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Thema: Testers Keepers mit be quiet! Silent Base 601

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketingman
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    Standard Testers Keepers mit be quiet! Silent Base 601

    Hier könnt Ihr alle Testberichte zur Testers Keepers Aktion mit be quiet! und dem Silent Base 601 vom 10.09.- 16.09.2018. nachlesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit be quiet! Silent Base 601
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  2. #2
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    Standard

    Ich habe den be quiet! Silent Base 601 Midi Tower als Produkttester von der Mindfactory AG erhalten. Da es einige Lieferschwierigkeiten seitens des Herstellers gab, kam das Produkt später als erwartet an, was sich allerdings als unwichtig erwiesen hat.
    Für den Temperaturen- und Lautstärkevergleich habe ich den Midi-Tower PRO-916BII Gridder ATX Gaming verwendet, da in diesem meine aktuelle Hardware verbaut war.

    Im Folgenden werde ich versuchen über unterschiedliche Kriterien den be quiet! Tower angemessen zu bewerten:

    Lieferumfang:
    Der Lieferumfang vom be quiet! Midi Tower ist sehr überschaubar. Neben dem Tower sind zwei HDD Käfige, HDD Entkopplungsgummis, diverse Schrauben, Kabelbinder mit Klett mit be quiet! Schriftzug und eine kurze mehrsprachige Gebrauchsanweisung enthalten.
    Die Gebrauchsanweisung liefert einige Bilder zur Übersicht und eine genaue Auflistung aller im Lieferumfang enthaltenden Gegenstände. Darauf folgt eine kurze Erläuterung der unterschiedlichen Kabel im Gehäuse und ein kurzer Hinweis des Anschlussortes.
    Im Gehäuse selbst ist ein 120mm und ein 140mm be quiet! Lüfter vorinstalliert. Ein Lüfter an der Rückseite und einer an der Frontseite. Die Lüfter haben einen 3 Pin Anschluss, wobei ich einen Adapter für einen 4 Pin Anschluss kaufen musste, da es sonst nicht kompatibel war.

    20181011_171147.jpg20181011_171150.jpg20181011_171155.jpg20181011_171159.jpg20181011_171345.jpgback.jpgchassi.jpg

    Design und Verarbeitung
    Nachdem ich bei einem Midi – Tower mit einem kleinen Gehäuse gerechnet habe, hat der Karton eine andere Geschichte erzählt. Beim Öffnen der Verpackung stellte sich heraus, dass der be quiet! Tower ein Monstrum ist. Wenn man also einen schmalen Tower sucht, sollten die Maße vorher beachtet werden. Ich persönlich bin mit diesen Maßen aber sehr zufrieden.
    Der Tower selbst ist mit etwa 10Kg ziemlich schwer. Dies bietet jedoch eine hohe Standhaftigkeit und lässt den Tower beim versehentlichen Anstoßen kaum in Bewegung versetzen.
    Das hohe Gewicht ist durch die solide Verarbeitung des Metallgehäuses bedingt. Zusätzlich ist das Gehäuse mit extra dicken Dämmmatten von 10mm Stärke an der Front und dem Deckel sowie an den Seiten ausgestattet. Dies bietet zusätzliche Stabilität und bringt eine stark geräuschreduzierende Eigenschaft mit sich. Außerdem sind die HDD – Käfige und die Netzteilhalterung entkoppelt und reduzieren somit auftretende Vibrationen. Auf die Geräuschreduzierung wurde auch bei den Lufteinlässen geachtet, indem die Luft zweifach umgeleitet wird.
    Das Netzteil lässt sich zudem von der Rückseite aus, ohne das Gehäuse weiter zu öffnen kinderleicht installieren.
    Die Seitenwände lassen sich durch ein einfaches Arretierungssystem mit Knöpfen leicht lösen und wiedereinsetzen. Dadurch ist die Installation der unterschiedlichen Hardware sehr angenehm. Der Innenraum ist großzügig gestaltet und bietet jede Menge Platz. Die Kabel können mithilfe geräuschreduzierender Durchlässe und den mitgelieferten Kabelbinder mit Klett gut geordnet werden.
    Für die Festplatten gibt es im unteren Fach die Möglichkeit der Installation auf derselben Höhe des Netzteils. Zusätzlich gibt es im vorderen Teil eine Möglichkeit der Installation. Insgesamt können maximal 14 SSD bzw. 7 HDDs verbaut werden. Man sollte dabei natürlich auf die Einschränkungen der Maße bzgl. einer Grafikkarte achten.
    Ich selbst habe zwei SSD und eine HDD verbaut. Dazu kommt eine Geforce GTX 1080, ein Asus Prime B350 Mainboard und eine AMD Ryzen 2700X CPU. Zusätzlich zu den vorhandenen Lüftern, habe ich einen weiteren 140mm Lüfter an der Front verbaut. Bei der Installation gab es keinerlei Probleme und es blieb noch jede Menge Raum übrig, um ggf. weiter aufzurüsten.
    Von außen ist der be quiet! Tower matt in einem schwarzen Ton abgesetzt mit silbernen Streifen. Aus meiner Sicht ein schlichtes, aber edles Design.

    Kompatibilität und Ausstattung
    Im Gehäuse selbst lassen sich Mainboards der Größen ATX, EATX, mATX und mITX verbauen. CPU Lüfter dürfen eine maximale Höhe von 185mm und das Netzteil sollte maximale Abmessungen von 288mm nicht überschreiten. Grafikkarten können bis zu einer Länge von 449mm verbaut werden, wobei dann in Höhe der Grafikkarte kein HDD – Käfig verbaut werden kann. Sollte ein HDD – Käfig in Höhe der Grafikkarte verbaut sein, darf diese eine maximale Länge von 287mm nicht überschreiten.
    Der Midi – Tower hat eine Länge von 565mm, eine Breite von 325mm und eine Höhe von 615mm, weshalb ich diesen bereits als Monstrum beschrieben habe.
    Damit der Innenraum nicht stark durch Staub verschmutzt wird befinden sich in der Front und im Boden Luftfilter, die durch die leichte Entnahmemöglichkeit, schnell und einfach gereinigt werden können.
    Nutzer die gerne mit einer Wasserkühlung arbeiten möchten, können in diesem Gehäuse auch diese einbauen. Durch herausnehmbare Halterungen ist eine schnelle und einfache Installation von Radiatoren an der Oberseite möglich.
    Auf der Oberseite befindet sich der Powerknopf, die HDD LED Anzeige, 2x USB 3.0 sowie 2x USB 2.0 Anschlüsse und die Lüftersteuerung.

    Kühleigenschaften
    Das Kühlsystem des Gehäuses von be quiet! Ist voll und ganz auf Airflow ausgerichtet. An der Front wird frische bzw. kühle Luft angesaugt und an der Rückseite wird die aufgewärmte Luft wieder ausgeblasen. Die ab Werk verbauten Lüfter erzielen aus meiner Sicht eine sehr gut Kühlleistung.
    Folgende Werte sollten meine Einschätzung unterstützen:
    Im Leerlauf liegt die Temperatur der CPU bei ca. 30°C und die GPU bei 45°C.
    Unter Last (aufwendige Spiele oder Videobearbeitung) liegt die CPU bei 45°C und die GPU bei 70°C.

    Vergleich
    Vor dem Produkttest habe ich ein PRO-916BII – Gridder – ATX Gaming Gehäuse verwendet. Dieser Midi – Tower hat im Vergleich zum be quiet! Gehäuse keinerlei Dämmung. Da ich über kein Lautstärkemessgerät verfüge, welches qualifizierte Werte ermitteln könnte, verlasse ich mich auf das Gehört meiner Frau und das eigene. Da meine Frau und ich im selben 25m² großen Büro sitzen und viel am Schreibtisch und am PC abreiten, ist die Aussage bzgl. der Lautstärke meines Erachtens fundiert.
    Während des Betriebs war eine Unterhaltung mit dem alten Gehäuse doch sehr anstrengend. Durch die Dämmung am be quiet! Gehäuse ist der Geräuschpegel deutlich geringer als zuvor. Wenn ich z.B. ein Headset aufhabe, höre ich meinen PC überhaupt nicht mehr, wobei ich dies mit dem vorherigen Gehäuse deutlich konnte. Ich bin aus diesem Grund sehr zufrieden und kann endlich wieder bei einer angenehmen Lautstärke arbeiten. Der Dank geht in diesem Fall an den Hersteller und an die Mindfactory AG, dass ich in diesen Genuss kommen durfte.
    Erwähnen sollte man, dass die Lüfter bei 12 V mit 18,8 dB angegeben sind. Laut einigen Recherchen ist dies in etwa mit leisen Atemgeräuschen vergleichbar. Der gleiche PC war im vorherigen Tower jedoch viel lauter als mein Atemgeräusch.

    Fazit inkl. Preis-/Leistungsverhältnis
    Der be quiet! Midi - Tower liegt preislich aktuell bei der Mindfactory AG 103,70 ¤. Wenn man einen schlichten, aber eleganten Tower in monströsem Ausmaß sucht und auf auffällige RGB Beleuchtung verzichten kann, ist man mit diesem Tower sehr gut bedient. Ich persönlich würde mir diesen Tower wieder erwerben, da ich besonders Wert auf ein schlichtes Design mit reichlich Raum zur inneren Gestaltung lege. Außerdem bin ich, wie bereits erwähnt, sehr über die geräuschreduzierenden Eigenschaften des Towers überrascht (siehe Vergleich).
    Insgesamt bleibt zu sagen, dass das Gehäuse rundum gelungen ist und sich bestens für hochwertige Rechner eignet, besonders in Bezug auf eine geräuscharme Arbeitsumgebung.

    Ich vergebe 5 Sterne und würde dieses Gehäuse jeder Person empfehlen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Marketingman (19.10.2018 um 09:07 Uhr)

  3. #3

    Standard

    Im Rahmen von Testers Keepers hatte ich die Möglichkeit das neue Silent Base 601 Window in Orange zu testen.
    Vorab einen herzlichen Dank an Mindfactory und be quiet! für diese Möglichkeit. Die Bewertung des Gehäuses wurde durch das kostenlose Bereitstellen nicht beeinflusst.

    Produktbewertung im Detail:

    1. Design
    Der erste Eindruck, wenn man das neue be quiet! Midi-Tower Silent Base 601 Window Gehäuse aus der Verpackung nimmt, läßt erahnen, dass es sich mit ein bisschen über 11kg um kein Leichtgewicht handelt. Es ist gut geschützt in Styropor und einem Kunststoffsack eingebettet. Leider hat das Glasteil keine eigene Schutzfolie, weshalb hier sofort Fingerabdrücke zu sehen sein werden. Auch sollte man dieses dann beim Zusammenbau irgendwo lagern, wo es keine Kratzer abbekommen kann. Die Robustheit des Glas habe ich nicht getestet.
    Das Stahlgehäuse (Gehäuseabmessungen inklusive Standfüße (L x B x H = 532 x 240 x 514 mm)) ist in einem schlichten und trotzdem hochwertig wirkenden matten Schwarz ohne irgendwelchen Schnickschnack gehalten.
    Dazu gibt es je nach Gehäuse und Farbgeschmack Akzente in Schwarz, Silber oder Orange, welche nach Erstbetrachtung sogar auswechselbar wären.
    Da mir das Orange am besten gefallen hat wird dies auch gleich mit einem passenden CPU-Kühler verheiratet (Thermalright ARO-M14 Orange). Das linke Seitenteil hat nicht wie bei vielen günstigeren Gehäusen ein Kunstofffenster, sondern kann hier mit Temperglas auftrumpfen, was designtechnisch schon wirklich gelungen ist und haptisch ein anderes Gefühl gibt.
    Die Front ist total clean, was für User mit Ambitionen ein 5,25" Blue-ray-Laufwerk zu nutzen sicherlich schon einen kleinen Makel darstellt. Ansonsten ist die Front wirklich sehr ansprechend.
    Auf dem Deckpanel finden sich dann alle nötigen Taster und Anschlüsse, welche für den täglichen Gebrauch somit sehr gut zu erreichen sind. Kein Bücken mehr um einen USB Stick an der Front reinzufummeln oder gar mal einen USB-Stick beim Vorbeigehen abzuknicken. Das war unter anderem ein wichtiges Kriterium für ein mögliches neues Gehäuse.
    An der Rückseite fällt noch auf, dass zwischen dem Seitenteil mit Glas und dem Gehäuse ein 8,5mm Spalt zu sehen ist. Das wirkt ein wenig unruhig da die Gegenseite bündig abschließt. Ich bin gespannt was die anderen Tester hier schreiben, ob das normal ist.

    2. Verarbeitung
    In dem Gehäuse sind weder scharfe Metallkanten, noch abstehende Reste von Kunststoff zu finden. Wer mal preiswertere Gehäuse genutzt hat, weiß, dass es nach dem Zusammenbau schon einmal dazu kommen kann, dass die Hände danach aussehen, als ob man einen Kampf mit seinem Stubentiger hinter sich hat.
    Auch die Spaltmaße des Gehäuses lassen keine Kritik zu. Es ist sauber verarbeitet und hinterläßt einen wirklich sehr guten hochwertigen Ersteindruck.
    Was das ganze ein wenig trübt sind die vormontierten Abstandshalter für das Motherboard. Wenn eine der mitgelieferten Schrauben sich beim Eindrehen ein wenig verkantet, dreht man beim Zurücksetzen gleich den Abstandshalter mit raus, was zu einem fiesen biegen des Mainboards führen kann. Hier sollte jeder nochmal vorab überprüfen, ob die Abstandshalter wirklich fest sind (bei mir waren 3 zu lose!). Ein Gegenhalten an der Rückwand mit einer Spitzzange war deshalb nötig. Evtl. wäre es sogar ratsam diese nur mit in die Verpackung zu legen, so muss der Kunde zwangsweise selbst prüfen, dass diese korrekt und fest sitzen.
    Zudem glänzen einige Nieten vom Gehäuse leicht silbern, was bedeutet, dass hier der Lack ab ist. Ist aber nicht störend, da diese alle verdeckt sind.

    3. Montage
    Mainboards mit den Standards E-ATX , ATX, M-ATX und Mini-ITX können darin untergebracht werden. Die Montage des Mainboards an sich gestaltet sich bis auf das oben erwähnte Thema problemlos, da der Innenraum recht groß ist.
    Das Gehäuse bietet sieben waagrechte & zwei senkrechte (für Grafikkarten, wenn man diese zur Schau stellen möchte) PCI-E Steckplätze. Ich bevorzuge die klassische Anordnung. Da keine Metallspangen herausgebrochen werden müssen, sondern Rändelschrauben als Fixierung dienen, gestaltet sich das ganze unproblematisch und schnell.
    Die im Lieferumfang mitgelieferten Laufwerkkäfige betragen 2x 3,5" und 1x 3,5" oder wenn nur 2,5" verbaut werden dann insgesamt 3x 2,5". Hier ist eine Montage an den 3x 3,5“ Käfigen möglich, dann jedoch ohne Gummipuffer. Somit sollten hier nur SSDs im 2,5“ Format verbaut werden, denn normale 2,5“ HDDs haben wieder die Möglichkeit Geräusche einzukoppeln. Für weitere Kapazitäten müssen weitere Käfige separat erstanden werden. Auch findet sich an der Rückinnenseite die Möglichkeit zwei weiter 2,5"-Laufwerke zu verbauen (auch nicht enkoppelt). Egal ob man sich für den Käfig oder die Gehäuserückinnenseite entscheidet, die Montage gestaltet sich auch hier problemlos. Die nötigen Schrauben liegen dem Gehäuse bei.
    Falls zwei 3,5“ HDDs im Doppelkäfigauf der Rückseite unten verbaut werden sollen ist zu bedenken, dass der Kabelsalat sich bei der Verankerung der Rückwand ein wenig staut. Somit sollte dieser gut unter den HDDs verräumt werden.
    Apropos HDDs. Wer an seinem Mainbord unten gewinkelte SATA Anschlüsse sein eigen nennt, hat wenig Platz die Stecker dort unterzubringen. Evtl. muss dies dann schon vor der eigentlichen MoBo Montage geschehen.
    Auch für das Verlegen der Leitungen vom Netzteil gibt es ausreichend Platz und Durchführungen, so dass man auch mit kürzeren Leitungen keine Probleme haben sollte. Mit dem Xilence Performance X 650W gab es hier keine bösen Überraschungen. Nur die 600mm der CPU-Stromversorgung war knapp, ging aber dann doch. Hier hätte man die Möglichkeit direkt von oben und nicht durch die Durchführungen die Leitung zu verlegen. Da muss man aber dann schon recht schmale Finger haben um die Leitung um 180° zu biegen und den Stecker noch aufzudrücken. Eventuell wäre es hier ratsam diese vor Montage des Mainboards aufzustecken und das Netzteil erst einmal unfixiert im PSU-Cover zu lassen. Die restlichen Stecker waren kein Problem (oder man hat ein modulares Netzteil).
    Für die Ordnungs- und Optikfanatiker hat be quiet! Auch noch Klettbänder mit in den Karton gelegt welche helfen auch die kleinste Möglichkeit an losen Leitungen zu bändigen.

    4. Kompatibilität/ Ausstattung
    Auf dem Deckpanel gibt es USB 2.0 (1x) und USB 3.0 (2x) Anschlüsse sowie Audiobuchsen (Mikrofon & Headset/Lautsprecher), die HDD Status-LED die 3-stufige Lüftersteuerung, den Reset-Knopf und mittig den Power-Button.
    Leider hat be quiet! Hier keinen Anschluss für USB 3.1 Gen 2 Type C spendiert , was die Zukunftssicherheit und das Gesamtbild ein wenig trübt. Warum das so ist, kann ich mir nicht erklären, da auch andere neue Gehäuse in den höheren Klassen (z.B. Dark Base Pro 900 Rev. 2 oder Dark Base 700 ~140 EUR) nun einen solchen Anschluss haben. Ob das nun aus Kostengründen oder Marketinggründen für die gehobeneren Modelle so ist, kann ich nicht beantworten. Ansonsten sieht man hinten noch die Lüftungsschlitze um die warme Abluft abzutransportieren welche so geformt sind, dass sie den Schall brechen sollen. Dies funktioniert im Betrieb sehr gut.
    Außerdem kommen durch die das Glasseitenteil auch Freunde der Lichtoptik auf Ihre Kosten. Ich für meinen Teil halte das in Grenzen, aufgrund der Technikbegeisterung wollte ich aber ein Gehäuse, mit Blick auf die Hardware. Warum immer alles verstecken? Auch PC-Hardware hat Ihre Daseinsberechtigung!
    Wenn man sich die Rückwand näher betrachtet findet man dort einen der zwei verbauten Pure Wings 2 Lüfter. Unten ist der freie Slot für das Netzteil zu sehen und mittig die Abdeckungen für die PCI-E Erweiterungsplätze.
    Ein nettes Feature, wenn man auf die Optik steht bietet die Möglichkeit, dass die Grafikkarte mit dem nötigen Zubehör (Riser-Card-Cable liegt dem Gehäuse nicht bei!) auch senkrecht in dem Gehäuse untergebracht werden kann. So kann man seine Grafikkarte gekonnt in Szene setzen.
    Was für Freunde hoher Towerkühler sicherlich nicht zu verachten ist, ist die Möglichkeit hier CPU-Kühler bis zu 185 mm Höhe unterzubringen. Das ist wirklich Extraklasse, denn bei vielen Gehäusen ist schon bei niedrigeren Höhen Schluss. Der oben erwähnte und von mir eingesetzte Kühler hat auf jeden Fall noch viel Spiel, so dass auch noch andere Kaliber wie der True Spirit 140 eingesetzt werden können.
    Genauso besteht die Möglichkeit wirklich große Grafikkarten 287/449mm (mit/ohne HDD-Käfig) unterzubringen.
    Dämmmatten mit einer Dicke von ca. 10mm an der Front und dem Deckel, sowie an der Seite sollen für eine angenehme Geräuschkulisse sorgen. Des weiteren sind auch die Standfüße mit Gummipads bestückt, die das Gehäuse gegen den Boden hin entkoppeln.
    Optional können an der Front zwei zusätzliche 140/120 Lüfter verbaut werden und im Innenraum der Netzteilabdeckung noch ein weiterer 140/120mm Lüfter in waagrechter Position.
    Am Deckel bestünde noch die Möglichkeit drei 140/120 mm Lüfter zu verbauen. Die Frage die sich hier stellt, ob das Gehäuse mit der maximalen Bestückung dann noch "Silent" ist.
    Da ich nicht so viele Lüfter verbaue, kann ich das aber nicht testen. Laut be quiet! wären auch Wasserkühlungen zum Verbau möglich. Hier müsste ich aber auf die Herstellerseite verweisen.
    Der Innenraum des Gehäuses ist sehr aufgeräumt. Dort befinden sich insgesamt zwei vorinstallierte Pure Wings 2 Lüfter. Einer an der Front und einer hinten (140mm; 1.000RPM; vorne: BQPUW2-14025-LS-10 12V 0,3A [LS=Low Speed?] & hinten: BQPUW2-14025-LR 12V 0,3A [LR=???]).
    Auf der Mindfactory Homepage steht „Installierte Lüfter: 1x 120mm, 1x 140mm“ was für die Sichtfenster-Variante falsch ist. Den Unterschied der beiden Lüfter konnte ich nicht ausmachen, da aktuell die Homepage von be quiet! zur Hälfte nicht funktioniert.
    Wer nicht unbedingt Laufwerke darin mit einem mitgelieferten Käfig verbauen will, findet an der Rückseite des Motherboards, wie schon zuvor erwähnt, die Möglichkeit zwei 2,5"-Laufwerke zu verbauen.
    Auf Höhe des Netzteils, welches unter einer schönen PSU Abdeckung verschwindet, finden dort ebenfalls wie schon oben erwähnt, zwei weitere 2,5"- oder 3,5"-Laufwerke ihren Platz, welche mit dem Laufwerkskäfig verschraubt werden müssen und über Gummipuffer entkoppelt werden.
    Wenn dann noch zusätzlich eine M.2 SSD auf dem Motherboard Platz findet, werden die meisten vermutlich den Innenraum aufgeräumt lassen und den einzelnen Zusatzkäfig in der Schublade verstauen.
    Da genügend Durchführungen vorhanden sind, gibt es bis auf die fummelige CPU-Stromversorgung keine Probleme die Leitungen zu verlegen. Und wer sich es spart ein modulares Netzteil zu kaufen, hat auf jeden Fall Platz die nicht genutzten Leitungen ordentlich zu verstauen, ohne dass es unordentlich aussieht.
    Die Staubfilter können sehr schnell entfernt und entweder per Staubsauger oder per Leitungswasser gereinigt werden. Schon wirklich beachtlich was diese innerhalb einer Woche so alles herausfiltern, vor allem der Frontfilter.

    5. Kühleigenschaften
    Es gibt zwar Luftein- und Luftausläße an dem Gehäuse an der Front, Rückseite und auch am Deckel, welche aber immer das Hauptaugenmerk auf die Geräuschkulisse und nicht auf maximalen Luftdurchfluss haben.
    Die verbauten Pure Wings 2 Lüfter sorgen für ein angenehmes Klima im Gehäuse. Die Lüfter sind auch auf der untersten Stufe noch sehr leicht hörbaren man sehr nah dran geht, was ich persönlich aber als nicht störend empfinde. Es wäre aber schön, wenn sich hier be quiet! entschließt stattdessen in Zukunft evtl. auch die nahezu lautlosen Silent Wings zu verbauen. Im Idle bei einer Raumtemperatur von ca. 24°hat meine GPU (GPU-Z) grob 34°C, sowie auch die CPU (MSI Command Center) bei der minimalen Lüfterstufe 1.

