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Thema: TT 23.10.2019 - AfD Boykott landwirtschaftlicher Produkte

  1. #1
    Master Gunnery Sergeant Avatar von DerTiger
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    Standard TT 23.10.2019 - AfD Boykott landwirtschaftlicher Produkte

    Schön zu lesen wie sich das vegane, ergrünte Gutmenschen Stadtvolk über lautes Hupen und Schwefelwolken echauffiert. Wie sie sich erregen, - schlage da mal Boykott aller landwirtschaftlichen Produkte vor - liebe Gutis!
    Gedöns... ich schlage dem AfD Wähler vor für 2 Wochen Gutmensch zu sein und wirklich deutsche Produkte und auch faire Produkte zu kaufen.

    Es ist doch grade der Gutmensch für gerechtere Landwirtschaft. Der Gutmensch kauft regional, Bio-Eier und Gemüse, Milch mit 10Cent extra die direkt an den Bauern gehen, Fleisch aus artgerechter Haltung.
    Der AfD-Wähler geht zum großen Kapital, die die Preise drücken, kauft die Milch da wos am billigsten ist, Eier aus Käfighaltung von Großbetrieben und Fleisch aus dem Ausland. Die Qualität beim Schnitzel ist egal, hauptsache viel und billig.

    Die Demonstrationen richten sich auch gegen die Pläne der Regierung für mehr Natur- und Tierschutz in der Landwirtschaft und zum Schutz des Grundwassers
    "Die neue Düngeverordnung und dass man jetzt nicht mehr soviel machen darf, wie man vorher machen durfte, finde ich nicht mehr ok". sagte ein Landwirt aus dem Oderbruch am Dienstag dem rbb.
    Pffffrrrt... ja, eben. Wer braucht schon sowas wie sauberes Grundwasser?
    Wenn man als Bauer nicht versteht dass man Natur, Tiere und Wasser für seine Arbeit braucht, dann fehlt es hier irgendwie etwas an Grundlagenverständnis?

    "Die Rindfleischimporte aus Amerika sind das beste Beispiel: Wo überhaupt keine Kontrolle drauf ist, wo genmanipulierter Mais und Soja erlaubt sind, sogar Hormone gespritzt werden. Das kommt auf den deutschen Markt - und wir Landwirte müssen uns an jede Regel halten. Wir dürfen das alles nicht. Das wollen wir auch gar nicht. Wir wollen ein gesundes Produkt abliefern"
    Das wiederum ist absolut nachvollziehbar.
    Für ausländische regionale Spezialitäten kann ich Import nachvollziehen. Aber 0815 Rind und Schwein zu importieren weil das Kilo 3 Cent Billiger ist, das will niemand außer die Großindustrie.


    ---

    Akku-FAQ: Woher kommen die Rohstoffe fuer E-Autos? - Golem.de
    Geändert von DerTiger (23.10.2019 um 11:27 Uhr)

  2. #2
    Major Avatar von grigi
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    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Es ist doch grade der Gutmensch für gerechtere Landwirtschaft. Der Gutmensch kauft regional, Bio-Eier und Gemüse, Milch mit 10Cent extra die direkt an den Bauern gehen, Fleisch aus artgerechter Haltung. Der AfD-Wähler geht zum großen Kapital, die die Preise drücken, kauft die Milch da wos am billigsten ist, Eier aus Käfighaltung von Großbetrieben und Fleisch aus dem Ausland. Die Qualität beim Schnitzel ist egal, hauptsache viel und billig.
    Bio Lebensmittel Anteil Deutschland = 5,1% am Gesamtumsatz von Lebensmitteln
    Fleisch Bio-Anteil Geflügel 1,4 Prozent, Schwein, Rind, Lamm, Schaf und Kalb = 1,8 Prozent / Fleisch- und Wurstwaren 1,2 Prozent.
    Bio-Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in der Bundesrepublik 7,1% Quelle
    Scheint ja nicht besonders viele Gutmenschen zu geben.

    Der Verdacht liegt nahe das sich hier wieder einmal eine grüne Blasen Minderheit über die Realität stellen will. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist systemrelevant.
    Nehmen wir die Großküchen, Kantinen, Schulspeisung, Asylversorgung usw. usw. wo täglich Millionen hungrige Mäuler zu stopfen sind. Dabei liegen die Kostensätzen irgendwo zwischen - zum Leben zu wenig - zum sterben zuviel. Jedenfalls ist bei der industriellen Massenfütterung keine vegane, glutenfreie Biogurke mit Hacksteakt vom glücklichen Schwein aus dem Luxusstall drin. Und auch der private Verbraucher scheint mir in seiner Masse nicht bereit, 10 Cent extra für den Liter Milch zu zahlen. Das mag die Blasenbewohner ärgern, ist aber statistisch belegt. Nun mit empörten Finger auf die Bauern zu zeigen erscheint irgendwie shizophren.

