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Thema: Testers Keepers mit der NZXT Kraken Serie

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketing The Kid
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    Standard Testers Keepers mit der NZXT Kraken Serie

    Hier findet Ihr die Reviews aus der Testers Keepers Aktion mit der NZXT Krakenvom 09.03.-15.03.2020.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit der NZXT Kraken Serie
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  2. #2

    Standard

    Testers Keepers Aktion der NZXT Kraken X73

    Zu allererst vielen Dank Mindfactory das ich dieses Produkt testen durfte.

    1.jpg

    Vorwort
    Für meinen Test habe ich vollgende Komponenten benutzt:

    Aerocool Cylon RGB Midi-Tower
    Ryzen 5 2600 4,2 GHz (OC bei 1,375V)
    MSI B350 PC MATE
    Arctiv Freezer 33+ (als Luftkühler Vergleich)


    Fangen wir mit der Optik an:

    Das Design der NZXT Kraken X73 ist schlicht gehalten und dennoch elegant. Es passt sich gut an und passt eigentlich zu jeglicher art von Hardware und Gehäuse.
    Der RGB Ring in der Blendet einen nicht ist aber auch nicht so Dunkel das er durch andere RGB Lichter untergehen würde. Die 3 NZXT 120mm Lüfter die beiliegen sind in einem Matten Schwarz gehalten und passen sich daher dem restlichen eleganten Design der All in One WaKü super an.
    Die beiligenden Schrauben, Unterlegscheiben und Mountings (Intel und AMD) sind ebenso in einem normalen Schwarz gehalten und fallen daher nicht auf sobald man diese verbaut
    hat.

    Kommen wir nun zur Verarbeitung des Produkts:

    Beim ersten Blick fällt einem die übliche äußerst saubere Arbeit von NZXT auf.
    Die Lüfter sind sauber verabeitet die Kabel davon haben eine ausreichende länge und sind mit einem Schwarzen ''Gummimantel'' gesleaved wodurch Flexibilität und auch Stabilität gerantiert ist.
    Der Radiator ist ebenso makellos verarbeitet. Die Kühlfinnen sind nicht verbogen oder von der Farbe ''verklebt'' und weißen keinen Fehler auf auch im Sinne der Farbe. Dazu kommt das sie auch nicht mega eng zusammenliegen und bieten daher einen Ordentlichen Luftdurchfluss.
    Die Schläuche sind sauber Schwarz gesleaved keine Fehler zu finden. Das einzige Manko was ich bei den Schläuchen anmerken mag ist, wenn man in einem kleinen Gehäuse damit arbeitet sind sie relativ unflexibel. Ich weiß die dürfen nicht knicken oder ähnliches aber durch die Unflexibilität hat man kaum Optionen in kleineren Gehäusen.
    Das pumpen Gehäuse ist auch Clean verarbeitet jedoch die Kabel Anschlüsse für den USB-Hub sowie für RGB und Pumpen Controller können einem eine Menge Fumelei verursachen. Dabei besteht eine Chance von 50% das es zu KEINER Fumelei kommt (abhängig vom Gehäuse und Mainboard natürlich) den je nachdem wo man den Radiator Montiert können die Anschlüsse doof liegen und man muss die Kabel irgendwo durchfummeln vielleicht, um ein schönes Kabelmanagment hin zu bekommen.

    22.jpg


    Nun für viele einer der interessantesten Punkte... Die Montage:

    Die Montage der All in One Wasserkühlung ist relativ Simpel.
    Im Liefer Umfang findet man die passenden Mountings für AMD und Intel.
    Vorinstalliert ist das Mounting für Intel, es ist jedoch sehr einfach und simpel den Mounting ''Ring'' auszutauschen und die Wasserkühlung bereit zu machen eure AMD CPU zu Kühlen (wie in meinem Falle). Eine Simple leichte Drehung und der Intel Ring ist ab und genauso wie man diesen Entfernt hat befestigt man den AMD Ring.
    Das Befestigen auf dem Mainboard wird sehr gut in der bei liegenden Anleitung gezeigt.
    Man entfernt (im Falle AMD) das ''standart'' Mounting auf dem Board und schraubt dann 4 Schrauben in die Backplate und schon kann der Kühlkörper / die Pumpe auf das Mainboard Montiert werden.
    Der Radiator ist eigentlich auch einfach zu Montieren (je nach Gehäuse ist es einfacher oder schwerer je nach Platz). Die Lüfter an den Radiator zu befestigen ist ebenso einfach.
    Es sind genug lange Schwarze Schrauben bei genauso wie Unterlegscheiben, die verhindern sollen das ihr natürlich euren Radiator von außen nicht beschädigt aber auch nicht die Finnen des Radiators. Ich für meine Erfahrung muss sagen man merkt wann man tief genug geschraubt OHNE den Radiator zu beschädigen.

    33.jpg


    Das heißeste Thema... Die Leistung:

    Ich habe hierzu meinen Arctic Freezer 33+ (Luft) mal ein bissl zum vergleichen genommen:

    Arctic Freezer 33+
    Idle: ~38°C
    Gaming: ~60-70°C
    100% Auslastung: ~85°C (Prime95 15min)

    NZXT Kraken X73
    Idle: ~27°C
    Gaming: 50-60°C
    100% Auslastung: ~77°C (Prime95 15min)

    Naklar hier habe ich Luft mit Wasserkühlung verglichen was nicht ganz so fair ist.
    Jedoch muss ich sagen diese Tests dienten nicht um zu sagen ''Wasserkühlung war und bleibt das beste mimimi'' sondern eher gedacht zu sagen ''Schau mal eine Wasserkühlung sieht nicht nur schick aus sondern gibt auch eine Super Leistung'' .
    Ich finde die Leistung dieser AIO sehr beeindruckend, sie ist relativ leise und hält zu gleich den Prozessor auf einer angenehmen Temperatur.
    Zum Thema des ''relativ'' leise sein... naklar kommt es drauf an wie man seine Lüfterkurve im BIOS anpasst ich für meinen Teil habe die Einstellungen auf ''IDLE'' gelassen also habe nix geändert im BIOS, was heißt das die Kühlung nach CPU Temperatur geht und sich dementsprechen Schnell oder langsam die Pumpe und Lüfter drehen um den Prozessor Kühl zu halten.


    Das Preis-/Leistungsverhältnis

    Der Preis der NZXT Kraken X73 ist nicht ohne dieser liegt bei ca. 170¤ (je nachdem welcher Händler oder Angebote !). Dieser Preis hat es in sich und man Fragt sich lohnt es sich den wirklich so viel Geld für eine All in One Wasserkühlung zu stecken?
    Ich sage JA! Warum ? Je nach Prozessor der benutzt wird egal ob Intel oder AMD kriegt man niedrigere Temperaturen hin was bedeutet, kein Thermal Throttling (Prozessor Taktet sich aufgrund von zu hoher Kern Temperatur runter und verliert an Leistung und Stabilität), mehr Leistung da sich der Prozessor gemütlich von selbst hoch Takten kann oder ihr Ihn Manuell locker ein bischen mehr Leistung geben könnt. Und nicht zu vergessen, der Gedanke ''hoffentlich wird die CPU nicht zu heiß'' fällt auch ins Wasser und ihr könnt beruhigt Zocken oder Arbeiten an euren PC.
    Dazu kommt der Style, euch guckt kein Großer Massiver Luftkühl Block an wenn ihr euren PC aufschraubt oder hineinschaut. Grad im Falle der NZXT Kraken X73 schaut ihr in ein schön sauberes Case ohne großartigen Kabelsalat und wenn ihr Richtung Prozessor guckt seht ihr diesen schönen in Allen Farben Leuchtenden RGB Ring (oder so wie ihr ihn euch einstellt halt) der auf der spiegelnden Oberfläche der Pumpe einfach nur schön aussieht.


    Die Haltbarkeit

    Das Produkt ist sehr hochwertig gefertigt.
    Keine Unnötigen fehler, alles schön sauber verarbeitet ein fließender Übergang der Komponenten in einander.
    Die Schläuche sind schön Stabel sowie auch die anschlüsse der Schläuche am Radiator und an der Pumpe. Dazu kommt das die Schläuche auch sehr gut Gesleaved wurden und man keine fehler oder holper etc. spüren oder sehen kann.
    Die Lüfter sind einbisschen schwerer als normale aber dafür sehr Stabil, die Kabel davon sind auch schön stabil gesichert und garantieren lange Halbarkeit.
    Allgemein gesehen würde ich schon sagen das die NZXT Kraken X73 ein sehr lange Haltbarkeit haben wird durch ihre tadellose Verarbeitung, ohne großartigen Leistungseinbruch auf lange Zeit gesehen.

    Meiner Meinung nach, ist diese All in One Wasserkühlung einer mit der schönsten und besten die man Aktuell sich Kaufen kann.

    Ich hoffe ich konnte euch gut beraten und weiterhelfen euch, eure Entscheidung leichter zu machen für dieses Produkt.

  3. #3

    Standard

    Produkttest zu NZXT Kraken X63 280mm


    Vorwort
    Ich habe die NZXT X63 komplett Wasserkühlung 280mm im Rahmen der „Testers Keepers“-Aktion von Mindfactory in Kooperation mit NZXT erhalten. Da dies meine erste Wasserkühlung ist, die ich testen durfte und auch verbaut habe, versuche ich möglichst kein Detail auszulassen, um ein transparentes Bild zu schaffen und eine authentische Bewertung abzugeben.

    Design
    Die Optik der X63 spricht für sich, alles ist sehr minimalistisch und schlicht in Schwarz gehalten. Mit diesem neutralen Look kann man sie praktisch in jedem System verbauen, es sei denn man legt Wert auf eine bestimmte Farbe, oder möchte ein bestimmtes Build bauen. Der NZXT Schriftzug am Radiator ist eingeprägt und kaum auffällig oder aufdringlich und passt damit prima in das Design.
    Der Kühlkörper ist mit der Spiegeloptik schon ein echter Hingucker. Es hat etwas Besonderes, wenn man sich auf der blanken Oberfläche selbst sieht. Wenn die Wasserkühlung dann eingeschaltet ist und mit den entsprechenden RGB-Einstellungen läuft, wirkt der Spiegel-Effekt so richtig. Ich habe sehr lange mit der NZXT-eigenen „CAM“ Software verbracht, um alle Einstellungen zu sehen, weil man sich fast nicht satt sehen kann an den RGB-Spielerein. Die CAM Software an sich, ist dabei sehr gut strukturiert und übersichtlich gestaltet. Man findet gewünschte Einstellungen recht zügig und kommt schnell rein. Es ist eine gut programmierte und übersichtliche Software zur Steuerung von RGB und anderen Settings mit bedienerfreundlichem Overlay. Der gesamt Pumpen RGB-Kopf lässt sich um 360 Grad drehen, so das man den NZXT Schriftzug auch immer richtig ausrichten kann, je nach Montage des Radiators.

    Verarbeitung
    An der Qualität habe ich nichts zu meckern. Die Verpackung, wie auch das Gerät selbst machen einen wertigen Eindruck und fassen sich auch dementsprechend an. Die Gummischläuche für die Kühlflüssigkeit sind in Nylon gesleevedund fassen sich dadurch sehr wertig an. Die Anschlüsse Am Radiator und an der Pumpe selbst sind aus Kunstoff. Trotz des Kunststoffes wirkt es nicht so als hätte man hier an den Materialien gespart. Die mitgelieferten Lüfter sind ebenfalls von guter Qualität und machen einen sehr soliden und zukunftstauglichen Eindruck. Ich hatte beim Auspacken und verbauen keinen unangenehmen Chemiegeruch in der Nase oder sonstige Rückstände an den Bauteilen, die man bei elektronischen Geräten manchmal hat.

    Montage
    Dafür das es meine erste Wasserkühlung war, die ich verbaut habe, empfand ich den Einbau recht einfach und simpel und falls ich doch mal ins Stocken geraten bin, habe ich einfach ein Blick in die Anleitung geworfen. Die ist in verschiedenen Sprachen, super einfach auf das Wesentliche gehalten und ist, man versteht wirklich jeden einzelnen Schritt bei der Montage. Zugegeben, viel falsch machen kann man auch nicht. Ein kleiner Tipp von mir, schaut vorher in die Anleitung eures Gehäuses und guckt ob die entsprechende Wasserkühlung überhaupt reinpasst, oder wo genau man sie montieren kann.

    Leistung
    Kommen wir zu meinem wichtigsten Punkt in dieser Testbewertung. Ich habe mir meinem PC letztes Jahr im September selbst zusammengestellt, zusammengebaut und war auch sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis. Nach dem ersten Zusammenbau bin ich aber immer tiefer in den Materie Hardware eingetaucht und habe mich umfangreich mit diesem Thema beschäftigt. Man kommt in der Szene irgendwann nicht mehr um das „Übertakten“ herum, wenn man mehr Leistung haben möchte. Ich habe lange Zeit geschwankt, mir eine Wasserkühlung oder doch einen vernünftigen Luftkühler zu besorgen, um meinen Ryzen 7 2700X mal ein bisschen an seine Grenzen zu kitzeln. Mindfactory hat mir dann die Entscheidung mit der „Testers Keepress“ Aktion abgenommen. Ich hatte vorher den Standard Boxkühler, der im Lieferumfang des Prozessors enthalten war und das ist mein Fazit:
    Der Unterschied ist enorm! Ich habe tatsächlich Temperaturunterschiede von 15° - 20° Celsius was für mich wirklich erstaunlich ist, weil ich nicht mit diesen gerechnet habe.
    Ich habe damit jetzt Spiele wie: The Witcher 3, Red Dead Redemption 2 und Borderlands 3 gespielt um kam bei all diesen Games nicht über eine CPU Temperatur von 60° Celsius. Ich habe die CPU dabei noch nicht übertaktet, dass wäre jetzt der nächste Schritt. Dafür das ich aber noch Anfänger in dem Gebiet bin, werde ich mich noch umfangreich darüber informieren.

