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Thema: WT KW 45.2019: Science Fiction für Benzinautos

  1. #1
    Master Gunnery Sergeant Avatar von DerTiger
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    Standard WT KW 45.2019: Science Fiction für Benzinautos

    Das Fischer-Tropsch-Verfahren feiert ein Revival, diesmal allerdings ohne Kohle, sondern mit Umgebungsluft.

    Das CO2 wird direkt aus der Luft gewonnen. Das gelingt mit einer Art Schwamm, durch den Luft gepumpt wird. Sauerstoff, Stickstoff, Helium und andere Bestandteile passieren ihn ohne Probleme. Lediglich CO2 bleibt hängen. Das Verfahren hat Climeworks zur Serienreife gebracht, eine Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ). Wenn der Schwamm gesättigt ist, wird er auf 90 bis 100 Grad Celsius erwärmt - die dazu nötige Wärmeenergie stammt ebenfalls aus Ökostrom.

    In einer sogenannten Co-Elektrolyseanlage wird dieser Rohstoff weiterbehandelt, gemeinsam mit Wasserdampf. Beide werden synchron gespalten. Es entsteht ein Gemisch aus Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff (H2), Synthesegas genannt ... 80 Prozent der elektrischen Energie, die in den Prozess eingebracht wird, finden sich im Synthesegas wieder ...

    Per Fischer-Tropsch-Verfahren entsteht aus dem Synthesegas ein flüssiger Energieträger. Es wurde bereits 1925 am Kaiser-Wilhelm-Institut (heute Max-Planck-Institut) in Mülheim an der Ruhr entwickelt, um aus Kohle Synthesegas und daraus wiederum mit Hilfe von Katalysatoren flüssige Treibstoffe zu gewinnen.

    Der so hergestellte Treibstoff muss noch veredelt werden. Das geschieht durch Hydrocracken, ein Verfahren, das in Erdölraffinerien angewandt wird, um aus dem Rohöldestillat die Treibstoffe Benzin, Diesel und Kerosin herzustellen. Das gelingt mit Hilfe von Wasserstoff und Katalysatoren.

    Das norwegische Unternehmen Nordic Blue Crude plant eine kommerzielle Anlage, die täglich gut 25.000 Liter Rohöldestillat herstellen soll.
    Power-to-X: Sprit aus OEkostrom, Luft und Wasser - Golem.de

  2. #2
    Master Gunnery Sergeant Avatar von Wissensdurstiger
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    moin!
    super, dann kann ja wieder drauflos verbrannt werden ;D, die entwicklung der e-autos kann eingestellt werden

    aber interessant, von dem verfahren lese ich jetzt zum ersten mal, auch eine möglichkeit die natur etwas zu reinigen, wenn es denn so funktioniert...

    mein rechner fängt an zu spinnen :`( geht einfach aus (in der regel unter last) und braucht dann viele anläufe, um wieder zu starten. habe noch keine idee, woran das liegen kann, die ereignisanzeige sagt nur ungeplanter neustart ...
    CPU: i7-2600K@3,4GHz + EKL Brocken; GPU: EVGA gtx1070 FTW; MB: Gigabyte GA-P67A-UD5-B3 P67; RAM: 4x4GB G.Skill Ripjaws DDR3-1600; NT: Seasonic Focus Plus 550W Gold 80; CASE: Fractal Design Define XL R2; SSD: 128GB Samsung 830, 250GB Samsung 840 Basic Series; HDD: 1000GB Samsung Spinpoint F3, 3000GB Seagate Surveillance HDD; Monitor: 27" Dell S2716DG

  3. #3
    First Sergeant
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    Zitat Zitat von Wissensdurstiger Beitrag anzeigen
    und braucht dann viele anläufe, um wieder zu starten.
    Was heisst das genau? Will er starten (Lüfter laufen), kann aber nicht booten oder drückst du mehrfach erfolglos auf dem Startknopf rum? Hat sich was in Hard- und Software geändert, seit das Problem auftritt? Grundsätzlich würde ich vom Netzteil ausgehen, wenn selbst das Betriebssystem nicht weiß, was passiert ist.

  4. #4
    Master Gunnery Sergeant Avatar von Wissensdurstiger
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    ich hatte letztes jahr schon das problem, da war die graka der übeltäter (hatte von EVGA eine neue bekommen), ich hoffe mal, dass sie es diesmal nicht ist (befürchte aber, dass die wieder probleme macht), seit dem letzten jahr ist auch das nt neu (habe eben meine signatur aktualisiert).
    nach dem plötzlichen ausgehen, startet eine schleife. der rechner versucht automatisch anzugehen, die lüfter starten, dann nach 2-3 sek. geht der wieder komplett aus und nach weiteren 2-3 sek. versucht er es erneut. dann klappt es entweder irgendwann mal, oder ich trenne den pc vom netz, warte kurz, dann geht der meist wieder an. aber auch nicht immer, manchmal muss ich die prozedur wiederholen.
    CPU: i7-2600K@3,4GHz + EKL Brocken; GPU: EVGA gtx1070 FTW; MB: Gigabyte GA-P67A-UD5-B3 P67; RAM: 4x4GB G.Skill Ripjaws DDR3-1600; NT: Seasonic Focus Plus 550W Gold 80; CASE: Fractal Design Define XL R2; SSD: 128GB Samsung 830, 250GB Samsung 840 Basic Series; HDD: 1000GB Samsung Spinpoint F3, 3000GB Seagate Surveillance HDD; Monitor: 27" Dell S2716DG

  5. #5
    Colonel Avatar von Maverick64
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    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Das Fischer-Tropsch-Verfahren feiert ein Revival, diesmal allerdings ohne Kohle, sondern mit Umgebungsluft.

    Power-to-X: Sprit aus OEkostrom, Luft und Wasser - Golem.de
    Sehr schön, wenn es dann funktioniert in der Massenproduktion.
    Und wenn man es sich leisten kann. "Der anvisierte Ziel-Preis pro Liter liegt bei unter zwei Euro." Heisst dann also 1,99¤. Darauf noch Mineralöl- und Mehrwertsteuer, Abgaben (lässt sich der Staat ja nicht entgehen) und Händlermarge... und wir peilen mal so die 3-4 ¤ pro Liter an...
    Aber hey, wenn das Zeug genauso funktioniert wie normaler Sprit, die den Preis auf den von normalem Sprit hin bekommen, dann her damit. Meinem SUV ist es egal was er verbrennt
    Gruß Mav
    Spoiler

  6. #6
    Master Gunnery Sergeant Avatar von Wissensdurstiger
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    ... welches abfallprodukt aber entsteht bei der verbrennung von dem neuen kraftstoff?... ist es wieder CO2, oder irgendwas noch schlimmeres? wofür man neue anlagen bräuchte?^^ oder man brächte vllt gar nichts mehr, weil das zeug die natur endgültig killt...
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  7. #7
    Major Avatar von grigi
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    Per Fischer-Tropsch-Verfahren entsteht aus dem Synthesegas ein flüssiger Energieträger. Es wurde bereits 1925 am Kaiser-Wilhelm-Institut in Mülheim an der Ruhr entwickelt, um aus Kohle Synthesegas und daraus wiederum mit Hilfe von Katalysatoren flüssige Treibstoffe zu gewinnen. Die heute in Karlsruhe eingesetzte Anlage nutzt nur noch das Prinzip.
    Uralter Hut aus einer Zeit wo deutscher Forschergeist und Ingenieurswesen die Menschheit noch voran brachten.
    Heute wärmen sie lieber alte Konserven auf bzw. für mehr reicht es eben nicht.
    Als nächstes wird der Holzgasgenerator ausgebudelt.

    Wenn der Preis bei über 2 Euro liegt, dann kann die Grüngutispezie endlich sein Gewissen beruhigen und das Zeug fleißig tanken.
    Wahrscheinlich wird der synthetische Kraftstoff sogar massiv subventioniert während klassischer Sprit durch die Decke geht.

  8. #8
    First Sergeant
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    Zitat Zitat von Wissensdurstiger Beitrag anzeigen
    ... welches abfallprodukt aber entsteht bei der verbrennung von dem neuen kraftstoff?... ist es wieder CO2
    Man will ja eine Neutralität erreichen. Nur das in CO2 wandeln, was auch gleich wieder zurückgewandelt werden kann und nicht Jahrzehnte in der Athmosphäre verbleibt. Ob es nun "Synthetisierer", die Grashalme meiner Wiese oder Nachbars Baum macht ist dabei unerheblich.

    Aber schon interessant, wie ineffizient der intelligente Erfindergeist ist, während die (angeblich) "unintelligente Natur" das besser hinbekommt.
    (Hab mal was von Bakterien gelesen, die zur Zuckerproduktion sogar quantenmechanische Effekte nutzen, nur um möglichst effizient zu sein)

  9. #9
    Major Avatar von grigi
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    Bakterien nie unterschätzen! Mega schlaue Biester.

    Die Grundfeste der Paläoanthropologie werden erschüttert.
    Der Vormensch lief auf zwei Beinen durch Europa - WELT
    Der aufrechte Gang des heutigen Menschen soll sich nach jüngeren Funden in Europa und nicht wie bislang angenommen in Afrika entwickelt haben.
    Der in Bayern neu entdeckte mögliche Vorfahr von Mensch und Menschenaffe habe sich wohl bereits vor fast zwölf Millionen Jahren auf zwei Beinen fortbewegen können.
    Das wäre mehrere Millionen Jahre früher, als Wissenschaftler bislang angenommen haben.
    Haha ... die Seppels wieder ....
    Bayern die Wiege der Menschheit!

  10. #10
    First Sergeant
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    Das kann ja gar nicht sein, Darwins Grundideen werden ja erschüttert.

    Er ging davon aus, dass sich alles allmählich entwickelte, aber die Fossilfunde und deren Forschungen zeigen immer mehr, dass das Leben plötzlich da war und sich seitdem kaum verändert hat. (Kambrische Explosion, Quastenflosser, etc.) Wäre das dem Darwin damals schon bekannt gewesen, er wäre von seiner Theorie schnell wieder abgerückt, so seine eigene Aussage. Selbst die erste (errechnete) Urzelle soll bereits Mechanismen onboard gehabt haben, die spontante Mutationen zu verhindern bzw. zu reparieren weiß.

    Zudem ist man dabei, intern "heimlich" die Idee des Stammbaums zu begraben, da vieles eher auf eine "Wiese mit vielen Grashalmen" hindeutet, statt einem Baum.