    Bio ist ein Nischenmarkt für Bessergestellte die sich dann moralisch über die Billigfrass mampfende Masse erheben. Der Verbraucher bekommt was er will. Und er will billig, er will fett und ne ordentliche Portion Fleisch auf dem Teller. Wo das Zeug herkommt ist ihm dabei relativ egal. Kann auch aus China oder Spanien kommen. Die globalen Märkte kontraktieren nationale Bemühungen, da darf man sich nichts vormachen. Wer braucht schon Automobilindustrie, Energiewirtschaft, Maschinenbau und Landwirtschaft? Deutschland ist global nur ein kleiner Fleck auf der Landkarte mit 82 Millionen Konsumenten. Jetzt die eignen Bauern zu gängeln macht keinen Sinn, solange die Globalisierungsagenda der ergründen no Border Minderheit so großen Einfluss hat.
    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Pffffrrrt... ja, eben. Wer braucht schon sowas wie sauberes Grundwasser?
    Wenn man als Bauer nicht versteht dass man Natur, Tiere und Wasser für seine Arbeit braucht, dann fehlt es hier irgendwie etwas an Grundlagenverständnis?
    Sag das den Chinesen, den Brasilianern, den Argentieniern, den Spaniern oder den Fischer vor Ghana. Das einzige was wir erreichen ist eine Deindustralisierung und abhängikeiten vom Weltmarkt was Energie, Futter und Konsumgüter betrifft. Der deutsche Bauer sitzt dann im Schlagschatten der Insekten & Vögel schreddernden Windräder und näht Buntfahnen, die er auf demTrödelmarkt für 50 Cent verramscht.
    Aber sagst du ja selbst.
    Das wiederum ist absolut nachvollziehbar.
    Für ausländische regionale Spezialitäten kann ich Import nachvollziehen. Aber 0815 Rind und Schwein zu importieren weil das Kilo 3 Cent Billiger ist, das will niemand außer die Großindustrie.
    Also wäre doch die Frage zu stellen wie man von dem Zeug wegkommt? Da braucht es Protektonismus ala Trump, was wiederum mit der No Border/Global Bunt Idiologie kollidiert. Ein Teufelskreis, der zusammenbrechen wird wenn die Ressourcen überstrapaziert zur Neige gehen. Nur bis dahin werden wir alle nationalen Erzeuger (Kreisläufe) unter dem CO2 Banner vernichtet haben, stehen also mit leeren Händen da. Die hungrige Masse kann sich ja dann an der blitzsauberen CO2 Bilanz erfreuen.

  3. #3
    Master Gunnery Sergeant
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    Avatar von DerTiger
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    Zitat Zitat von grigi Beitrag anzeigen
    Quelle
    Scheint ja nicht besonders viele Gutmenschen zu geben.
    Das sollte für dich keine Überraschung sein, nachdem du kürzlich erst hochgerechnet hast dass ja eine Minderheit der breiten Masse etwas vorschreibt. TT 04.10.2019 - bisher kein Regen
    Von 11% spricht man hier.

    Aber: Bei deiner Quelle gehts nur um Bio-Lebensmittel.
    Da fällt sowas wie faire Milch und regionale nicht-Bio Erzeugnisse nicht drunter.
    Wenn man den Faktor mit einbezieht kommen die 11% da doch schon ganz gut ran?

    Der Verdacht liegt nahe das sich hier wieder einmal eine grüne Blasen Minderheit über die Realität stellen will. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist systemrelevant.
    Nehmen wir die Großküchen, Kantinen, Schulspeisung, Asylversorgung usw. usw. wo täglich Millionen hungrige Mäuler zu stopfen sind. Dabei liegen die Kostensätzen irgendwo zwischen - zum Leben zu wenig - zum sterben zuviel. Jedenfalls ist bei der industriellen Massenfütterung keine vegane, glutenfreie Biogurke mit Hacksteakt vom glücklichen Schwein aus dem Luxusstall drin. Und auch der private Verbraucher scheint mir in seiner Masse nicht bereit, 10 Cent extra für den Liter Milch zu zahlen. Das mag die Blasenbewohner ärgern, ist aber statistisch belegt. Nun mit empörten Finger auf die Bauern zu zeigen erscheint irgendwie shizophren.
    Tja, und so macht sich der hirnlose Deutsche mit seinem Vorzug für Landwirschaftsindustrie den eigenen Markt kaputt.

