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Thema: Testers Keepers: Cooler Master MasterBox Q500L

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketing The Kid
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    Standard Testers Keepers: Cooler Master MasterBox Q500L

    Hier findet Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit des Cooler Master MasterBox Q500L aus dem Zeitraum vom 13.05 bis 19.05.2019.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers: Cooler Master MasterBox Q500L
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  2. #2

    Standard Cooler Master MasterBox Q500L Produktbewertung

    Produktbewertung zum MasterBox Q500L Gehäuse von Cooler Master.

    Zu aller Erst geht mein Dank an Mindfactory und Cooler Master, dass ich im Rahmen der Testers-Keepers-Aktion das Q500L von CM testen durfte.
    Diese Produktbewertung basiert auf meiner eigenen Meinung und ist nicht durch das Gewinnspiel oder andere Faktoren beeinflusst worden.

    Verbaute Hardware:
    • Mainboard - MSI B350 Gaming Pro Carbon
    • AMD RYZEN 5
    • MSI Radeon R9 380
    • PSU Thermaltake Smart 530W (Modular)
    • Kingston HyperX Fury 120GB SSD
    • WD Blue 1TB HDD
    • Enermax LIQMAX II 240mm AIO Wasserkühlung
    • 2x 120mm Lüfter

    Versand und Verpackung:
    Das Gehäuse wurde im eigenen Umkarton versandt (super, kein unnötiger Abfall), in einer Plastikfolie verpackt, gesichert durch 2 Styroporträger.
    Im Inneren befindet sich das Gehäuse, 2 magnetische Staubmatten, eine gut verständliche und bebilderte Bedienungsanleitung, die Garantiekarte und diverse Kleinteile wie Schrauben und Kabelbinder.
    Versand und Verpackung bekommt von mir 5/5 Punkte
    Verarbeitung und Design:
    Auffallend ist zu aller Erst die Größe des Gehäuses - Donnerwetter ist das klein! (da kamen Erste Zweifel auf, ob da auch alles reinpasst - später dazu mehr)
    In schlichtem matten schwarz gehalten, mit durchgehendem Lochmuster steht das Vollmetallgehäuse da. Ordentlich gummierte Standfüße geben guten Halt, die Daumenschrauben der Rückplatte sind ebenfalls gummiert, damit man das Gehäuse sogar auf dem "Rücken" liegend benutzen kann. Die Seitenscheibe, welche sich über die komplette Seite erstreckt, ist leicht abgedunkelt und besteht leider "nur" aus Acrylglas. Die Optik stört das aber keineswegs! Ebenso sind die Fassungen der Schrauben der Acrylscheibe gummiert, um vor Beschädigungen zu schützen. Die im Rautenmuster designten magnetischen Staubmatten runden das Gesamtbild ab und verhindern auch noch übermäßigen Staubbefall. Meiner Meinung nach schlicht und modern zugleich.
    Das Gehäuse ist solide verarbeitet, trotz der vielen Löcher recht steif und hat keine scharfen Kanten. Ich habe jede einzelne Kante kontrolliert und konnte keine scharfkantige Stelle finden - Respekt! Bei der Preisklasse bis 50¤ bin ich zum Teil anderes gewohnt.
    Verarbeitung und Design bekommt von mir 5/5 Punkte

    Ausstattung:
    Abmessung: 23cm x 38,6cm x 38,1cm ; Gewicht 3,83kg
    getönte Acrylglasscheibe, 2x magnetische Staubmatten, Unterstützung von bis zu 240mm Radiatoren oben, variable PSU-Position an der Front, Unterstützung von ATX-Netzteilen, bis zu 4x 2,5" SSD oder 2x 2,5" SSD und 1x 3,5" HDD oder 2x 3,5" HDD, Unterstützung aller Mainboard-Formfaktoren bis einschließlich ATX, 7 Erweiterungsslots (schraubbar), Frontpanel (mit 2x USB3.0, Power-Knopf, Kopfhörer- und Mikrofonanschluss und Reset-Knopf), 1x 120mm Lüfter, Maximale Grafikkartenlänge 36cm, maximale CPU Kühler Höhe 16cm, maximale PSU Länge 18 cm,ausreichend Platz und Ösen für das Kabelmanagement auf der Rückseite.
    Weitere und vollständige Spezifikationen bitte auf der Angebotsseite nachlesen.
    Leider nur 1 Gehäuselüfter inklusive
    Ich vermisse einen Powerschalter (für das Netzteil) außen am Gehäuse
    Ausstattung bekommt von mir 4/5 Punkte

    Montage:
    Der Einbau der Komponenten verlief weitestgehend Problemfrei. Die mitgelieferte bebilderte Anleitung zeigt Schritt für Schritt die Reihenfolge der durchzuführenden Arbeitsschritte an. Auch als Neuling im Thema Computerzusammenstellung und Computerbau kann man hier wenig falsch machen, wenn man (Mann ) sich an die Anleitung hält.
    Die Abstandshalter für das Mainboard sind bereits installiert, was durchaus positiv anzusehen ist. In manch anderen Gehäusen dieser Preisklasse lassen sich diese nur sehr schwer rein bzw. raus drehen. In meinem Fall wurde eine 240mm AIO Wasserkühlung verbaut. Hierzu habe ich das Gestell mit dem Netzteil ein wenig nach nuten versetzt, damit der Radiator mit den Lüftern oben genügend Freiraum bekommen. Noch den Verlängerungsstecker für den Stromanschluss einstecken und den Träger an der Front festschrauben.
    Hier kann ich nur jedem empfehlen ein modulares Netzteil zu verwenden! Es wäre zwar ausreichend Platz für 3 weitere Kabelstränge, aber was nicht da ist, muss auch nicht verstaut werden und blockiert auch nicht den Airflow. Denn der Platz ist trotz allem begrenzt.
    Ab hier beginnt dann die Maßarbeit und die "Fummelei" sollte man meinen...Aber weit gefehlt!
    Wichtigstes Werkzeug: Schraubendreher mit magnetischer Spitze.
    Die Mainboardblende ließ sich ohne hakeln montieren und auch das Mainboard passte haargenau auf die dafür eingelassenen Abstandshalter. Ein bisschen schräg gekippt und drin ist es. überhaupt kein Problem! Nur noch fest schrauben und fertig. Wobei kleinere Hände durchaus einen Vorteil verschaffen ;D
    Was man beachten muss, ist, dass man den oberen Festplattenträger vor dem Einbau des CPU-Kühlers entfernt, da hier die Backplatte befestigt werden muss. Danach kann der träger wieder montiert werden. Die Festplatten befinden sich auf der Rückseite hinter dem Mainboard, was wiederum Platz einsparen lässt.
    Als nächstes die Grafikkarte. Bei mir kommt eine Grafikkarte mit einer Länge von ca. 28cm zum Einsatz. Hier kommt auch schon der nächste Punkt, der mich sehr positiv überrascht hat. Die Slotabdeckungen sind an der Rückseite verschraubt! Also 2 der verschraubten Abdeckungen entfernen, die Grafikkarte einstecken und verschrauben. Sogar mit ausreichend Platz zum Netzteil.
    Der schwierigste Teil war die Montage der Wasserkühlung, aber auch nur, weil die Schläuche noch recht steif waren. Die Lüfter an den 240mm Radiator schrauben und den Radiator an das Gehäuse schrauben...fertig. Den Pumpenkopf noch auf der CPU befestigen und die Kühlung ist komplett.
    Direkt rechts neben den Mainboard und unter dem Netzteil befinden sich die Kabeldurchführungen zur Rückseite. Leider sind diese nicht gummiert oder anders bearbeitet. Dies werte ich jedoch nicht negativ, da auch hier nicht die kleinste scharfe Kante zu finden war.
    Vom Netzteil lassen sich alle benötigten Kabel ganz einfach auf die Rückseite verlegen und zum Einsatzort nach vorne führen. Das Kabelmanagement ist trotz der kleinen Ausmaße des Gehäuses wunderbar. Rückseitig sind ausreichend Ösen angebracht, an denen man mit den mitgelieferten Kabelbindern die Kabel schön sortieren und ordnen kann.
    Zusätzlich habe ich noch einen 120mm Lüfter am Boden unter der Grafikkarte angebracht. Leider passt hier bei einem ATX Mainboard kein 140mm Lüfter.
    Theoretisch kann man bei meiner Zusammenstellung mit einem 240mm Radiator oben angebracht, unten 2x 120mm Lüfter und an die Front 1x 120mm Lüfter anbringen.
    Die Montage bekommt von mir 5/5 Punkte

    Kühlleistung/Lautstärke:
    Das Gehäuse ist weder gedämmt, noch sonst irgendwie abgeschirmt. Die Lüfter sind dementsprechend deutlich im normalen Desktopbetrieb zu hören. Durch Kopfhörer sind sie nicht wahrzunehmen.
    Meine Empfehlung: investiert in gute Silent Lüfter! Werde ich auf jeden Fall noch nachrüsten.
    Zur Kühlleistung kann ich nur sagen, dass ich auch hier positiv überrascht bin. Trotz des (noch) nicht optimalen Airflows.

    normaler Desktopbetrieb:
    CPU Temp: 30°C
    Grafikkarte: 40°C

    Unter Last beim Spielen usw.
    CPU Temp: 50°C
    Grafikkarte: 50-60°C
    Die Kühlleistung bekommt von mir 5/5 Punkte
    Die Lautstärke bekommt von mir 3/5 Punkte

    Vergleich und Preis/Leistung:
    Mein Vorgängergehäuse war ein Aerocool Aero 1000 in weiß - ein großer Tower in der Preisklasse bis 100¤. Hier braucht sich der kleine "Zwerg" nicht verstecken.
    Es hat jede Komponente ohne Probleme aus dem "Riesen" in den "Zwerg" gepasst (bis auf das DVD-Laufwerk natürlich). Haptisch und in der Verarbeitung meiner Meinung nach auf Augenhöhe.
    Preis/Leistung bekommt von mir 5/5 Punkte

    Fazit und Gesamtbewertung:
    Dieses Gehäuse ist genau das, worauf ich lange gewartet habe. Support für ATX-Bauteile in einem kompakten Format. Perfekt, wenn man sich größentechnisch verkleinern, aber keinen neue Hardware anschaffen möchte.

    Ich bin mit diesem Gehäuse rundum zufrieden und kann es nur weiter empfehlen!

    Gesamtbewertung 4,57/5 Punkte
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  3. #3

    Idee Masterbox Q500L

    Ich habe dieses Produkt im Rahmen einer Testers-Keepers-Aktion bekommen. Vielen Dank an Coolermaster und Mindfactory. Meine Bewertung fällt natürlich ehrlich und neutral aus.

