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Thema: Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB

  1. #1
    Avatar von Lady Marketing
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    1.023

    Standard Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB

    Hier findet Ihr die Reviews aus der Testers Keepers Aktion mit GIGABYTE vom 21.10.-27.10.2019
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Im Rahmen einer Testers Keepers Aktion von Mindfactory wurde ich als Gewinner bzw. Tester einer "Gigabyte Aorus NVMe Gen4 SSD" mit 500GB Speicher ausgewählt. Ich freue mich sehr, dass ich als Tester auserkoren wurde. Nachfolgend nun meine ausführliche, unvoreingenommene und ehrliche Produktbewertung.

    Bei dem getesteten Artikel handelt es sich um die "500GB Gigabyte M.2 SSD GIGA GP-ASM2NE6500GTTD NVMe". Im Mindfactory-Shop unter der Artikelnummer (8935638) zu finden oder unter folgendem Link: 500GB Gigabyte M.2 SSD GIGA GP-ASM2NE6500GTTD NVMe - M.2 SSDs | Mindfactory.de

    Verpackung, Design & Verarbeitung
    Die SSD wird in einem kleinen schlichten schwarzen Karton geliefert. Die SSD ansich ist dabei in Schaumstoff eingelassen und damit sicher vor Transportschäden und etwaigen Erschütterungen geschützt. Wobei das bei einer SSD ja nichtmehr von Relevanz ist. Im Lieferumfang enthalten war ansonsten nur noch die Limited Warranty Garantievereinbarung. Da bei einer M.2 SSD ja keine Kabel mehr benötigt werden sind aber auch keine weiteren Beigaben zum Betrieb nötig. Die Schrauben für den Einbau sollten eigentlich immer bei dem jeweiligen Mainboard beiliegen. Bezüglich der Verarbeitungsqualität konnte ich keine Mängel feststellen. Die SSD macht insgesamt einen sehr wertigen Eindruck, insbesondere durch das hohe Gewicht welches durch den verbauten Kühlkörper zustande kommt. Aufgrund des Formfaktors 2280 wusste ich zwar vorher, dass die SSD nur ungefähr 80mm lang ist, in der Praxis war ich dann allerdings doch überrascht wie kleine diese Art von SSDs ist. Beim Auspacken habe ich mich außerdem ein bisschen gefühlt wie eine Frau beim Auspacken eines neuen Rings. Ob das nun an der kleinen Verpackung lag, die an eine solche Verpackung erinnert, oder an dem kupferfarbenen, goldartigen Kühlkörper kann ich nicht sagen.


    IMG_20191115_214152.jpg
    IMG_20191115_214223.jpg

    Einbau und Installation
    Der Einbau ging schnell von der Bühne, allerdings musste ich bei meinem Board (ASUS ROG STRIX X570-F GAMING) vorher die Abdeckung vom Chipsatz-Kühler entfernen, um die vormontierten M.2 SSD Kühlkörper entfernt zu bekommen. Die Grafikkarte musste ich ebenfalls kurzzeitig ausbauen, da die Abdeckung vom Chipsatz-Kühler sonst nicht zu entfernen gewesen wäre. Alles in Allem aber eine Sache von 5 Minuten. Da sich die Abdeckung des Chipsatz-Kühlers aufgrund der Höhe der SSD mit ihrem vormontierten Kühlkörper nichtmehr ganz festschrauben ließ, werde ich hier in ein paar Wochen nochmal nachbessern, wenn ich sicher bin, dass die Platte ihren Dienst einwandfrei verrichtet. Ich werde dann den kupferfarbenen standardmäßig auf der SSD montierten Kühlkörper entfernen und stattdessen auf den Kühlkörper vom Mainboard zurückgreifen. Ich denke dieser sollte ebenfalls für eine ausreichende Kühlung sorgen und die Abdeckung des Chipsatz-Kühlers sollte sich dann wieder vollständig festschrauben lassen. Das Entfernen des vormontierten Kühlkörpers sollte hoffentlich schnell vonstattengehen, da der Kühlkörper scheinbar aus zwei Teilen besteht, welche durch ein paar kleine Schrauben fixiert sind. Die anschließende Installation ging reibungslos vonstatten. Von BIOS und Windows 10 wurde die Platte sofort anstandslos erkannt. Das anschließende Klonen mit der frei verfügbaren Software „Macrium Reflect Free 7.2“ von meiner bisherigen SATA SSD war anschließend in nichtmal 20 Minuten erledigt. Nach dem Umstellen der Bootreihenfolge funktionierte dann bereits alles anstandslos.


    IMG_20191119_221711.jpg

    Kompatibilität
    Die SSD sollte sich in jedem Mainboard mit einem M.2 Steckplatz mit dem Formfaktor 2280 einbauen lassen. Allerdings muss man auf die richtige Kombination von Mainboard und CPU achten um das volle Potential der SSD ausschöpfen zu können (Stichwort: PCIe 4.0). Ich habe zwar das passende Mainboard für PCIe 4.0 aber leider kann ich das volle Potential trotzdem nicht ausschöpfen, da für die Funktion von PCIe 4.0 außerdem eine 3xxx Ryzen CPU (Mantisse) benötigt wird. Da ich noch einen Ryzen 2700x verbaut habe bleibt es also vorerst bei PCIe 3.0. Bevor ich die SSD zugesandt bekommen habe, bin ich ehrlich gesagt davon ausgegangen auch PCIe 4.0 nutzen zu können, da ich gelesen habe das bei meinem Mainboard ein M.2 Steckplatz über die CPU angebunden ist und der andere Steckplatz über den Chipsatz. Ich dachte also ich könnte einfach den Steckplatz nutzen der über den Chipsatz angebunden ist um trotz meines Ryzen 2700x auf PCIe 4.0 zurückgreifen zu können. Dies war allerdings leider ein Trugschluss. Nach genauerer Recherche habe ich erfahren, dass die zusätzlichen Lanes des Ryzen 3xxx für den Betrieb von PCIe 4.0 nötig sind. Mehr zu den Auswirkungen nachfolgend beim Test der Lese- und Schreibgeschwindigkeit.


