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Thema: Testers Keepers mit ADATA

  1. #1
    Mindfactory AG
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    Standard Testers Keepers mit ADATA

    Hier könnt ihr die Reviews der ADATA Testers Keepers Aktion vom 14.05.-20.05.2018 nachlesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit ADATA
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  2. #2

    Daumen hoch SX8200 im Budget-System

    Im Zuge der “Testers Keepers”-Aktion durfte ich die 240GB große M.2-2280-SSD von ADATA gründlich Testen und im Alltag ausprobieren, nun will ich auf die eigenen Erfahrungen mit der SX8200 eingehen und meine Pro und Kontras nennen.

    Mein Hauseigenes System besteht aus einem Ryzen 5 2400g auf dem B350M Pro-VDH von MSI und einem 8GB Ballistix Sport LT RAM-Riegel von Crucial.

    Wie man vielleicht schon erkennt, handelt es sich um eine “Low-Budget”-Konfiguration, die zusammen mit den restlichen Komponenten gerade mal um die 300¤ kostet.
    Für jeden der ähnliche Hardware verbaut hat, selbige einplant oder einfach genau so sparen muss (weil das eigene Geld vielleicht nicht mehr hergibt), sollte meine Rezension interessant sein.

    Eine Sache die hier im Vordergrund steht ist also das Preis-/Leistungsverhältnis.


    Nach dem Auspacken hat man 2 Sachen, das Produkt selbst und einen dazu passenden Kühlkörper, mit zuvor aufgetragener Wärmepaste im Inneren, den man optional noch auf der SX8200 befestigen kann.
    ADATA KP 5.jpgADATA KP 7.jpg
    Beides wirkt robust und sieht sauber gelötet und verarbeitet aus. Das Design sagt mir zu, vor allem der beiliegende Kühlkörper gefällt mir. Selbst die Verpackung der SSD sieht mit ihrem matten Material und dem Glanzeffekt auf der Produktabbildung recht edel aus.
    ADATA KP 6.jpgADATA KP 1.jpgADATA KP 2.JPG
    Einen Nachteil gab es hier allerdings, der mir beim Einbau der SX2800 aufgefallen ist:
    Der mitgelieferte Kühlkörper sitzt leider mit dem Logo verkehrt herum auf der SSD, wenn man ein Mainboard verwendet, bei dem die Befestigungsschraube zu den hinteren Anschlüssen des PCs zeigt. (Siehe Bilder)
    ADATA KP 9.jpg
    Ansonsten sollte die Kompatibilität kein Problem darstellen, solange der passende M.2 anschluss am jeweiligen Mainboard vorhanden ist und NVMe wie auch PCI-Express Gen3 x4 unterstützt. Dies sollte bei aktuellen Mainboards mit M.2 anschluss allerdings bereits standard sein.

    Der Einbau an der M.2 Schnittstelle war schnell und einfach, hier muss lediglich eine Schraube heraus- und wieder eingeschraubt werden. Nachdem die Treiber installiert waren, wurde die SX8200 auch im BIOS erkannt.
    Hier kommen wir allerdings zu einer kleinen Hürde für jemanden, der sich mit Hard- und Software nicht so viel auseinandersetzt. Die SSD von ADATA war nicht Partitioniert, das heißt sie wurde auch von Windows nicht erkannt. Erst nachdem man Windows 10 auf der SSD aufgesetzt und somit Partitioniert hat, kann man die 240GB auch unter Windows nutzen. Es ist aber, wie bereits erwähnt, nur eine kleine Hürde und im Grunde hinfällig, da man das Betriebssystem ja ohnehin auf die eigene SSD aufspielen sollte, um dessen höhere Geschwindigkeit nutzen zu können.

    Womit wir zu einem weiteren Pluspunkt für die M.2-2280-SSD von ADATA kämen, die Geschwindigkeit. Nachdem alles eingerichtet und installiert war, wurde ich auch sofort positiv überrascht und zwar vom Neustart. Wo ich auf der HDD zuvor noch warten musste um mich einloggen zu können, war der PC mit der SX8200 direkt hochgefahren.
    Da mir ja bereits bewusst war, dass ich eine Bewertung schreiben werde, hatte ich dementsprechend auch schon zuvor diverse Ladezeiten auf der HDD (mit darauf installiertem Windows) gemessen um sie direkt miteinander vergleichen zu können.

    Das Hochfahren allein hat auf meiner vorherigen Festplatte 24,3 Sekunden gebraucht.
    Auf der SSD von ADATA brauchte das Betriebssystem nur 16,35 Sekunden und überspringt damit komplett den Ladebildschirm von Windows, lediglich das BIOS lässt sich kurz erblicken.


    Mit dem Programm “Crystal3DMark” habe ich auch die durchschnittliche Lese- und Schreibgeschwindigkeit der SX8200 und meiner HDD getestet.

    Die zuvor verwendete HDD schreibt mit 124,3 MB pro Sekunde und liest mit 120,8 MB pro Sekunde.
    ADATA’s SSD schreibt mit 1202,6 MB pro Sekunde und liest mit 3053,3 MB pro Sekunde.
    KP 2 CrystalDiskMark SATA HDD.jpgKP 3 CrystalDiskMark SSD.jpg
    Mit AS SSD Benchmark habe ich die IOPS (Ein- und Ausgabe Operationen pro Sekunde) gemessen.

    Bei Datenpaketen von 16MB größe schreibt die SSD mit 74,21 IOPS und liest mit 93,43 IOPS.
    Bei Paketen von 512bytes größe schreibt sie mit 28668 IOPS und liest mit 13461 IOPS.
    KP 1 AS SSD BENCHMARK.jpg
    (Die Screenshots der Messungen habe ich den Bildern hinzugefügt.)



    Bei Spielen wird der Unterschied noch deutlicher, wenn beides (OS und Spiel) auf der SSD installiert ist.

    Overwatch (E-Sports Titel mit geringen Anforderungen) brauchte bei mir auf der HDD 38,84 Sekunden um vollständig zu laden.
    Auf der SX8200 nur noch 20,14 Sekunden. Diese verkürzung ist deutlich spürbar.

    World of Warcraft zu laden brauchte 22,96 Sekunden auf der HDD, die Welt zu betreten (mit einem gewählten Charakter das Spiel zu starten) dauerte nochmal zusätzlich 27,94 Sekunden.
    Auf der SSD von ADATA wiederum brauchte der Spielstart nur 7,39 Sekunden und die Welt zu betreten 6,35 Sekunden. Ich war auch von den Ladezeiten innerhalb des Spiels sehr positiv überrascht.


