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Thema: Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketing The Kid
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    Standard Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Hier findet Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit des AZZA Apollo 430 Gehäuses aus dem Zeitraum vom 29.07 bis 04.08.2019.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Produkttest – AZZA APOLLO 430 Weiß

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Verpackung und Versand
    2. Design
    3. Technische Daten
    4. Verarbeitung
    5. Montage
    6. Kompatibilität/ Ausstattung
    7. Kühleigenschaften
    8. Leistung
    9. Preis-/Leistungsverhältnis
    10. Haltbarkeit & Vergleich
    11. Fazit


    1. Verpackung und Versand
    Wie von Mindfactory gewohnt schnell und gut verpackt angekommen. Das Gehäuse ist durch einen stabilen Styroporrahmen geschützt. Verschickt wurde das Gehäuse im Originalkarton.

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    2. Design
    Das Design des Gehäuses würde ich in den Bereich von „Casual Gaming“ einordnen. Eine klare Linie, ohne viel Schnickschnack, Lufthutzen, monströsen Lufteinlässen oder sonstiger Transformer-Look. Es gefällt und macht auf dem Schreibtisch eine sehr gute Figur. Ich persönlich mag weiße Gehäuse sehr. Vor einer weißen Wand sieht ein helles Gehäuse deutlich weniger wuchtig aus, als ein schwarzes Midi-Monstrum.

    Hinzukommt, dass sich durch die hellere Oberfläche angenehmer im Gehäuse arbeiten lässt. Befestigungspunkte für Kabel, Festplatten oder ähnlichem lassen sich schneller erkennen und nutzen. Das habe ich bei früheren Gehäusen, vor allem unter dem Schreibtisch mit einer Taschenlampe erledigen müssen. Das seitliche Sichtfenster aus Glas macht sich zudem sehr gut. So hat man stets einen Blick auf seine mit viel Recherche und Hingabe ausgesuchten und eingebauten Komponenten.

    Für einen farblichen Akzent sorgt ein kleiner Gehäuseteil in Orange. Durch die Abdeckung des Netzteils, wird hier eine unnötige Abgabe von Wärme ins Gehäuseinnere vermieden.


    K1600__DSC7819.jpg


    3. Technischen Daten

    Typ Tower-Gehäuse
    Farbe weiß/orange
    EAN 4712839555328
    Hersteller-Nr. CSAZ-430W-DF2
    Bauform Midi-Tower
    Mainboard Formfaktor ATX, mATX
    Material Frontblende komplett aus Metall
    Interne Maße Steckkartenlänge maximal 370 mm
    CPU-Kühlerhöhe maximal 155 mm
    Netzteil-Formfaktor ATX
    Laufwerksschächte 3,5 Zoll intern 2 Stück
    2,5 Zoll intern 6 Stück
    Slots Full-Size 7 Stück
    Frontanschlüsse 2x Audio, 2x USB-A 3.2 (5 Gbit/s)
    Vorderseite adressierbarer RGB-Leuchtstreifen an Frontseite, 3x 120-mm- oder 2x 140-mm-Lüfter an der Frontseite einbaubar
    Rückseite 1x adressierbarer 120-mm-RGB-Lüfter vorhanden (5 Volt, 3-Pin)
    Anmerkungen Temperglas mit Gummiabdichtung, 2x 120-mm- oder 2x 140-mm-Lüfter an der Oberseite einbaubar
    Beleuchtung Ja, RGB
    RGB-Anschlüsse addressable RGB Header
    RGB-Standard AURA Sync, Mystic Light
    Wasserkühlung möglich Ja
    Unterstützte Radiatoren 2x 120mm-Radiator/en
    Weitere Informationen Einbaumöglichkeiten für Radiatoren: Radiatoren an der Frontseite bis 240 mm, Radiatoren an Oberseite bis 240 mm
    Abmessungen Breite: 205 mm x Höhe: 480 mm x Tiefe/Länge: 420 mm
    Gewicht 7,9 kg



    4. Verarbeitung
    Das Gehäuse ist aus stabilem Stahlblech gestanzt und vernietet/verschraubt. Durch ausreichend viele Befestigungspunkte macht das Gehäuse einen sehr verwindungssteifen Eindruck. Auch zusätzliches Gewicht durch entsprechende Komponenten stellt hier kein Problem dar. Die Füße stehen sauber auf dem Schreibtisch ohne zu wackeln. Auch beim Betrieb von Festplatten oder einem drehenden Lüfter bleibt das Gehäuse angenehm ruhig, fängt nicht zu schwingen oder surren an.
    Die Lackierung des Gehäuses ist sauber und ohne Einschlüsse aufgebracht. Der RGB Streifen auf der Vorderseite sitzt einwandfrei.

    Vereinzelt finden sich Kanten, welche mit etwas mehr Liebe zum Detail abgerundet sein könnten. Die Gewindeaufnahmen für Mainboard, Festplatten usw. sind wertig und passgenau ausgeführt. Hier gibt es keinen Grund zur Beanstandung.
    Die Glasplatte an der Seite sitzt gut und ist besitzt stabile Haltepunkte.




    5. Montage
    Das Gehäuse kommt komplett vormontiert aus seiner Transportverpackung und kann direkt mit entsprechenden Bauteilen bestückt werden.

    Die beiden Zugangspunkte links und rechts vom Gehäuse sind schnell zugänglich und anschließend lässt es sich angenehm arbeiten.
    Das Netzteil, Mainboard und Festplatten lassen sich, im gut aufgeteilten Innenraum, schnell und einfach montieren. Die Kabelführung ist durchdacht und kann gut auf die jeweiligen Hardwarekonstellationen angepasst werden. In regelmäßigen Abständen befinden sich Halterungen für Kabelbinder. So kann alles sauber und ordentlich fixiert werden.

    Überflüssige Leitungen bei nicht-modularen Netzteilen lassen sich im unteren Teil des Gehäuses unsichtbar verbergen und sind bei Bedarf schnell an den Einsatzort gezogen. Bei anderen Gehäusen liegen diese oft sichtbar als Kabelknäul auf dem Gehäuseboden und stören so optisch.
    Die Aufnahmepunkte der Festplatten sind gut erreichbar und so sind auch Festplatten mal schnell gewechselt oder getauscht.



    6. Kompatibilität/ Ausstattung

    Durch die multifunktionale Aufnahme des Gehäuses können verschiedene Mainboard-Klassen montiert werden. Alle gängigen Größen werden hier unterstützt.
    Das Gehäuse ist für Micro ATX oder ATX Mainboards kompatibel.
    Auf der Oberseite befinden sich jeweils der An-Aus-Schalter, Resetknopf, 2x USB 3.0 Anschlüsse. Dies sollte für einen Großteil der Anwender vollkommen ausreichen.
    Die PCI-Blenden auf der Rückseite des Gehäuses lassen sich leider nur ausbrechen. Hier würde ich mir einzelne Blenden wünschen.


    7.jpg

    Für Speicherhungrige gibt es ausreichend Festplattenplätze zur Unterbringung von insgesamt 6 x 2,5“ und 2 x 3,5“ Festplatten. Das ist eine Ansage! Die Beiden Schächte für die 3,5“ Festplatten besitzen ausziehbare Festplattenschlitten.
    Durch die Gehäusebreite von 20,5 cm finden auch größere CPU-Kühler ihren Platz im Gehäuse.

    Ein wichtiger (Kritik) Punkt noch zur Ausstattung:
    Der integrierte RGB-Streifen an der Gehäusefront sowie der RGB Lüfter an der Gehäuserückseite funktionieren ausschließlich mit der 3-PIN 5V RGB Technik.
    Leider besitze ich kein Mainboard welches diese Technik besitzt (4-Pin RGB)
    Hier würde ich mir eine genauere Kennzeichnung des Herstellers wünschen.
    Ebenfalls Nachteilige empfinde ich, dass der integrierte RGB Lüfter KEIN PWM Lüfter ist. Mein in diesem Build verbautes Mainboard kann ihn deshalb nur bedingt regeln, was schade ist.

    6.jpg


    7. Kühleigenschaften
    Durch ausreichend viel und groß dimensionierte Aufnahmen für Gehäuselüfter oder Radiatoren für eine Wasserkühlung, ist ein gutes thermisches Verhalten gewährleistet. Hitzestaus im Inneren lassen sich so effektiv verhindern. Der bereits integrierte RGB Gehäuselüfter sollte bei entsprechender Hardwareausrüstung natürlich durch weitere Lüfter ergänzt werden.
    Die Großen Lufteinlässe an Front und Oberseite sind mit einer magnetischen Mesh-Einlage abgedeckt. So sieht man keine Befestigungsschrauben der Lüfter – sehr schön!

    8. Leistung
    Das Gehäuse leistet wofür es geschaffen worden ist.
    Es nimmt alle notwendigen Bauteile souverän am vorgesehenen Platz auf und arrangiert diese sinnvoll und sieht dabei noch gut aus.

    9. Preis-/Leistungsverhältnis

    Für die aufgerufenen 59,95 ¤ (UVP) erhält man ein solides Metallgehäuse mit qualitativ sehr guter Beschichtung einem Sichtfenster aus Glas und einer schönen Aufteilung im Inneren.
    Die Preisleistung stimmt hier vollkommen.
    Im direkten Vergleich zu meinem ebenfalls weißen Corsair-Gehäuse steht dieses hier dem Corsair in nichts nach.

    8.jpg

    10. Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
    Die Haltbarkeit eines PC-Gehäuses lässt sich schwer voraussagen. Wird das Gehäuse gemäß seiner Bestimmung in normal temperierten und geschlossenen Räumen betrieben, wird man hier über Jahre Freude dran haben.
    Wie sich die Gewinde der Befestigungspunkte der Aufnahmen für Mainboard oder Festplatten bei häufigem Hardwarewechsel verhalten, lässt noch nicht beurteilen. Generell sollte man hier behutsam vorgehen und die Schrauben sauber ansetzen um das Gewinde nicht zu beschädigen.
    Der Verbaute Lüfter macht einen wertigen Eindruck, auch ihm traue ich einige Jahre an Umdrehungen zu.

    11. Fazit
    Auf einer Skala von 1-5 Sternen vergebe ich 4 Sterne. Für den genannten Preis erhält man einiges an Gegenwert. Die Verarbeitung ist gut und das Design gefällt. Lediglich die, für mich unpassende RGB Anbindung an einen 3-Pin 5V Anschluss lassen mich einen Stern abziehen. Hier wäre eine klarere Kennzeichnung seitens des Herstellers wünschenswert.