    Preis/Leistung
    Momentan kostet die NZXT Kraken X63 Komplett Wasserkühlung 280mm ca. 140 ¤ -150 ¤. Dieser Preis ist in meinen Augen überaus gerechtfertigt. Ich habe in der Zeit, in der ich das Gerät getestet habe, kein Mangel oder Abfälle in der Kühlleistung festgestellt. Ich habe leider keinen Vergleich zu Konkurrenzprodukten, bin aber mehr als zufrieden mit dieser und möchte auch ehrlich gesagt nicht mehr tauschen. Man bekommt für sein Geld eine sehr gut verarbeitete, optisch ansprechende und leicht zu steuernde Komplett-Wasserkühlung die ihren Zweck mehr als erfüllt.

    Haltbarkeit
    Ich besitze die Wasserkühlung nun ca. eine Woche und habe bis jetzt nicht feststellen können, ob es hier Mängel in der Beschaffenheit gibt. Einmal eingebaut sitzt das Gerät bombenfest, hier wackelt nichts und alles tut was es soll. Wie es um die inneren Werte aussieht wie z.B. Kühlflüssigkeit kann ich nicht sagen, oder besser gesagt optisch nicht einschätzen. Über die Temperatur kann man aber darauf schließen, das dort auch so weit alles in Ordnung ist.

    Fazit
    Ich bin mit der Komplettwasserkühlung von NZXT mehr als zufrieden. Mir gefällt besonders das Design und das schlichte schwarz in der sie gehalten ist. Ganz zu schweigen von der RGB Beleuchtung an der Pumpe. Die ist wirklich ein Hingucker und super einfach zu konfigurieren. Das Einzige was ich mir gewünscht hätte, wäre eine anständige Kabelführung von der Pumpe. Man hätte hier auch auf Sleeves setzen sollen anstatt die einfache Ummantelung zu lassen. Sleeves sind einfach wertiger und passen besser zum Gesamtbild.
    Der Einbau ist wirklich simpel und man kann nur wenig falsch machen, ggf. immer ein Blick in die Anleitung werfen. Dort ist es wirklich sehr einfach und bildlich dargestellt.
    Von der Performance bin ich sehr überzeugt. Die Wasserkühlung ist wirklich effizent und hält meinen Ryzen 7 2700X im Spielbetrieb auf durchschnittlich 55 Grad Celsius. Ich hab meine Prozessor momentan nicht übertaktet.
    Unter anspruchsvollen Benchmarks sieht es anderes aus, da kann die CPU schonmal die 70 Grad Marke erreichen, dann sind auch die mitgelieferten NZXT Lüfter auf max. Einstellung und hörbar aber nicht wirklich störend. Meine PC steht in ca. 1 Meter Entfernung rechts neben meinem Tisch und ich habe stets Kopfhörer auf. Kann sein das es unter anderen Gegebenheiten als störend empfunden wird.
    Ich kann abschließend sagen, dass mr die Wasserkühlung extrem gut gefällt. Sie passt rein optisch prima in mein jetziges Set Up und bieten daneben auch noch entsprechende Leistung. Ich kann das Gerät daher nur empfehlen, sollte man auf der suche nach einer Komplettwasserkühlung in diesem Preissegment sein.


    Mein System:
    Gehäuse: Sharkoon TG5 RGB
    Mainboard: MSI B450 Tomahawk Max
    RAM: 16GB G.Skill RipJaws DDR4-3200
    Prozessor: AMD Ryzen 7 2700X
    Kühlung: NZXT Kraken X63 280mm
    Grafik: Power Color RX 5700 XT Red Dragon
    Speicher: Corsair MP 510 (240GB)
    Netzteil: BeQuiet PurePower 11 600W

    Hier ein paar Bilder zum Eindruck

    IMAG1666.jpgIMAG1663.jpgIMAG1662.jpgIMAG1665.jpg

  4. #4
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    Standard NZXT KRAKEN X53 Komplett-Wasserkühlung 240mm Test

    Liebe Mindfactory Community,
    vorab möchte ich mich beim Mindfactory Team sowie bei NZXT bedanken, die mir diese Wasserkühlung im Zusammenhang mit dem Testers Keepers-Programm zur Verfügung gestellt haben und mir damit die Möglichkeit gegeben haben, dieses neue Modell von NZXT zu testen.

    Ich habe die AIO nun seit einigen Tagen in folgendem Setup in Betrieb:
    AsRock B450M Pro4
    AMD Ryzen 5 3600
    KFA2 GeForce RTX 2060
    G.Skill Aegis 32GB 3000Mhz 4x8GB
    500GB SSD M.2
    2x 500GB 2.5 Zoll SSD
    550Watt Corsair
    Verbaut im Q300L
    Die NZXT X53 hierbei natürlich als AIO.

    Das Design der NZXT X53 gefällt mir persönlich sehr gut. Die sehr schöne RGB Beleuchtung hat aus mir, einem der von RGB nicht viel gehalten hat, einen echten Fan daraus gemacht. Sodass ich derzeit überlege wie ich sinnvoll weitere Bauteile austauschen kann, um die Beleuchtung zu erweitern. Sinnvoll war für mich auch direkt die Neuerung, dass man nun das Logo auf der Pumpe rotieren kann. Somit konnte ich bzw. musste ich beim Einbau nicht darauf achten. Der LED-Ring kommt sehr schön zur Geltung und kann beliebig eingestellt werden oder bei Bedarf sogar komplett ausgeschaltet werden. Das alles kann Problem mit der „NZXT Cam“ Software gesteuert werden. Für mich ist diese Software ein absolutes Highlight. Ring und Logo können komplett voneinander eingestellt werden und die „Theme-Packs“ bieten eine große Auswahl an sehr schöner Beleuchtung die „fast“ keine Grenzen bietet. (Lieblings Theme-Pack für mich ist: „NZXT Vaporwave“)

    Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und „überrascht“ mich wirklich positiv. Im Vergleich zu meinem vorherigen Budget Luftkühler, der mit spätestens beim befestigen des Lüfters am Kühlblock Angst zustände gab, ist diese AIO wirklich ein Traum. Der Radiator fühlt sich sehr hochwertig an, die Gummischläuche wirken schöner und robuster durch die Nylon-Ummantelung. Die Pumpe fühlt sich auch sehr hochwertig an. Die Möglichkeit die Ausrichtung der Pumpe zu verändern gefällt mir sehr gut und die Einrastfunktionen in Schritten von 30° funktioniert ohne Probleme.

    Im Lieferumfang sind alle notwendigen Teile enthalten, natürlich der 240mm Radiator mit dem Schlauch zur Pumpe. Halterungen für AMD und INTEL wobei bei INTEL natürlich auch noch eine Halterung für die Rückseite mitgeliefert wurde. Jegliche Schrauben für bis zu 4 Lüftern und die Notwendigen Kabel.
    Die X53 war die erste Wasserkühlung die ich persönlich eingebaut habe in einen PC von mir, vorher war ich bis jetzt immer „Fan“ von Luftkühlung. Für ein Budget PC, was meiner zu Beginn einmal war und auch teilweise immer noch ist, hat sich eben eine Luftkühlung preislich einfach mehr Angeboten. Meine damalige Entscheidung für einen Luftkühler wurde mit Sicherheit auch davon geprägt, dass ich mir nicht sicher war wie „einfach“ es dein sein wird eine Wasserkühlung denn einzubauen.
    Heute kann ich sagen, es ist nicht wirklich komplizierter als ein CPU Luftkühler.
    Die AIO wurde alleine anhand der beigelegten Bedienungsanleitung von NZXT verbaut, aus zwei Gründen. Ich wollte die Tauglichkeit für einen unerfahrenen „PC Bauer“ im Bereich der Wasserkühlungen testen, zusätzlich gab es für diese Wasserkühlung allgemein auch nur eine sehr kleine Auswahl an Videos, somit hätte ich auf ein Tutorial der älteren Modellreihe von NZXT zurück greifen müssen.
    Der Einbau war anhand der beigelegten Anleitung im Großen und Ganzen möglich. Da ich AMD Nutzer bin, war es für mich nicht notwendig eine Halterung für die Rückseite zu befestigen, allerdings ist diese beim Einbau mehrmals nach hinten weggerutscht, für diesen Schritt habe ich mir also eine dritte Hand zur Hilfe geholt die diese Halterung kurz mit Druck gegen das Mainboard drückt sodass die notwendigen Abstandshalter für die Pumpe befestigt werden konnten. Die bereits befestigte Halterung für INTEL Sockel an der Pumpe konnte durch ein einfaches drehen gelöst werden und auf dem gleichen Weg wurde die AMD Halterung auch befestigt. Das montieren der Lüfter am Radiator war kein großes Problem. Für jeden der gerne auf beiden Seiten des Radiators Lüfter verbauen möchte, waren auch hier genug Schrauben vorhanden. Alternativ natürlich auch die Schrauben die ausreichen um den Radiator am Gehäuse zu befestigen. Beim befestigen des Radiators am Gehäuse habe ich mir noch ein zweites eine dritte Hand zur Hilfe geholt. Bei diesem Schritt für erfahrene sicherlich nicht notwendig und es wäre vermutlich auch ohne weitere Hilfe für mich möglich gewesen, allerdings wäre in diesem Moment der Zeitaufwand für einen unerfahrenen deutlich höher. Kleiner Tipp hier an alle die noch nie eine Wasserkühlung verbaut haben: Legt die Kabel der Lüfter bereits vorher durch eine Öffnung am Gehäuse sowie ihr sie gerne hättet da dies im Nachhinein schwer bis gar nicht mehr möglich ist. Außerdem sollten die Kabel die von der Pumpe ans Mainboard gehen, meistens auch schon vor dem Einbau des Radiators/Pumpe montiert sein.

    Im Leistungstest kann ich nur einen Vergleich zu einem 30¤ Luftkühler machen, den die Kraken X53 hier klar schlägt. Im Idle kommt die CPU auf Temperaturen von 27° bis 37° beim Luftkühler waren es ca. 35° bis 44°. Deutlich wichtiger für mich war das Ergebnis beim Cinebench Test, hier erreichte ich nach jeweils 15 Minuten Test einen Grad unterschied von 11 Grad.
    Mit der X53 waren es maximal 58° durchschnittlich 56° Grad und beim Lüftkühler waren es maximal 69° und 68° durchschnittlich.
    Im normalen Gaming Betrieb von Counter Strike, Warzone, League of Legends und Minecraft wurden diese Werte bis jetzt auch nicht überschritten.
    Der Preis von ca. 130¤ ist natürlich nicht wenig allerdings bekommt man hier einiges geboten. Die Temperatur Unterschiede sind deutlich zu erkennen und somit wird die CPU in der Regel auch länger „überleben“. Der große Silberne Kühlblock der vorher immer die Aufmerksamkeit durch das Seitenfenster auf sich gelenkt hat, ist endlich abgelöst. Dieser sah nicht nur, nicht gut aus. Sondern war auch noch ineffizient da er den Airflow allgemein im Gehäuse deutlich verschlechtert hat. Die Allgemeine Temperatur im Gehäuse ist spürbar besser geworden, was sich auch teilweise bei anderen Komponenten im Gehäuse bemerkbar macht. In einem Gehäuse wie das Q300L von CoolerMaster passt die Kraken X53 wie gemacht. Bei mir wurde der Radiator oben im Gehäuse montiert. Frische Luft kommt durch zwei 120mm Lüfter in der Front in das Gehäuse und geht dann durch einen 120mm Lüfter auf Rückseite und die zwei 120mm Lüfter durch den Radiator wieder aus dem Gehäuse. Ich gehe davon aus das ich die Wasserkühlung die nächsten sechs Jahre nicht austauschen muss (Herstellergarantie), weder wegen der Leistung noch, weil etwas defekt gehen sollte.
    Erwähnen möchte ich zum Schluss noch einmal die Software „NZXT Cam“ diese ist wirklich sehr schön aufbereitet mit einigen Funktionen.
    Es ist möglich die Werte einzelner Komponenten im „PC Monitoring“ zu sehen, die genauen Systemspezifikationen, Spielzeit Auswertungen und sogar Übertaktung der GPU. Wie gut die Übertaktung der GPU mit dieser Software funktioniert, kann ich nicht beurteilen, da ich meine aktuelle Fachliche Kompetenz in diesem Bereich nicht als ausreichend einschätze.
    Natürlich lässt sich auch die Beleuchtung der Pumpe und möglichen Lüftern aus dieser Software heraus einstellen wie bereits anfangs erwähnt. Die Leistung der Pumpe/Lüfter kann auch über die Software eingestellt werden und somit kann auch bestimmt werden wann diese wirklich aktiv werden sollen.

    Zu guter Letzt nochmal Danke!
    Danke an Mindfactory und NZXT sowie danke an jeden der bis hier hin gelesen hat.
    NZXT_CAM_dFhySM3QOO.jpgNZXT_CAM_0OB7WrKxtI.jpgNZXT_CAM_LvOyktcEV0.jpgRGB_Ring_1.jpgRadiator_mit_angeschraubten_Lüftern.jpgGehäuse_5.jpgGehäuse_4.jpgEinbau_1.jpgGehäuse_1.jpg

  5. #5

    Standard

    Ich hatte im Rahmen der Testers Keepers Aktion das Glück die NZXT Kraken X63 Wasserkühlung testen zu dürfen.

    Meine Erfahrungen mit, und Meinungen zu diesem AiO-Kühler will ich im folgenden Testbericht teilen.

    Dabei versuche ich auf alle mir relevant erscheinenden Aspekte einzugehen.

    Den Testbericht werde ich in folgende Teile unterteilen:


    Verpackung & erster Eindruck
    Design & Montage
    Leistung & Preis-/Leistungsverhältnis
    Fazit



    Bilder sind am Ende des Berichtes eingefügt.

