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Thema: Testers Keepers mit SteelSeries KW13

  1. #1

    Daumen hoch Testers Keep Review: Steelseries Rival 600 USB Schwarz

    Produktbewertung „Steelseries Rival 600 USB schwarz (kabelgebunden)“

    Von Mindfactory wurde ich im Rahmen einer „Testers Keep“-Aktion dazu ausgewählt die Gaming Maus „Rival 600“ von Steelseries zu testen und zu bewerten.

    Unboxing

    Geliefert wurde das Paket zeitnah von DHL – der Karton war unbeschädigt, also gewohnte Qualität von Mindfactory. Zum Vorschein kam die Verpackung der Maus – nochmals durch eine Folie geschützt. Die Maus selbst ist sehr schön in den Karton eingebettet. Kabel und Zubehör sind in dem kleinen schwarzen Karton und unter der Maus verstaut. Das Gesamtpaket hinterlässt sofort einen hochwertigen und ansprechenden Eindruck.

    FormatFactoryP1050277.jpg

    Lieferumfang

    Zum Lieferumfang gehört neben der Maus ein ca. 2m langes, schwarzes Micro-USB auf USB Kabel, 8 einzeln an die Maus anbringbare Gewichte in einer edlen Gummihülle sowie eine Bedienungsanleitung. Diese ist übrigens auf Englisch und in einer gekürzten Version unter anderem in Deutsch verfasst. Diese weist darüber hinaus auf eine Software hin, „Steelseries Engine“, die eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten rund um die Maus und andere Steelseries Produkte sofern vorhanden erlaubt.
    Die beiden Seitenteile der Maus sind ohne Werkzeug abnehmbar. Darunter können die Gewichte angebracht werden. Die Seitenteile haften dennoch durch Magneten fest genug an der Maus, sodass bei Benutzung absolut nichts wackelt oder klappert.

    FormatFactoryP1050290.jpg

    Verwendung der Maus

    Nun – was kann man schon groß zu einer Maus sagen? Im Grunde soll sie den Mauszeiger auf einem Computer bewegen, warum also sollte man dafür eine Menge Geld ausgeben? So habe auch ich darüber gedacht – bis ich diese Maus in den Händen halten durfte. Zuvor haben mich mehr oder weniger lange diverse billige Mäuse von unbekannten chinesischen Herstellern begleitet. Ich muss sagen, ich hatte eigentlich auch nie das Gefühl, dass mir dabei etwas fehlt. Dennoch möchte ich diese Maus nicht mehr hergeben und das hat einige Gründe:
    Die Haptik dieser Maus ist ausgesprochen gut. Sie passt sich hervorragend an meine (rechte) Hand an. Wer jeden Tag am Computer arbeitet weiß, dass dies bei einer nicht-ergonomischen Maus schnell zu Schmerzen und Problemen mit dem Handgelenk führen kann. Mit dieser Maus wird dem bestmöglich entgegengewirkt. Auch die Materialien fühlen sich absolut hochwertig an, stinken nicht und ziehen keinen Schmutz an. All das hatte ich bei billigen Mäusen schon anders erlebt.
    Ein weiterer Grund ist die Beleuchtung. Ich bin sowieso ein Fan von LEDs, mein ganzer Schreibtisch ist damit beleuchtet, und in dieses Bild fügt sich die Maus hervorragend ein. Über die Software lassen sich unzählige Farbkombinationen und Animationen erstellen, absolut beeindruckend. Mein Lieblingseffekt ist dabei die LED-Reaktion auf Musik, absolut der Wahnsinn!

    Darüber bietet die Maus natürlich alles was fürs Gaming benötigt wird: Neben den schon erwähnten LEDs und dem edlen, aber doch sportlichen Design gibt es einen DPI-Knopf, der es während dem Spiel erlaubt die Mausempfindlichkeit zu ändern. Die Abstufungen lassen sich in der Software konfigurieren. Außerdem dient das Mausrad als Maus-(3)-Knopf. Beim Daumen finden sich darüber hinaus noch Taste 4, 5 und 6. Zwei davon sind klassisch mit Vor- und Zurück belegt, das kannte ich so auch schon von billigeren Mäusen. Vor allem beim browsen im Internet ist das sehr komfortabel. Der sechste Button ist standardmäßig nicht belegt. Die Software bietet dafür Möglichkeiten die von bestimmten Tasten über Windows- oder MacOS Funktionen zu selbst-kreierten Macros reichen. Alle Tasten haben einen hervorragenden Druckpunkt und sind nach meinem Empfinden angenehm leise.

    Um das Gaming Erlebnis noch weiter zu verbessern arbeitet die Steelseries Rival 600 mit zwei Sensoren statt klassisch nur dem einen Lasersensor wie günstigere Mäuse. Bei dem zweiten Sensor handelt es sich dabei um einen Distanzmesser. Dadurch soll die Zuverlässigkeit der Maus verbessert werden. In der Software kann man die Distanz einstellen (es handelt sich dabei wirklich um winzige Abstände, also nichts unbedingt Sichtbares). Da ich meine Maus auf einer unbearbeiteten Holzplatte verwende kam es anfänglich deswegen tatsächlich eher zu Problemen, die Maus hat nicht zu 100% zuverlässig reagiert. Das ist besonders ärgerlich, wenn man gerade in einem Shooter im Gefecht ist. Ein Firmwareupdate welches automatisch durch die Desktop-Software von Steelseries durchgeführt wurde, sowie die Erhöhung des Distanzniveaus haben aber erfolgreich Abhilfe geschaffen. Der Sensor lässt sich auch durch längeres Drücken der DPI Taste kalibrieren, zumindest steht es so in der Bedienungsanleitung. Ob das wirklich einen Unterschied macht und funktioniert konnte ich nicht zuverlässig feststellen.

    Ich habe die Maus nun über einen Zeitraum von circa zehn Tagen verwendet und getestet. Unter anderem habe ich damit folgende Spiele gespielt:
    - Battlefield 1, Battlefield 4 und Battlefield Bad Company 2
    - PUBG
    - Minecraft (mit und ohne Mods)
    - Total War: Rome II
    Neben Spielen habe ich die Maus für alltägliches wie Browsen verwendet, aber auch zum Musik und Videos bearbeiten.

    Fazit

    Sowohl bei den Shootern als auch bei Minecraft oder Strategiespielen wie Rome II leistet die Maus hervorragende Arbeit. Sie zeichnet sich durch absolute Präzision und nach dem behobenen Fehler mit der Empfindlichkeit gegenüber dem Abstand zum Untergrund auch Zuverlässigkeit aus. Die erweiterten Multifunktionstasten sind sowohl in Spielen als auch in fast allen anderen Programmen wie dem Browser und Programmen aus dem Bereich Produktivität sehr hilfreich.

