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Thema: Testers Keepers mit GIGABYTE GTX 1660 TI GAMING OC 6G

  1. #1
    Avatar von Lady Marketing
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    Standard Testers Keepers mit GIGABYTE GTX 1660 TI GAMING OC 6G

    Hier findet Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit GIGABYTE GTX 1660 TI GAMING OC 6G aus KW10 2019.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit GIGABYTE GTX 1660 TI GAMING OC 6G
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Gigabyte Geforce 1660 Ti Review

    IMG_20190314_165814.jpg

    Vorwort

    Ich habe die hier getestete Gigabyte Geforce GTX 1660 Ti im Rahmen des Testers Keepers Programms kostenfrei erhalten. Die Grafikkarte wurde nach bestem Wissen und Gewissen neutral getestet und bewertet.

    Testsystem:
    Prozessor i5 6600k 4.2GHz@1.3V
    Motherboard Gigabyte GA-Z270P-D3 Bios Version: F6
    Bootfestplatte 500GB Samsung 850 Evo
    Massenspeicher 2x 3TB Festplatten
    Netzteil LC8850II 750W
    Gehäuse Lian Li O11 Dynamic
    Prozessor Kühlung Coolermaster Nepton 240M
    Gehäuselüfter 3x 120mm Intake
    Monitor Acer VG270U



    Unboxing


    Nach Öffnen der Box findet man als erstes einen großen Papp-Umschlag mit Zubehör.
    Das Zubehör beläuft sich allerdings nur auf einen Quick Guide und eine Treiber CD.
    Ich finde es zwar gut, dass keine Werbung oder ähnliches dabei liegt aber ein Sticker oder sonstige Kleinigkeiten wären schön gewesen.
    Die Grafikkarte selbst ist mit dem Gigabyte Windforce Kühler ausgestattet. Dieser hat 3x 80mm Lüfter, ein Aluminium Kühlkörper und je 3 Kupfer Wärmerohre pro Seite.
    Die Karte hat eine von mir gemessene Länge von 281mm also könnte es bei kleineren Gehäusen zu Platz Problemen kommen.
    Das Matte Plastikgehäuse macht einen hoch qualitativen Eindruck und schnarrt nicht, wenn man dagegen drückt. Das Gigabyte Logo an der Oberseite der Karte ist eine RGB-LED und ist mit der Gigabyte Software RGB FUSION 2.0 zu steuern.
    Die Backplate ist ein willkommenes Feature, leider ist sie aus Plastik. Auch wenn sie auf den ersten Blick gut aussieht hätte ich mir eine Backplate aus Metall gewünscht.
    Die Vier Video Ausgänge sind 3x Displayport und 1x HDMI, also falls man einen Monitor und ein VR Headset mit HDMI gleichzeitig anschließen will muss ein Displayport zu HDMI Adapter gekauft werden.
    Die Karte wird mit einem einzelnen 8-Pin PCIe-Stecker mit Strom versorgt. Es ist weder NVLink, SLI noch ein Bios Schalter vorhanden, was bei dieser Preisklasse auch nicht zu erwarten war.

    Bilder:


    Tests

    Ich habe die GTX 1660 Ti gegen meine AMD R9 290 von Powercolor getestet. Beide Grafikkarten wurden nicht übertaktet. Bei allen Tests war Freesync deaktiviert und für die Leistungsangaben wurde das gesamte System inklusive Monitor an das Messgerät angeschlossen.
    Alle Testergebnisse sind der Durchschnitt von 3 Testläufen.
    AMD Treiber Version 19.1.2
    Nvidia Treiber Version 419.35


    Superposition

    Alle Superposition Benchmarks wurden mit der DirectX Grapics-API durchgeführt.

    R9 290 GTX 1660 Ti
    1080p High | Punkte 5916 8949
    1080p Extreme | Punkte 2596 3455
    VR Future | Punkte 1665 2410

    In dem Superposition Grafikkarten Benchmark schnitt die 1660 Ti von 33% bis 51% besser ab.


    3D Mark

    Time Spy R9 290 GTX 1660 Ti
    Graphics Score | Punkte 4032 6467
    Systemverbrauch | Watt 360 W 243 W

    Time Spy Extreme R9 290 GTX 1660 Ti
    Graphics Score | Punkte 1916 2881
    Systemverbrauch | Watt 353 W 232 W

    In 3D Mark Time Spy erzielte die 1660 Ti zwischen 50% (Time Spy Extreme) und 60% besser ab, obwohl die 1660 Ti etwa 120W weniger verbrauchte als die R9 290. Damit ist die 1660 Ti etwa 2,3 Mal effizienter (Punkte pro Watt).


    Doom

    Doom wurde in 1440p mit Ultra Einstellungen, TSSAAx8 und einer FOV von 90 in dem Arcade Mode „Argent D‘Nur” für je 60 Sekunden gespielt.

    OpenGL 4.5 R9 290 GTX 1660 Ti
    Durchschnitt FPS 61.5 117.4
    1% Low FPS 17.97 21.73

    Vulkan R9 290 GTX 1660 Ti
    Durchschnitt FPS 80.5 131.6
    1% Low FPS 26.93 16.70

    In Doom überzeugte die 1660 Ti mit 60%, mit der Vulkan API, und 90%, mit OpenGL, höheren durchschnittlichen FPS. Allerdings waren während des Spielens mit beiden Karten deutliche Ruckler zu spüren.
    Da diese Ruckler in anderen Spielen nicht zu merken waren gehe ich davon aus, dass es hier an einigen Stellen zu einem CPU-Bottleneck kam.
    Die 1% Low FPS sind somit nichts aussagend. Die durchschnittlichen FPS sind allerdings und OpenGL sowie Vulkan eine deutliche Steigerung zu der R9 290.


    Witcher 3: Wild Hunt

    Witcher 3 wurde in 1440p mit Ultra Einstellungen und Hairworks deaktiviert getestet. Der Test bestand aus jeweils einem 60 Sekunden Pferderitt durch ein Dorf und die Landschaft.

    R9 290 GTX 1660 Ti
    Durchschnitt FPS 43.33 66.9
    1% Low FPS 35.63 33.8



    Temperatur, Lautstärke, Verbrauch und Preis-Leistung

    Alle Tests und Beobachtungen wurden mit der voreingestellten Lüfterkurve gemacht.
    Die 1660 Ti besitzt einen 0RPM Mode in dem die Lüfter unter 55°C stillstehen, um keine Geräusche zu machen. In meinem gut belüfteten O11 dynamic Gehäuse läuft die Karte während leichtem Internet browsen mit 54°C und damit im 0RPM Mode. Ab 55°C fangen die Lüfter an sich mit 25% (1440RPM) zu drehen. Zu dem Zeitpunkt ist meine CPU-Wasserkühlung allerdings noch lauter und erst ab 30% kann man die Lüfter der Grafikkarte hören.

    Unter Volllast erreicht die Karte nur 65°C mit den Lüftern auf 55%, was leider gerade etwas zu heiß ist damit die Karte die volle Boostfrequzenz von 1950MHz aufrechterhalten kann. Sobald 65°C erreicht sind fällt der Boost auf 1935MHz zurück.
    Persönlich werde ich die Lüfterkurve etwas aggressiver einstellen damit die Karte lauter aber kühler läuft, um die Boostfrequenz von 1950MHz unter Volllast zu halten.
    Mein System läuft jetzt mit etwa 110W auf dem Desktop und etwa 235W unter Volllast. Verglichen mit 200W und 350W mit der R9 290 ist das fast eine Halbierung der Stromkosten. Wenn man von 3 Stunden Volllast pro Tag ausgeht spare ich durch das Upgrade zur GTX 1660 Ti 36,42¤ pro Jahr (bei 0,29¤/kWh).
    Um einen Eindruck über die Preis-Leistung der GTX 1660 Ti zu erhalten kann man einfach die online Ranglisten des Superposition Benchmarks einsehen und vergleichen mit welchen Grafikkarten die Einträge dort die gleiche Punktzahl erzielt haben. Also in diesem Fall 8949 für 1080p High und 3455 1080p Extreme. In den Ranglisten sieht man, dass die Leistung der 1660 Ti gut mit übertakteten GTX 1070 und 1080 zu vergleichen ist. Diese Kosten allerdings hunderte Euro mehr daher ist die GTX 1660 Ti von der Preis-Leistung gesehen eine deutlich bessere Wahl.


    Übertakten

    Nachdem alle Tests abgeschlossen worden sind, habe ich mich ans Übertaten der Grafikkarte gemacht. Leider konnte ich nur eine ~8.5% höhere Kernfrequenz und ~7.5% höhere Speicherfrequenz erreichen. Damit lief die Karte bei einem erhöhten Powerlimit von 140% TDP mit 2100 MHz Kern und 6450 MHz Speicher. Durch meine aggressive Lüfterkurve blieben die Temperaturen bei ~65°C auch wenn die Karte dadurch etwas lauter wurde, aber nichts was in irgendeiner Weise zu meiner alten AMD Karte zu vergleichen war.
    Durch die Übertaktung wurde eine 8.5% höhere Punktzahl im Superposition Benchmark erreicht.
    Die Spannungskontrolle ist bei der GTX 1660 Ti leider von Nvidia nicht freigegeben und kann deswegen nicht erhöht werden.


    Fazit

    Der TU116 Chip von Nvidia, welcher in der Gigabyte GTX 1660 Ti verbaut ist, hat sehr gute Leistung für den Preis solange die Kühler es schafft den Kern soweit zu kühlen, dass dieser seine Boostfrequenz halten kann. Die 1660 Ti ist für 1440p Ultra Gaming geeignet und die 6GB GDDR6 Speicher machen diese Karte für die nächsten Jahre einen guten Kauf.
    Der Windforce Kühler von Gigabyte schafft es die Karte unter Volllast kaum hörbar sowie im Leerlauf in vollkommener Stille zu kühlen.
    Wer auf der Suche nach einer geräuschlosen Preis-Leistungs-Karte ist im 250¤-300¤ Bereich, dem kann ich die Gigabyte GTX 1660 Ti nur empfehlen.

