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Thema: Testers Keepers: WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketing The Kid
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    Standard Testers Keepers: WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD

    Hier findet Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit der WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD 250GB & 500GB aus dem Zeitraum vom 17.06 bis 23.06.2019.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers: WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Tester Keepers Aktion WD Blue SN500 NVMe SSD (WDS250G1B0C)

    Im Rahmen einer Tester Keepers Aktion vom 10.06.2019 bis zum 16.06.2019 wurde mir von der Mindfactory AG eine Western Digital WD Blue SN500 NVMe SSD in der 250 GB Variante zur Verfügung gestellt. Es war meine erste Teilnahme an diesem Programm und es freut mich sehr, dass ich als Tester ausgewählt wurde. Ich versuche im Folgenden dennoch, möglichst unvoreingenommen, das genannte Produkt zu testen.



    wdblue1.jpg
    Abbildung 1: Vorderseite der Verpackung

    Die Testumgebung sah wie folgt aus:

    Mainboard: Asus Prime X470-Pro
    CPU: AMD Ryzen 5 2600X 6x 3.60GHz
    GPU: Gainward GeForce GTX 1060 6GB Phoenix OC GoldenSample
    RAM: 16GB G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL14 Dual Kit
    HDD: Samsung HD103SJ HDD 1000 GB
    M.2 SSD: WD Blue SN500 NVMe SSD
    Betriebssystem: Windows 10 Home 64-bit

    Verpackung, Design & Lieferumfang

    Die Verpackung und auch die SSD selbst sind in einem für die Produktreihe typischem schlichten blau gehalten. Zum Design: Meiner Einschätzung nach bieten SSDs – was insbesondere auf SSDs für den M.2-Standard zutrifft – derzeit nicht wirklich Spielraum für große Designunterschiede zwischen den unterschiedlichen Modellen, da die Top-Mainboards ja meistens ohnehin einen eigenen Kühlkörper für den M.2-Standard bieten und die SSD in diesem Fall nicht mehr sichtbar ist.

    Die SSD sollte einem eingelassenen Kunststofffach liegen und so vor Erschütterungen und Transportschäden geschützt werden. Leider ist meine SSD aus diesem Kunststofffach gerutscht (siehe Abbildung 2 und 3). Auf Grund der ansonsten einwandfreien Verpackung durch Mindfactory konnte ich keine Schäden feststellen. Neben der SSD wurde nur ein Warranty Guide beigelegt. Die Abstandshalter und die benötigten Schrauben für den Einbau liegen dem jeweiligen Mainboard bei (!).


    wdblue2.jpg
    Abbildung 2: Rückseite der Verpackung

    wdblue3.jpg
    Abbildung 3: Verrutschte SSD in der Verpackung

    Verarbeitung

    Die WD Blue SN500 NVMe in der 250 GB Variante hat den Formfaktor M.2 2280 und besitzt damit eine Länge von 80mm, eine Breite von 22mm und laut Herstellerangaben eine Höhe von 2,38mm. Bezüglich der Länge und Breite konnte ich keine Abweichungen von den Herstellerangaben feststellen. Das Produkt scheint sauber verarbeitet zu sein, da sowohl der Einbau problemlos verlief als auch die Festplatte ohne Probleme sofort erkannt wurde.

    Einbau

    Der Einbau gestaltete sich relativ problemlos. Zunächst musste der eigens für M.2 SSDs montierte Kühlkörper meines Asus Prime X470-Pro entfernt werden. Dieser Kühlkörper war bloß mit zwei Schrauben befestigt. Als nächstes musste der dem Mainboard beigelegte Abstandshalter in die für den Formfaktor 2280 vorgesehene Position geschraubt werden. Als nächstes konnte die SSD in einem Winkel von 30 Grad in den M.2 Slot gesteckt werden. Die SSD musst dann leicht nach unten gedrückt werden um diese dann am Abstandshalter mit einer Schraube zu fixieren. Das kann auf Grund der sehr kleinen Schrauben etwas knifflig sein, vor allem dann, wenn euer CPU-Kühler größer ausfällt und die Grafikkarte eingebaut ist. Ein magnetischer Schraubenzieher ist daher extrem hilfreich.

    Installation, Features, Software

    Ich habe mein Betriebssystem auf der SSD neu installiert, diese wurde sofort und ohne Probleme erkannt.
    Als Features dieser SSD sind zu nennen: Die genutzte Schnittstelle PCIe NVMe 3.0 x2, der Chiptyp 3D-NAND TLC und eine Lebensdauer (MTBF) von 1.750.000 Stunden. Die Lesegeschwindigkeit beträgt laut Herstellerangaben 1700 MB/s – die Schreibgeschwindigkeit 1300 MB/s. In wie weit diese erreicht werden, kann unter Vergleich zu anderen Produkten: Lese- und Schreibgeschwindigkeit nachvollzogen werden.
    Western Digital bieten auf ihrer Homepage zum einen die Software Western Digital SSD Dashboard an, welche zum Auslesen der verfügbaren Kapazität, der Temperatur und der SMART-Werte genutzt wird. Zum anderen wird Acronis True Image in der Western Digital Edition angeboten – mit dieser Software ist es möglich, Laufwerke zu klonen und so Daten im Falle des eines Festplattenschadens wiederherstellen zu können.

    Vergleich zu anderen Produkten: Lese- und Schreibgeschwindigkeit

    Laut Herstellerangaben sollte die WD Blue SN500 NVMe SSD eine Lesegeschwindigkeit von 1700 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit 1300 MB/s erreichen. Mit Hilfe der Software AS SSD Benchmark 2.0.6821.41776 habe ich überprüft welche Geschwindigkeiten mein Modell erreicht. Zum Vergleich ziehe ich die Werte einer HDD (Samsung HD103SJ 1000 GB) und einer 2,5 Zoll SATA SSD (Samsung SSD 830 Series 250 GB) heran.
    Diese Ergebnisse sehen wie folgt aus:

    WD Blue SN500 NVMe SSD 250 GB Lesegeschwindigkeit 1586,18 MB/s | Schreibgeschwindigkeit 1241,85 MB/s
    Samsung HD103SJ HDD 1000 GB Lesegeschwindigkeit 131,99 MB/s |Schreibgeschwindigkeit 129,39 MB/s
    Samsung SSD 830 Series 250 GB Lesegeschwindigkeit 512,83 MB/s | Schreibgeschwindigkeit 413,09 MB/s

    Die WD Blue SN500 NVMe SSD erreicht also in etwa die Herstellerangaben und setzt sich wie zu erwarten gegen SATA-basierte SSDs ohne NVMe-Protokoll durch.
    Temperatur und Stromverbrauch
    Die durchschnittliche Leistungsaufnahme liegt bei 75 mW. Die Temperatur liegt ohne Last bei 38 Grad Celsius (gemessen über das Western Digital SSD Dashboard) – erneut in Erinnerung zu rufen ist aber, dass mein Asus Prime X470-Pro einen eigenen Kühlkörper für den M.2 Slot besitzt.

    Datenverschlüsselung

    Die WD Blue SN500 NVMe SSD unterstützt laut Western Digital SSD Dashboard sowohl ATA Secure, als auch TCG Opal 2.0/eDrive.

    Kompatibilität

    In Bezug auf die Kompatibilität kann ich nur auf die Angaben der jeweiligen Mainboardhersteller hinweisen. Wenn das NVMe-Protokoll vom Mainboard unterstützt wird und der M.2-Formfaktor 2280 unterstütz wird, sehe ich keinen Grund warum die WD Blue SN500 NVMe SSD nicht kompatibel sein sollte.

    Haltbarkeit

    Die Haltbarkeit kann ich im Rahmen der Tester Keepers Aktion leider nicht testen. An dieser Stelle muss ich erneut auf die Herstellerangaben zur Lebensdauer (MTBF) von 1.750.000 Stunden hinweisen. Diese mittlere Betriebsdauer zwischen den Ausfällen ist sicherlich sensibel für höhere Temperaturen der SSD. Von Western Digital erhält man eine fünfjährige eingeschränkte Garantie, sollte die SSD ausfallen.

    Fazit und Preis-/ Leistungsverhältnis

    Die WD Blue SN500 NVMe SSD kostet derzeit auf Mindfactory.de ¤ 47,60 in der 250 GB Variante – das entspricht in etwa 0,19 ct pro GB. In Anbetracht der Tatsache, dass das NVM Express Protokoll genutzt wird und die SSD eine um ein Vielfaches höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit als SATA SSDs besitzt, kann ich für diesen geradezu erschwinglichen Preis von unter ¤ 50 eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Zu kritisieren ist allerdings die Verpackung, in welcher die SSD lose hin und her rutschen konnte. Hierfür ist allerdings Western Digital verantwortlich. Unabhängig davon ob die SSD so beschädigt werden kann, macht dies keinen guten oder „qualitativem“ Eindruck.
    Dennoch: Mit der WD Blue SN500 NVMe SSD bekommt man für relativ kleines Geld ein enormes Plus an Geschwindigkeit. Um das Betriebssystem zu beschleunigen und ggf. noch ein paar Programme zu installieren, welche von der Geschwindigkeit profitieren, reicht die 250 GB Variante vollkommen aus. Allerdings ist dann auch schnell Schluss. Dem Arbeiten mit besonders großen Dateien ist bei einer Kapazität von 250 GB eine klare Grenze gesetzt. Wem die 250 GB also zu klein sind, der kann auf den größeren „Bruder“ in der 500 GB Variante ausweichen – diese kostet derzeit ¤ 70,85 (Stand Juli 2019).