    Meine Hardware:

    CPU: Amd Ryzen 5 1600 @ 3.8 ghz, 1.225 V
    GPU: Nvidia GTX 1060 6gb @ 1.85 ghz, 0.825 V
    Ram: G.Skill Trident Z @ 3200 mhz
    Mainb: MSI B350 Tomahawk
    Festp: Samsung 850 Pro 500gb + 1 TB HDD
    Netzteil: be quiet! Pure Power 11 400 Watt

    Design:

    Das Cooler Master MasterBox Q500L macht direkt beim auspacken einen guten ersten Eindruck und das Design auf den Staubfiltern gefällt mir auch. Der Vorteil an diesem Case ist das modulare Konzept. Man kann es auf beinahe jede Seite stellen,was den Vorteil bringt, dass man das Fenster entweder auf der linken oder rechten Seite haben kann. Man kann je nach Mainboardformfaktor und Grafikkarte das Netzteil vorne oder unten positionieren. Beinahe überall sind passende Löcher für die Montage weiterer Lüfter. Außerdem ist es Möglich, das Bedienfeld mit den USB-Anschlüssen und Power-Knopf etc an drei verschiedenen Seiten zu befestigen und man hat somit jede Menge Möglichkeiten (Außer bei ATX-Boards..da gibt es nur eine sinnvolle Anordnung und man kann lediglich zusätzliche Gehäuselüfter anbringen). Da ich einen recht kleinen Schreibtisch habe und der PC nur links von mir Platz findet, ist dieses Case quasi das einzige, das auf meinen Schreibtisch passt und dabei auch noch das Fenster auf der richtigen Seite hat. Das ist schon mal ein großer Pluspunkt! Dadurch steht mein Mainboard zwar auf dem Kopf, aber das muss ich in Kauf nehmen um meiner Hardware beim arbeiten zuschauen zu können. Das umordnen des Layouts hat soweit gut geklappt und ich bin von dem Design bisher überzeugt. Kabelmanagement hat auch wunderbar funktioniert.

    Verarbeitung:

    Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Die Schrauben lassen sich problemlos rein schrauben und fühlen sich ebenfalls wertig an. Der Powerknopf hat einen guten Druckpunkt und fühlt sich ebenfalls ganz gut an, was mir persönlich relativ wichtig ist. Das Fenster wirkt etwas billig, das liegt allerdings an dem Acryl und fällt nur beim Anfassen auf.

    Montage:

    Die beiliegende Anleitung ist ein bisschen unübersichtlich, sagt einem aber, dass man zuerst Netzteil, anschließend Lüfter und zuletzt das Mainboard einbauen soll. Wenn man sich daran hält, ist die Montage relativ einfach. Nur das Mainboard hat etwas wenig Platz wenn man 2 große Lüfter Verbaut. Die erste Schraube musste ich schräg rein schrauben und erst durch das Festziehen weiterer Schrauben stimmte die Position am Ende.. jedoch drückt das Mainboard sehr auf die Lüfter. Die Öffnungen für das Kabelmanagement sind sehr gut gelegen und man kann jedes Kabel gut verstecken. Durch die magnetischen Staubfilter war das anbringen der Lüfter sehr einfach.

    Kompatibilität/Ausstattung:

    Es liegt ein Satz Schrauben und Adapter bei, welcher die Montage der verschiedenen Mainboardgrößen und Sockel ermöglicht. Ein vormontierter Lüfter ist im Case enthalten, welcher allerdings etwas laut ist und nicht sehr viel Luft bewegt. Mir hat bei der Montage nichts gefehlt und die Kabelbinder waren ein nettes Extra. Da das Case eine normale Breite hat passen auch große CPU-Kühler und Grafikkarten rein. Auf der Rückseite sind zwei Halterungen für Festplatten, welche jeweils Platz für zwei SSDs oder eine HDD
    biete. Das Frontpanel hat zwei USB-Ports, Kopfhörer- und Mikrofonanschlus, sowie einen Resetbutton. Mir reicht das vollkommen aus und außerdem funktioniert meine externe Festplatte an den Front-USBs, was mich sehr freut. (z.B. das Pure Base 600 hat nicht genug Power geliefert, wodurch meine Festplatte nicht stabil gelaufen ist)

    Kühleigenschaften:

    Bisher fällt meine Bewertung sehr positiv aus...das hört hier leider auf. Ich habe verschiedene Anordnungen der Lüfter getestet, bin aber zu keinem zufriedenstellendem Ergebnis gekommen. Ich dachte das liegt daran, dass mein Mainboard auf dem Kopf steht und der Lüfter der Grafikkarte für komische Verwirbelungen sorgt. Nachdem ich alles probeweise umgebaut habe um zu schauen ob die „normale“ Anordnung der Hardware etwas ändert, musste ich feststellen das es wohl am Case liegt. Bei Benchmark Tests ist meine Grafikkarte bis zu 10 Grad heißer geworden,beim zocken sogar bis zu 15 Grad und mit 86 Grad ist mir das ein bisschen zu warm. Ich habe sie extra schon undervoltet und die Lüfterkurve angepasst um nicht über 75 zu kommen, in diesem Case ist mir das aber leider nicht gelungen. Außerdem steht es direkt neben mir auf dem Schreibtisch, ist nicht gedämmt und sorgt somit beim zocken oder anspruchsvollen Rechenaufgaben für eine sehr laute Umgebung. Mir persönlich etwas zu laut(auch wenn der PC unter dem Schreibtisch steht).

    Preis-/Leistungsverhältnis:

    Preislich steht das Masterbox Q500l mit ca 50 ¤ sehr gut da! Es sieht gut aus, die Verarbeitung ist für diesen Preis Top und ich konnte keine Mängel wie scharfe Kanten etc. feststellen. In dieser Preiskategorie habe ich kein Case mit ähnlicher Ausstattung gefunden wodurch dieses Produkt vermutlich zu einer Art Preis-Leistungssieger in größeren Tests werden könnte.

    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich

    Zur Haltbarkeit kann ich nach 2 Wochen wenig sagen. Ich denke dennoch, das man hier etwas langlebiges bekommt, da die wichtigen Teile aus Metall sind und es nicht viel Verschleißteile gibt. Die Staubfilter könnten eventuell schneller als das Case kaputt gehen, jedoch kann man diese meines Wissens nach günstig nachkaufen.

    Fazit:

    + sehr kompaktes Case
    + modernes Design
    + Layout veränderbar/Fenster nicht zwingend auf der linken Seite

    - kein guter Airflow möglich → sehr warm
    - Fenster wirkt etwas billig
    - sehr laut/ keine Dämmung

    Das Case hat mir von Anfang an gefallen und ich war recht zufrieden nach dem zusammenschrauben. Doch die Probleme mit den hohen Temperaturen haben meine Freude etwas getrübt. Nachdem ich mehrere Stunden mit dem Umbau und Anordnen der Lüfter verbracht habe, war die Freude schließlich nicht mehr so groß. Ich habe zwar nur einen Lüfter auf meiner Grafikkarte und nutze den AMD Stockkühler, allerdings sollten die Chips nicht so heiß werden wenn sie undervoltet sind. Das Aussehen ist super und das kompakte Design finde ich auch genial, nur die Temperaturen und die damit einhergehende Lautstärke sind für mich zu hoch. Dadurch gibt es von mir nur eine Kaufempfehlung, wenn man eine gute Kühllösung für seine Hardware hat (AIO oder sehr gute Lüfter/Radiatoren für GPU und CPU).

    Edit: Der Screenshot zeigt die Temperaturen nach dem Durchführen des "Unigine Superposition Benchmark" Tests.
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    Geändert von GiantD0uche (15.06.2019 um 14:15 Uhr)

  4. #4

    Standard

    Ich durfte im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion von Mindfactory das Cooler Master MasterBox Q500L Gehäuse testen und beurteilen. Die folgende Bewertung wurde in keinster Weise durch dritte beeinflusst und basiert einzig und allein auf meiner Meinung.
    An dieser Stelle möchte ich mich herzlichst bei Mindfactory und CoolerMaster für die Bereitstellung des Gehäuses bedanken.


    Diese Hardware wurde verbaut:

    - AMD Ryzen 5 2600X
    - MSI X470 Gaming Plus
    - Crucial Ballistix Sport 16GB DDR4 3200MHz CL16
    - AMD Radeon VII @ 1801MHz bei 981mV
    - Corsair Vengeance 650Watt Modular
    - beQuiet Dark Rock Pro 4 (Achtung, nicht passend!)
    - Samsung 970Evo 1TB M.2 SSD
    - 2 weitere SATA SSDs


    Verpackung, Lieferumfang und erster Eindruck:

    Das Gehäuse wird im eigenen Karton, von zwei großen Styroporstücken gehalten und in Plastikfolie gewickelt geliefert. Empfindliche Stellen wie das Acryl-Seitenfenster und das IO-Panel sind noch einmal extra durch eine dünne Plastikfolie vor Kratzern geschützt.
    Neben dem Gehäuse selber liegt die Anleitung dabei, die einem den Aufbau durch viele Bilder sehr einfach macht, die Garantieinformationen, sowie ein zweiter magnetischer Staubfilter zum Anbringen in der Front.
    Im Inneren befindet sich dann ein Plastiktütchen mit allen Schrauben, die man für den Aufbau braucht, sowie ein bereits montierter 120mm Lüfter auf der Rückseite.

    Mein erster Eindruck: Ich war bereits überrascht von der Größe des gesamten Pakets, da dieses bereits kleiner war, als mein altes Gehäuse (ein MasterCase Pro 5). Nachdem es dann ausgepackt vor mir stand, bekam ich erste Zweifel und konnte mir kaum vorstellen, dass meine doch sehr große Hardware da komplett reinpasst (siehe Vergleichsfoto zwischen den Gehäusen).



    Design und Verarbeitung:

    Das Gehäuse ist zum größten Teil in schwarz gehalten, mit leichten dunkel-grauen Akzenten auf den mit Polygonmuster versehenen Staubfiltern und der Oberkante. Auch das Seitenfenster ist abgedunkelt. Somit ist die Optik zwar ohne LEDs oder Neonfarben sehr schlicht, aber keineswegs langweilig.

    Vorder-, Ober- und Unterseite sind durchgehend mit Löchern für die Belüftung versehen. Diese sind allerdings vom Durchmesser zu klein und somit wird mehr Fläche eines Lüfters mit Metall verdeckt als nicht (mehr zu den Temperaturen in einem gesonderten Abschnitt).
    Auch die Aussparungen für den eh schon kleinen 120mm Lüfter auf der Rückseite sind nicht optimal und hindern den Airflow.

    Die Verarbeitung des Gehäuses überzeugt – mit einer Ausnahme. Erst einmal überraschend für mich bei dem Preis war, dass es komplett aus Metall besteht, ein dicker Pluspunkt. Dieses ist zwar relativ dünn, vor allem im Vergleich zu dem des MasterCase, wirkt allerdings ausreichend stabil. Auch konnte ich keine scharfkantigen Kanten finden, dies ist bei Gehäusen aus der Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Das Seitenfenster besteht leider statt aus Glas aus Acryl, dies stört zwar die Optik nicht, fühlt sich aber beim Anfassen etwas billig an.
    Als störend empfand ich den Staubfilter auf der Unterseite. Dieser ist lediglich ein dünnes Drahtgeflecht und wird mit 10 Gumminoppen befestigt, welche bei mir mehrmals während der Montage herausfielen. Auch lässt sich der Staubfilter sehr leicht verbiegen. Hier sollte meiner Meinung nach nachgebessert werden.



    Features:

    Kurz zu den wichtigsten Punkten der Ausstattung, alle Informationen diesbezüglich können dem beigefügten Foto oder der Produktseite entnommen werden.

