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Thema: Testers Keepers Aktion mit den MSI X570 aus KW34

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketingman
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    Standard Testers Keepers Aktion mit den MSI X570 aus KW34

    Hier findet Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit den MSI MEG X570 ACE und MSI X570-A PRO aus dem Zeitraum vom 18.08 bis 25.08.2019.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers Aktion mit den MSI X570 aus KW34
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  2. #2

    Standard Review MSI x570 Gaming Plus Mainboard

    Hallo zusammen!
    hier mein Test zum MSI X570 Gaming Plus Mainboards. Was mir dabei aufgefallen ist und was alles getestet wurde möchte ich euch heute hier genauer zeigen.

    Design
    Beim MSI X570 Gaming Plus handelt es sich um ein Mainboard im ATX Formfaktor. Das heißt, dass Board 30.5cm x 24.4cm groß ist.
    Farblich ist das Gaming Plus eher neutral gehalten und vor allem die Farbe Schwarz dominiert.
    Auch bei RBG hält sich das Board zurück. Es gibt eine dezente Hintergrundbeleuchtung und der Name „Gaming Plus“ leuchtet. Auf Regenbogen und Co. wird aber verzichtet.



    Verarbeitung
    Das Mainboard ist, wie man es von MSI kennt, erstklassig verarbeitet. Das IO-Panel ist sauber ausgestanzt und insgesamt macht Mainboard einen sehr ordentlichen und hochwertigen Eindruck.



    Montage
    Das Mainboard wurde in ein Phanteks Eclipse P300 Gehäuse gebaut. Die Montage war dabei denkbar einfach. Besonders gut gefällt mir, dass MSI auf der Rückseite noch einmal Warnpunkte für die Abstandhalter angebracht hat.
    Ein besonderes Highlight ist der um 90° gedrehte USB 3.0 Header, der so ein deutlich saubereres Kabelmanagement ermöglicht. Auch die Anordnung der Lüfter- sowie der RGB-Anschlüsse hat MSI sehr gut gelöst. Wie im Foto zu sehen gelingt es so, dass kein Kabel den Luftstrom im Gehäuse stört.

    Durch den Kühlkörper oberhalb der CPU wurde der Einbau meines Kühlers (EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced RGB Black Edition) etwas erschwert. Der Kühlkörper war der Halteklammer etwas im Weg, sodass der Kühler zunächst nicht auf dem Board einrasten wollte. Da der Kühlkörper aber von unten angeschraubt ist, konnte dieser sehr einfach entfernt und später wieder angebracht werden. (Natürlich kann man auch einfach den Kühler drehen, dann muss allerdings auch der Lüfter am Kühler gedreht werden.)



    Ausstattung
    CPU
    Das X570 Pro Gaming ist ein Mainboard für AMD-Prozessoren. Der AM4 Sockel auf dem Board unterstützt neben den neuesten Ryzen 3000 CPUs auch Ryzen 2000 und 1000 sowie die jeweiligen APUs mit Vega Grafikeinheit. Athlons und die A-Serie werden nicht unterstützt.
    Die CPU kann mit bis zu 540W über 12Pins versorgt werden, was vor allem Übertakten zugutekommen sollte.

    RAM
    Auf dem Mainboard stehen 4 DIMM Steckplätze für DDR4 RAM zur Verfügung. Mit XMP wird eine Geschwindigkeit von bis zu 4400MHZ unterstützt. Je nach CPU können maximal 128GB RAM verbaut werden.

    Erweiterungsslots
    Wird ein Ryzen 3000 genutzt, bietet das Mainboard 2 PCI-E 4.0 Anschlüsse, wobei der obere PCI-E 4.0 x16 liefert, während der untere „nur“ x4 bereitstellt. Der Unterschied in der Bandbreite sollte zumindest beim Einsatz von Grafikkarten für die nächsten Jahre jedoch eher nicht so relevant sein. Wird eine ältere CPU genutzt, liefern diese Slots die Bandbreite von PCI-E 3.0
    Der obere PCI-E Anschluss ist außerdem durch „steel armor“ unterstützt. Genauer bedeutet, dass, dass MSI den Slot mit einem Metall unterstützt und so schwerere Grafikkarten vor dem Durchbiegen schützen möchte. Zu den beiden PCI-E 4.0 Anschlüssen kommen noch 3 weitere PCI-E 3.0x1 Anschlüsse, wovon jedoch nur zwei zeitgleich genutzt werden können.

    Datenträger
    Das Mainboard bietet zwei M.2 Slots sowie 6 SATA Anschlüsse alle 6 SATA-Anschlüsse befinden sich an der Seite des Mainboards, sodass eine saubere Kabelführung gewährleistet ist. Alle SATA-Anschlüsse unterstützen bis zu 6Gb/s.
    Der erste M.2 Slot unterstützt (vorausgesetzt ein Ryzen 3000 wird genutzt) PCI-E 4.0x4 und Speicher mit dem Formfakter 2242, 2260, 2280 und 22110. Der zweite M.2 Slot unterstützt nur PCI-E 3.0x4 allerdings auch SATA 6Gb/s (auch hier werden die Formfaktoren 2242, 2260 und 2280 unterstützt).
    ACHTUNG: der erste M.2 Slot unterstützt SATA nicht.
    Super: zur Kühlung der NVMe-SSDs legt MSI ein „Shield Frozr“, einen Kühlkörper für den ersten M.2-Slot bei.

    Lüfter/RGB und USB
    Mit vier Anschlüssen für Systemlüfter, einem Anschluss für CPU Lüfter und einem weiteren für eine Pumpe ist man auf dem Gaming Plus sehr gut versorgt. Alle Lüfter lassen sich dabei unabhängig voneinander sowohl im DC als auch im PWM Modus steuern.
    Für RGB-Fans stehen sowohl zwei RGB, als auch zwei „RAINBOW LED“ Anschlüsse zur Verfügung.
    Intern bietet das Board außerdem zwei USB 2.0 sowie zwei USB 3.2 Gen 1 Anschlüssen. Hiermit kann man z.B. das Frontpanel versorgen. Neben einem Serial-Connector besteht außerdem die Möglichkeit ein TPM-Modul anzuschließen. Toll finde ich, dass es neben einem Gehäusekontaktanschluss auch ein Anschluss für einen klassischen Beep-Speaker gibt.

    IO-Anschlüsse
    Am IO-Pannel finden sich zwei USB 2.0, vier USB 3.2 Gen1 Type-A sowie je ein USB 3.2 Gen2 Type-A und Type-C Anschluss. Außerdem bietet das Board ein Gigabit LAN Anschluss von Realtek sowie einen HDMI 1.4-Anschluss sowie die Anschlüsse für die Soundkarte inklusiver eines optischen Ausgangs. Als weiteres Highlight bietet das Motherboard einen Flash-Button, mit dem man das BIOS auch ohne installierte CPU flashen kann.
    Das Mainboard bietet so ziemlich alles, was man sich als (normal)User wünschen kann.



    Leistung/Erfahrungen
    Das Board läuft bisher absolut zufriedenstellend.
    Bei meinem Arbeitsspeicher wurden die XMP-Profile sofort erkannt und akzeptiert und das Bios war auf der aktuellen Version.
    Nach der Windows 10 Installation mussten nur noch die AMD-Chipsatzdriver installiert werden und alles funktionierte wie es sollte. Auch nachdem der Rechner mit Prime95 und FurMark aufgeheizt wurde, blieb das System stabil.

    Für mich interessant war, wie sich der neue Chipsatzlüfter verhält. Zunächst die Entwarnung: er ist sehr leise und für mich auch bei Belastung nicht hörbar. Schnell hört man stattdessen die Lüfter der GPU und selbst diese (eine Zotac 1060) gilt als leise. Allerdings muss man anmerken, dass hier keine PCI-E 4.0 Geräte genutzt werden, die den Chipsatz richtig fordern und selbst mit PCI-E 3.0 Geräten schaltet sich der Lüfter nur im Leerlauf ab.

    Abzüge gibt es leider beim MSI-Dragon Center. Hier kann man neben Mystic Light auch verschiedene Szenarien für die CPU wie Turbo oder Silent wählen. Leider kann man nur im „benutzerdefinierten Modus“ die Lüfterkurven ändern. Dabei stürzte das Programm leider zwei Mal ab.
    Zwar kann man die Lüfterkurve auch im Bios einstellen, aber dies ist recht müßig und das Bios reagiert eher träge. Auch die Mystic Light Einstellungen sind nicht direkt intuitiv.

    Hier sollte MSI noch etwas nachbessern. Das dies bei MSI auch schon besser funktionierte, zeigt das Command Center bei meinem MSI B450M Mortar Titanium.



    Preis-/Leistungsverhältnis
    Mit derzeit knapp 175¤ gehört das MSI MPG X570 Gaming Plus zu den X570 Einsteigerboards. Natürlich ist das dennoch ein stolzer Preis. Demgegenüber steht der erste Chipsatz mit PCI-E 4.0 Unterstützung. Dies sowie die vielen Anschlussmöglichkeiten, das wirklich durchdachte Layout des Boards und die vorbildliche Verarbeitung rechtfertigen den Preis für das X570.

    Ob am Ende die Features des X570-Chipsatzes (eben PCI-E 4.0) genutzt werden, sollte man vor dem Kauf jedoch genauestens überlegen. Sollte dies nicht der Fall sein, lohnt sich der Griff zu den 50¤ billigeren X470 „MAX“ Boards von MSI.



    Haltbarkeit
    MSI bietet auf das Mainboard drei Jahre Garantie. Mit meinen bisherigen MSI-Boards hatte ich jedoch nie Probleme und so gehe ich davon aus, dass MSI auch hier den Qualitätsansprüchen gerecht wird.

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  3. #3

    Standard

    Hier teste und bewerte ich heute für euch das MSI MEG X570 ACE, das mir kostenlos von Mindfactory zur Verfügung gestellt wurde. Ein großes Dankeschön an Mindfactory dafür.

    Lohnt sich das MSI MEG X570 ACE? Ich finde: ja!

    Im Folgenden fasse ich einige allgemeine Entscheidungshilfen für euch zusammen:
    Wer sich derzeit ein neues Setup zusammenstellen und die volle Leistung aus den neuen Ryzen-Prozessoren der neuen Generationen ausschöpfen möchte, sollte lieber zu einem X570-Chipsatz greifen als zu einem B450- oder einem X470-Chipsatz -vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld für die novellierte Version.
    Da lediglich die X570 Mainboards PCI Express 4.0 unterstützen, sind diese als `neue Version` zukunftssicherer als die zuvor genannten Boards. Wer nicht das nötige Kleingeld für den X570-Chipsatz hat und nicht gerade die neuen Ryzen-Prozessoren verbauen möchte -und zudem auf PCI Express 4.0 verzichten kann-, ist bei einem Board, wie dem B450 oder X470, ebenfalls gut aufgehoben. Wenn ihr aber die volle Leistung der neuen Ryzen-Generation ausnutzen wollt, seid ihr mit dem MEG X570 ACE bestens gerüstet.

    Design

    Das Mainboard-Design des MSI MEG X570 ACE ist sehr extravagant und trifft absolut meinen Geschmack! Dieses Mainboard ist sehr schön und hochwertig designt worden. Hier hat sich der Hersteller von MSI selbst übertroffen: Die Verarbeitung ist absolut präzise und die Materialien sind sehr hochwertig. Es ist in den Farben Schwarz und Gold – also sehr edel- gehalten. Die goldenen Akzente auf dem schwarzfarbigen Untergrund unterstreichen auch in ihrer farblichen Gestaltung die Hochwertigkeit dieses Mainboards. Ein absoluter Eyecatcher ist die Beleuchtung des Spiegels auf dem IO-Panel. Was mir wirklich sehr gut gefällt, ist die Möglichkeit der individuellen Farbanpassung der Beleuchtung, durch die Einstellung im MSI Dragon Center. Dieser Effekt kommt in einem Glasgehäuse sehr gut zur Geltung und ist ein absolutes Highlight.




    Verarbeitung

    Das MSI MEG X570 ACE ist sehr hochwertig und weist eine überdurchschnittliche Stabilität in den verarbeiteten Komponenten auf. Hier sitzt wirklich alles bombenfest an seinem Platz. Ein kleines optisches Manko sind für mich die M.2-Abdeckungen der drei NVMe-SSD Slots, da diese aus Kunststoff gefertigt sind und nicht ganz so zum hochwertigen Erscheinungsbild des Mainboards passen. Hier hätte ein anderes Material, wie beispielsweise Aluminium, verwendet werden können. Die drei PCI Express 4.0 x16 Slots mit ihrer Metallverstärkung hingegen sind sehr stabil und hochwertig verarbeitet. Diese Verstärkung im Bereich der Grafikkarten-Slots schützt diese vor Schäden durch eine schwere Grafikkarte. Auch wurden von MSI sehr gute Chips verbaut. So zum Beispiel der Audiochip ALC1220 mit 7.1 Sound, Bluetooth 5 sowie ein gutes 2,4 Ghz und 5 Ghz W-LAN. Somit bietet das Board alles was das Herz begehrt und man muss sagen: an der Ausstattung hat MSI nicht gespart.

    Montage

    Ich empfand die Montage des MSI MEG X570 ACE Mainboards als recht einfach. Das Handbuch gibt eindeutige Instruktionen und ist sehr übersichtlich aufgebaut. Durch die Benutzerfreundlichkeit in Anleitung und Einfachheit der Montage, kann selbst eine nicht sonderlich geübte Person die Montage komplikationslos durchführen. Beim Aufbau ist mit etwa 50 Minuten zu rechnen. Verbesserungswürdig ist aus meiner Sicht die Positionierung des USB Typ C Anschlusses. Der besagte Anschluss liegt bei diesem Mainboard mit meinem Gehäuse TG 5 etwas weit entfernt, sodass sich das entsprechende Kabel nicht ganz exakt verlegen bzw. verstecken lässt. Das muss nicht immer der Fall sein und kann auch an dem bei mir vorhandenen Gehäuse liegen. Dennoch wäre eine Positionierung am rechten Rand von Vorteil.