    Hauptsache viel und Billig, wo und wie es her kommt ist egal. Die Milchpreise werden von der Großindustrie gedrückt bis der Bauer nicht mehr leben kann.
    Darum produziert der Bauer mehr Milch und fährt seine Preise zusätzlich in den Keller wegen Überproduktion. Bravo.
    Kleine Viehhöfe lohnen sich nicht mehr, weil der Bauer nichts mehr am Fleisch verdient.
    Große Höfe können sich nicht selbstständig ernähren und kaufen Futter zu. Dafür wird in Argentinien der Wald gerodet. Top.

    Und wenn am Abend noch was übrig ist vom viel und billig, dann schmeißen wir den scheiß halt einfach weg statt es der Schulspeisung oder Asylversorgung usw. usw. zur verfügung zu stellen wo täglich Millionen hungrige Mäuler zu stopfen sind.
    Weil die Industrie das so will. Sonst würde man ja nix mehr verkaufen wenn man anfängt es zu verschenken.

    Bio ist ein Nischenmarkt für Bessergestellte die sich dann moralisch über die Billigfrass mampfende Masse erheben. Der Verbraucher bekommt was er will. Und er will billig, er will fett und ne ordentliche Portion Fleisch auf dem Teller. Wo das Zeug herkommt ist ihm dabei relativ egal. Kann auch aus China oder Spanien kommen. Die globalen Märkte kontraktieren nationale Bemühungen, da darf man sich nichts vormachen. Wer braucht schon Automobilindustrie, Energiewirtschaft, Maschinenbau und Landwirtschaft? Deutschland ist global nur ein kleiner Fleck auf der Landkarte mit 82 Millionen Konsumenten. Jetzt die eignen Bauern zu gängeln macht keinen Sinn, solange die Globalisierungsagenda der ergründen no Border Minderheit so großen Einfluss hat.
    Du verwirfst "No Border" mit "Globalem Handel", was absolut nicht das selbe ist.
    Das eine ist humanitär, das andere ist Wirtschaft. Konzeptioneller Fehler deinerseits.
    Wenn du dich erinnerst protestieren viele gegen globale Handelsabkommen.
    Ein Negativbeispiel, dafür aber mit medialer Reichweite waren z.B. die G20 Randale.
    Sowas wird meines Wissens nicht der AfD zugeschrieben.

    Da schüttelt der gemeine Konsument nur den Kopf und wundert sich warum die sich so aufregen.

    Sag das den Chinesen, den Brasilianern, den Argentieniern, den Spaniern oder den Fischer vor Ghana. Das einzige was wir erreichen ist eine Deindustralisierung und abhängikeiten vom Weltmarkt was Energie, Futter und Konsumgüter betrifft. Der deutsche Bauer sitzt dann im Schlagschatten der Insekten & Vögel schreddernden Windräder und näht Buntfahnen, die er auf demTrödelmarkt für 50 Cent verramscht.
    Aber sagst du ja selbst.
    Mit "Die anderen machen das aber auch so" sich seiner eigenen Grundlagen zu berauben ist das vermutlich dämlichste was man machen kann.
    Der Ghanaer weiß bestens über unsere Hühnerzucht bescheid. YouTube
    Weißt du warum du gerade China, Brasilien und Argentinien aufgezählt hast? Weil die auf ihre Umwelt scheißen. Möchtest du in einem Land leben das auf seine Umwelt scheißt?
    Wo tote Schweine im Fluß entsorgt werden?
    Das seine Umwelt verschandelt um darauf Soja anzubauen für die Rinderzucht? Ich dachte das ist das Argument gegen Windmühlen? Weils Scheiße aussieht?
    Ach ne, die sind scheiße weil sie Vögel schreddern... jaja.

    Weißt du wer noch Vögel schreddert? Der Hühnerzüchter. Und zwar deutlich mehr als ein Windrad.
    Weißt du warum Vögel noch sterben? Weil sie nix zu fressen haben weil die Pestizide die ganzen Insekten killen.
    Weißt du wer bald nix mehr erntet? Der Bauer. Weil die ganzen Pestizide auch die Bienen killen.
    Weißt du wer dann nix mehr zu fressen hat? Der Verbraucher der Billig und Fett und Extrafleisch will.

    Und so fährt der uneinsichtige konservative Bauer mit seiner Starrsinnigkeit die Landwirtschaft selbst gegen die Wand.
    Dann kannste sie bald wie in China mit dem Pollenbeutel übers Feld rennen sehen, wie sie ihre Pflanzen selbst bestäuben.