  11. #11
    Master Gunnery Sergeant
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    Avatar von DerTiger
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    Ich denke nicht dass das Darwins Grundidee erschüttert.
    Ich glaube auch nicht dass Darwin eine konkrete Vorstellung des zeitlichen Rahmens hatte.
    Wie das so ist in der Wissenschaft müssen mit neuen Erkenntnissen alte Annahmen neu bewertet werden.
    Von jeher wird der "Missing Link" gesucht, der Fossilienbestand ist viel zu löchrig um über einen unvorstellbar riesigen Zeitraum von hunderten Millionen Jahren (!!) irgendetwas anderes als grobe Vermutungen haben zu können.
    Es gibt zwar eine Reihe von dingen die als gesichert angesehen werden (Klimadaten, Atmosphäre, Bodenbeschaffenheit) und einen groben Verlauf, aber da gibt es so viel weiß auf der Landkarte dass man fern von einem Gesamtbild ist.

    Und: Dass sich über Generationen Arten verändern und mutieren ist schon erwiesen, das bezweifelt keiner.

    Die 'Wiese mit vielen Grashalmen' ist irgendwie... auch nur ein Baum?

    Solange wir uns einig sind dass es nicht ID war...

  12. #12
    First Sergeant
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    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Von jeher wird der "Missing Link" gesucht, der Fossilienbestand ist viel zu löchrig um über einen unvorstellbar riesigen Zeitraum von hunderten Millionen Jahren (!!) irgendetwas anderes als grobe Vermutungen haben zu können.
    Klingt für mich, als nehme man einen (unbekannten) Film, zerteile ihn in Einzelbilder, , verwerfe 999 von 1000 Bildern und man versucht nun anhand der Einzelbilder eine Handlung und einen Filmverlauf zu rekonstruieren? Meinst du nicht auch, dass es dadurch zu vielen Interpretationen kommen kann, von denen sogar die wahrscheinlichste falsch sein könnte?

    Gerade das man keine Missing Links findet macht mich stutzig. Theoretisch müsste es mindestens genauso viele Missing Links geben wie Vor- und Nachfahren, wenn alles allmählich passiert sein soll. Für eine schnelle "Wandlung" gibts zuviel Kontra, gerade im Bereich der DNA, die korrigierende Maßnahmen hat oder gar Abbruchsequenzen bei der Entwicklung eines Embryo, wenn zuviel auf einmal mutiert.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Und: Dass sich über Generationen Arten verändern und mutieren ist schon erwiesen, das bezweifelt keiner.
    Es gibt die Microevolution (Die Finken mit der passenden Schnabelgröße, Blumen mit anderer Blütenfarbe oder die Smombie-Menschen mit der "zusätzlichen Nackenstütze") und es gibt die Macroevolution. Erstere ist recht schnell nachweisbar, aber letzteres hat noch niemand nachweisen können, geschweige denn experimentell, überspitzt gesagt aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.
    Selbst die Microevolution hat Grenzen. Ein Forscher hatte mal versucht, eine tropische Fruchtfliegenart durch Selektion mittels Trockenheit dazu zu bringen, insgesamt resistenter gegen Trockenheit zu werden. Nach 40 Generationen von Fruchtfliegen hatte er keine Veränderung festgestellt, die Anpassungsfähigkeit war begrenzt.
    Oder: Gibt es in uns irgend etwas, was man als Evolutionsrückstand bezeichnen kann? In der Schule hat man mir das beigebracht. Als Bsp. der Blinddarm. Jedoch hat man vor nicht allzulange herausgefunden, dass er durchaus eine wichtige Funktion haben kann.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Solange wir uns einig sind dass es nicht ID war...
    Warum? Wovor hast du Angst?

    Ich meine, wie kann es sein, das unintelligente Vorlagen heute noch hochintelligente Wissenschaftler inspirieren? Müsste es nicht andersrum sein? Anders gefragt: Findest du irgendwas in der Natur, dass einer Verbesserung würdig ist oder wo man noch nachhelfen müsste? Oder nehmen wir die DNA: Sie ist so angelegt, dass sie lesbar ist und Satzbauregeln befolgt. In der Theorie des Zufalls müsste sie eigentlich völlig fragmentiert sein.

    -----

    Disclaimer: Meine Meinung hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

  13. #13
    Major Avatar von grigi
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    Jedenfalls muss die Schöpfungsgeschichte umgeschrieben werden.

    • Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. -----> 2 bis 26 unverändert
    • und so schuf Gott die Seppels nach seinem Bilde mit aufrechten Gang ...... dem Manne die Lederhose und dem Weib das Dirndl.

  14. #14
    First Sergeant
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    Zitat Zitat von grigi Beitrag anzeigen
    Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde
    Immerhin ist die Aussage insofern Wissenschaftlich korrekt, dass das Universum tatsächlich einen Anfang hatte. Ich meine, zwischen der Zeit der Niederschrift dieses Satzes und dem Heute gab es ja viele Spekulationen und Theorien, die in dieser Hinsicht falsch lagen.

  15. #15
    Major Avatar von grigi
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    Da bewegen wir uns in einem Bereich wo man durch die blosse Befassung mit dem Thema Kopfschmerzen bekommt. Jedenfalls geht es mir so.
    Vor dem Anfang muss schon irgendwas gewesen sein. Aus dem "Nichts" entsteht rein logisch nichts.
    Selbst ein Schöpfer müsste vor einem Anfang existieren und durch irgendwas erschaffen sein. Sehr zwicklich.

    Soooooo - die bayrischen fossilen Knochenfunde wurden restauriert.
    Endlich ein Bild vom Vorfahr. Eindeutig - aufrechter Gang.

    baba1661 - WT KW 45.2019: Science Fiction für Benzinautos

  16. #16
    Master Gunnery Sergeant
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    Avatar von DerTiger
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    Klingt für mich, als nehme man einen (unbekannten) Film, zerteile ihn in Einzelbilder, , verwerfe 999 von 1000 Bildern und man versucht nun anhand der Einzelbilder eine Handlung und einen Filmverlauf zu rekonstruieren?
    In gewisser Weise wohl, ja. Aber es gibt eben doch messbares Spuren und offensichtliche Hinweise die gesicherte Rückschlüsse zulassen.
    Wie Archäologie funktioniert muss ich denke ich nicht näher erzählen. Es ist ja nicht so als würde man nur einzelne Knochen finden. Man findet Knochen in genau dieser Position, Tiefe, Erdschicht, Zustand, Form, Inhalt etc.
    Würde man für alles was unbeobachtet passiert ist immer achselzuckend davon ausgehen dass Gott das so gemacht hat würde die Verbrechensaufklärungsrate drastisch sinken. Oder eben steigen. Weiß ja jeder: hat Gott so gemacht. Rätsel gelöst.

    Gerade das man keine Missing Links findet macht mich stutzig. Theoretisch müsste es mindestens genauso viele Missing Links geben wie Vor- und Nachfahren, wenn alles allmählich passiert sein soll.
    Das ist doch genau das was gerade passiert? Man findet immer mehr und mehr Unterarten von Mensch die in variablen Graden dem Affen nahe sind.
    Das Problem ist, glaube ich zumindest, dass es nicht DEN Missing Link geben wird, sondern eben ein Spektrum mit unterarten die auch noch verzweigt sein können. Wird wohl eher eine Gruppe werden. Festzustellen wo genau der 'link' ist, und diesen als solchen zu identifizieren und zu definieren ist ohne Kenntnis aller Arten nicht wirklich möglich.

    Es erfordert auch eine Festlegung ab wann der Mensch noch als Mensch und der Affe als Affe gilt. Ich denke der aufrechte Gang wird hier allgemein als Kriterium gesehen, von daher könnte es gut sein dass die gefundenen Fossilien eben dieser Link sein könnten, aber genau sagen kann man es nicht, da man nicht weiß ob noch etwas davor kam. Daher immer eine gewisse Unsicherheit bei der Annahme --> Spektrum.

    es gibt die Macroevolution. ... aber ... hat noch niemand nachweisen können
    Wie stehts mit dem Hund? Vom Wolf abstammend, durch Züchtung zu etwas völlig anderem gemacht mit eigenen Unterrassen.
    So geschehen mit vielen Nutztieren.

    Spoiler



    Ein Forscher hatte mal versucht, eine tropische Fruchtfliegenart durch Selektion mittels Trockenheit dazu zu bringen, insgesamt resistenter gegen Trockenheit zu werden. Nach 40 Generationen von Fruchtfliegen hatte er keine Veränderung festgestellt, die Anpassungsfähigkeit war begrenzt.
    Wenn wir davon ausgehen dass eine Generation des modernen Mensch so ca. 25 Jahre dauert dann sind seit Jesus über die Erde gewandert ist gerade einmal 80 Generationen vergangen.
    Vermutlich mehr wenn man davon ausgeht dass früher das Geburtenalter bei 12-16 lag. Im Mittel wohl sowas wie 100 Generationen.
    Die Anpassung des Menschen: begrenzt
    (Was übrigens auch ein Gegenargument für Rassismus ist. Bis eine Rasse von der Erde verschwindet vergehen offenbar einige tausend Jahre.)

    Aber wir wissen sicher: Im Mittelalter waren Menschen z.B. deutlich kleiner.
    Eine Veränderung ist somit doch feststellbar.

    Die Domestizierung des Hundes wird zwischen 15.000 und 100.000 Jahren geschätzt (wiki), eine Hund braucht wohl so 2-5 Jahre zur Geschlechtsreife.
    Heißt vom Wildhund bis zu den modernen Hunderassen sind irgendwas zwischen 3000 und 50000 Generationen abgelaufen.

    "Danuvius guggenmosi habe vor 11,62 Millionen Jahren gelebt".
    Wenn wir jetzt mal davon ausgehen dass lediglich die letzten 1000 Jahre eine Generation 20 Jahre gedauert hat, und davor eher 15 Jahre oder weniger wahrscheinlich war, dann sind das satte 773.000 Generationen.
    Da muss der Fruchtfliegenforscher noch ein bisschen weiterzüchten um ein derartiges Ergebnis vorzeigen zu können.

    Oder: Gibt es in uns irgend etwas, was man als Evolutionsrückstand bezeichnen kann? In der Schule hat man mir das beigebracht. Als Bsp. der Blinddarm. Jedoch hat man vor nicht allzulange herausgefunden, dass er durchaus eine wichtige Funktion haben kann.
    Welche Funktion kann er denn haben?

    Wenn du nach evolutionären Relikten fragst wäre das Steißbein als verkümmerter Schwanz wohl noch erwähnenswert. Ansonsten solltest du vllt. mit einem Arzt reden, der kann da vllt. weiterhelfen.