    Besondere Eigenschaften

    Der AMD X570 High-End-Chipsatz unterstützt AMDs Ryzen-3000-Prozessoren Codename: Matisse und deren vollständiges Feature-Set, allem voran den PCI-Express-Standard in der Version 4.0 (PCI Express 4.0). PCI Express 4.0 ist dabei abwärtskompatibel und kann mit allen Erweiterungskarten vorheriger Generationen verwendet werden. Pro PCI Express-4.0-Lane ist eine im Vergleich mit PCI Express 3.0 doppelt so hohe Datentransferrate möglich, sodass eine über vier PCI Express-4.0-Lanes angebundene NVMe-SSD eine theoretische Lese-/Schreibgeschwindigkeit von bis zu 7800 Mb/s erreichen kann. Jedes Mainboard mit dem X570-Chipsatz eignet sich darüber hinaus auch für alle anderen AMD-CPU-Serien für den Sockel AM4. Man hat die Möglichkeit bei diesem Board 4 DIMMS Dual Channel DDR4 Arbeitsspeicher mit bis zu 128 GB zu verbauen. Je Riegel sind somit 32 GB mit bis zu 4.600 MHz im OC möglich. Das MEG X570 ACE hat, durch die Unterstützung von 3-Wege-CrossFireX und 2-Wege-SLI, die Möglichkeit, mehrere Grafikkarten zu verbauen. Eine besonders gute Eigenschaft bietet das MEG X570 ACE mit dem CMOS Switch und der BIOS Flashback Funktion. Der Clear CMOS Jumper setzt das BIOS wieder auf die Standard Einstellungen zurück, falls was schiefgelaufen sein sollte in den BIOS Einstellungen. BIOS Flashback: Somit kann man über Knopfdruck auf dem Back Panel vereinfacht die BIOS Version aktualisieren. Für das Flashen mit dem BIOS FLASHBACK+ ist allerdings ein USB-Stick notwendig. Auch lässt sich das BIOS ohne passende CPU updaten, wenn man den USB Stick in den entsprechenden USB Port steckt. Einen besonderen Pluspunkt bietet Dual LAN mit 10 G Super LAN und WLAN 6. Intel WLAN 6 nutzt die neuesten OFDMA und 2-Wege-MU-MIMO-Techniken, um kabellose Übertragungsgeschwindigkeiten mit bis zu 2,4 GB/s zu ermöglichen. Die neue Technologie macht die Verwendung des LAN-Anschlusses für das Online-Gaming möglich, während gleichzeitig andere Programme eine Verbindung über WLAN beanspruchen. Der neue PCI-Express und M.2 Standard der vierten Generation bietet bis zu 64 GB/s Bandbreite für maximale Übertragungsgeschwindigkeiten. PCI-Express 4.0 ermöglicht die Nutzung älterer PCI-Express-Geräte und wird auch mit der künftigen PCI-Express-Spezifikation kompatibel sein. Eine sehr nützliche Eigenschaft bietet das Frozr SHIELD für die M.2 NVMe-SSDs, welches bei einer hohen Beanspruchung die M.2-SSDs vor Überhitzung schützt. Somit entsteht keine Drosselung bei einer hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Ob die NVMe-SSD wirklich so warm wird und es zu einer Datendrosselung kommt, kann ich noch nicht bestätigen. Ein cooles Feature des Mainboards ist der Game-Boost-Drehschalter, der sich direkt am Mainboard befindet. Mit diesem Drehschalter lässt sich in 11 Stufen (0 Standardwert und 11 Extremwert) der Takt der CPU verändern. Da aber somit auch die CPU-Spannung erhöht wird, sollte man dies mit Vorsicht genießen. Die 11 Stufen kann man über das Board oder im BIOS regeln. Für Jeden, der noch etwas mehr Leistung aus seinem Prozessor holen möchte, ist dies von Vorteil. Für mich persönlich ist es kein Must-have sondern lediglich ein netter Zusatz, der jedoch die Langlebigkeit des Prozessors beeinträchtigen kann. Da die Langlebigkeit der Komponenten für mich von elementarer Wichtigkeit ist, könnte ich auf dieses Feature verzichten

    Kühlung

    Wie die meisten Mainboards mit einem X570 Chipsatz hat auch das MEG X570 ACE Mainboard einen Chipsatzkühler verbaut. Das getestete Mainboard hat einen Semi-passiv-Modus. Hierbei schaltet sich der Lüfter bei niedrigen Temperaturen ab. Erst wenn die Temperatur steigt und der Lüfter notwendig wird, schaltet sich dieser wieder ein. Im BIOS besteht die Möglichkeit, die Lüfterkurve des kleinen Lüfters in drei Stufen anzupassen. Man kann zwischen folgenden Modi wählen: Silence-Mode, Balance-Mode und Boost-Mode. Zur Einstellung geht man wie folgt vor: im BIOS unter Hardware-Monitor -> Chipsatz-> Select Mode. Nun kann man den gewünschten Lüfter Modus auswählen. Der kleine Lüfter wird mit einer Lebensdauer von 50000 Stunden angegeben. Ich habe den Rechner auf meinem Schreibtisch stehen und somit in meiner unmittelbaren Nähe (80 cm entfernt). Hier fällt der Lüfter positiv auf, denn er ist sehr geräuscharm. Ich selbst nutze den Silence-Mode und nehme daher keine störenden Geräusche wahr.


    Leistung

    Ich habe das Mainboard vorher mit dem ASUS ROG STRIX X470-F GAMING Mainboard getestet und dann die gleichen Komponenten auf das MSI MEG X570 ACE verbaut und getestet. Die folgenden Tests sind dazu gedacht, die Standardleistung besser vergleichen zu können. Nach dem Wechseln der Mainboards habe ich jeweils ein neues Betriebssystem installiert. Der 16 GB G.Skill Trident Z RGB DDR4-3200 DIMM CL16 Dual Kit wurde auf beiden Mainboards mit dem XMP Profil betrieben.



    Im Folgenden teste ich das MSI MEG X570 mit dem neuen X570-Chipsatz und das ASUS ROG STRIX X470-F GAMING mit dem X470-Chipsatz:

    Mainboard: ASUS ROG STRIX X470-F GAMING ATX Format

    Prozessor: Ryzen 7 3700X
    Prozessorkühler: Original AMD wraith prism Kühler
    Grafikkarte: Gigabyte 2070 Super OC
    Arbeitsspeicher: DDR4 CL16 GSkill Trident Z RGB mit 3200Mhz und 16 GB
    Festplatte Samsung 500 GB Samsung 970 Evo M.2 2280 NVMe
    Netzteil: be quiet Straight Power 11 ATX 750 W 80Plus Gold
    Betriebssystem Windows 10 64 Bit

    Testergebnisse des ASUS ROG STRIX X470-F Gaming

    Mit folgenden Programmen getestet:
    3DMark Time Spy (10269 Punkte)
    3DMark Fire Strike (22264 Punkte)
    Cinebench R15 (2071 cb)
    Cinebench R20 (4605 cb)



    Jetzt teste ich das MSI MEG X570 ACE Mainboard mit den gleichen Komponenten

    Mainboard: MSI MEG X570 ACE Format ATX
    Prozessor: Ryzen 7 3700X
    Prozessorkühler: Original AMD wraith prism Kühler
    Grafikkarte: Gigabyte 2070 Super OC
    Arbeitsspeicher: DDR4 CL16 Gskill Trident Z RGB mit 3200Mhz und 16 GB
    Festplatte 500 GB Samsung 970 Evo M.2 2280 NVMe
    Netzteil: be quiet Straight Power 11 ATX 750 W 80Plus Gold
    Betriebssystem Windows 10 64 Bit



    Testergebnisse des MSI MEG X570 ACE

    Verwendete Programme:
    3DMark Time Spy (10249 Punkte)
    3DMark Fire Strike (22279 Punkte)
    Cinebench R15 (2089 cb)
    Cinebench R20 (4693 cb)


    Ich hatten in drei Programmen, mit dem MEG X570 ACE, eine kleine Mehrleistung festellen können. 3DMark Time Spy (10242 Punkte), 3DMark Fire Strike (22279 Punkte), Cinebench R15 (2089 cb) und Cinebench R20 (4693 cb)


    Haltbarkeit

    Zur Haltbarkeit kann ich noch keine Angaben machen, da dieses Mainboard recht neu auf dem Markt ist. Die Hochwertigkeit der verbauten Komponenten machen einen sehr guten Eindruck. Der Lüfter am Chipsatz wird mit einer Lebensdauer von mindestens 50000 Stunden angegeben.

    Pro
    + sehr schönes und starkes Layout
    + starke Spannungsversorgung 14 Phasen bzw.12+2+1 Phasen
    + sehr gute Kühlung
    + Chipsatz-Lüfter mit 3 Stufen Einstellung im BIOS
    + Chipsatzlüfter nicht hörbar, sehr leise
    + WIFI 6 AX-200 mit 7.1 Surround Sound
    + 2.5 Gbit Ethernet LAN
    + Beleuchtung ist im BIOS deaktivierbar
    + mitgelieferte WLAN Antenne
    + 3x M.2 Slots für ein schnelle NVMe-SSD
    + Bluetooth 5
    + sehr schönes und aufgeräumtes UEFI Klick BIOS
    + Clear CMOS Jumper und BIOS Flashback Funktion
    + Mystic Light Infinity, somit lässt sich die Anpassung auch über Smartphone oder Tablet steuern


    Contra

    - Position des USB Typ C 3.2 (abhängig vom Gehäuse)
    - die M2-Abdeckungen der drei Slots aus Plastik



    Lieferumfang des MSI MEG X570 ACE

    Mainboard-Handbuch inkl. Treiber- und Software-DVD
    Quick-Start-Guide
    4 SATA-Kabel
    RGB-Y-Verlängerungskabel 50 cm
    Corsair-RGB-Verlängerungskabel 50 cm
    Corsair-zu-Rainbow-RGB-Verlängerungskabel 50 cm
    Drei M.2-Schrauben
    Eine WLAN-Antenne
    SATA-Kabel-Aufkleber
    MSI-Sticker für Gehäuse
    Infokarte zur Produktregistrierung


    Preis-Leistungsverhältnis
    Meiner Meinung nach bietet das Mainboard MEG X570 ACE von MSI alles, was ein Gamer-Herz begehrt. Preislich ist das Mainboard im oberen Segment angesiedelt. Die verbauten Features, wie beispielsweiße W-LAN 6, Bluetooth 5, Dual LAN, CMOS Jumper, BIOS Flashback-Button, der neue X570 Chipsatz und die 3-mal M.2 Slots, wie auch die zusätzlich gelieferte W-LAN Antenne, der ALC1220 7.1, Soundchip für einen guten Surround-Sound und das sehr gut strukturierte BIOS runden, neben dem schönen Design, das Gesamtpaket ab. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es kein anderes Board derselben Preisklasse gibt, welches dieses hier schlagen kann. Der Preis von 369,00 ¤ ist für dieses hochwertige Board meiner Meinung nach gerechtfertigt und das Preis-Leistungsverhältnis ist stimmig.

    Mein Unboxing Video, könnt ihr euch auch auf Youtube Anschauen. Unter den folgende Links:

    YouTube
    YouTube


    Front.jpgMainboard u. Verpackung.jpgMainboard.jpgZubehör.jpgBack-Panel.jpgEingebauter Zustand.jpg

    Auch Mindfactory gebe ich 5 von 5 Sterne, bei Bestellungen und der Kommunikation, lief immer alles Reibungslos.

    Mit Freundlichen grüßen

    Patrick F

  4. #4

    Standard

    Produkttest MOTHERBOARD msi X570-A PRO BUSINESS ELEGANCE Socket AM4

    Bei dem msi X570-A PRO handelt es sich um ein Mainboard der Extraklasse für alle AMD® Ryzen 3,5 und 7 und den AMD® Ryzen 9 mit 3.8GHz. Momentan ist es
    bereits schon für unter 200¤ zu bekommen und zeichnet sich aus durch solide Verarbeitung und absolute Spitze in Bezug auf Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Im Lieferumfang enthalten sind folgende Komponenten:

    Die kunstoffbeschichtete Metall-ATX-Rückblende,
    2 Schrauben für M.2-Module,
    2 SATA-Kabel für SSD/HDDs, CD mit Treiber und Updates
    (diese Dateien sowie Handbuch, BIOS-Updates stehen auch ohne Anmeldung hier aktualisiert zum Download bereit
    Support fur X570-A PRO | Motherboard - The world leader in motherboard design | MSI Deutschland )
    ein msi True Gaming Sticker und eine Broschüre, ein msi Hinweisschreiben zur Montage und eine Kurzanleitung zum Einbau. Die Punkte die nicht mit den Gehäuseschrauben
    in Berührung kommen dürfen sind nochmal ausdrücklich in dem Montagehinweis und auf dem Mainboard markiert.
    IMG_3649.jpgIMG_1749.jpgIMG_3647.jpgIMG_3648.jpg
    Das Mainboard selbst mit dem AMD® X570 Chipset besitzt GEN 4 PCI-E Slots die ausreichend von dem Prozessorsockel entfernt sind um auch größere
    Prozessorkühler als den von AMD bei den Prozessoren mitgelieferten Standard-Box-Kühlern zu installieren.
    Es sind 1 x PCI-E X16, 1 x PCI-E X4 und 3 PCI-E X1 Slots vorhanden, 6 x SATAIII - Anschlüsse (2 SATA-Kabel im Lieferumfang) und 2 M.2-Slots.
    Die auf dem Board integrierte Netzwerkkarte ist eine Realtek® 8111H Gigabit LAN Controller Card. Das Mainboard besitzt einen für X570-Boards üblich im Board integrierten Lüfter und ins Design des Boards angepasste Kühlkörper, die in lackiertem Metall
    umgesetzt wurden, die Komponenten wirken hochwertig und ich konnte auch keine scharfkantigen Metallkanten finden.

    Das Design des Mainboards ist modern in schwarz mit weißer Schrift auf dem Board und passt sehr gut zu den bei mir im Test verwendeten schwarzen Kingston
    Predator DDR4 Modulen (16GB HyperX Predator DDR4-3000 DIMM CL15 Quad Kit HX430C15PB2K4/16 4x4GB 288 pin)
    Als CPU wurde beim Test der AMD Ryzen 5 3600 verwendet der als Vertreter der 6-Core-Prozessoren auf einen fantasischen Single Thread Wert von 2818 aufweisen
    kann (TDP 65W, 3.6-4.2GHz(Turbo Speed) Multi Thread Rating 19977), diese Kombination von Mainboard und CPU ist mit unter 400¤ momentan herausragend in Bezug
    auf Preis-Leistungs-Verhältnis mit absoluter Höchstleistung im Bereich Rechen-Power, bestens geeignet für High-Performance-Gaming als auch Video-Editing.
    Im Vergleich mit Intel-basierten Systemen muss man für diese Rechenleistung als CPU ein System mit intel Core i9-9900K mit 3.6GHz bestücken um vergleichbare
    Werte beim Passmark-Benchmark zu erhalten (Single Thread Rating: 2895, Multi Thread Rating: 20195) und momentan deutlich tiefer in die Tasche greifen, Board
    und CPU kosten da zusammen in etwa das Doppelte.

    Auf der Rückseite befinden sich hochwertige Anschlüsse, üppige 4 USB 3.2 (Gen-1 Typ-A) und 2 USB 2.0 Ports, sowie zusätzlich 1 USB-C-Anschluss
    (USB 3.2 Gen-2 Typ-C) und 1 USB 3.2 (Gen-2 Typ-A) Anschluss.
    2
    Der HDMI1.4-Anschluß ist für den Betrieb in Verbindung mit einer Radeon Vega Grafikkarte und Gen2 AMD Ryzen mit Radeon Grafikprozessor ausgelegt
    (enden im Namen auf "G", wie der Ryzen 3200G oder Ryzen 5 3400G), unterstützt dabei Auflösungen bis 4K (4096x2160) bei 24Hz.

    Die beiden M.2 Anschlüsse unterstützen 2242/2260/2280 M.2 Module, der M2_1 Anschluss auch 22110 M.2 Module, der AMD X570 Chipsatz unterstützt auch
    Konfigurationen mit RAID0, RAID1 und RAID10 Storage für SATA und M.2 NVME Speicher Konfigurationen.

    Für die Audio-Anschlüsse ist eine Realtek ALC1220 Codec Karte mit 7.1 Channel High Definition Audio verbaut, an der Rückblende befindet sich auch ein
    optischer S/PDIF Glasfaser Ausgang zum Anschluss von elektrisch entkoppelten Audio-Systemen.

    Als Netzwerkkarte wurde ein Realtek 8111H Gigabit LAN Controller verbaut. Das Mainboard erlaubt auch den gleichzeitigen Betrieb von 2 Grafikkarten
    (2-way AMD Crossfire Technologie).

    Erwähnenswert ist auch auf dem Board ein Front-Anschluß für eine serielle Schnittstelle und ein Trusted Platform Module.

    Auf der Rückseite befindet sich auch noch praktischerweise ein Flash-Bios-Button, der auch das BIOS-Update ohne CPU, Speicher oder Grafikkarte unterstützt.

    Das Board unterstützt abhängig von der verwendeten CPU bis zu 128GB DDR4 Speicher in 4 DDR4 Speicherbänken, im Prinzip alle gängigen DDR4-Module im
    Bereich 1866-3200MHz, es wird auch ECC memory (im non-ECC mode) unterstützt.

    Das Bios wurde im August 2019 nochmal aktualisiert, durch die Lüfterregelung wird ja dynamisch die Kühlung der CPU-Auslastung angepasst.

    Über Haltbarkeit und Erfahrungen im Dauerbetrieb gebe ich auch hier im Forum gerne noch bei Interesse Rückmeldung, dazu werde ich das System auf die jeweilige neueste
    BIOS-Version updaten und den Beitrag dann hier anfügen.

    Hier einige Photos vom Zusammenbau und der Link zum Unboxing-Video -> YouTube

  5. #5
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    Standard MSI X570-A Pro Review

    Hallo!

    Im folgenden möchte ich gerne das MSI X570-A Pro, welches mir im Rahmen des Testers Keepers Programm zur Verfügung gestellt wurde, bewerten und meine Testergebnisse kurz darstellen.

    Kurzes Vorwort zu MSI:

    MSI, in Langform Micro-Star International, wurde 1986 gegründet und ist seitdem zu einer großen Marke im Bereich der PC-Hardware, aber auch Peripherie und PC-Komplettsystemen gewachsen. In über 120 Ländern ist MSI bereits vertreten. Dein Meisten sollte es bekannt sein, da die Produkte über den ganzen Markt gestreut sind.