    Das IO - Panel setzt sich aus 2 USB 3.0 Typ A (bzw. 3.2 Gen 1, wie es mittlerweile heißt), 3.5mm Kopfhörer- und Mikrofonanschlüssen sowie einer Reset Taste und natürlich dem Power Button zusammen. Einen Typ C Anschluss im Tausch für einen der Typ A Anschlüsse hätte ich mir gewünscht, ist aber in der Preisklasse noch in Ordnung.

    Untergebracht bekommt man CPU Kühler bis zu einer Höhe von 160mm (der DRP4, den ich oben gelistet habe, passt, da 3mm zu hoch, nicht richtig und wölbt das Seitenfenster leicht aus), Netzteile bis zu 180mm und Grafikkarte bis zu 360mm bzw. bis zu 270mm, wenn das Netzteil länger als 160mm ist.

    Das Gehäuse lässt sich sowohl standardmäßig auf der Unterseite platzieren, oder aber auf der Seite, wobei die 4 Rändelschrauben bereits mit Gummi versehen sind, um möglichen Kratzern auf dem Tisch / Boden vorzubeugen.



    Aufbau:

    Der Aufbau wird einem durch die mitgelieferte Anleitung sehr leicht gemacht, man sollte aber gut im Vorhinein planen, wie man seine Kabel legen möchte, da ein nachträgliches Adjustieren sehr schwierig werden kann. Probleme gab es bei mir keine, ich empfehle allerdings jedem einen magnetischen Schraubendreher, dies kann einem viel Frust ersparen. Die Aussparungen für das Kabelmanagment sind äußerst gelungen und auch auf der Rückseite gibt es genügend Platz um alles sauber zu verlegen. Gewünscht hätte ich mir eine optionale Abdeckung für das Netzteil um auch die ersten Zentimeter der Kabel zu verstecken, durch die beigelegten Kabelbinder lässt sich allerdings bereits viel Ordnung im System schaffen. Die Montagemöglichkeit von bis zu vier SATA SSDs hat mir sehr gut gefallen, diese werden auf 2 abnehmbare Trays geschraubt, die dann wiederum per Rändelschraube auf der Rückseite des Mainboardtrays befestigt werden.



    Temperaturen und Lautstärke:

    Als Vergleich habe ich die gleichen Tests einmal im MasterCase 5 (3 x 140mm Lüfter) und einmal in der MasterBox Q500L (1 x 120mm Lüfter) mit den jeweils mitgelieferten Lüftern durchgeführt.

    CPU - Prime95 in place large ffts:
    MasterCase: maximal 70,0 Grad
    MasterBox: maximal 79,9 Grad

    M.2 SSD - CrystalMark:
    MasterCase: maximal 61 Grad
    MasterBox: maximal 78 Grad

    Durch das Hinzufügen von zwei 140mm Lüftern, einen auf der Oberseite und einen in der Front, lassen sich die Temperaturen in der MasterBox deutlich bessern. Die M.2 SSD kommt danach nur noch auf maximal 66 Grad, die CPU auf 75,4 Grad. Dadurch ist deutlich zu erkennen, das der mitgelieferte 120mm keineswegs ausreicht und man hier nachrüsten sollte, wenn man halbwegs potente Hardware hat.

    Da das Gehäuse sehr offen ist und keinerlei schalldämpfende Matten oder ähnliches beinhaltet, dringen alle Geräusche fast ungefiltert nach außen. Der mitgelieferte Lüfter ist nicht störend laut, allerdings deutlich hörbar, hier muss man als Silent-Fan nachrüsten, ich empfehle den Noctua NF-A12x25.



    Preis-/Leistungsverhältnis und Fazit:

    Zuerst eine kleine Übericht über die wichtigsten Punkte:

    Was ich besonders gut finde:
    + Verarbeitung
    + Schlichtes Design
    + Formfaktor und Kompatibilität
    + Zahlreiche Öffnungen für ein sauberes Kabelmanagment

    Was ich bemängele:
    - Staubfilter auf der Unterseite zu billig
    - Luftlöcher zu klein

    Was ich mir für einen Nachfolger wünsche:
    - USB C
    - Glas statt Acryl


    Einen Vergleich zu einem ähnlichen Gehäuse kann ich nicht ziehen, da ich bisher nur Big-Tower besaß. Allerdings gefällt mir die Möglichkeit, die gleiche Hardware in einem so kompakten Case zu installieren, sehr gut und ich werde das Gehäuse auch weiterhin nutzen, statt des MasterCase Pro 5. Einen Preispunkt von 50¤ halte ich für sehr gerecht, die Verarbeitung war definitiv vergleichbar mit der höherer Preisklassen und das Case macht insgesamt einen wertigen Eindruck. Ich würde mich freuen, wenn der Nachfolger die wenigen aufgeführten Kritikpunkte verbessern würde. Alles in allem bin ich sehr zufrieden und kann das Cooler Master MasterBox Q500L ehrlich weiterempfehlen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von ChristianSindar (17.06.2019 um 09:15 Uhr)

  5. #5

    Standard

    Danke erst mal an das Mind-Factory.de – Team, dass ich im Rahmen der Tester- Keepers Aktion, dieses Gehäuse testen durfte. Allerdings wurde dadurch meine Meinung nicht beeinflusst & ich habe meine ehrliche Meinung zu diesem Produkt abgegeben

    Kompatibilität/ Ausstattung
    Das Gehäuse kam in einem gut verpackten Karton an. Es befand sich sicher umschlossen von 2 Styroporwänden. Allein war es relativ schwierig das Gehäuse vorsichtig herauszuheben, ich empfehle deswegen, dass man sich eine zweite Person dazu holt, damit es nicht zu Bruch geht.
    Wenn man dann alles erfolgreich und heile ausgepackt hat, befindet sich im Karton noch eine Anleitung für das Gehäuse. Darin kann man unter Anderem, mit Bildern erklärt, sehen, wie man die Plexiglasscheibe öffnet, oder das Netzteil ordnungsgemäß verbaut (Was sich anders gestaltet, als bei den meisten Gehäusen, dazu später unter Aufbau mehr).
    Ansonsten waren halt noch einiges an „Zubehör“ dabei, wie Schrauben zur Montage des Motherboards, der Festplatten und des Netzteiles sowie Weitere Schrauben für weitere Hardware.
    Außerdem war bereits ein Lüfter von Cooler-Master verbaut, was auch noch erwähnt werden sollte.


    Design:
    Beim Aussehen fällt einem direkt auf, dass es sich um ein sehr kompaktes ATX-Gehäuse handelt. Es ist ziemlich eng und relativ passgenau bemessen was meiner Meinung nach auch Vorteile hat (dazu mehr unter Aufbau). Etwas das mir sehr gut gefällt ist die leicht verdunkelte Plexi-Glasscheibe. Sie erschafft ein schöneres Gesamtbild und lässt es hochwertiger aussehen.
    Je nach Geschmack kann man das Gehäuse „normal“ aufstellen wie einen normalen Tower, oder auch hinlegen, so dass die Plexi-Glasscheibe nach oben zeigt, da an der Seite auch Füße aus Gummi befestigt sind, die gleichzeitig die Schrauben darstellen.
    Die An- und Aus-Knöpfe, der Reset-Schalter, sowie die 3.5mm Klinkenstecker-Eingänge für Mikrofon und Kopfhörer/Lautsprecher & 2 USB 3 Ports befinden sich ebenfalls auf der Seite, auf der sich die Plexi-Glasscheibe befindet.
    Das Gehäuse hat auf allen Seiten (außer dort wo sich die Scheibe befindet) Löcher, wodurch die entstehende Wärme der Hardware (wie z.B. CPU und Grafikkarte) leichter aus dem Gehäuse entweichen kann.

    Montage:
    Der Aufbau gestaltete sich bei mir etwas schwieriger. Wenn man noch nie einen PC selbst zusammengebaut hat, dann ist dieses Gehäuse eventuell nicht das Benutzerfreundlichste, aber mit ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl ist es möglich ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen.
    Zunächst montiert man das Netzteil, dieses wird, wie eben erwähnt, nicht normal eingebaut wie bei den meisten Gehäusen, sondern es wird im Innern des Gehäuses verbaut. Dabei befindet sich in der oberen Seite des Gehäuses ein kleiner Kasten, den man zunächst von außen abschrauben sollte (wird auch so in der Anleitung gezeigt). An diesem Kasten befestigt man dann sein Netzteil, schraubt es ordentlich fest und baut es dann gemeinsam mit dem Kasten ein. Dabei kann bereits der Netzstecker im Innern des Gehäuses an dem Netzteil angeschlossen werden. Achtung: Bei meinem Build (welches weiter unten zu sehen ist), ist es so, dass der vorinstallierte Netzstecker genau auf dem An und Aus-Knöpf des Netzteiles drückt, welches eventuell dazu führen könnte, dass der PC sich plötzlich abschalten könnte (bisher noch nicht passiert).
    Danach befestigt man das Motherboard mit den dafür vorgesehenen Schrauben auf dem Gehäuse an den dafür eingezeichneten Stellen (ATX, mATX etc. alles leicht erkennbar, da es beschriftet ist).
    Folglich wird die restliche Hardware, CPU, Lüfter, Grafikkarte, RAM sowie die Festplatten montiert.
    Auch bei den Festplatten gibt es eine kleine Besonderheit. Es gibt 2 bzw. 4 Plätze dafür, diese befinden sich auf der anderen Seite des Motherboards. Es können sowohl SSDs (maximal 4) als auch HDDs (maximal 2) angeschlossen werden. Dabei spielt das Format (solange es nicht die 3.5 Zoll überschreitet, was im Standard-Fall nicht möglich ist) keine Rolle. Man kann dort ebenfalls das Element auf denen die Festplatten befestigt werden sollen, vom Gehäuse loslösen und direkt auf dem ausgebauten Element festschrauben, um es dann einfacher im Gehäuse zu verbauen.
    Da ich zwei HDDs und eine SSD besitze, war es ein wenig schade, dass ich nicht alle in diesem Gehäuse auf normale Weise unterbringen konnte. Dafür habe ich allerdings eine (nicht optimale, aber funktionelle) Lösung gefunden. Ich habe auf der Rückseite die beiden HDDs befestigt, und da das Gehäuse, wie bereits unter dem Punkt Aussehen erwähnt, viele Löcher besitzt, habe ich die SSD einfach unterhalb (oder seitlich je nach dem wie man sein Gehäuse hingestellt hat), die SSD durch die Löcher direkt am Gehäuse (alternativ auch mit Abstandshalter) befestigt. Man sieht sie nicht und es funktioniert.


    Kühleigenschaften:
    Ich habe relativ schnell feststellen müssen, dass dadurch, dass das Gehäuse sehr kompakt ist, die Wärmeentwicklung innerhalb des geschlossenen Gehäuses relativ groß war bzw. ist (zumindest im Vergleich zu meinem alten Gehäuse). Relativ früh verabschiedete sich der PC mit einem Bluescreen, nach kurzer Analyse stellte sich heraus, dass meine Grafikkarte überhitzte. Allerdings war dies kein großes Problem. Dafür habe ich einfach unten und oben zwei weitere Lüfter (nicht im Lieferumfang enthalten) montiert und siehe da, es überhitzt selbst unter Last nichts mehr.