    Also wäre doch die Frage zu stellen wie man von dem Zeug wegkommt? Da braucht es Protektonismus ala Trump, was wiederum mit der No Border/Global Bunt Idiologie kollidiert.
    ich verweise auf den abschnitt oben: Das eine ist humanitär, das andere ist Wirtschaft. Konzeptioneller Fehler deinerseits.


    Eine Frage hätte ich zudem noch: Warum soll das Problem der Gutmenschen sein, oder warum wird der von dir verantwortlich gemacht?
    Die letzten Argrarminister haben alle nach der Pfeife der Großindustrie getanzt.
    Agrarsubventionen: Keine Landwirte unter den Top-Empfaengern | agrarheute.com

    Zum Abschluss noch eine wie ich finde sehenswerte Folge der Anstalt: Die Anstalt vom 18. Dezember 2018 - ZDFmediathek
    Geändert von DerTiger (23.10.2019 um 18:13 Uhr)

  4. #4
    Major Avatar von grigi
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    Standard

    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Das sollte für dich keine Überraschung sein, nachdem du kürzlich erst hochgerechnet hast dass ja eine Minderheit der breiten Masse etwas vorschreibt. TT 04.10.2019 - bisher kein Regen
    Von 11% spricht man hier.

    Aber: Bei deiner Quelle gehts nur um Bio-Lebensmittel.
    Da fällt sowas wie faire Milch und regionale nicht-Bio Erzeugnisse nicht drunter.
    Wenn man den Faktor mit einbezieht kommen die 11% da doch schon ganz gut ran?
    Vielleicht würden viele ja Bio kaufen, können es aber nicht bezahlen? Entgegen dem hartnäckigen Gerücht, wir wären ein steinreiches Land.
    Die 11% sind jedenfalls zu hoch gegriffen. Bei Lebensmittel ist für den Konsumenten der Preis das Hauptkriterium, andere Faktoren intressiert die Masse nicht.
    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Tja, und so macht sich der hirnlose Deutsche mit seinem Vorzug für Landwirschaftsindustrie den eigenen Markt kaputt.

    Hauptsache viel und Billig, wo und wie es her kommt ist egal. Die Milchpreise werden von der Großindustrie gedrückt bis der Bauer nicht mehr leben kann.
    Darum produziert der Bauer mehr Milch und fährt seine Preise zusätzlich in den Keller wegen Überproduktion. Bravo.
    Kleine Viehhöfe lohnen sich nicht mehr, weil der Bauer nichts mehr am Fleisch verdient.
    Große Höfe können sich nicht selbstständig ernähren und kaufen Futter zu. Dafür wird in Argentinien der Wald gerodet. Top.

    Und wenn am Abend noch was übrig ist vom viel und billig, dann schmeißen wir den scheiß halt einfach weg statt es der Schulspeisung oder Asylversorgung usw. usw. zur verfügung zu stellen wo täglich Millionen hungrige Mäuler zu stopfen sind.
    Weil die Industrie das so will. Sonst würde man ja nix mehr verkaufen wenn man anfängt es zu verschenken.
    Sag ich doch auch.
    Nur wie willst du das ändern ohne den gesellschaflichen Frieden zu zerstören? Ist doch mit allen anderen Sachen genauso. Flugreisen, Kreuzfahrten, enthemmter Konsum, Vereinsamung, Hyper Individualität, entsolidarisierte Ich Gesellschaft usw. usw. Da packen wir jetzt die existensbangenden Bauern einfach noch oben rauf. Wird sich schon klären. Vielleicht schon mal paar Panzerfäuste bereitlegen um anrückende Tracktorenwalzen abzuwehren.
    Man stellt sich das immer so einfach vor. Verbote erlassen - bissel an der Stellschraube drehen und zack - Bienen gerettet.