    Da es hier aber primär um das Produkt als solches geht, fangen wir nun an:


    Design/Erster Eindruck:

    Hier vorab mein YouTube Unboxing, in dem ich auf meinen ersten Eindruck eingehe:

    MSI X570-A Unboxing

    Wie im Youtube-Video bereits erwähnt, ist das Mainboard schlicht schwarz gehalten. Positiv finde ich die beiligenden S-ATA Kabel und M2-Schrauben, Gimmicks wie der Sticker sind auch immer schön. Eine deutsche Quick-Start Anleitung liegt auch bei. Darin wird beschrieben, wie man die CPU einsetzt, wie RAM einzubauen ist etc. Hierzu fällt auf, dass es eine "All-In-One" Lösung ist - Inkl. Anleitung für Intel und auch der RAM wird nicht so angeschlossen, wie es hier beschrieben wird. In der Anleitung werden beide Seiten der RAM-Bank heruntergeklappt, in echt funktioniert dies aber nur auf einer Seite. Schade, aber nicht weiter schlimm. Die Kühlblöcke sind schön verkleidet und dazu fällt der aktive Chipsatzkühler direkt ins Auge. Persönlich finde ich schlichte Mainboards sehr ansprechend. Verbautes RGB ist nicht zu finden - meiner Meinung nach ist dies auch passend. Die Verarbeitung ist super, es gibt keine scharfen Kanten oder optische Auffälligkeiten. Das Board an sich ist massiv.

    Vorher hatte ich das MSI B450-A Pro im Einsatz. Dies lief ebenfalls super. Hier ein Kurzer Vergleich - zuerst das X570-A Pro, danach im direkten Vergleich mit dem "Vorgänger":

    1.jpg 2.jpg

    Dazu ein paar Eindrücke vom Auf-/Einbau:

    7.jpg6.jpg

    Kompatibilität und Anschlüsse:

    Das Mainboard kommt im normalen ATX-Formfaktor und ist somit für "normalgroße" Tower-PCs gedacht. Es basiert auf dem X570-Chipsatz und dem Sockel AM4. Es ist laut Herstellerangaben mit Ryzen CPUs der 2000er und 3000er Reihe kompatibel, ich habe es mit dem Ryzen5 3600 getestet, es lieft ohne jegliches Update direkt problemlos. Es wird mit maximal 128GB und 4400 MHz so ziemlich jeder RAM-Konfiguration unterstützt und ist somit mehr als Zukunftssicher. Um den RAM anzuschließen sind 4 RAM-Bänke verfügbar, der RAM kann im Dual-Channel angebunden werden. Das ist auch sinnvoll, um die volle Leistung der Ryzen-Serie ausnutzen zu können.

    Zum Anschluss für Festplatten bzw. SSDs gibt es 6 S-ATA Ports und 2 M2 Ports.

    In Verbindung mit einem Ryzen der 3000er Serie lässt sich die Leistung des Boards vollständig ausschöpfen - eine große Neuerung des X570-Chipsatzes ist PCIe 4.0. Einer der geraden genannten M2 Ports ist PCIe 4.0 fähig und somit für die neuen SSDs gewappnet. Auf dem Board sind außerdem 2 PCIe 4.0x16 Anschlüsse verbaut, die aber natürlich abwärtskompatibel sind. Hier ist man aber auch mittelfristig auf der sicheren Seite - es ist gut möglich, dass die Grafikkarten in Zukunft dadurch mehr Leistung aufweisen können. Der oberste PCIe Anschluss ist zudem verstärkt, um das Durchbiegen schwererer Grafikkarten zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Der Vollständigkeit halber - es gibt auch noch 3 "kurze" PCIe 3.0x1 Slots, etwa für WLAN-Module oder ähnliches.

    Kommen wir nun zum IO-Panel - es sind alle Anschlüsse vorhanden, die man mMn. benötigt. Mehrere USB 3.2 Gen 1 Anschlüsse, 1x 3.2 Gen 2 mit Typ A und Typ C. Dazu noch 2 USB 2 Ports. USB-technisch sollte man hier keine Probleme kriegen. Dazu kann man seinen PC mit Gigabit LAN verbinden und hat außerdem die Möglichkeit, wenn man eine AMD APU nutzt, seinen Monitor per Onboard-HDMI zu verkabeln.

    Hier zur besseren Visualisierung:

    8.jpg

    Was mir persönlich tendenziell eher negativ aufgefallen ist, sind die Gehäuselüfter-Anschlüsse. Alle befinden sich auf der unteren Seite des Mainboards, das kann in manchen Fällen bei manchen Lüftern zu Problemen führen. In meinem Fall gab es hier zum Glück keine Probleme, aber ich wollte es dennoch erwähnen. Außerdem gibt es leider keinen Kühler für den M2 Slot. Bei neueren PCIe 4.0 SSDs wäre das ggf. sinnvoll - wobei es hier auch Karten mit integriertem Kühlblock gibt, es ist also nicht super kritisch. Auf WLAN muss man verzichten, aber man kann natürlich einen WLAN-Stick oder noch besser eine PCIe-Steckkarte verwenden. In den meisten Fällen würde ich aber dazu raten, einfach auf ein Netzwerkkabel zurückzugreifen.

    Flashback-Button und andere kleine Features:

    Zwar auch auf dem IO-Panel, es ist mir aber einen extra Unterpunkt wert. MSI verbaut bei einigen Mainboards im IO-Panel einen Flashback-Button. Mit diesem Button kann man eine beliebige BIOS-Version, welche man auf einen USB-Stick kopiert hat und in den markierten USB-Port gesteckt hat, erneut flashen. Falls man experimentierfreudig ist und es eventuell doch etwas mit dem Übertakten übertrieben hat, muss man sich keine Sorgen machen, wenn der PC mal nicht bootet. Das ist mMn. wesentlich angenehmer, als die CMOS-Batterie herausnehmen zu müssen - gerade wenn diese auf diesem Board an einer eher ungünstigen Stelle direkt "unter" der GPU liegt.

    Außerdem - mit dem Verkaufsstart von der Ryzen 3000 Serie haben wir gelernt, dass dies für die Zukunft auch super ist. Schauen wir z.B. auf die B450 Boards - diese brauchten ein BIOS Update, damit die neuen Ryzens unterstützt werden. Hat man keine passende CPU parat, bleibt der Bildschirm erstmal schwarz. Mit dem Button konnte man ein neues BIOS installieren und konnte direkt loslegen.

    Schön finde ich auch, dass die S-ATA Anschlüsse zur Seite des Mainboards abgewinkelt sind - nicht nach oben, wie auf einigen Mainboards. Das ist zwar keine große Änderung, erlaubt aber ein einfacherers und schöneres Kabelmanagement. Primär liegt es zwar am Gehäuse - aber auch solch kleinere Dinge machen die Verkabelung schöner.

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    Der Vollständigkeit halber - ich habe im Video erwähnt, dass ich es mal ordentlich versuche mit der Verkabelung - hier mal meine Version. Auch ohne modulares Netzteil kriegt man es halbwegs ordentlich hin, wenn man möchte.

    4.jpg 5.jpg

    Chipsatzlüfter:

    Der Chipsatzlüfter hat sich bei mir bisher nicht gedreht. Ich gehe stark davon aus, dass es daran liegt, dass ich keine PCIe 4.0 Geräte nutze bzw. besitze und der Chipsatz somit nicht übermäßig gefördert wird. Im BIOS kann man diesen manuell laufen lassen, aber auch dann ist er kaum bis gar nicht hörbar.

    Leistung:

    Grundsätzlich habe ich hier bisher keine Probleme festgestellt. Das BIOS lässt sich gut, wenn auch etwas langsam, bedienen. Die Spannungswandler sollten für ein Übertakten von Mittelklasse Ryzen der 3000er Serie locker ausreichen. Hier hört man oft den Begriff VRM-Kühlung, was sich genau hier drauf bezieht. Natürlich ist es auf einem Einstiegs-X570 Board nicht perfekt gelöst - aber hier gibt es auch keine großen Mängel. Beispielsweise ein Ryzen 5 3600 lässt sich auf diesem Board ohne Kompromisse übertakten, falls gewünscht. Mehr dazu im Fazit.

    Zum Thema Übertakten - das XMP-Profil des RAMs wurde ohne Probleme geladen, aber auch manuelle Übertaktung inklusive Anpassung aller Subtimings haben ohne Probleme

    Fazit und eigene Meinung:

    Mich konnte das Board bis hierhin überzeugen. Klar, es ist nicht darauf ausgelegt, dass ein Ryzen 9 3900X darauf übertaktet wird und dabei viel RGB-Bling Bling macht. Aber das ist auch nicht das, worauf das Board abzielt. Wer in diesem Budget nach einem Mainboard sucht, wird i.d.R. keinen 3000¤ PC bauen, der ohne RGB etc. für <2000¤ realisierbar wäre - sondern dem gleichen Motto wie mir folgen: Form follows Function. (and price). Und hier ist es einfach fair.

    Es ist ein solides X570-Einstiegsboard für Mittelklasse Ryzens. Ein großer Vorteil ist hierbei, dass das Produkt direkt nach dem Auspacken Ryzen 3000 ready ist und dazu dank PCIe 4.0 zukunftsfähiger als die B450/X470 Boards. Klar, wer jetzt günstig(er) Leistung haben will, kann sich auch z.B. das MSI B450-A Pro holen. Aber vermutlich kauft man dann doppelt, wenn man mal auf eine PCIe 4.0 Grafikkarte upgraden möchte.

    Online wird viel über VRM-Kühlung gesprochen und es werden VRM-Tierlists erstellt - Diese sind aber schon sehr hoch angesetzt. Dass ein Mainboard überhaupt große Kühlkörper für die VRM-Phasen hat, war lange Zeit in der Form nicht üblich. Wir sollten hiermit mindestens bis zum Ryzen 5 3600, wenn nicht eher sogar dem Ryzen 7 3700X keine Probleme haben, wenn wir übertakten wollen. Für die meisten wird es mMn. keinen Unterschied machen.

    MSI macht mit dem X570-A Pro hier einen Spagat zwischen den neuen X570 Features und dem Preis. An einigen Ecken muss man minimal abspecken, dafür hat man hier ein super Preis-Leistungsverhältnis. Wir sind recht sicher für die Zukunft unterwegs und zahlen keinen immensen Aufpreis im Vergleich zu einem B450. Da AMD den AM4-Sockel bis mindestens Ende 2020 angekündigt hatte, könnte man ggf. nächstes Jahr noch die CPU updaten. Alternativ kann man auf die GPUs und SSDs der Zukunft zurückgreifen und sollte somit einige Jahre Ruhe haben. Aktuell liegt es preislich bei grob 160¤ und das ist auch in Ordnung und absolut fair.
    Geändert von tomtom (16.09.2019 um 21:15 Uhr)

  6. #6

    Standard

    Produkttest MSI MEG X570 ACE

    Das Board wurde mir im Zuge der „Testers Keepers“ Aktion netterweise von Mindfactory.de zur Erstellung des Testberichts zur Verfügung gestellt.

    MSI bietet eine umfangreiche Palette an Mainboards mit dem neuen X570 Chipsatz für die aktuelle Generation der AMD Ryzen 3000 Prozessoren. Mit einem derzeitigen Preis von 369¤ bei Mindfactory.de gehört das MSI MEG X570 ACE zu den Boards der oberen Preiskategorie. Allerdings bieten sowohl MSI als auch andere Herstellern noch deutlich teurere Platinen an. Man darf gespannt sein, was das Board für diesen Preis zu bieten hat.
    Allgemein herrscht bei mir Skepsis gegenüber der, für den X570 Chipsatz notwendigen, aktiven Kühlung, da ein erhöhter Geräuschpegel im Betrieb zu befürchten ist. Bisher ist mir nur eine Hauptplatine bekannt die ohne einen Chipsatzlüfter auskommt. Das Board von Gigabyte spielt aber mit ca. 760¤ in einer ganz anderen Preisliga und ist daher für mich keine Alternative. Es wird sich zeigen wie das MEG X570 ACE mit dieser Problematik umgeht.
    Zuerst einmal ein Blick auf die technischen Daten bevor wir weiter ins Detail gehen.
    Grundsätzlich unterstützt das Board die Ryzen Prozessoren der 2000er und der 3000er Serie. Allerdings kann der Chipsatz seine volle Leistung und Anschlussvielfalt nur mit Prozessoren der 3000er Serie ausspielen. So ist die Nutzung von PCIe 4.0 und der maximale Ausbau an USB 3.2 Gen2 Anschlüssen nur mit Ryzen 3000er CPUs möglich. Das Board hat folgende technische Ausstattung mit im Gepäck:

    Formfaktor: ATX
    Sockel: AMD AM4
    Chipsatz: AMD X570
    Arbeitsspeicher: 4x DDR4 bis zu 3200MHz nach JEDEC oder bis zu 4600MHz im A-XMP OC Modus
    Max. 128 GB, keine ECC Unterstützung
    PCI-Express: 2x PCIe 4.0 x16 (werden beide Slots gleichzeitig genutzt stehen jeweils nur 8 Lanes pro Slot zur Verfügung)
    1x PCIe 4.0 x4
    2x PCIe 4.0 x1 (können nicht gleichzeitig benutzt werden)
    Speicher: 4x SATA 6Gbit/s
    3x M.2 Key M
    RAID: RAID 0, RAID 1 und RAID 10
    USB: 5x USB 3.2 Gen2 (4 Type-A Ports, 1 interner Type-C Anschluss)
    6x USB 3.2 Gen1 (2x extern, 4x intern)
    6x USB 2.0 (2x extern, 4x intern)
    AUDIO: Realtek® ALC1220 Codec
    8 Kanale über 5x 3,5mm Klinke sowie 1x TOSLink
    LAN: 1x Intel® WGI211AT Gigabit LAN
    1x Realtek® RTL8125 2.5Gbps LAN
    WIFI & BLUETOOTH: Intel®Wi-Fi 6 AX200 802.11 (a/b/g/n/ac/ax)
    Bluetooth® 5



    VERPACKUNG & LIEFERUMFANG
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    Das Board kommt in der gewohnten „Pappschachtel“ daher, die für Mainboards üblich ist. Diese ist in dezenten dunklen Farbtönen gehalten (schwarz und anthrazit) und setzt nur vereinzelte goldene Akzente. Gleichzeitig spart sich MSI eine übermäßig mit Features werbende Frontseite. Dadurch ist die Packung weniger nach Aufmerksamkeit schreiend und macht einen edlen und gediegenen Eindruck.
    Neben dem Mainboard selbst sind im Lieferumfang noch enthalten:

    1x WLAN Antenne (ca. 85cm Kabellänge)
    4x SATA Anschlusskabel sowie selbstklebende SATA Labels
    diverse RGB Kabel (RGB-Y-Kabel, Corsair- und Rainbow-RGB Verlängerungskabel und Corsair auf Rainbow Adapter)
    M.2 Schrauben
    Stoffsäckchen
    Handbuch (auf Englisch, auf Deutsch im Internet abrufbar)
    Treiber und Software CD
    Quick Start Guide
    Produktregistrierungskarte
    MSI-Sticker

    Damit fällt der Lieferumfang meiner Meinung nach recht spartanisch aus. Für ein Board dieser Preiskategorie hätte ich noch die ein oder andere Beigabe erwartet. Freunde von RGB-Beleuchtung können sich aber über die beigelegten Kabel freuen. Der Stoffbeutel ist sehr praktisch, um unbenutztes Zubehör wieder zu verstauen.


