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Thema: Testers Keepers Aktion mit MSI X570 KW31

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketingman
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    Standard Testers Keepers Aktion mit MSI X570 KW31

    Hier findet Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit den MSI MPG X570 GAMING PRO CARBON WIFI und MSI MPG X570 GAMING PLUS aus dem Zeitraum vom 29.07 bis 04.08.2019.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers Aktion mit MSI X570 KW31
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Hi,
    im Rahmen des Testers Keepers Programms von Mindfactory hatte ich das Glück ein MSI X570 Gaming Plus Mainboards zu testen. Was mir dabei aufgefallen ist und was alles getestet wurde möchte ich euch heute hier genauer zeigen.

    Design
    IMG_1776.jpg IMG_1778.jpg Board1.jpg
    Beim MSI X570 Gaming Plus handelt es sich um ein Mainboard im ATX Formfaktor. Das heißt, dass Board 30.5cm x 24.4cm groß ist.
    Farblich ist das Gaming Plus eher neutral gehalten und vor allem die Farbe Schwarz dominiert.
    Auch bei RBG hält sich das Board zurück. Es gibt eine dezente Hintergrundbeleuchtung und der Name „Gaming Plus“ leuchtet. Auf Regenbogen und Co. wird aber verzichtet.
    IMG_1780.jpg

    Verarbeitung
    Das Mainboard ist, wie man es von MSI kennt, erstklassig verarbeitet. Das IO-Panel ist sauber ausgestanzt und insgesamt macht Mainboard einen sehr ordentlichen und hochwertigen Eindruck.

    Montage
    Das Mainboard wurde in ein Phanteks Eclipse P300 Gehäuse gebaut. Die Montage war dabei denkbar einfach. Besonders gut gefällt mir, dass MSI auf der Rückseite noch einmal Warnpunkte für die Abstandhalter angebracht hat.
    Ein besonderes Highlight ist der um 90° gedrehte USB 3.0 Header, der so ein deutlich saubereres Kabelmanagement ermöglicht. Auch die Anordnung der Lüfter- sowie der RPG-Anschlüsse hat MSI sehr gut gelöst. Wie im Foto zu sehen gelingt es so, dass kein Kabel den Luftstrom im Gehäuse stört.
    IMG_1781.jpg
    Durch den Kühlkörper oberhalb der CPU wurde der Einbau meines Kühlers (EKL Alpenföhn Ben Nevis Advanced RGB Black Edition) etwas erschwert. Der Kühlkörper war der Halteklammer etwas im Weg, sodass der Kühler zunächst nicht auf dem Board einrasten wollte. Da der Kühlkörper aber von unten angeschraubt ist, konnte dieser sehr einfach entfernt und später wieder angebracht werden. (Natürlich kann man auch einfach den Kühler drehen, dann muss allerdings auch der Lüfter am Kühler gedreht werden.)



    Ausstattung
    - CPU
    Das X570 Pro Gaming ist ein Mainboard für AMD-Prozessoren. Der AM4 Sockel auf dem Board unterstützt neben den neuesten Ryzen 3000 CPUs auch Ryzen 2000 und 1000 sowie die jeweiligen APUs mit Vega Grafikeinheit. Athlons und die A-Serie werden nicht unterstützt.
    Die CPU kann mit bis zu 540W über 12Pins versorgt werden, was vor allem Übertakten zugutekommen sollte.

    - RAM
    Auf dem Mainboard stehen 4 DIMM Steckplätze für DDR4 RAM zur Verfügung. Mit XMP wird eine Geschwindigkeit von bis zu 4400MHZ unterstützt. Je nach CPU können maximal 128GB RAM verbaut werden.

    - Erweiterungsslots
    Wird ein Ryzen 3000 genutzt, bietet das Mainboard 2 PCI-E 4.0 Anschlüsse, wobei der obere PCI-E 4.0 x16 liefert, während der untere „nur“ x4 bereitstellt. Der Unterschied in der Bandbreite sollte zumindest beim Einsatz von Grafikkarten für die nächsten Jahre jedoch eher nicht so relevant sein. Wird eine ältere CPU genutzt, liefern diese Slots die Bandbreite von PCI-E 3.0
    Der obere PCI-E Anschluss ist außerdem durch „steel armor“ unterstützt. Genauer bedeutet, dass, dass MSI den Slot mit einem Metall unterstützt und so schwerere Grafikkarten vor dem Durchbiegen schützen möchte. Zu den beiden PCI-E 4.0 Anschlüssen kommen noch 3 weitere PCI-E 3.0x1 Anschlüsse, wovon jedoch nur zwei zeitgleich genutzt werden können.


    - Datenträger
    Das Mainboard bietet zwei M.2 Slots sowie 6 SATA Anschlüsse alle 6 SATA-Anschlüsse befinden sich an der Seite des Mainboards, sodass eine saubere Kabelführung gewährleistet ist. Alle SATA-Anschlüsse unterstützen bis zu 6Gb/s.
    Der erste M.2 Slot unterstützt (vorausgesetzt ein Ryzen 3000 wird genutzt) PCI-E 4.0x4 und Speicher mit dem Formfakter 2242, 2260, 2280 und 22110. Der zweite M.2 Slot unterstützt nur PCI-E 3.0x4 allerdings auch SATA 6Gb/s (auch hier werden die Formfaktoren 2242, 2260 und 2280 unterstützt).
    ACHTUNG: der erste M.2 Slot unterstützt SATA nicht.

    Super: zur Kühlung der NVMe-SSDs legt MSI ein „Shield Frozr“, einen Kühlkörper für den ersten M.2-Slot bei.
    IMG_1782.jpg

    - Lüfter/RGB und USB
    Mit vier Anschlüssen für Systemlüfter, einem Anschluss für CPU Lüfter und einem weiteren für eine Pumpe ist man auf dem Gaming Plus sehr gut versorgt. Alle Lüfter lassen sich dabei unabhängig voneinander sowohl im DC als auch im PWM Modus steuern.
    Für RGB-Fans stehen sowohl zwei RGB, als auch zwei „RAINBOW LED“ Anschlüsse zur Verfügung.
    Intern bietet das Board außerdem zwei USB 2.0 sowie zwei USB 3.2 Gen 1 Anschlüssen. Hiermit kann man z.B. das Frontpanel versorgen. Neben einem Serial-Connector besteht außerdem die Möglichkeit ein TPM-Modul anzuschließen. Toll finde ich, dass es neben einem Gehäusekontaktanschluss auch ein Anschluss für einen klassischen Beep-Speaker gibt.

    - IO-Anschlüsse
    Am IO-Pannel finden sich zwei USB 2.0, vier USB 3.2 Gen1 Type-A sowie je ein USB 3.2 Gen2 Type-A und Type-C Anschluss. Außerdem bietet das Board ein Gigabit LAN Anschluss von Realtek sowie einen HDMI 1.4-Anschluss sowie die Anschlüsse für die Soundkarte inklusiver eines optischen Ausgangs. Als weiteres Highlight bietet das Motherboard einen Flash-Button, mit dem man das BIOS auch ohne installierte CPU flashen kann.

    io-port.jpg

    Das Mainboard bietet so ziemlich alles, was man sich als User wünschen kann.

    Leistung/Erfahrungen
    Das Board läuft bisher absolut zufriedenstellend.
    Bei meinem Arbeitsspeicher wurden die XMP-Profile sofort erkannt und akzeptiert und das Bios war auf der aktuellen Version.
    Nach der Windows 10 Installation mussten nur noch die AMD-Chipsatzdriver installiert werden und alles funktionierte wie es sollte. Auch nachdem der Rechner mit Prime95 und FurMark aufgeheizt wurde, blieb das System stabil.
    Für mich interessant war, wie sich der neue Chipsatzlüfter verhält. Zunächst die Entwarnung: er ist sehr leise und für mich auch bei Belastung nicht hörbar. Schnell hört man stattdessen die Lüfter der GPU und selbst diese (eine Zotac 1060) gilt als leise. Allerdings muss man anmerken, dass hier keine PCI-E 4.0 Geräte genutzt werden, die den Chipsatz richtig fordern und selbst mit PCI-E 3.0 Geräten schaltet sich der Lüfter nur im Leerlauf ab.

    Abzüge gibt es leider beim MSI-Dragon Center. Hier kann man neben Mystic Light auch verschiedene Szenarien für die CPU wie Turbo oder Silent wählen. Leider kann man nur im „benutzerdefinierten Modus“ die Lüfterkurven ändern. Dabei stürzte das Programm leider zwei Mal ab.
    Zwar kann man die Lüfterkurve auch im Bios einstellen, aber dies ist recht müßig und das Bios reagiert eher träge. Auch die Mystic Light Einstellungen sind nicht direkt intuitiv.
    Hier sollte MSI noch etwas nachbessern. Das dies bei MSI auch schon besser funktionierte, zeigt das Command Center bei meinem MSI B450M Mortar Titanium.

    Preis-/Leistungsverhältnis
    Mit derzeit 177,90¤ gehört das MSI MPG X570 Gaming Plus zu den X570 Einsteigerboards. Natürlich ist das dennoch ein stolzer Preis. Demgegenüber steht der erste Chipsatz mit PCI-E 4.0 Unterstützung. Dies sowie die vielen Anschlussmöglichkeiten, das wirklich durchdachte Layout des Boards und die vorbildliche Verarbeitung rechtfertigen den Preis für das X570.
    Ob am Ende die Features des X570-Chipsatzes (eben PCI-E 4.0) genutzt werden, sollte man vor dem Kauf jedoch genauestens überlegen. Sollte dies nicht der Fall sein, lohnt sich der Griff zu den 50¤ billigeren X470 „MAX“ Boards von MSI.

    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich
    MSI bietet auf das Mainboard drei Jahre Garantie, die durch eine Registrierung noch einmal verlängert werden kann. Mit meinen bisherigen MSI-Boards hatte ich jedoch nie Probleme und so gehe ich davon aus, dass MSI auch hier den Qualitätsansprüchen gerecht wird.



    Für ein Mindfactorytest darf natürlich auch ein Unboxing-Video nicht fehlen. Hier seht ihr, was es so als Zubehör gab, was genau an der Software nicht gefällt und wo eigentlich was auf dem Mainboard liegt. Viel Spaß dabei.

  3. #3

    Beitrag Tester-Keepers, MSI MPG x570 gaming plus

    Hallo,
    ich darf mich mit zu den zehn glücklichen schätzen die bei der Mindfactory Aktion ,,Tester- Keepers‘‘ mitmachen durften und das Mainboard MSI MPG X570 Gaming Plus testen.
    Laut Verpackung geht es hier um ein MSI MPG X570 GAMING PLUS Mainboard mit AM4 Sockel, also für AMD Prozessoren in ATX Formfaktor. Für Ryzen 2000er und 3000er Reihe nutzbar. Hierbei handelt es sich um eines der günstigsten MSI Mainboards mit X570 Chipsatz und liegt derzeit beim Preis von 177,90 ¤. Unter den Preis Suchmaschinen hat Mindfactory die Nase vorne und beliefert auch zum günstigsten Preis.

    Design
    Das MSI MPG X570 Gaming Plus ist komplett mattschwarz gehalten und zudem blitzen rote Akzente durch. Wer hier ,,Kirmes‘‘ im Gehäuse erwartet, liegt falsch. Leichte und dezente rote Hintergrund Beleuchtung lassen den Namen ,,Gaming PLUS‘‘ aufleuchten.

    Verarbeitung:
    Nachdem ich das Mainboard aus der Verpackung geholt habe, bemerkte ich doch schon das höhere Gewicht. Die metallischen Kühlrippen wirken sehr imposant und haben bestimmt auch ihre Berechtigung. Das IO Panel ist nicht nur ein metallartiges Konstrukt was einfach reingeklippt wird, sondern ist graphisch passend zum Mainboard, hat keine scharfen Kanten und passt sich sehr mühelos in die dafür vorgesehene Vorrichtung ein.