    Wie würdest du für den Menschen Evolutionsrückstand definieren? Warum sollten wir mehr Dinge wie den Blinddarm oder sowas haben?
    Die Gemeinsamkeiten die der Mensch als Säugetier mit den meisten anderen Säugetieren und speziell Primaten hat kann ich durchaus als solche Rückstände ansehen.
    Für mich ist es schon ein Evolutionsrückstand dass ich beim Schlucken ersticken kann, mir Haare am Rücken wachsen.

    Warum? Wovor hast du Angst?
    Angst? Keine. Müsste ich? Soviel ich weiß ist der christliche Gott ein liebender Gott der gerne vergiebt. Und wenn er sich mal zeigt, glaub ich auch daran.

    Gegenfrage:
    An welchen der vielen Götter müsste ich denn nun glauben um richtig zu liegen?
    Den neutestamentlichen liebenden Vater-Gott? Den alttestamentarischen rachsüchtigen? Allah? Einen der vielen Hindugötter?

    Woher weißt jemand welcher der Götter der richtige ist und wer uns gemacht hat?

    wie kann es sein, das unintelligente Vorlagen heute noch hochintelligente Wissenschaftler inspirieren? Müsste es nicht andersrum sein? Anders gefragt: Findest du irgendwas in der Natur, dass einer Verbesserung würdig ist oder wo man noch nachhelfen müsste?
    Willst du mich veräppeln? es gibt eine Milliarde sachen die verbesserungswürdig sind.
    Ich hatte schon gesagt: Ich fänds Klasse wenn ich durch schlichte Nahrungsaufnahme nicht mehr ersticken könnte. Wenn mir die Füße einschlafen beim zu langen sitzen ist das auch kacke. Warum baumeln meine Geschlechtsteile zwischen meinen Beinen? Wärs nicht cooler ich könnte auch das Farbspektrum eines Fangschreckenkrebs sehen? Dieses Essen und Verdauen und Ausscheiden... Muss das sein? Das ist unhygienisch und stinkt. Und wenn es schon sein muss, kanns dann nicht wenigstens nach Blumen riechen? Müssen wir zur Fortpflanzung wirklich unsere Genitalien aneinanderreiben wie die Tiere? Ging das nicht eleganter?
    ... Und allgemein, warum bin ich nicht unsterblich?
    Warum gibt es Krebs? Ich hab noch nie jemanden sagen hören "Gott sei dank, es gibt Zecken". Was ist mit Schnupfen? Welches Arschloch hat den gemacht?! Und wer hat beschlossen dass die beste Reaktion gegen Viren Tod durch Erstickung ist? Was hat sich Gott dabei gedacht als er Fische erschaffen hat die in deinen Schniedel schwimmen und dann da wohnen? Sind Menschen mit 11 Fingern noch perfekt? Was ist mit kleinwüchsigen? Behinderungen im allgemeinen? Wenn alles perfekt designed ist, was braucht es dann Mutation?

    Und warum hat Gott plötzlich aufgehört zu designen? Müssten nicht ständig irgendwo eine Herde neuer Tiere aufploppen? Auf dem Nürnberger Rathausplatz plötzlich eine Horde noch nie gesehener Wesen?
    Hat Gott irgendwann gesagt is gut jetzt, das passt so? Wo ist er hin? Wie sah das aus? Wie hat er das gemacht?

    Sorry, aber ich könnte jetzt noch ewig so weiter machen was von Natur aus verbesserungswürdig oder zumindest fragwürdig ist.

    Wie kann es sein dass sich jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt als "hochintelligent" eingestuft hat, und nachfolgende Generationen ihn als Rückständig sehen? Weil gefühlte Intelligenz relativ zum Wissensstand ist.
    Was für dich heute hochintelligent ist ist in 100-200 Jahren etwas über was die Leute kopfschüttelnd lachen. "Was denn... die mussten Geräte an ihren Kopf halten um miteinander zu reden? Irre..."

    Und inspirieren durch Natur ist völlig richtig, denn wir bauen nach, was uns natürlich nicht gegeben ist, und nutzen dabei was uns natürlich gegeben ist.

    Aber es ist auch andersherum. Wir machen Dinge die in der Natur nicht vorkommen und so nicht vorgesehen waren.
    Man nennt sie "Kunststoffe", und die Natur findet sehr viel davon eher scheiße wie man in letzter Zeit liest.
    Ansonsten machen wir auch andere Sachen die nicht von der Natur inspiriert sind. Das Medium über das wir uns gerade austauschen habe ich in der Natur so noch nie gesehen... gab es das Internet schon immer?

    Ist jetzt natürlich Auslegungssache was "Natur inspiriert" heißt. Sind Radiowellen und Verbrennungsmotoren noch naturinspiriert? Wie weit ist ein abgeleiteter nutzen eines Elementes naturinspiriert?
    Hört die Inspiration erst dann auf wenn wir eigene Elemente erschaffen? Naturgesetze lassen sich soviel ich weiß nicht brechen, es ist also relativ unmöglich widernatürliches zu tun.

    Oder nehmen wir die DNA: Sie ist so angelegt, dass sie lesbar ist und Satzbauregeln befolgt. In der Theorie des Zufalls müsste sie eigentlich völlig fragmentiert sein.
    Weil das der einzige Zufall war der es geschafft hat Leben zu erzeugen.
    Wäre es anders, würde es nicht gehen. Dinge die nicht gehen existieren für gewöhnlich nicht sehr lange.
    Und so schließt sich jede andere Kombination von selbst aus, weil sie schlicht nicht lebensfähig ist.
    Geändert von DerTiger (07.11.2019 um 18:59 Uhr)

  17. #17
    First Sergeant
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    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Wie stehts mit dem Hund? Vom Wolf abstammend, durch Züchtung zu etwas völlig anderem gemacht mit eigenen Unterrassen.
    So geschehen mit vielen Nutztieren.
    Dann müsste es doch ein leichtes sein, aus den jetzigen Affen - pardon - Schimpansen einen Menschen zu züchten, oder?

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Wenn wir jetzt mal davon ausgehen dass lediglich die letzten 1000 Jahre eine Generation 20 Jahre gedauert hat, und davor eher 15 Jahre oder weniger wahrscheinlich war, dann sind das satte 773.000 Generationen.

    Da muss der Fruchtfliegenforscher noch ein bisschen weiterzüchten um ein derartiges Ergebnis vorzeigen zu können.
    Jetzt überlege mal, wieviele Mutationen notwendig wären, um in dieser Zeit einen aufrecht gehenden Affen in einen Menschen zu verwandeln. Im Fruchtfliegenexperiment gab es keine nennenswerten Beobachtung, selbst die 100 Generationen von Jesus aus gesehen haben es höchstens Zustande gebracht, die Knochen etwas größer zu machen. Meinst du, eine Million Generationen hätte dann gereicht, die unzähligen Veränderungen vom kürzlich entdeckten, aufrecht gehenden Affen bis zum heutigen Menschen zu bringen? Ich bezweifel das mal dezent.

    Anfang des letzten Jahrhunderts war ja ein Hype im Gange, dass man die Macroevolution mithilfe der Genetik, genauer Vererbungslehre erklären und erforschen könne. Man ging sogar soweit, mithilfe von radioaktiver Strahlung Mutationen hervorzurufen. Aber der Euphorie folgte nach 100 Jahren Ernüchterung. Nur 1% von den Mutationsversuchen bei Pflanzen kam für weitere Forschung infrage und von denen waren es wiederum nur 1%, die komerzell genutzt werden konnten. Viele davon sogar in schlechterer Verfassung als das Original. Bei den Tieren war es noch "schlimmer". Man fand zudem heraus, dass die Mutationsrate mit neuen Generationen kontinuierlich abnahm und im weiteren Verlauf eher dieselben Muationen auftraten als irgendwelche neuen.

    Abschliessende Frage: Wenn es dem Menschen durch gezielte Eingriffe in 100 Jahren nicht gelang, mithilfe von Mutaionen neue Arten zu erzeugen, wie will das dann der Zufall geschafft haben?

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Welche Funktion kann er denn haben?
    Er versorgt und immunisiert nach einem Durchfall die übriggebliebenen Darmbakterien, damit sie sich gegen schädliche Eindringlinge wehren können.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Aber es ist auch andersherum. Wir machen Dinge die in der Natur nicht vorkommen und so nicht vorgesehen waren.
    Man nennt sie "Kunststoffe", und die Natur findet sehr viel davon eher scheiße wie man in letzter Zeit liest.
    Ansonsten machen wir auch andere Sachen die nicht von der Natur inspiriert sind. Das Medium über das wir uns gerade austauschen habe ich in der Natur so noch nie gesehen... gab es das Internet schon immer?
    Du hast es schon gesagt. Alles was wir machen, aber in der Natur nicht vorkommt, ist auf irgend eine Weise schädlich für wen auch immer. Zum WWW: Googel mal nach Wood Wide Web.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Weil das der einzige Zufall war der es geschafft hat Leben zu erzeugen.
    Wäre es anders, würde es nicht gehen. Dinge die nicht gehen existieren für gewöhnlich nicht sehr lange.
    Und so schließt sich jede andere Kombination von selbst aus, weil sie schlicht nicht lebensfähig ist.
    Das ist ja das Paradox. Du sagst, der Zufall muss es ja einmal geschafft haben, ich sage, es war jemand da, der das "Experiment" geleitet hat. Keiner kann das Gegenteil sagen, denn niemand war vorort. Also alles eine Sache des Glaubens. Apropo: Kennst du ein wissenschaftliches Experiment, wo niemand dabei war, um es zu steuern? Ich nicht.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Wenn mir die Füße einschlafen beim zu langen sitzen ist das auch kacke. Warum baumeln meine Geschlechtsteile zwischen meinen Beinen?
    Wie lange gibst Menschen? Wie lange gibts Stühle? Bzw. sitzende Tätigkeiten? Wenns nach der Evolution ginge, müsstest du wohl noch ein paar tausend Jahre warten. Wenns nach der Schöpfungsgeschichte ginge, ist der Mensch auch nicht zum rumsitzen gemacht worden, er hat von Gott eine sinnvolle Aufgabe bekommen - sich um die Erde zu kümmern und das macht man mal eben nicht im Sitzen.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Wärs nicht cooler ich könnte auch das Farbspektrum eines Fangschreckenkrebs sehen?
    Was erhoffst du dir davon? Kannst du da irgend einen Vorteil daraus ziehen? Darum gehts doch in der Evolution, alles durch Vorteil, oder nicht?