    DESIGN & VERARBEITUNG
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    Wie auch die Verpackung ist das ganze Board in dunklen schwarz und anthrazit Tönen gehalten. Schriftzüge und Logos setzen durch ihre goldene Farbe dezente Akzente. Besonders rund wird der Farbeindruck dadurch, dass auch alle Metallelemente an den PCIe- und RAM-Steckplätzen sowie die große Heat-Pipe dunkel eingefärbt sind. Die Metallelemente an den PCIe Steckplätzen und RAM-Bänken laufen bei MSI unter der Bezeichnung "Steel Armor“ und sollen eine verbesserte mechanische und EMI Stabilität bringen. Für mich sehen Sie in erster Linie gut aus. Insgesamt gefällt mir die Farbwirkung des Boards sehr gut, da sie dezent ist und gleichzeitig einen sehr hochwertigen Eindruck macht.
    Sofort ins Auge fällt auch der „Infinity-Mirror“ mit seinen RGB-Effekten. Durch die Konstruktion des Spiegels scheinen sich die verbauten RGB-LEDs ins Unendliche hinein zu spiegeln. Die Effekte können im MSI Dragon Center konfiguriert werden. Es stehen dazu vorkonfigurierte Effekte zur Verfügung, die in der Farbe, Helligkeit und Ablaufgeschwindigkeit angepasst werden können. Ein netter Effekt der für hardcore RGB-Fans wahrscheinlich zu wenig ist. Für RGB-Gegner lässt sich der Effekt aber auch direkt im BIOS deaktivieren.
    IMG_20190916_171334_b.jpg
    Auffällig ist, dass ein sehr großer Teil des Mainboards von Kühlkörpern bedeckt ist. Da der X570 Chipsatz aufgrund seiner hohen Verlustleistung eine aktive Kühlung benötigt, nimmt an dieser Stelle auch die Funktion der passiven und aktiven Kühlkomponenten einen noch wichtigeren Stellenwert ein.
    Wie es auch bei anderen Mainboards Standard ist, werden die Spannungsregler-Module (VRM) rund um den CPU Sockel von dicken Passivkühlkörpern bedeckt. Neu und dem X570 Chipsatz geschuldet ist ein großer Kühlkörper mit integriertem Lüfter im rechten unteren Bereich des Mainboards um die Abwärme des X570 Chipsatzes abzuleiten. Eine Besonderheit des MSI Boards ist, dass eine Heat-Pipe den großen Chipsatzkühlkörper mit den VRM-Kühlkörpern verbindet. Diese Verbindung ist optisch kaum auffällig, da die Heat-Pipe in einem dunklen Ton eingefärbt ist und sich sehr gut ins optische Gesamtbild integriert.
    Auch die M.2 Steckplätze sind mit Kühlkörpern ausgestattet. Praktisch ist, dass für jeden der drei M.2 Steckplätze ein separater Kühlkörper zur Verfügung steht. So kann bei Bedarf jeder Kühlkörper einzeln entfernt werden. Bereits in den PCIe Slots verbaute Karten müssen dafür nicht entfernt werden. Der Kühlkörper für den oberen M.2 Slot schließt direkt an den Chipsatzkühlkörper an, während die zwei anderen Kühlkörper in den Chipsatzkühler eingehängt werden. Leider entsteht dadurch ein Spalt zwischen den M.2 Kühlkörpern und dem Chipsatzkühlkörper, welcher den optischen Gesamteindruck etwas trübt.
    Gut gewählt ist die Position des Lüfters für die Chipsatzkühlung. Dieser ist im unteren Viertel des Boards positioniert und damit recht weit entfernt vom Grafikkarten Steckplatz. Das dürfte der Belüftung insgesamt zugutekommen, da dadurch die Luftströme von Graka- und Chipsatzlüfter etwas separiert werden und die Grafikkarte nicht die Luftansaugung des Chipsatz-Lüfters blockiert.

    Mir gefällt das Design des Boards durch seine Zurückhaltung bei der Farbgestaltung sehr gut. Manchmal ist weniger halt doch mehr, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Rein optisch macht das Kühlkonzept einen durchdachten Eindruck und die einzeln entfernbaren M.2 Kühlkörper sind sehr praktisch. Wie sich der Chipsatz-Lüfter im Betrieb verhält, ist weiter unten zu lesen.



    BACKPANEL & ANSCHLÜSSE
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    Das Backpanel zeigt sich mit seinen vielen Anschlüssen sehr verbindungsfreudig. So finden sich neben 4 UBS 3.2 Gen 2 Anschlüssen (1x Type-C) auch zwei USB 3.2 Gen 1 und zwei USB 2.0 Buchsen am Backpanel. Für LAN Konnektivität sorgen zwei RJ45 Anschlüsse (1x 1Gbit Intel, 1x 2,5Gbit Realtek) während das WLAN von zwei Gewinden zur Antennenaufnahme bedient wird.
    Der Sound kommt analog über fünf 3,5mm-Klinke Stecker oder per optischem TOSLink zu den Boxen. Sollte noch eine Tastatur oder Maus mit PS/2 genutzt werden, so lässt sich diese auch anschließen. Allerdings steht hier nur ein Anschluss bereit, sodass man entweder Maus oder Tastatur nutzen kann. Das sollte allerdings heutzutage kein Problem mehr sein, da der gute alte PS/2 Anschluss an Maus und Tastatur durch USB ersetzt wurde.
    Praktisch sind auch der Clear-CMOS Button, falls nach Rumspielereien im BIOS der Rechner nicht mehr starten will, und der Flash-BIOS-Button zum Flashen einer neuen BIOS Version vom USB-Stick.

    Auf dem Board selbst befinden sich noch weitere Header für USB 2.0 und USB 3.2 Anschlüsse, sowie vier SATA Konnektoren. Die Anzahl an SATA Konnektoren mag auf den ersten Blick gering erscheinen, dafür gibt es aber den Vollausbau mit drei M.2 Steckplätzen. Da der SATA Anschluss für Massenspeicher immer weniger relevant wird, ist dies eine gute Entscheidung von MSI. Allerding sollten sich Besitzer von mehr als 4 SATA Laufwerken darüber im Klaren sein.

    Von den drei PCIe 4.0 Steckplätzen ist der erste mit vollen 16 Lanes angebunden. Kommt eine weitere Karte im zweiten Slot zum Einsatz werde die Lanes auf beide Slots aufgeteilt, sodass jeweils 8 Lanes pro Slot zur Verfügung stehen. Der dritte PCIe 4.0 Slot ist über 4 Lanes angebunden.
    Dazu kommen noch zwei kurze PCIe 4.0 Slots die mit einer Lane angebunden sind. Diese Steckplätze können nicht gleichzeitig benutz werden.

    Es stehen sieben Anschlüsse für Lüfter und RGB-Connectoren für Rainbow & Corsair zur Verfügung. Dazu kommen noch ein Power- sowie Rest-Button und der Game-Boost-Regler mit dem eine einfache Übertaktung möglich ist ohne das BIOS zu bemühen.

    Mir bietet das Board alle Anschlüsse, die ich brauche. Gut finde ich das Onboard WLAN, da ich keine Möglichkeit habe meinen Rechner ans LAN anzustöpseln. Auch der TOSLink Ausgang für den Sound ist für mich wichtig, da meine Anlage per optischem Kabel versorgt wird.
    Zu Gunsten der Anzahl an M.2 Steckplätzen die Anzahl der SATA Konnektoren auf 4 zu beschränken ist sicherlich sinnvoll, da M.2 Steckplätze auf lange Sicht die SATA Schnittstelle bei schnellen Speichermedien ablösen. Mit insgesamt 17 USB Schnittstellen ist das Board auch in diesem Bereich gut ausgerüstet.
    Bei den Schnittstellen darf man für den Preis auch ein solches Ausstattungsniveau erwarten.
    PCIe 4.0 ist sicherlich zukunftsträchtig. Bis seine volle Leistung abgerufen werden kann, muss aber erst mal für den Desktop Bereich die entsprechende Hardware (Grafikkarten, Speichermedien) und Software ihren Weg in die breite Masse finden.



    MONTAGE

    Beim Einbau des Boards in mein NZXT 440i Midi-Tower gab es keine größeren Probleme. Fast alle Anschlüsse ließen sich sehr gut erreichen. Einzig ein UBS 3 Header im unteren Bereich des Mainboards liegt für meine Konfiguration so ungünstig, dass ich Ihn nicht nutzen kann. Ich konnte aber auf den Header am rechten Rand des Mainboards ausweichen. Der USB C Header an der unteren Boardkante wird von mir zurzeit nicht genutzt. Nach der Erfahrung mit dem UBS 3 Header, welcher direkt daneben liegt, könnte es aber auch hier zu Problemen kommen.
    Der Kühlkörper der eingesetzten Corsair H150i Pro für die CPU ist relativ klein, daher gab es hier keine Probleme mit Kollisionen zu Mainboard Elementen oder RAM-Riegeln.
    Das Handbuch ist für die Montage und Verkabelung aller Komponenten sehr hilfreich. Es ist übersichtlich und gut verständlich gestaltet.



    KÜHLUNG

    Das Board ist mit einem aktiven Lüfter für den X570 Chipsatz ausgestattet. Dieser läuft beim Anschalten des Systems an, ist aber nach ein paar Sekunden nicht mehr wahrnehmbar, da er sich wieder abschaltet.
    Im BIOS sind drei Lüfterkurven (Silence-, Balance- und Boost-Mode) zur Steuerung des Lüfters hinterlegt. Im Grundzustand ist der Balance-Mode im BIOS voreingestellt. Alle drei Kurve sorgen dafür, dass der Lüfter unter 50°C nicht anläuft, im Silence Modus sogar bis 70°C ohne Bewegung bleibt. Unten sind die Lüfterkurven noch einmal abgebildet. Zwischen zwei Temperaturgrenzen verläuft die Lüfterleistung linear.
    Lüfter_Balanced.jpgLüfter_Silence.jpgLüfter_Boost.jpg
    Zusätzlich kann man die Lüfterkurve auch manuell festlegen. Damit habe ich ermittelt bei welcher prozentualen Leistung welche Drehzahl anliegt:
    Folie2_b.jpg
    Die angegebenen Drehzahlwerte schwanken ungefähr um +/-75 UPM.
    Bei meinem System (NZXT 440i Midi Tower + Corsair H150i Pro WaKü + 4 Gehäuse Lüfter) ist der Lüfter bis 35% nicht wahrnehmbar, zwischen 35% und 40% leicht wahrnehmbar. Ab 45% wird das Lüftergeräusch störend und von mir als negativ wahrgenommen. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass die Werte bei den Presets Balanced oder Silent erreicht werden.
    Dank der semi-passive Lüfterkonfiguration, konnte ich im normalen Betrieb und auch unter Last den Lüfter nie heraushören.

    Meine Befürchtungen einen nervigen Chipsatzlüfter im Dauereinsatz ertragen zu müssen haben sich zerschlagen. MSIs semi-passive Lüfterkonfiguration leistet hier gute Dienste. Während der Dauer meines Testbetriebs konnte ich den Lüfter auch unter hohen Lasten nicht wahrnehmen, geschweige denn im Normalbetrieb. Hier ein eindeutiges „Daumen hoch“.



    BIOS
    MSI MEG X570 ACE BILDER.jpg
    Das BIOS präsentiert sich mit einer umfangreichen graphischen Oberfläche. Diese unterscheidet zwischen dem EZ- und dem Advanced-Modus. Im EZ-Modus ist nur der Zugriff auf grundlegende Informationen und Einstellungen möglich. Der volle Funktionsumfang des BIOS zeigt sich dann im Advanced Modus. In beiden Modi ist der Zugriff auf den Game-Boost und A-XMP Button zur schnellen, aber rudimentären Übertaktung möglich. Im Advanced-Modus stehen eine Menge Optionen zum Feintuning und Übertakten bereit. Benutzerspezifische Einstellungen lassen sich über den Menüpunkt „OC Profile“ speichern und schnell wieder abrufen. Mit der „M-Flash“ Funktion wird das BIOS einfach über einen angeschlossenen USB Stick (designierter Port dafür vorhanden) geupdatet. Der „Hardware Monitor“ bietet eine Übersicht über alle relevanten Daten wie Temperatur, Lüfterdrehgeschwindigkeiten und anliegende Spannungen. Hinter diesem Menüpunkt verbirgt sich auch die Lüftersteuerung, über die die Lüfterkurven des Chipsatzlüfters ausgewählt werden können oder bis zu fünf weitere angeschlossene Lüfter gesteuert werden. Dabei können voreingestellte Lüfterkurven übernommen oder manuell angepasst werden.
    Sehr praktisch ist auch der „Board Explorer“. Dieser zeigt Informationen zu allen an das Board angeschlossenen Komponenten und wie die Steckplätze oder weitere Header belegt sind.
    Leider gibt es keine Möglichkeit den Infinity Mirror im BIOS zu konfigurieren. Im BIOS lassen sich die RGB-Effekte nur vollständig deaktivieren.

    Für mich bietet das BIOS alle wesentlichen Einstellmöglichkeiten und geht mit vielen Funktionen sogar über das von mir aktuell benötigte hinaus. Overclockern wird eine Vielzahl von Optionen für das Feintunig angeboten.
    Allerdings steht für mich eine Option im BIOS zur Konfiguration der RGB-Effekte auf der Wunschliste. Da ich gerne auf Zusatzballast in Form zusätzlicher Software (MSI Dragon Center) unter Windows verzichten würde.
    Nach manuellem erhöhen der Drehzahlen in der Chipsatzlüfterkurve und nachträglichem anpassen auf niedrigere Werte, wurden diese teilweise nicht direkt übernommen. Hier half nur mehrfaches Betätigen der „AL Set Default“ und/oder „All Set Cancel“-Buttons.



    LEISTUNG

    Isoliert die Leistung eins Mainboards anhand von Benchmarks zu bewerten halte ich für schwierig. Aus meiner Sicht tragen im Wesentlichen die Komponenten Grafikkarte, CPU, RAM und Festplatten zur Performance eines Systems bei. Das Mainboard darf dabei natürlich keinen Flaschenhals bilden und sollte allen Komponenten ermöglichen ihre maximale Performance zu entfalten. Da ist das Board mit PCIe 4.0 den M.2 Anschlüssen und den sehr hohen möglichen RAM-Frequenzen eine solide Basis. Trotzdem möchte ich nicht vollständig auf Benchmarks verzichten und teste die CPU Leistung mit dem Cinebench R20 sowie SUPERPI 8M und die RAM-Speicherleistung mit AIDA64.

    Testsystem:
    Mainboard: MSI MEG X570 ACE
    CPU: AMD Ryzen 3700X
    GPU: NVidia GeForce GTX 780
    RAM: 32GB DDR4-3200, 15-16-16-35 (1,35 Volt)

    AIDA 64Extreme (V 6.00.5100)
    Zugriffszeit: 75,5ns
    Kopierrate: 46.318MB/s

    SuperPI 8M (V 1.1)
    1m 46s 666ms

    CineBench R20 (V 20.060):
    CPU (Multicore): 4691 Punkte
    CPU (Single Core): 493 Punkte

    Ohne einen 1:1 Vergleich gegen X570 Board mit der gleichen Konfiguration ist hier keine endgültige Bewertung möglich. Die gemessenen Werte liegen aber alle in den Bereichen, die man bei sonstigen Testberichten in Print- oder Webmedien findet. Daher leistet sich das Board hier keine nennenswerten Abweichungen.



    FAZIT

    PROS:
    + edles und dezentes Design
    + durchdachte Passivkühlung mit Heat-Pipe und einzeln entfernbaren M.2 Kühlern
    + semi-passive und damit lautlose Kühlung des Chipsatzes
    + PCIe 4.0 und 3x M.2 Anschlüsse
    + bis zu 17-mal USB
    + Onboard WLAN mit Antenne
    + umfangreiches BIOS
    + CLEAR CMOS und FLASH BIOS Button am Backpanel

    CONS:
    - Infinity Mirror nicht über BIOS konfigurierbar
    - Header am unteren Boardrand teilweise schwer zugänglich
    (- 4 mal SATA kann evtl. zu wenig sein)


    Für mich ist das Board bis auf Kleinigkeiten ein sehr gelungenes Mainboard. Die dezente Farbgestaltung entspricht genau meinem Geschmack und auch die Kühlelemente und das Steel Armor Featur tragen zu einem stimmigen Gesamtbild des Boards bei.
    Das Board bietet eine umfangreiche Ausstattung an Anschlüssen und durchdachte Features. Die semi-passive Lüfterkonfiguration konnte mich davon überzeugen, dass X570 Boards keine Krawallmonster sein müssen.
    Mit PCIe 4.0 und drei M.2 Slots ist das Board aus meiner Sicht für die Zukunft gut aufgestellt. Onboard WLAN und das umfangreiche BIOS runden das Gesamtpaket ab. Allerdings würde es mir bei diesem Preis auch schwer fallen auf diese Features verzichten zu müssen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist damit und unter der Berücksichtigung des allgemein hohen Preises für X570 Boards gut. Wer mit weniger Anschlussmöglichkeiten zurecht kommt oder kein Onboard WLAN braucht, kann auch zu Boards niedrigerer Preiskategorien greifen.

    Hier zu meinem kurzen Unboxing Video: Unboxing MSI MEG X570 ACE

    Viele Grüße,
    Marco

  7. #7

    Standard MSI X570-A Pro Review

    Danksagung

    Als aller erstes möchte ich mich ganz herzlich bei Mindfactory und MSI bedanken, für die Wahl als Tester der TESTER & KEEPER Aktion. Es hat mich freut und auch sehr viel Spaß gemacht!