  3. #3

    Standard Test der WD BLUE

    Ich hatte das Glück die WD Blue™ SN500 NVMe in der 250GB Variante testen und bewerten zu dürfen. Zu diesem Zeitpunkt gibt es die SSD in 2 Variationen: Einmal mit 250GB und 500GB Speicherplatz. Bisher habe ich in meinem System folgende Datenträger betrieben:
    - System: Samsung SSD 850 EVO 500GB - Betriebsstunden: 6623
    - Platte1: Samsung HD103UJ 1000GB - Betriebsstunden: 6060
    Zu den anderen verwendeten Systemkomponenten gibt es im Anhang noch einen DxDiag Screenshot.
    Folgende Punkte werde ich nun im laufenden beurteilen:

    1.Verpackung
    2.Design
    3.Einbau
    4.Performance
    5.Preis-/Leistungsverhältnis
    6.Fazit
    7. Sonstiges / Anmerkungen

    Verpackung:
    Die Verpackung ist schlicht in blau und weiß gehalten. Verschlossen ist sie mit kleinen Klebestreifen, ich habe kein Messer oder ähnliches Gebraucht um sie zu öffnen. Die M.2-SSD ist auch in einer Plastikverpackung, die sich auch einfach öffnen lässt. Die Verpackung beinhaltet das Nötigste wie zum Beispiel eine kleine Anleitung zum Einbauen, jedoch sind KEINE Schrauben vorhanden. Im Großen und Ganzen ist ein frustfreies öffnen möglich, schon mal ein guter Anfang!
    Design:
    Ebenfalls sehr klassisch und keine Überraschungen. Die Platine ist in einem Blau/Grün gehalten der Rest ist schwarz. Kühlkörper gibt es keine, sofern man welche möchte muss man sich diese nach kaufen.
    Einbau:
    Dieser gestaltet sich auch sehr einfach, die SSD hat das gängige M.2 2280 Format.
    In meinem Fall habe ich die kleine Schönheit auf ein Asus Strix Z270E Gaming verbaut.
    Mit den vom Mainboard mitgelieferten Schrauben für die M.2 Steckplätze ging das einbauen sehr schnell und einfach, so dass der Einbau keine 5 Minuten dauerte, sofern man die Schrauben sowie einen kleinen am besten antistatischen Schraubenzieher zur Hand hat.
    Nach dem Formatieren stehen 232GB Speicherplatz zur Verfügung.
    Performance:
    Befeuert wird die M.2 SSD durch eine PCI-Express 3.0x2 Schnittstelle und dem bereits bekannten NVME Protokoll, wodurch sie sich ganz klar vor meiner Samsung SATA SSD platzieren kann. Diverse Benchmark Durchgänge habe ich mit der Software CrystalDiskMark 6.0.2 und 1GiB gemacht, nicht von jedem Benchmark habe ich Screenshots, dabei ergaben sich die folgenden Werte.

    Lesen:
    Der absolute Spitzenwert in meinen Durchläufen lag bei 1772.3 MB/s leider wurde dieser Spitzenwert kein zweites Mal erreicht. Im Durchschnitt habe ich jedoch eine, wie ich finde, sehr guten Wert von ca. 1745 MB/s erreicht. Das Schlusslicht in meinen Tests war im Lesen ein Wert von 1705 MB/s allerdings wurde auch dieser glücklicherweise kein zweites Mal erreicht. Dies ist eine sehr gute Leistung, wenn man bedenkt, dass der Hersteller die SSD mit bis zu 1700 MB/s im Lesen angibt.

    Schreiben:
    Während meiner Tests habe ich im Schreiben leider nur einen einmaligen Spitzenwert von 1301.5 MB/s erreicht. Was natürlich noch ÜBER den angegebenen 1300MB7s für 250GB Variante liegt, der Lesewert war da aber dann doch schon überzeugender mit seiner überdurchschnittlichen Leistung. Im Durchschnitt habe ich einen Wert von knapp unter den angegebenen 1300 MB/s erreicht, bei mir lag er ca. bei 1240.5 MB/s.
    Was dann doch etwas enttäuschend ist, das die im Schnitt die nicht die von Western Digital angegebenen 1300 MB/s erreicht werden konnten.
    Das traurige Schlusslicht in meinen Test waren dann 1220.4 MB/s welche jedoch auch nur einmal erreicht wurden. Wie zuvor erwähnt gibt es keine auch nur irgendwie gearteten Kühlkörper.
    Diese vermisse ich allerdings auch nicht, ich habe auch bei längerem Betrieb keine Nennenswerten Temperaturen Messen können auch ein Leistungsabfall bei längerer Nutzung ist ebenfalls ausgeblieben. Gemessen habe ich diese Werte mit der Software CrystalDiskInfo 8.2.0
    Betrieb:
    Abseits der oben erwähnten Benchmarks kann ich aus meinem Alltagsbetrieb noch Erfahrungen teilen. Da ich den Speicherplatz hauptsächlich für Spiele nutze und nicht für Anwendungen wie Photshop, Premiere oder für Bild/Text Dateien verwende, kann ich nur über meinen Anwendungsbereich berichten. Um hier ein paar Beispiele zu nennen gesellen sich bei mir folgende Spiele auf die SSD:
    Total War: Three Kingdoms 30.3 GB
    Europa Universalis IV 2.6 GB
    World of Warcraft 64.3 GB
    Anno 1800 34.7 GB
    World of Tanks 44.8 GB

    In jedem dieser Spiele konnte ich einen gefühlten Unterschied zwischen der Samsung 850 Evo und WD Blue™ SN500 NVMe ausmachen. Diesen jedoch zu beziffern ist dann nicht ganz so einfach, da es bei manchen Spielen an die 20-30 Sekunden unterschied gemacht, bei anderen jedoch deutlich weniger, in einem Rahmen von 3-10 Sekunden. Wobei man ersteres dann doch deutlicher merkt als letzteres.
    Dennoch war es in jedem Fall eine Verbesserung der Ladezeiten. Die Unterschiede sind allerdings auch hier wieder merkbar groß. Anzumerken ist auch, dass es natürlich an den Spielen selbst liegt.
    Preis-/Leistungsverhältnis:
    Was diesen Punkt angeht ist die SSD in der Variation wie sie mir zu gute geführt wurde ein klarer Gewinner. Für die Speichergröße zu einem Preis von 48¤ bei dieser Leistung gibt es kaum bis gar keine Konkurrenz und ich empfinde den Preis für gerechtfertigt, auch wenn besonders die Schreibegeschwindigkeit in meinem Fall etwas von den Angaben her abgewichen ist.
    Fazit:
    Nun noch mein Fazit. Überzeugen konnte mich das Produkt zur Gänze schon alleine aufgrund des Preis- /Leistungsverhältnisses. Es bietet einen angenehmen Performance Boost und Verkürzung von Ladezeiten, die ich für diesen Preis nicht mehr missen mag.
    Die Verarbeitung im Ganzen ist auch wie von Western Digital gewohnt hochwertig und gut.
    Das Produkt macht einen stabilen und robusten Eindruck. Die Performance schwankt zwar vor allem beim Schreiben, ist aber dennoch überzeugend.
    Wie sich die Platte jedoch auf Dauer und bei längerer Nutzung schlägt und ob sie ihre 5 Jahre Garantie durchhält wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen, was hoffentlich mehr als 5 sind.

    Für jemand der natürlich keine Kompromisse in Performance eingehen will, würde ich dennoch zu einer anderen M.2 SSD mit NVME empfehlen. Auch wenn das Preis-/Leistungsverhältnis dann vermutlich auf einem anderen Niveau liegt.
    Wer also die rund 50¤ in seinem Budget übrig hat kann ich diese Platte für ein neues System oder das aufwerten eines bereits vorhandenen Systems nur empfehlen.

    Sonstiges / Anmerkungen:

    Bilder sind dem Beitrag im Forum angehängt. Dies war meine erste M.2 NVME SSD, ich habe keine anderen persönlichen Vergleichserfahrungen abgesehen von der am Anfang genannten Samsung SATA SSD und Samsung SATA HDD. Zu dem Zeitpunkt dieses Tests war ich selbst in der Überlegung mir eine Samsung 970 EVO Plus in der 500GB/1000GB Variante zu zulegen. Von diesem Vorhaben sehe ich dank der WD Blue erstmals ab, solange mir der Speicherplatz nicht ausgeht.


    Ich hoffe ich konnte mit meiner Bewertung zur Entscheidungsfindung beitragen.

    Gruß
    Schulzi

    DxDiag.jpgEingebaut.jpgEingebaut_2.jpgPackung.jpgSpeed test.jpg

  4. #4

    Standard

    Im Rahmen der Testers-Keepers Aktion von Mindfactory und WD wurde mir die Möglichkeit gegeben, die WD Blue SN500 NVMe SSD zu testen. Getestet wurde die Variante mit 250 GB Speicherplatz und Formfaktor 2280. Dies ist meine erste Teilnahme an einer solchen Aktion worüber ich mich sehr freue.

    IMG_20190706_133201.jpg

    Getestet wurde das Produkt auf folgendem System:

    CPU: AMD Ryzen 5 1600X
    Mainboard: ASRock X370 Killer SLI
    Speicher: 8 GB G.Skill DDR4-2666 (2x4GB)
    Grafikkarte: Sapphire Radeon Vega 64
    Zuvor verwendete SSD: Kingston 120 GB SSDnow 300 (nicht mehr im PC)
    HDD: Seagate Barracuda 7200 – 2TB
    NVMe SSD: WD Blue SN500 (Eingebaut für oben genannte Kingston)

    Als Betriebssystem kam Windows 10 Pro zum Einsatz mit den aktuellsten Updates (Stand: 09.07.2019). Ebenfalls sind alle Treiber auf dem aktuellsten Stand gebracht worden. Auch ein BIOS-Update wurde durchgeführt.

    Verpackung, Design, Lieferumfang

    Die Verpackung besteht aus einem kleinen ca. 10,5x12,5x2,5 cm Karton der sehr schlicht in Blau/Weiß gehalten ist. Auf der Vorderseite ist das Produkt groß und gut zu erkennen. Auf der Rückseite befindet sich ein kleines Sichtfenster in dem man die SSD sieht. Die SSD selbst ist in einer Kunststofform verpackt und liegt in einer „Vertiefung“. Bei mir war sie allerdings bei der Ankunft etwas verrutscht und hat ihre ursprüngliche Position verlassen gehabt. Dies hat der Funktion und dem Zustand nicht geschadet. Insgesamt ist die SSD sehr gut verpackt und geschützt. Sie könnte trotzdem etwas besser an ihrer vorgesehenen Position fixiert sein. Zum Lieferumfang gehört noch ein Warranty Guide allerdings keine Schraube zur Fixierung auf dem Board. Dies finde ich etwas Schade, da nicht jeder eine Schraube zuhause rumliegen haben wird.

    IMG_20190706_133315.jpg

    Verarbeitung

    Optisch macht das Produkt einen gut verarbeiteten Eindruck. Ich konnte keine scharfen Kanten feststellen (Verletzungsgefahr). Ansonsten kann man an einer schlichten, ohne Kühlkörpern ausgestatteten SSD auch nicht viel berichten.