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Dieses Essen und Verdauen und Ausscheiden... Muss das sein? Das ist unhygienisch und stinkt. Und wenn es schon sein muss, kanns dann nicht wenigstens nach Blumen riechen?
    Ich finde es besser wie es jetzt ist. Stell dir nur vor, du bist hungrig und riechst was leckeres. Wenn du es gefunden hast, stellst du fest, dass es zuvor jemand anders gehörte. Jetzt würdest du vermutlich verhungern, wenn du nur noch die Reste von anderen findest statt was wirklich geniessbares zu finden.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    ... Und allgemein, warum bin ich nicht unsterblich?
    Warum gibt es Krebs? Ich hab noch nie jemanden sagen hören "Gott sei dank, es gibt Zecken". Was ist mit Schnupfen? Welches Arschloch hat den gemacht?! Und wer hat beschlossen dass die beste Reaktion gegen Viren Tod durch Erstickung ist? Was hat sich Gott dabei gedacht als er Fische erschaffen hat die in deinen Schniedel schwimmen und dann da wohnen? Sind Menschen mit 11 Fingern noch perfekt? Was ist mit kleinwüchsigen? Behinderungen im allgemeinen?
    Du erzählst nur vom Menschen. Gibts denn sowas auch in der übrigen Natur? Weil wenns nur um den Menschen geht, kann ich dir auch genauso die Geschichte von Adam und Eva erzählen, es kommt am Ende aufs selbe raus. Beide waren perfekt und durften ewig leben. (Bis heute sucht die Menschheit im Allgemeinen nach dem Jungbrunnen oder versucht sein möglichstes, den Tod hinauszuschieben, also muss was dran sein am Wunsch, ewig Leben zu wollen) Aber da sie unbedingt das einzigste Gebot übertreten mussten, was Gott ihnen gegeben hatte, durften sie krank und alt werden und schliesslich kam der Tod.

    Jetzt sag nicht "Wie unfair". Jeder der heute was gegen das Gesetz macht, muss mit Sanktionen rechnen. Denn selbst Freiheit muss Grenzen haben. Denn ich bin mir sicher, du fühlst dich auf einer Autobahn wohler, wo nach der STVO gefahren wird statt wie jeder will. "Ach ich fahre heute mal wie die Briten"

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Wenn alles perfekt designed ist, was braucht es dann Mutation?
    Wie oben schon erwähnt: Mutation funktioniert nicht, wie man sich das einst vorgestellt hat. Die DNA ist zwar in der Lage, sich innerhalb gewisser Grenzen anzupassen, aber darüber hinaus greifen viele Reparaturmechanismen, die das ganze wieder korrigieren können. Bei zuvielen "Schäden" (oder Mutationen) hört das Leben einfach auf. Oder hast du schonmal einen völlig radioaktiven verstrahlten Menschen gesehen, der einen "neue Evolutionsebene" ausgelöst hat? Ich nicht, denn sie sind alle tot.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Hat Gott irgendwann gesagt is gut jetzt, das passt so? Wo ist er hin? Wie sah das aus? Wie hat er das gemacht?
    Es gibt viele Menschen, die machen anderen Vorwürfe. Wenn der sich verteidigen will, wollen sie plötzlich nicht mehr zuhören. Ansonsten lies den Schöpfungsbericht der Bibel, da werden deine Fragen beantwortet.
    Oder anders gesagt: Nachdem die Menschen nichts mehr mit Gott zu tun haben wollten, warum soll er eigentlich ihrem Chaos hinterherräumen? Dann könnte man ja zu Recht sagen, ein Abwenden von Gott hat nur gutes. So aber können wir deutlich sehen, wohin es die Menschheit am Ende geführt hat.

  18. #18
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    Zitat Zitat von bschicht86 Beitrag anzeigen
    Dann müsste es doch ein leichtes sein, aus den jetzigen Affen - pardon - Schimpansen einen Menschen zu züchten, oder?
    Du kannst ja schon mal Anfangen, ich frag dich dann in 12 Millionen Jahren wies gelaufen ist.

    Jetzt überlege mal, wie viele Mutationen notwendig wären, um in dieser Zeit einen aufrecht gehenden Affen in einen Menschen zu verwandeln.
    Einen stattlichen Hund in einen Chihuahua zu verwandeln hat jetzt nicht soooooooo lange gedauert und wenn man die nebeneinander stellt glaubt auch keiner dass die verwand sind.
    Was lässt dich zweifeln dass Mutation funktioniert?

    Jetzt überlege mal, wie viele Mutationen notwendig wären, um in dieser Zeit einen aufrecht gehenden Affen in einen Menschen zu verwandeln. Im Fruchtfliegenexperiment gab es keine nennenswerten Beobachtung, selbst die 100 Generationen von Jesus aus gesehen haben es höchstens Zustande gebracht, die Knochen etwas größer zu machen. Meinst du, eine Million Generationen hätte dann gereicht, die unzähligen Veränderungen vom kürzlich entdeckten, aufrecht gehenden Affen bis zum heutigen Menschen zu bringen? Ich bezweifel das mal dezent.
    Kannst du dezent bezweifeln wenn dir danach ist. Aber 40 oder 100 mit 1.000.000 zu vergleichen ist lächerlich.
    Ich bekomm einfach das Gefühl du hast keine Vorstellung davon wie viel das ist.

    Du spielste jetzt mal den natürlichen Generationenwandel.
    Nimm eine Metal Skulptur.
    Nehmen wir an du machst jeden Tag eine kleine Veränderung daran.
    Du nimmst zufällige kleine Einschnitte vor oder bringst neue Stellen an, stauchst sie ein bisschen, ziehst sie ein bisschen.

    - Nimm 40 Veränderungen: Du bist nach einem Monat und ein Bisschen was fertig. Vermutlich wirst du die Skulptur danach noch erkennen.
    - Mach es 100 mal. Du bist nach ca. einem viertel Jahr fertig. Immer noch die Skulptur, aber noch ein bisschen mehr anders.
    - Mach es eine Million mal. Angenommen du und jeder deiner Nachkommen machen den Job 70 Jahre lang...
    Du und die darauf folgenden 39 Generationen deiner Nachkommen sind Tag für Tag damit beschäftigt die Skulptur zu bearbeiten. Ihr werdet im Jahr 4750 fertig. Es wird eine komplett neue Skulptur und keiner wird mehr eine Ahnung haben was es mal gewesen ist.

    Bonus: Immer wenn es mehrere Nachkommen gibt wird eine Kopie der Skulptur gemacht und eigenständig weiter bearbeitet. Es gelten die gleichen Regeln.
    Es entstehen viele Skulpturen parallel die nichts mehr mit ihren Ursprüngen zu tun haben.

    Spoiler


    Aber der Euphorie folgte nach 100 Jahren Ernüchterung. Nur 1% von den Mutationsversuchen bei Pflanzen kam für weitere Forschung infrage und von denen waren es wiederum nur 1%, die komerzell genutzt werden konnten. Viele davon sogar in schlechterer Verfassung als das Original. Bei den Tieren war es noch "schlimmer".
    Abschliessende Frage: Wenn es dem Menschen durch gezielte Eingriffe in 100 Jahren nicht gelang, mithilfe von Mutaionen neue Arten zu erzeugen, wie will das dann der Zufall geschafft haben?
    Kannst du zu diesen Zahlen irgendwelche Quellen liefern? Die wirken ziemlich beliebig. Zudem fehlt jegliche Information wie viele Versuche es in dem Zeitraum gab.
    1% von 1% (1 von 10000) kann viel sein, kann wenig sein, je nach zugrunde liegender Menge, und hat kontextlos keinerlei Aussage.
    Wenn man sich überlegt wie viele Leute Lotto spielen obwohl die Chancen 1:140 Mio sind scheint 1:10000 fast ein sicherer Gewinn.

    Der Zufall hat genau so viel Zeit wie das Universum... das ist deutlich mehr als 100 Jahre.
    Reicht nicht 1 gutes Ergebnis aus, wenn man nahezu so oft würfeln kann wie man möchte?
    Das Universum hat fast unendlich viel Zeit. Das Leben hat von den ersten Einzellern bis zu den ersten "Tieren" (Fische etc. ) 3,6 Mrd. Jahre gebraucht.
    Von da an hat es noch mal 400 Mio Jahre gebraucht um Säugetiere hervorzubringen.
    Von da aus dann noch einmal 190 Mio. Jahre zu dem eben diskutierten "Danuvius guggenmosi"
    Und von dort aus 12 Mio. Jahre bis heute.

    Was macht es da wenn nur 1 von 10000 Fortpflanzungen eine signifikante erfolgreiche Mutation aufweist? Die Endsumme ist immer noch enorm.

    Du hast es schon gesagt. Alles was wir machen, aber in der Natur nicht vorkommt, ist auf irgend eine Weise schädlich für wen auch immer.
    A) Es ging bei deiner Aussage nicht darum ob es für irgendwen schädlich ist.
    B) Für den Menschen haben Kunststoffe durchaus einen nutzen

    Zum WWW: Googel mal nach Wood Wide Web.
    Netter Versuch, aber das Internet gab es schon vor dessen Entdeckung und es war definitiv NICHT vom Wood Wide Web inspiriert...

    Das ist ja das Paradox. Du sagst, der Zufall muss es ja einmal geschafft haben, ich sage, es war jemand da, der das "Experiment" geleitet hat. Keiner kann das Gegenteil sagen, denn niemand war vorort. Also alles eine Sache des Glaubens. Apropo: Kennst du ein wissenschaftliches Experiment, wo niemand dabei war, um es zu steuern? Ich nicht.
    Das ist kein Paradoxon. Das Gegenteil sagen kannst du, aber beweisen kannst du es nicht.
    Und Bücher schreiben kann jeder.

    Zu der Sache mit dem Experiment:
    Was meinst du mit "Steuern"?

    Zu deiner Frage kann ich leider nur sagen dass das sicherlich von Versuch zu Versuch unterschiedlich ist und vom Versuchsaufbau abhängt.
    Zählt der Versuchsaufbau für dich bereits zu "Steuern"?

    Gehe ich richtig in der Annahme dass ein Experiment einen Anfang, eine Spanne und ein Ende hat?
    Man gibt also Anfangs etwas vor, beobachtet was passiert und nimmt am Ende ein Ergebnis.
    Würde 'Steuern' dann nicht das Ergebnis beeinflussen weil man zwischenrein gefummelt hat?

    Frage: Du fühlst dich demnach lieber wie die Maus im Labor als eine freie Person?

    Wie lange gibst Menschen? Wie lange gibts Stühle? Bzw. sitzende Tätigkeiten? Wenns nach der Evolution ginge, müsstest du wohl noch ein paar tausend Jahre warten.
    Das ist genau der Punkt. Die Evolution hat sowas nicht vorgesehen, deshalb kribbeln meine Füße.