    Mein Build:
    Damit ihr euch besser vorstellen könnt, was auf jeden Fall in dieses Gehäuse passt, ohne größere Probleme zu bekommen, werde ich euch noch erzählen aus welchen Einzelteilen mein PC besteht:

    - Motherboard: ASUS Strix B350-F
    - CPU: Ryzen 2200G
    - GPU: Nvidia GeForce RTX 2060 von Gigabyte
    - RAM: 8 GB DDR4 G.Skill RipJaws V 3200 MHz
    - Festplatten: 2x HDD 3.5 Zoll 1TB & 1x SSD 2.5 Zoll 1TB
    - Netzteil: 630 Watt von Seasonic


    Preis-Leistungs-Verhältnis:
    Für aktuell 48,95 ¤ finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis bei diesem Gehäuse sehr gut.
    Es ist kompakt, stylisch und modern. Man kann es durch die Magnetstaubfänger leicht säubern und je nach Wunsch kann man das Gehäuse horizontal oder vertikal hinstellen. Für Leute das Fingerspitzengefühl besitzen und nicht zum ersten Mal einen PC zusammenbauen, ist dieses Gehäuse sehr günstig und ich kann es persönlich nur weiterempfehlen und werde es auch weiterhin benutzen und meinem alten Fractal-Design Case vorziehen.
    Haltbarkeit und Vergleich zu ähnlichen Produkten:
    Als ich das Gehäuse ausgepackt habe, dachte ich zunächst, es wäre viel zu klein für meine Komponenten. Jedoch passt es perfekt, und sieht um einiges besser aus als mein altes Gehäuse von Fractal Design, weshalb ich glücklich bin, dass ich dieses Gehäuse von Cooler-Masters als Produkt-Tester testen darf. Zu der Haltbarkeit auf Dauer gesehen kann ich leider nicht viel sagen, da die Bewertung bereits nach 14 Tagen abgegeben werden sollte/muss.



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    drittes.jpg
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #6

    Standard Testers-Keepers CM Q500L

    Mir wurde das Cooler Master Q500L im Rahmen einer Testers-Keepers Aktion zugestellt.

    Dafür erst einmal danke an Mindfactory und Cooler Master, ich habe versucht das Case so neutral zu bewerten, wie möglich, aber es fließt stellenweise dann doch meine eigene Meinung ein.
    Verbaut habe ich in diesem Case:


    • MSI B450I Gaming Plus AMD B450
    • AMD Ryzen 5 2600
    • 16GB (2x 8192MB) G.Skill Aegis DDR4-3000
    • 500GB Crucial P1 NVMe M.2 2280 PCIe 3.0 x4
    • 550 Watt Cooler Master G550M Modular
    • SAPPHIRE Radeon RX 570 Pulse 8 GB


    Die Hardware wurde bereits im Vorlauf gekauft und in einem alten NZXT M59 getestet. Dabei handelt es sich um ein Standard-ATX-Case in dem zusätzlich ein Lüfter auf der Rückseite montiert wurde um ähnliche Gegebenheiten wie beim Q500L zu schaffen.

    Nun aber zuerst mal Details zum Q500L:


    Verpackung, Design und Anleitung


    Das Q500L kommt in einem einfachen Pappkarton und mit hartem Styropor geschützt an. Hier wäre mir ein Poren-Kunststoff lieber, der ist deutlich besser im Abfangen von Stößen.
    Zusätzlich dazu ist eine simple Plastikfolie um das Gehäuse gelegt. Hier wäre auch ein Überwurf aus weichem Stoff angenehmer gewesen.
    Geschützt ist dann nur noch die Acrylglas-Scheibe, und zwar mit Folie vor Kratzern, was auch vollkommen ausreichend ist.
    Im Inneren findet sich dann der übliche Beutel mit Schrauben und ein paar Kabelbindern, nichts Besonderes also.

    Das Außen-Design des Q500L:

    Es ist ein recht schlicht wirkender Würfel mit einem Fenster an der linken Seite, das so dunkel ist, dass man ohne Beleuchtung darin nichts erkennen kann, aber wer hat denn nicht mindestens eine RGB-Leiste in seinem Rechner? Die Staubfilter oben und an der Front sind magnetisch und leicht abzunehmen. Der Staubfilter an der Unterseite ist durch Gumminoppen am Gehäuse befestigt und lässt sich in ein paar Minuten leicht abnehmen. Die Rückseite verfügt über das übliche IO-Panel und genügend PCI-Blenden für ein ATX-Mainboard. Auch ist hier der einzige 120mm-Lüfter (zu wenig, zu laut) verbaut. Der Stromanschluss ist ebenfalls an der Rückseite und wird in das Innere des Gehäuses geleitet. Die Rückseite ist aus simplen Aluminium gefertigt und die Befestigungsschrauben dienen zeitgleich als Standfüße, wenn man das Gehäuse auf die Seite gelegt betrieben will.

    Zu den Innereien

    Der Innenraum ist eine einzige große Fläche ohne Abtrennungen oder konkret festgelegte Zonen. Das Netzteil wird in der Front oder auf dem Boden liegend verbaut (Nur bei Mini-ITX-MB möglich). In der Front zieht es Luft von vorne ein und gibt diese nach oben wieder aus. Auf dem Boden zieht es Luft von unten ein und gibt diese nach hinten ab.
    Das Mainboard wird an der Oberseite anliegend eingebaut, Plätze für 3,5" bzw. 2,5" Datenträger sind an der Rückseite des Mainboard-Trays zu finden. Es können entweder bis zu vier 2,5" oder zwei 3,5" oder eine Mischung von zwei 2,5" und einem 3,5" Datenträger verbaut werden. Platz für Kabelmanagement ist mit ca 1,5cm hinter dem MB-Tray ausreichend vorhanden. Auch sind viele Ösen zum anbringen von Kabelbindern vorhanden.

    Die Anleitung

    Es liegt eine Anleitung bei, die nur über Bilder und Grafiken die Installationsschritte der Hardware übermittelt. Es ist demnach lediglich ein Faltblatt, welches aber vollkommen ausreicht, wenn man ein Standard-ATX System einbauen möchte. Für den Einbau eines Mini-ITX-Systems und dem Einbau des Netzteils am Boden findet sich aber leider rein gar nichts. Ich konnte daher das Netzteil nicht am Boden verbauen, da nirgendwo in der Anleitung klar beschrieben war, wie die Installation durchzuführen ist. Dies kann aber auch eigene Blödheit sein, weshalb ich das nicht als Negativ-Punkt ansehe.

    Bewertung, Einbau und Leistung

    Der Einbau war bezüglich Mainboard und Grafikkarte in regelrechtes Kinderspiel. Ein paar Schrauben eindrehen, Grafikkarte einrasten lassen und verschrauben, merken, dass man das IO-Shield vergessen hat und alles aus und wieder einbauen. Das ITX-Board wirkt etwas verloren, aber hat genug Raum zum Atmen. Die Grafikkarte dominiert den Innenraum, auch wenn sie eigentlich keine besonders große Karte ist. Aufpassen muss man hier bei der Positionierung des Netzteils. Sitzt es zu tief, kann man eventuell die Grafikkarte nicht einbauen. Im Allgemeinen war der Aufbau und vor allem das Kabelmanagement sehr einfach und definitiv einer der Stärken des Gehäuses.
    Was aber absolut keine Stärke ist, sind die Thermalwerte, die es Produziert. 10-15 Prozent höhere Temperaturen oder stärker gedrosselte Hardware als im Vergleichsgehäuse, dem NZXT M59. Hier ist zwar auch etwas mehr Platz, aber dafür weniger Belüftung, da hier ebenfalls nur ein Gehäuselüfter arbeitet. Warum ist das so? Eigentlich sollten die Werte vergleichbar sein. Da kommt es nun zu den Designfehlern: Die Netzteilmontage ist einfach absolut unvorteilhaft, da ein großer Teil der warmen Abluft nicht aus dem Gehäuse geblasen wird, weil es keine dedizierte Außenöffnung für das Netzteil gibt. So recycelt das Netzteil, der CPU-Kühler und die Grafikkarte mehrmals dieselbe Luft, weil der einzelne 120mm Lüfter nicht genug Leistung hat um die ganze warme Luft nach außen zu befördern.

    Für die verbaute Hardware im Normal-oder Gaming-Betrieb reicht die Kühlung mit AMD-Stockkühler und dem Gehäuselüfter allerdings aus. Momentan arbeitet das System im Officebetrieb sehr leise und gibt allenfalls ein leises Surren von sich. Da aber keine Dämmung vorhanden ist, wird das System sehr laut, wenn man in den Lastbetrieb wechselt, dies dürfte bei Kopfhörern aber kein Problem sein.

    Fazit und Kaufempfehlung

    Cooler Master hat hier ein simples Case auf den Markt gebracht, das sehr schön schnörkellos vom Design her ist, aber bei der Technik und vor allem bei der Kühlleistung doch stark Verbesserungswürdig ist.
    Was mir aber schon seit Erhalt des Case im Kopf herumschwirrt ist: Das Case hat Selbstfindungsprobleme. Was will es sein? Full-Size ATX? Dafür sind hier deutlich zu schlechte Thermalwerte und meiner Meinung nach zu wenig Struktur im Gehäuse? Ein Mini-ITX-Case für den platzbewussten Gamer? Dafür ist es zu groß und verschwendet zu viel Platz mit dem Versuch modular zu sein. Ein Home-Theater-PC oder ein Wohnzimmer-PC? Dafür ist es zu schlecht gedämmt und auch hier wieder zu groß.
    Mein Tipp an CM: Packt mindestens noch zwei Lüfter in den Deckel für bessere Thermalwerte, wenn ihr den ATX-FF beibehalten wollt. Oder geht direkt auf ein Mini-ITX System. Macht das Ding deutlich kleiner und gebt dem Netzteil einen festen Platz. Ja das wäre dann wie viele andere ITX-Gehäuse, aber hier sieht man einfach, dass "anders" nicht gleich "besser" ist.

    Ich wollte das Case wirklich mögen, weil mir das Design von außen gefällt, aber der Innenraum ist einfach zu chaotisch und zu ineffizient aufgebaut. Hier muss dringend nachgebessert werden.

    Würde ich jemandem dieses Case empfehlen?

    Eher nicht. Bedingung für einen sinnvollen Einsatz wären mehr Lüfter und ein ganz klares: "Ich kaufe es, weil es mir vom Aussehen her gefällt." Der Preis geht natürlich für die Leistung in Ordnung, aber es gibt in der Preisklasse definitiv bessere Kandidaten für einen PC-Bau

    Alles in allem gibt es von mir deswegen gut gemeinte 3 Sterne

    -1 Wegen den Thermalwerten
    -1 Wegen des schlechten Innenraumkonzepts
    +1 Für das Außendesign
    +1 Für das P-L Verhältnis
    +1 für optimales Kabelmanagement

    Bleibt da dran CM, ihr könnt da noch was herausholen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  7. #7

    Standard

    Im Zuge des Testers Keepers wurde mir freundlicherweise von Mindfactory und Cooler Master das Cooler Master MasterBox Q500L zum Testen und Bewerten zur Verfügung gestellt – nochmals Dankeschön dafür.

