muss. Das Mainboard hat sich gut eingefasst und konnte einfach verbaut werden, jedoch war es ein wenig schwierig die IO-Blende richtig ein zu Klippen, da sie sehr genau ist was dann doch schnell verbaut wahr.
    Der Tower gibt hinten genug Platz, um die Kabel zu ordnen und auch passend alles an das Mainboard anzuschließen, ohne das Großartig viel überschüssiges Kabel vorne zu sehen ist. Alles in allem kann die Montage von Anfänger bis Profi sauber erledigt werden damit der PC Super aussieht.

    Haltbarkeit & Vergleich zum Corsair Carbide 275R:
    Der Pure Base 500DX macht einen sehr wertigen und stabilen eindruck, wodurch es sehr einfach ist auch den PC mal mitzunehmen und nicht leicht zerkratzt oder beschädigt sein kann. Von den Knöpfen bis hin zu den schrauben kann man den PC öfter umbauen da keine billigen teile genutzt wurden und auch alles gut zusammenhält.

    Ich nehme zum Vergleich meinen Corsair Carbide 275R da es auch ein weißes Gehäuse ist und nur etwas weniger kostet. Der Corsair Tower ist sehr leicht und kann auch gut für einen Aufbau genutzt werden jedoch, wenn ich überlege das man nur ein wenig mehr Geld in die Hand nimmt und dafür einen Super Tower mit zusätzlich einer Dämmmatte an der Rückwand, eine Glasfront und überall filter hat mit dem Zusatzeffekt das der wert auf den Airflow und die Schalldämmung gelegt wurde macht es 2020 mehr Sinn das Geld in die Hand zu nehmen und sich den be quiet! Tower zu holen. All diese Zusätze kann der Corsair nicht ohne eigen aufwand hergeben und auch das Front-Panel besteht nur aus einem Plexiglas, welche sehr leicht zerkratzt. Daher finde ich im Vergleich das die ca. 20¤ mehr sehr sinnvoll angelegt sind.


    Preis-Leistungs-Verhältnis:
    Wenn man etwas Budget hat und ein PC Build in Weiß machen will, macht man mit dem be quiet! Tower nichts falsch. Da im PC schon RGB LED´s verbaut sind für die Optik, eine Dämmmatte und eine Glasfront für die Schalldämmung, Filter Platten gegen den Staub und alles sehr Hochwertig hergestellt wurde, kriegt man für wenig Geld sehr viel.
    Die Marke be quiet! ist dafür bekannt ihre Hardware solide und langlebig zu bauen was auch in diesem fall nicht außer Acht gelassen wurde und sich auch wirklich jemand überlegt hat das der PC nicht nur optisch gut, sondern auch einen guten Airflow bietet.


    Fazit:
    Würde ich mir das Gehäuse selber Kaufen? Auf jeden Fall! Der Pure Base 500DX von be quiet! hat alle meine wünsche und mehr übertroffen in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Hätte ich nicht die Chance bekommen von Mindfactory als Tester für das Gehäuse arbeiten zu dürfen, hätte ich es mir dennoch gekauft. Ich wollte einen PC bauen welcher leise und ordentlich arbeitet, was ich durch diesen Tower definitiv machen kann. Ich konnte alles sehr einfach zusammenbauen und anschließen und hatte keine Komplikationen da der Tower auch eine kleine Modularität gibt, war alles passend und ordentlich. Mein Ziel ist es mit diesem Gehäuse das Projekt white Build voranzutreiben und alles Stück für Stück auf weiß umzubauen oder anzupassen. Die Kombination aus schlicht und Technik wurde hier super vorangetrieben da man durch die LED und einzelnen Komponenten wie zB. die SSD´s alles in Szene setzten kann und es sehr gut aufgearbeitet wurde. Ich habe großes gefallen an dem Gehäuse gefunden und kann definitiv meine Kaufempfehlung aussprechen.

    Vielen Dank an das Mindfactory Team und be quiet!

    Ich hoffe, ich kann euch mit meiner Empfehlung weiterhelfen.