    Ich möchte mich nun herzlich beim Mindfactory-Team für die Möglichkeit des Gehäuse-Tests bedanken! Es hat mir Freude bereitet ein technisches Review zu verfassen!
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    Geändert von Marketing The Kid (20.08.2019 um 09:44 Uhr)

  3. #3

    Standard

    Da sich leider keine Bilder mehr integrieren lassen, hier noch eins.

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    K1600__DSC7824.jpg
    K1600__DSC7823.jpg
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  4. #4

    Standard Test des AZZA APOLLO 430

    Ich habe das „AZZA APOLLO 430 WEISS“ vom Mindafactory Team im Zuge des „Testers Keepers“ Action bekommen, dies beeinflusst aber nicht meine Meinung.
    Das eingebaute System besteht aus:
    Intel Core I5 8400
    8GB RAM
    AMD Radeon RX 590
    MSI B360m Pro VDH
    256GB SSD
    1TB HDD
    Mein Review besteht aus neun Abschnitten:
    - Versand
    - Zubehör
    - Design
    - Verarbeitung
    - Montage
    - Kompatibilität
    - Kühleigenschaften
    - Preis-/Leistungsverhältnis
    - Haltbarkeit & Vergleich
    - Persönliche Meinung

    Fotos und Screenshots werde ich auch zu passenden Bereichen hinzufügen.

    Versand:

    Der Versand war wie üblich bei Mindfactory sehr schnell und einen Tag nachdem ich die Sendungsnummer vom Mindfactory-Service Team kam das Paket an bei mir. Als Verpackung wurde die Gehäuse Verpackung genutzt, finde ich super, da dadurch auf unnötiges Verpackungsmaterial verzichtet wurde. Das Gehäuse wurde mit Styropor unterseitig und oberseitig „besiegelt“, wodurch Beschädigungen vermieden wurden.
    Der Versand verlief reibungslos und schnell und ohne jegliche Schäden.

    Zubehör:

    Im Gehäuse sind zwei Festplatten Rahmen für 2,5 Zoll dabei und zwei Festplatten Rahmen für 3,5 Zoll. Zudem in einer extra antistatischen Tüte sind zwei Kärtchen vom Hersteller und eine kleine Tüte mit vielen Schrauben, Abstandshaltern und Kabelbindern. Eine Bedienungsanleitung war nicht dabei, was für mich keine große Rolle spielt, aber für manche könnte sie wichtig sein, aber Online gibt es auf der Hersteller Seite eine Einleitung als PDF zum Downloaden.
    Bis auf eine fehlende Bedienungsanleitung ist genügend Zubehör vorhanden.

    Design:

    Design ist immer eine Geschmackssache, doch ich finde das Gehäuse sieht sehr schön aus in Weiß mit den orangenen Akzenten. Zudem hat das Gehäuse ein Sichtfenster, welches schön groß ist. Und durch eine Netzteilabdeckung muss man kein großes schwarzes Rechteck in Sicht haben wie bei vielen anderen Gehäusen, zudem kann man auf der Netzteilabdeckung auch einiges als Deko hinzufügen, wie man auf den Bildern sieht. Durch RGB in der Front und den RGB-Lüfter wirkt das Gehäuse sehr modern und schlicht edel.
    Einzig was mich hier stört ist, dass hinter der Frontabdeckung des Gehäuse Orange durschimmert und den Blick des Öfteren auf sich zieht.

    Verarbeitung:

    Bei der Verarbeitung, habe ich nicht wirklich viel erwartet, da bei anderen Herstellern bei dieser Preis Kategorie gerne billigere Materialen genutzt werden, doch ich wurde positiv überrascht.
    Nichts knarzt oder wirkt billig. Im Gegenteil, das Gehäuse wurde super verarbeitet, hat keine scharfe Kanten oder ähnliches. Man sieht auch nirgends, dass etwas unpassend ist. Selbst die Abstandshalter sind schwarz lackiert, statt sie Silber zu lassen. Und die Standfüße sind auch sehr gut und groß, statt kleine günstigere wie bei anderen Herstellern. Zudem sind magnetische Staubfilter vorhanden in der Front und Oberseite, dies zeigt, dass der Hersteller auch nicht gegeizt hat, denn magnetische Staubfilter sind dieser Preisklasse eine Seltenheit. Ich finde AZZA zeigt, dass man für diese Preis Kategorie auch Qualität erwarten kann.

    Montage:

    Die Montage ist relativ simpel und auch Anfänger werden daran Spaß haben, da alles recht einfach zu montieren ist, da genügend Platz vorhanden ist. Abstandshalter sind vormontiert für einen ATX- Mainboard, da ich einen mATX Mainboard habe, musste ich von den beigelegten Abstandshalter zwei weiter hinzufügen, danach konnte ich mit dem Einbau anfangen und die Montage hat nicht lange gedauert, da an alles gedacht wurde vom Hersteller. Kabelmanagement war auch einfach gut hinzukriegen, da für alle Kabel genügend Platz vorhanden ist. Seitenteile und Sichtfenster sind mit Fingerschrauben befestigt.
    Man braucht für die Montage also nur einen Schraubendreher und ein paar Kabelbinder, mehr nicht.

    Kompatibilität:

    Zum Thema Kompatibilität gibt es nicht zu meckern, da Grafikkarten bis zu einer Länge von 37 Cm passen, also sind auch große Karten mit drei Lüftern kein Problem. CPU Lüfter passen bis zu einer Länge von 15,5 Cm, damit sind die gängigsten Luftkühler kein Problem nur die richtig großen wie von Alpenföhn „Brocken“ oder ähnliche würden nicht passen, da ihre Höhe über 15,5 Cm ist.
    Die PCI-Blenden der Rückseite muss man bis auf eine rausbrechen, das heißt die Rückseite sieht, wenn man alles entfernt an Komponenten nicht so stimmig aus, da nur eine PCI-Blende wieder dran gemacht werden kann.
    Bei den Gehäuselüftern hat man die Auswahl:
    Man kann auf der Oberseite entweder zwei Mal 140mm oder 120mm Lüfter einbauen, in der Front kann man entweder drei Mal 120mm oder zwei Mal 140mm Lüfter einbauen und auf der Rückseite einen 120mm Lüfter der schon vormontiert ist. Wenn man einen Wasserkühler nutzt kann man auf der Oberseite oder Frontseite einen Radiator bis 240mm einbauen.
    Bei den Festplatten hingegen ist es möglich bis zu sechs 2,5 Zoll SSDs und zwei 3,5 Zoll HHDs einzubauen.


    Kühleigenschaften:

    Das Gehäuse ist sehr durchdacht Gebaut worden, denn sie bietet einen Airflow an, den ich nicht erwartet habe, vor allem durch den Seitenfenster hätte ich gedacht, dass ich in der Kühlung Einbußen haben würde, zudem hat mich der Fakt, dass der Hersteller nur einen Lüfter vormontiert auch stutzig gemacht. Deshalb habe ich einige Tests gemacht, ich habe mit der Anwendung CPUID HWMonitor mir die Temperaturen und Geschwindigkeiten anzeigen lassen und einen Alltagstest durchgeführt.
    Im ersten Lauf habe ich einfach den PC im Desktop gelassen für ca. 30 Minuten und nur einige wenige Programme waren offen, aber nichts großartiges und die Temperaturen waren alle im normalem Bereich, CPU war bei durchschnittlich 44 Grad Celsius und nichts ist hörbar (im Screenshot erkennbar an „IDLE“ geschrieben) . Die Lüfter der Grafikkarte gehen erst bei einer Temperatur von ca. 70 Grad Celsius los.
    Dann habe ich den PC normal genutzt mit Google Chrome einige Tabs, Steam, Adobe usw. und die Temperaturen hat sich an den Temperaturen nichts geändert, immer noch nicht hörbar (im Screenshot erkennbar an „Normal“).
    Dann habe ich mit einem Benchmark die CPU auf maximale Auslastung gebracht und die CPU wurde nur maximal 57 Grad Celsius und im Durchschnitt 55 Grad Celsius. Und war immer noch nicht hörbar, da die Grafikkarte keine wirkliche Auslastung hatte.
    Dann habe ich GTA V gespielt für 30 Minuten und die Temperaturen sind bei der CPU auf maximal 57 Grad Celsius und bei der GPU auf maximal 79 Grad Celsius. Somit war dies hörbar, aber da mein beim Spielen eh ein Headset trägt nicht störend.
    Ich habe nichts eingestellt bei den Tests, also nach dem Einbau gespielt, der mitgelieferte Lüfter läuft auf automatisch, man kann diese auch einstellen in mehreren Stufen von der Geschwindigkeit.

    Preis/Leistungsverhältnis:

    Das Gehäuse hat eine UVP von 59,95¤ und man erhält verglichen mit anderen Herstellern ein sehr schickes Gehäuse mit Sichtfenster und adressierbaren RGB-Lüfter und RGB-Streifen in der Front. Die Qualität vom Gehäuse ist auch überzeugend. Man merkt dem Gehäuse nicht an, dass es 60¤ kostet, sondern das Gehäuse sieht aus wie ein 80¤ Gehäuse aus.

    Haltbarkeit & Vergleich :

    Das Gehäuse sieht stabil aus und alles wirkt standfest, so, dass ich erwarte, dass sie Minimum einen Jahr keine Mängel aufweisen sollte. Aber genaueres kann man in ein bis zwei Jahren sagen.
    Ich vergleiche das Gehäuse gerne mit den NZXT H500 in Weiß, da sie sich sehr ähnlich aussehen und der Aufbau sieht auch ähnlich auf, der NZXT H500 kostet hierbei mindestens 15¤ Euro mehr und hat dabei keinen RGB- Lüfter und -Streifen dabei, der NZXT hat dafür zwei Lüfter ohne Beleuchtung.