    Als kleiner Service von Adata kann man sich zu der SX8200 auf der Website des Herstellers auch noch 2 Programme downloaden.

    Das erste Programm ist “Acronis True image HD, disk migration utility” welches die Inhalte des Ursprungslaufwerks vollständig kopiert, einschließlich aller Daten, installierten Programmen und persönlichen Einstellungen und einem somit ein zeitaufwändiges manuelles Kopieren von Daten, die Neuinstallation von Software und Add-ons, sowie ein erneutes Konfigurieren des Systems mit persönlichen Einstellungen spart.

    Das zweite Programm ist “SSD ToolBox” welches Dienste, für Disk-Informationen und diverse Einstellungen bereithält. Hierzu gehören zum Beispiel auch ein Diagnose Tool, Sicheres Löschen, Firmware Updates und Protokollexport. Laut Hersteller soll dieses Programm sogar Ihre SSD beschleunigen und deren Lebensdauer verlängern können.

    KP 4 Software Service.jpg

    Zum Abschluss also nochmal ein Blick auf das Preis-/Leistungsverhältnis:

    Bei der Planung für meinen ersten Selbstbau-PC hatte ich bereits 50¤ für eine größere SATA-Festplatte (HDD) eingeplant, auf die auch später das Betriebssystem kommen sollte.
    Nachdem ich nun allerdings durch diesen Test sehen durfte, was eine M.2 SSD im direkten vergleich ausmacht, würde ich mich rückblickend anders entscheiden.


    Für den Aufpreis von ca 30¤ im vergleich zur HDD, bekommt man deutlich schnelleren Speicher mit ausreichend Kapazität für das Betriebssystem und diverse Programme oder Spiele, die ruhig etwas größer sein dürfen. Das ganze wirkt hochwertig und ist robust, hat genaue Angaben zur Durchnittlichen Lebensdauer auf der Hersteller-Website (2.000.000 Stunden) und hierzu noch 5 Jahre Herstellergarantie.

    Andere SSDs im selben Preissegment haben ähnliche Geschwindigkeiten, dafür teils weniger Garantie und Umfang oder auch weniger ansprechende Produktdesigns, daher wäre mir die ADATA M.2-2280-SSD SX8200 das Geld Wert. Ich bin auf jeden Fall zufrieden.

  3. #3

    Standard

    Ich durfte im Rahmen der „Testen und Behalten“ Aktion die Adata SX8200 M.2 2280 SSD mit 240 GB testen.

    Hierzu habe ich die M.2 SSD in meinem Ryzen 2700x System mit dem MSI X470 Gaming Pro Carbon verbaut und für eine Woche ausführlich getestet. Hierbei wollte ich vor allem testen, inwieweit eine M.2 SSD einen spürbaren Vorteil gegenüber einer SATA-SSD hat. Verbaut waren bisher eine Western Digital 1 TB HDD und eine Samsung 840 Series SSD mit 120 GB. Die SSD war hierbei die Systemfestplatte. Ich habe zunächst die M.2 SSD als dritte Festplatte eingesetzt und ausschließlich für einige Tests und Games genutzt. Später habe ich die M.2 SSD dann auch als Systemfestplatte eingerichtet. Um schon einmal ein wenig vorwegzunehmen: Ich war durchweg überaus zufrieden mit der Performance, aber dazu später noch genaueres.

    Die Adata M.2 SSD kommt in einer kleinen Papppackung mit Plastikeinlage. Es wird eine sogenannte „Do it yourself heatsink“ mitgeliefert, hierzu später noch genaueres. Die M.2 sieht aus wie man es von einer M.2 SSD erwarten würde und lässt sich auch dementsprechend montieren. Offensichtliche Fehler oder Beschädigungen waren nicht zu erkennen. Eine Anleitung liegt der M.2 SSD nicht bei, ist jedoch bei Bedarf zumindest in meiner Mainboard-Anleitung zu finden.
    Auf der offiziellen Adata Website gibt es zudem eine Anleitung zum Download. Diese ist jedoch dann nur auf Englisch.
    Zudem werden hier auch 2 Softwares zum Download angeboten. Zum einen wird mit Acronis True image HD eine Disk migration utility zur Verfügung gestellt, die das komplette Übertragen von Daten von einer alten Festplatte auf die M.2 SSD ermöglichen soll. Da ich allerdings das System neu aufgesetzt habe und wichtige Daten auf der HDD liegen, konnte ich diese Softwarelösung nicht testen. Zudem muss die M.2 SSD zunächst registriert werden, bevor die Software genutzt werden kann.
    Die zweite angebotene Software nennt sich SSD ToolBox und bietet eine Übersicht über Kapazität, Temperatur und voraussichtliche Lebensdauer der M.2 SSD. Diese Funktionen sind jedoch alle auch über andere Programme verfügbar. Zudem lädt das Programm zumindest bei mir nur sehr langsam und ist somit nur bedingt zu empfehlen.

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    Zunächst zu einigen reinen Testergebnissen. Ich habe die M.2 SSD in Powershell auf Read und Write Speeds getestet. Beworben werden maximale Leseraten von 3200 MB/s und Schreibraten von 1700 MB/s. Da diese natürlich nur unter Idealbedingungen erreicht werden, weichen meine Testergebnisse hiervon ein wenig ab, sind aber trotzdem beeindruckend.
    Im Read erreichte die M.2 SSD eine Geschwindigkeit um die 3000 MB/s und war somit nah an der beworbenen Geschwindigkeit dran. Als Vergleich hierzu habe ich meine SATA-SSD getestet. Diese kam nur auf ungefähr 400 MB/s.
    Im Write war die M.2 SSD mit Ergebnissen um die 1200 MB/s zwar etwas weiter vom Maximum entfernt, aber im Vergleich zur SATA-SSD noch immer weitaus schneller. Diese konnte lediglich etwas über 100 MB/s abliefern.
    In AS SSD Benchmark habe ich zudem die IOPS getestet und bei 16 MB 121.26 iops im Lesen und 70,61 iops beim Schreiben gemessen. Bei 512B ergab sich ein Wert von 24620 iops beim lesen und 36216 iops beim Schreiben. Der Score der Adata M.2 SSD im Benchmark ergab 1041 Punkte beim Lesen, 1238 Punkte beim Schreiben und ein Gesamtergebnis von 2789 Punkten. Diese Werte veränderten sich in mehreren Testläufen nur unerheblich. Bei den genannten Werten handelt es sich um die Ergebnisse des 5. Tests in Folge.
    Alle diese Ergebnisse hängen vom jeweiligen System ab und können somit bei jedem leicht unterschiedlich ausfallen. Dennoch zeigt sich, dass die Adata SX8200 im Vergleich zu einer SATA-SSD einen enormen Geschwindigkeitsbonus bietet.