    Getestet habe ich die Wasserkühlung in meinem System. Hier sind kurz die Specs aufgeführt:

    Mainboard: Asus Sabertooth X79
    CPU: Intel Xeon E5-1620 (ähnlich i7 3820k) (TDP: 130W)
    RAM: 32GB 1600MHz
    GPU: NVIDIA GTX 960
    bisherige Kühlung: Raijintek Triton 240mm AiO-Wasserkühlung

    Das ganze ist verbaut in einem NZXT S340.

    Nun zum ersten Teil:

    Verpackung & erster Eindruck:

    Als das Paket ankam konnte ich es kaum erwarten, die Wasserkühlung auszuprobieren.

    Die Kühlung kam gut und sicher verpackt an. Das innere des Kartons besteht aus recht stabilem Karton, in welchen die einzelnen Komponenten genau rein passen. Es rappelt oder rutscht also nichts durch die Gegend beim Transport.



    Die einzelnen Komponenten waren auch nochmal entsprechend “verpackt”, alles in allem machte es einen sehr soliden Eindruck.

    Beim öffnen begrüßt einen zunächst die Bedienungsanleitung, welche zwar recht kurz ausfällt aber den Lieferumfang und alle zur Montage erforderlichen Schritte ausreichend genau beschreibt.






    Packt man weiter aus findet man die diverse Mounting-Hardware für die verschiedenen Systeme und Sockel, die Anschlusskabel, die beiden 140mm Lüfter und natürlich die Wasserkühlung selbst.

    Man merkt zwar, dass der Pumpenkörper aus Plastik ist, insgesamt macht jedoch alles einen wertigen Eindruck.

    Design & Montage

    Die Optik der Kühlung gefällt mir persönlich gut. Es passt meiner Meinung nach gut zum Design des NZXT S340 und auch den anderen Gehäusen von NZXT.
    Dass sich die Oberseite des CPU-Blocks drehen lässt ist ein angenehmes Feature, da man dadurch die Pumpe so drehen kann, dass man möglichst wenig von den Kabeln sieht.

    Nun kurz zur Montage. Am CPU-Block ist bereits die Bracket für Intel CPUs angebracht, was einem, wenn man denn ein Intel System hat einen Schritt beim Einbau erspart. Für AMD Sockel liegt die Bracket bei.

    Die Installation des CPU-Blocks hätte nicht einfacher sein können. Dies ist aber auch unter anderem dadurch begründet, dass das ganze hier auf einem LGA2011er Sockel installiert wurde. Dieser hat bereits von Natur aus eine Backplate, sodass nur noch die passenden 4 Stand-Offs eingeschraubt werden mussten und dann die Pumpe darauf gesetzt werden konnte.



    Die Wärmeleitpaste ist hierbei schon am Block aufgetragen.
    Zur Fixierung wurden zuletzt noch die 4 beiliegenden Daumen-”Muttern” draufgeschraubt. Die Installation des Blocks war also eine Sache von 2 Minuten.

    Die Installation des Radiators war in meinem Falle mit etwas Fummelei verbunden. Laut Handbuch werden zwei Möglichkeiten vorgeschlagen den Radiator einzubauen. Es wird unterschieden zwischen direkt und indirekt, wobei man bei der direkten Variante die Lüfter auf den Radiator schraubt und dann den Radiator “auf der anderen Seite” am Gehäuse fest schraubt. Meiner Meinung nach ist das die einfachere Variante. Dies ist im S340 leider nicht ohne weiteres möglich, da einem dann die Kabel zur Front-IO in den Weg kommen.
    Ich musste dementsprechend dann auf die indirekte Variante zurückgreifen, bei der die Lüfter zwischen Gehäuse und Radiator geschraubt werden, und man so im Grunde beides zusammen fest schraubt.
    Da der Radiator nur so gerade im S340 Platz findet war die Montage also nicht ganz einfach, aber mit ein wenig Fummelei trotzdem mit Sicherheit für jeden zu meistern.






    Die Schläuche lassen sich leicht so positionieren, dass sie nicht im Weg sind.

    Nach der Installation von Lüfter, CPU-Block und Radiator mussten dann also nur noch die entsprechenden Kabel eingesteckt werden.
    Die Steuerung des CPU-Blocks und somit der Pumpe läuft über einen internen USB 2.0 Header, man sollte also bei der Anschaffung noch kontrollieren ob man noch einen freien Anschluss hat, da dieser für die Steuerung zwingend erforderlich ist.
    Das zweite Kabel, von NZXT Breakout Kabel genannt, dient der Stromversorgung des Blocks über einen Sata-Anschluss, und dem Anschluss des Blocks an den CPU_Fan Header des Mainboards. Dieser dient hauptsächlich dazu, dass sich das Mainboard beim Boot nicht darüber beschwert, dass kein CPU-Kühler angebracht ist.

    Außerdem befindet sich am Breakout Kabel noch ein 4 Pin Anschluss über welchen ein RGB-Element aus dem NZXT Lineup angeschlossen werden kann.

    Die Steuerung der LEDs und der Pumpe findet man dann in NZXTs eigener Software, NZXT CAM wieder.

    Die Länge der Kabel war in meinem Fall ausreichend um sie außerhalb der Sichtweite zu den entsprechenden Anschlüssen führen zu können.

    Leider sind am Kraken X63 keine Anschlüsse mehr für die Lüfter, sodass man diese entweder an einem Controller oder eben am Mainboard anschließen muss.

    Eingebaut und eingeschaltet sieht der Kraken X63 schon echt gut aus. In der CAM Software lassen sich viele verschiedene Effekte für die LEDs einstellen, sodass man das ganze perfekt auf das eigene System anpassen kann.



    Design technisch kann der X63 also voll überzeugen.

    Leistung & Preis-/Leistungsverhältnis

    Ich habe versucht meine bisherige Kühlung, den 240mm Raijintek AiO, möglichst fair mit dem X63 zu vergleichen.
    Dazu habe ich zunächst die alte Kühlung einmal rausgeholt, alles entstaubt und dann wieder eingesetzt um möglichst vergleichbar zu testen.

    Die CPU lief bei den Tests übertaktet auf 4,5GHz, und hatte während des 100% Load laut CoreTemp einen Verbrauch von ca. 140W.
    Die Lüfter der Grafikkarte waren so eingestellt, dass sie nicht drehen, der einzige andere Lüfter im Gehäuse, ein 120mm NZXT Lüfter wurde während der Tests nicht verändert.


    Um die Temperaturen halbwegs vergleichen zu können wurde die Raumtemperatur gemessen, um Schwankungen darin rausrechnen zu können.

    Mit der 240mm Kühlung lief das System im Idle bei 35°C (Raumtemperatur: 20,7°C). Als Stress Test für die CPU wurde Prime95 verwendet. Nach einer Weile hatte sich der Prozessor bei einer maximalen Temperatur von ca. 78°C (Raumtemperatur: 20,9°C) eingependelt.
    Der PC war dabei sowohl im Idle, als auch unter Load deutlich zu hören.

    Das gleiche habe ich dann auch mit dem Kraken X63 ausprobiert. Wobei ich die Geschwindigkeit der Lüfter nach den ersten Tests leicht angepasst habe, da diese vom BIOS viel zu stark angesteuert wurden.
    Im Idle lief die CPU dann bei ca. 40°C (Raumtemperatur: 22°C) und unter 100% Load lagen die Temperaturen bei ca. 68°C (Raumtemperatur 22°C).

    Die leicht höhere Temperatur im Idle beim X63 ist vermutlich dadurch begründet, dass ich die Lüfter so weit runter gedreht habe, dass sie quasi nicht mehr hörbar sind.
    Unter Load zeigt sich dann, der Unterschied in den beiden Kühlungen. Der Kraken X63 lag meistens ca. 10°C unter der 240mm Kühlung.
    Und das, obwohl sowohl Pumpe als auch Lüfter nicht ansatzweise bei maximaler Leistung liefen.

    Bei dem Kraken X63 hat die CPU also Temperaturmäßig eine Menge Platz nach oben.

    Im Idle war ich mir bei X63 nicht sicher, ob ich die Kühlung an sich, oder die anderen Komponenten des Systems (Netzteil, Festplatten und zusätzliche Lüfter) höre. Unter Load ist der Kraken X63 zwar leicht zu hören, jedoch signifikant leiser als der 240mm AiO.

    Um zu überprüfen ob es sich bei dieser Vermutung nicht nur um eine subjektive Meinung handelt, habe ich bei beiden Systemen ein Mikrofon daneben gehalten, dessen Ausgabe in Audacity das oben beschriebene Empfinden bestätigt.

    Nachdem ich das testen abgeschlossen hatte, wollte ich nun mal schauen, ob es mir gelingt den Kühler etwas näher an seine Grenzen zu bringen.
    Ich hatte zuvor schon mal versucht den Prozessor über die 4,5Ghz hinaus zu takten, die alte Kühlung stieß jedoch bei höheren Spannungen an ihre Grenzen und der Prozessor erreichte bis zu 85°C.


    Da ich ja zuvor schon gesehen hatte, die Kühlung noch ausreichend Puffer nach oben hat, wollte ich dies also jetzt nochmal versuchen.

    Und siehe da, selbst bei Spannungen an die ich mich vorher nicht dran getraut hätte, liegt die Temperatur mit dem X63 bei max. 75°C und zum ersten mal habe ich es geschafft den Prozessor bei 5Ghz zum laufen zu bekommen. Ich werde mein System zwar nicht 24/7 so laufen lassen, es freut mich aber zu wissen, dass einem Upgrade mit der neuen Kühlung also nichts im Wege steht.

    Dies führt uns auch schon zu meiner Meinung zum Preis-/Leistungsverhältnis. Der Kühler ist zwar mit 150¤ nicht unbedingt günstig, aber wenn einem Design, Lautstärke und die Möglichkeit vielleicht noch ein bisschen Performance aus dem eigenen Prozessor heraus zu kitzeln wichtig sind, ist der Kühler meiner Meinung sein Geld wert.



    Fazit

    Der NZXT Kraken X63 schlägt zwar mit 150¤ ordentlich zu buche, konnte mich allerdings voll und ganz überzeugen. Das ganze muss allerdings auch in einem gewissen Rahmen zum Rest des Systems stehen.
    Leistungstechnisch konnte ich ihn mit meinem System nicht ausreizen, auch wenn er mir ein paar Möglichkeiten eröffnet hat, noch ein wenig mehr Power aus einem schon betagteren Chip zu kitzeln.

    Ich denke vor allem bei High-End Systemen kann der X63 mit seiner Leistung und dazugehörigen sehr geringen Lautstärke punkten.


    Die Installation des Kühlers ist schnell und einfach, wobei ich empfehlen würde zunächst zu checken ob das eigene Gehäuse und die freien Anschlüsse den nötigen Anforderungen gerecht werden.

    Lediglich einen Kritikpunkt hätte ich. Es wäre ein willkommenes Feature, wenn man die Lüfter auch entsprechend an dem Breakout Kabel anschließen könnte, sodass diese ebenfalls über die CAM Software zusammen mit der Pumpe gesteuert werden können.

    Insgesamt kann ich den Kraken X63 aber wärmstens empfehlen.

    Abschließend möchte ich mich bei NZXT und Mindfactory bedanken für die Möglichkeit den Kühler zu testen.

    Ich hoffe mein kleines Review hilft vielleicht dem ein oder anderen.

    Hier noch die versprochenen Bilder:

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  6. #6

    Standard Testers Keepers NZXT Kraken Z63 Review

    Testers Keepers
    NZXT Kraken Z63

    Review

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    Zunächst möchte ich mich an dieser Stelle bei der Mindfactory AG und bei NZXT bedanken, dass ich im Rahmen der Testers Keepers Aktion die NZXT Kraken Z63 testen und anschließend behalten darf – ihr macht mir damit eine riesige Freude! Ich hoffe, mein Review gefällt euch! Vielen Dank für das Testprodukt!

    Inhaltsverzeichnis:


    1.Einleitung
    2.Design, Verarbeitung und Haltbarkeit - Unboxing
    3.Montage
    4.NZXT CAM - Die Software zur Kraken Serie
    5.Leistung - Vergleichstests der Kraken Z63 mit dem Noctua NH-D15 und dem AMD-Box Kühler
    6.Fazit und Preis-/Leistungsverhältnis



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    1.Einleitung

    Nun aber los…

    Vor ungefähr zwei Wochen, erfuhr ich über Facebook von der Testers Keepers Aktion zur Kraken-Serie von NZXT – kurz nachdem ich bei Mindfactory einen Ryzen 5 3600 und ein MSI X570 Gaming Edge Wifi geordert hatte. Zwar war auch ein Noctua NH-D15 auf dem Weg zu mir, doch da war diese leise Stimme aus der kleinen, grau-orangenen Schachtel: „Bewerbe dich! Na los! Schreib‘ schon, der Sommer kommt! Ich glühe förmlich unter dem Box-Kühler!“

    War das etwa? Nein, dass kann nicht sein… Oder doch? „Hier drüben, ich bin’s dein Ryzen 5 3600! Du willst zocken? Mit ordentlich Turbotakt von über 4 Ghz? Dann bewerbe dich auf die NZXT Kraken Z63!“

    Ich fragte mich, warum es ausgerechnet die Z63 sein muss – da erwiderte der Kleine: „Weil ich verdammt nochmal cool aussehen möchte beim Zocken!“ Also schnell in die Tasten gehauen, eine etwas flapsige, aber auch ernsthafte Bewerbung verfasst und auf einmal war sie da, die E-Mail. Wir sind auserwählt – unfassbar. Da habe ich erstmal den kleinen Sechskerner in die Arme geschlossen und ein Freudentänzchen aufs Parkett gesetzt. Wir konnten es kaum noch erwarten und am Montag war es dann auch soweit, der Postbote klingelte und überbrachte das Paket.

