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Thema: Testers Keepers mit WD Black SN750 Gaming M.2

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Mistress Marketing
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    Standard Testers Keepers mit WD Black SN750 Gaming M.2

    Hier könnt Ihr die Reviews der WD Black SN750 Gaming M.2 Testers Keepers Aktion vom 04.02.-10.02.2019 nachlesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit WD Black SN750 Gaming M.2
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2

    Standard

    Ich habe diese 500GB WD Black SN750 Gaming Festplatte freundlicherweise von Mindfactory.de im Rahmen der Tester Keepers Aktion zur Verfügung gestellt bekommen. Ein Großes Dankeschön an Mindfactory. Ich habe mir unabhängig davon meine eigene Meinung gebildet und hierzu diesen Review verfasst.


    Design:
    Die Festplatte kommt in einer kleinen schwarzen Schachtel. Dort ist sie in Kunststoff gesichert.
    Das Design der M.2 SSD ist im schlichten schwarz gehalten. Auf einen richtigen Kühlkörper verzichtet diese Version. Es ist scheinbar auf der Oberseite eine ca. 1mm dicke Aluplatte auf dem Speicher verbaut welche etwas Wärme ableiten soll. Die Rückseite ist eine unspektakuläre schwarze Platine, sie wird man aber nach dem Einbau auch nicht mehr sehen.
    Es wird aber auch eine Version mit einem richtigen Kühlkörper geben. Wem das Design zu langweilig ist, der kann auch einen Kühlkörper nachrüsten. Ein Passivkühler für ca. 8 Euro zu haben. Bei Top-Mainboards ist die Festplatte aber sowieso unter einem Mainboard-Eigenen Kühler versteckt.
    Ob ich auch noch einen Kühler nachrüsten werde, wird sich im Sommer zeigen, denn meine Vega 64 strahlt extrem viel Wärme ab, hiermit hatte meine CPU schon Probleme. Der M.2 Slot auf meinem Mainboard liegt genau über dem der Grafikkarte.


    Verarbeitung:
    Die Verarbeitung ist vermutlich sehr gut, denn solch kleine Hardware lässt wahrscheinlich keine Fehler zu.
    Western Digital gibt auf diese Festplatte 5 Jahre Garantie.

    Preis/Leistungsverhältnis:
    Preis pro GB für diese SSD: 0,23¤ bei (115,88¤)
    Preis pro GB für eine „normale“ SSD von WD 0,12¤ bei (57,29¤)
    Somit ist der unterschied im Preis nicht so gravieren die Performance ist allerdings 5-6x so hoch.
    Jeder sollte selbst wissen, ob diese Performance benötigt wird oder nicht. Hat man bisher nur eine klassische 3.5“ SATA HDD so ist der merkbare unterschied enorm.



    Installation, Features, Software:

    Ich musste beim Einbau feststellen, dass der Abstandshalter und die Sicherungsschraube nicht auf meinem Mainboard verschraubt war, also ging ich auf die Suche. Ich hatte Glück und habe sie gefunden. Um sich diesen Ärger zu ersparen, sollte man bereits vor dem Kauf nach der Schraube Ausschau halten. Im besten Fall ist sie bereits auf dem Mainboard installiert. Sofern man alle nötigen Schrauben hat ist der Einbau denkbar einfach.
    Ich musste hierfür meine Grafikkarte ausbauen, da der M.2 Slot meines Mainboards über dem der Grafikkarte ist.
    Bein Einbau ging ich wie folgt vor.
    1. Den Abstandshalter auf der richtige Position montieren. Bei mir war es die dritte Position.
    2. Festplatte in den vorgesehenen Slot stecken (anfangs steht sie schräg nach oben, nicht wundern)
    3. Festplatte bis auf den Abstandshalter herunterdrücken und mit der kleinen Sicherungsschraube verschrauben.

    Eingebaut habe ich diese Festplatte direkt auf meinem Asus Prime X370-PRO.
    Im Bios musste ich hierfür nichts aktivieren. Es kann aber sein, dass dieser M.2 Slot im Bios deaktiviert ist. Ich habe lediglich im Bios überprüft ob diese Festplatte auch von meinem Computer erkannt wurde. Das war bei mir der Fall und so konnte die Einrichtung in Windows weitergehen.

    Nach dem erfolgreichen Booten musste ich in der Datenträgerverwaltung die Festplatte Formatieren und ihr einen Laufwerksbuchstaben zuordnen. (In die Datenträgerverwaltung kommt man wenn man die Windows Taste drückt und „Computerverwaltung“ eingibt. Dann geht man auf Datenträgerverwaltung. Dort findet man alle Datenträger des Systems.
    Wer eine Bootfähige Festplatte benötigt um ein Betriebssystem von ihr zu starten, kann hier auch gleich einen „Master Boot Record“ hinzufügen.
    Ich empfehle es gleich beim ersten mal, dann hat man es falls man es benötigt.
    Das alles ist auch bei der Windows Installation möglich, es wird automatisch das richtige Tool gestartet wenn die Festplatte noch nicht formatiert ist.


    Software bietet Western Digital das Programm „Western Digital SSD Dashboard“ zum Download an.
    Hier gibt es verschiedene Funktionen:
    Status: Hier werden die Kapazität, die verbleibende Lebensdauer in Prozent, die Temperatur sowie die Schnittstellengeschwindigkeit angezeigt.
    Performance: Hier gibt es ein Live Leistungsdiagramm welches Lese und Schreibgeschwindigkeiten aufzeichnet.
    Tools: Hier kann man eine Firmwareaktualisierung durchführen, das Laufwerk Formatieren, S.M.A.R.T Tests können hier auch ausgeführt werden, unter Erweiterte Informationen findet man Modellname, Seriennummer etc., unter Systeminformationen findet man Informationen zum SATA Controller und CPU
    Einstellungen: Hier lässt sich die Dashboardversion aktualisieren, außerdem kann man dort die Einstellung vornehmen um das Dashboard automatisch beim Systemstart zu starten.
    Im oberen Bereich der Software lässt sich der Gaming-Mode aktivieren.
    Ein Tool um die Lese- und Schreibgeschwindigkeit zu testen fehlt meiner Meinung nach.



    Datenverschlüsselung:
    Der Hersteller bietet hierfür das Programm WD Drive Utilities an.
    Das Programm habe ich installiert, allerdings erkennt es diese Festplatte leider nicht. Somit ist mit diesem Programm leider keine Verschlüsselung möglich.


    Kompatiblität:

    Das Mainboard sollte den M.2 Standard unterstützen um diese Festplatte zu nutzen. Dies kann man über das Benutzerhandbuch oder die Herstellerwebsite herausfinden. Andernfalls muss man auf einen M.2 X4 PCI-E Adapter ausweichen. Ob dieser allerdings auf jedem Mainboard funktioniert kann ich nicht sagen. Dieser wird in den PCI Express Slot gesteckt. Es gibt Adapter bei Mindfactory.de ab ca. 18 Euro.

    M.2 Festplatten gibt es in verschiedene Längen. Auf meinem Mainboard können vier verschiedene Längen montiert werden. Das sieht man an den vorgesehenen Löchern für die Sicherungsschraube.
    Der Wert 2280 gibt die Physische Größe der SSD Festplatte an. So ist eine „M.2 2280“-SSD 22 Millimeter breit und 80 Millimeter lang. Die Länge kann von 30 bis 110 Millimeter variieren.

    Lese- und Schreibgeschwindigkeit:

    Diesen Test habe ich mit der Software CrystalDiskMark 6.0.2 x64 durchgeführt.
    Es sind annähernd die Herstellerangaben erreicht.

    500GB WD Black SN750 Gaming:
    Lesen: 3422 MB/s Schreiben: 2610 MB/s





    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:


    SSD vs. SSD:

    500GB WD Black SN750 Gaming
    Hunt Showdown: Ladezeit bis ins Hauptmenü 67 Sekunden

    250GB Samsung Evo 850
    Hunt Showdown: Ladezeit bis ins Hauptmenü 67 Sekunden

    Leider gibt es hier keine Verbesserung. Die Samsung Evo 850 ist scheinbar schnell genug.


    SATA HDD vs. M.2 SSD:

    3,5“ WD30EZRX 3.0 TB SATA HDD
    Battlefield V: Ladezeit bis ins Hauptmenü 59 Sekunden

    500GB WD Black SN750 Gaming
    Battlefield V: Ladezeit bis ins Hauptmenü 37 Sekunden

    Hier sieht man einen deutlichen unterschied von 22 Sekunden.


    Zum Vergleich hier noch die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten meiner andern Festplatten:


    250GB Samsung Evo 850:
    Lesen: 513 MB/s Schreiben: 499 MB/s

    3,5“ WD30EZRX 3.0 TB SATA HDD:
    Lesen: 112 MB/s Schreiben 100 MB/s







    Fazit:
    Nach anfänglichen Problemen beim Einbau, welche sich dann durch finden der richtigen Schraube erledigt haben bin ich begeistert von der 500GB WD Black SN750 Gaming Festplatte.

    Die Tatsache, dass diese Festplattengeneration endlich keine Kabel mehr benötigt ist ein sehr großer Pluspunkt. Ich habe ein aufgeräumtes PC-Gehäuse mit einem Glasseitenteil und da stören Kabel natürlich sehr. Diese Festplatten sind wohl auch vor Modder interessant.

    Ich bin auch gespannt wie sich die Performance verhält wenn es an Videobearbeitung geht. Ich denke es wird das ganze erleichtern, weil die Vorschaugeschwindigkeit von Videos ja immer abhängig von der Geschwindigkeit der Festplatte ist auf der sie gespeichert sind.

    Auch die Tatsache, dass es sich hier um die 500 GB Version handelt, erleichtert mir das Leben. Battlefield V belegt ca. 56 GB auf meiner Festplatte, Hunt Showdown hat 20 GB. Somit kann man viele Spiele auf dieser Festplatte speichern.

    Ich habe nicht vor Windows auf dieser Festplatte zu speichern, da mein Windows auf einer Samsung EVO 850 super läuft. Eventuell wird es bei einer gezwungenen Neuinstallation auf diese neue Festplatte umziehen.

    Ich hatte sowieso vor mir solch eine Festplatte zuzulegen. Wenn ich noch keine hätte würde ich mir jetzt eine Kaufen! Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!

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    Geändert von Mistress Marketing (25.02.2019 um 15:35 Uhr)

  3. #3

    Standard

    Usertest zu WD Black SN750 NVMe 500GB M.2. NVMe SSD (2019)

    Einleitung

    Im Rahmen der „Mindfactory Testers Keepers“ Programms erhielt ich die Gelegenheit die im Februar 2019 neu erschienene SSD WD Black NVMe SSD M.2 500GB von Western Digital zu testen. Die WD Black-Serie SN750 500GB soll laut Herstellerangaben Spitzenleseleistungen von bis zu 3.470 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 2.600 MB/s erlauben. Das ist viel schneller, verglichen mit dem, was mit herkömmlichen SATA3-Festplatten erreicht werden kann. In meinem System verrichten zur Zeit noch eine Samsung EVO 860 500GB und eine schon in die Tage gekommene Samsung 840 PRO mit 256GB Speicherkapazität ihren Dienst. Die Testergebnisse für die WD_Black SSD werden sich also auf die beiden Samsung SSDs beziehen.

    Herzlichen Dank auch an Mindfactory für die freundliche Gabe.

    Design und Ausstattung

    Die WD_Black SSD Festplatte wird bruchsicher in einer Kunstoffeinlage in einem kleinen schwarzen Karton geliefert. Die Größe der single-sided Festplatte entspricht mit einer Länge von 80 mm und einer Breite von 22 mm dem Formfaktor 2280 und sollte somit in jedes moderne Mainboard passen. Verbaut sind die neuen 3D Nand TLC Chips. Bei normaler Nutzung wird die Lebenszeit die einer herkömmlichen HDD überdauern. Die Herstellergarantie beträgt fünf Jahre.

    Design_1.jpg

    Preis- Leistungsverhältnis

    Für die WD_Black SSD gehen Stand Februar 2019 rund 120,- ¤ über den Ladentisch. Konkurrenzmodelle von Samsung, Sandisk und das 2018 Modell aus dem eigenen Hause sind etwas günstiger zu haben, wobei man dazu sagen muß, daß es sich hierbei um ältere Produkte handelt und die Preise stetig sinken. Die Firma Sandisk wurde bekanntermaßen 2016 von Western Digital übernommen hat. Der Schluß liegt nahe, daß es sich bei WD und Sandisk um produktgleiche SSD Festplatten handelt.
    Herkömmliche 2,5 Zoll SSD Festplatten mit gleicher Speicherkapazität sind schon für gut die Hälfte des Preises zu haben. Dafür bekommt man mit den neueren M.2 Festplatten den extremen Geschwindigkeitsvorteil und den zwar mainboardabhängigen aber dafür platzsparenderen Datenspeicher.