    Mein erster Eindruck als das Paket kam und ich es geöffnet habe: „da passt wirklich mein aktueller PC hinein?“
    Das Gehäuse wird in einem eigenen Karton versandt und ist mit Styropor sowie einer Plastikfolie gesichert. Im Lieferumfang befinden sich:
    • Das Gehäuse
    • 2 magnetische Staubmatten für das Gehäuse
    • Eine bebilderte Montageanleitung, die jedoch gut verständlich ist
    • Eine Garantiekarte
    • Entsprechende Schrauben und Kabelbinder ( Im Gehäuse )

    Bild1.jpgBild2.jpg
    Das Gehäuse ist sehr klein (Breite: 230 mm x Höhe: 381 mm x Länge: 386 mm) und macht optisch einen minimalistisch jedoch ansprechenden Eindruck. Wie man auf den Bildern erkennt, besitzt eine Seite des Gehäuses eine durchsichtige Acrylplatte inklusive I/O-Panel. Die davon gegenüberliegende Seite ist blickdickt. Ein weiterer Unterschied ist, dass diese Schrauben gummiert sind, sodass das Gehäuse auch auf dieser Seite liegen könnte ohne dass es zerkratzt wird. Auf der Vorder- sowie der Oberseite des Gehäuses werden später Staubmatten mithilfe von Magneten befestigt ( später auf den Bildern zu sehen ). Das Gehäuse selbst ist aus Metall und macht einen hochwertigen Eindruck.
    Entfernt man die Acrylplatte, sieht man zum ersten Mal wie klein das Innenleben des Gehäuses wirklich ist. Die obligatorischen Schrauben sowie einige Kabelbinder befinden im Gehäuse.
    Bild3.jpg
    Mithilfe der reinen Bilderanleitung wird zunächst das I/O-Panel ( 2xUSB3.0 / Power- sowie Resetbutton / AUX ) abgeschraubt um dann anschließend das Netzteil einzubauen. Das Netzteil wird dabei zuerst an eine Halterung montiert, welche anschließend an das Gehäuse befestigt wird.
    Bild6.jpg
    Anschließend wird das Motherboard, ein Asus Prime B350-Plus mit einem AMD Ryzen 5 1600 ( Boxed Kühler ), trotz des geringen Spielraums im Gehäuse, problemlos eingebaut.
    Bild7.jpg
    Im nächsten Schritt wird die Grafikkarte, in meinem Fall eine 4GB ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti, eingebaut. Dazu empfiehlt es sich eine kleine Schutzplatte abzunehmen, da man sonst die Blenden nicht richtig entfernen kann – dieser Schritt wird in der ansonsten gut bebilderten Anleitung nicht gezeigt. Die Blenden werden geschraubt, was bedeutet, dass man sie für spätere PC-Umbauten wieder problemlos anbauen kann. In der Anleitung, und wenn man sich Online über das Gehäuse informiert, stößt man auf den Hinweis, dass je nachdem auf welcher Höhe man das Netzteil befestigt, die Länge der Grafikkarte ein Hindernis sein könnte ( zwischen 27-36cm ). Bei meiner kleinen ZOTAC habe ich dieses Problem zwar nicht, aber bei einigen Setups kann dies durchaus zu Problemen führen.
    Bild8.jpg
    Als nächstes werden die Festplatten auf der Rückseite der Motherboard-Platte montiert. Dabei können 2HDD’s, 1Hdd+2SSD’s oder gar 4SSD’s problemlos montiert werden.
    Bild9.jpg
    Bevor alles verkabelt und angeschlossen wird, wird nun das I/O-Panel und wenn gewünscht zusätzliche Gehäuselüfter montiert. Das I/O-Panel kann dabei mithilfe von 4 Schrauben an allen 4 Kanten befestigt werden. Je nachdem was für ein Board, ATX / Micro-ATX / Mini-ITX, verbaut ist und an welche Stelle das I/O-Panel befestigt wurde, können nun die zusätzlichen Gehäuselüfter eingebaut werden. Das Gehäuse besitzt von Werk aus einen Rear-Lüfter. Auf der Oberseite des Gehäuses können maximal 2 Lüfter mit 120mm oder 140mm Durchmesser befestigt werden. Auf der Unterseite können ebenfalls nochmals 2 Lüfter eingebaut werden. Die Größe der Unteren ist jedoch abhängig vom verbauten Motherboard. Bei einem ATX sind dabei nur 120mm möglich – bei den anderen 140mm. In meinem Fall sind auf der Oberseite 2 120mm verbaut.
    Abschließend wird nun alles verkabelt und die Seitenteile angebracht…
    Bild11.jpgBild13.jpgBild15.jpg


    Ein sauberes Kabelmanagement ist in diesem kleinen Gehäuse jedoch leider nicht/kaum zu erreichen. Meiner Meinung nach fehlen diverse Verstrebungen, an denen man die Kabel führen und befestigen könnte – vermutlich fallen die Verstrebungen aufgrund der geringen Größe heraus. Soweit es möglich war, habe ich versucht die Kabel nach hinten zu den Festplatten zu schieben, damit sie weitestgehend aus dem Sichtfeld sind und vor allem beim Verkabeln nicht stören. Auf den letzten Bildern sieht man auch die eingangserwähnten Staubmatten, welche das Gesamtbild abrunden.

    Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber wie ich bereits einige mal durchblicken hab lassen, finde ich das Design sehr ansprechend. Was mich sehr überrascht hat ist, dass das Gehäuse sehr variabel einsetzbar ist. Das Verschiebbare I/O-Panel sowie die Tatsache, dass man es sowohl im Stehen als auf der Seite, dank der Gummiumrandeten Schrauben, verwenden kann macht es für so ziemlich jede Aufstellungsvariante nutzbar.
    Die Verarbeitung ist dabei fehlerfrei, robust und wirkt hochwertig – man muss also keine Angst haben, etwas kaputt zu machen. Einzig das Acrylglas… sind wir ehrlich…spätestens bei der ersten LAN wird das seine ersten Kratzer abbekommen. Wie es dann noch optisch aussieht, wird die Zeit zeigen.

    Bezüglich der Kühleigenschaften des Gehäuses bin ich vermutlich nicht der optimalste Tester.
    Meine Hardware:
    AMD Ryzen 5 1600
    Asus Prime B350-Plus
    4GB ZOTAC GeForce GTX 1050 Ti
    16GB (2x 8192MB) Corsair Vengeance LPX schwarz DDR4-3000
    Samsung SSD 850 Evo 500GB
    Samsung HD 103SJ 1TB

    Mein PC ist zwar kein Atomkraftwerk, dementsprechend ist dessen Abwärme nicht die größte, nichtsdestotrotz habe ich mit meinem alten Gehäuse, ein NoName-Produkt aus dem Jahre 2005 welches trotz Neuanschaffungen von Komponenten nie ausgetauscht wurde, und dem Cooler Master MasterBox Q500L einen Stresstest durchgeführt und die Temperatur gemessen. Beim alten Gehäuse wurden maximale Temperaturen gemessen…
    von der CPU bei 52°C,
    bei der Grafikkarte 49°C,
    bei den Festplatten 27°C (SSD) sowie 31°C (HDD).

    Bei dem Cooler Master MasterBox Q500L wurden folgende maximale Werte angezeigt…
    bei der CPU 38°C,
    bei der Grafikkarte 46°C,
    bei den Festplatten 30°C (SSD) sowie 34°C (HDD).

    Man sieht, dass die Grafikkarte ein bisschen besser gekühlt wird, während die CPU massiv profitiert. Die Festplatten hingegen sind leicht wärmer.
    Wie bereits erwähnt müssen diese Werte dank meines Systems mit Vorsicht genossen werden, jedoch erkennt man, dass im Vergleich zum alten NoName-Produkt eine Verbesserung sichtbar ist – auch wenn dies für High-End Systeme wohl keine Relevanz besitzt.

    Über die Lautstärke des Gehäuses war ich zuerst leicht verärgert, da diese doch sehr laut war. Zuerst habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, da das Gehäuse weder gedämmt noch sonst irgendwie abgeschirmt ist, jedoch nach einigen Tagen des Testens, und der Tatsache dass das wirklich zu viel des guten wäre, habe ich mir nochmals alles angeschaut und musste feststellen, dass die HDD sowie das Netzteil nicht richtig festgezogen waren und deshalb Vibrationen ausgelöst haben.
    Nachdem dies behoben war, waren die Lüfter zwar im normalen Desktop noch zu hören, alles andere als störend. Durch die Kopfhörer waren sie nicht mehr zu hören und es gab keine Beschwerden im TS/Discord.

    Nach all den positiven Worten jetzt meine Kritikpunkte am Gehäuse.
    Der, für mich, größte Kritikpunkt ist, dass das Netzteil im Gehäuse verbaut wird. Infolgedessen ist es nicht mehr möglich, das Netzteil per Knopf auszuschalten – am Gehäuse wird nur das Kabeleingesteckt und von dort aus zum Netzteil geführt. Warum ist das für mich ein Kritikpunkt? Ganz einfach: dadurch hat sowohl das Motherboard als auch mein Headset Strom und beide Leuchten in der Nacht. In Zukunft werde ich wohl das Kabel komplett ausstecken müssen.
    Ein weiterer Punkt ist das schon angesprochene Kabelmanagement welches kaum durchführbar ist. Mithilfe ein paar herausnehmbarer Streben, welche man im Nachhinein einsetzen könnte, wäre das Problem meiner Meinung nach (besser) gelöst.
    Was mir zudem nicht gefällt ist, dass es keine Möglichkeit für ein optisches Laufwerk gibt. Es wäre bestimmt noch möglich dieses unterzubringen. Und wenn es nur optional, so wie sehr vieles bei diesem Gehäuse, ist für Leute wie mich, die noch Platz in diesem kleinen Gehäuse finden. Da dies jedoch von vornerein klar war, hat dies keinen Einfluss auf die Bewertung – trotzdem wünsche ich es mir.

    Long Story Short…
    + Klein und Kompakt
    + Optisch macht es einen guten Eindruck
    + Gute Verarbeitung
    + sehr große Vielfalt möglich ( Boards / Lüfter )
    0 Kein optisches Laufwerk
    0 nicht für alle Systeme geeignet ( Größe )
    - Netzteil wird intern verbaut
    - Kabelmanagement

    Das Cooler Master MasterBox Q500L gibt es bei Mindfactory zur Zeit für 48.85¤. Mit den passenden Komponenten, Stichwort Länge der Grafikkarte, macht man mit diesem Gehäuse definitiv nichts falsch sondern bekommt im Gegenteil ein stilvolles kleines Gehäuse das einem Großen bis auf das Kabelmanagement und dem optischen Laufwerk in nichts nachsteht.

  8. #8

    Daumen runter Testers Keepers - Cooler Master Q500L

    Durch die Teilnahme an der Aktion "Testers Keepers“ durch die Mindfactory AG bekam ich das
    Cooler Master Gehäuse „Masterbox Q500L“ zum testen zugeschickt.

    Diese Bewertung beruht auf meinen gesammelten Erfahrungen wärend des Testzeitraumes und ist in keinster Weise von Mindfactory beeinflusst worden.