    Montage:
    Da es ein ATX Mainboard ist, musste ich von meinem bisherigen Micro-ATX Gehäuse wechseln und mir ein passendes Midi-Gehäuse zulegen, in dem Fall ist es das Thermaltake Level 20 MT geworden. Normalerweise läuft der Einbau immer gleich ab und ich benötige keinerlei Anleitung, aber ich muss gestehen, die Anleitung ist super leicht aufgebaut und jeder Einsteiger der sein PC selbst zusammenstellen will, wird mit diesem Mainboard keinerlei Probleme haben. Sogar die Reihenfolge, welche Teile als erstes installieret oder eingebaut werden sind abgebildet. Wie auf fast jedem Mainboard sind die Speichermodul Steckplätze gleich aufgebaut. Die Anordnung der Systemstecker hat mir sehr gut gefallen. 4xLüfteranschlüsse, der versetzte USB 3.0 Anschluss und die 6 SATA Anschlüsse waren am Rand angebracht um ein ordentliches Kabelmanagement zu ermöglichen. Der Einbau vom zusätzlich gekauften CPU–Kühler erschwerte sich, weil die Kühlrippen recht viel Platz einnahmen. Nachdem aber von unten die Halterung ein wenig gelöst wurde, klappte es dann auch mit dem Kühler. Sorge hatte ich beim Einbau meiner Grafikkarte. Es handelt sich hierbei um eine Zotac 1070 Ti AMP Extreme mit 8 GB. Da die Grafikkarte 2,5 Slots breit und mehr als 325 mm lang ist, hatte ich bedenken das der sich auf dem Mainboard befindliche Lüfter dadurch verbaut wird. NEIN! Der Lüfter hatte genügend Platz zur Grafikkarte und der verstärkte PCI-Slot der zusätzlich verstärkt ist hielt auch die Grafikkarte mit fast 1,9 Kilogramm gerade.





    Ausstattung:
    Für das X570 PRO GAMING Mainboard ist nur für AM4 Sockel Prozessoren geeignet. Einige ältere Mainboards von MSI können durch ein BIOS Update die 2000er Reihen Ryzen nutzen. Dieses Mainboard allerdings kann schon von Werk aus die 2000er und die 3000Reihe Ryzen 5, 7 und 9 problemlos nutzen. Wenn man die CPU übertakten möchte, kann über den 12Pins Anschluss bis zu 540W einspeisen. Das Board verfügt über 4 x DDR 4 Steckplätze, Geschwindigkeiten von DDR4-1866 Mhz bis DDR4-4400 Mhz bis zu 128GB Arbeitsspeicher können verarbeiten werden. Das maximale Einzelmodul ist ein 32 GB Riegel. Mehrere Riegel laufen wie gewohnt im Dual-Channel. Auf dem Mainboard können zwei M.2 SSDs verbaut werden. Eine M.2 unterstützt nur mit einer Ryzen 3000er Serie PCI-E4.0x4. Zudem hat MSI noch eine Abdeckung beigelegt um die M.2 von äußerer Hitze zu schützen, damit die M.2 sich nicht runtertaktet und weiterhin mit voller Leistung arbeiten kann. Das ganz nennt MSI Shield Frozr. Ein zweiter Hitzeschutz würde das ganze Bild vervollständigen. Sonst laufen die M.2 wie gewohnt bis zu 6Gb/s. Sechs SATA Anschlüsse befinden sich an der rechten Seite des Mainboards, die durch eine Aussparung auf dem Mainboard besser zu erreichen sind. Diese laufen auch normal bis zu 6Gb/s. Das IO-Panel ist farblich an das Mainbords angepasst und in rot-schwarz gehalten. Zwei USB 2.0 Anschlüsse die farblich zu erkennen sind wurden in schwarz dargestellt. Zudem befinden sich hinten noch 4x USB 3.2 Gen1 Type-A sowie ein USB 3.2 Gen2 Type-A und C. Ein Gigabit LAN Anschluss von Realtek mit 1000MBit. Ein HDMI-Ausgang und 5x 3,5mm Klinke und ein Toslink optisches Audio Ausganganschluss. Außerdem gibt es am IO-Panel ein Flash-Button, mit der man auch ohne installierte CPU flashen kann. Ohne irgendwelche Einstellungen im BIOS Einstellungen zu spielen, sah ich das der Lüfter, der sich an dem Mainboard befindet permanent läuft. Nur visuell wahrgenommen. Keinerlei Geräusche oder ähnliches.
    Der Aufbau vom Bios ist sehr übersichtlich und lässt sich von jedem kinderleicht bedienen. Die wichtigsten Einstellungen findet man sehr leicht im Menü. Will man etwas mehr ins Detail gehen öffnet man einfach den Advance Modus und dort kann man auch die Steuerung der einzelnen Lüfter vornehmen und Lüfterkurven erstellen wie auch alles über PWM Modus oder über DC laufen lassen. Manuelles Overclocking vom CPU und Arbeitsspeicher für geübte kein Problem. Durch eigenes ausprobieren im BIOS entdeckte ich das kinderleichte und schonende Übertakten des Arbeitsspeichers. Von 2x 8GB DDR4-2400Mhz im Dual-Channel, erhöhte sich die Taktzahl auf DDR4- 2666Mhz. Das habe ich nochmals mit einem Programm überprüft und es lief reibungslos. Genau dasselbe funktionierte mit dem Ryzen 5 1600 von 3,2 Ghz auf 3,4Ghz. Dieses wurde wiederholt mit einem unabhängigen Programm getestet und bestätigt.

    Leistung & Erfahrung:
    Das Board läuft wie zu erwartend sehr gut. Da ich schon des Öfteren PC zusammengestellt habe und auf verschiedene Mainboards zurückgegriffen habe, bin ich von den Produkten von MSI überzeugt mit den richtigen Komponenten und dem Know-Hows ist dieses Mainboard sicherlich ein wichtiger Bestandteil eines High End PCs.

    Preis und Leistungsverhältnis:
    Derzeit kostet das Mainboard MSI MPG X570 GAMING PLUS bei Mindfactory 177,90¤. Nach langer Recherche im Internet muss ich sagen das Mindfactory für dieses Mainboard den günstigsten Preis anbietet. Mit 177,90 ¤ gehört das Mainboard zu den Einsteigerboards mit dem X570 Chipsatz. Wer sich die neue 3000er Reihe von Ryzen besorgt hat, kann mit diesem Mainboard die volle Kraft mit PCI-E 4.0 völlig entfalten.


    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:
    Mainboards von anderen Herstellern haben für mich immer einen pfaden Beigeschmack gehabt. Einige Male wurden mir defekte Boards zugestellt, es kam eine Anleitung in einer fremden Sprache an, zusätzlich benötigte Teile z.B M.2 Schrauben oder IO-Panels wurden nicht mitgeschickt.
    Drei Jahre Garantie auf das Mainboard von MSI und wenn man sein Produkt zusätzlich Online registriert wird die Garantie um ein weiteres Jahr verlängert. Zudem werden Supportfälle schneller bearbeitet. Das rundum sorglos Paket von MSI überzeugt mich vollkommen.
    -Mainboards sind optisch ansprechend
    -für den Anwender optimal konzipiert und durchdacht
    -Bios System ist einfach dargestellt.
    -Installation und Einbau einfach und simpel erklärt
    -Informationen rund um Support, Updates und Neuigkeiten auf der Homepage zu finden

    YouTube

    Abschließend nochmal ein großes Dankeschön an Mindfactory

  4. #4

    Standard MSI MPG X570 GAMING PRO CARBON TestersKeepers

    Seid gegrüßt liebe Leser dieses kleinen Artikels.

    Dieser kleinen Review vorwegnehmen möchte ich, dass ich das MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon Wifi Motherboard - welches ich im folgenden Text oft mit "MB" für Motherboard abkürzen werde - freundlicherweise kostenlos von Mindfactory in ihrer TestersKeepers Aktion zum Testen, Rezensieren und anschließenden Behalten überlassen bekommen habe.

    Dieser Umstand wird mich allerdings nicht in meiner Kritikfähigkeit hemmen oder in sonstiger Weise weder positiv oder negativ gegenüber dem MB/Produkt beeinflussen.


    Meine Review zu diesem Produkt möchte ich grob in zwei Teile gliedern.
    Im ersten Abschnitt werde ich versuchen, so objektiv wie es mir möglich ist, das Board anhand der groben von Mindfactory vorgegebenen Richtlinien zu beschreiben und eine, eher von meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Board distanzierte, Einschätzung zu dem Board abzugeben.
    Im Anschluss möchte ich eher meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem MB in diese Review mit einfließen lassen, um diesen Text mit einer eigenen Note zu kolorieren.



    Featureliste:


    Das MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon Wifi Motherboard im ATX-Formfaktor kommt mit AMD’s neuem X570 Chipsatz samt semi-aktiver Chipsatzkühlung auf dem Board daher und bietet mit dem AM4 Sockel jeder CPU der AMD Ryzen-Familie, ob erste, zweite oder die - zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Review - neuen dritten Generation der Ryzen CPU’s ein Zuhause.
    Vor allem wird gleich “Out of the Box” die neue 3. Gen unterstützt, so dass kein unter Umständen kompliziertes flashen des BIOS oder gar ältere CPU’s dieser Familie notwendig sind, um das Board überhaupt auf die neueren 3. Gen CPU’s vorzubereiten.
    Um hier einmal Todd Howard zu zitieren: “It just works!”
    Dennoch möchte ich hier dringend dazu raten das BIOS dennoch upzudaten, aufgrund von Leistungsverbesserungen und wenn ich mich recht erinnere, war das BIOS was auf dem Board vorinstalliert war vom Anfang diesen Jahres.
    Das Updaten des BIOS verläuft ziemlich unkompliziert und konflikfrei, allerdings nur über m-Flash, was heißen soll nur mittels zuvor herunter geladener BIOS Software auf einem USB Stick.

    Vorhanden sind 4 DDR4 Speicherplätze die bis zu 128GB RAM in der Dual-Channel-Speicherarchitektur - also so dass ihr je 2 x 2 RAM Module parallel betreiben könnt - unterbringen könnt.
    Unterstützt werden dabei eine Vielzahl gäniger Speicher-Clockfrequenzen, angefangen von 1866Mhz bis 4400Mhz.
    Um sich sicher zu sein ob dieses MB einen spezielles RAM Modul unterstützt sollte die Kompatibilität zuvor recherchiert werden.

    Mit der neueren 3. Generation der Ryzen CPU’s bietet das MB auch 1 PCIe 4.0 x16 Steckplatz an, der, selbstverständlich wie auch der weitere PCIe 4.0 Steckplatz der allerdings nur x4 Lanes bietet, zu PCIe 3.0 abwärtskompatibel ist.
    Wer das Board hingegen mit einem Ryzen der zweiten oder ersten Generation ausstattet muss damit rechnen, dass PCIe Geräte nur mit den PCIe 3.0 Speeds laufen werden.
    Um die Aufzählung zu komplettieren sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass natürlich auch 2 weitere PCIe 3.0 x 1 Steckplätze sich zwischen den größeren Steckplätzen befinden und genutzt werden können.

    Für reichlich Massenspeicheranbindungsmöglichkeiten ist ebenfalls gut gesorgt, mit 6x 6GB/s SATA Anschlüssen sowie 2x M.2 Steckplätze in verschiedenen Größen.
    Die M.2 Steckplätze verhalten sich ebenfalls (wie zuvor bei den PCIe Steckplätzten beschrieben) unterschiedlich, je nachdem welcher Prozessor verwendet wird. Für PCIe 4.Support/Geschwindigkeiten wird ein Ryzen der dritten Generation benötigt, alles andere wird mit PCIe 3.0 bedient.

    Um die Featureliste halbwegs zu komplettieren seien noch der Intel I211ATGigabit LAN Controller, der exzellente Soundchip von Realtek ALC1220, sowie das in meinen Augen noch bessere Doppelpaket aus Bluetooth und Wifi mit dem Intel Wi-Fi 6 AX200 sowie das dezente Backlight LED des MB’s, erwähnt.



    Design:


    Das Design des MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon Wifi Motherboard kommt, wie der Name bereits erahnen lässt, in MSI’s gut etabliertem Carbon Look daher, der bereits durch die Umverpackung dem Kunden alle nötigen Assoziationen suggeriert, die größtenteils tatsächlich auf das Board zutreffen.
    Die Umverpackung glänzt durch die nächtlichen neon Schlieren der Rücklichter (auf dem Board repräsentiert durch die Bachlight LED’s) eines aufgemotzten Sportwagens (der Carbon Look des Boards), das gerade zu danach schreit “Bau mich in deinen PC, und alle anderen werden nur deine Rücklichter sehen..”.
    Der Carbon Look des MB’s wirkt meiner Meinung nach am besten in einem dunklen Case, dass mit ein wenig mehr LED’s als nur die auf dem Board verbauten Backlight LED’s beleuchtet wird, um die feinen silber schwarzen Akzente besser aufblitzen zu lassen.
    Die vielen passiven Heatspreader, wie über der CPU gelegen oder rund um den Chipsatz sowie die die M.2 Kühler geben neben ihrer reinen Funktion dem Board auch ästhetische Elemente die es von der darunter liegenden Preisklasse deutlich abheben, und auch zur darüber liegenden Preisklasse abgrenzen, denn bei diesen Boards wird noch deutlich mehr verdeckt was dem Look noch mal mehr Plastizität verleiht.