    Kompatibilität

    Um die volle Leistung der Festplatte abrufen zu können, sollte das Mainboard über eine PCI Express Gen3 (x4)-Schnittstelle und ein NVMe-fähiges BIOS verfügen. Glücklicherweise ist das bei meinem MSI Tomahawk B450 (Sockel AM4) der Fall. Besitzer älterer Mainboards können sich mit geringen Leistungsabstrichen mit einer PCIe-M.2 Adapterkarte Abhilfe verschaffen.

    Kompa_1.jpg

    Einbau

    Der Einbau gestaltet sich denkbar einfach. Zu allererst sollte man dafür Sorge tragen, daß der Abstandhalter zwischen Festplatte und Mainboardoberfläche entsprechend dem Formfaktor 2280 im dafür vorgesehenen Loch im Mainboard befestigt ist. Die M.2 Festplatte wird anschließend einfach in den Mainboardslot gesteckt, auf den Abstandhalter gedrückt und mit der dem Mainboard beiliegenden Schraube befestigt. Weitere Befestigungen sind nicht erforderlich. Ein weiterer Vorteil gegenüber herkömmlichen 2,5 Zoll SSD Festplatten ist das Entfallen sämtlicher Kabel. Die SSD Festplatte wird vollumfänglich vom Mainboard versorgt.
    In meinem System mit Wasserkühlung war die Montage extrem einfach, da kein störender CPU-Lüfter die Arbeit erschwerte. Der Ablauf reduzierte sich auf die Einbauschritte Seitendeckel öffnen, Festplatte anschrauben, Seitendeckel wieder schließen. Fertig. Einfacher geht‘s nimmer. Die Festplatte wurde dann auch sofort im Bios erkannt und somit stand einem Test unter Windowsumgebung nichts mehr im Weg.

    Testumgebung

    Gehäuse:Fractal Design Define R6 White TG, Glasfenster, schallgedämmt
    Netzteil Be quiet! Pure Power 11 CM 600W ATX 2.4
    CPU: AMD Ryzen 7 1700 übertaktet auf moderate 3800MHz@1,25V
    Mainboard: MSI B450 Tomahawk
    Arbeitspeicher: G.Skill Trident Z RGB DIMM Kit 16GB, DDR4-3000, CL16-18-18-38
    GPU: 4GB Gigabyte GeForce GTX 970 Mini OC (☹ wird demnächst ausgetauscht)
    SSDs: Samsung SSD 860 EVO 500GB, SATA und Samsung SSD 840 PRO 256GB, SATA
    HDDs: 2 ältere Datengräber (3TB und 1TB)
    Wasserpumpe: EK-XRES 140 DDC 3.2 PWM Elite
    CPU-Kühler: Watercool Heatkiller IV Pro Acryl
    Radiator Deckel: Alphacool NexXxoS ST30 Full Copper 240mm
    Radiator Front: XSPC RX 360
    Lüfter: 3x Fractal Design Venturi HF-12 und 3x Thermaltake Pure 12 ARGB Sync Radiator TT Premium Edition
    Schläuche/Fittings: momentan alles noch auf 11/8 mm (Umbau folgt dann noch auf Hardtubes)
    OS: Windows 10 pro 64-bit
    Benchmarks: AS SDD Benchmark v2.0.6821.41776 CrystalDiskMark 5.5.0 x64

    Für einen Vergleich wurde auf allen drei SSDs der Festplatteninhalt gespiegelt.

    Stromverbrauch und Temperatur

    Der Stromverbrauch der aktuellen M.2 SSDs ist bei längerer Lebensdauer nochmals gegenüber älteren Modellen gefallen und liegt während dem Betrieb unter 3W. Das fällt bei mir unter ferner liefen und wird deshalb auch nicht weiter untersucht.
    WD gibt eine Betriebstemperatur von 0°C bis 70°C an. Insbesondere bei längeren intensiven Lese- und Schreibvorgängen stieg die Temperatur bis zu 67°C an, was schon knapp an der Toleranzgrenze liegt. Das kann an der Wasserkühlung liegen, bei der ein geringer Airflow in CPU-Nähe zu erwarten ist, oder aber auch an der hohen Verlustleistung der verbauten SSD Komponenten. Im Spielebetrieb stieg die Temperatur dann auf ca. 60°C. Ich vermute, daß die darunterliegende Grafikkarte massiv Wärme an die Umgebung abgibt. Für die 1TB und 2TB Modelle sind werkseitig Kühlkörper verbaut. Ich habe mir Abhilfe mit einem passiven Icybox-Kühler (bei Mindfactory für 8,- ¤ vorrätig) verschafft. Die Temperatur blieb somit immer unter 60°C, im Idle-Betrieb sogar unter 42°C gegenüber 49°C ohne Kühlkörper. Ein zusätzlicher langsamdrehender Lüfter sollte nochmals die Kühlleistung steigern. Der Sommer kann kommen.

    Kühl_1.jpg

    Software und Datenverschlüsselung

    Als SSD-Utility bietet Western Digital das von Sandisk bekannte freierhältliche Programme Dashboard an. Hat die Software erst einmal die Festplatte erkannt kann man sich einen Überblick über Temperatur, Speicherbelegung und verbleibende Lebensdauer verschaffen. Der wählbar Game-Mode soll noch mal ein paar Prozentpunkte mehr Performance bringen. Da es bei mir nichts gebracht hat, habe ich getrost darauf verzichtet. Vielleicht kommt da ja noch etwas bei den nächsten Softwareaktualisierungen.
    Für eine softwareseitige Datenverschlüsselung stellt Western Digital das Programm WDSecurity zur Verfügung. Samsung hat da bereits eine in die SSD Software Samsung Magician integrierte all-in-one Lösung anzubieten. Western Digital sollte sich vielleicht überlegen das hauseigene SSD Utility dahingehend zu ergänzen. Leider hat WDSecurity meine Festplatte nicht erkannt.
    Da eine Hardwareverschlüsselung immer besser ist, aber in der Regel bei Desktoprechnern weniger als bei Notebooks vorzufinden ist, sollte man herausfinden ob diese Funktion im Bios aktiviert werden kann. Damit spart man sich nicht nur überflüssige Software, sondern vermeidet zusätzliche Rechenarbeit.

    Benchmarks und Vergleich

    Benchmarks WD_Black SN750 M.2 500GB

    WD.M2.500_AS_Benchmark.JPGWD.M2.500_CrystalDiskMark_1.JPG

    Benchmarks Samsung 860 EVO 2,5" 500GB

    Samsung.EVO.860.500_AS_Benchmark.JPGSamsung.EVO.860.500_CrystalDiskMark.JPG

    Benchmarks Samsung 840 PRO 2,5" 256GB

    Samsung.840.Pro.256_AS_Benchmark.JPGSamsung.840.Pro.256_CrystalDiskMark.JPG

    Wie nicht anders zu erwarten, läßt die neue WD_Black SSD die beiden Mitstreiter in allen Belangen locker hinter sich. Die Testdaten sprechen eine eindeutige Sprache und zeigen eindrucksvoll wer jetzt der Platzhirsch ist. Die Lesegeschwindigkeit ist bis zu sagenhafte 6 mal und die Schreibgeschwindigkeit bis zu 5 mal höher.
    Bei normaler Rechnernutzung wie Surfen, Office, Daddeln etc. wird man kaum Unterschiede zu herkömmlichen SSDs feststellen. Bei allen Tätigkeiten bei denen größere Datenmengen ins Spiel kommen ist die Performance einfach besser und auch spürbar.

    Fazit

    Mit der neuen WD_Black SN750 M.2 500GB ist Western Digital eine gute, wenn nicht sogar saugute Festplatte gelungen. Meine Erwartungen wurden alle erfüllt. Die brachiale Leistung ist schon bemerkenswert. Wer seinerzeit dachte schneller als 500 MB/s geht nicht mehr (zumindest für einen bezahlbaren Preis) wird hier eines Besseren belehrt. Mit den immer schnelleren Schnittstellen stößt man in Geschwindigkeitsbereiche vor, die für den Ottonormalverbraucher irgendwann nicht mehr spürbar sind. Erst bei großen Datenmengen macht sich der Unterschied jedoch bemerkbar.

    Einzig die Temperatur ist gegenüber herkömmlichen SSDs etwas höher. Das ist aber bauformbedingt und leistungstechnisch begründbar (hellere Glühbirnen produzieren halt mehr Abwärme). Solange die Temperatur unter 70°C bleibt hat man jedoch nichts zu befürchten.Ein weiterer Wermutstropfen ist die fehlende Verschlüsselungsfunktion im hauseigenen SSD Utility. Das Programm WD Security hat bei mir nicht funtioniert. Man muß dazu sagen, daß die Negativpunkte schon Jammern auf hohem Niveau sind. Wenn man ein Haar finden will, wird man es immer in der Suppe finden.

    Die WD Black SN750 NVMe 500GB M.2. NVMe SSD (2019) bekommt von mir eine ganz klare Kaufempfehlung. Wer eine zeitgemäße Festplatte sein eigen nennen will, sollte hier zuschlagen.

    Vorteile:
    + extrem hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten
    + einfacher und schneller Einbau
    + platzsparend
    + geringe Baugröße
    Nachteile:
    - relativ hohe Temperatur gegenüber herkömmlichen SSDs
    - werksseitig kein Kühlkörper verbaut
    - Verschlüsselungssoftware nicht im SSD Utility "Dashboard" integriert
    - preislich etwas höher gegenüber der Konkurrenz
    Geändert von echolot (24.02.2019 um 20:15 Uhr)

  4. #4

    Standard

    Produkttest zur WD Black SN750 NVMe 500GB M.2. NVMe SSD 2019

    Die Einleitung:

    WOW! Ich selber hätte nie gedacht, dass ich einer der glücklichen Produkttester Mindfactory’s Produkttesteraktionen 2019 in Zusammenarbeit mit Western Digital bin.
    Ich freue mich sehr über die schöne, starke sowie schnelle 500GB WD Black SN750 Gaming M.2 SSD !
    Ich danke Mindfactory vielmals, dass ich als einer der glücklichen Produkttester auserwählt worden bin.
    Im Rahmen des Mindfactory’s “Testers Keepers” Programms, erhielt ich nun die Gelegenheit die im Februar 2019 neu erschienene WD Black SN750 NVMe 500GB M.2 SSD von Western Digital zu testen und anschließend zu behalten.
    Laut der Western Digital Hersteller Website, steht bei den Technischen Daten, dass diese M.2 SSD bis zu 3.470 MB/s lesen und bis zu 2.600 MB/s schreiben kann, was etwas schneller ist als so einige schnelle M.2 SSD’s auf dem Markt. Für mich sind das Spitzenleistungen, wenn man viele schnelle M.2 SSD’s auf dem Markt mit dieser vergleicht. Diese kleine, aber feine M.2 SSD kann man kaum noch mit einer SATA3 SSD vergleichen, da sie einfach viel zu schnell ist. Früher hat das Booten von Windows XP/95 mal Minuten gedauert oder sogar länger und heute mit dieser M.2 SSD geht das in wenigen Sekunden. Jedes Autostart-Programm ist direkt fertig gestartet, obwohl ich gerade erst mein Passwort für Windows eingebe. Das Gefühl, dass alles so schnell geht, ist einfach nur TOP.