    Nun zum Test, dieser ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt:

    Optik: Wie sieht es aus, was ist besonders am Erscheinungsbild

    Verarbeitung: Ist das Case wertig gebaut bzw. stabil

    Ausstattung: Was bringt das Case mit, welche Vorzüge hat es zu bieten

    Komponenteneinbau: Wie gut oder schlecht lässt es sich im Case handtieren.

    Airflow/Kühlleistung: Wie gut lassen sich die Verbauten Komponenten kühlen, wie sieht es mit Lüfter/Radiatoren aus?

    Altagsbetrieb: Wie ist die Lautstärke, wie verhält sich die eingebaute Hardware bei täglicher Nutzung

    Preis/Leistung: Bekommt man für sein Geld einen ordentlichen Gegenwert oder ist es überteuert bzw. sogar ein Schnäppchen


    Vorab, der Versand erfolgte im originalen Karton von Cooler Master, es gab seitens Mindfactory keine neutrale Umverpackung.
    Alles war gut gepolstert, nichts kam beschädigt an.


    Optik:

    Das Q500L ist ein Winzling auf dem Schreibtisch, kein Wunder, es ist eigentlich nur das Alternativmodell des geläufigeren Q300L (dieses ist für M-ATX ausgelegt)
    Jedoch wurde das 500er für ATX Mainbords angepasst. Und „passen“ ist das perfekte Wort.
    Ein ATX Board passt wirklich wie angegossen rein, da ist kein Spielraum mehr an den Rändern.

    Von außen ist es recht schlicht, nur die Staubfilter setzen kleine Akzente, wer es grau in grau bzw. elegant mag, liegt damit richtig.

    Das Acryl-Seitenfenster sieht schick aus, ist aber anfällig für statische Aufladung und somit ein Staub und (Katzen)Haar-Magnet.

    Leider wirkt es nicht so hochwertig wie ich erst dachte, aber dennoch nicht schlecht.
    Jedenfalls sieht es auf dem Schreibtisch schick aus und nimmt eben wenig Platz ein. Understatment wenn man so will.

    CMQ500L.jpg

    CMQ500L2.jpg




    Verarbeitung:

    Wie schon angedeutet ist es nicht viel wertiger, als andere 0815 Blechgehäuse, jedoch ist es ein Leichtgewicht.
    Das liegt vorallem daran, dass der Großteil der Oberfläche mit Löchern versehen ist.
    Wenn man es nicht besser wüsste konnte man meinen, es war zuerst mal als Vogelkäfig konzipiert worden.

    Dies soll aber vorallem dem modularen Charakter und dem Airflow des Gehäuses zugute kommen, dazu später mehr.

    Scharfe oder unansehnliche Kanten finden man keine, man muss aber echt aufpassen, nichts vom dünnen Metall zu verbiegen wenn man damit arbeitet.

    Das I/O Panel ist am Hauptschalter mit weißen LEDs umrandet, ansonsten gibt es nur noch ein kleinen CM Logo oben an der Front zu sehen.

    Ausstattung:

    Das Seitenpanel bietet einen Ein/Aus Knopf, einen Resetbutton, 2x USB 3.0 sowie Klinke und Kopfhöhreranschluss, nicht besonderes also.
    Im Lieferumfang sind die obligatorischen Schrauben usw. dabei.

    Die beiden großen Staubfilter sind magnetisch und lassen sich einfach entfernen und anbringen, diese erstrecken sich über die gesamte Front und der Oberseite.

    Ein Lüfter ist serienmäßig im hinten Bereich der Slots verbaut.

    Als Ausstatung möchte ich das I/O Panel hinzunehmen, da diese modular an drei Stellen der linken Gehäuseseite verbaut werden kann.

    CMQ500L4.jpg

    Komponenteneinbau:

    Dieser gestalltet sich zuerst einfach, sobald das Mainboard jedoch an Ort und Stelle ist, wird es fummelig.

    Da das Netzteil, nicht wie gewohnt unten, sodern an der Front platziert ist, sieht man auch fast immer Kabel im Innenraum, dass macht Kabelmanagment ziemlich mühseelig.

    Hinter dem Mainboardtray ist nicht viel Platz für Kabel, zumal dort auch die Festplatten unterkommen müssen.
    Das sollte einem jedoch klar sein, man will ein kleines Gehäuse mit ATX Mainboard, da müssen Abstriche in Sachen Platz gemacht werden.

    Airflow/Kühlleistung:

    Und hier kommt das wohl größte Problem am Gehäuse; der Airflow ist unterirdisch.
    Man mag denken, je kleiner das Gehäuse, desto direkter kommt die Frischluft an, falsch.
    Die Abwärme staut sich, der CPU-Kühler bekommt von vorne kaum Luft, da dort das Netzteil im Weg ist.

    und da die Grafikkarte unter der CPU-Kühler sitzt, steigt von dort nochmal mehr warme Luft nach oben, die Grafikkarte ist so ziemlich die einzige Hardware die direkt mit Frischluft versorgt wird..... naja jedenfalls fast.

    Denn die oben erwähnten Löcher im Metall, die eigentlich dafür gedacht sind, dass die Lüfter an Luft kommen, sind so klein bzw, weit auseinander, dass diese die Lüfter eher blocken als für ungehinderten Airflow zu sorgen.
    Dieses Problem bekommt auch das Netzteil (sofern es eines mit Lüfter ist) zu spüren, da auch dieses wenig Luft ziehen kann.

    CMQ500L3.jpg

    Zu allem Überfluss sitzen dann noch die feinen Staubfilter vor den Löchern und deckeln dieses Debakel noch zusätzlich.

    Ich sah davon ab, mit Radiatoren oder Waküs zu experimentieren, da mit der eh schon geringe Platzvorrat dafür zu gering erschien.

    Die Temperature bewegten sich meist immer an der Schmerzgrenze zu „okay, dass geht eben noch so“
    Und das ist mir nichts. So gar nicht. Optik hin oder her.

    Alltagsbetrieb:

    Ryzen 5 2600 OC auf 4 Ghz mit beQuiet PureRock Kühler (für den Test)
    GTX 1070 OC mit Arctic TwinTurbo 2 Kühler
    MSI B450 Gaming Plus (ATX)
    16 GB Ballistix Sport mit 3000Mhz
    Crucial MX300 275 GB SSD
    Seagate Ironwolf 3TB HDD
    Seasonic M12II 520 Evo Netzteil


    Ja, also am obigen Airflowthema schon zu erkennen, habe ich eher wenig gezockt.
    Beziehungsweise habe ich nicht mehr als 2 Stunden am Stück gespielt, mir sind meine Teile dafür doch zu teuer.
    Im normalen Surf und Officebetrieb ist das Temperaturproblem nicht ganz so ausgeprägt.
    Aber laut ist es, durch die ganze offene Bauweise hört man halt alles, da muss man schon mit teuren Silentkomponenten nachhelfen, dass man damit in Ruhe arbeiten kann. Wer grunsaätzlich ein Headset nutzt, den wird dass eher weniger stören.

    Preis/Leistung:

    Was also bekommt man nun für aktuell cirka 50 Euro:
    Kurz, einen kleines, schreibtischtauglichen und ziemlich staubfreies Gehäuse dass einiges gut, aber vieles auch schlecht macht.

    Denn:

    Fazit:
    Für Hardcoregamer oder Menchen, die mit sehr leistungshungriger Hardware arbeiten ist dieses Case nichts, dafür stimmt die Kühlleistung einfachn hinten und vorne nicht, wer aber als Gelegenheitsspieler und normaler Officeuser auf der Suche nach einem schicken kleinen Gehäuse ist UND sein ATX Mainboard unbedingt verbauen mag, der oder die wird damit glücklich.
    Für mich ist es jedoch zu wenig von allem. Es müsste Cooler sein um als Master anerkannt zu werden

    PS: wer auf DIY steht und einen Akkubohrer bedienen kann, dem empfehle ich für mehr Airflow einfach mal die Löcher zu vergrößern.... hust hust, dass habt ihr aber nicht von mir.....

  9. #9

    Standard

    Durch die Teilnahme an der Aktion "Testers Keepers“ durch die Mindfactory AG bekam ich das
    Cooler Master Gehäuse „Masterbox Q500L“ zum testen zugeschickt.

    Diese Bewertung beruht auf meinen gesammelten Erfahrungen wärend des Testzeitraumes und ist in keinster Weise von Mindfactory beeinflusst worden.

    Nun zum Test, dieser ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt:

    Optik: Wie sieht es aus, was ist besonders am Erscheinungsbild

    Verarbeitung: Ist das Case wertig gebaut bzw. stabil

    Ausstattung: Was bringt das Case mit, welche Vorzüge hat es zu bieten

    Komponenteneinbau: Wie gut oder schlecht lässt es sich im Case handtieren.

    Airflow/Kühlleistung: Wie gut lassen sich die Verbauten Komponenten kühlen, wie sieht es mit Lüfter/Radiatoren aus?

    Altagsbetrieb: Wie ist die Lautstärke, wie verhält sich die eingebaute Hardware bei täglicher Nutzung

    Preis/Leistung: Bekommt man für sein Geld einen ordentlichen Gegenwert oder ist es überteuert bzw. sogar ein Schnäppchen


    Vorab, der Versand erfolgte im originalen Karton von Cooler Master, es gab seitens Mindfactory keine neutrale Umverpackung.
    Alles war gut gepolstert, nichts kam beschädigt an.


    Optik:

    Das Q500L ist ein Winzling auf dem Schreibtisch, kein Wunder, es ist eigentlich nur das Alternativmodell des geläufigeren Q300L (dieses ist für M-ATX ausgelegt)
    Jedoch wurde das 500er für ATX Mainbords angepasst. Und „passen“ ist das perfekte Wort.
    Ein ATX Board passt wirklich wie angegossen rein, da ist kein Spielraum mehr an den Rändern.

    Von außen ist es recht schlicht, nur die Staubfilter setzen kleine Akzente, wer es grau in grau bzw. elegant mag, liegt damit richtig.

    Das Acryl-Seitenfenster sieht schick aus, ist aber anfällig für statische Aufladung und somit ein Staub und (Katzen)Haar-Magnet.

    Leider wirkt es nicht so hochwertig wie ich erst dachte, aber dennoch nicht schlecht.
    Jedenfalls sieht es auf dem Schreibtisch schick aus und nimmt eben wenig Platz ein. Understatment wenn man so will.

    CMQ500L.jpg

    CMQ500L2.jpg


    Verarbeitung:

    Wie schon angedeutet ist es nicht viel wertiger, als andere 0815 Blechgehäuse, jedoch ist es ein Leichtgewicht.
    Das liegt vorallem daran, dass der Großteil der Oberfläche mit Löchern versehen ist.
    Wenn man es nicht besser wüsste konnte man meinen, es war zuerst mal als Vogelkäfig konzipiert worden.

    Dies soll aber vorallem dem modularen Charakter und dem Airflow des Gehäuses zugute kommen, dazu später mehr.

    Scharfe oder unansehnliche Kanten finden man keine, man muss aber echt aufpassen, nichts vom dünnen Metall zu verbiegen wenn man damit arbeitet.

