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Thema: Testers Keepers: AeroCool Scar

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketing The Kid
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    Standard Testers Keepers: AeroCool Scar

    Hier findet Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit den AeroCool Scar Gehäusen aus dem Zeitraum vom 16.09 bis 22.09.2019.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers: AeroCool Scar
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  2. #2

    Standard Review: Aerocool Scar

    Im Rahmen der Testers Keepers Aktion bei Mindfactory durfte ich das schöne Aerocool Scar Gehäuse testen.

    Verpackung

    Die Verpackung war schlicht und ohne viel Drumherum. Das Gehäuse ist in einem Karton in zwei Styroporrahmen und in einer leichten Folie verpackt. Alles Zubehör befindet sich im geschlossenen Gehäuse. Die Anleitung ist ein A3-Zettel mit Bildern in zwölf Sprachen beigelegt, die Schrauben mit einem Stück Draht im Gehäuse angebracht, sodass nicht hin-und-her fliegt.

    Das Glasfenster ist beidseitig mit einer Folie geschützt, die auf der Außenseite bei meinem Modell allerdings schon leicht abblätterte. Es waren jedoch keine Schäden vorhanden.

    IMG_1080.jpgIMG_1083.jpgIMG_1086.jpg

    Lieferumfang

    Neben des Gehäuses selbst lag die schon erwähnte Anleitung und eine kleine Tüte mit allen benötigten Schrauben bei:

    SSD Schrauben (Linsenkopf und Flachkopf)
    Mainboard Schrauben
    Lüfterschrauben (lange und kurze)
    HDD Schrauben (normale Festplatte)
    Gummiringe zur rückseitigen Befestigung der SSDs
    PSU/PCI Schrauben (Netzteil und PCI Karten)
    Kabelbinder

    IMG_1091.jpg

    Anleitung

    Die Anleitung war klar verständlich. Keine unnötigen Texte, lediglich detaillierte und gut gedruckte Bilder - wenn man ein wenig von PCs hat, versteht sich. Der Zusammenbau anhand der Anleitung, die ich trotz einigen gebauten PCs immer nochmal gern zu Rate ziehe, war insgesamt kein Problem.

    Design

    Das Design ist cool und modern, aber das ist ein großes Stück weit auch Geschmackssache. Dem Namen “Scar” macht das Gehäuse auf jeden Fall alle Ehre. Die “Scar” (zu Deutsch “Narbe”) verläuft von unten auf der Vorderseite bis nach hinten auf der Oberseite und ist RGB Beleuchtet. Insgesamt kommt das Gehäuse aber nicht zu krass daher, sondern eher schlicht und geschmackvoll.

    Der Anschalter, Reset-Knopf und LED-Taster ist an der Oberseite angebracht. Auf der anderen Seite finden sich vier USB-Ports (2 x 2.0 und 2 x 3.0), ein Mikrofon Eingang und Kopfhörer Ausgang.

    IMG_1088.jpgIMG_1089.jpg

    Die Lufteinlässe sind in einer Art Industrie-Style an der Vorder- und Oberseite seitlich angebracht.

    Das Sichtfenster ist aus echtem Glas und dunkel getönt. Ich finde, das sieht sehr edel und gut aus.

    IMG_1087.jpg

    Verarbeitung

    Insgesamt würde ich die Verarbeitung des Gehäuses als gut, aber nicht sehr gut bewerten. Man merkt hier und da, dass das Gehäuse eher der mittleren/unteren Preisklasse angehört, was ja erstmal per se nicht schlimm ist. Im Folgenden ein paar detaillierte “negative” Beispiele (was ich nicht erwähne, war meiner Meinung nach auch voll in Ordnung und sehr gut):

    PSU: Wenn man die PSU einbaut, liegt diese auf kleinen Metall-Podesten. Das ist sogesehen kein Problem, man hätte aber ruhig Gummi-Unterleger spendieren können, um Vibrationen zu minimieren. Ist am Gehäuse oder der PSU etwas ein wenig verzogen, könnte es zu leichten Vibrationen kommen, wenn man die PSU nicht gerade mit einem Akkuschrauber befestigen möchte.

    Mainboard-Blende: die Mainboard-Blende hat nicht 100% gepasst. Im Endeffekt war alles ok, aber ich musste diese schon ziemlich fest hineindrücken, damit sie nicht von alleine wieder herausspringt.

    Front des Gehäuses: beim Abnehmen der Front ist mit ein Teil der LED-Beleuchtung entgegengekommen. Zunächst wusste ich überhaupt nichts damit anzufangen, da das Teil seltsam abgebrochen aussah. Im Laufe des Zusammenbaus ist mir dann klar geworden, dass das die schräge Seite der LED-Beleuchtung war, die einfach nur in Produktion mit einem Reststück (?) LED-Beleuchtung realisiert wurde. Leider sieht man das dann auch bei der Beleuchtung im Dunkeln, da das nicht so richtig einen eigenen Platz hat und nur so “drin liegt”.

    Schrauben der Rückseiten-Abdeckung: Die Schrauben muten etwas “billig” an. Simple Kreuzschlitz-Schrauben in einer Plastikeinfassung, die nicht entgratet ist und demnach etwas scharfkantig ist. Da man diese aber nicht so oft benutzen dürfte, ist das schon ok. Dennoch erwähnenswert.

    IMG_1085.jpg

    Druckpunkt der LED-Taste: der Druckpunkt funktioniert irgendwie nicht so richtig gut. Manchmal ändert sich das Licht beim “Wieder-Hoch-Kommen” der Taste, obwohl man diese nicht komplett hinunter gedrückt hat.

    Noch ein paar für mich herausstechende positive Sachen:

    Schrauben/Lagerung der Glasscheibe: hier ist alles Gummi-unterfüttert und sehr stabil. Das macht einen wertigen Eindruck.

    IMG_1094.jpg

    Einfassungen für PCI-e Karten: Die Slots für die PCI-e Karten haben eine Einfassung, in welche die Karten eingesteckt werden können. So halten diese schon vor dem Festschrauben ganz gut, das hilft auch bei der Montage.

    Montage

    Die Montage war insgesamt recht problemlos (o. g. Verarbeitungshinweise beachten). Abstandshalter für das Mainboard waren bereits passend (ATX) angebracht, es lagen noch weitere dabei. Die Aussparungen für die Stromversorgung sind exzellent gewählt, hier hat wirklich alles Sinn gemacht, sodass ich ein schön sauberes Build realisieren konnte. Lediglich bei der Demontage der Front war ich kurz etwas verwirrt, nachdem mir ein kleines Stück-LED-Strip entgegen fiel. Das Rätsel war aber dann relativ schnell gelöst.

    Die Blenden für die PCI Ports und vorne für die Lüfter sind herausnehmbar, aber nicht wieder montierbar. Ändert ihr also das Setup, fehlen dann offene Blenden gegebenenfalls.

    Kompatibilität/Ausstattung

    Das Gehäuse kommt mit einem vorinstallierten 120mm Lüfter an der Rückseite des Gehäuses daher. Weiterhin gibt es eine Halterung für eine 2.5” SSD im Innenraum, zwei weitere 2.5” SSDs können an der Rückseite des Mainboards mit den mitgelieferten Gummiunterlagen und Schrauben angebracht werden. Eine HDD (oder weitere SSD) können im 3.5” Einschub hinter dem Netzteil unten im Gehäuse angebracht/eingeschoben werden. Ein Plastik-Einschub ist dabei.

    CPU Kühler können bis maximal 178mm eingebaut werden, mein Alpenföhn Himalaya hat ohne Probleme gepasst. Grafikkarten bis 381mm, meine GTX 970 Strix hat demnach locker gepasst.

    Für das Kabelmanagement gibt es schon vormontierte Klettverschlüsse, hier kann man mit etwas Sorgfalt locker ein sehr sauberes/cleanes Build zaubern.

    Slots für optische, von außen bedien- oder benutzbare SATA Peripherie gibt es nicht (z. B. ein CD Laufwerk). Man kann das Gehäuse von außen auch nicht über eine Tür o. Ä. Öffnen.

    Verbaut wurden folgende Komponenten:

    Intel Core i7 3770K 4x 3.50GHz So.1155
    GeForce GTX 970 Strix
    16 GB Kingston HyperX Blu DDR3-1600 DIMM
    Alpenföhn Himalaya
    Gigabyte GA-Z77-DS3H
    Samsung 840 EVO 500 GB
    Crucial MX500 SSD 1TB
    WD Blue 1TB HDD

    Kühleigenschaften

    Getestet wird das Gehäuse mit dem Gehäuselüfter hinten, einem Zalman Lüfter an der Front zum Lufteinzug aus meinem alten Gehäuse und dem Alpenföhn Himalaya im Idle-Betrieb (Idle = YouTube, Spotify, normale Benutzung).

    Die Temperatur der CPU liegt hierbei bei 35°C, was für mich absolut in Ordnung ist. Die Grafikkarte liegt dabei bei 40° trotz eines 4K-Videostreams, die Lüfter gehen nicht mal an.

    Beim Spielen von neueren Titeln bleiben die Temperaturen absolut in Ordnung. Ich habe jetzt keine Benchmarks mehr gefahren, aber keine Probleme festgestellt. Das ist nach den wenigen Tagen auch noch nicht so aussagekräftig.

    Haltbarkeit/Vergleich

    Hierzu kann ich nach ein paar Tagen leider noch keine Aussage machen. Insgesamt ist das Gehäuse jedoch sehr viel durchdachter und deutlich besser als mein altes Zalman Z9. Gerade auch das Seitenfenster war beim Zalman einfach nicht gut. Allerdings ist das auch schon recht alt und damit vielleicht nicht 100%ig vergleichbar.

    Leistung

    Insgesamt würde ich die Leistung als gut bis sehr gut und für mich persönlich völlig in Ordnung beschreiben. Das Gehäuse ist recht leise, gut verarbeitet und ist mit meinem Setup 100% kompatibel. Mir gefällt, dass unter dem Gehäuse noch relativ viel Platz für genügend Luftzirkulation ist. Das RGB Feature sieht wirklich nett aus und ist gerade im abgedunkelten Raum wirklich ein Blickfang, der aber nicht zu aufdringlich wirkt.

    Preis-/Leistungsverhältnis

    Ich persönlich bin kein Modder oder sonst was, von daher hier meine bescheidene Meinung: Ich bin erstaunt, dass für einen solch schmalen Taler ein so cooles Gehäuse erhältlich ist, mit dem man ein wirklich schönes Build realisieren kann. Wenn man noch Wasserkühlung einbauen würde, sähe das meiner Meinung nach schon nach einem richtigen Gamer-Rig aus. Für mich reicht das allerdings auch so und ich bin sehr zufrieden. Das Gehäuse hat einen festen Platz unter meinem Tisch und ich freue mich sehr darüber.

    IMG_1121.jpg

    Fazit

    Das Aerocool Scar ist ein wirklich tolles Gehäuse, das den günstigen Preis allemale Wert ist. Pro-Gamer und Modder wird es wahrscheinlich nicht so sehr ansprechen, aber ambitionierte Hobby-PC-Bauer und Spieler werden hier sicherlich Spaß mit haben. Ich hatte und habe ihn jedenfalls!

  3. #3

  4. #4
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    1

    Standard

    Hallo liebe Community.
    Im Rahmen der Testers Keepers Aktion konnte ich das Gehäuse „Scar“ von Aerocool ausführlich testen. Bei dem Gehäuse handelt es sich um ein Mid-Tower Gehäuse mit RGB-Beleuchtung und Glass-Panel.
    Aber zuerst einmal geht mein Dank an Mindfactory und Aerocool, die mir dieses Gehäuse kostenlos zur Verfügung gestellt haben.
    Dennoch hat dies keinerlei Einfluss auf meine Bewertung.