    Einleitung

    Mit der dritten Generation der leistungsstarken RYZEN Prozessoren stellt AMD erstmals Prozessoren mit 7Nm Technik dem Consumermarkt vor. Mit der RYZEN 3000er Serie haben gleichzeitig auch einen neuer Chipsatz, der X570, Einzug gehalten. Mit der neuen Prozessorgeneration stehen nun unter anderem Features wie PCI E x16 4.0, eine höhere Taktrate bei DDR4 uvm. zur Verfügung.

    Im Rahmen der TESTER & KEEPER Aktion von Mindfactory und MSI darf ich hier das MSI X570-A Pro vorstellen und auf Herz und Nieren testen. In meinem Test werde ich einige Male Bezug auf das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC nehmen, welches ich ursprünglich für mein neues AM4 System erworben habe. Die Bezüge werden sich aber nicht auf die Leistungsfähigkeit, sonder eher auf die Verarbeitungsqualität und Materialauswahl beziehen, um eine kleine Vergleichbarkeit, der verschiedenen Modelle, des Herstellers zu erlangen. Neben der Verarbeitungsqualität werde ich auf Leistung, Ausstattung, Software und Inbetriebnahme eingehen. Zusätzlich werde ich noch eine Temperaturanalyse des Boards bei Leerlauf, sowie Last durchführen. Hierfür verwende ich neben den Messwerten, die ausgelesen werden können, ein Infrarotthermometer (Center 350).

    Bevor ich mit dem Review beginne, möchte ich noch kurz mein neues System vorstellen:

    CPU: AMD RYZEN 5 3600 6* 3,6 GHz
    CPU Kühler: BeQuiet Dark Rock 4 (TDP 200W)
    DDR: Corsair Vengance LPX DDR4-3200 (CMK16GX4M2Z3200C16)
    Mainboard: MSI X570-A Pro
    Grafik: Sapphire AMD RX480 8GB OC+
    Netzteil: ENERMAX Triathlor ECO 650W
    Gehäuse: CoolerMaster - Modell unbekannt

    Neues PC System.jpg

    Unboxing

    Das MSI X570-A Pro präsentiert sich in einem unauffälligen, schwarzen Karton. Auf der Front dominiert der Modellschriftzug (X570-A Pro), eingelassen in einer in einer stilistischen Diamantform. Darüber thront das MSI Logo, rechts davon das Logo des neuen Lightning M.2 Generation 4, links das Pro Series Logo. Im unteren Bereich des der Frontkatonage sind das AMD Ryzenlogo, sowie die Kompatibilität der CPUs angegeben. Rechts unten nochmal der Schriftzug “X570”, sowie den Verweis auf die neue PCIe Generation 4. Auf der Rückseite ist eine Abbildung des Board zu finden, sowie einige Keyfeatures. Darunter gehören der neue PCIe und M.2 Anschluss der 4ten Generation, AudioBoost 4, DDR4-, sowie CoreBoost und das Frozen Heatsink Design. Darunter finden sich die Spezifikation des Mainboards und eine Abbildung des I/O Shields, sowie ein QR Code für die Betriebsanleitung. Kleines Manko: Der Link zur Anleitung scheint veraltet zu sein und endet deswegen im Leeren. Hab das ganze nochmal bei meinem B450 Board überprüft. Hier geht der QR Code.

    Kommen wir aber nun zum Inneren:

    Öffnet man den Karton, erhält man sofort einen Blick auf das, in der ESD Tüte verpackte Mainboard, welches in einer Art Karton ”Schublade” liegt, die man leicht anheben kann. Unter der weißen Schachtel befindet sich das Zubehör.

    Mitgeliefert werden:

    • Zwei SATA Kabel in schwarz, einmal gewinkelt (90°) und eines mit geradem Anschluss,
    • Ein aus Blech gestanztes I/O Shield mit schwarzen Front
    • Zwei M.2 Schrauben für Festplatten
    • Ein MSI Sticker für das PC Gehäuse
    • Eine Treiber DVD
    • Etwas MSI Werbung, Hinweis auf Produktregistrierung, Quick Start-Guide sowie Case Stand off notification

    Ein gedrucktes Handbuch ist nicht vorhanden, ist aber auf der Produktwebsite in Englisch oder chinesisch verfügbar. Benutzerhandbuch ist verständlich geschrieben und enthält viele Abbildungen, sowie einige QR Codes mit Links zu YouTube Videos, welches die Montage zeigen.

    Fazit zum Unboxing:

    Schlicht verpacktes Mainboard mit durchschnittlichem Zubehörumfang. Eine gedruckte Betriebsanleitung, wie sie beim B450 Gaming Pro Carbon AC vorhanden ist, sucht man hier vergebens, sei es aus Kosten- oder Umweltschutzgründen. Die Anleitung und der Quickstart Guide sind sehr gut gemacht und leicht verständlich. Etwas negativ ist mir folgendes aufgefallen. Mein Board scheint im Werk nicht ganz korrekt verpackt worden zu sein. Man findet überall auf dem Karton im Inneren leichte Schleifspuren und Abdrücke der Kühlkörper. Auf der Unterseite haben die Pins der RAM Slots die ESD Tüte beschädigt und durchstoßen.

    msi.jpg 20190913_220146.jpg

    Design und Verarbeitung

    Das MSI X570-A Pro präsentiert sich in einem dezenten schwarzton, welches mit silbernen Querstreifen geschmückt ist. Auf den Spannungswandlern findet man einen schlichten, ebenfalls in schwarz gehaltenen Kühlkörper. Auf dem X570 Chipsatz thront ebenfalls ein, in schwarz gehaltener Kühlkörper mit einer aktiveren Kühlung. Nettes Gimmick: Vereinzelt sind Leiterbahnen in einem dezenten Orange gehalten.

    Die Verarbeitungsqualität des PCB (Printet Circuit Board) ist einwandfrei. MSI wirbt hier selbst mit “PCB auf Serverqualität”. Die Auswahl der Bauteile machen einen hochwertigen Eindruck und es scheint so, als würde MSI die gleichen hochwertigen Bauteile verwenden, wie beim B450 Gaming Pro Carbon AC oder anderen höherpreisigen X570 Modellen, dies gilt zumindest für Kondensatoren und kleineres ICs, sowie Transistoren. Alles ist ordentlich verarbeitet, Lötstellen sind ebenfalls einwandfrei, soweit wie ich das als angehender Elektroingenieur beurteilen kann .

    Ausstattung/ Anschlüsse

    An Bord haben wir einem AM4 Sockel, welcher die 2. und 3 Generation der AMD Ryzen Prozessoren unterstützt. Rechts neben dem CPU Sockel findet man vier DDR4 Slots die eine maximale Taktfrequenz von 4400MHz (OC) unterstützen. Hierbei können maximal 128GB installiert werden. Des Weiteren finden wir zwei M.2 Slots, wobei aber nur der obere die Generation 4 unterstützt. Neben den zwei M.2 Anschlüssen findet man 6 SATA Anschlüsse für Festplatten. Für Grafikkarten findet man zwei PCIe x16 4.0 Anschlüsse, die einen Crossfire-Betrieb erlauben. Für Erweiterungskarten hat man drei PCIe 3.0 x1 Slots zur Verfügung.

    Bei den USB Anschlüssen stehen einem Insgesamt, zwei Mal USB 3.2 (Gen2, A+C), 8 Mal USB 3.2 (Gen1)(6 auf I/O Shield ) und 6 Mal USB 2.0 (2 auf I/O Shield), verteilt auf PCB und Back Panel. Neben den USB Anschlüssen auf dem I/O Shield, findet man hier ein Gigabit LAN-Anschluss, ein PS2 Anschluss für Maus/Tastatur, ein HDMI Ausgang, ein optischen Ausgang für Audio, sowie 5 Mal normalen 3,5mm Klinke Anschlüsse für Audio Lautsprecher bzw. Micro. Zusätzlich findet man noch einen Taster für die Flash BIOS Funktion. Mit der Flash BIOS Funktion ist es möglich, ein BIOS Update durchzuführen, ohne das eine CPU, RAM oder Grafikkarte eingebaut ist. Es wird lediglich eine Spannungsversorgung über das Netzteil benötigt. Einfach USB Stick mit dem BIOS Update in den vorgesehenen USB Anschluss einstecken, Taster drücken, das war`s. Einfacher geht es nicht.

    Auch erwähnenswert sind die Debugging/Toubleshooting LEDs auf der Höhe der Stromversorgung. Sie zeigen im Fehlerfall an, welches Bauteil betroffen ist. Zum Beispiel CPU, DDR usw… Ein sehr hilfreiches Feature.

    Audiotechnisch haben wir den Realtek ALC1220 verbaut, der wieder bei sehr vielen Modellen von MSI zum Einsatz kommt und eine gute Audioqualität liefern soll. Später dazu mehr.

    Neben den oben genannten Anschlüssen finden sich natürlich noch weitere Anschlüsse für Lüfter, Spannungsversorgung, RGB Beleuchtung. Eine genaue Beschreibung kann unter dem folgenden Link entnommen werden unter “Übersicht”:

    Specification for X570-A PRO | Motherboard - The world leader in motherboard design | MSI Deutschland

    Montage/Inbetriebnahme/BIOS

    Die Montage des Boardes hat sich sehr einfach gestaltet. Alle relevanten Schritte waren im Quickstart Guide sehr gut dokumentiert. Auch die Pinbelegung vom Frontpanel war hier sehr schnell zu finden. Als Kühler habe ich, anstatt dem Boxed AMD Kühler, einen BeQuiet Dark Rock 4 verwendet. Die Montage des, doch sehr großen, Kühlers habe ich im ausgebauten Zustand vorgenommen, was vom Hersteller auch so empfohlen wird. Montage im Gehäuse selbst war mit einer kleinen Ausnahme problemlos. Beim ersten Versuch hat sich eine Halteklammer des I/0 Shield in LAN Buchse verkeilt, worauf ich das Board nochmal neu ausrichten musste. Ebenfalls ist die gut dokumentierte Anleitung in digitaler Form zu erwähnen. Gut strukturiert und bebildert, allerdings nur in Chinesisch und Englisch geschrieben.

    Die vorhandenen Stecker sind alle, bis auf eine kleine Ausnahme, logisch und funktional angeordnet. Kleiner Kritikpunkt sind hier die Anschlüsse für die Gehäuselüfter. Diese befinden sich an der untern Kante des Motherboard, vier an der Zahl. Somit musste ich das Kabel vom oberen Gehäuselüfter, von ganz oben nach ganz unten legen. Hier hätte ich mir einen Anschluss in der Nähe des CPU Fan gewünscht.

    Die Inbetriebnahme hat auf technischer Seite einwandfrei funktioniert. CPU und Festplatten wurden sofort erkannt. Beim Arbeitsspeicher musste ich noch manuell auf die richtige Taktfrequenz einstellen. Hat aber problemlos funktioniert.

    Beim BIOS handelt es sich um ein UEFI mit grafischer Oberfläche, welches über Tastatur und Maus bedient werden kann. Hier können alle relevanten Daten und Messwerte eingesehen werden. Hier ist auch die Overcklocking Funktion für CPU und Arbeitsspeicher zu finden. Unter andrem findet man hier die Steuerung, der einzelnen Lüfter. Man kann nicht nur feste Werte vorgeben, sonder auch Drehzahl-zu-Temperatur Profile hinterlegen, was eine externe Lüftersteuerung nahezu überflüssig macht.

    20190914_132417.jpg Uefi1.jpg Uefi2.jpg



    Software/Leistung/Audio


    Für die Leistungsmessung habe ich mit den verschiedenen Userszenarien aus dem MSI Dragon Center verwendet und einen Test in Cinebench R20 durchgeführt. Das Temperaturverhalten wurde mit Prime95 und HWInfo64 durchgeführt bzw. überwacht, sowie ein Infrarotthermometer für Oberflächen bzw. Kühlkörper.

    Software

    Das MSI Dragon Center ist ein Overclocking und Kontrollprogramm von MSI für euern PC. Hier können verschiedene „User Scenario“, wie es MSI nennt, also bestimmte Overcklocking/undercklocking Profile eingestellt werden. Darunter zählen: Extreme Performance, Balanced, Silent und Costum. Die Einstellungen umfassen neben CPU und DDR Eigenschaften, auch die individuelle Einstellung der Lüfter. Ebenfalls lassen sich im Dragon Center das Mystic Light und True Color einstellen.

    Dragon center.jpg

    Dragon center FAN.jpg

    Leistung:

    Nun zu den Tests mit Cinebench R20:

    Performance:

    CPU wird auf ca. 4,2 GHz gehalten. Achtung: Gute Kühlung vorausgesetzt.

    Multicore: 3631 Punkte
    Singlecore: 476 Punkte

    Silent:

    Multicore: 3433 Punkte
    Singlecore: 299 Punkte

    Balanced

    Multicore: 3153 Punkte
    Singlecore: 417 Punkte

    Temperatur:

    Temperaturen habe ich einmal Idle und einmal unter Volllast gemessen, jeweils im Performance Modus um die Spannungswandler gut zu belasten.

    Raumtemperatur: 25° C

    Idle:

    System: 38 ° C
    CPU: 35,8 ° C
    VR MOS: 43 ° C
    Chipsatz: 48 ° C

    Vollast CPU 100%, 15min Prime95

    System: 39 ° C
    CPU: 61,5 ° C
    VR MOS: 50 ° C
    Chipsatz: 58° C


    Messwerte Infrarotthermomessung

    Kühlkörper VR: 42-46 ° C
    DDR: 35 ° C

    Fazit: Mit den MSI Dragon Center lassen sich in einer sehr einfachen Art und Weise eine gute Performancesteigerung erreichen. Auch Leistungstechnisch macht das Board einen guten Eindruck. Genauere Vergleiche bzw. Leistungsdaten zu anderen X570 Boards habe ich leider nicht.

    In meinem kurzen Test hat sich das Board temperaturtechnisch unauffällig verhalten. Spannungswandler und Chipsatz Temperaturen waren absolut in Ordnung, allerdings war die GPU nicht belastet. Entgegen aller Befürchtungen ist der Chipsatzlüfter im Grunde genommen nicht wahrnehmbar. Er läuft in den meisten Fällen auf einer sehr kleinen Drehzahl oder ist komplett aus.

    Audio

    Voll und ganz überzeugt bin ich von der Onboardaudio mit dem Realtek ALC1220 Chip. Toller Sound, sehr gute Einstellmöglichkeiten über Equalizer. Kein Vergleich zu meinem alten GA970 Motherboard von Gigabyte.



    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten

    Zur Haltbarkeit kann ich aktuell noch nichts sagen. Es handelt sich um das erste MSI Motherboard, das bei mir zum Einsatz kommt. Die Verarbeitung ist, wie auch schon beim B450 Pro Gaming Carbon Ac einwandfrei und macht einen wertigen Eindruck.



    Preis/Leistung + Fazit

    Für rund 170¤ erhaltet ihr den Einstieg in die Welt von PCIe 4.0 mit dem X570 Chipsatz. Damit gehört das MSI X570 A-Pro zu den Einsteigerboards für die neuen AM4 Ryzen 3000 Serie. Wer sich einen neuen PC zusammenstellen will und auf der Suche ist nach einem soliden, zukunftssicheren Board ohne viel schnick schnack, auf die 4. Generation von PCIe und M2 nicht verzichten möchte, ist hier genau richtig. Zusätzlich erwarten euch tolle Features wie das BIOS Flashback und eine sehr gute Onboardaudio. Abstriche müssen etwas bei der Ausstattung gemacht werden. Mir persönlich fehlen allerdings Bluetooth und einen größeren VRM Kühler, um das Overcklockingpotential zu erhöhen, vor allem in Betracht auf die 8 und 12 Kerner. Nichts desto trotz ist das MSI X570 ein tolles Motherboard, mit einem tollen Preis/Leistungsverhältnis, welches ich bedenkenlos weiterempfehlen kann.


    Unboxing Video ist hier zu finden:

    YouTube


    Vielen Dank fürs durchlesen. Hoffe es hat euch gefallen.

    Viele Grüße
    Patrick
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Paddy93 (17.09.2019 um 19:45 Uhr)

  8. #8
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    Beiträge
    1

    Standard MSI X570-A Pro

    Hallo,
    hier ist mein Beitrag zur Testers Keepers-Aktion.
    Zuerst mein Unboxing-Video:


    Und dann mein Text:

    Ein kleines Vorwort
    Ich habe das MSI X570-A PRO im Rahmen des Testers Keepers-Programms testen dürfen.
    Vielen Dank Mindfactory!