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    Nachdem ich das kleine Stück Silizium aus dem Hause AMD für die Vergleichstests unter dem Box-Kühler gequält hatte, konnte es losgehen. Die Operation: „Coolste AiO-Wasserkühlung der Welt“ – zumindest soll Sie das sein, die NZXT Kraken Z63. Im Folgenden werden wir gemeinsam genau das überprüfen: Wie „cool“ ist die Z63 mit dem LCD-Display? Wie verhalten sich Leistung und Lautstärke? Wie ist die Verarbeitung, das Design und das Preis-/Leistungsverhältnis? Wie läuft die Montage der 280mm großen Kraken ab?
    Mein kleiner Ryzen 5 3600 und ich wünschen euch viel Spaß beim Lesen (und gucken)! Das Testvideo folgt in Kürze und wird hier verlinkt!

    Anmerkung: Da pro Post nur 10 Dateianhänge erlaubt sind, habe ich die Bilder in Alben hochgeladen und jeweils die Thumbnails verlinkt. Leider verringert das Mindfactory-Forum die Auflösung beim Upload automatisch, weshalb ich einige Bilder in einem Album meines PCGH-Extreme Profils hochladen und hier verlinken musste - andernfalls wären manche Fotos und Diagramme schlicht zu klein gewesen.

    2.Design, Verarbeitung und Haltbarkeit - Unboxing:

    Kommen wir zum Unboxing der NZXT Kraken Z63. Die All-in-One Wasserkühlung kommt gut verpackt in den klassischen NZXT Farben Weiß und Lila (welches auf den Fotos eher ins Blaue abdriftet). Auf der Verpackung finden sich Produktbilder, die Spezifikationen und natürlich ein wenig „Werbung“ in eigener Sache – schließlich wollen auch die hauseigenen Gehäuse präsentiert werden.

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    Wie auf den Bildern zu sehen, kommt die Wasserkühlung in Folie eingeschweißt beim Käufer an. Mir persönlich gibt so etwas immer ein gutes Gefühl, spricht es doch dafür, definitiv Neuware erhalten zu haben. Also schnell die Folie entfernt und aufgeregt den Karton geöffnet, aus dem mir direkt die Gebrauchsanweisung entgegenfiel. Aber wer braucht die schon? Wir Männer sowieso nicht. Wir lesen die immer erst, wenn etwas schiefgelaufen ist – dazu später mehr.

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    Die Kraken Z63, die Lüfter und das beiliegende Montagematerial sind jeweils einzeln in Folie verpackt im Karton zu finden. Selbstverständlich liefert NZXT sämtliche, zur Befestigung der Wasserkühlung benötigten Materialien auf den aktuell gängigen Sockeln (Intel: Sockel 1151, 1150, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066; AMD: Sockel AM4, TR4) mit – mit Ausnahme des Befestigungs-Brackets für den Sockel TR4, welches den AMD-Prozessoren beiliegt. Neben dem Schraubmaterial zur Befestigung des Kühlkörpers/der Pumpe auf der CPU findet man auch die entsprechende Halterung für AM4-/TR4-Systeme sowie die für Intel-Systeme benötigte Backplate im Karton. Die Halterung für Intel-Prozessoren ist bereits am Kühlkörper vormontiert.

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    Zudem befinden sich die Kabel für die Stromversorgung und die Ansteuerung der Kraken Z63 und des LCD-Displays via USB im Lieferumfang. Auffällig ist, dass drei Lüfter angeschlossen und per Software angesteuert werden können – hier setzt NZXT offensichtlich auf eine gemeinsame Lösung für die Z63 und die große Schwester Z73. Die Stromversorgung der Kraken erfolgt über einen gewöhnlichen Sata-Stromanschluss, für die Steuerung des Displays und der Wasserkühlung via USB wird ein freier Onboard-USB 2.0-Anschluss benötigt.

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    Um die Abwärme aus dem Gehäuse zu transportieren und den 280mm-Radiator zu kühlen liefert NZXT zwei gewöhnliche 140mm PWM-Gehäuselüfter in schlichtem schwarz mit. Fraglich ist, warum man bei einer UVP von 250 Euro hier nicht auch auf RGB-Lüfter setzt – wenngleich sich die Kraken Z63 mit dem knackscharfen LCD-Display von der Konkurrenz abhebt. Die Schraublöcher der Lüfter sind mit Antivibrationspads gummiert, sodass störende Vibrationen minimiert werden. Die Verarbeitung ist tadellos.

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    Radiator und Kühlkörper sind noch einmal gesondert in Pappe und Folie verpackt. Hergestellt werden Radiator, Pumpe und Kühlkörper von Asetek. Asetek ist der weltweit führende Hersteller für AiO-Wasserkühlungen. Entsprechend wertig erscheint die NZXT Kraken Z63. Der Radiator ist aus Aluminium gefertigt und somit auch sehr leicht, was mir bei der Montage sehr entgegen kam – dazu später mehr. Wer wissen möchte, wie eine AiO-Wasserkühlung funktioniert, kann sich dieses Video von Asetek anschauen.

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    Da es sich um eine All-in-One Wasserkühlung handelt, ist das gesamte System bereits montiert, mit Kühlflüssigkeit vorbefüllt und wartungsfrei. Die Schläuche sind noch einmal mit einem Nylon-Sleeve überzogen, sodass diese vor Beschädigungen durch scharfe Kanten geschützt sind. NZXT gibt sechs Jahre Garantie auf die Kraken Z63, ein Indiz was ebenfalls für die hohe Verarbeitungsqualität spricht. Hier hebt sich NZXT von Konkurrenten wie Corsair (fünf Jahre) und Arctic Cooling oder Alphacool (je zwei Jahre) teils deutlich ab.

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    Pumpe und Kühlkörper sind ebenfalls ordentlich verarbeitet und optisch ansprechend. Auf dem Display prangt der Hinweis in englischer Sprache, vor Inbetriebnahme tunlichst alle Kabel anzuschließen. Die Anschlüsse hierfür befinden sich seitlich in die Pumpeneinheit integriert. Auf dem kupfernen Kühlkörper ist bereits Wärmeleitpaste voraufgetragen, sodass dieses teilweise leidige Thema entfällt.

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    Auf der Seite des in schickem Schwarz gehaltenen Radiators prangt das NZXT-Logo, die Bohrungen zur Befestigung der Lüfter oder des Radiators im Gehäuse sind ebenfalls sauber ausgeführt.

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    Die 280mm erscheinen dann doch sehr imposant und es stellte sich die Frage: Wie zum Teufel soll dieses Monster von einer AiO-Wasserkühlung im neun Jahre alten NZXT-Phantom Platz finden?

    3.Montage

    Nach dem Unboxing machte ich mich nun also ans Werk, die NZXT Kraken Z63 in das altehrwürdige NZXT Phantom zu implantieren. Mir war so, als würde ich einen Aufschrei der Erleichterung aus dem CPU-Sockel vernehmen, als ich die Schrauben des AMD-Box Kühlers löste…

    Eines vorweg: Die Montage der Kraken Z63 an sich gestaltet sich sehr leicht, wenn – ja, wenn man denn das passende, moderne Gehäuse dafür besitzt. Es ist teilweise deutlich schwieriger, große Luftkühler zu montieren, als die Kraken Z63 zu verbauen. Dennoch gibt es ein paar kleinere Fallstricke. Auf diese kleineren Probleme möchte ich insbesondere eingehen, um zukünftigen Käufern den Einbau zu erleichtern. Gleichzeitig werde ich aufzeigen, wie man die Kraken Z63 in ein NZXT Phantom einbaut.

    Zunächst jedoch die allgemeine Beschreibung zur Montage der Kraken Z63, die Besonderheiten verschiedener Gehäuse einmal außen vor gelassen:

    Die Montage der Kraken Z63 geht zügig vonstatten. Bei einem Intel-System muss zunächst die mitgelieferte Backplate auf dem Board installiert und mit Hilfe der passenden Abstandshalter für den jeweiligen Sockel auf der Vorderseite fixiert werden. Bei einem AMD-System wird die Standard-Backplate des Mainboards genutzt. Man muss lediglich die Kunststoff-Lüfterhalterungen entfernen und dann die Backplate wieder mit den AMD-Standoffs fixieren.

    Das Intel-Retention-Modul ist bereits auf der Pumpe/dem Kühlkörper vormontiert. NZXT setzt hier auf einen Schnellverschluss: Um das Intel-Retention-Modul zu demontieren, drückt man es in Richtung Pumpe und dreht das gesamte Bracket ein Stück gegen den Uhrzeigersinn. Danach kann das Retention-Modul einfach abgenommen werden. Die Montage des AMD-Brackets erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge – intuitiv und kinderleicht!

    Da die Wärmeleitpaste voraufgetragen ist, kann die Pumpen-/Kühlkörpereinheit nun direkt auf der CPU montiert werden. Hierzu befestigt man das jeweilige Retention-Modul ebenfalls denkbar einfach mit den mitgelieferten Thumbscrews und zieht diese mit einem Schraubendreher fest. Wichtig: Darauf achten, dass die Seite mit den Schlauchanschlüssen rechts neben dem CPU-Sockel, oder aber unter dem CPU-Sockel sitzt. Andernfalls steht das Display Kopf oder ist um 90 Grad gedreht – hierzu später mehr.

    Danach muss der Radiator im Gehäuse montiert werden. Je nachdem, ob man auf das Push- oder Pullverfahren bei der Montage der Lüfter setzt, werden die beiden mitgelieferten 140mm-Lüfter ober- oder unterhalb des Radiators befestigt.

    Bevor man den Radiator mit den Lüftern im Gehäuse verschraubt, sollte man die mitgelieferten Kabel zur Stromversorgung der Pumpe, der Lüfter und zur Steuerung des Displays verbinden und verlegen. Je nach Gehäuse, hat man sonst nach Montage des Radiators nicht mehr genug Platz, um etwa das Kabel für zum Auslesen der CPU-Fan Geschwindigkeit anzuschließen.

    Folgt man bei der Montage der schrittweisen und gut bebilderten Anleitung, geht alles leicht von der Hand. Große Tower-Luftkühler sind teilweise deutlich schwieriger zu montieren.

    Weiter geht es mit dem Einbau in das NZXT Phantom - Gewalt ist keine Lösung – aber manchmal hilfreich!

    Zunächst zu den Besonderheiten des alten NZXT Phantom, um meine „Probleme“ beim Einbau zu verstehen: Das Phantom war im Jahre 2011 ein begehrter Big Tower, vollgepackt mit (damals) modernen Features. Hierzu zählte ein 200mm Lüfter im Deckel und die Möglichkeit, einen 240mm-Radiator im Deckel zu verbauen, ohne den 200mm Lüfter entfernen zu müssen. Dazu wurden kleine „Brackets“ zur Montage des Radiators im Deckel mitgeliefert, für die es entsprechende Bohrungen gibt.

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    Nun sind diese Brackets entsprechend für den Abstand zweier Bohrungen für 120mm-Lüfter ausgelegt, passten also schonmal nicht ganz genau in die Bohrungen der Kraken Z63 – aber mit ein bisschen „Kraft“ konnte ich die Halterungen festschrauben. Ich malte mir aus, dass ich die Brackets einfach falschherum montieren könnte, umso den Abstandsunterschied auszugleichen und teste mit zwei 140mm-Lüftern, die ich noch hier hatte. So ganz leicht sollte es dann aber doch nicht sein, denn vor meiner Bewerbung habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, ob die NZXT Kraken Z63 überhaupt in das Gehäuse passt. Ich bin ehrlich: Ich habe die Z63 gesehen und wollte dieses feine Stück Hardware haben, die Kraken begeistert mich einfach. Wenn, dann musste es die Kraken Z63 sein, wird schon passen. Und was nicht passt, wird passend gemacht!

    So ging es dann weiter und ich habe das zweite Bracket vom NZXT Phantom und die mitgelieferten 140mm Lüfter montiert. Die mitgelieferten Unterlegscheiben konnte ich dabei nur zur Montage der Lüfter nutzen, da sie nicht auf die Halterungen passten – das Phantom ist halt alt. Anschließend habe ich noch die mitgelieferten AM4-Abstandshalter zur Montage des Kühlerkörpers auf der AMD-Backplate des Mainboards verschraubt.

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    Wie schon gesagt: Die eigentlichen Arbeitsschritte zur Montage der AiO-Wasserkühlung gestalten sich extrem einfach, wenn man das entsprechende Gehäuse hat. Alle Besitzer eines modernen Gehäuses würden die fertig zusammengebaute Kraken Z63 mit beiden Lüftern nehmen und entweder unter dem Deckel oder an der Front bei den entsprechenden Bohrungen für 140mm-Lüfter verschrauben – fertig. Nicht so jedoch bei mir.

    Ich musste schnell feststellen, dass mein Plan nicht aufging, zwei identische Brackets verdreht zu montieren. Die Z63 lag auf den Speicherbänken auf. Also alles wieder raus. Es blieb nur eine Möglichkeit: Ich musste die Halterungen des NZXT Phantom verbiegen, die letzte Hoffnung – schließlich konnte ich den Ryzen 5 3600 schon schluchzen hören, sah mich vor meinem geistigen Auge schon ein neues Case bestellen… Ich konnte den kleinen doch nicht im Stich lassen… Da packte ich den Leatherman aus, dengelte ein wenig an der Halterung herum und siehe da: Es funktionierte! Die Kraken Z63 hing endlich unter dem Deckel des Phantoms und der 200mm-Lüfter konnte an seinem Platz verweilen.