    Wenns nach der Schöpfungsgeschichte ginge, ist der Mensch auch nicht zum rumsitzen gemacht worden, er hat von Gott eine sinnvolle Aufgabe bekommen - sich um die Erde zu kümmern und das macht man mal eben nicht im Sitzen.
    Ein allwissender Gott hätte sicher die Weitsicht gehabt ein Venensystem und einen Blutdruck zu erzeugen der Ausreicht um meine Gliedmaßen auch im Sitzen nicht sterben zu lassen.
    Und es gab auch früher schon Tätigkeiten im Sitzen. Kann mir nicht vorstellen dass Leute beim Nähen immer in der Gegend rumgestanden haben.

    Wenn wir schon dabei sind: Kribbeln Gott eigentlich die Füße wenn er die ganze Zeit auf seinem Thron im Himmel rumsitzt? Gott hätte an Sitzmöbel gedacht!

    Was erhoffst du dir davon? Kannst du da irgend einen Vorteil daraus ziehen? Darum gehts doch in der Evolution, alles durch Vorteil, oder nicht?
    Ja, eben. Evolutionär hätte ich dadurch keinen Vorteil. Darum kann ich es vermutlich nicht.
    Aber: Gott könnte das machen. Weils cool ist! Weil Gott uns mag und uns alle Farben des Universums schenken möchte. Oder etwa nicht? Mag er diese Krebse mehr als mich?

    Ich finde es besser wie es jetzt ist. Stell dir nur vor, du bist hungrig und riechst was leckeres. Wenn du es gefunden hast, stellst du fest, dass es zuvor jemand anders gehörte. Jetzt würdest du vermutlich verhungern, wenn du nur noch die Reste von anderen findest statt was wirklich geniessbares zu finden.
    Den Satz verstehe ich nicht so ganz. Ich hinterfrage den gottgegebenen Verdauungsapparat.
    Warum können wir keine Photosynthese wie die Blumen? Warum will Gott dass wir Dinge essen, verdauen und auskacken?

    Du erzählst nur vom Menschen. Gibts denn sowas auch in der übrigen Natur?
    Du hast gesagt ich soll Dinge sagen die Verbesserungswürdig sind. Hab ich gemacht. Und der Mensch gehört ja wohl eindeutig zur Natur, oder wo unterscheidest du hier?
    Ansonsten gibt es das alles auch im Tierreich: Krebs? Natürlich. Mutation? Yes Sir. Schnupfen? Absolut. Tod durch Krankheiten? Ebenfalls. Behinderungen? Jupp.

    Weil wenns nur um den Menschen geht, kann ich dir auch genauso die Geschichte von Adam und Eva erzählen, es kommt am Ende aufs selbe raus. Beide waren perfekt und durften ewig leben. (Bis heute sucht die Menschheit im Allgemeinen nach dem Jungbrunnen oder versucht sein möglichstes, den Tod hinauszuschieben, also muss was dran sein am Wunsch, ewig Leben zu wollen) Aber da sie unbedingt das einzige Gebot übertreten mussten, was Gott ihnen gegeben hatte, durften sie krank und alt werden und schliesslich kam der Tod.
    Verdammt lahme Story diese Schöpfungsgeschichte, Sorry...
    Und die Story als Grundlage für den Wunsch des Menschen nach ewigem Leben anzusehen ist mehr als dürftig.

    Erstens mal ist die Schöpfungsgeschichte von vorne bis hinten schwachsinnig, zudem widerspricht sie sich.

    "Und führe uns nicht in Versuchung" etc. pp.

    Konnte Gott das Paradies nicht perfekt machen? Was macht dann der blöde Baum da?
    Warum hat Gott diese Schlange in den Baum gesetzt?
    Er hat sie absichtlich verführt!

    Warum war er danach sauer? Er selbst hat doch alles so eingefädelt?
    Warum hat er Adam und Eva nicht perfekt gemacht? Dann hätten sie nicht auf die Schlange gehört.

    Ist Gott ein Sadist?

    Jetzt sag nicht "Wie unfair". Jeder der heute was gegen das Gesetz macht, muss mit Sanktionen rechnen. Denn selbst Freiheit muss Grenzen haben. Denn ich bin mir sicher, du fühlst dich auf einer Autobahn wohler, wo nach der STVO gefahren wird statt wie jeder will. "Ach ich fahre heute mal wie die Briten"
    Du meinst es war so:

    Gott hat die Autobahn geschaffen. Dann hat er Adam und Eva ein Auto gegeben. Dann hat Gott das Straßenverkehrsamt gegründet und einen Bauarbeiter an ein Straßenschild gestellt. Immer wenn Eva vorbei gefahren ist hat der Arbeiter das Schild umgedreht um Eva in die falsche Richtung zu lenken. Eva ist als Geisterfahrer auf die falsche Fahrbahn gefahren und Adam ins Auto gerauscht weil der Bauarbeiter ein Depp war. Gott entzieht Adam und Eva den Führerschein, weil sie gemacht haben was auf dem Schild stand.

    Ja, da wäre ich auch verunsichert...

    Wie oben schon erwähnt: Mutation funktioniert nicht, wie man sich das einst vorgestellt hat. Die DNA ist zwar in der Lage, sich innerhalb gewisser Grenzen anzupassen, aber darüber hinaus greifen viele Reparaturmechanismen, die das ganze wieder korrigieren können. Bei zu vielen "Schäden" (oder Mutationen) hört das Leben einfach auf. Oder hast du schonmal einen völlig radioaktiven verstrahlten Menschen gesehen, der einen "neue Evolutionsebene" ausgelöst hat? Ich nicht, denn sie sind alle tot.
    Natürliche Mutation dauert deutlich länger als du und ich leben werden.
    Wir betrachten wenn es um den modernen Menschen geht eine Spezies die in einer Zeitspanne von ca. 200.000 Jahren existiert.
    Wäre die Geschichte des Lebens einen Kilometer lang haben wir damit gerade so den ersten halben Meter bestritten.
    Frag mich in 5 Millionen Jahren noch mal, dann sind wir schon 2 Meter weit. vielleicht weiß ich dann eine Antwort.

    Das Märchen von der spontanen radioaktiven Mutation sollte man auch nicht sonderlich ernst nehmen.
    Das ist Science Fiction.

    Und selbst WENN es irgendwo einen solchen Menschen geben würde müsste sich sein Erbgut erst ein mal durchsetzen.
    Der moderne Mensch hat natürliche Selektion und das überleben des Überlegenen aber weitestgehend ausgerottet.
    Sollte es mal wieder ein Großereignis wie eine globale Seuche oder vergleichbares geben wo es auf Gene ankommt, könnte es schon sein dass sich ein neuer Typ Mensch hervortut.

    Es gibt viele Menschen, die machen anderen Vorwürfe. Wenn der sich verteidigen will, wollen sie plötzlich nicht mehr zuhören. Ansonsten lies den Schöpfungsbericht der Bibel, da werden deine Fragen beantwortet.
    Oder anders gesagt: Nachdem die Menschen nichts mehr mit Gott zu tun haben wollten, warum soll er eigentlich ihrem Chaos hinterherräumen? Dann könnte man ja zu Recht sagen, ein Abwenden von Gott hat nur gutes. So aber können wir deutlich sehen, wohin es die Menschheit am Ende geführt hat.
    Sorry aber das klingt als hätte der allmächtige allwissende perfekte Gott etwas erschaffen mit dem er nicht zufrieden ist und sich dann aus dem Staub gemacht und die Erde als alleinerziehende Mutter zurückgelassen.
    Zahlt er wenigstens Unterhalt?! Warum hat er nicht verhütet?

    Wieso eigentlich die Bibel? Was ist mit dem Koran? Thora? Hindu? Maya Blutkult? FSM?
    Geändert von DerTiger (08.11.2019 um 15:50 Uhr)

  19. #19
    Major Avatar von grigi
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    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    zu dem eben diskutierten "Danuvius guggenmosi"
    Da kann Bayern Stolz sein. Der bayrische Menschenaffe hängt den afrikanischen um schlappe 6 Mill. Jahre ab.
    Nix mehr mit "Out of Afrika", Wiege der Menschheit im Kongo. "Danuvius Guggenmosi Seppolanus" heißt der der neue Superstar.

    Glorius Bayern! Wiege der Menschheit
    Ein dreifaches Hoch auf die Seppels!
    baba1665 - WT KW 45.2019: Science Fiction für Benzinautos

    Spoiler

  20. #20
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    Mir geht es primär darum, Dinge zu hinterfragen und nicht einfach "nachzuplappern", wie man sie z.B. in der Schule gelehrt bekam. Z.B. die Sache mit dem Blinddarm, der nachweislich kein Evolutionsrückstand ist, der nur noch verschwinden müsse.
    Würdest du Wissenschaftler als neutral bezeichen? Vielleicht. Wenn sie aber von vornherein Möglichkeiten ausschliessen, sind sie dann noch neutral? Stichwort "Eid auf den Materialismus".

    Ich hab mir mal den Vormittag lang Zeit genommen, um ein paar Links zum Nachlesen da zu lassen. Ein wenig hab ich auch aussortieren müssen, denn ich glaube kaum, dass du Texte von religös angehauchten Seiten akzeptierst, auch wenn sich der Text ausschliesslich auf Forschungsergebnisse stützt. Auch findest du dort ein paar der genannten Zahlen wieder.

    Meine Meinung: Die meisten Mutationen sind also schädlich, da muss der Zufall aber wirklich präzise vorgegangen sein.

    Meine Meinung: Flexibel: Ich dehne, bis es mir passt, oder? "Hey, meine Theorie ist gut, aber das Fossilzeugnis unterstützt das nicht"

    Meine Meinung: Wenn schon die Steuergene von anfang an dieselben waren, wie kommt es, dass zufällige Mutationen die in Ruhe gelassen haben? Oder anders gefragt: Wie kommt es, dass die Dimension und Position der Organe immer gleich geblieben ist? Müsste das nicht einen wilden Mix ergeben?

    Meine Meinung: Sowas simples wie klimatische Anpassung funktioniert also nicht? Und nun?

    Meine Meinung: Wenn also im vom Menschen gesteuerten Selektierungsprozess immer wieder dieselben Mutationen hervorbringt, wie will dann Dr. Zufall es anders geschafft haben?