    Das wichtigste ist jedoch, dass man mit diesem Produkt nicht einfach nur eine Maus erhält, die den Mauszeiger über das Display ziehen lässt. Man erhält ein vollkommen hochwertiges und durchdachtes Gesamtpaket für Gaming, Lifestyle und Produktivität. Die Software bietet mehr Funktionen als ich es erwartet hätte oder von anderen Herstellern kenne, ohne dabei unübersichtlich zu werden.

    Ich war immer der Meinung, es sei schlichtweg unnötig für Peripherie eine Menge Geld auszugeben. Hat die Maus irgendwo eine LED verbaut, Gaming im Namen stehen und ein paar Sondertasten, dann passt das schon. Und ja, man kann mit solchen Mäusen wahrscheinlich ebenso gut zocken und arbeiten wie mit der Steelseries Rival 600. Aber das sind einfach nur Mäuse. Die Steelseries Rival 600 wird zu deiner Maus, denn sie ist ziemlich perfekt, ziemlich beeindruckend und vollkommen personalisierbar. Wer eine ganze Menge Zeit am PC verbringt, so wie ich das sowohl beruflich als auch in der Freizeit mache, der sollte sich überlegen wo er sparen möchte. An der Peripherie werde ich das in Zukunft nach diesem Eindruck wohl kaum noch tun!

    P1050331.jpg
    ~Baum~

  2. #2
    Mindfactory AG Avatar von Marketingman
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    Standard Testers Keepers mit SteelSeries KW13

    Hier könnt ihr die Reviews der STEELSERIES Testers Keepers Aktion vom 26.03.-01.04.2018 zur RIVAL 600 und ARCTIS PRO + GamingDAC nachlesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - Testers Keepers mit SteelSeries KW13
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  3. #3

    Beitrag Testers Keepers: Arctis Pro + GameDAC

    Ich habe von der Mindfactory AG die Gelegenheit bekommen das Arctis Pro + GameDAC von Steelseries testen zu dürfen. Im Folgenden werde ich euch umfangreich über meine Erfahrungen während meiner zweiwöchigen Testzeit berichten.

    - Design
    Das Headset hat ein modernes Design und kommt in einem klassischen, matten Schwarz. Es besteht aus den ohrumschließenden (over ear) Muschelkopfhörern, die mit einer feinen RGB-Beleuchtung, sowie auswechselbaren magnetischen Speaker Plates ausgestattet sind. Von Haus aus kommen die Speaker Plates in mattschwarz mit dem dezent aufgedruckten Steelserieslogo. Das auf der linken Seite eingebaute Mikrophon verfügt am Kopf ebenfalls über eine kleine RGB-Beleuchtung, welche lediglich im gemuteten Zustand leuchtet. Es besteht eine Wahlmöglichkeit zwischen neun vorprogrammierten Lichtprogrammen, wobei jedes davon eine kräftige, satte Farbkraft besitzt. Die sechs Programme, Orange, Red, Yellow, Blue, Green und Purple, sind die Standfarben wohingegen Rainbow, Heat Orange, Frost Blue eine Farbrotation mit sehr flüssigen Übergängen besitzen. Die Verpackung ist äußerst stabil und macht einen guten Eindruck. Das einzig unschöne an der Verpackung ist, dass das Zurückpacken des Headsets ein wenig fummelig sein kann. Anschließend kann man es jedoch sicher transportieren.

    [img]//fotos.bilder-speicher.de/images/image_org/18041715365611.jpg[/img]Verpackung
    [img]//fotos.bilder-speicher.de/images/image_org/18041715627697.jpg[/img]Spezifikationen

    - Verarbeitung
    Zum Thema Verarbeitung ist mir als erstes der stabile Stahllegierungsrahmen positiv aufgefallen, welcher dennoch sehr flexibel ist. Beim starken Biegen zu Testzwecken hat er sich weder verformt noch bleibende Schäden davongetragen. Die luftdurchlässigen Ohrenpolster sitzen fest am Gehäuse auf, sodass keine Gefahr besteht, dass sich diese ablösen könnten. Bei Bedarf kann man diese jedoch abnehmen, um sie beispielsweise auszutauschen oder zu reinigen. Das gewobene, verstellbare Kopfband macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Es ist elastisch und ist beim Belastungstest nicht gerissen. Auch die Nähte sind gut verarbeitet, sodass ein Ausfransen auch nach längerer Zeit sehr wahrscheinlich erscheint. Die Fixierung der Einstellung erfolgt mittels eines Klettverschlusses mit ganz feinen Häkchen. Da ich einen eher kleineren Kopf habe wurde leider jedoch das Material außerhalb der vorgesehenen Klettfläche leicht in Mitleidenschaft gezogen, indem sich dort kleine Fäden aus dem Gewebe gelöst haben.

    [img]//fotos.bilder-speicher.de/images/image_org/18041715543736.jpg[/img]Headset Teile

    - Komfort
    Die Earpads sind aus einem weichen Material und umschließen die Ohren vollständig. Der Stoff ist atmungsaktiv, sodass es darunter auf Dauer nicht schwitzig wird, wie beispielsweise bei Kunstleder. Der Mute-Button und der Lautstärkeregler befinden sich auf der Rückseite der linken Seite der Kopfhörer. Für mich war es zunächst eine Umstellung, dass sich diese nicht am Kabel befinden und ich (Rechtshänderin) hätte die Regler persönlich lieber auf der rechten Seite, doch das ist Geschmackssache. Das elastische Kopfband sitzt bequem am Kopf und ließ sich auch auf meine Kopfgröße einstellen, was bei einigen Headsets für mich manchmal ein Problem darstellte, da ich wie bereits erwähnt einen eher kleinen Kopf habe. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Arctis Pro + GameDAC komfortabel ist und trotz der verarbeiteten Metalle nicht schwer im Vergleich zu anderen Headsets ist.

    - Bedienung
    Die Bedienung des Arctis Pro Headsets ist schnell verständlich, lediglich das GameDAC hat anfangs etwas Eingewöhnung gebraucht. Die Kabel, welche man zur Benutzung am PC zwischen GameDAC und dem nächsten USB-Port benötigt, sind meiner Meinung nach etwas ungünstig angebracht, da ein Kabeln hinten am DAC zum PC führt, das Headset Kabel allerdings auf der linken Seite herauskommt, was zu einer Art 90°-Aufstellung des DAC führt. Ich werde allerdings zukünftig meine Verkabelung überarbeiten, sodass die kein Problem mehr darstellen sollte. Das Menü des DAC wird mittels eines Drehrades gesteuert. Es ist möglich die Lautstärke von Chat und Games separat unkompliziert zu regulieren. Auf diese Weise ist es nicht mehr nötig das Menü des Spiels zu öffnen. Diese Funktion ist wirklich überaus praktisch. Der eingebaute Equalizer ist darüber hinaus sehr nutzerfreundlich und praktisch, um sofortige Ergebnisse erzielen zu können.