    6. Preis-/Leistungsverhältnis
    Angesicht des aktuellen Straßenpreises von ca. 110 EUR erhält man ein wirklich gutes Gehäuse bei dem man nicht viel falsch machen kann. Wenn es sich preislich auf das Niveau des Vorgängers einpendeln würde, ist es mehr als ein klarer Kauftipp.
    Auf der Habenseite steht eine wirklich sehr gute Verarbeitung, eine wirklich gelungene Optik welche zum Vorgänger wesentlich verbessert wurde. Die ersten Kommentare von Freunden und Bekannten waren „Wow, echt schick!“. Dann ging das Ausfragen der Technik los :-)
    Eine leise „Geräuschkulisse“ und die Möglichkeit sehr große Towerkühler zu verbauen runden das Gesamtpaket ab. Wer schon einmal das Vergnügen mit so einem Monster hatte, weiß, dass es schwierig ist ein passendes Gehäuse zu finden, was Funktionalität und Optik unter einen Hut bringt.

    7. Haltbarkeit
    Das ist nach der kurzen Zeit noch nicht zu bewerten. Augenscheinlich sieht es sehr gut aus, aber um hier final etwas zu schreiben, müsste das Gehäuse mal ein Jahr im Betrieb sein. Nur wer öfter mal das Mainboard, Kühler etc. ausbauen muss, wird vermutlich nicht darum herumkommen die Mainboardaufnahmen vorab nochmal anzuziehen.

    8. Fazit
    Zusammenfassend kann man sagen, dass das neue Silent Bas 601 Window ein durchdachtes und gutes Gehäuse ist, welches mir sehr gut gefällt. Das Hauptaugenmerk „Silent“ wurde hier vollkommen erfüllt und die ersten Erwartungen sogar übertroffen. Selbst bei Benchmarks à la 3DMark werden die verbauten Komponenten bei Belastung auf eine Geräuschkulisse gedämpft, die wirklich herausragend ist und das obwohl die eine Seite mit Glas bestückt ist. Sehr lobenswert, be quiet!
    Hier und da gibt es ein paar kleine Makel, aber ein perfektes Gehäuse, was Ansichtssache ist, habe ich bis dato noch nicht gefunden. Nichts desto trotz kann ich das Gehäuse empfehlen, nur der Preis müsste noch ein wenig auf das Niveau des Vorgängers annähern. Ich wollte mir zwar den Vorgänger zulegen, aber nun behalte ich das :-)

    Somit gebe ich dem Silent Base 601 Window 4,5 von 5 Sternen. Der halbe Stern Abzug kommt durch das fehlen des USB-C Ports an der Front und die losen Mainboardabstandshalter zustande.


    Auf der Habenseite stehen:
    - sehr wertiges und aufgeräumtes Gehäuse inkl. wirklich schöner und ansprechender Optik
    - sehr leises Gehäuse inklusive zweier leisen Pure Wings 2 Lüfter (wer es noch leiser mag muss hier evtl. zu den Silent Wings greifen)
    - im Grunde ist alles schalltechnisch entkoppelt was Lärm produziert, sogar die PSU-Halterung und die Lüfter. Hier hat sich wirklich jemand Gedanken gemacht.
    - dicke Dämmmatten
    - Unterstützung von Towerkühler mit einer Höhe bis zu 185mm
    - sehr durchdachtes und aufgeräumtes Innenraumkonzept, welches viele Freiheiten zur persönlichen Gestaltung und Erweiterung lässt ohne überladen zu wirken
    - Anschlüsse sind oben liegend auf dem Deckpanel
    - Sehr einfach abnehmbare Front und Seitenteile
    - Einfach zu reinigende Staubfilter
    - Herstellergarantie von 3 Jahren


    Auf der Optimierungsseite stehen:
    - kein USB 3.1 Gen 2 Type C (hier sollte dann beim Mainboard darauf geachtet werden, dass dieses zumindest am rückseitigen Anschlußpanel einen solchen vorweisen kann)
    - keine Möglichkeit ein Blue-ray Laufwerk einzubauen (wäre bei der Größe des Gehäuses zumindest verdeckt intern als Backup um 90° gedreht auch möglich, um die Optik zu erhalten). Sieht bestimmt auch klasse aus, wenn einen ein 5,25“ Laufwerk durch die Seitenscheibe ansieht.
    - zusätzliche Laufwerkkäfige müssen separat erstanden werden, können vermutlich 80% der User verschmerzen, da diese nicht unbedingt gebraucht werden
    - 2,5"- und 3,5"- Laufwerke müssen in den Käfigen verschraubt werden (keine schraublosen Klemmverbindungen) und bei den 2,5“ HDDs ist keine Entkopplung mit Gummipuffer gegeben
    - die kl. Makel wie etwa die Mainboardbefestigungen

    01_Gehäuse_OVP.jpg02_Anschlusspanel_Deckel.jpg03_Lüftung_Deckel.jpg04_Öffnungsmechanismus_Druckknöpfe.jpg05_Öffnung_Verblendung_für_Netzteil.jpg06_PureWing2_Lüfter_Rückseite.jpg07_Rückseite_OVP.jpg08_Durchführungen_und_Abdeckungen_Rückseite.jpg09_Innenraum_OVP.jpg10_Abdeckung_Boden_über_PSU_Schacht.jpg

    Die restl. Bilder:
    11_PCIE_Rändelschrauben.jpg12_PureWing2_Lüfter_Front.jpg13_Beide_Laufwerkkäfige_ausgebaut.jpg14_Nieten.jpg15_Dicke_der_Dämmmatten.jpg16_Staubfilter_Boden.jpg17_Staubfilter_Front.jpg18_Montagematerial.jpg19_2x3,5_Zoll_HDD_Schacht_Rückseite.jpg20_2x3,5_Zoll_HDD_Schacht_bestückt.jpg

    ...und noch 6

    21_Rückseite_bestückt_und_montiert.jpg22_Mainboard_mit_Kühler_montiert.jpg23_Innenraum_im_Betrieb.jpg24_Ansicht_Seite_Glas.jpg25_Ansicht_Seite_Glas_2.jpg26_Spalt_Glas_Rückwand.jpg
    Geändert von SilentPumpkin (21.10.2018 um 14:19 Uhr)

  4. #4

    Cool

    Ich darf mich als einer der Glücklichen schätzen und das be quiet! Silent Base 601 in der Ausführung schwarz/silber inkl. Sichtfenster im Zuge der Produkttester-Aktion von Mindfactory testen und beurteilen.

    Im folgenden gehe ich auf einige Punkte ein und gebe nur meine subjektive Meinung ab.

    - Verpackung & Lieferumfang
    Das Gehäuse kam gut verpackt in einem Karton an, geschützt wird es an zwei Seiten von Styropor und einer Folie über das ganze Gehäuse.
    Der Lieferumfang umfasst natürlich das Gehäuse, sowie einen weiteren HDD-Käfig, Entkopplungs-Gummis und HDD-Schrauben. Außerdem sind einige Schrauben für die Befestigung der SSD’s, HDD’s und des Mainboards dabei. Sehr schön finde ich die Kabelbinder mit Klettverschluss für die Bindung der Kabel. Nicht zu vergessen sind die beiden vorinstallierte Pure Wings 2 Lüfter (140mm), einer hinten und einer vorne.

    - Design
    Nachdem ich das Gehäuse von seiner Schutzfolie befreit habe, war ich doch sehr überrascht über das Aussehen und die Größe. Das Gehäuse ist in der Kategorie Midi-Tower eingeordnet und hat für meine Verhältnisse doch eine ordentlich Größe, zuvor hatte ich eines von Coolermaster oder selbiger Kategorie und das ist doch um einiges kleiner. Das soll aber nicht als negativer Punkt gewertet werden, denn ich bin mit der Größe sehr zufrieden und man bekommt einiges unter.

    Das Aussehen ist relativ schlicht gehalten, was mir sehr gefällt. Die Front wirkt durch die beiden Luftschlitze, die von oben bis unten reichen und mit einem, in dieser Variante, silbernen Rahmen umschlossen sind, sehr ansehnlich. Das Sichtfenster ist leicht abgedunkelt mit einem schwarzen Rahmen, dadurch wirkt der Innenbereich wie ein Gemälde.

    - Verarbeitung
    Ich habe keinerlei Bedenken das dem Gehäuse irgendetwas anhaben kann. Die Aussenhaut besteht aus Stahl mit einer vernünftigen Dicke und einer schwarzen Lackierung. Es gibt keinerlei scharfe Kanten, alles hat schöne Rundungen. Die Seitenteile lassen sich ganz einfach per Knopfdruck (auf der Hinterseite) lösen und können dann abgenommen werden. Die Montage ist genauso einfach, Seitenteil unten einhaken und oben einrasten.

    - Montage & Ausstattung
    Die Montage sämtlicher Komponenten gestaltete sich relativ einfach und sollte auch für unerfahrene kein Problem darstellen. Die Abstandsschrauben für das Mainboard sind schon vormontiert, lediglich eine musste ich austauschen (im Lieferumfang enthalten). Es befinden sich zwei Plätze für SSD’s genau an der Rückseite vom Mainboard, so das diese versteckt sind. Natürlich können diese aber auch im Innenraum angebracht werden. Eine HDD habe ich im HDD-Käfig im PSU-Cover verbaut, diese wird mit Entkopplungs-Gummi verschraubt, so das keine Vibration an das Gehäuse weitergegeben werden kann. Die Einführung für das Netzteil finde ich sehr gelungen. Auf der Hinterseite befindet sich unten ein Rahmen, der mit vier Fingerschrauben befestigt ist, diesen löst man und es lässt sich das Netzteil ganz einfach im PSU-Cover montieren. Dabei sollte man auf die korrekte Ausrichtung achten, so das der Lüfter nach unten liegt bzw. die Kabel genug länge geben. Auf der Unterseite des Gehäuses befindet sich auf kompletter Länge ein Lüftungsgitter, so dass das Netzteil die kühle Luft unterhalb des Gehäuses ansaugen kann und nicht die warme aus dem Innenraum. Die beiden vormontierten Lüfter sind von Werk aus miteinander verbunden und führen direkt zum I/O-Panel mit seiner dreistufigen Lüftersteuerung.
    Apropos I/O-Panel - die Anordnung finde ich sehr gelungen. Es befindet sich am vorderen Rand des Deckels und ist dadurch super zu erreichen. Ausgestattet ist das Panel mit der dreistufigen Lüftersteuerung, einem USB 2.0 & zwei USB 3.0 Anschlüssen, sowie jeweils ein Anschluss für Headset/Lautsprecher und Mikrofon. Der Powertaster ist mittig Angeordnet und hat einen schönen Druckpunkt.

    Hier meine Systemausstattung:
    AMD Ryzen 7 2700x
    ASUS Rog Strix B450-F Gaming
    GIGABYTE GTX 1050 Ti G1 Gaming
    2x Corsair Vengeance LPX 8GB DDR4-3000
    Thermaltake Berlin 630W Netzteil
    Samsung SSD 256GB
    Samsung HDD 320GB

    - Kühleigenschaften
    Ich habe mir, direkt nach erhalt des Gehäuses, einen weiteren Pure Wings 2 140mm Lüfter an der Front montiert - viel Luft hat noch keinem Rechner geschadet.
    Aber man kann auf den ersten Blick erkennen, dass das Gehäuse von be quiet! gut durchdacht ist. An der Front befinden sich - wie oben bereits angedeutet - an der linken und rechten Seite zwei große Luftgitter. Auf dem Deckel befinden sich am hinteren Ende sechs Lüftungsschlitze, so das die warme Luft aus dem Innenbereich auch nach oben abgeleitet werden kann. Der Boden ist durchgehend “offen”, bedeutet, das viele Lufteinlässe eingebohrt wurden. An Front und Boden befinden sich jeweils Staubfilter, diese lassen sich sehr einfach entnehmen um sie zu reinigen.

    Um die Kühlung etwas besser beurteilen zu können, habe ich das System unter folgenden Umständen getestet.
    Im Normalbetrieb - bedeutet Internet auf Monitor 1 und Stream auf Monitor 2 - lag die Temperatur der CPU bei ca. 25°C und die der GPU bei ca. 51°C. Die Lüftersteuerung war hier auf der zweiten Stufe.
    Im Spielbetrieb - bedeutet CS:GO auf Monitor 1 und Stream auf Monitor 2 - lag die Temperatur der CPU bei ca. 45°C und die der GPU bei ca. 64°C. Die Lüftersteuerung war hier auf der zweiten Stufe.
    Während des Spiels habe ich die Lüftersteuerung auf die dritte Stufe gestellt, dabei lagen die Temperaturen der CPU bei ca. 41°C und GPU bei ca. 57°C. Die Werte können natürlich je nach Nutzung, Spiel und Zimmertemperatur schwanken. Ich bin mit diesen Werten vollkommen zufrieden.

    - Leistung
    Zu der Kühlleistung bin ich bereits einen Punkt weiter oben eingegangen, da es sich aber um ein Gehäuse der Reihe Silent Base handelt, werde ich kurz auf die Geräuschentwicklung eingehen. Be quiet! hat der geschlossenen Seitenwand eine 10mm starke Dämmmatte verpasst, sowie der Frontabdeckung. Dadurch dringt so gut wie kein Geräusch nach außen, auch nicht auf der dritten Stufe der Lüftersteuerung. Ich habe natürlich keine genaue Dezibel-Messung vornehmen können, aber ab und an habe ich das Gefühl, das der Rechner gar nicht läuft…

    - Preis-/Leistungsverhältnis
    Das be quiet! Silent Base 601 in meiner Variante ist zum jetzigen Zeitpunkt für einen Preis von 110¤ über Mindfactory zu bekommen. Meiner Meinung nach ist dieser Preis angemessen, denn man bekommt ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse mit einem ausgeklügelten Lüftungssystem, guter Dämmung und einer Menge Platz im Innenbereich. Man darf nicht vergessen, es sind von Haus aus, zwei Pure Wings 2 Lüfter von be quiet! verbaut, die Momentan zwischen 8-9¤ liegen. Ich würde es definitiv meinen Freunden und Bekannten weiterempfehlen.

    - Haltbarkeit & Vergleich
    Zur Haltbarkeit kann ich natürlich nach so kurzer Zeit nichts sagen, aber es wird mich mit Sicherheit einige Jahre begleiten. Es fühlt sich einfach sehr wertig an und mal Ehrlich, was soll einem Gehäuse schon großartig passieren?!

    Zum Vergleich kann nur mein altes Coolermaster Gehäuse herhalten und da liegen definitiv Welten zwischen. Im Innenraum sah es, bedingt durch fehlendes Kabelmanagement, chaotisch aus. Die Kühlung hat natürlich auch gelitten, die Temperatur bei normaler Verwendung lagen um etwa 10°C höher als im be quiet! Silent Base 601. Und was die Geräuschentwicklung angeht, das kann sich wohl jeder denken. Es war auf jeden Fall lauter und hat gerne mal vibriert, insbesondere wenn die HDD arbeiten musste.

    Mein Fazit lautet: Super! Weiterempfehlung wird es auf jeden Fall geben!

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  5. #5

    Standard be quiet!(R) Silent Base 601 testers keepers

    Be quiet! Silent Base 601 Black Window

    Im Zuge eines Produkttests habe ich von Mindfactory das Towergehäuse be quiet!(R) SilentBase 601 mit Sichtfenster in schwarz zugeschickt bekommen, um dieses zu testen und zu bewerten.

    Versand und Verpackung
    :
    Der Versand erfolgte mit der Deutschen Post DHL im originalen be quiet!(R) Karton. Hier gab es ein paar Probleme mit DHL, aber diese fließen nicht in meiner Bewertung ein.
    Zum Lieferzeitpunkt war ich nicht zu Hause und somit sollte ich es am nächsten Tag, Samstag ab 10 Uhr, in der Postfiliale abholen. Leider war an dem Tag die Filiale durch Personalausfall unterbesetzt und somit konnte mein Paket nicht gefunden werden. Die Abholung konnte dann zum Glück am folgenden Montag durchgeführt werden.
    Leider war der Karton beschädigt, wie auf den Fotos zu sehen. Der Tower war jedoch gut durch Styropor geschützt, somit waren hier keine weiteren Beschädigungen zu verzeichnen. Lediglich die Fixierung des Zubehörkarton hatte sich gelöst und somit konnte dieser frei im Gehäuse herum poltern. Die Kabel vom Frontpanel sind durch Tüddeldraht gesichert.
    IMG_20181015_154048.jpgIMG_20181015_153920.jpgIMG_20181015_153445.jpg

    Kompatibilität, Ausstattung

    Im Lieferumfang befinden sich:
    1 Gehäuse aus Stahlblech mit einem Seitenteil aus Glas
    1 Festplattenrahmen für eine 3,5 Zoll Festplatte oder zwei 2,5 Zoll Festplatten,
    1 Festplattenrahmen für zwei 3,5 Zoll Festplatten oder zwei 2,5 Zoll Festplatten
    6 Gummipuffer zur Aufhängung der 3,5 Zoll Festplatten
    Schrauben in verschiedenen Größen zur Befestigung der Anbauteile, teils als Rändelschrauben zur werkzeugfreien Nutzung
    6 Klettkabelbinder (habe ich aber nicht verwendet)
    1 Handbuch, auf welches ich später genauer eingehe
    2 Gehäuselüfter
    Das Gehäuse ist für das ATX Format ausgelegt.
    IMG_20181015_155136.jpgIMG_20181015_155131.jpg

    Design und Verarbeitung

    Zuerst einmal ist zu sagen, der Tower ist größer als erwartet und steht deshalb nun neben meinem Schreibtisch. Der Tower besteht aus beschichtetem oder lackiertem Stahlblech und ist in einem schicken matt-schwarz gehalten. Das Seitenfenster besteht aus einem leicht verdunkelten Hartglas, was es ermöglicht interne LED-Beleuchtung gut zu sehen.
    Der Grundkörper ist vernietet und alle Anbauteile sind verschraubt oder geklipst. Die Seitenteile sind durch Rasten gesichert und leicht zu entfernen. Die Front wird durch die Seitenteile gesichert.
    An der Front und am Stahlseitenteil sind Geräusch schluckende Matten angebracht, am Glasseitenteil ist jedoch ein Spalt zum hinteren Teil, der Geräusche problemlos durchlässt. Hier hätte man noch einen dichtenden Filzstreifen oder ähnliches anbringen können.
    Die Festplatten werden an Steckrahmen angebracht. 3,5 Zoll Festplatten werden durch Gummipuffer vom Gehäuse entkoppelt. 2,5Zoll Festplatten oder SSD werden direkt mit Schrauben angebracht und werden nicht entkoppelt. Hier könnte man sicher auch noch eine Entkopplung durch Gummiringe oder ähnliches erreichen, wobei das bei einer SSD natürlich nicht nötig ist.
    Im Inneren befinden sich Blindabdeckungen aus Hartplastik, dieses fällt aber beim bloßen anschauen nicht auf. Hier können weitere 5 Rahmen für 3,5 Zoll Festplatten angebracht werden.
    Auch ein weiterer Rahmen für 2,5 Zoll Festplatten kann angebracht werden.
    Die Schächte für die PCIE-Erweiterungskarten sind durch verschraubte Abdeckungen verschlossen. Dieses finde ich besonders schön, da man bei einer Änderung die Löcher wieder verschließen kann.
    Oben, im vorderen Bereich befinden sich externe Anschlüsse und Bedienelemente. Diese sind
    2x USB 3.0,
    1x USB 2.1,
    1x Headset Audioausgang,
    1x Headset Audioeingang,
    1x Powertaste, weiß beleuchtet,
    1x Resettaste ohne eigene Beleuchtung, wird aber durch Powertaste und HDD LED beleuchtet,
    1x HDD LED weiß beleuchtet.
    1x 3 Stufiger Schiebeschalter zur Lüftersteuerung. Diesen habe ich in meinem Setup nicht verwendet da ich die Gehäuselüfter vom Mainboard steuere. Eventuell wird damit später noch dimmbare Beleuchtung realisiert.
    Kabeldurchführungen im inneren sind durch Gummikabelschutz geschützt. Dieses ist zu weich und somit nicht wirklich haltbar.
    Das Gehäuse macht einen sehr stabilen Eindruck, die Haltbarkeit der Beschichtung oder des Lacks wird sich noch zeigen müssen.
    Die verbauten Gehäuselüfter sind auch unter Volldampf kaum hörbar.
    IMG_20181015_154333.jpg

    Montage

    Zur Montageunterstützung liegt ein Manual in 9 Sprachen bei. Im vorderen Teil ist der Lieferumfang und die Erklärung aller Teile für jede Sprache einzeln beschrieben und im hinteren Teil nochmal bildlich mit allen Sprachen nebenstehend wie es montiert und demontiert wird abgebildet. Das ist sehr unübersichtlich und man muss alle Sprachen überblättern. Das hätte geschickter angeordnet werden können.
    Wie bereits erwähnt ist das Gehäuse sehr leicht zu öffnen, da die Seitenteile nur eingerastet sind. Diese Rasten werden durch einen nach hinten schauenden Knopf geöffnet.
    Festplatten und Netzteil werden auf Rahmen vormontiert und anschließend mit diesen Rahmen am Gehäuse verschraubt. Das macht es einfach im Anschluss noch einmal die Festplatten zu lösen, um die Kabel besser zu befestigen.
    Es befinden sich sehr viele Anschlagpunkte für Kabelbinder, somit ist das Kabelmanagment sehr einfach. Hinter dem Netzteil befindet sich ausreichend Platz um nicht benötigte Kabel zu verstecken.
    IMG_20181015_155800.jpg
    Ich nutze gerne einen kleinen Speaker um mal Fehlermeldungen zu bekommen, auch wenn ich kein Bild mehr habe, dieser ließ sich wunderbar auf Langlöcher für weitere Lüfter unterbringen.
    Die Kabeldurchführungen zum Mainboard haben mich ein wenig geärgert, weil der Gummikabelschutz zu weich ist. Dieser ließ sich nicht vernünftig in Position halten.
    Die mitgelieferten Schrauben ließen sich mit normalen Kreuzschlitz PH1 Schraubendreher verschrauben, die Schrauben für die PCIE-Karten und Festplatten/Netzteilrahmen sind gerändelt so, dass diese auch ohne Werkzeug geschraubt werden können, wenn man genug Kraft in den Fingern hat. Ich habe den Schraubendreher genutzt. Beim Verschrauben des Mainboards muss man aufpassen, da ein Abstandhalter durch einen mitgelieferten Abstandhalter mit Gewinde ersetzt werden muss. Der Verbaute ist oben nicht gebohrt.
    IMG_20181015_154301.jpg

    Kühleigenschaften

    Es gibt genug Ein- und Auslasspunkte für Luft. Die verbauten Gehäuselüfter lassen die Luft gut strömen. Der Rechner steht bei mir im Dachgeschoss, daher werde ich erst nächsten Sommer sehen wie gut die Kühleigenschaften wirklich sind. Es macht aber einen sehr guten Eindruck und notfalls können weitere Lüfter im Gehäuse angebracht werden.
    Die Zuluftpunkte fürs Netzteil und für den vorderen Gehäuselüfter sind durch Staubfilter geschützt, der hintere leider nicht. Es bleibt abzuwarten wie schnell die Kühleigenschaften durch Verschmutzung nachlassen.
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    Preis-/Leistungsverhältniss
    Der Momentane Preis bei Mindfactory ist 112,65¤ dieser Preis ist aus meiner Sicht gerechtfertigt, aufgrund der Verarbeitung und des Zubehörs. Günstigere Gehäuse haben viel mehr Plastik verbaut und oft eine Plexiglas- oder Kunststoffscheibe. Da ich geizig bin würde ich unter normalen Umständen für mich aber zu einem günstigeren Gehäuse greifen.