    IMG_20190706_133339.jpg

    Einbau

    Der Einbau gestaltete sich etwas schwierig. Aufgrund des großen CPU-Kühlers (Scythe Mugen 5) und der Sapphire Radeon Vega 64 kam ich nicht direkt an den Einbauslot dran. Dieser befindet sich zwischen Grafikkarte und Kühler und da sind geschätzt 2 cm Platz. Eindeutig zu wenig, auch für die kleinsten Hände und Finger. Also habe ich kurzerhand die Grafikkarte vom Board genommen und zur Seite gelegt. Anschließend war der Einbau kein Problem mehr, reingeschoben und mit einer Schraube fixiert (Schraube nicht im Lieferumfang enthalten!). Hinterher lediglich die Grafikkarte wieder aufs Board gesteckt, festgeschraubt und fertig war der Einbau. Geschätzt war es eine Sache von 5-10 Minuten und ist meiner Meinung auch von einem Laien durchführbar. Der Einbau ist allerdings auch stark vom Mainboard und verbauter Hardware abhängig und kann bei anderen Systemen durchaus auch ohne dem Ausbau von Hardware geschehen.

    IMG_20190706_140052.jpg

    Installation

    Ich nutze an meinem PC ein Backup Programm. Mit diesem habe ich mir ein Backup von einer sauberen und frischen Windows Installation angelegt. Mit Hilfe des Programms und des Backups war der PC nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit. Dabei ist mir aufgefallen, dass das aufspielen des Backups deutlich schneller war, als mit einer „normalen“ SSD wie ich sie zuvor im PC verbaut hatte. Dauerte der Vorgang sonst ca. 20 Minuten waren es diesmal ca. 11 Minuten.
    Zusätzlich wollte ich auch einen Eindruck von der Installation von Windows haben. Also habe ich mir anschließend noch einmal einen Bootstick angelegt und diese auch durchlaufen lassen. Die Festplatte wurde ordentlich erkannt, lies sich formatieren und Partitionieren und das Setup lief sehr zügig durch.
    Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten die ich mit Hilfe eines Benchmarks gemessen habe waren nicht ganz so gut wie vom Hersteller angegeben, aber immer noch deutlich schneller als meine alte SSD und erreichten die Werte des Herstellers fast. Erreicht wurden 1196 MB/s als Lesegeschwindigkeit und knapp 1210 MB/s als Schreibgeschwindigkeit. Hier kommt es aber auch stark auf das Testprogramm an, ein weiteres Programm kam auf 1453 MB/s als Lesegeschwindigkeit und die Schreibgeschwindigkeit lag bei 1295 MB/s. Hier kommt es vermutlich auch auf die Größe der Dateien an die auf der Festplatte Gelesen/Geschrieben werden. Bei vielen kleineren Dateien lag die Lese- und Schreibgeschwindigkeit deutlich unter den Geschwindigkeiten die bei größeren Dateien gemessen wurden. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, der Abfall in der Geschwindigkeit ist normal und lag meiner Meinung nach nicht in einem außergewöhnlich hohen Bereich.

    Datenverschlüsselung

    Da ich selbst keine Datenverschlüsselung nutze kann ich hier nur auf die Angaben des Herstellers verweisen. Dieser gibt für das Produkt ATA Secure als auch TCG Opal 2.0 eDrive an.

    Kompatibilität

    Mit oben genannter Hardware kann ich keine Kompatibilitätsprobleme feststellen. Sollte man sich unsicher sein würde ich bezüglich der Kompatibilität auf der Seite des Mainboard-Herstellers schauen (auch zwecks unterstützter Baugrößen – da gibt es Unterschiede!).

    Haltbarkeit

    Angaben zur Haltbarkeit kann von mir innerhalb der 2 Testwochen nicht gemacht werden. Bis zur Erstellung des Feedbacks konnte ich keine Probleme feststellen und bin bisher top zufrieden. Mein Vater nutzt seit Jahren normale SSDs von WD und hatte bisher keine Ausfälle. Daher gehe ich auch bei diesem Produkt von einer normalen Haltbarkeit aus und rechne nicht mit einem unüblichen schnellen Defekt.

    Fazit und Preis/Leistungseinschätzung

    Die WD Blue ist aufgrund ihres Preises von ca. 50 Euro und ihrer Leistung eine Anschaffung wert. Ich war am Anfang skeptisch ob man den Unterschied zwischen einer SSD und einer NVMe SSD merkt. Bisher habe ich noch keine anderen NVMe SSDs testen können und hatte bisher auch keine Erfahrungen in diesem Bereich. Ich bin als absoluter „Neuling“ an die Sache ran gegangen und habe mir einen völlig unvoreingenommenen Eindruck machen können. Ich finde man merkt den Leistungsunterschied. Beim Systemstart ist der Unterschied meiner Meinung nach sehr klein bis kaum spürbar, aber beim Öffnen von größeren Programmen oder Spielen merkt man den Unterschied. Die Programme laden dann doch noch einmal deutlich schneller als zuvor. Hierfür habe ich Autodesk Inventor und rFactor2 sowie einige andere Spiele/Programme genutzt. Für einen PC mit dem allerdings nur im Internet gesurft wird, die Emails abgerufen werden oder ein paar Word/Excel Dokumente bearbeitet werden lohnt sich die Anschaffung allerdings nicht. Hier würde ich dann eher zu einer normalen SSD greifen da der Mehrwert erst bei größeren Datenmengen spürbar ist. Einen Unterschied konnte ich in diesem Bereich nicht feststellen. Alles in allem bin ich sehr zufrieden und kann sie mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

  5. #5

    Standard WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD, 250GB

    Bevor ich überhaupt mit meinem Test anfange möchte ich mich bei Mindfactory, sowie auch Western Digital, die mich für den Produkttest der neuen „WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD, 250GB“ auserkoren haben herzlich bedanken.
    Ich bin sehr erfreut die Möglichkeit zu bekommen dieses Produkt zu testen und selbstverständlich meine ehrliche Erfahrung zu dieser SSD wiederzugeben.

    Mein Testsetup besteht aus:
    Prozessor: AMD Ryzen 3 1200 4x 3.10GHz
    Mainboard: MSI B350M PRO-VDH AMD B350
    Grafikkarte: 2GB MSI Radeon R9 270 Gaming 2G
    Arbeitsspeicher: 8 GB Ballistix 2400 MHz Single
    HDD: 1000GB Samsung HD103SJ
    SSDs: 250GB Hynix Canvas SL308, 250GB WD Blue SN500 M.2 2280
    Gehäuse: BitFenix Nova mit Sichtfenster Midi Tower in weiß
    Betriebssystem: Windows 10 64bit

    Kommen wir nun einmal zum Star dieses Tests.

    Versand / Verpackung
    Das Versandpaket von Mindfactory, indem sich die SSD befand sah solide beziehungsweise stabil aus, über die Geschwindigkeit des Versands gibt es auch nichts zu meckern, um ehrlich zu sein war ich positiv überrascht, als meine Frau mir die Post überreichte, da ich es so zeitnah nicht erwartet hatte.
    Nach dem Auspacken des Pakets kam eine blaue, schlichte Verpackung, eine Art dünner Karton zum Vorschein, die alles andere als minderwertig aussieht.
    Auf der Vorderseite im Mittelpunkt ist die NVMe SSD abgebildet, die ebenfalls größtenteils mit blau versehen ist, da die Festplatte aus der blauen Produktreihe ist, wie der Name schon im Vorfeld verrät. Unten links auf der Front wirbt WD mit einer sequenziellen Lesegeschwindigkeit von bis zu 1700 MB/s, im späteren Verlauf des Tests werden wir sehen ob WD halten, was sie versprechen. 250GB Kapazität enthält diese Version der SSD und ganze 5 Jahre Garantie sind auf der unteren rechten Seite der Verpackung zu sehen, was dem Käufer ein Gefühl der Sicherheit bei der Entscheidung vor dem Kauf gibt.
    Auf der Rückseite der Verpackung ist weniger wichtigeres zu sehen, hier ist zum einen nochmal der Titel der Festplatte zu sehen, ebenfalls dass hier empfohlen wird auf eine PC -Konfiguration einer SSD + HDD zu setzen.
    Nachdem ich den Karton geöffnet habe, war das Prachtstück leider nicht mehr im Center der für ihr vorgesehenen Stelle, anscheinend ist die NVMe während des Versands etwas verrutscht, ideal ist das in keinem Fall, WD könnte meiner Meinung nach das Innere der Verpackung etwas überarbeiten, aber glücklicherweise hat das Produkt keine Schäden davongetragen. Für Leute, die noch nie eine NVMe SSD live gesehen haben, werden erstaunt sein wie winzig so eine Festplatte doch sein kann. Außerdem ist noch ein Beipackzettel beigelegt, WD weist darauf hin, dass man diesen aufbewahren solle, der Garantie, sowie auch des technischen Supports wegen.
    IMG_7103.jpgIMG_E7075.jpg IMG_E7078.jpg IMG_E7079.jpg