  3. #3

    Standard Review der Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC

    Einleitung und Hintergrund:

    Ich habe von Mindfactory im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC zum Testen erhalten - wofür ich mich noch einmal herzlich bei Mindfactory bedanken möchte. Ich selber nutze momentan für meinen PC einen Ryzen 2700x mit einem Gigabyte Aorus x470 gaming 7 wifi Mainboard und 16 GB Ram mit 3400Mhz. Als Grafikkarte habe ich eine RTX 2080 OC von KFA2.
    Beworben habe ich mich aus zwei Gründen: Zum einen, weil seit der Veröffentlichung der RTX 2060 die Kritik groß war, dass die RTX 2060 als auch die GTX 1660 TI beide nur 6 GB Speicher besitzen, obwohl sie leistungstechnisch auf dem Niveau einer 1070 (Ti) liegen. Durch den (zu) geringen Speicher - so die Kritik - würde die 2060/1660 TI noch vor der 1070 obsolet werden.
    Der zweite Grund ist der Hersteller Gigabyte. Ich habe selber ein Mainboard von Gigabyte und hatte vor der RTX 2080 von KFA2 eine Aorus RTX 2080 Extreme. Allerdings hatte diese Grafikkarte eine sehr schlechte und laute Kühlung trotz des großen Kühlers und des hohen Preises. Meine Bewertung dazu finden Sie auch auf Mindfactory.de. Ich bin daher auch daran interessiert, ob es ein unglücklicher Zufall war oder eher die Regel bei Gigabyte ist.


    Verpackung und Lieferumfang:


    Die Verpackung ist relativ klein verglichen mit derjenigen der Aorus RTX 2080 Extreme. Neben der Karte wird nur eine Kurzanleitung und eine CD mit Treibern und Software mitgeliefert. Sticker oder ein Grafikkartenständer - so wie sie bei der Aorus RTX 2080 Extreme mitgeliefert wurden - sind nicht dabei. Summa summarum ist der Lieferungsumfang nahezu identisch mit dem der RTX 2080 von KFA2.

    Bild Verpackung low res.jpg


    Design und Anschlüsse:

    Die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC hat nahezu identische Maße wie die RTX 2080 von KFA2: beide Grafikkarten haben ein 2-Slot Design. Allerdings enden hier die Gemeinsamkeiten. Während die 2080 nur zwei 85mm Lüfter hat, besitzt die 1660 Ti drei 80mm Lüfter. Dabei sieht die 1660 Ti definitiv wertiger aus als die 2080 von KFA2.
    Die 1660 TI von Gigabyte besitzt einen RGB "Gigabyte" Schriftzug an der Seite der mithilfe von RGB-Fusion gesteuert werden kann. Die Karte kann daher zusammen mit einem Gigabyte Mainboard und RGB Arbeitsspeicher mit einem einzigen Programm gesteuert werden, was die Koordination der RGB- Beleuchtung deutlich einfacher macht.
    Besonders positiv fällt die Backplate aus, die bei Einsteiger Grafikkarten keine Selbstverständlichkeit ist. Diese ist zwar nur aus mattem Plastik und hat daher keine Kühlwirkung - schön sieht sie dennoch aus.
    Die 1660 TI besitzt dreimal Displayport 1.4 und einmal HDMI. Einen USB-C-Anschluss sucht man leider vergebens ebenso wie einen SLI/NV-Link Anschluss.

    Bild Anschlüsse low.jpg

    Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC ein sehr zurückhaltendes aber dennoch wertiges Design hat. Vor allem die Tatsache, dass hier das Augenmerk auf eine gute Kühlung anstatt auf viel RGB gesetzt wird, ist positiv und wäre auch bei der Aorus RTX 2080 Extreme wünschenswert gewesen. Außerdem ist die Karte sehr lang für eine GTX 1660 TI.
    Bild beide GPUs 2 lowlow.jpgBild beide GPUs 1 lowlow.jpg
    Bild Rückseite low res.jpg


    Geschwindigkeit:

    Nvidia selbst bewirbt die GTX 1660 Ti als eine Grafikkarte für Gaming in Full-HD Auflösung. Leistungstechnisch liegt sie im Allgemeinen in etwa auf Augenhöhe mit der GTX 1070. Der große Kritikpunkt ist, dass die GTX 1660 Ti 2 GB weniger VRAM hat als die ältere GTX 1070, weswegen Nvidia die Karte wohl auch für FHD bewirbt.

    In Battlefield V erreicht die Grafikkarte bei FHD und Settings auf Ultra im Durchschnitt 87 FPS bei einer Temperatur von 59 °C. Die Speicherauslastung war dabei zwischen 4900mb und 5200mb.

    Auch in Black Ops 4 auf FHD überzeugt die Grafikkarte mit durchschnittlich 99 FPS, einer Taktrate von 1935 Mhz und einer Temperatur von 59°C. Allerdings war hier die VRAM Auslastung zwischen 5500mb und 6100mb. Dennoch kann man auch hier die Grafikkarte vollends empfehlen, da es keine Ruckler oder dergleichen gab.

    In Players Unknown Battelground schafft die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC auf FHD mit maximalen Einstellungen im Durchschnitt 97 FPS. Die Temperatur liegt wieder bei 59°C bis 60°C und die Speicherauslastung bei 4500mb bis 5000mb.

    Man kann also zusammenfassend sagen, dass die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC für die neusten Spiele auf Full HD mehr als ausreicht, auch wenn der Speicher bei manchen Spielen schon knapp wird.

    Da die GTX 1070 aber an sich schon eine Grafikkarte für (U)WQHD war, stellt sich natürlich die Frage, wie sich die GTX 1660 Ti schlägt:

    In Battlefield V erreicht die GTX 1660 TI durchschnittlich 70 FPS (WQHD), wobei die 1%min FPS bei 45 FPS liegen. Damit ist ein flüssiges Spielerlebnis gegeben. Dabei war der VRAM bis 5800mb ausgelastet. In UWQHD (3440 x 1440 Pixel) hatte die GTX 1660 Ti nur 50 FPS im Durchschnitt und oftmals nur 31 FPS. Zum Vergleich: eine RTX 2080 erreicht auf WQHD im Durchschnitt 88 FPS - also in etwa 76% mehr.

    In Black Ops 4 erreicht die Grafikkarte auf WQHD und maximalen Settings 77 FPS und auf UWQHD 56 FPS. Dabei kam es bei einer Auflösung von 3440 x 1440 zu Beginn immer wieder zu kurzen Rucklern. Das selbe Problem tritt aber auch bei der RTX 2080 auf. Interessanterweise ist der Speicher immer um die 5600mb ausgelastet und folglich genauso viel wie bei Full HD.

    Die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC ist daher sogar in der Lage einige neue Titel auf höchsten Einstellungen auf 2560 x 1440 mit mehr als 60 FPS wieder zugeben. Für UWQHD ist sie (bei maximalen Grafikeinstellungen) nicht geeignet - zumindest bei neuen Spielen. Ältere Titel wie Grid 2 schafft die GTX 1660 TI auf 3440 x 1440 weiterhin auf maximalen Einstellungen mühelos.

    Interessant ist auch, dass ein voller VRAM - wie in Black Ops 4 - nicht unweigerlich zu Rucklern oder sehr niedrigen FPS führen muss, weshalb die Diskussion über die Speichergröße etwas übertrieben ist. Außerdem haben die meisten älteren Spiele einen sehr geringen Speicherverbrauch, wie ich selber in Spielen wie Grid 2 (unter 2 GB) oder dem noch viel älteren Dead Space sehen konnte (1,5 GB). Selbst The Witcher 3 braucht auf 4k gerade einmal 4,5 GB VRAM.

    Zu Benchmarks: in dem Time Spy Benchmark erreichte die GTX 1660 TI 6.332 Punkte (5.984 Grafik- und 9.453 CPU Punkte) und hielt dabei einen Takt von etwa 1950 Mhz bis 1905 Mhz.



    Temperatur und Lautstärke:

    Zu aller erst das Wichtigste für mich: die Karte hat kein Spulenfiepen. Damit meine ich in diesem Fall nicht das "Summen" unter Last, wie es auch ein Netzteil normalerweise erzeugt, sondern einen hoher, fiepender Ton, der auch im Leerlauf auftreten kann. Dies war der Hauptgrund, warum ich die Aorus RTX 2080 Extreme zurückgeschickt habe.
    Im Idle-Betrieb sind die Lüfter aus und die Karte daher lautlos. Aber selbst im Betrieb bleibt die Grafikkarte unter 62 Grad Celsius (unveränderte Lüfterkurve) und die Lüfter angenehm leise. Die Lüfter sind auch im Allgemeinen deutlich leiser als die meiner RTX 2080 von KFA2, die bei maximaler Lüfterdrehzahl deutlich lauter sind als die der GTX 1660 TI. Da die GTX 1660 TI aber nie über 61°C warm wurde in Spielen und die Lüfter folglich meistens bei 46% der maximalen Drehzahl arbeiteten, war die Karte praktisch nicht hörbar ( die RTX 2080 braucht für diese Temperaturen oft mehr als 80% Lüfterauslastung). Die Karte überzeugt also beim Thema Lautstärke und Temperatur ganz.



    Leistung/Verbrauch:

    Im Idle - Modus taktet die Grafikkarte selbstständig auf 300 MHz runter und verbraucht nur noch in etwa 12W (laut GPU-Z). In Spielen wie BFV, Grid 2 oder ähnlichen hat die GTX 1660 Ti einen Verbrauch von etwa 125W-140W, in Benchmarks wird ein Maximalverbrauch von 142W angezeigt, bei Übertakten um 140 Mhz sowie Anhebung des Powerlimits auf 142% hingegen kann sie bis zu 176 W (125,7% TDP) verbrauchen (in Benchmarks), was leicht unter einer sparsamen RTX 2070 liegt. Nvidia selbst gibt den Stromverbrauch einer GTX 1070 mit 150W an, den einer GTX 1660 TI mit 120W. In Stresstests mit maximaler Anhebung des Powerlimits auf 142% kann die Karte bis zu 200W verbrauchen - auch wenn dies ein sehr theoretischer Wert ist.