    Die Testumgebung:

    Gehäuse: EMPIRE GAMING OE-CA-11RE in rot
    Netzteil: Thermaltake Berlin 630W
    CPU: AMD Ryzen™ 7 2700X Prozessor
    Mainboard: MSI X470 GAMING PRO CARBON
    Arbeitspeicher: G.SKILL Ripjaws V Series DDR4 3000MHz 16GB(8GBx2) Memory Kit
    GPU: GeForce GTX 970 GAMING 4G
    OS: Windows 10 Pro 64-bit
    Festplatten:
    2x 1TB 7200rpm 64MB-Cache HDD (IN RAID 0)
    1x Samsung 850 EVO SATA III 2.5zoll SSD 250GB (IN RAID 0)
    1x Samsung 970 EVO M.2 SSD 500GB (NON-RAID)
    1x WD Black SN750 NVMe M.2 SSD 500GB (NON-RAID)

    Das Design und die Ausstattung:

    Die WD Black M.2 SSD Festplatte wird in einer sichere Kunstoffeinlage, in einem kleinen, aber sehr coolen gestalteten schwarzen Karton geliefert. Meiner Meinung nach wurde viel Mühe in der Verpackung gesteckt, was super ist.
    Die Größe der M.2 SSD Festplatte entspricht mit einer Breite von 22 mm und einer Länge von 80 mm dem Formfaktor 2280 und sollte somit meiner Meinung nach in jedes moderne Mainboard passen sowie auch etwas ältere. Allgemein finde ich diese SSD sehr schlank, klein und leicht. Die Herstellergarantie dieser M.2 SSD beträgt 5 Jahre. Daran erkennt man auch, dass diese SSD eine super Haltbarkeit und Zuverlässigkeit hat. Verbaut sind die neuen 3D Nand TLC Chips. Wenn man diese M.2 SSD normal benutzt, wie z.B zum Spielen, dann ist die Lebenszeit viel Länger als herkömmliche HDDs, denn die Lebensdauer liegt bei 1.750.000 Stunden.

    Die Verarbeitung:
    Die Verarbeitung ist sehr gut! Ich habe zwar keine Nano Lupe, um auf jede Leitbahn oder Komponente ein Blick zu schaffen, aber man sieht, dass sie nagelneu ist und super verarbeitet. Allgemein so eine Top-Leistung auf so eine kleine Platine ist super.

    Das Preis/Leistungsverhältnis:
    Aktuell liegt der Preis pro GigaByte 0,23982¤ bei 119,91¤
    Bei meiner anderen M.2 SSD ist das GigaByte 0,2728¤ bei 136,40¤ und diese ist sogar nach meiner Erfahrung etwas schlechter.
    Da lohnt sich ja die WD Black SN750 NVMe 500GB M.2 SSD mehr, für weniger Geld, mit mehr Leistung.

    Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten:
    Ich habe die neue WD Black SN750 NVMe 500GB M.2 SSD als ein Volume, die noch komplett leer ist. Das heißt, dass sie bei meinem Test, 0% von anderen Programmen ausgelastet worden ist. Diesen Test habe ich mit der Software CrystalDiskMark durchgeführt. Und meine Ergebnisse erreichen fast (+- 5 bis 10 MB) die Herstellerangaben von Western Digital.
    WD Black SN750 NVMe 500GB M.2 SSD
    Lesen: 3465 MB/s Schreiben: 2601 MB/s waren meine besten Ergebnisse.

    Die Datenverschlüsselung:
    Der Hersteller bietet hierfür das Programm WD Drive Utilities an.
    Das Programm habe ich sofort installiert, leider erkennt es diese Festplatte nicht, da ich vom Mainboard den RAID-MODE habe. Somit ist mit diesem Programm und mein RAID 0 leider keine Verschlüsselung möglich. Aber ansich ist das Verschlüsseln von Daten eigentlich ganz gut, wenn man sehr private Daten auf der Festplatte hat, die man nur selbst wissen sollte.

    Die Kompatibilität:
    Das Mainboard sollte NVMe mit bis zu 32 Gb/s durch PCI-Express Gen3 x4 unterstützen um diese Festplatte zu nutzen. Die Größe der M.2 SSD Festplatte entspricht mit einer Breite von 22 mm und einer Länge von 80 mm dem Formfaktor 2280, also sollte das Mainboard auch den Formfaktor 2280 unterstützen. Auf meinem Mainboard gibt es 2x M.2 Slots, die jeweils 4 Schrauben haben, also hatte ich auch keine Probleme.
    Installation, Features, Software:
    Also bei der Installation ist mir als erstes aufgefallen, dass ich für diese 2. M.2 SSD auf meinem Mainboard gar keine Schraube habe. Ich musste in meinem Zimmer nach einer richtigen Schraube suchen. Nun die Installation ist ziemlich einfach. Auspacken, PC öffnen, M.2 SSD in den M.2 Slot stecken, runter drücken und zuletzt die Schraube fest ziehen. Fertig und super einfach. Dann halt noch in Windows die Festplatte formatieren und zuweisen.

    Die Features meiner Meinung nach sind: Spitzenleistung, Speicherplatz für kompromisslose Gaming-Performance, Schlankes Design, Datenverschlüsselung und die Tools.

    Western Digital bietet die so genannte Western Digital SSD Dashboard Software an. Diese Software ermöglicht die Optimierung der Performance mit dem Gaming-Modus. Dieser Modus deaktiviert die Energiesparfunktion der SSD, damit man bei ressourcen intensiven Spielen auf voller Leistung fährt. Ich habe diese auch installiert, aber beim RAID MODE crasht sie leider. Aber sie ist auch so schnell genug und ich denke auch, dass ich diesen Gaming Modus nicht brauchen werde.

    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:
    Ich habe mal alle meine Festplatten verglichen:
    (Werte in Disk Sequential 64.0 Read/Write)

    WD Black SN750 NVMe 500GB M.2 SSD
    Lebensdauer: 1.750.000 Stunden
    Bis zu 3.470 MB/s lesen und bis zu 2.600 MB/s schreiben

    Samsung 970 EVO 500GB M.2 SSD
    Lebensdauer: 1.500.000 Stunden
    Bis zu 3.400 MB/s lesen und bis zu 2.300 MB/s schreiben

    Samsung 850 EVO 250GB SATA III SSD
    Lebensdauer: 1.500.000 Stunden
    Bis zu 540 MB/s lesen und bis zu 520 MB/s schreiben

    2x 1TB 7200rpm 64MB-Cache HDD (IN RAID 0)
    Bis zu 440 MB/s lesen/schreiben

    Der Gewinner ist natürlich die nagelneue WD Black SN750 NVMe 500GB M.2 SSD !


    Fazit:
    Diese Festplatte ist wirklich für das Gamen gemacht! M.2 braucht auch keine nervigen Kabel mehr. Für das Programmieren von Games ist diese Festplatte super geeignet. Ich finde die 500GB Variante perfekt, da die Games heutzutage viel Speicherplatz benötigen. Auf dieser Festplatte werde ich nun Games programmieren und auch Games spielen.
    Also wer sich die beste Preis/Leistungs M.2 SSD kaufen möchte, dann kann ich nur die WD Black SN750 NVMe 500GB M.2 SSD empfehlen.

    Vielen Dank Mindfactory!

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  5. #5

    Standard

    Produkttest zur WD Black SN750 NVMe 250GB SSD

    TL;DR: Eine sehr gute, schnelle und solide M.2 Festplatte, dessen Preis ich für die 250GB Version absolut angemessen finde. Klare Kaufempfehlung!

    Zuerst möchte ich anmerken, dass ich das Glück habe diese Festplatte im Rahmen der "Testers.Keepers." - Aktion von Mindfactory zu testen. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken!
    Ich nutze diese SSD jetzt für mein Betriebssystem und Office-Programme. Mehr dazu später.

    Fotos zur Festplatte, der Verpackung, dem Einbau und dem Benchmark sind ganz unten zu finden.

    Vorweg liste ich hier einmal mein Setup, um klarzustellen in welcher Testumgebung die WD Black M.2 getestet wurde:

    Gehäuse: Thermaltake Suppressor F31 (Tempered Glass Edition)
    Netzteil/PSU: EVGA SuperNOVA G2 650W
    Mainboard: Asus Prime Z270K
    Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX 16GB (4x4GB) CL16-18-18-35 @2666MHz
    Prozessor: IntelCore i5 7600K (Serie:3,8-4.2GHz) übertaktet auf 4.8GHz @ 1,290V
    Prozessorkühler: be quiet! Dark Rock Pro 4 (BK022), CPU nicht geköpft, Arctic MX-4 2019 Wärmeleitpaste
    Gehäuselüfter: 5x be quiet! Shadow Wings 120mm
    Grafikkarte: Asus Dual GeForce GTX1060 6GB (1506MHz, Boost 1708MHz)
    Festplatten: -WD Black SN750 Gaming M.2 2280 NVMe (250GB) (Testprodukt)
    -Crucial MX500 (500GB)
    -Samsung EVO850 (500GB)
    Betriebssystem: Windows10 Pro 64-bit

    Um das Gesamtpaket der Bestellung bis zum Benchmark abzurunden, teile ich das Review in einige Punkte ein.

    Versand:
    Bereits nach zwei Tagen Wartezeit hielt ich das erwartete Paket in meinen Händen. Zuerst wirkte die Verpackung seitens Mindfactory sehr stabil, Nachdem ich die Herstellerverpackung sah, änderte ich meine Meinung allerdings. Die SSD ist in einem Plastikgehäuse (Sichtfenster) gesichert - zumindest wäre das der Plan. Leider rutsche die Festplatte in der Verpackung hin und her, nicht besonders vertrauenserweckend.. Bilder dazu sind vorhanden. Dies soll aber der einzige Negativpunkt sein.

    Design:
    Verpackung und Festplatte sind sehr ansprechend in der Optik, jedoch wäre eine Abdeckung auf der Festplatte noch die Kirsche obendrauf. Es gibt (es wurde jedenfalls angekündigt, heute gibt es dies noch nicht) diese SSD auch mit einem Kühlkörper (ab 500GB) optional bestellbar, dieser ist optisch ansprechender als die nackte Festplatte. Im Mainboard verbaut fällt die SSD allerdings kaum auf, Optik ist mir im PC persönlich nicht so wichtig, ich habe auch kein RGB verbaut, aber da gehen die Meinungen natürlich auseinander. Sehr schön an M.2 Festplatten finde ich, dass keine Leitungen benötigt werden, das Gehäuse wird etwas mehr gecleant, wovon ich ein großer Fan bin.

    Verarbeitung:
    Die M.2 wirkt sehr solide, WD gibt auf diese Festplatte fünf Jahre Garantie! Da ich dieses Review innerhalb der ersten 14 Tage der Nutzung abgebe, kann ich über die Lebensdauer oder ein Langzeittestverhalten nichts aussagen.

    Kompatibilität:
    Erstmal sollte man sich vor dem Kauf informieren, ob das eigene Mainboard mit dieser M.2 kompatibel ist. Ist dies nicht der Fall, gibt es auch Adapter, die mit geringen Leistungseinbußen wohl einfach zu verbauen sind. In meinem Fall hat mein Mainboard zwei Steckplätze für M.2 Festplatten. Je nachdem welchen man nutzt, werden gewisse SATA-Anschlüsse von der M.2 blockiert und man muss für konventionelle Festplatten auf übrig gebliebene Anschlüsse zurückgreifen. Ich habe sechs SATA-Anschlüsse und zwei werden von der M.2 blockiert, so habe ich also noch Anschlüsse für 4 weitere Module. Der Formfaktor der M.2 beträgt 2280, d.h. 22mm breit und 80mm lang. Ich habe auf meinem Mainboard den unteren M.2-Slot genutzt, weil mein DarkRock Pro 4 meinen Arbeitsspeicher, wie auch den oberen M.2-Slot blockiert, somit war es einfacher den anderen Slot zu nutzen, einen anderen Grund gibt es nicht. Eventuell muss man den M.2 Slot im BIOS aktivieren, dies geschah bei mir allerdings automatisch.

    Einbau:
    Sehr einfach! Zuerst nimmt man natürlich die Seitenverkleidung vom Gehäuse ab. In der Mainboardverpackung sucht man den Abstandshalter und die Schraube für die M.2 Festplatte, welche dies sind ist in der Mainboardanleitung nachzulesen. Oftmals ist auch schon ein Abstandshalter vorinstalliert am Mainboard, dies ist bei mir nicht der Fall, da müsste man aber nur erst die Schraube lösen, der Rest ist gleich wie folgt. Zuerst installiert man den Abstandshalter bei der 80mm-Markierung auf dem Mainboard, welchen man nur reindreht. Man setzt die M.2 in einem etwa 30-Grad Winkel an, rastet sie ein, die Einbaurichtung ist selbsterklärend (Platine unten, WD-Logo oben, Kontakte in Richtung Steckplatz) und drückt sie jetzt auf der linken Seite runter, sodass man die Schraube eindrehen kann. Dabei vorsichtig sein: Die Schraube muss keine Kurbelwelle halten, sie dient nur zur Fixierung! Schon ist es vollbracht, die Festplatte ist installiert, ohne Leitungen, Gott sei Dank!