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Verpackung / Lieferumfang
    2. Design
    3. Verarbeitung
    4. Kompatibilität / Ausstattung
    5. Montage
    6. Kühleigenschaften
    7. Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
    9. Fazit


    Produktbewertung im Detail:

    1.Verpackung / Lieferumfang

    Als das Paket ankam, war mein erster Gedanke „Das ist aber leicht“. Und tatsächlich wiegt das Gehäuse nur 6.5 Kg. Der Karton selbst wirkt stabil, aber weißt durch den Transport einige dellen auf.
    Was ich sehr gut fand, ist das das Gehäuse selbst mit sämtlichen Spezifikationen nochmal auf den Karton gedruckt ist, sodass man durch einen schnellen Blick nochmal alle wichtigen Informationen auf einen Blick hat.
    Eingepackt war das Gehäuse in Plastikfolie und Styropor, was ausreicht um den normalen Transport zu überstehen. Verwundert war ich das das Glaspanel nicht noch einmal extra geschützt ist, sondern nur beidseitig mit Folie abgeklebt war. Auch muss ich sagen das ich anstatt Plastikfolie, den Stoffähnlichen Schutz bevorzuge und für das Styropor kann man auch Schaumstoff benutzen. Das unterbindet das lästige weg pulen von Styroporflocken, die durch das Auspacken hinterher umherfliegen und überall am Gehäuse kleben. Aber das ist Geschmackssache. Im Gehäuse selbst befindet sich noch ein Beutel mit sämtlichen eventuell benötigen Schrauben + Kabelbinder und eine kurze Einbauanleitung.
    photo_2019-10-04_19-23-17.jpgphoto_2019-10-04_19-23-18 (2).jpgphoto_2019-10-04_19-23-18.jpgphoto_2019-10-04_19-23-10.jpg

    2. Design

    Das Design ist eine gute Mischung aus schlichten Akzenten mit Wert auf Optik, ohne überladen zu wirken. Häufig sind Gehäuse entweder völlig überladen mit Optischen Raffinessen oder schlicht gehalten wie ein Toaster. Aber hier muss ich wirklich sagen, war ich vom Design positiv überrascht.
    Die Lüftungsschlitze sind elegant verdeckt worden und das angewinkelte Top-panel wirkt auch sehr elegant. Das Highlight ist hier natürlich das Glaspanel, welches wirklich sehr hübsch wirkt und auch die Befestigungsschrauben stören hier nicht wirklich. Viele Hersteller verbauen die Glasscheibe in ein Panel sodass man dieses lösen muss, anstatt die Scheibe und so auf Schrauben verzichten kann, aber der Vorteil hier ist das man Quasi die gesamte PC-Seite durch eine Scheibe betrachten kann, ohne störenden „Rand“. Und natürlich die Namensgebende Narbe „Scar“ die sich von vorne bis über den Deckel erstreckt und für eine sehr schöne Beleuchtung sorgt.
    photo_2019-10-04_19-23-20.jpg

    3. Verarbeitung

    Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Das „Kerngehäuse“ besteht vollkommen aus Metall, nur das Front- und Top-Panel sind aus Plastik gefertigt. Auf den ersten Blick schließen auch alle teile ordentlich miteinander ab sodass nirgendwo hässliche spalten entstehen. Auch die Vergitterung der Lüftungsschlitze wirkt gut gemacht, ohne dass mir irgendwelche Fehler aufgefallen wären.
    Einzig die Tatsache das die RGB-Beleuchtung von innen nur mit einem lackierten Papier überdeckt ist, welches man festgeschraubt hat, wirkt dann doch etwas zu billig gemacht.
    Bei der Montage ist mir dann auch noch aufgefallen das man die Löcher für die Abstandshalterschrauben ruhig etwas feiner hätte schneiden können. Das war ein kleiner Kraftakt diese richtig reinzudrehen und auch die I/O Blende musste man mit einem größeren Kraftaufwand anbringen, als man es gewohnt ist. Man merkt dem Gehäuse an, das es eher der mittleren und unteren Preisklasse angehört wo solche Feinheiten weniger Beachtung erhalten, was aber nicht bedeutet das es schlecht gemacht ist.


    4. Kompatibilität / Ausstattung

    Verbaut werden können ATX / Micro ATX und mini ITX Mainboards. Für ein Micro ATX Mainboard sind schon alle Abstandsschrauben vorinstalliert, für ein ATX Mainboard muss man einfach noch die drei Beiliegenden Schrauben anbringen. Sehr gut find ich den mitgelieferten „Adapter“ um diese Schrauben gut festzudrehen, auch wenn er ruhig aus Metall hätte sein können, da er bei etwas größerer Kraft sofort seine Kreuzform verliert.
    Die Grafikkarte darf eine maximallänge von 382mm haben (Ohne installierte Frontlüfter) und der Prozessorkühler kann bis zu 178mm hoch sein. Man kann also sagen das alle gängigen Grafikkarten und auch große CPU-Kühler in dem Gehäuse platz finden.
    Für die Kühlung ist hinten ein 120mm Lüfter verbaut und man hat optional Platz für 2 x 120mm im Deckel (oder ein 120mm Radiator) und entweder 3 x 120mm oder 2 x 140mm in der Front (oder ein 360mm Radiator)
    Auf dem Deckel befinden sich 2 x USB 3.0 sowie 2 x USB 2.0 Anschlüsse, sowie Klinkenanschlüsse.
    Insgesamt kann man 3 SSDs (Zwei auf der Rückseite des Mainboard und eines auf dem PSU-Cover) und 2 HDDs oder SSDs (Neben der PSU in einem Käfig) verbauen.
    Der Einbau eines Laufwerks ist nicht vorgesehen, da man die Front nicht öffnen kann.
    PSU-Cover ist nicht lösbar sondern fest vernietet, was beim Einbau etwas nervig ist.
    Auch sind die PCI Blenden nicht wieder montierbar, da man diese „Abbrechen“ muss um etwas zu installieren.
    Aber ein wirklich guter Pluspunkt sind die schon vorhandenen Klettverschlüsse für das Kabelmanagement, dies hat bei der späteren Montage sehr geholfen ein aufgeräumtes Bild zu hinterlassen.
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    5. Montage

    Verbaute Komponenten:
    CPU: I7 4790K 4 x 4,8Ghz
    GPU: GTX 970 AMP! Extreme Core Edition
    Mainboard: ROG Maximus VII Ranger
    RAM: 2x8GB Trident X DDR3 2400Mhz
    PSU: Straight Power 10
    CPU-Kühler: Dark Rock Pro 3
    Festplatte 1: Samsung 840 Evo 120GB
    Festplatte 2: Crucial MX100 512GB
    Festplatte 3: WD Black 1TB
    Festplatte 4: Seagate 2TB
    Soundkarte: ASUS Xonar D2X

    Die Montage des Mainboards klappte Problemlos, bis auf die oben beschriebenen Sachen wie die I/O Blende oder die Tatsache das das PSU-Cover nicht herausnehmbar ist. Hier hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht, vor allem da man relativ wenig platz zwischen dem Festplattenkäfig und dem Netzteil hat, wenn zwei HDDs installiert sind und wer die störrischen Standard be quiet! Kabel kennt, wird hier schnell frustriert. Dennoch war das Anbringen der SSDs und die Verkabelung, wenn alles erstmal sitzt, umso problemloser. Gerade die bereits erwähnten Klettverschlüsse und die gut positionierten Kabeldurchgänge sind hier eine große Hilfe.
    Auch die Montage von Lüftern, erfolgt ohne Probleme. Für den hinteren Lüfter stehen auch eine Menge Bohrungen für Unterschiedliche Lüfter zur Verfügung auch wenn mir deren Sinn nicht ganz klar geworden ist da es ja nur 120 oder 140mm Lüfter gibt, und ob mein Lüfter nun 5mm weiter oben oder unten hängt macht in der Regel keinen Unterschied.
    Etwas mehr Platz hätte ich mir auch hinter dem Mainboard gewünscht, da die Netzkabel ziemlich störrisch sind und einiges an Platz bedürfen.
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    6. Kühleigenschaften

    Durch nur einen Vorinstallierten Lüfter hinten, ist die Kühlung natürlich nicht auf dem maximum des möglichen aber noch vollkommen im Grünen Bereich. Bei der Installation von weiteren Lüftern im Deckel oder in der Front muss man allerdings beachten das diese die Luft durch seitliche Gitter ansaugen und dadurch Geräusche entstehen können und die Kühlung auch nicht so optimal verläuft wie bei einem Gehäuse wo die Lüfter direkt auf einem offenen Gitter liegen. Hier ist immer die Frage ob die Optik oder die Kühlleistung wichtiger ist.


    7. Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten

    Zur Haltbarkeit lässt sich nicht viel sagen, aber da das Gehäuse gut gefertigt wurde und sonst nur unter dem Tisch steht, gehe ich mal davon aus es sollte die nächsten Jahre halten. Die genaue Zersetzungszeit von veredeltem Metall kenne ich leider nicht.
    Beim Vergleich zu anderen Gehäusen, würde ich es ins gute Mittelfeld setzen. Es gibt Gehäuse, die deutlich leiser sind, welche die ein ausgefalleneres Design haben oder schlicht mehr Platz für Festplatten bieten. Aerocool hat bei dem Gehäuse viel wert auf die Erscheinung durch das Glaspanel und vor allem durch die RGB-Beleuchtung gelegt und das ist ihnen auch wirklich gelungen. Wer also ein Gehäuse sucht, welches von sich aus schon ein breites Spektrum an RGB-Beleuchtungsmodi sucht, wird nicht viele andere Gehäuse dieser Art finden.

    8. Preis / Leistung:

    Beim Preis-Leistungsverhältnis steht das Gehäuse ziemlich gut da. Wie bereits oben erwähnt gibt es in anderen Punkten, bessere und günstigere Gehäuse aber gerade das Glas-Panel und die RGB-Beleuchtung stechen hier doch etwas hervor. Wer viel Wert auf so etwas legt und dabei im niedrigeren Preissegment bleiben möchte, kann hier bedenkenlos zuschlagen.

    9. Fazit

    Für jemanden der ein Mid Tower sucht, mit Glas-Panel und hübscher RGB-Beleuchtung und nicht viele Festplatten benötigt, für den ist das SCAR von Aerocool genau das richtige Gehäuse. Im Test hat es einen guten Eindruck gemacht, der Modder und Profibastler zwar nicht genügen wird, aber alle Hobby Gamer, die nur einen Platz für ihre Hardware suchen und dabei auch etwas Ästhetik suchen, werden hier fündig. Das Preis- / Leistungsverhältnis stimmt und es macht einen sehr soliden Eindruck bei seinen Stärken. Ob es am Ende zu dem passt, was man sucht, muss jeder selbst entscheiden.

    Ich hoffe das lesen dieses Artikels war für euch genauso informativ wie für mich das Testen des Gehäuses und ihr seit nun um ein paar Eindrücke reichet. Viel spaß bei der Qual der Wahl und Grüße
    Dudlvan

  5. #5

    Standard

    Hallo Mindfactory und Community.

    Vielen Dank zunächst ein mal an Mindfactory für das Auswählen zum Produkttester! Für mich ist es die erste Erfahrung dieser Art. Ich hoffe dennoch, dem Hersteller/Händler sowie den potentiellen Käufern mit meinen Erkenntnissen aus dem Testbericht helfen zu können.

    Es geht um das auf mindfactory.de angebotene Midi Tower Gehäuse (ohne Netzteil) namens „AeroCool Scar“.

    IMG_20191008_141804.jpg

    Meine Bewertung wird nach folgenden Kriterien gegliedert:

    1. Unboxing
    2. Design
    3. Verarbeitung
    4. Montage
    5. Kompatibilität/ Ausstattung
    6. Kühleigenschaften
    7. Leistung
    8. Preis-/Leistungsverhältnis
    9. Zusammenfassung

    1. Unboxing (5/5)

    Das Gehäuse befand sich in einem Karton, beidseitig gut gesichert mit Styropor, sodass keine Transportschäden entstehen konnten. Nach dem Entfernen der Glaswand (diese war extra mit Schutzfolie versehen) konnten die Anleitung sowie die Tüte mit Schrauben und anderem Montagezubehör entnommen werden.