    Software, fehlendes Raytracing und DLSS:

    Meiner Meinung nach ist die Software von Gigabyte sehr verbesserungswürdig. Die Aorus engine - das Equivalent zu MSI Afterburner - lies sich nach erfolgreicher Installation genau einmal öffnen, bevor es sich nicht mehr öffnete. Man müsste daher zwischen jedem öffnen des Programms dieses erst deinstallieren, den Computer neu starten und dann wieder neu installieren. Die Software selbst ist dabei eher bescheiden aufgestellt. So kann man nur Lüfterlinien, nicht aber Kurven mit mehr als 2 beweglichen Punkten und 2 Punkten für 100% und 0% anlegen. Außerdem führt die Installation von der Aorus engine dazu, dass RGB-Fusion nur noch eingeschränkt funktioniert. So kann man nicht mehr einzelne Komponenten wie das Mainboard oder die Grafikkarte einzeln konfigurieren, da sonst die Software abstürzt. Ich habe auch andere Software von Asus und Zotac getestet und bei keiner traten solche Probleme auf. Wenn man allerdings nur RGB-Fusion installiert und anstatt der Aorus engine MSI Afterburner nutzt, gibt es keine Probleme. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass meiner Meinung nach keine Software an den Umfang von MSI Afterburner ran kommt. RGB-Fusion funktioniert sehr gut. Die Grafikkarte wurde sofort erkannt und konnte mit mehreren vordefinierten Modi benutzt werden. Dennoch muss man auch hier anmerken, dass RGB-Fusion von einigen Spielen als Cheat-Software erkannt wird - unter anderem von Rising Storm 2 und Insurgency 2. Manche Leute berichteten sogar von Bans, weil sie versehentlich RGB Fusion im Hintergrund liefen ließen. Das konnte ich aber glücklicherweise noch nicht bestätigen - ich konnte die Spiele nur nicht starten und es gab eine Meldung, dass die Cheat-Software RGB-Fusion entdeckt wurde.

    Im Gegensatz zu anderen Turing Chips besitzt diese Grafikkarte keine Tensorkerne oder RT-Kerne und kann daher nicht Features wie Raytracing oder DLSS. Aus meiner jetzigen Erfahrung mit der RTX 2080 kann ich berichten, dass beide Features momentan nicht viel mehr als nette Techdemos sind. Raytracing alleine reduziert die FPS in BFV deutlich, sodass auf einer Auflösung von 3440 x 1440 eine RTX 2080 mit minimalen Raytracingsettings nur 50 FPS schafft, wobei es zu vielen Rucklern kommt. In anderen Worten: selbst in Spielen, wo Raytracing nur partiell benutzt wird, reduziert dieses Feature die FPS einer RTX 2080 für mehr als 700¤ auf das Niveau einer GTX 1660 TI. Durch die Einstellung DLSS, kann man diese FPS Verluste zwar wieder kompensieren, dafür sieht dadurch das Bild aus, als wäre es nur auf 70% Auflösung gerendert worden (was ja auch mehr oder weniger der Wahrheit entspricht). Ich persönlich finde es daher positiv, dass bei der GTX 1660 TI auf solch unausgereifte Features verzichtet wird und dadurch das Preis-Leistungsverhältnis besser ausfällt. Wie man auf einer RTX 2060 Raytracing mit mehr als 60 FPS nutzen soll, ist mir indes Schleierhaft.

    Die Karte kann aber dafür "Adaptive Shading", was die Vorgängergeneration, e.g. GTX 1070, nicht kann. Da momentan nur ein Wolfenstein Titel dieses Feature besitzt, konnte ich es leider nicht selber testen.

    Außerdem besitzt die GTX 1660 TI natürlich alle Features von Geforce Experience, sodass man sehr einfach Screenshots und Videos aufzeichnen und ebenso live streamen kann. Treiber Updates sind darüber ebenfalls sehr einfach.


    Preis-/Leistungsverhältnis:

    Die GTX 1660 TI ist unter den neu erschienen Turing Grafikkarten die Preiswerteste als auch die mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Allerdings gibt es momentan (Stand Mitte März) immer noch Restposten an GTX 1070 für unter 300¤. Diese bieten eine gleiche Leistung und zusätzliche 2 GB VRAM. Aufgrund dem selben Argument würde ich aber auch immer die GTX 1660 TI einer RTX 2060 vorziehen, die bei noch mehr Leistung höherem Preis auch nur 6 GB Speicher hat (der aber eine bessere Anbindung besitzt als bei der 1660 TI).
    Für einen schnellen Preis-/Leistungsvergleich kann ich den Graph auf der Website von "Computerbase" (leider keine Verlinkung möglich) empfehlen, wo alle aktuellen Grafikkarten mit einbezogen sind. Dort kann man auch gut erkennen, dass die RX 590 ein schlechteres Verhältnis hat und die RX 580 unwesentlich besser abschneidet. Wie man in zahlreichen Youtube Videos sehen kann, ist die Vega56 in 4k um bis zu 20% schneller (manchmal aber auch 10% langsamer) als eine GTX 1660 TI. Auch wenn dieser Unterschied bei geringerer Auflösung schwindet, ist sie immer noch besser und manchmal bei Mindstar genauso teuer wie eine GTX 1660 TI. Dafür hat die Vega56 aber mit 210W auch einen deutlich höheren Stromverbrauch und eine damit verbundene Lautstärke der Lüfter.
    Somit ist die GTX 1660 TI meiner Meinung nach allen zu empfehlen, die eine sparsame und leistungsstarke Karte für FHD suchen. Innerhalb der Turinggeneration besitzt sie das beste Preis-Leistungsverhältnis.

    Ob innerhalb der GTX 1660 TI Serie eine exzellente Kühlung und ein gutes Design gepaart mit einer leicht besseren Performance einem dann 50¤ Aufpreis zu den billigsten Modellen (~ 250¤) wert ist, muss jeder für sich entscheiden - schlussendlich sind dies bis zu 20% Aufpreis. Die Gigabyte GTX 1660 TI Gaming OC ist aber klar eines der Topmodelle wenn nicht das Topmodelle unter den GTX 1660 TI custom Modellen. Ich persönlich würde mir vermutlich die günstigste GTX 1660 TI mit mindestens 2 Lüftern kaufen, welche bei Mindfactory diejenige von KFA2 oder die Gigabyte GeForce GTX 1660 Ti OC Aktiv (wegen Backplate) ist. Allerdings sind es dann zur GTX 1660 TI Gaming OC auch nur noch um die 25¤, für welche man etwas mehr Leistung und eine nochmals leisere Kühlung bekommt.


    Overclocking:

    Die Grafikkarte läuft bei einem Offset von 140 Mhz für die GPU und 400 Mhz für den Speicher stabil. Dabei erreicht sie eine Taktrate von 2070-2050 Mhz und 4200 Mhz für den Speicher. Höhere Offsets (GPU-Takt) waren nicht möglich, da es dann zu Abstürzen kam. Der Speicher müsste aber noch höher übertaktbar sein. Der Time Spy Score stieg durch das Übertakten von 6.332 auf 6.756 bzw. der Grafik-Score von 5.984 auf 6.425 Grafik-Punkte. Die Temperatur erhöhte sich dabei etwa um ein bis zwei Grad.


    Fazit:

    Nach ausgiebigem Testen kann ich die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC empfehlen. Die GTX 1660 Ti an sich hat überzeugt. Auf Full HD wird sie auch noch in den nächsten Jahren Spiele auf hohen bis höchsten Settings mit mehr als 60 FPS wiedergeben können, nur wenige Spiele wie Assassins Creed Odyssey sind heute schon für FHD auf Ultra nicht mit 60 FPS spielbar. Für WQHD kann ich die Karte nur eingeschränkt empfehlen, da man dort in einigen Spielen schon jetzt die Grafikeinstellungen reduzieren muss. Wer sich also die Karte für WQHD kauft, muss damit rechnen, dass sie bald wieder durch eine neue Karte ersetzt werden muss oder man in einigen Spielen auf FHD wechseln muss.
    Interessanterweise konnte ich keine Probleme durch den kleinen Speicher feststellen. In den meisten Spielen reichen die 6 GB selbst auf WQHD noch aus und in den wenigen Spielen wie Black Ops 4 oder Rise of the tomb raider, wo der Speicher "nicht ausreicht", habe ich auf WQHD keine Beeinträchtigung wie micro Ruckler erkennen können.

    Auch Gigabyte selbst hat sehr gute Arbeit geleistet. Die Karte besitzt eine exzellente Kühlung, sodass die Karte leise bleibt. Das Design sieht sehr gut aus, bleibt aber schlicht - wer mehr RGB sehen möchte, muss wohl zur GTX 1660 Ti Gaming X 6G von MSI greifen, die auch eine leicht höhere Taktrate von 1875MHz anstatt von 1860MHz bei der Variante von Gigabyte verspricht. Zusammenfassend ist also die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC eine der besten aber auch teuersten GTX 1660 TI Modelle, die derzeit auf dem Markt sind.

    Aus meiner Sicht ist daher die Grafikkarte klar zu empfehlen. Wer einen sehr detaillierten Test zu der Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC lesen möchte, findet einen auf der Website von "Kitguru".

