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Thema: Testers Keepers mit GIGABYTE RTX 2060 SUPER GAMING OC 3X

  1. #1
    Avatar von Lady Marketing
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    Standard Testers Keepers mit GIGABYTE RTX 2060 SUPER GAMING OC 3X

    Hier findet Ihr die Reviews aus der Testers Keepers Aktion mit GIGABYTE vom 18.11.-24.11.2019
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit GIGABYTE RTX 2060 SUPER GAMING OC 3X
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  2. #2

    Beitrag Produkttest der Gigabyte RTX 2060 Super Gaming OC 3X 8G

    Produkttest der Gigabyte RTX 2060 Super Gaming OC 3X 8G (rev. 1.0)

    Ich wurde von Mindfactory als Produkttester für eine Gigabyte RTX 2060 Super Grafikkarte ausgewählt. Hier berichte ich euch von meinen Erfahrungen und meinen Einschätzungen bezüglich des getesteten Produktes.
    Ich habe die Grafikkarte zwar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, versuche aber dennoch eine objektive Beurteilung durchzuführen.

    Voraussetzungen
    Ich habe mir schön länger gedanken über ein Grafikkartenupgrade nachgedacht. Meine große Leidenschaft ist competatives Matchmaking in Counterstrike, aber auch (mehr oder weniger aktuelle) AAA-Titel sind an der Tagesordnung, aktuell hauptsächlich Witcher 3 und die Titel der Tomb Raider-Neuauflage. Dummerweise hat Counterstrike etwas auf das Spielen dieser Titel abgefärbt, ich achte Penibel auf das erreichen bestimmter Framerates, und meine "alte" Zotac GTX 1060 6GB amp! erreichte einfach nicht mehr stabil die von mir im Singleplayer gewünschten 60Hz bei höchsten Einstellungen. Ich persönlich wollte zusätzlich auch seit erscheinen von Raytracing die verbesserung der Grafik selbst erleben.
    Zusätzlich gibt meine 1060 so langsam den Geist auf. Die Lüftersteuerung oder Lüfter selbst haben vor kurzer Zeit ein seltsames Verhalten gezeigt: Einer der Ventilatoren geht gar nicht mehr, der andere dreht auf Vollgas und kann nicht mehr gedrosselt werden (selbst bei kühler GPU), während Hardwaremonitoring-Tools eine Lüftergeschwindigkeit von 0% auslesen. Den OC musste ich folglich zurückschrauben, um den Grafikchip nicht dem sicheren Hitzetod zu überlassen, während meine Grafikkarte gleichzeitig dauerhaft wie ein startendes Flugzeug klang.
    Entsprechend glücklich war ich also über den angebotenen Produkttest einer neuen Grafikkarte.

    In meinem aktuellen PC sind die folgenden Komponenten verbaut:


    Prozessor: Amd Ryzen 1600, 6*3,2 GHz, übertaktet auf 3,8 GHz
    Kühler: be quiet! Shadow Rock LP
    Ram: Corsair Vengeance LPX 3000 MHz 2*8GB DDR4
    Mainboard: ASRock AB350M Pro 4 μATX
    PSU: 500W be quiet! Pure Power 10
    Festplatten: 256GB Adata XPG SX 8200 Pro M.2 PCIe SSD
    525GB Crucial MX300 SSD
    Gehäuse: Corsair Carbide Air 240, incl. 3* be quiet! Silent Wings 3
    Bildschirme: 1. Samsung C24FG70 (144Hz, Freesync, 1080p, DP)
    2. Samsung T24C300 (60Hz, 1080p, HDMI)


    Verpackung und Lieferumfang:
    Das Paket mit der Grafikkarte wurde innerhalb von nur 2 Tagen mit DHL zu mir geliefert. Wie nicht anders erwartet wurde die Gigabyte-Karton von Mindfactory bestens verpackt und mit Luftpolstern gegen mögliche Beschädigungen bei der Paketzustellung gesichert.
    Im Lieferumfang enthalten sind eine Kurzanleitung, eine CD mit Nvidia-Grafiktreibern sowie zusätzlicher Steuerungsprogramme von Gigabyte, und natürlich das eigentliche Objekt der Begierde, die Grafikkarte. Diese ist in einem Schaumstoff eingebettet und zusätzlich in einer ESD-Schutztüte gegen die Beschädigung durch elektrostatische Entladungen gehüllt. Des weiteren sind die PCIe-Kontaktpins sowie die Videoausgänge durch Plastikabdeckungen geschützt. Die Schutzkappen der nicht verwendeten Anschlüsse verhindern bei Benutzung der Grafikkarte die Verschmutzung der Kontaktstellen durch z.B. Staub.

    Paket.jpg
    Das Paket von Mindfactory mit dem Grafikkartenkarton, wie nicht anders erwartet perfekt verpackt.