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Einen stattlichen Hund in einen Chihuahua zu verwandeln hat jetzt nicht soooooooo lange gedauert und wenn man die nebeneinander stellt glaubt auch keiner dass die verwand sind.
    Diese wie auch die Pferd-Esel-Kombination sind innerhalb ihrer Art bzw Gattung anzutreffen. Kannst du mir aber eine Züchtung nennen, die über die Gattungsgrenze hinausgehen? (Man sortiert das Leben in Reich, Stamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art) Evtl. hab ich ja was übersehen.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Was lässt dich zweifeln dass Mutation funktioniert?
    Siehe Linksammlung oben.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Du spielste jetzt mal den natürlichen Generationenwandel.
    Nimm eine Metal Skulptur.
    Nehmen wir an du machst jeden Tag eine kleine Veränderung daran.
    Wenn man die Reparaturmechanismen der DNA und die "Erfolge" der Mutationsforschung mit einbezieht, sieht das eher wie folgt aus:
    Tag 1: Ich mach eine kleine Delle am Bein.
    Tag 2: Die Delle wurde "repariert", ich mache sie nochmal. Die Statue zerbricht (stirbt)
    Tag 3: Ich mache die Delle am Arm.
    Tag 4: Die Delle ist noch da. Ich mache eine Delle am Bauch.
    Tag 5: Irgendwas zwingt mich, ab jetzt Tag 3 und 4 zu wiederholen.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    A) Es ging bei deiner Aussage nicht darum ob es für irgendwen schädlich ist.
    B) Für den Menschen haben Kunststoffe durchaus einen nutzen
    Doch darum ging es eigentlich. Die Natur oder spezielle Tier- oder Pflanzenarten machen nichts, was dem gesamten Ökosystem nur irgendwie schadet. Zum Kunststoff: Warum wird davor gewarnt, Kunststoff mit über die Nahrung aufzunehmen?

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Netter Versuch, aber das Internet gab es schon vor dessen Entdeckung und es war definitiv NICHT vom Wood Wide Web inspiriert...
    Dafür gabs das "Waldnetz" schon vor dem Internet. Es gibt aber genug anderer Dinge, die zwar Menschen erfunden haben, aber durch "Vorbilder" der Natur entscheidend verbessert werden konnten. Andersrum gabs sowas noch nie, dass eine Erfindung des Menschen eine Bereicherung für die Natur bzw. einzelner Tier- oder Pflanzenarten wäre.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Das ist kein Paradoxon. Das Gegenteil sagen kannst du, aber beweisen kannst du es nicht.
    Dasselbe trifft aber auch auf die andere Seite zu. Es gibt keinerlei Beweise, geschweige denn experimentelle Nachweise, dass das Leben von selbst enstand. (Als Bsp. sei die RNA genannt, die zwar Wissenschaftler in sehr kleiner Dosierung im Labor erzeugen konnten, aber sich selbst eingestehen mussten, dass diese Methode auf keinen Fall durch Zufall passiert sein könne - Universität Manchester, 2009)
    Man schiebt das viel lieber auf Zeit und außerirdische Ereignisse.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Man gibt also Anfangs etwas vor, beobachtet was passiert und nimmt am Ende ein Ergebnis.
    Würde 'Steuern' dann nicht das Ergebnis beeinflussen weil man zwischenrein gefummelt hat?
    [...]
    Wenn man sich überlegt wie viele Leute Lotto spielen obwohl die Chancen 1:140 Mio sind scheint 1:10000 fast ein sicherer Gewinn.
    Im Falle der Mutationsforschung an Pflanzen haben Forscher drin rumgepfuscht. Sie wollten ja positive Mutationen herausselektieren, da ein "ungesteuertes" Experiment viel zu lange gedauert hätte.
    Im Falle von Lotto spielen: Ich vergleichs mal so, beim Lottospielen kennt niemand die Zahlen. Soll ja der Zufall entscheiden. Machen jetzt aber Wissenschaftler ein gezieltes Experiment ist es eher so, als würden sie 5 von 6 Zahlen von vornherein festlegen. (Aussortieren von negativen, fördern von positiven Mutationen)

    Die Texte, wo du Gott ins Spiel bringst, lass ich erstmal großteils weg, denn

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Verdammt lahme Story diese Schöpfungsgeschichte, Sorry...
    das hatte ich befürchtet. Erst wem was an den Kopf werfen und dann keine Antwort haben wollen. Die Bibel hatte ich deswegen genommen, weil ich mich bei ihr gut auskenne, so meine ich.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Erstens mal ist die Schöpfungsgeschichte von vorne bis hinten schwachsinnig, zudem widerspricht sie sich.
    Ich hoffe, du plapperst nicht irgendwas nach, was du mal irgendwoher aufgeschnappt hast. Du solltest dir das wirklich mal anschauen, denn die Reihenfolge enspricht nämlich der wissenschaftlichen Abfolge der Ereignisse, die man hätte beobachten können, würde man als Beobachter das ganze von der Erde aus beobachten.

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Sorry aber das klingt als hätte der allmächtige allwissende perfekte Gott etwas erschaffen mit dem er nicht zufrieden ist und sich dann aus dem Staub gemacht und die Erde als alleinerziehende Mutter zurückgelassen.
    Auch darauf gibt die Bibel eine Antwort, ich weiß halt nur nicht, ob du die überhaupt hören willst.

    -----

    Alle anderen Mitleser, die vermutlich schon die Augen rollen. Der WT ist bald zu.

  21. #21
    Major Avatar von grigi
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    Zitat Zitat von bschicht86 Beitrag anzeigen
    Dasselbe trifft aber auch auf die andere Seite zu. Es gibt keinerlei Beweise, geschweige denn experimentelle Nachweise, dass das Leben von selbst enstand. (Als Bsp. sei die RNA genannt, die zwar Wissenschaftler in sehr kleiner Dosierung im Labor erzeugen konnten, aber sich selbst eingestehen mussten, dass diese Methode auf keinen Fall durch Zufall passiert sein könne - Universität Manchester, 2009) Man schiebt das viel lieber auf Zeit und außerirdische Ereignisse.
    Selbst außerirdischer Lebensexport erklärt die Entstehung von Leben nicht. Das wie und warum ist entscheidend.
    Wo das stattfand ist eigentlich egal.
    Zitat Zitat von bschicht86 Beitrag anzeigen
    Alle anderen Mitleser, die vermutlich schon die Augen rollen. Der WT ist bald zu.
    Nee, wieso? Schöne Disskusion.


    Bundesliga: Borussia Dortmund beim FC Bayern ohne Chance – BVB-Debakel! Bundesliga -Bild.de
    Die 4:0 Klatsche war gnädig.
    Wie die Gelben nach dem Schlusspfiff mit eingezogenen Schwänzen in die Kabine sind.
    Sehenswert.

  22. #22
    Master Gunnery Sergeant
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    Avatar von DerTiger
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    Zitat Zitat von bschicht86 Beitrag anzeigen
    Mir geht es primär darum, Dinge zu hinterfragen und nicht einfach "nachzuplappern", wie man sie z.B. in der Schule gelehrt bekam.
    Dieser Verteigigunssatz der Pseudorebellion funktioniert nicht. Ich hinterfrage einfach mal woher du denn die Dinge hast. Du scheinst nämlich nur das nachzuplappern was du gelehrt bekommen hast. Vom Religionsunterricht in der Schule, Kommunion- und Firmunterricht in der Kirche kenne ich es dass Widerstand nicht gedulded wird. Es wird einem Bibelkram eingetrichtert, und wenn der nicht unhinterfragt hingenommen wird, dann gibt einem der Religionslehrer halt eine Sechs und der Pfarrer bestellt deine Eltern zum Gespräch ein. Du liegst aus meiner Erfahrung genau auf Linie mit der Doktrin.
    Rein aus Interesse und ohne Hohn oder sowas: Darf ich fragen welcher Religion du angehörst? Mein erster Impuls wäre: Zeugen Jehowas?

    Z.B. die Sache mit dem Blinddarm, der nachweislich kein Evolutionsrückstand ist, der nur noch verschwinden müsse.
    Würdest du Wissenschaftler als neutral bezeichen? Vielleicht. Wenn sie aber von vornherein Möglichkeiten ausschließen, sind sie dann noch neutral?
    Dass die Wissenschaftler die Funktion eines Organes verkennen, könnte vielleicht dran liegen dass wir nicht allwissend sind?
    Das hat nichts mit Neutralität zu tun, man hat den Nutzen einfach nicht erkannt. Wir sind komplexe Wesen.

    Es gab eine Zeit da wurde man krank weil Gott erzürnt war.
    Dann gab es eine Zeit in der man durch Miasma vergiftet war.
    Dann gab es eine Zeit in der Flüssigkeitshaushalt im inneren vergiftete.
    Dann gab es plötzlich diese kleinen Dinge die man im Körper hat und uns krank machen.
    Und plötzlich konnte man mit Antibiotika etwas erfinden damit wir nicht mehr krank sind.

    Wissen bildet sich mit der Zeit.
    Und es gab immer Menschen die sich gesträubt haben neu erlangtes Wissen anzuerkennen.

    Stichwort "Eid auf den Materialismus".
    Bitte erläutern.

    Ich hab mir mal den Vormittag lang Zeit genommen, um ein paar Links zum Nachlesen da zu lassen. Ein wenig hab ich auch aussortieren müssen, denn ich glaube kaum, dass du Texte von religös angehauchten Seiten akzeptierst, auch wenn sich der Text ausschliesslich auf Forschungsergebnisse stützt. Auch findest du dort ein paar der genannten Zahlen wieder.
    Danke, ich werde mir einiges davon zu Gemüte führen und meine Meinung dazu kundtun.
    Meine Meinung: Die meisten Mutationen sind also schädlich, da muss der Zufall aber wirklich präzise vorgegangen sein.
    Das steht da tatsälich. Aber da steht auch:
    In den 1960er Jahren gründeten die Welternährungsorganisation (FAO) und die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) eine gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die bis heute Mutationszüchtung an Nutzpflanzen betreibt. Weltweit sind bald 3300 neue Sorten auf diese Weise gezüchtet worden. Dazu zählen beispielsweise ein Großteil der Hartweizensorten, die für die Herstellung von Pasta verwendet werden, aber auch viele andere Getreidesorten, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. So sind etwa die Ausgangslinien der heute sehr beliebten rosafarbenen Grapefruit-Sorten (Star Ruby, Ruby Red) vor Jahrzehnten durch Strahlenbeschuss entstanden.
    Meine Meinung: Es funktioniert also auch bei einer Ausbeute von 1%. 3300 Sorten in 60 Jahren. Jede Woche eine.
    da muss der Zufall aber wirklich präzise vorgegangen sein.
    Deine Annahme dass Evolution rein auf zufälliger Mutation basiert Entspricht nicht den Tatsachen. Evolution ist durch Vererbung, Selektion und Mutation bedingt.