    Persönliche Meinung:

    Ich finde das Gehäuse super, da sein Design für mich persönlich ansprechend ist, die Verarbeitung ist im Vergleich zu meinen vorherigen Gehäusen astrein und super. Der Airflow hat mich extrem überrascht, wie gut diese ist. Im allgemeinem kann ich sagen, dass mich das Gehäuse sehr überzeugt, mich haben nur ein zwei Kleinigkeiten haben mich gestört:
    Dann die Sache mit dem adressierbaren RGB-Streifen und den RGB-Lüfter. Man braucht dafür zwingend einen 3-Pin-5V RGB-Header um die RGB-Funktion zu nutzen, der Lüfter funktioniert auch so ohne RGB Funktion dann. Da mein Mainboard diesen Anschluss nicht hat, habe ich keine Fotos mit der RGB Funktion, aber ich werde sie nachreichen, da Adapter von Molex auf 3-Pin-5V günstig zu haben sind.
    Einmal ist hinter der Frontabdeckung ist Orange sichtbar ( besser zu sehen auf dem Foto ), dies zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Dann haben mich die Sachen mit PCI-Blenden gestört, da diese nicht wieder nutzbar sind und eine elegantere Lösung wäre mir vom Hersteller lieber gewesen.
    Aber wenn man auf diese Kleinigkeiten sich einigt und einen 3-Pin-5V RGB-Header hat, bekommt für sein Geld vergleichbar gut Qualität und ein ausgeklügeltes Design.
    Dies ist mein Review zum „AZZA APOLLO 430 WEISS“, ich bedanke mich noch an das Mindfactory-Team, dass ich einer der ausgewählten bin zum Testen.
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  5. #5

    Standard

    Guten Tag,

    im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory,
    habe ich das Gehäuse Azza Apollo 430DF2 in weiß bekommen. Meine Erfahrungen werde ich in dem folgenden Bericht mit euch teilen.

    Vorweg möchte ich einmal auf die Verpackung eingehen, der Karton hatte einige Macken und Risse - bei denen ich schon Angst hatte, dem Gehäuse sei etwas zugestoßen.
    Dies war zum Glück nicht der Fall. Ein schlichtes Design auf dem Karton, ansonsten ganz normal in einer Tüte verpackt, umschlossen von zwei Styroporhalbschalen. Im Lieferumfang enthalten sind eine Tüte Schrauben, ein paar Kabelbinder und eine Visitenkarte mit QR Code für die Anleitung.

    IMG_20190814_134629.jpgIMG_20190814_144039.jpg

    Nun aber zum eigentlichen Bericht.

    Design :

    Das Design ist meiner Meinung nach recht schlicht gehalten. Klare Linien, wenig Schnick- Schnack. Im Innenraum befinden sich auf der Netzteilabdeckung 2 Slots für 2,5" Festplatten, welche aber auch auf der geschlossenen Seite des Gehäuses angebracht werden können.
    Somit kann man den Innenraum sehr sauber gestalten.
    Was ich schade finde, das man die Netzteilabdeckung nicht bis vorne durchgezogen hat, damit man den Festplattenkäfig von außden nicht sieht. Außerdem die "Verkleidung" der Frontanschlüsse im Innenraum versaut auch etwas das Gesamtbild.
    An der Front wird durch das orange Stück ein Akzent gesetzt welcher in Kombination mit dem sonst schlicht weißen Rest sehr passend wirkt. Das Seitenteil ist aus tempered Glas,
    wodurch man den Innenraum gut zur Geltung bringen kann. Durch den adressierbaren LED-Streifen in der Front und dem ebenfalls adressierbaren LED Lüfter an der Rückseite kann man das ganze Setup auch noch stimmungsvoll beleuchten.

    IMG_20190814_134918.jpgIMG_20190814_135459.jpgIMG_20190814_135449.jpg

    Meinen Geschmack trifft es - weiß - klare Linien - Innenraum aufgeräumt.

    Verarbeitung :

    Die Verarbeitung ist sehr gemischt.
    Fangen wir mit der Front an, das orange Teil ist von außen gut lackiert, die Innenseite nicht wirklich, wenn man von der Seite drauf schaut, sticht es schon ins Auge.
    Das Lüftergitter vorne sitzt nicht richtig auf und ist zur Seite auch nicht fixiert.
    Die Bohrungen im Innenraum für die MB-Abstandshalten sind grauenhaft, die Abstandshalter ließen sich nur mit einer Zange reindrehen. Ebenfalls das erste Mal in meinem Leben brauchte ich einen Hammer um die Front zu lösen, welche an sich nur nach oben geschoben und dann nach vorne entnommen werden kann. Diese war allerdings so unsauber verarbeitet, bzw. durch das lackieren verklebt, das ich mit etwas mehr "Liebe" an die Sache gehen musste. Danach funktioniert das Montieren und Abnehmen auch ohne Werkzeug wunderbar.
    Die Schutzplatte welche die Zusatzslots vom MB abdeckt ist auch sehr dünn, wodurch sie sich beim hin und her schieben leicht verbiegt. An sich nicht weiter schlimm - stört aber.
    Und von den acht Gehäuseschrauben (für Seitenteile und Front) haben 2 Schrauben ein anderes Gewinde als die anderen sechs. Sehen sonst aber gleich aus - kann man schonmal verwechseln.
    Der Rest des Gehäuses ist in Ordnung. Die Montagemöglichkeiten vorne und oben für Lüfter sind auch etwas sehr dünn, führt aber zu keinerlei Problemen.
    Was ich loben muss - die Möglichkeiten die Kabel auf der Rückseite zu verlegen. Es gibt viele Positionen wo man Kabelbinder oder ähnl. befestigen kann und um die Aussparung für das MB ist auch nochmal ein extra Rahmen.
    Zudem steht das Gehäuse sehr solide, es wackelt nichts. Äußerlich gibt es auch nichts auszusetzen, alles gut verarbeitet.

    IMG_20190814_135118.jpgIMG_20190814_134949.jpgIMG_20190814_135013.jpgIMG_20190814_135041.jpgIMG_20190814_134824.jpg

    Montage :

    Verbaut wurde folgende Hardware :

    • Ryzen 7 2700X
    • MSI X470 Gaming Plus
    • 16 GBB DDR4 2666 Corsair
    • GTX 970 4GB
    • Arctic Freezer 33
    • 1x 240GB SSD
    • 1x 1TB HDD
    • 2x Corsair AF120
    • 1x RGB Controller (zusätzlich noch bestellt)


    Ich habe in meinem Leben schon einige PCs gebaut, aber dieses Gehäuse hat mich dezent aufgeregt.
    Fange ich vorne an. Abstandshalter für das Mainboard ins Gehäuse schrauben, ging nur mit Zange, dar die Bohrungen absolut bescheiden sind. Danach konnte ich ganz normal das Board befestigen. Nun wollte ich die Front des Gehäuses abnehmen, um die Kabel der Frontblende anders zu verlegen, bzw. weil ich später noch Lüfter in der Front montieren wollte. Ja - wie oben schon beschrieben, mit einem Hammer löste es sich.
    Jetzt konnte ich die Frontanschlüsse am Board anschließen.
    Nun baute ich die beiden Festplatten ein, die 3,5" HDD in den dafür vorgesehen Käfig unter der Netzteilabdeckung und für die SSD habe ich den 2,5" Rahmen aus dem Gehäuseinnenraum genommen und an der Rückseite montiert.
    Als nächstes kam das Netzteil, welches nur sehr knapp unter die Netzteilabdeckung passt. Ich musste das USB 3.0 Kabel nochmal vom Board lösen dar das Kabel zu dick war und den Einbau des Netzteils blockierte. Auf einmal offenbarte sich das nächste Problem, kein modulares Netzteil und kaum Platz um die Kabel unterzubringen. Also verschob ich den Netzteilkäfig in Richtung Gehäusefront. Dort fiel mir auf, wenn der Käfig ganz vorne ist, lassen sich die HDDs nicht mehr entnehmen, dar diese vor den Gehäuserahmen stoßen. Zudem ist dann auch kein Platz mehr um einen Lüfter unten an der Front einzubauen. Nun war die Grafikkarte an der Reihe, die Slotblenden waren nicht zum entnehmen sondern zum rausbrechen. Die zusätzliche Fixierung der Slots ist sehr dünn und verbiegt sich leicht.
    Nun begann der angenehmste Teil des Zusammenbaus - Kabel verlegen.
    Ich dachte mich das ich farblich passend noch orange Verlängerungen verbaue. Gesagt - getan. Die Kabel ließen sich gut auf der Rückseite verlegen und befestigen.
    Den RGB Controller hatte ich noch nachbestellt dar das Board nur 12V RGB Anschlüsse hat, ich aber 5V brauchte. Diesen verbaute ich ebenfalls mit unter der Netzteilabdeckung.



    Kompatibilität/Ausstattung :

    Dem Gehäuse liegen zustätzliche Schrauben bei, womit verschiedene Größen von Mainboards verbaut werden können. CPU Kühler bis 155mm können auch verbaut werden. Grafikkarten bis zu 370mm passen auch hinein,allerdings hat man etwas weniger Platz wenn in der Front Lüfter oder ein Radiator verbaut wurden. Wo wir beim Thema wären, in der Front können 3x 120mm oder 2x 140mm Lüfter, alternativ auch ein 240er Radiator. Oben können auch 2x120mm oder 2x140mm Lüfter als auch alternativ wieder ein 240er Radiator. An der Rückseite ist bereits ein 120er RGB Lüfter montiert. Allerdings dreht dieser sehr unrund und startet mittlerweile nicht einmal mehr von selbst, man muss ihm einen kleinen Schubser geben.
    Für Festplatten findet man zwei 2,5" Rahmen, welche man auf der Netzteilabdeckung im Innenraum oder an der Rückseite montieren kann, zusätzlich befinden sich noch Bohrungen um nochmal 2 2,5" an der Rückseite zu befesten. Im Festplattenkäfig kann man zwei 3,5" oder zwei 2,5" je nach belieben unterbringen. Zum Staubschutzt befinden sich an Front, Oberseite und unten am Netzteil herausnehmbare Gitter.
    An Frontanschlüssen gibt es zwei USB 3.0 Anschlüsse sowie auch 3,5 Klinke für Mikro und Headset. Nettes optisches Highlight ist der RGB LED Streifen an der Front.

    Kühleigenschaften :

    Meiner Meinung nach eher schlecht als recht. An der Front können zwar bis zu drei 120er Lüfter montiert werden aber die Front kann nur unten durch einen kleinen Spalt wirklich Luft ziehen. Nach oben kann die Luf gut entweichen. Allerdings wird das ganze System schon relativ warm. Man kann bestimmt mit mehr Lüftern ein besseres Ergebnis erzielen.
    Ich habe einige Kombinationen mit 3 Lüftern getestet, aber nichts war wirklich gut.
    Die Grafikkarte bekommt nicht wirklich frische Luft - wodurch es generell schon recht warm im Gehäuse wird. Der CPU läuft teilweise mit knapp 50°C ohne wirkliche Last.
    Natürlich schwankt alles je nach Raumtemperatur etc.
    Optisch ist es sehr ansprechend - aber auf Kosten der Kühlleistung, ich weiß ja nicht.