    - Audioqualität
    Die Audioqualität wird oftmals bei der Auswahl eines Headsets unterschätzt, doch sie ist nicht nur bei der Aufnahme und Bearbeitung von Audiodateien wichtig, denn auch beim Spielen, ob im Multi-oder Singleplayer, kann ein Headset mit guter Audioqualität einen entscheidenden Unterschied machen (Natürlich abhängig vom Spiel und im unterschiedlichen Umfang). Ich möchte an dieser Stelle keine Werbung für Games machen (Tom Clancys Rainbow Six Siege – hust, hust), daher sei nur so viel gesagt, dass ich mir den ein oder anderen Kill sichern konnte, da ich sehr viel feiner wahrnehmen konnte, aus welcher Richtung ein Geräusch kam. In diesem Abschnitt werde ich das Arctis Pro mit dem PC Gaming Headset von Turtle Beach im Wert von ca. 50¤ (damals runtergesetzt) vergleichen. Zu aller erst war ich von dem Frequenzgang stark überrascht, da ich nach Frequenztests tatsächlich bis 5Hz runterkam und immer noch Töne vernehmen konnte und in die andere Richtung erreichte ich Höhen im Bereich von 40.000Hz, was ich bisher noch bei keinem Headset vernehmen konnte. Auch wenn man in Höhen von 40.000Hz eher nur noch Kopfschmerzen bekommt, ist es dennoch schön, dass das Headset solche Höhen erreichen kann. Diese Werte führen zu einem überaus klaren Klangbild, wie ich es im privaten Bereich noch nicht erlebt habe. Durch die große Frequenzweite hören sich Stimmen in Programmen, wie Discord und Teamspeak, klarer und angenehmer (natürlich in einem Maße, wie es die Mikrofone der anderen Gesprächsteilnehmer zulassen).

    - Sprachqualität
    Auch hier vergleiche ich das Arctis Pro mit dem Headset von Turtle Beach und ich war ebenfalls positiv überrascht, in welchem Maße sich die beiden voneinander unterscheiden. Während das Turtle Beach Headset einen dumpfen Hintergrundton nach der Übertragung vernehmen lässt und es bei höheren Tönen zum ist Verknacksen bzw. Ploppen kommt, ist die übertragende Klangqualität des Arctis Pro's tadellos. Die Stimme wurde stets laut und klar übermittelt. Lediglich bei aktivierter Rauschunterdrückung kann es zu einem unschönen dumpfen Unterton kommen; wobei einzuräumen ist, dass eine Rauschunterdrückung auch beim Test nicht notwendig war und auch bisher nicht notwendig geworden ist.

    - Lautstärke
    Zur Lautstärke lässt sich sagen, dass es voll aufgedreht unter Umständen auf die Schnelle auch Boxen ersetzen könnte. Darüber hinaus ist zu sagen, dass die Lautstärke stufenlos einstellbar ist mittels des Rades an den Kopfhörern; dabei wird ein großes Lautstärkespektrum abgedeckt, sodass auch Menschen mit empfindlichen Ohren eine sehr leise Einstellung wählen können. Zu erwähnen wäre noch, dass es sich um geschlossene Kopfhörer handelt, die eine gute Isolation zu störenden Tönen der Außenwelt bieten.

    - Langzeittest
    Ich habe auch einen Langzeittest mit einer Dauer von ca. 8 Stunden am Stück die Kopfhörer getragen und benutzt. Positiv ist, dass meine Ohren nicht angefangen haben zu schwitzen und das Ski Headband nicht unangenehm auf den Kopf gedrückt hat. Des Weiteren habe ich die Einstellung schnell und einfach verändern können je nach Game, Video oder Audiodatei. Die einzig negative Sache, die mir aufgefallen ist, ist, dass die Ohrenpolster nachgegeben haben, sodass meine Ohren in Kontakt mit dem Gehäuse kamen, was zu einem störenden Druckschmerz geführt hat.

    - Preis-/Leistungsverhältnis (Fazit)
    Fassen wir noch einmal zusammen: Die verarbeiteten Materialien sind hochwertig und stabil, die Tonqualität ist allumfassend, überdurchschnittlich gut, die Sprachqualität ist klar, sowie verlustfrei und nicht zuletzt sind die technischen Möglichkeiten des DAC praktisch und sinnvoll insbesondere der Equalizer ist nützlich, um sich einen eigenen Bassboost zu erstellen. Leichten Abzug gibt es beim Komfort im Langzeittest sowie bei der Vielfalt der RGB-Einstellung, die etwas mehr sein könnten. Abschließend lässt sich sagen, die Marke Steelseries steht für Qualität und das wird hier auch geliefert und der Preis ist meiner Meinung nach angemessen für das angebotene Leistungsspektrum.

  4. #4

    Beitrag Testers Keepers: Arctis Pro + GameDAC

    SteelSeries Arctis Pro + GameDAC

    Zuallererst möchte ich mich ganz herzlich bei SteelSeries und Mindfactory bedanken, die es mir ermöglicht haben, das Arctis Pro mit GameDAC zu testen! Wie gewohnt traf die Lieferung pünktlich und unbeschadet ein.

    Verpackung (für alle die gerne OVPs sammeln) & Lieferumfang:

    Sowohl an der Verarbeitung als auch am Verpackungsdesign gibt es nichts zu meckern. Zwar ist der überwiegend weiße Karton recht schlicht gehalten, doch sind die zusätzlichen Trennfarben auf das abgebildete Arctis Pro + GameDAC gut abgestimmt.
    Insgesamt eine gelungene Box, die aber an sich nichts Besonderes darstellt. Nach derzeitigem Stand ist das Outfit zu unscheinbar, um Interesse oder gar Kauflust zu wecken. Sollte optisch besser werden.

    Neben dem Arctis Pro + GameDAC und der Bedienungsanleitung sind alle möglichen Kabel enthalten, die für eine Verbindung mit dem Computer, dem Handy oder der PS4 benötigt werden. Die simple Installation der Kabel wird zusätzlich durch kleine, beschriftete Klebezettel erleichtert.