    Design und Konnektivität:
    Bei der getesteten Grafikkarte handelte es sich um die Gigabyte RTX 2060 super Gaming OC 3X 8G rev 1,0. Die Grafikkarte hat eine Länge von ca. 28,5 cm, belegt in die Höhe 2 Slots und ist dabei nur ca. einen Zentimeter breiter als die Slotblende. Somit eignet sie sich perfekt für mein Corsair Carbide Air 240 Gehäuse, welches nur vergleichsweise schmale Grafikkarten zulässt. Gekühlt wird die RTX von drei 80mm Ventilatoren, welche durch das von Gigabyte verwendete "alternative-Spinning" die Luftturbulenzen bei Betrieb und folglich die Lautstärke veringern sollen.
    Über 3 Displayport-Anschlüsse und einen HDMI Anschluss können mehrere Bildschirme angeschlossen werden, wer jedoch analoge Bildschirme über VGA oder DVI verwenden möchte, ist auf einen zusätzlichen Adapter Angewiesen.
    Der in der ersten Version dieser Grafikkarte noch verbaute VirtualLink USB-C Anschluss gibt es bei der überarbeiteten Version nicht mehr.
    Die benötigte Stromversorgung wird durch einen einzelnen 8-Pin Stromanschluss gewährleistet. Als praktisches Feature ist über dem Stromanschluss eine LED angebracht, welche durch blinken oder dauerhaftes Leuchten auf eine instabile oder komplett unterbrochene Stromversorgung hinweist.
    Die Grafikkarte selber ist in einem minimalsitischen, grau-schwarzem Design gehalten. Dies führt zu einem vergleichsweise zeitlosem Erscheinungsbild, welches sich meines erachtens nach optisch gut in meinen Computer einfügt. Es gibt jedoch sicherlich Benutzer, welche das Aussehen als zu langweilig empfinden.
    Ebenso verhält es sich mit der vorhandenen RGB-Beleuchtung: Lediglich der Gigabyte-Schriftzug wird beleuchtet. In Zeiten, wo mancher Gaming-PC wie eine Jahrmarktbude beleuchtet ist, wirk dies ebenfalls minimalistisch. Meiner Einschätzung nach setzt sie jedoch interessante Akzente in meinem ansonsten unbeleuchteten Gehäuse, welche durchaus ansehlich sind.
    Die Rückseite des PCB ist mit einer schwarzen Backplate verdeckt, welche nicht nur die Platine effektiv schützt, sondern auch zusätzlich über Wärmeleitpads einige der auf der Rückseite angebrachten Bauteile passiv kühlt.

    Platzmangel.jpg
    Der eingeschränkte Bauraum im Corsair Carbide Air 240: Viel breiter dürfte die Grafikkarte nicht sein, sonst bekommt man schnell Probleme mit den Stromanschlüssen.

    Neues_Zuhause.jpg
    Die Grafikkarte in ihrem neuen Zuhause.


    Installationsprobleme:
    Leider lief die Installation der neuen Grafikkarte nicht ganz reibungslos ab. Ich habe die RTX Grafikkarte in dem passenden PCIEx16 Slot meines Motherboards gesteckt und mit dem Netzteil verbunden. Beim Funktionstest zeigte der einzige, über Displayport angeschlossene Bildschirm keine Reaktion, der Schriftzug der Grafikkarte leuchtete jedoch. Als nach mehrfachem Neustart immernoch keine Besserung in Sicht war installierte ich erneut meine alte Grafikkarte, um mit dem Softwaretool DDU jegliche Grafiktreiber zu deinstallieren. Nach erneutem wechsel auf die Gigabyte RTX zeigte der Bildschirm immernoch keine Reaktion. Nach längerem rumprobieren versuchte ich, nur meinen Zweitbildschirm über HDMI anzuschließen. Dieser reagierte sofort auf die Grafiksignale, mein PC bootete problemlos und Windows installierte daraufhin automatisch passende Treiber. Nach erfolgter Treiberinstallation funktionierten beide Bildschirme tadellos.
    Da Windows in der Regel nicht automatisch die aktuellsten Treiber findet, wurde noch flix die aktuelle Version von der Nvidia-Website heruntergeladen und installiert.
    [Ob ich überhaut die alten Treiber von Nvidia hätte deinstallieren müssen (Die Downloaddatei für den aktuellen Triber beider Grafikkarten ist identisch),kann ich im nachhinein leider nicht eindeutig bestimmen. Ich hatte auch nicht die zwei verbliebenen Displayport-Ausgänge der Grafikkarte getestet, vielleicht hätte es damit ja funktioniert. Ich kann auch nicht eindeutig sagen, ob die Probleme einzig durch meinen primären Monitor und dessen Einstellungen (144hz bzw FreeSync) verursacht wurden oder ob das Installationsproblem allgemein bei Monitoren auftritt, welche über Displayport angeschlossen sind. Vielleicht hätte es auch schon ausgereicht, FreeSync am Monitor zu deaktivieren?]

    Zusatzsoftware von Gigabyte:
    Über die Triber-CD kann zusätzlich die "Gigabyte Aorus Engine" installiert werden. Das Programm enthält ein einfaches Overclocking-Tool. Der Aufbau entspricht dabei größtenteils dem Startbildschirm der weit verbreiteten Software MSI-Afterburner: Die üblichen Schieberegler zum regeln von Boosttakt, Speichertakt, Temperaturlimit, Powerlimit,...
    Es kann auch von der automatischen Lüftersteuerung auf eine manuelle Lüfterkurve umgestellt werden.
    Der Größte Unterschied zum Afterburner besteht darin, dass duch einen einfachen Button bei automatischer Lüftersteuerung der 0 db Modus (Lüfter stoppen bei niedrigen Temperaturen/geringer Last) ein bzw. ausgeschaltet werden. Des weiteren ist das Anheben der Chipspannung bei Afterburner geblockt (als Schutzfunktion, kann laut Internet aber vergleichsweise einfach aufgehoben werden), dies ist jedoch bei der Aorus Engine freigeschaltet.
    Über einen zusätzlichen Button wird die Steuerungssoftware "RGB Fusion 2.0" für den RGB-Schriftzug gestartet. In dieser kann sowohl der Modus (Blinken, langsamer Farbwechsel (Standard),ausschalten,...), als auch die Farbe der Schriftzugbeleuchtung variiert werden.
    Die RGB-Software kann auf der Website von Gigabyte unabhängig von dem Overclocking-Tool herunterladen kann, falls man bereits Programme wie den MSI-Afterburner verwendet und weiterverwenden möchte.