    Haltbarkeit

    Beschichtetes Stahlblech ist Quasi vor Korrosion absolut geschützt. Die Beschichtung zeigt bei mir keine Fehlstellen auf. Die Beständigkeit der Beschichtung kann natürlich in 2 Wochen nicht getestet werden und absichtlich verkratzen wollte ich es nicht.

    Fazit
    Das Silent Bas 601 mit Sichtfenster in schwarz von be quiet! ist ein hochwertiges Towergehäuse mit geringfügigen Designschwächen, was Staubfilter und Spalten angeht. Der Preis ist gerechtfertigt, auch wenn ich selber eher zu billigeren Gehäusen greifen würde, da Gehäuse für mich nur wenig Funktion haben. Die Verarbeitung ist Hochwertig, ich konnte keine Fehler erkennen. Das Zubehör ist für mich genug und es kann weiteres Zubehör in Form von Festplattenrahmen und Lüfter eingebaut werden.
    Ein tolles neues Zuhause für mein Ryzen System und ich vergebe 8 von 10 Punkten.

    Aufbauviedo
    https://www.youtube.com/embed/EiBRXN3ZFOA

  6. #6

    Standard Rezension zum be quiet! Silent Base 601 in schwarz/silber

    Silent Base 601 in schwarz/silber Rezension

    Be quiet! hat einige charakteristische Designmerkmale, wie die angewinkelten Lufteinlässe, welche mit einfarbigen Linien betont werden. Die Farben der Linien kann man meistens selbst auswählen. Das Frontpanel besteht aus einem mattem schwarzen metallenem Material, welches elegant, hochwertig und robust aussieht. Am Frontpanel gibt es keine Aussparungen für Laufwerke, also Kartenleser, DVD - und BluRay – Spieler, weshalb auf den herkömmlichen Klappmechanismus, welchen man von älteren be quiet! Gehäusen kennt, verzichtet wird. Stattdessen wird das Frontpanel über einen vertikalen Schiebemechanismus abgenommen. Anschließend bekommt man einen großen Frontstaubfilter zu Gesicht, welchen man mühelos reinigen kann, und einen von zwei vormontierten Pure Wings 2 140-mm-Lüfter. Auf der Rückseite des Frontpanels hat be quiet! eine ~1cm dicke Schalldämmmatte geklebt. Diese Dicke der Matte hält be quiet! überall im Gehäuse ein, beide Seitenpanel und sogar das Deckenpanel besitzen Schalldämmmatten. Positiv aufgefallen ist, dass die Seitenpanel durch einen Knopfdruck auf der Rückseite gemütlich abgenommen werden können. Bei den Frontanschlüssen ist das be quiet! Silent Base 601 mit der Powertaste, den Status-LEDs, zwei USB 3.0, einem USB 2.0, Audiobüchsen und einer dreistufigen Lüftersteuerung ausgestattet. Hier ist der USB 2.0 Anschluss zu kritisieren, da dieser mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Andere aktuelle Gehäuse bieten zunehmend mehr USB 3.0 oder 3.1 Anschlüsse. Vorteilhafthaft ist es für unerfahrenere PC-Nutzer, sie erhalten die Sicherheit ältere externe Datenträger bedenkenlos zu nutzen. Auf der Rückseite bietet be quiet! die Möglichkeit eine vertikale Dual-Slot Grafikkarte mit Hilfe eines Riserkabel zu montieren. Ansonsten wird an diesem Gehäuse das Netzteil unten angebracht. Auf der Unterseite des Gehäuses findet sich ein umfassender, abnehmbarer Staubfilter, der sämtliche Luftöffnungen abdeckt.
    Öffnet man das linke Seitenpanel, blickt man auf ein aufgeräumtes, ansehnliches und viel platzbietenden Innenraum. Geräuscherzeugende Vibrationen werden durch den aus vollständig metallischem Innenraum gedämmt. Wie bei vielen kostspieligeren Gehäusen, wird beim Silent Base 601 das Netzteil vom sonstigen Innenraum ebenfalls getrennt. Was seltsam erscheinen mag ist, dass der Innenraum keine klassischen Laufwerkkäfige hat. Abhilfe ist im Netzteilschacht, dort ist ein Festplattenkäfig für zwei HDDs vormontiert. Ein zusätzlicher Käfig, welcher Platz für eine HDD bietet ist im sonstigen Zubehör mitgeliefert. Für Nutzer mit mehr als drei HDDs ist die einzige Option zusätzliche Laufwerkkäfige zu bestellen. Anzumerken sind Luftöffnungen bei der Netzteilabdeckung, welche womöglich für einen erweiterten Luftstrom für Grafikkarten sorgen. Des Weiteren befindet sich am vorderen Teil der Abdeckung Kunststoffabdeckungen für Aussparungen, welche praktisch für größere Wasserkühlungsradiatoren sind. Es ist zu empfehlen diese vorne am Gehäuse zu montieren, da am Deckenpanel auch eine Schalldämmmatte verklebt ist. Diese Matte verhindert den effizienten Betrieb von 240- bzw. 360-mm-Wasserkühlungssystemen. Falls man jedoch eine Wasserkühlung beliebiger Länge am Deckenpanel anbringen möchte, wird dieser mit einer benutzerfreundlichen herausnehmbaren Schiene unterstützt, auf der dann der Radiator angebracht wird. Wenn jedoch ein CPU – Luftkühler im Gehäuse bedient werden soll, fällt dieses Manko gar nicht auf. Für das Kabelmanagement ist beim Silent Base 601 bestens gesorgt. Typisch für be quiet! Gehäuse bietet das Silent Base 601 nämlich unzählige gummierte Durchführungen. Für einen leisen Betrieb sorgen neben den schallgedämmten Panels auch Gummipuffer, welche bei jeder Schraube angeheftet sind, ob beim Laufwerkkäfig oder Gehäuselüfter, sie sind praktisch überall. Diese Gummipuffer reduzieren die allgemeinen Vibrationen sowohl von Schrauben als auch Anderem.
    Zur Verarbeitung lässt sich nicht viel sagen. Man erhält für sein Geld ein sehr robustes und hochwertiges metallisches Gehäuse, welches nicht umsonst den Namen Silent Base trägt, mehr dazu später.
    Die Montage erfolgte äußerst benutzerfreundlich und sehr zügig. Ins Silent Base 601 passte problemlos ein herkömmliches ATX Mainboard aus dem Hause MSi. Positiv anzumerken ist der mitgelieferte zusätzliche Abstandhalter für das Mainboard, wodurch auch E-ATX Mainboards Platz im Gehäuse finden. Des Weiteren bietet das Gehäuse sehr viel Platz für große Luftkühler. Im Silent Base 601 wurde der be quiet! Dark Rock Pro 4 ohne Schwierigkeiten verbaut. Nicht nur große Kühler finden im Gehäuse Platz, sondern auch lange Grafikkarten. Grafikkarten mit drei Lüftern können problemlos untergebracht werden. Um Platz für Grafikkarten mit weniger als drei Lüftern müssen keine Sorgen gemacht werden, einfach installieren und gut ist.
    Die Installation von SSDs auf der SSD – Halterung hinter dem Mainboard – Tray als auch die HDDs im Laufwerkkäfig im Netzteilschacht erfolgten reibungslos und sehr einfach. Die Schrauben wurden nicht mit einem zu stark eingestelltem Schrauber angebracht und konnten mit wenig Kraftaufwand gelöst werden. Einige Käufer sorgen sich meist um das Kabelmanagement, sie könnten sich beispielsweise fragen ob im Gehäuse ausreichend Platz vorhanden. Das Silent Base 601 bietet sehr viel Platz für Kabel, hinter dem Mainboard – Tray (~2.5cm) als auch im eigentlichen Innenraum. Die gummierten Aussparungen bieten allen nötigen Platz für die Kabel und falls dieser nicht ausreichend ist, kann man alternativ Kabel durch die Aussparungen für die Festplattenkäfige führen. Bis zu einer gewissen „Kabelsalatgröße“, kann man das Gehäuse problemlos schließen. Zu beachten gilt, dass die Kabel nicht aufeinander liegen, sondern möglichst breitflächig geführt werden. Mit den beigelegten Klettverschlüssen wird das Kabelmanagement sehr handlich gestaltet, da man bei Bedarf den Verschluss öffnen kann, bei herkömmlichen Kabelbindern müsste man diese aufschneiden und anschließend einen neuen Binder nutzen um fortzufahren. Für Einsteiger gibt es hierfür auch eine Anleitung, jedoch ohne Bilder. Klassisch gibt es meistens einige Probleme die CPU mit Strom zu versorgen, da der Anschluss dafür oben links, hinter den USB – Anschlüssen am Mainboard platziert ist. Zumeist benötigt man dafür viel Fingerspitzengefühl, aufgrund des Platzmangels. Beim Silent Base 601 ist es nicht der Fall. Im Gehäuse ist ausreichend Platz für die Montage, auch für größere Hände. Hierfür gibt es ein großes Lob an be quiet!! Insgesamt nutzte man folgende Komponenten zum Testen:
    CPU: Intel Core i7 8086k
    CPU – Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 4
    Mainboard: MSi Z370 Tomahawk
    Arbeitsspeicher: 8GB DDR4 – 3000Mhz HyperX
    Festplatten: 2x 500GB WD Blue; 256GB Intel 545S SSD
    Grafikkarten: Gigabyte GTX 1060 G1; Gigabyte GTX 660 Ti
    Netzteile: 500W be quiet! Straight Power 10 CM Modular 80+ Gold; 600W Corsair CX Series Non- Modular
    Durch den be quiet! Dark Rock Pro 4 CPU – Kühler als auch den zwei vormontierten Pure Wings 2 140mm Gehäusekühler sind die Temperaturen im Gehäuse nicht hoch ausgefallen. Zur Ermittlung der Temperaturen des Prozessors wurde Prime 95 genutzt. Zunächst wurden die Gehäuse- und CPU – Kühler mithilfe der am Gehäuse integrierten Lüftersteuerung auf die 1. (langsam) und 3. (schnell) Stufe geschaltet. Mit langsamen Kühlern erreichte die CPU nach zehn Prime 95 – Durchläufen eine durchschnittliche Temperatur von ~57°C. Auf höherer Stufe nur noch ~52°C. Empfehlenswert wäre es jedoch einen weiteren Gehäusekühler an der Vorderseite zu installieren um zusätzlich die im Netzteilschacht angebrachten HDDs zu kühlen. Dabei trägt das Silent Base 601 nicht grundlos die Bezeichnung Silent. Das Gehäuse war nicht allzu schwer zu hören während dem Testen, jedoch nur, wenn man explizit darauf geachtet hat. Sobald man sich nicht mehr auf die Lautstärke des Gehäuses fokussiert, sondern beispielsweise auf den Bildschirm, nimmt man ein entferntes Summen wahr. Jedoch ist das Gehäuse selbst bei höheren Lüfter Umdrehungen sehr leise. Wenn man dann noch Musik oder Spiele laufen lässt über Lautsprecher oder Kopfhörer nimmt man die Hintergrundgeräusche nicht mehr wahr. Ohne professionelle Testgeräte zu besitzen, ist die geschätzte Lautstärke bei intensivem Betrieb mit leiser Musik, Geflüster oder einer ruhigen Wohnstraße zu vergleichen. Bei Desktop Arbeiten kann das Ticken einer Armbanduhr vergleichbar sein mit der Lautstärke des Gehäuses – also wirklich sehr leise. Das Silent Base 601 erfüllt den Job silent zu sein überaus hervorragend, dank den vorher beschriebenen Mitteln. Im Vergleich stehen das Silent Base 600 und 800, beide sind ein bisschen lauter als das neue 601, wodurch das Silent Base 601 einen klaren Fortschritt gemacht hat gegenüber den älteren Modellen.
    TL; DR, insgesamt gibt es das Gehäuse für 119,90¤ (UVP) ohne Seitenfenster und für 129,90¤ (UVP) mit Seitenfenster im Handel. Für das Geld erhält man ein klassisch elegantes, hochwertiges und robustes Gehäuse. Die Metallkonstruktion deutet auf eine sehr hohe Haltbarkeit hin. Als Käufer zahlt man für ein sehr leises und wenig wärmeentwickelndes Gehäuse mit unzähligen Features, dabei ist das Silent Base 601 im Vergleich zu älteren be quiet! Gehäusemodellen wie dem Silent Base 600 und 800 das nutzerfreundlichste. Die Staubfilter sind noch problemloser abzunehmen, als bei den Vorgängermodellen. Man erhält einen schnelleren Zugriff auf den großzügigen Innenraum per Knopfdruck, die Kühlleistung ist nicht zu bemängeln mit den zwei vorinstallierten Lüftern und der Möglichkeit bis zu sechs weiteren 120mm oder 140mm Lüfter anzuschließen. Nicht ohne weiteres trägt das Silent Base 601 seinen Namen, das Gehäuse besteht aus Metall, hat drei ~1cm dicke Schalldämmmatten und mit Gummis versehene Schrauben, Aussparungen als auch Befestigungen um Vibrationen im und am Gehäuse zu minimieren, dadurch erreicht das Gehäuse eine vergleichsmäßig sehr geringe Lautstärke. Der maximale Airflow wird mit dem Gehäuse nicht erreicht, was aber auch nicht tragisch ist, da die Temperaturen in einem sehr guten Bereich liegen und im Vergleich zu älteren Modellen besser abschneiden. Die Kompatibilität mit großen CPU – Luftkühlern ist überdurchschnittlich. Platz für Wasserkühlungssysteme ist vorhanden und unterstützt durch eine Metallschiene, was den Ein- und Ausbau um einiges erleichtert. Jedoch ist sie teils weniger notwendig, da das Wasserkühlungssystem lieber an der Vorderseite angeschlossen werden sollte, wegen auf der Oberseite des Gehäuses angebrachter Schalldämmungsmatte. Dies schränkt das effiziente Nutzen der Wasserkühlung ein. Hinzu kommt die Möglichkeit High – End – Grafikkarten bedenkenlos zu verbauen, vorausgesetzt es ist kein modularer Laufwerkkäfig im Weg. Zwei – Slot – Grafikkarten können auch vertikal mit einem optionalen Riserkabel angeschlossen werden. Negativ aufgefallen ist nur, dass die Schalldämmungsmatte am Deckenpanel störend für Wasserkühlungssysteme der Länge 240mm – 360mm ist, alternativ kann man den Radiator aber eben an der Vorderseite montieren. Der USB 2.0 Anschluss wird vielleicht nicht gern gesehen im Jahr 2018, ein weiterer USB 3.0 oder gar 3.1 wäre eher zeitgemäß. Zum Schluss verzichtet man auch auf die Möglichkeit einen Kartenleser, DVD- bzw. BluRay – Spieler intern zu verbauen.
    Im Vergleich zum Silent Base 600 und Silent Base 800 weist das Silent Base 601 überwiegend große Fortschritte und Verbesserungen auf, welche für eine klare Kaufempfehlung sprechen.

    Link zum Produkt: be quiet! Silent Base 601 Midi Tower ohne Netzteil schwarz/silber - Gehäuse gedämmt | Mindfactory.de
    Galerie: Innenraum ohne Komponenten.jpgVorderansicht.jpgInnenraum mit Komponenten + Kabelmanagement.jpgDeckenpanel mit Schalldämmmatte.jpgKabelmanagement hinter dem MB - Tray.jpgLieferumfang ohne beigelegtes Handbuch.jpgMetallschiene für Wasserkühlungssysteme.jpgSchalldämmmatte und Staubfilter (2).jpgSchalldämmmatte und Staubfilter.jpgSeitenansicht auf das Gehäuse ohne Seitenpanel.jpg

  7. #7

    Standard

    Produktest be quiet! Silent Base 601, schwarz, ohne Window-Kit

    Zu erst ein Mal vielen Dank, dass ich das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse im Rahmen von Testers Keepers von Mindfactory erhalten habe.

    Verpackung
    Das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse wurde im Originalkarton ohne Umverpackung geliefert. Das Gehäuse wird durch zwei dicke Styroporteile sehr gut gesichert, so dass keine Umverpackung notwendig ist. Das Gehäuse selbst steckt noch ein Mal in einer durchsichtigen Plastikverpackung. In dem Gehäuse befindet sich ein kleiner weiterer Karton mit Zubehör.

    Design
    Ich habe das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse in schwarz ohne Fenster erhalten. Die Front des Gehäuses ziert eine schwarze Abdeckung aus Plastik. Die Kante zum Deckel hin ist dabei sehr schön abgerundet. Im unteren Bereich der Front befindet sich ein be quiet! Schriftzug sowie der sauber versteckte Griff zur Entnahme des unteren Staubfilters. Links und rechts neben der Frontabdeckung befinden sich geräuschmindernde Lufteinlässe für den beziehungsweise die Lüfter in der Front.
    Im Gegensatz zu der Frontabdeckung besteht der Deckel des Gehäuses aus Stahl. Im vorderen Bereich des Deckels befinden sich eine 3-stufige Lüftersteuerung, ein USB 2.0 Anschluss, ein Mikrofoneingang, ein Audioausgang, ein Ein-/Ausschalter, eine Reset-Taste, eine HDD-LED und zwei USB 3.0 Anschlüsse. Normalerweise sind die USB 3.0 Anschlüsse in blau gehalten, be quiet! verzichtet hier jedoch darauf und verbaut sie in schwarz. Durch die gut erkennbare Beschriftung der Elemente im Deckel besteht hier keine Gefahr der Verwechslung. Im hinteren Bereich des Deckels befinden sich sechs eingearbeitete Luftschlitze. Weitere Luftauslässe befindet sich seitlich im Deckel im Übergang zu den Seitenteilen.
    Die beiden Seitenteile sind wie der Deckel ebenfalls aus Stahl und matt schwarz. Die Übergänge zum Deckel sind dabei schräg gestaltet. Das Heck des Gehäuses ist matt schwarz lackiert. Auch der Innenraum ist komplett in schwarz gehalten.

    Ausstattung, Zubehör und Funktionalität
    Zum Lieferumfang respektive Zubehör gehört ein HDD-Käfig, der an entsprechender Stelle installiert werden kann. Dazu kommen vier HDD-Entkopplungs-Gummis für die Befestigung einer Festplatte im oben genannten Festplattenkäfig. Des Weiteren sind zwölf HDD-Schrauben für herkömmliche mechanische Festplatten, zwölf M3 Schrauben für die Befestigung von SSDs, zwölf 6#32 Schrauben für die Befestigung des Mainboards auf dem Mainboard-Tray, sechs Kabelbinder mit be quiet! Logo für das Kabelmanagement innerhalb des Gehäuses und eine Stand Off Schraube, um ein Mainboard im E-ATX Format zu verbauen, enthalten.
    Dem Paket ist auch noch eine bebilderte Bedienungsanleitung in acht Sprachen (englisch, deutsch, französisch, polnisch, spanisch, russisch, taiwanesisch, chinesisch und japanisch) beigelegt. Sie ist leicht verständlich und zeigt durch Bilder und Beschreibungen, wie was wo zu verbauen ist.
    Die Seitenteile des Gehäuses lassen sich durch einen einfachen Druck auf den Kopf auf der Rückseite des Gehäuses entriegeln. Danach zieht man das entsprechende Seitenteil zu sich und anschließend nach oben hin weg. Die Frontblende kann einfach entfernt werden, indem es nach oben hinausgezogen wird.
    In das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse können Mainboards mit den Formfaktoren E-ATX, ATX, M-ATX und Mini-ITX verbaut werden. Die entsprechenden Stand Off Schrauben sind bereits auf dem Mainboard-Tray verschraubt. Falls ein E-ATX Mainboard eingebaut werden soll, muss die mitgelieferte Stand Off Schraube eingesetzt werden. Dabei können CPU Kühler bis zu einer Höhe von 185 mm eingebaut werden. Es findet sich Platz für sieben PCI Steckplätze und zwei weitere Plätze, um beispielsweise eine Grafikkarte vertikal verbauen zu können. Die maximale Länge einer Grafikkarte darf ohne eingebauten Festplattenkäfig 449 mm und mit 287 mm betragen.
    Rechts daneben befinden sich drei Durchlässe für die Verkabelung, die durch Gummiabdeckungen verdeckt werden.
    Weiter rechts befinden sich fünf Aussparungen für Festplattenkäfige. Ein Käfig wird mittels drei Schrauben am Mainboard-Tray befestigt. In einen solchen Festplattenkäfig können entweder eine herkömmliche mechanische 3,5“ Festplatte oder zwei SSDs verbaut werden.
    Im unteren Bereich des Gehäuses wird das Netzteil verbaut, welches von einem PSU Cover abgedeckt wird. Das Netzteil kann dabei von außen eingeschoben werden. Das Netzteil darf dabei eine maximale Länge von 288 mm haben. Hier ist auch genug Platz für die Kabel, die vom Netzteil kommen. Direkt daneben befindet sich ein bereits vorinstallierter Festplattenkäfig, der die doppelte Kapazität als der im Zubehör enthaltene Käfig, das heißt, hier können zwei 3,5“ Festplatten oder zwei SSDs verbaut werden oder je eine von jeder Sorte. Insgesamt können somit bis zu sieben 3,5“ Festplatten oder 14 2,5“ SSDs (Zwei weitere SSDs können mittels einer SSD-Halterung an der Rückseite des Mainboard-Trays installiert werden) oder Kombinationen von diesen installiert werden. Wie der Bereich des Netzteiles ist auch dieser Bereich abgedeckt. Hier kann die Abdeckung allerdings abgenommen werden, um beispielsweise einen 140 mm Lüfter oder einen 120 mm Radiator mit Lüfter zu installieren, wobei allerdings der darunter liegende Festplattenkäfig entfernt werden muss.
    Vorinstalliert sind bereits hinten und vorne jeweils ein 120 mm be quiet! Silent Wings 2 Gehäuselüfter, die mit maximal 1000 Umdrehungen die Minute laufen können. Des Weiteren können insgesamt 3 x 140 bzw. 120 mm Lüfter an der Front und im Deckel installiert werden. Falls eine Wasserkühlung verbaut werden soll, können an dem Deckel 120 / 240 / 360 und/oder an der Front 120 / 140 / 240 / 280 / 360 mm Radiatoren verbaut werden, um z. B. die CPU oder eine Grafikkarte zu kühlen. Zur generellen Reduktion der Geräusche sind Dämmungsmatten mit einer Stärke von 10 mm an der Front, den beiden Seitenteilen und dem Deckel verklebt.
    Des Weiteren befinden sich in der Front und in dem Boden des Gehäuses je ein Staubfilter. Zur Entnahme des Ersteren muss die Frontabdeckung entfernt werden, der Filter im Boden kann einfach herausgezogen werden. Danach können beide leicht unter fließend Wasser gereinigt werden.