    Design / Verarbeitung
    Das Design ist wie schon vorher erwähnt schlicht gehalten, aber dennoch ist dies kein negativer Aspekt in meinen Augen, da heutzutage fast jedes Mainboard einen, eventuell sogar mehrere M.2 Shield zu Verfügung stellt, sodass das Design der Festplatte in den Hintergrund gerät. Die SSD an sich ist großteils in Blau und Schwarz, der WD Sticker, der im Zentrum der Vorderseite plaziert wurde ist hellblau, die Platine wiederum hat ein Türkis. Die linke Hälfte der NVMe wurde mit einem schwarzen Aufkleber verziert, auf dem sich sämtliche Ziffern, unter anderem die Seriennummer und die Produktnummer befinden. Rechts befindet sich die Anschlussstelle im M.2 Format und links findet sich die runde Einkerbung die wie üblich auf der Platine vorgenommen wurde, damit die SSD mithilfe einer Schraube in ihrem M.2-Steckplatz gehalten wird und nicht verrutscht.
    IMG_7097 (2).jpg
    Einbau / Installation
    Nachdem man den M.2 Steckplatz auf dem Mainboard gefunden hat, gestaltet sich der Einbau der SSD relativ einfach, dafür musste ich zuvor meine Grafikkarte abmontieren, da der M.2 Slot genau unter der Grafikkarte liegt. Man sollte sich vorher vergewissern, dass man bereits einen Abstandshalter auf dem Mainboard hat, falls dieser nicht vorhanden ist, sollte man gegebenfalls in die Verpackung des Motherboards nachschauen ob dieser vorhanden ist, oder falls nichts daran vorbeiführt sich einen Abstandshalter für kleines Geld bestellen.
    Kommen wir nun zum Einbau:
    Mit einem Kreuzschraubendreher einfach den Abstandshalter auf Höhe der sichelförmigen Einkerbung festdrehen(oft steht sogar am Mainboard 2280 oder Ähnliches), danach die kleine Schraube des Halters herausdrehen und dabei achten, dass man nicht den kompletten Abstandshalter herausdreht, die SSD vorsichtig einstecken und dann festschrauben.
    Für Leute, die handwerklich nicht so begabt sind, empfehle ich nochmal in die Anleitung des Motherboards zu schauen, oder sich ein Video auf diverse Plattformen zu Hilfe nehmen.
    Im Bios wurde die Western Digital sofort erkannt, daraufhin als ich ganz normal Windows startete musste ich die neue SSD zunächst in der Datenträgerverwaltung zuordnen. Alle Programme die ich täglich nutze und auch Windows habe ich daraufhin problemlos auf die neue SSD Installiert.
    IMG_7115.jpg
    Tests / Vergleiche

    Windows-Bootvorgang:
    HDD: 58,12 sek
    SSD: 23,27 sek
    NVMe: 21,98 sek

    Starten von Spiele:

    Kingdom Come Deliverance:
    HDD: 68,39 sek
    SSD: 09,74 sek
    NVMe: 08,82 sek

    Battlefield V:
    HDD: 49,88 sek
    SSD: 21,23 sek
    NVMe: 20,92 sek

    World of Warcraft:
    HDD: 26,21 sek
    SSD: 7,64 sek
    NVMe: 6,98 sek

    Besonders beim Hochfahren von Windows und bei dem Spiel World of Warcraft, was ich seit Jahren täglich nutze, ist eine Verbesserung der Geschwindigkeit von SATA zu NVMe(beide SSD‘s) zu spüren.
    Auch wenn die oben dargestellten Fakten „nur“ kleine Veränderungen zeigen.

    CrystalDiskMark:

    1000GB Samsung HD103SJ(HDD):
    Sequential Read (Q=32,T=1) : 147,3 MB/s
    Sequential Write (Q=32,T=1) : 148,1 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=8,T=8) : 1,144 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=8,T=8) : 1,069 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=32,T=1) : 1,165 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=32,T=1) : 1,262 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=1,T=1) : 0,575 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=1,T=1) : 1,242 MB/s
    IMG_E7119.jpg
    250GB Hynix Canvas SL308(SSD):
    Sequential Read (Q=32,T=1) : 562,4 MB/s
    Sequential Write (Q=32,T=1) : 499,9 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=8,T=8) : 396,0 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=8,T=8) : 336,5 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=32,T=1) : 247,6 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=32,T=1) : 197,9 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=1,T=1) : 34,63 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=1,T=1) : 94,76 MB/s
    IMG_E7116.jpg
    WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD, 250GB(M.2):
    Sequential Read (Q=32,T=1) : 1738,6 MB/s
    Sequential Write (Q=32,T=1) : 1297,9 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=8,T=8) : 611,0 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=8,T=8) : 328,9 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=32,T=1) : 240,0 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=32,T=1) : 152,2 MB/s
    Random Read 4KiB (Q=1,T=1) : 45,32 MB/s
    Random Write 4KiB (Q=1,T=1) : 119,9 MB/s
    IMG_E7135.jpg
    Haltbarkeit
    Western Digital gibt eine Lebensdauer von 1.750.000 Stunden an, was bekanntermaßen nicht gerade wenig ist. Die durchschnittliche Lebenserwartung verschiedener SSD‘s liegt grob bei 1.500.000 bis 2.000.000 Stunden(kann schwanken).
    In der Zeit, in der ich WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD, 250GB testen durfte gab es keinerlei Probleme, deshalb ist es auch nahezu unmöglich über die Haltbarkeit zu berichten. Falls es dennoch zu irgendwelchen Komplikationen kommen sollte, ist eine Garantie von 5 Jahren vom Hersteller gegeben.

    Fazit
    Hier wird ein gutes Produkt zu einem angemessenen Preis (derzeit bei ~50¤) angeboten.
    Ich kann lediglich nur einen kleinen Punkt kritisieren, und zwar, dass die NVMe höchstwahrscheinlich beim Versand nicht mehr auf ihrer vorgesehenen Stelle in der Verpackung war, was aber zu keine Schäden der Hardware geführt hat.
    Positiv ist, dass die hier angegebenen sequenziellen Lesegeschwindigkeiten von bis zu 1700MB/s bei mehrfachen Tests um einiges überschritten worden sind, die sequenziellen Schreibgeschwindigkeiten lagen meistens knapp unter den 1300MB/s, diese Marke wurde das eine oder andere Mal jedoch auch überschritten.
    Auch der Frage, ob sich der Umstieg einer SATA SSD zu einer NVMe SSD lohnt möchte ich mich widmen.
    SATA SSD‘s gibts zurzeit für einen sehr niedrigen Preis, falls man sich einen Budget-Rechner zusammenbauen/konfigurieren möchte, dann kann man ohne schlechten Gewissens zu einer SATA SSD greifen.
    Falls Du auf der Suche nach einem sauberen System bist, ohne unnötigen Kabel und auch auf einer kleinen Steigerung von Geschwindigkeiten(gegenüber SATA SSD‘s), seien es unter anderem das Hochfahren von Windows, entpacken von Dateien oder auch Ladezeiten in Spiele, und trotzdem ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis haben möchtest, dann lohnt sich in jedem Fall auch der Umstieg zu einer NVMe.
    Mein persönlicher Favorit, was ich auch in naher Zukunft in mein neues System verbauen werde, sind eine/mehrere M.2(Für alle täglichen Applikationen, Spiele und Windows) + eine HDD(Für Bilder und Dateien).

    Für WD Blue™ SN500 NVMe™ SSD, 250GB spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus, dieses Produkt bietet all das, was man sich von einer NVMe erhofft zu einem guten Preis, und dazu noch ohne Risiko mit 5 Jahre Garantie vom Hersteller.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #6

    Standard

    Prozessor: AMD Ryzen 7 1800X
    Mainboard: MSI X370 Gaming Pro Carbon AC
    CPU-Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 4
    Ram: G.Skill Flare X DDR4-3200 32GB
    Systemlaufwerk: Samsung 850 EVO Basic 250GB; Samsung 960 EVO PCIe M.2 2280 (1TB)
    Grafikkarte: MSI GTX 1080Ti GamingX
    Betriebssystem: Windows 10
    Netzteil: be quiet! Dark Power Pro P11 750W

    Die WD Blue SN500 NVMe SSD unterscheidet sich vom Design nicht von anderen SSDs in der Produktklasse. Die Verpackung ist schlicht gehalten und enthält keine unnützen Zettel, wodurch die Verpackung keinen unnötigen Müll verursacht.
    Nach dem Entpacken der SSD fällt sofort die gute Verarbeitung auf, welche ich von Western Digital bereits gewohnt bin. Die gute Verarbeitung der Lötpunkte an allen Bauteilen zeigt den Qualitätsstandard von WD deutlich. Auch bei einem mittelpreisigen Produkt, wird nicht an Qualität eingespart.
    Durch das Standardformat der Bauform einer M.2 ist die SSD kompatibel mit jedem M.2 Slot. Sie wurde im Testsystem im sekundären M.2 Slot eingebaut.
    Bevor die SSD nutzbar ist, müssen Treiber über die WD Website heruntergeladen werden, da die WB Blue SN500 NVMe vorab initialisiert werden muss. Eine Gebrauchsanleitung oder ein Hinweis zur Installation war im Lieferumfang nicht enthalten. Es wird in einem Hinweis empfohlen, die Installation von einem Fachmann durchführen zu lassen, da es sich hier nicht um ein für den Endverbraucher handelsübliches Kit handelt. Das ist wahrscheinlich der Grund wieso es keine weiteren Hinweise oder Empfehlungen für nächste Schritte gibt. Es ist daher von Vorteil, sich schon vorab mit dem Produkt zu befassen oder die WD Knowledge Base zu durchforsten. In meinem Fall war mir bewusst, dass M.2 Produkte spezielle Treiber brauchen und initialisiert werden müssen. Dadurch konnte ich mir einiges an Recherchearbeit sparen. Die zugehörige Software, um die SSD zu initialisieren, ist auf der WD Support Webseite schnell gefunden. Unter der Kategorie Software, findet sich das „Western Digital SSD Dashboard“ wieder. Der Download enthält sowohl eine Software, mit welcher ein Monitoring der Leistung möglich ist, sowie alle die benötigten Treiber. Sind die Treiber erst einmal installiert und die SSD betriebsbereit kann es auch schon losgehen.

    In dem oben angegeben System erreicht die WD Blue SN500 NVMe SSD im kalten Zustand nicht die erwartete Lese und Schreibgeschwindigkeit.
    Die erwartete Geschwindigkeit bei sequentiellen Lese- und Schreibvorgängen wird vom Hersteller wie folgt angegeben:
    Lesen: Bis zu 1700 MB/s
    Schreiben: Bis zu 1450 MB/S

    Der durchgeführte Test ergab folgende Geschwindigkeiten:
    Lesen 758,94 MB/s
    Schreiben: 743,92 MB/s

    Nach mehrmaligem Wiederholen des Tests mit immer wieder den gleichen Ergebnissen wurde festgestellt, dass mein Testsystem die WD Blue SN500 NVMe mit einer PCIe 2.0 Schnittstelle anbindet. Dies war vor dem Test nicht bekannt. Allerdings können die, im Vergleich zu Herstellerangaben, niedrigen Geschwindigkeiten durch diesen Umstand erklärt werden.
    Dennoch punktet die WD Blue SN500 NVMe im Vergleich zu einer Samsung 850 EVOBasic 250GB.