    IMG_20191008_105810.jpg

    2. Design (5/5)

    Auf der ersten Blick wirkt das Gehäuse ziemlich hochwertig. Ungewohnt für mich war die Position der Tasten und der USB-Anschlüsse auf dem Top Panel (hatte bisher nur Gehäuse mit Tasten auf der Vorderseite). Hier findet man folgende Schnittstellen:

    Kopfhörer
    Mikrophon
    4 USB

    Außerdem sind oben zwei LEDs und drei Tasten zu finden: Power, Reset und der Knopf zum Steuern der Scar-Beleuchtung.
    Was auf den ersten Blick ungewohnt schien, hat sich nach der Inbetriebnahme als durchaus praktisch erwiesen: Die Steuertasten und Anschlüsse sind aufgrund ihrer Positionierung auf der Oberseite sehr leicht zu erreichen.

    Besonders attraktiv fand ich die transparente Seitenwand, die stets einen Blick ins Innenleben des Rechners gewährt. Die einzige bei mir beleuchtete Komponente ist die Grafikkarte, deshalb kommt dieses Feature bei meinem aktuellen Setup nicht besonders gut zur Geltung. Andere Nutzer mit mehr Innenbeleuchtung werden aber sicherlich mehr Freude daran haben.

    IMG_20191008_141814.jpg

    3. Verarbeitung (4/5)

    Bei der Verarbeitung gibt es (zumindest von außen) kaum etwas zu bemängeln. Das Front und Top Panel sowie die Scar sind aus Kunststoff und wirken zwar schlicht aber dennoch hochwertig.
    Den ersten Punktabzug gibt es aber trotzdem in diesem Kapitel, denn die LED-Leisten für die Scar-Beleuchtung sind von innen lediglich mit Papier abgedeckt, das in die Panels geschraubt wurde. Auch wenn die Bemerkung etwas kleinlich scheinen mag (schließlich ist das ganze auf der Innenseite und außer bei der Montage bekommt man diesen „Mangel“ nie zu sehen), ist der Kontrast zum ziemlich hochwertigen Gesamteindruck an dieser Stelle zu hoch.

    Auch hatte ich leichte Schwierigkeiten beim Anbringen der Mainboard-Abstandshalter. Einige waren bereits vom Werk aus drin, für mein X570 musste ich jedoch noch drei weitere anbringen. Bei 2/3 ging das ziemlich schwer, beim dritten musste ich nach mehreren Versuchen aufgeben, da das Gewinde offensichtlich nicht sauber genug geschnitten war.

    Abgesehen von diesen zwei kleinen Schwächen, empfand ich die Verarbeitung als sehr gut. Im Inneren konnte ich keine scharfen Kanten finden und auch sonst gab es nichts zu bemängeln.

    4. Montage (5/5)

    Befolgt man die beiliegende Anleitung, so ist der ganze Akt in weniger als einer Stunde erledigt. Die vom Hersteller vorgegebene Reihenfolge beim Zusammensetzen macht auf alle Fälle Sinn. Das Verlegen der Stromversorgungskabel vom Netzteil fand ich besonders angenehm, da im „Metallgerüst“ viele Aussparungen vorhanden sind, sodass selbst die kürzesten Kabel ihren Weg finden.

    Die herausnehmbaren Kassetten für die Festplatten wirkten ebenfalls sehr praktisch bei der Montage.

    Erwähnenswert wäre die Tatsache, dass zwischen Netzteil und Festplatte nicht besonders viel Platz vorhanden ist. Ich hatte an dieser Stelle zwar keine Probleme, aber könnte mir vorstellen, dass bei anderen Netzteilen und Menschen mit größeren Händen evtl. Schwierigkeiten beim Anschließen entstehen könnten.

    IMG_20191008_124125.jpg

    Da ich noch nie ein RGB-beleuchtetes Gehäuse ist mir auch ein kleines Missgeschick passiert. Nach der ersten Inbetriebnahme musste ich feststellen, dass die Scar-Beleuchtung gar nicht anging. Bei der Ursachenanalyse ist mir dann aufgefallen, dass ich die Stromversorgung (SATA) für die LED-Leisten vergessen habe anzuschließen. Oops.

    5. Kompatibilität / Ausstattung (5/5)

    Die Ausstattung entspricht der Produktbeschreibung auf mindfactory.de. Bei der Kompatibilität mit meinem Setup, konnte ich keinerlei Probleme feststellen. Hier ist die Liste der verbauten Komponenten:

    MSI MPG X570 GAMING PLUS AMD X570 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail
    AMD Ryzen 5 3600 6x 3.60GHz So.AM4 BOX
    16GB (2x 8192MB) G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL16-18-18-38 Dual Kit
    600 Watt be quiet! Pure Power 11 CM Modular 80+ Gold
    MSI Radeon RX 480 8 GB DDR 5
    1 HDD: WD WD5000AZRX
    1 SSD: SanDisk SDSSDA240G

    6. Kühleigenschaften (5/5)

    Hier war ich wirklich positiv überrascht bzw. hätte mit einem derart positiven Ergebnis nicht gerechnet. Beim alten Gehäuse (relativ klein und ohne Lüfter) hatte ich des Öfteren das Problem, dass meine CPU-Temperatur unter Belastung zwischen 70°C und 80°C (mit Spikes von über 90°C) war. Die Ursache dafür hab ich natürlich vor allem im verwendeten Boxed Kühler gesehen. Seit ich das AeroCool Scar benutze, ist die CPU-Temperatur im Schnitt um 20°C tiefer! Und das obwohl ich keine zusätzlichen Gehäuselüfter eingebaut habe.
    Ähnlich verhielt sich auch die Temperatur der Grafikkarte. Ich vermute, wenn man hier noch zusätzliche Gehäusekühler einbaut, wird man noch bessere Ergebnisse erreichen können.

    7. Leistung (5/5)

    Die Gesamtleistung lässt sich natürlich nach 4 Tagen nur bedingt bewerten, aber bisher konnte ich keine Mängel feststellen. Der PC ist leise, das Gehäuse ist durch die Glaswand und die angenehme Raumbeleuchtung ein absoluter Hingucker. Die RGB-Beleuchtung ist übrigens mit verschiedenen Modi einstellbar bzw. lässt sich auch ganz ausschalten.

    8. Preis-Leistungsverhältnis (5/5)

    Das Gehäuse war für mich beim Zusammenstellen eines neuen PCs immer die Komponente, bei der ich am meisten sparen wollte. Dieses Produkt hat mich in meiner Philosophie, was das angeht, nur bestätigt.
    Nach der Anmeldung zum Produkttester für das AeroCool Scar habe ich parallel nach Alternativen geschaut und diese mit der Scar verglichen. Selbst wenn ich von Mindfactory nicht ausgewählt worden wäre, hätte ich dieses Produkt mit Sicherheit bestellt. Für mich sind die Anzahl der Features, die Optik sowie andere oben diskutierte Punkte definitiv durch diesen Preis gerechtfertigt.
    (Man beachte jedoch, dass diese Einschätzung von jemandem kommt, der nie ein Gehäuse aus dem nächsthöheren Preissegment besessen hat.)

    9. Zusammenfassung

    Als ich die Mail von Mindfactory bekommen habe und über die Auswahl zum Produkttester benachrichtigt wurde, hab ich mich auf der einen Seite gefreut, andererseits hatte ich keinerlei Erwartungen an das Produkt. Und bin positiv überrascht worden!
    Bis auf einige - aus meiner Sicht vernachlässigbare - Mängel in der Verarbeitung (mit denen man in dieser Preisklasse wohl rechnen muss) gibt es ausschließlich Positives zu berichten. Deswegen würde ich das AeroCool Scar insgesamt mit voller Punktzahl bewerten.
    Wer also nach einem soliden, optisch ansprechenden Gehäuse sucht und, genau wie ich, zu geizig ist, dreistellige Beträge dafür auszugeben, der ist hier genau richtig!
    Hoffentlich hilft Euch dieser Testbericht bei der Entscheidung!

    IMG_20191010_102113.jpg

    Vielen Dank für das Lesen und bei Fragen gern jederzeit melden!

    HomieAzamat

  6. #6

    Standard

    Hallo wertes Mindfactory-Forum!

    Im Rahmen der Testers Keepers Aktion durfte ich das Gehäuse „Scar“ von Aerocool ausführlich testen. Von der Bauformher nennt man es RGB Flow Mid-Tower Gehäuse mit RGB-Beleuchtung und Tempered Glass Panel.
    Vielen Dank im Vorfeld schonmal an Mindfactory für das Vertrauen und die Zurverfügungstellung
    Der Versand an sich ging wie immer aus meiner Erfahrung her schnell und unkompliziert: Benachrichtigung, Rückmeldung, Bestätigung, Versand...und dieser gewohnt flink.

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Verpackung / Lieferumfang
    2. Design
    3. Verarbeitung
    4. Kompatibilität / Ausstattung
    5. Montage
    6. Kühleigenschaften
    7. Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
    9. Fazit

    Produktbewertung im Einzelnen:

    1.Verpackung / Lieferumfang

    Als ich das Paket in der Postfiliale abholte gab es schon die erste Überraschung. Statt wie erwartet ein schweres Paket mit Kraft anheben zu müssen und dafür Schwung geholt, liess sich der Karton leicht anheben. 6,5 Kilogramm bringt das Gehäuse nämlich nur auf die Waage. Ob das nun gut oder schlecht ist, sollte der folgende Test ja beantworten, denn die Stabilität wird auch meist durch bauartbedingtes Gewicht bedingt.
    Auf dem Karton sind gut ersichtlich schon vorab alle Spezifikationen ersichtlich. Das erleichtert zumindest im PC-Geschäft schonmal die Suche, wenn man zielgerichtet nach Spezifikation auswählen möchte.
    Eingepackt war das Gehäuse in einer Folie und an den Enden gesichert mit Paßstücken aus Styropor, was ausreichen sollte, um den Transport schadlos zu überstehen. Aber wie man so sagt "sitzt, wackelt, hat Luft" stimmt hier nicht ganz, der Inhalt sitzt stramm im Karton. Einen Umkarton gibt es aber leider nicht, den ich zumindest bei einem Gehäuse mit Glasseitenteil wünsche. Das Glasseitenteil ist nicht noch einmal an sich geschützt verpackt oder gegen Bruch gesichert. Die Glasscheibe ist zur Sicherung gegen Beschädigungen mit Folie beidseitig beklebt. Ob sie bei anderen Gehäusen auch verbaut ist oder separat eingepackt ist vermag ich nicht zu sagen, dies ist das erste Gehäuse in der Bauart in meinen Händen.
    Die Schrauben, Gummischeiben Kabelbinder usw. sind in einer Tüte im Inneren des Gehäuses an einer Kabeldurchführung befestigt, wandert also beim Transport nicht durch die Gegend. Weiterhin liegt eine für meinen Geschmack gut ausführliche Bauanleitung im Heftformat bei, die den Zusammenbau auch für einen Neuling sehr gut darstellt und nachvollziehbar.
    IMG_20191004_144633.jpg IMG_20191004_144715.jpg IMG_20191004_144945.jpg IMG_20191004_145458.jpg IMG_20191004_145703.jpg IMG_20191008_135951.jpg

    2. Design

    Vom Design her möchte ich das Gehäuse als gut durchwachsene Symbiose aus Schlichtheit und Optik bezeichnen. Kein unnötiger Schnickschnack, klare Formen, gute Linie. Der Streifen bzw. die Scar (die Narbe) als Namensgeber für die Beleuchtung des Gehäuses ordnet sich gut ins Gesamtbild ein.
    Die Lüftungsschlitze in Front und Deckel sind seitlich angeordnet und mit Meshgitter sowie von innen mit einer Staubfiltermatte versehen. Aber leider ist die Front auch von unten offen, so dass der PC auf dem Boden stehend den Staub ansaugen kann. Der Deckel wirkt durch den leichten Winkel auflockernder als ein ebener Deckel.
    Die Besonderheit ist hier natürlich die Glasscheibe aus temperiertem bzw. leicht angedunkeltem Glas und diese schliesst nahezu nahtlos am Gehäuse ab. Die Befestigungsschrauben der Scheibe sind so gestaltet, dass sie nicht störend wirken. Bei dezenter oder auffälliger Beleuchtung des Gehäuses innen per Stripes oder Lüfter hat man so einen guten Blick auf seine verbaute Hardware.Bei Gehäusen aus einer höheren Klassen kenne ich noch die Befestigung in einem Rahmen und dann in Scharnieren hängend. Aber wie gesagt, andere Preisklasse. Material, Ausstattung und Preis sollten ja immer im Kontext gesehen werden.
    IMG_20191004_145217.jpg