    Leistung:
    Um die Rohleistung der Grafikkarte zu testen, wurden diese von mir in verschiedenen Banchmarks und Spielen mit meiner alten GTX verglichen, jeweils ohne zusätzliches manuelles Overclocking.
    Um trotz des defekten Lüfters der etwas "gehandicappten" GTX 1060 die Ergebnisse vergleichbar zu halten, achtete ich in den Benchmarks darauf die Grafikkarte nicht in ihr Temperaturlimit (und folglicher Drosselung) laufen zu lassen. Folglich musste ich zwischen den Testläufen die Grafikkarte abkühlen lassen. Die RTX 2060 von Gigabyte wurde im Dauerbetrieb getestet, da diese nie auch nur ansatzweise das Temperaturlimit erreichte.
    Mir ist bewusst, das dadurch die Ergebnisse nicht 100%ig vergleichbar sind, die Werte sprechen aber entsprechend umzu deutlicher für die RTX 2060 Super:

    Jegliche Benchmarkversuche wurden jeweils drei mal durchgeführt, um vorhandene Schwankungen zu erkennen und herauszumitteln.

    Im Heaven Benchmark 4.0 (DX11, 1080p, Ultra) erreicht die RTX 2060 Super im Schnitt 187,93 FPS und erzielte somit 4734,6 Punkte (GTX 1060: 116,90 FPS bei 2994,3 Punkten, vergleichbar zu abgespeicherten alten Ergebnissen vor dem Lüfterschaden). Die RTX 2060 Super erzielt nicht nur um 60% höhere Werte, die gemessenen Werte sind auch deutlich konsistenter als bei der Gtx 1060.
    Im 3D Mark Firestrike erzielt der RTX-Pixelbeschleuniger im Schnitt 8834,3 Punkte und liegt somit fast 110% über den 4215,7 Punkten der GTX Grafikkarte.

    Neben den Ergebnissen aus rein synthetischen Benchmarks habe ich mir auch Ergebnisse in aktuellen Spielen angeschaut:
    In Shadow of the Tomb Raider wurde der integrierte Benchmarktest durchgeführt, da dieser die Ergebnisse exakt vergleichbar macht. Im Highest Preset (also ohne Raytracing) lieferte hier die RTX von Gigabyte mit 105 FPS eine um 75% erhöhte durchschnittliche Bildrate gegenüber der Gtx 1060 (60 FPS). Noch deutlicher ist die Steigerung der minimalen FPS um 85% vomn 44 FPS auf 81,7 FPS.
    Der Unterschied bei The Witcher 3 Wild Hunt unter höchsten Einstellungen ist subjektiv und nicht durch exakt gemessene Zahlen belegt. Hier lieferte die alte GTX 1060 in manchen Fällen keine 50 FPS, Die Gigabyte RTX 2060 Super hingegen lief dauerhaft 80-100 FPS. Wenn man diese auf 60 FPS beschränkt, erhält man somit ein sehr angenehmes Spielerlebnis, ohne die Grafikkarte sehr stark zu beanspruchen.
    Bei CS:GO fällt der unterschied nur minimal aus. Hier erreichte sowieso die GTX auf allen Matchmaking-Maps deutlich über 144 FPS, in Dangerzone lieferte sie jedoch stellenweise nur ca. 100 FPS. Die Karte von Gigabyte lieferte hier ca. 5-10% mehr FPS, ist aber nur zu 50% ausgelastet. In diesem Falle ist wohl mein Ryzen 1600 der Flaschenhals.

    Raytracing:
    Zusätzlich interessiert natürlich auch das Aussehen sowie die Leistung von Raytracing (und DLSS). Ich habe hierbei nur die Eindrücke der Gigabyte RTX 2060 Super Gaming OC 3X 8G betrachtet. (Mir ist bewusst, dass dank Treiberupdates auch Raytracing auf einer GTX 1060 theoretisch möglich ist, das holprige Ergebnis wollte ich aber nicht meinen Augen zumuten.)
    Die Grafikkarte liefert bei höchsten einstellungen und Ultra-Raytracing beim Benchmark von Shadow of the Tomb Raider im Schnitt 64 FPS und minimal 43 FPS.Unter der Verwendung von DLSS (etwas schlechtere Bildqualität, dafür aber mehr FPS) steigen sowohl minimale als auch maximale FPS um ca +10 FPS.Erstaunlich ist hierbei auch die Hardwareausnutzung des Benchmarks: insgesamt verschlingt das Spiel max. ca 11GB Ram (deswegen sollten heutzutage 16 GB drinne sein), der Grafikspeicher wird dabei mit über 7,5GB nahezu vollständig belegt (ohne RTX: 5,5 GB). Bei Shadow of the Tomb Raider können nur die Schatten über Raytracing berechnet werden, aber dies kann sich sehen lassen: Insbesondere bei Szenen mit vielen Lichtquellen werden aus den scharf umrissenen Schatten butterweiche Schattierungen, das gibt optisch echt was her.

    Tomb Raider.jpg
    Durch Raytracing berechnete Schatten bei Shadow of the Tomb Raider

    Zusätzlich habe ich in die Quake 2 RTX-Demo geschaut.
    Das Ergebnis von Raytracing kann sich auch hier sehen lassen: Die Beleuchtung ist deulich authentischer, und die Spiegelungen an glatten oberflächen sind einfach nur genial.