    Das I/O Panel ist am Hauptschalter mit weißen LEDs umrandet, ansonsten gibt es nur noch ein kleinen CM Logo oben an der Front zu sehen.

    Ausstattung:

    Das Seitenpanel bietet einen Ein/Aus Knopf, einen Resetbutton, 2x USB 3.0 sowie Klinke und Kopfhöhreranschluss, nicht besonderes also.
    Im Lieferumfang sind die obligatorischen Schrauben usw. dabei.

    Die beiden großen Staubfilter sind magnetisch und lassen sich einfach entfernen und anbringen, diese erstrecken sich über die gesamte Front und der Oberseite.

    Ein Lüfter ist serienmäßig im hinten Bereich der Slots verbaut.

    Als Ausstatung möchte ich das I/O Panel hinzunehmen, da diese modular an drei Stellen der linken Gehäuseseite verbaut werden kann.

    CMQ500L4.jpg

    Komponenteneinbau:

    Dieser gestalltet sich zuerst einfach, sobald das Mainboard jedoch an Ort und Stelle ist, wird es fummelig.

    Da das Netzteil, nicht wie gewohnt unten, sodern an der Front platziert ist, sieht man auch fast immer Kabel im Innenraum, dass macht Kabelmanagment ziemlich mühseelig.

    Hinter dem Mainboardtray ist nicht viel Platz für Kabel, zumal dort auch die Festplatten unterkommen müssen.
    Das sollte einem jedoch klar sein, man will ein kleines Gehäuse mit ATX Mainboard, da müssen Abstriche in Sachen Platz gemacht werden.

    Airflow/Kühlleistung:

    Und hier kommt das wohl größte Problem am Gehäuse; der Airflow ist unterirdisch.
    Man mag denken, je kleiner das Gehäuse, desto direkter kommt die Frischluft an, falsch.
    Die Abwärme staut sich, der CPU-Kühler bekommt von vorne kaum Luft, da dort das Netzteil im Weg ist.

    und da die Grafikkarte unter der CPU-Kühler sitzt, steigt von dort nochmal mehr warme Luft nach oben, die Grafikkarte ist so ziemlich die einzige Hardware die direkt mit Frischluft versorgt wird..... naja jedenfalls fast.

    Denn die oben erwähnten Löcher im Metall, die eigentlich dafür gedacht sind, dass die Lüfter an Luft kommen, sind so klein bzw, weit auseinander, dass diese die Lüfter eher blocken als für ungehinderten Airflow zu sorgen.
    Dieses Problem bekommt auch das Netzteil (sofern es eines mit Lüfter ist) zu spüren, da auch dieses wenig Luft ziehen kann.

    CMQ500L3.jpg

    Zu allem Überfluss sitzen dann noch die feinen Staubfilter vor den Löchern und deckeln dieses Debakel noch zusätzlich.

    Ich sah davon ab, mit Radiatoren oder Waküs zu experimentieren, da mit der eh schon geringe Platzvorrat dafür zu gering erschien.

    Die Temperature bewegten sich meist immer an der Schmerzgrenze zu „okay, dass geht eben noch so“
    Und das ist mir nichts. So gar nicht. Optik hin oder her.

    Alltagsbetrieb:

    Ryzen 5 2600 OC auf 4 Ghz mit beQuiet PureRock Kühler (für den Test)
    GTX 1070 OC mit Arctic TwinTurbo 2 Kühler
    MSI B450 Gaming Plus (ATX)
    16 GB Ballistix Sport mit 3000Mhz
    Crucial MX300 275 GB SSD
    Seagate Ironwolf 3TB HDD
    Seasonic M12II 520 Evo Netzteil


    Ja, also am obigen Airflowthema schon zu erkennen, habe ich eher wenig gezockt.
    Beziehungsweise habe ich nicht mehr als 2 Stunden am Stück gespielt, mir sind meine Teile dafür doch zu teuer.
    Im normalen Surf und Officebetrieb ist das Temperaturproblem nicht ganz so ausgeprägt.
    Aber laut ist es, durch die ganze offene Bauweise hört man halt alles, da muss man schon mit teuren Silentkomponenten nachhelfen, dass man damit in Ruhe arbeiten kann. Wer grunsaätzlich ein Headset nutzt, den wird dass eher weniger stören.

    Preis/Leistung:

    Was also bekommt man nun für aktuell cirka 50 Euro:
    Kurz, einen kleines, schreibtischtauglichen und ziemlich staubfreies Gehäuse dass einiges gut, aber vieles auch schlecht macht.

    Denn:

    Fazit:
    Für Hardcoregamer oder Menchen, die mit sehr leistungshungriger Hardware arbeiten ist dieses Case nichts, dafür stimmt die Kühlleistung einfachn hinten und vorne nicht, wer aber als Gelegenheitsspieler und normaler Officeuser auf der Suche nach einem schicken kleinen Gehäuse ist UND sein ATX Mainboard unbedingt verbauen mag, der oder die wird damit glücklich.
    Für mich ist es jedoch zu wenig von allem. Es müsste Cooler sein um als Master anerkannt zu werden

    PS: wer auf DIY steht und einen Akkubohrer bedienen kann, dem empfehle ich für mehr Airflow einfach mal die Löcher zu vergrößern.... hust hust, dass habt ihr aber nicht von mir.....

  10. #10

    Standard

    Erst einmal vielen Dank an Mindfactory für die Möglichkeit an dem Programm Testers-Keepers teilnehmen zu können und mir die Möglichkeit zu geben dieses Gehäuse von Cooler Master ausgiebig zu testen. Meine Meinung ist nicht von Mindfactory beeinflusst worden und es spiegelt meine eigene Meinung/Erfahrung wider.


    Erster Eindruck:

    Als ich das Paket vom Cooler Master Masterbox Q500L entgegengenommen habe, wunderte ich mich wie klein dieses Gehäuse sein muss. Alleine der Karton ist etwas kleiner als mein jetziges Gehäuse von fractal. Paket aufgemacht, Gehäuse rausgeholt und gestaunt. Man fragt sich wirklich wie dort alles reinpassen soll. Auch die Halterung für der Netzteil war gewöhnungsbedürftig. Außerdem fielen die gepunktete Front sowie Decke auf. Daraus lässt sich vermuten, dass Lüfter ganz individuell angebracht werden können, ob diese allerdings durch das vollgestopfteInnere noch ihren Zweck erfüllen wird sich zeigen. Mitgeliefert werden drei Staubfilter. Das auf der Unterseite ist zwar über Gummistecker befestigt, lässt sich jedoch sehr leicht lösen. Die anderen beiden halten ansonsten sehr zuverlässig und sind passend zum Gehäuse. Auf der linken Seite haben wir ein Acrylfenster mit gummierten Ecken, was sicherlich ein bisschen an Vibration absorbiert. Gegenüberliegend auf der rechten Seite finden wir eine ganz normale Metallabdeckung mit gummierten Schrauben, was es ermöglicht das Gehäuse auch auf die Seite zu legen. Es kann gesagt werden, dass das Gehäuse einen kompakten, einfachen und schicken Eindruck macht.


    Zusammenbau/Airflow/Verarbeitung/Kompatibilität:

    Als aller erstes: Das Gehäuse ist nichts für große Hände! Es passt zwar alles rein, aber auch gerade so. Macht man das Gehäuse auf, fällt einem zuerst die Halterung für das Netzteil auf. Um das Netzteil anzuschließen muss diese Halterung und das Panel abgeschraubt werden, kein großes Ding. Das Panel kann Oben, Unten oder an der Vorderseite festgemacht werden, was ein ziemlicher Vorteil ist, wie ich finde. Jedoch die Platzierung des Netzteils ist gewöhnungsbedürftig. Die Abluft geht aus der Front des Gehäuses. Ein gutes Kabelmanagement war auch möglich, wobei ich denke, dass es mit einem Non-Modularen Netzteil zu einem Kabelsalat kommen würde und das Gehäuse noch voller sein würde. Voraussetzung für dieses Gehäuse, meiner Meinung nach, auf jeden Fall ein Modulares Netzteil. Der Einbau des ATX Mainboards war wirklich sehr einfach, wie zu erwarten war. Möchte man dies allerdings wieder rausholen, hängt das Netzteil im Weg und man muss das Mainboard irgendwie schief wieder herausheben. Mit Micro-ATX und Mini-ITX gibt es dieses Problem sicherlich nicht. Durch seine doch sehr schmalen Maße, können nur CPU-Kühler bis 160mm Höhe verbaut werden. Wer den sehr beliebten Alpenföhn Brocken 3 verwendet muss hier leider auf einen anderen zurückgreifen. Also musste ich meinen Alternativen Kühler nutzen. Auch für die Grafikkarte hat die Platzierung des Netzteils Einschränkungen. Sollte das Netzteil länger als 160mm sein, darf die Grafikkarte nicht länger aus 270mm sein. Ansonsten könnt ihr eine Grafikkarte von bis zu 360mm einbauen. Für zwei Grafikkarten wird der Airflow sehr wahrscheinlich zu schlecht sein. Enttäuscht war ich vom Einbau von Festplatten. SSDs sind kein Problem und es passen bis zu vier Stück gleichzeitig hinter das Mainboard. Jedoch gab es mit der Stromversorgung der HDDs Probleme. Dadurch, dass diese sehr nah an der Backplate des Mainboards sind, bleibt sehr wenig Platz für die Stromversorgung. In meinem Fall konnte ich keine anschließen, da der Anschluss sonst die Kontakte verbogen und gegeben falls abgebrochen hätte. Sicherlich hätte man hier auf Adapter zurückgreifen können, diese hat allerdings nicht jeder und sind auch nicht bei jedem Netzteil dabei. Das hätte man sicherlich anders lösen können. Lüfter lassen sich nur oben, unten oder hinten anschließen, leider nicht vorne. Oben 2x 140mm/120mm, hinten 1x 120mm (einer von Cooler Master ist schon vorhanden, dieser ist Okay, allerdings finde ich einen kleinen ticken zu laut und würde ihn austauschen, vielleicht bin ich auch zu verwöhnt...), unten lassen sich 2x 120mm oder bei Mini-ITX und Micro-ATX 2x 140mm einbauen. An den Löchern sind entsprechende Kennzeichnungen für 120mm oder 140mm Lüfter, was den Einbau ein wenig vereinfacht. Ein 240mm Radiator lässt sich oben einbauen, wenn die Höhe des Mainboards mit RAM nicht höher als 35mm ist, ansonsten ein 120mm Radiator. Statt dem eingebauten 120mm Lüfter hinten, kann auch ein 120mm Radiator eingebaut werden. Bei Mini-ITX und Micro-ATX ist es außerdem möglich einen 240mm Radiator unten einzubauen.

    Was den Airflow angeht, kann ich bei diesem Gehäuse leider nichts Gutes schreiben, alleine schon durch die vielen Löcher. Wir haben hier eigentlich nur die Möglichkeit Lüfter einzubauen, die Luft aus dem Gehäuse befördern. Auf der Unterseite, stellt man das Gehäuse ganz normal hin, haben wir vielleicht etwas mehr als 1,5cm Platz zwischen Boden und Gehäuse. Meiner Meinung nach etwas zu wenig um hier Luft rein oder raus zu befördern. Mit einem einzigen Lüfter in der Vorderseite, wäre das Setup bestimmt um einiges kühler. Das ist mit ein wenig handwerklichem Geschick durch größere Löcher sicherlich möglich, wollte ich hier jetzt ungerne ausprobieren. Dafür muss das Netzteil nach unten, wodurch die Grafikkarte nicht länger als 270mm sein darf, doch das sollte nicht Sinn der Sache sein. Durch den Einbau von einem Lüfter auf der Oberseite, konnte die Temperatur etwas gedrosselt werden, trotzdem hatte ich immer etwa 5-10 Grad mehr als in meinem fractal Gehäuse.