    test2.jpgtest write.jpgiops.jpgiops 2.jpg

    Doch kann man diese Geschwindigkeit auch tatsächlich spüren? Ich habe hierzu zunächst die Adata M.2 SSD für Games genutzt und hierbei besonders auf Ladezeiten geachtet. Um den Effekt wirklich deutlich zu machen, habe ich das Ganze in der Militärsimulation Arma III getestet. Dieses Spiel ist notorisch für seine teils sehr schlechte Performance, wenn viele Texturen und Modelle von der Festplatte nachgeladen werden müssen. Dies wird besonders deutlich, wenn das Spiel mit Mods aus der Community erweitert wird. Das Spiel lief zunächst auf meiner HDD, danach auf der SATA-SSD und zum Schluss auf der Adata M.2 SSD. Bei der HDD fiel sofort auf, dass nach dem Laden einer Mission zunächst ein Ladebildschirm erschien. Danach landete man zwar in der Spielwelt, diese war jedoch nicht komplett geladen. Dieser Ladeprozess dauerte knapp 6-8 Sekunden und es war nicht möglich, währenddessen wirklich etwas zu machen.
    Ein ganz anderes Bild vermittelte das Spiel auf der Sata-SSD. Hier field der Ladebildschirm weg, innerhalb von 1-2 Sekunden war alles geladen.
    Die M.2 SSD kann dies jedoch bei weitem toppen. Es gab natürlich wieder keinen Ladebildschirm und die Spielwelt war innerhalb des Bruchteils einer Sekunde geladen. Ein für mich sehr beeindruckendes Ergebnis, welches die Schnelligkeit der M.2 SSD nochmal unterstreicht.

    Auch andere Spiele brachten hier ähnliche Ergebnisse. Ladezeiten wurden durchweg verkürzt und ein eventuelles Nachladen von Texturen oder Modellen von der Festplatte war nicht mehr wahrnehmbar.

    Auch als Systemfestplatte habe ich die Adata M.2 SSD getestet. Entgegen meiner Erwartungen habe ich jedoch zunächst keinen schnelleren Systemstart im Vergleich zu meiner SATA-SSD beobachten können. Dies liegt jedoch wahrscheinlich an meinem Ryzen-System. Grundsätzlich landet man direkt nach dem BIOS-Screen in der Passworteingabe und anschließend auf dem Desktop.
    Unterschiede zwischen SATA-SSD und M.2 SSD waren erst erkennbar, als es um das Laden von Hintergrundprogrammen ging. Hier hatte die M.2 SSD wieder die Nase vorne.

    Die Temperaturen von M.2 SSDs sind oftmals sehr hoch. Hierfür liegt der M.2 SSD eine Do-It-Yourself Heatsink bei. Darunter zu verstehen ist eine kleine Metallplatte mit einem Wärmeleitpad. Diese Platte wird dann auf die M.2 SSD geklebt und soll helfen, die Wärme besser abzuleiten. Ich habe diese Lösung allerdings nicht getestet, da mein Mainboard mit mit dem MSI M.2 Shield bereits eine Lösung an Bord hat. Allerdings sollten sich die beiden Lösungen nicht grundlegend unterscheiden. Beide leiten die Wärme an eine Metallplatte weiter, um diese besser abzuleiten. Allerdings hatte ich ein kleines Problem mit der mitgelieferten Heatsink. Der Schutzfilm über dem Wärmeleitpad war nicht genau aufgeklebt, wodurch die Heatsink bereits leicht an der SSD klebte und erst vorsichtig entfernt werden musst. Dies lag wahrscheinlich vielleicht aber auch an den hohen Temperaturen der letzten Tage und war nicht weiter störend.

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    Es stellt sich abschließend die Frage, was die Adata M.2 SSD bietet. Für knapp 85¤ bietet die SSD einen enormen Geschwindigkeitszuwachs für so gut wie jedes System. Insbesondere für Gamer dürfte eine M.2 SSD interessant sein. Aber auch für Content Creator, die schnell größere Datenmengen verschieben müssen, würde sich eine M.2 SSD lohnen. Die Adata SX8200 M.2 2280 SSD mit 240 GB ist mit seiner Speichergröße ausreichend um sowohl das Betriebssystem als auch die wichtigsten Programme zu beheimaten. Im Vergleich zu ähnlich schnellen Konkurrenzlösungen bietet Adata hier ein verlockendes Preisleistungsverhältnis. Aus meiner Sicht ist die Data SX8200 eine klare Empfehlung wert!

  4. #4

    Standard Produkttest: 240GB ADATA XPG SX8200NP M.2 2280 SSD Teil 2

    Produkttest: 240GB ADATA XPG SX8200NP M.2 2280 SSD (PCIe 3.0 x4)
    von Ben T. | Testers Keepers Aktion

    Testumgebung:
    Mainboard:
    MSI B350M PRO-VDH (aktuellstes BIOS: AC0 und aktueller Chipsatz-Treiber)
    4 PCIe Datenlanes ausschließlich für die M.2-Schnittstelle
    Prozessor:
    AMD Ryzen 5 1600 @3,8Ghz
    Arbeitsspeicher:
    2x 8GB Crucial Ballistix Sport DDR4 @3200Mhz
    Grafikkarte:
    ASUS ROG Strix Geforce GTX 1070 8G OC
    Festplatten:
    500GB SSD SanDisk 3D Ultra (R: 560MB/s, W: 530MB/s)
    240GB SSD Kingston UV400 (R: 550MB/s, W: 490MB/s)

    Belüftung/Kühlung:
    Gehäuse:
    Fractal Design Meshify C (TGL)
    Intake-Lüfter:
    4x SilentWings3 120mm PWM (3x Front, 1x Boden)
    Exhaust-Lüfter:
    2x PureWings2 120mm PWM (1x Heck, 1x Oben, oberhalb des CPU-Kühlers)
    CPU-Kühler:
    Thermalright ARO-M14 140mm PWM

    Netzteil:
    be quiet! Straight Power 11 550 Watt Vollmodular
    Betriebssystem:
    Windows 10 Pro 64-bit (Version 1803, Build: 17134.81)

    Verpackung und Lieferumfang:

    Die 240GB ADATA XPG SX8200 kommt in einer schlichten, aber modern schwarz gehaltenen Verpackung daher, in welcher sich ein Plastiktray befindet, in der die M.2 SSD eingebettet ist.
    Ebenfalls liegt dem Plastiktray ein kleines Kühlblech mit XPG-Logo und voraufgetragenen Wärmeleitpads bei, welcher als DIY-Heatsink fungiert.
    Hier ist es jedoch dem Nutzer überlassen, diesen zu verwenden, da das Kühlblech noch nicht montiert ist.
    Die Montage des Kühlbleches ist jedoch selbsterklärend, da es durch die Einkerbung an der rechten Seite, an welcher später die M.2 SSD mittels Schraube fixiert wird,
    nur eine mögliche Montageoption gibt.