    Quake2.jpg
    Beleuchtung und Reflektionen bei Quake 2 RTX

    Leistungsaufnahme und Lautstärke:
    Mein Netzteil liegt mit 500W leicht unter der Empfohlenen Netzteilleistung von 550W. Um Probleme hierbei auszuschließen, habe ich die gesammte Leistungsaufnahme meines Rechners im Betrieb nachgemessen. Ich habe leider keine vollständige Auslastung meines Systems erreichen können, da immer entweder die Grafikkarte oder die CPU gebottleneckt wurden. Bei einer totalen GPU-auslastung und zusätzlich fünfzigprozentiger Prozessorauslastung im Heaven Benchmark wurden jedoch im schnitt lediglich ca.300W mit einzelnen Peaks bei 330W aus der Steckdose gezogen. Durch verechnen mit der Leistungsaufnahme unter 50% Prozessorlast ohne Auslastung der Grafikkarte ergibt sich eine geschätzte maximale Leistungsaufnahme von 200-230 Watt.
    Gigabyte sind mit der Angabe für die Netzteilleistung den "sicheren" Weg gegangen, unter Annahme eines sehr Stromhungrigen Prozessors.
    Ich muss mit meinem aktuellen Setup jedoch keinerlei Versorgungsprobleme befürchten.
    Die Kühlleistung des Gigabyte Kühlkörpers ist erstklassig. Bei keinem meiner Tests lief die Karte heißer als 72°C, und blieb dabei angenehm Leise. Im Idlebetrieb werden die Lüfter überhaupt nicht aktiv, erst ab ca 64°C fangen sie sich an zu drehen, aber ohne wirklich hörbar zu werden. Da sind die leisen Autogeräusche durch die geschlossene Fensterscheibe deutlicher zu hören. Hier hat Gigabyte definitiv gute arbeit geleistet. Insbesonders im Vergleich zu meiner alten Gtx 1060 liegen hier Welten dazwischen.
    Nur eine kleine eigenheit ist mir bei den Kühlern der RTX aufgefallen. Werden diese manuell bei niedrigen Drehzahlen unter 40% der Maximaldrehzahl gefahren, laufen sie nicht stabil und werden immerwieder impulsweise an- und ausgeschaltet. Dies ist durchaus auch zu hören. Diese Eigenheit tritt sowohl bei Verwendung der Aorus Engine als auch mit dem MSI Afterburner auf. Die voreingestellte automatische Lüfterkurve umgeht diese Drehzahlen, indem direkt mit einer höheren Lüftergeschwindigkeit gestartet wird. Jedoch kann man manchmal, insbesondere bei plötzlicher Volllast und entsprechend sprunghafter Erwärmung, die alternierende Lüftergeschwindigkeit beim Anfahren kurz hören.

    GrößenvergleichRTX_GTX.jpg
    Der deutlich längere Kühlkörper im Vergleich zu meiner GTX 1060 lässt schon vermuten, das die Kühlung bei der RTX 2060 Super von Gigabyte nicht zu kurz kommt.

    Fazit:
    Die RTX 2060 Super Chipsätze liefern enorme Leistung im 1080p-Betrieb, und liefern bestimmt auch noch in vielen aktuellen Titeln auf 1440p einiges an Spielespaß. Der Chip stellt den Sweet Spot dar, wenn man bei FullHD auch in den Genuss von Raytracing kommen möchte. Hier setzt sich der Chipsatz definitiv von der RTX 2060 nonSuper ab, welche bedingt durch den geringeren VRAM hier schon an ihre Grenzen kommen kann. Für höhere Auflösungen sollte man bei Raytracing aber vorsichtshalber ein stärkeres Modell kaufen oder von DLSS gebrauch machen, wenn man keine Abstriche bei der Bildwiederholrate machen möchte.

    Gigabyte hat mit ihrem Custom-Modell solide Arbeit geleistet. Trotzt der vergleichweise geringen Bauweise haben sie einen leistungstarken und gleichzeitig leisen Kühler entwickelt, der trotz des Herstellerseitigen Overclockings die Grafikkarte auch nie nur ansatzweise zu heiß werden lässt.
    Ich bin mir sicher dass ich noch leinige Zeit Spaß an der Grafikkarte haben werde!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Paul Zeltner (13.12.2019 um 17:59 Uhr)

  3. #3

    Standard

    Ich hatte das Glück, dass ich durch die Aktion „Testers Keepers“ in Kooperation mit Mindfactory und Gigabyte ein Exemplar der Gigabyte 2060 Super Gaming OC 3X bekommen habe, um Sie auf Herz und Nieren zu testen.

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    Bisher habe ich eine RTX 2080Ti verbaut, die ich natürlich nicht ersetzen werde, aber meine Frau wird sich über ihr endlich eigenes System sehr freuen. Ich habe mich dennoch riesig gefreut, auch wenn die Grafikkarte schlussendlich nicht für mich ist, das letzte Grafikkartenmodell von Gigabyte, welches ich mal mein Eigen nannte, war die Gigabyte AMD Radeon HD 7970 mit 3GB GDDR5 Speicher.

    Hier mal ein kleiner Größenvergleich der 2080Ti mit der 2060 Super

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    Bei meinem getesteten Modell handelt es sich jetzt aber um eine RTX 2060 Super Gaming OC 3x von Gigabyte in einer 2-Slot-Variante. Sie ist ausgestattet mit 3x 80mm Axial-Lüfter im Windforce Design, bei der die Lüfter unter 62 Grad komplett stillstehen und daher komplett lautlos arbeiten. Auf der Anschlussseite finden wir 3x DisplayPort in der Version 1.4 und einmal HDMI in der Version 2.0b. Oben auf dem Kühler befindet sich der Schriftzug von Gigabyte, dieser bietet eine RGB-Beleuchtung und kommt gerade in Gehäuse mit einem Seitenfenster super zur Geltung. Strom für den einwandfreien Betrieb bekommt die 2060 durch ein 8-Pin Anschluss auf der Oberseite der Karte, somit sollte also jeder mit einem annähernd neuen Netzteil das gute Stück mit Energie versorgen können.

    Das Board der Grafikkarte ist zusätzlich mit einer Metall Back Plate ausgestattet, was einerseits zur besseren Kühlung und Stabilität beiträgt, aber auch die Optik stark aufwertet, da sie zusätzlich auch noch mit dem Gigabyte-Schriftzug versehen wurde.

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    Die Kühlerabdeckung besteht aus Plastik, ist aber sehr gut verarbeitet, ich konnte keine scharfen Kanten entdecken. Farblich kommt sie in einer Art schwarz-anthrazit daher und besitzt ein paar Farbakzente die in Silber hervorstechen. Ein kleiner Teil auf der linken Seite und auf der rechten Seite sieht von der Optik aus wie ein Wabenmuster und ist mit jeweils 2 Befestigungsschrauben versehen.