    Der Zusammenbau war mit etwas größeren Händen nicht gerade einfach, jedoch bin ich erstaunt wie viel Platz noch frei war. Da der Rand auf der Unterseite relativ groß ist, lässt sich hinter diesem sehr gut die Kabel für das Frontpanel verstecken. Allgemein ist Kabelmanagement bei dem MC Q500L sehr gut möglich. Die Staubfilter lassen sich über Eckgummierungen recht rutschfrei befestigen, was ich super praktisch finde. Wobei ich allgemein bei allen Staubfiltern etwas skeptisch bin, dass nach ein paar Mal abnehmen und wieder drauflegen die Magnetstreifen sich langsam vom Filter lösen. Das gleiche habe ich bei meinen fractal Gehäuse auch.


    Fazit:

    Die Freiheit zu haben das Netzteil und das Panel fast frei zu bewegen ist schon sehr angenehm. Auch die Größe des Gehäuses ist erstaunlich, dass in diesem ein ATX Mainboard mit Netzteil etc. passt. Optisch ist es sehr schlicht und einfach gehalten. Dadurch, dass die Ober- und Vorderseite exakt gleich aussehen, kann man das Gehäuse auch sehr gut auf den Schreibtisch legen ohne dass es Optisch etwas zerstören würden. Kabelmanagement ist ebenfalls, wie bereits erwähnt, sehr gut möglich, jedoch empfehle ich ein modulares Netzteil. Durch die kompakte Bauweise des Gehäuses muss beim Kauf des Setups besonders auf deren Maße geachtet werden. Außerdem empfehle ich nur SSDs zu verbauen. Abschließend kann gesagt werden, dass Cooler Master mit dem Q500L ein sehr kompaktes, einfaches und schickes Gehäuse für ATX-Mainboards gebaut hat. Auch Über die Platzierung des Netzteils lässt sich diskutieren. Mit einem Lüfter in der Front, wäre es meiner Meinung nach ein wirklich sehr gutes Gehäuse. Für gute 50¤ bekommt man hier ein solides, aber nicht perfektes Gehäuse.

    Mein Setup:

    CPU: AMD Ryzen 5 1600X
    GPU: NVIDIA GTX 1060 6GB
    RAM: 16GB G.Skill Aegis DDR4-3000 MHz
    Mainboard: ASUS Prime B350-Plus
    Netzteil: Corsair RM650X
    SSD: Samsung 960 EVO M.2
    Festplatte: WD Blue 1TB

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  11. #11

    Standard

    Testers Keepers: Q500L

    Zu aller erst möchte ich mich bei Mindfactory für die Aktion bedanken, welche es mir ermöglichte, das Case Q500L zu testen und bewerten und anschließend zu behalten. Dankeschön!


    Zu allererst meine Specs:

    AsRockZ87 Pro 3
    Intel i7 4770k
    16 GB (2x8GB) Corsair XMS 3 DDR3-1666
    1 TB HDD WD Blue
    500 GB Samsung SSD
    MSI GTX 1080 Gaming X 8GB
    Corsair HX750W Netzteil

    Die Hardware wurde vorher bereits in meinem alten Delux DLC SH-891 verwendet und hat Dank der Aktion ein neues Gehäuse gefunden.



    Verpackung, Design und Anleitung


    Das Q500L wird in einem Pappkarton geliefert und durch Styropor geschützt. Da das Gehäuse sehr klein ist, fiel auch das Gewicht des Kartons nicht großartig auf und bezifferte sich auf knappe 5 Kilogramm (4,8kg).
    Das Gehäuse selbst ist zusätzlich noch mit einer kleinen Plastikfolie umwickelt und bietet somit zusätzlichen Schutz.
    Die Scheibe ist ebenfalls separat durch eine Folie geschützt und ist durch das Acryl-Glas auch völlig ausreichend vor Kratzern geschützt.


    Design außen

    Das Gehäuse ist sehr schlicht gehalten. Bis auf den Seiten gibt es überall durch Löcher Lufteinlässe.
    Vorne an der Oberseite ist das CoolerMaster Zeichen zu sehen. An der Scheibenseite ist ein Controllboard für I/O sowie zwei USB 3.0 Anschlüsse und ein Mikrofon- und ein Kopfhöreranschluss vorhanden. Anzumerken ist dabei, dass das Controllboard frei an den vier Seiten frei versetzbar ist.
    Die linke Seite ist durch eine Aluminiumscheibe komplett zu und die Schraubverschlüsse sind gummiert, damit man das Gehäuse auf die Seite legen kann. Oben und Unten wird ein magnetisches Meshmetallnetz eingesetzt, um so vor Staub zu schützen und zusätzlich für einen visuellen Reiz gesorgt.


    Design Innen

    Innen ist das Gehäuse sehr kompakt. Das Netzteil wird intern an der Vorderseite verbaut und man kann die Position variabel festlegen. Zudem wird durch ein Kabel der Strom an die Hinterseite geleitet, wodurch man den Netzstecker im Endeffekt trotzdem hinten anschließt.
    An der geschlossenen Seite ist viel Platz für das Kabelmanagement.
    Zudem können dort auf zwei abnehmbaren Einschüben entweder bis zu 4 SSD's bzw 2 HDD's eingebaut werden. Zudem sind ausreichend Ösen vorhanden, um die Kabelbinder zu benutzen. Diese werden im Inneren in einem Tütchen geliefert, welches auch über ausreichend Schrauben zur Befestigung bestimmter Teile verfügt.

    Anleitung

    Die Anleitung verzichtet auf die Verwendung verschiedener Sprachen und ist lediglich mit Bildern versehen. Das Faltblatt zeigt die Schritte in kleinen Schritten an. Durch die visuelle Darstellung ist es sehr einfach, der Anleitung zu folgen. Durch Zahlen wird auch die Reihenfolge deutlich dargestellt, sodass keine Irrtümer bzw ein falsches Einbauen möglich sind.


    Bewertung, Einbau und Leistung

    Der Einbau war recht simpel. Durch die Anleitung war es einfach, dem Vorgang des richtigen Einbauens zu folgen. Beim Netzteil gab es das Problem, dass man das Netzteil vorher schon auf EIN stellen musste, da man sonst nach abgeschlossenem Einbau mit dickeren Fingern nicht gut an den Schalter kommt, wenn das Netzteil weit oben im Gehäuse eingebaut wird. Zudem besitze ich ein Nicht-modulares Netzteil, wodurch das Kabelmanagement in so einem kleinen Gehäuse zu einem kompliziertem Unterfangen wurde.
    Man sollte das Netzteil jedoch nicht zu tief befestigen, da es je nach Größe der Grafikkarte zu Platzproblemen kommen kann. Durch die Größe meiner MSI GTX 1080 Gaming X musste ich das Netzteil sehr weit oben befestigen, wodurch ich aber aufgrund dickerer Finger nicht mehr das Netzteil anstellen konnte. Man hätte diesen Punkt eventuell in die Anleitung mit aufnehmen können, da einem dann das erneute Ausbauen der Grafikkarte sowie des Netzteils erspart bleiben würde.
    Der restliche Einbau war ansonsten kein Problem, bis auf den Einbau der SSD und HDD. Da ich durch mein nicht-modulares Netzteil an die vorab installierten Anschlüsse gebunden war, gab es Probleme, diese ans Stromnetz, sowie ans Mainboard anzuschließen. Da meine SATA-Kabel als auch Stromkabel über eine 90-Grad-Winkelung verfügen, war es ein kompliziertes Unterfangen, diese an die Festplatten anzuschließen. Erst durch mehrmaliges biegen der Kabel war es mir möglich, alles ordnungsgemäß zu befestigen. So würde ich vor dem Kauf des Gehäuses darauf achten, dass alle Kabel ohne Winkel sind, damit das Problem nicht aufkommt.
    Nach dem Einbau wurde der PC angeschaltet. Schlecht zu bewerten sind hier der Lüfter, der sich laut und zu langsam dreht, sowie der schlechte Luftdurchfluss. Dadurch dass der Lüfter sich so langsam dreht, staut sich die Luft im Innenraum. Dies zeigt sich auch an der Temperaturwerten, die sich bei Last bei +-65 Grad einpendeln. Im alten Gehäuse hatte ich Temperaturen bis 55 Grad bei Volllast. Ob dies jetzt nur an dem Lüfter liegt, oder allgemein an der kompakten kleinen Bauweise des Gehäuses kann man nicht genau sagen, aber man sollte sich bei dem Kauf mit einem Temperaturanstieg um ca. 10 Grad anfreunden können, da die Luft nicht gut zirkulieren kann und somit mehrmals wieder verwendet wird, was zum Aufheizen führt.
    Zudem muss man mit dem magnetischen Metallnetz aufpassen. Da die Kanten bei mir nicht genau abgeschnitten wurden, stehen spitze Kanten ab, die man auch deutlich spürt, wenn man drüber streicht. Hier besteht Verletzungsgefahr, auch wenn man nicht oft an diese Stellen kommen sollte, höchstens bei der Reinigung etc.


    Fazit und Kaufempfehlung

    CoolerMaster beziffert den Preis für das Q500L aktuell bei ca. 50¤. Meiner Meinung nach ist der Preis gerechtfertigt. Man bekommt für den Preis ein kompaktes Gehäuse, welches seinen Job erledigt. Trotzdem muss man einige Abstriche machen und kann für diesen Preis kein High-End-Gehäuse erwarten. Obwohl es sehr klein ist, ist trotzdem ausreichend Platz für Hardware, solange sie keinen gigantischen Außenmaße annehmen. Die Netzteilmontage sowie das Einsetzen der Grafikkarte kann zu Problemen führen, da das Netzteil an der Vorderseite eingebaut werden muss und sich nicht unterhalb der Grafikkarte platzieren lässt. Ein weiteres Manko ist die Wärmentwicklung innerhalb des Gehäuses, sowie die Probleme beim Festplatteneinbau.
    Ansonsten sticht das Gehäuse durch seine Schlichtheit heraus, ohne viel Geschnörkel.
    Vergleicht man mein altes Gehäuse mit dem Q500L, so sieht man, wie klein das Q500L doch ist.
    Dafür findet aber trotzdem alles seinen Platz auf Kosten von Temperaturanstieg und Lautstärke.
    Trotzdem bin ich der Meinung, dass CoolerMaster mit dieses Gehäuse ein gutes Produkt auf den Markt gebracht hat, wobei an manchen Stellen das Ein oder Andere verbessert werden sollte.
    Ich würde dem Produkt eine Kaufempfehlung aussprechen, wenn man gute Lösungen bezüglich Airflow im Kopf hat.
    Ich gebe dem Produkt 4 von 5 Sternen.
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