    Nutzung:
    Wer die Festplatte nicht für ein Betriebssystem nutzen will, hat es noch etwas einfacher als ich. Hierzu kann man im BIOS nachsehen, ob die M.2 erkannt wird. Ist dies der Fall, erstellt man eine neue Partition mit der M.2 (Festplattenpartitionen erstellen und formatieren unter Windows suchen) und weist ihr ggf. einen Laufwerksbuchstaben zu, schon ist sie betriebsbereit. Da ich mit meinem Betriebssystem umgezogen bin, es beziehungsweise neu installiert habe, war es bei mir ein wenig mehr Arbeit, aber auch kein Problem. Man sollte dafür sicherstellen, dass, wenn man mit einem USB-Stick bootet, die M.2 im BIOS als zweite Bootoption direkt hinter dem Boot-USB-Stick steht. Ich habe außerdem die SATA-Kabel meiner anderen Festplatten während der Windwos-Neuinstallation getrennt.

    Stromverbrauch und Temperatur:
    Hier kann ich aufgrund von fehlenden Sensoren leider keine Aussagen treffen. WD gibt eine Temperaturspanne von 0-70 Grad Celsius an, das 250GB-Modell wird ohne Kühlkörper ausgeliefert. Wer will kann hier noch einen passiven Kühlkörper nachrüsten, welchen man bereits unter 10¤ erwerben kann. Dies erhöht eventuell die Performance und Lebenszeit der M.2 etwas. Da in meinem Gehäuse genug Luft zirkuliert, verzichte ich zuerst auf eine passive Kühlung der M.2, vielleicht überlege ich mir dies nochmal, wenn der Sommer kommt. Der Stromverbrauch soll im Betrieb unter drei Watt liegen.

    Preis-Leistungs-Verhältnis:
    Aktuell kostet die 250GB-Variante der WD Black SN750 NVMe rund 76¤, das macht etwa 0,3¤/GB. Sie ist etwas teurer als die Konkurrenz, allerdings auch etwas leistungsstärker. Außerdem sprechen die Garantie von fünf Jahren und der Ruf, dass WD Black Produkte ein Leben lang halten, für sich. Auf jeden Fall ist die Festplatte ihren Preis wert. Herkömmliche SSD-Festplatten sind natürlich günstiger zu haben, allerdings sind diese auch nicht so leistungsstark. Mit dieser M.2 Festplatte bewegt man sich im High-End-Bereich! Ob einem eine herkömmliche SSD reicht, entscheidet man am Ende natürlich selbst.

    Benchmarks und Vergleich:
    Angegeben vom Hersteller:
    Lesen: 3100MB/s | Schreiben 1600MB/s (bis-zu-Werte)
    Gemessen habe ich die Geschwindigkeiten mit CrystalDiskMark 6.0.2. Die Festplatte war dabei zu 67% mit Daten gefüllt. Die gemessenen Werte sind näher an den Herstellerangaben als zugegebenerweise erwartet:
    Lesen: 3079,8MB/s | Schreiben: 1587,6MB/s.
    Zum Vergleich die gemessenen Werte meiner Samsung EVO850 500GB (29% Datenfüllung):
    Lesen: 550,1MB/s | Schreiben: 528,3MB/s.
    Die M.2 liest also über den Daumen etwa sechs mal so schnell wie die konventionelle SSD, schreibt dabei drei mal so schnell. Dazu muss ich sagen, dass man in diesem High-End-Bereich keine großen Unterschiede bemerkt. Bei normaler Rechnernutzung wie zum Beispiel Surfen, Arbeiten oder Zocken merkt man den Unterschied zur SSD nur minimal. Allerdings bemerkt man den Unterschied zur SSD stark, wenn große Datenmengen ins Spiel kommen. Die M.2 macht einen riesigen Unterschied zur HDD, allerdings behaupte ich, dass für den normalen Nutzer eine herkömmliche SSD ausreicht, wie gesagt, die Unterschiede liegen im High-End-Bereich.

    Vor- und Nachteile der WD Black SN750 NVMe 250GB:
    Vorteile:
    +Lese- und Schreibgeschwindigkeiten die den Herstellerangaben entsprechen und wahnsinnig hoch sind
    +schönes Design, alleinstehend und im verbauten Zustand
    +einfache Montage, einfache Inbetriebnahme, selbsterklärend, aber auch nachlesbar
    +keine Kabel im Gehäuse
    +platzsparend
    +ganze fünf Jahre Garantie, mit denen man sich sicher fühlt
    Nachteile:
    -Serienmäßig kein Kühlkörper verbaut
    -etwas teurer als die Konkurrenz (m.M.n. aber gerechtfertigt)
    -Verpackung nicht optimal gelöst

    Fazit: Für mich die optimale Wahl! Ich lege viel Wert auf Qualität, für die ich auch gerne einen Euro mehr zahle. Mein Betriebssystem ist auf die M.2 umgezogen, womit ich sehr zufrieden bin. Die 250GB-Variante hat natürlich keine grenzenlosen Kapazitäten, jedoch brauche ich diese auch nicht. Die Performance dieser SSD ist ohne Frage absolute Spitze, sie kann sich sehen lassen. Wie bereits erwähnt, werde ich im Sommer vermutlich noch einen Kühlkörper nachrüsten, um in diesem Sinne auf der sicheren Seite der Temperaturen zu bleiben. Die Optik gefällt mir, die Montage und Installation war ein Kinderspiel. Rundum ein perfektes Paket für jemanden der ein Upgrade sucht!


    Leider funktioniert die Option, Grafiken in diesem Forum einzufügen nicht, weder als Datei vom Computer noch von einer Website. Deshalb verlinke ich hier einmal die Fotostory via imgur: WD Black SN750 Testers-Keepers - Album on Imgur
    Andernfalls können die Bilder hier gerne eingefügt werden.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #6

    Standard

    Test zur 250 GB Western Digital Black SN750 Gaming M.2 2280 NVMe SSD


    Einleitung/technische Daten
    Die NVMe Black SSD SN750 von Western Digital kommt in einer schlichten, schwarzen Verpackung geliefert. Meine getestete SSD ist die Variante mit 250 GB. Es gibt sie außerdem noch mit 500 GB und 1.000 GB Speichergröße.
    Die über M.2 angebundene SSD hat eine maximale Leserate von bis zu 3100 MB/s und eine maximale Schreibrate von bis zu 1600 MB/s und hat einen TLC Speichertyp verbaut. Die Besonderheit gegenüber anderen SSDs ist hier die Anbindung über das NVMe Protokoll der WD Black und die damit verbundenen deutlich höheren Lese- und Schreibraten. Eine handelsübliche SSD ohne NVMe Anbindung hat meistens Geschwindigkeiten von rund 500 MB/s im Lesen und Schreiben. Die WD Black legt hier also um ein Vielfaches voraus.
    Mein selbst durchgeführter Geschwindigkeitstest bestätigt die Herstellerangaben. Gemessen habe ich 3080,5 MB/s im Lesen und 1591,3 MB/s im Schreiben. Berücksichtigt man geringe Schwankungen im Messverfahren, können die Herstellerangaben ohne Weiteres unterschrieben werden.

    Design
    Die WD Black SSD sieht auf der Verpackung sehr schön aus. Leider nur auf der Verpackung. Denn einmal ausgepackt begegnet man zuerst einem in der Tat schlichtem und schönen PCB in schwarz. Wäre doch nur der Aufkleber auf der M.2 SSD genauso schlicht. Neben dem WD-Black SN750 Schriftzug haben hier nämlich noch die Seriennummer, verschiedene Logos und weitere Ziffern und Strichcodes Platz gefunden. Eine schlichte SSD, wie sie die Verpackung verspricht, erhalt man damit leider nicht.
    Auf dem Mainboard direkt unter der CPU eingebaut befindet sich die SSD genau mittig im System. Und wer ein Glasgehäuse hat und mit seiner Wasserkühlung (eine CPU Luftkühlung würde bei mir den M.2 Slot weitestgehend überdecken) viel Wert auf ein optisch ansprechendes System setzt, wird hier nicht ganz zufrieden sein.

    Einbau
    Durch die M.2 Anbindung ist die SSD schnell und simpel auf dem Mainboard verbaut. Lediglich eine kleine Schraube, die dem Mainboard beiliegen sollte, wird zur Befestigung benötigt. Es wird also weder ein Stromkabel, noch ein SATA Kabel zum Mainboard benötigt. Für das Kabelmanagement und ein aufgeräumtes Gehäuse ist eine M.2 SSD somit die perfekte Lösung.

    Performance und Gaming:
    Im Alltagstest zeigt sich die Festplatte zuverlässig und schnell. Der Windows Betrieb läuft ohne verzögern und Programme öffnen sich flott. Jedoch ist hier subjektiv kein Unterschied zu meiner über SATA angebundenen SSD (ohne NVMe) zu spüren.
    Weiter bezeichnet sich die WD Black SSD als „Gaming“ SSD. Hier stellt sich für mich die Frage, was der Hersteller damit ausdrücken möchte. Eine speziell für Gamer ausgerichtete Festplatte ist schlichtweg sinnlos, da hierdurch keine höhere Leistung, geschweige denn mehr FPS, erzielt werden können. Hier wird versucht, durch den Zusatz „Gaming“ eine größere Gruppe von Käufern anzusprechen und das Produkt markttechnisch besser zu positionieren.
    Einen Vorteil bietet die SSD bezüglich der Start- und Ladezeiten. Gegenüber einer handelsüblichen SSD sind die Startzeiten eines Games jedoch nur wenige Sekunden geringer und auch der Windows Boot ist bei einer SSD mit circa 12 Sekunden ohnehin schon ziemlich schnell. Auch wenn die WD Black mit fast 20% schneller im Windows ist, sind die 2 Sekunden Zeitersparnis nicht spürbar, höchstens messbar (beide SSDs mit einem frisch installierten Windows 10 System getestet). Ähnlich verhält es sich mit den Ladezeiten. Sie variieren zwischen den beiden SSD Konkurrenten nur minimal. Ist man zudem im Multiplayer Bereich wie bei Rainbow Six: Siege unterwegs, muss ohnehin solange im Ladescreen gewartet werden, bis auch der Spieler mit der langsamsten Festplatte und den höchsten Grafikeinstellungen das Spiel geladen hat.
    Auch beim Kopieren und Verschieben von Daten mit anderen Festplatten oder USB Sticks müssen die Geschwindigkeiten des zweiten Mediums im Blick behalten werden. Andererseits besteht auch hier kein Vorteil gegenüber langsameren SSDs.
    Der Vorteil, den man also als Gamer mit der WD Black SSD hat, ist vernichtend gering. Hier lohnt es sich im Voraus darüber klar zu sein, für welchen Einsatzzweck die Festplatte benötigt wird.

    Anwendungsbereich
    Als Datengrab für wenig genutzte Dateien ist die SSD unterfordert und schlichtweg zu schade. Die Stärken kann die Festplatte aber im professionellen Bereich ausspielen, wenn es um das Arbeiten mit wirklichen großen Dateien geht.
    Häufig arbeiten Schneider und Video Bearbeiter mit aufwendigen Programmen und großen Dateien. Hier zahlt sich die NVMe SSD aus und ist ihren Aufpreis definitiv wert.