    DSC_0196.jpg

    Die Maße der Grafikkarte ist sehr Moderat und sollte in jedes normale Gehäuse Platz finden, die Länge der Karte beträgt ungefähr 280mm und selbst bis zu meinem Radiator der AIO Wasserkühlung sind noch mindestens 5cm Platz, die Breite der Karte beträgt ungefähr 116mm und die Höhe liegt bei gerade mal 40mm, daher auch das 2-Slot Design.

    DSC_0213.jpg

    Laut GPU-Z liegt der Basis-Takt bei 1470 MHz und der Boost-Clock bei 1710 MHz, bei den meisten von mir getesteten Spielen ging der Takt allerdings hoch bis auf 1950 MHz. Ich habe die RTX 2060 Super in mehreren Spielen mit dem integrierten Benchmark getestet, zum Einsatz kamen Shadow of the Tomb Raider, Dirt Rally (2015), Metro Exodus und Far Cry 5.

    Die Auflösung war in allen Spielen auf 2560x1440 eingestellt, das Grafik-Preset auf Maximum fixiert und es wurde mit dem aktuellen Nvidia Treiber 441.41 getestet.

    Mein System besteht aus einem Intel i7 8086K, gekühlt von einer Raijintek Orcus RGB AIO auf einem MSI Z370 Gaming Pro Carbon, 16GB G.Skill Trident Z RGB CL16 Arbeitsspeicher, alles verpackt in einem Kolink Levante Midi-Tower.

    Bei Shadow of the Tomb Raider wurden dabei im Durchschnitt 73 FPS ermittelt, die Min-FPS lagen bei 57 FPS und die Max-FPS bei 110 FPS. Bei Dirt Rally lagen die durchschnittlichen FPS bei 145 FPS, Min-FPS bei 111 FPS und die Max-FPS bei 229 FPS, Far Cry 5 ergab ein ähnliches Ergebnis wie SOTTR, die durchschnittlichen FPS bei 89 FPS, Min-FPS bei 76 FPS und die Max-FPS bei 100 FPS. Das fordernste Spiel in dem Test war Metro Exodus, der integrierte Benchmark zeigt wirklich das Worst-Case-Szenario und lieferte in 1440p rund 26 FPS im Durchschnitt, Min-FPS lagen bei 17 FPS und die Max-FPS bei 36 FPS. Zusammengefasst lässt sich aber sagen, dass die RTX 2060 Super für alle aktuellen Spiele in 1440p ein sehr gutes Ergebnis abliefert.

    Während der ganzen Tests habe ich natürlich auch die Temperaturen immer im Auge behalten, dazu diente mir der MSI-Afterburner. Im normalen Desktopbetrieb läuft die RTX 2060 Super quasi im Passivbetrieb, da die Lüfter ja stillstehen und die Temperatur hält in meinem Gehäuse die 42 Grad und selbst nach 45 Minuten FurMark GPU Stress Test war die maximale Temperatur gerade mal bei 71 Grad. Aus meinem Gehäuse war die Grafikkarte während meiner Testphase nicht rauszuhören, die Lüfter in meinem Gehäuse sind aber auch nicht gerade die leisesten.

    Overclocking dürfte natürlich auch nicht fehlen und somit habe ich mir von Gigabyte mal das Hauseigene Tool „Aorus Engine“ runtergeladen und installiert.

    Zuvor habe ich das Benchmark-Tool 3DMark Time Spy durchlaufen lassen und ich erreichte 8883 Grafik-Punkte. Anschließend habe ich mit Hilfe von Aorus Engine das Power Target auf das Maximale gestellt und landete bei 114%, habe dann den Autoscan einmal durchlaufen lassen und dieser hat dann eine optimale Kurve erstellt, natürlich kann man bessere Ergebnisse erzielen, wenn man selbst Hand an den Regler anlegt und in einzelnen Schritten den Boost- und den Speichertakt erhöht, aber ich denke so repräsentiert es wahrscheinlich die ersten Gehversuche am besten. Das Ergebnis im Time Spy Benchmark war dann 9092 Grafik-Punkte und brachte gerade mal 2,4% Mehrleistung und ich denke, je nach Spiel macht das vielleicht 2-7% mehr Leistung aus.

    Um das Preis-Leistungsverhältnis der Karte zu beleuchten, habe ich meine RTX 2080Ti einmal durch den gleichen Parkour laufen lassen und vergleiche einmal die FPS-Werte mit der 2060 Super. Die 2080Ti lieferte nun bei Shadow of the Tomb Raider im Durchschnitt 113 FPS ab, was in etwa 54,8% Mehrleistung beträgt, die 2060 Super erreichte hier im Schnitt 73 FPS. In Dirt Rally lieferte die 2080Ti durchschnittlich 146 FPS, mit 145FPS lieferte hier die 2060 Super so ziemlich das gleiche Ergebnis ab, also nicht mal 1% Unterschied. In dem Spiel Far Cry 5 lagen die durchschnittlichen FPS bei 117 FPS, während die 2060 Super gute 89 FPS ablieferte, also ein Unterschied von 31,5%. In Metro Exodus erreichte die 2080Ti knapp 43 FPS, im Vergleich, die 2060 Super schaffte hier rund 26 FPS, hier machte die 2080Ti knapp 65% Boden gut. Zuletzt lies ich hier noch den 3DMark Time Spy durchlaufen und erreichte mit der 2080Ti 13.728 Grafik-Punkte, die 2060 Super schaffte hier 9092 Grafik-Punkte und somit liegt der Unterschied bei knapp 51%. Gemessen an den Preis von knapp 440¤ für die 2060 Super und knapp 1200¤ für die 2080Ti hat die 2060 Super ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, wenn man bedenkt das die 2080Ti tatsächlich knapp 160% mehr kostet, diese Mehrkosten aber nicht in Leistung umwandelt.