    Lese- und Schreibgeschwindigkeit
    Laut Herstellerangaben schafft die Platte 5000MB/s beim sequentiellen Lesen und 2500MB/s beim sequentiellen Schreiben, wohlgemerkt allerdings nur wenn die Platte ordnungsgemäß mit PCIe 4.0 betrieben wird. Da bei meinem System aufgrund der verwendeten CPU (Ryzen 2700x) allerdings nur PCIe 3.0 möglich ist, wird die Platte beim sequentiellen Lesen von der Schnittstelle ein wenig ausgebremst (3288.991 MB/s). Die Schreibwerte liegen mit 2641.370 MB/s sogar über den Herstellerangaben. Nachfolgend die genauen Ergebnisse mit CrystalDiskMark 6.0.2 x64.
    -----------------------------------------------------------------------
    CrystalDiskMark 6.0.2 x64 (C) 2007-2018 hiyohiyo
    Crystal Dew World
    -----------------------------------------------------------------------
    * MB/s = 1,000,000 bytes/s [SATA/600 = 600,000,000 bytes/s]
    * KB = 1000 bytes, KiB = 1024 bytes

    Sequential Read (Q= 32,T= 1) : 3288.991 MB/s
    Sequential Write (Q= 32,T= 1) : 2641.370 MB/s
    Random Read 4KiB (Q= 8,T= 8) : 1400.788 MB/s [ 341989.3 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 8,T= 8) : 2196.582 MB/s [ 536274.9 IOPS]
    Random Read 4KiB (Q= 32,T= 1) : 449.920 MB/s [ 109843.8 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 32,T= 1) : 388.037 MB/s [ 94735.6 IOPS]
    Random Read 4KiB (Q= 1,T= 1) : 56.668 MB/s [ 13835.0 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 1,T= 1) : 146.415 MB/s [ 35745.8 IOPS]

    Bei einem zweiten Test mit einem anderen Benchmark-Tool (AS SSD Benchmark) lagen die Werte noch ein wenig darunter. Beim sequentiellen Lesen habe ich dort 2862,58MB/s und beim sequentiellen Schreiben habe ich 2492MB/s erreicht. Insgesamt bin ich mit der Performance der Platte außerordentlich zufrieden, im Vergleich mit meiner bisherigen SSD ist diese immerhin um den Faktor 5 schneller. Nach einem Upgrade meiner CPU werde ich dann wahrscheinlich irgendwann sogar bei einem Performancezuwachs vom Faktor 10 landen (mit PCIe 4.0). Aktuell gibt es wohl kaum schnellere SSDs am Markt.


    Preis-/Leistungsverhältnis
    Die Platte kostet aktuell 141,60¤ in der getesteten 500GB Variante und liegt damit bei einem Preis von rund 0,28¤ pro Gigabyte. Damit ist die Platte natürlich nicht ganz billig, aufgrund der Performance der Platte finde ich den Preis allerdings gerechtfertigt. Early adopter der aktuellsten am Markt befindlichen Technologie haben halt immer einen höheren Preis zu zahlen. Bei anderen Herstellern zahlt man aktuell für deren PCIe 4.0 SSDs ebenfalls zwischen 0,29¤ und 0,32¤ pro Gigabyte. Die Preisspanne zwischen den Herstellern ist also sehr gering. Wer lieber etwas sparen möchte und auf die absolute schnellste Performance verzichten kann, der sollte in eine PCIe 3.0 SSD investieren. Dort kriegt man 500GB Varianten die mit einem Preis von circa 0,15¤ pro Gigabyte zu Buche schlagen.

    Features
    Nachfolgend die wichtigsten Features der SSD im Überblick:
    - Interface: PCI-Express 4.0 x4, NVMe 1.3
    - Wear Leveling, Over-Provision technologies
    - TRIM & S.M.A.R.T supported
    - Fully Body Copper Heat Spreader
    - Garantie: Limited 5-years

    Datenverschlüsselung
    Eine Hardware-Verschlüsselung bietet die SSD meines Wissens nach nicht an. Jedenfalls habe ich im BIOS keine Möglichkeit gefunden diese zu aktivieren. Für mich ist das Feature allerdings auch nicht relevant.

    Software
    Software für die SSD findet man auf der Herstellerhomepage.

    Mit dem Programm SSD Tool Box lassen sich nach der Installation folgende Tasks vornehmen:
    - Firmware Update
    - Sicheres Löschen, falls die SSD später einmal verkauft werden soll und man sichergehen möchte, dass die darauf befindlichen Daten von einem versierten Anwender nicht wiederhergestellt werden können.
    - S.M.A.R.T. Status auslesen
    - Drive Health, Temperature und Estimated Life Remaining


    toolbox.jpg

    Zur Haltbarkeit kann ich nach einer Woche natürlich noch keine aussagekräftige Aussage machen, angesichts von 5 Jahren Herstellergarantie und einer Mean time between failure (MTBF) von 1.77 Millionen Stunden gehe ich allerdings davon aus, dass die beschriebene SSD sich keine Blöße geben wird. Im Vergleich mit meiner bisherigen SATA SSD kann ich bei diversen Programm- und Spielstarts einen Performance-Vorteil ausmachen, der den aktuellen Anschaffungspreis rechtfertigt.
    Fazit: Empfehlenswert!

  3. #3

    Standard

    Dieser Produkttest ist mein erster Kontakt zu Gigabyte Aorus und wurde mir im Rahmen der Aktion "Testers Keepers" ermöglicht. Dazu vielen Dank an Mindfactory und Gigabyte, die mir eine 500GB Gigabyte Aorus NVMe Gen4 SSD (nachfolgend "SSD" oder "Aorus Gen4" genannt) für ein objektives Bewerten zur Verfügung gestellt haben. Es war sehr interessant und hat viel Spaß gemacht. Ob ich mein Testprodukt weiterempfehlen kann, das könnt ihr hier nachlesen.


    Lieferumfang und Ersteindruck:
    Das Testprodukt wird in einer kompakten, schwarzen Verpackung geliefert, welche in glänzender Schrift das Aorus-Logo und die Produktbezeichnung "AORUS NVMe Gen4 SSD" trägt. Auf der Rückseite findet man Informationen zum Hersteller, Produktnummern und wichtige Spezifikationen der SSD. Nach dem Abziehen der äußeren Hülle erhält man ein Pappkästchen, welches einen recht hochwertigen Eindruck macht. Es ist schwarz und trägt ebenfalls das Aorus-Logo.
    Im Inneren jenes Kästchens erblickt man, leicht gepolstert, die eigentliche SSD. Der Kühlkörper war bereits montiert, man musste nur eine Schutzfolie abziehen. Normalerweise erscheint eine SSD im Formfaktor M.2 sehr klein. Da mir die Größe bereits bekannt war, muss ich jedoch sagen, dass mir der Kühlkörper überraschend groß, v.a. dick, vorkommt. Außerdem hat dieser ein hohes Gewicht (93g), dazu später mehr. Im Boden des Kästchens lagern außerdem Garantiehinweise und ein Quick Installation Guide, welcher in mehreren Sprachen und verständlich verfasst wurde.
    AorusNVMeGen4SSD_verpackung.jpg