    Fazit
    Eine klare Kaufempfehlung kann also nicht für jedermann gegeben werden. Klar sollte man sich über den Einsatzgebiet der SSD sein. Ein Windows 10 mit Office Programmen und ein paar Games laufen auf einer handelsüblichen, deutlich günstigeren SSD genauso schnell. Zumindest aber ist der Unterschied für einen solchen Anwender nicht spürbar.
    Viel eher sollte man sich die Größe der SSD überlegen. 250 GB sind mit einem durchschnittlichen Software Setup und ein paar Games schnell gefüllt. Hinzu kommt, dass aktuell die Preise für jeglichen Festplattenspeicher sehr günstig sind und voraussichtlich weiter fallen. Für den Preis der WD Black NVMe SSD bekommt man sogar SSDs mit doppelter Speichergröße. Und auch hier sind Namenhafte und Zuverlässige Hersteller mit teilweise 5 Jahren Garantie dabei. Diese Faktoren sind bei Western Digital natürlich nicht zu vernachlässigen. Man bekommt ein Produkt eines Herstellers, der seinen guten Ruf nicht verlieren möchte. Auch wenn ich selbst mit Service von Western Digital noch nie zu tun hatte - und so wird es hoffentlich bleiben – konnte ich bisher nichts Negatives aus Fachkreisen hören. Zumal die Firma ohnehin für höchste Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Produkte steht.
    Am Ende frage ich mich, wie sinnvoll eine solche NVMe SSD überhaupt ist. Im Anbetracht auf die angesprochenen großen Datenmengen, welche schneller bewegt und bearbeitet werden können, empfinde ich die 250 GB einfach als zu wenig. Effektiv hat die WD Black SSD 232,88 GB Speicherplatz. Installiert man das Windows System und einige Programme, wird der Platz zunehmend kleiner. Zum Arbeiten werden dann noch die (großen) Dateien selbst benötigt. Diese müssen auf der NVMe liegen. Selbst wenn ich sorgsam mit dem Platz umgehe und alle Daten nach Fertigstellung eines Projektes auf andere, langsamere aber dafür größeren im System eingebaute Festplatten verschiebe, habe ich lange Kopiervorgänge und Wartezeiten. Eine schnelle SSD mit einer solch geringen Kapazität halte ich schlichtweg für wenig sinnvoll und nicht für die Zukunft gerüstet. Die Speicher werden von Jahr zu Jahr größer und günstiger. Unsere Daten, Programme und Spiele wachsen in ihrer Größe mit. Hier sollte also zumindest zur 500 GB Variante gegriffen werden, um nicht nach wenigen Wochen Arbeit einen vollen Speicher befürchten zu müssen.
    Professionellen Anwendern, nicht jedoch Gamern, welche auf die Geschwindigkeiten angewiesen sind und davon profitieren, kann ich die WD Black NVMe SSD empfehlen. Dem Standardanwender, also der breiten Masse, rate ich zu einer handelsüblichen (M.2) SSD ohne NVMe Protokoll. Damit lässt sich Geld sparen bzw. mehr Speicherplatz erwerben.


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  7. #7

    Standard

    "TESTERS KEEPERS" - Produkttest WD Black SN750 NVMe SSD 500 GB

    Disclaimer
    Die WD Black 750SN wurde Anfang 2019 veröffentlicht. Der Artikel „WD Black SN750 NVMe SSD“ wurde mir von „Mindfactory“ im Zuge der Aktion „TESTERS KEEPERS“ zur Verfügung gestellt. Meine Aufgabe bestand darin das Produkt zu testen und zu bewerten. Im Anschluss an die Bewertung darf das Produkt behalten werden. Seitens Mindfactory gibt es Vorgaben, welche Kriterien angesprochen werden sollen. Jedoch möchte ich betonen, dass ich hier meine eigene Meinung angeben. Meine eigene Meinung wurde nicht von Mindfactory beeinflusst.

    Versand / Verpackung
    Bereits einen Tag nach Versand hatte ich die neue NVMe SSD von WD in meinem Briefkasten. Angekommen ist das kleine Stück Hardware in einer Umverpackung, welche von Breite und Länge nicht größer war als ein iPad. Der Karton war ca. 2-3 cm hoch. Innerhalb der Umverpackung befand sich dann die OVP von WD. Marketing, welches seit mehreren Jahren betrieben wird, zahlt sich irgendwann aus. Die Verpackung sieht sehr hochwertig aus und hat natürlich ziemlich viele Eyecatcher. Im Vordergrund steht die NVMe SSD, welche gleichzeitig der Inhalt der Bestellung ist – logisch. Desweitern fühlt sich die Verpackung wertig an. Einzelne Designelemente auf der Verpackung (beispielsweise Buchstaben in herausstechender bzw. abhebender Farbe) verleihen der Verpackung einen guten Eindruck. Die NVMe SSD wird zudem in einer antistatischen Verpackung geliefert. Mit dabei ist auch ein kleines Set von Zubehörteilen zur Installation.

    Design / Verarbeitung
    Der Name ist hier Programm – Black. Die NVMe SSD ist schwarz gehalten. Auf den Speicherblöcken ist ein dicker schwarzer Klebestreifen mit Logo bzw. Modellnummer. Dies ist meine erste NVMe SSD mit dem Formfaktor „m.2“. Mir waren die Maße bewusst. Allerdings war ich echt begeistert, was man auf eine Größe von 8cm x 2cm platziert bekommt. Die Verarbeitung des kleinen Teils ist echt super. Ich selbst konnte keine Risse, Beschädigungen oder sonstige Beeinträchtigungen feststellen. Die Materialien, welche beim Bau verwendet wurden, fühlen sich echt wertig an.
    Installation / Kompatibilität

    Die Installation in meinem System gestaltete sich etwas – ungewöhnlich. Nicht schwer, aber ungewöhnlich. Dazu kurz eine Vorgeschichte. Ich selbst benutze das „MSI Gaming 5“ in Kombination mit einem „Intel i7 4790k“, einer „GTX 970“ und einer „Samsung 850 PRO“. Grundsätzlich ein flottes System. Bei einem Upgrade auf eine NVMe SSD sagt man aber trotzdem nicht nein.

    Wie gestaltet sich nun die Installation bzw. was genau sind die Probleme? Das kann man wie folgt erklären. Festplatten (SSDs / HDDs) werden normalerweise über SATA III angeschlossen. Diese Schnittstelle überträgt in der Praxis ungefähr 150Mbyte/s bis 600 Mbyte/s. Diese Werte sind grundsätzlich ausreichend für das Tagesgeschäft oder sogar das Gaming an einem Computer. Eine NVMe SSD schließt man nicht an einen gewöhnlichen SATA III Anschluss an, sondern an einen PCI-E 3.0 Anschluss (oder Neuer). PCI-E 3.0 Anschlüsse können 1GByte/s (0,9846 GByte/s) übertragen. Eine NVMe SSD wird mit vier Lanes an den PC angeschlossen. Somit haben wir hier eine theoretische Übetragungsrate von 4 GByte/s. Mit diesem Upgrade versechsfachen wir unsere Übertragungsrate. Bei meiner Konfiguration standen allerdings nur 16 PCI-E 3.0 Lanes zur Verfügung. Normalerweise schließt man die Grafikkarte (16 Lanes) an und dann war es das mit weiterem PCI-E 3.0 Zubehör. Viele wissen allerdings nicht, dass eine Grafikkarte nicht unbedingt 16 Lanes (16 GByte/s) benötigt. Acht Lanes (8 GByte/s) reichen für eine Grafikkarte normalerweise aus. Der Performanceverlust kann im schlimmsten Fall ca. 10 % der FPS kosten. Spoiler: Bei mir hat sich mit einer an 8 Lanes angebundenen Grafikkarte nichts verschlechtert – alles blieb gleich. Die NVMe SSD wurde dann mit einem Adapter angeschlossen. Somit benutzt die Grafikkarte acht Lanes und die NVMe SSD vier Lanes. Die restlichen vier Lanes sind nun noch für andere Systemerweiterungen benutzbar. Zum Beispiel für eine weitere NVMe SSD, eine normale SSD oder einen Netzwerkadapter.

    Mit dem Einbau bzw. der Installation sind wir nun so gut wie fertig. Da mein Betriebssystem (Windows 10) auf der neuen Platte laufen soll, habe ich meine Daten vorher auf mein NAS gesichert. Vorher jedoch die NVMe SSD angeschlossen, formatiert und eine Partition zugewiesen. Die Problematik ist, dass man manche SSDs nicht einsetzen kann und sofort ein OS drauf installieren kann. Die NVMe SSD muss zuerst formatiert werden und eine Partition erstellt werden. Zudem muss der Boot Record der NVMe SSD umgestellt werden. Auch dies hat bereits bei vielen Nutzern Probleme bei der Installation verursacht. Im Windows Installationsprozess habe ich dann alle anderen Festplatten formatiert und die Installation von Windows auf der WD Black SN750 gestartet. Die Installation ging ziemlich flott. Nach ca. 7 Minuten war ich auf dem Desktop und konnte meine vorher heruntergeladenen Programme installieren.

    Lese- und Schreibgeschwindigkeit
    Wie eben erwähnt ist die Lese- und Schreibgeschwindigkeit bei einer NVMe SSD genial. Natürlich stimmen die theoretischen Übertragungsraten nicht mit den wirklichen Übertragungsraten überein. Hier gibt es tausende Faktoren, welche die Übertragungsgeschwindigkeit drosseln können. Im meinem Fall habe ich mehrere sogenannte Benchmarks durchgeführt. Die Tests wurden zu unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlichen Belastungen des Systems durchgeführt. Im Durchschnitt lag die Übertragungsrate bei ca. 3,3 GByte/s. Ob man diese 3,3 GByte/s wirklich benötigt kann man unter dem Punkt Fazit nachlesen.

    Features / Software
    Die WD Black SN750 kommt mit einer eigenen Software. Über diese kann man die verschiedensten Einstellungen vornehmen. Hierüber ist es später auch mögliche Firmwareaktualisierungen durchzuführen. Für Gamer gibt es einen „GAME MODE“. Dieser reduziert die Latenz, indem die Low Power States deaktiviert werden. Zudem gibt es die Möglichkeit die NVMe SSD mit Kühlkörper zu bestellen. Dieser soll die thermische Drosslung erst nach drei Minuten (180 Sekunden) statt zwei Minuten (120 Sekunden) einsetzen lassen. Ich habe den „GAME MODE“ getestet, allerdings keinen Unterschied feststellen können.

    Haltbarkeit
    SSDs unterscheiden sich grundsätzlich von HDDs. Hier gibt es keine beweglichen Teile. In einer SSD löst sich durch eine chemische Reaktion eine dünne Trennschicht. Hierdurch verkleinert sich die Speicherkapazität der SSD. Dieses Modell hat den Grenzwert 300 TB. Das bedeutet, dass ab 300 TB Zellen nur noch ausgelesen werden können und nichtmehr beschrieben werden können. Das ist allerdings eine Angabe des Herstellers. In der Praxis gab es schon die verschiedensten Fälle. Manche Festplatten waren nach wenigen TB schon „nutzlos“. Manche überstiegen die „TBW“ (Total Bytes Written) Marke um Einiges.

    Datenverschlüsselung
    Zur Datenverschlüsselung kann ich selbst nicht viel sagen. Eine SSD hat nur bestimmt viele Schreibzyklen. Bei einer Datenträgerverschlüsselung werden alle Blöcke auf der SSD beschrieben. Dies wiederum bedeutet, dass auch viele Blöcke (sinnlos) beschrieben werden. Somit gehe ich auf dieses Thema nicht weiter ein.

    Preis- /Leistungsverhältnis
    Die WD Black SN750 NVMe SSD ist bei den Topplayern ganz oben dabei. Mein genutztes Modell würde im Handel aktuell 110¤ kosten. In diversen Bestenlisten stellt man diese NVMe SSD auf das Niveau mal über mal unter dem koreanischen Konkurrenten. Ich denke aber, dass man für den Preis eine definitiv angemessene Leistung erhält.

    Mein Anwendungsfall + Fazit
    Zum Schluss das Wichtigste an meiner Bewertung: Sollte man dieses Stück Hardware kaufen?

    Es kommt drauf an! Vergleichen wir eine normale SSD mit einer NVMe SSD haben wir einen großen und ggf. mehrere kleinere Unterschiede. Der größte Unterschied und wahrscheinlich auch wichtigste Faktor ist die Übertragungsrate. Stellen wir 3,3 GByte/s und 550 Mbyte/s gegenüber (das waren meine Werte wie den Bildern zu entnehmen ist) ist der Gewinner klar erkennbar. Die wichtigste Frage ist, ob ihr das Upgrade wirklich benötigt. Hier werden die Meisten sagen: „natürlich – je schneller desto besser“. Aber viele unterschätzen den tatsächlichen Nutzen von 3,3 GByte/s. Um er kurz zu machen: Bist du ein Gamer, welcher aktuelle Titel spielt und sonst eigentlich nur normale Office Aufgaben erledigt? Dann reicht dir eine normale SSD der aktuellen Generation.

    Solche Übertragungsraten sind (aktuell) eigentlich nur für eine bestimme und kleine Zielgruppe notwendig: Videoersteller. Bist du der YouTuber des Jahrhunderts [Subscribe to PewDiePie] oder du lädst jeden Tag tausende Videos auf YouTube hoch, wirst du mit dieser NVMe SSD deine Freude haben. Dein Videoschnittprogramm wird sich definitiv freuen, wenn du die riesen Videodateien über deine NVMe SSD verarbeitest.

    Ich selbst erstelle auch Videos. Allerdings keine Vlogs wie die Meisten heut zu Tage, sondern eher in die Richtung Cinematic oder Reallife-Verfilmungen. Hierbei habe ich tatsächlich eine Steigerung der Geschwindigkeit in meinem Schnittprogramm feststellen können – ich bin begeistert!