    Fazit
    Das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse weist ein schlichtes funktionales Design auf. Die verwendeten Materialien bestehen zum größten Teil aus Stahl, nur ein kleiner Teil besteht aus Plastik. Dies verleiht dem Gehäuse zum einen eine hohe Wertigkeit und zum anderen auch eine hohe Stabilität im Stand. Das Gehäuse ist darauf ausgelegt, Geräusche zu reduzieren und dabei noch einen guten Luftstrom beziehungsweise Luftdurchsatz zu gewährleisten. Das Gehäuse bietet sehr viele Möglichkeiten, um Komponenten je nach Anwendungsszenario so zu verbauen, dass eine sehr gute Kühlung der Komponenten erreicht werden kann und alles sehr aufgeräumt wirkt. Zum Vergleich wurden die Komponenten eines Bürorechners aus einem älteren no name Gehäuse, das keinerlei Gehäuselüfter vorzuweisen hat, in das Silent Base 601 Gehäuse verbaut. Der Einbau gestaltete sich durch die sehr gut durchdachte Anordnung der Elemente als sehr einfach. Auch die Verkabelung der Komponenten war einfach aufgrund der Kabeldurchlässe gut zu bewältigen. Mit dem neuen Gehäuse sanken die Temperaturen der CPU und GPU um 20% respektive 15%. Sehr schön ist, dass nun die Geräuschkulisse im Arbeitszimmer um einiges gesunken ist, obwohl im alten Gehäuse kein Gehäuselüfter verbaut wurde. Der Luftstrom sorgt nun dafür, dass die Lüfter von CPU und GPU langsamer drehen. Das Preis-/Leistungsverhältnis des be quiet! Silent Base 601 kann dabei als gut bezeichnet werden. Aufgrund der sehr guten Verarbeitung, der vielen Einbaumöglichkeiten, Flexibilität, Funktionalität und geringen Geräuschkulisse kann ich das Gehäuse weiterempfehlen.

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  8. #8

    Standard Produkttest be quiet! Silent Base 601 Window Silver

    Verpackung & Versand

    Das be quiet! Silent Base 601 Window Silver war mir schon bei der Ankunft des Pakets sympathisch – direkt im Umkarton versandt, ein simpler "naturfarbener" Karton mit schwarzer Schrift und einem einfachen Konturenbild. Effizient, umweltfreundlich und deutlich günstiger als eine komplett bedruckte Variante mit Farben. Beim Transportschutz wäre allerdings etwas mehr Aufwand sinnvoll gewesen: In der Seite war ein relativ großes Loch im Karton und darunter war direkt die Scheibe des Gehäuses sichtbar, nur noch durch die Plastikfolie geschützt. Auf der Folie waren an dieser Stelle Kratzer, glücklicherweise konnte ich auf der Scheibe selbst aber nichts entdecken. Wie bei den meisten anderen Gehäusen ist nur an zwei Flächen Styropor als Halterung eingesetzt, die anderen Teile liegen dementsprechend direkt hinter der Pappe. Wie und wo das Loch in den Karton gekommen ist kann ich natürlich nicht beurteilen, allerdings sollte ein Produkt, das überwiegend mit Paketdienstleistern verschickt wird, immer gut geschützt sein.

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    Design & Verarbeitung

    Vorweg muss ich sagen, dass mir dieser Punkt sehr wichtig ist. Ich lege großen Wert auf hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung. Deshalb bin ich sehr pingelig bei Aspekten wie z.B. den Spaltmaßen, die anderen Nutzern wiederum komplett egal sein könnten.
    Schon beim ersten Betrachten fällt positiv auf, dass sehr viele Metallteile verbaut wurden. Wo sonst (insbesondere bei "Gaming"-Gehäusen) oft nur Kunststoff-Verkleidungen zu sehen sind, wurde beim Silent Base 601 beschichtetes Stahlblech verwendet. Dabei fällt besonders der Gehäusedeckel auf, bei dem die Luftauslässe direkt aus dem Blech ausgeformt worden sind. Dies wirkt im Vergleich zu den oft verwendeten Mesh-Gittern sehr hochwertig und spricht für eine durchdachte Premium-Lösung.
    Was allerdings schnell auffällt ist die Tatsache, dass das matte Schwarz doch etwas anfällig für Fingerabdrücke ist. Dafür macht die Beschichtung aber einen sehr hochwertigen Eindruck und bringt eine hervorragende Haptik mit sich. Ärgerlich ist aber, dass genau an dem Radius zwischen Gehäusedeckel und Frontblende ein deutlich gröberer Wulst auf der sonst sehr homogenen rauen Oberfläche ist.
    Die silbernen Akzente und die schwarzen Kunststoffteile an den Luftschlitzen wirken für mich nicht ganz so hochwertig wie der Rest. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Oberkanten bei beiden Seiten nicht auf einer Linie mit den Stahlteilen der Gehäuseseiten sind. Die eigentlich über das komplette Gehäuse durchgezogenen Einkerbungen haben dadurch einen Bruch und bilden keine exakte Linie mehr. Das finde ich sehr schade, da mir dieses Designkonzept ansonsten sehr zusagt. Ein ähnliches Problem ist bei dem Übergang zwischen der Front und dem Gehäusedeckel, dort ist der Spalt kein gerader Balken sondern er hat eine Schräge. Aus etwas Entfernung fällt das natürlich kaum auf und es wird viele Nutzer auch nicht stören, ich hätte mir allerdings mehr Präzision gewünscht. Die silbernen Teile könnten aus gebürstetem Aluminium sehr gut wirken, das wäre allerdings deutlich teurer in der Herstellung. Die angeführten Punkte sind aber selbstverständlich eher mein subjektives Empfinden und Geschmackssache.
    Die Scheibe wirkt dafür wieder sehr hochwertig. Hierbei ist der Unterschied zwischen tempered glass und meinem bisherigen normalen Acrylglas sofort bemerkbar. Ich bin gespannt, wie das Fenster sich auf längere Sicht verhält, insbesondere in Bezug auf Verschmutzungen und Reflektionen von außen. Ein Vorteil bei dem bisherigen Acrylglas ist allerdings, dass es sehr einfach zu gravieren war – das werde ich bei diesem tempered glass eher nicht riskieren. Auch wie die Scheibe eingefasst ist sollte man besonders positiv hervorheben – es gibt keine störenden Schrauben bzw. Erhöhungen wie es bei den Modellen der Dark Base-Reihe der Fall ist.
    Bei dem I/O-Panel bin ich aber auch nicht ganz zufrieden. Bei dem Power-Button sieht es aus als wären Luftblasen unter der Kunststoffschicht, außerdem wurde diese leicht schief aufgesetzt. Die Status-LED und der Resetbutton sind außerdem nicht mit dem dafür vorgesehenen Loch zentriert. Erkennbar ist dies auch bei den Klinke-Anschlüssen, dort fällt es aber kaum auf. Sehr schön gelöst finde ich allerdings die direkte Integration der einzelnen Anschlüsse in das Blech und damit der Verzicht auf ein zusätzliches Panel, das die Optik vermutlich stark gestört hätte.

    Montage, Ausstattung & Funktionalität

    Besonders beeindruckt war ich beim Öffnen von den Seitenwänden. Generell finde ich bei Gehäusen das werkzeuglose Öffnen sehr wichtig für die Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit, be quiet! geht nun aber sogar einen Schritt weiter und verzichtet auf die weit verbreiteten Daumenschrauben. Nach einem simplen Knopfdruck lassen sich die Seitenwände nach oben hin wegnehmen und später auch sehr einfach wieder einrasten.
    Sehr gut finde ich die modularen HDD-Käfige. Dadurch wird der Luftstrom nicht behindert und es gibt einen sehr sauberen und aufgeräumten Innenraum. Ich nutze keine internen HDDs mehr (und finde auch, dass diese nicht in einen Silent-PC gehören), deshalb habe ich alles nicht Benötigte entfernt. Bei vielen Gehäusen sind die Käfige fest verbaut und damit wäre dies nicht möglich gewesen. Falls viele HDDs oder SSDs verwendet werden kann man die Kabel durch ein durchdachtes System direkt an den einzelnen Käfigen unauffällig verlegen – ein sehr schönes Feature, auch wenn viele es gar nicht benötigen werden. Prinzipiell kann man alle Teile komplett verdeckt unterbringen, zum Beispiel unter der Netzteilabdeckung oder hinter dem Mainboardtray. Eine weitere Besonderheit ist die Netzteilmontage von außen, ansonsten ist die Montage wie bei den meisten anderen modernen Gehäusen.
    Was ich mir allerdings wünschen würde ist eine Netzteilabdeckung mit optional abnehmbarem Teil. Wenn man die Hardware durch ein Fenster präsentieren möchte gehört das Netzteil meiner Meinung nach auch dazu. Gerade da be quiet! auch Netzteile mit vergleichsweise aufwendigen und ansprechend gestalteten Seitenteilen im Angebot hat (in meinem Fall ein Dark Power Pro 11) finde ich es etwas schade, dass man diese "verstecken" muss. Dennoch empfinde ich die Abdeckung als eines der wichtigsten Features des Gehäuses, da man den ohnehin schon aufgeräumten Look noch sauberer und mit sehr wenigen sichtbaren Kabeln umsetzen kann.
    Die eigentliche Funktion des Gehäuses ist wie erwartet sehr gut. Besonders positiv ist dabei, dass ausschließlich 140mm-Lüfter zum Einsatz kommen und man damit etwas niedrigere Drehzahlen benötigt um einen ausreichenden Luftstrom zu bekommen. Der sehr geschlossene Aufbau und die Dämmung tragen ebenfalls dazu bei, dass der PC sehr leise ist. Dennoch darf man natürlich keinen komplett lautlosen PC erwarten und extrem laute Lüfter (z.B. manche Radiallüfter bei Grafikkarten) sollten nicht verbaut werden. Mit heruntergeregelten Lüftern im ganzen System würde ich die Geräuschentwicklung aber als kaum wahrnehmbar bezeichnen, besonders im Vergleich zu einem sehr offen gebauten NZXT Phantom (das auch 120mm-Lüfter beinhaltet). Verbaut sind zwei Pure Wings 2 140mm die mit maximal 1000U/min drehen, sie sind deshalb selbst auf voller Drehzahl nicht wirklich laut – aber eben auch nicht unhörbar. Des Weiteren könnte mir auch vorstellen, dass die Version ohne Fenster hier noch besser ist, da statt dem Glas noch zusätzliche Dämmung angebracht ist. Dass man mit einem gedämmten Silent-Gehäuse mit langsam drehenden Lüftern keine Hardware mit sehr hoher Abwärme (Multi-GPU, starke Übertaktung etc.) verbauen sollte ist auch klar, hier gibt es aber natürlich die Möglichkeit für weitere Lüfter, die höheren Drehzahlstufen der Lüfter (bzw. allgemein höher drehende Lüfter) oder eben gleich die Dark Base-Reihe.

    Fazit

    Das Silent Base 601 Window Silver ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Gehäuse, insbesondere als Basis für einen Silent-PC. Der Preis von ca. 110¤ ist für ein Gehäuse mit diesen hochwertigen Materialien und der zusätzlichen Dämmung absolut gerechtfertigt. Ich würde dem Gehäuse eigentlich sehr gerne die volle Punktzahl geben, kann dies aber wegen den für mich etwas störenden Mängeln bei der Verarbeitung nicht tun und würde es daher mit 4/5 Sternen bewerten.
    Geändert von Marketingman (26.10.2018 um 09:09 Uhr)

  9. #9

    Standard

    Anlass dieses Reviews ist meine Teilnahme am Testers Keepers Programm von Mindfactory, bei dem ich ein "be quiet! 601 Gehäuse" in schwarz und ohne Sichtscheibe testen darf.

    A/N: Da hier nur 10 Bilder erlaubt sind, verlinke ich hier zu einem imgur album: be quiet testers keepers

    Die Vorgeschichte

    Alles hat einen Anfang. Schon als kleines Kind entdeckte ich meine Leidenschaft für Computer und Computerspiele. Fortan begleitete mich diese Leidenschaft und ihr folgten dann entsprechende Computer.

    Vor ziemlich genau acht Jahren und drei Monaten - ich hatte mein Abi in der Tasche und der verlängerte Grundwehrdienst war auch schon zur Hälfte vorbei - kam dann mein erster, selbst gebauter PC. Im jugendlichen Eifer wollte ich natürlich alles: Leistung, Platz für weitere Aufrüstungen (CPU, GPU), Platz für Erweiterungen (Soundkarte, Festplatten, Laufwerke, Fernsehkarte, Killer Gaming Netzwerkkarte), gute Kühlung und Haltbarkeit, da er mindestens die nächsten fünf Jahre Informatikstudium überstehen muss. Damals fiel die Wahl auf einen Big Tower aus der Serie HAF von CoolerMaster (die Details sind im Anhang).

    In den oben genannten Jahren lernte ich jedoch einiges dazu. Ich übertaktete den PC nicht. Die Grafikkarte erneuerte ich nur wegen eines Defektes (die Karte konnte ich im Nachhinein noch mal zur Funktionsfähigkeit zurückbacken). Ich baute mehr Komponenten aus als ein. Nur mit SSDs rüstete ich nach. Auch die Vorstellung, dass ich das Gehäuse später für einen neuen Computer nutzen würde, stellt sich als kurzsichtig heraus. Am schlimmsten war jedoch die Erkenntnis, dass man den PC hört, bevor man ihn sieht. Den Rechner im Idle laufen zu lassen war also nicht sonderlich angenehm.

    Doch jetzt soll alles anders werden. Nach jetzt gut einem Jahr aus dem Studium ist es Zeit für die nächste Iteration. Mit acht Dienstjahren ist mein alter Rechner nun reif für den Ruhestand (oder andere Aufgaben) . Auch meine Anforderungen haben sich geändert. Ein Big Tower ist unnötig. Raum brauche ich nur genau so viel wie nötig. Der Alltagsbetrieb soll auf einen Laptop ausgelagert werden, sodass auch nicht unnötig viele Festplatten im Gehäuse Platz finden müssen - andere Laufwerke wie DVD erst recht nicht. Bei der Lautstärke halte ich es wie bei meinem Staubsauger - Leistung steht nicht in Zusammenhang mit Lautstärke. Daher kommt mir "be quiet!" gerade recht. Zu guter Letzt soll der Rechner auch unscheinbar sein, sodass er auch im Wohnzimmer nicht unangenehm auffällt. Hier ist auch blinkender Gaming-Hardware meist nicht hilfreich.
    Daher kommen wir zurück auf das eigentliche Thema: Das be quiet! 601 Gehäuse in schwarz und ohne Fenster. Also leise, unscheinbar - und doch auch elegant. Es soll aber nicht die einzige "be quiet!"- Komponente in meinem Rechner bleiben.

    Der erste Blick:

    Die Verpackung überrascht auf den ersten Blick. So groß habe ich ihn mir gar nicht vorgestellt. Ein direkter Vergleich zeigt, dass er sich in der Breite nicht hinter dem Big Tower versteckt (Abb. 1_Auspacken 1 - 8). In der Länge ist er etwas kürzer und ein ganzes Stück niedriger (Abb. 2_Vergleich 1-9). Durch niedrigere Höhe und das schnörkellose und geradlinige Design wirkt er nicht so brachial und erdrückend. Daher bietet er auch dem Staub eine geringere Angriffsfläche.

    Die Front zeigt sich simpel und zeitlos (Abb. 1_Auspacken 7 und 2_Vergleich 4). Da die Anschlüsse auf dem Deckel angebracht sind, können alle Lüftungs- und Einbauschächte durch eine Blende verdeckt werden. Zu den Seiten wird die Linienführung nur je durch einen Schlitz und ein Lüftungseinlass unterbrochen. Die Blende selbst ist Außen aus Metall. Insgesamt wirkt der Anblick sehr wertig und unscheinbar.
    Die Gehäuseanschlüsse wie Powerbutton, LEDs, Audio und USB-Anschlüsse befinden sich auf der Oberseite (Abb. 3_InOut 1 ). So ist die Front frei von irgendwelchen optischen Unterbrechungen - das gefällt mir. Den Resetbutton übersieht man zuerst, da er dem HDD LED stark ähnelt.
    Be quiet richtete die LEDs für Power und HDD nach oben aus. Da bleibt mir die Hoffnung, dass die LEDs nicht - wie beim CoolerMaster - als Todesstrahlen blendend gradeaus gesendet werden. Das würde einem Einsatz im Wohnzimmer ohne Weiteres im Wege stehen.
    Die Drehzahlreglung in drei Stufen ist ein nettes Gimmick. Bei meinem alten Rechner hatte ich so etwas auch für den CPU-Kühler als PCI-Karte, mit dem Resultat, dass ich sie immer auf MAX gedreht ließ. Ob ich dieses Feature nutzen werde, ist also noch fraglich. Nach Möglichkeit sollte das Motherboard die Lüfter steuern, um optimale Bedienungen für die Leistungsentfaltung zu schaffen.
    Weiterhin befinden sich auf der hinteren Seite sechs Lüftungsschlitze. Das Design entkräftigt damit eine meiner unbegründeten Ängste. Das CoolerMaster Gehäuse hat nach oben nur ein Lüftungsgitter. Würde man irgendwelche Flüssigkeiten darauf verschütten, so würden diese ungehindert in das Innere laufen. Unbegründet ist die Angst daher, dass das Gehäuse immer sicher unter einem Tisch stand. Schlafen könnte ich bei dem Design von be quiet! jedoch besser.

    Auf der Rückseite sieht man die Öffnungen für Motherboard und Netzteil (Abb. 1_Auspacken 8). Es sind dabei auch zwei extra Blenden zu sehen, die senkrecht neben den regulären PCI-Blenden angebracht sind. Laut Anleitung dienen sie dem senkrechten Einbau einer Grafikkarte. Leider liegt kein PCI Kabel dabei, um dies auszuprobieren. Meinem kleinen Motherboard wäre dies sicher eine willkommene Entlastung. Eine weitere kleine rechteckige Öffnung erschließt sich mir jedoch nicht.

    Von unten wird ein Blick auf einen Staubfilter (Abb. 1_Auspacken 6) und einen dahinter liegendes Lüftungsgitter gewährt. Dort wird vor allem das Netzteil mit ausreichend Luft versorgt.

    Der erste Blick hinein

    Die Blende vorne lässt sich mit etwas Druck nach oben schieben und gibt so den Blick auf den Staubfilter und den ersten Lüfter frei (Abb. 4_Front 1-6). Auf der Innseite des Frontpanels ist ein Kunststoffeinsatz, auf dem eine Dämmmatte befestigt ist (Abb. 4_Front 4). Dass die Haltenasen bei Kunststoff eher abbrechen können als bei Metall, ist für mich kein Problem. Ich habe nicht die Absicht das Gehäuse ständig zu öffnen und zu schließen. Es ist auch von außen nicht sichtbar, sodass es auch optisch nicht störend auffällt.

    Die seitlichen Klappen lassen sich durch Druck auf einen Knopf an der Rückseite entriegeln (Abb. 5_Seite 1-4). Sie öffnen dabei leicht zur Seite und müssen dann nach oben aus ihrer Verankerung geschoben/gezogen werden. Der Mechanismus an der Oberseite besteht ebenfalls aus Kunststoff. Die Seitenpanels haben an den seitlichen und an der oberen Kante eine Gummilippe, die das Gehäuse klapperfrei abdichten.

    Beim Öffnen des Gehäuses fiel mir sofort die lose Pappschachtel auf und ein Kabelbinder, der verloren am oberen Deckel des Gehäuses hängt. Anscheinend hat sich die Box während des Transportes gelöst und auch eine kleine Delle in der Dämmschutzmatte hinterlassen (Abb. 5_Seite 4). Das ist jedoch halb so wild (oder so hoffe ich als Laie).

    Danach wird der Blick sofort vom schwarz lackierten Innenraum eingefangen. Die einheitliche schwarze Farbe für außen und innen wirkt edel und man hält kurz inne (Abb. 6_Innen 1). Mit einem weiteren Blick fallen die Details auf wie die liebevoll eingestanzten "be quiet!"-Logos und Hilfsmarkierung für die Motherboardplatzierung (6_Innen 2, 3 und 4). Das ist der erste Moment, wo ich etwas bereue, dass ich niemanden einen Blick darauf gewähren kann (z. B. durch ein Seitenfenster). Darauf folgt jedoch Ernüchterung. Die sehr robust wirkende Platte wird später durch das Motherboard und diverse Kabel verdeckt. Das Fehlen von fest eingebauten Einbauschächten wirkt neu und erfrischend. Dadurch hat nicht nur das Gefühl, dass mehr Platz ist. Beim Cooler-Master wirkt der Blick ins Innere eher nüchtern und langweilig (Abb. 2_Vergleich 10).

    Ein weiterer Blick lässt die zwei Pure Wings 2 Lüfter erkennen. Diese sind von Werk aus mit der dreistufigen Lüftersteuerung verbunden.

    Richtet man den Blick nun nach oben, so macht sich die Lüfterhalterung sichtbar, die bis zu drei Lüfter aufnehmen kann. Dahinter befindet sich eine weitere Dämmmatte und auf der linken Seite sieht man die sechs Lüftungsschlitze.

    Auf der Unterseite befindet sich eine Abdeckung, die die Einbauposition des Netzteils verdeckt. Zur Front sind zwei Platten zu erkennen, die sich entfernen lassen.

    Nun wenden wir uns der anderen Seite zu. Man entfernt in gleicher Manier das Seitenteil, welches den Blick sowohl auf die Rückseite der Grundplatte als auch auf das Innere der Netzteilabdeckung freigibt (Abb. 6_Seite 1-3).
    Auf Höhe der CPU sieht man eine Halterung, die zwei SSDs aufnehmen kann.
    Unter der Netzteilabdeckung befindet sich ein Festplattenkäfig, indem zwei 3,5 Zoll Festplatten ihren Platz finden.
    Von dieser Seite lässt sich auch unter die Netzteilabdeckung greifen (Abb. 7_Boden 1-3), um die zwei Kunststoffabdeckungen nach oben heraus zu drücken. Die vordere ist dabei durch seitliche Haltenasen befestigt und die hintere durch Haltenasen, die durch die runden Öffnungen in der Platte geschoben werden. Bei letzterer ist besonders darauf zu achten, dass die Nasen bei häufiger Nutzung nicht abbrechen. Die beiden Öffnungen dienen z.B. dem Anbringen eines weiteren Gehäuse Lüfters oder eines Lüfters an der Front. So kann die Luft von unten in den Innenraum oder von der Front unter die Netzteilabdeckung geblasen werden.

    An der Oberseite ragen die diversen Kabel für das Frontpanel heraus (Abb. 7_Seite 4). Die dreistufige Lüftersteuerung hat dabei die eben erforderlichen drei Anschlüsse
    für Lüfter und einen Stromanschluss mit SATA Stromstecker. Diese sind durch die schwarz-weißen Kabel gut zu erkennen.
    Die übrigen Kabel dienen dem Anschluss der Power und Reset Knöpfe, den USB 2.0 und 3.0 Anschlüssen sowie dem Audiokabel.

    Zum Lieferumfang gehören auch noch sechs Klett-Kabelbinder mit "be quiet!" Logo, ein weiterer Festplattenkäfig mit Gummihalterung als Entkoppelung sowie drei Schraubensets (HDD, SSD, Motherboardbefestigung) (Abb. 9_Lieferumfang 1).