    Time Spy Benchmark.jpgShadow of the Tomb Raider Benchmark.jpgFarCry5 Benchmark.jpg

    Nun komme ich zum Fazit, die Karte ist optisch ein Hingucker, sie ist für meine Wahrnehmung sehr Leiste, auch unter Last und bietet einfach ein super Preis-Leistungsverhältnis. Es lassen sich alle aktuellen Titel locker in 1440p spielen, das Upgrade von 6GB auf 8GB bei der Super war dabei genau die richtige Entscheidung und auch die Regler kann man da je nach Spiel auf rechts Anschlag stellen.

  4. #4

    Daumen hoch GeForce RTX 2060 SUPER GAMING OC 3X 8G Bewertung

    Einleitung

    Album mit bessseren Bildern: GeForce(R) RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G Bewertung - Album on Imgur

    Hallo! Ich habe die GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G im Rahmen des Testers Keepers Programms von Mindfactory erhalten. Mein Computer ist inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen (Intel E7500, 4GB DDR2, Radeon 6870) und so habe ich mich für einen neuen Gaming PC für um die 1000 ¤ umgesehen. Nach einiger Recherche bin ich auf die RTX 2060 Super gestoßen und so auch auf die Aktion. Die Grafikkarte wird also definitiv Teil meines Systems werden und wird hoffentlich einige Jahre gute Dienste leisten.Im Folgenden werde ich im Speziellen die GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G bewerten. Meine Computer-Komponenten habe ich zum Black Friday bestellt. Leider gibt es momentan Lieferschwierigkeiten bei Mindfactory, sodass ich die Karte leider nicht im Rahmen von zwei Wochen in meinem eigenen System testen konnte. Zum Glück konnte ich einen Freund überreden, die Karte in seinem recht neuen PC zu testen. Die Spezifikationen des geplanten und auch anschließend genutzten Systems sind weiter unten zu finden


    Zusammenfassung


    • GeForce RTX 2060 Super ist ein hervorragender Grafikchip im 1000¤ Budget PC
    • Design-Meisterleistung von Gigabyte
    • Spärlicher Lieferumfang
    • Gute hochwertige Verarbeitung
    • Brauchbare Features
    • Tolles Gesamtpaket aus Hardware und Software
    • Ich würde für denselben Preis zur auslaufenden Gigabyte 2070 (non Super) greifen, oder für weniger Geld zur Gigabyte 2060 Super Winforce OC.
    • Zu schick fürs geschlossene Gehäuse. Für Käufer mit Seitenfenster im Tower und mindestens einer RGB-Komponente ist eine Grafikkarte mit RGB ein Muss. Mit tollem Aussehen und guter Kühlung wird die GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G deutlich attraktiver.




    Testsystem

    Geplantes eigenes Testsystem (nicht durchgeführt):


    Da Mindfactory nach dem Black Friday Lieferschwierigkeiten hat und mein PC nicht pünktlich ankommt, muss ich den Test der Grafikkarte bei einem Freund machen. Hier seine Specs:




    Einordnung in die Gigabyte Produktserie

    TL;DR: Nach der Anpassung der GAMING Edition lohnt sich der Aufpreis von einer WINDFORCE weniger.

    Im Vorfeld habe ich mich etwas mit der Produktlinie von Gigabyte auseinandergesetzt. Hier ein Pluspunkt für Gigabyte. Die Webseite ist wirklich der Hammer. Übersichtlich, informativ und gutes Design. Meiner Meinung nach kann sich bei der Recherche zwischen verschiedenen Herstellern nur ein weiterer Hersteller mit Gigabyte in Sachen Website messen (MSI).Gigabyte unterteilt ihre GeForce RTX 20er-Serie in drei Kategorien.Einsteiger: WINDFORCE Modelle, mal mit mal ohne OC, in verschiedenen Serien. Solide Preis-Leistungs-Karte von GigabyteMittelklasse (+20-30¤): GAMING Modelle, die sich hauptsächlich durch den größeren Kühler und einen zusätzlichen Lüfter unterscheidet. Fast immer OC. Kleines RGB-Logo.Oberklasse (+100-150¤): AORUS Modelle. Die Premiumklasse richtet sich hauptsächlich an Enthusiasten, mit viel RGB-Beleuchtung, stylischem Design und evtl. Wakü.Jetzt zur GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G (rev. 1.0) [GV-N206SGAMING OC-8GD], welche ich testen durfte. Was unterscheidet sie von der früher erschienenen GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 8G [GV-N206SGAMING OC-8GC]? Die Erweiterung 3X verspricht erst mal ein Upgrade. Leider nein! Die “überarbeitete” Version 3X ist zum selben Marktpreis ein Downgrade. Während die non-3X Karte über einen USB-C Ausgang verfügt und neben dem 8-Pin PCI-E Stromanschluss auch einen 6-Pin Anschluss hat (theoretische 75W mehr Leistungsaufnahme), wurden beide Features bei der 3X Version gestrichen. Auch der Boost Takt wurde in der Werkseinstellung von 1815MHz auf 1710MHz bei der 3X Version gesenkt. Schade, aber vielleicht gab es gute Gründe zum Downgrade?! Eventuell war die erste 2060 Super Serie einfach nur eine umgeflashte 2070. Dann würde das Downgrade auch zur günstigeren 2060 Super passen.

    Verpackung und Lieferumfang

    TL;DR: Enttäuschende Verpackung und Lieferumfang.