    Fazit – tl:tr
    Geile Platte, verdammt schnell, für die Leistung ein guter Prei, für normale Gamer nicht unbedingt notwendig, für Videoersteller echt genial!

    Danke!
    Zum Schluss bleibt mir nur noch über Danke zu sagen. Danke an Mindfactory für die Möglichkeit das Produkt zu testen. Es hat tatsächlich Spaß gemacht Informationen zu recherchieren und aufzubereiten. Und natürlich Dank an Dich, dass du diese Bewertung bis zum Ende gelesen hast!

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  8. #8

    Standard Testers Keepers 2019 WD Black 250 GB SN750

    Zu allererst ganz großes Lob an Mindfactory für die Chance dieses Produkt im Rahmen des Testers Keepers Programm testen zu dürfen. Es ist mir eine große Ehre und macht Riesen Spaß. Zudem freut es mich wenn ich auch anderen potenziellen Käufern die Entscheidung für dieses Produkt leichter machen kann.
    Design
    Die SSD kommt, wie der Name schon vermuten lässt, in einem schwarzen Design daher. Wobei natürlich die Bezeichnung “Black” in erster Linie für die Leistungsklasse steht! Die Beschriftung ist sehr gering und unauffällig gehalten. Das trifft sicherlich bei dem ein oder anderen Nutzer auf hohen Zuspruch, denn so fällt die SSD auf dunklen Mainboards kaum auf. Mit einer Bauhöhe von 2,38 mm lässt sich diese SSD sowohl in Desktop-PC als auch in kompatiblen Notebooks einbauen. Der verwendete Formfaktor ist der gängige M.2 2280 und wird von immer mehr aktuellen Mainboards unterstützt. Die maximale Leistung wird ausgeschöpft wenn der M.2 Slot auf dem Mainboard an vier PCIe 3.0 Lanes angebunden ist.
    Verarbeitung
    Der Formfaktor ist der weit verbreitete M.2 2280 und entfaltet das gesamte Potenzial wenn es in den M.2 Slot eingesetzt wird, welcher an vier PCI-e Lanes angebunden ist. Das schwarze Design ist ein echter Hingucker und sicherlich ein Kaufkriterium für Benutzer welche Wert auf die Optik bei einem PC legen, erst recht in Zeiten in denen der gesamte PC ohne großen Aufwand farblich abgestimmt werden kann und Mainboards nicht mehr Babyblau oder Grün mit Orangen Ram-Bänken sind.
    Die Verarbeitung des PCBs lässt mich nicht an der Qualität zweifeln. Mir sind keine Dinge aufgefallen, welche auf eine schlechte Verarbeitung schließen würden.
    Preis-/Leistungsverhältnis
    Mit einem Preis zu ca. 79¤ ist diese SSD für die gebotene Leistung sehr attraktiv und sogar noch günstiger als das Vorgängermodell. Bei einem Preis von 0,32¤ pro GB, ist sie leider etwas teurer als die 500GB Variante. Trotzdem schlägt sie das Vergleichbare Modell von Samsung was Preis-/Leistung angeht.

    Lese- und Schreibgeschwindigkeit
    Folgende Daten wurde mit folgendem Testsystem ermittelt:
    CPU: Intel Core I5-9600K
    MB: Gigabyte Aorus Z390 Pro
    Kühler: NZXT Kraken M22
    RAM: 16 GB G.Skill Trident Z RGB 3200
    Sys SSD: Samsung 840 Evo 120GB
    Grafikkarte: MSI RTX 2070 Gaming Z
    Netzteil: BeQuiet Dark Power Pro 650
    OS: Windows 10 Pro x64

    Bilder der Messungen im Anhang.

    Datenverschlüsselung
    Die SSD bietet leider keine Hardware-Verschlüsselung. Dadurch müsste man auf eine Software zurückgreifen, welche den Nachteil hat, dass man sie auch an anderen Geräten nur mit der Software entschlüsseln kann. Bei Hardware - Verschlüsselung wäre das einfacher, da man dazu keine Software benötigt. Auch bei einem Einsatz in einem Mobilen Gerät wie einem Laptop wäre eine Hardware-Verschlüsselung sinnvoll, da solche Geräte leichter gestohlen werden können.
    Kompatibilität
    Bei einem Nachrüsten dieser SSD in einem älteren System, muss auf einige Dinge geachtet werden. Für den Fall, dass noch kein M2 Slot auf dem Mainboard vorhanden ist, gibt es spezielle Adapterkarten, wo eine M2 SSD eingebunden werden kann. Zudem muss das BIOS bzw UEFI, das booten von einer M2 erlauben. Intel Board ab Chipsatz Z170 unterstützen das booten von SSD so gut wie immer. Sollte das booten von SSD trotzdem nicht unterstützt werden, kann diese SSD nicht als Systemfestplatte dienen, wohl aber als Speicher im System. Für die maximale Leistung muss sie an einem PCIe Gen3 x4 Slot eingeschlossen werden. Sie ist aber abwärtskompatibel mit den folgenden Anschlüssen: PCIe Gen3 x2, PCIe Gen3 x1, PCIe Gen2 x4, PCIe Gen2 x2 und PCIe Gen2 x1.

    Installation, Features, Software
    Die installation ist sehr einfach. Die SSD wird in den passenden M.2 Slot gesteckt und mit einer Spezialschraube auf dem Mainboard fixiert. In meinem Falle bietet mein Mainboard einen Heatspreader, welcher ebenfalls darüber befestigt wird. Dadurch werden die Temperaturen geringer gehalten und es wird für einen längeren Zeitraum eine höhere Leistung erreicht, zum Beispiel bei einem großen Kopiervorgang.
    Startet man die Software “Western Digital SSD Dashboard” so ändert sich der Skin der Software automatisch in ein schwarzes Design, welches extra für SN750 Reihe entwickelt wurde. Auf der Oberfläche gibt es eine Schaltfläche mit der Bezeichnung “Gaming Mode” welcher die Stromsparfunktion der SSD deaktiviert um dauerhaft die maximale Leistung zu haben.
    Die Software bietet darüber hinaus Funktionen wie Firmware Update, Software Update, Diagnose und die Bereinigung der SSD. Außerdem lässt darüber einstellen, ob das Programm mit Windows gestartet werden soll.
    Haltbarkeit & Vergleich
    WD gibt auf diese SSD 5 Jahre Garantie bei einer erwarteten maximalen Schreibrate von ca 200 TB bevor die Zellen irreparabel werden.

    Fazit
    Zu der SSD bleibt eigentlich nur zu sagen, dass es eine enorme Verbesserung ist im Vergleich zu herkömmlichen SSDs. Die Größe mit 250 GB ist jedoch nicht mehr ganz so zeitgemäß. Ich würde eher zur 500GB oder 1TB Variante mit Kühlkörper (falls nicht schon am Mainboard vorhanden) greifen, da diese nochmal eine höhere Leistung haben und noch mehr Speicherplatz bieten. Trotzdem ist die 250GB WD Black SN750 Gaming M.2 jeden Cent wert. Die gebotene Leistung bei Spielen als bei Kopieren von größeren Datenmengen ist nicht Vergleichbar mit normalen SSDs. Das erleichtert den Alltag und macht dazu auch noch Spaß.
    In diesem Sinne gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung wenn man eine M2 SSD haben möchte aber nicht den Aufpreis für eine größere Variante zahlen möchte.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  9. #9

    Blinzeln WD Black Gaming NVMe SSD 250 GB

    Hallo Liebe Leser/innen. Ich durfte dank Mindfactorys Testers Keepers Programm auch die SSD WD Black SN750 mit 250 GB ausgiebig testen. Das sind meine Ergebnisse.

    Fakten
    Die Western Digital Black SN750 ist eine leistungsfähige und preisgünstige NVMe SSD. Sie schneidet in den meisten Fällen mindestens so gut, wie die Konkurrenten ab und ist dabei günstiger. Die im Formfaktor M.2 2280 (also 80mm länge) gebaute SSD benutzt 4x PCIe Lanes, wodurch es die von WD geworbene Höchstleistung erreichen kann. Laut WD soll die 250 GByte Variante, die ich testete, 3100 Mbyte/s beim Lesen und 1600 Mbyte/s beim Schreiben erreichen. Die Varianten mit höherem Speicher sollen sogar satte 3.74 GB/s lesen und 3 GB/s schreiben. Sie kann wahlweise mit Kühlkörpern bestellt werden, die ab 500GB gewählt werden können.
    Für die Black SSDs stellt WD ein Programm (Western Digital SSD Dashboard) zur Verfügung, womit man Informationen über das Gerät sich ansehen, die Firmware der SSD updaten und das „Gaming-Mode“ in der SSD gesteuert werden kann. Alle der folgenden Tests wurden im Gaming-Mode ausgeführt, obwohl der Modus im Gegensatz zu normalem Modus keine Performanceschübe brachte. Ich nehme an, dass der Gaming-Modus es verhindert, dass die SSD sich in den Energiesparmodus bringt, wodurch die Reaktionszeit bei längerer Nutzung weiterhin kurz bleibt. Dazu konnte ich den höheren Akkuverbrauch bei Gaming-Mode im Laptop feststellen. Um den Modus umschalten zu können, muss man den Computer neustarten.

    dof.jpgfull.jpgchips.jpg

    Hardware
    Die Tests habe ich mit meinem Laptop und 2 Betriebssystemen vorgenommen, dass die folgende Konfiguration hat:
    CPU: Intel Xeon E3-1505M v6
    RAM: 32 GB DDR4-2400 ECC
    GPU: Nvidia Quadro M2200
    Speicher:
    1. Toshiba SSD (NVMe) <- Windowspartition, primäre Arbeitspartition (Entwicklung, Design, virtuelle Maschinen)
    2. WD Black SSD (NVMe) <- Testprodukt
    3. Mushkin SSD (Sata6) <- Fedorapartition, sekundäre Arbeitspartition (3D, Simulationcaches)


    Bei beiden Systemen habe ich die Tests nach einem Muster vollzogen. Dabei spielten am Anfang die Benchmarks eine Rolle. Als zweites waren „Praxisnahe“ Benchmarks von Bedeutung, bei denen ich
    • eine 20 GByte große Mülldatei (generiert mit dd-Befehl) und
    • meinen Projektordner mit fast 500.000 Dateien und einer Gesamtmenge von 21 GByte, wobei rund 420.000 Dateien unter 100KB groß sind
    von der und in die Platte kopiert. Zuletzt habe ich während der normalen Arbeit die Auslastung und die durchschnittliche Schreib- und Leseraten im Blick behalten. Die letzten Tests sind eher gefühlsorientiert und haben keine bzw. wenige Daten als Grundlage.

    Tests - Windows
    Da Windows in erster Linie nur mit wenigen Dateisystemen nativ klarkommt, habe ich auch nur mit dem Dateisystem NTFS getestet. Ich arbeite 75% meiner Arbeitszeit mit Windows und habe hier auch meine meisten Anwendungen, mit denen ich meine Inhalte generiere. In den Benchmarks erreichte ich nicht immer die Höchstwerte. Ich nutzte neben Crystal Disk Mark auch Atto Disk Benchmark, die teilweise ähnliche Werte hervorbrachte.

    graph1 - Testers Keepers mit WD Black SN750 Gaming M.2

    In den praktischen Tests konnte ich allgemein gute Ergebnisse erzielen. Das Kopieren meines gesamten Projektordners dauerte fast 40 Minuten. Wenn man jedoch die Menge der kleinen Dateien und vielen Ordner überdenkt, ist die Zahl sehr beeindruckend. Das Kopieren des Ordners auf einem per USB 3.0 angeschlossenen WD Red-Laufwerk dauerte vergleichsweise über 3h.

    tbr - Testers Keepers mit WD Black SN750 Gaming M.2

    Die 20GB große Mülldatei wurde dagegen in 35 Sekunden kopiert, der Vorgang wurde aber etwa nach den ersten 5GB an Daten von rund 2GB/s auf 440MB/s gebremst. Dieser Effekt kann durch einen vollen Schreibcache entstehen.
    Während der Arbeit an einem größeren Web-App-Projekt konnte ich keine Verbesserung der Performance feststellen, weil man mit sehr vielen kleinen Dateien hantiert. Jedoch konnte ich während der 3-dimensionalen Rauch- und Feuersimulation feststellen, dass meine Grafikkarte zum Engpass wurde, nicht mehr meine SSD. Wegen den Datenmengen arbeitete ich auf der Sata-SSD, die während der Simulation meistens bei 100% Schreiblast arbeitete und bei Wiedergaben nicht nachkam. Die Wiedergabe der Animation aus dem Cache zeigt mit WD Black keine Probleme.
    Die ausgeschaltete Gaming-Mode brachte keine Performanceprobleme, außer, dass die Platte sich nach einer Weile der Nicht-Nutzung mehr paar 100 Millisekunden Zeit ließ, angesprochen zu werden. Das merkte man, wenn man nach einer Weile eines der Verzeichnisse aktualisierte/wechselte.