    Verarbeitung:


    Die Verarbeitung ist mehr als solide.
    Ich habe in den vergangenen 10 Jahren nur 5 Mainboards verbaut, aber meine dennoch sagen zu können, dass bei diesem Board an Material auf jeden Fall nicht gespart wurde. Die Heatspreader sind solide, was natürlich auch ihrer Funktion zugute kommt, mehr Masse bedeutet natürlich auch eine höhere Abwärmeleistung.
    Die Hauptplatine scheint mir auch im Vergleich zu meinen anderen Boards dichter zu sein, sie lässt nur sehr wenig Flex und ich habe mir beim Einbauen zum ersten Mal keine sorgen gemacht, dass ich als Grobmotoriker entweder die Schrauben zu fest anziehe und mir dadurch das Board bricht, oder wenn ich Teile wie die GPU Platine aufsetzte, ich zu zu viel drück ausübe und mir dabei etwas bricht.


    Leistungsanalyse +Preis-/Leistungsverhältnis:



    Dies ist mein erstes AMD Board, aufgrund des generellen Ryzen Hypes zur Zeit, seit 7 Jahren. Wenn man bedenkt, dass AMD Boards generell etwas teurer sind als die direkt vergleichbaren Intel Boards, dafür die jeweiligen unterstützten CPU’s günstiger, finde ich den Preis von rund aktuell 250¤ sehr gerechtfertigt und fair.
    Ich würde dieses Board in die mittlere Preiskategorie eintaxieren. Und für diese finde ich die gebotenen Features mehr als ausreichend.

    Die WiFi / Bluetooth Kombo ist in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich, und wenn man sie gebrauchen kann, ist sie mir auf jeden Fall mehr als willkommen. Das WiFi 6 mit ax hat mich wirklich überzeugt, zumindest so weit, dass ich es als vollwertige Alternative anerkennen würde zu LAN. Und auch das Bluetooth 5 hat mich überzeugt und bietet mir mehr Möglichkeiten. Besser und verlässlicher als das 0815 Standard Bluetooth- oder WiFi-USB-Stick ist die mitgelieferte Antenne auf jeden Fall, und es gibt weniger konnektivitäts Konflikte in Windows, wenn der Chipsatz direkt mit dem MB verbunden ist.

    Ein im Netz heiß umstrittener Punkt bei dieser Generation der Boards ist der viel beschworene Chipsatzkühler. Er ist vorhanden und er erzeugt tatsächlich einen Geräuschpegel der hörbar wäre, wenn man nicht noch andere Luft- oder Wasserkühlungen verbaut hätte. Denn von diesen, wird der kleine Wicht bei mir zumindest unter Last übertönt. Und selbst den Geräuschpegel den er verursacht, verursacht er auch nur wenn er an ist, was unter Standardeinstellungen nicht vor 65 °C passiert, und wenn der Chipsatz unter dieser Temperatur ist, werden eure weiteren Kühler höchstwahrscheinlich bereits schneller / lauter laufen. Glückliche Leser mit einem komplett passiv gekühlten System können dies allerdings monieren, allerdings gibt es von denen wahrscheinlich nicht viele, und die die es gibt greifen eher auf höhere Preiskategorien zurück.
    Meine persönlichen 5 cent zum Thema Chipsatzkühler kann man weiter unten im eher philosophischen Teil lesen.


    Meinungsteil:


    Kommen wir zu dem Teil auf den ich mich eigentlich am meisten freue, dem Meinungsteil.
    Sicherlich ist weiter oben nicht alles ganz Meinungsfrei, allerdings wie man feststellen wird endet spätestens hier der halbwegs objektive Teil.

    Zuerst möchte ich berichten, dass das Board das mir geliefert wurde einen eher leichten Defekt mit größerer Wirkung hat. So das Board an jedem M.2 Platz einen passenden Standoff, der in das MB verschraubt ist mittels einem Gewinde das in das MB eingelassen ist.
    Bei meinem speziellen Board allerdings, ist dieser Standoff wohl so stark werksseitig verschraubt worden, dass der standoff gleich das Gewinde aus dem MB heraus gedreht hat. Sprich der Standoff ist nutzlos, und somit leider auch dieser gesamte M.2 Platz.
    Sehr ärgerlich. Da mir das Board kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, kann ich auch kein Ersatz erwarten vermute ich, das ist ok. Das fließt auch nicht weiter negativ in meine Bewertung ein, da ich davon ausgehe, dass jeder Kunde der das Board kauft und selbigen Verarbeitungsfehler vorfindet das Board umgehend reklamiert und von Seitens Mindfactory auch anstandslos ein Ersatz bekommt.
    Ich hoffe mal unter den glücklichen TestersKeepers Gewinnern bin ich der Einzige der so ein Montags-Board bekommen hat.

    Zum Thema Chipsatzkühler:
    Ich persönlich verstehe die Sorge um die Lautstärke, allerdings was mir eher Sorgen bereitet ist nicht der Noise, sondern die Lebensdauer des Lüfters. Warum erwähne ich das nicht im Analyseteil? Weil es reine spekulation ist, und erst der Test der Zeit beweisen wird, wie langlebig dieses Bauteil ist.
    Es ist nun doch noch nicht sooo lange her, dass wir solche aktiv Kühler auf unseren Boards hatten, und wie das oftmals ausging wissen wir sicherlich noch. Es sammelt sich Staub darin, dann wird der Lüfter lauter, weil er ineffizienter wird und eines Tages, kurz nach Ende der Garantie gibt der kleine Kerl den Geist auf, und mit ihm auf Dauer der Chipsatz.
    Braucht man überhaupt einen semi aktiven Kühler auf einem Chipsatz? Naja, von dem was ich gehört habe kann man knapp ohne auskommen, bei genügend Zuluft im inneren des Case, aber ich verstehe warum die Boardhersteller lieber einen aktiven oder in dem Falle semi aktiven Kühler verbauen. Nicht jedes Case ist gleich gut belüftet oder gar aufgebaut, also lieber zur Sicherheit eine Einheit drauf setzten, die, so fern es nötig wird aktiv kühlen kann. Dennoch bleibt die Sorge wegen eventuell beeinträchtigter Lebensdauer, bei mir zumindest.

    Zum Thema x570, ob ob diese Features für den Normalverbraucher zur Zeit Sinn ergeben:

    Meine Meinung dazu ist klar: Nein. Ich würde im Moment nicht empfehlen auf x570 umzusatteln. Es gibt im Moment einfach nicht genügend für den Konsumermarkt verbaubare Hardware, die PCIe, das ja irgendwo das Größe Feature von x570 ist, überhaupt unterstützt. Hier und da ein paar SSD’s mit bisher noch nicht so großem Performancegewinn, die nächste GPU für den Konsumer die es schafft die Datenmengen zu verarbeiten die der zusätzliche Speed zur verfügung stellen könnte, ohne dabei in Flammen aufzugehen, sehe ich auch noch nicht.
    Also vielleicht als sicheres Zukunftsupgrade? Ja, wenn man umbedingt jetzt ein Board braucht, nur zu. Schlecht ist es ja nicht. Es verbraucht halt etwas unnötig mehr Strom, den der Chipsatz frisst, auch wenn er seine Features nicht aktiv unterbringen kann. Aber wer das verkraften kann, und sofort ein Board braucht, dem kann ich zumindest nichts gravierend schlechtes sagen. Meine Empfehlung wäre eher, so fern dies möglich ist, vielleicht noch eine Generation abzuwarten.

    Zum Thema BIOS, DragonCenter Software und Overclocking:
    Das Bios finde ich ist recht gut gelungen. Sehr übersichtlich, wenn auch nicht sehr responsiv, da ist eine gewisse Latenz zwischen Maus und Tastatureingaben, bevor angezeigt wird was man möchte. Ist kein Beinbruch, aber etwas lästig manchmal.
    Die Overclocking Features die das Board bietet sind mannigfaltig. Verschiedene OC Profile speichern zu können ist super, vor allem wenn man sich gerade hoch testet, und man als Backup noch weitere stabile OC’s speichern kann, für den Fall der fälle, dass man doch irgendwas verpfuscht hat.
    Wovon ich keineswegs begeistert bin allerdings ist der sogenannte “Gaming-Mode” innerhalb des BIOS, das aber auch von der DragonCenter Software nach Reboot aktiviert werden kann, und nicht vertauscht werden sollte mit dem gleichnamigen Gaming Modus der Software, die allerdings nur ein paar Sachen optimiert, aber nicht per Mausklick ein OC-Profil lädt, das mit dem Board gleich mitkommt. Dieser GamingMode bringt einen OC von 450 Mhz mit sich. An sich ganz ok, schaltet auch die automatische Lüftersteuerung des CPU Fans aus und zwingt ihn auf hochtouren zu laufen. Was vor allem für unerfahrene Nutzer sicherlich sinnvoll ist. Allerdings… kommt es mir so vor als würde dieser OC AMD’s Precision Boost komplett abschalten, und die CPU’s halt auf +450 fix’en. In meinem Fall, mit einem Ryzen 3700x der standardmäßig auf 3.6Ghz läuft, und man den GamingMode aktiviert, läuft die CPU dann standhaft auf 4.05Ghz. Gut und schön. Aber ohne GamingMode und mit Pecision Boost läuft die selbe CPU 80% der Zeit auf 4.3Ghz und die restliche Zeit auf 4.2Ghz, zumindest hab ich sie noch nicht tiefer gesehen. Und das bei.. sagen wir mal semi-optimaler CPU Kühlung. Also entweder übersehe ich den Sinn darin, oder dieses Feature wurde irgend wo her gezombie’t wo es Sinn ergibt, weil die CPU kein Precision Boost hat.. sagen wir mal einer Intel Plattform. Wer weiß


    Dieser kleine Monolog signalisiert allerdings auch schon das Ende meiner Review zum MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon Wifi Motherboard.
    Anbei sind noch ein paar Bilder und der Link zum Unboxing/Review Video.

    YouTube


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    Ich möchte mich bei allen Lesern die es hier runter verschlagen hat bedanken, und auch noch einmal ganz herzlichen Dank an Mindfactory, dass ihr mir diese Gelegenheit geboten habt.

  5. #5

    Standard

    Hallo liebe Leser,

    dank der „Testers Keepers“-Aktion von Mindfactory durfte ich das MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon Wifi testen und bewerten.

    Meine Hardware:

    - MPG X570 Gaming Pro Carbon Wifi
    - Ryzen 7 3700x
    - Corsair Vengeance LPX 3200 CL16
    - Palit GTX 1060 Grafikkarte
    - M.2 SSD 128GB
    - be quiet! SP 500 W
    -RGB Lüfter und Stripes


    Der erste Eindruck + Lieferumfang:

    Das Paket kam unversehrt und ziemlich zügig an.
    Beim Auspacken waren neben dem Board noch Sticker (für die Kabelbeschriftung + MSI Logo), Wifi Antenne mit Standfuß, Werbung, 2x M.2 Schraube, das Benutzerhandbuch, Treiber CD, 2x SATA Kabel (1x mit Abgeknicktem Stecker, beide 6 GB fähig), ein 4 Pin RGB Y Kabel (1x weiblicher und 2 männliche Stecker), ein 3 PIN RGB Verlängerungskabel (ca. 80cm) , ein 3 Pin Verlängerungskabel für den Corsair Stecker (ca. 50cm).
    Alles war separat Verpackt und sah im ersten Moment auch in Ordnung aus, aber leider mussten wir feststellen, dass ein Pin am beiliegenden Y- Kabel verbogen war. Ich konnte ihn aber mit einer kleinen Zange problemlos wieder geradebiegen.
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    Beim X570 fallen natürlich sofort die Carbon Akzente als erstes auf, alles ist dezent gehalten und wirken nicht aufdringlich. Auch das typische MSI Drachenlogo findet sich an dem Grafikkarten-Slot wieder. Die Carbon Beschichtung wird durch mehrere abziehbare Folien geschützt und sieht sauber Verarbeitet und hochwertig aus.
    Das Board bietet neben 4 Slots für DDR4 Ram (Dual-Channel) auch Platz für eine zweite Grafikkarte (PCIE 3/4 - 16/8+8) und hat einen integrierten Lüfter für den Chipsatz.