    Design, Haltbarkeit und Verarbeitung:
    In puncto Design ist v.a. der Kühlkörper zu bewerten, welcher aus einer oberen und einer unteren Hälfte besteht. Dazwischen wird durch Wärmeleitpads die eigentliche M.2 SSD eingeschlossen. Der obere Teil funktioniert als Haupt-Heatsink. Aber vor allem ist dieser, bestehend aus 6mm dicken Kupfer, sehr massiv und verhältnismäßig schwer. Auf dessen Oberseite ist zudem auf einer kleinen, schwarzen und den Kühlrippen aufgelegten Leiste der Schriftzug "AORUS" abgebildet. Der darunterliegende Heatsink trägt ebenfalls, seitlich gelegen und im verbauten Zustand nicht zu sehen, eine Beschriftung: "THERMAL DESIGN FOR GEN 4". Durch die verwendete Bauweise wird Wärme auch unterhalb der SSD abgeführt. Zum Potential des Kühlkörpers später mehr.
    Was mir sehr gut gefällt ist, dass man den Kühlkörper, durch Lösen von sechs Kreuzschlitzschrauben der Größe PH00, entfernen und bspw. an eine zukünftige SSD montieren kann. Diese Modularität schafft, neben PCIe 4.0, noch mehr Zukunftssicherheit.
    Alles in allem gefällt mir das Design sehr gut. Der kupferne Kühlkörper ist zweckmäßig, jedoch passt dessen Farbe nicht in jedes System. In meinem zumindest ist er der erste kupferne Akzent. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, sie ist einwandfrei. Zur Haltbarkeit kann ich aufgrund des begrenzten Testzeitraums noch nicht viel sagen, meine Tests hat die Aorus Gen4 jedoch überstanden.
    AorusNVMeGen4SSD_nahansicht.jpg


    Installation und Kompatibilität:
    Eine deutschsprachige Installationsanleitung war im Lieferumfang enthalten. Die Installation erfolgt standardmäßig und ist nicht schwierig. Dazu den Abstandshalter auf dem Mainboard in das Montageloch bei 80mm schrauben (sollte sich dieser dort nicht befinden), die SSD in einem Winkel von ca. 30° in den M.2 Steckplatz mit M-Key schieben, runterdrücken und schließlich durch eine beim Mainboard beiliegende M.2 Schraube befestigen. Windows 10 hat diese neue SSD problemlos erkannt, sie musste nur noch in der Datenträgerverwaltung initialisiert und formatiert werden. Schließich waren 465,75GB nutzbar.
    Der Kühlkörper hat, nach meinen Messungen, eine Größe von (L×B×H): 76mm × 23,5mm × 11,5mm. Soweit ich weiß sollte diese Größe zu keinen Komplikationen führen. Zur Nutzung der Mainboard-internen Kühllösung kann der Kühlkörper aber abgeschraubt werden.
    Die SSD kann, durch den neuen Phison E16 Controller, PCIe 4.0 auf vier Lanes (über NVMe 1.3) nutzen. PCIe 4.0 ist, zum Zeitpunkt dieses Tests, nutzbar auf AMD X570 in Verbindung mit einem AMD Ryzen Prozessor der dritten Generation. Allerdings ist PCIe abwärtskompatibel und die SSD kann somit auch auf älteren Mainboards und mit älteren Prozessoren genutzt werden.


    Vergleich mit der WD Black SN750:
    Vor einiger Zeit machte ich eine vermeintlich zukunftssichere Investition und kaufte eine 500GB WD Black SN750 (mit Heatsink). Diese ist meine jetzige System-SSD und hat mich, trotz der Limitierung auf PCIe 3.0, bisher nicht enttäuscht. Außerdem habe ich mich an Western Digitals SSD Dashboard gewöhnt, das zudem kompatibel zu meinen SATA SSDs ist. Nun ergibt sich mir die wunderbare Möglichkeit, die SN750 mit der Aorus NVMe Gen4 SSD zu vergleichen.
    AorusNVMeGen4SSD_WDBlack_rueckseite.jpgWDBlack_nahaufnahme.jpg


    Software:
    Die sogenannte Gigabyte SSD Tool Box kann von der offiziellen Aorus Website heruntergeladen werden. Nach dem scannen nach Gigabyte SSDs werden die verbleibende Lebensdauer, die Temperatur, Firmwareversion und die Model- bzw. Seriennummer zusammengefasst. Alle ausgelesenen SMART-Werte können als CSV-Datei gespeichert werden und ein Firmwareupdate sowie das sichere Löschen aller sich auf der SSD befindlichen Daten werden ermöglicht. Das Ganze geschieht in einer sehr übersichtlichen und kompakten Anordnung. Auch hier gefällt mir das Design. Zum Zeitpunkt des Tests war der Reiter "Optimization" deaktiviert.
    Im Vergleich dazu steht das Western Digital SSD Dashboard, mit dem ich vertraut bin. Es bietet im Allgemeinen die gleichen Informationen und Möglichkeiten, ist trotzdem etwas umfangreicher. Neben Diagrammen zur Nutzung des Speicherplatzes und einer Laufzeitüberwachung bietet es sehr ausführliche Erklärungen (bzw. Hilfestellungen) für alle Einstellungsmöglichkeiten und ausgegebenen Werte, was die Software anfängerfreundlich macht. Vor allem diesen letzten Punkt wünsche ich mir für die SSD Tool Box, die etwas karg dasteht.
    ssdtoolbox.jpg


    Heatsink:
    Wie bereits erwähnt ist der Kühlkörper der Aorus Gen4 aus Kupfer und verhältnismäßig schwer. Sie wiegt insgesamt 94g, das ist fast das dreifache Gewicht der SN750, die einen Kühlköper aus Aluminium besitzt und nur 32g wiegt. Bei meinen Tests der Lese- und Schreibgeschwindigkeiten habe ich auch auf die Entwicklung der Temperaturen geachtet. Die SN750 wurde dabei maximal 51°C heiß. Auffällig war dann, dass sich die Aorus Gen4 viel langsamer erwärmt. Über eine lange Zeit lag die Temperatur bei ca. 40°C, erst nach noch längerem Testen stieg diese auf maximal 48°C, was das Potential des kupfernen Kühlkörpers zeigt. Eine Drosselung konnte ich bei beiden SSDs nicht beobachten, was in erster Linie für die Kühlkörper spricht.
    AorusNVMeGen4SSD_WDBlack_groesse.jpgAorusNVMeGen4SSD_WDBlack_dicke.jpg