    Positiv:
    • gute und leise Kühlung
    • geringer Stromverbrauch verglichen mit der Vega56, RX 590 oder der GTX 1070
    • hohe Taktrate
    • schöne Backplate
    • kein Spulenfiepen
    • gutes OC Potenzial



    Negativ:
    • geringe Speichergröße von 6 GB
    • fehlender USB-C Anschluss
    • verbesserungswürdige Software
    • Preis nicht wesentlich günstiger als Angebote der GTX 1070 (siehe Mydealz)



    Neutral (für mich):
    • kein Raytracing und DLSS
    • Formfaktor eventuell zu groß für kleine Gehäuse
    • wenig RGB Elemente



    Was könnte man besser machen:
    • bessere "Aorus engine"
    • Backplate aus Metall anstatt aus Plastik

  4. #4

    Beitrag GIGABYTE GeForce GTX 1660 Ti Gaming OC 6G Review

    Einleitung
    Vielen Dank an das Mindfactory-Team, dass ich im Rahmen des Testers Keepers Programms hier die Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC testen durfte. Meine Review spiegelt meine persönlichen Eindrücke wider und sind mit objektiven Messungen gespickt. Ich hatte mich anfangs gefreut, dass ich einen direkten Vergleich zur Gigabyte GTX 1080 Ti Gaming OC herstellen könne, musste aber während der stundenlangen Benchmarks und Auswertungen einsehen, das die beiden Karten zwar vom gleichen Herstellen sind und in der gleichen Ausführung vor mir liegen, dann doch aber sehr Unterschiedlich sind beziehungsweise man deutlich eine Leistungsentwicklung zwischen den beiden Architekturen feststellt. Jede der Beiden Karten hat Vorteile, aber auch Nachteile gegenüber der anderen. In etwa ein Vergleich von Äpfeln und Birnen? Wie auch immer: Die GTX 1660 Ti steht hier im Vordergrund und die Ergebnisse werden die Eigenschaften dieser Karte nur unterstreichen.

    IMG_6097_n.jpgIMG_6096_n.jpgIMG_6099_n.jpgIMG_6098_n.jpg

    Testaufbau
    • Gehäuse: NZXT Switch 810, leicht modifiziert
    • Mainboard: MSI Z87-G45 Gaming ATX
    • CPU: Intel i7 4770K @ 4GHz
    • RAM: 16GB (2x 8GB) HyberX Savage DDR3-1600
    • Netzteil: Corsair RM1000
    • Speicher: Samsung EVO 850 SSD
    • Kühlung: Alphacool NexXxos XP³ Light Brass Black Chrome
    • Alphacool NexXxos XT45 Full Copper 420mm Radiator (im Deckel)
    • 8x 14mm Lüfter (4x In, 4x Out)

    Die Karte ist in einer typischen Konfiguration so verbaut, dass die Lüfter nach unten zeigen. Im Gehäuse saugen insgesamt vier Lüfter frische Luft an der Vorder- und Unterseite an, drei Lüfter im Deckel (hinter dem CPU-Radiator) und ein Lüfter in der Gehäuse Rückseite lassen die warme Luft wieder raus. Die Raumluft wird aufgrund der Außentemperaturen und direktem Austausch mit der Außenluft relativ konstant gehalten. Da beide Karten sich zwischen den Benchmarks auch mit geringer Lüfterdrehzahl selbst schnell herunterkühlen, lag die GPU-Ausgangstemperatur für die Test in der Regel bei etwa 55°C. Da die Messergebisse des ersten Laufs auch nicht von den anderen beiden signifikant abweichen, sehe ich mein Aufbau hier bestätigt. Die Benchmarks wurden in höchster Einstellung (mit wenigen Ausnahmen) in einer Auflösung von 1080x1920 Pixeln durchgeführt, da diese die derzeit mit Abstand häufigste Monitorauflösung laut Steam ist.

    Testsoftware:
    • Windows 10
    • MSI Afterburner (Overclocking und Kontrolle der Grafikarten-Parameter)
    • 3DMark Fire Strike Extreme 1.1 (1920x1080, 2xMSAA)
    • 3DMark Time Spy (1920x1080)
    • Unigine Suberposition Benchmark (1080p Extreme, 3322MB VRAM)
    • Unigine Heaven 4.0 (1920x1080, DirectX11, Ultra Quality, Extreme Tessellation, 8x AA)
    • Catzilla (1080p)
    • GTA 5
    • Metro Last Light

    Es wurden mit jedem Benchmark jeweils drei Durchläufe hintereinander gestartet und die Ergebnisse notiert. Auf die Unterschiede der einzelnen Benchmarks möchte und kann ich hier nicht eingehen. Bei GTA habe ich mich auf den „Pass 4“ beschränkt, da dieser die niedrigste Durchschnitts-FPS hat und es natürlich auch die längste und Testsequenz ist, die meines Erachtens am nächsten an reale Spiel-Leistung herankommt.

    Tabelle Superposition.jpgTabelle Heaven.jpg


    Design
    Vorab: ein Unboxing wäre hier sehr kurz geworden, denn die Karte kam in der Händlerversion komplett ohne Zubehör. Einzig eine Treiber-CD, einer Kurzanleitung und die Garantie lag der Karte bei.
    Bei der Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC 6GB zeigt sich die Zugehörigkeit zur Gaming OC-Reihe. Das hervorstechende Lüftergehäuse ist schwarz mit wenigen, dunkelgrauen, asymmetrisch abgesetzten Elementen. An der Seite ist eine GIGABYTE-Logo platziert, welches über die Hauseigene RGB-Fusion 2.0 Software gesteuert werden kann. Anmerkung: Mit der alten RGB-Fusion Software kann lediglich die Farbe statisch eingestellt werden, aber keine Farbwechseleinstellung. Ohne zusätzliche Software durchläuft das Logo einen voreingestellten Farbwechsel in moderater Geschwindigkeit. Zusätzlich ist die 1660 Ti ab Werk mit einer Backplate ausgestattet. Diese ist ebenfalls in schwarz gehalten und nur das GIGABYTE Logo ist im grauen Farbton abgesetzt. Bei der Backplate ist mir aber aufgefallen, dass diese im Bereich der Stromversorgung vermakelt aussieht. Das kann ein Einzelfall sein und man sieht es nicht, wenn die Stromkabel nach oben verlaufen, aber es setzt die gefühlte Wertigkeit schon herab. Auch ist die Haptik an der Lüfterblende mittelmäßig, aber das stört mich nicht. Die Karte wird hinter Glas nur gesehen und nicht angefasst.
    Backplate und Lüfterblende schließen am Ende der Karte gemeinsam bündig ab und umschließen die schwarze Platine fast vollständig.

    IMG_6091_n.jpgIMG_6089_n.jpgIMG_6092_n.jpg

    Aufbau/Technik
    Die Karte wird von drei 80mm Lüftern sowie drei Headpipes ordentlich gekühlt. Zur Stromversorgung ist die Karte mit einer 8-Pin Buchse versehen. Wo wir gerade bei Buchsen sind: Die Buchse für die RGB-Ansteuerung befindet sich in der Nähe des 8-Pin PCIE-Buchse, Der Anschluss für die Lüfter genau auf der anderen Seite. Einen Anschluss für eine klassische SLI-Brücke besitzt diese Karte nicht, denn das läuft über den PCIe-Bus. An der Karte können vier Monitore, drei über einen DisplayPort und einer über den HDMI-Port angeschlossen werden.
    Vergleich zur GIGABYTE 1080 Ti Gaming OC:
    Hier sind ebenfalls drei 10mm Lüfter verbaut, die einen Kühlkörper mit vier Heat Pipes ventilieren. Die Kühlleistung ist dadurch gesteigert, aber die Karte produziert auch mehr Abwärme. Ebenfalls benötigt die 1080 Ti mehr Strom, weshalb hier zwei PCIE-Buchsen mit je acht Polen montiert wurde.
    Spezifikationen:

    Exemplarische Modelle GTX 1060 GTX 1660 TI RTX 2060 GTX 1080 TI
    Chip GP106 TU116 TU106 GP102
    Architektur Pascal Turing Turing Pascal
    Fertigungstechnik 16nm 12nm 12nm 16nm
    Shader-Cluster max. 10 max. 24 max. 36 max. 28
    Shader-Einheiten max. 1280 max. 1536 max. 2304 max.3584
    Basis-Takt 1506 MHz 1500 MHz 1365 MHz 1480 MHz
    Boost-Takt 1708 MHz 1770 MHz 1680 MHz 1582 MHz
    RayTracing Nein Nein max. 36 RT-Cores Nein
    Videospeicher 6 GB 6 GB 6 GB 11 GB
    Speicher-Typ GDDR5X GDDR6 GDDR6 GDDR5X
    Speicherbandbreite 192 GB/s 288 GB/s 336 GB/s 484 GB/s
    Speicheranbindung 192 Bit 192 Bit 192 Bit 352 Bit


    Extra/zusätzliches Overclocking

    Der Referenztakt der 1660 TI wird wie folgt angegeben: Basistakt liegt bei 1500 MHz, der Boost-Takt bei 1770 MHz
    Natürlich ist die „Gaming OC“ Karte von GIGABYTE bereits ab Werk übertaktet und arbeitet mit einer Taktrate von 1500 MHz und einem sehr hohen Boost-Takt von bis zu 1950 MHz sowie einem Speichertaktrate von 6000 MHz.
    Mithilfe von MSI Afterburner konnte in meinem Fall die Boost-Taktrate auf 2050 MHz und die Speichertaktrate auf 7000 MHz angehoben werden. Die Benchmark Ergebnisse laufen unter „GTX 1660 TI extra OC“

    Messergebnisse:
    Es wurden immer drei Durchgänge gemacht und die Werte gemittelt. Out oft the Box erreicht die GIGABYTE GTX 1660 TI Gaming OC folgende Benchmark -Ergebnisse:
    Factory OC Extra OC Differenz
    Fire Strike Extreme, Graphics Score 12217,3 13035 +6,7%
    Time Spy, Graphics Score 6478,3 6485 +0,1%
    Heaven, Score 1975 2132,3 +8,0%
    Superposition, Score 3419,7 3669,3 +7,3%
    Catzilla, Gesamtpunkte 19711,7 21171,7 +7,4%
    Metro Last Light, mittlere FPS 66,5 66,7 +0,3%
    GTA V, Pass4, mittlere FPS 64,4 62 -3,7%