    Die Verarbeitung beider Komponenten wirkt hochwertig und das Design folgt klar der Funktionalität.
    Das PCB, sowie das Kühlblech sind in mattem schwarz gehalten.
    Eine Einbau- oder Betriebsanleitung, sowie Hinweise zur Installation liegt dem Produkt nicht bei.
    Nachfolgend einige „Out-of-the-box“-Bilder:

    IMG_20180602_162316.jpg IMG_20180602_162246.jpg IMG_20180602_161715.jpg

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    Montage und Installation:

    In meinem Fall habe ich mich für die Montage des Kühlbleches entschlossen, da sich auf dem verwendeten Mainboard, dem MSI B350M PRO-VDH, die M.2-Schnittstelle sehr nah am PCIe x16 Slot befindet und somit von Grafikkarten mit Dual-Slot Breite verdeckt wird, was dazu führt, dass die Abwärme der M.2 SSD fast direkt in den Kühlkörper der Grafikkarte gelangt. Dieser Umstand ist jedoch höchstwahrscheinlich dem mATX-Format des Mainboards geschuldet, jedoch wäre es wünschenswert gewesen, dass der Mainboardhersteller hier einen anderen, am besten freiliegenden Platz für die M.2-Schnittstelle gewählt hätte. Dafür ist die M.2-Schnittstelle mit 4 PCIe-Datenlanes angebunden, welche ausschließlich nur von der M.2-Schnittstelle genutzt werden, die Datenlanes müssen sich also nicht mit anderen Schnittstellen oder Komponenten geteilt werden.

    IMG_20180602_162437x.jpg IMG_20180602_162640.jpg

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    Die Montage ist einfach durchzuführen. Es muss lediglich die linke Fixierschraube auf dem Abstandshalter gelöst werden. Nun kann die M.2 SSD in die M.2-Schnittstelle gesteckt und mit der eben entfernten Schraube auf dem Abstandshalter und der Einkerbung an der M.2 SSD wieder fixiert werden.


    Nach der zügigen und einfachen Montage wird der Rechner gestartet und überprüft, ob im Bios die ADATA XPG SX8200 korrekt erkannt wurde. Dies ist der Fall, wie auf nachfolgendem Bild zu erkennen:

    IMG_20180602_164137.jpg

    In Windows 10 angekommen wird im Gerätemanager zunächst überprüft, ob auch dort unter Laufwerke die ADATA XPG SX8200 angezeigt wird und ob unter Speichercontroller,
    ein NVM Express-Controller aufgeführt ist.
    Dies war hier der Fall, jedoch wird ein von Windows standardmäßiger NVMe-Controller genutzt, ADATA bot zum Testzeitpunkt noch keinen exakt auf das Produkt abgestimmten Treiber an, so wie es beispielsweise bei Samsung der Fall ist.

    Auf der Website von ADATA werden jedoch kostenlos ein Monitoring-Tool und ein Klon-Tool zur Daten- und Betriebssystemmigration angeboten, sowie ein Datenblatt zur SX8200.
    Nachdem mit Hilfe des kostenlosen Tools MiniTool Partition Wizard 10 eine Partition angelegt wurde, steht einem die 240GB ADATA XPG SX8200 mit effektiven 223GB zur Verfügung.

    Um den Test jedoch möglichst praxisnah zu halten, wurde das Betriebssystem, sowie sämtliche Daten von der 500GB SanDisk 3D Ultra SSD auf die 240GB ADATA XPG SX8200 migriert. Hierfür kam wieder MiniTool Partition Wizard 10 zum Einsatz.
    Bei der Migration handelt es sich um ein Datenvolumen von knapp 100GB bestehend aus dem Windows 10 Pro Betriebssystem, einigen Tools und Benchmarkprogrammen, sowie zwei Spielen (Cities Skylines und Kingdom Come Deliverance).
    Nach einem Neustart und etwa 10 Minuten Datentransfer durch MiniTool Partition Wizard 10 war die Migration auch schon abgeschlossen.
    Nun wurde die 240GB ADATA XPG SX8200 im Bios noch als Bootmedium eingestellt und das Betriebssystem bootet fortan von der ADATA XPG SX8200.



    Betrieb und Benchmarks:

    Die Zeit vom Booten bis zum Windows Desktop verringerte sich gegenüber der SanDisk 3D Ultra SSD von 11.7 Sekunden auf 10.8 Sekunden. Ich persönlich hätte hier einen etwas größeren Effekt erwartet, jedoch ist die eigentliche POST-Zeit des Mainboards ohnehin schon etwas „lang“ und bremst den schnellen Start etwas aus.
    Beim Herunterfahren des Systems hingegen ist ein deutlicher Geschwindigkeitszuwachs zu registrieren.

    An dieser Stelle sei noch einmal angemerkt, dass sämtliche Tests auf der ADATA XPG SX8200 mit migriertem Betriebssystem und Daten stattfinden. Ein FOB-Benchmark („fresh out of box“) würde natürlich die Testergebnisse verbessern, hat jedoch sehr wenig mit der Realität zu tun.

    Um direkt einen Vergleich zur vormaligen Systemfestplatte zu haben, der 500GB SSD SanDisk 3D Ultra SSD
    (R: 560MB/s, W: 530MB/s), wurde diese mit CrystalDiskMark 5.1.2 in der 64-bit Variante getestet:

    Screenshot (2).jpg

    Nun der gleiche Test mit der 240GB ADATA XPG SX8200:

    Screenshot (3).jpg

    Im sequenziellen Lesen ist die ADATA XPG SX8200 mehr als viermal schneller als die 500GB SanDisk 3D Ultra.
    Auch im sequenziellen Schreiben ist sie mehr als doppelt so flink und trifft mit beiden Werten in etwa die Herstellerangaben. Dieser Geschwindigkeitsvorteil macht sich aufgrund der wesentlich kompakteren Bauweise jedoch auch bei den Temperaturen bemerkbar.
    Die ADATA XPG SX8200 wurde im Test mit knapp 55°C rund 10°C wärmer als die SanDisk 3D Ultra, kühlte aber innerhalb von 4 Minuten wieder auf 28°C ab.