    Der Einbau:

    Vor dem Einbau verschaffte ich mir einen kurzen Überblick im Benutzerhandbuch. Dabei hätte ich mir aber gewünscht, dass man auf der ersten Seite direkt eine Seitenzahl für die deutsche Sprache erhält und sich nicht erst durch die englisch- und französischsprachige Bedienungsanleitung wühlen muss.
    Alle Stecker und Anschlüsse werden Bildlich erklärt und sind auch für einen Laien wie mich verständlich. Allerdings gibt es einen Anschluss am Board bei dem ich mir nicht sicher bin wofür er denn ist, da er auch nicht im Handbuch aufgelistet wird (direkt links über dem oberen PCIe Slot, unter dem CPU).

    Der Einbau des MSI Boards ging relativ flott und bis auf einen „Einbau-Fehler“ unsererseits - problemlos.
    Der Fehler passierte beim Einbau der M.2 SSD unter einer der Abdeckungen. Das MSI X570 Board besitzt zwei Steckplätze für je eine M.2 und wir bauten unsere SSD in den ersten Slot und wunderten uns, dass das BIOS die SSD überhaupt nicht erkannte. Nach ein bisschen Google-Suchen fanden wir im MSI-Forum heraus, dass der 1. Steckplatz nur mit NVME SSD Karten kompatibel ist. An dieser Stelle vermissen wir einen deutlichen Hinweis im Handbuch (Das würde Zeit und Nerven schonen!)
    Positiv aufgefallen ist die vormontierte I/O Blende, so kann man diese nicht vergessen und sie ließ sich leichter zusammen mit dem Board einbauen, als so manche lose Blende in der Vergangenheit. Danke hierfür, so muss niemand mehr wegen einer verklemmten I/O Blende bluten �� .
    Einen guten Eindruck machten die bereits vormontierten Kühlkissen an den SSD Kühlblenden. Die Montage der SSD ging dabei selbst problemlos, Schrauben ab, m.2 rein, Folie vom Kühlpad entfernen, runterdrücken, verschrauben, fertig.

    Beim Verkabeln der Lüfter fiel auf, dass es leider keinen Fan Anschluss auf der linken Seite des Boards gibt, also mussten wir die Lüfter Kabel über das Board führen, da diese leider zu kurz waren, um sie dahinter verstecken zu können. Insgesamt sind ausreichend Lüfterplätze auf dem Board vorhanden, aber dann ärgert es einen erst recht, wenn man für den hinteren trotzdem eine Verlängerung braucht, wenn das Kabel vom Lüfter eher kurz gehalten ist.

    Für mich Persönlich gibt es leider auch einen kleinen Punkte Abzug beim Design des Grafikkarten-Slots. Durch das Einbauen verdeckt die Grafikkarte das Drachenlogo und die Carbon Beschichtung fast vollständig. Ausgerechnet diese Stelle für das Logo zu verwenden ist also wirklich unglücklich gewählt und die Optik leidet ein wenig darunter. Natürlich ändert das nix an der Leistung des Mainboards und ist nur meine subjektive Meinung. Die GPU Slots sehen insgesamt stabil aus.
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    Da das Board genügend RGB Steckplätze besitzt habe ich noch zwei digitale LED Stripes (Typ WS2812) mit dem X570 verbunden.


    Inbetriebnahme + MSI Dragon Center (Mystic Light) :

    Das Flashen des BIOS war wie erwartet zuverlässig, ging fix (nachdem wir mit dem M.2 Problem etwas zu kämpfen hatten), ist ordentlich Strukturiert, Umfangreich und bietet viele Funktionen.

    Bei der ersten Inbetriebnahme fiel auf, dass die RGB Beleuchtung am X570 doch eher schlicht gehalten wurde und irgendwie nicht so „farben-froh“ rüber kommt wie man es vermuten könnte. Durch die Kabel am rechten Rand (Grafikkarten Stecker, Stromkabel, SATA Anschluss und Frontpanel) ist die seitliche RGB Beleuchtung kaum bis gar nicht zu sehen. Evtl. kann hier mit sauberen und eigengebauten Sleeves nachgeholfen werden, ich war jedenfalls ein wenig enttäuscht.
    Für die Einstellung der Komponenten nutzten wir das Hauseigene MSI Programm „Dragon Center“, welches man Kostenlos auf der MSI Homepage herunterladen kann. Mystic Light, zum Ansteuern der RGB, wurde mit nur einem Klick eigenständig von Dragon Center installiert- kein separater Download nötig! Ich war überrascht, dass ein „No Name“- LED-Strip von Mystic Light problemlos angenommen wurde, man muss also hier nicht teure LEDs kaufen, man kann auch selbst auf Meterware zurück greifen, selbst zuschneiden und einfach dem Programm sagen, wie viele LEDs in reihe sind. Super!
    Positiv fiel beim Dragon Center außerdem auf, dass wir die voreingestellten Lüfterkurven für das Board und den Chip Lüfter (rotiert ab 55°) sofort ohne Anpassungen, aus dem Programm, übernehmen konnten. Wer dennoch lieber selber Einstellungen am Board vornehmen will, kann das über ein eigens erstelltes Profil machen.
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    Die ersten Benchmarks vielen zu Gunsten des X570 aus, sind aber aufgrund der eigenen Peripherie noch nicht ans Maximum herangekommen. Da ist also noch Luft nach oben.
    Das bereits eingebaute Kühlpad an dem SSD Slot hat uns ebenfalls überrascht, denn während des Tests unter Volllast ist die Wärme Abgabe deutlich zu spüren und zu messen.

    CPU OC:
    Positiv zu nennen ist, dass der CPU vom Board mit den Standard Übertaktungsfunktionen bereits ohne Probleme auf bis zu 4.35 GHz boostet. Die CPU Temperatur wird dabei mit knapp 61-65°C im Prime95 Belastungstest angezeigt. Ich konnte den CPU auf Basis 4.3 GHz einstellen und das Board und CPU kommen problemlos damit klar. Dabei erreicht der CPU nun nach 30 Minuten Prime ca 71-73°C. Bei der Einstellung 4.4 ging der PC leider nicht mehr fehlerfrei an. Der CPU liefert Power ohne Ende, was sich auch durch sehr gute Frametimes in Spielen bemerkbar macht. Ein Übertakten ist definitiv nicht nötig. Ich konnte insgesamt zum alten System nur ein paar wenige FPS herausholen, aber deutlich bessere Frametimes. Die Einstellungsmöglichkeiten im BIOS sind sehr gut und umfangreich. Wer will, kann nahezu alles bis ins kleinste Detail einstellen. Im BIOS selbst sind einige Erklärungstexte, diese empfand ich als hilfreich.
    RAM OC:
    Mein RAM wurde bereits beim ersten Start vom BIOS erkannt und ich musste lediglich oben links das XMP Profil aktivieren. Das findet wirklich jeder und es ist sehr einfach, TOP! Zusätzlich kann man diverse von MSI vorbereitete RAM Profile ausprobieren, um zu sehen, ob der RAM nicht noch flotter laufen kann. Das macht RAM OC auch für Anfänger etwas freundlicher. Natürlich kann man den RAM bis ins kleinste Detail von Hand einstellen, hier sollte man aber genauestens wissen, was man tut.
    GPU OC:
    Ich konnte die GPU mit dem MSI Afterburner auf das maximum übertakten. Das OC Tool ist dabei sehr gut und stellt eine gute Kurve ein, man muss danach lediglich den GPU RAM von Hand einstellen und sich herantasten. Das Tool hatte auch keine Probleme mit meiner GPU von Palit.
    Chipsatzkühler:
    Ich habe derzeit keine PCIe 4 Geräte am Board verbaut und der Chipsatz hat bei einer Raumtemperatur von 22°C auch unter Last nur 48-50°C. Der Lüfter springt erst bei 55°C an laut Lüfterkurve. Da er also in meinem System standartmäßig aus ist, erzeugt er auch keinen Lärm. Wenn er durch das betreiben entsprechender Hardware jedoch wärmer wird und der Lüfter dann angeht, ist das auch keine erhebliche Lärmquelle. In meinem Test habe ich den Lüfter auf 100% gestellt und ich habe ihn im geschlossenen Gehäuse nicht gehört. Wenn ich mein Ohr ans Gehäuse gehalten habe, konnte ich ihn leise hören, aber er ist nicht ansatzweise so laut, wie viele es befürchten.

    Fazit:
    Für knapp 260 Euro erhält man ein hochwertiges und schickes Mainboard, mit allen Funktionen, die man braucht und mehr. Übertakten ist mit diesem Board in jedem Fall möglich, die Temperaturen am Board sind im Stockbetrieb gut genug, um alles ein wenig nach oben zu schieben. Ich bin jedoch beim CPU bei diesem Test an den mitgelieferten Kühler gebunden, trotzdem sind 4.35 GHz auf Stocklüftung eine Ansage bei den Temperaturen. Andere Boards in dem Preissegment lassen die CPU deutlich wärmer werden bei gleichen Einstellungen. Alles am Board funktioniert soweit ich dies testen konnte mindestens wie angegeben und die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig. Ich bin rundum zufrieden und kann das Board zu diesem Preis klar empfehlen. Abzüge gibt es wegen den fehlenden Warnhinweisen zur SSD im Slot 1 sowie dem fehlenden Fanslot für die Rückseite. Besonderes Lob gibt es für die gute Steuerbarkeit der LED Beleuchtung mit MysticLight, die Programme sind vielfältig und gut einstellbar und die Software ist bisher nicht abgestürzt, was bei der Konkurrenz öfter mal passiert.

    4,5 von 5 Sternen!

    Zuletzt natürlich nochmal ein großes Dankeschön an Mindfactory!

    Zum Schluss noch die Verlinkung zum Unboxing-Video:
    YouTube

  6. #6

    Standard

    Hallo,
    auch ich hatte das Glück im Rahmen des Testers Keepers Programms von Mindfactory ein MSI X570 Gaming Pro Carbon WiFi Mainboard zu testen.
    Folgende Punkte sollen dabei betrachtet werden:
    - Design
    - Verarbeitung
    - Montage
    - Leistung
    - Preis/Leistungsverhältnis
    - Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich

    1. Design
    Das Board ist dezent in dunklen Farben gehalten Es ist mit einem schwarz-grauen Muster überzogen, welches ein bisschen an Kohlefaser erinnert. Lediglich einer der Aluminiumblöcke über den VRM ist in einem helleren Grau lackiert. RGB Akzente sind sehr dezent am Rand des Boards vorhanden. Zu viel *Bling*Bling* gibt es hier nicht. Viel Platz nimmt der große Kühlkörper im unteren Teil des Boards ein, in den der Lüfter sowie die Abdeckungen für die M2 Slots integriert sind. Die einzigen Farbakzente sind in der IO-Blende enthalten. Hier wird ein wenig mit der Farbe rot gespielt.
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    2. Verarbeitung
    Das Board ist überraschend schwer beim ersten Anheben. Das Gewicht wird durch die mächtigen Aluminium - Kühlkörpern verursacht. Diese sind sehr schwer, haben aber durch die sehr schlanken Finnen, welche man im Profil erkennen kann, eine sehr große Oberfläche. Trotz des ungleich verteilten Gewichts biegt sich das Board nicht durch. Auch der Kühlkörper im unteren Bereich des Boards macht einen sehr soliden Eindruck.