    Anmerkungen zur GIGABYTE GTX 1080 Ti Gaming OC:
    GTX 1080 Ti Gaming OC Werkseinstellung:
    Im Metro Last light Benchmark erreichte die GPU-Temperatur bei der 1080 Ti nie die maximalen 70°C. Ich vermute, die CPU bremst hier die Grafikkarte aus.
    GTX 1080 Ti Gaming OC manuell übertaktet:
    Im Unigine „Heaven“ und „Superposition“ Benchmark konnte die Karte bei einem Power Limit von 120%, GPU Takt bei 1974 MHz bei 1,062V, einem Speichertakt bei 6023 MHz und einer Lüftergeschwindigkeit von deutlich hörbaren 80% eine stabile Übertaktung erzielt werden.
    Auch diese Grafikkarte ist vom Hersteller Gigabyte aus ab Werk Übertaktet, aber mit gewissem Kompromiss eingerichtet. So bleiben die Lüfter ohne Last überwiegend ausgeschaltet und aktivieren sich erst ab einer GPU-Temperatur von über 60°C und dann zunächst auf 30% Lüftergeschwindigkeit. Bei höheren Temperaturen steigt die Lüftergeschwindigkeit auf maximal 51% an, was auch unter enormer Last einen relativ leisen Betrieb erlaubt. Die Höchsttemperatur, die meine GPU so (mit 51% Lüftergeschwindigkeit) in den Test erreichte, war ohne Änderungen an der Steuerung 71°C.
    Mit manueller (schneller) Übertaktung erreichte die luftgekühlte Karte eine maximale Temperatur von 61°C bei einer Lüftergeschwindigkeit von 80% und Triebwerkartiger Geräuschkulisse. Abhilfe würde hier ein Wasserkühler schaffen.

    Fazit
    Die Lüftersteuerung lässt die Lüfter aber für einen leisen Betrieb solange stehen, bis eine Temperatur von 57°C erreicht ist. Dann steigen die Lüfter bei 30% Geschwindigkeit mit ein und regeln langsam bis zur eingestellten Maximalgeschwindigkeit von 50% hoch. Unter Dauerlast in Unigine Heaven Benchmark erreicht die GPU so eine Temperatur von 62°C. Fällt die Temperatur dann unter 45°C, stellen sich die Lüfter auch wieder ab. Dabei bleibt der Lüfter vergleichsweise leise. Im geschlossenen Gehäuse fällt sie neben den anderen gedrosselten Lüftern kaum auf.

    Zusätzlich übertaktet muss man hier allerdings Kompromisse eingehen: entweder akzeptiert man die Geräuschkulisse oder investiert hier in eine Wasserkühlung. Der Kühler an sich ist absolut in der Lage die Karte kühl zu halten. In der Realität sollte eine Lüftergeschwindigkeit von >80% mit einer gut eingestellten Lüfterkurve auch bei einer extrem übertakteten Karte kaum erreicht werden. Da es auf dem Markt auch von anderen Herstellern bereits übertaktete Modelle gibt und auch die Standardmodelle gute Leistung bringen, sollte man doch nochmal genau das Preis-Leistungsverhältnis prüfen.

  5. #5

    Standard Gigabyte GTX 1660 Ti OC

    1 Einleitung
    Im Zuge eines Produkttests habe ich von Mindfactory die Grafikkarte GTX1660 Ti OC
    der Marke Gigabyte erhalten, um diese ausführlich zu testen und zu bewerten. Mindfactory hat mir das Produkt kostenfrei zur Verfügung gestellt im Tausch zu dieser Produktbewertung. Dies hat meine Meinung zum Produkt in keinster Weise beeinflusst.

    2 Versand & Verpackung
    Was sieht der erwartungsvolle Kunde als erstes vom Produkt? Richtig - Die Verpackung.
    Die Grafikkarte kam gut verpackt in der Originalverpackung umgeben von einem Ver-
    sandkarton und Polstermaterial als DHL-Paket bei mir an.

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    Zum Lieferumfang gehört natürlich die Grafikkarte selbst in einer ESD-Folie verpackt
    (um statische Entladungen zu vermeiden und die empfindliche Elektronik zu schützen),
    sowie eine Treiber-CD und ein Quickstart-Guide. Die einzelnen Anschlüsse der Grafikkarte waren mit Gummi-Schonern ausgefüllt, sodass kein Staub oder Dreck in diese eindringen kann. Hier empfiehlt sich auch bei späterer Verwendung die nicht benutzten Anschlüsse einfach mit den Schonern besetzt zu lassen.

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    3 Design & Verarbeitung
    Das Design der Grafikkarte ist auf den ersten Blick eher schlicht gehalten, da sie schwarz ist und keine großen bunten Logos ziert. Auf der Rückseite der Karte ist die Platine durch ein Plastikteil geschützt, was ich sehr lobenswert finde, da sich Nutzer so beim Einbauen in den Rechner nicht zieren müssen die Karte anzufassen.

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    Die Verarbeitung wirkt durchaus hochwertig und nicht billig, obwohl die äußeren Teile
    nicht aus Metall gefertigt sind. Zu meiner Verwunderung ist mir aufgefallen, dass der
    Schriftzug Gigabyte am Rande der Karte mit einer RGB-Leuchtfunktion ausgestattet ist.
    Der Name des Herstellers kann so in nahezu allen Farben und verschiedenen Helligkeiten und Verläufen angesteuert werden. Immerhin ist so jedem selbst überlassen in welcher Farbe die Grafikkarte leuchten soll.

    4 Geschwindigkeit
    Für den Test der Geschwindigkeit vergleiche ich die Karte stehts mit meiner alten Grafikkarte, welche eine MSI GTX 770 mit zwei GB Speicher ist. Beide Karten besitzen
    1536 CUDA-Kerne, welche zur Beschleunigung von Anwendungen verwendet werden
    können.
    Eigentlich wollte ich die Grafikkarte unter einem Linux-basierten Betriebssystem in einem Server testen, allerdings ist dessen Netzteil zu schwach die Grafikkarte zu versorgen und die mechanischen Abmessungen sind zu groß für das Server-Gehäuse. Die Tests finden also unter dem beschriebenen Desktop-System mit Windows 10 Pro (neuster Update-Stand) und dem Nvidia GeForce 419.67 Treiber statt. Durch den Einsatz weiterer PCIe-Karten sind beide Grafikkarten bei mir lediglich mit acht PCIe-Lanes angebunden (nur zur Information, falls jemand die Leistungsdaten nachvollziehen möchte).
    Vom Größenvergleich her ist die GTX 1660 Ti OC deutlich flacher aber auch länger als meine GTX 770.

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    Da ich persönlich eigentlich kein Gamer bin (sondern nur gelegentlich GTA V spiele),
    teste ich die Karten in drei verschiedenen Anwendungsgebieten gegeneinander, welche
    für mich relevant sind:

    * GTA V Benchmark
    * Cinebench R15 Benchmark (OpenCL)
    * DaVinci Resolve Candlelight Benchmark (CUDA)

    Beide Grafikkarten werden gegeneinander getestet, wobei die GTX 1660 Ti OC einmal in
    den vom Herstellern vorgesehenen Standardeinstellungen und einmal in von mir gewählten Übertaktungseinstellungen betrieben wird.
    Der Endanwender kann mit der Software Einstellungen wie die GPU-Boost-Taktfrequenz oder auch die Speichertaktfrequenz in gewissen Grenzen wählen um so die Leistung zu erhöhen. Auch eine eigene Lüfterkurve lässt sich einstellen, um zum Beispiel im Idle-Modus komplett still zu sein oder aber auf eine besonders gute Kühlung zu achten.

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    Es ist auffallend, dass im Benchmark von GTA V beide Grafikkarten in den gewählten Einstellungen nahezu identische Ergebnisse erzielen. Dies spricht dafür, dass der
    Flaschenhals während des Benchmarks nicht in der Grafikpipeline sondern in anderen
    Teilen des Rechners liegen muss. Im Cinebench R15 Benchmark fällt auf, dass die GTX 1660 Ti OC etwa 15% schneller als die GTX 770 ist. Allerdings wird auch gemessen,
    dass die Karte mit den von mir gewählten Übertaktungseinstellungen sogar langsamer
    geworden ist. Im DaVinci Resolve Benchmark wird die Leistungsfähigkeit der GTX 1660
    Ti OC am deutlichsten: Die Karte kann im Test mit 24 Bildern pro Sekunde rechnen,
    wohingegen die GTX 770 nur 3.5 Bilder pro Sekunde berechnen kann. Für hardwarebeschleunigten Video-Schnitt sollte die neue Grafikkarte also deutlich besser geeignet sein, als es die GTX 770 ist.

    5 Temperatur
    Für den Temperatur-Vergleich verwende ich die Software FurMark, um die Grafikkarten komplett auszulasten. Der Test wird jeweils so lange laufen gelassen, bis die
    Temperatur sich auf einen nahezu konstanten Wert eingependelt hat, was dann die Zieltemperatur ist. Die GTX 1660 Ti OC wird zwei mal getestet: Einmal mit den originalen
    Einstellungen, die der Hersteller vorgesehen hat und einmal mit den Übertaktungseinstellungen, de sich als stabil erwiesen haben.

    Die GTX 770 pendelt sich bei 84°C ein, die GTX 1660 Ti OC mit normalen Einstellungen bei 64°C und mit den Übertaktungseinstellungen bei 67°C.