    Die Geschwindigkeiten der Samsung 850 EVOBasic wurden wie folgt gemessen:
    Lesen 510,29 MB/s
    Schreiben: 485,98 MB/s

    Darüber hinaus verfügt das Testsystem über eine zweite SSD der M.2 Baureihe, welche natürlich auch für einen Vergleich hinhalten musste. Dabei handelt es sich um eine Samsung 960 EVO M.2 2280 NVMe PCIe 3.0 (1000GB). Der primäre M.2 Slot des Mainboards verfügt über eine PCIe 3.0 Schnittstelle, wodurch die Samsung 960 EVO M.2 2280 NVMe mit PCIe 3.0 angebunden ist. Da die Datenbasis nicht vergleichbar ist, sollte dies bei der Bewertung der folgenden Ergebnisse berücksichtigt werden.

    Im Benchmark wurden für die Samsung 960 EVO M.2 2280 NVMe folgende Werte ermittelt:
    Lesen 2481,77
    Schreiben: 1915,79

    Natürlich wird hier deutlich, dass die Samsung 960 EVO M.2 2280 NVMe im Vergleich zur [B]WD Blue SN500 NVMe[/B 3mal so leistungsstark ist. Dies liegt sowahl an der PCIe 3.0 Schnittstelle, als auch an den schon vom Hersteller versprochenen höheren Leistung. Allerdings liegt die Samsung 960 EVO preislich bei einem Wert von ca. 370 Euro (Stand Juli 2019). Dadurch bewegt sie sich in einem völlig anderen Preissegment.
    Werden alle drei Festplatten im Preis gegenübergestellt so punktet die WD Blue SN500 NVMe auch hier. Mit einem Kaufpreis von ca. 70 Euro kann sich das durchaus sehen lassen. Die Samsung 850 EVOBasic liegt im Preis sehr nahe an dem Preis der WD Blue SN500 NVMe und bietet nur die Hälfte an Leistung. Im Vergleich zu anderen M.2 Festplatten bewegt sich die WD Blue SN500 NVMe im unteren bis mittleren Preissegment und gibt auch entsprechende mittlere Leistung zurück.

    Zusammenfassend kann die WD Blue SN500 NVMe absolut empfohlen werden. Mit der richtigen Schnittstellenanbidung kann sicherlich auch die vom Hersteller angegebenen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreicht werden. Dies sollte bei der Wahl des eigenen Systems immer berücksichtigt werden. Aber auch mit der Schnittstelle der 2ten Generation erreicht die WD Blue SN500 NVMe eine solide und anständige Geschwindigkeit zu einem fairen Preis. Für den alltäglichen Gebrauch und in Anbetracht des Preises, ist die WD Blue SN500 NVMe vollkommen ausreichend. Da Western Digital für ihre hohen Qualitätsstandards und Robustheit der Produkte bekannt ist, ist davon auszugehen, dass auch bei diesem Produkt der WD Familie dieses Qualitätsversprechen eingehalten wurde. Allerdings kann zur Langlebigkeit und Robustheit zu diesem Zeitpunkt keine Stellung genommen werden, da sie nur über einen geringen Zeitraum hinweg getestet werden konnte. Wie Anfangs erwähnt glänzt die Verarbeitung mit hohen Qualitätsstandards.
    Die Art der Nutzung ist bei allen Hardwareprodukten der ausschlaggebende Punkt für eine Kaufempfehlung. Durch die relativ soliden Durchschnittsgeschwindigkeiten im Lese- und Schreibbereich ist die WD Blue SN500 NVMe für die üblichen Dateivorgänge zu empfehlen. Ungewöhnlich ist jedoch die Tatsache, dass es für die WD Blue M.2 Reihe nur 250GB oder 500GB als Optionen gibt. Produkte der Konkurrenz haben darüber hinaus weitere Optionen im 1TB Segment.
    Die Hersteller geben natürlich immer die Werte an, welche in einer für das Produkt vorteilhaften Systemumgebung gemessen wurden. Dabei zählen Hitzebelastung, Schnittstellenanbindung und andere Störfaktoren, welche das System stark beeinflussen können. Insbesondere Hitzebelastungen können bei M.2 Modellen zu einem starken Leistungsabfall führen. Dieser konnte hier nur in einem geringen Maße nachgewiesen werden. Bei einem stärkeren Gebrauch der WD Blue SN500 NVMe 500GB ist dies aber durchaus denkbar.

    Abschließend ist zu sagen, dass mich die WD Blue SN500 NVMe 500GB durchaus überzeugt hat. Natürlich ist kein Hardwareprodukt perfekt, jedoch zählen hier eindeutig das Preis-Leistungsverhältnis und das Qualitätsversprechen von Western Digital.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  7. #7

    Standard

    1. Vorwort
    Ich durfte durch die „Testers Keepers Aktion“ die WD BLUE SN 500, mit 500 GB Kapazität, von Western Digital testen. Sowohl Mindfactory, als auch Western Digital hatten keinen Einfluss auf die Bewertung.

    2. Erster Eindruck
    Die WD Blue SN 500 macht auf den ersten Blick einen wertigen Eindruck. Ich konnte keine Produktionsmängel oder sonstige oberflächliche Schäden erkennen. Die WD BLUE SN 500 ordnet sich, in Western Digitals M.2 Produktfamilie, in der Mittelklasse zwischen der Einsteiger M.2 SSD WD GREEN PC und der Enthusiasten M.2 SSD WD BLACK SN 750 ein. Die SN 500 ist als Single-Side-Riegel ausgeführt, daher alle Speichermodule befinden sich auf einer Seite, was aber bei einer maximalen Kapazität von lediglich 500 GB nachvollziehbar ist. Zudem besitzt die NVMe SSD keinen zusätzlichen Kühlkörper, beziehungsweise auch kein Cover. Aus diesem Grund sind die Komponenten der NVMe SSD deutlich erkennbar, was aus Sicht von Optik und Temperatur nicht ganz so gut ist. Aufgrund des Preises von knapp 71¤ (Stand: Juli,2019) geht dies jedoch in Ordnung ist.

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    3. Installation
    Mein Testsystem:
    Prozessor: AMD Ryzen 5 2600
    Mainboard: Asus Prime B350 Plus
    Grafikkarte: Sapphire Pule Radeon RX 580 8GB
    Ram: Crucial Ballistix Sport 3000 MHz 16 GB
    Netzteil: bequiet! Pure Power 11 500W

    Die WD BLUE ist mit allen Mainboards kompatibel die das M.2 2280 Format unterstützten. Je nach Hersteller und Mainboard wird die NVMe SSD auf die Platine des Mainboards verschraubt. Wie in meinem Fall legt der Hersteller passendes Zubehör für die Installation dem Mainboard bei. Die SSD muss dann nur noch in den bestehenden M.2 Slot eingesteckt werden und am anderen Ende mit einem Abstandshalter und Schraube fixiert werden. Dafür hat Western Digital schon eine Aussparung am Ende der SN500 integriert. Jedoch ist dabei zu beachten das die Schraube nicht zu stark eingedreht werden darf, sonst bricht die empfindliche Platine der SSD.

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    4. Technische Daten und Performance
    4.1 Technische Daten
    Die WD BLUE SN 500 wird in zwei Kapazitäten mit jeweils 250 GB sowie 500 GB angeboten und entsprechen dem beliebten M.2 2280 Format. Laut Hersteller erreicht die 500 GB Variante im sequenziellen Lesen maximal 1.700 MB/s und beim sequenziellen Schreibvorgang 1.450 MB/s. Bei der WD BLUE SN500 handelt es sich um eine abgespeckte Variante der WD BLACK SN750. So besitzt die SN 500 nur zwei anstatt vier PCI-Express-3.0-Lanes. Darüber hinaus verzichtet man auch vollständig auf einen DRAM-Cache. Als Speicher wird stattdessen nur ein 3D-TLC-NAND mit 64 Layern verwendet. Das TLC Verfahren, welches bei der WD BLUE verwendet wird, ist zwar langsamer als beispielsweise der SLC Cache der WD Black, ist aber dadurch auch wesentlich günstiger, was sich natürlich auch positiv auf den Preis auswirkt. Alles im Allem kann man aber sagen, das die SN500 trotz des 3D-TLC-NAND Speichers jeder SATA SSD, zumindest auf dem Papier, bei der Datenübertragung überlegen sein sollte. Im folgenden werde ich daher die WD BLUE SN 500 mit einer Crucial MX 500 SATA SSD vergleichen, um die versprochenen Leistungsunterschiede in der Praxis zu bestätigen oder gegebenfalls zu widerlegen.

    4.2 Performance
    Im folgenden werde ich die M.2 SSD WD BLUE SN 500 mit der SATA SSD Crucial MX 500 in Hinblick auf ihre Schreib-/ und Lesegeschwindigkeit testen und vergleichen. Der erste Test erfolgt mit dem Windows eigenen Systembewertungstool anschließend nochmal mit der bekannten Benchmark-Software CrystalDiskMark.


    Windows Systembewertungstool:
    WD BLUE SN500 Crucial MX 500

    Sequentielles Schreiben 1591,45 [MB/s] 499,79 [MB/s]
    Sequentielles Lesen 1271,81 [MB/s] 528,04 [MB/s]

    CrystalDiskMark:
    WD BLUE SN500 Crucial MX 500

    Anzahl der Test: 5; Testgröße 1GiB; SeqQ32T1

    Sequentielles Schreiben 1702,6 [MB/s] 561,8 [MB/s]
    Sequentielles Lesen 1296,8 [MB/s] 519,2 [MB/s]


    Zusammenfassung:
    Die WD BLUE SN 500 bietet im Vergleich zu einer gewöhnlichen SATA SSD eine fast dreimal so gute Performance an. Daraus kann man schlussfolgern, dass die M.2 SSD von WD, alle herkömmlichen SATA SSD´s aus Sicht der Geschwindigkeit in allen Bereichen überflügelt und sich zudem in der Kategorie der NVMe SSDs Preis-/Leistungstechnisch in die Mittelklasse einordnet.