    Beim IOPS-Test mit dem Tool diskspd wurden die Angaben jedoch nicht erreicht, sind aber durch einen größeren Workload mit 91K immer noch sehr ansehnlich:

    Screenshot (8).jpg

    Beim Test mit dem Programm Iometer wurde mit einer 20GB Testdatei und einer Queue Depth von 32 (Warteschlangentiefe) das zufällige 4k Lesen und Schreiben getestet:

    Screenshot (9).jpg Screenshot (10).jpg

    Bei diesem Test liegen die IOPS beim Lesen bei 62k und beim Schreiben bei knapp 56K.

    Mit dem Tool AS SSD Benchmark können präzisere Angaben zu den Zugriffszeiten ermittelt werden.
    Zunächst für die SanDisk 3D Ultra SSD:

    Screenshot (6).jpg

    Mit 0,053ms beim Lesen und 0,187ms beim Schreiben sind die Zugriffszeiten der SanDisk 3d Ultra schon recht zügig. Allerdings können die besseren Werte beim sequenziellen Lesen und Schreiben des CrystalDiskMark Tests hier nicht erreicht werden. Vermutlich kommen beim AS SSD Benchmark andere Testzyklen zum Einsatz.

    Nun jedoch die Zugriffszeiten der ADATA XPG SX8200:

    Screenshot (5).jpg

    Die gerade einmal 0,006ms schnellere Zugriffszeit beim Lesen kann vernachlässigt werden.
    Hervorzuheben ist jedoch die um einiges schnellere Zugriffszeit beim Schreiben von rasanten 0,029ms.

    Beim erneuten Messen der IOPS mit AS SSD Benchmark hält die ADATA XPG SX8200 die Herstellerangaben (IOPS 4K lesen/schreiben: 200k/240k) ein und übertrifft diese beim Schreiben sogar mit 20k (4K-64Thrd):

    Screenshot (13).jpg


    Workflow und Features:

    Das Kopieren, Verschieben, Packen und Entpacken von Dateien geht etwas zügiger vonstatten.
    Das Gefühl der höheren Geschwindigkeiten ist jedoch nicht so gravierend, wie bei einem Wechsel
    von einer HDD zu einer SSD. Dennoch ist beispielsweise beim Laden von Programmen, wie beispielsweise Gimp oder Blender mit vielen Plugins eine schnellere Ladezeit schon spürbar. Auch in Spielen machen sich kürzere Ladezeiten von Cutscenes etc. bemerkbar.

    Als Controller der ADATA XPG SX8200 kommt der Silicon Motion SM2262 mit 8 NAND-Kanälen zum Einsatz, welcher in obigen Bildern auf der Vorderseite der SSD zusehen ist, gepaart mit Micron’s 64-lagigen 3D-NAND TLC Speichermodulen, 2x auf der Vorderseite und auf der Rückseite unter dem Garantie-Aufkleber. Der DRAM ist von Nanya und befindet sich jeweils einmal auf Vorder- und Rückseite.
    Als Verschlüsselung wird die standardisierte 256bit AES Verschlüsselung geboten.
    Bei der Haltbarkeit gibt ADATA 2 Mio. Stunden oder 160 TB (Terabytes written) für die 240GB-Variante an.
    Bezüglich der Kompatibilität ist sie mit allen M.2-Schnittstellen, welche das NVMe-Protokoll unterstützen kompatibel. Jedoch sollte man sich seitens des Mainboardherstellers darüber informieren, ob für die
    M.2-Schnittstelle exklusiv 4x PCIe Datenlanes zur Verfügung stehen, damit die SSD ihre Geschwindigkeit voll ausschöpfen kann.
    Der Verbrauch ist mit maximal 0,33 Watt im Betrieb und 0,14 Watt im Leerlauf sehr genügsam.
    ADATA bietet für die 240GB ADATA XPG SX8200 5 Jahre Herstellergarantie an, was im Vergleich zu konkurrierenden Produkten überdurchschnittlich ist.


    Fazit:

    Preislich ordnet sich die 240GB ADATA XPG SX8200 mit rund 86¤ (Stand: 04.06.2018) meist unter der Konkurrenz mit gleicher Kapazität ein, welche ebenfalls auf 3D NAND TLC Flashspeicher setzt, erreicht aber häufig höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Durch die Garantie von 5 Jahren ist sie dadurch eine
    absolute Preis-Leistungsempfehlung. Besonders für kleinere Builds mit wenig Platz für Festplatten und
    Kabeln ist die 240GB ADATA XPG SX8200 zu empfehlen, sowie beim Einsatz in Notebooks.
    Die zügige Montage und Installation, sowie die IOPS und die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, obwohl als Bootmedium eingesetzt, aber vor allem die raschen Zugriffszeiten konnten überzeugen.

    Einziger Kritikpunkt ist, dass ADATA zum Testzeitpunkt keinen proprietären Treiber für die SX8200 anbietet.
    Hier muss man mit dem standardmäßigen Windowstreiber vorliebnehmen.


    Allem in allem konnte mich die 240GB ADATA XPG SX8200 wirklich überzeugen. Im Vergleich zum Vorgänger, der SX8000 haben ADATA und Micron hier vieles richtig gemacht. Mit der gebotenen Leistung und einem Preispunkt von rund 86¤ ist die 240GB ADATA XPG SX8200 äußerst attraktiv.
    Geändert von Ben T. (04.06.2018 um 19:04 Uhr)

  5. #5

    Standard Testbericht zur ADATA M.2 SSD SX8200

    Ich wurde als Produkttester für die M.2 SSD ADATA M.2-2280-SSD SX8200 ausgewählt und durfte die Flash-Speicherlösung mit 240 GB Speicherkapazität 14 Tage lang testen.

    VERPACKUNG

    Die Verpackung kommt sehr schlicht daher und auch das Innenleben ist praktisch und einfach gestaltet. Einen Designpreis würde ich dem Ganzen zwar nicht verleihen, war jedoch erfreut, dass die Verpackung nicht größer als notwendig ist.
    IMG_2832.jpg
    IMG_2834.jpg

    PRODUKTDESIGN

    Kommen wir zum Produkt an sich.
    Ich hatte die SSD in der Tat nicht so klein erwartet. Mir war schon klar, dass ich etwas Kleineres in den Händen halten werde, als ich es von normalen SSDs oder gar HDDs gewohnt bin.
    Dazu kam der ihr ansprechende und aus einem dünnen Stück Metall gefertigte Kühlkörper, der per Klebefläche auf der SSD befestigt wird und dem ganzen einen etwas cleaneren Look gibt.
    Also habe ich das filigrane Stück Technik aus seiner Verpackung befreit und schon ging es an den Einbau.
    IMG_2836.jpg

    INSTALLATION, FEATURES, SOFTWARE

    Zunächst einmal ein paar Einzelheiten zu meinem Setup.
    In meinen Rechner steckt ein ASUS ROG Maximus VIII Hero mit M.2 Steckplatz
    mit PCIe Gen 3.0 x4-Modus.
    Des Weiteren arbeitet im Rechner ein Intel Core i7 6700K und eine Nvidia GTX 980 von Gigabyte.
    Dazu kommen noch zwei herkömmliche 3,5“ Festplatten mit einem Terabyte und 640 GB Speicherplatz. Das Betriebssystem, Windows 10, läuft auf einer Samsung SSD 850 EVO mit 250 GB Speicherkapazität.