    An dieser Stelle sei nur angemerkt, dass die GTX 1660 Ti OC im Test deutlich lauter
    als die GTX 770 ist, trotz dessen ihre Temperatur geringer ist (vermutlich aufgrund
    der deutlich geringeren Leistungsaufnahme). Leider habe ich kein Schalldruckmessgerät, sodass ich diese Aussage nicht mit Messwerten belegen kann (die Aussage ist also rein subjektiv). Auch verhalten sich die Lüfter der GTX 1660 Ti OC teilweise periodisch, was bedeutet, dass sie nicht mit einer konstanten Drehzahl drehen, sondern diese Drehzahl öfter ändern, was in einem sich konstant ändernden Geräuschpegel resultiert.

    6 Leistungsaufnahme
    Die Leistungsaufnahme messe ich mit einem LogiLight EM0002 Energiekostenmessgerät, die Genauigkeit ist also nur auf zwei Watt bzw. zwei Prozent genau.
    Um die Grafikkarten komplett auszulasten wurde wieder FurMark verwendet (mit
    einer Auflösung von 1920*1080p und keinem Anit-Aliasing).

    Im Idle Verbraucht das System mit der GTX 1660 Ti OC 71 Watt mit normalen Einstellungen und 98 Watt mit Übertaktungseinstellungen. Unter Volllast sind die Werte 230 Watt bzw. 260 Watt. Die Werte liegen deutlich unter den Leistungsdaten des Systems mit meiner alten GTX 770 (74 Watt, bzw. 351 Watt).

    7 Preis-/Leistungsverhältnis
    Das Preis-/Leistungsverhältnis der GTX 1660 Ti OC vergleiche ich mit dem Neupreis
    der GTX 770, welcher um ca. 350 Euro lag. (Mir ist bewusst, dass dieser Vergleich aufgrund der großen zeitlichen Differenz der Veröffentlichung unfair ist.) Der aktuelle Straßenpreis für die Gigabyte GTX 1660 Ti OC liegt bei etwa 330 Euro, wobei sie natürlich mehr Rechenleistung bei einer geringeren Energieaufnahme bietet.

    8 Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
    Zur Haltbarkeit kann ich nur Vermutungen äußern, da ich das Produkt erst seit zwei
    Wochen besitze. Meine Vermutung ist, dass durch das großzügig ausgelegte Kühlkonzept mit drei Lüftern die Haltbarkeit der Elektronik gesteigert wird. Dem entgegen wirkt allerdings die deutlich höhere Belastung, die durch eine Übertaktung des Kerns und des Speichers verursacht wird. Auch das künstliche Erhöhen der TDP (Thermal Design Power) trägt nicht gerade zur Verlängerung der Lebensdauer bei, wobei allerdings ein Leistungszuwachs zu messen ist. Am Ende ist es jedem Nutzer ja selbst freigestellt, mehr oder weniger starke Einstellungen zum Übertakten zu wählen. Ich persönlich werde die Grafikkarte mit den vom Hersteller gewählten Einstellungen verwenden.

    9 Fazit
    Die Gigabyte GTX 1660 Ti OC ist eine solide Grafikkarte aus der Mittelklasse, welche
    sich dank neuster Chip-Technologie nicht vor den deutlich teureren Modellen verstecken muss. Trotz dessen sie keine Tensor-Kerne besitzt und auch keine Ray-Traycing-Technologie zur Verfügung stellt lassen sich GPU-basierte Anwendungen wie Videoschnittsoftware und Spiele gegenüber vergleichbaren älteren Mittelklassegrafikkarten deutlich beschleunigen. Im Vergleich zur GTX 770 mit zwei Gigabyte Speicher sind mit der GTX 1660 Ti OC alle Einstellungen in GTA V auf der höchsten Stufe durchaus flüssig spielbar. Die Grafikkarte sollte also für die meisten aktuellen Spiele in FullHD gut gewappnet sein.

    Ich möchte hiermit Mindfactory und Gigabyte noch einmal recht herzlich danken, dass
    mir das Exemplar zum Test zur Verfügung gestellt wurde!

  6. #6

    Beitrag Produktbewertung: GIGABYTE GeForce GTX 1660 Ti GAMING OC

    1. Vorwort

    Ich habe die Grafikkarte im Rahmen der Produkttesteraktion „Tester Keepers“ von Mindfactory in Zusammenarbeit mit GIGABYTE kostenlos erhalten. Diese Produktbewertung basiert trotzdem auf meiner eigenen Meinung und ich werde unvoreingenommen testen. Bisher habe ich eine „GIGABYTE GTX 760 WindForce 3X OC Rev. 2 (2GB)“ genutzt und werde diese auch für den direkten Vergleich verwenden. Zum Auslesen von Eigenschaften und Sensoren der Grafikkarte habe ich das Programm GPU-Z verwendet. Da die Anzahl und Qualität von Bildern im Forum eingeschränkt ist, habe ich auch ein Imgur Album mit allen Bildern in besserer Auflösung und Qualität erstellt: GIGABYTE GeForce(R) GTX™ 1660 Ti GAMING OC 6G - Album on Imgur

    Mein System:
    OS Windows 10 Pro 64 Bit
    Mainboard Asus PRIME X370-PRO
    CPU AMD Ryzen 5 1600X
    CPU Kühler be quiet! Pure Rock Slim
    RAM Corsair Vengeance LPX 16GB (2x8GB) DDR4 3000MHz C15
    SSD Samsung SSD 850 EVO 250GB
    Festplatte Seagate SSHD 2TB ST2000DX001
    Netzteil Seasonic Focus Plus Gold 650W
    Gehäuse und Lüfter Zalman Z9 NEO Black mit 5 vorinstallierten Lüftern
    Monitor MSI Optix MAG241C


    2. Unboxing und Verpackungsinhalt

    Zunächst eine Anmerkung zu der Lieferung von Mindfactory: Das Paket kam sehr schnell an und war wie gewohnt sicher und geschützt verpackt. Nun zum Produkt: Die äußere Verpackung ist schön anzusehen und nicht zu vollgepackt. Auf der Vorderseite sieht man direkt die wichtigsten Informationen zur Grafikkarte und deren Funktionen. Auf der Rückseite werden Funktionen, Anschlüsse und Weiteres genauer beschrieben. Eine zusätzliche Information über den eigentlichen Stromverbrauch bzw. TDP der Karte, welcher auch nicht auf der Produktwebsite zu finden ist, fehlt leider. Auch welchen Overclock die Grafikkarte besitzt, ist nicht auf der Verpackung zu finden. Genauere Informationen hierzu findet man jedoch auf der Produktwebsite oder auf anderen Websites, also ist dies nicht so tragisch. Aus der Verpackung kann man eine schwarze Box ziehen, in welcher man in einer weiteren kleinen Box die Quick Guide und eine CD findet. Diese Zubehör-Box liegt über der Grafikkarte, welche gut geschützt, umrandet von Schaumstoff, in einer Antistatik-Tüte liegt. Das war auch schon der Verpackungsinhalt. Im Vergleich zu meiner alten Gigabyte Grafikkarte hat sich bei der Verpackung nicht viel geändert. Lediglich die Box mit den Accessoires liegt über der Grafikkarte, wodurch die Karte etwas besser geschützt wird. Insgesamt ist die Verpackung ansprechend und es ist alles schön und sicher verpackt. Da ich noch ein CD-Laufwerk besitze, habe ich auch mal die CD eingeschoben. Wie man auf dem Bild sehen kann, findet man auf der CD Installationsdateien für „GeForce Experience“, „Aorus Graphics Engine“ und einige Google Programme. Die Google Programme sollten hier nichts zu suchen haben, aber die CD wird wahrscheinlich sowieso kaum jemand benutzen. Außerdem gibt es auch noch eine Anleitung auf der CD, in der der Einbau und die Software allgemein erklärt werden. Dies ist ebenfalls ziemlich uninteressant, außer man ist kompletter Anfänger. Komischerweise sind auf der CD nur Installationsdateien für GeForce Experience und es ist kein direkter Treiber zu finden. Hierdurch ist eine Internetverbindung zwingend erforderlich.

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    3. Verarbeitung und Design

    Sobald man die Grafikkarte aus der Verpackung nimmt merkt man, dass die Karte sich sehr hochwertig anfühlt. Das wird auch an der 3-dimensional gefertigten Backplate liegen, welche das ganze nochmal weiter stabilisiert. Diese, sowie das ganze Gehäuse der Grafikkarte, bestehen aus starkem Hartplastik und machen insgesamt einen robusten Eindruck. Dennoch finde ich es schade, dass die Backplate nicht aus Aluminium gefertigt wurde, da dies der Backplate eine noch hochwertigere Optik und Haptik verliehen hätte. Des Weiteren hätte Aluminium eventuell noch geringfügig die Wärmeabfuhr unterstützt, während das Plastik möglicherweise isolierend wirkt und die Wärmeabfuhr leicht verschlechtert. Außerdem war eine Verbindungstelle der Backplate etwas locker, was zwar kein gravierender Mangel ist, aber doch das Wertigkeitsgefühl zudem verringert. Ansonsten habe ich keine weiteren Mängel an der Grafikkarte entdeckt. Besonders hochwertig verarbeitet sind die Anschlüsse, die durch die Vergoldung edel aussehen und besseren Korrosionsschutz bieten. In den Anschlüssen stecken Gummi-Stöpsel, die man vor den Einbau besser entfernen sollte, da bei meinem Case die Stöpsel später in den DisplayPorts feststeckten. Außerdem war der 8 Pin Stecker im Vergleich zu meiner alten Karte gedreht und die Klemme befand sich oben. Dadurch musste ich das Kabel etwas verlegen. Da ich nicht genau weiß was hier der Standard ist, möchte ich es an dieser Stelle kurz anmerken. Bezüglich der Haltbarkeit kann ich aus eigener Erfahrung nur positives über Gigabyte berichten. Ich verwende meine Gigabyte GTX 760 schon seit über 5 Jahren und hatte nie Problem. Die Lüfter laufen alle noch einwandfrei, die Kühlleistung ist super und die Karte arbeitet normal.

