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Thema: TT 08.04.2019- Wohnungsmangel Urachen

  1. #1
    Major Avatar von grigi
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    Standard TT 08.04.2019- Wohnungsmangel Urachen

    Kurz zusammengefasst was ich gestern aufgeschnappt hab.

    Ursache eins
    Vorwurf der Linken: Staat hat in den letzten Jahrzehnt Sozial Wohnungsbau vernachlässigt, Kommunen haben Wohnungen verkauft
    Die Bevölkerungsprognose Deutschland war: - Geburtenrate im Keller, Bevölkerung schrumpft wird immer älter, Leestände, Wohnungen wurden sogar abgerissen.
    Wozu da Wohnungen? Das Merkel 2015 in einem Anfall von Wahnsinn die Grenzen aufreißt, konnte keiner ahnen.

    Zweite Ursache:
    Deutschland niedrige Eigentumsrate bei Immobilien. Obwohl angeblich das reichste Land.
    Immobilien-Eigentumsquote: Deutschland in Europa fast Schlusslicht.
    Spoiler

    Dritte Ursache:
    Null Zins Politik EZB. Die Märkte werden mit billigen Geld geflutet was dann in Immobilien fließt. Der Effekt verstärkt sich je länger die Zinsen im Keller sind.
    Die Zinsen anzuheben würde helfen, aber dann kracht ja der Euro zusammen, weil die Südländer überschuldet sind. Es wird ja immer behauptet, Deutschland würde enorm von dem Euro profitieren, damit ist vielleicht die Wirtschaft gemeint. Für Mieter bedeutet es, das sie plötzlich zu Spekulationsobjekten werden, da es für Fonds kaum lukrative Anlagenformen gibt.
    Während also die Spanier, Italiener, Griechen, Polen oder Ungarn gemütlich in ihren Häusern sitzen müssen die Deutschen vor steigenden Mieten zittern.

    Vierte Ursache:
    Alle wollen in der Stadt/Ballungsraum wohnen. Ein Leben im Umland oder gar auf dem Land Horrorvorstellung.
    Sie wollen alle in die City rein, da wo das Bär steppt, das Leben pulsiert. Natürlich 85 qm für 500 Buletten, warm.
    Das wäre aber nur möglich wenn die Bevölkerungsprognose eingetroffen wäre. Nun ist ja genau andersrum. Den Vermietern rennen sie die Buden ein. Mangel!

    Fünfte Ursache:
    Immer mehr Singelhaushalte. Da der deutsche individualisierte Mensch kaum noch klassisch Partnerschaftlich oder Familiär leben kann, braucht offenbar jeder einzelne Mensch seine eigne Wohnung. Auch hier sind die Ansprüche gewaltig. Beste Citylage, Penthouse mit Dachterrasse, 120 qm, Whirlpool, Sauna, Fitnessraum, 600 Buletten warm. Die Realität holt diese Paarunfähigen Individualisten dann ganz schnell ein.

    Sechste Ursache:
    Bauwirtschaft ausgelastet, plus ein gigantischer Berg an Bauvorschriften, Mangel an Bauland, Investoren, Handwerkern, Ingenieuren, Kapazitäten.

    Siebte Ursache:
    Weiterer Zustrom von potentiellen Mietern aus der ganzen Welt. Jedes Jahr eine Großstadt dazu.
    Wie man hört sind die meisten Heime leer, was wohl bedeutet dass die Migranten gut untergebracht sind.
    In schicken Wohnungen wo die Miethöhe keine Rolle spielt da das Amt jeden Preis bezahlt.
    Man könnte sagen. Der verzweifelt suchende Deutsche, bezahlt seinen Konkurrenten über Steuern mit, wobei da kaum Limit besteht.
    Ist natürlich doppelt doof.

    Die Antwort der Linken, SPD und Grünen auf all dies.

    ---------------------------------------------------
    Wetter anhaltend gut. Würde gerne Bäume pflanzen, aber es soll wohl die Woche noch mal Bodenfrost geben.
    Da warte ich lieber noch ab.

  2. #2
    First Sergeant
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    Standard

    2. Ursache:
    Man muss es aber auch mal aus der Sicht der Baukosten sehen. Ohne jetzt nachzuforschen, könnte ich mir vorstellen, dass die Baukosten in den Ländern ganz oben in der Liste entsprechend niedrig ist, dass man dort (Beispiel aus der Luft gegriffen) mit einem Jahresgehalt in Deutschland ein ganzes Haus errichten kann. Zudem sind - Keine Gewähr auf meine Erinnerungen - in der Schweiz die laufenden Abgaben für Häuslebauer nicht ohne. Und in Griechenland war es wohl so, dass keinerlei Abgaben anfielen, wenn man noch im Bauen war. Deshalb sah ich dort auch viele Käuser, die zwar bewohnt waren, aber noch Eisenstangen am Dach rausstehen hatte - nan könnte ja noch weiter bauen.

    4. Ursache:
    Täte meine Frau sich nicht so vor dem Autofahren fürchten, wäre ich an einen sehr ruhigen Waldrand gezogen. Jetzt ist es halt eine Kleinstadt geworden. Vorteil bei mir ist, dass ich die Fahrt zur Arbeit bezahlt bekomme.

    5. Ursache:
    Das ist halt eine Nebenwirkung davon, weil man meinte, freier sein zu wollen. Früher gabs Großfamilien undgäbe es die heute noch, wohl keinen Wohnungsmangel. Auch der Pflegesektor wäre nicht so überlastet.