    Preis/Leistung :

    Also für knapp 60¤ ein optisch sehr gutes Gehäuse mit adressierbarer Beleuchtung/Lüfter sowie einem Seitenfenster.
    Verarbeitung wie in dem Preissegment erwartet. Aber für das Geld ist es völlig in Ordnung.
    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich :
    Über die Haltbarkeit kann ich nur sagen das es einen stabilen Eindruck macht. Wenn erst einmal alles Verbaut ist, denke ich wird es länger halten.
    Bei anderen Herstellern in diesem Preissegment wurde teilweise der Innenraum etwas dickwandiger dafür die Seitenteile wesentlich dünner gestaltet (Sharkoon,Corsair).

    Mein persönliches Fazit :

    Für meinen Geschmack ein zwar optisch schönes Gehäuse - aber wenig durchdacht.
    Es kommt zwar immer auf die verbauten Komponenten an und was man mit dem System macht. Allerdings sind für mich Funktionalität und Verarbeitung schon fast wichtiger als die Optik. Das Apollo 430 hat für mich etwas von außen Hui und Innen eher Pfui.
    Bei dieser Optik musste natürlich i.wo gespart werden um das Gehäuse zu dem Preis anbieten zu können. Aber man hätte sich bei der Kontruktion schon mehr gedanken machen können.

  6. #6

    Standard

    Hier noch mehr Bilder :

    Gehäuseschrauben mit versch. Gewinden :
    IMG_20190814_180817.jpg

    Platz beim Netzteil und HDD Käfig :
    IMG_20190814_161511.jpgIMG_20190814_161505.jpg

    Lüftergitter Front :
    IMG_20190814_174734.jpgIMG_20190814_174723.jpg

    Verkabelung Rückseite :
    IMG_20190814_174614.jpg

    Endergebnis :
    IMG_20190822_185041.jpgIMG_20190822_185153.jpg

  7. #7

    Beitrag Testers Keepers – AZZA APOLLO 430 Weiß

    Produktbewertung AZZA Apollo 430 weiß, im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion

    1. Verpackung und Versand
    2. Verarbeitung
    3. Design
    4. Technische Daten
    5. Montage
    6. Kompatibilität und Ausstattung
    7. Kühleigenschaften
    8. Leistung
    9. Preis-/Leistungsverhältnis
    10. Haltbarkeit & Vergleich
    11. Schlußbemerkung

    1. Verpackung und Versand
    Die Paketankündigung kam zügig nach der Versandzusage. Die Lieferung war 2 Tage unterwegs. Das Gehäuse kam im Originalkarton hier an. Über die Notwendigkeit einer zusätzlichen Umverpackung kann man streiten. Der Originalkarton war leicht mitgenommen, der Inhalt aber unversehrt. Das Gehäuse selbst war sorgfältig verpackt, eine zusätzliche Plastiktüte schützt es vor Staub und Feuchtigkeit. Mit einem üblichen Styroporrahmen als Prallschutz und Abstandhalter.
    IMG_20190815_170133.jpg
    IMG_20190815_170142.jpg
    Das Glasfenster ist mit einer Adhesivfolie geschützt.
    Im Lieferumfang sind Kabelbinder, Gehäuseschrauben und Abstandshalter in einem Tütchen enthalten. Festplattenrahmen sind ebenfalls vorhanden. Eine Bedienungsanleitung mit Inhaltsverzeichnis war nicht dabei, was evtl. bei fehlenden Teilen hilfreich ist. Auf den ersten Blick ist ausreichend Zubehör dabei.

    2. Verarbeitung
    Die Verarbeitung ist im Vergleich zu teilweise teureren Konkurrenzprodukten sehr gut. Es sind keine scharfen Kanten vorhanden. Die Kanten sind gebrochen und lackiert, so besteht praktisch keine Verletzungsgefahr. Durch die verwendete Materialstärke ist das Gehäuse verwindungssteif und eben winklig. Sämtliche Staubfilter sind mit Magnetstreifen angebracht, was die Montage/Demontage, auch zum Reinigen, erleichtert. Die Lackierung ist überall einwandfrei.
    Die PCI Slotabdeckungen sind eher nicht gelungen, da nur eine wieder verwendbar ist. Die großen Gummifüße lassen das Gehäuse gut stehen.

    3. Design
    Das Design ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, wirkt aber als Hingucker, da weiß mit Orange eher selten anzutreffen ist. Die Linienführung der RGB Leiste lässt die eher profane, industriedesignartige Vorderfront futuristisch wirken. Das Gehäuse muss deshalb nicht unter dem Tisch versteckt werden. Trotz der Größe wirkt es durch die Farbgebung auf dem Schreibtisch nicht so wuchtig. Als Nachteilig empfinde ich die Steckerfelder und den Netzschalter auf der Oberseite. Das kann dort alles verschmutzen. Man sollte dort auch nichts ablegen, der PC wird entweder unvermittelt eingeschaltet oder Heruntergefahren.
    IMG_20190823_121130.jpg

    4. Technische Daten vom Testystem
    Zum Testen wurden die folgenden Komponenten verwendet:
    Motherboard: Asus TUF B360-Pro Gaming Intel B360 So.1151 Dual Channel DDR4 ATX
    CPU: Intel Core i5 8400 6x 2.80GHz So.1151
    CPU Lüfter: Scythe SCMG-5100 Mugen 5 (Rev.B)
    RAM: 16GB (2x 8192MB) G.Skill Aegis DDR4-2666 DIMM CL19-19-19-43 Dual Kit
    SSD: 240GB WD Green M.2 2280 SATA 6Gb/s TLC NAND (WDS240G2G0B)
    Festplatte: 1 TB Toshiba HDD
    Grafik: 6GB Asus GeForce GTX 1060 Dual OC Aktiv PCIe 3.0 x16 1xDVI / 2xDisplayPort / 2xHDMI 2.0
    2 zus. Frontlüfter 120mm
    Wobei die Frontlüfter erst in der zweiten Testreihe eingebaut wurden.
    IMG_20190823_121335.jpg

    5. Montage
    Die Montage war anfänglich problemlos. Motherboard und Netzteil passten. Abstandshalter ließen sich problemlos einsetzen. Bohrungen und Gewinde sind präzise. Einige Schwierigkeiten boten sich beim Aufstecken der Frontblendenverbindungen. Der Abstand zur Seitenwand beim ATX Board ist sehr knapp bemessen. Man muss die Stecker entweder mit der Pinzette, langer Flachzange oder mit Kinderhänden stecken. Zumindest bei dem von uns verwendeten Board war das mit „Erwachsenenhänden“ nicht problemlos möglich. Die Kabelführung war einwandfrei. Es ist ausreichend Platz. Das Aufsetzen der Seitenteile ist etwas gewöhnungsbedürftig. Man muss sehr genau auf gerades Einsetzen achten, sonst rasten die Halter nicht alle ein und es bleiben Spalten.
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    IMG_20190815_205558.jpg

    6. Kompatibilität und Ausstattung
    Es können Grafikkarten bis zu einer Länge von 37 cm eingesetzt werden. Die verwendete GeForce lässt noch ein wenig Platz. CPU Lüfter dürfen bis zu einer Länge von 15,5 cm eingebaut werden. Der verwendete Scythe SCMG-5100 Mugen 5 reizt den vorhandenen Platz ziemlich aus.
    Die PCI-Blenden auf der Rückseite sind ein Problem, da nur Eine wieder montierbar ist.
    Die vorhandenen Einbauplätze für Lüfter sind mehr als ausreichend.
    Es ist möglich bis zu sechs 2,5 Inch und zwei 3,5 Inch HHDs einzubauen.
    Der integrierte RGB-Streifen an der Gehäusefront sowie der RGB Lüfter an der Gehäuserückseite funktionieren ausschließlich mit der 3-PIN 5V RGB Technik. Leider unterstützt unser Testboard das nicht. Hier wird noch ein Adapter fällig.
    Als Mangel sehe ich den fehlenden Slot für ein CD/DVD Laufwerk. Hier half nur das externe USB Laufwerk.

    7. Kühleigenschaften
    Der erste Probebetrieb erfolgte nur mit Gehäuselüfter und CPU Kühler. Für den Office Einsatz müssen keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Beim Spielbetrieb mit Just Cause 3 mit 60 fps stieg die Coretemperatur auf 74°C an. Nach dem Einbau der Zusatzlüfter sank die Temperatur um ca. 3 Grad ab und blieb stabil. Testzeitraum waren ca. 2h. Die Umgebungstemperatur betrug ca. 26°C. Insgesamt sind die Kühleigenschaften mehr als zufriedenstellend. Die Geräuschentwicklung ist eher zu vernachlässigen.
    Wasserkühler können eingebaut werden, wurden von uns aber nicht verwendet.

    8. Leistung
    Das Gehäuse erfüllt die Anforderungen. Es ist stabil und standsicher. Es gibt keine Vibrationen. Es ist alles einbaubar und die Optik ist ansprechend. Durch die verwendete Materialstärke ist das Gehäuse schwerer als Vergleichbare.
    Ob es nun in diese Kategorie gehört, sei dahingestellt. Der schraubenlose Einbau der Festplatte(n) in die Slots ist sehr schnelle und einfach. Die Slots sind so gestaltet, das praktisch keine Vibrationen von der Platte auf das Gehäuse übertragen werden. Das muss erwähnt werden.

    9. Preis-/Leistungsverhältnis
    Mit dem AZZA Apollo 430 weiß hat man für 59,99¤ einen guten Griff getan. Es gibt eine gute Ausstattung und solide Verarbeitung für‘s Geld. Wir haben teilweise wesentlich teurere Gehäuse mit scharfen Kanten, schlechten Lackierungen und fehlenden Möglichkeiten gesehen und verbaut. Hier passt der Preis zur Leistung. Das Gehäuse macht einen höherwertigen Eindruck.

    10. Haltbarkeit & Vergleich
    Die Haltbarkeit ist nach 14 Tagen schlecht prognostizierbar. Es lässt sich hier nur vermuten, dass aufgrund der guten Ausführung eine lange Lebensdauer erreicht wird. Zumindest beim Test waren die zweimalige Demontage der Komponenten kein Problem.

    11. Schlußbemerkung
    Auf der Skala von 1-5 Sternen vergeben wir 4,5 Sterne, es werden also 5. Für den genannten Preis erhält man den entsprechenden Gegenwert. Die Verarbeitung ist gut und das Design ist wie oben gesagt irgendwie ein Hingucker. Die für unser Board unpassende RGB Anbindung an einen 3-Pin 5V Anschluss und der fehlende DVD Slot lassen uns 0,5 Sterne abziehen. Für das RGB Thema wäre eine bessere Beschreibung in den technischen Daten hilfreich, denn wer geht schon extra auf die Seite von AZZA. Insgesamt kann man für dieses Gehäuse eine Empfehlung aussprechen.