    Materialien: (2/5)

    Sowohl das GameDAC, als auch das Arctis Pro sind fast komplett in Hartplastik gehalten.
    Lediglich die Ohrpads bestehen aus Schaumstoff, das „Skibrillenband“ (Kopfband) aus Kunststoff und der haltende Trägerbügel aus Metall.
    Insgesamt dennoch ein „Plastikmonster“ von dem ich, gerade in Hinblick auf einen solch hohen Preis, sehr enttäuscht bin. Etwas mehr Eleganz, ein feiner Hauch von Luxus hätte hier gutgetan.

    Verarbeitung: (4/5)

    Entsprechend der Materialien fällt an manchen Stellen auch die Verarbeitung aus. So weist der Mute-Button einen sehr merkwürdigen Druckpunkt auf. Deshalb braucht es immer mehrere Versuche, bis sich das Mikrofon wieder ordnungsgemäß „ent-muten“ lässt. Zudem ist die Plastikverkleidung an der Außenseite der Ohrmuschel locker. Zwar hält diese an sich Fest in ihrer Verankerung, bei einem 275 Euro Headset-Bundle können und sollten aber solche Mängel vermieden werden.

    Design: (2/5)

    Die schiere Plastikflut wirkt sich auch auf das Design des Headsets aus. So ist es mir viel zu schlicht und „einfach“ gehalten, ohne auch nur einen Funken Euphorie in mir zu wecken. Generell erinnert mich das Aussehen vielmehr an ein 0815 Headset aus dem nächst gelegenen Gaming-Shop. Diesen Eindruck kann selbst die tolle RGB-Beleuchtung nicht übertünchen.
    Insgesamt wünschte ich mir hierbei mehr Mut zum Risiko. Einfach mal was Neues ausprobieren - ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Ob dies nun durch Mehrfarbigkeit (z.B.: Kontrastfarben), aufwendigere Oberflächentexturen oder aber exquisite Materialien geschieht. Nach derzeitigem Stand ist dieses Design für ein Gaming-Headset meines Geschmackes zu unscheinbar.

    Komfort: (3/5)

    Das Konzept, zwischen Arctis Pro und Computer ein GameDAC zu schalten, gefällt mir sehr gut. Somit kann man den Sound sowohl direkt am Headset, als auch am GameDAC regeln. Das ist praktisch und erleichtert die Handhabung.

    Viel wichtiger ist mir aber der Tragekomfort. Die Ohrpads sind bequem und passen sich jedem Kopftyp optimal an. Des Weiteren hat das Arctis Pro einen guten Halt.
    Dennoch bekomme ich nach einiger Zeit leicht- bis mittelstarke Kopf- und Kieferschmerzen. Gründe dafür könnten im (trotz des vielen Plastiks) recht hohen Gewicht und der geringen Höhe des Headsets liegen. Zudem erachte ich die Spannkraft des Trägerbügels als zu hoch. Hier müsste eine Feinjustierung vorgenommen werden.
    Somit kann mich das Arctis Pro in Puncto Tragekomfort nicht wirklich überzeugen.

    Bedienung: (5/5)

    GameDAC: Nach dem Einschalten durchläuft man einen kurzen Konfigurationsmodus auf Englisch, der durch Humor und dank guter Verständlichkeit schnell abgeschlossen ist, auch ohne großartige Englischkenntnisse. Die Steuerung läuft über den multifunktionalen Lautstärkeregler bzw. den Zurückknopf.
    Das eigentliche Menü ist sehr übersichtlich aufgebaut und lässt sich zu jeder Zeit problemlos ablesen, auch auf größere Distanz und bei starkem Lichteinfall. Zudem lassen sich hier alle gewünschten Audio-, Display-, RGB- und Anzeigeeinstellungen treffen. So zum Beispiel die Lautstärke, der DTS Surround Sound, Equalizer-Konfigurationen, Mikrofonlautstärke, Helligkeit oder auch die Beleuchtungsdauer. Über diese zahlreichen Einstellmöglichkeiten bin ich echt begeistert! Kein ewiges „Raus-getappe“ aus Spielen mehr, um in den Treibereinstellungen noch so kleine Feinjustierungen vorzunehmen. Hut ab!

    Treiber: Auch hier gibt es nichts zu meckern. Der Treiber enthält neben den Einstellmöglichkeiten des GameDAC unter anderem noch einen extra Konfigurator für die RGB-Beleuchtung. So können Mikrofon, linke Ohrmuschel und rechte Ohrmuschel getrennt voneinander beliebig konfiguriert werden. Neben der Farbe kann sogar ein gewünschter Beleuchtungseffekt mit einer eigens festgelegten Geschwindigkeit festgelegt werden. Natürlich lässt sich die Beleuchtung auch abschalten oder dimmen.
    Auch interessant ist die Live-Mic Vorschau, die beim ArctisPro aber wirklich klasse performt. Keinerlei Audioverzögerung bei einer gewünschten Lautstärke. Ideal für jeden, der trotz Kopfhörer gerne noch seine eigene Stimme hören möchte.

    Die ausgereifte und umfangreiche Bedienung hat mich wirklich vom Hocker gehauen!

    Audioqualität: (5/5)

    Nun, ich bin sicherlich kein Profi was das Einschätzen von Audioqualität angeht. Trotzdem kann ich jedermann / jederfrau versichern, dass das ArctisPro mit seinem Hi-Res-Sound problemlos jedes herkömmliche Gaming-Headset aus dem Rennen wirft, sowohl beim Ingame-Sound als auch bei der Musikwiedergabe. Vielmehr muss man dazu gar nicht sagen. Absolutes Sound-Monster!


    Mikrofonqualität: (5/5)

    Auch das Mikrofon ist absolut überzeugend. Die unmittelbare Umgebung wird kristallklar mit einem gesunden Grundrauschen aufgenommen. Im Gegensatz zu anderen Headsets ist das Ganze dann auch noch laut genug. Ich kenne kein besseres Headset-Mikrofon. Respekt!

    Lautstärke: (5/5)

    Das Arctis Pro hat einen wirklich hohen Lautstärkebereich, der sich zusätzlich über den GameDAC Verstärker erweitern lässt. Top!

    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:

    Die beiden Produkte machen auf mich in Hinblick auf die Haltbarkeit einen guten Eindruck. Sie wirken stabil und es gibt keinerlei Knack- oder Quietsch-Geräusche. Da ich beide jedoch erst seit zwei Wochen in meinem Besitz habe, kann ich dazu nichts Näheres sagen.
    Inwiefern sich das Arctis Pro von anderen Headsets in diesem Preisbereich unterscheidet, kann ich nicht genau sagen. Die Kombination mit einem extra Verstärker/Equalizer ist jedoch etwas Besonderes und sollte nicht außer Acht gelassen werden.