    Wenn das so leicht ginge wäre der landwirtschaftliche Bereich längst marktgerecht reformiert, die Fehlentwicklung ist ja nicht seit gestern. Schon vor dreißig Jahren las man in der DDR Presse irgendwas von westlichen Butterbergen und massenhafter vernichtung von Lebensmittel. Bei uns war das anders. Hungern musste niemand, nur diesen Überfluss an billigen Fresszeug kannten wir nicht. Wobei Brot und Milch auch Subventioniert wurden. Ein Brötchen 5 Ost Pfennig. Kartoffeln wurden per Hand vom Feld geholt, Fleisch zweimal die Woche, Braten nur am Wochenende.
    Ego das Problem ist uralt und westlich systembedingt, wo man sich seit ewigen Zeiten nicht rantraut. Es ist Lebensstil und Konsum ganz allgemein.
    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Mit "Die anderen machen das aber auch so" sich seiner eigenen Grundlagen zu berauben ist das vermutlich dämlichste was man machen kann.
    Der Ghanaer weiß bestens über unsere Hühnerzucht bescheid. YouTube
    Weißt du warum du gerade China, Brasilien und Argentinien aufgezählt hast? Weil die auf ihre Umwelt scheißen. Möchtest du in einem Land leben das auf seine Umwelt scheißt?
    Weißt du wer noch Vögel schreddert? Der Hühnerzüchter. Und zwar deutlich mehr als ein Windrad.
    Weißt du warum Vögel noch sterben? Weil sie nix zu fressen haben weil die Pestizide die ganzen Insekten killen.
    Weißt du wer bald nix mehr erntet? Der Bauer. Weil die ganzen Pestizide auch die Bienen killen.
    Weißt du wer dann nix mehr zu fressen hat? Der Verbraucher der Billig und Fett und Extrafleisch will.
    Na genauso wird es kommen. In der von dir skizzierten Endstufe. Der Kapitalismus zersetzt sich von innen, weil sein Wachstumzwang zur Überbeanspruchung der Ressourcen führt.
    Die nun gerade stattfindenen links, grünen, idiologische Sozialismusversuche sind das dekadente Sahnehäubchen obendrauf. Bald kämpft jeder gegen jeden, die Fragmentierung schreitet weiter fort. Die konventionellen Bauern stehen dabei eindeutig auf der dunklen Seite, der ewig Gestrigen.
    Zitat Zitat von DerTiger Beitrag anzeigen
    Eine Frage hätte ich zudem noch: Warum soll das Problem der Gutmenschen sein, oder warum wird der von dir verantwortlich gemacht?
    Der Gutmensch ist für diesen links, grünen Mainstraim verantwortlich. Da wo es pragmatisch harter Lösungen bedarf, schielt die Politik ängstlich nach Minderheiten und tut lieber nix oder Schwachsinniges. Mit zunehmender, selbstzerstörerischer Tendenz. Das kann nicht gut enden.

  5. #5
    Colonel Avatar von Sascha
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    Wir kaufen etwa 80% Bio. Nur 80% weil es leider nicht alles in Bioqualität gibt und wir auch beim lokalen Bauer um die Ecke kaufen, der einen Kleinstbetrieb hat und der nicht biozertifiziert ist, weil es ihm 1. zu teuer ist und 2. alles auf Vertrauensbasis läuft, was er seinen Tieren gibt. Da ich den Bauer sehr gut kenne, weiß wie er tickt (eher die grüne Ecke) und ich gelegentlich in seinem Mini-Stall rumlaufe, weiß ich was man bekommt. Da bekommen wir aber auch nur 3-4x im Jahr Fleisch her... eben Kleinstbetrieb. Ist auch mehr ein Hobby. Leben kann er davon nicht. Ist eher Selbstversorger mit kleinem Zuverdienst.

    Bessergestellt? Sicher nicht. Ein Teil der Minderheit mit Hirn auf diesem Planeten; scheinbar ja. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie so viele Menschen diesen Planeten und auch sich selbst aus Ignoranz und Bequemlichkeit zerstören. Und das hat überhaupt nichts mit Gutmensch zutun. Ich sehe mich politisch Grün/Mitte/Rechts. Ich bilde mir meine eigene Meinung auf Fakten und lasse mir nichts von einer Partei oder gar von der Industrie(lobby) auftischen.

    Die Bauern haben Angst, dass sie pleite gehen? Sollen sie doch! Da klatsche ich sogar glatt Beifall!
    Beispiel: Hier in der Umgebung gibt es einen zertifizierten Biobauer. Der ist ganz böse! Warum ist der böse? Ganz einfach, weil der hier alles an Land aufkauft, was er bekommen kann und durch seine Bioprodukte gut verdient. Die anderen Bauern finden das natürlich echt schlimm und reden nicht mit ihm, weil die sich das einfach nicht leisten können, weil deren Produkte nicht so viel Geld in die Kasse spülen. Und das schlimmste, er hat sogar ganze Felder mit Wildblumen immer mal wieder dazwischen! Wie kann er nur!


    Nachtrag: Was ich übrigens mit Freude die letzten Monate beobachten konnte, war, dass immer mehr Bioartikel in den Supermärkten zu finden waren. Auch bei der Verpackung geht man langsam den richten Weg.

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