    Führe zusammen was zusammen gehört
    So, der Einbau scheint "straight forward" zu sein. Ich setze die Blende des Motherboards ein (Abb. 10_Einbau 1 und 2). Danach setze ich das Motherboard auf die vormontierten Abstandshalter (Abb. 10_Einbau 3). Bei meinem ersten Rechner war diese nicht vormontiert, sodass ich versucht habe, das Motherboard auf die blanke Platte zu setzen. Als dieses dann leicht knarzte und sich biegte, hatte ich die Ahnung, dass hier etwas nicht stimmt. Doch Moment. Auf B4 befindet sich kein regulärer Abstandshalter, sondern ein Halter zum Ausrichten (Abb. 10_Einbau 4). Da mein kleines Board aber nur vier Befestigungslöcher hat, tausche ich die Halterung mit einer Abstandshalterung aus.Danach nur noch die Schrauben festziehen und - hmm... - Die Lücke ist doch etwas schmal (Abb. 10_Einbau 5 - 8). Ich entferne die obere Lüfterhalterung, um besser in den Spalt zwischen CPU-Lüfter und Deckel zu kommen. Drei Schraubendreher und ein paar Verrenkungen später ist auch diese Schraube fest. Das hat mich aber mehr Zeit gekostet als erwartet. Wer kam eigentlich auf die Idee mit dem riesigen CPU-Lüfter? Hoffentlich muss das Motherboard da nie wieder raus.

    Die Lüfterhalterung ist auch schnell wieder montiert und der Rechner steht zum ersten Mal auf eigenen Beinen (Abb. 10_Einbau 9). Als Nächstes folgt das Netzteil. Dabei fällt mir die gummierte Rückseite des Netzteils auf, welches Vibrationen mit dem Gehäuse verhindern soll (Abb. 10_Einbau 10). Überraschend ist, das alle Schrauben des Netzteils in die passenden Öffnungen der Gehäusehalterung passen. Im Inneren des Gehäuses ruht das Netzteil auf Gummiplatten (Abb. 10_Einbau 11 und 12).
    Obwohl die Netzteilabdeckung optisch schön ist, ist das nachträgliche Anschließen weiterer Stromkabel etwas lästig, was ich einen Moment zu spät merken sollte.
    Beim Verdrahten des Frontpanels steht wieder der große Lüfter im Weg (Abb. 10_Einbau 14 und 15).



    Fazit

    Sound:
    Der alte Rechner fiel durch permantentes lautes Lüftergeräusch auf, welches durch hochfrequentes Fiepen unterstrichen wurde. Der neue Rechner ist im Ruhemodus fast lautlos, da die CPU Lüfter drosseln und die GPU Lüfter sich sogar ausschalten. Im Vergleich zum alten Rechner erreicht das neue Setup eine deutliche Geräuschreduktion.
    Vor dem Einbau in das Gehäuse ließ ich die Hardware bereits laufen, damit ich ein allgemeines Gefühl für die Geräuschkulisse bekomme (11_Extra 4). Jene Kulisse, die ich kaum wahrnehmen konnte.
    Nach dem Einbau war ich um so überraschter, dass ich eine Komponente nun genau heraushören kann. Bei leichter bis mäßiger Last hört man deutlich das Ein- und Ausschalten der GPU-Lüfter, was man am ehesten mit einem Atemgeräusch beschreiben kann. Dazu sei gesagt, dass der Raum ansonsten ruhig war. Wenn man während des Betriebs den Ton anhat, so nimmt man auch dieses Geräusch nicht wahr. Aber ein wenig ärgert es mich schon, sodass ich mir ein PCI-Verlängerungskabel gekauft habe, um die zwei vertikalen PCI-Schächte zu nutzen. Die Lüfter sind nun direkt auf die Dämmmatte gerichtet. Aber zum einen hat das die Temperatur erhöht, da die zwei-einhalb Höheneinheiten große Grafikkarte zu nah an der Wand ist und zum anderen hat es keinerlei Geräuschminimierung gebracht. Das hatte zur Folge, dass ich die Grafikkarte wieder in die reguläre Position zurückbaute.
    Zu guter Letzt wären noch die Gehäuselüfter zu erwähnen. Auf Stufe eins sind sie unhörbar und auf Stufe zwei und drei kann man sie deutlich hören.
    Mit meinem Handy habe ich auch versucht, die Geräusche während des 3DMark Demo Benchmarks aufzuzeichnen. Nur zwischen dem alten und dem neuen Set-up gab es eine Reduktion, die mit etwa 10db zu beziffern wäre (Von 38 db auf 28 db).
    Ein direkter Vergleich mit einem ähnlich gut gedämmten Gehäuse wäre sich ausschlaggebender. Auch die restlichen leisen "be quiet" Komponenten machen die Leistung des Gehäuses schwer einschätzbar. Ich bin jedoch vollends zufrieden, da man Vergleichswert der alte Rechner ist.

    Design:

    Wie auch Mittendrinnen berichtet, gefällt mir das schlichte Design sehr gut. Er ist breiter als erwartet, aber das stört mich nicht. Der wertige Eindruck überzeugt mich. Die Lichtemission durch die Power und HDD LED sind sehr gering. Einem Platz im Wohnzimmer steht also nichts im Weg.

    Dass eine Lüftersteuerung verbaut ist, kam mir letztendlich doch zugute. Mein Motherboard scheint nämlich nur einen Anschluss für Gehäuselüfter zu haben.


    Addendum
    Ich rechnete damit, dass das Gehäuse recht zügig da ist, sodass die restliche Hardware gleich von Mindfactory zusammenbauen ließ. Nicht, dass ich die Hardware ruiniere und dann nichts im Gehäuse testen kann (Abb. 11_Extra 3 und 11_Extra 4).

    Zu Leistungssteigerung wurde noch ein Heckspoiler angebracht, der die Abluft besser verteilt (Abb. 11_Extra 2). Nein Spaß, das ist die mitgelieferte WLAN Antenne.

    Das komplette neue Setup:
    Gehäuse: be quiet! Silent Base 601 Midi Tower ohne Netzteil schwarz
    Mainboard: Asus ROG STRIX Z370-I Gaming Intel Z370 So.1151 Dual Channel DDR4 Mini-ITX Retaill
    CPU: Intel Core i7 8700K 6x 3.70GHz So.1151 WOF
    CPU-Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 3 Tower Kühlerl
    Netzteil: 650 Watt be quiet! Dark Power Pro 11 Modular 80+ Platinum
    RAM: 16GB HyperX FURY schwarz DDR4-2666 DIMM CL16 Dual Kit
    GPU: 8GB Asus GeForce GTX 1070 Ti ROG Strix Advanced Aktiv PCIe 3.0 x16 (Retail)
    Harddrive: 1000GB Samsung 860 Evo M.2 2280 SATA 6Gb/s 3D-NAND TLC (MZ-N6E1T0BW)

    Das alte Setup:
    CoolerMaster HAF 832
    CoolerMaster V8 CPU Kühler
    Intel i7 960
    8 GB G.Skill Ripjaws
    Palit Geforce GTX470 --> 2016 ersetzt durch ASUS Geforce 670
    AuzenTech Soundkarte --> ausgebaut, das wie andere Creative Soundkarten nach langem Betrieb aussetzt
    ASUS P6X58D-E X58

  10. #10

    Standard

    Im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory und be quiet! durfte ich den neuen Silent Base 601 Midi Tower mit Sichtfenster testen und bewerten.

    Lieferumfang und Ausstattung
    Neben dem eigentlichen Silent Base 601 Gehäuse, liefert be quiet! einen kleinen Karton mit Zubehör sowie einer mehrsprachigen Gebrauchsanleitung. Darin enthalten ist ein zusätzlicher HDD-Käfig für die Installation eines 3,5 Zoll Laufwerkes, Entkopplungs-Gummis und Schrauben sowie insgesamt sechs wiederverwertbare Klettverschluss-Kabelbinder. Das klingt auf dem Papier erst einmal wenig, dafür punktet das Silent Base 601 jedoch mit der bereits verbauten Ausstattung:
    Zwei 140 mm Pure Wings 2 Lüfter sind – inklusive Entkopplungsgummis – bereits vorinstalliert. Das Gehäuse selbst ist in zwei Kammern unterteilt: Im sichtbaren, oberen Teil werden das Mainboard und die dazugehörigen Hardwareteile platziert. Der untere Teil des Gehäuses ist abgedeckt und für das Netzteil sowie den bereits vorinstallierten HDD-Käfig vorgesehen. Der bereits verbaute HDD-Käfig bietet Platz für zwei 3,5 Zoll Laufwerke/Festplatten sowie zwei SSD-Festplatten. Für das Netzteil wird ein Montagerahmen mitgeliefert, welcher Vibrationen zusätzlich entkoppelt. Die beiden Staubfilter befinden sich an der Front sowie am Boden des Gehäuses und können sehr einfach durch das Abnehmen des Frontdeckels herausgeschoben werden. Damit alles schön ruhig bleibt, sind Vorder- und Oberseite sowie die Gehäusewand mit 10 mm dicken Dämmmatten bestückt. Das Sichtfenster besteht aus getöntem Temperglas und macht einen robusten und hochwertigen Eindruck. Auf der Front findet sich die Lüftersteuerung, die bis zu drei Gehäuselüfter ansteuert, ein USB 2.0 und zwei USB 3.0 Anschlüsse sowie einen Anschluss für Kopfhörer und einen Anschluss für ein Mikrofon. Einziger Kritikpunkt ist hier, dass kein USB 3.1 Typ C Anschluss verbaut ist.

    Design
    Das Design ist schlicht und modern, was mir persönlich sehr gefällt. Dank des Zwei-Kammern-Aufbaus wirkt die Variante mit Sichtfenster optisch sauber und ansprechend. Die Lufteinlässe an der Front haben nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern runden das Gehäuse auch optisch ab. Zudem hat man die Wahl, ob man hier mit orange oder silber Farbakzente setzen möchte oder es lieber bei einem schlichten schwarz belässt, wie in meinem Fall. Sowohl der Power-Button als auch die LEDs leuchten bei der schwarzen Variante weiß. Zusammenfassend kann man von einem konsequent durchgesetzten Design sprechen. Es ist schlicht, ohne besonders hervorzustechen, hinterlässt bei genauerer Betrachtung jedoch einen hochwertigen und für mich sehr positiven Eindruck.

    Verarbeitung
    Die Verarbeitung sowie Qualität sind in diesem Preisbereich wirklich sehr zufriedenstellend. Das Gehäuse wirkt sehr wertig und robust. Dies ist insbesondere im Vergleich zu anderen Gehäusen in diesem Budgetbereich nicht selbstverständlich. Oftmals bestehen Teile der Verkleidung aus Plastik und suggerieren lediglich einen hochwertigen Eindruck. Das Silent Base 601 sieht dagegen nicht nur hochwertig aus, sondern ist es auch. Bis auf das Sichtfenster und die Lufteinlässe sind alle äußeren Verkleidungsteile mit einer Metallschicht überzogen.

    Montage
    Die Montage der PC-Hardware sowie das Kabelmanagement sind durch das durchdachte Design relativ simpel. Die (De-)Montage der Seitenwände sticht dabei besonders positiv hervor. Durch einen einfachen Knopfdruck lassen sich diese lösen und herausnehmen. Das Netzteil sowie der Festplattenkäfig befinden sich aufgrund des Zwei-Kammern-Aufbaus im unteren, separierten Teil des Gehäuses, was super für Leute ist, die ihre Hardware ordentlich und aufgeräumt präsentieren möchten. Auch das Kabelmanagement profitiert dadurch enorm und bietet mehrere Möglichkeiten, auf welchem Weg Mainboard, CPU und Grafikkarte(n) mit Strom versorgt werden sollen. Ein zusätzlich mitgelieferter HDD-Käfig lässt sich in der oberen Kammer des Gehäuses montieren. Hierzu muss lediglich eine der insgesamt fünf befestigten HDD Slot Cover entfernt werden.

    Kompatibilität
    Radiatoren mit einer Größe von bis zu 360 mm können dank der herausnehmbaren Halterung problemlos installiert werden. Alternativ können sowohl an der Front wie auch an der Gehäusedecke bis zu drei 120 mm oder 140 mm Lüfter angebracht werden. Aufgrund des sehr aufgeräumten und großen Gehäuses können CPU-Kühler bis maximal 185 mm Höhe verbaut werden, wie etwa der Alpenföhn Brocken 3, den ich verwende. Auch große Grafikkarten finden im Silent Base 601 ihren Platz und können bis zu einer Länge von 449 mm problemlos verbaut werden. Meine Sapphire Vega 64 Nitro+ hat auch hier noch genügend Platz übrig.

    Kühleigenschaften
    Die Luft wird größtenteils an der Front angesaugt und über die Luftschlitze im Gehäusedeckel sowie am hinteren Ende des Gehäuses abgegeben. In meinem PC-System ist ein Ryzen 7 1800X Prozessor verbaut, welcher von einem Alpenföhn Brocken 3 gekühlt wird. Im CPU-Stresstest durch HeavyLoad und bei 100% Auslastung auf allen 8 Kernen lag die Temperatur nach 30 Minuten bei 66° Celsius. Des Weiteren darf ich eine Sapphire Vega 64 Nitro+ mein Eigen nennen. Im GPU-Stresstest mit Geeks3D FurMark kam diese nach einer Testphase von 30 Minuten und 100% Auslastung auf eine Temperatur von maximal 70° Celsius. Dabei stellte ich die Lüftersteuerung, an welcher zwei 140 mm sowie ein 120 mm Pure Wings 2 Lüfter angeschlossen sind, auf die niedrigste Stufe. Obwohl das Gehäuse nicht auf die Kühlung optimiert ist, liefert es somit sehr solide Ergebnisse.

    Leistung/Dämmeigenschaft
    Bei einem Gehäuse, welches in seinem Namen schon das Wort „Silent“ trägt, kommt es schlussendlich natürlich auch auf die Dämmeigenschaften an. Eines vorweg: Natürlich dämmt die Variante mit Sichtfenster den Lärm etwas schlechter, da eine Seitenwand mit 10 mm dicker Dämmmatte fehlt. Dennoch war ich sehr neugierig, ob das Silent Base 601 mit Sichtfenster seinen Namen verteidigen kann oder ob es Einschränkungen gibt. Nach über einer Woche kann ich nun bestätigen, dass be quiet! wirklich eine sehr gute Arbeit geleistet hat. An keinem einzigen Tag hat mich irgendein Geräusch – sei es eine knatternde HDD-Festplatte oder Lüftergeräusche – während der Arbeit gestört. Klar sollte aber auch sein, dass das Silent Base 601 nicht zaubern kann. Unter Volllast und je nach Grafikkarte und Kühlsystem, können hörbare Geräusche entstehen. Im alltäglichen Gebrauch merkt man davon aber aufgrund der wirklich guten Dämmeigenschaften nichts.

    Vergleich zum Nanoxia Deep Silence 1 Rev. B
    Abschließend möchte ich einen kurzen Vergleich mit dem Nanoxia Deep Silence 1 Rev B, meinem bisherigen Gehäuse, aufstellen. Beide Gehäuse befinden sich in einer ähnlichen Preisklasse und zeichnen sich durch ihre guten Dämmeigenschaften aus. Während das schon ältere Modell von Nanoxia bei Mindfactory für 114 ¤ zu haben ist, bekommt man das neue Silent Base 601 mit Sichtfenster für 110 ¤.
    Das Nanoxia Deep Silence wird zwar mit deutlich mehr Zubehör geliefert, hat die etwas bessere Lüftersteuerung und minimal bessere Kühleigenschaften, dennoch überzeugt mich das Silent Base 601 stärker. Am Ende ist es zum einen das bessere Design und die hochwertigere Verarbeitung der Komponenten, zum anderen aber auch die deutlich einfachere Montage. Dabei sticht besonders der Zwei-Kammern-Aufbau wie auch das Entnehmen der Seitenwände per Knopfdruck positiv heraus.

    Fazit und Preis-Leistungsverhältnis
    be quiet! präsentiert mit dem neuen Silent Base 601 Gehäuse mit Sichtfenster einen echten Allrounder. Die soliden Dämmeigenschaften machen einen sehr leisen Betrieb möglich, gleichzeitig beweist es aber auch gute Kühleigenschaften und ist mit dem großen Sichtfenster und dem aufgeräumten Zwei-Kammern-Aufbau ein Hingucker. Lediglich das Zubehör könnte etwas üppiger ausfallen. Für einen Preis von aktuell 110 ¤ bekommt man nicht nur ein sehr ansprechendes und durchdachtes Gehäuse, sondern auch gute Qualität geliefert. Aufgrund der genannten Kriterien sowie dem guten Preis-Leistungsverhältnis vergebe ich 5/5 Sterne.

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  11. #11

    Standard

    Verpackung und Lieferumfang
    Das als Midi Tower gelistete be quiet! Silent Base 601 Gehäuse kam bei mir in einem recht neutral gehaltenen sehr großen (siehe dazu bei Design mehr) Karton an. Auf dem Karton selbst sind eine Skizze des Gehäuses sowie Angaben zu den Spezifikationen abgedruckt. Im Gegensatz zu anderen Produkten von be quiet! (zum Beispiel Netzteile oder Lüfter) wird hier auf eine aufwendige Außenverpackung des Produktes verzichtet. Sonst werden die Produkte in schwarze, glatte Kartons mit weißer Aufschrift verpackt. Vermutlich wird die aufwendigere Verpackung nur bei kleineren Produkten benutzt, hier wird wohl an den Kosten der Verpackung gespart. Vielleicht wird aber auch Mal an die Umwelt gedacht, was zu begrüßen wäre. Die Sicherung des Gehäuses in dem Karton kann als vorbildlich bezeichnet werden, das Gehäuse wird durch zwei sehr große Teile aus Styropor fixiert. Das Gehäuse selbst ist nochmal in eine Plastikfolie eingepackt. Im Karton ist eine Bedienungsanleitung enthalten, die in acht verschiedene Sprachen übersetzt wurde (englisch, deutsch, polnisch und viele mehr). Des Weiteren liegt ein kleinerer Karton bei, in dem sich ein Festplattenkäfig, eine Menge an Schrauben zur Befestigung von Festplatten, SSDs, Motherboard, Gummis zur HDD Entkopplung und Kabelbinder befinden.

    Design
    Nach der Entnahme des Gehäuses aus dem Karton und der Verpackung war ich zuerst erstaunt über die immensen Ausmaße des Gehäuses. Es wird ein Midi Tower erwartet und denkt es ist ein Big Tower. Dies wird auch noch einmal deutlich bei der Betrachtung der Abmessungen des Gehäuses. Die Abmessungen betragen dabei in der Länge 532 x Breite 240 x Höhe 514 mm. Zum Vergleich betragen die Abmessungen meines alten Gehäuses, auch ein Midi Tower, in der Länge 410 x Breite 195 x Höhe 430 mm. Da die Dimensionen des Towers größer sind als bei vielen anderen Gehäusen, sollte auch dementsprechend der Standplatz gut überlegt sein, eventuell muss dafür ein wenig mehr Platz geschaffen werden.
    Auch das Gewicht des be quiet! Silent Base 601 spricht eine eindeutige Sprache: Mit etwas über 10 kg gehört dieses Gehäuse eindeutig zu den Schwergewichten in dieser Klasse. Auch hier der Vergleich zu meinem alten Tower: Hier beträgt das Gewicht lediglich 5,5 kg.
    Den Großteil des Towers prägt eine matt schwarze Lackierung, die zu gefallen weiß. Sehr schön ist auch, dass das Heck des Gehäuses ebenfalls schwarz lackiert ist, andere Hersteller verzichten oftmals hier auf eine Lackierung, so dass der nackte Stahl zu sehen ist. Der mittlere Teil der Front des Gehäuses ist sehr schlicht gestaltet. Hier handelt es sich um eine einfache glatte Fläche. Dabei ist zu beachten, dass bei diesem Produkt keine 5,25“ Aussparungen für bspw. ein DVD- bzw. BluRay-Laufwerk vorhanden ist. Allerdings führt der Verzicht darauf oft zu einem einheitlicheren Design und der Großteil der Software wird mittlerweile digital vertrieben. Links und rechts an der Front sind Lufteinlässe für die vorderen Lüfter vorhanden. Diese zieren „Rennstreifen“ in den der für be quiet! typischen Farbe Orange. Bei der Betrachtung der Front fallen einem auch direkt die abgeschrägten oberen Kanten der Seitenteile auf. Einerseits sieht das ganz nett aus, andererseits sieht das Gehäuse dadurch sehr klobig bzw. klotzig aus. Die Seitenteile sind wie der mittlere Teil der Front sehr schlicht gehalten ohne irgendwelche Schnörkeleien. Das schlichte Design zieht sich auch beim Deckel weiter. Vorne auf dem Deckel befinden sich die Anschlüsse für Kopfhörer, Mikrofon, 1x USB 2.0 und 2x USB 3.0. Leider wurde hier kein USB 3.1 C Anschluss angebracht. In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Gehäuse erst vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde, ist dies negativ zu beurteilen. Des Weiteren finden sich im Deckel der An- und Ausschalter, der leuchtet, wenn der PC an ist, die Reset-Taste, Power und HDD LED sowie eine 3-stufige Lüftersteuerung, die drei Lüfter steuern kann. Hinten und an der Seite des Deckels befinden sich Lüftungsschlitze bzw. -einlässe für den Fall, dass innerhalb des Gehäuses oben Lüfter installiert werden.
    Der Innenraum des be quiet! Silent Base 601 Gehäuses wirkt sehr großzügig und sehr aufgeräumt. Schön ist auch die Trennung der einzelnen Bereiche. Der untere Bereich ist für das Netzteil und die Festplatten vorgesehen. Dieser Bereich nimmt ca. ein Fünftel des Innenraumes ein und wird durch eine Abdeckung vom Rest abgetrennt. Im oberen Abteil ist der linke Bereich natürlich dem Motherboard vorbehalten, der mittige Bereich ist für die Kabelführung gedacht und der rechte Bereich ist für die Installation von Festplattenkäfigen vorgesehen. Der komplette Innenraum ist dabei matt schwarz lackiert. Allerdings stellt sich hier die Frage nach dem Warum. Da das Gehäuse kein Fenster hat, ist es egal, welche Farbe der Innenraum hat. Auch hier könnten demnach Ressourcen und eventuell auch Produktionskosten eingespart werden. Gleiches gilt auch für die orangenen Kabeldurchlässe und HDD-Entkopplungsgummis. Sie setzen zwar einen farblichen Akzent bzw. Kontrast im Innenraum, wenn aber das Seitenteil geschlossen wird, sieht man nichts mehr davon.
    Das Design kann insgesamt als schlicht und funktional gesehen werden, die abgeschrägten Kanten der Seitenteile und die orangenen Streifen an der Front sind nette Akzente.

    Verarbeitung
    Bzgl. der Verarbeitung muss ich zuerst ein Mal auf einen ungewöhnlichen Punkt eingehen: Geruch. Als ich das Gehäuse auspackte und die Seitenteile abnahm, kam mir ein sehr unangenehmer Geruch entgegen. Ich kann hierbei nicht sagen, ob dieser Geruch vom Lack bzw. Beschichtung, Gummi, Plastik oder den Dämmmatten kommt. Ich habe das Gehäuse erst Mal fünf Tage offenstehen lassen, damit der unangenehme Geruch entschwinden kann, danach war es angenehmer.
    Die verwendeten Materialen für das Gehäuse bestehen hauptsächlich aus Stahl, lediglich wenige Elemente bestehen aus Plastik bzw. Gummi wie z. B. Verschlusshaken der Seitenteile, Staubfilter etc. Da der Hauptanteil der Materialien aus Stahl besteht, hat dieses Gehäuse, wie oben bereits erwähnt, ein hohes Gewicht. Das Gewicht und die an der Unterseite gummierten Standfüße verleihen dem Gehäuse eine sehr gute Standfestigkeit. Natürlich könnte zur Reduzierung des Gewichts auch Aluminium verwendet werden, allerdings würde dies den Kaufpreis um einiges erhöhen.
    Des Weiteren konnte ich auch keine scharfen Kanten entdecken bzw. erfühlen, so dass man sich ausversehen schneiden könnte.
    Was ich ein wenig bemängele, ist die Dicke der Rahmen der beiden Staubfilter, sie könnten für meinen Geschmack ein wenig dicker sein. Sie machen einen etwas zerbrechlichen bzw. biegsamen Eindruck. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass, wenn der untere Staubfilter wieder eingesetzt wird, er auch wirklich im letzten Drittel in der dafür vorgesehenen Führung ist, ansonsten entsteht halt eine Lücke, durch die Staub in das Gehäuse gelangen kann. Dazu muss ein wenig umständlich unter das Gehäuse gegriffen werden.