    Hier noch ein kleines Video zum Pure Base 500DX von mir:
    YouTube

    Beste Grüße euer
    Myschka

    IMG_0663.jpgIMG_0607.jpgIMG_0659.jpgIMG_0601.jpgIMG_0603.jpgIMG_0549.jpg

  24. #24

    Standard

    Das be quiet! Pure Base 500DX habe ich im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory erhalten, vielen Dank an dieser Stelle dafür! Jedoch wird meine Bewertung davon nicht beeinflusst.
    Seit längerer Zeit suchte ich ein neues und modernes Gehäuse, um mein sieben Jahre altes Gehäuse endlich abzulösen. Da ich damals schon auf einen guten Airflow, umgesetzt durch eine Mesh-Front, wert gelegt hatte, sollte das auch dieses Mal so sein. Um auch farblich etwas Neues auszuprobieren, habe ich mir dieses weiße Gehäuse und weitere Gehäuse angeschaut. Nun muss ich mich nicht mehr entscheiden und kann das Pure Base 500DX auf Herz und Nieren prüfen!


    verwendete Hardware:

    CPU: AMD Ryzen 7 2700X
    Mainboard: Asus Prime X470-Pro
    GPU: KFA2 GTX 1080 EXOC
    RAM: 2x Crucial Ballistix Elite 8GB DDR4-3000
    PSU: Seasonic Focus Plus Gold 550W
    SSD: Crucial MX300
    CPU-Kühler: Arctic Freezer 34 (andere Lüfter)
    Lüfter: 3x be quiet! Pure Wings 2 140 mm (enthalten)
    3x be quiet! Pure Wings 2 PWM 120 mm (ergänzt)
    RGB-Converter: Deep Cool RGB Converter


    Unboxing und Montage:

    Bekanntlich hinterlässt das Auspacken der Ware den bleibenden ersten Eindruck. Geliefert wird das Gehäuse in einem braunen Standardkarton, der von außen mit einer Abbildung und weiteren Bezeichnungen bedruckt ist. Das 500DX befindet sich in einer großen Plastiktüte und wird von zwei Schaumstoffteilen im Karton stabilisiert. Weitere Einzelteile fliegen nicht lose im Karton herum, sondern sind alle sicher im Case verstaut. Drei 140 mm Pure Wings 2 Lüfter sind schon vorinstalliert und befinden sich je oben, an der Front und an der Rückseite. Diese Lüfter besitzen einen Stecker mit drei Pins und sind daher keine PWM-Lüfter.

    Das Gehäuse selbst wirkt im Vergleich zu den bisher von mir montierten Gehäusen kompakt, dennoch ist im Inneren sehr viel Platz vorhanden. Besonders für ATX-Mainboards ist dieses Gehäuse ideal zugeschnitten. Die Optik wirkt sehr auffallend edel, was zum Teil auch daran liegen dürfte, dass das Case komplett weiß durchlackiert ist. Dabei wurden keine Ecken und Kanten ausgespart, so sind beispielsweise selbst die Blenden, als auch der untere Bereich für das Netzteil in weiß gehalten. Zwar sind keine Lackfehler, wie z.B. Bläschen, beim genauen Hinschauen zu erkennen, jedoch fallen dann minimale Lackunterschiede zwischen oberen Staubfilter, dem Scheibenrahmen und dem Gehäuse auf. Der obere Staubfilter wird mithilfe von Magneten formschlüssig am Gehäuse befestigt und passt ohne Schiefen Kanten sehr gut in den vorgesehenen Platz. Dabei ist er auch nicht zu locker und sitzt stabil, was bei anderen Gehäusen oft nicht der Fall ist. Auch die Filter unten und in der Front passen gut in den vorgesehenen Rahmen.

    Die Scheibe ist entgegen meiner Erwartung aus Temperglas und nicht wie sonst oft aus Acryl. Dadurch wirkt das Gehäuse deutlich edler und die Komponenten inneren lassen sich so gut anschauen, wie wenn keine Scheibe vorhanden wäre. Die Scheibe selbst ist ohne Absatzkanten passgenau zum Case und wird unter den Schrauben mithilfe von Kunststoffhülsen gehalten, sodass sie nicht herunterfällt, wenn alle Schrauben gelöst sind. Zwischen Schrauben und Scheibe sind Unterlegscheiben aus Gummi vorhanden, sodass das Glas nicht durch das Anziehen der Schrauben zerkratzt wird – auch daran wurde gedacht.