    3. Verarbeitung

    Die Verarbeitung wirkt zum Teil hochwertig, zum Teil bekommt man mit wo Abstriche gemacht weden mussten. Scharfe Kanten gibt es nicht, so dass der Einbau der Komponenten verleztungsfrei vonstatten geht. Durchbrüche im Blech sind entweder entgratet oder sogar mit gebogenen Kanten versehen.. Das Gehäuse an sich ist aus vernietetem Metall gefertigt. Die Front und der Deckel sind aus Plastik gefertigt und leider nur mit Steckbefestigungen versehen. Für Bastler die an ihren Gehäusen öfters Komponenten tauschen, neue Lüfter probieren oder einfach aus welchen Gründen auch immer an die Front heran müssen, eher suboptimal gestaltet. Da die Spreizstifte der Befestigung öftere Demontagen nicht überstehen werden. Die Passgenauigkeit kann man als gut gelungen bezeichnen, sind Front und Deckel verbaut schliessen die Nähte gut ab und die Spaltmaße sind optimal.
    Suboptimal gestaltet finde ich die Beschaffenheit der RGB-Beleuchtung des Deckels und der Front. Hat man die beiden Teile demontiert sieht man, dass der LED-Strip einseitig fixiert und mit einer doch eher billig wirkenden Blende aus mit wenigen Schrauben fixierten lackiertem Papier. Bei der ersten Demontage der Frontblende löste sich der LED-Streifen oben und kam mir quasi entgegen. Diesen wieder einsetzen zu müssen ohne vorgesehene Befestigung, da nur mit heisskleber fixiert, trübt den Eindruck doch schon .Da ist der Erkennungspunkt an dem Spreu und Weizen sich trennen, Quaität und Preis.
    Die Bleche in der Front hinter der Frontblende, zur Befestigung der Lüfter oder eines Radiators, sind sehr dünn und fragil. Bei Einbau von Lüftern per Lüfterschrauben und den entsprechenden Druck den man einsetzen muss, ist Vorsicht geboten. Ansonsten drückt man die Bleche aus ihrer Halterung. Ich habe Gummihalterungen verbaut die vorsichtig und ohne Kraftauswand eingesetzt werden können. Was den Einbau eines 240er oder 360er Radiators anbelangt bin ich mir nicht sicher, ob das ohne herausbrechende Bleche gelingt.
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    4. Kompatibilität / Ausstattung

    Durch den Formfaktor können ATX / Micro ATX und mini ITX Mainboards verbaut werden. E-ATX-Boards könnten unter Umständen notfalls auch verbaut werden,so meine Einschätzung.
    Für Micro ATX Mainboards sind schon alle Abstandsschrauben vorinstalliert, für ein ATX Mainboard setzt man die im Lieferumfang enthaltenen zusätzlichen Abstandshalter ein.. Ich musste eine Weile rätseln, welche Funktion das eine Plastikteil in der Schraubentüte für einen Zweck haben sollte. Es ist eine Einschraubhilfe für die Abstandshalter. Nur nicht sehr stabil, befindet sich noch Lack oder Grat in den Gewindelöchern, ist das "Werkzeug" sehr schnell ausgeleiert. Aber als jemand der oft an Rechnern schraubt habe ich natürlich das passende Werkzeug dafür da. Trotzdem eine gute Beigabe für Ungeübte.
    Grafikkarten die man beabsichtigt einzubauen dürfen in ihrer Länge bis zu 382mm messen ( ohne verbauten Frontlüfter/Radiator), also sind so gut wie alle Baugrössen montierbar. Die maximale Höhe des CPU-Kühlers darf bis zu 178mm betragen, somit ist auch der Einbau von "Übergrössen" über 162mm möglich.
    Man kann aber durch die schon vorinstallierte Montagemöglichkeit des vertikalen Einbaus die Grafikkarte mit den Lüftern nach aussen hin zur Scheibe einbauen.
    Die Kabel für die Front- oder in diesem Fall Deckelanschlüsse und Schalter sind gut verarbeitet, das USB 3.0 Kabel sauber verarbeitet, USB 2.0 in ebenso gleicher Qualität und ausreichender Länge. Dazu noch der Kabelstrang für das Frontpanel.
    Vorab schon verbaut ist für die Abluft hinten ein 120mm Lüfter. Weiterhin ist optional im Deckel Platz für 2 x 120mm Lüfter bzw. ein 240mm Radiator und entweder 3 x 120mm oder 2 x 140mm in der Front (oder ein 360mm Radiator).
    Oben im Deckel sind auch die Bedienelemente wie Power-Schalter und Taster für die Steuerung der Gehäusebeleuchtung, sowie die USB-Ports, jeweils 2 mit USB 2.0 Anbindung und 2 mit USB 3.0 zu finden
    Der Festplatteneinbau ist folgendermaßen möglich: 2 SSD in vorgefertigten Bohrungen im Mainboardträger von "hinten" und eine in einem extra Halter auf der Netzteilabdeckung. Sowie in einem extra Käfig hinter dem Netzteil verdeckt 2 3,5" HDD oder SSD. Für meine Austattung mit noch mehr HDD nicht wirklich geeignet, aber bei Mainboards mit NVME oder M.2 und einer SSD oder HDD als Datengrab völlig ausreichend.
    Die Netzteilabdeckung ist leider mit dem Rest vernietet und somit nicht entfernbar, was beim Einbau von Netzteil und bei der Verlegung der Kabel etwas hinderlich sein kann.
    Minuspunkt wiederum sind die PCI-Blenden, die man für den Einbau von Erweiterungskarten wie Sound, Grafik, TV o.ä. herausbrechen muss. Da wären von Werk aus schon verschraubte wünschenswert, bei Änderung der Komponenten kann man die herausgebrochenen Blenden nicht wieder zurückbauen und muss entweder den Slot offen lassen oder optionale Blenden einsetzen.

    Verbaute Komponenten:

    CPU: I7 920 2x 2,76 GHz
    GPU: GTX 8800
    Mainboard: X58 Acer
    RAM: 3x2 GB 1333
    PSU: BeQuiet L7 530W
    CPU-Kühler: Stock
    Festplatte 1: Seagate 250Gb SATA
    Lüfter: 2x Xigmatek 120mm PWM,weisse LED

    Die Montage des Mainboards klappte reibungslos, die ATX-Blende liess sich problemlos einsetzen.. Bei dem von mir nichtmodularen verwendeten Netzteil mit steifen Kabeln und erbautem Festplattenkäfig sind spitze Finger gefragt. Die Kabelverlegung bis zum mit Klettstreifen versehenen Kabelschacht ist dann Fummelarbeit. Die Durchgänge für Kabel im Mainboardtray unten sind verwinkelt,so dass es bei dickeren Kabeln/Steckern zu Platzproblemen kommt. Bei modularen Netzteilen kann man natürlich anders arbeiten.
    Die Lüfterbefestigungslöcher hinten wie auch in der Front sind für 120 und 140mm ausgelegt und mit Langlöchern versehen. Ich vermute, dass diese derart ausgeführt sind um bei Montage von Radiatoren bzw. beim Einbau einer AiO Differenzen ausgleichen zu können.
    Ein wenig mehr Platz hätte ich mir für die Kabelverlegung hinter dem Mainboardtray gewünscht. Der Kabelschacht mit den Klettbändern im Frontbereich ist zwar sehr hilfreich, aber bei Einbau von Lüfter- oder RGB-Controllern als Zusatzteile wünscht man sich mehr Platz für eine ordentliche Kabelverlegung.

    6. Kühleigenschaften

    Diese werden sich natürlich erst nach ausgiebigen Tests mit unterschiedlichen Komponenten testen und beurteilen lassen. Der hinten serienmässig verbaute Lüfter reicht natürlich bei weitem nicht aus, die Wärme abzutranportieren. Ich habe für den Test 2 120mm Xigmatek Lüfter mit weissen LED und PWM-Steuerung verbaut und über das Mainboard angesteuert.
    Der Airflow ist soweit ganz gut, bei der von mir verwendeten Grafikkarte sind aber keine grossen Temperaturunterschiede zum vorher verwendeten Gehäuse messbar.


    7. Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten

    Die Haltbarkeit des fertig konfigurierten Gehäuses sollte sich wohl für längere Zeit einordnen lassen. Also zusammenbauen, hinstellen, erfeuen. Die öftere Demontage von Frontabdeckung und Deckel wird aber Schäden an den Befestigungsstiften nach sich ziehen.
    Lüfterwechsel werden die Frontbleche eher ausbrechen lassen.
    Beim Vergleich zu anderen Gehäusen, würde ich das Scar im unteren Mittelfeld positionieren. RGB und temperiertes Glas lassen das Gehäuse schon gut aussehen, die aber nicht das ganze Gehäuse ausmachen. Im Vergleich zu anderen, ziehe ich den fehlenden Platz für weitere Festplatten dazu, die Beleuchtung ist nur über die verbaute Steuerung regelbar und nicht per Software und im Abgleich mit anderen Komponenten.
    Das Feld der Gehäuse im Scar-Design wird noch neu bestellt, dagegen muss sich das Aerocool Scar behaupten.

    8. Preis / Leistung

    Beim Preis-Leistungsverhältnis muss man halt Qualität, Preis und Austattung aufeinander abgleichen. Für den Peis von rund 60 Euro hat man RGB, temperiertes Glasseitenteil, Vorrüstung für vertikalen Einbau von Grafikkarten, Netzteilkäfig, Kabelverlegungsschacht.
    Im Gegensatz dazu die mitunter billig anmutende Verarbeitung der Bleche, der Blende zur Lichtleitung der RGB-Beleuchtung in sehr empfindlicher Materialqualität.
    Also wer nur den Rechner für seine Ansprüche zusammenschraubt, hinstellt und nutz ohne folgende Bastelarbeiten ist mit dem Aerocool Scar sehr gut bedient.

    9. Fazit

    Wer einfach einen Mid Tower mit Beleuchtung incl. Leuchteffekten mit Standardaustattung sucht, aber gleichzeitig dem RGB-Hype durch beleuchtete Lüfter fröhnen will und eine Grafikkarte vertikal verbauen mag, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Hardware einbauen, anschalten, glücklich sein.
    Wer mehrere HDD im 3,5" Format verbauen will oder muss, wird hier leider nicht bedient und muss sich anderweitig umschauen.
    Geändert von NostromO (12.10.2019 um 13:16 Uhr)

  7. #7

    Standard

    Noch ein paar Bilder, weil pro Beitrag nur 10 Anhänge erlaubt sind:
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  8. #8

    Standard Testers Keepers Review zum Aerocool Scar

    Dank Mindfactory und der "Testers Keepers"-Aktion hatte ich die Möglichkeit bekommen, das
    Aerocool Scar Gehäuse ausgiebig zu testen und zu begutachten.

    Verpackung / Lieferumfang:

    Das Gehäuse wurde in seiner eigenen riesigen Kartonage zugesendet, keine weitere Umverpackung was ich schon mal löblich finde, da somit weniger Müll anfällt. Sowohl die Kartonage mit Inhalt wie nur das Gehäuse fühlten sich leicht aber nicht "schlecht verarbeitet leicht" an.

    Verpackung.jpg

    Das Gehäuse ließ sich schwer aus der Umverpackung entnehmen, die zwei einfachen Styroporseiten lassen wenig Spielraum ins innere hineinzugreifen. Bedingt der Form und der Lage des Gehäuses in eben diesem Karton gab es keine andere Wahl als ihn auf die Seite zu legen und das Gehäuse samt Styropor wackelnd aus dem Karton zu entnehmen - man wollte weder Gehäuse noch Karton beschädigen.