    5. Fazit
    Meiner Meinung bietet die WD BLUE SN 500 eine solide Leistung zu einem fairen Preis an. Aufgrund des Preises müssen aber hier und da ein paar Abstriche gemacht werden. So wird nur, im Gegensatz zur höherpreisigen und schnelleren WD Black SN750, ein 3D-TLC-NAND Speicher ohne DRAM-Cache verwendet. Des Weiteren besitzt sie kein Cover, das heißt die Platine ist frei sichtbar. Für einige, wie auch mir, die ein PC-Gehäuse mit Sichtfenster besitzen, ist dies optisch ein Makel. Als persönlichen Tipp, der die Optik, sowie die Leistung noch etwas verbessert, kann ich eine externe Kühllösung empfehlen. Da, wie in meinen Fall, die M.2 NVMe SSD versteckt zwischen Grafikkarte und CPU Kühler auf dem Mainboard befindet, kann die SSD durch den Luftstrom schlecht gekühlt werden. Zudem werden M.2 SSD´s im längeren Betrieb sehr warm, so auch die SN500 von WD. Daher empfehle ich einen zusätzlichen Kühlkörper auf die NVMe SSD zu montieren, denn umso wärmer die M.2 SSD wird, umso langsamer ist dann auch die Geschwindigkeit. Durch den zusätzlichen Kühlkörper bleibt auch bei längerer Benutzung die Datenübertragungsrate stabil. Man bekommt schon bei ****** ab circa 10¤ einen zusätzlichen Kühlkörper (auch mit RGB Beleuchtung). Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber trotzdem noch. Die SN500 wird von Western Digital nur in einer 250 GB und 500GB Variante angeboten. Leider ist dies, für Gamer wie mich, oder im Allgemeinen für Personen die viel Speicherplatz benötigen, ein wichtiges Kaufkriterium. So erreicht man schon nach der Installation von wenigen Spielen bei der 250 GB, beziehungsweise der 500 GB Variante in kurzer Zeit die Kapazitätsgrenzen. Daher bietet sich die WD BLUE SN 500 eher für Personen an, die einen schmaleren Geldbeutel haben oder nur wenige Daten besitzen, aber dennoch von den Vorzügen einer schnellen NVMe SSD profitieren möchten. Daher hoffe ich, dass der Hersteller in naher Zukunft die Kapazität auf mindestens einen Terabyte erhöht. Alles in Allem kann ich allen die WD BLUE SN500 trotzdem mit besten Gewissen empfehlen, die die NVMe SSD nur mit dem Betriebssystem und ein paar Spielen oder Daten füllen möchte. Wer mehr Geld zur Verfügung hat sollte lieber zur ein Terabyte Variante der WD Black SN750 oder Samsung 970 Evo Plus greifen.

  8. #8

    Standard

    Mit der Western Digital Blue SN500 bringt WD das erste Mal das NVME interface in eine SSD der Blue Reihe. Die SSD gibt es aktuell in einer 250GB und einer 500 GB Variante.
    In den letzten Tagen habe ich die 500GB Variante ausgiebig verwenden und testen können.

    Die SSD kommt in einem kleinen Karton mit durchsichtigem Fenster auf der Rückseite daher. Drinnen befindet sich die SSD und ein Heft mit Garantieinformationen etc...
    packung.jpg
    Beim Auspacken der SSD fällt einem sofort auf, auf wie wenig Platz WD die ganzen Komponenten unterbringen konnte. Die 2280 Platine ist nur zu einem Drittel mit Komponenten bestückt und das auch nur auf einer Seite. Das lässt darauf schließen, dass in Zukunft dieses Design auch in kürzeren als dem 2280 Formfaktor zu finden sein könnte. Die Platine selbst ist der Blue Serie entsprechend blau eingefärbt.IMG_20190720_021048.jpg

    Die WD Blue ist eine NVME die mit zwei PCIe-e 3.0 Lanes angebunden ist. Damit bedient sie eine Nische zwischen klassischen SATA SSDs und High End NVME SSDs die mit 4 lanes angebunden sind. Neben dem zweier Lanedesign verzichtet die WD Blue auf einen DDR RAM Speicher und setzt dafür auf in den Controller integrierten SRAM, was dafür einen kostenoptimierten Aufbau ermöglicht, sodass die SSD günstiger als 4lane SSDs angeboten werden kann.
    Wie bei allen M2 SSDs ist der Einbau super unkompliziert und geht sehr schnell von der Hand. Karte in den Slot stecken, leicht runter drücken, mit der zugehörigen Schraube festschrauben, fertig. Ab sofort ist die SSD einsatzbereit und sicher auf dem Mainboard verbaut. Im Vergleich zu normalen SATA SSDs spart man sich lästige Verkabelungsarbeiten, was Zeit spart als auch optisch besser aussieht.
    IMG_20190720_095538.jpg
    Als nächstes kann man je nach Einsatzzweck das Betriebssystem installieren oder die SSD als weiteres Laufwerk z.B. für PC-Spiele Formatieren.

    Die WD Blue SN500 besitzt folgende Spezifikationen:

    sequentielle Leserate 1700mb/s sequentielle Schreibrate 1450mb/s
    IOPS 4K 275000 lesen, 300000 schreiben

    Western Digital gewährt 5 Jahre Garantie mit bis zu 300 TB Schreibvolumen. Damit ist die Garantiezeit und Garantieschreibvolumen vergleichbar mit High End NVME SSDs.
    Nun also zu meinen Erfahrungen:

    Die SSD kommt auf folgendem System zum Einsatz:

    Mainboard X370 Crosshair vi hero
    CPU Ryzen 2600 übertaktet auf 3,9GHz
    32GB DDR4 3000MHZ Crucial Ballistix RAM
    Grafikkarte RX VEGA 56
    Gehäuse Fractal Design R5
    Netzteil Seasonic Focus Plus 550W Platinum

    Neben der WD Blue befinden sich noch eine 7200 RPM 3TB Festplatte die als Speicher für die PC Spiele diente und meine Boot NVME XPG S11 480GB.
    Als erstes habe ich von meiner Bootplatte eine 1:1 Kopie auf die WD Blue und die HDD per Clonezilla übertragen. Dadurch sind beide SSDs und die HDD optimal miteinander vergleichbar, da sie genau denselben Datenbestand haben.
    Bei allen Nachfolgenden Tests waren alle Laufwerke per Bitlocker verschlüsselt.

    Als nächstes habe ich ein paar synthetische Benchmarks ausgeführt. Da die Platte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 500GB verschlüsselten Daten beschrieben worden sind. Das bedeutet, dass die nachfolgenden Testergebnisse mit einer voll beschriebenen SSD erreicht wurden und somit die Testergebnisse nicht den Ausnahmefall mit komplett leerer SSD zeigen, sondern die tatsächliche Praxisperformance wenn die SSD einmal beschrieben wurde.
    Crystal Disk Mark:

    Sequentiell lesen:
    WD Blue 1723mb/s SanDisk Ultra Plus 439mb/s XPG S11 2852mb/s
    Sequentiell schreiben:
    WD Blue 1454mb/s SanDisk Ultra Plus 214mb/s XPG S11 1667mb/s
    4K8T8Q lesen:
    WD Blue 1073mb/s SanDisk Ultra Plus 321mb/s XPG S11 899mb/s
    4K8T8Q schreiben:
    WD Blue 1069mb/s SanDisk Ultra Plus 185mb/s XPG S11 1101mb/s
    crystal disk markt.jpg

    Doch viel wichtiger als die reinen Spezifikationen und synthetischen Benchmarkwerte ist die tatsächliche spürbare Alltagsperformance:
    Start Windows 10 bis Login screen:
    WD Blue 34,50s 3TB 7200RPM HDD 1m 36 XPG S11 34,70 s

    Login und sofortiges öffnen von Firefox:
    WD Blue 4,3s 3TB 7200RPM HDD 30s XPG S11 3,90s

    Word öffnen:
    WD Blue 3s 3TB 7200RPM HDD 10s XPG S11 2,5s

    Man erkennt sofort was für ein großer Sprung das Upgrade von einer HDD bringt.
    Was man aber schwer in Zahlen darstellen kann ist das Geschwindigkeitsgefühl bei der Bedienung des Rechners. Jedes Programm, das man anklickt ist nach einem Augenzwinkern offen. Die Navigation durch Ordner etc&. ist absolut flüssig und man hat praktisch keine Verzögerung zwischen klicken auf einen Ordner und der Auflistung der Dateien. Ich verwende SSDs seit den ersten 60GB Varianten und hab über die Jahre viele SSDs in vielen Systemen benutzt. Doch dieses absolut flüssige Geschwindigkeitsgefühl hatte ich bis jetzt nur bei NVME SSDs wie der WD Blue SN500.
    Insgesamt ist die Alltagsbedienungserfahrung 1A.

    Fazit: Sollte irgendjemand noch 2019 eine HDD als Systemlaufwerk benutzen sollte er dringend auf eine SSD am besten NVME upgraden.

    Nun kommen wir zu dem Einsatzszenario: SSD als Spielespeicher
    Spiele Ladezeiten:
    Bei folgenden Spielen werden die Ladezeiten von Start bis ingame gemessen und mit der davor benutzten 3TB HDD und der 480GB NVME SSD verglichen.

    Witcher 3: HDD 36s 500GB WD BLUE 19s 480GB XPG S11 19s

    Anno 1404 HDD 1m20s 500GB WD BLUE 1m13s 480GB XPG S11 1m17s

    Frostpunk HDD 1m02s 500GB WD BLUE 52s 480GB XPG S11 52s

    Schlussendlich war ich sehr überrascht, dass ich praktisch keinen Unterschied zwischen der teureren NVME mit 4 lanes und der WD Blue mit 2 lanes in der Alltagsperformance und bei den Spieleladezeiten feststellen konnte.
    Auch überrascht war ich, dass die Zeitersparnis zwischen HDD und SSD bei den Spieleladezeiten teils doch sehr unterschiedlich und spieleabhängig war. Während die Zeitersparnis bei ANNO 1404 trotz der Ladezeiten von über 1 Minute nur bei einigen Sekunden lag, betrug die Ladezeit bei Witcher 3 nur noch 52,7% und bei Frostpunk nur noch 83,87% der Ursprünglichen Ladezeit von der 3TB 7200RPM 3,5 Festplatte.

    Features und Software:
    Western Digital bietet auf der Produktseite der SSD eine spezielle Version von Acronis Disk Image an die Acronis True Image WD Edition Software, die dafür genutzt werden kann, die eigene Windows Installation auf die SSD umzuziehen. Zusätzlich gibt es noch das Western Digital SSD Dashboard. Diese Software zeigt den Gesundheitszustand der SSD an, ermöglicht Firmwareupdates und zeigt die Echtzeitauslastung und Übertragungsrate der SSD an.