    Preis-/Leistungsverhältnis: (2,5/5)

    Die Punkte, die den aktuellen Marktwert von 275 Euro rechtfertigen.
    1. Die Bedienung ist übersichtlich, leicht verständlich und vielfältig.
    2. Zwischengeschaltetes GameDAC erleichtert so ziemlich alles.
    3. Die Soundqualität ist einfach der Wahnsinn!
    4. Die Mikrofonqualität ist herausragend!
    Die Punkte, die dem aktuellen Marktwert von 275 Euro in Frage stellen.
    1. Das Design ist 0815 und es fehlt an Kreativität
    2. Die Verarbeitung könnte besser sein (Mute-Knopf mit merkwürdigem Druckpunkt).
    3. An dem Material wurde viel zu viel gespart. Das Resultat ist ein ArctisPro mit GameDAC die billig erscheinen.
    4. (Alleinstellungsmerkmal)

    Das Preis- Leistungsverhältnis lässt sich nur sehr schwer einschätzen, da es komplett von meinem subjektiven Empfinden abhängt. Für mich lassen sich die Negativpunkte durch die Pros leider nicht völlig ausstechen. Der Sound ist unbestritten auf einem extrem hohen Level. Doch was nützt es mir, wenn das Tragen des Headsets über Dauer unangenehm ist? Das Mikrofon hat eine überzeugende Qualität. Doch warum wurde ein recht untauglicher Mute-Knopf verbaut, welcher seinen Zweck in nur einem von fünf Versuchen erfüllt? Die RGB-Beleuchtung versucht dem Headset eine eigene Note zu geben, doch leider enttäuscht der Rest des Designs und die Materialauswahl.
    Deshalb muss ein jeder selber entscheiden, ob für ihn/sie die geniale Klangqualität, das praktischen GameDAC, die gute Bedienbarkeit und der herausragende Mikrofonklang die niedere Verarbeitungs-, (Designs) und Materialqualität tatsächlich wettmacht.
    Ansonsten gibt es noch immer eine Umtauschgarantie von 14 Tagen


    Die Fotos zu den beiden Produkten findet ihr in High-Quality unter diesem Link: ArctisPro + GameDAC
    Geändert von TestersKeeper (20.04.2018 um 22:19 Uhr) Grund: Link zu Fotos

  5. #5

    Standard Steelseries Arctis Pro + GameDAC - Testers Keepers

    Ob PC oder Konsole, jede neue Generation versucht besser zu sein als die Vorherige.

    Dem gleichen Prinzip folgt Steelseries mit ihrer neuen Reihe Arctis Headsets. Ein Premium Headset für anspruchsvolle Gamer mit hervorragenden Soundeigenschaften. Das Headset ist in drei Varianten erhältlich: Arctis Pro (kabelgebunden für 199,99 ¤), Arctis Pro + GameDAC (kabelgebunden für 279,99 ¤) und das Arctis Pro Wireless (für 349,99 ¤).

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    Design & Verarbeitung


    Die neue Arctis Reihe kommt edel und schlicht daher. Ganz in mattschwarz gehalten, setzen nur die dunkelgrauen Ohrmuschelhalter am Tragerahmen und die RGB Beleuchtung um die Ohrmuschelcover sowie des Mikrofons Akzente. Steelseries verwendet Aluminium und Stahl, statt nur auf Kunstoff zurückzugreifen. Damit fühlt sich das Headset wertig und stabil an. Die einzelnen Komponenten sind fehlerfrei zusammengebaut, so dass es keine Grate oder abstehende Nähte gibt.

    Die RGB-Beleuchtung kann branchentypisch mit anderen Steelseries Produkten synchronisiert werden. Entweder per Software oder dem GameDAC wird die RGB-Beleuchtung angepasst. Ob man sie nun braucht muss jeder für sich selbst entscheiden, aber als Streamer oder Vlogger ist ein zusätzlicher Eyecatcher sicherlich nicht von Nachteil. Die Mikrofon-LED lässt sich separat einstellen, um beispielsweise rot zu leuchten bei Stummschaltung.

    Die magnetisch haftenden Cover der Ohrmuscheln können abgenommen und getauscht werden (zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Reviews waren noch keine Wechselcover erhältlich).

    Man kann es ohne weiteres auch als Kopfhörer für den MP3-Player oder das Smartphone außerhalb der heimischen vier Wände benutzen. Alles in allem, macht das Headset äußerlich einen sehr hochwertigen Eindruck, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Die Haptik ist für diese Preisklasse ebenfalls im Premiumbereich anzusiedeln.

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    Komfort

    Trotz der verwendeten Materialien ist das Headset nicht zu schwer. Es sitzt fest, aber nicht stramm auf dem Kopf und macht jede Bewegung anstandslos mit. Wie bei seinen Vorgängern findet sich auch bei der Pro-Serie die Skibrillen ähnliche Höhenverstellung statt einer mehrstufigen Rasterung. Sie ist elastisch, legt sich angenehm um den Kopf und hält dabei das Headset stabil an Ort und Stelle. Falls man das Headset doch mal absetzen muss, kann man die Ohrmuscheln um 90° drehen, so dass der Hals nicht eingeengt wird.

    Arctis_neck.jpg

    Die Polster umschließen die Ohren vollständig und schirmen dabei Außengeräusche sehr gut ab. Trotzdem staut sich hier keine Wärme, so dass die Ohren anfangen könnten zu schwitzen. Abhängig von der Hitze des Gemüts und des Gefechts läßt sich hier keine pauschale Aussage machen. Verglichen mit meinem in die Jahre gekommenen G35 von Logitech ist die Klimatisierung des Arctis Pro um ein Vielfaches besser.

    Das Mikrofon ist gut erreichbar, im linken Hörer verstaut und lässt sich bei Bedarf reibungslos herausziehen und ausrichten. Verwendet man den mitgelieferten Poppschutz für das Mikrofon, lässt es sich logischerweise nicht mehr vollständig zurückschieben.

    Auch nach stundenlangem Tragen stellt sich kein unangenehmes Gefühl ein. Es sitzt so gut, dass man es einfach vergisst.


    Bedienung

    GameDAC


    Arctis_DAC1.jpg

    Das Herz dieses Sets ist sicherlich der "Digital to Analog Converter", oder kurz DAC. Der hier verbaute ESS Sabre 9018 verspricht erstklassigen Sound, sowohl für Spieler als auch für Liebhaber audiophiler Musik. In Zahlen ausgedrückt liegen bis zu 96-kHz/24-bit für Hi-Res Soundauflösung an. Der mitgelieferte GameDAC ist eine stylische kleine Box mit großem Drehregler, OLED-Display, "Zurück"-Actionbutton, mit
    einem optischen, sowie zwei 3,5 mm Klinke Audio-Anschlüssen und einem Port für Micro-USB. Über den Line-out Klinke Anschluss werden Desktoplautsprecher oder ein Streaming-PC angesprochen. Die Mobile Buchse samt Kabeladapter gibt das Signal des Kopfhörerausgangs jedes Smartphones weiter.