    Nun zur Bewertung:

    Was wird mitgeliefert?
    box_contents3.jpg
    -Das Mainboard
    -Eine minimalistische Installationsanleitung + warnenden Beipackzettel
    -2 SATA-Kabel
    -Die IO-Blende
    -Eine Treiber-DVD
    -Ein Aufkleber mit MSI-Logo
    -Etwas MSI-Werbung
    -2 *einzeln verpackte* M.2-Schräubchen

    Design
    overview.jpg
    Mit dem MSI X570-A PRO wird man keine Schönheitswettbewerbe gewinnen; es ist aber auch nicht hässlich, sondern einfach nur schlicht.
    So wurden auf unnötige Design-Elemente, wie z.B. RGB-Beleuchtung, verzichtet.
    Damit das nicht zu langweilig ist, gibt es ein dezentes Schwarz/Grau-Muster.
    Wer mehr auffallen möchte, kann zum abseits der Optik sehr ähnlichen oder gar baugleichen, ca. 10¤ teureren MSI MPG X570 GAMING greifen.
    Für mich reicht es völlig aus, da das Mainboard in einem „normalen“ Gehäuse ohne Glas verschwunden ist.

    Verarbeitung
    Das Mainboard wirkte beim Auspacken sehr robust; ohne Zweitexemplar werde ich das aber nicht näher testen.
    monday_sticker.jpg
    Beim Aufkleber des Produktnamens hatte jemand einen schlechten Tag; er klebt auffällig schief. Ist das ein Problem? Nein, da es hier eh nicht um Aussehen geht.

    Montage
    dimm_m2_info.jpg
    Das MSI X570-A PRO ist ein ausgewachsenes ATX-Board. Es braucht also genug Platz beim Einbau.
    Die Verteilung der Anschlüsse hat hierbei ein paar Stärken und Schwächen gezeigt.
    Gut:
    - Auf Höhe der PCIe-Anschlüsse gibt es keine vertikalen Anschlüsse. Die dort verbauten SATA/USB-Buchsen gehen zur Seite ab und blockieren damit keine lange Grafikkarte beim Einbau.
    - Wenn man nur 2 RAM-Module einbaut, muss man nicht in der Anleitung nachlesen, wo man diese einbauen sollte. Es steht direkt neben den Steckplätzen.
    - Ähnlich ist einfach ist der Anschluss des System-Panels. Hier ist die Pin-Belegung direkt auf dem Board abgedruckt.
    Schlecht:
    - Häufig hat man auf Höhe des IO-Panels einen Lüfter, der die Abwärme rauspustet. Dort in der Nähe gibt es aber keinen dafür passenden Anschluss. Die reihen sich alle im unteren Bereich des Mainboards auf. Eine Verlängerung muss also her.
    - Die separat zu installierende IO-Blende kann auch nervig werden. Das leicht teurere Gigabyte X570 Gaming X würde dagegen als Ganzes eingebaut werden können.

    Leistung
    lower_area.jpg
    Das aktuelle Alleinstellungsmerkmal des X570-Chipsatzes ist natürlich PCIe 4.0.
    Dies gibt es hier in drei Varianten:
    -PCIe 4.0x16 beim Steckplatz PCI_E1 (z.B. für die Grafikkarte)
    -PCIe 4.0x4 beim x16 langen Steckplatz PCI_E3 (z.B. 2. Grafikkarte oder SSD-Adapter)
    -PCIe 4.0x4 beim SSD-Steckplatz M2_1
    Um diese Schnittstelle vollwertig nutzen zu können, ist ein Ryzen-Prozessor der 3000er-Reihe nötig. (Die APU-Varianten 3200G und 3400G zählen hier nicht, da diese auf einer älteren Generation aufbauen!)
    Bei älteren Prozessoren gibt es stattdessen an allen Steckplätzen PCIe 3.0; bei den APU-Varianten mit dem G hinter der Zahl verringert sich PCI_E1 auf PCIe 3.0x8.

    Den Rest bilden drei PCIe 3.0x1-Steckplätze. Hierbei gibt es zu beachten, dass sich PCI_E2 und PCI_E4 ausschließen.
    Das ist ein sinnvoller Kompromiss, da PCI_E2 durch eine über 2 Einheiten hohe Grafikkarte in PCI_E1 überdeckt werden würde
    PCI_E4 wird wiederum schon bei einer normalen Grafikkarte auf PCI_E3 unbenutzbar.
    Zusammengefasst:
    eine dicke Grafikkarte → PCI_E4 frei
    zwei 2 hohe Grafikkarten → PCI_E2 frei
    2 dicke Grafikkarten → kein Steckplatz frei

    Es gibt leider nur 2 M.2-Steckplätze, dafür sind diese gut platziert:
    -M2_1 mit der heißlaufenden PCIe 4.0x4-SSD ist über der Grafikkarte platziert und ist daher vor deren heißer Abluft geschützt.
    -M2_2 mit PCIe 3.0x4 oder SATA sitzt dagegen im unteren Bereich auch mit gutem Abstand zur (einzelnen) Grafikkarte.
    Wer mehr M.2-SSDs nutzen möchte, kann ca. 40¤ für das Biostar Racing X570GT8 dazulegen. Dort soll es ganze 3 M.2-Steckplätze geben. Oder man verbaut einen Adapter in den PCI_E3-Slot.

    Wi-Fi oder Bluetooth gibt es hier nicht, sondern erst ab ca. 30¤ extra. (MSI MPG X570 GAMING EDGE WIFI)

    io_panel2.jpg
    An anderer Stelle wurde hier aber nicht gespart; bis zu 16 USB-Anschlüsse sind inklusive:
    8x intern:
    -2x2 USB3.2 Gen 1
    -2x2 USB2.0
    8x extern:
    -2x USB3.2 Gen 2 (1x Typ A, 1x Typ C)
    -4x USB3.2 Gen 1 (4x Typ A)
    -2x USB2.0 (2x Typ A)
    Auch die Audioanschlüsse sind für diese Preisklasse üppig, mit 7.1 + Mikrofon und optischem S/PDIF.

    socket_and_vrm.jpg
    Auf dem Board ist ein 4 Pin- und ein 8 Pin-Stromanschluss für die CPU.
    Sind beide notwendig? Da ist das Handbuch leider sehr undeutlich.
    „Make sure that all the power cables are securely connected to a proper ATX power
    supply to ensure stable operation of the motherboard.“
    Ich habe es einfach getestet:
    Der 8 Pin-Anschluss alleine reicht, mit 8+4 fühlten sich die IO-seitigen Spannungswandler aber kühler an.

    Benchmark
    build_lower_complete_cropped.jpg
    Mein altes System bestand aus einem 2400G mit PCIe 3.0-SSD. Ich benutzte es unter Anderem zur App-Programmierung auf Android-Studio.
    Im ersten Schritt habe ich die PCIe 3.0-SSD in das neue Mainboard mit einem 3700X umgesteckt.
    Im zweiten Schritt habe ich eine Corsair MP600 mit PCIe 4.0 installiert und sowohl Ubuntu als auch meine Projektordner umziehen lassen.
    Dazu habe ich drei alltagsbezogene Tests ausgesucht, um den Einfluss der neuen Komponenten auf die App-Entwicklung zu testen:
    - Starten von Android Studio (Splashscreen bis Ende der Gradle-Ausführung)
    SSD PCIe 3.0, 2400G: 26s
    SSD PCIe 3.0, 3700X: 13s (-13s)
    SSD PCIe 4.0, 3700X: 12s (-1s)
    - Kompilieren mit „Rebuild Project“
    SSD PCIe 3.0, 2400G: 16s
    SSD PCIe 3.0, 3700X: 8s (-8s)
    SSD PCIe 4.0, 3700X: 8s (leichte Verbesserung in der Nachkommastelle)
    - „Debug App“ inklusive Start des Emulators
    SSD PCIe 3.0, 2400G: 10s
    SSD PCIe 3.0, 3700X: 8s (-2s)
    SSD PCIe 4.0, 3700X: 7s (-1s)
    Das Ergebnis lässt sich leicht zusammenfassen:
    Starten und Kompilieren lasten den Prozessor voll aus und skalieren gut mit dessen Leistung.
    Eine Upgrade der SSD bringt hier dadurch eher wenig.
    Erst wenn der Prozessor so schnell ist, dass er zwischendurch auf Daten der SSDs warten müsste, wäre die schnellere SSD gerechtfertigt. (Ein Test für den kommenden Threadripper?)

    Ich behalte die SSD trotzdem, da ich mir in absehbarer Zukunft zwei Anwendungen anschaffen werde, die meiner Einschätzung nach von der Mehrleistung profitieren könnten. (Star Citizen, Microsoft Flight Simulator 2019/2020 → kürzere Ladezeiten – hoffentlich)

    Haltbarkeit/Wartung
    build_M2_2.jpg
    Der X570-Chipsatz hat sich PCIe 4.0 mit einem Nachteil erkämpft:
    Die Rückkehr der Chipsatzlüfter! (→ Verschleißteile)
    Beim MSI X570-A PRO ist dieser immerhin relativ weit unten, etwas von der Grafikkarte entfernt eingebaut.
    Wenn man nah an das Mainboard herangeht, kann man den Lüfter hören.
    Im Gehäuse unter meinem Tisch kann ich ihn aber kaum ausmachen.

    Auch ungünstig, aber nur alle paar Jahre störend: Die Batterie wird von der Grafikkarte verdeckt.
    Diese müsste zum Batteriewechsel also ausgebaut werden.

    Vorbildlicherweise gibt es eine BIOS-Update-Funktion, die nur einen USB-Stick und ein Netzteil benötigt. (also auch ohne CPU, RAM, GPU o.Ä.)
    Gerade weil die X570-Platform noch relativ jung ist und ein paar Kinderkrankheiten hat, würde ich ein Update auf das neuste BIOS empfehlen.

    Preis-/Leistungsverhältnis/Fazit
    Das MSI X570-A PRO ist eines der „günstigen“ X570-Motherboards.
    Man muss daher ein paar Abstriche bei den Funktionen, wie z.B. Wi-Fi oder den M.2-Steckplätzen, machen. Trotzdem bietet es das, was den X570-Chipsatz besonders macht:
    PCIe 4.0
    Ist es das Wert? Das kommt sehr auf die persönlichen Anforderungen an.
    Bei meinem Anwendungsfall gab es mit der schnelleren SSD eher keine Leistungsvorteile. Ich wäre ohne dieses Geschenk von Mindfactory bei meinem alten B350-Board geblieben.
    Anwendungen, die von schnellen SSDs profitieren, könnten dagegen ein Grund für so ein Board sein, müssen aber den Kauf eines neuen Boards und einer passenden PCIe 4.0-SSD rechtfertigen. (zusammen >400¤!)

    Wer jetzt ein neues System zusammenstellt, sollte es sich aber lieber zweimal überlegen, ob er an der falschen Stelle spart und sich mit dem Kauf eines alten Boards für zukünftige Upgrades Optionen verbaut.
    So gibt es auch noch weitere Features, wie schnellere unterstützte Arbeitsspeicher.

    Wenn man wiederum ein sehr knappes Budget hat, sollte man vielleicht lieber auf ein kompatibles Board der Vorgängergeneration setzen.

    Zusammengefasst:
    Wer sich für das MSI X570-A PRO entscheidet, bekommt ein vernünftiges Mainboard der neusten Generation zum – für Mainboards im Allgemeinen – mittelhohem Preis mit leichten Abstrichen, aber einem ansonsten guten (technischen) Design.
    Ob einem der X570-Aufpreis für PCIe 4.0 es wert ist, muss man selbst entscheiden.
    Geändert von mpm (18.09.2019 um 18:38 Uhr)

  9. #9

    Standard

    Das MSI X570-A PRO wurde mir im Rahmen einer Testers Keepers Aktion von Mindfactory zur Verfügung gestellt.
    Dafür erstmal vielen Dank!

    Mein altes System wollte ich sowieso aufrüsten, da kam mir das Board gerade recht.

    Lieferumfang:
    - Natürlich das Mainboard an sich
    - Ein Quick Installation Guide, der leider nur ein Faltblatt ist. Früher gab es noch richtige Handbücher
    - 2 SATA-Kabel
    - 2 M.2 Schrauben
    - Eine schwarze IO-Blende
    - Die obligatorische CD mit den Treibern und Tools
    - Ein Aufkleber mit dem msi-Logo
    - Ein Hinweiszettel als Hinweis auf die Produktregistrierung
    - Werbung für andere msi Produkte

    Ersteindruck:
    Schon beim Auspacken macht das Mainboard ein gutes Bild.
    Es ist schlicht in schwarz und grau gehalten und wirkt aufgeräumt.
    RGB-Elemente oder Farbspielereien gibt es keine.
    Die Verarbeitung wirkt direkt gut, allerdings habe ich auch bei anderen Mainboards
    noch keine wirklich schlechte Verarbeitung gesehen.

    20190915_153314_small.jpg

    Features:
    Doch worauf es ankommt sind ja die "inneren Werte" und da bringt das X570-A PRO schon einiges mit.

    Zuerst natürlich den neuen X570 Chipsatz mit der direkten Unterstützung der aktuellen AMD Prozessoren der Ryzen 3000-Serie.
    Zwar können auch ältere Boards per BIOS Update die nötige Kompatibilität erhalten,
    aber eine native Unterstützung ist mir persönlich lieber und bietet entsprechend eher die Möglichkeit noch weitere
    Ryzen Generationen zu unterstützen.
    Für Ryzen Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit bringt das Board einen HDMI 1.4 Port mit.

    Ein weiteres Highlight ist Lightning Gen4, also der aktuelle Standard für PCIe und M.2, wobei das Board zwei M.2 Steckplätze bietet.
    Hier muss man beachten, dass es verschiedene Bauformen gibt und die beiden M.2 Steckplätze nicht exakt die gleichen Formate unterstützen.
    Der erste Slot unterstützt die Formate 2242, 2260, 2280 und 22110 während der zweite Slot nur 2242, 2260 und 2280 unterstützt.
    Das ist jedoch ausreichend für die meisten SSDs.
    20190915_153331.jpg

    Für weitere SSDs oder Festplatten bietet das Board 6 SATA 6BG/s Anschlüsse,
    dabei gibt es auch direkte RAID Unterstützung von RAID 0, 1 und 10.

    Dem Arbeitsspeicher stehen 4 Plätze zur Verfügung, die im Dual Channel betrieben werden können.
    Unterstützt werden bis zu 128 GB mit bis zu 4400 MHz Takt, mit und ohne ECC.

    Für Grafikkarten stehen ein PCIe 16x und ein PCIe 4x zur Verfügung und das Board unterstützt auch Crossfire,
    also die parallele Nutzung von zwei Grafikkarten.

    Natürlich auch dabei ist ein Gigabit LAN Anschluss und ein 7.1 Soundsystem mit optischen S/PDIF Ausgang.

    USB wird im Standard 3.2 geliefert, dabei gibt es "hinten" insgesamt fünf Anschlüsse vom Typ A (4x Gen1 und 1x Gen2)
    und sogar einen vom Typ C (Gen2). Für die Front gibt es noch mal 4x Gen 1 Typ A, sowie 4x USB 2.0.
    20190918_131053.jpg

    Einbau & Montage:
    Das Board an sich lässt sich einbauen wie jedes andere Board auch.
    Mit seinen Maßen von 30.4 cm x 24.3 cm ist es nicht das kleinste Board, sitzt aber stabil auf den neun Befestigungsplätzen.
    Wenn man etwas mehr Kraft anwenden muss, z.B. bei dem Stromanschluss beim Board biegt es sich auch nicht besonders.
    Ich hatte nie die Angst, dass es brechen könnte.

    Der extra dazu gekauft Ryzen 5 3600 rutscht einfach in den AM4 Slot, der Boxed Kühler lässt sich direkt in das Board schrauben.
    Schön ist hier die Verstärkung des Boards durch eine Backplate. So kann man das Board beim Festschrauben gut anfassen und es hält
    so auch größere Kühler, als den bei der CPU mitgelieferten Wraith Stealth.