    Der Einbau der M.2 SSD gestaltete sich wirklich sehr einfach. Die „Speicherkarte“ wird einfach in den vorgesehenen Steckplatz auf dem Mainboard gesteckt und mit einer kleinen Schraube fixiert. Fertig! Dabei kommt zwar kein echtes Bastler-Feeling auf, aber schneller kann man seinem Rechner kaum einen so starken Geschwindigkeitsschub geben.
    DIe SSD kann mit dem NVMe-Standard 1.3 umgehen, ist aber auch abwärtskompatibel
    Die ADATA SSD wurde bei mir nach dem Einschalten des Rechners nach Einbau leider nicht direkt unter Windows 10 erkannt. Sie tauchte zwar in der Datenträgerverwaltung auf, war jedoch noch nicht formatiert und ich musste noch einen Laufwerksbuchstaben zuweisen. Bei einer Neuinstallation zwar ganz okay, wenn man aber wie ich ein bestehendes System erweitert, dürfte es gerne noch etwas mehr Komfort sein. Wenn dann aber alles eingerichtet ist, profitiert man natürlich von der Geschwindigkeit des Speichers.
    Weitere Software oder Zubehör wird nicht mitgeliefert, das ist aber auch nicht so schlimm.
    IMG_2837.jpg
    IMG_2840.jpg



    LESE-/SCHREIBGESCHWINDIGKEIT

    Kommen wir nun zur vielleicht wichtigsten Rubrik, wenn man sich für eine solche SSD entscheidet oder mit dem Gedanken spielt, sich eine solche anzuschaffen. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Ich hatte eigentlich nur einen kleinen Sprung zu meinen schon vorhandenen Samsung SSDs erwartet, doch was mir AS SSD dann als Benchmark ausspuckte, überraschte mich doch schon sehr.
    Mit Schreibraten von rund 1100 MB/s und Leseraten von knapp 2000 MB/s im sequentiellen Test erreicht die SSD sehr gute Werte auf meinem ASUS Mainboard.
    Mit einem Score von 2800 im AS SSD Benchmark ist sie im Vergleich zu der Samsung SSD schon signifikant schneller, diese erreichte nur einen Score von 1113.
    Der Unterschied zu der ebenfalls in meinem Rechner verbauten Samsung 850 EVO ist schon sehr deutlich, diese erreichte im sequentiellen Test nur eine Schreibrate von ca. 490 MB/s und eine Leserate von ca. 460 MB/s. Auch das ist schon sehr schnell, gemessen an herkömmlichen HDDs.
    as-ssd-bench ADATA SX8200NP 31.05.2018 16-15-51.jpg
    as-ssd-bench Samsung SSD 850 20.05.2018 14-26-01.jpg
    Jedoch ist der Geschwindigkeitszuwachs schon deutlich, vor allem bei Anwendungen, die von schnellem Speicher profitieren. Hierzu zählen Programme wie Bildbearbeitungs- und -verwaltungsprogramme, Videoschnittprogramme und auch Spiele. Aufgrund der begrenzten Kapazität konnte ich jedoch nicht ganz so viele Spiele testen. Getestet habe ich Rise of the Tomb Raider, in diesem Spiel waren die Ladezeiten gefühlt halbiert. Wirklich sehr beeindruckend.
    Auch Lightroom fühlte sich merklich schneller an, auch wenn hier natürlich auch noch andere limitierende Faktoren (RAM, etc.) eine Rolle spielen. Im Videoschnitt wurde natürlich der Im- und Export von Videodateien beschleunigt, man sollte jedoch darauf achten, das sich sehr schnell viele Renderdateien ansammeln, die dann den Speicher ungewollt und unbemerkt füllen können.
    Dies kann bei der Speichergröße der SSD zu Problemen führen und sollte bei der Auswahl bedacht werden. Auch Spiele füllen mit ihren großen Datenmengen den Speicher sehr schnell und dann hilft auch die höchste Geschwindigkeit nichts mehr.
    Im täglichen Austausch von Dateien schlägt sich die ADATA SX8200 wie erwartet sehr gut und transferiert auch große Videodateien (4K-Filme mit z.T. über 50GB und Full-HD Videoaufnahmen) in kurzer Zeit und mit zuverlässig gleichbleibender Geschwindigkeit. Auch große Bilddateien (RAW-Fotos) werden schnell übertragen.
    Ebenfalls getestet habe ich die Geschwindigkeit bei Backups, hier kommt natürlich die Limitierung der zu sichernden Festplatte, bzw. SSD dazu und man merkt, dass die ADATA gern noch schneller würde, aber nicht kann.
    Um mit der Technik noch etwas fortzufahren, möchte ich auf das Thema IOPS eingehen.
    Dies ist ein sehr theoretischer Wert, der sich schlecht greifen lässt, und den ich zwar erwähne, aber nicht näher darauf eingehen werde, da er im Anwendungsfall eher weniger auffällt. Die ADATA SX8200 schafft 310.000 IOPS beim lesen und 280.000 IOPS beim schreiben. Das sind ca. 5-mal so viele Operationen pro Sekunde wie bei einer herkömmlichen SSD mit durchschnittlich 50.000 IOPS und ca. 2000-mal so viele wie bei einer durchschnittlich schnellen HDD. Auch hier sehr beeindruckende Werte, die aber auch nur in entsprechenden Systemen erreicht werden. Einer normaler Rechner wird wohl kaum 300.000 IOPS erzeugen, aber die ADATA könnte sie theoretisch verarbeiten.
    Aber es zählen ja eher die praktischen Erfahrungen, weswegen man ja auch einen solchen Testbericht liest.