    3. Montage
    Das Board ist ein klassisches ATX Board und sollte somit in die meisten Gehäuse passen. Das Board wird für erste Tests mit einem Ryzen 3700X bestückt, der wiederum durch den "boxed" Kühler Wraith Prism gekühlt wird. Eine große seitliche Gewichtsbelastung durch einen der Top-CPU-Kühler z.B.: von Noctua oder BeQuiet gibt es also erstmal nicht. Die Installation von CPU und zugehörigem Kühler gehen problemlos von der Hand. Die RAM - Bänke scheinen auch weit genug vom Sockel entfernt zu sein, so dass bei einer Vollbestückung mit 4 Riegeln keine Probleme mit einem voluminösen CPU Kühler zu erwarten ist.
    IMG_20190815_175537.jpgIMG_20190815_175352.jpg
    Der Einbau in mein Case, ein sehr altes zudem kleines Cooltek Sharkoon, war ebenfalls problemlos. Dadurch, dass die Blende schon vormontiert ist, entällt ein weiterer Schritt des Einbaus, was in dieser Preiskategorie aber auch zu erwarten ist. Für das Kabel-Management von Vorteil sind die um 90° abgewinkelten SATA und USB 3.1 Anschlüsse. Eine solche Gestaltung wäre für den 24 poligen Anschluss der ATX - Spannungsversorgung auch sehr hilfreich gewesen.
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    Die Blenden / Kühlkörper für die M2 Laufwerke lassen sich leicht entfernen und die Laufwerke problemlos installieren.
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    4. Leistung
    Zum Zeitpunkt der Tests hat AMD noch große Probleme ein ordentliches BIOS zu liefern. Dies betrifft alle Hersteller. AMD Hat aktuell ein AGESA mit Version 1.0.0.3 ABB veröffentlicht (Stand 15.08), MSI hängt mit dem Support ein wenig zurück. Auf der Homepage ist als neueste Version ein BIOS verfügbar welches auf die AMD Version 1.0.0.3 A referenziert. Andere Hersteller haben hier bereits die aktuelle Version von AMD implementiert und zur Verfügung gestellt. Da liegen also zwei Versionen dazwischen. Aus den Unzulänglichkeiten der BIOS Verfügbarkeit folgen mehrere Probleme:
    1. Precision Boost Overdrive wird augenscheinlich nicht vernünftig umgesetzt. In den wenigsten Fällen wird der angegebene Maximaltakt der benutzten CPU erreicht (single core Last mit optimaler Kühlung; AMD hat dazu sogar noch eine Pressemitteilung rausgebracht, welche die im Voraus kommunizierten Taktraten etwas relativieren). Meine eigene CPU erreichte mit dem Standard „optimized settings“ die angegebene 4,4GHz "nur" im Cinebench R15 single-core Test auf den drei „besten“ Kernen. Bei Belastung durch einen multicore Benchmark Cinebench R15 werden um die 4,3 GHz mit den besten vier Kernen erreicht.
    2. Der zweite Punkt betrifft den RAM Support: Positiv ist hier, dass das XMP Profil der verwendeten Speicher problemlos ausgelesen und aktiviert werden konnte. Es wurden die Crucial Ballistix LT Sport 3000MHz / CL15 verwendet, welche auf den Micron E-Dies basieren. Diese sind von der Performance nicht die besten, jedoch was Preis / Leistung angeht zurzeit das Optimum. Vorteilhaft ist auch die „Memory Try It!“ Funktion des MSI BIOS, welche eine schnelle Prüfung bietet ob eine Frequenz / Latenz Kombination überhaupt bootbar ist. Allerdings ist der Ram Support mit einem noch nicht fertigen BIOS eher eine Lotterie, als ein systematisches Ausloten der Grenzen.
    Werte die per Auslesen der RAM Speicher zum Beispiel mit Typhoon und der anschließenden Kalkulation mit DRAm Calculator gefunden werden sind schwierig umzusetzen. Die Timings welche man manuell im BIOS einstellt sind teilweise instabil. Dies erstaunt dann im Vergleich zu anderen Boards, wo die gleichen RAM Kits besser performen. Während dies für Nutzer mit technischem Verständnis und dem Willen für manuelles OC sowieso eine Selbstverständlichkeit ist, führt dies bei Nutzern die den PC einfach einschalten und betreiben wollen zu Frustration, da die Ram-Speicher somit meistens weit unter der Nennleistung arbeiten.
    Einen Test für die pci-e4 Schnittstelle konnte ich zur Veröffentlichung dieser Bewertung noch nicht durchführen. Auf dem Markt gibt es noch keine einzige Grafikkarte, welche genügend Last erzeugen würde um eine pci-e4 x16 Schnittstelle an die Grenzen zu führen. Selbst eine 2080 ti belastet die Vorgänger-Schnittstelle noch nicht zu 100%. Gleiches gilt für die beiden M2 Slots: Aktuell gibt es auf dem Markt nur sehr wenige pci-e4 SSD welche zudem noch so teuer sind, dass es sich nicht lohnt eine solche zu erstehen.

    Audio: Der verbaute Audiochip stellt im Moment den gehobenen Standard dar, was die Konfiguration der meisten Boards angeht.
    LAN: Es gibt aktuell zwei verschiedene Chips die über die x570er Boards verwendet werden. Den Realtek und den Intel Chip dieses Board ist mit dem vermeintlich besseren Intel Chip ausgestattet. Beide Chips sind jedoch nach demselben Protokoll spezifiziert und sollten dementsprechend eigentlich keine unterschiedliche Leistung haben. Im täglichen Einsatz sollte eine 1GBit Verbindung jedoch selten ein Nadelöhr darstellen.
    Wie gesagt alle hier beschriebenen Punkte liegen im Moment vermeintlich an der ungenügenden Zuverlässigkeit / Performance des BIOS.
    Im Design des Boards gibt es jedoch einen gravierenden Nachteil, der mir während der Testphase aufgefallen ist: Der Jumper zum flashen des CMOS befindet sich in der Mitte der Platine zwischen den beiden pci-e Slots für die Grafikkarten. Wenn ich eine Karte im primären Slot, der x16 elektrisch angebunden ist, betreibe kann ich das BIOS nicht mehr flashen. Meine Karte hat dabei eine Höhe von 2,5 Slots. Dies führt nun dazu, dass ich meine Grafikkarte im sekundären Slot betreiben muss, welcher nur mit x4 angebunden ist. Um Stabilitäten und Performance auszuloten ist dies allerdings ein deutlicher Nachteil, wenn die Benchmarks hier mit einer künstlich gedrosselten Karte arbeiten müssen. Und während der Testphase in der die Grenzen der CPU / BIOS getestet werden sollen, kommt es des Öfteren mal zu einem Bluescreen, welcher einen CMOS Reset benötigt. Es wäre weitaus besser diesen Jumper an das untere Ende des Boards zu verlegen.
    IMG_20190815_175352.jpg

    5. Preis / Leistung
    Hier kommen wir zum einzigen Kritikpunkt von mir. Dieses Board hätte zum Zeitpunkt des Tests 252¤ gekostet. Okay, alle x570er Boards sind im Moment sehr teuer. Doch ein Board mit vergleichbarer (in Teilen sogar besseren) Ausstattung gibt es schon für 20-45¤ weniger in Form des Gigabyte Aorus Elite oder dem ASUS TUF Gaming WiFi. Noch dazu sind die Hersteller im Moment bei der Versorgung mit BIOS Versionen schneller, so dass die Performance dieser Boards noch einmal deutlich besser ist. Die Ausstattung des Boards ist dennoch für mich ausreichend. Die VRMs sind gut genug um sogar den potentiellen 16 Kerner von AMD zu versorgen. Die Kühlung dieser VRM durch die schon beschriebenen Aluminiumkörper ist ebenfalls gut. Die Temperaturen stiegen selbst in Benchmarks noch nicht in bedenkliche Regionen. Die Anzahl der USB und SATA Schnittstellen ist höher als von mir benötigt. Ich bekomme zudem noch einen PS/2 Anschluss der heutzutage auch nicht mehr Standard ist, aber durchaus noch seine Vorteile hat. WiFi ist für mich nicht notwendig und werde ich wahrscheinlich auch gar nicht benutzen, da ich hier eine vernünftige LAN-Verkabelung im Haus habe.

    6. Haltbarkeit / Vergleich
    Diesen Punkt kann ich nicht vernünftig bewerten. Mein letztes Board ist jetzt seit 8 Jahren im Betrieb (ein Z77 Chipsatz von Intel). Keine Ahnung, ob dieses Board an diese Zeit rankommt. Einen Vergleich kann ich überhaupt nicht durchführen, da es auch seit der genannten Zeit das erste Board ist, welches ich selber mal wieder im Einsatz habe.
    Video
    Zuletzt sei hier noch mein Unboxing Video erwähnt, welches ebenfalls für die Tester gefordert war:
    YouTube

  7. #7

    Standard MSI MPG X570 GAMING PLUS - Testers Keepers

    Hallo zusammen,

    ich hatte das Vergnügen das MSI MPG X570 GAMING PLUS testen zu dürfen und darf euch daran teilhabben.

    Design
    Das MSI MPG X570 GAMING PLUS ist ein Mainboard im ATX-Format und besitz dadurch eine Maße von 30.4 cm mal 24.3 cm.
    Die Farbgebung des Mainboards wird dominiert von schwarz und ist aufgrund des Herstellers MSI mit roten Akzenten versehen.
    Diese Farbgebung wird auch auf dem IO-Shield fortgesetzt, weshalb die Anschluss-Beschriftung bei Verwendung eines schwarzen Gehäuse sehr deutlich herausstechen.
    Das Mainboard hält sich bei der Verwendung von RGB entgegen dem vorherrschenden Trend zurück und erleuchtet am unteren Ende des Mainboards nur den „Gaming Plus“-Schriftzug.

    Verarbeitung

    Die Verarbeitung des Mainboards ist, wie sollte man es anders erwarten, erstklassig. Das IO-Shield macht durch seinen klaren Kanten und schönen Farbgebung einen sehr guten Eindruck.
    Die Verarbeitung des Kartons sowie des mitgelieferten Zubehörs (Anleitung etc) unterstreichen den hochwertigen Eindruck.

    Montage
    Die Montage im bequiet! Silent Base 801 lief den Erwartungen gemäß leicht aus. Das Mainboard wurde dazu mit einem AMD Ryzen 3700X bestückt. Zur Kühlung wurde der beim Prozessor mitgelieferte AMD boxed Kühler Wraith Prism verwendet.
    Man sollte jedoch vor dem Einsetzen ins Gehäuse über sich überlegen, ob man den M2 Kühlkörper verwenden will. Da der Kühlkörper durch das Festschrauben auf einen Mainboardauflagepunkt befestigt wird und da mein Gehäuse an dem rechten Montagepunkt des Kühlkörpers eine vorinstallierte Noppe besitzt, war nach Einsetzen ohne vorherige Überprüfung eine Montage nicht mehr möglich.
    Die gedrehten Header an der rechten unteren Seite für USB 3.0 als auch SATA ermöglichen ein einfaches und gut aussehendes Kabelmanagement. Das Einstecken dieser Stecker sollte jedoch vor dem Einsetzen der Grafikkarte erfolgen, da längere Grafikkarten die Anschlüsse leicht verdecken und somit nur noch mit ein bisschen Fingerspitzengefühl vollbracht werden können.
    Das Verbinden der vorgesehenen Kabel an den anderen Header ist dahingehend zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt.

    Ausstattung

    CPU
    Das Mainboard ist mit dem Sockel AM4 ausgestattet und unterstützt Prozessoren der zweiten sowie dritten Ryzen Generation (Ryzen 2000, Ryzen 3000) sowie APUs mit Vega oder Radeon Grafikeinheiten.
    Jedoch ist um PCIe Gen 4 zu nutzen ein Ryzen 3000 Prozessor nötig.
    Die CPU wird über 12 PIN mit bis zu 540 Watt versorgt, was viel Spielraum für Übertaktung bietet.

    RAM
    Es stehen 4 DDR4-DIMM Steckplätze zur Verfügung. Somit können, wenn es die CPU zulässt, bis zu 128 GB RAM eingebaut werden bei einer Verwendung von 32 GB Riegel.

    Datenträger

    Das Mainboard verfügt über 2 M.2-Steckplätze, welche zwar beide für den M-Key ausgelegt sind, sich dennoch unterscheiden.
    Der obere Anschluss verfügt über Kompatibilität mit den M.2 Formaten 2242/ 2260/ 2280/ 22110 und unterstützt bei Nutzung eines Ryzen 3000 Prozessors PCIe Gen 4.
    Der untere Steckplätz kann mit den Formaten 2242/ 2260/ 2280 bestückt werden und besitz aufgrund der Nutzung des X570 Chipsatz (und nicht des Prozessors) nur PCIe Gen 3.

    Des Weiteren verfügt das Mainboard über 6 SATA 6GB/s Anschlüsse, was jedem Rechner mit diesem Mainboard die Möglichkeit bietet zu einem wahren Speichermonster zu werden.
    Der X570 Chipsatz ermöglicht darüber hinaus die Nutzung der Datenträger in RAID 0, RAID 1 oder RAID 10, was ich persönlich aber nicht verwende.

    IO
    Auf der Rückseite sind 2 USB 2.0 Typ A, 4 USB 3.2 Gen 1 Typ A, 1 USB 3.2 Gen 2 Typ sowie 1 USB 3.2 Gen 2 Typ C vorhanden.
    Darüber hinaus gibt es den standardmäßigen Gigabit-Lan-Anschluss, PS/2-Anschluss sowie die normalen Soundkarten-Anschlüsse.
    Der vorhandene HDMI-Anschluss ist nur bei der Verwendung eines Ryzen Prozessors mit Radeon oder Vega Graphic zu benutzen.
    Das Highlight hier ist jedoch der Flashbutton, mit dem man das BIOS auch ohne installierte CPU flashen kann.