    6. Ursache:
    Wird man die beheben, beschleunigt man den Klimawandel. Weniger Flächen die für uns das CO2 wegatmen, mehr Flächen die sich schneller aufheizen usw. Ein Teufelskreis jagt den nächsten. Im Grunde entspricht all das, was der Mensch anfasst, dem Zauberlehrling. "Die Geister die ich rief..." Was mich wieder zu der Annahme verleitet, der Mensch ist nicht in der Lage, eigenmächtige Handlungen und dessen Folgen sinnvoll zu beurteilen. Ihm gehört quasi das Recht, Regeln festzulegen, entzogen.

  3. #3
    Master Gunnery Sergeant Avatar von DerTiger
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    Dann geh halt nach Rumänien und lieg denen auf der Tasche wenns da besser ist mit den eigenen vier Wänden, vielleicht hat man dann endlich seine Ruhe vor deinem Geschwafel.

  4. #4
    Major
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    Avatar von grigi
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    Zitat Zitat von bschicht86 Beitrag anzeigen
    2. Ursache:
    Man muss es aber auch mal aus der Sicht der Baukosten sehen. Ohne jetzt nachzuforschen, könnte ich mir vorstellen, dass die Baukosten in den Ländern ganz oben in der Liste entsprechend niedrig ist, dass man dort (Beispiel aus der Luft gegriffen) mit einem Jahresgehalt in Deutschland ein ganzes Haus errichten kann.
    In dem zugehörigen Artikel steht, das wenig Wohnungseigentum die Menschen flexibler macht. Man kann leichter den Arbeitsplatz wechseln und ist nicht auf einen Ort festgelegt.
    Das wird als Vorteil gesehen, wobei sich das nun ins Gegenteil umkehrt, da überall die Wohnungen fehlen. Die Menschen sind nunmehr in ihren Wohnungen festgenagelt, da ein Wechsel unkalkulierbare Risiken birgt. (steigende Miete bzw. überhaupt was finden)

    Also ich weiß das man z.B in Polen deutlich geringere Baukosten hat. Auch das Material ist preiswerter.
    Deshalb tingelt hier in der Grenzregion jeder nach Szczecin wo sich die Baumärkte auf deutsche Kundschaft eingestellt haben, inklusive Lieferservice.
    Zitat Zitat von bschicht86 Beitrag anzeigen
    4. Ursache:
    Täte meine Frau sich nicht so vor dem Autofahren fürchten, wäre ich an einen sehr ruhigen Waldrand gezogen. Jetzt ist es halt eine Kleinstadt geworden. Vorteil bei mir ist, dass ich die Fahrt zur Arbeit bezahlt bekomme.
    Meine Frau ist kaum aus dem Auto rauszukriegen. Dabei immer am schimpfen, wenn sie nicht zum überholen kommt. Oder Sontagsfahrer bevorzugt die Straße blockieren wenn sie es eilig hat. Kleinstadt ist doch optimal. Man kennt sich und das meiste was man so braucht ist auch vor Ort.
    Zitat Zitat von bschicht86 Beitrag anzeigen
    6. Ursache:
    Wird man die beheben, beschleunigt man den Klimawandel. Weniger Flächen die für uns das CO2 wegatmen, mehr Flächen die sich schneller aufheizen usw. Ein Teufelskreis jagt den nächsten. Im Grunde entspricht all das, was der Mensch anfasst, dem Zauberlehrling. "Die Geister die ich rief..." Was mich wieder zu der Annahme verleitet, der Mensch ist nicht in der Lage, eigenmächtige Handlungen und dessen Folgen sinnvoll zu beurteilen. Ihm gehört quasi das Recht, Regeln festzulegen, entzogen.
    Der entscheidende Punkt. Bauen Bauen Bauen...Beton, Beton, Beton. Flächenfrass oder Verdichtung. Wertvolle Naturfläche geht verloren, bei Verdichtung kommt der Verkehrskollaps hinzu. Mehr C02, Energiebedarf, Versorgung, Logistik alles steigt. Selbst wenn man berücksichtigt, daß der Mensch zum Irrationalismus neigt, sollte selbst der größte "Ich" bezogene Individualegoist kapieren, das sein destruktives Konsumverhalten den Planeten mehr schadet als es nützt. Und als wäre sein eigner C02 Fußabdruck nicht schon gewaltig genug, rennt er rum und schreit nach mehr. Mehr Menschen wären gut und so schön bunt.

    Meine Schwester war grad in Tokio und echt schockiert. Ist wohl eine der dicht besiedelten Städte überhaupt. 15 363 Ew./km² (Berlin dagegen 4.052 Einw. je km²)
    Ein Ameisenhaufen ist nix dagegen. Die Leute stapeln sich. Alles bebaut, wo man hinschaut, Menschen über Menschen. Horror. Es ist wohl nur der sprichwörtlichen japanischen Höflichkeits Mentalität zu verdanken, das es da nicht jeden Tag Mord und Totschlag gibt.

    Auf Deutschland bezogen, stelle man sich mal vor die alten Prognosen wären eingetreten.
    Bevölkerung wäre auf 40 Millionen Menschen geschrumpft. Deutschland eine grüne Oase, markelose C02 Bilanz.
    Überall freundliche Menschen, kaum Stress. Auch wirtschaftliche oder militärische Dominanz würde keine Rolle mehr spielen. Wir hätten vielleicht noch einige Kraftzentren (HH, Ruhrgebiet, Bayern, Berlin) aber ansonsten dünn besiedeltes grünes Land mit kristallklaren Bächen und saftigen Wiesen.
    Ich frage mich woher überhaupt dieses zwanghafte Bestreben kommt, das die Bevölkerung nicht schrumpfen darf und die Wirtschaft immer wachsen muss. Wozu soll das gut sein?
    Letztendlich wird genau dieser ewige Wachstumszwang zum Kollaps führen.

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