    Eine wertige Mesh-Front rundet meinen positiven äußeren Eindruck ab. Der dabei verwendete Kunststoff ist stabil und hinterlässt durch die dreidimensionale Form einen guten Eindruck. Das eingefasste Frontpanel weist zur weißen Front keine unschönen Spaltmaße auf und integriert sich meiner Meinung nach gut in das Gesamtbild. Die vorhandenen Anschlüsse sind mit ausreichend Abstand zueinander positioniert, jedoch ist der USB 3.1 Gen 2 Anschluss mit einer Art Adapter verbaut. Gut an dieser Stelle ist, dass so ein neuer Anschluss vorhanden ist, jedoch stört es etwas die Optik, dass dieser Anschluss nicht genauso integriert ist wie die anderen. Leider sind auch die beiden runden Audioanschlüsse nicht exakt mittig in der vorgesehenen Bohrung positioniert. Sowohl der Anschaltknopf als auch der RGB-Knopf wackeln nicht in der Halterung, was bei anderen Gehäusen oft der Fall ist, und vermitteln bei einem wertigen Klick-Geräusch ein schönes haptisches Gefühl.
    Eine Anleitung zum Case ist vorhanden. Die darin enthaltenen Anweisungen sind verständlich mit (farbigen!) Bildern erläutert. Zusätzlich zur Stückliste sind auch Informationen enthalten, wo beispielsweise welche Lüfter und Radiatoren montiert werden können. Jedoch denke ich, dass gerade im digitalen Zeitalter, auch der Umwelt zuliebe, auf eine gedruckte Anleitung hätte verzichtet werden können.

    Im Inneren des Gehäuses befindet sich im HDD Käfig eine braune Box mit dem Aufdruck „Accessories“. Darin sind Kabelbinder, drei verschiedene Sets an Schrauben und vor allem ein Adapter enthalten, um die Abstandshalter am Mainboard mit einem Schraubenzieher zu lösen. Die vorhandenen Kabel für Lüfter, RGB-Stecker, dessen Stromversorgung und die Front-Panel-Anschlüsse sind sorgfältig mithilfe von insgesamt vier Klettbändern verlegt und fliegen beim Transport nicht herum. Der erwähnte HDD Käfig lässt sich nach dem Lösen von zwei Schrauben entfernen, um in der Front Radiatoren zu verbauen oder unten mehr Platz zu schaffen. Jedoch entsteht durch das Entfernen vorn im Gehäuse ein „Loch“. An dieser Stelle hätte ich mir eventuell einen variablen Schieber gewünscht, der die Sicht nach unten verdeckt, dem jeweiligen Radiator angepasst werden kann und den Airflow eines unteren Lüfters nicht behindert, wie es der Festplattenkäfig tut. Leider war bei meinem Gehäuse das sichtbare Blech, welches unter den SSD-Halterungen vom Board zur Front führt, etwas verbogen – jedoch nichts, was nicht mit einem Kniff zu beheben wäre. Das Netzteil wird, um Geräusche zu vermindern, unten im Gehäuse mit Gummistreifen und am Netzteilrahmen mit Schaumstoff weich gelagert.

    Um bei der Montage weitere Lüfter in der Front zu montieren, muss diese entfernt werden. Was ich noch keinem Gehäuse gesehen habe und sehr durchdacht ist, ist der Aspekt, dass keine Kabel die Front mit dem Gehäuse verbinden. Das sorgt, dafür, dass keine Kabel im Weg sind und beim Demontieren abgerissen werden könnten. Die Beleuchtung wird deshalb mithilfe von Kontakten angeschlossen, die automatisch verbunden werden. Die RGB-Streifen in der Front und im Inneren sind über einen dreipoligen Stecker miteinander verbunden. Um die Beleuchtung anzuschließen, muss in jedem Fall, egal ob die Beleuchtung vom Board aus oder mit dem Knopf am Panel gesteuert wird, der Stromanschluss verbunden sein. Um zwischen Board- Panelsteuerung umzuschalten, muss die Taste drei Sekunden lang gedrückt werden. Die ARGB-Modi am Gehäuse sind vielfältig und reichen für eine statische oder nicht synchronisierte Beleuchtung vollkommen aus. Mein Asus Prime X470-Pro besitzt noch den vierpoligen 12V-RGB-Header, sodass ein RGB-Konverter, in diesem Falle der von Deep Cool, notwendig ist, um den dreipoligen 5V-ARGB-Stecker anzuschließen. Mir persönlich hätte die Möglichkeit gefallen, den RGB-Knopf am Panel alternativ als Reset-Knopf zu verwenden, wenn auf die Beleuchtung verzichtet wird oder diese vom Board gesteuert wird.