    Lüfter/LED
    Das Mainboard besitzt neben dem normalen 4-Pin CPU-Fan Anschluss, einen 4-Pin Wasserpumpen Anschluss sowie ganze vier 4-Pin Gehäuselüfter Anschlüsse. Somit kann auch ohne Adapter eine guter Luftzug im Gehäuse erzeugt werden.
    Darüber hinaus verfügt das Mainboard über zwei 4-Pin RGB LED Anschlüsse sowie zwei 3-Pin RAINBOW LED Anschlüsse und sollte somit alle Wünsche eines RGB-Enthusiasten erfüllen.
    Leistung
    Das Mainboard läuft bisher absolut zufriedenstellen.
    Die Verwendung meines neuen Ryzen 3700X läuft einwandfrei. Da ich bisher aus Zeitknappheit noch kein Overclooking angestrebt habe, beruhen meine Erfahrungswerte nur auf den Stock-Einstellungen. Jedoch bietet das Mainboard mit seinen 12 PIN 530 Watt CPU Power auf den Fall die Möglichkeit hier noch einen bisschen mehr Leistung herauszuholen.
    Einen Test der neuen PCIe Gen 4 Schnittstelle konnte bisher auch nicht durchgeführt werden, da es zwar M.2-SSD mit Technik der neuen Generation gibt, diese jedoch preistechnisch derzeit für einen Privatnutzer keinen Sinn machen.
    Die verbaute Audio-Chip stellt wohl den gehobenen Standard da. Da ich aber kein wirklicher audiophiler Mensch bin, sind mir keine wirklichen Unterschiede zu meiner alten Onboard-Soundkarte aufgefallen.
    Der Realtek Gigabit LAN-Port erfüllt seinen Dienst, wie zu erwarten, gut und aufgrund der Nutzung des Mainboards in einem privaten Umfeld bisher noch nie voll ausgelastet worden.

    Preis-/Leistungsverhältnis
    Hier ist eigentlich der größte Knackpunkt des Mainboards als auch aller anderen X570 begraben. Mit seinem Preis um die 180 bis 200¤ schlägt das Mainboard beim Erstellen eines neuen Rechners ein großes Loch in den Geldbeutel.
    Zwar besitzt das Mainboard durch seine Möglichkeit der Nutzung von PCIe Gen 4 Zukunftsfähigkeit und kann somit als Investition für die Zukunft gesehen werden, jedoch ist derzeit nicht abzusehen, wann z.B. mal eine PCIe Gen 4 Grafikkarte auf den Markt kommen sollte. Derzeit bieten nur M.2 SSD eine Möglichkeit zur Nutzung von Gen 4 und diese auch noch zu einem sehr hohen Preis.
    Somit muss man sich die Frage stellen, ob nicht auch ein Mainboard mit einem älteren Chipsatz (z.B. B450 oder X470) ausreicht, welche keinen Chipsatzlüfter benötigen und dadurch ein Verschleißteil weniger besitzen.

    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich
    Da ich in meinem letzten Rechner für 6 ½ Jahre ein ASRock Mainboard verwendet habe und dieses noch DDR3 verwendet, kann ich nicht wirklich einen guten Vergleich zu diesem Mainboard ziehen.
    Im Punkto Haltbarkeit sei jedoch gesagt, dass es durch den Chipsatzlüfter auf dem Mainboard ein Verschleißteil gibt. Wie es um die Haltbarkeit des Lüfters bestellt ist, lässt sich wohl erst nach mehreren Jahren herausfinden.
    Positiv lässt sich hierbei jedoch sagen, dass MSI eine dreijährige Garantie auf das Mainboard gewährt, welche sich durch Registrierung beim Hersteller nochmal verlängern lässt.

    Fazit
    Alles in allem kann man somit sagen, dass das MSI MPG X570 GAMING PLUS ein gutes Mainboard ist, welches durch seinen neuen Chipsatz und der PCIe Gen 4 Steckplatzes auf Jahre hinaus genutz werden kann.
    Jedoch stellt es zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der fehlenden Hardware, welche diese neuen PCIe Generation verwendet , keinen wirklichen Mehrwert da. Somit ist es eher für Leute geeignet, welche auf die AM4 Basis wechseln, als für welche, die nur die neuste Ryzen Generation verwenden wollen und noch ein altes Mainboard mit B450 oder X470 besitzen.

    Fotos
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    Unboxing Video
    Video

  8. #8

    Standard Msi mpg x570 gaming pro carbon wifi

    Hi, und noch eine glückliche Testers Keepers Rezension, yippie! Danke an Mindfactory und an MSI!

    ___ Specs:
    Das Board basiert, wie der Name schon verrät auf dem X570 Chipsatz von AMD. Hiermit wird man üblicherweise die kürzlich erschienen Ryzen 3000 CPUs betreiben wollen, da sich derzeit nur mit diesen der aktuelle PCI 4.0 Standard betreiben lässt. Einige der günstigeren X470 Vorgänger-Mainboards, wurden nachträglich durch die Herstellern ebenfalls für einen Betrieb mit PCI 4.0 ausgezeichnet. Sparfüchse sollten sich diesbezüglich informieren. Allerdings wird dies bei den meisten älteren Boards mit einem BIOS Update verbunden sein. Wer sich um sowas keine Gedanken machen möchte und dafür lieber ein paar Taler mehr auf den Tisch legt ist mit X570 gut bedient.
    Die vier RAM-Slots sind wie bei den Vorgängermodellen topologisch als Daisy Chain (gleiche Ausrichtung, nebeneinander) angeordnet, was durch eine optimierte Bus-Länge zum Prozessor für's Übertakten nicht verkehrt ist.
    Unterstützte Taktraten bewegen sich laut Hersteller im Bereich 1866 bis 4400+ Mhz. Dabei können jeweils zwei Riegel im Dual-Channel Mode betrieben werden. Die maximale Kapazität liegt hier bei 128 GB.
    PCI Erweiterungsslot sind auf dem Board zwei 16x Varianten verbaut, von denen einer mit 16, der andere mit 4 PCI 4.0 Lanes angebunden ist. Pro Lane ist hiermit theoretisch eine Geschwindigkeit von 2 GByte/s zu erreichen (man beachte, dass ich manche Angaben in Bits, andere in Bytes mache).
    Zusätzlich gibt es noch zwei 1x PCI 3.0 Slots. Außerdem Crossfire Support.
    Datenspeicher lassen sich über zwei passiv gekühlte M.2 Slots mit je 4x PCI 4 Lanes, oder über einen der 6x SATA Anschlüsse (6 Gb/s) anbinden.
    Wo wir schon bei Anschlüssen sind...an USB wurde hier definitiv nicht gespart. Im Gegensatz zum vorherigen Chipsatz wurde USB 3.2 Gen 2 mit 10Gbit/s eingeführt.
    Auf der Rückseite, am I/O-Panel sind an USB 3.2 2x Gen1 Typ A, 3x Gen2 Typ A und 1x Gen2 Typ C und 2x USB 2.0 Anschlüsse verbaut. Die Front hat weitere 4x Gen1 TypA und 4x USB 2.0 zu bieten. Gut so. USB kann man nie genug haben.
    Weiterhin verfügt das Board über einen 1x Intel I211AT Gigabit LAN controller. Meines Erachtens für fast alle Belange derzeit völlig ausreichend. Mehr Geschwindigkeit geben die meisten Route momentan ohnehin nicht her.
    Dann haben wir den schon im Namen beworbenen Intel Wi-Fi 6 AX200 mit Bluetooth 5. Mit WIFI 6 kann man hier sorglos in die Zukunft schauen, da gibts im Gegensatz zum Vorgänger einige Verbesserungen, wie etwas höhere Reichweite und mit 2-Way-MU-MIMO eine theoretisch Geschwindigkeit von 2,4 GBit/s. Allerdings braucht man hierfür natürlich auch das passende Gegenstück (Router). Bluetooth ist natürlich ein cooles Plus um sein Handy oder Peripherigeräte mit dem PC zu koppeln.
    Für den Onboard Sound ist ein Realtek ALC1220 Codec verantwortlich, der ein ganz gutes Signal-Rausch Verhältnis von 120dB und einen eingebauten Verstärker für Kopfhörer Output bietet. Audiogeräte lassen sich über analog über 7.1 + Mikrofon oder digital über einen optischen S/PDIF Ausgang auf dem Backpanel anschließen. Für die Front gibts noch mal einen Headphone- und Mic-Anschluss.
    Außerdem verfügt das Board über eine Onboard GPU, die über einen Rückseitigen HDMI Anschluss erreicht werden kann und maximal 4096x2160 Pixel bei 24 Hz ausspuckt.

    ___ Im Lieferumfang ist außerdem:
    natürlich das Board selber
    1x WLAN-Antenne
    2x SATA-Datenkabel
    1x 3-Pin-RGB-Verlängerungskabel
    1x 3-Pin-CORSAIR-RGB-Verlängerungskabel
    1x 4-Pin-RGB-Y-Kabel
    1x Handbuch
    und 1x Treiber-DVD
    enthalten. Nicht üppig, aber durchaus ausreichend.

    Wer eher optisch orientiert ist kann sich den Inhalt nochmal in meinem Unboxing Video anschauen:



    ___ Design & Qualität
    Das schlichte Design in schwarz/grau gefällt mir gut, auf etwa S-förming angeordneten Kühlkörpern findet sich die versprochene Carbon-Optik. Den "Carbon" Schriftzug an der Oberseite und Drachen über dem Chipsatzkühler ist für meine Wahrnehmung etwas kitschig. Gut, letzterer ist nunmal das Logo von MSI, gefällt mir auf seinem roten Schild aber wesentlich besser. Die Kombination mit in Gaming Rechnern heutzutage kaum noch wegzudenkenden LEDs sollte bei dem dunklen Design nicht schwerfallen. Mir schwebt da was mit dezentem Weiß vor...
    In der linken Oberen Ecke, sowie an der rechten Mainboard Kante finden sich zwei solcher LED Streifen. Die seitlichen LEDs könnten für meinen Geschmack etwas heller sein und haben lediglich eine etwas verlorene atmosphärische Komponente in den hinteren Ecken des Gehäuses.
    Die ganze Elektronik ist auf einer dicken, fetten, stabilen Leiterplatte (PCB) untergebracht. 10+2+1 Phasen sollten eine solide und langlebige Spanungsversorgung, auch bei Overclocking liefern (im Vergleich: das MSI MPG X570 GAMING PLUS hat 8+2+1 Phasen).
    Das alles macht auf mich einen hochwertigen Eindruck und das Board zu einem ganz schönen Klotz. Die Heatspreader sind ebenfalls solide Verbaut. Da kann man das Board fast ins Gehäuse schmeißen und es wackelt nichts.

    Die volle Pracht des ganzen Gelöts ist auf folgenden Bildern zu sehen:

    IMG_20190814_175902.jpg IMG_20190814_175734_1.jpg IMG_20190814_175740_1.jpg IMG_20190814_175750_1.jpg IMG_20190814_175829.jpg IMG_20190814_175853.jpg

    ___ Installation
    Da ich mich dann doch besser für den sachgerechten Einbau entschieden habe verlief alles ohne nennenswerte Vorfälle. Das Handbuch schafft hier bei Unsicherheiten Abhilfe. Alle nötigen Anschlüsse sind vorzüglich am Rand des Mainboards untergebracht, gut beschriftet und lassen sich bequem erreichen. Einzige, kleinere Wehrmutstropfen könnten sich einerseits bei großem CPU Kühlkörper aus schlecht erreichbaren RAM Slots ergeben. Andererseits sind die M.2 Slots, die durch den erweiterten Chipsatz Kühler passiv mitgekühlt werden, schlecht nachzurüsten. Wenn man sich schon ein X570 Board zulegt wird man auch ein Auge auf aktuelle SSDs mit PCI 4.0 geworfen haben. Da es hier in der nächsten Zeit allerdings noch Bewegung geben wird, denke ich, dass sich Geduld auszahlt. Hier kann man sich später auf etwas fummelige Schrauberei gefasst machen, da vor Installation auf dem PRO CARBON der Chipsatz Kühlkörper entfernt werden muss.
    Nach Inbetriebnahme lohnt es sich üblicherweise das BIOS auf Aktualität zu prüfen. Die Version auf meine Board entsprach dem Stand der Zeit . Trotzdem habe ich mir das M-FLASH Verfahren zum Updaten mal unter die Lupe genommen: Runterladen, in den Root eines USB Sticks schieben, im BIOS die Option M-Flash wählen, warten bis der Neustart im Flash-Modus erfolgt ist, Datei auswählen und Go. Also alles easy. Das schwierigste an der ganzen Geschichte war tatsächlich die korrekte Versionsnummer/Datum rauszufinden, da diese in unterschiedlicher Art und Weise auf der MSI Website und im BIOS angegeben sind und absolut nicht eindeutig ist. Alternativ kann das BIOS noch von installiertem OS über das 'Dragon Center' oder nur mit rudimentärer Stromversorgung über den Flash BIOS Button.
    Etwas Kopfzerbrechen hat mir leider der optische Ausgang Realtek Onboard Sounds bereitet. Trotz DTS und Dolby unterstützung meiner Anlage ist es leider nicht trivial digitalen Ausgabesound zu bekommen. Das ist kein ungewöhnliches Problem und ist darauf zurückzuführen, dass uncodiert lediglich 2.1 Kanäle über den optischen Ausgang übertragen werden und die Lizenzierung der entsprechenden Codecs kostet. Auch die 'Nahimic' Software von MSI schafft das keine Abhilfe. Trotzdem finde ich, dass heutzutage, nachdem sich die Zeit digitaler Medien wie der DVD schon fast dem Ende neigt(!), digitaler Surroud Sound zum Gamen dazu gehört und keine so großen Komplikationen bei der Installation bereiten sollte.
    Die Einstellungs- und Überwachungsmöglichkeiten im UEFI des PRO CARBON sind sehr vielfältig und man kann sich hier leicht in den Menüs verlieren. Direkt ins Auge sticht der 'Game Boost', eine Auto-OC Option für den Prozessor und 'A-XMP' das Analogon für den Arbeitsspeicher.
    Wer lieber manuell Hand anlegen möchte wird im 'Advanced Mode' des BIOS mit einer vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten verwöhnt. Die Kapitel in der Bedinungsanleitung sind hierfür allerdings begrenzt und man muss sich den Großteil seines Know-Hows aus den Tiefen des Internets suchen.