    Montage
    Bei der Montage der einzelnen Komponenten hilft die Bedienungsanleitung mit sehr schönen Skizzen und ihren Beschreibungen. Die beiden Seitenteile lassen sich per einfachem Entriegelungsmechanismus ohne Werkzeug entnehmen. Der Einbau des Motherboards ist recht einfach. Ich würde mir hier jedoch einen entnehmbaren Motherboardschlitten wünschen, der den Einbau nochmals vereinfacht. Sehr schön ist auch die Verwendung von Rändelschrauben zur Fixierung der PCIe-Karten, es wird also kein Schraubendreher benötigt.
    Der als Zubehör mitgelieferte Festplattenkäfig lässt sich ebenfalls einfach mittels Rändelschrauben am Motherboardschlitten befestigen. Eine mechanische Festplatte wird dann einfach mit vier Schrauben durch die HDD-Entkopplungsgummis befestigt. Die Gummis sorgen dafür, dass keine Schwingungen der Festplatten auf das Gehäuse übertragen werden, womit es ruhiger ist.
    Der Einbau des Netzteils gestaltet sich auch interessant. Dazu wird zuerst die Netzteilhalter außen hinten am Gehäuse entfernt, die dann an das Netzteil geschraubt wird. Das Netzteil wird dann von hinten in das Gehäuse geschoben und befestigt. Allerdings ist der Platz zwischen dem verbauten Netzteil und dem bereits vorinstallierten Festplattenkäfig recht eng bemessen. Hier ist es definitiv von Vorteil, ein modulares Netzteil zu besitzen, da ansonsten die unnötigen Kabel irgendwie verstaut werden müssen.
    Kabelmanagement ist auch nochmal ein Thema für sich. Sehr schön bei diesem Gehäuse ist, dass die Kabel auf der Rückseite des Motherboardschlittens geführt werden können und die mitgelieferten Kabelbinder dabei helfen. Dies verbessert auch nochmal die Luftzirkulation innerhalb des Gehäuses.

    Ausstattung und Flexibilität
    Das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse punktet mit einer sehr guten Ausstattung und sehr hohen Flexibilität. Wie der Name des Gehäuses schon verrät, geht es hier um Stille, daher sind an den Seitenteilen, dem Deckel und der Front 1cm dicke Dämmmatten verklebt worden. Vorab sind auch bereits zwei, vorne und hinten jeweils ein, 140mm Pure Wings 2 Lüfter eingebaut. Das ist einerseits sehr schön, aber andererseits hätte be quiet! hier auch direkt die sehr guten und extrem leisen Silent Wings 3 spendieren können, wenn das Gehäuse schon Silent Base heißt. Sehr gut ist, dass das Gehäuse bereits eine 3-stufige Lüftersteuerung hat.
    Ebenfalls bereits vorinstalliert ist ein Festplattenkäfig mit doppelter Höhe im unteren Bereich des Gehäuses, in den zwei 3,5“ Festplatten oder 2 SSDs installiert werden können. Zwei SSDs können auch an der Rückseite des Mainboardschlittens installiert werden. In den mitgelieferten Festplattenkäfig mit einfacher Bauhöhe kann eine 3,5“ Festplatte oder zwei SSDs eingebaut werden. Das Gehäuse bietet Platz für vier weitere Festplattenkäfige mit einfacher Bauhöhe. Falls man ein größeres Festplatten-Array einbauen oder sich ein eigenes NAS mit mehreren Festplatten basteln möchte, müssen dafür weitere Festplattenkäfige gekauft werden. Hier wäre es schön von be quiet!, wenn sie ein bis zwei weitere Käfige dem Gehäuse beilegen würden.
    Des Weiteren bietet dieses Gehäuse die Möglichkeit Radiatoren bis zu einer Größe von 360mm in der Front oder dem Deckel zu installieren. Die sehr gute Bedienungsanleitung hilft hier beim Einbau. Sehr gut ist auch, dass sehr hohe CPU-Kühler, bis zu 185mm, und lange Grafikkarten, bis zu 449mm ohne Festplattenkäfige im unteren Bereich, sonst 287mm, installiert werden können.

    Positiv/Negativ
    +gute Verarbeitung
    +viel Stahl, wenig Plastik
    +vorinstallierte Lüfter
    +sehr gute Luftzirkulation
    +sehr gute Kühlung
    +schlichtes Design
    +Dämmung
    +leise
    +viele Einbaumöglichkeiten
    -Geruch
    -klobig
    -Zubehörpolitik
    -kein USB 3.1 C

    Fazit
    Alles in allem handelt es sich beim be quiet! Silent Base 601, um ein gutes, solides Gehäuse. Das Preis-/Leistungsverhältnis mit einem aktuellen Preis von ca. 101¤ geht in Ordnung. Wer auf einen sehr ruhigen PC, der dennoch sehr gut gekühlt wird, Wert legt und dabei auf optische Schnörkeleien verzichten kann, ist mit diesem Gehäuse gut beraten. Ich gebe diesem Gehäuse vier von fünf Sternen.
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  12. #12

    Standard Testers Keepers Be Quiet Silent 601 (schwarz geschlossen)

    Einleitung:
    Seit einigen Wochen bin ich an der Planung für einen neuen PC. Mein altes Mini-ITX ist nicht mehr aufrüstbar und die neuen AMD Threadripper reizen mich schon. Außerdem möchte ich wieder ein M-ATX oder ATX System zusammenstellen. Kurzum, ein neues Gehäuse wird Pflicht.
    Da ich auf optische Laufwerke verzichten kann und auf sehr leise Systeme stehe, habe ich mich auf dem Markt nach entsprechenden „Silent Modellen“ umgeschaut und habe schließlich mit Interesse der Vorstellung der neuen Be Quiet 601 Silent Serie verfolgt.

    Als Mindfactory schließlich auch noch eine Aktion „Testers Keepers“ auslobten, war für mich klar, dass ich mich bewerben werde, da sich die Spezifikationen des Gehäuses sehr gut anhörten.
    Und tatsächlich habe ich auch den Zuschlag bekommen und bin damit einer der glücklichen Tester. Ob das Gehäuse nun wirklich meine Erwartungen erfüllen konnte lest ihr nachfolgend:
    Lieferung und unboxing:
    Das Gehäuse wurde in einem extrem stabil anmutenden Karton geliefert. Das muss er auch sein, denn das Gehäuse bringt rund 10KG Leergewicht auf die Waage!
    Das Gehäuse lässt sich leicht aus dem Karton herausschieben und macht einen optisch sehr edlen Eindruck. Ich habe die Version mit geschlossenem Seitenteil und kompletter schwarzer Lackierung ohne farbliche Zierleisten.

    Verarbeitung des Gehäuses:
    Der sehr gute äußere optische Eindruck setzt sich nahtlos fort. Die Seitenteile, die Fronklappe und der bodenseitig herausschiebbare Staubfilter, alles sitzt perfekt und lässt sich kinderleicht lösen und wieder befestigen. Der durchgehende Staubfilter erstreckt sich über sämtliche Luftungsöffnungen im Boden und kann zur Reinigung einfach nach vorn herausgezogen werden. Damit braucht das Gehäuse selbst bei einer Filterreinigung nicht bewegt werden! TOP!
    Die Seitenteile sind schraubenlos nur auf Knopfdrück zu lösen! So eine tolle Lösung habe ich bislang noch nicht gesehen. Durch den Drück auf die rückwärtig angebrachten Knöpfe drückt man auf der gesamten Länge der Seitenwände eine Feder, die die Arretierungshaken lösen und das Seitenteil damit freigeben! Klasse!
    Innenraum:
    Der Innenraum ist komplett in schwarz gehalten, auch hier ist bei dieser Version kein weiterer farblicher Akzent zu sehen.
    Alle Mainboard Abstandshalter (mit Ausnahme von E-ATX, welche aber als Zubehör beiliegen) sind bereits montiert, sodass man von Mini-ITX, über M-ATX und ATX alle Mainboardgrößen direkt einbauen könnte.
    Die Verarbeitung wirkt sehr edel. Hier wird noch einmal deutlich, dass Be-Quiet nicht an stabilen Stahl gegeizt hat. Die gesamte Konstruktion ist extrem verwindungssteif, nichts wackelt, alles ist extrem solide wirkt aber gleichzeitig elegant und edel.
    Beachtenswert ist jedoch, dass es im Innenraum Unterschiede zu den Gehäusevarianten mit Sichtfenster gibt! Bei den Sichtfenstermodellen sind alle 3,5 Zoll Laufwerksschächte mit Blenden versehen, bei dem Modell mit geschlossenem Seitenteil, sind die Schächte alle offen. Dies ist mit grundsätzlich egal, da ich den Innenraum bei Fertigstellung eh nicht einsehen werde können, aber es mag den ein oder anderen vielleicht interessieren.
    Ebenfalls erwähnenswert: Die Gehäuseanschlüsse finden sich allesamt an der Oberseite. Auf einen Rest-Knopf wurde gänzlich verzichtet, was nicht großartig stören dürfte, allerdings verzichtet man auch auf die Integration eines 3.1 Anschlusses, sondern verbaut 2 USB3.0 Steckplätze.

    Zubehör:
    Für effiziente und gleichzeitig leise Kühlung sollen zwei vorinstallierte Pure Wings2 Lüfter mit 140mm Durchmesser aus hauseigener Herstellung sorgen, die über die integrierte Lüftersteuerung in drei Stufen geregelt werden können. An der Lüftersteuerung kann zudem noch ein weiterer Lüfter angeschlossen werden. Gesteuert werden können die beiden Lüfter in drei Stufen, von unhörbar bis leise.
    Und auch bei der Dämmung geizt Be-Quiet nicht. In dieser Version des Gehäuses werden auf beiden Seitenteilen Schalldämmmatten mit 1cm Stärke verbaut! Die Dämmplatten machen einen extrem hochwertigen Eindruck. Hier dürfte also für Silent Fans die geschlossene Variante noch einmal deutlich attraktiver werden. Auch preislich gesehen, sollte man die zusätzliche Dämmmatte positiv hervorheben!
    BeQuiet legt in einem extra Karton noch einen HDD-laufwerksrahmen bei, etliche Schrauben, Klettbänder zur Fixierung von Kabeln und HDD Gummi-Entkoppler.

    Montagemöglichkeiten:
    Bislang machte das Be-Quiet einen fast perfekten Eindruck. Leider habe ich dann aber auch einen kritischen Punkt bemerkt. War ich vor dem Gehäuserelease geflasht von der Schiene für Radiatoren, oder weiteren Lüftern an der Oberseite des Innengehäuses, so musste ich jetzt feststellen, dass es hier eine arge Überraschung gibt.
    Man kann zwar eine wirklich montagefreundliche Halteschiene an der Oberseite lösen und dort bis zu 360mm lange Radiatoren einsetzen, aber die Wirksamkeit dürfte an dieser Position extrem gering sein. Warum? Hier spielt das Wörtlichen „silent“ eine Rolle. Um die Dämmwirkung des Gehäuses nicht durch zu viele offene Lüftergitter an der Oberseite des Gehäuses zu konterkarieren, hat sich Be-Quiet dazu entschlossen lediglich 6 Lüftungsschlitze in das Metall zu fräsen, welche wiederum wie an der Vorderseite diagonal abgewinkelt werden. Dies ist dem Schallschutz natürlich mehr als dienlich, ist aber für Abluft kaum geeignet. Würde man also überlegen einen 360mm Radiator dort unterzubringen, so würde wohl nur ein geringer Teil der Abwärme wirklich abgeführt werden können.
    Bleibt zwar noch die Front zum Einbau eines Radiators, aber die aufgewärmte Abluft durch das gesamte Gehäuse zu schicken und dann erst abzuführen ist nicht jedermanns Sache.
    Mein alter übertakteter Intel i7 3770k produziert nicht genügend Abwärme, um das Gehäuse an die Grenzen zu bringen, ich bezweifle jedoch, dass die Abwärme eines AMD Threadripper 2950x oder selbst die des kommenden 2920x (180 Watt) über die Gehäuseoberseite abgeleitet werden kann.
    Und genau diesen Prozessor werde ich mir zum Jahresende zulegen. Dann wird sich zeigen, ob das Be Quiet 601 silent wirklich ausschließlich silent kann, oder auch „gaming silent tauglich“ ist.

    Ich bin etwas enttäuscht, kann Be Quiet allerdings auch keinerlei Vorwürfe machen, das Gehäuse ist auf maximale Geräuschdämmung ausgelegt, eigentlich hätte es mir, wie auch jedem anderen Interessierten, klar sein müssen, dass sich die Be- und Entlüftung des Gehäuses von anderen Systemen unterscheidet. Nun habe ich den Vorteil, dass mich das Gehäuse nichts gekostet hat, aber ich möchte hiermit alle Interessenten darauf hinweisen, sich die Oberseite noch einmal genau anzuschauen, und ihr Bauvorhaben entsprechend daran auszulegen.
    Dieser (persönliche) Kritikpunkt sollte aber auch der einzige größere seiner Art werden. Der Rest des Gehäuses überzeugte mich fast lückenlos.
    Die Abtrennung des Netzteil in eine eigene Kammer mit ausreichend Platz, selbst für überlange Netzteile, die Möglichkeiten des Kabelmanagements inklusive der Durchführungsmöglichkeiten von Kabeln hinter das Mainboard, alles wirkt durchdacht, ist einfach zu erreichen und qualitativ auf höchstem Stand.
    Ich kann nicht umhin dem BeQuiet 601 eine TOP Bewertung zukommen zu lassen. Das Gehäuse ist als Silentgehäuse entwickelt und macht in dieser Beziehung alles richtig, solide Stahlkonstruktion, gewinkelte Luftöffnungen, eine integrierte Lüftersteuerung mitsamt vorinstallierter 140mm Lüfter, 1cm Dämmmaterial rund um das Gehäuse verteilt, das Gehäuse trägt den Namen völlig zu Recht.
    Qualitativ ist es das hochwertigste Gehäuse welches ich bislang in den Fingern hatte.
    Wer mit den bedingt nutzbaren Radiatorplatz an der Gehäuseseite und fehlendem USB3.1 am Gehäuse leben kann, erhält ein sensationell hochwertiges und vor allem montagefreundliches Gehäuse!


    Zusammenfassung:
    - Design: Elegantes, edel anmutendes Gehäuse welches in mehreren Farbvarianten angeboten wird!

    - Verarbeitung Sensationell gute Verarbeitung, dicker Stahl, passgenaue Teile, 1cm Dicke Dämmmatten, überzeugende Wartungsmöglichkeiten, extrem hochwertige Lackierung.

    - Montage Flexible Innenraumgestaltung, werkzeugfreie Montage möglich

    – Kompatibilität/ Ausstattung Unterstützt auf allen Lüfterplätzen sowohl 140mm als auch 120mm Lüfter, bietet Mini-ITX, M-ATX, ATX und E-ATX Mainboards Platz. Radiatoren bis 360mm sowohl in Front als auch Oberseite möglich, wobei die oberseitige Montage problematisch sein könnte (Luftabfuhr)

    - Kühleigenschaften Bei meinem System (120mm CPU Radiator), Nvidia 1070 bleibt alles kühl und trotzdem alles flüsterleise bzw. nicht hörbar.

    - Preis-/Leistungsverhältnis Ich halte den Preis von derzeit ca 100-110 Euro angemessen, da die Qualität der verbauten Teile sensationell hochwertig ausfällt.IMG_20181020_101027_HDR.jpgIMG_20181011_192140.jpgIMG_20181020_102114_HDR.jpgIMG_20181020_092659_HDR.jpgIMG_20181020_100649_HDR.jpgIMG_20181020_092633_HDR.jpgIMG_20181020_160558_HDR.jpgIMG_20181020_163124_HDR.jpg
    Geändert von Winnert (24.10.2018 um 22:13 Uhr) Grund: Bilder eingefügt

  13. #13

    Standard

    Zunächst sind In meinem System folgende Komponenten verbaut:
    Mainboard: Asus P8Z77V-LX
    CPU: Intel i5-3570k @ 4,2Ghz
    RAM: 16GB Corsair Vengeance DDR3 RAM @ 1866Mhz
    Prozessorkühler: Alpenföhn Brocken 3 Black Edition
    Grafikkarte: EVGA GTX 1080 FTW
    Speicher: Seagate Barracuda 2TB SSHD, Seagate 1TB HDD, Crucial MX300 525GB SSD
    Netzteil: be quiet! E10 Straight Power modulares Netzteil mit 600W

    Design:
    Das Gehäuse besteht zu großen Teilen aus matt schwarz gehaltenem Stahl. Dadurch wirkt es äußerst wertig und robust. Das Design ist dabei eher schlicht gehalten, lediglich die orangefarbenen Akzente fallen auf. Dadurch überzeugt das Gehäuse eher durch sein Understatement, als durch unkonventionelle Designelemente. Diese Unauffälligkeit passt dabei gut zu dem Konzept eines Silent Gehäuses.
    Vor allem hat mir bei diesem Gehäuse die Lösung für die Seitenteile gefallen. Diese werden ohne Schnellschrauben gehalten und lassen sich auf Knopfdruck lösen. Dabei fallen sie einem nicht direkt entgegen, sondern stehen leicht ab und werden weiterhin gehalten. Sie lassen sich dann einfach entfernen und die Remontage ist genau so simpel. Sehr angenehm gestaltet sich dies bei den Kabeln auf der Rückseite. Die Platte kann einfach unten eingesteckt werden und wenn die Kabel noch ein wenig herausstehen werden sie nur leicht angedrückt.
    Die Front ist ebenfalls durch einfaches nach oben ziehen zu entfernen, sodass auch der Staubfilter vorne und der für den Boden leicht gereinigt werden kann. Die Oberseite kann zwar nicht einfach demontiert werden, aber dafür kann die Lüfterhalterung nach Entfernen von zwei Schrauben herausgezogen werden. Andere Radiatoren oder Gehäuselüfter als ein einzelner mit 120mm/140mm können dort möglicherweise durch fehlende Luftdurchlässe in ihrer Effektivität gemindert werden. Hier sind nur an der Seite kleine Schlitze vorhanden, die Airflow hier nur begrenzt ermöglichen.

    Verarbeitung:
    Wie bei einem Gehäuse für über 100¤ zu erwarten, ist die Verarbeitung ausgezeichnet. Dabei sind die verwendeten Materialien qualitativ hochwertig und die Spaltmaße sind gut. Es sind viele Schnellschrauben vorhanden, die jedoch von Hand in einigen Fällen nicht zu lösen sind, da zu fest angezogen. Gerade die Befestigungsschrauben für den Festplatten-/ Netzteilschacht sind etwas schwergängig, aber mit einem Schraubendreher gut zu drehen. Die Gehäuseteile an sich sind jedoch gut gepasst und bieten keinen Spielraum für Lärm durch ungewolltes Mitschwingen der Teile. Die Ausbohrungen für das Mainboard und die Lüfter sind erwartungsgemäß passgenau und die Seitenteile, die Front und die Luftfilter sind fest aber einfach zu entfernen. Besonders hervorzuheben ist die großzügige Schalldämmung der Gehäusewände an der Front und an den Seiten. Hier wurde mit 10mm starken Dämmplatten gearbeitet, um auch niedrigere Frequenzen abfangen zu können.

    Montage:
    Ich habe mir kürzlich ein Fractal Design R6 bestellt, welches aufgrund eines fehlerhaften USB-Ports wieder zurückging. Daher kann ich hier einen direkten Vergleich bei der Montage ziehen. Der Einbau verlief, möglicherweise auch aufgrund meiner Übung mit dem anderen Gehäuse, vergleichsweise problemlos. Vor allem ist das Innere des Gehäuses ziemlich aufgeräumt, wenn man auf die Festplattenschächte verzichtet. So passt auch mein neuer Alpenföhn Brocken 3 problemlos hinein. Laut Herstellerangaben bietet das Gehäuse hier bis zu 18,5cm in der Höhe.
    Für das Kabelmanagement war auf der Rückseite ausreichend Platz vorhanden. Zusammen mit den beigefügten Klettverschlüssen in den dafür vorgesehenen Halterungen ließen sich die Kabel gut in die gewünschten Bahnen lenken.
    Das schwierigste war hierbei die Verkabelung der Festplatten. Zum einen ist nicht viel Platz auf der Rückseite vor den Festplatten, wenn man sich dazu entschließt zwei Stück unten mit im Netzteilschacht zu verbauen. Wenn man hier beide Festplattenslots (2,5/3,5 Zoll) belegt, sind dort einige nicht allzu schmale Kabel, die sich gegenseitig überlagern. Hier kann es etwas fummelig werden. Zum anderen ist unterhalb des Mainboards nur ein kleiner Spalt für die Gehäuse- und SATA-Kabel gelassen. Das bedeutet, dass ich bei meinem Mainboard keine gewinkelten SATA-Stecker am Mainboard selbst anschließen kann, da das Kabel dann mit dem Netzwerkschacht interferiert. Dies war beispielsweise bei dem Fractal Gehäuse besser gelöst. Dort war auch unterhalb des Mainboards eine größere Kabeldurchführung vorhanden. Bei neueren Mainboards sind die SATA-Anschlüsse jedoch meist seitlich, sodass dies wahrscheinlich kein Problem darstellen dürfte.
    Ich habe bei meinem Einbau auf Lüfter an der Oberseite verzichtet. Den Deckel kann man zwar nicht ohne Weiteres abnehmen, aber für diesen Zweck kann die Lüfterhalterung oben nach dem Lösen von zwei Schrauben einfach herausgezogen werden.
    Auch im Gehäuse bieten sich einige Möglichkeiten für den Einbau von Festplattenkäfigen, jedoch können diese, sofern in der gleichen Höhe montiert, die maximale Länge der Grafikkarte stark einschränken. Bei meinem Gehäuse wurde ein zusätzlicher Festplattenkäfig für eine Festplatte mitgeliefert. Dieser, sowie der im Netzteilschacht wurden mit passenden Rändelschrauben und Gummipuffern zur Montage geliefert. Auf der Rückseite, auf Höhe der Lüfterbackplate des Mainboards, können bis zu zwei SSDs verbaut werden. Die Halterung dafür lässt sich jedoch auch mittels einer Schnellschraube entfernen, sollte nachträglich ein Prozessorkühler mit Backplate eingebaut werden müssen.