    HALTBARKEIT UND PREIS-/LEISTUNGSVERHÄLTNIS

    Kommen wir nun langsam zum Ende des Testberichts. Hier möchte ich noch auf die Haltbarkeit des Produkts sowie das Preis-/Leistungsverhältnis eingehen.
    Die ADATA SX8200 macht auf mich einen sehr hochwertigen Eindruck und scheint sich längerfristig gut in meinem Setup einzufügen. Natürlich kann man in zwei Wochen noch nichts zur Langlebigkeit oder Ausfallsicherheit der SSD sagen, dafür ist die Benutzungszeit einfach noch zu kurz. Für knapp 90¤ bekommt man eine sehr schnelle M.2 SSD, die einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil in speicherintensiven Anwendungen und einen ebenfalls starken Zuwachs an Performance in der alltäglichen Benutzung eines Windows-Systems.

    Abschließend bleibt noch zu sagen, dass man sich vielleicht auch die Lösungen anderer Hersteller anschauen sollte, aber mit der ADATA SX8200 einen sehr guten Kandidaten mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis, mit dem man nicht viel verkehrt macht.

  6. #6

    Standard Produkttest ADATA XPG SX8200 480GB by RcTomcat

    Herzlich willkommen zu meinem Produkttest SX8200 aus dem Hause ADATA.
    Ungeduldige Leser bitte Ich direkt zum Fazit am Ende zu springen, dort sind alle wichtigen Informationen zusammengefasst.
    Das Testsample wurde mir durch Mindfactory zur Verfügung gestellt, an dieser Stelle Herzlichen Dank dafür.

    Erster Eindruck & Eckdaten
    Bei der SX8200 SSD von ADATA handelt es sich um eine M.2 SSD im Formfaktor 2280.
    Da dies der gängigste M.2 Formfaktor ist sollte die SSD mit allen am Markt üblichen Mainboards, welche über einen M.2 Slot verfügen, kompatibel sein.
    1_ADATA Karton.jpg
    Die SX8200 wird in schwarzer Verpackung mit XPG Label geliefert. Direkt auf der Front ist ein Bild der SSD zu sehen.
    In dem Karton befindet sich die SSD sicher aufbewahrt in einem Kunststoffhalter.
    2_ADATA Verpackung.jpg
    Zusätzlich wird ein Kühlkörper im XPG Design geliefert.
    Das Schwarz Rot passt gut zu den meisten Gamingmainboards.
    In meinem Fall lagen einmal ein Kühlkörper, einmal zwei bei.
    Normal sollte lediglich ein Kühlkörper pro SSD enthalten sein.
    Der Kühler wird später noch ausführlicher betrachtet.
    Die SSD ist im Vergleich zu vielen auf dem Markt befindlichen Konkurrenten doppelseitig mit Bauteilen bestückt.
    Dies kann unter Umständen zu Problemen beim Einsatz von Drittanbieter Kühlern führen. Dazu aber mehr beim Kapitel Kühlung.
    3_SSD + Kühler.jpg
    Die SSD setzt auf einen Silicon Motion SM2262 Controller kombiniert mit 3D-NAND TLC.
    Als Protokoll kommt NVMe 1.3 zum Einsatz.
    ADATA gewährt eine Garantie von 5 Jahren.
    Die Anbindung der SSD an das System erfolgt via vier PCIe Gen 3.0 Lanes (PCIe 3.0 X4).
    Die Haltbarkeit gibt ADATA mit 2 Millionen Stunden oder 320TBW an.
    Der Stromverbrauch der SX8200 liegt laut Hersteller bei lediglich 0,33W wenn die SSD aktiv ist bzw. 0,14W im Ruhemodus.
    Laut ADATA stellt die SX8200 die bis dato schnellste SSD aus dem eigenen Hause dar.
    Um dies zu erreichen setzt ADATA auf SLC Caching und einen DRAM Cache.
    Verschlüsselung ist mit dem Standard 256bit AES gegeben, dies ist allerdings kein Schutz ala Bitlocker oder Veracrypt da die SSD jederzeit ausgelesen werden kann (reiner Chipschutz).
    Eine Hardwareunterstützung für Verschlüsslung ist nicht gegeben.

    Software
    ADATA stellt der SX8200 die SSD Toolbox genannte Software zur Seite.
    Diese ermöglicht ein Update der SSD Firmware, Secure Erase oder auch das manuelle Ausführen des TRIM Kommandos.
    Leider möchte die Toolbox bei meinem System keine Prüfung auf eine neue Firmware durchführen, hier behauptet die Software dass der RAID Modus aktiv wäre (dies ist nicht der Fall).
    Ich habe das Problem ADATA gemeldet und werde die Software ausgiebig nach Behebung des Problems testen.
    In der Software lässt sich auch zwischen Basic und Advanced OS Optimization wählen
    Die genauen Unterschiede ergänze Ich bei dann ebenfalls im Zuge der Softwarebeschreibung, alle nachfolgenden Tests werden im Basic Mode durchgeführt welcher ab Werk vorgegeben ist.
    Adata Toolbox.JPG

    Testsystem, Einbau & Benchmarks
    Die SX8200 wurde als weiteres Laufwerk installiert. Das Testsystem basiert auf einem MSI Krait Z170a Mainboard mit einem Intel 6700K Prozessor und 16GB Corsair RAM.
    Die SSD wurde im M.2 Slot des Mainboards verbaut.
    Als Benchmarks kommen AS SSD, ATTO und Anvil‘s Storage Utilities zum Einsatz.
    Das Testfeld besteht aus den folgenden Kandidaten:

    Read in mb/s Write in mb/s Read IOps(4k) Write IOps (4k) Garantie
    OCZ Vertex 4 (120GB) 560 430 90000 85000 NA
    OCZ RevoDrive 3 (120GB) 975 875 30000 120000 NA
    Crucial M4 (240GB) 415 260 NA NA NA
    OCZ ARC 100 (240GB) 480 430 75000 80000 3 Jahre
    Samsung 960 Pro (512GB) 3500 2100 330000 330000 5 Jahre
    ADATA SX8200 (480GB) 3200 1700 310000 280000 5 Jahre
    Corsair Neutron XT (256GB) 560 540 100000 90000 2 Jahre

    Vertreten sind ältere SSDs wie meine OCZ Vertex 4 oder das RevoDrive (PCIe).
    Beide Produkte sind nicht mehr im Support und sind bei OCZ EOL.
    Ebenfalls vertreten sind eine OCZ ARC 100, eine Crucial M4 und eine Corsair Neutron XT.
    Bei allen bisher aufgezählten SSDs handelt es sich mit Ausnahme des OCZ RevoDrive um SATA SSDs.
    Als Vertreter der neueren NVMe M.2 SSDs tritt eine Samsung 960 Pro an.
    Diese sollte der direkte Konkurrent zu der ADATA SX8200 werden.