    Allgemein gefällt mir an den Grafikkarten von Gigabyte das schlichte bzw. minimalistische und dennoch schöne Design. Hier wird designtechnisch nichts Extravagantes probiert und das ist gut so. Der dezente Gigabyte LED Schriftzug an der Seite der Karte ist auch ein schöner Akzent und nett anzusehen. Dieser LED Schriftzug lässt sich auch über die „RGB Fusion 2.0“ Software steuern. Hier gibt es die Effekte „Off, Static, Pulse, Flash, Double Flash und Color Cycle“. Anscheinend lässt sich dies auch noch in Kombination mit einem Gigabyte Mainboard über eine Handy-App steuern. Etwas schade ist, dass es hier kein Standard zur Steuerung der LEDs gibt. Somit lassen sich zum Beispiel die LEDs von meinem Asus Mainboard und der Grafikkarte nicht synchronisieren, aber jedes Unternehmen will halt die eigenen Produkte verkaufen.
    2-1.jpg2-2.jpg2-7.jpg2-10.jpg


    4. Grafikkarte und Funktionen

    Über die merkwürdige Namensgebung wurde online ja bereits diskutiert, aber der Name tut eigentlich nichts zur Sache. Es ist Nvidias erste Grafikkarte der neuen Turing-Architektur ohne Raytracing und Tensor Cores. In diesem Preissegment und für die Leistung der Karte würde Raytracing aber auch nicht viel bringen, da es sehr viel Leistung benötigt. Die Karte ist im Dual Slot Format und der Kühler geht im Vergleich zu einigen anderen Karten auch nicht über dieses Format hinaus. Lediglich die Backplate geht etwas über dieses Format hinaus, obwohl die gesamte Karte trotzdem in den Bereich passen könnte. Auch wenn es nicht viel in Hinsicht auf SLI bringt, da dies leider nicht unterstützt wird. Dafür ist die Karte jedoch mit gemessenen 28 cm sehr lang und passt somit nicht in jedes Gehäuse. Das ist dem großen und langen Kühler zu schulden, der sogar über den PCB hinaus geht. Der massive Kühler lohnt sich aber, denn die „WINDFORCE“ Kühlung mit den drei 80mm Lüftern ist wirklich klasse. Eine so starke Kühlung mit drei Lüftern findet man nicht bei vielen Anbietern und wirkt schon fast übertrieben für diesen Grafikchip, aber eignet sich dadurch natürlich perfekt für Overclocking. Außerdem ist es super, dass die Lüfter im „semi-passive“ Modus arbeiten und somit bis zu einer Temperatur von 57°C ausgeschaltet bleiben und die Grafikkarte komplett geräuschlos ist. Die Lüfter kann man nach Belieben in der Overclocking-Software „Aorus Graphics Engine“ steuern.

    Mit 1860MHz hat die Grafikkarte den dritthöchsten Overclock Boost-Takt zwischen den verschiedenen Anbietermodellen, also 90MHz mehr als standardmäßig. Beim Speicher ist es schön zu sehen, dass hier der schnelle GDDR6 Speicher und nicht GDDR5, wie bei der GTX 1660, verwendet wird. Etwas schade ist, dass es nur 6GB Speicher mit einer 192 Bit Anbindung sind, was jedoch aufgrund des gleichen Problems bei der RTX 2060 zu erwarten war. Es wäre deutlich besser, wenn es standardmäßig mindestens 8GB und auch eine 256 Bit Anbindung sind. Für die neueste Generation ist es etwas altmodisch und sogar die deutlich schwächere AMD RX 580 für 180-200¤ hat 8GB und eine 256 Bit Anbindung, jedoch mit GDDR5 Speicher. Die 6GB sind in einigen Spielen schon fast gefüllt und in GTA V kann man beispielweise durch erweiterte Grafikeinstellungen den Speicher ziemlich einfach füllen. Bei 1440p geht es dann noch um einiges schneller und daher eignen sich besonders hier die 6GB nicht gut. Die Grafikkarte ist laut Nvidia aber sowieso hauptsächlich für 1080p Gaming gedacht, wo sie auch sehr gut performt und der Speicher in den meisten Fällen ausreicht.

    Nun noch kurz etwas zur Software: Von Nvidia ist Geforce Experience auf jeden Fall sehr empfehlenswert und ein Muss. Es bietet automatische Treiber Updates, Spieleoptimierung, Fotoaufnahmen (besonders durch Ansel), Videoaufnahmen, Streaming und zahlreiche andere hilfreiche Features. Ein weiteres tolles Feature ist außerdem Gsync, dass für alle Karten ab der GTX 1000-er Reihe auch bedingt mit Freesync-Monitoren funktioniert. Beim Testen von Gsync mit meinem Freesync-Monitor trat teilweise bei einigen Anwendungen und Spielen leichtes Flackern auf, aber ich hoffe, dass dies mit späteren Treiber-Updates behoben wird. Ansonsten funktioniert es sehr gut und lässt Screen-Tearing verschwinden. Die Software von Gigabyte erfüllt zwar ihren Zweck, ist aber etwas gewöhnungsbedürftig und teilweise sehr langsam oder legt den gesamten PC kurzzeitig lahm. Viel mehr Features als die Basics gibt es auch nicht. Ganz besonders muss man hier die Aorus Graphics Engine nennen, bei der es die meisten Probleme gab. Hier gibt es deutlich bessere Alternativen wie „MSI Afterburner“, obwohl es für Gigabyte Grafikkarten mehr Einstellungsmöglichkeiten mit der Aorus Graphics Engine gibt. Auf Seiten von Gigabyte kann an der eigenen Software noch einiges verbessert werden.


    5. Overclocking

    Das Overclocking der Grafikkarte ist ziemlich einfach über die Aorus Graphics Engine steuerbar. Zunächst habe ich das Power Target auf die maximalen 142% TDP erhöht, um die größtmögliche Leistung zu erhalten. Die Grafikkarte lief bei einem Core Offset von 110MHz, also bei einem Boost-Takt von 1970MHz, stabil. Im Durchschnitt wurde eine GPU Takt von 2025MHz und in der Spitze ein Takt von 2040MHz erreicht. Den Speicher zu übertakten war etwas schwieriger, weil man hier sehr hoch gehen kann und eigentlich kaum Grafikfehler auftreten. Ab bestimmten Werten gab es dann einfach Abstürze. Letztendlich landete ich bei einen Memory Offset von 450MHz. Also lag der Takt insgesamt bei 1950MHz bzw. 15600MHz effektiv, was einer Bandbreite von 374.4GB/s entspricht.


    6. Leistung

    Beim Leistungstest habe ich als Vergleich meine alte GIGABYTE GTX 760 2GB verwendet, da ich leider kein Zugriff auf aktuellere Grafikkartenmodelle habe. Es ist zwar ein recht unfaires Duell, aber zeigt gut, wie stark sich die Leistung in 6 Jahren verändert hat. Außerdem habe ich meine weiter übertaktete 1660 Ti mit in den Test aufgenommen, damit man auch hier den Unterschied sieht. Es wurden die gleichen Einstellungen verwendet und versucht so gut wie möglich in den Spielen denselben Test auszuführen. Die Gsync/Freesync Funktion wurde für die Tests ebenfalls deaktiviert. Zum Benchmarken der FPS habe ich MSI Afterburner mit „RivaTuner Statistics Server“ verwendet.
    Nvidia Treiber Version: 419.35


    6.1 Benchmarks
    • 3DMark Time Spy
    • 3DMark Fire Strike
    • FurMark

    3DMark Time Spy [Default Settings]
    GTX 1660 Ti
    GTX 1660 Ti [+110|+450]
    GTX 760
    Punkte 6434 7048 1656
    Grafiktest 1 41.62 FPS 45.56 FPS 10.84 FPS
    Grafiktest 2 37.15 FPS 40.71 FPS 9.47 FPS

    3DMark Fire Strike [Default Settings]
    GTX 1660 Ti
    GTX 1660 Ti [+110|+450]
    GTX 760
    Punkte 16546 17927 6616
    Grafiktest 1 77.90 FPS 84.35 FPS 31.07 FPS
    Grafiktest 2 66.83 FPS 72.45 FPS 26.78 FPS

    FurMark [Preset: 1080 (FHD)]
    GTX 1660 Ti
    GTX 1660 Ti [+110|+450]
    GTX 760
    Punkte 5672 6953 2336
    FPS Average 95 116 39
    FPS Min 93 116 36
    FPS Max 97 118 43


    6.2 Spiele
    • Counter-Strike: Global Offensive
    • Grand Theft Auto V
    • Project CARS 2
    • Playerunknown's Battlegrounds

    Counter-Strike: Global Offensive [1080p | Highest Settings]
    GTX 1660 Ti
    GTX 1660 Ti [+110|+450]
    GTX 760
    FPS Average 185.4 FPS 192.7 FPS 144.4 FPS
    FPS 1% Low 93.9 FPS 100.3 FPS 69.8 FPS
    FPS 0.1% Low 53.3 FPS 56.4 FPS 30.4 FPS
    Max Temp 56°C 58°C 76°C
    Max Fan Speed 36% 39% 63%

    Grand Theft Auto V [1080p | Highest Settings | MSAA Off]
    GTX 1660 Ti
    GTX 1660 Ti [+110|+450]
    GTX 760
    FPS Average 92.2 FPS 99.3 FPS 50.8 FPS
    FPS 1% Low 61.9 FPS 63.4 FPS 38.6 FPS
    FPS 0.1% Low 53.9 FPS 55.1 FPS 18.9 FPS
    Max Temp 60°C 61°C 77°C
    Max Fan Speed 42% 45% 65%