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    Die Navigation gelingt dank gut lesbarem OLED-Display und der intuitiven "Drehknopf"-Steuerung" auf Anhieb. Standardmäßig wird (je nach Einstellung PC/PS4 oder HiRes) die Lautstärke und der Chatmix-Pegel angezeigt. Hier kann die Spiel- und Chat-Lautstärke schnell angepasst werden und per Knopfdruck DTS-Surround zugeschaltet werden.

    Durch Gedrückthalten des Reglers (2 Sek) gelangt man in die Menüauswahl. Neben der erweiterten Audioeinstellungen ruft man so die Eingangs- oder Ausgangsquelle, Displayeinstellungen, Beleuchtung und die Firmware Version auf.

    Leider liegt der Anschluss für das Arctis Pro an der linken Seite des Game-DAC, wodurch die freie Platzwahl eingeschränkt wird. Hinzu kommt, dass die Kabel alle zu kurz für ein Anderes als ein Desktop Setup sind. Wer also das Headset am PC nutzen will, und seine PS4 hier ebenfalls angeschlossen hat, wird sehr gut zurecht kommen. Bei einem "Wohnzimmer-Couch" Setup kommt man nicht umhin die Konsole in Reichweite der Kabel aufzustellen.

    Audio- und Sprachqualität

    Gaming Performance

    Vorweg, der Klang des Headsets ist überragend. Das bedeutet, dass das Arctis Pro alles von brachialen Explosionen bis zu kaum höhrbaren Fußstapfen zuverlässig abbildet, ohne dabei Details zu verschlucken. Per GameDAC lässt sich der Spielsound und Sprachchat in Sekunden auspegeln. Sehr hilfreich, wenn man als letzter Mann versucht den Gegner zu orten während die Clankollegen im Teamspeak schon die Fehler analysieren. Oder um, beipsielsweise bei Taktikbesprechungen im Raid, den Spielsound runterzupegeln damit man die Ansagen besser verstehen kann. Ob man nun durch Azeroth fliegt und dabei die Ingame Musik genießt oder sich in Call of Duty den Hals verrenkt, weil man sich zu Kugeln die einem um die Ohren fliegen umdrehen will, man taucht sofort ein ins Geschehen. Das Arctis Pro liefert sich hier keinerlei Schwächen - Punkt.

    Hi-Res

    Diese Zertifizierung ist noch etwas Besonderes in der Welt der Gaming-Headsets. Vereinfacht ausgedrückt liegt "High_Resolution-Sound" qualitativ über der normalen Audio-CD. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wenn keine hochwertigen Audiodaten vorliegen kann das Headset sie auch nicht wiedergeben. Auf Tidal oder Youtube gibt es jede Menge "HiRes/24bit/audiophil quality" Tracks, um seine Ohren zu testen. Als die ersten Takte von "Brothers in Arms" der Dire Straits mit dem Gewitter im Hintergrund liefen, bekam ich Gänsehaut. Die Details die man heraushören kann sind, eine sehr gute Audioqualität der Quelle vorrausgesetzt, unglaublich. Wer also wie ich neben der Tatsache ein leidenschaftlicher Zocker zu sein auch Freund von guter Musik ist, hat mit dem Arctis Pro einen "Kopfhörer" für Beides gefunden.


    Mikrofon

    Zu dem Zweiwege Clear-Cast Mikrofon von Steelseries läßt sich nicht viel sagen, außer dass es einfach zu schade ist nur seine Teammates/Gildenkollegen im Discord oder TS anzuschreien. Die Stimme wird so klar und knackig wiedergegeben, dass es perfekt für Streamer oder Podcaster als "Aufnahmegerät" genutzt werden kann. Hintergrundgeräusche werden zuverlässig reduziert. Meine mechanische Tastatur ist bei Probeaufnahmen allenfalls dezent im Hintergrund wahrnehmbar. Wer hier noch eine Schippe drauflegen will, muss schon zu einem Kondensatormikrofon greifen.

    Lautstärke

    Im Audiomenü lässt sich zwar per Gain von "Low" auf "High" die Lautstärke über die in der EU-Verordnung festgelegte Höhe anheben, dennoch hätte ich mir, für meine in die Jahre gekommenen Ohren, gerne noch einen Tick mehr Druck gewünscht.

    Langzeittest

    Nach 14 Tagen läßt sich hier natürlich noch kein abschließendes Ergebnis vortragen, aber bisher gibt es nichts am Headset zu beanstanden. Allenfalls die Ohrmuschelcover sind wegen ihrer Softtouchoberfläche etwas empfindlich, wenn sie über andere Oberflächen bewegt werden. Das heißt, hier sieht man schnell Spuren bzw. Verfärbungen wie bei Oberflächen aus Gummi auf die eingewirkt wurde. Normalerweise hängt solch ein Premiumheadset aber auch auf einem Ständer oder am Monitor und liegt nicht ungsichert auf dem Schreibtisch.

    Kompatibilität

    Neben der Zielperipherie PC und PS4 kann das Arctis Pro auch an jedes Gerät mit einem Standard 3,5 mm Klinke angeschlossen werden. Zwar verliert man die Funktionalität der Audioanpassung oder Chat, aber man braucht kein zusätzliches Paar Kopfhörer mit sich herumschleppen.

    Software

    Das Arctis Pro ist kompatibel mit der Steelseries Engine 3, womit man auf alle Einstellungen des GameDAC auch per PC zugreifen kann. Zusätzlich kann die RGB-Beleuchtung noch feiner individualisiert werden. Dazu gehören vorhandene oder benutzerdefinierte Farbverläufe, Atmungseffekte und feste Farben. Spielspezifische Beleuchtung ist per Game Sense auch kein Problem, da mehrere Konfigurationen gespeichert werden können.


    Fazit

    Das Steelseries Arctis Pro ist ein High-End Gaming Headset, das weder günstig noch teuer ist. Es richtet sich hauptsächlich an PC-Spieler, da das GameDAC Design und die kurzen Kabel andere Einsatzmöglichkeiten ohne Kabelwechsel unmöglich machen. Hinzu kommt, dass die wenigsten Spiele mit HiRes Sound daherkommen. Man bezahlt also für ein Gadget, das noch keine große Verwendung findet. Wer also auf die Zukunftssicherheit, die verbesserten Materialien und die zusätzlichen Audio-Optionen verzichten kann, ist mit dem Arctis 7 besser bedient. Wer all die Features haben will, aber seine PS4 nicht aus dem Wohnzimmermöbel "ausbauen" will, sollte zum Wireless Pro greifen.