    Nach einigen Minuten stand es nun da: Das Aerocool Scar. In Styropor und einer einfachen Plastiktüte eingepackt auf meinem Esstisch, bereit mein aktuelles Arbeitstier aus seiner Hülle raus zu operieren und in sein neues Zuhause zu verfrachten.

    Vergleich Daily-Driver-Gehäuse und dem Aerocool Scar:

    Der Erste Eindruck nach dem Auspacken war aber erst einmal: "Wohin mit diesem riesigen Gehäuse?"
    Zum Vergleich, mein aktuelles Gehäuse ist ein "Sharkoon VS4-V". Im Vergleich zum Aerocool Scar wirkte mein Daily-Driver Gehäuse dagegen eher mickrig.

    Vergleich Daily Driver.jpg

    Die Freude, vernünftig meine Komponenten zu hinterlegen stieg von Sekunde zu Sekunde - und wurde dann ein wenig eingebremst:

    Mein aktueller Bolide beinhaltet 3x 3,5" HDDs, ein Slim-Bluray Brenner in einem 5,25" Rahmen sowie eine SSD für das Betriebssystem.

    Auf den Slim-Bluray Brenner konnte ich gerne in dem neuen Gehäuse verzichten, wandert dieser halt ins Wohnzimmer in den HTPC, der fehlende Platz für die 3,5" Festplatten jedoch sind bedauerlich und müssen wohl oder übel erst einmal Platz in einer externen HDD Bay finden.

    Das Gehäuse hätte eine gefühlte Tonne an Möglichkeiten zu bieten mehrere Festplatten unterzubringen - Leider ist der Platz im Hauptteil des Gehäuses vornehmlich für AIO-Cooler und Wasserkühl-Peripherie vorgesehen. Im unteren Teil, wo 2,5" Festplatten und das Netzteil untergebracht werden, wird der übrige Platz durch die Anordnung des Festplattenkäfigs eingeschränkt was Schade ist.

    Demontage und Eindruck zur Verarbeitung:

    Um das Gehäuse mit allen notwendigen Komponenten auszustatten, müssen beide Seitenteile abgenommen werden, die Rückseite für das Netzteil und die Festplatte(n), das Glasfenster für Mainboard und Wasserkühl-Peripherie wenn man diese denn hat. Im Innenraum des Mainboard-Teils ist ein Beutelchen mit Schrauben sowie eine Anleitung für das Gehäuse hinterlegt, ein 120mm Lüfter mit Aerocool Sticker ist bereits vormontiert, hierzu später mehr.

    120mm Lüfter.jpgLieferumfang.jpg

    Das entfernen des Glasfensters der Front geht sehr einfach, die vier Schrauben lassen sich ohne Werkzeug mit den Händen abschrauben, ist das Glas eingesetzt verschwindet es plan am Gehäuse, steht also nicht ab. Bei der Demontage sollte man aber achten das Glas gut anzufassen damit es nicht beschädigt wird.

    Sowohl unter dem Glas als auch an den vier Schrauben sind Gummierungen, damit keine Kratzer oder Beschädigungen entstehen.

    Innenraum vorderseite.jpg

    Das im Gehäuse befestigte Beutelchen mit Schrauben aller Art beinhaltet auch Ersatz Gummierungen für diese Schrauben falls diese einmal benötigt werden sollten, der vorinstallierten Schutz machte aber einen Soliden Eindruck.

    Wer seinen Computer nicht jede Woche auseinander baut, sollte mit den vorhandenen eigentlich gefühlt ewig mit auskommen.

    Bei Lieferung ist das Glasfenster von beiden Seiten mit einer dünnen Folie geschützt, Fingerabdrücke entstehen somit nur auf der Folie, nicht auf dem Glas.

    Kratzer wird diese aber nicht abhalten. Die Rückseite sowie das Gehäuse allgemein ist hochwertig verarbeitet und verbiegen / verziehen nicht.

    Man kann das Gehäuse also auch vernünftig greifen und von A nach B verfrachten ohne Angst haben zu müssen, der Uri Geller der PC-Gehäuse zu werden.
    Auch zur Demontage der Rückseite des Gehäuses ist kein Werkzeug notwendig, die Schrauben haben einen guten Griff und lassen sich einfach lösen, halten aber alles vernünftig an seinen Platz.

    Der Innenraum, Vorderseite, oberer Teil (Mainboard):

    Vormontiert ist im Mainboard-Teil des Gehäuses eine Befestigung für eine SSD, diese jedoch vernünftig daran festzuschrauben ist nahezu unmöglich ohne das Halbe Gehäuse auseinander zu nehmen.
    Die Befestigung lässt sich zwar mittels den vier Schrauben abmontieren, wieder anzumontieren ist aber sobald die 2,5" SSD eingebaut ist nicht mehr möglich, da man die Schrauben nicht mehr mit dem Gehäuse verbinden kann, da die Festplatte diese verdeckt.

    Lässt man die Befestigung dran, legt die SSD hinein kommt man von einer Seite super an zwei Schrauben für eben diese SSD dran, die andere Seite ist schwierig bis gar nicht zu erreichen
    wenn man größere Schraubendreher verwendet und die Front nicht abmontiert.

    SSD Caddy.jpg

    Rückseite:

    Die Rückseite des Gehäuses ist vernünftig aufgebaut und Formstabil, bietet für einen bereits vorinstallierten 120mm Lüfter Platz, hat für Mainboards mit bis zu 7 Slots Aussparungen.

    Neben der Möglichkeit Grafikkarten wie gewohnt Vertikal einzubauen, sind auch Horizontale Befestigungen vorhanden für Grafikkarten bis zu zwei Slot Höhe.

    Hier wird aber sicher der Platz zwischen den Lüftern und des Glases sehr eng werden. Bei einer solchen Montage sollte die Grafikkarte besser Wassergekühlt sein.

    An Show- oder Clean-Builds ist also auch hier gedacht worden was ich sehr Positiv sehe.

    Rückseite.jpg

    Der Innenraum, Rückseite, unterer Teil (Netzteil und Festplatten):

    Für große und kleine Netzteile ist genügend Platz. Verbaut habe ich ein Inter-Tech CPM 750W modular Netzteil welches bereits seit einigen Jahren gute Dienste getan hat - auch wenn es nicht Silent ist, für einen Arbeitsrechner an dem man Abends auch mal spielt muss der Computer nicht zwangsläufig Still sein, er muss Funktionieren.

    Das Netzteil liegt nicht Plan auf dem Gehäuseboden sondern ist auf Gummifüßen sitzend in Position aufgestellt - sicher um Vibrationen zu vermeiden was ich gut durchdacht finde.

    Der Festplattenkäfig ist gewöhnungsbedürftig im Gehäuse festgemacht, von einem Ausbau bzw. einer Montage habe ich abgesehen nachdem ich bereits beim SSD-Caddy meine Schwierigkeiten hatte.

    Im Lieferumfang des Festplattenkäfigs ist ein Wechselrahmen zur einfachen Montage der einzigen 3,5" Festplatte beigelegt. Schnell und zügig die Schrauben daran befestigt, Kabel dran und in den Käfig geschoben, sitzt und hielt auf Anhieb Bombenfest.

    HDD Caddy.jpg

    Ein Staubfilter für das Netzteil ist einfach von der Unterseite des Gehäuses zu erreichen ohne weiterer Demontage.

    Unterseite Netzteilfilter.jpg

    Verkabelung und Montage Mainboard:

    Bedingt der Montageart wurde die SSD von nur einer Seite mit zwei Schrauben haltend eingebaut, auf 2x 3,5" HDD im unteren Teil habe ich verzichten müssen, diese teilen sich nun einen Platz in einem externen HDD-Bay und wechseln sich ab wenn ich die eine oder die andere benötige.

    Nichtsdestotrotz habe ich mich dann an den weiteren Einbau der Komponenten gewagt.
    Mein aktuelles Setup meines Arbeitstiers ist überschaubar, jedoch relativ vollgestopft:

    Ein B450-mATX Mainboard von MSI, ein Ryzen 3400G mit Boxed Kühler, sowie 2x8GB DDR4 RAM, die SSD und eine von drei HDDs waren im Nu in dem neuen Gehäuse eingebaut und Bereit verkabelt zu werden.

    Großer Pluspunkt ist hier das Kabelmanagement des Gehäuses. Die Kabel sind mit Klett in Position gebracht, der Bereich der Kabelführung etwas ins innere des Gehäuses verlegt, somit entsteht in der Rückseite keine große Aussparung, vernünftiges verlegen ist trotzdem möglich und geht sehr leicht von der Hand.

    Kabelmanagement.jpg

    Auch der bereits vormontierte Lüfter haben weder beim befestigen der Mainboardblende noch beim Einbau des Mainboards oder der Verkabelung gestört. Dies ist sicherlich der großen Aussparung für AIO-Cooler-Peripherie geschuldet die ich selbst nicht habe und somit auch nicht verwende.

    Mein Arbeitstier wirkte nach Einbau und vernünftiger Verkabelung relativ verloren im neuen Gehäuse, was nicht schlecht sein muss denn damit ist eine gute Luftzirkulation definitiv garantiert.

    Für jeden Anschluss des Mainboards gibt es eigene Kabelführungen, diese sind aber aus dem Blech ausgestanzt und offen statt wie bei anderen Gehäusen aufwendig versteckt - hier wurde auf einfache Montage bei trotzdem vorhandener Ästhetik geachtet.

    Nach fertiger Montage sah das Endergebnis aufgeräumt, klar und richtig professionell aus.

    Die Gehäuseverkabelung:

    Sämtliche Tasten und Anschlüsse des Gehäuses sind auf der Oberseite zu finden. Die Oberseite bietet neben Kopfhörer / Mikrofon-Anschluss ganze 4 USB Anschlüsse, wovon 2 USB 3.0 und 2 USB 2.0 sind. Ein Reset, ein Power und ein LED Knopf runden die Bedienung ab.

    Positiv fand ich, dass der eingestellte LED-Modus sowohl nach dem Ausschalten als auch dem Stromlos schalten erhalten blieben, man musste also nicht wieder auf den gewünschten LED Modus wechseln.

    Anfangs hatte ich das SATA-Kabel der Gehäuseverkabelung gar nicht angeschlossen, die Bedienungsanleitung machte nicht deutlich für was dieser Anschluss gedacht ist, auch ist mir nicht aufgefallen dass es ein Anschluss ist welchen man am Netzteil befestigt.

    Das ist mir erst beim ersten Einschalten aufgefallen, als die Beleuchtung nicht ging. Das SATA-Kabel ist also die Stromzufuhr für das Gehäuse.

    Apropos LEDs:

    Bisher hatte ich nur Gehäuse ohne RGB Schnickschnack. Da man aber heutzutage fast gar nicht mehr ohne RGB ein vernünftiges Gehäuse findet habe ich mich über die Beleuchtung trotzdem gefreut.

    Die RGB-Beleuchtung wirkt nicht aufdringlich, die Modi sind gut abgestimmt und nicht zu Wild, die Farbtöne sind klar, vernünftig erkennbar und die Helligkeit flutet die Räumlichkeiten nicht wie in einem Fussballstadion, sind eher Dezent aber vernünftig erkennbar.

    Einige Pluspunkte hat das Gehäuse dadurch auf jeden Fall bei mir Gewonnen - zumindest wenn die Beleuchtung an ist.

    Ist diese aus, wirkt der Bereich der Beleuchtung etwas wie billiges Plastik, die Spalte zwischen der Front und dem Oberteil ist deutlich zu erkennen, sobald der PC aber eingeschaltet ist, ist hier weder ein Spalt zusehen, noch wirkt es billig. Der Übergang der Farbverläufe vom Front- zum Oberteil verlaufen seidenweich.

    Besonders hervorzuheben ist die Geräuschkulisse und die Temperaturen:

    In meinem aktuellen Daily-Driver-Gehäuse, dem Sharkoon musste ich weitere Gehäuselüfter einbauen um meinen Prozessor im Übertakteten Zustand kühl zu halten.