    Project CARS 2 [1080p | Highest Settings]
    GTX 1660 Ti
    GTX 1660 Ti [+110|+450]
    GTX 760
    FPS Average 94.5 FPS 102.9 FPS 40.7 FPS
    FPS 1% Low 67.5 FPS 73.3 FPS 28.1 FPS
    FPS 0.1% Low 56.5 FPS 66.6 FPS 18.1 FPS
    Max Temp 63°C 65°C 78°C
    Max Fan Speed 52% 56% 67%

    PUBG [1080p | Highest Settings]
    GTX 1660 Ti
    GTX 1660 Ti [+110|+450]
    GTX 760
    FPS Average 102.8 FPS 108.3 FPS 38.1 FPS
    FPS 1% Low 35.3 FPS 37.3 FPS 14.5 FPS
    FPS 0.1% Low 7.2 FPS 13.8 FPS 5.3 FPS
    Max Temp 63°C 66°C 78°C
    Max Fan Speed 50% 55% 66%

    6-2.jpg


    7. Verbrauch, Temperatur und Lautstärke

    Das Erstaunlichste an den neuen Turing-Grafikkarten, ganz besonders der 1660 Ti, ist die sehr gute Effizienz. Das Referenzmodell der GTX 1660 Ti hat eine TDP von 120W und somit die gleiche TDP wie die GTX 1060 bei jedoch deutlich besserer Leistung. Die Leistung der GTX 1660 Ti ist, laut Reviews und Nvidia, in etwa so gut wie die der GTX 1070, welche eine TDP von 150W besitzt. Für Grafikkarten, die sich an das Referenzmodell halten, würde ein 6 Pin Anschluss bereits ausreichen, aber es ist sicherlich besser auf 8 Pin zu gehen. Dadurch hat man deutlich mehr Raum für Overclocking und weitere Extras bei maximal möglichen 225W statt 150W. Dieses Modell hat laut GPU-Z eine TDP von 140W, was an den besonderen Features wie Übertaktung, großem Kühler, LED Beleuchtung usw. liegen wird. Dennoch ist der Stromverbrauch gemessen an der Leistung sehr gering. Ganz besonders deutlich wird das im Vergleich zu AMD Grafikkarten, welche fast das Doppelte an Strom bei gleicher Leistung verbrauchen. Wenn man die TDP der Grafikkarte auf 142% erhöht, kann die Karte bis maximal 200W verbrauchen.

    Dank der sehr starken Kühlung musste ich nicht einmal wirklich die Temperatur beachten. Die Grafikkarte war bei automatischer Regelung der Lüfter stets gut gekühlt. Beim FurMark Stress Test und einer Raumtemperatur von etwa 20°C kam die Karte auf lediglich 64°C als Maximalwert. Als ich die Grafikkarte übertaktet hatte, waren es 74°C in der Spitze. Notfalls kann man die Lüfter auch manuell steuern und die Lüfterkurve den eigenen Bedürfnissen anpassen. Somit kann man eine noch bessere, jedoch etwas lautere Kühlung erhalten.

    Bei der Lautstärke gab es auch keine Probleme, da die Karte sehr leise arbeitet und normalerweise nicht lauter wird als meine Gehäuselüfter. Im Idle bleiben die Lüfter sowieso ausgeschaltet und auch sonst gibt die Grafikkarte keinen Laut von sich. Erst ab etwa 50% Lüftergeschwindigkeit kann man die Grafikkarte über meine Lüfter hören. Beim FurMark Stress Test und einer Raumtemperatur von etwa 20°C kam die Karte auf maximal 54% Lüftergeschwindigkeit. Als ich die Grafikkarte übertaktet hatte, waren es 74% in der Spitze. Ich habe Dezibel-Messungen für 50% und 100% Lüftergeschwindigkeit als Bilder hinzugefügt.

    7-1_Lautstärke_50%.jpg7-2_Lautstärke_100%.jpg


    8. Vergleich und Preis-/Leistungsverhältnis

    Kommen wir zum Preis-/Leistungverhältnis und einen Vergleich zu anderen Grafikkarten in dem Preissegement der GTX 1660 Ti. Mit einem Preis von 250-300¤ liegt die GTX 1660 Ti in der Mittelklasse und einem besonders beliebten und gefragten Preissegment. Andere Grafikkarten, die statt der GTX 1660 Ti ebenfalls in Frage kommen würden, sind die GTX 1070, RTX 2060 oder auch die Radeon Vega 56. Die GTX 1070 läuft zwar aus und ist größtenteils vergriffen, aber einige Modelle gibt es für etwa 300¤ noch zu haben. Laut Benchmarks ist die GTX 1070 in etwa genauso gut wie die GTX 1660 Ti oder sogar leicht besser. Weitere klare Vorteile der 1070 sind die 8GB Speicher, 256 Bit Speicheranbindung und SLI Unterstützung. Jedoch hat die GTX 1070 nur GDDR5, eine TDP von 150W und ich habe, durch die neue Turing-Architektur, mehr Vertrauen in die Zukunft der GTX 1660 Ti. Die Karte ist deutlich aktueller und ich denke, dass durch Treiberupdates die Karte noch weiter verbessert werden kann. In Zukunft können außerdem neue Spiele gezielt die Funktionen der Turing-Architektur, wie beispielsweise gleichzeitige float- und int-Berechnungen, nutzen und somit eine bessere Leistung mit der GTX 1660 Ti erlangen.

    Die RTX 2060 wäre das nächste Upgrade und Einsteigermodelle gibt es teilweise bereits für 330-350¤ zu kaufen. Diese Grafikkarte ist natürlich nochmal deutlich schneller und bietet RayTracing. Meiner Meinung nach bringt das RayTracing bei der schwächsten RTX Grafikkarte in vielen Spielen jedoch wenig. Es ist ein erstaunliches Feature, aber braucht wahrscheinlich noch ein paar Jahre, um wirklich anzukommen. Die Technik ist noch zu neu in der Grafikkartenwelt und beansprucht zu viel Leistung. Daher würde ich persönlich hier für Upgrades lieber zur günstigeren 1660 Ti greifen.

    Der Preis der Radeon Vega 56 wurde deutlich verringert, um mit der 1660 Ti zu konkurrieren. Die Karte ist laut Reviews insgesamt schon in den meisten Spielen schneller und teilweise für unter 300¤ auch preiswert. Da ich geplant hatte mir eine neue Grafikkarte zuzulegen, habe ich mir ebenfalls diese Karte angeschaut. Jedoch habe ich öfters gelesen, dass es bei dieser Karte zu Spulenfiepen kommt und die günstigen Modelle werden außerdem durch einen Blower gekühlt. Was für mich die GTX 1660 Ti jedoch deutlich attraktiver gemacht hat, der geringere Stromverbrauch im Vergleich zum sehr hohen Stromverbrauch der AMD Grafikkarten. Die Vega liegt mit einer TDP von 210W deutlich über den Stromverbrauch einer GTX 1660 Ti, hat aber nur eine leicht bessere Leistung. Dadurch werde ich, in Hinblick auf die voraussichtlich lange Nutzung dieser Grafikkarte, einiges an Stromkosten gegenüber einer Vega 56 sparen. Bis die neue AMD Grafikkarten-Architektur "Navi" rauskommt, sehe ich hier eher schwache Konkurrenz, besonders wenn es um die Effizienz geht.

    Preis-/Leistungstechnisch ist die 1660 Ti in ihrem Preissegment für mich klar der Sieger. Außerdem denke ich, dass sich die Leistung der GTX 1660 Ti in Zukunft durch geschickte Nutzung der Turing-Architektur in neuen Spielen und Treiberupdates noch weiter verbessern wird und vielleicht sogar die Leistung der GTX 1070 übertrumpft. Von AMD kann eigentlich nur die Vega 56 als Konkurrenz angesehen werden, aber meiner Meinung nach hat Nvidia hier in Sachen Qualität und ganz besonders Effizienz die Nase vorn. Lediglich die 2GB extra an Speicher fehlen mir. Die teuren Custom Designs lohnen sich wahrscheinlich weniger. Diese Grafikkarte könnte noch etwas preisgünstiger sein und sollte nicht mehr als 300¤ kosten, aber allgemein ist das Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut.


    9. Fazit

    Die Grafikkarte kann ich guten Gewissens weiterempfehlen, da sie mich im Ganzen mit ihren Funktionen klar überzeugt hat. Für 1080p ist es wirklich eine der besten Grafikkarten und in dem Preissegment, besonders in Kombination mit der erstaunlichen Effizienz, nur schwer zu schlagen. Für 1440p ist die Karte auch noch in Ordnung, aber wahrscheinlich nicht sehr lange zukunftssicher. Es ist sicherlich sinnvoll abzuwägen, ob man sich eines der teureren Topmodelle wie dieses beschafft oder doch ein kleineres Modell, wie beispielsweise der Gigabyte GTX 1660 Ti OC, welches eigentlich fast die gleiche Leistung liefern sollte. Wenn man jedoch eine sehr gut übertaktbare, ruhige Grafikkarte mit bester Kühlung und einer dezenten LED-Beleuchtung sucht, dann liegt man mit der Gigabyte GTX 1660 Ti Gaming OC auf jeden Fall goldrichtig.

    Pro:
    + Gutes Design und Verarbeitung der Teile
    + Vergoldete Anschlüsse (bei keinem anderen Anbieter gesehen)
    + Neueste Touring-Architektur
    + Schneller GDDR6 Speicher
    + Sehr starke und ruhige Kühlung durch Windforce Technik
    + Semi-Mode Lüfter und somit im Idle geräuschlos
    + Leicht übertaktbar, ohne Temperaturprobleme
    + Sehr gute Effizienz durch relativ geringen Stromverbrauch

    Contra:
    - Backplate aus Plastik statt Aluminium und bei meinem Modell an einer Stelle etwas locker
    - Nur 6GB Speicher und 192 Bit Speicheranbindung
    - Verbesserungswürdige Software
    Geändert von hannes96 (28.03.2019 um 22:04 Uhr) Grund: Verbesserungen

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