    Die SSD unterstützt weiterhin die beiden Sicherheitsfeatures ATA Secure und TCG Opal 2.0 eDrive an.
    TCG Opal 2.0 erlaubt es z.B. Bitlocker die Verschlüsslung auf dem Controller der SSD durchzuführen statt in Software per CPU. Diese Variante wurde in meinem Test allerdings nicht genutzt, um einen 1:1 Vergleich der Laufwerke zu ermöglichen. Das bedeutet die Performance mit der Nutzung von TCG Opal 2.0 kann noch höher sein als in meinem Test dargelegt.
    Ob die beiden Sicherheitsfeatures aktiv sind lässt sich auch mit dem Western Digital SSD Dashboard überprüfen.

    FAZIT:
    Die WD BLUE ist eine sehr interessante SSD. In der Praxis ist es dabei egal ob beim Starten des Betriebssystems, beim Starten von Anwendungen oder beim Laden von Spielen, es ist praktisch kein Unterschied zu einer teureren NVME SSD mit 4 lanes zu bemerken. Gleichzeitig bekommt man mit der WD Blue SN500 die vollen 5 Jahre Garantie und 300TB TBW und muss somit bezüglich der zugesicherten Garantieleistung keine Abstriche im Vergleich zu teuren High End NVME SSDs machen.
    Gleichzeitig ist der Aufpreis der WD Blue SN500 zu einer deutlich langsameren Standard Sata SSDs relativ gering und beträgt zwischen 10-15 Euro.
    Somit kombiniert die WD Blue SN500 die Stärken von NVME SSDs wie kabellose und kompakte Installation, ein deutlich schnelleres und besseres NVME Protokoll im Vergleich zu SATA/AHCI und ist gleichzeitig aber fast auf dem Preisniveau der SATA SSDs.
    Damit ist sie in meinen Augen für die allermeisten Use Cases eine Empfehlung wert.

  9. #9
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    Standard Test: „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND

    Hallo.

    Im Rahmen der Aktion „Tester Keepers“ von Mindfactory und Western Digital, hatte in den vergangenen zwei Wochen die Ehre, ein Solid State Drive (SSD) ausgiebig testen zu dürfen. Es handelt sich um die „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (WDS250G1B0C)“ vom Hersteller Western Digital.
    Das Laufwerk der Bauform M.2 2280 (PCIe NVMe 3.0), verfügt über 250GB Speicher.

    In folgendem Artikel teile ich mit Ihnen meine Ergebnisse und Erfahrungen, welche in den vergangenen zwei Wochen über besagte SSD sammeln konnte. Dabei versuche ich möglichst objektiv und unvoreingenommen an die Sache heran zu gehen.

    Inhalt und Verpackung:
    In einer relativ schlicht gehaltenen, mit Klebestreifen versiegelten, blau-weißen Verpackung mit Sichtfenster (10,5 x 12,5 x 2,5cm), ein Wenig Beschriftung und einem Foto der SSD, liegt die WD Blue SN500, mit 250GB, vor mir. Als erstes fällt mir auf, dass (wie auch bei anderen Testern geschehen) die SSD in der innen liegenden Plastikhülle verrutscht ist. Beschädigungen kann ich keine feststellen. Hier könnte der Hersteller allerdings noch nachbessern.
    Außer der, in einer Plastikhülle liegenden SSD, befindet ich in der Verpackung nur noch ein „Technical Support and Limited Warranty Guide“. Software und Treiber wurden nicht beigelegt. Ebenfalls nicht vorhanden ist die benötigte Befestigungsschraube, um die SSD am Mainboard zu fixieren. In der Regel liefert der Mainboard Hersteller diese zwar mit, wenn man wie ich, sein Mainboard allerdings im Schnäppshop gekauft hat, sollte man besser darauf achten, solches Material zu Hause vorrätig zu haben.

    03.jpg04.jpg05.jpg

    Design und Verarbeitung:
    Die SSD ist in einem schlichten metallic blau gehalten und sieht auf den ersten Blick recht edel und hochwertig verarbeitet aus. Auf einem schwarzen Label sind Seriennummer und die technischen Daten aufgedruckt, sowie ein blau-weißes „WD BLUE SN500“ Logo. Die Platine ist einseitig bestückt und verfügt über keinen Kühlkörper. Mit einer physischen Größe von gerade einmal 80 x 22 x 2,38mm (laut Hersteller), findet das komplette Solid State Laufwerk auf meinem Zeigefinger ausreichend Platz.

    08.jpg09.jpg12.jpg

    Technische Spezifikationen:
    Im Folgenden beziehe ich mich auf die vom Hersteller genannten Angaben. Eigene Messungen und Erfahrungen beschreibe ich unter dem Punkt „Performance in Benchmarks und im Praxiseinsatz“.
    Schnittstelle: PCIe Gen.3, x2 Lanes, NVMe
    Formfaktor: M.2 2280 NVMe SSD
    Größe: 80 x 22 x 2,38mm
    Speicherkapazität: 250 GB (eine Variante mit 500GB ist ebenfalls erhältlich)
    Flasch Speicher: 3D TLC NAND (3 Bit)
    Lesegeschwindigkeit: 1.700 MB/s (sequenziell)
    Schreibgeschwindigkeit: 1.300 MB s (sequenziell)
    Zufälliges Lesen: 210.000 IOPS
    Zufälliges Schreiben: 170.000 IOPS
    Belastbarkeit (TBW): 150 TBW
    Lebensdauer (MTTF): 1.750.000 Stunden



    Testsysteme:
    Auf folgenden Systemen habe ich die „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (WDS250G1B0C)“ in Betrieb genommen und getestet:

    System Nr.1:
    ASRock X99 OC Formula Intel X99 So.2011-3
    Intel Xeon E5-2697 V4 (18 Cores)
    Noctua NH-D14
    96GB G.SKill Ripjaws DDR4-2800 CL15
    512GB Samsung PM961 NVMe M.2 2280 PCIe 3.0 x8 3D-NAND TLC Toggle
    500GB Samsung 860 Evo 2.5"
    2x 8000GB WD Red WD80EFZX 5.400U/min 128MB 3.5"
    4GB MSI GeForce GTX 960 Gaming 4G Aktiv PCIe 3.0 x16
    Super Flower SF-1000P14HE 1000W
    Windows 10 Professional (x64)


    System Nr.2:
    Asrock H170M Pro4
    Intel Core i5-6500 (Quad Core)
    be quiet! Dark Rock PRO 4
    16GB Corsair Vengeance DDR4 2133 CL13 Dual Kit
    500GB Samsung 860 Evo 2.5"
    2000GB WD Blue WD20EZRZ 64MB 3.5"
    Onboard-Grafik
    Enermax Revolution X't II 650W
    Windows 10 Professional (x64)


    Einbau, Installation / Inbetriebnahme und Kompatibilität:
    Der Einbau in den M.2 Slot verlief soweit problemlos. Bei System 1 musste zur Installation der SSD kurzzeitig die Grafikkarte ausgebaut werden. Da wie weiter oben bereits erwähnt, keine Befestigungsschraube mitgeliefert wurde, musste ich auf meinen eigenen Bestand zurück greifen.
    Auf beiden Systemen mussten keine zusätzlichen Treiber installiert werden, die SSD wurde jeweils direkt vom Bios und dem Betriebssystem erkannt.


    Performance in Benchmarks und im Praxiseinsatz:

    Auf beiden Testsystemen habe ich die „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (WDS250G1B0C)“ jeweils eine Woche im Praxiseinsatz betrieben, sowie diverse Benchmarks und eigene Tests durchgeführt. Da gerade bei den Benchmarks die Werte zwischen den Systemen kaum nennenswert von einander abwichen, beschränke ich mich im Folgenden auf die jeweiligen Mittelwerte:

    Hier die Ergebnisse von Crystal DiskMark 6.0.2. Gemessen wurden fünf direkt auf einander folgende Durchgänge, mit jeweils 100MB Testdaten:

    -----------------------------------------------------------------------
    CrystalDiskMark 6.0.2 x64 (C) 2007-2018 hiyohiyo
    Crystal Dew World : Crystal Dew World
    -----------------------------------------------------------------------
    * MB/s = 1,000,000 bytes/s [SATA/600 = 600,000,000 bytes/s]
    * KB = 1000 bytes, KiB = 1024 bytes

    Sequential Read (Q= 32,T= 1) : 1750.466 MB/s
    Sequential Write (Q= 32,T= 1) : 1302.724 MB/s
    Random Read 4KiB (Q= 8,T= 8) : 827.522 MB/s [ 202031.7 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 8,T= 8) : 1082.921 MB/s [ 264385.0 IOPS]
    Random Read 4KiB (Q= 32,T= 1) : 418.831 MB/s [ 102253.7 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 32,T= 1) : 326.063 MB/s [ 79605.2 IOPS]
    Random Read 4KiB (Q= 1,T= 1) : 46.999 MB/s [ 11474.4 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 1,T= 1) : 140.237 MB/s [ 34237.5 IOPS]

    Test : 100 MiB [E: 0.0% (0.1/232.9 GiB)] (x5) [Interval=5 sec]
    OS : Windows 10 Professional (x64)


    Scr01.jpg

    Das Ergebnis des Benchmarks spiegelt hier ziemlich genau, die vom Hersteller angegebenen Werte wieder.