    Lese- und Schreibgeschwindigkeit:
    Der Test der Lese- und Schreibgeschwindigkeiten der beiden NVMe SSDs geschieht aufgrund des Leistungsunterschiedes zwischen PCIe 3.0 und PCIe 4.0 nicht ganz auf Augenhöhe. Deshalb zeigt die Aorus Gen4 gegenüber der etwas älteren SN750 bessere Geschwindigkeiten. Nachfolgend die Ergebnisse aus CrystalDiskMark (V. 6.0.2):

    Aorus NVMe Gen4 SSD (500GB, PCIe 4.0):
    Read / Write (in [MB/s])
    - Seq Q32T1: 4627,4 / 2464,0
    - 4KiB Q8T8: 1314,1 / 2446,3
    - 4KiB Q32T1: 599,0 / 412,9
    - 4KiB Q1T1: 58,22 / 228,2

    WD Black SN750 (500GB, PCIe 3.0):
    Read / Write (in [MB/s])
    - Seq Q32T1: 3465,5 / 2580,9
    - 4KiB Q8T8: 1185,8 / 1318,2
    - 4KiB Q32T1: 499,6 / 404,2
    - 4KiB Q1T1: 43,19 / 213,7

    Im AS SSD Benchmark erreicht die Aorus Gen4 einen Score von 5012 Punkten (1808 im Read / 2363 im Write), die SN750 insgesamt 2679 Punkte (1093 im Read / 1110 im Write). Gemessene Geschwindigkeiten lagen dabei etwas unter denen, die CrystalDiskMark ausgegeben hat.
    An die beworbenen 5000MB/s im sequenziellen Lesen komme ich in meinem Test nicht, die 2500MB/s im seq. Schreiben habe ich fast erreicht. Wahrscheinlich hat mein etwas älteres Mainboard einen zu großen Einfluss auf die erreichten Geschwindigkeiten. Modelle mit höheren Speicherkapazitäten werden Geschwindigkeiten in diesen Bereichen besser erreichen.
    AorusNVMeGen4SSD_CrystalDiskMark.jpgAorusNVMeGen4SSD_CrystalDiskInfo.jpg


    Datenverschlüsselung:
    Bisher habe ich noch nie eine Hardware-Verschlüsselung an meinen SSDs vorgenommen, deshalb ist diese für mich nicht relevant. Zudem liefert die SSD Tool Box zur Verschlüsselung der Aorus Gen4 keine Informationen.


    Fazit und Preis-Leistungs-Verhältnis:
    Der derzeitige Preis der Gigabyte Aorus NVMe Gen4 SSD in der Ausführung mit 500GB liegt bei 139,22¤, pro Terrabyte sind das 278,44¤. Wer eine schicke und gut gekühlte NVMe SSD sucht und eine Verwendung für die hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten hat (z.B. bei Videoschnitt, Bildbearbeitung, etc.), für den sollte dieser Preis in Ordnung sein. Ansonsten kann man noch etwas abwarten und vielleicht ein glückliches Angebot nutzen. Denn das Aussehen und die Leistung der SSD haben mich überzeugt, weshalb sie von mir die vollen fünf Sterne bekommen hat. Die dafür ausschlaggebenden Punkte noch einmal zusammengefasst:

    + einzigartiges Design und sehr gute Leistung des Kühlkörpers
    + gute Verarbeitung und Zukunftssicherheit
    + kompakte Software (SSD Tool Box) mit allen wichtigen Information
    + hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten
    - derzeitiger Preis

    Fazit: Ich kann das Testprodukt, die Gigabyte Aorus NVMe Gen4 SSD, weiterempfehlen.

  4. #4

    Standard

    Einleitung
    Als glücklicher Tester des „Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB“ werde ich hiermit
    das Produkt ohne Vorurteile und ausführlich Bewerten.
    Ich habe im Zuge der Testers Keepers Aktion das Produkt
    (410 Gone
    NVMe_1325600.html), Artikelnummer 8935638, 500GB Gigabyte M.2 SSD GIGA GP-ASM2NE6500GTTD NVMe
    zugesendet bekommen. Leider konnte das Päckchen nicht an eine Packet Station versendet werden, da ich zu
    Zeiten wo die Post kommt nicht zuhause bin, habe es jedoch den Tag darauf empfangen.

    Anhang 22654

    Verpackung
    Die 500GB Gigabyte M.2 SSD wurde in einer relativ kleinen, schwarzen Box geliefert auf der das Aorus Logo zu
    sehen ist, geliefert. Die schwarze Box wiederum war in einem Pappkarton, der mit Luftpolsterfolie bestückt
    war, um die 500GB Gigabyte M.2 SSD gegen jeglichen Schaden bzw. gegen Erschütterungen zu schützen. Außer
    der M.2 SSD ist nichts weiter in der Lieferung enthalten, da Strom- und Satakabel bei einer M.2 SSD nicht mehr
    benötigt werden. Befestigungsmutter und –schraube liegt ebenfalls nicht dabei, da diese in der Regel schon an
    dem Mainboard angebracht ist.

    Design/Verarbeitung
    Die Verpackung ist meiner Meinung nach sehr elegant bzw. Edel gestaltet, durch ihre schwarze Oberfläche und
    dem goldenem Aorus Logo und dem Schriftzug Aorus NVMe Gen4 SSD. Außer diesem ist nichts auf der
    Verpackung zu sehen. Nachdem man die Verpackung öffnet liegt die 500GB Gigabyte M.2 SSD in Schaumstoff
    eingelassen in dem Päckchen. Die 500GB Gigabyte M.2 SSD hat einen recht großen full body copper heat
    spreader, also ist mit einem Kupfermantel umfasst der entstehende Wärme ableitet und die M.2 SSD bei
    niedrigen Temperaturen hält. Der Kupfermantel ist Kupferfarben mit einem AORUS Logo auf der Oberseite, was
    insgesamt einen sehr edlen Eindruck macht und mir gut gefällt. Das Produkt sieht sehr Hochwertig aus und ist
    Optimal Verarbeitet.

    Einbau
    Der Einbau ist denkbar einfach und eine Sache von maximal 10 min, da keinerlei Kabel benötigt werden.
    Eventuell muss man, wie bei mir, die Grafikkarte ausbauen, also die 2 Halterungsschrauben von meiner 2 Slot
    Grafikkarte abschrauben, die beiden 8 Pin-Kabel entfernen und mit dem Hebel am PCIe-slot die Grafikkarte
    lösen. Danach hatte ich unbeschränkten Zugriff auf meinen M.2 Slot und musste nur noch die
    Halterungsmutter am Mainboard auf die richtige Position bringen und die kleine Befestigungsschraube
    entnehmen. Anschließend steckt man erst die 500GB Gigabyte M.2 SSD in den M.2 Slot bis sie fest sitzt und
    drückt dann die Hinterseite der M.2 mit einem Finger herunter um dann mit der anderen Hand die zuvor
    entnommene kleine Befestigungsschraube am Ende der M.2 SSD durch die kleine Einkerbung in die
    Halterungsmutter zu schrauben. Anschließend baut man die Grafikkarte wieder ein, schließt sie an und schließt
    sein Gehäuse.