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    Wie auf den Bildern zu sehen, ist das alles recht eng bemessen. Aber es passt und die Kraken liegt nirgendwo auf, alle Lüfter können frei drehen und es war noch genügend Platz zur Montage von Pumpe und Kühlkörper vorhanden. Hier noch ein paar Impressionen dazu, wie eng es im Gehäuse mit montierter Kraken Z63 zugeht:

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    Kommen wir zu dem Fallstrick, der einen auch beim Einbau in ein anderes Gehäuse betreffen kann: Das Verlegen der Kabel. Ich war so fokussiert, das Monster überhaupt im Gehäuse unterzubringen, dass ich mir darüber keine Gedanken gemacht hatte. Es folgte also vor der Montage der Pumpe auf der CPU die Ernüchterung – alles musste wieder raus.

    Zunächst sollte man im Sinne einer ordentlichen Verkabelung schauen, wie man die Lüfter auf dem Radiator so montiert, dass man die Lüfteranschlusskabel dem eigenen Gehäuse entsprechend vernünftig und unsichtbar verlegen kann. Bei mir ging das nur über den kleinen Schlitz oben links in der Ecke, durch den schon die CPU-Power Kabel und die Kabel des Heck- und des Deckellüfters laufen. Das war also bereits eine heftige Fummelei.

    Noch viel wichtiger ist aber das Verlegen der beiden Anschlusskabel für die Pumpe. Gerade das „Breakout“-Kabel ist ein ordentlicher Strang, den man erstmal verstecken muss und auch das Micro-USB-Kabel zur Steuerung der Pumpe über die Cam-Software will ordentlich verlegt werden. Ich habe beides vergessen und musste alles nochmal ausbauen. Schlussendlich habe ich die Kabel unter dem Radiator über die Ram-Bänke nach oben und durch einen Einlass in der Gehäuserückwand nach hinten verlegt. Von den Kabeln ist kaum noch etwas zu sehen.

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    Hinter der Rückwand herrscht logischerweise das Chaos, dort habe ich es nicht so mit ordentlicher Verkabelung. Wichtig ist hier einfach: Unbedingt alles anschließen, bevor ihr die Wasserkühlung in Betrieb nehmt! So steht es auch nochmal auf dem Aufkleber, der das Display ziert. Das geschulte Auge erkennt hier auf dem Bild direkt Fallstrick Nummer zwei, zudem wir nach dem ersten Testlauf kommen. Also: Die Pumpe/den Kühlkörper mit den mitgelieferten Thumbscrews auf dem Sockel verschrauben, Sata-Poweranschluss verbinden, Lüfterkabel mit dem Breakout-Kabelstrang verknüpfen und das USB-Kabel auf einem freien Mainboard-Port anschließen, Stecker in die Pumpe – fertig:

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    Nach großem Kampf mit dem Radiator saß endlich alles im Gehäuse und es war Zeit für einen ersten Testlauf:

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    Ich war zufrieden. Die Schläuche waren ordentlich verlegt, der Radiator hatte Platz gefunden und alles funktionierte. Es gab nur noch ein Problem, schaut auf das letzte Bild: Das Display steht Kopf! Aber halt: In der Anleitung steht: „The display orientation can be adjusted within CAM in 90° increments“, ein Anpassen der Ausrichtung sollte also in 90° Schritten per CAM-Software möglich sein – also kein Problem, oder doch?

    So viel vorab: Die Aussage von NZXT stimmt nur zum Teil und sorgte dafür, dass ich den Kühlkörper noch einmal demontiert und neu ausgerichtet habe – schließlich soll das Display, das Highlight der Kraken Z63 richtig herum sein! Man kann das Display nur einmalig 90° per Software drehen. Es muss so montiert werden, dass die Schlauchanschlüsse entweder rechts neben dem CPU-Sockel oder aber unterhalb des CPU-Sockels sind – andernfalls steht das Display auf dem Kopf oder ist gedreht.

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    Gleichzeitig habe ich die Chance genutzt, die ThermalGrizzly Kryonaut Wärmeleitpaste aufzutragen. So hatte ich den direkten Vergleich zur bereits voraufgetragenen Wärmeleitpaste von NZXT (siehe Bild in der Mitte). Die Schläuche liefen trotzdem noch ordentlich durch das Gehäuse, die Kabel waren weiterhin vernünftig verlegt und nun war alles bereit für die Leistungstests und die Spielereien mit dem Display!

    4.NZXT CAM - Die Software zur Kraken Serie

    Zur Steuerung der Pumpe, der Lüfter des Radiators und des LCD-Displays wird die hauseigene NZXT-CAM-Software benötigt. Sie ähnelt dabei sehr den von anderen Herstellern bereits bekannten Tools, etwa dem MSI Afterburner, EVGA Precision Tool, etc. Leider hat NZXT die Software mit vielen unnötigen Funktionen überladen - etwa der Möglichkeit, die GPU zu übertakten, Informationen zu Audio-Geräten und Netzteilen auszulesen, Systeminformationen anzuzeigen oder Spielzeiten aufzuzeichnen. Ich möchte hier daher nur auf die zwei, drei wirklich relevanten Funktionen der CAM-Software eingehen: Das Einstellen der Kühlung und des LCD-Displays. Für alle übrigen Funktionen gibt es sicherlich bessere Alternativen.

    Kühlung:

    NZXT bietet in der CAM Software zunächst drei Presets zum Betrieb der Kraken Z63: Leise, Leistung und Fest. Die Bezeichnung der Profile ist an dieser Stelle selbsterklärend, wobei gerade die Bezeichnung „Leise“ nur bedingt zutrifft – dazu später mehr beim Leistungstest. Interessant ist jedoch die Möglichkeit, eigene Lüfterkurven für die Pumpe und die Radiatorlüfter zu erstellen, sodass die Kraken Z63 wirklich „leise“ betrieben werden kann.

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    Es ist möglich, die grünen Ankerpunkte entsprechend den eigenen Wünschen nach zu verschieben. Im Bild seht ihr meine selbstangelegte „Silent“-Lüfterkurve, bei der Pumpe und Lüfter erst ab 80°C CPU-Temperatur die Drehzahl erhöhen. Damit bleibt der Ryzen 5 3600 noch immer kühl, das System aber völlig lautlos.

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    Die CAM-Software ermöglicht es also dem Nutzer, die Kraken Z63 je nach Bedarf für die eigenen Zwecke vollkommen individuell zu konfigurieren – ganz gleich ob eine maximal Kühlleistung ohne Rücksicht auf die Lautstärke oder aber ein möglichst leises System im Vordergrund stehen. Man spricht hier also letztlich alle PC-User gleichermaßen an, zumal die Bedienung der Software einfach und intuitiv ist.

    Beleuchtung/Display:

    Das im Kühlkörper/in der Pumpe eingebaute LCD-Display ist sicherlich das Highlight der Kraken Z63. Durch das Display hebt sich die NZXT-Wasserkühlung aus der Masse der übrigen, guten 280mm-AiO-Wasserkühlungen ab. Die Auflösung des kleinen Bildschirms beträgt 320x320 Pixel bei 24bit Farbtiefe und einer Helligkeit von 650 cd/m².

    attachment.php?attachmentid=23605&thumb=1&d=1585923002 - Testers Keepers mit der NZXT Kraken Serie attachment.php?attachmentid=23606&thumb=1&d=1585923013 - Testers Keepers mit der NZXT Kraken Serie

    Die Darstellungsqualität des Displays ist dabei sehr ordentlich und es ist eine traumhafte Spielerei für PC-Enthusiasten. Braucht man es? Nein. Will man es trotzdem haben? Ja, denn es verleiht dem PC eine einzigartige persönliche Note und bietet Raum für kreative Spielereien! Einzig das Display unterscheidet die Kraken Z63 von der kleinen Schwester, der Kraken X63 – mit einem saftigen Aufpreis von 100 Euro. Doch seien wir ehrlich: Wer eine AiO-Wakü mit Display sucht, der ist auch bereit diesen Aufpreis zu zahlen!

    Die Bedienung des Displays über die Kraken-Software gestaltet sich ähnlich leicht wie das Erstellen einer Lüfterkurve, gibt jedoch Anlass zur Kritik. Zunächst einmal kann man auch hier auf einige Presets für verschiedene Anzeigemodi zurückgreifen, darunter etwa CPU-Temperatur, GPU-Temperatur, Kombinationen aus beidem, oder das „Carousel“ bei dem in einem vom Nutzer festgelegten Intervall die Anzeigen auf dem LCD-Display wechseln. Die verschiedenen Modi können dabei weiter hinsichtlich Farbgebung personalisiert werden – ein blau-weißes Display in einem BVB-Mod wäre ja auch ziemlich finster.

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    Leider findet man die Funktion, das Display um 90°C zu drehen, nur sehr versteckt. Hierzu muss man auf den Schriftzug „Über Kraken Z3“ klicken und dann einen Haken bei „Rotate Display“ setzen. Allerdings wird das Display dann nur einmalig um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht. Hier sollte NZXT bei einem Kaufpreis von 250 Euro dringend nachbessern, so dass man die Anzeige auf dem Display in 90° Schritten einmal rings herumdrehen kann. Andernfalls hat man nur die Möglichkeit, den Kühlkörper entsprechend mit den Schlauchanschlüssen rechts oder unterhalb vom CPU-Sockel zu montieren, wenn das Display richtig orientiert sein soll.

    Negativ aufgefallen ist zudem die „Datenschutz“-Option im Einstellungs-Menü. Die CAM-Software sammelt erstmal fleißig Daten ohne eure direkte Einwilligung, standardmäßig ist die Nutzung der Daten erstmal erlaubt und das Häkchen gesetzt.

    Die Software aktualisiert sich auf Wunsch automatisch und lädt entsprechend auch neue Firmware Updates für die Kraken Z63. Die nicht benötigten Funktionen kann man glücklicherweise unter den Einstellungen abwählen, sodass letztlich nur wichtige Dinge wie Kühlung, Beleuchtung und eventuell noch das PC Monitoring angezeigt werden.

    5.Leistung - Vergleichstests der Kraken Z63 mit dem Noctua NH-D15

    Kommen wir nun zum wirklich spannenden Teil dieses Reviews: Wie gut ist die Kühlleistung der Kraken Z63 abseits jeglicher Spielerei mit dem Display? Um diese Frage zu beantworten, habe ich mich an der Testmethodik der Computerbase-Redaktion orientiert, soweit mir dies möglich war. Bevor ich die Messwerte protokolliert habe, wurde die CPU jeweils 30 Minuten mit Prime 95 und 12K In-Place FFTs aufgeheizt. Anschließend wurde die durchschnittliche „Tdie“ CPU-Temperatur mit dem Tool HWiNFO ermittelt und notiert. Danach durfte die CPU fünf Minuten abkühlen und ich habe anschließend über weitere fünf Minuten die Idle-Temperatur aufgezeichnet. Da ich hier kein Testlabor habe, schwankte die Raumtemperatur zwischen 18°C und 20°C – dies führte logischerweise auch zu leichten Temperaturschwankungen, die jedoch für ein Userreview zu vernachlässigen sind.

    Die CPU (Ryzen 5 3600) läuft dabei mit Standardtakt und Standardeinstellungen im Bios ohne festgesetzten Turbotakt. Dieser fixierte sich dennoch selbstständig bei 4000 Mhz, sodass die Ergebnisse gut vergleichbar sind. Die Gehäuselüfter des NZXT Phantom habe ich dabei soweit wie möglich heruntergeregelt, um die Kühlleistung der CPU-Kühler bestmöglich beurteilen zu können. Übertaktungstests wird es von mir nicht geben – davon halte ich nichts.

    Die Kraken Z63 wurde von mir mit den vorgefertigten Profilen „Leise“, „Leistung“ und meinem eigenen Profil „Silent“ getestet, bei dem die Kraken erst ab 80°C wirklich hörbar wird. Die Testläufe habe ich einmal mit der voraufgetragenen Wärmeleitpaste und einmal mit der ThermalGrizzly Kryonaut durchgeführt. Als Vergleichsprodukte mussten der AMD Box-Kühler und der derzeit beste Luftkühler am Markt herhalten: Der Noctua NH-D15 in der Farbe chromax.black. Der Noctua wurde dabei mit den mitgelieferten Lüftern und der Kryonaut Wärmeleitpaste bei jeweils 12V und 7V zum Vergleich mit der Kraken Z63 herangezogen. Den AMD Box-Kühler habe ich lediglich mit der voraufgetragenen Wärmeleitpaste getestet, da ich den Ryzen 5 3600 nicht unnötig quälen wollte.

    Zunächst wollte ich auch die Lautstärke mit dem mir hier vorliegenden Voltcraft SL-50 aufzeichnen. Das Gerät zeichnet jedoch nur dBC auf und arbeitet so unpräzise, dass ich das Vorhaben verworfen habe und mich auf einen subjektiven Bericht zur Lautstärke beschränke. Die Messwerte der Temperatur habe ich in einer Excel-Tabelle gesammelt und ein Balkendiagramm zur besseren Vergleichbarkeit erstellt:

    attachment.php?attachmentid=1084539&d=1585928309 - Testers Keepers mit der NZXT Kraken Serie

    Die Kraken Z63 hält den Ryzen 5 3600 unter Prime 95 bei Volllast unter 66°C – ein super Ergebnis! Damit ist die Kühlleistung rund 8°C besser als die des besten Luftkühlers am Markt, dem Noctua NH-D15, der bei 12V 73,5°C erreicht.

    Auffällig ist, dass die Presets „Leise“ und „Leistung“ nahezu identische Kühlleistungen erreichen. Dies liegt daran, dass beide ab 60°C CPU-Temperatur auf volle Leistung gehen, damit identisch gut kühlen, aber auch identisch laut sind. Das ist der große Nachteil der Kraken Z63 mit den NZXT-Profilen: Die AiO-Wasserkühlung ist dann so laut, dass sich für mich keines der beiden Presets eignet und die Kraken einem startenden Hubschrauber gleicht. Subjektiv wird dabei sogar die Lautstärke des Noctua NH-D15 übertroffen, den ich im 12V-Betrieb schon als störend laut empfinde.