    Hier kommt mein erster wirklicher Kritikpunkt. Bei einer 400¤+ Grafikkarte, die knapp 40% des Gesamtpreises meines Gaming PCs ausmacht, erwarte ich schon ein bisschen WOW-Effekt. Gerade auch, weil die Webseite so gut ist. Ich schaue am Ende eigentlich immer auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, aber bei so viel Vorfreude gehört das Auspack-Erlebnis schon dazu. Die Karte kommt in einem dünnen Hochglanzkarton, der weder besonders viele Infos mitbringt und außerdem so zerkratzt und eingerissen ist, dass es sich auch um Retourware oder einen Ladenhüter handeln könnte.Im Karton befindet sich ein schwarzer Klappkarton. Schlicht, edel und mit Gigabyte Logo. Here we go?! Im Inneren befindet sich ein weiterer recht dicker Klappkarton, ähnlich einer Aktenmappe. Mal sehen, was Gigabyte bei seiner Mittelklasseserie so dazu liefert. Hier kommt die zweite, fast noch größere Enttäuschung. Inhalt: Ein Quick Guide Flyer und eine Treiber CD in zerknickter Papierhülle. Sorry, aber das geht gar nicht. Mir ist bewusst, dass ich hier eine Grafikkarte kaufe und keinen Karton, aber ein Sticker, die Treiber auf einem kleinem Gigabyte USB Stick oder zumindest ein Hochglanzdruck mit „Danke, dass sie sich für die GIGABYTE RTX 2060 SUPER GAMING OC 3X entschieden haben…“ könnten schon drinnen sein. Selbst bei deutlich günstigeren PC Komponenten bekommt man zumindest mal einen Schraubendreher oder Stromadapter dazu.Den Abschluss bildet dann die Grafikkarte, schlicht in antistatischer Tüte im Schaumstoff Rahmen.Ja – der Karton und Verpackung ist nicht wichtig und landen sowieso im Müll oder im Keller, also warum dafür am Ende mehr bezahlen. Trotzdem konnte ich beim Auspacken meine Enttäuschung nicht ganz unterdrücken. Ich glaube, dass die Konkurrenz zwischen den Anbietern schon groß ist, aber dann legt wenigstens einen Zettel bei, dass auf Verpackung, Design und Zugaben verzichtet wird, um bei gleichem Preis zu Konkurrenten bessere Bauteile verwendet werden, oder so.
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    Design und Verarbeitung

    TL;DR: Schlicht, hochwertig und praktisch. Mir gefällt sie!

    Das Design der Gigabyte GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G (rev. 1.0) wirkt beim ersten Hinsehen schlicht. Maßgeblich für das Aussehen sind die drei Lüfter. Schaut man jedoch genauer hin, entpuppt sich die Karte als Design MeisterleistungDie Karte belegt genau zwei Slots. Hier gefällt mir besonders, dass die Karte sowohl in der Höhe, also auch in der Breite abschließt, was einfach nur gutes Design ist. Viele andere Karten wirken eher unförmig, klobig oder seltsam abgesetzt.Durch die verringerte Breite und Höhe fällt die Karte recht lang aus. Das lässt sie optisch noch schlanker erscheinen.Die Verarbeitung ist ansonsten solide. Hier wirkt nichts schlecht verarbeitet oder wackelig. Laut Gigabyte werden ausschließlich langlebige Komponenten verbaut.Bei der Metallrückplatte wäre noch zu erwähnen, dass auch hier ein Wärmeleitpad verwendet wird. Diese wird unter Last ziemlich warm und bringt also aktiv was beim Ableiten der Wärme. Die Zotac Karte meines Freundes hat zwar auch eine Metallrückplatte, diese ist aber fast nur zum Schutz da, da hier kein Pad vorhanden ist.
    k-IMG_20191206_130814.jpg k-IMG_20191206_130221.jpg


    Features

    TL;DR: Hier macht Gigabyte alles richtig. Zero Fan Mode, guter Kühler, hochwertige Komponenten und RGB-Mode heben die Grafikkarte von der Masse ab.

    Am besten und anschaulichsten veranschaulicht Gigabyte die Features der GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G auf ihrer Website.In Kürze sind das der Zero Fan Mode, der bei Grafikkarten dieser Preisklasse schon fast Pflicht ist. Bis 60°C bleiben die Lüfter aus. Das Feature lässt sich per Software auch abschalten, was ich in meinem System auch machen werde. Die langsam drehenden Lüfter sind auch kaum hörbar und definitiv leiser als der CPU Kühler im Idle. Im worst case (was realistisch nicht vorkommen wird) bedeutet der Zero Fan Mode, dass alle Komponen immer bis 60°C haben, bevor die Wärme abgeführt wird. Gerade wenn die Karte aus der Volllast kommt, wird sie nur bis 60°C gekühlt und braucht eine ganze Weile, bis sie unter 50°C fällt. Vielleicht lässt sich ja dafür ein gutes Hysterese Profil einstellen.Auf die Metallrückplatte bin ich schon in der vorherigen Sektion eingegangen. Sehr angenehm auch beim Einbau.Ob der sich andersherum drehende mittlere Kühler tatsächlich eine bessere Kühlung bringt, kann ich nicht sagen.Das Gigabyte RGB Logo ist doch sehr dezent. Wenn man kein RGB braucht, weil man einen geschlossenen PC hat, ist es unnötig. Wenn man auf RGB steht, ist es zu klein und dunkel, finde ich. Vielleicht suchen aber auch Leute genau danach, um nicht zu dick aufzutragen.


    Einbau und Inbetriebnahme

    TL;DR: Kein Problem.

    Auf dem Testsystem waren die aktuellen Geforce Treiben bereits installiert. Der Einbau war ein Kinderspiel. Windows 10 hat die Karte sofort erkannt. Der Spaß konnte sofort losgehen.
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    Leistung

    TL;DR: Viel Power. Zukunftssicher.Ich finde die Leitung der Karte super.