    Lese- und Schreibgeschwindigkeit
    Laut Datenblatt erreicht die M.2 SSD bis zu 5GB’s im Lesen und bis zu 2,5GB’s im Schreiben und damit durch
    PCIe 4.0 bis zu 25% schnellere Übertragungsraten als PCIe3.0. Anbei die Ergebnisse aus CrystalDiskMark 7.0.0:
    CrystalDiskMark 7.0.0 x64 (C)
    * MB/s = 1,000,000 bytes/s [SATA/600 = 600,000,000 bytes/s]
    * KB = 1000 bytes, KiB = 1024 bytes
    [Read]
    Sequential 1MiB (Q= 8, T= 1): 3289.39 MB/
    Sequential 1MiB (Q= 1, T= 1): 2572.06 MB/s
    Random 4KiB (Q= 32, T=16): 1149.75 MB/s
    Random 4KiB (Q= 1, T= 1): 52.32 MB/s
    [Write]
    Sequential 1MiB (Q= 8, T= 1): 2776.80 MB/s
    Sequential 1MiB (Q= 1, T= 1): 2531.17 MB/s
    Random 4KiB (Q= 32, T=16): 2533.43 MB/s

    Anhang 22653

    Random 4KiB (Q= 1, T= 1): 190.76 MB/s
    In dem Programm AS SSD Benchmark schafft die SSD beim lesen einen Score von 1678 und im schreiben einen
    Score von 3160. Insgesamt erreicht die GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB einen Score von 5706 und
    hat etwas schlechtere werte als im CrystalDiskMark.

    Preis-/Leistungsverhältnis
    Der aktuelle Preis von 148,94¤ ist durchaus gerechtfertigt, da eine völlig neue Technik mit PCIe4 verwendet
    wird und sehr hochwertige Komponenten, wie zum Beispiel der fully body copper heat spreader der die
    Temperatur um bis zu 16% senkt, verbaut sind. Da es eine neue Technik ist benötigt man meist ein neues
    Mainboard mit dem X570 Chipsatz und einen neuen CPU, woraus dann zusätzliche kosten von ca 450¤
    entstehen können. Wer allerdings seinen Computer grunderneuern möchte hat mit der 500GB Gigabyte M.2
    SSD eine sehr Leistungsstarke, highend M.2 SSD.

    Datenverschlüsselung
    Da ich bis jetzt noch nie Erfahrungen damit gemacht habe meine Festplatten zu verschlüsseln, kann ich diese
    Rubrik leider nicht beurteilen.

    Kompatibilität
    Die 500GB Gigabyte M.2 SSD ist prinzipiell mit jedem Mainboard Kompatibel, dass einen M.2 2280 Socket und
    DDR4 hat. Um allerdings das volle Potenzial und PCIe 4.0 der 500GB Gigabyte M.2 SSD auszuschöpfen muss
    man ein Mainboard mit dem X570 Chipsatz und einen Ryzen Prozessor der 3000er Serie verwenden.

    Features
    Die auf der Website aufgelisteten Besonderheiten sind
    -Wear Leveling, um die Lebensdauer der SSD zu erhöhen
    -Over-Provision technologies verbessert die Leistung und oft auch die Lebensdauer
    -TRIM & S.M.A.R.T , ähnlich der Defragmentierung & ein System zur Überwachung und frühzeitigen Erkennung
    von Fehlern
    -fully body copper heat spreader, für eine bis zu 16% kühlere M.2 SSD

    Software
    Ich habe eine SSD Toolbox Software für die 500GB Gigabyte M.2 SSD auf der Gigabyte website gefunden.
    In der SSD Tool Box wird als erstes nach SSD’s gescannt und die richtige SSD ausgewählt. Auf dem
    Dashboard sieht man auf einen Blick das Model, die Firmware Version, die Serial Number und den Drive Letter.
    Zusätzlich gibt es noch einen Reiter SMART Summary mit der Power-On-Time in Stunden und einen Reiter
    Feature Summary. Auf der rechten Seite des Fensters wird außerdem noch Drive Health, die Temperatur und
    Estimated Life Remaining in % angezeigt. Am linken Fensterrand gibt es neben dem Summary die Optionen
    S.M.A.R.T., Optimization und Secure Erase. Insgesamt macht die Software einen recht effektiven Eindruck, man
    sieht alles auf einen Blick und hat viele Möglichkeiten. Das Design der Software ist recht schlicht gehalten und
    in Schwarz Blauem Look.

    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich
    Die Haltbarkeit und den Vergleich zu anderen M.2 SSD’s kann ich leider nicht geben, da dies meine erste M.2
    SSD ist.

    Fazit
    Wenn man die passende Hardware hat sollte und auf gute Performance aus ist, sollte man sich auf jeden Fall
    diese M.2 SSD kaufen.

  5. #5

    Standard

    Im folgenden Review befasse ich mich mit der Gigabyte AORUS NVMe SSD mit 500 GB (nutzbare Kapazität: GB).
    Die SSD habe ich dankenswerterweise von Mindfactory im Rahmen des Testers-Keepers-Programms erhalten. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das entgegengebrachte Vertrauen.

    Mein Produkttest beschäftigt sich mit der zentralen Frage, ob es sich für Besitzer älterer Mainboards lohnt, auf eine PCIe x4-SSD aufzurüsten, auch wenn man noch gar kein Board mit PCIe x4 (also AMD X570 mit einem Ryzen der 3. Gen.) besitzt.
    Ich habe mit einem relativ High-End-System (Ryzen Threadripper 1. Gen), einem aktuellen Mittelklasse-System (Ryzen 5 1600 auf X370) und einem älteren Mittelklasse-System (Xeon E3-1240 v3 auf Intel Z97) versucht zu evaluieren.
    Getestet wurde mit 3 NVMe-SSDs aus verschiedenen Generationen und 2 SATA-SSDs.


    Mein Produkttest wird 3-teilig sein.