    Hier muss man jedoch auch beim Kühler der Boxed Version darauf achten, dass der Kühler nicht in die Bänke für den
    Arbeitsspeicher ragt. Schon der Boxed Kühler hat eine Wulst für den AMD Schriftzug, der es verhindert, nachträglich einen Riegel
    in den 1. Slot zu schieben. Also entweder zuerst den Speicher rein, oder hier aufpassen.
    20190917_115033.jpg

    Ähnliches gilt für den PCIe 16x Slot für die Grafikkarte, der direkt bei den SATA Anschlüssen liegt.
    Die Datenkabel für die SSDs oder HDDs daher besser vor dem Einbau der Grafikkarte in die SATA Anschlüsse stecken.
    Ansonsten ragt die Grafikkarte schnell direkt bis über die SATA Anschlüsse und es kann dann sehr eng werden.
    Bei mir ist es eine alte Sapphire Radeon R9 280X Tri-X OC, die den Platz verschlingt.
    20190917_130944.jpg

    Keine Probleme gibt es beim Einbau der neuen Samsung 970 EVO Plus in den M.2 Slot. Zuerst die Halterung für die Schraube in
    die richtige Position bringen (diese ist im Loch für die 110mm Karten), SSD in den Slot schieben und mit einer der beiden
    M.2 Schrauben befestigen, die dem Board beiliegen.

    Dem Board liegt auch eine kleine Anleitung für den Einbau bei. Dort wird gezeigt, wie man den Prozessor und den Arbeitsspeicher
    richtig einsetzt. Ebenso ist ein Bild der Pin Belegung für die Power und die Reset Taste,
    sowie die Power LED und die HDD LED abgebdruckt.
    Außerdem ist bei jedem Segment noch jeweils ein QR Code, der zu einem Anleitungsvideo bei Youtube führt.
    Video und Anleitung sind dabei jedoch nicht speziell für das msi X570-A PRO, man kann also z.B. nicht erkennen,
    wo man die richtigen Pins findet.
    20190918_131549.jpg20190918_131612.jpg

    Sollte bei der Montage irgendwas nicht passen - der Arbeitsspeicher steckt nicht richtig in der Bank oder ist defekt - gibt es kein
    Piepkonzert. Das Board hat dafür ein Feld mir vier LEDs. Je eine LED für Boot, CPU, GPU und RAM. Leuchtet dort eine LED, weiß man
    direkt wo der Fehler liegt.

    Leuchtet nichts, ist alles gut und das System kann in Betrieb genommen werden.

    Durch das übersichtliche BIOS kann schnell geprüft werden, ob alles richtig erkannt wird, also auch meine beiden alten SSDs.
    Die neuen BIOS machen optisch einiges her und bieten auch Mausunterstützung.
    Das Booten von USB ist somit ganz schnell eingestellt.
    Die Installation von Windows 10 Pro auf der 970 EVO Plus dauert dann nur wenige Minuten.
    20190917_133949.jpg

    Leistung:
    Das Board hält, was man sich von einem günstigen X570 Board verspricht.
    Wenn man wie ich von einem älteren System aufrüstet ist der Unterschied direkt spürbar.
    Und wer kauft sich einfach ein neues Board, wenn er nicht aufrüstet?

    Bei mir ging der Sprung von einem Intel Xeon E3-1231 v3 @3.4GHz, mit 8GB DDR3 Arbeitsspeicher und SATA SSD auf einen
    Ryzen 5 3600 mit 16GB Crucial Ballistix Sport LT V2 DDR4-3000 und einer Samsung SSD 970 EVO Plus für den M.2 Slot.
    Also weiterhin eher gute Mittelklasse als High End.

    Der Unterschied ist jedoch deutlich spürbar. Das verdankt man insbesondere der SSD im M.2 Slot.
    Nach dem blitzschnellen Bootvorgang ist Windows direkt bereit. Office startet in gut einer Sekunde.
    So wie der Sprung von einer HDD auf eine SATA-SSD deutlich spürbar ist, bringt der Sprung auf eine flotte M.2 SSD
    wieder einen deutlichen Schub.

    Preis/Leistung & Fazit:
    Das msi X570-A PRO ist eins der günstigsten X570 Boards auf dem Markt, muss sich aber beileibe nicht verstecken.
    Es bietet die nötigen Standards wie M.2 Anschlüsse, 4 Bänke für bis zu 128 GB DDR4 Speicher, Gigabit LAN und eben
    beziehungsweise vor allem die direkte Unterstützung der 3. Generation der Ryzen Prozessoren.
    Zusätzlich kann es noch mit vielen USB Anschlüssen und 7.1 Sound aufwarten.
    Leider nicht dabei sind WiFi und Bluetooth.
    Ebenfalls sind keine RGB Spielereien vorhanden, auch wenn das Board diese mit Mystic Light steuern kann.

    Insgesamt ein gutes Board, wenn man nichts Extremes machen möchte.

    Hier noch das Unboxing Video:

  10. #10

    Beitrag Testbericht Produkttest MSI MEG X570 ACE

    Testbericht Produkttest MSI MEG X570 ACE – Entstanden im Rahmen der Mindfactory Testers Keepers Aktion

    Das MSI MEG X570 ACE (7C35-002R) ist ein Mainboard im ATX Formfaktor mit dem AMD CPU-Sockel AM4. Wie der Name des Mainboards schon verrät ist ein AMD X570 Chipsatz verbaut.
    Rechts des CPU-Sockels gibt es vier RAM Slots für DDR4 DIMM Riegel. Dort können bis zu insgesamt 128 GB (maximal 32 GB pro Modul) Arbeitsspeicher mit einem Rating von bis zu DDR4-4600 (PC4-36800U) verbaut werden. Diese Frequenzen bedeuten in der Regel ein Übertakten der entsprechenden Komponenten.

    Zur internen Erweiterung mit Steckkarten bietet das Mainboard insgesamt neun Erweiterungsslots. Davon sind drei PCIe 4.0 x16 Slots, wobei der oberste mit vollen 16, der mittlere mit acht und der unterste mit vier Lanes angebunden ist. Zwischen den x16 Slots befinden sich noch zwei PCIe 4.0 x1 Slots. Mit dem AMD X570 Chipsatz wird PCIe 4.0 in den Endkundenbereich eingeführt. Für den PCIe 4.0 werden jedoch zwingend Ryzen Prozessoren der dritten (3000er) Serie vorausgesetzt. Stand heute gibt es jedoch wenige Erweiterungskarten, die überhaupt vom gesteigerten Durchsatz profitieren können. (Verdoppelte Bandbreite von max. 15,75 GB/s zu 31.51 GB/s bei einem x16 Slot mit 16 Lanes.) Die Slots eignen sich natürlich für den Multi-GPU Betrieb mit entweder NVIDIA 2-Way-SLI (x8/​x8) oder AMD 2- bzw. 3-Way-CrossFireX (x8/​x8, x8/​x8/​x4). Drei weitere Erweiterungsslots sind vom Typ M.2 (Typ M-Key). Der oberste ud längste Slot ist per PCIe 4.0 mit vier Lanes angebunden und kann Module in den Längen 22110 (110 mm länge), ​2280 (80 mm länge), 2260 (60 mm länge) oder 2242 (42 mm länge) aufnehmen. Darunter befinden sich dann zwei kürzere M.2/​M-Key Erweiterungsslots, die per PCIe 4.0 x4 bzw. SATA angebunden sind. Diese kürzeren Steckplätze können Module in den Längen ​2280 (80 mm länge), 2260 (60 mm länge) oder 2242 (42 mm länge) aufnehmen. Zu guter Letzt ist auf dem Board noch ein M.2/​E-Key Steckplatz versteckt. In diesem per PCIe angebundenen Slot vom Typ 2230 (30 mm Länge) steckt bereits das WiFi+BlueTooth-Modul.

    Zur intern Erweiterung über Anschlüsse bietet das MSI MEG X570 ACE insgesamt 15 verschiedene Möglichkeiten. Highlight ist mit Sicherheit der eine vom neuen X570 Chipsatz ermöglichte USB-C 3.1 (20-Pin Key-A Header) Anschluss. Dazu kommen noch vier USB 3.0 und vier USB 2.0 Ports, die jeweils auf den üblichen Doppelsteckern herausgeführt werden. Zum Anschluss von Laufwerken und Festplatten mittels SATA-Stecker befinden sich 6 vier Gb/s Ports auf dem Mainboard, die auch vom X570 Chipsatz bereitgestellt werden. Diese unterstützen natürlich die bereits vom Chipsatz unterstützen RAID-Modi 0, 1 und 10. Ganz unten links, in unmittelbarer Nähe zum Audio-Modul, befindet sich noch der übliche HD-Audio-Header. Ebenfalls befindet sich auf dem Board ein TPM-Header (Trusted Platform Module) in dem ein TPM-Modul eingesetzt werden kann.

    Auf der externen I/O-Blende befinden sich insgesamt 19 Anschlüsse. Zwei davon sind für die von der CPU direkt bereit gestellten USB 3.1 Anschlüsse. Davon wiederum ist ein Anschluss in USB-C (3.1) und einer in USB-A (3.1) Ausführung verbaut. Die sechs weiteren USB Anschlüsse, alle in der USB-A-Buchsen Ausführung, werden intern vom X570 Chipsatz bereitgestellt. Zwei davon sind vom Typ USB 3.1, zwei vom Typ USB 3.0 und zwei vom Typ USB 2.0. Zu den USB-Anschlüssen gibt es auch noch einen PS/2 Combo-Port für den Anschluss einer Maus oder Tastatur. Mittels Realtek RTL8125AG wird ein 2.5GBase-T Ethernet Anschluss (RJ45) realisiert. Der andere RJ45 Ethernet Anschluss ist ein Gigabit Ethernet Anschluss vom verbauten Intel I211-AT Chip. Ein weiterer Intel Chip (AX200 - auf dem im bereits mit WiFI und Bluetooth Modul bestückten M.2 Slot) stellt die beiden auf der I/O Blende sich befindenden SMA-Port für externe WLAN-Antennen (mitgeliefert) zur Verfügung. Die verbleibenden Anschlüsse sind fünf 3,5" Klinke-Audio-Anschlüsse und eine Toslink-Buchse (optischer Audio-Ausgang). Auf der Blende sind zudem zwei externe Taster verbaut: Ein Taster um die BIOS-Einstellung zurückzusetzen (Clear-CMOS-Button) und ein weiterer Taster um das BIOS flashen zu können. (USB BIOS Flashback).

    Auf der Platine befinden sich weitere Knöpfe, nämlich ein Power-Taster, ein Reset-Taster und ein "GameBoost"-Drehknopf. Mit diesem Drehknopf können verschiedene voreingestellte Leistungsstufen von 0 (Default) bis 11 (Maximalwert) leicht eingestellt werden. Hierbei werden verschiedene CPU-Taktfrequenzen gewählt. Beachten muss man jedoch, dass auch die CPU-Spannung angehoben wird. Also nichts anderes als ein Übertakten des Systems. Die entsprechenden Stufen können aber auch im BIOS-Menü ausgewählt werden. Diese Knöpfe sind aber eigentlich für den Benchtable-Betrieb relevant. Oder für die Inbetriebsetzung, denn im eingebauten Zustand kommt man hier schlecht ran. Ebenfalls interessant für Inbetriebsetzung und Diagnose ist die zweistellige Siebensegmentanzeige, die auf dem Mainboard verbaut ist.

    Die Stromversorgung des Mainboards ist definitiv der Preiskategorie angemessen. Nämlich einmal ein 24-Pin ATX Stecker und zwei 8-Pin CPU Stromversorgungsstecker (EPS12V). Wo viel Wärme entstehen kann, muss sie auch abgeführt werden können. Dafür stellt das Mainboard sieben 4-Pin Lüfter-Anschluss-Header zur Verfügung. Einer dieser Header ist für einen CPU-Lüfter und ein weiterer ist für eine (Wasserkühlungs-)Pumpe vorgesehen.
    Externe Beleuchtung wird auch vom Mainboard unterstützt. Hierfür sehen gleich vier Anschlussmöglichkeiten für RGB-LEDs zur Verfügung. Zwei davon sind für programmierbare LEDs wie solche vom Typ WS2812B (5V und Data Pins), einer für drei getrennte R-G-B-Lichtkanäle (+12V) und ein Header für LEDs nach Corsair-Standard. Es gibt noch einen weiteren 2-Pin LED-Header, der aber für den Endkunden-Einsatz unbedeutend ist. Über diesen Header kann im Laden das Mainboard ohne ein entsprechendes Restsystem beleuchtet werden.


    Lieferumfang

    Dem Mainboard ist folgendes Zubehör beigelegt:
    • Ein gutes Mainboard-Handbuch mit vielen Bildern/ Zeichnungen und ausführlicher POST- und Error-Code Tabelle
    • Eine Treiber- und Software-DVD
    • Ein Quick-Start-Guide
    • Eine Infokarte zur Produktregistrierung und ein Gewinnspiel-Flyer
    • und MSI Stofftüte mit folgendem Inhalt:
    • Eine Doppel-WLAN-Antenne mit zwei Anschlusskabeln (SMA Stecker)
    • Vier SATA-Kabel, wovon zwei in der Ausführung mit geradem + geradem Stecker sind und zwei in der Ausführung mit geradem + abgewinkeltem Stecker sind.
    • Ein 50 cm langes RGB-Y-Verlängerungskabel
    • Ein 50 cm langes Corsair-RGB-Verlängerungskabel
    • Ein 50 cm langes Corsair-zu-Rainbow-RGB-Verlängerungskabel
    • Drei (einzeln verpackte) M.2-Schrauben
    • Kabelmarkierungen für SATA-Kabel (Aufkleber)
    • Ein metallisches MSI-Logo (Aufkleber)





    Design und Verarbeitung

    Design ist Geschmackssache, aber Wertigkeit kann man zumindest einigermaßen mess- und vergleichbar beurteilen. Das Produkt ist definitiv sehr wertig. Angefangen von der Verpackung - hier möchte ich den Stoffbeutel für das Zubehör und den stabile hochwertig bedruckte Karton hervorheben - bis hin zum Mainboard selbst. Das MSI MEG X570 ACE ist ordentlich verarbeitet - es gibt keinerlei scharfe Kanten, oder Fertigungsrückstände am Mainboard. Es macht einen sehr stabilen und schweren Eindruck. Großen Anteil daran haben die großen und schweren Abdeckungen des Mainboards, die ebenfalls zu großen Anteilen aus Metall bestehen. Stabil ist auch der richtige Begriff für die Kühler. Man kann das Mainboard an jedem beliebigen Kühlkörper hochheben und muss keine Angst davor haben etwas zu beschädigen. Nachteilig ist jedoch, dass gerade die Spannungswandlerkühlkörper eben sehr klobig wirken. Erfahrungsgemäß funktionieren filigranere Kühlkörper gerade in Verbindung mit einer Heatpipe besser als sehr massive Kühlkörper. Die reale 8-Phasen Spannungsversorgung (12 IR3555 MOSFETS für CPU und 2 solche für den Chipsatz (6+2 Konfiguration) auf Basis des IR35201 PWM Controllers wird dennoch mehr als ausreichend gekühlt.

    Das hochwertige Aussehen wird auch von den feinen metallischen Blechen unterstrichen, die an den RAM und PCIe x16 Slots angebracht wurden. Damit werden die darunterliegenden, unspektakulären Kunststoffhalterungen gut aufgewertet. Die massive Konstruktion um die hintere I/O-Blende verdeckt nicht nur die eher hässlichen Einhausungen der Ports, sie dient auch als Befestigung für das "Mystic Light Infinty". Dieses kleine Highlight des Mainboards beruht auf dem Konzept des Infinity Mirrors. Hierbei wird eine LED-Leiste - in diesem Fall 15 programmierbare LEDs, die sich durch das "MSI Mystic Light", die MSI eigene LED-Steuerungslösung, ansteuern lassen - zwischen zwei spiegelnden Flächen angebracht. Die obere Fläche ist dabei teilweise durchsichtig und so entsteht eine optische Illusion, wie wenn über 50 LEDs in einer Matrix verbaut wären. Die große Abdeckung um die hintere I/O-Blende und das Mystic Light Infinity Panel erstreckt sich bis zum Spannungswandlerkühlkörper, in den die Blende auch integriert wurde. (Der Kühlkörper hat auf der Oberseite eine Aussparung in welche die Blende hinein passt.) Nach unten erstreckt sich die Blende bis zur untersten Montagebohrung des Mainboards. In diesem Bereich deckt sie die Komponenten der integrierten Audio-Lösung ab. (Realtek ALC1220 - 7.1 Surround Audio mit hochwertigen Feststoffkondensatoren)

    Das PCB des Mainboards ist an den Flächen schwarz gehalten. Einzig die Abtrennung der Sound-Lösung wird durch eine gelb-orange farbige Linie hervorgehoben. Hier wurde der schwarze Schutzlack bewusst weggelassen um die Trennung der Kupferflächen zu zeigen. Ebenso gibt es an den Kanten des Mainboards keinen schwarzen Schutzlack und dadurch zeigen sich diese ebenfalls prominent in der gelb-orangenen Farbe des PCB Materials.
    Die metallischen Abdeckungen des Mainboards sind in einem Grauton gehalten. Auf diesen Teilen befinden sich Akzentteile aus sehr dünnem, schwarz eloxiertem Aluminium. Diese schlagen die Brücke zwischen den grauen Abdeckungen und der großen schwarzen Kunststoffblende um die hintere I/O-Blende. Trotz der unterschiedlichen Werkstoffe ist die farbliche Integration gut gelungen. Die metallischen Blenden des MSI MEG X570 ACE haben neben der Aufgabe des Mainboard aufzuhübschen allesamt noch die Aufgabe für Kühlung zu sorgen. So fungieren die drei Blenden zwischen den PCIe X16 Slots nicht nur als Abdeckung für die darunterliegenden M.2-SSD Aufnahmen, sondern dienen auch als Kühlkörper für die zu montierenden M.2-SSDs. Deshalb sind die drei SSD-Kühlkörper auf der Rückseite mit großflächigen Wärmeleitpads bestückt.
    Geschmackssache sind sicherlich die goldfarbenen Details und Schriftzüge. Mir persönlich gefallen sie nicht besonders, aber in Realität sehen die Schriftzüge hochwertig aus - das kommt auf sämtlichen Bildern leider nicht so rüber.