    Zum AMD Box-Kühler brauche ich keine Worte verlieren. Den sollte man nur nutzen, wenn einem nichts an der Lebensdauer der CPU liegt.

    Vergleichen wir also die Silent Profile: Mit dem selbsterstellten Profil bleibt die Kraken Z63 unhörbar und kühlt den kleinen Sechskerner noch immer auf gute 73,7°C unter Prime 95-Volllast. Damit erreicht sie die Leistung des Noctua NH-D15 bei maximaler Lüfterdrehzahl im 12V-Betrieb, der dann störend laut agiert und schlägt den Noctua im 7V-Betrieb, bei dem der Luftkühler noch immer deutlich hörbar ist.

    Das volle Potenzial der Kraken Z63 zeigt sich also erst, wenn man selbst Hand anlegt und eine entsprechende Lüfterkurve für die eigenen Bedürfnisse erstellt. Mit meiner Silent Kurve erreichte die CPU beim Gaming in Need for Speed Heat 65°C und boostete konstant auf 4,1 Ghz auf allen Kernen. Dabei war die Z63 noch immer unhörbar – so wie ich mir das für mein System vorstelle. Demgegenüber stehen rund 56°C beim Profil „Leistung“ – dann allerdings deutlich hörbar.

    Noch ein paar Worte zur Wärmeleitpaste: Während der Tests des „Leise“-Profils lag dieselbe Raumtemperatur (18°C) am Morgen an, sodass diese gut vergleichbar sind. Demnach bringt die ThermalGrizzly Kryonaut also einen Vorteil von knapp 1,5°C und das bedeutet: Schenkt euch das Auftragen der Spezialpaste, nutzt die voraufgetragene! Es spart Zeit und der Temperaturvorteil ist vermutlich für 95% aller PC-Nutzer zu vernachlässigen! Die voraufgetragene Wärmeleitpaste von NZXT macht einen super Job!

    6.Fazit

    Kommen wir zum Fazit, das man aus zwei Perspektiven betrachten muss: Der reinen Kühlleistung und dementsprechend dem Preis-/Leistungsverhältnis der Kraken Z63 und dem Coolness-Faktor dieser wunderbaren Hardware.

    Die Kühlleistung der Kraken Z63 ist über jeden Zweifel erhaben. Sie kann den derzeit besten Luftkühler am Markt deutlich in die Schranken weisen und bietet jede Menge Reserven sowohl für den Silent-Betrieb als auch für das Overclocking. Allerdings sollte NZXT bei den vorgegebenen Profilen der CAM-Software nachbessern und zumindest ein Preset implementieren, was den Namen „Leise“ auch verdient.

    Lässt man das Display mal außer Acht, hinkt das Preis-/Leistungsverhältnis natürlich massiv im Vergleich zum Noctua NH-D15, da so für rund 10°C bessere Kühlleistung bei voller Leistung 150 Euro Aufpreis fällig sind. Setzt man jedoch die UVP von 150 Euro der kleinen Schwester, der Kraken X63 ohne Display als Maßstab für die Kühlleistung an, handelt es sich um einen fairen Aufpreis von 50 Euro für eine AiO-Wasserkühlung mit sechs Jahren Garantie, tadelloser Verarbeitung und top Kühlleistung mit vielen Tuning-Optionen. Hier muss dann jeder selbst entscheiden, ob er diesen Aufpreis zur Luftkühlung für maximale Kühlleistung oder die Möglichkeit des Silent-Betriebs bei immer noch hervorragenden Kühleigenschaften zahlen möchte.

    Vergleicht man also die UVP von Kraken X63 und Kraken Z63, so veranschlagt NZXT einen Aufpreis von 100 Euro für das LCD-Display. Auch hier gilt - jeder muss sich fragen: Brauche ich das, oder nicht? Für mich ist das Display ein absolutes Killer-Feature, ein Highlight, mit dem ich meinem PC eine ganz persönliche Note verleihen kann. Dennoch werden viele Käufer sicher häufiger darüber nachdenken, ob sie das Display wirklich brauchen – oder eben nicht. Für 100 Euro kriegt man schon die ein oder andere PC-Komponente, die einem ein Leistungsplus bringt. Doch diese Kunden will NZXT vermutlich gar nicht ansprechen. NZXT richtet sich mit der Kraken Z63 an Enthusiasten, an genau die Art PC-User, die bereit sind, den Aufpreis für das Display zu zahlen.

    Von mir erhält die NZXT Kraken Z63 eine uneingeschränkte Kaufempfehlung, denn es gibt da draußen sicherlich jede Menge PC-Bastler, die genauso verrückt sind wie ich und auf Highend-Hardware stehen. Genau das ist die NZXT Kraken Z63 – die vermutlich beste AiO-Wasserkühlung auf dem Markt hinsichtlich Garantiezeit, Verarbeitung, Leistung und Coolness-Faktor – mal abgesehen vom Preis.

    Die NZXT Kraken Z63 ist in doppelter Hinsicht vor allem eines: Einfach cool!


    Geändert von Falcony6886 (03.04.2020 um 19:19 Uhr)

  7. #7

    Standard Nzxt kraken x53

    NZXT KRAKEN X53 Komplett-Wasserkühlung 240mm

    Vorwort

    Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt eine Wasserkühlung zu verwenden, bin aber dann doch nie diesen Schritt gegangen.
    Jedes Mal wenn es wieder soweit war einen neuen PC zusammenzustellen, hatte ich es aufgeschoben und mir gesagt: "Das kannst du immer noch nachrüsten, besser jetzt das Geld in die anderen Komponenten stecken." Ein anderer Grund war zudem, dass ich zwar wusste dass Wasserkühlungen besser von der Kühlleistung sind, ich mir aber nie sicher war, ob "die paar °C" wirklich eine solche Investition wert sind, denn die Luftkühlung hat bisher ja auch funktioniert.
    Daher kam mir das Testers-Keepers-Angebot von Mindfactory gelegen. Schnell angemeldet und dann bin ich doch tatsächlich einer der Glücklichen, die tatsächlich ein Päckchen zugeschickt bekommen. Hier an dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Mindfactory und NZXT. Dies hat aber natürlich keinen Einfluss auf das Testergebnis...

    Hier noch kurz mein derzeitiges Setup:
    Gigabyte X470 Ultra Aorus Gaming
    AMD Ryzen 5 2600 (6 x 3,4Ghz) (Stock-Cooler)
    4x8GB G.Skill FlareX DDR4-3200 CL14
    Gigabyte GeForce RTX 2080 Gaming OC
    3 x 1000GB SSD (Samsung, 970 / 860 EVO / 860 QVO)
    Corsair RM Series 850Watt Modular ATX Gold
    IN WIN 303 Midi Tower



    Optik
    Die NZXT Kraken X53 überzeugt durch ihr schlichtes aber dennoch elegantes Erscheinungsbild. Sie ist generell in einem matten schwarz gehalten, dies beinhaltet ebenso die Schrauben und Unterlegscheiben. Der RGB-Ring und das Logo lassen sich nach eigenen Wünschen anpassen und haben mich auch mit ihrer Einfachheit überzeugt. Denn ich persönlich nutze RGB-Effekte nur dann, wenn sie nicht zu dominant gestaltet sind.
    Die Software ist sehr übersichtlich und leicht zu bedienen, hatte mir einfach schnell ein Theme rausgesucht und dort dann noch etwas mit den Farben gespielt.



    Verarbeitung
    Die Bauteile sind alle ordentlich verarbeitet, ich konnte keinerlei Macken, oder Farbfehler erkennen. Die Schläuche sind mit Nylon umhüllt, sind jedoch etwas störrisch. Das erschwert zwar je nach Gehäuse möglicherweise den Einbau, auf der anderen Seite gewährleistet es so, dass keine Knicke entstehen, was dann wiederum die Funktionstüchtigkeit mindern würde. Also alles richtig gemacht, meiner Meinung nach. Die mitgelieferten Lüfter für den Radiator machen einen vernünftigen Einndruck, daher habe ich diese auch eingebaut und davon abgesehen meine alten zu verwenden. Die Kabellänge ist mehr als ausreichend, mit Ausnahme der Schläuche zum Radiator: hier kann ich mir vorstellen, dass sich der ein oder andere Käufer ein paar Centimeter mehr wünscht.



    Montage
    Das Einbauen gestaltet sich relativ einfach. Dadurch dass man den Kühler in beliebiger Roation auf die CPU setzen kann, hat man hier alle Freiheiten, die man je nach Gehäuse benötigt. Auch wenn ich schon etwas mehr Erfahrung im Basteln habe, habe ich mich aber auch an die Montageanleitung gehalten, was einwandfrei funktioniert hat - zumindest vonseiten der X53. Aufgrund des AMD Ryzen 5 konnte ich meine Backplate behalten und musste, abgesehen vom kurzen Festhalten dieser, nur auf der Vorderseite des Mainboard werkeln. Kühler und Radiator waren ziemlich schnell montiert, blieb also noch die Verkabelung. Spätestens hier hätte ich dann sowieso mal in die Montageanleitung schauen müssen, um zu realsieren, dass eines der Kabel für einen internen USB-Slot gedacht ist. Wie vorher bereits angedeutet, gab es ein kleines Hindernis und das rührt von meinem Gehäuse her, denn durch die Montage von Lüftern am Boden, werden alle Slots am unteren Rand des Mainboards überdeckt. Also kurz den Lüfter demontiert, das Kabel eingesteckt und den Lüfter wieder montiert. Die restlichen Kabel waren schnell montiert, also noch die Seiten-Glaswand einrasten und fertig.



    Test-Prozedur
    In Ermangelung einer zweiten Wasserkühlung kann ich natürlich nur mit meiner alten Luftkühlung vergleichen. Ich muss aber zugeben, dass mich dieser Vergleich viel mehr interessiert als der zu einer anderen Wasserkühlung.
    Der Test ist folgendermaßen aufgebaut:
    -bei gleicher Raumtemperatur die Tests durchführen
    -alle 10min wird die Temperatur gemessen: 1x im Innenraum des Gehäuses (herkömmliches Thermometer), 1x CPU, 1x GPU, 6x Mainboard (HWMonitor Software)
    -30min Spielzeit Witcher3
    -20min Furmark GPU-Belastung
    -10min Furmark CPU-Belastung
    -10min Furmark GPU- und CPU-Belastung


    Leistung
    Natürlich schneidet die Wasserkühlung besser ab, das ist gar keine Frage, aber entscheidend ist hier, wie sich diese Besserung zeigt...
    Die gemessenen Maximum-Temperaturen an der CPU unterscheiden sich gewaltig (Luft 81°C / Wasser 51°C), das ist eine Differenz von 30K (=Kelvin) - wer hätte das gedacht.
    Auch die Differenz der Durschnittstemperatur an der CPU ist nicht unerheblich mit 12,2K (Luft 57,5°C / Wasser 45,3°C). Hier präsentiert die Wasserkühlung ihre Stärke und ihren Einsatzzweck, denn durch die niedrigere Temperatur erhöht sich die Lebensdauer der Bauteile.
    Überraschend war für mich, dass die Temperatur im Gehäuseinneren tatsächlich höher war als mit dem Luft-basierten Konfiguration, zwar nur um 2,1K im Maximum und 0,5K im Durschnitt aber dennoch höher. Hier sollte man jedoch nicht vergessen, dass die GPU während der Witcher 3-Session mit der Wasserkühlung etwas mehr beansprucht wurde und daher auch mehr Wärme abgegeben hat. Ich bin aber davon überzeugt, und auch die weiteren Daten lassen dies vermuten, dass sich ohne diese Abweichung keine wirklich andere Temperatur einstellen würde, sondern man eine Durschnittstemperatur von ähnlicher Größe erhalten würde; evtl 1-2K niedriger als mit Luftkühlung.

    air-cooling.jpg
    water-cooling.jpg


    Preis/Leistung

    Preislich siedelt sich die NZXT Kraken X53 mit 170¤ im oberen Preissegment von All-in-One-Wasserkühlungen an. Andere Produkte, die noch mehr kosten, sind entweder 360mm lang oder bieten RGB-Effekte, die in die Lüfter des Radiators integriert sind.
    Sieht man sich dazu Luftkühler aus dem oberen Preissegment an, werden hier Preise von ca. 100¤ augerufen.
    Daher erscheint mir der Preis des NZXT X53 mehr als gerechtfertigt.
    Wenn sich für mich nicht die Gelegenheit durch die TestersKeepers-Aktion geboten hätte, wäre die X53 bei mir sicher in der inneren Auswahl für einen Kauf gelandet.


    Fazit
    Wenn ich mir die Leistung anschaue, ärgere ich mich schon ein wenig, dass ich erst jetzt bei einer Wasserkühlung gelandet bin, macht diese doch einen großen Unterschied. Für mich steht jedenfalls fest, dass es zukünftig beim Bau neuer Computer nur noch mit Wasserkühlung geht und ich das nicht mehr auf später schieben werde. Das sollte jedoch noch eine Weile dauern, da ich derzeit sehr zufrieden bin mit meiner Konfiguration.
    Wer an einer Wasserkühlung interessiert ist und weder an der falschen Stelle sparen, noch zu viel dafür ausgeben möchte, macht mit dem X53 nichts verkehrt. Muss noch mehr Kühlleistung her, kann man auch auf den großen Bruder (x73) ausweichen.
    Von mir eine klare Kaufempfehlung.

    case.jpg
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  8. #8

    Standard

    NZXT Kraken Z63 "Testers Keepers" Review Video by Falcony6886

    Mir war nicht klar, dass man Posts nur zwei Stunden lang ändern kann. Daher reiche ich euch das versprochene Testvideo zur Kraken Z63 mit Schwerpunkt auf Testmethodik, Temperaturen, CAM-Software und Display hier nach! Viel Spaß beim Anschauen!