    Im Rahmen des Reviews werde ich mich erst einmal mit dem Produkt an sich beschäftigen. Dabei gehe ich unter anderem auf die technischen Daten, die Verarbeitung und die Unboxing-Experience ein.
    Im zweiten Teil stelle ich dann die 3 verwendeten Testsysteme vor. Weiterhin die andere SSDs, welche zum Vergleich herangezogen wurden. Ebenso werde ich auf die Test-Systematik eingehen. Diese bestehen überwiegend aus synthetischen Benchmarks, einem Kopiertest und einem Test mit Spiel-Ladezeiten. Wichtig ist hierbei anzumerken (wie bereits erwähnt), dass ich kein Mainboard mit PCI-Express 4.0 besitze.
    Im letzten Schritt werde ich noch ein Fazit über die Qualitäten der AORUS-SSD im Vergleich mit meinen aktuell genutzten SSDs ziehen.

    1. Unboxing, Verarbeitungsqualität, technische Daten

    Die AORUS erreichte mich in einer kleinen, rechteckigen Box, welche etwas schmaler und kürzer, dafür aber etwas höher als bspw. die Verpackungen von Samsung sind.
    Die Box ist mattschwarz und in Folie verschweißt. Beim ersten Hochheben merkt man direkt das überraschend hohe Gewicht. Mehr dazu später. Die Vorderseite ist sehr minimalistisch mit einem silbernen AORUS-Logo. Die Rückseite ist dann etwas umfangreicher mit aller Art von hilfreichen Informationen zum Produkt sowie den Barcodes und Seriennummern, etc…
    Nach dem Entfernen der Folie stellt sich heraus, dass Vorder- und Rückseite Teil eines Schobers sind. Der eigentlichen Karton ist wie ein Schuhkarton aufgebaut. Er ist ebenfalls mattschwarz und komplett frei von Beschriftungen. Nach dem Lüften des Deckels findet man endlich die eigentliche SSD. Sie ist eingebettet in Schaumstoff, was den Premiumanspruch des Produktes unterstreicht und gleichzeitig einen guten Schutz bieten sollte.
    Die SSD selbst besteht vor allem aus dem Kühler. Dieser ist in Kupfer ausgeführt und umschließt die komplette SSD. Die Vorderseite ist geriffelt und extrem dick mit fast einem Zentimeter. Die SSD setzt die Formensprache der Verpackung fort. Auf der Vorderseite befindet sich ein silbernes AORUS-Logo, sonst nichts. Die Rückseite enthält dann alle wichtigen Informationen zu dem Laufwerk wie Modell, Kapazität und Seriennummer. Die Daten sind mit weißer Schrift auf einem silbernen Sticker zusammengefasst, welche sich in einer Einfassung befindet.
    Alles in allem sehr elegant, die Verarbeitungsqualität ist absolut untadelig. Für einen Newcomer im Bereich der SSDs ist Gigabyte hier definitiv direkt in die Vollen gegangen. Der massive Kühler lässt vermuten, dass es sich hier um einen kleinen Hitzkopf handelt. Weiterhin fällt das Fehlen einer RGB-Beleuchtung auf. Diese ist bei den Vorgängern mit PCIe-x4 3.0 noch präsent. Allerdings hat Gigabyte der Kühlung eine höhere Priorität als dem Stylefaktor eingeräumt. Grundsätzlich zu begrüßen, aber es wird nicht jedem gefallen.
    img 4039lqjzu - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB img 4041o1kxu - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB img 4043b0jkv9 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB img 4044h1khp - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB img 40472pksr - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB img 4049abj4v - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB img 4050bmqjjg - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB

    Doch nun zu den technischen Daten:
    Die Gigabyte nutzt den Phison PS5016-E16-Controller. Dies ist der SSD-Controller, welcher mit PCIe-x4 umgehen kann. Weiterhin wird 3D-TLC-NAND mit 96 Layern von Toshiba verwendet. Diese Kombination verwenden aktuell fast alle erhältlichen PCI-Express 4.0-SSDs. Es ist also eine relativ vergleichbare Performance zur bspw. der Corsair MP600 zu erwarten. Etwas sauer stößt auf, dass Gigabyte diese beiden Informationen nicht auf seiner Homepage auflistet. Mindfactory ist hier deutlich transparenter. Zudem verfügt die SSD über 512 MB DRAM-Cache. Alle wichtigen SSD- und NVMe-Protokolle sind natürlich auch dabei.
    - Wear Leveling, Over-Provision technologies
    - TRIM & S.M.A.R.T Support
    - NVMe-Protokoll Ver. 1.3

    Im Folgenden alle verfügbaren technischen Daten in tabellarischer Form (direkt von der Gigabyte-Homepage):
    • Interface
    PCI-Express 4.0x4, NVMe 1.3
    • Form Factor
    M.2 2280
    • Total Capacity
    500GB
    • Warranty
    Limited 5-years or 850TBW
    • NAND
    3D TLC Toshiba BiCS4
    • External DDR Cache
    DDR4 512MB
    • Sequential Read speed
    Up to 5000 MB/s
    • Sequential Write speed
    Up to 2500 MB/s
    • Random Read IOPS
    up to 400k
    • Random Write IOPS
    up to 550k
    • Dimension
    80.5 x 11.4 x 23.5 mm
    • Mean time between failure (MTBF)
    1.77 million hours
    • Power Consumption (Active)
    Average: R : 5.9W; W : 4.5W
    • Power Consumption (Idle)
    13.21mW
    • Temperature (Operating)
    0°C to 70°C
    • Temperature (Storage)
    -40°C to 85°C
    • Note
    * Test system configuration: configuration may vary by models, we will choose the latest platform for verification.
    * Performance may vary based on SSD's firmware version and system hardware & configuration. Sequential performance measurements based on CrystalDiskMark v.5.1.2 and I0meter 1.1.0.
    * Speeds based on internal testing. Actual performance may vary.
    * TBW (Terabyte Written):Terabytes Written" is the total amount of data that can be written into an SSD before it is likely to fail.
    * 1GB = 1 billion bytes. Actual useable capacity may vary.
    * 5 years or 850TBW, whichever comes first.


    Positiv fällt auf, dass Gigabyte noch volle 5 Jahre Garantie auf seine SSD gewährt. Ein feiner Zug in einer Zeit mit immer kürzer werdenden Garantiezeiten.
    Die Software SSD Toolbox von Gigabyte bietet Standardkost:
    - Alle relevanten Heath-Informationen
    - Firmware-Update
    - Secure Erase
    - Optionen für Over-Provisioning
    Die Software unterscheidet sich nicht großartig von Samsungs Magician oder SanDisks SSD Dashboard. Es wird alles Nötige geboten. Sie ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.