    Meine Meinung: Flexibel: Ich dehne, bis es mir passt, oder? "Hey, meine Theorie ist gut, aber das Fossilzeugnis unterstützt das nicht"
    Meine Meinung: Flexiblität sollte einem aus der Bibel doch Bekannt sein? Was da drin steht wird auch nur interpretiert und ausgelegt. "Jaaa, der Text... der ist nicht ganz klar. Könnte so und so sein, könnte aber auch ganz anders sein. Die aktualität der Bibel ist vor 1500 Jahren abgelaufen. Ständig wird irgendwas hingebogen und passend gemacht, um auf Fälle im Modernen Leben passen zu können die es im einfachen Leben damals nicht gab. Wird Zeit dass Gott mal eine Bibel 2.0 heraus bringt.

    Meine Meinung: Wenn schon die Steuergene von Anfang an dieselben waren, wie kommt es, dass zufällige Mutationen die in Ruhe gelassen haben? Oder anders gefragt: Wie kommt es, dass die Dimension und Position der Organe immer gleich geblieben ist? Müsste das nicht einen wilden Mix ergeben?
    Meine Meinung: Ähm what?! Wie kommst du auf die Annahme dass die Dimension/Position von Augen immer gleich ist? Natürlich gibt es einen wilden Mix. Hast du dich in der Natur mal umgesehen? Haben alle Tiere Menschenaugen?
    Deine Annahme dass die Evolution hier die Finger von gelassen hat ist offensichtlich falsch. Es gibt zig verschiedene Tiere mit zig verschiedenen Arten von Augen an unterschiedlichesten Positionen, Tiere ohne Augen oder funktionslosen Augen.
    Bonus: Wenn all diese Augen ein mehr oder weniger ähnliches Steuerzentrum haben, liegt eine gemeinsame Abstammung nahe.

    Meine Meinung: Sowas simples wie klimatische Anpassung funktioniert also nicht? Und nun?
    Meine Meinung: Tja, schätze dann wird die Tierart aussterben. So wie schon viele viele viele Tierarten ausgestorben sind weil sie sich nicht anpassen konnten. Shit happens.

    Meine Meinung: Wenn also im vom Menschen gesteuerten Selektierungsprozess immer wieder dieselben Mutationen hervorbringt, wie will dann Dr. Zufall es anders geschafft haben?
    dass sich das Mutantenspektrum nach mehrfach wiederholter mutagener Behandlung verschiedener Linien oder Arten nur noch geringfügig vergrößert.... ...Die immer bessere Kenntnis der Mutanten von Antirrhinum hat einige wesentliche Erfahrungen gebracht. Mit jedem neuen großen Mutationsversuch ergab sich im Laufe der Jahre, daß die Zahl der wirklich neuen, erstmalig erkannten Mutanten immer geringer wurde, daß also die Mehrzahl der auftretenden erblichen Änderungen schon bekannt war.
    Meine Meinung: Dr. Zufall arbeitet. Es tritt nicht immer wieder nur die selbe Mutation auf, es tritt häufig die selbe, und seltener eine neue Mutation auf.
    Das erklärt womöglich auch deine Frage warum sich Arten nicht ständig durch Mutation ändern.

    Diese wie auch die Pferd-Esel-Kombination sind innerhalb ihrer Art bzw Gattung anzutreffen. Kannst du mir aber eine Züchtung nennen, die über die Gattungsgrenze hinausgehen? (Man sortiert das Leben in Reich, Stamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art) Evtl. hab ich ja was übersehen.
    Für was ist das ein Kriterium? Funktioniert Evolution in deiner Vorstellung so, dass ein Wal mit einem Krebs Sex hatte und dann so das erste Säugetier mit Beinen entstand?

    Siehe Linksammlung oben.
    Nicht überzeugend. Siehe Argumentation oben.

    Du spielste jetzt mal den natürlichen Generationenwandel.
    Nimm eine Metal Skulptur.
    Nehmen wir an du machst jeden Tag eine kleine Veränderung daran.
    Wenn man die Reparaturmechanismen der DNA und die "Erfolge" der Mutationsforschung mit einbezieht, sieht das eher wie folgt aus:
    Tag 1: Ich mach eine kleine Delle am Bein.
    Tag 2: Die Delle wurde "repariert", ich mache sie nochmal. Die Statue zerbricht (stirbt)
    Tag 3: Ich mache die Delle am Arm.
    Tag 4: Die Delle ist noch da. Ich mache eine Delle am Bauch.
    Tag 5: Irgendwas zwingt mich, ab jetzt Tag 3 und 4 zu wiederholen.
    Du hast die Aufgabenstellung nicht verstanden.
    Es geht darum dir begreiflich zu machen in welchem Verhältnis 40 zu 1.000.000 Generationen steht.
    Du bist nicht die von dir heiß geliebte Mutation. Du bist der herkömmliche Generationswandel. Das heißt, du bist der Teil der aus 2 Lebewesen ein weiteres entstehen lässt, auf völlig natürliche normale weise.
    Dein Sohn wird dir und deiner Frau sicherlich ähnlich sehen, aber ein bisschen anders. Da greift kein Reparaturmechanismus.
    Hast du ein Bild von einem deiner Vorfahren der vor 1000 Jahren lebte? Das wären grob 40 Generationen.
    Weißt du wie dein Familienzweig 500 Jahre v. Chr. aussah? Das sind 100 Generationen.
    Glaubst du dein Ur*1000000-Enkel wird dir sonderlich ähnlich sehen?

    Doch darum ging es eigentlich. Die Natur oder spezielle Tier- oder Pflanzenarten machen nichts, was dem gesamten Ökosystem nur irgendwie schadet.
    Wunschdenken. Das Ökosystem ist schlicht das was sich ergibt, wenn Tiere und Pflanzen unkontrolliert aufeinander wirken.
    Tiere und Pflanzen haben keine Vorstellung auf globaler Ebene von dem was sie tun geschweige denn eine Möglichkeit strategische gezielte Eingriffe zu ihren Gunsten im Ökosystem vorzunehmen. Wenn man Tiere machen lassen würde wie sie wollen würden sie schamlos alles ausrotten was ihnen über den Weg läuft und essbar ist. Ob dadurch andere zu schaden kommen ist denen egal.
    Es zählt fressen und gefressen werden und so weit wachsen wie möglich. Alles ist natürlicher Konkurenzkampf.
    Der Mensch bemüht sich genauso seine Umstände für sich zu optimieren wie ein Pilz im Wald, ein Marder im Erdloch oder der Krebs im Meer und jedes andere Tier. Wir sind technisch auf einem anderen Level, deshalb gewinnen wir den Konkurrenzkampf.

    Zum Kunststoff: Warum wird davor gewarnt, Kunststoff mit über die Nahrung aufzunehmen?
    Aus dem gleichen Grund warum man keine Giftpilze, Steine, Blei, oder Hundescheiße isst.
    Nicht gut für dich.

    Dafür gabs das "Waldnetz" schon vor dem Internet. Es gibt aber genug anderer Dinge, die zwar Menschen erfunden haben, aber durch "Vorbilder" der Natur entscheidend verbessert werden konnten.
    Geht in deinem Gletscher auch immer das Licht an wenn du die Türe auf machst? Praktisch, was die Natur doch so alles kann.
    Was war die natürliche Inspiration für LED-Fernseher? Das Feuer?
    Wo treten Mikrowellen in der Natur so auf dass sie den Menschen inspiriert hätten? Reibt man sein Stück Fleisch an der Mikrowellenpflanze bis es warm wird?
    Wo haben wir uns das Uhrwerk abgeschaut?
    Was war noch gleich das Vorbild der Natur für ein Auto? Ernsthaft das Pferd? Dabei hat das doch keine Räder. Und ich hab noch kein Tier mit einem V8 Motor gesehen das 300km/h rennt. Ich fürchte in der Natur gibt es keine Motoren, und wir fahren schneller als die Natur es gewollt hätte.
    Computer hab ich in der Natur noch nicht gesehen. Soviel ich weiß können Tiere aber auch sehr schlecht rechnen.
    Tippst du deine Texte auf einem Baum der am Waldnetz hängt?

    Du magst recht haben dass der moderne Mensch die letzten 200.000 Jahre nicht sehr viel hervorgebracht hat das nicht von der Natur abgekupfert war.
    Aber du lässt vielleicht außer acht: Wir haben das industrielle Zeitalter seit etwas mehr als 100 Jahren erreicht, und seither blüht die menschliche Innovation auf.

    Andersrum gabs sowas noch nie, dass eine Erfindung des Menschen eine Bereicherung für die Natur bzw. einzelner Tier- oder Pflanzenarten wäre.
    Das verlangt wieder nach Definition.

    Weiter oben haben wir festgestellt dass der Mensch in den letzten 60 Jahren alleine 3300 neue Pflanzenarten per Mutation gezüchtet hat.
    Zudem haben wir das Hausschwein, den Haushund, Hauskatze, Pferde, Kühe, Hühner. Alle hochgezüchtet für ein Maximum an Leistung, Fleisch oder Aussehen. Mais gezüchtet der resistent gegen Schimmel oder Käfer ist. Die Natur zu unserem Zwecke verbessert.

    Diese Frage bitte beantworten: Welche "Bereicherung" soll der Mensch einem Tier bieten können? Und warum? Wie soll das aussehen?
    Was soll ich einer Pflanzenart bieten um sie zu bereichern? Wie fühlt sich eine Pflanze bereichert?

    Weder Tiere noch Pflanzen sind darauf angewiesen vom Menschen bereichert zu werden, da sie generell ohne ihn existieren können.
    Wenn wir tiere und pflanzen 'bereichern' dann nur damit wir einen Nutzen davon haben. Anders wüsste ich nicht wie es gehen sollte.

    Dasselbe trifft aber auch auf die andere Seite zu. Es gibt keinerlei Beweise, geschweige denn experimentelle Nachweise, dass das Leben von selbst enstand. (Als Bsp. sei die RNA genannt, die zwar Wissenschaftler in sehr kleiner Dosierung im Labor erzeugen konnten, aber sich selbst eingestehen mussten, dass diese Methode auf keinen Fall durch Zufall passiert sein könne - Universität Manchester, 2009)
    Man schiebt das viel lieber auf Zeit und außerirdische Ereignisse.
    Mehr link.