    Dies ist unser Review zum "AZZA APOLLO 430 WEISS"
    Bernd & Maximilian
    Geändert von Decant59 (23.08.2019 um 12:52 Uhr)

  8. #8

    Standard

    Im Test - der Azza Apollo 430 Testers Keepers

    Am 14.8. erreichten uns einige Produkttests. Darunter auch der Azza Apollo 430. Die Verpackung (Bild 1) war trotz leichtem Riss am Griff sehr solide. In reichlich Styropor gehüllt hatte er ohne Probleme den Transport überstanden. Es ging ans große Auspacken.

    Bild 1 - Verpackung.jpg

    Beim Auspacken fiel sofort das Gewicht mit 7,9kg auf. In einem Haushalt mit 2 Katzen, eine gute Eigenschaft – den reißt keiner so schnell um. Vollkommen entpackt blickten wir auf ein modernes Design welches sich deutlich von anderen Gehäusen in diesem Preissegment absetzt (Bild 2). Der Wiedererkennungswert ist hoch. Nur der magnetische Staubschutz auf der Oberseite wirkt nicht harmonisch da er sehr schnell erste Knickspuren zeigte. Fingerabdrücke waren auf der Lackierung kaum erkennbar.

    Bild 2 - Front.jpg

    Das ATX-Gehäuse kommt mit einer Steckkartenlänge von Maximal 37cm, einer Kühlerhöhe von max. 15,5cm. Es sind 2x 3,5 Zoll Laufwerksschächte vorhanden. Die 6x 2,5 Zoll Schächte, bringen nur 2 Halterungen mit und die unteren beiden waren für uns im Test nicht sinnvoll, da diese zu dicht an den Mainboard Steckplätzen waren. Effektiv bietet, unserer Meinung nach, das Gehäuse also nur 4 Plätze. 2 Audioanschlüsse und 2 USB-3.2 Anschlüsse sind im I/O-Panell integriert. Eine Wasserkühlung ist möglich. In Breite (20,5cm), Höhe (48cm) und Länge (42cm) findet das Gehäuse unter jedem Schreibtisch platz, aber ist auch als „ Standalone “ ein Hingucker. Die 7,9kg mit einem tiefen Schwerpunkt sind grundlegend sehr sympathisch – besonders Haustiere, die gerne mal etwas umreißen, haben es bei diesem Gehäuse schwer. Leider ist nur ein steuerbarer Azza Hurricane II
    Lüfter verbaut. Da sich der Apollo laut dem Hersteller als Gaming-Gehäuse sieht, darf hier also bei leistungs intensiver Nutzung noch nachgerüstet werden, wobei auf jeden Fall auf 3-PIN Anschlüsse geachtet werden muss. Mit seinen 29dB ist er nicht der leiseste. Er ist nicht laut, aber auch nicht unbedingt etwas für das Schlafzimmer.

    Die Lackierung ist gelungen und nach einem Kratztest zeigten sich nicht sofort die ersten Spuren. Die Seitenscheibe (aus Tempered Glas) ist ordentlich lackiert. Die Vorfreude auf dem Zusammenbau war groß. Jetzt fiel sofort das LED-Lens-Panell auf, dieses war lieblos mit einem Klebeband von oben geschützt, wo schon jetzt sich erste Ablösungserscheinungen zeigten (Bild 3). Auch das I/O-Panell an der Oberseite zeigte nun seine Schwachstelle. Erstens: es ist nicht versenkt und so entstehen kanten. Zweitens: Es wellte sich von Anfang auf einer Seite nach oben. Arbeitet man Kopfüber auf der Rückseite des Gehäuses, ist es denkbar, das man mit dem Hemd an dieser Stelle hängen bleibt und so das Bedienungspanell beschädigt (Bild 4).
    Also den Innenraum frei gelegt. Mainboard angesetzt, Platz der Spacerschrauben bestimmt und frisch ran ans Werk. Die Mainboardblende ließ sich super einsetzen und so ging es daran, das Mainboard aufzusetzen. Die ersten Schrauben ließen sich super anbringen, doch dann zeigte sich, das zwei 2 Spacer zwar an der richtigen Stelle, jedoch leicht verkanntet waren. Also wieder alles ab, die beiden Spacer neu eindrehen und Mainboard neu einsetzen, was dieses mal ohne Probleme klappte. Auch die Gehäuseblenden für die Grafikkarten fielen sofort auf. Diese müssen heraus gebrochen werden mit entsprechendem Verletzungsrisiko (Bild 5).

    Bild 3 - Frontblende.jpg Bild 4- IO-Panell.jpg Bild 5 - Schacht.jpg

    Der Alpenföhn Ben Nevis, bereitete uns etwas Kopfzerbrechen, war er doch als maß technisch passend angegeben so hatten wir unsere Zweifel, das er doch hinein passt. Nach kurzem Test alles super, viel Platz war nicht.
    Also ging es an das Kabel verlegen. Es zeigte sich schnell, das die unteren 2 Kabelschächte fast nicht gebraucht werden können, da diese direkt zwischen dem Mainboard und den 2 Vorverbauten SSD-Brackets liegen (Bild 6). Nutzt man also SSD, muss man die Halterungen verlegen. Von den 6 möglichen Plätzen stehen also tatsächlich nur 4 auf der Rückseite zur Verfügung. Das Gehäuse hat 2 Steckplätze für HDD-Festplatten. Bei der Verkabelung fiel sehr schnell auf, das die Kabel geknickt werden sobald die Seitenfront des Gehäuses angebracht wird (Bild 7). Die Halterungen hätten einfach ein Stück weiter nach innen konzipiert werden müssen. Grundlegend lief die Kabelführung relativ kompliziert. Durch das unten liegende Netzteil ist die Kabelführung zum EATX-8PIN nur via kürzestem Weg möglich. Wären die 2 Schächte zwischen Mainboard und vorverbauten SSD-Brackets besser zwischen Netzteil und HDD-Brackets konzipiert worden, wäre die Kabelführung leichter und Aufgeräumter gewesen. Platz wäre dafür gewesen. Nun sind die 2 Plätze auf Grund der COM und USB Anschlüsse „tot“.

    Bild 6 - Kabelschacht.jpg Bild 7 - Platz Rückseite.jpg

    Nun ging es an die Verkabelung des Gehäuses, wir blickten auf die Stecker, schauten uns an und fragten uns wo das Handbuch ist. Da keines dabei war mussten wir die Suchmaschiene befragen, die uns natürlich nur eine englische Beschreibung direkt von Azza-tek lieferte. Und natürlich nur mit der Verkabelung des RGB-Fan, sonstige Anschlüsse fehlten in der Beschreibung komplett. Wer noch nie einen PC selber zusammen gebaut hat, steht nun vor einem großen Dilemma. Auch das Problem löste sich.
    Also ging es nun an das hintere Kabelmanagement. Wer aufgeräumte Kabel mag ist bei diesem Gehäuse verlassen. Es sind nur 4 Halterungen für die mitgelieferten Kabelbinder vorhanden die sich auch noch alle linksseitig direkt neben den Kabelschächten befinden. Ein ordentliches und aufgeräumtes Management ist nicht mit diesem Gehäuse möglich, erst recht nicht ohne (teil-)modulares Netzteil (Bild 8).

    Bild 8 - Kabelführung.jpg

    Nach einem ersten Teststart ohne Auffälligkeiten verlief, trauten wir uns die eigentlichen Komponenten für den Leistungstest einzusetzen.
    Mit einem I5 Skylake, dem vorinstallierten Lüfter, dem Alpenföhn Ben Nevis und Hydronaut Wärmeleitpaste schaffte das Gehäuse im Rendertest maximal 52°, normal wurden um die 30° bei 24° Raumtemperatur erreicht (Bild 9). Für den normalen Gebrauch ist das Gehäuse also ausreichend. Bei mehr Komponenten würden wir aber definitiv eine Aufstockung der Lüfter empfehlen. Insgesamt können bis zu 6 Lüfter verbaut werden. Grundlegend ist das Gehäuse in diesem Aufbau relativ leise.
    Jedoch haben wir nicht die Frontseite angetestet. Da das Frontpanell ineinander geschoben und nur auf der linken Seite verschraubt ist, ist es denkbar das hier leichte Vibrationen entstehen können. Dies können wir aber (da nicht angetestet) weder ausschließen noch bestätigen.

    Bild 9 - Temperatur.jpg

    Grundlegend hätten wir von einem Gehäuse in dieser Preiskategorie mehr erwartet. Im direkten Vergleich mit dem Zalman i3 bevorzugen wir definitiv den Zalman der Preislich sogar noch etwas günstiger ist. Auch wenn der Apollo mit 6x2,25 Zoll Schächten daherkommt, können nur 4 durch die Konzipierung der Kabeldurchführung genutzt werden. Da diese 4 Brackets dann auf der Rückseite angebracht sind, gibt es hier Probleme in der Kabelführung. Der Zalman hingegen bringt nur 5 mit, die jedoch auf Grund der Konzipierung vollumfänglich genutzt werden können. Klar führt auch der Zalman bei der Zweckmäßigen Kabelführung da hierfür 9 anstatt von 4 Anbringungen vorhanden sind. Wer also oft an seiner Hardware tüftelt wird folglich jedes mal an „sortierten“ Kabeln verzweifeln. Auch wartet Zalman mit einer Aussparung an der Seitenwand auf, so das hier die Kabel entspannter verlaufen können. Kabelknicke wie beim Apollo gibt es nicht. Die Kabeldurchführungen im Zalman sind hier durchdachter als beim Apollo. Lüfter technisch wartet der Zalman mit vier Lüftern(kein RGB) statt wie der Apollo mit einem (RGB) auf wobei der Zalman ein Tick leiser läuft. Der Zalman ist in der Verbauung des I/O-Panel wesentlich besser gestaltet, hingen nutzt der Apollo Tempered Glas statt Plexiglas. In der Lautstärke ist der i3 trotz 4 statt einem vorverbautem Lüfter etwas leiser. Unter gleicher Ausstattung läuft der Zalman 2° kühler. Ebenfalls siegt für uns der Zalman allein schon wegen der Tatsache, das er eine Gebrauchsanweisung mitbringt worin auch klar die Anschlüsse definiert sind. Diese fehlte komplett beim Apollo. Wer Äußerlichkeiten bevorzugt, ist beim Apollo richtig mit einer Metall-Frontblende und den RGBs definitiv ein Hingucker. Wer Zweckgebunden und auf das Handling bedacht ist, sollte eher auf den Zalman zugreifen der auch noch günstiger ist. Sicherlich kann man hier argumentieren, das der eine mehr als der andere aufwartet. Aus unserer Sicht jedoch ist Handling und Funktionalität wichtiger als Design.