    2. Produktest

    Im Folgenden möchte ich nun endlich zum Kern meines Tests kommen. Wie schlägt sich die AORUS im Vergleich mit anderen SSDs in Systemen mit PCIe 3.0 x4 oder gar 2.0 x2.
    Zum Testen habe ich die folgenden Benchmarktools verwendet:
    - Crystal Disk Mark V7.0
    - AS SSD
    - ATTO
    Darüber hinaus wurden die Ladezeiten eines Savegames in der Singleplayer-Kampagne vom neuen Call of Duty Modern Warfare getestet. Dieses Game ist bekannt für lange Ladezeiten. Um es simpel zu halten wurde direkt das Savegame aus dem ersten Level direkt nach dem Intro genommen.
    Die Testsysteme und Ergebnisse

    Verwendete SSDs:
    Im Folgenden eine Auflistung, welche SSDs für die Benchmarks verwendet wurden. Zudem in welchen Systemen und mit welcher Bandbreite/PCIe-Revision. Die Tests mit Crystal Disk, AS SSD und ATTO hänge ich jeweils direkt an. Zudem die erwähnten Ladezeiten.

    - Samsung 970 Pro 512 GB
    - Samsung 960 Pro 512 GB
    - Samsung 950 Pro 256 GB
    - Samsung 850 Pro 512 GB
    - Samsung 850 Evo 500 GB
    - Gigabyte AORUS NVMe Gen4 SSD
    Auf allen SSDs wurde die zum Testzeitraum aktuellste Firmware aufgespielt.



    1. Das Beast:

    CPU: AMD Ryzen Threadripper 1920X @4,0 GHz,
    CPU-Kühler: Custom-Wasserkühlung
    RAM: G-Skill Trident Z RGB 4x 8 GB DDR4-3200
    Mainboard: ASUS ROG Zenith Extreme
    GPU: MSI RTX 2080 TI Ventus
    CASE: Corsair Obsidian 900D
    OS: Windows 10 Pro x64 1903

    Hierbei handelt es sich um mein Hauptsystem, welches bei mir daheim steht und für alles Mögliche von Gaming über (amateurhafte) Fotobearbeitung und (ebenso amateurhafte) Videobearbeitung genutzt wird. Daneben wird hier auch öfters an Projekten für die Uni gearbeitet. Das System ist wassergekühlt. Nun aber zu den getesteten SSDs. Diese waren entweder fest unter dem PCH-Heatspreader verbaut (im Falle der 970 Pro) oder wurden mithilfe des DIMM.2-Adapters des Zenith Extreme. Ich wollte wissen, ob die sonstige verwendete Hardware einen messbaren Einfluss auf die Performance der SSDs hat. Und dieser PC ist der schnellste in meinem Besitz.

    - Samsung 970 Pro 512 GB (PCIe x4 3.0)
    Die 970 Pro ist das primäre Windows-Laufwerk in diesem System. Sie ist unter dem Heatspreader des ASUS Zenith Extreme verbaut. Da es die schnellste SSD in meinem Arsenal ist, war ich gespannt, ob und wenn ja, wie stark die AORUS sie schlagen würde. Zumal sie in meinem schnellsten System verbaut ist.
    970proasssdizj33 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 970proattos3jvq - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 970procrystal5pjhf - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:45:22

    - Samsung 850 PRO 512 GB (SATA 3.0)
    Hierbei handelt es sich um meine alte System-SSD, die inzwischen als reines Game-Laufwerk genutzt wird. Diese ist ganz herkömmlich über ein SATA 3.0/ 6 GB/s-Interface direkt an den PCH angebunden.
    850proasssdgukew - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 850proattojejxh - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 850procrystal3yko1 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:45:22

    - Samsung 950 Pro 256 GB (PCIe x4 3.0)
    Diese SSD ist eigentlich nicht Teil des PCs, sie diente nur als Vergleichswert. Schließlich handelt es sich hier um eine der ersten NVMe-SSDs auf dem Markt. Wie schlägt sie sich gegen die moderne Konkurrenz?
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    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:41:73

    - Gigabyte AORUS NVMe Gen4 SSD 500 GB (PCIe x4 3.0)
    Nun kommt sie endlich zum Star der Show, der von Mindfactory und Gigabyte zur Verfügung gestellten AORUS Gen4. Wird dieses PCIe Gen.4-Laufwerk auch bei einem älteren PC glänzen können?
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    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:37:15

    Zwischenfazit Beast:
    Die AORUS ist definitive nochmal ein Stück schneller als selbst Samsung aktuelles Flaggschiff, die 970 Pro. Die alte 950 Pro wird deutlich überholt und die SATA-SSD extrem in die Schranken gewiesen.
    Wie werden sich die SSDs in den anderen Systemen im Vergleich schlagen?


    2. Studi-PC
    CPU: AMD Ryzen 5 1600 @3,8 GHz
    CPU-Kühler: Thermalright Ultra 120 Extreme + 2x 120mm Noiseblocker Blacknoise
    RAM: Crucial Value RAM 2x 8 GB DDR4-2400 @ 2666
    Mainboard: ASUS ROG Strix X370-F Gaming
    GPU: Zotac RTX 2080 Twin Fan
    CASE: Corsair Obsidian 750D
    OS: Windows 10 Pro x64 1903
    Mein Zweit-System, welches sich in meinem Zimmer im Studentenwohnheim befindet. Wird fast ausschließlich für Gaming und die Uni verwendet. Dieser PC ist ein klassisches Mittelklasse-System, würde das im Vergleich zum High-End-System einen Einfluss auf die Overall-Performance haben?

    - Samsung 960 Pro 512 GB (PCIe x4 3.0)
    Diese SSD ist das Systemlaufwerk in diesem Rechner. Daher auch eigentlich immer im einzigen M.2-Slot des Boards.
    960proasssdqdj2s - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 960proatto6rj9h - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 960procrystalpkjb3 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:43:03

    - Samsung 850 Evo 500 GB (SATA 3/6 GB/s)
    Das primäre Game-Laufwerk dieses PCs.
    850evoasssdsxjr0 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 850evoattoegkal - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 850evocrystali6kd8 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:47:34

    - Samsung 950 Pro 256 GB (PCIe x4 3.0)
    Diese SSD, die schon aus dem anderen PC bekannt ist, wurde extra zum Testen eingebaut. Sie befindet sich normalerweise nicht in diesem Rechner.
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    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:42:48

    - Gigabyte AORUS NVMe Gen4 SSD 500 GB (PCIe x4 3.0)
    Und auch hier kommt wieder unser Star auf die Teststrecke. Kann das brandneue Laufwerk einen Vorsprung herausfahren?
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    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:35:87

    Zwischenfazit Studi-PC:
    Auch hier kann die AORUS sich wieder die Spitzenposition sichern. Alle anderen SSDs werden geschlagen, teilweise mehr oder weniger deutlich.
    Allerdings ist im Vergleich zu dem Highend-System kein allgemeiner Performance-Unterschied feststellbar.