    Spielt man hauptsächlich am PC und will kompromisslos guten Sound, kommt man an diesem Headset allerdings nicht vorbei.

    Im direkten Vergleich mit dem Astro A 40 gewinnt das Arctis Pro, da hier, bei gleichem Preis, mehr fürs Geld geboten wird. Bis zu diesem Test habe ich mein G35 von Logitech "aufgetragen". Eine Gegenüberstellung ist schon beinahe unfair, da hier zwei unterschiedliche Ligen aufeinander treffen. Aber so hatte ich einen Vergleichswert für die Klangqualität des Arctis Pro und brauchte mich nicht auf Messwerte und Werbeversprechen verlassen. Selbst mein 2.1 Lautsprechersystem am PC kommt an den Klang nicht heran.

    Dieser Review spiegelt meine persönliche Erfahrung mit dem Arctis Pro Headset wieder und ist keinesfalls allgemeingültig zu verstehen.


    Ich bin völlig von der Qualität des Headsets überzeugt und gebe dem Arctis Pro 9/10 Sternen

    Euer Bakaroo

    P.S. Falls noch Fragen offen sind, könnt ihr hier gerne Fragen stellen ich versuche zeitnah alles zu beantworten.

  6. #6

    Standard Testers Keepers: Arctis Pro + GameDAC

    Hallo Liebe Community,

    auch ich habe von Mindfactory die Möglichkeit bekommen das Arctis Pro + GameDAC zu testen. Ich spiele schon lange mit dem Gedanken mir ein hochwertiges Headset anzuschaffen und bin dann durch Zufall bei Facebook auf genau das Headset, mit der Ausstattung gestoßen, für das ich mich auch ohne Testers Keepers entschieden hätte. Nachfolgend mein Review zum Headset, viel Spass beim Lesen und sollten weitere Fragen aufkommen, bin ich gerne bereit diese zu beantworten und weiter zu helfen.

    Jeder der sich in irgendeiner Form mit audiovisuellen Medien beschäftigt, hat Zwangsweise Kontakt mit der Audiowiedergabe und wer zudem noch soziale Aspekte dazu nimmt, der wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit im Besitz eines Headsets sein. Einige werden sich sicher ertappt fühlen, wenn ich nun behaupte, dass viele gerade an der Tonqualität sparen und lieber Geld in höhere Rechenleistung investieren. Doch sind es nicht gerade die epischen Soundtracks, die uns im Gedächtnis bleiben? Sind es nicht die Soundeffekte, die Kampfszenarien so lebendig wirken lassen? Sorgt nicht gerade der Sound für Gänsehaut oder Schockmomente?

    Auch ich habe in Vergangenheit immer wieder auf die günstigen Modelle zurückgegriffen, oft hatte ich Headsets mit flachem Sound, meine Kollegen im Teamspeak hatten Probleme mich zu verstehen und nur einmal hektisch vom Schreibtisch aufgesprungen, schon war das Headset-Kabel gerissen. Doch seit meiner Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik bin ich, was Audio angeht deutlich sensibler geworden. Ich arbeite täglich mit professionellen Mikrofonen und Lautsprechern, weiß nun viel mehr über die Wirkung von Schwingungen auf das menschliche Ohr und habe mich daher entschieden bei meiner nächsten Headset Anschaffung nicht das nächstbeste Headset aus dem Elektronikmarkt Angebot zu kaufen, sondern mich wirklich mit Bedacht für ein Headset zu entscheiden. Und an dieser Stelle bin ich auf das Arctis Pro Headset von SteelSeries gestoßen, welches es in seiner Basis Version für 199,99 Euro UVP zu kaufen gibt. Neben dieser gibt es noch das Arctis Pro Headset mit GameDAC für 279,99 Euro UVP und die Wireless Variante für 349,99 Euro UVP. Ich persönlich bin ein Freund von Kabeln und habe mich daher für das Arctis Pro mit GameDAC entschieden, welches ich im Folgenden näher unter die Lupe nehmen werde.

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    Schon als ich das Paket geöffnet habe, habe ich gleich den Qualitätsunterschied zu meinen üblichen Anschaffungen bemerkt. Die Verpackung ist sehr hübsch und alle Bestandteile sind schön ordentlich sortiert und praktisch mit kleinen Piktogrammen beklebt, so dass man das Headset gleich ohne Bedienungsanleitung in Betrieb nehmen konnte.

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    Das Design ist sehr ansprechend, in einem seidenmatten Schwarz gehalten. In die Kontur der Ohrmuscheln ist eine schmale RGB LED Umrandung eingelassen, diese lässt sich über das GameDAC oder über die SteelSeries Engine Software steuern, so dass ihr das Headset farblich an euren anderen Peripherie Geräten anpassen könnt. Ein weiterer RGB LED Streifen ist im Mikrofon eingelassen. Über die GameDAC lässt sich hier die Farbe einstellen, die aufleuchtet, wenn das Mikrofon gemutet ist. Möchte man eine dauerhafte Mikrofonbeleuchtung, so kann man dies über die SteelSeries Engine Software am PC einstellen.

    steelseries_engine_mic_beleuchtung.jpg

    Auch das Kopfband wirkt sehr edel und passt perfekt zum schwarzen Design des Headsets. Das GameDAC hat mich in puncto Design besonders überrascht, nicht angeschlossen sieht es sehr minimalistisch aus und passt eigentlich auf jeden Schreibtisch, man sieht hier nur eine Hochglanzfläche mit einem Regler und einem Button, doch einmal angeschlossen, verbirgt sich hinter der Hochglanzfläche ein kleiner Bildschirm, sehr sehr coole Idee!

    led.jpg

    Die Verarbeitung des Headsets wirkt sehr hochwertig, so fühlt sich die seidenmatte Struktur fein an und alle Regler und Knöpfe haben einen für mich perfekten Wiederstand, so dass man auch wirklich das Gefühl hat, etwas zu bewegen und nicht ins Leere dreht oder drückt. Auch die Kabel sind sehr robust und werden wohl bevor sie reißen, eher aus ihrer Buchse gezogen.

    Durch das Kopfband und die gut gepolsterten Ohrmuscheln ist das Headset sehr bequem zu tragen und auch die beweglichen Ohrmuscheln tragen zu einem perfekten Sitz bei.