    Kühleigenschaften:
    Auch wenn diese Gehäuse mit den gewinkelten Lufteinlässen und den massiven Dämmschichten den Fokus eindeutig auf einen möglichst ruhigen Betrieb legt, konnte ich beim zocken gute Temperaturwerte erreichen. Der Airflow ist hierbei durch die langen Lufteinlässe in der Front, sowie die Lüftungsschlitze hinten an der Oberseite, sowie wie üblich an der Rückseite gegeben. Dabei sind ab Werk zwei Silent Wings 2 Lüfter mit 140mm verbaut, einer vorne und einer hinten. Zusammen mit dem Brocken 3 hatte ich hier weder mit der Prozessor-, noch mit der Grafikkartentemperatur Probleme. Bei meinem Alltäglichen Gebrauch und auch bei mehrstündiger Last sind die Temperaturen nicht über 70°C gestiegen. Dabei habe ich die Stufe der Gehäuselüfter auf 1 von 3 belassen.

    Leistung:
    Das be quiet! Silent Base 601 zeichnet sich wie zu erwarten durch einen besonders leisen Betrieb aus. Dabei ist vor allem im Desktopbetrieb nichts von den Komponenten im Gehäuse zu hören. Und auch unter Last ist das System angenehm ruhig. Vor allem im Vergleich zu meinem vorherigen NZXT Phantom liegen hier Welten dazwischen. Zugegebenermaßen war das alte Gehäuse auch an fast allen Seiten mehr oder weniger offen. Um so erstaunlicher ist es, dass die Temperaturen sich im Vergleich zu vorher nicht nennenswert verändert haben. Dazu hat aber mit Sicherheit auch der Tausch meiner alten Corsair H60i AiO gegen den Alpenföhn beigetragen.
    Lediglich die Ausstattung des Frontpanels lässt etwas zu wünschen übrig. Die 3-stufige Lüfterkontrolle ist gut und 2 USB 2.0-Ports, sowie einer mit USB 3.0 sind sicherlich ausreichend. Aber bereits mein mittlerweile 6 Jahre altes NZXT-Gehäuse hat insgesamt 4 USB-Anschlüsse geboten, zwei davon mit USB 3.0. Hier hätte ein weiterer Anschluss nicht geschadet, sei es nun 3.0, oder gar 3.1-C.

    Preis-Leistungsverhältnis und Fazit:
    Das Preis-Leistungsverhältnis ist wirklich gut. Vor allem die Kombination aus einem leisen Gehäuse mit dennoch guter Kühlleistung hat mich überzeugt. Wenn man jedoch auf ein Gehäuse mit Fenster aus ist und ein wenig mehr auszugeben bereit ist, sollte man sich alternativ noch das Dark Base 700 ansehen. Dort sind bereits Silent Wings 3 verbaut, sodass noch ein etwas besseres Preis-Leistungsverhältnis zu finden ist.
    Abschließend bin ich wirklich sehr zufrieden mit dem Gehäuse. Der Einbau war einfach, die Verarbeitung ist top und bezüglich der Kühlung wurden zwar wie zu erwarten leichte Abstriche zugunsten des niedrigen Geräuschpegels gemacht, aber die Temperaturen sind trotzdem wirklich überraschend gut. Lediglich an der Front hätte man einen USB 3.1, oder zumindest einen zweiten USB 3.0 Anschluss zur Verfügung stellen können. Insgesamt bin ich aber sehr glücklich darüber, dieses Gehäuse testen und behalten zu dürfen, da es jetzt erstmal ein paar Jahre und einige Upgrades überdauern soll. Und ich habe keine Zweifel, dass es dazu in der Lage ist.

    Link zum Produkt: be quiet! Silent Base 601 Midi Tower ohne Netzteil schwarz/orange - Gehäuse gedämmt | Mindfactory.de
    Link zu den Bildern: be quiet! Silent Base 601 - Album on Imgur

  14. #14

    Standard

    Das Gehäuse teste ich im Rahmen eines Produkttestes der Mindfactory AG in Zusammenarbeit mit be quiet. Ich habe mich sehr gefreut, als das Gehäuse bei mir ankam, da auch par neu erworbene Komponenten auf ihren ersten Einsatz gewartet haben.

    Mein erster Eindruck von dem Be quiet! Silent Base 601 war äußerst positiv. Ich dachte mir beim Auspacken nur: „Oh mein Gott ist der riesig!“. Mit den Maßen von 240mm Breite, 532 Länge und 514mm Höhe hätte mein altes Gehäuse locker da hineingepasst. Das Design überzeugt mich persönlich mit seiner schlichten und modernen Art. Die metallene Verkleidung ist matt Schwarz mit Silber umrandeten Lüftungseinlässen an der Front. Diese gibt es alternativ auch in Orange oder Schwarz. Das Gehäuse kann man auch mit Sichtfenster bestellen. Ich persönlich habe mich für das Modell ohne Sichtfenster beworben, da mein PC im Schlafzimmer steht und ich einen sehr leichten Schlaf habe. Blinkende Lichter im Innern des Gehäuses würden mich nur unnötig wach halten, wenn der Rechner mal über Nacht durchlaufen muss. Das Material fühlt sich hochwertig an und hat eine ganz leichte raue Struktur. Die Verkleidung an den Lufteinlässen ist aus Plastik, hebt sich von den Außenwänden farblich jedoch nicht ab. So stört der Materialwechsel überhaupt nicht. Die Frontplatte ist mit einem kleinen silbernen „be quiet!“ – Schriftzug versehen. Startknopf und Anschlüsse finden sich auf der Oberseite des Gehäuses. Dies finde ich auf der einen Seite gut gelöst, da man nicht mehr mit dem Bein ungewollt an den Startschalter kommt und nicht an hervorstehenden USB-Sticks hängen bleibt. Auf der anderen Seite fällt Staub ungehindert in die Schlitze. Hier hätte ich es schön gefunden, wenn man die USB-Ports bei Nichtgebrauch schlicht und einfach verdecken könnte. Auch die Vertiefungen der Seitenteile oben auf dem Gehäuse, geben dem Staub die Möglichkeit sich dort abzusetzen. Hier werde ich in Zukunft jedenfalls öfter entlangwischen müssen.

    Alles in allem macht das Gehäuse in Design und Verarbeitung auf mich einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse ist außen als auch auf der Innenseite sauber lackiert worden. Mit seinen rund 10kg Gewicht, steht das Gehäuse seht stabil und lässt sich durch die Gummisohlen an den Standfüßen nicht verrutschen. Die abnehmbaren Teile passen perfekt ineinander und es bilden sich keine Kanten an den Übergängen. Der Startknopf ist weiß hinterleuchtet und lässt sich gut drücken.

    Wirklich genial finde ich das Klicksystem mit welchem sich die Seitenwände kinderleicht abnehmen lassen. Da die Seitenteile exakt gleich geformt sind, ist es egal ob diese links oder rechts angebracht werden. Auch die Staubfilter auf der Unter- und Vorderseite lassen sich zum Reinigen ganz einfach entnehmen. Um den vorderen Staubfilter zu erreichen, muss man die Frontblende durch einfaches Verschieben nach oben entfernen. Der Staubfilter auf der Unterseite des Gehäuses wird einfach nach vorne herausgezogen. Ob sich die Staubfilter als nützlich erweisen wird sich noch zeigen müssen. Bisher haben sich in dem Testzeitraum von zwei Wochen jedenfalls noch keine nennenswerten Staubflocken im Filter gesammelt. Auch der Innenraum ist frei von Staub.

    Die Montage von Mainboard, Netzteil, Festplatte und co. war überhaupt kein Problem. Da es keine fest installierten Festplattenschächte gibt, bietet das Gehäuse genügend Platz um die einzelnen Komponenten einzubauen. Das Netzteil wird einfach von der Rückseite des Gehäuses angebracht. Dank des PSU-Covers wirkt der Innenraum auch sehr aufgeräumt. So habe ich für die Grafikkarte genügend Platz. Für die Festplatte wurde ein Schacht mitgeliefert. Dieser kann auf gewünschter Höhe angebracht werden. Ich habe meine Festplatte unterhalb des CPU-Covers angebracht. Dadurch habe ich nochmals mehr Platz im Innenraum gewonnen.

    Der großzügige Innenraum des Gehäuse bietet Platz für ATX, EATX, mATX und mITX-Mainboards. Im Folgenden habe ich kurz aufgelistet, welche Komponenten ich in dem Gehäuse verbaut habe:
    - Mainboard: MSI X370 GAMING PLUS AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail
    - Grafikkarte: 8GB Asus Radeon RX 580 ROG Strix O8G Gaming Aktiv
    - CPU: AMD Ryzen 5 2600 6x 3.40GHz So.AM4 BOX
    - CPU-Kühler: Scythe Katana 4 Tower Kühler
    - PSU: 550 Watt Seasonic FOCUS Plus Modular 80+ Gold
    - RAM: 16GB (2x 8192MB) G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL16-18-18-38 Dual Kit
    - 1000GB Seagate BarraCuda ST1000DM010 7.200U/min 64MB 3.5" (8.9cm) SATA 6Gb/s

    Besonders gespannt war ich persönlich auf das Kabelmanagement, von dem ich mir ein möglichst kabelloses und aufgeräumtes Innenleben erhoffte. Das Gehäuse hat in dieser Hinsicht meine Erwartung voll erfüllt. Die Verlegung der Kabel erfolgte soweit ohne Probleme. Allerdings kann man sich beim Verlegen der Kabel sehr verkünsteln, sodass man anfangs, eine Zeit beschäftigt ist, bis die Kabel so liegen wie man es sich wünscht. Mit dem Gehäuse werden auch Klettbänder geliefert, die dabei helfen die Kabel an gewünschten Orten zu fixieren. Die Kabeldurchführung ist mit einem Gummischutz und Gummiklappen versehen. Dadurch reiben die Kabel nicht über scharfkantige stellen im Gehäuse.

    Die Gehäuselüfter lassen sich über einen Schalter an der Oberfläche des Gehäuses ganz einfach während des Betriebs auf drei Stufen einstellen. Die folgenden Temperaturdaten wurden mit mit dem Programm HWiNFO64v5.90 auf Lüfterstufe 2 gemessen.
    Idle-Temperatur: Motherboard: 33°C, CPU: 37°C, System: 39°C, GPU: 31°C, HDD: 33°C, SSD 37°C/48°C
    Nach 45Min Spielzeit in Assassin‘s Creed Odyssey mit den höchsten Grafikeinstellungen haben sich die Temperaturangaben folgendermaßen geändert: Motherboard: 49°C, CPU: 59°C, System: 53°C, GPU: 57°C, HDD: 37°C, SSD 53°C/66°C

    Ich persönlich bin mit der Leistung des Gehäuses sehr zufrieden. Die zwei vorinstallierten Pure Wings 2 140mm Lüfter sind sehr leise und es bietet sich im Gehäuse Platz für weitere. Mit dem Wechsel zwischen den drei Lüfterstufen steigt das Geräusch der Lüfter hörbar an, bleibt allerding in einem angenehmen Bereich. Auch die Dämmmatten im Gehäuse reduzieren Lärm und dämpfen Vibrationen.

    Das Gehäuse bekommt man derzeit bei mindfactory für 99,04¤. Ich finde das Preis-/Leistungsverhältnis in Ordnung. Das gleiche Gehäuse mit Sichtfenster ist rund 12¤ teurer. Hier muss jeder für sich entscheiden, welches Design einem mehr zusagt.

    Trotz weniger Kritikpunkte am Anfang finde ich das Gehäuse wirklich super. Das schlichte Design sagt mir sehr zu. Die Größe des Gehäuses finde ich mehr als ausreichend um auch in Zukunft weitere Komponenten, wie zum Beispiel eine Wasserkühlung, einbauen zu können. Alles in allem kann ich das Gehäuse von be quiet nur weiterempfehlen.

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  15. #15

    Standard Testers Keepers: Silent Base 601 in Schwarz mit Sichtfenster

    Vorab: Ich durfte das Gehäuse Silent Base 601 in Schwarz mit Sichtfenster durch die Testers Keepers Aktion kostenfrei testen.
    Als das freudig erwartete Paket von Mindfactory und Bequiet eintrief, konnte ich es kaum erwarten das Gehäuse zu unboxen!
    Mein altes Gehäuse war schon mehr als verbraucht und konnte mit den Jahren überhaupt nicht mehr glänzen!

    Der erste Eindruck, nachdem ich die Styroporbefestigungen und die Folienummantelung entfernte war einfach nur "WOW"!
    Ich bin kein Mann vom Fach, wenn es darum geht Gehäuse zu beurteilen, jedoch ist das Silent Base 601 mit Sichtfenster definitiv ein Hingucker!
    Zum Design: Das Silent Base 601 hat einen edlen aber auch futuristischen Touch welcher ziemlich dezent gehalten ist, was mir persönlich aber sehr gefällt,
    denn in diesem Fall gilt für mich:"Weniger ist mehr!" Meine Version des Gehäuses ist in schwarz-matt und man spürt beim drüberstreichen mit der Hand, dass das Gehäuse zum Großteil aus Stahlblech (beschichtet) besteht.
    Das Sichtfenster aus Temperglas (Kein Plexiglas o.ä!) gefällt mir ziemlich gut, zumal es etwas verdunkelt wurde,
    so das dass Innenleben dezent zum Vorschein kommt und leuchtende Elemente wie bspw. RGB Komponenten bestens herausstechen!
    Hier wäre aufjedenfall zu empfehlen, die Sichtfensterabdeckung vorsichtig wegzulegen wenn am Innenleben gewerkelt wird, um Kratzer oder schlimmeres zu vermeiden!
    (Kratz-/Standhaftigkeit des Sichtfensters wurde nicht getestet!)
    Ein kleines Manko: Nach jeder Berührung mit dem Glas einmal drüberzupolieren, da Fingerabdrücke sofort sichtbar werden.
    Aber das ist denke bei Glasteilen meist der Fall!

    Um zu dem Alltagspanel zu kommen, sprich der oberen Partie auf dem Gehäuse, wo I/O Schalter, USB Ports und Audio-/Mikrofonbuchsen &
    die Lüfterregulierung verbaut wurden muss ich sagen, dass mir die Aufteilung sehr gut gefällt!
    (Auflistung der Frontanschlüsse: 1x Audioausgang / Kopfhörer, 1x Mikrofon, 1x USB 2.0, 2x USB 3.0)

    Ich staunte auch nicht schlecht, als ich zum ersten mal die Seitenteile entfernt hatte!
    (Lassen sich ganz einfach jeweils via Knopfdruck auf der Hinterseite entnehmen und genauso leicht wieder einsetzen!)
    Zum Inhaltlichen des Gehäuses: Das Gehäuse bringt enorm viel Platz mit, womit ich erstmal nicht gerechnet hatte.
    Um es genau zu umschreiben, hätte mein altes Gehäuse beinahe hineingepasst!
    Die Hauptseite / verglaste Seite (Linke Seite von vorne aus betrachtet, sprich Ort zum platzieren des Innenlebens) bietet enorm
    viel Platz um das Mainboard seiner Wahl, die wohl größte Grafikkarte seiner Vorstellungskraft (Metaphorisch! Grafikkarten bis max. 287mm!)
    & einem CPU-Kühler bis max. 185mm zu verbauen! Außerdem bietet das Silent Base 601 Platz für bis zu 12 erweiterbare Lüfter! (6x 120mm, 6x 140mm)
    Bereits vorinstalliert sind 2 Lüfter von be quiet! selbst natürlich! (1x 120mm, 1x 140mm)
    Diese lassen sich im übrigen via der bereits erwähnten Lüfterregulierung am oberen Panel in 3-Stufen regulieren! (Alles was es zu beachten gibt: Jedeglich das Kabel mit dem
    Mainboard verbinden und fertig! Die Regulierung sollte sofort beim wechseln der Stufe greifen! Hammer!

    Die nicht verglaste Seite (Rechte Seite) bietet den Stauraum für alles hinter den Kulissen!
    (Am Inneren der rechten Seitenabdeckung befindet sich eine Dämmmatte, welche dafür sorgt dass euer Kätzchen möglichst nichtmal mehr schnurrt und die Geräusche des Innenlebens dämmt!)
    Außerdem bringt das Silent Base 601 sogesehen einen Keller, wo die Vorrichtungen bereits gegeben sind und die Komponenten wie Netzteil und HDD's reibungslos installiert und verbaut werden können,
    ohne dass diese zum Vorschein kommen! Ich musste das Netzteil nur reinschieben, Schrauben festdrehen und fertig!
    Für die HDD's gibt es eine Extra-Vorrichtung die man vorher via Kreuzschraubenzieher oder bei viel Muskelkraft via Hand abschrauben kann.
    Nachdem man die Vorrichtung gelöst hat, kann man sie ganz leicht rausziehen und darin 2 HDD's / Festplatten reibungslos via der mitgelieferten Schrauben montieren
    und die Vorrichtung wieder reinschieben. (Es wird sogar eine Extra-Vorrichtung mitgeliefert um 2 weitere HDD's zu installieren!)
    Was ich auch richtig cool fand, dass 3 gummierte / Gummi umrahmte Öffnungen vorhanden sind um alles zu verbinden und ein ordentliches Kabelmanagement zu führen.
    So bringt man dass System nicht nur zum laufen, sondern führt auch eine strukturierte Grundordnung ein um beim erweitern des Hardware-Setups sofort zu wissen, was wohin gehört!
    (Es wurden mehrere Klettartige-Kabelbinder mitgeliefert um so zusätzlich alles zusammenzuführen, was zusammengehört!)

    Wie lief der Einbau meiner Komponenten?:
    Nachdem ich das Case inspiziert und einen Kaffee konsumiert hatte, konnte ich garnicht erst warten meinen alten PC in das Silent Base 601 zu verbauen!
    Ich habe zuerst beide Seitenteile via Knopfdruck (Wie erwähnt, hinten Knopf drücken und Seitenteil hochziehen / abziehen) entfernt.
    ACHTUNG HINWEIS: Bedenkt, dass eine Seite aus echtem Glas besteht! Legt das Seitenteil mit dem Glas in eine sichere Umgebung um Bruch oder Kratzer zu vermeiden!
    Von da an ging praktisch alles blitzschnell!
    Ich habe mein altes Mainboard als erstes festgeschraubt, und danach das Netzteil so wie die HDD's in die dafür vorgesehene Vorrichtung montiert und eingesetzt..
    Alles verkabelt.. und auch meine Grafikkarte (Nvidia GeForce 970GTX) ließ sich problemlos festschrauben..
    Die Abdeckungen für die Komponenten hinten lassen sich direkt mit dem abschrauben lösen und müssen nicht wie bspw. bei meinem alten Case rausgebrochen / gedrückt werden!
    Jedoch musste ich für dieses (Sorry!) geile Case auch ein neues RGB-gesteuertes Innenleben kaufen und Mindfactory mit dem Kauf der Komponenten etwas zurückgeben!
    Also habe ich alles bis auf das Netzteil und die HDD's wieder ausgebaut, um mein neues Asus ROG STRIX B450-F GAMING Mainboard zu installieren,
    welches wenn nicht doppelt so hoch wie mein altes Mainboard ist! Auch bei dem Wechsel der Komponenten gab es keine Probleme und alle Schrauben fanden ihren Platz!
    Alles in Einem: Es wird für dich mit Sicherheit ein völlig unkomplizierter, schneller und ordentlicher Einbau deiner Komponenten / Hardware!

    Ist das Silent Base 601 mit Sichtfenster auch silent? (leise):
    Also klar, dass Gehäuse wird nicht anfangen mit dir zu reden! :-) Aber ich höre sogut wie nichts von meinem Innenleben!
    Die Dämmung und Geräuschfilterung des Silent Base 601 ist richtig gut und hat mich überzeugt!
    (In meinem alten Case, tobte es wie auf der Landebahn eines Flughafens!)


    Kühleigenschaften:
    Ich konnte während des Normalbetriebs & dem Gamingbetrieb gute Temperaturwerte erzielen, trotzdessen ich zur Zeit nur den Standart-CPU-Kühler auf dem Mainboard verbaut habe!
    In dem Case werden meiner Meinung nach genug Möglichkeiten geboten einen ordentlichen Luftstrom zu erzielen!

    Lässt sich das Innenleben gut durch das Sichtfenster / Temperglas sehen?:
    Ich kann nur sagen wie es bei der Schwarzen Edition des Silent Base 601 mit Sichtfenster ist, da ich keine Ahnung hab ob die dunkle Tönung bei den anderen Versionen auch gegeben ist.
    Man sollte schon ein leuchtendes Innenleben mitbringen oder nachrüsten, wenn es einem wichtig ist was durch das Sichtfenster zu sehen ist denn es wirkt schon ziemlich dunkel!
    Genau aus diesem Grund habe ich mein System mit RGB Komponenten ausgerüstet um diese natürlich durch die Tönung herausstechen zu lassen und einen coolen Effekt zu erzeugen!
    Die Kombination aus getönten dunklen Sichtfenster und RGB's gefällt mir richtig gut!

    Was hält das Gehäuse aus?:
    Das Gehäuse besteht aus beschichtetem Stahlblech, sollte also kleineren Korrosionen standhalten. Einen Kratz-/ Falltest habe ich nicht mit dem Gehäuse ausgeführt, da es mir zu
    schade wäre es dann doch zu beschädigen! Außerdem sollte man trotzdem das Sichtfenster aus Echtglas beachten, denn das könnte natürlich zu bruch gehen.

    Meine Meinung zu dem Gehäuse?:
    Ich denke, dass meine Meinung mehr als deutlich beim durchlesen der Rezension erkennbar ist. Für mich ist es ein wahnsinnig cooles Case, dass sich aufjedenfall sehen lassen kann!
    Für den Preis von 112,85 EUR macht man, wie ich finde definitiv nichts falsch! Ein hochwertiges und ordentlich verarbeitetes Case, welches mehr als genug Stauraum für eure Komponenten mitbringt!
    Ich würde es definitiv kaufen, wenn ich es nicht (NOCHMAL EIN RIESEN DANKESCHÖN AN Mindfactory.de & be quiet!) hätte testen dürfen!

    5 von 5 möglichen Sternen!

    Meine Rezension war jetzt nicht im Fachjargon, aber ich hoffe ich konnte dich bei der Wahl zu einem neuen Case unterstützen!

    Einige Fotos welche ich von dem Case gemacht habe, um einen visuellen Eindruck von dem Gehäuse zu verschaffen!:*
    1.jpg2.jpg3.jpg5.jpg6.jpg7.jpg8vorne.jpgleuchtendurchglas.jpg

    *Lüfterbilder Reihenfolge: 1: Lüfter hinten 2: Lüfter vorne! //
    Größenverhältnis von meinem alten Gehäuse und dem be quiet! Silent Base 601 (Oberes Case)
    Leuchtendes Innenleben: Ich habe versucht darzustellen, wie lichteffekte durch das getönte Glas wirken. //

  16. #16

    Standard

    Liebe Leser/innen!

    Wenn Ihr hier gelandet seid, dann hofft ihr bestimmt, ein paar Informationen zu dem relativ frisch erschienenen Gehäuse „Silent Base 601“ der Marke beQuiet zu erhaschen. Ich hatte das große Glück, nicht nur Teilnehmer an der von Mindfactory bewährten Aktion „Testers Keepers“ zu sein, sondern auch tatsächlich zu einem dieser Tester ausgewählt zu werden. An dieser Stelle einen großen Dank an die Mindfactory AG und natürlich auch an die Listan GmbH respektive beQuiet für diese Chance.
    Nach einigen kleinen Verzögerungen wurde mir das Gehäuse in einem ansprechenden Karton sicher und unversehrt angeliefert.

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    Das Gehäuse ist – wie ich es auch schon vom beQuiet Pure Base 600 her kannte – in zwei stabile Styropor- Formen verkeilt und zusätzlich in einer transparenten Folie umwickelt. So ist es gut gegen Bewegungen beim Transport abgefedert und weiterhin gegen Kratzer abgeschirmt.