    3. Test-PC:
    CPU: Intel Xeon E3-1240 v3
    CPU-Kühler: Scythe Shuriken Rev. B
    RAM: G.Skill ARES 2x 4 GB DDR3-1866 @ 1600 + Crucial Ballistix 2x 4GB DDR3-1600
    Mainboard: Gigabyte Z97X-UD3H
    GPU: ASUS GTX 780 TI MATRIX
    CASE: Cooler Master ATCS 840
    OS: Windows 10 Pro x64

    Das System ist eine Techbench, welche in ein Gehäuse montiert wurde. Wird zudem für ältere Software verwendet, da sich als weitere Betriebssysteme noch Windows 7 und XP auf dem Rechner finden. Und zum Zocken, wenn Freunde vorbeikommen.
    Dieses System war sehr spannend, da man die SSDs sowohl mit voller Bandbreite bei PCIe x4 3.0 über eine M.2 auf PCIe-Steckkarte von ASUS als auch direkt auf dem Board an einem M.2-Anschluss mit PCIe-x2 2.0 testen konnte. Hier finden sich tatsächlich nur 2 SSDs, die AORUS und die Samsung 950 Pro.
    Ich hatte ihn mit in den Test aufgenommen, um zweierlei Dinge zu testen.
    1. Wie schlagen sich die SSDs mit dieser schon recht alten Hardware im Vergleich zu den anderen Systemen? Immerhin war Haswell die erste Plattform, die NVMe überhaupt unterstützte.
    2. Wie stark beeinflusst die geringe Bandbreite von PCIe x2 2.0 die Performance? Zuerst werden beide SSDs auf dem M.2 zu PCIe-Adapter mit voller Geschwindigkeit getestet. Danach im internen M.2-Slot, welcher nur mit 2 Lanes mit PCIe 2.0 angebunden ist.

    - Samsung 950 Pro 256 GB (PCIe x4 3.0 via ASUS M.2 zu PCIe-Adapter)
    950proasssdx49rkhx - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 950proattox4e2jgp - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 950procrystalx4jvkw1 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:41:53

    - Samsung 950 Pro 256 (PCIe x2 2.0 im internen M.2-Anschluss)
    950proasssdx2mfkdd - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 950proattox2v7jwb - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB 950procrystalx2rhkmz - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:49:42

    - AORUS NVMe Gen4 SSD 500 GB (PCIe x4 3.0 via ASUS M.2 zu PCIe-Adapter)
    aorusasssdx4ynjnh - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB aorusattox4myjvh - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB aoruscrystalx4ttjgz - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:39:35

    - AORUS NVMe Gen4 SSD 500 GB (PCIe x2 im internen M.2-Anschluss)
    aorusasssdx2pbkt4 - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB aorusattx21dkwv - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB aoruscrystalx29vjgg - Testers Keepers mit GIGABYTE AORUS NVMe Gen4 SSD 500GB
    Ladezeiten Call of Duty: Modern Warfare (2019): 00:42:31

    Zwischenfazit Test-PC:
    Das Fazit für diesen PC fällt sehr interessant aus. Mit PCIe x4 3.0 (Steckkarte) ist die AORUS tatsächlich schneller unterwegs als die Samsung 950 Pro. Dies verwundert nicht. Schließlich haben diese die vorherigen Tests schon gezeigt.
    Die Überraschung war aber, dass die Gigabyte mit stark reduzierter Bandbreite unter PCIe x2 2.0 stark einbrach. Hier war die 950 Pro tatsächlich im Schnitt schneller.


    Fazit:
    Ich ging mit der Grundfrage in diesen Test, ob sich die Gigabyte AORUS NVMe Gen4 SSD 500 GB auch für Nutzer „älterer Systeme“ als Upgrade lohnt. Als älter bezeichne ich hier alles ohne PCIe Gen. 4, also alle Chipsätze außer X570.
    Die Antwort ist recht klar, wird aber erst nach einer abschließenden Betrachtung der Testwerte gegeben. Zuerst einmal muss einem klar sein, dass sich ein Upgrade von SATA-SSD auf NVMe nicht so krass auswirkt wie von HDD auf SSD. Dies muss jedem klar sein. Wenn man allerdings den allgemeinen Preisunterschied zwischen NVMe und SATA sieht, lohnt sich beim Neukauf immer NVMe.
    Aber lohnt sich dieses NVMe-Laufwerk?
    Für Nutzer von X570 sicher. Für alle anderen?
    Die AORUS war schneller als alle anderen Laufwerke im Test und dies konsistent. Allerdings sprechen wir hier von maximal 5% Leistungsplus gegenüber den anderen NVMe-SSDs. Und wenn man bedenkt, dass es eine Samsung 970 EVO Plus mit 500 GB bei Mindfactory schon für unter 100 ¤ gibt, muss man wirklich überlegen.
    Im Alltag habe ich den zusätzlichen Speed nicht gespürt. Und da liegt das große Problem der Gigabyte. Sie ist, meiner Meinung nach, für die gebotene Leistung einfach noch zu teuer. 50 % Aufschlag gegenüber einer Samsung 970 EVO Plus sind heftig.
    Außerdem hatte ich noch 1 anderes Problem. Der massive Heatspreader sieht cool aus, ist wertig und sicher auch nötig. Allerdings erschwerte er in fast jedem Fall unnötig den Einbau der SSD.
    Auf der DIMM.2 des Zenith Extreme im Beast kollidierte die SSD auf einer Seite mit dem RAM (G.Skill Trident Z). Zur Nutzung des dritten M.2-Anschlusses unter dem PCH-Kühler müsste man den Heatspreader abnehmen und würde damit wohl die Garantie verlieren…
    Im Studi-PC gab es keinen M.2-Kühler. Allerdings ist der Heatspreader so hoch, dass die AORUS fast meine ASUS-Soundkarte berührt hätte.
    Im Test-PC kam sie im internen M.2-Anschluss dem CPU-Kühler gefährlich nahe.

    An sich mag ich gute Kühlung. Aber wenn diese meine anderen Komponenten gefährdet, sehe ich dies eher kritisch.


    Abschließend kann ich die AORUS trotzdem allen X570-Nutzern empfehlen. Alle anderen sollten nur zugreifen, wenn sie unbedingt die höchste Performance haben wollen und auch bereit sind, dafür zu bezahlen.

    Am Ende nochmals Dank an Mindfactory für die Bereitstellung des Testmusters.
    Und auch Dank an alle, die dieses doch recht lange Review bis zum Ende gelesen haben.
    Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
    Geändert von Zocker_Nr_1 (05.12.2019 um 01:11 Uhr)

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