    Im Aerocool Scar zeigt sich, dass der Firmenname seinen Wert hat:
    mit nur dem CPU Boxed Kühler und dem vorinstallierten 120mm Lüfter blieben die Temperaturen identisch wie als wenn ich in meinem Sharkoon Gehäuselüfter, Seitenpanellüfter und Boxedkühler zusammen laufen habe.

    Der Computer ist besonders durch die Trennung zwischen Mainboard und Netzteil-Bereich flüsterleise, gut gekühlt und ich konnte den Prozessor sogar noch um einige MHz höher Takten ohne in kritische Temperaturen zu gelangen.

    Dies ist sicher der Größe des Innenraums und den fehlenden zwei Festplatten geschuldet, die Luft kann besser darin zirkulieren und auch gut weggebracht werden.

    Die zusätzlichen Luftauslässe des Front- und Oberteils tragen sicherlich auch einen großen Teil dazu bei.

    Wer eher eine Wasserkühlung verwendet der hat im oberen Bereich locker für einen Radiator mit 3x 120mm Standardlüfter platz.

    Das gleiche gilt an der Frontseite, die komplette Front lässt sich für eine AIO-Cooler-Lösung verwenden, wird nirgends Eingeschränkt.

    Mein persönliches Fazit zum AeroCool Scar:

    Man merkt dem Gehäuse an, dass der Fokus eher auf "Show" und "Gaming" gelegt ist statt auf Produktivität.
    Ich hätte mir gewünscht, man könne 3,5" Festplatten von unten hochkant anschrauben und hätte somit genügend Platz für Speicher. Der Platz ist da - die Befestigungsmöglichkeiten leider jedoch nicht.

    Das Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet, bietet allen Komfort für einen Clean-Nuild, für PC-Builder mit Wasserkühl-Peripherie als auch für riesige Mainboards und Grafikkarten.

    Mit dem neuen großen Platz werde ich mir auch in kürze Überlegen meine Onboard-Grafik gegen eine vernünftige dedizierte Grafikkarte auszutauschen, der Platz ist nun vorhanden und die Angst den Hitzetod darin zu erleiden ist auf jeden Fall verschwunden.

    Der PC bekommt nun in seinem neuen Gehäuse einen anderen Platz im Arbeitszimme wo die hübsche Pracht auch sichtbar zur Geltung kommen wird - dies war in meinem alten Daily-Driver-Gehäuse durch die Geräuschkulisse einfach nicht möglich.

    Für jemanden der eher auf Produktivität, Casualgaming statt auf mehr FPS durch mehr RGB steht hat mich dieses Gehäuse besonders was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht bis auf das Festplatten-Platzproblem positiv überrascht.

    Wenn es das Gehäuse noch mit mehr HDD-Plätze gebe, wäre ich der erste der es sich holen würde, ich kann aber mit dem Kompromiss, nur eine 3,5" Festplatte im Gehäuse zu haben aktuell Leben und sehe dass
    nicht als K.O. Kriterium an.

  9. #9

    Standard Weitere Bilder zum Testers Keepers Review des Aerocool Scar

    Anbei noch weitere Bilder da nur 10 im Post untergebracht werden konnten:

    Front.jpgLED Beleuchtung Dezent.jpgLED Beleuchtung Dezent 2.jpg

    Power LED Modi Reset.jpgUSB Mikrofon Kopfhörer.jpgWechselrahmen.jpg
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  10. #10

    Standard

    Das AeroCool Scar RGB Mid Tower Case in der „Tempered Glass Edition“ habe ich im Rahmen einer Tester Keepers Aktion erhalten.

    Der Tower wurde ausreichend verpackt geliefert. Im Lieferumfang befand sich neben der Bedienungsanleitung, die einen kurzen Montageguide beinhaltet, noch eine Tüte Schrauben sowie ein paar Kabelbinder.
    Das AeroCool Scar punktet auf den ersten Blick durch sein zeitgenössisches und ansprechendes Design. An der linken Seite befindet sich ein großzügiges Sichtfenster aus echtem, temperiertem Glas, welches passgenau eingelassen ist. Sowohl das Glas als auch die vier hochwertig wirkenden Befestigungsschrauben sorgen für einen exzellenten ersten Eindruck. An den Seiten des Front- sowie Top-Panels befinden sich großzügige Lufteinlässe. Der namensgebende „Scar“, der sich über die komplette vordere Fläche (Front und Oberseite) zieht ist RGB beleuchtet. Die Beleuchtung lässt sich über einen Knopf auf der Oberseite des Gehäuses steuern und bietet 15 verschiedene Beleuchtungsmodi. Neben den sieben statischen Beleuchtungsprofilen biete es weitere acht so genannte „Flow Modes“, bei denen es sich um Farbtransitionen handelt. Leider kommt es bei einigen der Flow Modes zu nicht optimalen Übergängen an der oberen Kante der Front. IMG-20191005-WA0009.jpg
    Qualitativ macht das Gehäuse einen sehr guten Eindruck. Die Verarbeitung der aus Plastik gefertigten Teile, wie beispielsweise Front- und Top-Panel, muten hochwertig an. Der Übergang zwischen diesen beiden Teile könnte jedoch etwas passgenauer sein, das ist jedoch Kritik auf hohem Niveau. Bei der Demontage des Front-Panels, zwecks Montage der Front-Lüfter, kam mir ein Teil der RGB LED Leiste entgegen. Diese war nur unzureichend mit Heißkleber befestigt und machte den Eindruck als würde dieses Element gar nicht in die dafür vorgesehenen Führungsschienen passen. Meine Vermutung ist, dass es deshalb mit Heißkleber befestigt wurde, der sich während des Transports gelockert hat. Mit einem Stück doppelseitigem Klebeband ließ sich dieses Problem schnell und zufriedenstellend beheben. Möglicherweise rührt daher jedoch die Irritation des Übergangs der Beleuchtung an der oberen Ecke des Front-Panels. Das Metallgehäuse ist leicht und stabil gebaut. Die Verarbeitung der Metallteile ist durchgehend auf einem hohen Niveau. Scharfe Grate oder ähnliche Verarbeitungsmängel sind mir nicht aufgefallen. 20191003_182516.jpg
    Das Gehäuse eignet sich besonders für den Einsatz einer AIO Wasserkühlung. Hierfür befindet sich an der Oberseite des Metall Gehäuses eine passende Einbuchtung in der sich sehr bequem eine 240mm AIO unterbringen lässt oder zwei 120mm Lüfter. An der Rückseite des Gehäuses hat man die Möglichkeit entweder einen 120mm oder 140mm Lüfter anzubringen. Die Front bietet Platz für drei 120mm oder zwei 140mm Lüfter, auch für einen 360er Radiator ist genug Platz vorhanden. Am Boden des Gehäuses befindet sich ein herausziehbarer Staubfilter, der das Netzteil schützt.
    20191003_175758.jpg

    In meinem Aufbau habe ich folgende Komponenten verwendet:

    Asus 97 Sabertooth Rev 1.0 ATX
    Intel Core i5 4670k geköpft
    Cooler Master ML 240L RGB AIO Wasserkühlung
    16Gb (4x4) Corsair DDR3 mit Corsair Dominator Kühler
    Radeon R9 Fury X (120mm Aio)
    BeQuiet! 500 Watt System Power 9 CM
    500GB Samsung SSD

    IMG-20191005-WA0003.jpg

    Der Einbau der Komponenten gestaltete sich sehr angenehm. Das doch sehr wuchtige ATX Mainboard ließ sich reibungslos einbauen und das I.O Shield passte haargenau. Trotz der kompakten Bauweise ist genug Platz vorhanden um eine 240mm AIO an der Oberseite und gleichzeitig eine 120mm AIO an der Rückseite des Gehäuses anzubringen. Als problematisch entpuppte sich dann jedoch das Einstecken der CPU Stromversorgung am Mainboard, diese sollte man im Vorfeld montieren.20191003_202717.jpg Ansonsten bietet das Gehäuse genügend Möglichkeiten für eine saubere Kabelführung. Besonders positiv sind mir die vielen Kabeldurchführungen um das Mainboard herum aufgefallen. Für das Unterbringen der Kabel ist ein geräumiger Schacht auf der Rückseite vorhanden, jedoch hält sich der Platz direkt hinter dem Mainboard als gerade ausreichend. Sich kreuzende Leitungen könnten schon zu dick sein, um ein problemloses Anbringen der Gehäuserückwand zu erlauben. Bis zum Schacht ist eine sorgfältige Kabelführung gefragt20191003_175835.jpgIMG-20191005-WA0005.jpg. Weiterhin bietet das Gehäuse die Option eine Grafikkarte vertikal einzubauen. Die Positionierung erlaubt die problemlose vertikale Ausrichtung von Karten bis zu 2,5 Slot Breite, bei Karten mit einer Breite von 3 Slot bekommt man das Glaspanel zwar noch angebracht jedoch könnte der geringe Abstand zum Problem werden. Dies ist jedoch nur eine Vermutung, da ich dieses Szenario nicht im Betrieb getestet habe. Für die vertikale Montage ist ein Riserkabel notwendig, welches sich nicht im Lieferumfang befindet. Auch die Montage der anderen Lüfter ging ohne Störfaktoren von der Hand. Ich habe ausschließlich 120mm Lüfter verwendet.
    Negativ aufgefallen ist mir die fehlende Möglichkeit der Synchronisation der RGB Beleuchtung des „Scar“ mit anderen RGB beleuchteten Komponenten im System.
    Sehr positiv aufgefallen hingegen ist die hervorragende Belüftung des Systems, die sich in einem direkten Vergleich deutlich zeigte. Das zum Vergleich verwendete Gehäuse Inter-Tech W-III RGB stammte ebenfalls aus einem Test und befindet sich im selben Preissegment. Der AeroCool Scar hat die Nase in Punkto Kühlung deutlich vorne.
    In meinem Test habe ich den 3D Mark Firestrike Stresstest + Prime95 gleichzeitig für 15min laufen lassen. Im AeroCool Gehäuse erreichte die auf 4,4GHz übertaktete CPU maximal eine Temperatur von 66 °C, was deutlich unter dem zuvor gemessenem Wert von 82°C im Inter-Tech W-III RGB Tower lag. Auch die GPU Temperatur ist mit einer Differenz von 10°C im AeroCool Scar spürbar niedriger. Hier macht sich der ausgeklügeltere Airflow definitiv bezahlt, die 4 Euro Aufpreis sind gut investiert. Bis auf die Gehäuse waren die Systeme identisch aufgebaut.
    Auch die Haptik der in dem Top-Panel eingelassenen Knöpfe ist sehr angenehm. Die Knöpfe sind gut, anders als beim Vergleichskandidaten, dessen Power Button regelmäßig verklemmte.
    Vom Preis-/Leistungsverhältnis überzeugt mich das Aerocool Scar auf ganzer Linie, es bietet zahlreiche Möglichkeiten und so ziemlich jede Hardware kann eingebaut werden. Es sollten Grafikkarten aller Formate in den Tower passen (max. 381mm) und auch CPU Tower Kühler mit einer Höhe von bis zu 178mm finden Platz. Die von mir bemängelten Punkte fallen bei diesem sehr günstigen Preis nicht weiter ins Gewicht. Das auffällige RGB Design gefällt mir persönlich sehr gut, ist jedoch Geschmackssache.

    Meine Wertung setzt sich wie folgt zusammen:

    Umfang ★★★★☆
    Design ★★★★★
    Montage ★★★★☆
    Verarbeitung ★★★★☆
    Ausstattung und Kompatibilität ★★★★☆
    Kühleigenschaften ★★★★★
    Leistung ★★★★★
    Preis-/Leistungsverhältnis ★★★★★

    Somit ergibt sich eine Gesamtwertung von ★★★★☆

    Ich empfehle dieses Gehäuse mit gutem Gewissen weiter.

    IMG-20191005-WA0011.jpg 20191002_122425.jpg IMG-20191005-WA0014.jpg

  11. #11

    Standard AeroCool Scar mit Sichtfenster Midi

    Produkttest : AeroCool Scar mit Sichtfenster Midi

    Preis/Leistung: Ich finde das Gehäuse ist perfekt im 60 Euro Preissegment. Es bietet viele Optionen für den Einbau und hat eine tolle Optik zudem ist es noch sehr solide und schwer!