    Ich bin kein Grafik Enthusiast. Ich stelle gerne Details runter, um eine gute und lagfreie Performance zu bekommen. Das fängt für mich bei 60 fps an.
    Als Benchmarks habe ich 3DMark TimeSpy und den Borderlands 3 Benchmark laufen lassen. Dabei war HWMonitor für die Temperaturen an. Sowohl auf der GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G, als auch auf der 8GB KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER EX [1-Click OC] Aktiv PCIe 3.0 x16 (Retail).Die Ergebnisse sind in den Screenshots zu sehen. Die Einstellungen waren dabei alle auf maximal.Meine Karte hat sogar bis auf 1965 Mhz geboostet!Es gibt massig Videos und Webseite mit professionell durchgeführten Benchmarks und vergleichen, deshalb will ich gar nicht so sehr ins Detail gehen. Was für mich interessant ist: Bei der GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G sind aktuelle anspruchsvolle Spieletitel selbst bei maximalen Details spielbar. Verzichtet man auf etwas Grafikeinstellung, wird man, glaube ich, lange Zeit Spaß an der Karte haben können und noch einige Jahre aktuelle Titel spielen können.
    3DMark.jpg Borderlands.jpg


    Temperatur

    TL;DR: Unter Vollast super. Im Idle nach Vollast etwas zu warm.

    Da ich nicht mein eigenes System hatte, sind die Messwerte hier etwas begrenzt. Vielleicht schaffe ich es noch, mit meinem System etwas ins Detail zu gehen. Bei frisch hochgefahrenem PC bewegt sich die Temperatur um die 37°C, was super ist. Bei mir konnte ich während eines Benchmarks unter Vollast maximal 64°C messen. Das ist bestimmt noch nicht das obere Ende, aber schon ein toller Wert für ca. 5 Minuten Volllast. Tolle Kühlleistung bei geringer Lautstärke. Wie schon oben erwähnt, werde ich in meinem System die 3D ACTIVE FAN Technologie ausschalten, oder, wenn möglich, auf 40°C setzen. Da sind die Bauteile unnötig warm, dafür dass der Lüfter bei kleiner Drehzahl super leise ist.
    2060s.jpg


    Lautstärke

    TL;DR: Im Idle nicht hörbar. Unter Volllast im gedämpften Gehäuse auch kaum.

    Selbst unter Vollast ist die Karte bei relativ geringer Lüfterdrehzahl ausreichend kühl, was die Karte sehr leise macht. Im Testsystem mit dem Ryzen Boxed Kühler ist sie gegen den CPU Kühler kaum hörbar. Im gedämpften Gehäuse absolut erträglich. Ich konnte auch keine weiteren störende Geräusche, wie Spulenfiepen oder so hören.



    Software

    TL;DR: Leider nicht getestet

    Auch etwas, was ich erst in meinem System machen kann, um es dann nachzureichen. Dazu hoffe ich, die AORUS Software zum Einstellen von Lüfterkurven und des RGB Logos nutzen zu können.


    Preis-Leistung

    TL;DR: Gut, aber nicht überragend. Puristen sollten auf die WINDFORCE zurückgreifen

    Für mich immer einer der wichtigsten Punkte beim Kauf von PC Komponenten. In erster Linie suche ich mir im Falle einer Grafikkarte einen Grafikchip aus, der zu den eigenen Anforderungen und Budget passt. Meine Wahl fiel dabei auf die GTX 2060 Super, da diese gerade noch in ein 1000¤ Budget passt. Die Radeon 5700(XT) ist zwar günstiger, aber heißer, stromhungriger und hat vorallem nach meiner Recherche noch viele Kinderkrankheiten was Software und Treiber angeht. Ich würde dann aber auch nicht die Karte vom billigsten Hersteller kaufen. Ein paar Euro mehr Budget für gute Kühlleistung, Lautstärke und hochwertige Komponenten sollten schon drinnen sein. Vor Allem die billigsten 2060S Karten haben nicht mal einen zweiten Displayportanschluss (die Gigabyte hat sogar drei) und kommen mit DVI, HDMI und einem DP. Die GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G bringt für mich alle wichtigen Eigenschaften mit, befindet sich vom Preis aber auch eher am oberen Ende der 2060S Karten. Wer auf RGB verzichten kann, bekommt (zum Zeitpunkt des Reviews) für 25¤ weniger eine Gigabyte 2060 Super Winforce OC, die wahrscheinlich genau so gut ist oder für fast 40¤ weniger eine 8GB MSI GeForce RTX 2060 Super Ventus GP DDR6 PCI-E. Ich würde mich weiterhin nach den Tagespreisen richten und mich nicht auf ein Modell versteifen. Die GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G bringt für mich keinen unverzichtbaren Mehrwert für den Aufpreis.Wenn ich schon bereit bin, den Preis der GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G zu zahlen, würde ich zur Gigabyte 2070 (non Super) greifen. Durch den Abverkauf ist diese momentan zum gleichen Preis erhältlich hat etwas mehr Leistung bei gleicher Gigabyte Qualität.


    Fazit

    TL;DR: Solide Grafikkarte. Hier macht man nichts falsch.

    Gigabytes GeForce® RTX 2060 SUPER™ GAMING OC 3X 8G ist eine hochwertige Karte auf das Gesamtpaket gesehen. Es gibt hier nichts Großes zu bemängeln. Ich würde die 20-30¤ mehr für eine hochwertigere Karte ausgeben, was in diesem Preissegment gerade mal 5-7% mehr sind. Kein Geheimtipp oder Superschnäppchen, aber definitiv auch keine Fehlinvestition.
    Geändert von Simon- (16.12.2019 um 21:57 Uhr)

  5. #5

    Standard

    Hier noch ein kleiner Nachtrag zu meiner 2060 Super. Die Karte ist mittlerweile in meinem System eingebaut und verrichtet auch hier einen guten Job.
    Ich bin immer noch voll zufrieden mit der Karte. Im alltag beeindruckt mich immer noch die Lautstärke, selbst unter Volllast. Die Karte ist echt leise! Den Zero Fan Mode habe ich nicht ausgeschaltet, da der Lüfter bis 50°C weiter läuft und erst danach abschaltet. Vielleicht hatten beim vorherigem Test Treiber gefehlt. Hier noch mein 3DMark - TimeSpy Ergebniss und der Anno 1800 Benchmark 1080p (alles auf max) aus meinem PC.
    Anno 1800.jpg timeSpy.jpg

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