    Zusammenfassung:
    Dies ist definitiv kein Gehäuse für den „Erstbauer“ da keinerlei Anleitung dazu lag. Ein sauberes Kabelmanagement ist schwerlich umzusetzen. Die äußere Verarbeitung ist bis auf I/O-Panell und Grafikkartenblenden gut, die innere Konzipierung hingegen schlecht. Viele kleine Schwachstellen haben den Zusammenbau eher zu einem langwierigem Erlebnis gemacht, was nicht nur Zeit sondern auch Nerven gekostet hat.

    Danke an das Testers Keepers Team von Mindfactory das wir an diesem Test teilnehmen durften.

  9. #9

    Standard

    Verpackung und Lieferumfang
    Als ich das Paket mit dem Azza Apollo 430 Gehäuse entgegennahm, war ich zuerst über die doch recht geringen Ausmaße des Kartons (positiv) überrascht, obwohl es sich bei dem Produkt um einen Midi-Tower handelt. Auch das geringe Gesamtgewicht von 8,57 kg weiß zu gefallen. Auf dem Karton befinden sich zwei große Abbildungen des Gehäuses sowie Tabellen mit den Produktspezifikationen. Schön finde ich, dass hier ein herkömmlicher Karton benutzt wird ohne großartige bunte Aufdrucke, was ein wenig die Umwelt schont. Das Gehäuse ist durch zwei Styroporbacken im Karton gesichert. Diese fallen ein wenig dünner aus als von anderen Herstellern gewohnt, aber es ist alles heile angekommen. Zusätzlich wurde eine Styroporplatte oben aufgelegt, vermutlich um die Gehäusefront extra zu schützen. Hier kenne ich es von anderen Herstellern anders, dort wird eine zusätzliche Styroporplatte vor dem Gehäusefenster platziert, aber auch hier war alles in Ordnung. Vorinstalliert ist ein 120 mm Lüfter mit RGB an der Rückseite, der über einen 3-Pin Stromanschluss verfügt also kein PWM. Des Weiteren liegen dem Karton fünf Kabelbinder, eine Tüte mit diversen Schrauben zur Motherboard- und Laufwerksmontage, zwei Ersatzgummifüße von 3M sowie ein Zettel mit einem QR-Code, mit dem eine Gebrauchsanleitung heruntergeladen werden kann. Die Gebrauchsanleitung besteht aus einem PDF mit zwei Seiten auf denen sehr spärlich die Bestandteile des Gehäuses und der Einbau von Lüftern bzw. Radiatoren bebildert erklärt wird. Das dürfte ruhig ein wenig ausführlicher sein.

    Design und Verarbeitung
    Sofort auffallend beim Azza 430 Gehäuse ist die verspielt gestaltete Front, die aus zwei Metallteilen und einem RBG-Leuchtstreifen besteht. Das eine Metallteil ist schwarz, das andere grau und beide bilden damit einen schön anzusehenden Kontrast. Das hintere graue Teil schmiegt sich an der rechten Seite mit ein wenig Abstand um das schwarze Teil. Ebenso ist auf dem grauen Teil ein Azza Schriftzug aufgebracht. Der RGB-Leuchtstreifen hat eine dezente Breite und ist damit nicht sehr aufdringlich. Er ist in Form eines auf dem Kopf stehenden L im schwarzen Metallteil integriert. Der Leuchtstreifen und der RGB-Lüfter lassen sich beispielsweise mittels Aura Sync oder Mystic Light über das Motherboard steuern. Das rechte Seitenteil hingegen ist schlicht in schwarz gehalten ohne besondere Akzente. Das Material, generell der meisten Teile des Außengehäuses mit Ausnahme des Frontteils, besteht vermutlich aus einfachem Stahl. Hierzu finden sich allerdings keine expliziten Hinweise in der Anleitung oder auf der Herstellerseite. Die Rückseite ist ebenfalls in schwarz gefärbt und sonst unauffällig. Natürlich sieht man hier auch den RGB-Lüfter toll leuchten. Zu bemängeln ist allerdings, dass die Nieten auf der Rückseite teils verkratzt sind. Hier wäre mehr Sorgfalt in der Herstellung angebracht. Das linke Seitenteil ist ein Fenster bestehend aus gehärtetem Glas und bietet so Einblick in das Innenleben des PCs. Nett ist der geschwärzte Rand des Glases, allerdings sind nur drei Ränder gefärbt, warum nicht auch der vierte bzw. untere Rand? Das Fenster nimmt ca. 4/5 der oberen linken Seitenfläche ein. Das restliche Fünftel ist wiederum aus schwarz gefärbtem Stahl, hier hinter verbirgt sich zum Beispiel das Netzteil. Aufgetragen ist hier ein sehr großer Azza Schriftzug, über die Schriftart lässt sich allerdings streiten. Auf der Oberseite des Gehäuses befindet sich ein abnehmbarer Staubfilter, der mittels Magneten an der Oberseite haftet. Weitere Staubfilter befinden sich an der Unterseite und versteckt in der Front. Des Weiteren befinden sich auf der Oberseite hier auch die Power- und Reset-Knöpfe, Kopfhörer- und Mikrofonanschluss, zwei USB 3.0 Anschlüsse sowie eine Aussparung vermutlich für einen weiteren USB-Anschluss. Warum eine Aussparung? Macht doch einfach einen dritten rein oder gar einen USB 3.1 Anschluss (Typ C).
    Eingangs erwähnte ich das doch recht kompakte Format des Produktkartons, dies spiegelt sich auch in den Ausmaßen des Gehäuses wider. Die Maße betragen: 480 x 205 x 420 mm. Zum Vergleich betragen die Maße meines be quiet! Silent Base 601 Gehäuses 532 x 240 x 514 mm. Das Gehäuse von Azza macht aufgrund dessen auch nicht so einen klobigen Eindruck und ist damit vielleicht auch ein Gehäuse für einen Wohnzimmer-PC. Andererseits ist das Volumen des Gehäuses somit kleiner. Auch bezüglich des Gewichtes ist das Azza Gehäuse mit 7,9 kg etwas mehr als 2 kg leichter.
    Der Innenraum wirkt sehr aufgeräumt, da hier bswp. auch keine Festplattenkäfige vormontiert / mitgeliefert wurden. Schön ist, dass alles schwarz lackiert ist. Das verwendete Material für den Mainboardschlitten ist sehr dünn und lässt sich zum Beispiel mittels Daumen und Zeigefinger verbiegen. Das Material dürfte hier gerne ein weniger dicker sein. Generell kann das verwendete Material des Gehäuses als befriedigend eingestuft werden. Es ist halt sehr dünn, biegsam und teils klappert es auch ein wenig. Der vormontierte Festplattenkäfig und die Festplattentrays im unteren Bereich, dort wo auch das Netzteil eingebaut wird, besteht bspw. komplett aus Plastik. Die Trays lassen sich sehr leicht verbiegen und würden vermutlich auch schnell brechen, sie klappern zudem auch gerne.

    Montage
    Sehr schön ist, dass sich jedes Seitenteil durch Entfernen von Wendelschrauben entfernen lässt, hier wird also kein Schraubendreher benötigt. Ein Mainboard lässt sich sehr leicht auf dem Mainboardschlitten verbauen. Es ist allerdings darauf zu achten, dass der verwendete CPU-Kühler maximal 155 mm hoch sein darf. Für Grafikkarten ist eine maximale Länge von 370 mm angegeben. Dies ist allerdings nur zutreffend, wenn in der Front auf Höhe der Grafikkarte keine Lüfter verbaut werden. Die maximale Länge wird gar noch kürzer falls ein Radiator verbaut wird. Unbedingt darauf achten! Bis zu zwei SSDs können unterhalb des Mainboards auf der Gehäuse-Abdeckung des Netzteils verbaut werden. Somit lässt sich dank des Fenster ein Blick auf die SSDs erhaschen. Alternativ können bis zu vier SSDs auf der Rückseite des Mainboardschlittens verbaut werden und bis zu zwei SSDs bzw. zwei 3,5“ herkömmliche Festplatten im Festplattenkäfig. Zur Befestigung der Komponenten können die mitgelieferten schwarz lackierten Schrauben verwendet werden. Für die Verkabelung der Komponenten mit dem Mainboard sind insgesamt fünft Kabeldurchlässe im Mainboardschlitten ausgestanzt worden. Das sieht einerseits schicker aus und andererseits behindert Kabel somit nicht den Luftstrom innerhalb des Gehäuses. Gehäuselüfter lassen sich im Deckel des Gehäuses sehr einfach montieren, hier passen bis zu zwei 120 mm oder zwei 140 mm Lüfter dran. Komplizierter wird es, wenn Lüfter in der Front installiert werden sollen. Falls 120er Lüfter (bis zu drei) verbaut werden sollen, reicht es an der Front das erste Metallteil zu demontieren, was auch mittels Wendelschrauben einfach ist. Hier ist auch Obacht geboten, da das Kabel des Leuchtstreifens mithinaus gezogen wird. Möchte man aber 140er Lüfter verbauen so muss auch das zweite Metallteil nun allerdings mittels eines Schraubendrehers entfernt werden. Auch für die Reinigung des Staubfilters in der Front müssen beide Metallteile demontiert werden.

    Fazit
    Mit dem Azza Apollo 430 Gehäuse wird einem Käufer ein schniekes Gehäuse im Midi-Tower-Format mit kompakten Ausmaßen geboten. Designtechnisch sticht die Front des Gehäuses hervor, in der mittels eines RGB-Leuchtstreifens weitere dezente Akzente gesetzt werden können. Ansonsten ist das Gehäuse sehr schlicht gehalten. Das linke Seitenteil besteht aus gehärtetem Glas und ist ein Hingucker. Die Verarbeitung und die verwendeten Materialien können als befriedigend bezeichnet werden. Etwas dickere Materialien oder die Verwendung von ein wenig höher wertigen Materialen sowie ein wenig mehr Sorgfalt bei der Herstellung sollten in Zukunft ins Auge gefasst werden. Bezüglich der Kühlung ist zu sagen, dass diese hier natürlich schlechter aufgrund der Front ist, da nur ein schmaler Kanal zum Ansaugen der Luft genutzt werden kann.
    Letztendlich kann das Preis-Leistungs-Verhältnis als befriedigend bis gut bezeichnet werden, da es auch Hersteller in dieser Preisklasse gibt, deren Gehäuse ein wenig höher wertig sind.
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  10. #10

    Standard

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Verpackung und Versand
    2. Design
    3. Technische Daten
    4. Verarbeitung
    5. Montage
    6. Kompatibilität/ Ausstattung
    7. Kühleigenschaften
    8. Leistung
    9. Preis-/Leistungsverhältnis
    10. Haltbarkeit & Vergleich
    11. Fazit


    1. Verpackung und Versand


    Der Versand erfolgte Minfactory typisch "super fast" (2 Tage). Zu mir kam das Azza ohne Umverpackung im normalen Verkaufskarton, in diesem war das Gehäuse aber perfekt durch Styroporhalter eingefasst, sodass es zu keinen Beschädigungen o.a. kam.