    Verpackung & Versand: Der Versand war so kompakt wie möglich es wurde kein Stück Pappe verschwendet und das Case wurde an beiden Seiten mit Styropor ummantelt, um es vor Transportschäden zu schützen.

    Zubehör: Es waren wirklich mehr als genug Schrauben dabei was mich wirklich glücklich gemacht hat, da mir noch woanders ein paar Schrauben gefehlt haben.

    Struktur des Gehäuses : Die Struktur des Gehäuses war mir neu. Dass die SSD oder HDD unten am Boden in der Mitte verbaut ist hat was und um Kabel muss mich sich keine Sorgen machen, denn das Gehäuse bietet genug Lücken für Kabel. So möchte ich auch nun zum Einbauen der Komponenten kommen.

    Einbau: Der Einbau gestaltete sich mit der mitgelieferten Anleitung ( auf Englisch) kinderleicht und hat Spaß gemacht, da die Konstruktion so anders war im Vergleich zu den meisten Gehäusen wo die Festplatten direkt an der Front anzubringen sind. Die Lüfter einzubauen war etwas anstrengend, da die Abdeckungen nicht wirklich leicht rauskamen. Doch es hat im Gesamten echt Spaß gemacht.

    Möglichkeiten: Das Gehäuse bietet sehr viele Möglichkeiten man kann über 5 Lüfter anschließen ( 3x 120mm an der Front, 2x120mm oben) mehr Lüfter braucht keiner! Es gibt genug Platz für Festplatten und man kann selbst entscheiden, ob man die Grafikkarte vertikal oder horizontal einbauen möchte!

    Material & Verarbeitung: Ich finde das Case macht einen wirklich sehr stabilen Eindruck es wiegt auch etwas mehr was mir umso mehr gefällt, da das für die nötige Stabilität sorgt. Ich habe mir das Gehäuse wirklich lange ( auch von innen angeschaut) und wirklich keine Macken oder Produktionsfehler geguckt.

    Temperiertes Glas: Das Glas ist wirklich sehr stabil, ich habe es mit einem leicht feuchten Mikro-Fasertuch gewaschen nach dem Einbau, weil dort etwas Staub bzw. Schmutz drankam und das Glas hat die Streifen von selbst gereinigt es sah aus wie noch ich wollte es noch zusätzlich waschen aber dann lösten sich die Streifen von selbst auf! Mir gefällt sehr, dass das Glas so leicht zu öffnen ist man muss nur ganz kurz an den 4 Schrauben ziehen ( mit den Fingern, ohne Werkzeug) und schon kann man rumbasteln. Zudem möchte ich noch erwähnen, dass ich es super toll finde, dass das Gehäuse so dicht ist was nicht schlimm sondern gut ist und durch die Belüftungsöffnungen ausgeglichen wird.
    Danke Mindfactory für diese Gelegenheit, ich hoffe sie sind mit meiner Bewertung zufrieden!
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    Geändert von Filarowski (15.10.2019 um 21:19 Uhr) Grund: Ich möchte doch noch mehr schreiben habe mich verklickt

  12. #12

    Standard

    Meine Bewertung basiert wie schon einige hier auf der Testers – Keepers Aktion, daher hier erstmal ein großes Dankeschön an Mindfactory für die Möglichkeit zum testen des Gehäuses.

    Ich gehe direkt mal auf die Lieferung ein, hier gibt es sowohl positive als auch negative Punkte. Positiv ist natürlich die Lieferzeit, wie von Mindfactory gewohnt habe ich das Gehäuse binnen weniger Tage bei mir gehabt, top wie immer. Leider hat die Post hier ganz schön geschlampt und das Gehäuse immens beschädigt, auch aufgrund der simplen Verpackung, da das Gehäuse ausschließlich im dünnen Karton mit Styropor an den Seiten geliefert wurde. Bei meinem Exemplar war die Beschädigung, dass die untere linke Ecke des Platzes für das Netzteil immens verbogen war, gar sogar 4 Nieten heraus gebrochen, sodass die Ecke nicht mehr fest verschlossen ist, sondern sich per Hand öffnen lässt. Ebenso hat sich das Boden – und Rückblech so stark verzogen, dass ein Einbau des Netzteils gar nicht mehr möglich war. Und hier kommen wir dann zu einem Punkt der sowohl negativ als auch in speziell diesem Fall positiv war: das verwendete Blech des Gehäuses ist vergleichsweise dünn und weich, ich war daher in der Lage die Verformung kurzerhand selber zu begradigen, zwar nicht perfekt, aber verwendbar, dies zeigt aber auch, dass die Stabilität des Gehäuses durchaus höher sein könnte. In ähnlicher Preisklasse habe ich schon sehr viel massivere Tower erlebt, diese sind allerdings auch deutlich schwerer gewesen, auch das muss man durchaus dann beachten. Durch den Schaden bedingt ist das Blech welches das Netzteil abblendet ebenso ausgebrochen und an einer Seite nicht mehr fest vernietet. Für mich daher überwiegend ein Minuspunkt. Zugegebenermaßen, wäre es kein Testgehäuse gewesen hätte ich das mit diesem Schaden auch direkt storniert anstatt selber Hand anzulegen…

    Insgesamt wirkt das Gehäuse optisch doch sehr ansprechend, es ist sehr groß verglichen mit meinen bisherigen Midi Towern, das Seitenfenster ist passgenau und schön verarbeitet, die Luftein- und Auslässe wirken wertig und die Netzteilabdeckung tut was sie soll und sorgt zusätzlich für ein aufgeräumteres Innenleben. Was allerdings in den Bewertungen auch schon bemängelt wurde: der Übergang zwischen Front und Deckel ist nicht gut gelungen. Die beiden Plastikabdeckungen schließen weder fließend miteinander ab, noch ist der Beleuchtungsübergang sauber gelungen. Bei statischer Beleuchtung kein Thema, wobei man es selbst dort sieht, wählt man jedoch pulsierende Farben oder gar die angepriesene RGB Beleuchtung, fällt ein merklicher Unterschied an genau diesem Übergang auf, definitiv nicht gut gelungen, dort wäre ein Nacharbeiten noch angebracht.

    Als kleine Vorwarnung, ich verwende keine Wasserkühlung in meinem System, ist bei einem Ryzen 5 2600 und einer RX580 auch gar nicht nötig, sondern eine Luftkühlung bestehend aus 6x 120mm Arctic P12 (auch schon Overkill), 3x Front Einlass, 2x Deckel Auslass, 1x Heck Auslass. Die Lüfter lassen sich alle problemlos anbringen wo sie hingehören und der Luftstrom ist auch okay. Einziger Wehrmutstropfen: die Anbringung von Auslasslüftern im Deckel. Für einen Radiator mag die Aussparung wunderbar sein, meine Lüfter jedoch sind hierdurch so nah an der Plastikverdeckung des Deckels, dass der Luftstrom dadurch negativ beeinflusst wird, da sie nicht mal einen Millimeter Platz bis zum durchgängigen Plastik haben. Glücklicherweise verwende ich Lüfter mit statischem Druck, die haben genug Leistung die warme Abluft dennoch ab zu führen, aber mit Standardlüftern für den Auslass kann die Kühlung hier doch immens in Mitleidenschaft gezogen werden, sofern man keine höhere Drehzahl der Lüfter in Kauf nehmen will.

    Zu dem mitgelieferten Hecklüfter kann ich leider nicht viel sagen, da ich ihn direkt ersetzt habe. Aber ich kann zumindest die Info liefern, dass es sich dabei um einen 3 Pin Lüfter handelt, PWM wird also wohl nicht möglich sein.

    Kommen wir nun zum Einbau der Hardware.

    An sich ist der gesamte Einbau absolut reibungslos verlaufen. Positiv hervorzuheben sei hierbei, dass dem Gehäuse wirklich alles notwendige an Kleinkram beiliegt. Sämtliche benötigte Schrauben, von SSD bis HDD Anbringung, Lüfterschrauben (allerdings verwende ich lieber Entkoppler), Abstandshalter für das Mainboard, Kabelbinder, Entkopplung für Festplattenanbringung, usw. Das Zubehör ist wirklich reichhaltig. Dafür gibt es auf jeden Fall einen Pluspunkt. Vielfach liegen in dem Preissegment nicht mal zusätzliche Abstandshalter bei, wenn überhaupt kriegt man mal Kabelbinder dazu. Da hat man hier nicht gespart, schöne Sache.

    Was nicht ganz so schön gelöst ist, ist die Anbringung von SSD’s auf der Rückseite des Mainboard Trays. Es gibt eine 3,5“ Halterung im Boden und eine 2,5“ Halterung auf der Netzteilabdeckung in der Front, sowie 2x 2,5“ Anbringung an der Rückseite des Trays. Die Bodenhalterung belegt bei mir noch mein altes Datengrab, eine HDD. Bei meinen SSD’s habe ich mich für die Rückseite entschieden und bin dabei direkt auf ein Problem gestoßen. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Towern, welche zusätzlich eine Backplate hatten auf die man die SSD’s vor dem Anschrauben auf das Tray direkt anbringen konnte und auch schon Strom- und Datenkabel bequem anschließen konnte, hat man das hier nicht. Durch den mangelnden Abstand zum Tray allerdings, gestaltet sich das Anschließen der Stromversorgung durchaus als nicht einfach, da man die Kabel stark abbiegen muss, sofern man nicht für jede Platte ein eigenes Kabel verwenden will. Und wer will das schon? Es funktioniert zwar, ist aber nicht angenehm zu bewerkstelligen, das gefällt mir tatsächlich überhaupt nicht. Ebenso ist negativ, dass die Seitenwand sehr eng ist. Wie schon in einem anderen Review stand, sind sich überlappende Kabel nicht möglich sofern man die Seitenwand noch vernünftig schließen möchte nach dem Einbau. Auch mit dick gesleevten Kabeln kommt man hier schnell an die Grenzen, dies ist in meinem System der Fall. Zumindest der Sleeve für das CPU Kabel ist problematisch geworden und ließ sich kaum vernünftig unterbringen, hat dann aber irgendwie doch noch geklappt es in der Spalte zwischen Seiten und Rückwand fest einzuklemmen. Es funktioniert, mehr Platz wäre aber wünschenswert gewesen, für einen angenehmeren Einbau.

    Wo wir schon beim CPU Kabel sind: das anbringen desselbigen ist in dem Gehäuse wunderbar einfach. Durch den abnehmbaren Deckel kann man problemlos von oben mit der Hand durch den Deckel in den Rechner greifen und das CPU Kabel durch die obere Kabeldurchführung direkt ins Mainboard befördern. Bei dem Anschluss habe ich in anderen Gehäusen teilweise die Krise bekommen, weil alles eng an eng ist und man ständig irgendwo an Wände stößt. Dort musste ich dann teils auch noch den CPU Lüfter wieder demontieren und später neu anbringen um vernünftig an den Anschluss zu kommen, einfaches Umbauen in ein neues Gehäuse eines bestehenden Systems ist das im Regelfall nicht gewesen. Nicht so hier, das gefällt mir außerordentlich gut.

    Ein weiterer positiver Punkt ist der eingelassene Kabelschacht in der Seitenwand. Zum einen sind hier vorinstallierte Klettverschlüsse, die simple und doch feste Kabelführung ermöglichen und breit genug für alle verwendeten Kabel sind. Schönes Detail, habe ich in der Preisregion so auch noch nicht erlebt leider. Zum anderen ist der Schacht so gebaut, dass die Ausgänge der Kabel Richtung Mainboard ein wenig nach vorne versetzt sind, dadurch kommen die Kabel optisch nicht aus der Rückwand beim drauf schauen und die 90° Knicke Richtung Mainboard sind absolut nicht sichtbar. Finde ich sehr gut gelungen und macht optisch direkt noch etwas mehr her, es wirkt alles viel sauberer verbaut wenn man ausschließlich gerade verlaufende Kabel aus der Seitenwand heraus sieht.