    Im Falle der Mutationsforschung an Pflanzen haben Forscher drin rumgepfuscht. Sie wollten ja positive Mutationen herausselektieren, da ein "ungesteuertes" Experiment viel zu lange gedauert hätte.
    Wie du selbst sagst: Weil es zu lange gedauert hätte. Forscher haben nun mal nur begrenzt Zeit.


    Im Falle von Lotto spielen: Ich vergleichs mal so, beim Lottospielen kennt niemand die Zahlen. Soll ja der Zufall entscheiden. Machen jetzt aber Wissenschaftler ein gezieltes Experiment ist es eher so, als würden sie 5 von 6 Zahlen von vornherein festlegen. (Aussortieren von negativen, fördern von positiven Mutationen)
    Du pauschalisierst. Es kommt auf den Versuchsaufbau an und was es gilt zu erforschen.
    Wenn sie herausfinden wollen wie schnell Wurst schimmelt werden sie Wurst nehmen, und die Zeit messen die sie braucht um zu schimmeln. Kein eingriff erforderlich
    Wenn sie wollen dass sich zwei Mäuse miteinander paaren werden sie logischer Weise diese beiden Mäuse nehmen und schauen dass sie sich paaren, und nicht warten bis sie sich zufällig über den Weg laufen.

    Die Texte, wo du Gott ins Spiel bringst, lass ich erstmal großteils weg, denn das hatte ich befürchtet. Erst wem was an den Kopf werfen und dann keine Antwort haben wollen. Die Bibel hatte ich deswegen genommen, weil ich mich bei ihr gut auskenne, so meine ich.
    Die Stelle bringt mich immer wieder zum lachen. Du stellst das so hin als wollte ich keine Antwort haben. ^^
    Tatsache ist aber, ich kenne die Geschichte und sie beantwortet gar nichts weil sie unstimmig ist.
    Wenn deine Antwort "Die Bibel" ist, muss ich sagen: Sorry, kenn ich schon, da les ich lieber ein anderes Fantasybuch, das beantwortet mehr und ist Spannener geschrieben.

    Ich hoffe, du plapperst nicht irgendwas nach, was du mal irgendwoher aufgeschnappt hast.
    ... sagte der Mann der mir die Bibel nahegelegt hat...

    Du solltest dir das wirklich mal anschauen, denn die Reihenfolge entspricht nämlich der wissenschaftlichen Abfolge der Ereignisse, die man hätte beobachten können, würde man als Beobachter das ganze von der Erde aus beobachten.
    Ich sollte mir die Schöpfungsgeschichte mal anschauen, und dann würde ich schon sehen dass Gott die Erde in 6 Tagen geschaffen hat, am 7 hat er geschlafen, dann hat er das Paradies gemacht, die Schlange in den Baum gesetzt, alle aus dem Paradies geworfen, Kain und Abel haben gemeinsam mit Adam und ihrer Mutter die Welt bevölkert.
    Klingt logisch...

    Versteh mich nicht falsch. Du bist frei zu glauben was du möchtest.
    Aber für mich erklärt das absolut garnichts.

    Auch darauf gibt die Bibel eine Antwort, ich weiß halt nur nicht, ob du die überhaupt hören willst.
    Ich will... absolut.
    Ich kann dir nicht versprechen dass ich sie auch glauben kann.
    Du wirst mit kritischen Fragen rechnen müssen.


    -----

    Alle anderen Mitleser, die vermutlich schon die Augen rollen. Der WT ist bald zu.
    Keine Sorge, ich find schon ein neues Thema.
    Geändert von DerTiger (10.11.2019 um 04:29 Uhr)

  23. #23
    Major Avatar von grigi
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    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Du scheinst nämlich nur das nachzuplappern was du gelehrt bekommen hast. Vom Religionsunterricht in der Schule, Kommunion- und Firmunterricht in der Kirche kenne ich es dass Widerstand nicht gedulded wird. Es wird einem Bibelkram eingetrichtert, und wenn der nicht unhinterfragt hingenommen wird, dann gibt einem der Religionslehrer halt eine Sechs und der Pfarrer bestellt deine Eltern zum Gespräch ein. Du liegst aus meiner Erfahrung genau auf Linie mit der Doktrin.
    Menschlich gesehen besteht ganz offensichtlich ein tiefes Bedürfnis nach religiöser Spiritualität, unabhängig wie man die Sache dann nennt. Eine Bibel 2.0 existiert längst. Inklusive entsprechender Relikten. Fridays for Future trägt Zeichen einer Ersatz Pseudoreligion. Die Jünger plappern auch nur nach was ihnen Schule und mediale Sekten/Heilsbringer einzutrichtern versucht. Dazu gesellt sich eine No Border, Gender, Merkel, Buntfahnenreligion deren Bibelsimulationen (Genfer FK, F-Pakt, Grundgesetz) auch kaum Widerspruch zulassen.

    Also fällt der atheismusische Weltenbürger selbst auch immer wieder in sein kritisiertes, mittelalterliches Muster zurück. Seine Konfliktlinien verlaufen dann eben ethnisch, religiös, pseudo-wissenschaftlich oder idiologisch motiviert, mit strengem Absolutionsanspruch. Offenbar braucht es irgendeines Glaubens mit dessen Praktizierung man der Langeweile des beschwerlichen Konsumlebens entfliehen kann, wo wohlstandsverwahrloste, hyperindividualistische Sinnfindung einen Gegner schafft, den man dann in der wärmenden Gemeinschaft Gleichgesinnter insbrüstig bekämpfen kann. Nun stellt sich die Frage wem derartige Rückfälle in steinzeitliche Denkmuster nützlich sind, warum diverse Profiteure kein Intresse an einer neuen zivilisatorischen Stufe haben.

    haha taiwanische Polizei. Die sehen ja zum fürchten aus.
    Ähnlichkeiten mit einer filmischen Horrofigur (dessen Name mir grad nicht einfällt) sind natürlich rein zufälliger Natur.

    baba1667 - WT KW 45.2019: Science Fiction für Benzinautos

    Spoiler

  24. #24

    Standard

    haha taiwanische Polizei. Die sehen ja zum fürchten aus.
    Das sind Militärpolizisten in Taipeh, die auch mit Aufgaben der Polizei betraut werden (Xianbing). Ballistische Schutzmasken, die das Foto zeigt, sind mittlerweile nichts besonders mehr, die haben inzwischen auch einige Elitedivisionen der Amis und Israelis.

  25. #25
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    Zitat Zitat von grigi Beitrag anzeigen
    Menschlich gesehen besteht ganz offensichtlich ein tiefes Bedürfnis nach religiöser Spiritualität, unabhängig wie man die Sache dann nennt.
    Bei manchen Menschen offensichtlich. Ob es am Mangel besserer Erklärungen liegt oder wirklich ein tiefer Glaube besteht dass ein unsichtbares Wesen mein bester Freund sein möchte... ich weiß es nicht.
    Wenn man etwas nicht versteht ist es vielleicht für den Geist beruhigender wenn man sich einredet dass alles so wie es ist schon richtig sein muss, da es eine wohlmeinende Kreatur erdacht hat.
    Schon Kinder haben imaginäre Freunde mit den fantastischsten Eigenschaften. Vielleicht kommen einige Leute nicht aus dieser Phase heraus?

    Eine Bibel 2.0 existiert längst. Inklusive entsprechender Relikten. Fridays for Future trägt Zeichen einer Ersatz Pseudoreligion. Die Jünger plappern auch nur nach was ihnen Schule und mediale Sekten/Heilsbringer einzutrichtern versucht.
    Es geht zwar eigentlich am Thema Evolution vorbei, ich antworte mal trotzdem:
    Woher kommt dieses pauschale ablehnen von Bildung?
    Und wo soll Bildung denn sonst gelehrt werden wenn nicht in der Schule?
    Was der Vadder nicht wusste ist nicht wissenswert. Schulen einfach abschaffen!

    Es gibt Menschen die denken die Erde ist eine Scheibe... in Zeiten des Internets und Sattelitennavigation.
    Wie kann man Physik, Biologie und Mathematik für frei erfunden halten und derart von sich stoßen?
    Wenn Bildung Teufelswerk ist, schaltet bitte den PC aus, der funktioniert nämlich überhaupt nicht.
    Setzt euch aufs Feld und klopft Steine aneinander.

    Herr im Himmel, wenn du da bist, lass es endlich Hirn regnen. Entweder versteh ich dann diese Leute, oder die Menschheit kommt mal im 21 Jhd. an.

    Dazu gesellt sich eine No Border, Gender, Merkel, Buntfahnenreligion deren Bibelsimulationen (Genfer FK, F-Pakt, Grundgesetz) auch kaum Widerspruch zulassen. Also fällt der atheismusische Weltenbürger selbst auch immer wieder in sein kritisiertes, mittelalterliches Muster zurück. Seine Konfliktlinien verlaufen dann eben ethnisch, religiös, pseudo-wissenschaftlich oder idiologisch motiviert, mit strengem Absolutionsanspruch. Offenbar braucht es irgendeines Glaubens mit dessen Praktizierung man der Langeweile des beschwerlichen Konsumlebens entfliehen kann, wo wohlstandsverwahrloste, hyperindividualistische Sinnfindung einen Gegner schafft, den man dann in der wärmenden Gemeinschaft Gleichgesinnter insbrüstig bekämpfen kann.
    Wenn dir etwas nicht in den Kram passt ändert die Aneinanderreihung der medialen Buzzwörter die gerade so umherfliegen daran wenig...

    Es tut mir aufrichtig leid wenn nicht jedes Forschungsergebnis bedeutet dass dein Auto schneller wird. (was ja noch nicht mal der fall ist, tatsächlich sind e-Autos verdammt schnell hab ich gehört?)
    Aber das heißt nicht dass alle Wissenschaftler der Welt die nicht der Atomlobby angehören plötzlich in einer globalen Sekte sind.
    Ist dein Arzt auch in einer Sekte wenn er dir einen schlechten Befund liefert? Das ist alles diese fiese Schulbildung, eine einzige Verschwörung ist das...

    Nun stellt sich die Frage wem derartige Rückfälle in steinzeitliche Denkmuster nützlich sind, warum diverse Profiteure kein Intresse an einer neuen zivilisatorischen Stufe haben.
    Mir fällt da spontan die Atom- und Autolobby ein, sowie Leute die Bildung 'hinterfragen' und Schulen abschaffen möchten. Die möchten gerne dass alles so bleibt wies ist oder zurück in die Bronzezeit, als das Leben noch einfach und Gott noch eine Maßeinheit war. Oder an wen dachtest du so?
    Geändert von DerTiger (11.11.2019 um 13:32 Uhr)

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