    4a3954 1566997594 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

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    2. Design / Style

    Das Auge isst bekanntlich mit, gerade bei uns Frauen die wohl mehr nach Optik als nach dem Airflow oder dem Geräuschpegel kaufen. Bei uns in der WG kam das Gehäuse auf alle Fälle sehr gut an und das vor allem dank des klaren und minimalistischem designs. Wir Frauen brauchen keine „Transformer-Gehäuse“, keine abgedrehten Formen, wir mögen es schlicht und blinkend.

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    Besonders gefallen hat uns die Front, mit den klaren Kanten und dem versteckten RGB Stripe! Hier liegt aber auch einer der größten "Montage Kritikpunkte begraben, dazu aber später mehr.

    2ac677 1566997889 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Man wird es im Test noch einige male lesen, wir stehen auf RGB, immerhin gibt RGB mindestens „10 FPS“ mehr "in Game". Hier kommen wir auch gleich zum zweiten Highlight, der Seiten Scheibe. Diese wirkt robust und ist auch wieder relativ schlicht gehalten, wirkt dadurch aber nur umso edler und ermöglicht einen einwandfreien Blick in das Gehäuse innere. Wo, wer hat es erraten natürlich noch mehr RGB sein muss! Zum Glück kommt das Gehäuse deshalb auch noch mit einem adressierbarem Back Lüfter. Der bei uns zwar leider ein paar Lagergeräusche aufwies, alles in allem aber zu den besseren RGB Lüftern am Markt zu gehören scheint. Besonders hat uns in dem Sinne auch die Abtrennung für das Netzteil gefallen, da dieses genauso wie die HDDS / SSDs im Bauch des Gehäuses und damit außer Sichtweite verschwindet. (Schade nur wenn man ein RGB Netzteil sein eigen nennt). Was uns Überdies nicht so gefallen hat, oben auf der Netzteil Abdeckung ist Platz für 2x SSD Trays, diese wirken dort aber etwas deplaziert. Nimmt man Sie aber wie in unserem Fall raus, bleiben unschöne Lücken.

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    Der letzte "negativ" Punkt ist das AZZA Logo auf der rechten Seite / unter dem Glasfenster. Dieses Logo ist nämlich einfach nur gedruckt, hier schreit das Gehäuse aber gerade zu nach einem RGB Logo!

    cda6c0 1566997777 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Pros.:

    - schlichte aber moderne Front
    - Netzteilabdeckung
    - RGB Lüfter und Frontpanel
    - hochwertiges Seitenfenster

    Cons.:

    - AZZA Logo an der Seite besitzt kein RGB.




    3. Technischen Daten


    Typ.: Midi-Tower
    Farbe.: schwarz /orange
    EAN.: 4712839555328
    Formfaktor.: ATX, mATX
    Steckkartenlänge.: maximal 370 mm
    CPU-Kühlerhöhe.: maximal 155 mm
    Laufwerksschächte.: 3,5 Zoll intern 2 Stück
    2,5 Zoll intern 6 Stück

    Frontanschlüsse.: 2x Audio, 2x USB-A 3.2 (5 Gbit/s)
    Vorderseite.: adressierbarer RGB-Leuchtstreifen an Frontseite
    Rückseite.: 1x adressierbarer 120-mm-RGB-Lüfter vorhanden (5 Volt, 3-Pin)

    RGB-Standard.: AURA Sync, Mystic Light

    Gewicht.: 7,9 kg

    Frontanschlüsse.:

    371714 1566998458 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430



    4. Verarbeitung


    Wir kannten die Marke AZZA noch gar nicht, da wir meistens auf größen wie BeQuiet / NXT / Thermaltake usw. setzen und waren dahingehend von der Verarbeitung positiv überrascht! Das Gehäuse an sich ist aus wiederstandsfähigem Kunststoff / Blech und die Front aus gestanztem Stahlblech. Für sein Gewicht (ziemlich leicht) ist das Gehäuse sehr stabil und steht auch ohne Komponenten sicher auf seinen Gummifüßen, die ein wegrutschen verhindern.

    Einziger negativ Punkt, wobei das bei Gehäusen wohl nicht zu vermeiden ist, sind hier und dort kleine scharfe Kanten. Die aber mit etwas Zeit und Liebe leicht abgeflacht werden können.




    5. Montage

    Den Umbau des Systems in das neue Case, haben wir sehr genossen. So können beide Seitenpanelle abgenommen werden um einen guten Zugang in das Gehäuseinnere zu haben. Hier ist zwar nicht soviel Platz wie in unserem alten Big Tower, aber das war uns von vornherein klar. Das es an manchen Stellen aber dann schon nervig Eng wurde, viel uns erst später auf.

    Hier ist besonders das nicht abnehmbare Frontpanelstück zu erwähnen. Das dunkle graue (siehe Bild) lässt sich nicht entfernen, sitzt aber genau auf der Höhe der untersten Schraube für den untersten Lüfter oder Radiator. Hat man hier keinen 1 cm Schraubenzieher zur Hand (Platz nach vorne bei Montierung der Schrauben von vorne (2cm)) wird das nichts und so haben wir den untersten Lüfter unten erst einmal unangeschraubt gelassen.

    05a852 1566998402 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Hier wäre es von Vorteil gewesen, beide Panels austauschbar zu halten. Die nächste etwas umständliche Ecke, ist der Festplatten Tray hinten, bzw. die komplette Netzteilabdeckung. Entweder haben wir uns nur doof angestellt oder es lag daran das wir ein nicht Modulares Netzteil hatten, aber der Platz zum verstecken der Kabel, ist zwecks einiger Querstreben usw. wirklich knapp bemessen.

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    Auch beim Netzteil einbau ist einiges an Fingerspitzengefühl gefragt. Da wir noch kein Modulares Netzteil haben, ist der Platz unten "zum Kabelverstecken" wirklich knapp bemessen! Was auch wieder an der Trennwand zwischen Netzteil und HDD Trays liegt, wieso der da überhaupt ist, da bin ich übnerfragt.

    Ansonsten bleibt noch die Frage, seit wann und wer hatte die Idee, das man die hinteren Grafikkartenausgangsbleche, nicht mehr „verschraubt“ sondern so konzipiert das Sie rausgebrochen werden müssen? Die 5 Cent für eine Schraube hätten es jetzt auch nicht teurer gemacht, aber so bricht man die zwei Bleche für die Grafikkarte raus, geht dann auf eine kleinere o.a. und dann?

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    Die Kabelführung zum Mainboard, ist dahingehend aber wieder perfekt gelöst!

    Alles in allem selbst für uns als Frauen, war es bis auf die 3 angesprochenen Probleme, ein einfacher und spaßiger Einbau!
    Montage :

    Verbaut wurde folgende Hardware :
    • I7-3570x
    • Gigabyte Mainboard
    • 16 GBB DDR3 2666 Corsair
    • GTX 1060 6 GB
    • Rajintek 120 mm fan
    • 1x 500GB SSD
    • 1x 2TB HDD
    • 2x Be Quiet 120 Lüfter / Front

    54089e 1566998571 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430


    6. Kompatibilität

    Das Gehäuse bietet genug Platz (im oberen Berreich) um eigentlich alle Mainboard Formfaktoren unterzubringen, wie z.B. Micro ATX / ATX usw. Besitzt man aber eine überlange Grafikkarte, kann es passieren dass diese zu weit in den Radiator reinragt, sollte man einen benutzen wollen!

    7.: Zubehör / Ausstattung


    Das Gehäuse kommt, mit einem Satz voller Schrauben, für die Mainboard, Netzteil usw. Montage, auch ein zwei Kabelbinder liegen bei, im Endeffekt alles was man für den Anfang braucht!

    Auch bei der Ausstattung im Technischen Sinne sind keine Glanzleistungen zu erwarten, aber die Basics sind abgedeckt. So befinden sich auf der Oberseite, der Obligatorische AN / Aus Schalter, der Resetknop, 2x. USB 3.0 Header, Klinkeneingänge für Mikrofon und Lautsprecher. Zu den USB Ports, sei gesagt, dass diese Anfangs extrem schwergängig sind. Entweder ist es ein Anwendungsfehler oder Produktionsfehler. Den beim herausziehen, eines USB Devices, benötigt man doch einiges an Kraft. Der mitgelieferte RGB Fan, tut was er verspricht, klackert nur leider bei uns leicht, mit Headset nicht zu hören, aber anscheinend hatten wir ein Montagsmodell, wir werden versuchen das Problem durch etwas WD40 am Lager zu lösen. Negativ sei hier auch anzumerken, dass wir es entweder nicht hinbekommen haben, den Lüfter Adequat zu steuern oder er einfach kein PWM Lüfter ist, weshalb er gepaart mit dem klackern doch relativ laut ist.

    Festplatten.:

    Auch hier gibt es nicht wirklich viel besonderes zu berichten, wobei die meisten die 6 x 2,5 und 2 x 3,5 Festplattenplätze wohl nie voll bekommen werden. Einzig das die zwei SSD Trays auf der Netzteilabdeckung liegen und damit den Blick ins Case etwas stören, hat uns gestört.

    CPU Kühler.:

    Wir haben unwissend gleich unseren größten CPU Fan verbaut und siehe da es passt! Das Gehäuse unterstützt nämlich durch seine Breite von ca. 20,4 cm CPU-Fans bis ca. 20 cm.