    Liebe Grüße,
    Falcony6886

  9. #9

    Daumen hoch Produkttest: NXZT Kraken X73 vs. Lukü vs. Custom Wakü

    Fazit First
    Die Kraken X73 liefert solide Kühlleistung und Laufruhe. Der Preis für die gebotene Leistung angemessen. Sowohl bzgl. der Kühlleistung als auch preislich reiht sich die X73 zwischen Riesen-Luftkühlern und Custom-Wakü ein. Sie ist gut geeignet für Overclocking, aber auch für Silent-Betrieb.
    Die Montage ist exzellent einfach und die Verarbeitungsqualität ist tadellos. Die enthaltenen Lüfter sind hochwertig, bieten ebenfalls eine ordentliche Leistung und mit entsprechendem Drehzahlprofil auch Laufruhe für Silent-Freunde.
    NZXT liefert ein rundum gelungenes Produkt . Es hat einen gehobenen Preis, wird aber auch gehobenen Ansprüchen gerecht. Geringfügiges Verbesserungspotenzial sehe ich bei der Verkabelung und beim Lieferumfang (Wärmeleitpaste, Ersatzschrauben, PWM-Y-Kabel..).

    Auspacken und Lieferumfang
    Kaum waren alle Teile raus aus der frustfreien Verpackung, hatte ich das Gefühl, sehr wertige Komponenten in der Hand zu halten. Der Lack des Radiators ist super. Selbst das Innere der Finnen des Radiators ist perfekt schwarz, und die Oberflächen scheinen nicht anfällig für Schmutz oder Kratzer. Alle Montageteile sind ebenfalls tadellos lackiert und frei von scharfen Kanten oder Ähnlichem. Es gibt keine unangenehmen Gerüche. Auch die Lüfter machen gleich einen hochwertigen Eindruck aber dazu später mehr.
    Kraken1.jpg
    Es sind lange 12 lange und 12 kurze Schrauben und 24 Unterlegscheiben enthalten, Reserveschrauben gibt es leider nicht. Damit lassen sich die Lüfter entweder an den Radiator hängen oder zwischen Radiator und Gehäuse platzieren. Wer die Wakü in Push-Pull Konfiguration (mit 6 Lüftern) betreiben möchte, hat entweder nur 2 lange Schrauben pro Lüfter oder muss sich selbst ein paar M3,5 Schrauben in passender Länge besorgen.
    Die Rundköpfe der beigelegten Schrauben sind den magnetischen Staubfiltern meines Gehäuses im Weg. Geläufige Senkkopf-Lüfterschrauben passen da viel besser, das sollte man ggf. bei der Planung von Position und Strömungsrichtung des Radiators im Hinterkopf behalten, wenn man auf Staubfilter setzt.
    Die Anleitung liegt in Papierform bei und gut ist mehrsprachig und verständlich.

    Lüfter
    Häufig sind beigelegte Lüfter ein Fall für die Tonne, wenn man gehobene Ansprüche an die Performance und Lautstärke hat. Die 3 mitgelieferten NZXT Aer P jedoch wirken wertig und haben mich überzeugt. Sie sind optisch schlicht, aber sehen aber dennoch klasse aus, da sie anthrazit-farbe Akzente haben, schön abgerundet sind und auch die Details wie die entkoppelte Schraubenführung und der Sticker auf der Rotormitte stimmen.
    Für einen ersten subjektiven Vergleichstest habe ich verschiedene Lüfter an dem Radiator montiert, da die Lüfter dann gegen den Strömungswiderstand arbeiten müssen. Das Verhältnis von gefühltem Luftzug durch den Radiator zu Lautstärke sind die Aer P sehr ordentlich. Ich habe mehrere Modelle zum Vergleich genutzt. An einen SilentWings 3 kommen die Aer P nicht ganz ran, aber einen PureWings schlagen sie knapp. Ein Masterfan Pro ist hingegen keine ernste Konkurrenz. NZXT liefert also absolut brauchbare Lüfter.
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    Die Lüfter sind PWM-regelbar. Im PWM Betrieb beginnt die Regelung der Lüfter bei 19% Duty mit 480rpm und endet bei 2070rpm. Wer trotzdem über die Spannung regelt: bei ca. 5V laufen sie bei mir an und sind dann zwar nicht super silent, aber ruhig und vibrationsarm. Sehr gut ist der große Drehzahlbereich, der den Aer sehr flexibel macht. Da das Motorgeräusch sehr gering ist, jedoch im Vergleich eher Vibrationen bei steigender Drehzahl für Geräusche sorgen, sollten die Lüfter bzw. der Radiator bestmöglich entkoppelt montiert werden.

    Pumpe
    Die Pumpe mit voller Drehzahl läuft an, sobald man den S-ATA Stromanschluss verbindet. Der erste Probelauf zur Dichtigkeitsprüfung lief problemlos. Bei voller Leistung ist ein dezentes, aber hörbares Summen sowie ein paar anfängliche Luftgeräusche zu vernehmen. Vibrationen sind vorhanden, aber recht gering.
    Sobald USB ebenfalls verbunden ist, reduziert sich die Drehzahl und damit auch das Geräusch. Gleichzeitig geht die Beleuchtung an.
    Über 2000rpm bzw. 75% Leistung ist das Geräusch deutlich hörbar und klar lauter als bspw. das einer VPP755 D5 Pumpe. Verringert man bis 1600rpm (50%) wird das Geräusch leiser und weniger hochfrequent, was schon viel angenehmer ist. Darunter wird die Pumpe schön leise und ist z.B. bei 1350rpm (40%) kaum hörbar.
    Wird USB getrennt, läuft sich wieder auf 100%, vermutlich ein Sicherheitsfeature. Mit verbundenem USB ist die Pumpe auch beim Booten direkt ruhig.
    Bereits im ausgebauten Zustand zeigt die Flüssigkeits-Temperaturanzeige 25°C (Raumtemperatur 22,5) an. In dem Bereich, der unter dem üblichen Betriebsbereich liegt, ist die Temperaturanzeige scheinbar nicht sehr genau.


    Montage
    In meinem Rechner werkelt sonst eine Custom-Wakü, die natürlich aufwendiger zu montieren ist als eine AIO-Wakü. Aber auch sonst sind mir schon viele verschiedene Montage-Konzepte über den Weg gelaufen, aber die Montage der X73 auf dem Prozessor ist spitzenmäßig einfach. Ich habe sie auf Sockel AM4 angebracht. Dabei wird einfach die originale Backplate mit 4 Abstandshaltern mit beidseitigem Gewinde festgeschraubt. Danach wird das Pumpenmodul nur noch auf die Abstandshalter aufgesetzt und mit Rändelmuttern festgeschraubt. Alles ist super einfach, passgenau und auch problemlos im stehenden Gehäuse möglich.
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    Die bereits aufgetragene Wärmeleitpaste macht das ganze extra komfortabel. Es liegt jedoch keine Paste für weitere Montagen bei. Übrigens lässt sich sowohl der Beleuchtungsring mit dem NZXT-Schriftzug wie auch die Halterung des Pumpenmoduls in 30°-Schritten drehen. Ich habe die Anschlüsse nach oben ausgerichtet, sonst wären sich meinem RAM in die Quere gekommen.
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    Der beiliegende Halterahmen für Intel-Sockel ist aus flexiblem, hochwertigem Kunststoff, und ebenfalls sauber gearbeitet. Gut finde ich, dass sich die Aufnahmen des Halterahmens für die Abstandshalter für verschiedene Intel-Sockel präzise verschieben lassen.
    Ansonsten ist nicht viel für die Montage zu tun. Die Lüfterschrauben drehen sauber ins Gewinde des Radiators. Die Schlauchlänge hat in meinem PC-O11 für alle möglichen Radiatorpositionen gut gereicht. Wer den Radiator unten im Gehäuse montiert, muss allerdings damit leben, dass das eingeprägte NZXT Logo auf Kopf steht. Die Schläuche sind auch genügend flexibel und dennoch dank der klasse Ummantelung absolut knickfest. Die Fittings sind aus Kunststoff und lassen sich nicht demontieren (würde ich zumindest nicht riskieren).
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    Gut ist auch, dass der Radiator mit 121mm etwa genauso breit ist wie die Lüfter. Da auch nur 27mm dick und 394mm lang ist sollte er in praktisch alle Gehäuse mit 360er Radiator-Slot passen.
    Ein Kompromiss ist aus meiner Sicht die Verkabelung. Einerseits sind Stromversorgung (S-ATA), Drehzahl-Signal fürs Mainboard und ein Kabel für weitere HUE Beleuchtungen in einem Anschlusskabel zusammengefasst, um wenig Stecker zu haben. Andererseits kommt ein weiteres Kabel für die USB-Verbindung dazu. Um die X73 sinnvoll zu verwenden, sollte man Stromversorgung und USB anschließen. Drehzahl-Signal und HUE-Kabel sind eher optional, sodass ich eher hier separate Stecker erwartet hätte. Die Kabel sind schwarz, etwas störrisch und nicht gesleeved. Hier hatte etwas Mühe die Optik die perfektionieren.
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    Software & RGB
    Die "CAM"-Software hat mich bisher durchaus überzeugt. Im Gegensatz zu den Softwares vieler Mainboard-, Grafikkarten- und Peripheriehersteller ist CAM sehr übersichtlich und mir sind keine Bugs oder Abstürze begegnet. Es lassen sich u.A. die Beleuchtung konfigurieren und Profile für die Pumpe konfigurieren.
    Es sind viele, teils innovative Effekte vorhanden und es gibt einige Anpassungsmöglichkeiten. Es gibt auch intelligente Effekt, die beispielsweise die CPU-Temperatur über die Farbe anzeigen. Diesbezüglich liefert NZXT m.E. eine der besten Out-of-the-Box Lösungen für aRGB. Tools von ASUS, Gigabyte, KFA2 usw. können da in Qualität und Umfang nicht mithalten. In meinem Rechner nutze ich einen Arduino zur Beleuchtungssteuerung, um völlig unabhängig zu sein. Die Beleuchtung der X73 lässt sich jedoch nur über USB erreichen, d.h. es gibt keinen zusätzlichen Eingang für Mainboard-Controller mit Aura Sync, Mystic Light etc., sodass man auch mit einem Arduino die Beleuchtung leider nicht ohne Weiteres steuern kann.
    Die Optik des Infinity-Mirrors finde großartig. Die Schriftzugbeleuchtung ist separat einstellbar. Der Ring hat 8 LEDs. Wenn man genau hinsieht, erkennt man den quaderförmigen Block, auf dem der Schriftzug sitzt, aber das sieht alles sehr gut und ordentlich aus.
    IMG_8010.jpg

    Benchmark
    Getestet habe ich mit Prime95, Small FFTs für ca. 10 Minuten. Die Gehäuseseitenteile habe ich geöffnet. Im Deckel bzw. Gehäuseboden sind Lüftungsschlitze, durch die die X73 und die Vergleichs-wakü die Luft ziehen und durch den jeweiligen Radiator pushen müssen. Die Raumtemperatur beträgt etwa 22°C. Zu kühlen: ein AMD Ryzen 7 1700X @3,6Ghz, 1,2V, 96W

    Mittelgroßer Turmkühler von Thermalright, 2x120mm Lüfter in Push-Pull @1450rpm:
    60°C, sehr lautes, surrendes Geräusch (= Lärm)


    Kraken X73, 600rpm, Pumpe 40%:
    57°C CPU, 38°C Wasser, leichtes Summen sowohl von Lüfter, Pumpe kaum wahrnehmbar
    Kraken X73, 600rpm, Pumpe 60%:
    57°C CPU, 37°C Wasser, leichtes Summen sowohl von Lüfter als auch Pumpe
    Kraken X73, 950rpm, Pumpe 55%:
    52°C CPU, 33°C Wasser, hörbares Lüftergeräusche, Pumpe noch leise
    Kraken X73, 1350rpm, Pumpe 70%:
    49°C CPU, 30°C Wasser, deutlich hörbare Lüftergeräusche, Pumpe im Vergleich zu Lüftern nicht hörbar
    Kraken X73, 2050rpm, Pumpe 100%:
    46°C CPU, 27°C Wasser, sehr laute Lüftergeräusche, Pumpe im Vergleich zu Lüftern nicht hörbar

    Custom Wakü 280x60mm, 2x SilentWings 3 @600rpm, Pumpe 40%:
    50°C, nahezu unhörbar
    Custom Wakü 280x60mm, 2x SilentWings 3 @1350rpm, Pumpe 70%:
    46°C, hörbares Lüftergeräusch, Wasserplätschern
    Im Langzeitbetrieb, wenn sich das Wasser im Ausgleichsbehälter komplett aufgewärmt hat, können die Temperaturen nochmal 1-2 Grad höher steigen. Die X73 hat natürlich weniger Wasser im Umlauf und wärmt sich dadurch schneller auf. Der tatsächliche Performance-Unterschied bei Dauerbelastung sollte daher noch etwas geringer ausfallen.


    Die X73 erledigt ihre Aufgabe aus meiner Sicht optimal. Bereits auf niedriger Lüfter- und Pumpenstufe hält sie den Prozessor in einem idealen Temperaturbereich. Sie hat genügend Leistungsreserven, um ihn auch noch kälter zu bekommen, aber das ist gar nicht notwendig, denn bei nicht mal 60°C braucht man sich eigentlich überhaupt keine Sorgen machen. Und dabei ist die X73 wunderbar leise.
    An die Custom-Wakü kommt die X73 nicht ganz ran. Diese ist mit einem 280x60mm Radiator aber auch für reine CPU-Kühlung etwas überdimensioniert und glatt doppelt so teuer. Wer sich das geringe Geräuschniveau der Custom-Wakü wünscht, könnte die X73 ggf. mit anderen Lüftern noch etwas optimieren, aber aus meiner Sicht ist das nicht notwendig.
    Der von mir herangezogene Luftkühler erreicht so niedrige Temperaturen nicht mal mit ach und krach. Man braucht einen sehr großen, klobigen Luftkühler, um wenigstens etwas näher an die Leistung der X73 ranzukommen. Das wäre auch etwas billiger, aber dann hat man halt einen schweren Metallklumpen am Board hängen, nicht die großartige Optik und vermutlich auch nicht die großen Leistungsreserven, wie die X73 sie bietet.