    Den nächsten Test habe ich mit fünf direkt auf einander folgenden Durchgängen, mit jeweils 32GB Testdaten durchgeführt:

    -----------------------------------------------------------------------
    CrystalDiskMark 6.0.2 x64 (C) 2007-2018 hiyohiyo
    Crystal Dew World : Crystal Dew World
    -----------------------------------------------------------------------
    * MB/s = 1,000,000 bytes/s [SATA/600 = 600,000,000 bytes/s]
    * KB = 1000 bytes, KiB = 1024 bytes

    Sequential Read (Q= 32,T= 1) : 1729.715 MB/s
    Sequential Write (Q= 32,T= 1) : 875.150 MB/s
    Random Read 4KiB (Q= 8,T= 8) : 369.238 MB/s [ 90146.0 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 8,T= 8) : 606.298 MB/s [ 148022.0 IOPS]
    Random Read 4KiB (Q= 32,T= 1) : 318.869 MB/s [ 77848.9 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 32,T= 1) : 324.581 MB/s [ 79243.4 IOPS]
    Random Read 4KiB (Q= 1,T= 1) : 23.113 MB/s [ 5642.8 IOPS]
    Random Write 4KiB (Q= 1,T= 1) : 139.664 MB/s [ 34097.7 IOPS]

    Test : 32768 MiB [E: 0.0% (0.1/232.9 GiB)] (x5) [Interval=5 sec]
    OS : Windows 10 Professional (x64)


    Scr02.jpg

    Bei größeren Testdaten ist deutlich zu erkennen, dass die SSD ihre Geschwindigkeit vom vorherigen Test nicht mehr halten kann. Besonders deutlich wird dies bei der Schreibgeschwindigkeit. Diese ist von 1302,7 Megabyte pro Sekunde, auf 875,2 MB/s eingebrochen. Die Lesegeschwindigkeit war bei sequentiellem Lesen hingegen kaum, bis gar nicht betroffen.

    Als nächstes habe ich den AS SSD Benchmark 2.0.6821.41776 laufen lassen. Einmal mit einem Gigabyte Testdaten, danach mit 10GB.

    Hier das Ergebnis des 1GB Testdurchlaufs:

    AS SSD Benchmark 2.0.6821.41776
    ------------------------------
    Name: WDC WDS250G1B0C-00S6U0
    Firmware: 201000WD
    Controller: stornvme
    Offset: 1024 K - OK
    Größe: 232,88 GB
    ------------------------------
    Sequentiell:
    ------------------------------
    Lesen: 1509,73 MB/s
    Schreiben: 1212,80 MB/s
    ------------------------------
    4K:
    ------------------------------
    Lesen: 44,13 MB/s
    Schreiben: 141,00 MB/s
    ------------------------------
    4K-64Threads:
    ------------------------------
    Lesen: 733,92 MB/s
    Schreiben: 911,40 MB/s
    ------------------------------
    Zugriffszeiten:
    ------------------------------
    Lesen: 0,026 ms
    Schreiben: 0,027 ms
    ------------------------------
    Score:
    ------------------------------
    Lesen: 929
    Schreiben: 1174
    Gesamt: 2574
    ------------------------------


    Mit 1509,73 MB/s sequentiellem Lesen und 1212,80 MB/s sequentiellem Schreiben, erreicht die SSD lesend nur noch knapp 89% der vom Hersteller angegebenen Geschwindigkeit, schreibend sind es immerhin noch mehr als 93%.

    Es folgt das Ergebnis, mit 10GB Testdaten:


    AS SSD Benchmark 2.0.6821.41776
    ------------------------------
    Name: WDC WDS250G1B0C-00S6U0
    Firmware: 201000WD
    Controller: stornvme
    Offset: 1024 K - OK
    Größe: 232,88 GB
    ------------------------------
    Sequentiell:
    ------------------------------
    Lesen: 1482,26 MB/s
    Schreiben: 539,57 MB/s
    ------------------------------
    4K:
    ------------------------------
    Lesen: 14,03 MB/s
    Schreiben: 142,21 MB/s
    ------------------------------
    4K-64Threads:
    ------------------------------
    Lesen: 322,36 MB/s
    Schreiben: 400,93 MB/s
    ------------------------------
    Zugriffszeiten:
    ------------------------------
    Lesen: 0,036 ms
    Schreiben: 0,464 ms
    ------------------------------
    Score:
    ------------------------------
    Lesen: 485
    Schreiben: 597
    Gesamt: 1284
    ------------------------------


    Wie schon beim Crystal DiskMark, zeigt sicht auch hier beim sequentiellen Lesen, kaum ein Unterschied zum Durchlauf mit kleineren Testdaten. Die Lesegeschwindigkeit ist von 1509,73 MB/s (1GB Testdaten) auf 1482,26 MB/s (10GB Testdaten) gefallen. Das entspricht noch 87,2% der vom Hersteller angegebenen Performance.
    Beim sequentiellen Schreiben fallen die Unterschiede schon drastischer aus. So fällt die Schreibgeschwindigkeit von anfänglich 1212,80 MB/s (1GB Testdaten) auf gerade einmal noch 539,57 MB/s (10GB Testdaten). Die SSD erreicht also beim Schreiben nur noch 41,5% der vom Hersteller versprochenen Leistung.

    Ähnliche Leistungsverluste zwischen 1GB und 10GB Testdaten zeigen sich auch beim Kopier-Benchmark von ASS. Hier wurde jeweils das Kopieren einer ISO-Datei, eines Programms und eines Spiels simuliert.

    Kopiertest mit 1GB Daten:

    AS SSD Kopier-Benchmark 2.0.6821.41776
    ------------------------------
    Name: WDC WDS250G1B0C-00S6U0
    Firmware: 201000WD
    Interface: stornvme
    Größe: 232,88 GB
    ------------------------------
    ISO
    ------------------------------
    Transferrate:948,77 MB/s
    Dauer:1,13 s
    ------------------------------
    Prog
    ------------------------------
    Transferrate:485,84 MB/s
    Dauer:2,90 s
    ------------------------------
    Spiel
    ------------------------------
    Transferrate:1032,79 MB/s
    Dauer:1,34 s


    Kopiertest mit 10GB Daten:

    AS SSD Kopier-Benchmark 2.0.6821.41776
    ------------------------------
    Name: WDC WDS250G1B0C-00S6U0
    Firmware: 201000WD
    Interface: stornvme
    Größe: 232,88 GB
    ------------------------------
    ISO
    ------------------------------
    Transferrate:525,81 MB/s
    Dauer:7,28 s
    ------------------------------
    Prog
    ------------------------------
    Transferrate:126,05 MB/s
    Dauer:111,69 s
    ------------------------------
    Spiel
    ------------------------------
    Transferrate:274,29 MB/s
    Dauer:50,37 s

    In der Praxis erwies sich die „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (WDS250G1B0C)“ als stabil und zuverlässig. Ich hatte bei meiner täglichen Arbeit und Freizeitgestaltung keinerlei Aussetzer, Leistungseinbußen oder gar Abstürze. Beide Testsysteme liefen sauber und fehlerfrei. Ebenfalls gab es keinerlei Treiberkonflikte oder eventuelle Inkompatibilitäten.

    Hier noch zwei Screenshots vom Kompressionsbenchmark (jeweils mit 1GB un 10GB):

    Scr08.jpgScr09.jpg

    Support und Service:
    Western Digital bietet für sein Produkt „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (WDS250G1B0C)“ eine fünfjährige, eingeschränkte Garantie an. Dies liegt gute 3 Jahre über der gesetzlichen Regelung und ist normalerweise eher nur im hoch- bis höchstpreisigen Hardwaresegment zu finden.

    Preis-/Leistungsverhältnis:

    Mit einem Preis von knapp unter 50¤ liegt die SSD in einem guten Mittelfeld vergleichbarer Hardware.
    Eine „240GB Kingston A1000 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (SA1000M8/240G)“ mit ähnlicher, jedoch etwas niedrigerer Performance (laut Herstellerangaben) bekommt man bei der Mindfactory schon für aktuell unter 40¤.
    Für eine Samsung Evo 860 mit niedrigerer Performance oder eine Evo 970 mit höherer Performance, muss man dann schon deutlich mehr ausgeben.

    Pro:
    - 5 Jahre (eingeschränkte) Herstellergarantie
    - verhältnismäßig günstiger Preis im Mainstream Segment
    - solide und hochwertige Verarbeitung
    - stabil
    - keinerlei Kompatibilitätsprobleme
    - bei de Verarbeitung kleinerer Datenmengen entspricht die Performance den Herstellerangaben und übertrifft diese sogar leicht

    Contra:
    - teilweise massive Leistungseinbrüche, gerade bei der Verarbeitung großer Datenmangen
    - keine Software mitgeliefert (diese gibt es nur online)
    - keine Befestigungsschraube Mitgeliefert, gerade im Mainstream Segment sollte von Herstellerseite nicht zwingend erwartet werden, dass jeder Kunde einen Satz Schrauben, bzw. Montagematerial bereit hält
    - SSD sitzt nicht stabil in der Verpackung und ist verrutscht bei mir angekommen
    - keine Installationsanleitung beiliegend, auch hier sollte mehr auf eventuelle PC- Anfänger geachtet werden

    Fazit:
    Meines Erachtens handelt es sich bei der „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (WDS250G1B0C)“ um ein solides Mainstream Produkt, zu einem angemessenen Preis. Es gibt Produkte, welche man bereits günstiger sein Eigen nennen kann, allerdings kostet ein Großteil der aktuell erhältlichen Hardware, auch teilweise deutlich mehr. Bezieht man dann noch mit ein, dass Western Digital seinen Kunden, für das hier von mir getestete Modell, satte 5 Jahre (wenn auch eingeschränkte) Garantie gewährt, kann ich guten Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen. Allerdings wie bereits erwähnt ausschließlich für den Mainstream Bereich.
    Professionellen, sowie anspruchsvollen privaten Usern würde ich eher einen Sprung in das nächst höhere Preissegment empfehlen. Hier erwarten den Kunden –näturlich für mehr Geld- geringere Leistungseinbrüche, beispielsweise durch einen Pufferspeicher und ein höherer Datentransfer pro Sekunde, z.B. durch performantere Chipsätze und andere Speicherbausteine. Erwähnenswert währen hier beispielsweise die „WD black“ Serie von Western Digital oder Samsungs 970er Evo Serie.
    Für Kunden, welche bereits eine SATA SSD besitzen, würde ich den Sprung zu M.2 PCIe NVMe eher nicht, oder nur bei merklich mangelnder Performance empfehlen. Wer sein System allerdings aufrüstet oder aktualisiert, oder gar von einer HDD auf eine SSD wechselt, dem empfehle ich gleich den Sprung zu einer M.2 2280 PCIe NVMe SSD, wie beispielsweise der „250GB WD Blue SN500 M.2 2280 PCIe NVMe 3.0 x2 3D-NAND TLC (WDS250G1B0C)“.

    An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Mindfactory und an Western Digital, welche mich für diesen Produkttest ausgewählt und mir die Hardware zur Verfügung gestellt haben.

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