    In Sachen Beleuchtung wurde meiner Meinung nach ein guter Kompromiss gefunden. Anhänger der RGB-Beleuchtung bekommen mit den Steuerungsmöglichkeiten externer RGB LEDs sämtliche Möglichkeiten diese anzubinden. Zudem haben sie das sehr interessante, aber relativ dezente "Mystic Light Infinity" auf dem Mainboard. Gegner der RGB-Beleuchtung können trotzdem bedenkenlos zum Mainboard greifen, da das ganze PCB nicht beleuchtet wurde (immer eine schaltungstechnische Kompomisslösung) und das "Mystic Light Infinity" einfach deaktivieren. Das deaktivierte Panel sieht nämlich im ausgeschalteten Zustand auch gut aus - nämlich wie ein in Richtung CPU-Kühler geneigter Spiegel.


    Montage

    Auf dem ersten Blick werden keine Schwierigkeiten bei der Montage erwartet. Die fest montierte Blende erleichtert sogar die Montage. Einen Haken kann es jedoch bei der Montage geben: Im mittleren Bereich des Mainboards dürfen keine Abstandshalter an die im ATX-Standard üblichen Positionen geschraubt sein. Darauf wird auch nochmal im Handbuch und auf der Unterseite des Boards hingewiesen. Jedoch gibt es einige Gehäuse, gerade im unteren und mittleren Preisbereich, bei dem einige Abstandshalter fest verbaut sind. In deinem solchen Fall kann das Mainboard nicht ohne Modifikation am Gehäuse verbaut werden. Für eine weitere Einschränkung kann MSI jedoch nicht, sondern ist ein Nachteil der Sockel AM4 Befestigungspunkte: Beim AMD AM4 Sockel können Kühler nur in 180° Schritten gedreht werden. So kann die Ausrichtung des Lüfters nicht immer optimal an das Kühlkonzept des Gehäuseaufbaus angepasst werden. Darauf ist bei Auswahl von Gehäuse, Mainboard und CPU-Kühler zu achten.


    Leistung und Kompatibilität

    Bei diesem Test wurde standen Leistungs-Vergleichstests nicht im Fokus. Dafür fehlt mir die signifikante Menge an Vergleichshardware um einen nennenswerten Vergleichstest durchzuführen. Die Leistung des Gesamtsystems mit dem MSI MEG X570 ACE wurde gegen ein Gesamtsystem bestehend aus identischen Komponenten, jedoch mit einem MSI B450 Gaming Pro Carbon verglichen. Dies kann nur eine grobe Einordnung der Leistungsfähigkeit aufzeigen. Getestet wurde mit einem Testvideo, welches in Davinci Resolve gerendert wurde, einem Dirt Rally Benchmark (Hoch-Settings) und einem Kopiertest auf meine NAS (Ethernet).
    Testsystem: AMD Ryzen 5 2600X, 16 GB GSKILL TridentZ RGB DDR4 3200, Samsung 960 PRO 512, AMD Radeon RX590 8GB.

    Programm MSI MEG X570 ACE MSI B450 Gaming Pro Carbon
    Davinci Resolve 1:14:25 1:15:09
    Dirt Rally 79,5 FPS 80,5 FPS
    NAS Kopiertest 7:12 9:44

    Die Leistungsfähigkeit des Mainboards ist heute schwer einzuordnen. Solange keine Hardware die verdoppelte Bandbreite von PCIe 4.0 benutzen kann, ist auch kein großer Leistungssprung zu erwarten. Aber man hat die Gewissheit, dass man für de Zukunft gut gewappnet ist. Einzig beim Kopiertest war das neue Mainboard schneller als das alte, was wahrscheinlich auf die neuere Ethernet-Schnittstelle und bessere Anbindung der M.2 SSD (auch PCIe 4.0) zurückzuführen ist. Mein Fazit im Bereich der Leistungsfähigkeit fällt eher so aus: Das MSI MEG X570 ACE ist das richtige Mainboard, wenn man kein Flaschenhals im System erwarten will. Dieses Mainboard bietet den in der Zukunft wahrscheinlich benötigten Stand schon heute.
    Neben der Leistung war eine andere Untersuchung für mich wichtiger: Die Unterstützung von älteren Ryzen Prozessoren bsp. aus der ersten Generation. Hierzu gibt es leider keine Auskunft von MSI. Auf der MSI Homepage werden nur Prozessoren der zweiten und dritten Ryzen Generation genannt. Support fuer MEG X570 ACE | Motherboard - The world leader in motherboard design | MSI Deutschland Hier kann ich jedoch teilweise Entwarnung geben. Der Betrieb eines Ryzen 7 1700X klappte ohne Einschränkungen. Die Leistung des Systems war auch auf ähnlichem Niveau, wie im Vergleichssystem mit anderem Mainboard. Wie es bei anderen CPUs aussieht, kann ich leider nicht beurteilen.Eine völlige Entwarnung möchte ich aber auch nicht aussprechen, da es extrem viele Parameter gibt, die es zu untersuchen gilt. (Wie Arbeitsspeicher, verschiedene Anwendungen und Betriebssysteme...) Ich kann hier leider nur für meinen Anwendungsfall Entwarnung geben.


    Fazit

    Das MSI MEG X570 ACE ist ein sehr hochwertiges allround Mainboard. Das Preisniveau ist nicht gerade niedrig, dafür wird aber bei der Ausstattung der absolute Stand der Technik geboten. Zudem ist das Mainboard für Overclocker und Gamer gleichermaßen geeignet. Das Mainboard ist wahrscheinlich in keiner Kategorie das beste, dafür in allen sehr gut. Es gibt wahrscheinlich bessere Mainboards für Overclocking, aber dieses Mainboard bietet extrem viele Möglichkeiten und eine sehr gute Basis. Es gibt Mainboards mit mehr Anschlussmöglichkeiten für Peripherie, aber dieses Mainboard bietet auch überdurchschnittlich viel. Bei der Konnektivität wird überall Topleistung geboten 2,5G Ethernet, sehr schnelles WLAN, Bluetooth 5.0.. In jeder Kategorie einzelnen gibt es bestimmt besser ausgestattete, wie Boards mit 2x 10G, aber kaum ein Mainboard bietet durch die Bank diese Vielfalt auf durchgängig hohem Niveau. Wer also ein Mainboard ohne echte Schwächen sucht, welches aber auch alle möglichen zukünftigen Standards unterstützt (wie auch PCIe 4.0) macht mit dem MSI MEG X570 ACE ziemlich viel richtig.

    Das Testobjekt wurde von Mindfactory.de zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers oder des Versenders auf den Testbericht fand nicht statt. Es bestand eine Verpflichtung zur Veröffentlichung innerhalb von zwei Wochen.

  11. #11

    Standard

    Hier mein erster Erfahrungsbericht zum MSI MEG ACE X570 Mainboard, welches mir durch Teilnahme an der "Tester Keepers"-Aktion, von Mindfactory kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank Mindfactory!

    Erster Eindruck:

    Schon nach dem Auspacken fiel mir sofort die schöne schwarze, fast schon "Carbon artige" Optik ins Auge. Großartig, denn schwarz passt einfach zu allem und so bleiben einem unendlich viele Möglichkeiten, sich seine persönliche Lieblingsfarbgebung mit LEDs und anderen Komponenten zusammenzustellen.
    Alles ist sicher verpackt und macht auf mich einen sehr wertigen Eindruck. Im Paket selbst sind alle Kabel zur sofortigen Inbetriebnahme vorhanden. Sehr gespannt war ich auf die M.2 Gen 4 Slots welche beim reinen Datenschaufeln noch einiges an Leistung versprechen.
    Das MEG ACE ist für den AM4 Socket konzipiert und unterstützt sowohl die alten 2000er Ryzen CPUs als auch die neue 3000er Serie. Beim genauen Hinschauen erkennt man in der unteren rechten Ecke des Mainboards den aktiven Lüfter, welcher zwingend zum Kühlen des X570 Chipsatzes benötigt wird. Er arbeitet sehr laufruhig und wird Kugelgelagert. Aufgrund dessen ist er weder beim Spielen noch im leisen Officebetrieb nicht wahrnehmbar.
    Die I/O Blende ist fest verbaut, was mir beim Einbau etwas Probleme bereitet hat, hier hätte ich mir doch eher eine Aufsatzblende gewünscht. Allerdings wirkt die Blende wertiger und gibt dem Mainboard viel Stabilität.

    Lieferumfang

    Handbuch
    Treiber-DVD
    4 SATA-Kabel
    3x Verlängerungskabel für LED
    WIFI65 WLAN-Antenne
    Aufkleber für Kabelmanagement
    Drei M.2-Schrauben

    Einbau und Montage

    Bei dem MSI MEG ACE handelt es sich um ein Mainboard im mittleren Preissegment. Aufgrund dessen erwarte ich, dass der Einbau sowie die Inbetriebnahme der Anschlüsse einfach und ohne Handbuch möglich sein sollten, da dafür eine gute Beschriftung Voraussetzung ist. Bis auf die Probleme mit der I/O Slot Blende hatte ich damit keinerlei Probleme. Das Mainboard passt in alle Gehäuse mit ATX Formfaktor. Die Anschlüsse für sämtliche Steckverbindungen sind auf dem Mainboard überaus gut beschriftet und die Anordnung dieser ist intuitiv. So findet man die externen USB-Anschlüsse z. B. wie gewohnt im unteren Teil und die Fan-Anschlüsse rund herum auf dem Mainboard verteilt. Gut gekennzeichnet mit z. B. "Sysfan XX" findet man sich hier sehr schnell zurecht und kann sehr schön mit der Verkabelung der einzelnen Lüfter im Gehäuse arbeiten und auch diese sehr ordentlich verlegen. Nach nicht mal 30 Minuten hatte ich alle Kabel angeschlossen und konnte das System zum ersten Mal booten. Auch toll und wie bereits von mir im Video erwähnt die SATA-Kabel Aufkleber, welche ich in meinem Zusammenbau nicht nur für die Beschriftung dafür, sondern auch für andere Kabelverbindungen verwendet habe. So sieht das ganze System schon wesentlich aufgeräumter aus.

    Der erste Start
    Man wird mit einem MSI Logo begrüßt und gelangt nach Drücken der "ENTF" Taste dann auch sehr zügig ins BIOS. Das BIOS ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet ein grafisches Interface. Meine 32 GB DDR4 Speicher und der 3700X wurden sofort erkannt (Ein aktuelles BIOS ist somit enthalten und spart damit viel Arbeit). So wie ich es erwartet habe. Das BIOS bietet außerdem für Enthusiasten und Overclocker unzählige Möglichkeiten mit den Taktraten der CPU und des RAMs zu spielen.

    Meine Konfiguration
    Zu meiner Konfiguration gehört eine 2080 Super, ebenfalls von MSI und 32 GB Arbeitsspeicher von Corsair. Als Festplatte habe ich mich für die Gigabyte Aorus NVME mit 1TB entschieden und auch diesen Kauf nicht bereut. Da hier einige andere bereits mit Benchmarks und Testergebnissen aussagekräftigere Ergebnisse präsentieren, werde ich euch als "Benchmarklaie" nur meine subjektiven Ergebnisse in wörtlicher Form bereitstellen.

    Leistung in meiner Workspace

    Ich habe schon seit längerem über einen Neukauf nachgedacht, da mein alter I7 mit meinen Anforderungen nicht mehr zurechtkommt. Ich bin Designer und arbeite viel mit CAD Programmen. Für zu Hause brauchte ich also einen Computer, den ich sowohl dafür, als auch für meine große Leidenschaft, dem Computerspielen gleichermaßen benutzen konnte. Gar nicht so einfach, denn in der Zeit, in der ich Sequenzen im CAD rendere, möchte ich gerne nebenbei noch etwas spielen. Absolut unmöglich vorher. Allerdings jetzt, mit diesem System gar kein Problem. Beim Prozessor ist zwar noch Luft nach oben und mit einem volleren Portemonnaie hätte sich auch der 3900X oder 3950X angeboten. Aber ich bin begeistert, was das System in dieser Kombination leisten kann. Das Mainboard bindet alle von mir erworbenen Komponenten super an. Ich habe für mein Aufgabenfeld das perfekte System gefunden und habe sogar noch Upgrade-Möglichkeiten nach oben.

    Features

    Kühlung der Spannungswandler und Soutbridge: Das Heatpipesystem welches MSI in diesem Mainboard verbaut, wirkt sehr wertig und unterstützt damit die einzelnen Aluminiumlamellen über die Kondensatoren/VRM zusätzlich. Wen der kleine Chipsatzlüfter nicht stört, kann über diesen zusätzlich noch etwas Kühlung erzeugen, da dieser mit dem Heatpipesystem verbunden ist. Ein klasse Design Gimmick für Overclocker und alle, die auf ein kühles System stehen.
    OC Dial/Gamebooster: Durch einen kleinen Drehpoti hat man die Möglichkeit direkt „mechanisch“ seine CPU zu übertakten, ohne dabei das BIOS besuchen zu müssen. Um z. B. in Spielen schnell mehr Leistung abzurufen, dreht man einfach an diesem und das Mainboard erhöht die VCORE und Taktrate sozusagen „on the fly“.
    BIOS Reset/Flash und Powerbutton: Es gibt insgesamt 2 BIOS-Reset Knöpfe und einen Powerbutton. Der Cmos Reset und Flash Taster befindet sich hinten in der I/O Blende, einen weiteren BIOS Reset Taster findet man auf dem Mainboard direkt neben dem Powerbutton. Ebenfalls klasse für Overclocker, die damit schnell ihr BIOS resetten müssen. Durch den Powerbutton lässt sich das Mainboard auch ohne Einbau in ein Gehäuse starten. In Testsystemen, um Hardware schnell miteinander vergleichen zu können, ist das ein großartiges Feature.
    LED: Direkt hinter der I/O-Blende sitzt ein wuchtiges LED-Feld welches MSI „Mystic Light Infinity“ nennt. Und wenn MSI von „Infinity“ spricht, dann meint es das wohl auch. Über das BIOS oder der beiliegenden Software kann man diese LEDs frei ansteuern und nach seinen Wünschen in „unendlich“ vielen Farben und Bewegung steuern. Ich habe mir aufgrund dessen, zum ersten Mal ein Gehäuse mit Sichtfenster gekauft.

    Fazit
    Betrachtet man den Preis, werden viele eher zu einem Low Budget Board greifen, weil sie den Wert eines guten Mainboards vielleicht nicht direkt erkennen. Allerdings hat das MEG ACE X570 nicht nur offensichtliche Features zu bieten, wie WIFI 65/AX oder 2 Netzweradapter, GEN4 PCIE sowie ein sehr gut verarbeitetes Kühlungskonzept. Das Board ist im Wesentlichen einfach sehr gut verarbeitet. Es werden keine „billig“ VRMs verbaut, sondern diese und der Controller dafür sind auf Langzeitbetrieb und viel OC-Potential ausgelegt. Für Enthusiasten gibt es in dem 400 Euro Preissegment eigentlich nur das Corsshair 8 Hero von Asus und das X570 Aorus Master von Gigabyte. MSI ist meiner Meinung nach nicht nur der Preis-/Leistungssieger, sondern gewinnt auch in Stabilität, BIOS und Konnektivität.


    Youtubevideo: YouTube

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