    Das Pure Base 500DX bietet viele Möglichkeiten zum Kabelmanagement. Es ist viel Platz auf der Rückseite vorhanden und die Kabel vom Board lassen sich zum Großteil elegant durch den vorgesehenen Absatz führen. Die Rückseite lässt sich trotz vieler Kabel und der Dämmung einfach schließen und man muss sich nicht, wie bei vielen anderen Gehäusen draufsetzen, um diese zu schließen, weil vielleicht doch viele Kabel verlegt wurden.

    Um das Paket zu vervollständigen, habe ich die vorhandenen Lüfter mit drei weiteren Pure Wings 2 in der 120 mm Ausführung ergänzt und in der Front montiert. Der 140 mm Lüfter, welcher zuvor in der Front montiert war, wurde oben neben dem anderen 140er montiert. Im Nachhinein denke ich, dass es statt der drei 120 mm Lüfter auch zwei 140 mm Lüfter getan hätten, da die Hälfte des unteren Lüfters leider durch den HDD-Käfig blockiert wird und somit verschenkt ist.


    Leistung:

    Um eine Aussage darüber treffen zu können, ob das neue be quiet! Pure Base 500DX einen ausreichenden Airflow bietet, werden die Temperaturen der Komponenten nach einer Viertelstunde Last verglichen. Um das System auszulasten, werden Prime95 (Small FFTs) und der FurMark GPU-Stresstest verwendet. Die Temperaturen werden aus HWiNFO entnommen. Es werden vier verschiedene Konfigurationen getestet:

    Konfiguration 1 – Hardware im neun Jahre alten leergeräumten Mesh-Gehäuse mit vier Lüftern und AMD Wraith Prism CPU-Kühler:
    CPU – 95 °C
    GPU – 82 °C
    Board – 45 °C
    Die CPU lief in dieser Konfiguration deutlich im Temperaturlimit und taktete am Ende mit 3,6 GHz auf allen Kernen.

    Konfiguration 2 – Hardware im Pure Base 500DX mit original Lüfterkonfiguration und AMD Wraith Prism CPU-Kühler:
    CPU – 95 °C
    GPU – 81 °C
    Board – 43 °C
    Nach dem reinen Gehäusewechsel lief die CPU ebenfalls im Temperaturlimit, taktete jedoch nach einer Viertelstunde mit 3,8 GHz höher.

    Konfiguration 3 – Pure Base 500DX mit drei weiteren 120 mm Lüftern ergänzt und AMD Wraith Prism CPU-Kühler:
    CPU – 94 °C
    GPU – 78 °C
    Board – 38 °C
    Zwar läuft die CPU weiterhin beim Temperaturlimit und Taktet bei 3,9 GHz nur paar MHz höher, jedoch profitieren Board und GPU deutlich von den zusätzlichen Lüftern.

    Konfiguration 4 – Pure Base 500DX mit drei weiteren 120 mm Lüftern ergänzt und Arctic Freezer 34 CPU-Kühler:
    CPU – 86 °C
    GPU – 78 °C
    Board – 36 °C
    Der neue CPU-Kühler integriert sich deutlich besser in den Airflow und hilft der CPU enorm.

    Das Pure Base 500DX wird in der letzten Konfiguration mit allen Lüftern unter Last nicht laut und ist im Leerlauf besonders leise!


    Pro:

    + qualitative Verarbeitung und Umsetzung
    + durchdachtes Design und Konzept
    + edle und wertige Optik
    + Kabelmanagement
    + Lautstärke
    + Preis


    Kontra:

    - Umsetzung beim HDD-Käfig/ unterem Lüfter
    - verbogenes Blech im Inneren
    IMG_20200627_172218.jpg


    Fazit:

    Würde das Gehäuse noch nicht bei mir stehen, dann wäre es spätestens nach dem Test der Fall! Den Preis von 100 ¤ finde ich für die gebotene Qualität, Optik und Leistung mehr als fair. Das be quiet! Pure Base 500DX ist mit Abstand das beste Gehäuse, was ich bisher in meinem Umfeld verbaut und gesehen habe. Ich vergebe dem Case vier Sterne, da noch etwas Luft nach oben vorhanden ist und kleinere Punkte mich gestört haben, aber das ist schon fast meckern auf hohem Niveau!

    IMG_20200628_141337.jpgIMG_20200628_141146.jpgIMG_20200628_141525.jpgIMG_20200628_141557.jpgIMG_20200627_164935.jpgIMG_20200628_131009.jpg

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