    Einbau
    Der Einbau in mein System gestaltet sich als äußerst einfach.
    In meinem Fall war lediglich die Schraube des M.2 Slots zu lösen und die SSD in den Slot zu schieben.
    Im Anschluss wurde die Schraube festgezogen wodurch die SX8200 fixiert wurde.
    Je nach Hersteller und Mainboard kann die Montage abweichen, schaut dazu einfach am besten in euer Handbuch.

    Benchmarks
    Im Vorfeld aller Tests wurden die SSDs einmalig komplett befüllt.
    Hierzu wurde ein Mix an unterschiedlichen Dateien verwendet.
    Im Anschluss wurden die Daten gelöscht.
    Alle unten gelisteten Werte stellen einen Mittelwert aus 5 Durchläufen des Benchmarks dar.
    Der erste Benchmark in meinem Test wurde mit Anvil’s Storage Utilities durchgeführt. Gemessen wurden die IOps bei 4KQD16 Read und Write, 4K Read und Write und 128K Read
    Anvils IOps.jpg

    Die SX8200 ist im 4K Bereich der Samsung 960 Pro ebenbürtig oder sogar über.
    Bei 4K mit einer Queue Depth von 16 liegt die Samsung 960 Pro knapp vorne.
    Alle anderen SATA SSDs und das RevoDrive liegen weit abgeschlagen hinten.
    Im Vergleich zu einer SATA SSD ist die ADATA XPG SX8200 in der Lage teils mehr als die dreifache Leistung abzurufen.

    Der nächste Benchmark wurde ebenfalls mit Anvil’s Storage Utilities durchgeführt. Diesmal wurden die Übertragungsgeschwindigkeiten gemessen.
    Anvils Storage.jpg

    Erneut können sich die beiden NVMe basierten SSDs, die ADATA XPG SX8200 und die Samsung 960 Pro, vom Rest des Testfeldes absetzen.
    Dies ist aufgrund der Technologie aber so zu erwarten.
    Bei allen Messungen hat in diesem test die ADATA XPG SX8200 einen leichten Vorsprung vor der Samsung 960 Pro.
    Die Maximale Übertragungsrate der SX8200 liegt bei 2426 MB/s im Sequentiellen 4MB Test im Vergleich zu 2340 MB/s der Samsung 960 Pro.
    Keiner der Kandidaten leistet sich einen echten Ausrutscher.
    Das Revodrive zeigt erneut eine kleine Schwäche im 4K QD4 und 4K QD16 Lauf.

    Da alle Hersteller Ihre Angaben zur Lese und Schreibgeschwindigkeit von ATTO ableiten durfte dieser Benchmark natürlich nicht fehlen.
    ATTO.jpg

    Das RevoDrive und die beiden NVMe SSDs können sich bedingt durch die PCIe Anbindung hier deutlich vom Rest des Feldes absetzen.
    War bei Anvil’s Storage Utilities die SX8200 der 960 Pro noch ebenbürtig zeigt sich nun ein anderes Bild.
    Ab 64K ist die Samsung 960 Pro der ADATA SX8200 in allen Bereichen überlegen.
    Auch im wichtigen 4K Bereich ist die 960 Pro sowohl lesend als auch schreibend schneller.

    Der AS SSD Benchmark wird ebenfalls häufig eingesetzt um SSDs zu vergleichen.
    ASSD.jpg

    Erneut zeigt sich die ADATA SX8200 leicht hinter der Samsung 960 Pro.
    Ausnahme bildet hier der 4K-64 Threads read Test in welchem die ADATA SX8200 die Nase vorne hat.
    An dritter Stelle platziert sich das OCZ RevoDrive gefolgt von den SATA SSDs.

    Alltag & Encryption
    Alle meine Datenträger werden im Alltag mit Bitlocker verschlüsselt.
    Dadurch sinken zwar die maximalen Übertragungsraten etwas, dies ist jedoch im Alltag nicht zu spüren.
    Die SX8200 macht hier eine gute Figur. Der Systemstart erfolgt schnell und ohne Probleme, auch größere Programm Dateien (CAD Zeichnung) werden zügig geöffnet.
    Spiele werden ebenfalls zügig geladen, der Unterschied zu einer „normalen“ SSD ist hier jedoch nicht so deutlich spürbar wie im Vergleich zu einer HDD.

    Kühlung
    Der mitgelieferte Kühler macht im schlichten Schwarz Rot Design eine gute Figur und passt sicher in viele Farbschemen.
    Die Montage erfolgt äußerst einfach, es muss lediglich der Schutzfilm der Klebeschicht entfernt werden und der Kühler kann auf die SSD geklebt werden.
    In meinem Test brachte der Kühler keinen spürbaren Vorteil im Alltag, lediglich äußerst große Kopiervorgänge brachten die SSD ans Hitzelimit. Mit dem Kühler wurde das Limit einige Sekunden später erreicht.
    4_Kühler.jpg
    Da mein Board bei Verwendung des M.2 Slots zwei SATA Anschlüsse deaktiviert habe Ich mich nach einer Alternative umgesehen.
    Ich bin hier auf die Lösung von Aquacomputer gestoßen, dem Kryo M.2 Evo. Dies ist eine PCIe auf M.2 Adapterplatine mit eingebautem Kühlkörper für Vorder- und Rückseite.
    Laut Hersteller ist dieser Adapter nur für einseitig bestückte SSDs verwendbar, sofern man das untere Thermalpad durch ein dünneres 0.5mm Pad ersetzt passt aber auch die SX8200 problemlos in den Kühler.
    Die LED Fans unter uns kommen damit auch auf ihre Kosten.
    Der Adapter leuchtet je nach Einstellung dauerhaft oder nur bei Aktivität Orange. Natürlich lässt sich die Beleuchtung auch deaktivieren
    05 kryom.2agsqq - Testers Keepers mit ADATA
    06 kryom.2hqsgy - Testers Keepers mit ADATA

    Fazit
    Die ADATA XPG SX8200 ist eine wahrhaft schnelle SSD.
    Sie leistet sich in keinem Test einen echten Ausrutscher und kommt häufig an die Samsung 960 pro heran.
    Im Alltag ist sie der wesentlich teureren Samsung 960 Pro ebenbürtig. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.
    Sollten Probleme auftreten so kann man auf die 5 Jahre Garantie zurückgreifen.
    Für etwa 130 Euro erhält man eine schnelle SSD welche dank dem mitgelieferten Kühlkörper auch noch gut aussieht.
    Sofern man auf eine NVMe SSD setzen möchte kann Ich die ADATA SX8200 nur empfehlen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von RcTomcat (12.06.2018 um 18:01 Uhr)

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