    Tests – Fedora
    Um beide Systeme und den Umgang mit der SSD vergleichen zu können, habe ich mich darum bemüht, gleiche Daten und Datenmengen zu übertragen. Zusätzlich prüfe ich die Performance des von Samsung entwickeltem Dateisystems F2FS.

    NTFS
    Zuerst habe ich mit den für Fedora (Linux Distribution) verfügbaren Anwendungen ein paar Benchmarks ausgeführt. Gnome integriertes Laufwerkmanager lieferte ähnliche Ergebnisse wie die Tests unter Windows ab. Leider stürzte die Schreibgeschwindigkeit aber ab 50. Mal schreiben auf 300 MB/s. Mit dem dd-Skript und hdparm konnte ich sogar deutlich höhere Werte kennzeichnen, welche bei 3,25 GB/s lesen und 1,9 GB/s schreiben lagen. Jedoch waren diese Zahlen mit fio nicht reproduzierbar. Dabei kam die SSD auf durchschnittlich 160 MB/s lesen und 190 MB/s schreiben.
    In der Praxis ließen sich die letzten Zahlen leider ungefähr reproduzieren. Konstante 200 MB/s beim Schreiben und maximal 900 MB/s beim Lesen derselben Mülldatei, wie bei Windowstests. Der Projektordner wurde innerhalb von 1h auf die SSD übertragen.
    Um zu schauen, wie sich die SSD im Gegensatz zu meiner Sata-SSD bei Zugriffszeiten schlägt, wurde auf beiden SSDs ein Webserver gestartet. Dieser Webserver (nginx) lieferte eine 1MB große Mülldatei aus. Von meinem Heimserver aus simulierte ich die Clients mit Hilfe des Apache HTTP Server Benchmarking Tools. Dieses Tool ruft die angegebene Webseite mit vielen parallelen Workern auf und simuliert Hunderte Benutzer von einem einzelnen Rechner aus. Bei dem Test mit 1.000 gleichzeitigen und 100.000 gesamten Anfragen konnte die Sata-SSD durchschnittlich etwa 15.000 Anfragen/Sekunde verarbeiten. Die WD Black jedoch schaffte beinahe 19.000 Anfragen in der Sekunde, also rund 27% mehr. Dadurch kann man die schnelleren Zugriffszeiten bestätigen. Laut dem integrierten Laufwerkmanager lag sie durchschnittlich bei 0,13 Millisekunden.

    F2FS
    Flash-Friendly File System ausgeschrieben, ist F2FS wie der Name auch schon sagt ein Dateisystem, entwickelt für Flashspeicher wie SSDs und SD-Speicherkarten. Der größte Vorteil der Nutzung dieses Dateisystems ist der Umgang mit Schreibvorgängen, die bei Flashspeicher-Zellen begrenzt sind. Durch die Nutzung des F2FS soll Lebensdauer der SSDs erheblich verbessert werden.
    Mit diesem Dateisystem lieferten die Benchmarks bessere Werte, die aber trotzdem weit voneinander lagen. Laufwerkmanagerwerte lagen mit 3,3 GB/s lesen über dem von WD angegebenen Höchstwert und mit durchschnittlich 300 MB/s schreiben deutlich darunter. Mein dd-Skript lieferte sogar einen Höchstwert fürs Lesen von 7 GB/s an. Durchschnittliche Werte lagen trotzdem bei Werksangaben. Die Werte der anderen Programme wurden ebenfalls gebessert und lagen bei mehreren Tests näher an den Windowswerten. Die durchschnittliche Zugriffszeit betrug hier 0,09 Millisekunden, die rund 11.111 IOPS entspricht.
    Beim Kopieren von der Mülldatei erreichte die SSD rund 1 GB/s beim Lesen und Schreiben und brauchte 19 Sekunden fürs Lesen und 23 Sekunden fürs Schreiben. Der Projektverzeichnis brauchte über 1 Stunde für die Übertragung.

    Fazit
    Die Black Gaming SSD von Western Digital ist von der Performance her einer der besten SSDs, die man in dieser Preisklasse finden kann. Mit seiner 2TB Variante würde sie auch gegen den Konkurrenten 970 Pro auftreten dürfen, der maximal 1TB-Karte liefert. Die Zugriffszeiten sind gering, die Lese- und Schreibraten sehr hoch. Bei den Benchmarks schnitt sie meiner Meinung nach sehr gut ab, obwohl unter Fedora Probleme entstanden. Ich denke, dass diese Fehler mit Treibern zusammenhingen und mit dem richtigen Dateisystem behoben werden können. Zudem gibt es leider das Dashboard von WD nicht für Linux und ich konnte auch keine andere Lösung finden Gaming-Modus auszuschalten, außer auf Windows zu wechseln. Während der Gaming-Modus wurden die SSD-Bereiche des Laptops viel wärmer unter Fedora als unter Windows, sogar im Leerlauf.

    Nun ein paar Zahlen in der Übersicht:

    Benchmarks

    System Windows Fedora
    Dateisystem NTFS NTFS F2FS
    Benchmark Atto CrystalDisk Laufw.man Dd-Skript Laufw.man Dd-Skript
    1 GB lesen 2,84 GB/s 3,03 GB/s 2,3 GB/s 2,4 GB/s 3,3 GB/s 3 GB/s
    1 GB schreiben 1,48 GB/s 1,58 GB/s 933 MB/s 305 MB/s 310 MB/s 1,1 GB/s
    1 GB IOPS 16460 k. A. 6.666,6 6250 11.111 9.090

    Kopieren der Dateien auf die SSD
    System Windows Fedora
    Dateisystem NTFS NTFS F2FS
    20 GB Mülldatei 35 Sek 105 Sek 23 Sek
    21+ GB Projektordner 40 Min 55 Min 70Min

  10. #10

    Standard

    Produkttest Western Digital Black 250Gb SN750 Gaming M.2 2280 NVMe SSD
    1. Versand: Die Lieferung kam wie üblich über DHL und erreichte mich flott zwei Tage nach Eingang der Versandbestätigung von Mindfactory.de. Wie gewohnt war die Versandverpackung solide und stabil.
    2. Erster Eindruck und Lieferumfang: Die WD BACK SSD kam lediglich in einer schlichten Verpackung und mit der obligatorischen Garantiekarte. Der schwarze Karton wirkte wertig und optisch ansprechend. Die WD BLACK SSD wurde durch ein Plastikgehäuse gesichert welches gleichzeitig als Sichtfenster dient. Einziges Manko bisher: Leider fehlt eine passende Schraube, welche zum Einbau benötigt wird, mehr dazu aber beim Punkt „Einbau“.
    3. Design und Optik: Etwas schade finde ich, dass die WD BLACK SSD selbst zwar wie auf der Verpackung dargestellt „Black“, also ganz aus schwarzem Kunststoff gefertigt ist. Leider bedeckt ein Schwarzer Aufkleber mit verschiedenen Seriennummern, Barcodes etc. fast die ganze Festplatte. Da mein PC in einem Gehäuse mit seitlichem Sichtfenster verbaut ist war ich zuerst etwas enttäuscht und wäre mit einer schlichten PCB Optik deutlich zufriedener gewesen. Glücklicherweise ist der M.2 Slot in meinem Fall aber so wie so an einer unauffälligen Stelle auf dem Mainboard platziert, sodass die SSD fast vollständig von meiner Grafikkarte verdeckt wird. Für Optik Enthusiasten mit anderem Mainboard Layout könnte der Aufkleber allerdings störend werden.
    4. Einbau: Der Einbau gestaltete sich aufgrund der bereits genannten Position des M.2 Slots unter dem Steckplatz für die Grafikkarte etwas schwierig. Als erstes musste ich also meinte Festplatte aus dem Gehäuse nehmen, anschließend dann die WD BLACK SSD einbauen und danach Grafikkarte wiedereinsetzen. Sehr angenehm ist die Tatsache, dass M.2 SSDs ganz ohne weitere Kabel in das System verbaut werden können, im Vergleich zu einer SATA SSD spart man sich also zwei Kabel, ein Strom- und ein SATA-Kabel. Dies sorgt für ein aufgeräumtes Gehäuse und man braucht sich keine Gedanken über fehlende Kabel zu machen. Problematisch könnte in manchen fällen allerdings die oben erwähnte fehlende Schraube werden. Für die Installation der SSD ist ein Abstandhalter und eine kleine Schraube nötig. Glücklicherweise hatte ich von beidem genügend aufgehoben und konnte somit die SSD problemlos verbauen.
    5. Aktivierung: Beim ersten Start meines PCs nach dem Einbau der neuen WD SSD hatte ich dann einige Probleme, meine alte SanDisk SSD wurde nicht mehr erkannt und mein PC startete nicht mehr. Um mich zu vergewissern, dass ich beim Einbau nichts beschädigt hatte baute ich also erst einmal die WD SSD wieder aus, daraufhin fuhr der PC wie gewohnt hoch. Einige weitere Versuche und etwas Recherche im Internet waren nötig, um den Grund für diese Probleme herauszufinden. Grund für den Ausfall war, dass der M.2 Slot zwei der SATA Anschlüsse auf dem Mainboard „lahmlegt“ und meine SanDisk SSD in einem der beiden Anschlüsse angesteckt war. Als dieses Problem behoben war musste ich die neue SSD noch partitionieren, um sie dann endlich benutzen zu können.
    6. Kompatibilität: Leider musste ich beim Benchmarken feststellen, dass die Leistung der SSD bei weitem nicht die der von Western Digital versprochenen entsprach, meine Messwerte ergaben im Vergleich folgendes:
    Lesegeschwindigkeit 812 MB/s statt den versprochenen 3100 MB/s
    Schreibgeschwindigkeit: 785 MB/s statt versprochenen 1600 MB/s
    Getestet auf meinem System:

    CPU: Intel Core i7 4790K 4x 4.00GHz So.1150
    RAM: 8GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600 DIMM CL9 Dual Kit
    GPU: 4096MB MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G Aktiv PCIe 3.0 x16
    Prozessor Kühler: Thermalright HR-02 Macho Rev. B Tower Kühler
    HDD: 1000GB Seagate Desktop HDD ST1000DM003 64MB 3.5" (8.9cm) SATA 6Gb/s
    SSD-1: 128GB SanDisk Solid State Disk 2.5"
    SSD-2: 250GB WD250GB WD Black SN750 Gaming M.2 2280 NVMe PCIe 3.0 x4 (TEST)
    PSU: 500 Watt be quiet! Straight Power 10-CM Modular 80+ Gold
    Mainboard: ASRock Fatal1ty Z97 Killer Intel Z97 So.1150
    Lüfter: be quiet! Silent Wings 3 (3 Stück)
    OS: Windows 10 Home 64 bit
    Gehäuse: Sharkoon T9 Value Blue Edition Midi Tower ohne Netzteil schwarz

    Die fehlende Leistung erklärt sich also durch die fehlenden 4x PCIe lanes meines Mainboards. Leider kann ich also die WD BLACK SSD bis zu meinem ohnehin geplanten PC upgrade nicht auf voller Leistung nutzen und muss mich mit einer SATA SSD ähnlichen Leistung zufriedengeben.
    7. Leistung: Um dennoch vergleichbare Leistungsdaten erheben zu können durfte ich mir für ein paar Tests den PC eines bekannten ausleihen. Leider stehen mir nicht alle Details seines PCs zur Verfügung darum nur das wichtigste:

    CPU: Intel CORE I5-9600K 6X 3.7 GHZ
    RAM: 16 GB DDR4
    500 Watt be quiet!
    MSI MAG Z390 Tomahawk (Chipsatz: Z390 / Atx)
    2 TB SATA III WD BLUE WD20EZRZ
    Windows 10 Home 64 bit

    Sein System konnte die WD BLACK SSD an ihre grenzen bringen und erzielte folgende Werte:

    Lesegeschwindigkeit 3021 MB/s statt den versprochenen 3100 MB/s
    Schreibgeschwindigkeit: 1142 MB/s statt versprochenen 1600 MB/s

    Beide Werte sind im Vergleich zu einer herkömmlichen SATA SSD natürlich deutlich höher und können gerade bei professioneller Anwendung und Umgang mit großen Dateien sehr viel Zeit einsparen. Im Alltagsgebrauch (Öffnen von einfacheren Programmen, Textbearbeitung etc.) ist im Vergleich zu einer herkömmlichen SSD kaum ein Unterschied bemerkbar. Da die SSD vom Hersteller mit dem Prädikat „Gaming“ versehen ist unterzog ich sie auch noch einigen Praxistests. In Spielen wie „Forza Horizon 4“ oder „Player Unknowns Battlegrounds“ hatte ich in der Vergangenheit immer wieder mit Texturproblemen zu kämpfen da Texturen von meiner Langsamen HDD nicht schnell genug geladen wurden. Dieses langsame Laden führt zu einem sehr unangenehmen Spielerlebnis und beeinflusst den Spielspaß erheblich. Glücklicherweise behebt die schnellere SSD diese Fehler und kann Abhilfe schaffen.
    8. Temperatur: Die 250Gb Variante der SSD kommt ohne passiven Kühlkörper und arbeitet in meinem System bei ca. 43°C. Laut Hersteller sind 0°-70° in Ordnung und die Temperatur somit unauffällig.
    9. Fazit: Die 250Gb WD Black SN750 NVMe SSD ist Preis-Leistungsmäßig ein sehr solides Produkt, vergleichbar mit ähnlichen Produkten von anderen Herstellern eher auf der günstigen Seite bei ähnlichen Leistungsdaten. Der fehlende PCIe Anschluss ist natürlich ein Fehler meinerseits und schlägt sich nicht negativ auf mein Testergebnis nieder.
    Vielen Dank an Mindfactory.de die mir die 250Gb WD Black SN750 NVMe SSD im Rahmen des „Testers – Keepers“ Programms zur Verfügung gestellt haben.
    WD 1.jpg
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  11. #11

    Standard

    An dieser Stelle möchte ich mich bei Mindfactory für die Gelegenheit die M.2 NVME von WD testen zu dürfen, bedanken. Im Internet habe ich viele allgemeine Vor- und Nachteile zu NVMEs gelesen und auch viele Youtube Videos mit direkten Vergleichen (in Hinsicht auf Ladezeiten von Spielen) gesehen. Viele dieser Beiträge zeigten eine gewisse Professionalität und Glaubwürdigkeit auf, jedoch betrachte ich manche Fakten auch mit einer Skepsis, ob die genannten Vorteile und Spezifikationen auch wirklich auf jeden Verbraucher zutreffen. Mit der mir gegebenen Möglichkeit von Mindfactory und WD kann ich nun eigene Erfahrungen mit einer NVME sammeln. Wichtig ist anzumerken, dass das Testers-Keepers Programm keinen Einfluss auf meine Meinung und Auswertung über den Test haben wird.

    Auspacken und Losstarten (das berühmte Unboxing)
    Ich habe so einige NVMEs live, aber auch auf Bilder gesehen, jedoch gerate ich immer wieder über die Größe dieses Speichermediums ins Staunen. Die Verpackung, mit einer Größe, welche kleiner als die meisten Smartphones ist, fühlt sich sehr leicht an und weist (rein gefühlt) nur das Gewicht der Kartonage auf. Beiden Fakten sorgten bei mir dafür, dass das Interesse an der Leistung der WD Black stieg. Im direkten Vergleich zu einer SATA SSD ist sowohl das Gewicht als auch die Größe ein vielfaches kleiner, jedoch steckt trotzdem eine höhere Leistung (in Hinsicht auf Schreib- und Leseraten) dahinter. Mit einer großen Neugier betrachtete ich die edle Verpackung, welche in einem matten Schwarz gehüllt war. Lediglich die Aufschrift „WD Black“ wurde in einem Hochglanz Schwarz auf die Verpackung gedruckt. Auf der Rückseite wurden die WD Black in einer 1:1 Größe und einige wichtige Kennzahlen (bzw. lediglich die Schreibrate und die Speicherarchitektur 3D NAND) aufgezeigt. Ebenso ist ein Sichtfenster auf der Rückseite vorzufinden, welches einen Einblick auf die NVME bietet.
    Ein präziser und kurzer Schnitt am Klebesticker und die Verpackung ließ sich öffnen. Die NVME wurde in einer Plastikschale eingelegt und eine weitere bedeckt diese wieder, um die NVME zu fixieren. Eine kurze Bedienungsanleitung lässt sich ebenso in der Verpackung vorfinden.

    Das Design der WD Black ist sehr gelungen. Die gesamte NVME ist in einem matten schwarz gehalten. Auf der Rückseite sind sowohl die Leiterbahnen, die Lötstellen und die Platine ebenso in schwarz gefärbt. Auf der Vorderseite befindet sich ein Sticker (auf die Chips geklebt). Auf diesen werden in einem grau die Seriennummer und weitere Daten genannt, während rechts in weiß und Orange die Bezeichnung der Karte dargestellt wird. Mich persönlich spricht die WD Black im Design sehr gut an. Das Design ist schlicht und elegant.

    Die Montage in meinem Alienware-Notebook erwies sich, im Vergleich zu anderen Speichermedien, überaus einfach.
    Bevor man sich eine NVME kauft, sollte man sich genauer über die verfügbaren Schnittstellen seines Mainboards oder Notebooks informieren. Um die volle Leistung der NVME nutzen zu können, wird eine Schnittstelle der neusten Generation benötigt. Bei mir handelt es sich um die Schnittstelle „PCIe 3.0 x4“, welche um die volle Schreib- und Leserate verwenden zu können, ausreicht (natürlich nur wenn es die Programme und das OS unterstützen, aber dazu etwas später).
    Die Montage lässt sich in wenigen Schritten beschreiben:
    1. Notebook Rückseite oder Seitenwand des Computers öffnen
    2. Schnittstelle aufsuchen und NVME einstecken
    3. Schraube zur sicheren Befestigung reindrehen
    4. Rückseite oder Seitenwand schließen
    5. Im OS das Speichermedium formatieren
    6. FERTIG

    Im direkten Vergleich zu einer SATA SSD oder HDD (im Bezug auf Rechner), wird keine extra Spannungsversorgung oder das Ziehen der SATA Kabel benötigt. Die NVME ist schnell eingesteckt und bedarf damit kein extra Kabelmanagement.

    Leistung
    Die gesamten Kennzahlen werde ich in meiner Bewertung nicht aufzählen (solange diese nicht für die Bewertung notwendig sind), diese können in der Produktbeschreibung eingesehen werden. WD verspricht mit der WD Black Schreibraten bis zu 2600 MB/s und Leseraten bis zu 3470 MB/s. Vielen Interessenten wird auffallen, dass die genannten Raten deutlich höher als von SATA SSDs und vor allem auch von anderen M.2 NVMEs liegen. WD Black zielt mit dieser NVME auf die Gaming Sparte und die „High-End“ Speichermedien ab. Wie in der Montage beschrieben, wird für diese Raten eine PCIe 3.0 x4 Schnittstelle benötigt. Falls jedoch keine passende Schnittstelle sich auf dem Mainboard befindet, lässt sich diese schnell durch einen Adapter hinzufügen.

    Die Kennzahlen der WD Black sind vielversprechend und lassen kaum Wünsche übrig. Als Interessent sollte man sich jedoch im Klaren sein, dass die wenigsten Programme mit dieser Leistung auskommen oder gar nutzen werden. Daher würde ich dieses Speichermedium, wie der Name es schon sagt, für die Gamingsparte empfehlen. Alle Gamer, welche noch ein paar Sekunden im Ladebildschirm oder beim Hochfahren sparen und auch für die zukünftigen Games ausgerüstet sein wollen, sollten bei dieser NVME halt machen. Mit einem Preis von knapp 100 Euro, liegt die NVME im Preisbereich von günstigen 1TB SATA SSDs. Für die gebotene Leistung, Größe, Gewicht und einfache Montage ist der Preis ganz klar berechtigt und befindet sich im unteren Bereich. Damit ist diese eine Preisleistungsempfehlung von mir, bislang. Nun das alles war nur theoretischer Natur, im nächsten Kapitel werde ich auf die Praxis schauen.

    Vergleich
    Im nachfolgenden Vergleich werde ich die WD Black mit meiner integrierten/mitgelieferten NVME von meinem Notebook, einer 2.5“ HDD und einer Samsung SATA SSD vergleichen. Der direkte Vergleich und Test wird mit dem Tool CrystalDiskMark ausgeführt.

    Im direkten Vergleich stehen:
    WD Black SN750 500GB
    HDD 1TB mit 7200RPM
    PCIe SSD 256GB
    Samsung 860 Pro

    WD Black SN750 500GB
    WD_Black.jpg

    HDD 1TB mit 7200RPM
    HDD_Intern.jpg

    PCIe SSD 256GB
    PCIe_Intern.jpg

    Samsung 860 Pro
    Samsung850.jpg

    Der Vergleich der genannten Speichermedien ergibt, dass die NVME ganz klar die höchsten Werte im Bezug auf Schreib- und Leseraten besitzt. Jedoch können die von WD versprochenen Werte nicht erreicht werden. Meine Vermutung liegt hierbei auf der Kühlung des Mediums. Die größte Schwachstelle einer NVME ist die Temperaturentwicklung, sobald die Temperaturen steigen, drosseln die Controller die Rate, um die Temperatur in einem sicheren Bereich zu halten. Ich habe die Temperatur leider nicht messen können, jedoch empfehle ich immer bei einer NVME einen externen Kühlkörper (wie der eigene WD, welcher extra zu erwerben ist) zu kaufen. Viele andere Hersteller werben mit Stickern, welche als Kühlkörper fungieren, bei der WD Black ist das nicht der Fall. Der darauf befindliche Sticker ist lediglich ein Gestaltungselement. Im Praxistest konnte bei Spielen wie GTA 5 und Battlefield 5 kaum eine merkbare Leistungssteigerung erreicht werden (im Vergleich zu einer SATA SSD). Die Ladezeiten waren nur minimal schneller. Ich vermute, zukünftig wird es in diesem Bereich stärkere Veränderungen geben, jedoch können aktuell die Spiele mit so hohen Schreib- und Laderaten noch wenig anfangen.
    Der Betrieb einer NVME in einem Notebook kann aufgrund der Temperatur sehr unvorteilhaft sein, da vor allem bei Gaming Notebooks die Temperatur schwierig runtergekühlt wird. Daher empfiehlt es sich die WD Black zu erwerben, wenn der Nutzer viel Datenverarbeitung betreibt und auf hohe Schreibraten angewiesen ist. Da aktuell die Betriebssysteme und andere Software auf geringere Schreib- und Leseraten ausgelegt worden sind, sind diese Speichermedien aktuell, meiner Meinung nach, noch zu „OverSized“ für den Normalverbraucher und Gamer. In Spielen (im Bezug auf Ladezeiten) ergaben sowohl die SATA SSD als auch die WD Black große Vorteile und verkürzten die Ladezeiten deutlich. Die NVME war lediglich einige Sekunden immer schneller als die SATA SSD, weshalb man den Mehrwert an dieser Stelle für sich selbst einschätzen muss.

    Fazit
    WD schafft mit der WD Black definitiv einen Sprung in die High-End Speichermedien und bietet viel Leistung und ein tolles Design für einen geringen Preis. Jeder Gamer, der gerne leicht integrierbare und schöne Speichermedien möchte (gerade für Casemodding), sollte bei dieser dezenten in schwarzgehaltenen NVME zugreifen.
    Die WD Black bietet für den Officebereich wenig Vorteile und ist damit an die Spieler gerichtet. Jedoch sollten sich auch die Spieler bei einer NVME nicht auf zu große Leistungssteigerungen einstellen, wer eine SATA SSD in seinem System besitzt und noch mehr Leistung haben will, erhält diese zwar mit der WD Black, jedoch kaum spürbar für Normalverbaucher/Gamer. Ich vergebe dennoch 5 von 5 Sternen, da die WD Black ihre versprochene Leistung beinahe hält und in Punkto Leistung, Design und Qualität ganz vorne mit dabei ist.

    Anbei noch die Bilder der M2 Karte
    IMG_2554.jpg
    IMG_2560.jpg
    IMG_2557.jpg
    IMG_2582.jpg

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