    Ach ja und abschließend etwas das ich wirklich hasse bei Gehäusen: die PCI Blenden sind nicht geschraubt, man muss sie bei Verwendung heraus brechen. Eine leider häufig genutzte Technik, jedoch absolut schrottig und wirkt überhaupt nicht wertig, aber das ist dann auch Jammern auf hohem Niveau.



    Insgesamt ist das „Aerocool Scar“ ein grundsolides Gehäuse mit schöner Optik, mit Abstrichen in der Endnote und akzeptablem Einbauaufwand für durchschnittliche Systeme. Man muss sich dessen durchaus bewusst sein, dass man den Preis auch stellenweise eindeutig spürt. Es gibt bequemere Tower zum schrauben, aber auch deutlich schlechtere und gut aussehen tut das Endprodukt dennoch durchaus. Der Luftstrom ist größtenteils gut gelungen. Ich kann das Gehäuse also zwar weiter empfehlen, jedoch muss man durchaus Abstriche machen können, sollte einem in dem Preissegment jedoch bewusst sein. Und gemessen daran ist das Gehäuse im soliden höheren Mittelfeld für mich angesiedelt.

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    Die Bilder musste ich leider per Link einfügen, leider lassen sich diese nicht hochladen, ich vermute es liegt an der Größe.
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  13. #13
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    Standard

    Hallo!

    Gerne stelle ich heute das AeroCool Scar vor und bewerte es unter verschiedenen Gesichtspunkten.

    Kurz vorab eine kleine Einführung -

    Aerocool:

    AeroCool Advanced Technologies wurde 2001 gegründet. Angefangen wurde damals mit CPU-Kühlern, doch heute bietet AeroCool ein breites Spektrum an PC-Hardware und auch Peripherie an, der Fokus liegt aber, wie der Name schon sagt, auf Kühlung.
    Persönlich würde ich Gehäuse da auch mit hinein nehmen, da Kühlung auch hier ein großes Thema ist. Und um genau diese geht es in diesem Beitrag.

    Kommen wir nun zum AeroCool Scar:

    Lieferung:

    Das Paket kam sehr gut verpackt an. Leider hat wohl ein Paketbote das Paket fallen gelassen, zumindest hatte es einen kleinen Transportschaden - eine PCI Slotblende war so locker, dass sie herausgefallen ist. Dazu hatte der RGB-Button einen Wackelkontakt. Hier war Mindfactory super schnell und freundlich und hat mir umgehend ein neues Gehäuse zugesendet. Danke! (Auch als kleine Begründung, warum meine Bewertung so "spät" kommt. Sorry!)
    Kurz zum Lieferumfang, enthalten ist:

    - Gehäuse (Glaspanel mit Schutzfolie)
    - Papieranleitung zum Einbau bzw. Zusammenbau der Komponenten
    - diverse Gehäuseschrauben für alle Anwendungsfälle

    Somit ist absolut alles sinnvolle dabei. Wobei ich persönlich der Anleitung in der Reihenfolge des Einabaus etwas widersprechen würde - das hängt aber auch von der Hardware ab. Es wird z.B. empfohlen, erst die GPU einzubauen und dann die SSDs/HDDs anzuschließen - bei meinem Mainboard leider nur sehr schwer möglich. Da das hier aber sehr spezifisch ist finde ich das nicht störend - ich wollte es nur kurz anmerken. Sonst ist alles detailliert beschrieben - auch die passenden Schrauben sind immer angegeben.

    Erster Eindruck und Ausstattung:

    Das Glas fällt natürlich direkt auf. Dies wirkt sehr hochwertig und die Bohrungen sind sehr sauber. Auf den ersten Blick bzw. das erste "Tasten" fande ich es etwas unschön, dass sehr viel Kunststoff verbaut ist, die Seiten jedoch aus Metall oder Glas bestehen. Nach ein bisschen Nutzung ist mir aufgefallen, dass es vielleicht besser so ist, das dürfte ordentlich Gewicht sparen. Das Gehäuse an sich, ohne die Kunststoffblenden ist aus 0,6mm dicken Stahl.
    Sehr schön ist der Netzteilschacht - die Kabel lassen sich besser verstauen und das Gesamtbild verbessert sich dadurch. Manche erachten den zwar als Standar, das würde ich aber in dieser Preisklasse so nicht unterschreiben. Darüber hinaus wird die Wärme separat abgeleitet.

    Das Kabelmanagment ist super. Da gibt es nichts zu meckern. Es gibt genug Schächte, um Kabel von der Rückseite ins Gehäuseinnere zu leiten und dazu Klettverschlüsse, um die Kabel zu fixieren. Sehr schön finde ich auch, dass über dem Mainboard etwas Platz ist - sollte man vergessen den CPU Strom zu legen, kann man dies auch ganz entspannt nachträglich noch durchziehen. Top!

    Zu Beginn wollte ich alles vorab auseinanderbauen, um es mal genauer zu betrachten. Hier ist es für mich persönlich etwas unangenehm geworden, da die Kunststoffverkleidung alle gesteckt sind. Diese müssen gefühlt "herausgebrochen" werden - sonst ist im Gehäuse alles ordentlich verschraubt. Das fühlt sich beim ersten Mal an, als würde man es kaputt machen. Nun gut, wenn man es weiß ist das kein Problem - i.d.R. muss man dies auch nur ein Mal zum Einbau zusätzlicher Lüfter entfernen - falls gewünscht. Hinter der "Scar-LED" ist ein Streifen aus Pappe verschraubt - Vermutlich damit es ausgeglichen ausgeleuchtet ist? Es funktioniert - sieht aber von innen nicht sonderlich hochwertig aus. Da es aber nicht sichtbar ist, ist es auch hier nur eine Anmerkung.

    Sehr positiv fällt der Staubschutz an den Seiten auf. dieser ist sehr fein und ich wage zu bezweifeln, dass dort viel Staub durchkommt.

    Dagegen klafft hinten ein "Loch" bei den vertikalen Slotblenden. Es ist sehr positiv, dass diese vertikalen Slotblenden für Grafikkarten vorhanden sind, denn das wird immer mehr gewünscht und kann die Optik im inneren des Gehäuses stark verbessern, wenn man die GPU dreht - jedoch ist es schade wenn da an einem kleinen Teil gespart wird.
    Viel gravierender finde ich, dass in dem Preissegment keine wiederverwendbaren PCI-Slotblenden verbaut werden. Sind diese herausperforiert, ist dort ein Loch. Möchte man die Grafikkarte ummontieren, wird dieses Loch dort bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so ein erheblicher Mehrkostenbetrag wäre, hier wiederverwendbare Slotblenden einzubauen.

    Positiv fällt auf, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, seine 2,5" SSDs anzuschließen. Hinter dem Mainboard sind 2 Slots, eine direkt im Gehäuseraum und man kann noch eine im 3,5" Schacht im Netzteilbereich anschließen. Dies wirkt gut durchdacht. Persönlich finde ich die Montage auf der Mainboardrückseite sehr ansprechend.

    Schön finde ich auch die Markierungen für ATX, mATX etc bei den Abstandshaltern. Sonst muss man erst immer schauen, welche Löcher man benötigt - Hier wird direkt gezeigt welche Anschlüsse für die verschiedenen Mainboardgrößen gebraucht werden. Super!

    ATX_Markierungen.jpgKabelführung.jpg

    Front.jpgFront_Innenleben.jpgGehäuse_innen.jpgLuftfilter_PSU.jpgPSU_Schacht.jpgRückseite.jpg

    Ich bin leider nicht ganz sicher, warum das Forum hier meine Bilder dreht - Mir werden sie hier auf jeglichem JPG-Viewer passend angezeigt. Müsst ihr leider ein Mal den Kopf drehen.

    Hier fiel mir persönlich eine leichte Tendenz auf - mein innerer Monolog bestand aus "Oh Super! - Oh, schade.. - Super!". Bei dem Budget für ein RGB-Case geht man natürlich ein paar Kompromisse ein. Mehr dazu im Fazit.

    Die Narbe des "Scars":

    Dem zentralen Designelement des Gehäuses wollte ich eine separate Unterkategorie widmen. Die Farbmodi wirken wesentlich besser, als ich sie vermutet hätte. Persönlich gefiel mein das statische rote Leuchten am besten - es gibt aber diverse Modi, aus denen man wählen kann.
    Der LED-Streifen ist mit minimalen Abstrichen am Übergang zwischen Front und "Dach" sehr gut ausgeleuchtet.

    Leider ist er nicht kompatibel mit Fremd-RGB Hardware wie MSI Mystic Lights etc. - dafür hat er einen dedizierten Knopf auf der Gehäuseoberseite. Die LEDs werden mit einem SATA-Stromanschluss direkt über das Netzteil versorgt.

    Es wirkt optisch wie ein "erwachseneres" RGB-Gehäuse. Keine übermäßige Beleuchtung durch große RGB-Lüfter vorne o.Ä., sehr dezent gehalten aber doch innovativ und schön.

    Der Knopf scheint kein Versanddefekt zu sein - das Austauschmodell funktioniert etwas besser, jedoch überspringt es trotzdem häufiger mal einen Modus. Da die Anzahl der Modi überschaubar ist kann man aber schnell wieder durchswitchen.

    LED.jpg

    Anschlüsse Front-Panel:

    Kurz und knapp - 2x USB 3, 2x USB 2, 1x Kopfhörer, 1x Mikrofon. Dazu einen Start-, einen Reset- und einen LED-Switch Knopf. Ich persönlich finde es gut, dass auch USB 2 angeboten wird, da manche Geräte (leider) besser damit laufen. Hier gibt es soweit nichts zu meckern.

    Belüftung:

    Ich hatte zu Beginn etwas Sorge, dass es im Auslieferungszustand etwas Probleme bei der Belüftung hat - es ist ein 120mm Lüfter verbaut und der Lufteinzug ist relativ klein gehalten.

    Aktuell nutze ich selbst ein Gehäuse mit Full-Mesh an der Front - diese habe ich verglichen, um mal zu schauen wie viel wärmer es tatsächlich wird. Beide Gehäuse hatten je 1x 120mm Lüfter. Im Test habe ich 2 Stunden Prime95 laufen lassen, sodass sich etwas an Wärme anstauen kann. Ich habe versucht es objektiv zu halten. Ich habe die CPU, GPU und SSD Temperatur gemessen - die SSD war bei beiden Gehäuse "hinter" dem Mainboard verbaut.

    Temps.jpg

    Falls das Bild bei Besuchern nicht sichtbar ist:

    Idle
    Full Mesh-Front AeroCool Scar
    CPU 30 32
    SSD 30 39
    GPU 29 36


    2 Std. CPU Last
    Full Mesh-Front AeroCool Scar
    CPU 62 69
    SSD 38 40
    GPU 35 40

    Die Werte kann man nun frei interpretieren. Es sind Unterschiede vorhanden - Jedoch keine kritischen Werte bei beiden Gehäusen. Da ich keine extrem "heiße" Hardware besitze, wäre das in diesem Fall egal. Wenn man hart übertakten möchte, sollte man da genauer hinschauen.

    Persönliches Fazit:

    AeroCool geht hier in ein Dreierspagat - etwas Qualität, etwas RGB, kleine Kosten. Ich finde dass man einige Kompromisse eingehen muss. Diese muss man selbst beurteilen und abwägen, ob das Gehäuse zu einem passt.
    Mein größter Minuspunkt sind die Slotblenden zum herausbrechen - so ein kleiner Mehrpreis für so viel Unterschied in der Wertigkeit. Mein größter Pluspunkt hingegen ist die Optik und die Verarbeitung des Glases. Es ist schon schick.

    Man macht hier auf keinen Fall einen Fehlkauf - gerade weil Gehäuse in den meisten Fällen primär von der Optik beurteilt werden. Die wichtigsten Sachen sind vorhanden. Man sollte sich nur vorher klar darüber sein, wie man die Grafikkarte anschließen will (im Bezug auf die Slotblenden für eine Riser-Card) und sich evtl. für einen Farbmodus entscheiden - Sehr häufiges switchen wird frustrieren, da der Knopf nicht perfekt funktioniert. Wenn man einen Modus schön findet, macht es aber keinen Unterschied.

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