    IMG_8012.jpgKrakenGesamt.jpg

    Zum Schluss ein riesiges Dankeschön and Mindfactory für das Testexemplar!

  10. #10

    Standard NZXT Z63 KRAKEN Testers Keepers

    -DESIGN UND VERARBEITUNG-

    Beim ersten Eindruck der All in One CPU Wasserkühlung Z63 KRAKEN vom Hersteller NZXT fällt direkt positiv auf, dass bei der Verpackung auf den Einsatz von möglichst wenig Plastik geachtet wurde. Der gesamte Verpackungsinhalt befindet sich in einer offenen Pappschachtel die durch ihren Aufbau ein verrutschen der Komponenten ausschließt. Der Radiator ist zusätzlich durch eine Papphülle, um die Kühlrippen herum, geschützt um zu gewährleisten dass dort keine Fremdkörper eintreten. Lediglich Montagematerial, Pumpeinheit und Lüfter sind mit einer Plastikverpackung versehen.
    Das wichtigste einer Verpackung ist natürlich trotzdem dessen Inhalt und dieser macht hier einen sehr guten ersten Eindruck. Die 280mm Radiator/ Pumpen Einheit ist fest vormontiert, fühlt sich insgesamt hochwertig an, ist nicht zu schwer, und sauber verarbeitet. Der Radiator selbst ist aus Aluminium gefertigt und weist eine matt schwarze Oberfläche auf die seitlich durch eingeprägte NZXT Logos verziert wurden. Die 400 mm langen Schläuche zur Pumpeinheit sind sehr flexibel und trotzdem ausreichend fest mit den Komponenten verbunden. Die Pumpeinheit kommt in einem matt schwarz gebürsteten Aluminium Finish und schließt somit den hochwertigen Eindruck zusammenfassend gut ab. Die Unterseite ist für eine erweiterte Wärmeleitfähigkeit mit Kupfer beschichtet.
    Richtig zur Geltung kommt das Design aber erst im Gehäuse im Betrieb. Der 2,36 Zoll LCD Bildschirm ist optisch ein echter Hingucker und liefert obendrauf noch wahlweise, über die NZXT CAM Software gesteuert, die Anzeige von wichtigen Systemdaten wie unter anderem CPU und GPU Temperatur, Taktrate oder Kühlwassertemperatur. Das Design lässt sich farblich nach Belieben anpassen. Die Schriftart lässt sich hingegen leider nicht ändern. Es ist möglich GIF Dateien mit bis zu 20MB Größe auf dem LCD abzuspielen. Diese kommen besonders in System mit einem bestimmten Thema zur Geltung und bestechen durch eine, natürlich abhängig von der Qualität der Datei, sehr gute Auflösung. Die mitgelieferten 140mm Lüfter sind ohne RGB Beleuchtung sondern eher auf Leistung ausgelegt. Das tut dem Gesamteindruck aber keinen Abstrich denn durch zum Beispiel eine indirekte Beleuchtung mit LED Strips setzt man die Z63 richtig in Szene.
    Schwachpunkt im Design sind, in jedem Fall, die für Stromversorgung und Steuerung benötigten Kabel welche für die Funktion der Z63 mit der Pumpeinheit zwingend verbunden werden müssen. Diese Anschlüsse sind zum einen unvorteilhaft nebeneinander rechts von den Schlauchleitungen angeordnet und die Kabel sind nicht gesleevet. Dies beeinflusst die ansonsten hochwertige Optik wirklich negativ und schreit förmlich danach versteckt werden zu wollen. Abhilfe kann man sich mit dem Einsatz von einem Stück, nicht im Lieferumfang enthaltenen, Kabelmantel beschaffen.

    Zuschnitt.jpg

    -LIEFERUMFANG-

    Bedienungsanleitung 11 Sprachig
    2x 140mm NZXT Aer P Lüfter
    Pumpeinheit mit 2,36 Zoll LCD Screen und vormontierter Intel Socket 115X/ 1366/ 2011/ 2066 Befestigungseinheit
    280mm Radiator
    Intel Backplate
    AMD AM4 Befestigungseinheit
    Befestigungsmaterial AMD/ Intel
    Micro USB Kabel und Lüfterkabel (SATA + 3x 4PIN)

    Im Lieferumfang nicht enthalten sind:
    Befestigung für den AMD TR4 Sockel. Dieser liegt aber, laut Anleitung, der Threadripper CPU Verpackung bei
    Montagewerkzeug

    20200328_072952_zuschnitt.jpg

    -MONTAGE-

    Unter zu Hilfenahme der Bedienungsanleitung lässt sich die Montage insgesamt ohne weitere Komplikationen auch für Laien bewerkstelligen. Ein Kreuz Schraubendreher ist das einzige Werkzeug was hier verwendet werden muss. Im ersten Schritt sollte die Montage der entsprechend korrekten AMD/ Intel Backplate am Mainboard erfolgen und dies lässt sich, abhängig vom Gehäuse, auch ohne Demontage des Mainboards realisieren. Auf der Gegenseite wird die Backplate mit den zugehörigen Standoffs (Distanzstücken) handfest verschraubt. In meinem Fall für den Sockel AM4 konnte die Backplate übernommen werden, die Standard Montagebefestigungen vom Mainboard mussten jedoch im Vorfeld entfernt werden. Es empfiehlt sich das MicroUSB- und das 4 PIN Kabel vor der Montage der Pumpeinheit /Radiator, aus Platzgründen, zu verbinden und zu verlegen. Die Befestigungseinheit an der Pumpeinheit selbst lässt sich durch eine einfache Drehbewegung entfernen und durch die entsprechend korrekte Befestigungseinheit für den jeweiligen Sockel ersetzen.
    Die Pumpeinheit wird im Anschluss einfach auf den Prozessor gesetzt (Wärmeleitpaste ist bereits auf der Pumpe aufgebracht) und mit den Rändelschrauben über Kreuz handfest angezogen. Der Radiator und die Lüfter werden dann mit den entsprechend langen Schrauben durch das Gehäuse befestigt. Hier empfiehlt sich das Gehäuse auf die Seite zu kippen um den Einbau zu erleichtern.

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    Die Länge der Schläuche lässt ausreichend Raum für eine Montage an der Gehäusefront oder Gehäusedecke. Der Radiator gestaltet sich zudem entsprechend flexibel. Die Bohrlöcher für die Montage der Lüfter decken alle gängigen Betriebsarten (Push/ Pull/ Push-Pull) ab. Einzig limitierender Faktor ist hier der Aufbau des Radiators+ einseitig montierter Lüfter von insgesamt schon 55mm breite. In einem Push- Pull Betrieb kann das unter Umständen bei einem Einbau in der Front mit sehr großen/ langen Grafikkarten oder je nach Mainboard an der Gehäuseoberseite mit vormontierten Mainboard Kühlern zu Platzproblemen führen.
    Worauf man unbedingt achten sollte, ist die Ausrichtung der Pumpeinheit. Beworben wird die Z63 mit einer Ausrichtung der Anzeige des LCD in 90° Schritten. Tatsächlich ist es aber nur genau ein 90° Schritt im Uhrzeigersinn. Die Standard Ausrichtung der Z63 ist mit den Schlauchverbindungen Richtung Gehäusefront. Zusätzlich ist nur die Ausrichtung mit den Schlauchverbindungen zum Gehäuseboden möglich. Das limitiert unnötig die Flexibilität bei der Montage und sollte im Vorfeld beachtet werden um eine Demontage und dann erneute Montage zu vermeiden.

    -SOFTWARE-

    Die NZXT CAM Software muss im Nachgang von der Herstellerwebsite heruntergeladen werden. Der Umfang ist größer als erwartet denn hier können nicht nur LCD und Lüfterkurve von Pumpe und Radiator sondern auch eine Übertaktung der GPU, Overlay zur Datenanzeige in Vollbild Anwendungen und kompatible NZXT Audiogeräte und Netzteile eingestellt werden. Die Bedienung hingegen ist weniger intuitiv als vermutet. Die einzelnen Einstellungen verstecken sich, scheinbar zur besseren Übersichtlichkeit, in aufklappbaren Unterpunkten. Das führt dann aber im Gegensatz zur Unübersichtlichkeit denn die Größe des Programmfensters lässt sich nicht anpassen und es muss daher in einer Kategorie mit mehreren Unterpunkten runtergescrollt werden. Die Option zum Drehen der LCD Anzeige findet sich unvermutet unter dem Punkt „Über Kraken Z3“ (kein Rechtschreibfehler von mir). Pluspunkte sammelt sie hingegen bei der Möglichkeit dass jede Einstellung in ein separates Profil abgespeichert werden kann. Die GIF Galerie muss einmalig mit Daten gefüttert werden und zeigt dann eine schöne Übersicht der bereits verwendeten GIF Bilder an welche sich dann mit einem Klick wechseln lassen. Leider fiel dann doch noch eine Sache sehr negativ ins Gewicht. Bei den Belastungstests mit einer CPU Auslastung von 100% lieferte die Software keine Daten mehr zur Anzeige an den LCD Screen (Freeze). Das stand erschreckender Weise im direkten Zusammenhang mit der Lüfterdrehzahl welche sich dann natürlich auch nicht mehr entsprechend der Einstellung der Lüfterkurve verhalten hat. Auch nach beenden des Tests blieb die Software hängen und der Prozess musste über den Task Manager beendet werden. Ein unnötiges Risiko das zwingend seitens NZXT behoben werden MUSS.

    NZXTCAM.jpg

    -LEISTUNG-

    Die Kühlleistung der Z63 Kraken wurde anhand der Temperaturentwicklung einer Ryzen 3950X CPU mit Standard Taktung getestet. Als Referenz diente hier ein beQuiet Dark Rock Slim Luftkühler. Die Überwachung der Temperatur wurde mit Hilfe von der Software HWInfo durchgeführt. Die Werte basieren auf dem Pull Betrieb in Kombination mit der Standard Wärmeleitpaste, sollten also im Push Betrieb mit einer hochwertigeren Wärmeleitpaste noch besser seien. Die einzelnen Leistungstests wurden in 3x 5 Minuten Segmente mit einer Messung pro Minute durchgeführt wobei im Anschluss daran der entsprechende Mittelwert gebildet wurde. Die verwendete Lüfter- Pumpenkurve war das mitgelieferte Profil Leistung. Die Testsoftware entspricht den gängigsten aktueller Hardware Tester aus Film und Fernsehen. Ich habe bewusst auf aktuelle In Game Benchmarks verzichtet da die CPU dort bei den meisten aktuellen Titeln chronisch unterfordert war und somit keine wirklich brauchbare Temperaturentwicklung entstanden ist. Bei der Geräuschentwicklung musste leider etwas spartanisch auf ein Tablet mit einer dB App (Sound Meter) zurückgegriffen werden da auf die Schnelle kein richtiges dB Messgerät zur Verfügung stand. Der Test wurde zudem mit geöffnetem Gehäuse durchgeführt. Ergebnis: Verbesserte Kühlleistung von bis zu 9°C bei etwas erhöhter Lautstärke.

    Leistung.jpg

    -PREIS- /LEISTUNGSVERHÄLTNIS UND FAZIT-

    Es steht außer Frage, dass das Design und die Darstellung ein echter Hingucker und die Datenanzeige durchaus nützlich und gut konfigurierbar ist, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass man von der Leistung her gegenüber der NZXT X63 Kraken keinen Mehrwert erhält. Mit einem Aufpreis von knapp 100 Euro gegenüber der X63 mit den gleichen technischen Spezifikationen jedoch ohne modifizierbarer LCD Anzeige erhält man mit der NZXT Z63 Kraken einen fraglichen Mehrwert. Meiner Meinung nach wären 50 Euro Aufpreis für die, mitunter auch einmal unzuverlässige, Anzeige von Leistungsdaten oder wahlweiser Anzeige von animierten Bildern vollkommen ausreichend gewesen. Es hätte durchaus eine Rechtfertigung dafür geben können wenn man zum Beispiel zusätzlich RGB Lüfter und gesleevte Versorgungsleitungen verwendet hätte.
    Alles in allem bin ich mit Leistung und dem Design der Z63 sehr zufrieden und vergebe daher eine Kaufempfehlung. Der Temperaturunterschied von bis zu 9°C gegenüber einem, meiner Meinung nach, Luftkühlungsveteranen und somit keinem einfachen Gegner bildet hier die Grundlage für die Bewertung. Man beachte hierzu auch nochmal, dass der Test im Pull Betrieb, also eigentlich dem Worst Case Scenario, durchgeführt wurde und noch bessere Leistungswerte im Push oder Push- / Pull Betrieb zu erwarten sind. Die Montage ist sehr einfach und gut durchdacht, die Konfigurierbarkeit der LCD Anzeige ist zugänglich gestaltet und bietet eine genügend große Auswahl an Einstellungen und die Lautstärke lässt sich mit einem Custom Profil, ohne hohen Verlust an Leistung, gut drosseln. Ein Abzug von einem Stern in der Gesamtbewertung muss aber erfolgen da das Preis-/ Leistungsverhältnis, aus oben genannten Gründen, nicht wirklich passt und die Software durchaus einer Überarbeitung bedarf.



    Vielen Dank an das Mindfactory Team für die Möglichkeit dieses Produktests!
    Geändert von Denves (07.04.2020 um 20:19 Uhr)

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