    Die bei der Lieferung beiliegenden Kleinteile wie ein zusätzlicher Einbauschacht für HDDs, Schrauben, Klettverschluss-Bänder und Halter für zusätzliche Lüfter sind in einem Karton im Inneren des Gehäuses zu finden, welcher wiederrum mit einem mit Plastik ummantelten Draht fixiert wurde. Alles in allem eine perfekt organisierte Lösung für den Transport, bei welchem es je nachdem auch mal ruppiger zugehen kann.
    Nach dem Auspacken und Entfernen aller Kleinteile habe ich zunächst einen optischen Vergleich zu meinem bisherigen Gehäuse gezogen.

    Man sieht hier schön, dass das Silent Base 601 deutlich mehr Platz bietet als das Pure Base 600, obwohl beide Varianten im Midi-Tower Bereich angesiedelt sind. Natürlich ist das Silent Base 601 nicht der Nachfolger des Pure Base 600, dennoch sieht man hier auch den typischen Aufbau eines Gehäuses aus den Reihen von beQuiet. Das Design des Silent Base 601 finde ich durch die orangen Streifen an der Front deutlich ansprechender, aber auch dort ist die Verwandtschaft klar zu erkennen.

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    Die generelle Verarbeitung des Silent Base 601 ist sehr hochwertig, da im Vergleich zum Pure Base 600 deutlich weniger Kunststoff verwendet wurde. So ist der Deckel als auch die Front aus robustem Metall, was die Stabilität und die allgemeine Verarbeitung merklich aufwertet.

    Die folgende Hardware aus meinem alten Kasten wird vollständig in die neue Heimat umgesiedelt:

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    - Asus ROG Maximus VII Ranger
    - I7 4790k (geköpft, auf 1.12 V-Core fixiert und alle Kerne auf 4,4 Ghz übertaktet)
    - Thermalright HR-02 Macho Rev. B
    - 4 x 8 GB G.Skill TridentX DDR3-2400 CL10 auf XMP-Profil
    - Asus Strix GTX 1070 O8G (undervolted auf 0.850 mV und auf 1.823 MHz fixiert)
    - beQuiet Dark Power Pro 10 550 Watt
    - Samsung Evo 850 250 GB SSD
    - Seagate ST1000DX001 1 TD SSHD
    - 2 x 140mm beQuiet Silent Wings 2
    - 3 x 140mm beQuiet Silent Wings 3 PWM

    Da auch bei Gehäusen gewisse ISO-Standards eingehalten werden, gestaltet sich auch dieser Einbau relativ simpel. beQuiet hat hier eine besonders pfiffige Lösung für die Öffnung der Seitenwände verbaut: mittels eines einfachen Arretierungssystems können diese einfach mittels eines Knopfdrucks geöffnet und auch genauso leicht wieder montiert werden. Dies erspart den Schraubenzieher, wenn man auch vielleicht im laufenden Betrieb den Rechner öffnen muss, um ggf. nach Fehlerquellen zu suchen. Klasse!

    Zur eigentlichen Montage: Das Mainboard wird im senkrecht lagernden Zustand auf die dafür vorgesehen Schrauböffnungen gelegt und entsprechend verschraubt. Ich habe den Kühler auf der CPU direkt drauf gelassen, da der Thermalright HR-02 Macho Rev. B zwar ein guter und leiser Kandidat ist, allerdings auch etwas fummelig zu montieren. Zudem breche ich mir gerne bei der Auftragung der Wärmeleitpaste einen ab; somit erspare ich mir das alles und montiere das Mainboard wie vorgesehen. Das Netzteil wird wie auch in der beiliegenden Anleitung beschrieben unten in den Kanal geschoben. An dieser Stelle ein wichtiger Tipp: die Kunststoffverkleidung über den in dem Schacht liegenden HDD-Käfig entfernen plus den erwähnten Käfig, um die Kabel des Netzteiles zu erreichen. Die Kabel können dann an der Rückwand des Towers wunderbar verteilt werden. Zum einen gibt es drei mit orangen Gummiumrandungen versehene Kabelkanäle, welche zum einen optisch gefallen, aber auch für ein sauberes Kabelmanagement sorgen. Zudem gibt es an vielen Stellen an der kompletten Rückseite kleine Ösen, welche für die Fixierung von Kabeln mithilfe von Kabelbindern oder den beigelegten Klettverschluss-Bändern genutzt werden können.

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    Eine sehr durchdachte Sache an der Rückwand bzgl. der Montage von 2,5“ Datenträgern ist mir aufgefallen: ich wusste durch andere Tests bereits, was beim Silent Base 601 hier auf mich zukommt ergo, dass es Platz für zwei 2,5“ Laufwerke geben wird. Allerdings ist dieser Schlitten auf zwei Ebenen montierbar, was auf den Bildern schön zu erkennen ist. Damit ist es möglich, bis zu vier 2,5“ Laufwerke zu verbauen.

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    Allerdings wird dafür ein zweiter Schlitten benötigt, welcher dem Gehäuse leider nicht beilag. Diesen wird man aber sicherlich auf Nachfrage hin für einen kleinen Euro nachgeliefert bekommen (in diesem Falle direkt beim Hersteller). Mir persönlich hat dies sehr gefallen, da ich damit recht viel Möglichkeit zur Erweiterung meines Speicherplatzes habe.
    Meine 3,5“ SSHD findet im unteren Schacht neben dem Netzteil Platz. In der Front des Gehäuses setze ich zudem beide „Silent Wings 2“ von unten aufgebaut ein. Weiterhin lasse ich gleich die kleine Plastikabdeckung hinter der Front weg, damit die SSHD auch Frischluft bekommt.

    Ein Silent Wings 3 PWM wird direkt an die Rückseite hinter dem CPU-Kühler montiert. Die letzten beiden Silent Wings 3 kommen in den Deckel. An dieser Stelle hat sich beQuiet auch ein sehr schönes Gimmick einfallen lassen: unter jenem Deckel ist eine Schiene angebracht, die mithilfe von zwei Schrauben fixiert ist und ganz einfach herausgenommen werden kann. Damit ist die Montage für die oberen Lüfter ein wahres Kinderspiel. Natürlich muss man gucken, dass man die Kabel bereits in die korrekte Richtung verlaufen lässt, um diese hinterher auch an der Hinterwand verlegen zu können.
    Ich habe mich ganz bewusst dazu entschieden, die beiden vorhandenen Pure Wings 2 gegen das eben erwähnte Setup auszutauschen, da ich mich bereits durch den Besitz des Pure Base 600 viel mit Airflow sowie Luftfördermassen und auch Geräuschentwicklung beschäftigt habe. Da ich aber beim Austausch auf Lösungen derselben Marke gegriffen habe, möge man mir an dieser Stelle verzeihen. Es wäre aber auch wünschenswert, wenn man gleich vorab bei einem auf „Silent“ fokussiertem Gehäuse direkt auf die stärkeren Lüfter zurückgreifen würde und diese entsprechend vormontiert.
    Zum guten Schluss wird noch die Grafikkarte verbaut und alle Kabel so ordentlich wie möglich verlegt, gruppiert und fixiert – hierbei immer mit dem Fokus, die Kabel nicht unter Spannung, Druck oder starkem Knicken zu haben.

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    Der erste Start glückt und ‚der Gerät‘ startet in seiner neuen Heimat in das Betriebssystem.

    Jetzt interessieren uns natürlich die Kühl-Eigenschaften und das große Stichwort „Silent“. Alle installierten Lüfter werden bei mir im BIOS über die Option „Turbo“ geregelt, wobei alle Lüfter auf die Sensoren des Mainboards adaptiv reagieren. Neben einem Test mit Prime95 in der Version 27.9 mit AVX-Erweiterung zeigt ein erster Test (Small FFT) nach ca. 5 Minuten eine Temperatur von 61 Grad auf dem wärmsten Kern des i7. Da Prime95 bekanntermaßen ein selten auftretendes Szenario widerspiegelt, habe ich mich natürlich auch an in meinem Alltag benutzte Software gewagt und CPU-lastige Titel wie „The Division“ und „Hitman Season 1“ getestet. Mittels MSI Afterburner kann ich mir im laufenden Betrieb alle relevanten Informationen bzgl. der Auslastung und Temperatur meiner Hardware anzeigen lassen. Bei den genannten Titeln komme ich auf maximal 57 Grad (The Division) sowie 56 Grad (Hitman Season 1).
    Wie verhält sich die Grafikkarte im Vergleich zu vorher? Hier gab es für mich keine Überraschungen. Durch das Undervolting und die Fixierung auf einen maximalen Wert von 1.823 MHz für den GPU-Takt habe ich im Pure Base bei einem Stresstest nie mehr als 60 Grad gesehen, das hat sich hier nicht geändert.
    Eine große Freude habe ich bei meinen internen Datenträgern: durch den etwas größeren Abstand zwischen Rückwand des Mainboard-Trays und Seitenwand beim Silent Base 601 im Vergleich zum Pure Base 600 hat meine dort montierte 2,5“ SSD nun eine maximale Temperatur von 32 Grad, vorher waren es bis zu 38 Grad. Die im unteren Schacht verbaute 3,5“ SSHD profitiert nun deutlich von meinem Lüfter-Setup und wird nicht wärmer als 26 Grad. Spitze!

    Was ist nun mit dem „Silent“? Rein subjektiv betrachtet kann ich das Gehäuse kaum hören. Meine Frau hat den Rechner eine Woche lang für Home-Office verwendet und behauptet das Gleiche. Ich habe aber dennoch mal die App „Smart Tools“ auf meinem Galaxy S8 verwendet und die darin integrierte Schallmessung ausgeführt. In ca. 1 m Abstand wurde mir ein Wert von 2 – 3 dB angezeigt, was quasi einem leichten Windrauschen gleichzusetzen ist. Dies gilt sowohl im Leerlauf als auch unter Last. Da ich während des Spieles immer ein Headset nutze (Lioncast LX 50), höre ich noch nicht einmal das.
    In Summe ist das beQuiet Silent Base 601 ein solides Gehäuse für die Mittelklasse, welches mit sinnvollen Features wie eine hochwertige und solide Verarbeitung aufwartet als auch viel Liebe zum Detail in Lösungen für eine einfache Montage sowie Möglichkeiten für ein ordentliches Kabelmanagement. Alle Komponenten wie zusätzliche Lüfter, Laufwerke sowie das Netzteil werden durch pfiffige Gummikupplungen bzw. Aufsätze entkoppelt, damit diese keine Vibrationen auf das Gehäuse übertragen. Vorne hinter der Front als auch am Boden befinden sich zwei Staubschutzfilter, welche für eine Reinigung leicht entnommen werden können. Natürlich gibt es aber auch negative Punkte: für den Preis – welcher im Schnitt 120 ¤ beträgt – hätten von Werk aus auch zwei Silent Wings verbaut werden können. Das ist sicherlich Meckern auf hohem Niveau, aber die Pure Wings 2 sind in Relation zu der Marke leider die low-budget-Variante und stören das Gesamtbild des insgesamt hochwertigen Eindruckes. Zudem finde ich die Öffnung zum Kabelbaum des Netzteils nicht sonderlich geschickt gelöst, da zum einen der ggf. montierte Festplattenkäfig demontiert sein muss als auch die darüber liegende Plastikverkleidung. Da hätte man auch mit einem Arretierungssystem wie bei den Seitenwänden arbeiten können, um den Zugang zu erleichtern.

    Am Ende überwiegen aber die vielen positiven Eigenschaften, so dass ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen kann. Ich gebe aber den Tipp, die integrierten Lüfter gegen leisere auszutauschen und zudem noch mind. 2 weitere dazu zu kaufen, um einen optimalen Airflow hin zu bekommen.
    Asus ROG Maximus VII Ranger | Intel Core i7-4790k (delid) @ 4,4 GHz @ 1.12 V | Asus GeForce GTX 1070 Strix OC @ 1.823 MHz @ 0.850 V
    2 x 16 GB Kit G.Skill TridentX DDR3 2400 MHz @ XMP | beQuiet Dark Power Pro 10 550 W | beQuiet Pure Base 600 | Samsung 850 EVO

  17. #17
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    Standard

    Testbericht

    Vorbemerkung: Eilige können das Fazit am Schluss lesen. Das Gehäuse wurde mir im Rahmen der Testers Keepers Aktion von mindfactory für den Test zur Verfügung gestellt.
    Vielen Dank an dieser Stelle an bequiet! und mindfactory. Ich habe das Testmuster in Schwarz mit silbernen Akzenten und Sichtfenster getestet, Hier geht es zum Produkt:

    be quiet! Silent Base 601 mit Sichtfenster Midi Tower ohne Netzteil schwarz/silber | Mindfactory.de

    Unboxing und Ersteindruck

    Bequiet! rüstet sein Arsenal an Gehäusen um ein weiteres auf: Das Silent Base 601 - es soll im Mittelklassebereich mit besonderer Nutzerfreundlichkeit und schlauen Lösungen für einen leisen Betrieb des PCs punkten. In dem wuchtigen Karton befinden sich das Gehäuse, eine Zubehörbox und die Anleitung. In der Zubehörbox sind Schrauben und ein zusätzlicher Laufwerkskäfig sowie ein Bündel Klettkabelbinder mit beqiet! Schriftzug enthalten. Das Gehäuse ist vergleichsweise breit, was insbesondere den Lufteinlässen links und rechts geschuldet ist. Frontpanel und oberes Panel sind aus matt schwarz lackiertem Stahl, das Seitenteil ist in getöntem Glas gehalten – das sieht schick und wertig aus. Der Innenraum teilt sich in zwei Bereiche auf, den abgetrennten unteren für das Netzteil und zwei HDD/SDDs und den oberen Bereich für das Mainboard inkl. der Hauptkomponenten. Optional kann man die Grafikkarte auch vertikal einbauen, sofern man ein Riserkabel besitzt. Es sind zwei 140mm Pure Wing 2 Lüfter installiert, die über die integrierte Lüftersteuerung am Frontpanel in drei Regelungsstufen angesteuert werden können. Die Lüftersteuerung kann noch einen Lüfter mehr vertragen, insgesamt lassen sich noch . Die Staubfilter sind jeweils (Boden und Front) ohne Werkzeug entnehmbar. Hier wird bequiet! seinem Anspruch an Nutzerfreundlichkeit gerecht. Wenn man keine zusätzlichen Laufwerke installiert bleibt der Innenraum schön aufgeräumt dank fehlender 5 ¼ Laufwerksschächte. Wasserkühlungsradiatoren kann man im Deckel oder in der Front installieren, oben allerdings nur bedingt sinnvoll, da die Halterung für die Lüfter sehr nah am gedämmten Deckel ist und nur wenige Luftschlitze im hinteren Bereich vorhanden sind. Ebenfalls clever gelöst: Per Knopfdruck kann man die Seitenteile einfach abklappen und herausnehmen. Man kommt so ohne Werkzeug in das Gehäuse um z.B. zusätzliche Laufwerke oder Steckkarten zu installieren – vorbildlich. Apropos Platz und Laufwerke: Hier kann man wirklich aus dem Vollen schöpfen: insgesamt kann man bis zu 7 3.5Zoll bzw. 14 2.5 Zoll Laufwerke im Silent Base 601 unterbringen.

    Installation und Montage

    Ich habe für den Test mein bestehendes System aus einem älteren Coolermaster CM690 Midi-Tower Gehäuse umgebaut. Verbaute Komponenten des Testsystems
    - MSI X99 Tomahawk Mainboard mit Intel i7-6800K CPU mit 140W TDP
    - Bequiet! Dark Rock Pro 3 Towerkühler
    - 16GB Ram
    - MSI GeForce GTX 1080 Armor
    - 3 SDDs (2.5 Zoll) und 2 HDDS (3.5 Zoll)
    - Bequiet! Dark Power Pro 11 Netzteil

    Die Montage gestaltete sich weitestgehend problemlos. Man muss sich aber beim Netzteileinbau schon vorher Gedanken machen, wie viele Kabel bei Nutzung eines modularen Netzteils eingesteckt werden sollten, da man durch das abgeteilte Netzteilfach und den HDD Käfig nur noch schwer an die Netzteilstecker kommt. Bequiet! Verzichtet auch auf eine Montageanleitung im engeren Sinne: Wer mit diesem Gehäuse zum ersten Mal einen Rechner aufbaut ist auf sich und die technischen Spezifikationen der Anleitung angewiesen. Top! Mainboard, SDDs und Netzteilblende werden normal verschraubt – Laufwerksschächte sind mit Rändelschrauben versehen, so dass man diese theoretisch ohne Schraubendreher installieren kann. Allerdings sind die Rändelschrauben und deren Gewinde ein wenig grob und teilweise schwergängig, so dass ich hier zum Schraubendreher gegriffen habe um einen geraden Ansatz zu finden. Zwei SDDs habe ich hinter dem Mainboard verschraubt, was dank herausnehmbarem Träger gut gelöst ist, eine weitere in dem zusätzlichen HDD-Käfig, der mitgeliefert wird. Gut gefallen hat mir auch das Kabelmanagement, man kann sämtliche Kabel von/zum Mainboard an die hintere Seite des Gehäuses führen. Das führt zu einem sehr aufgeräumten Innenleben und damit auch ein ungehinderter Luftstrom. Nur der zusätzliche HDD Käfig sieht irgendwie billig aus. Da man aber zwei SSDs und zwei SSDs/HDDs versteckt einbauen kann, wird dies den meisten reichen und der Innenraum bleibt. Mir ist bei Inbetriebnahme und Test der oberen Frontanschlüsse deren extreme Schwergängigkeit aufgefallen – ich dachte erst ich habe den USB Stick falsch angesetzt. Gleiches gilt auch für die Klinkenbuchsen.

    Lautstärke und Temperaturen

    Dem Anspruch eines besonders leisen Gehäuses will bequiet! mit verschiedenen Maßnahmen gerecht werden. Diese beinhalten dicke Dammmatten, entkoppelte Laufwerke, schallbrechende Lufteinlässe und eine separate Kammer für das Netzteil und zwei Festplatten. Dazu gibt es eine Lüftersteuerung, bei der man per Schalter zwischen drei Einstellungen (5V, 8V und 12V) wählen kann. Dabei ist die erste für mich nicht mehr hörbar, zumindest gegen den laufenden CPU Kühler nicht, die Stufen zwei und drei sind dann definitiv hörbar – hier hätten es gerne die höherwertigen Silent Wings 3 Lüfter sein können. Mit dem Dark Rock Pro 3 ist das System leise und „rauscht“ vor sich hin, ist aber nicht lautlos. Positiv macht sich die Dämmung und die Positionierung der HDDs bemerkbar: Diese sind nicht mehr zu hören. Insgesamt herrscht durch das aufgeräumte Innere ein nahezu ungehinderter Luftstrom, was offenbar den Temperaturen im Inneren zu Gute kommt. Nur die Luftansaugung verläuft nicht direkt durch die Front, diese ist mit einer durchgehenden 10mm Dämmmatte versehen, sondern durch die schallbrechenden Einlässe an der Seite, die Luft muss also erst mal „um die Ecke“. Insbesondere im Vergleich zu meinem vorherigen Coolermaster 690 Gehäuse, wo der Luftstrom erst an allen HDD Käfigen vorbeimusste, sind die Temperaturen dennoch ca. 10° niedriger. Ich habe das System hinsichtlich der Temperaturen angetestet. Den Prozessor habe ich mit Prime95 Im Stresstest laufen lassen, einmal mit Werkstakt und einmal mit Übertaktung auf 4Ghz, dann habe ich noch die Grafikkarte mit dem Benchmark Unigine Superstition unter Last gesetzt. Die Grafikkarte war ebenfalls übertaktet. Dann habe ich die Temperaturen notiert. Die einzelnen Ergebnisse habe ich als Bild angehängt, zusammenfassend kann man sagen: Im Silentmodus (Stufe 1) und mit Werkstakt sind die Temperaturen auch unter Last mit ca. 65° im grünen Bereich, der CPU Kühler blieb auch bei ca. 900 Umdrehungen und damit sehr leise. Bei 4Ghz steigt die Abwärme um knapp 10°, sofern man aber keine Last auf der GPU hat, bleibt die Temperatur mit 74° immer noch im Rahmen und der CPU Lüfter bleibt noch bei angenehm säuselnden 900RPM. Wirft man nun noch die Grafikkarte an (ebenfalls übertaktet), dreht der CPU Lüfter hörbar höher, da die Frischluft nicht mehr genügend getauscht werden kann. Hier ist es sinnvoll, die Gehäuselüfter voll drehen zu lassen. Das Gehäuse ist nicht für maximalen Luftdurchsatz konzipiert, deshalb eignet es sich nur bedingt für Übertaktungsorgien bzw wird dann eben lauter. Bei Werkseinstellungen und ggf. milder Übertaktung oder weniger stromhungrigen Komponenten geht das Konzept aber voll auf und die verbauten Komponenten werden gut gekühlt bei ausreichender Luftzufuhr.
    Temperaturen.PNG

    Fazit

    Ich finde das Konzept insgesamt stimmig, wobei ich mich persönlich eher für das höherwertige Dark Base Gehäuse entschieden hätte dank besserer Lüfter, besseren Anschlussmöglichkeiten in der Front (USB-C und Ladebuchse für z.B. Mobiltelefon) und LED-Beleuchtung. Gleichwohl bekommt man für sein Geld viel Gehäuse mit cleveren Extras.

    Positiv:

    - Schickes, schwarzes schlichtes Design mit schwarzen, silbernen oder orangenen Akzenten an den Luftauslässen
    - Gute Schalldämmung durch geschlossenes Design und Dämmmatten, entkoppelte HDDs, geräuschoptimierte Lufteinlässe und abgetrennten Netzteil/HDD Bereich
    - Sehr aufgeräumtes Inneres durch separaten Netzteileinschub und Festplatteneinschub
    - Gute Eignung als „Show“ Gehäuse durch großes Fenster, dies wird durch eine optionale Montagemöglichkeit in der Grafikkarte in vertikaler Position unterstützt
    - Kabelmanagement gut gelöst und gut zu handhaben
    - Nutzerfreundlich durch werkzeuglose Bedienung, z.B. per Knopfdruck abnehmbare Seitenteile, entnehmbare Staubfilter, Nutzung von Rändelschrauben
    - Insgesamt gutes Preis-Leistungsverhältnis.
    - Hohes Platzangebot – bis zu 7/14 3.5/2.5 Laufwerke

    Negativ:

    - Suboptimaler Luftstrom durch indirekte Luftansaugung
    - Bei Radiatormontage unter dem Deckel wenig Frischluftzufuhr
    - Nur zwei Pure Wings 2 diese werden bei höheren Drehzahlen hörbar
    - Anleitung für Anfänger fehlt bzw. unzureichend
    - Wird dem selbst gestellten Premiumanspruch durch hakelige Verschraubungen, günstigen Gehäuselüftern und extrem schwergängigen USB- und Klinkenstecker teilweise nicht gerecht.

    Neutral:

    - Kein 5 ¼ Einschub – für die Größe hätte ich mir das gewünscht.
    - Vergleichsweise breit durch die Lufteinlässe
    - Das Silentkonzept bedingt einen reduzierten Luftstrom was die Eignung für den Betrieb von stark übertakteten Komponenten einschränkt.
    - Keine RGB Beleuchtung

    Eindrücke von Montage und Endergebnis:
    Geändert von hmangelsdorf (01.11.2018 um 00:56 Uhr)

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