    7. Kühlung


    In Punkto Kühlung, erfindet das Gehäuse das Rad nicht neu, wir haben einige Tests gemacht und bewerten den Airflow als gut, einzig das hintere Netzteil, wird nur durch sich selbst gekühlt. Da zwischen Front Lüfter und Netzteil noch eine Zwischenwand und die HDDS liegen. Das ist natürlich meckern auf hohem Niveu, evtl. hätte man aber hier noch eine bessere Lösung finden können. Für Radiatoren und 3x Lüfter in der Gehäusefront ist aber genug Platz, ärgerlich ist nur wie bereits erwähnt, das Schrauben Problem. Dafür haben Sie mit den Mechgittern, oben, vorne und unten aber einen guten Job gemacht, sie verhindern zuverlässig das zuviel Staub ins Gehäuse kommt und verdecken gleichzeitig unschöne schrauben.



    9. Preis-/Leistungsverhältnis


    Für die aufgerufenen 59,95 ¤ (Preisempfehlung) erhält man ein solides Metallgehäuse, dass qualitativ in der Mittelklasse überzeugen kann. Wieso nur überzeugen? Das liegt daran das die Preisklasse der 60 Euro Gehäuse hart umkämpft ist und schlussendlich es eher Geschmackssache ist zu welchem Gehäuse man greift. Für gute Kühllösungen gibt es unserer Meinung auf jedenfall bessere Alternativen. Wer aber einfach nur ein wertiges Gehäuse, im Eleganten Look sucht und an den „10 FPS“ (Ironie) mehr durch die RGB Komponenten interessiert ist, macht hier auf keinen Fall etwas falsch!

    a51bcf 1566998598 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    11. Fazit

    Summa Summarum, erfindet das Gehäuse das Rad nicht neu, macht aber auch wenig Falsch.

    Cons.:

    - unerreichbare Schraube in der Vorderseite
    - RGB Lüfter ist kein PWM Lüfter
    - Netzteil, profitiert nicht vom Airflow
    - die hinteren Auslässe müssen rausgebrochen werden
    - RGB Lüfter hat nur einen 3-Pin 5 V Anschluss

    Pros.:

    - Elegantes Design
    - Wertig und Stabil
    - Ausreichend Platz (bis auf den Platz unter der Netzteilabdeckung
    - gutes Kabelmanagment
    - 10 FPS mehr durch RGB (reine Ironie)
    - Mit potenter Hardware läuft Crysis auf dem Case (Seitenhieb zu Linus Memes)

    Wem das Design also zusagt, macht mit dem Case absolut nichts falsch! Man sollte aber auf jedenfall gleich ein 3er Pack PWM Lüfter, z.B. von Noctua oder Enermaxx dazu kaufen um dem Airflow etwas auf die Sprünge zu helfen.


    Das Gehäuse wurde mir freundlicherweise von Mindfactory.de zum testen überlassen, dies hat aber in keiner weise mein Objektives Review tangiert. Bei Fragen rund um das Gehäuse stehe ich euch gerne via. PM zur Verfügung.

  11. #11

    Standard

    Moin und Hallo,

    ich habe das Azza Apollo 430 DF2 in Schwarz bei der Testers Keepers Aktion gewonnen.
    Vielen Dank erst einmal an Mindfactory und Azza für die Gelegenheit, das Apollo ausgiebig zu testen. Gerne teile ich hier meine Erfahrung und Meinung über das Gehäuse.

    Bild1 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    1. Verpackung und Lieferumfang

    Das Gehäuse wurde in einem schlichten Karton mit Aufdruck des Inhalts geliefert. Das Case selber war gut gesichert durch zwei stabile Styroporschalen und eine weitere Styroporplatte.

    Der Lieferumfang ist übersichtlich, aber alles wichtige ist dabei.
    Statt einem Handbuch oder einem Montagezettel ist eine „Visitenkarte“ mit direktem Link auf das User Manual dabei - ohne Internet oder für den Fall, dass die Datei oder gar Seite mal Offline geht suboptimal, aber verschmerzbar.
    Neben den Gehäuseschrauben für Mainboard, Netzteil und Abstandhaltern sind auch noch mehrere Kabelbinder und selbstklebende Vibrationsdämpfer dabei. Adapterkabel für den vorinstallierten ARGB Lüfter oder die Front Panel Anschlüsse finden sich allerdings nicht.

    Bild15 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    2. Technische Daten

    Modell: Apollo 430 DF2 mit Sichtfenster, schwarz
    Typ: Midi Tower
    Laufwerkseinschübe: 2x 3.5/2.5 Zoll (intern), 6x 2.5 Zoll (intern)
    Installierte Lüfter: 1 x 120mm (hinten, ARGB Azza)
    Erweiterbare Lüfter: 5 x 120mm (2 x oben, 3 x vorne)
    Formfaktor: ATX, mATX
    Erweiterungsslots: 7x
    Frontanschlüsse: 1x Kopfhoerer, 1x MIC, 2x USB 3.0
    Dämmung: Nein
    Länge, Breite, Höhe: 425 mm x 205 mm x 480 mm

    3. Design, Verarbeitung, Konstruktion

    Das Gehäuse wirkt kompakt und aufgeräumt. Es ist stabil und auch im Innenraum sauber verarbeitet ohne scharfe Kanten oder unschöne Grate. Eine Dämmung ist nicht vorhanden, ist aber in dem Preisbereich des Apollo auch nicht zu erwarten.

    Bild2 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Die Seitenscheibe ist aus stabilem, gehärtetem Glas, die Front besteht aus einer schwarzen Metallplatte mit eingelassenem ARGB Streifen, die von gummierten Abstandshaltern von der eigentlichen Frontpaneele auf ausreichend Entfernung gehalten werden, um einen ausreichenden Airflow zu ermöglichen. In der Front ist Platz für 3 120er Fans (oder einen entsprechenden Radiator), ein abehmbares magnetfixiertes Staubgitter schützt die Hardware vor Verschmutzung.

    Bild9 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430
    Bild10 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Auf der Oberseite des Gehäuses findet sich das Bedienfeld mit Power- & Reset-Taste, 3.5 Klinke für Kopfhörer & Mikrofon und 2 x USB 3.0 Anschlüssen. Ein moderner USB 3.1 Type C Anschluss fehlt.

    Bild3 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Auch auf der Oberseite hat das Gehäuse ein Lüftungsgitter, ebenfalls mit einem magnetfixierten Staubfilter versehen. Hier ist noch einmal Platz für 2x 120er Lüfter oder einen passenden Radiator.

    Bild11 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Die Rückseite bietet insgesamt sieben Slotblenden für Erweiterungskarten. Diese müssen mit ein bisschen Fingerspitzengefühl heraus gebrochen oder gehebelt werden. Das sollte man machen, bevor man das Mainboard einsetzt, denn im Inneren geht es dann doch etwas beengt zu.
    Slotbleche zum Anschrauben, um ggf. ein „Loch“ wieder zu stopfen, liegen dem Gehäuse nicht bei.

    Bild4 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Die Knopfschrauben, die Frontplatte, Seitenscheibe und Seitenwand halten, sehen zwar identisch aus, sind aber nicht 100% miteinander kompatibel. Wenn eine der Schrauben sich unerwartet störrisch zeigt, gehört sie vermutlich an eine andere Seite.


    4. Das Inenleben

    Der Tray für das Mainboard ist fest verbaut oben im Case. Für das Netzteil ist unten ein separater Raum vorgesehen. Der Lufteinlass für das Netzteil besitzt ebenfalls einen Staubfilter, dieser ist allerdings nur geklemmt.
    Die Einschübe für 3.5“ HDD finden sich wie üblich im vorderen Bereich des Unterbaus. 2.5“ HDD bzw. SSD lassen sich auf der Rückseite des Mainboard-Trays verbauen, es sind aber auch 2 Halterungen auf der Bodenplatte vor der Scheibe montiert.

    Bild14 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430
    Bild12 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430
    Bild8 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Der Innenraum des Apollo bietet Platz für ein Mainboard bis zur ATX Formgröße. Ein FullSize ATX Board passt aber eher „gerade so“ hinein. Dafür bietet das Case auch für längere Grafikkarten Platz, lediglich wenn man zusätzlich in der Front einen Radiator verbauen will, kann es da eng werden.

    Bild16 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Auch der Platz für das Netzteil ist eher knapp bemessen, bei einer PSU mit längerer Bauform und nichtmodularen Kabeln ist es nicht ganz einfach, die Kabel gut zu verlegen bzw. ungenutzte zu verstecken. Kompakte modulare PSUs lassen sich aber problemlos installieren.

    Die Anschlusskabel für das Frontpanel lassen sich gut auf der Rückseite des Trays verlegen, sie sind lang und flexibel genug. Da das Frontpanel auch nicht mit Bedienelementen überfrachtet ist, hält sich die Anzahl auch in Grenzen.

    Bild13 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    5. RGB Elemente und vorinstallierter Lüfter

    Das Apollo besitzt in der Frontpartie ein integriertes ARGB Element, das über die üblichen 5V-3Pin-Anschlüsse verfügt.

    Bild18 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Vorinstalliert ist ein 120mm ARGB Lüfter, ebenfalls mit 5V-3Pin Anschluss, dieser ist durchgeschleift, so dass z.B. das Front-RGB direkt mit diesem zusammen geschaltet werden kann.
    Auf diese Weise lassen sich mehrere ARGB Elemente direkt synchronisieren.

    Bild17 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Der 120er Lüfter ist lediglich mit einem 3-Pin Stromanschluss für das Mainboard versehen, kann also nur über DC reguliert werden und nicht mit PWM.

    Bild7 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Der Lüfter ist relativ leise (bei 1m Abstand gemessene 35dB bei maximaler Drehzahl) kann aber mit hochpreisigen Silent-Fans natürlich nicht mit halten. Die LEDs sind gleichmäßig hell, allerdings deutlich als einzelne Leuchtpunkte wahrzunehmen. Wie viele RGB LED Lüfter hat auch dieser eine sichtliche „Rotschwäche“: ein sauberes Rot ist im Farbkreis kaum auszumachen.

    Bild19 - Testers Keepers: AZZA APOLLO 430

    Fazit:

    Das AZZA Apollo 430 DF2 mit Sichtfenster ist sicherlich kein HighEnd-Gehäuse, das will und kann es in dieser Preisklasse auch gar nicht sein.

    Für ca. 60 EUR bekommt man ein gut durchdachtes, stabiles und sehr ordentlich verarbeitetes Midi ATX Gehäuse mit einem ansprechenden Design ohne überfrachtete RGB Elemente.

    Mir hat das Apollo sehr gut gefallen und ich freue mich sehr, eines zum Testen und Behalten gewonnen zu haben - es wird weiter in Nutzung bleiben und nicht in einer Ecke verstauben.

    Danke und einen schönen Tag,
    swedeken
    Geändert von swedeken (01.09.2019 um 00:01 Uhr)

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