    ___ Meinung
    Alle Anschlussmöglichkeiten sind gut platziert, machen einen soliden Eindruck, sind zahlreich und funktionieren einwandfrei. Abgesehen von den genannten Komplikationen bei der Installation gefällt mir der Realtek ALC1220 Sound und kommt klar und differenziert über meine Lautsprechern und Kopfhörer (Beyerdynamic Soul BYRD) rüber. Der Ethernet Adapter ist einwandfrei, was bei solch einer etablierten Technologie nicht anders sein sollte. Der WLAN Adapter ebenso. Mein altes TP-Link Modul TL-WN78IND hatte trotz Router im Nebenzimmer gelegentliche Aussetzer und schlechten Empfang. Mit dem hier verbauten Intel AX200 nebst Antenne hatte ich keinerlei solcher Probleme und mit WIFI 6 ist man für die Zukunft bestens gerüstet. Der Chipsatz Kühler, der bei nahezu allen X570 Mainboards zu finden ist und von vielen argwöhnisch Betrachtet wurde, lief bei mir gelegentlich. Allerdings sprang er nur selten in Situationen an, in denen er nicht unter der Geräuschkulisse anderer Kühler unterging (bspw. bei hoher Netzwerklast). Insofern fühle ich mich durch diesen Knirps nicht belästigt, allerdings ist meine System auch nicht auf einen besonders geräuscharmen Betrieb ausgelegt.
    Bei der mitgelieferten Software gibt es jedoch Verbesserungsbedarf: Die Auto-OC Option 'Game Boost' im BIOS hat mich gar nicht begeistert. Nach Aktivierung wird die Regelung des Prozessor Kühlers deaktiviert und er läuft durchgehend auf Volldampf. Auch scheinen die hier angewandten Profile nicht ganz ausgereift zu sein. In Cinebech R20 konnte ich im ersten Druchlauf zwar ein Plus von 3 % rausholen, der zweite Durchlauf endete allerdings schon mit einem unfreiwilligen Neustart des Systems. Ich kann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, wo das Problem liegt. Die CPU Temperatur bewegte sich nämlich in einem absolut akzeptablen Bereich jedoch sah mir die CPU Spannung verdächtig niedrig aus... Ähnliches gilt für das OC Profile des 'Dragon Centers' mit diesem verringert sich der Wert in Cinebench sogar noch um einige wenige Prozentpunkte. Also empfehle ich OC interessierten wärmstens die Auto-Funktionen links liegen zu lassen und die Einstellungen für CPU und RAM selbst vorzunehmen. Die Strukturierung des BIOS ist zwar nicht die übersichtlichste, aber das hindert ganz und gar nicht daran, dass man sich an den mannigfaltigen Einstellungsmöglichkeiten so richtig austoben kann.
    Das Dragon Center selbst, dass außer für Performance Einstellungen aus dem OS heraus Angelpunkt für LED-Justierung und Hardware Monitoring ist scheint mir noch nicht ganz ausgereift und zusammengewürfelt. Das Fehlen einer Art 'Zurück' Buttons macht die Bedienung unintuitiv und für Hardware-Monitoring wäre eine kompaktere Darstellung, bspw. für den zweiten Bildschirm angenehm. Den Mystic Light fähigen Arbeitsspeicher konnte ich erst ansteuern, nachdem ich den 'Dragon Center' Installer der MSI Site verwendet und Mystic Light Sync über diesen runtergeladen habe.

    ____ summa sumarum
    Die Anschlussmöglichkeiten und Ausstattung des PRO CARBON Mainboards ist mehr als vielfältig. Ich würde das Board am ehesten als einen 'Allrounder Plus' bezeichnen. Das soll heißen, dass das Board alles kann, was der anspruchsvolle Gamer tagtäglich braucht und hier und da auch noch ein bisschen mehr. Beispielsweise sind Standards wie WIFI 6 und PCI 4 für SSDs und Grafikkarten noch kaum verbreitet und für Bluetooth wird wohl auch nur der eine oder andere regelmäßige Verwendung haben. Budget-bewusste Menschen, die genau wissen, was sie benötigen werden vermutlich auch mit tiefpreisigerem oder älterem (X470) Sortiment sehr glücklich werden. Wer allerdings auf Nummer sich gehen will und für das Prestige des X570 Chips bereit ist noch ein paar Taler mehr draufzulegen findet im PRO CARBON die eierlegende Wollmilchsau. Auch wenn die von MSI gelieferte Software und Komfortfunktionen ein paar Macken haben funktionieren die essentiellen Bestandteile, sprich die Hardware und wichtigen Komponenten des BIOS sehr gut und man kann bedenkenlos zugreifen.

  9. #9

    Standard

    Produkt: msi MPG X750 Gaming Plus Mainboard
    Da ich von Mindfactory das Mainboar für einen Produkttest zugeschickt bekommen habe, möchte nun mit dieser Rezension auf diverse Punkte eingehen.
    Wir betrachten das Design, Verarbeitung, Montage, sowie Anschlussmöglichkeiten, Leistung, etc.
    „Um die Bedürfnisse aller Spieler zu befriedigen, ist das MPG X570 GAMING PLUS mit Features wie der erweiterten Heatpipe, dem Frozr-Kühlkörper, Core Boost, Lightning Gen4 M.2, M.2 Shield Frozr, Turbo USB und dem MSI Dragon Center ausgestattet
    Unterstützt AMD Ryzen™ / Ryzen™ mit Radeon™ Vega Graphics Desktop-Prozessoren der zweiten und dritten Generation im AM4-Sockel
    Unterstützt DDR4-Speicher
    Blitzschnelle Spielerfahrung: PCIe 4.0, Lightning Gen4 x4 M.2 mit M.2 Shield Frozr, StoreMI, AMD Turbo USB 3.2 GEN2
    Frozr-Kühlkörper: Doppelkugellager und ein patentierter Lüfter ermöglichen Spielern und professionellen Anwendern die beste Motherboard-Leistung.
    Setze Core-Power frei mit Core Boost, Digital PWM IC, 8+4 Pin CPU-Stromanschlüssen, Game Boost und DDR4 Boost
    MYSTIC LIGHT: Kontrolliere 16,8 Millionen Farben und 29 Effekte mit nur einem Klick. MYSTIC LIGHT EXTENSION unterstützt sowohl RGB-, als auch RAINBOW LED-Streifen.
    AUDIO BOOST 4: Erlebe studioreife Soundqualität für das immersivste Spielerlebnis.
    Dragon Center: Diese Software integriert viele MSI-Tools wie Game Mode, Voice Boost und Live Update in einem nutzerfreundlichen Interface.“
    Damit und mit noch mehr wirbt MSI für sein Produkt.

    Fangen wir erstmal klein an. Das Stück Pappe in dem das Mainboard kommt, ist schlicht gestaltet, also nichts buntes oder Bilder, die vom eigentlichen Produkt abweichen könnten.
    Man wird netterweise direkt in gut groß leserlicher Schrift hingewiesen, dass das Mainboard über einen AM4 Socket verfügt, dafür nutzbar AMD Ryzen der zweiten und dritten Generation seien. Direkter Pluspunkt. Man hat das wesentliche direkt auf den ersten Blick, was gerade für Leute super ist, die sich nicht so mit den Verschiedenen Komponenten auskennen, sich jedoch einen Rechner selbst zusammen bauen möchten.
    Beim MSI X570 Gaming Plus handelt es sich um ein Mainboard im ATX Formfaktor. Das heißt, dass Board 30.5cm x 24.4cm groß ist, um mal kurz die Maße des Mainboards zu nennen.
    Dreht man die Verpackung um, so sieht man ein Foto des Mainboards, mit hinweisen auf Performance, Kühlung und ein kleines Feld mit Angaben über Unterstütze CPU, PCI-e Anschlüsse etc., aber dazu später mehr. Öffnet man nun die Verpackung, besticht MSI erneut durch Schlichtheit. Ein super und sicher verpacktes Mainboard ist das erste, was einem ins Auge sticht. Legt man das beiseite und entfernt eine Zwischendecke, findet man das mitgelieferte Zubehör.
    Hier findet sich neben viel Werbung, ein Quick-installation Guide, sowie ein Handbuch und die Garantiekarte. Auf der anderen Seite lächelt einen dann die Backplate an, 2 SSD 6GB Kabel, diverse kleine Schräubchen, das Usermanual als DVD mit Utilities und Treibern, sowie ein M.2 Shield FROZR als Kühlrippe für eine optional erhältliche NVME SSD.
    Soviel zur Verpackung mit Inhalt, aber kommen wir nun zum wesentlichen. Dem Mainboard.
    Ausgepackt aus der Folie wirkt es schlicht, jedoch sehr wertig. Keine unnötigen Schnörkelleien oder ähnliches verzieren das Mainboard. Grundfarbe Schwarz mit roten und goldenen Akzenten wirkt sehr edel. 2 Kühlkörper im Bereich der CPU sorgen für ausreichend Kühlleistung. Diese im matten Schwarz fallen überhaupt nicht auf ( für unsere Modder, die auf Farbspiele im Tower stehen, ein absoluter Pluspunkt). Umrandet ist unsere CPU Halterung bereits mit einer Platte für die etwas größeren Kühler und Lüfter. Ein Alpenföhn sollte hier also problemlos angebracht werden können. Einen Blick weiter Links findet man vier Rambänke, vorgesehen für DDR4 Ram, von 1866 bis hin zu 4400 Mhz, und einer gesamt Speichermenge von 128GB. Sollte man also mal mehr als 32GB benötigen, wird man hier nicht eingeschränkt.
    Das nächste auffallende ist ein komisch kleiner Lüfter mit angegliedertem Kühler in der unteren rechten Hälfte. Hierbei handelt es sich um ein von MSI patentiertes System. Den oben erwähnten FROZR Kühlkörper. Geworben wird hier mit einem Doppelkugellager und einem patentierten Lüfter, welche Spielern ermöglichen sollten, die besten Leistungen aus Ihrem Motherboard zu holen und dabei noch eine geringe Lautstärkeentwicklung genießen sollen, man kann also gespannt sein.
    Der integrierte turbo USB ist der Knaller, mit einer fast doppelt so hohen Geschwindigkeit, wie normale USB 3.2 anderer Hersteller.
    Audioboost 4 für ein noch besseres Spielerlebnis auf den Ohren, verwöhnt unsere Ohren mit annäherungweise studioreifer Tonqualität. Man sollte also mit der Lautstärke durch aus vorsichtig sein, sonst bläst man sich die Ohren durch.
    Nun das für mich wichtige. Der M.2 Shield FROZR. Da selbst die schnellsten SSD bei gewissen Temperaturen langsam zu schwächeln beginnen, bietet MSI hier eine optimale Kühlleistung mit der im Zubehör befindlichen Kühlrippe, damit man stehts an der maximalen Leistung arbeiten und leben kann.
    Ausgestattet mit Lightning Gen4, maximiert man Übertragungsgeschwindigkeiten mit Bandbreiten bis zu 64GB/s, im Betracht der anderen Generationen ein riesen Sprung, bedenkt man, dass eine SATA ein Übertragungsrate von 6GB/s besitzt.

    -Anschlussmöglichkeiten:
    Ausgestattet mit zwei USB 2.0, vier USB 3.2 Gen1 Type-A, je ein USB 3.2 Gen2 Type-A und Type-C, findet sich für jedes Kabel die passende Buchse. Der Gigabit LAN Anschluss von Realtek ist mit an Board, sowie einen HDMI 1.4-Anschluss.
    Die Onboard Soundkarte verfügt über die standartmäßigen Anschlüsse, inklusive eines optischen Ausgangs.
    Aber was natürlich bei diesem Mainboard das Highlight ist, ist der kleine Kopf, mit dem man durch einfached Drücken das Bios auch ohne installierte CPU flashen kann.
    Dreht man das Mainboard um, gefällt mir, dass MSI dort Warnpunkte für die Abstandshalter angebracht hat.
    Kabelmanagement kann par excellence dank des um 90° gedrehten USB 3.0 Header ermöglicht werden.
    Auch die Anordnung der Lüfter- sowie der RPG-Anschlüsse hat MSI sehr gut gelöst
    Wenn man sich nun schön die Anordnung der Lüfter anschaut, stellt sich die Frage, wie viele Lüfter können überhaupt angeschlossen werde?
    Mit vier Anschlüssel für Systemlüfter, einem für die Pumpe, jedoch für mich leider nur einem Anschluss für CPU Lüfter, ist man gut versorgt.
    Besitzt man ein Frontpanel, besitzt das Board außerdem zwei USB 2.0, sowie zwei USB 3.2 Gen1 Anschlüsse

    Preis-/Leistungsverhältnis:
    Mit einem aktuellen Preis von 178¤ gehört das MSP MPG X570 Gaming Plus zu den Mittelklasse Modellen von MSI, soweit ich das richtig gesehen habe.
    Das durchdachte Layout, die in meinen Augen super Verarbeitung, sowie die doch zahlreichen Anschlussmöglichkeiten rechtfertigen in meinen Augen diesen Preis.

    Da ich gerade am Umrüsten meines alten Systems bin, ist dies für meine Ansprüche im Bereich Gaming, Streaming, sowie Homeoffice ein Mainboard, mit dem ich bei aktuellen Bedingungen guten Gewissens alt werden kann. Ob mein Alpenföhn wirklich auf das Board passt, oder ob die Kühlkörper ihm den Weg versperren wird sich zeigen.


    Bilder folgen.

  10. #10

    Standard

    Meinung zum „MPG GAMIN PRO CARBON WIFI“ von MSI.

    Das Mainboard wurde mir im Zuge einer „Testers Keepers“ Aktion überlassen.
    Beworben habe ich mich, da dieses Board laut Datenblatt meinen Wünschen entspricht.
    Im Folgenden Test konnte ich mich davon überzeugen, dass es hält was es verspricht.

    Dieses Board wurde seit etwas über 2 Wochen von mir getestet, ausprobiert und normal zum Arbeiten, Surfen und für mein Hobby PC-Spiele genutzt.

    Es arbeitet mit folgenden Komponenten:
    CPU: AMD Ryzen 3700x
    Kühlung: be quiet! Dark Rock TF Topblow
    Ram: Trident Z 3600Mhz Cl15
    Grafikkarte: AMD Radeon 5700 XT
    SSD: Samsung M2 SSD Evo 970 1 TB
    Netzteil: Be Quiet Straight Power 11 750 Watt



    Design, optisch/technisch:

    Das Design dieses Boards hat mir auf Anhieb gut gefallen, optisch und technisch.

    Technisch habe ich besonders Wert auf die Unterbringung eines Anschlusses für eine Wasserpumpe auf dem Board und verhältnismäßig viele Anschlussmöglichkeiten für Lüfter, Sata, M2-SSDs und schnelles Netzwerk gelegt.
    Außerdem auf eine verlässliche Kühlung und einen guten Soundchip sowie einen Chipsatz-Lüfter mit Abschaltautomatik.
    Das ist alles vorhanden und gut designend für mein dafürhalten.
    Die Optik war für mich eigentlich zweitrangig und LED-Beleuchtung ist etwas, dass ich ehrlich nie groß beachtet habe, daher ist dieses Board konsequenter weise auch erst mein 2. Mainboard mit LED Beleuchtung.
    Es war bisher einfach ein Thema das vollkommen an mir vorbeiging.

    Dieses Stück Hardware aber, hat mich beim Einschalten schon merklich fasziniert.
    Es sieht wirklich so aus, als ob es ein elektronisches Leben führte.
    Meine Frau hatte, beim Blick auf das kurzerhand angefertigte Video, des zu diesem Zeitpunkt nur mit Ram bestückten Boards, auch gleich die passende Frage parat
    „ WAS IST DAS ?“.

    Dieser „Es lebt!“ Effekt wird sicher durch meinen persönlichen Build gestützt, tiefschwarz mit matt reflektierendem Metall und den Blick führend, ins dunkle, unsichtbare Abseits der Wasserkühlung und Festplattenkäfige und dann, beim rauszoomen, sieht man es ist ein PC.
    Ja, da kann eine von Science-Fiktion faszinierte Person schon mal kurz träumen.
    Für diesen Effekt kann ich also schlecht das Board allein verantwortlich machen, im positiven, aber es ist jenes Teil im Build welches letztlich diesen Effekt hervorruft und mir gefällt es nun doch sehr. Sollte es mal nicht überzeugen, kann man es ja immer noch abschalten.


    Technisch:

    Technisch ist das Design meiner Meinung nach richtig gut gemacht.
    Alle notwendigen Anschlüsse sind vorhanden und am richtigen Platz.
    Einige Nutzer mögen sagen, der Anschluss für eine Wasserpumpe gehört nach unten, aber spätestens beim Einbau mit der ganzen Verkabelung, merkt man, auch dieser sitzt an der richtigen Stelle.
    Genauso wie die Anschlüsse für die Lüfter-, USB- und alle anderen Anschlüsse. Alle haben bei der Nutzung gut funktioniert und sind leicht zu erreichen.
    Der Chipsatzlüfter, der ja für viele ein Grund war aufzuhorchen, nimmt in meinem Build eine reine Sicherheitsfunktion ein und läuft, außer kurz beim Einschalten, nie.
    Die beiden M2-Anschlüsse wurden sicher unter einer Kühlung untergebracht und arbeiten wie zu erwarten unglaublich schnell.
    Die Ram-Kompatibilität ist laut Datenblatt ebenfalls herausragend und läuft auch bei mir mit 4 Modulen und 3600Mhz sowie Cl 16!
    Die Stromversorgung macht einen soliden Eindruck, ich habe nie Temperaturen über 56° gesehen.


    Verarbeitung:
    Die Verarbeitung ist wertig, es ist stabil und flexibel. Dazu gleich mehr.
    Die Haptik überzeugt, glatte Flächen, Metall, relativ wenig Kunststoff und sauber hervorgehobene Leiterbahnen.
    Dazu Metallkühler, verstärke PCI-E Anschlüsse und eine sauberere, aufgeräumte Platine.
    Auch, dass das ganze wirklich stabil und Flexibel ist und nicht nur den Anschein hat, habe ich ungewohnt schon getestet.

    Eine, beim Umstecken der Sata-Anschlüsse, im Wege stehende Grafikkarte hat beim Ausbau, mit starkem Druck auf die Mainboard-Sicherung, trotz Verkantung am Gehäuse keinerlei Schaden verursacht und alles funktioniert weiterhin einwandfrei.
    Lüftertausch, das häufige Wechseln des Rams, mehrmaliger Grafikkartentausch hochfrequentes umstecken der Lüfter, alles ging sauber und mit normaler Funktion einher.




    Montage:
    Die Monate war auch für mich einfach, wo ich sonst nur am PC arbeite und selten etwas zusammenbaue.

    Alle, nach meinem Empfinden, verstärkten Bohrungen für die Montage sind leicht zu erreichen und gut zu erkennen.
    Die Anschlüsse für die Peripherie sind alle an ihrem Platz, das heißt über eine rückwärtige Verkabelung gut zu erreichen.
    Dazu sind die Systemkühler-Anschlüsse passend über das Board verteilt, so konnte bei mir mit nur einem Range Extender an jeder Position im Gehäuse ein Kühler verbaut werden,
    Beim Einstecken der Anschlüsse für USB, Sound, Resette und Powerbutton, kurz der Gehäuseverkabelung, sollte man aber schon genauer ins Handbuch schauen.
    Eine Unregelmäßigkeit gibt es, an den Anschlüssen.
    Plus und Minus wandert an einem Anschluss-Verbund munter hin und her. Darauf muss man achten, wenn man sowas nicht gerade jeden Tag macht.
    Man sollte auch im Hinterkopf behalten, das Board und der Chipsatz sind noch genauso wie die CPU.
    Das bedeutet es werden noch einige Updates kommen.
    Ich habe daher auch einiges ausprobiert und möchte den Tipp geben, Sata 1 und 3 statt 3 und 5 zu verwenden. Bzw. sauber von Sata 1 zu 6 durchzuarbeiten. Bei mir hat dies zu einer Verbesserung der Performance geführt. Nicht viel, aber messbar.





    Leistung:
    Die Leistung ist mit meinem System generell sehr gut, auch und vor Allem im Vergleich zu den gleichen Systemen oder Systeme mit sehr ähnlichem Aufbau von „Userbenchmark“
    Meine Hardware:
    MSI Gaming Pro Carbon Wifi / AMD Ryzen 3700x / Trident Z 3600Mhz Cl15 / AMD Radeon 5700 XT / Samsung M2 SSD Evo 970 1 TB / Be Quiet Straight Power 11 750 Watt
    Die Performance ist laut „Userbenchmark“ durchgehend „Outstanding“ also weit über Durchschnitt.
    In den einzelnen Disziplinen:
    Gaming - UFO ~ 113%
    Desktop - UFO ~ 150%
    Workstation - UFO ~ 145%
    UFO ist dabei die höchste und zugegeben sehr abstrakte Leistungsbewertung
    Mir ist klar, diese Klassifizierung allein ist nicht besonders aussagekräftig bzw. stellt keine gute Vergleichbarkeit für User mit anderen Komponenten dar, daher finden sich auch die % Angaben in der Auflistung. Diese kann jeder gut nachvollziehen, sollte man sein System auf der Seite „Userbenchmark“ testen wollen.

    Mit diesen Ergebnissen und durch weitere Benches sowie den Alltagsgebrauch ist es für mich sicher, dieses Board ist eine gute Basis.
    Jede Komponente läuft schnell und stabil auf diesem Board.
    Mein Ram z.B. rennt bei Vollbestückung mit 4 mal 8 GB, also insgesamt 32GB, anstandslos mit 3600Mhz CL 16 15 15 35 50.
    Das Board stellt sogar gerne cl 14 13 13 31 42 ein, diese Einstellung ist aber noch zu optimistisch, zumal dies nicht nur außerhalb der JEDEC-Spezifikationen ist, sondern auch gleich außerhalb der Spezifikationen des OC-Rams.
    Vlt. zeigt es ja wo die Reise noch hingeht, ich erwarte jedenfalls noch bessere Frequenzen in der Zukunft. An das wirkliche Ramtuning hatte ich mich bisher einfach noch nicht machen können.




    Preis/Leistungsverhältnis:
    Alle X570 Mainboards weisen eine Verteuerung gegenüber der letzten Generation auf.
    Auf der Habenseite steht hier vor allem PCI-E 4, aber auch eine bessere Stromversorgung und die Gewissheit, 16 Kerne werden auf diesem Produkt laufen.
    Außerdem gibt es hiermit den neuesten Chipsatz von AMD. im Grunde kauft man hier also etwas mehr Zukunftssicherheit als mit den alten Boards und mir wäre es das wert.


    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:
    Zur Haltbarkeit kann ich schon mal sagen, dass auch eine unbeabsichtigt und unnötig hohe Belastung beim Umbau der Komponenten dem Board nichts anhaben konnte.
    Meine Prognose für die Zukunft ist ebenfalls positiv, da die M2 SSDs sicher und aktiv gekühlt untergebracht werden, die Stromverteilung in meinem Build immer kühl bleibt und auch der Chipsatz-Lüfter lange halten wird, da er in meinem gut belüfteten Gehäuse fast nie läuft.
    Im direkten Vergleich zum Asus ROG Strix X570-E Gaming, welches mein erstes Board mit LED Beleuchtung war, kann ich hier rein von der Userexperience her nicht begründen, warum ich bereit war dafür so viel mehr Geld auszugeben.

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