    Einmal angeschlossen, so wurde ich auch schon durch das Menü der GameDAC geführt. Dieses kleine Tutorial wurde mit viel Humor und sehr bedienerfreundlich umgesetzt und dürfte für Jedermann /-frau, Achtung sonst gibt es Ärger mit den Gleichstellungsbeauftragten , einen einfachen Einstieg in das Menü ermöglichen. Auch die Funktionen der Knöpfe und Regler am Headset sind sehr schnell zu verstehen und intuitiv zu bedienen.

    Nun wird es Zeit auf das Wesentliche einzugehen, die Audio- und Sprachqualität. Also erstmal die fettesten Songs in die Playlist gelegt und voll aufgedreht,- Wow, da ist ganz schön viel Power in den Lautsprechertreibern, hier sollte man es wirklich nicht übertreiben, denn alle Regler aufgerissen und Verstärkung eingeschalten, so kann man sich mit Sicherheit über einen längeren Zeitraum Gehörschäden zuziehen. Allerdings muss man den Treibern zugutehalten, dass sie selbst auf höchster Stufe kaum verzerren.
    In den Einstellungen gibt es noch die Möglichkeit mit einen Equalizer Soundanpassungen vorzunehmen, sowie mit DTS HEADPHONE:X 7.1 eine 3D Umgebung zu simulieren, was einem besonders beim zocken tiefer in virtuelle Welten eintauchen lässt.
    Es gibt sowohl EQ Presets, auf die man schnell zugreifen kann, als auch die Möglichkeit über einen 10-Band EQ seinen eigenen Sound einzustellen. Zudem kann man über die SteelSeries Engine alle Einstellungen, wie auch den Equalizer speichern, so dass man schnell auf eigene Presets zugreifen kann.
    Auch über die Sprachqualität kann ich nur Gutes berichten. Die Sprachverständlichkeit ist enorm hoch und die Wiedergabe glasklar. Ich glaube ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass sich dieses Mikrofon auch fürs Streaming eignet und man nicht unbedingt auf ein Studio Mikrofon mit Interface zurückgreifen muss.

    Im Langzeittest, in meinem Fall nun ca. 9 Stunden, von Musik hören während der Arbeit am PC, über Gaming, bis hin zu einer Runde Teamspeak mit Freunden habe ich gemerkt, dass dieses Headset sehr vielseitig ist. Leider muss in an dieser Stelle einen Punkt abziehen, denn die Ohrmuscheln liegen ziemlich eng an den Ohren an und es wird nach einiger Zeit etwas unangenehm. Wenn man das Headset aber ab und an ein wenig anders positioniert, oder den Ohren eine kurze Pause gönnt, lässt es sich auch über den ganzen Tag, oder auch die ganze Nacht, bequem aushalten.

    Wie oben schon angesprochen, liegt die UVP für dieses Headset mit GameDAC bei 279,99 ¤, was zwar ein stolzer Preis ist, aber für die Leistung, die es erbringt, finde ich es sehr fair. Neben der praktischen GameDAC, über die man schnell und komfortabel auf Einstellungen zugreifen kann, dem wirklich ansprechendem und wertigen Design und der Beleuchtung, die man über die Software sehr umfangreich konfigurieren kann, hat das Headset auch noch einen verdammt guten Sound, sowohl was Sprachqualität angeht, als auch die Wiedergabe ist druckvoll und glasklar.

    Das Arctis Pro Headset ist mein erstes, „Pro-Gamer“ Headset und ich kann jedem nur ans Herz legen auch diesen Versuch zu wagen und beim nächsten Headset Kauf etwas mehr zu investieren. Es lohnt sich!

  7. #7

    Standard

    Steelseries Rival 600 Review – Testers Keepers

    Kurzes Vorwort: Review der Steelseries Rival 600 (USB kabelgebunden) im Rahmen der Testers Keepers Aktion – Die Maus wurde mir von Mindfactory kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt, was aber in keinster Weise das Review beeinflusst hat.

    Optik, Haptik (und Usability)

    Was lässt sich groß zum Aussehen der Rival 600 verlieren? Nun… ein Freund von mir hatte es relativ passend erwähnt:
    „Die sieht ja doch ein wenig aus, wie meine Sensei… nur auf Crack!“
    Und irgendwie hat er recht. Neben den sonst relativ schlicht gehaltenen Mäusen von Steelseries fällt die Rival 600 durch die nach Rissen anmutenden LED-Akzente auf dem Rücken und den spitz zulaufenden Maustasten - die meiner Meinung nach etwas von einer Schlangenzunge haben - doch schon auf. Je nachdem ob man eher auf ein schlichtes Design steht oder auffallende Mäuse bevorzugt eher negativ oder positiv. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass Steelseries hier einen großartigen Kompromiss zwischen übertriebenen Gamingmäusen alla MadCatz oder ECHTPower und einem minimalistischeren Ansatz alla Mionix oder auch Razer gefunden hat.

    maus_verpackung.jpgmaus_komplett_v2.jpg

    Wer nun denkt, dass sich dieses Design nachteilig auf den „Anfasskomfort“ auswirkt, der sei etwas beruhigt. Sowohl im Palm-Griff, als auch im Glaw-Griff (beides die Griffarten, für die die Rival 600 empfohlen wird) merkt man die „Lichtrisse“, die wohl sehr durch die abnehmbaren Seitenteile bedingt sind, oder andere „Kanten“ nicht wirklich. (Gerade natürlich auch im Claw-Griff nicht – logisch, wenn die Handinnenfläche nur am Hinterteil der Maus aufliegt, oder? xD)
    Warum nun nur „etwas beruhigen“? Naja… im Palm-Griff gibt es wenig Spielraum für Abweichungen von der perfekten Platzierung der Hand auf der Maus, wenn man eben keine der Vertiefungen etc. spüren möchte. Auch wenn ich eher die Fingertip-Haltung bevorzuge, waren Steelseries Mäuse für meine Hände (eher kleine Klavierspielerhände ) bisher immer großartig und ich bin automatisch in die Palmhaltung gewechselt, da die Maus sich so schön in meine Hand schmiegte. Bei der Rival 600 hat es etwas gedauert, bis ich die richtige Handposition gefunden hatte und ob das wirklich für jeden die bevorzugte Position ist sei auch dahingestellt.
    Hat man dann aber die richtige Position gefunden, dann ist „anschmiegen“ das richtige Wort. Die Maus fühlt sich auf der gesamten Oberfläche sehr geschmeidig und etwas… „seidig“ (ist das nen Wort? oO) an und legt sich, wie mMn alle Steelseries-Mäuse, sehr gut in die Hand. Lediglich die abnehmbaren Seitenteile haben noch Stellen, die sich nach Plastik anfühlen. Hier wurde nur an den Stellen, wo die Finger und der Daumen aufliegen rutschfesterer „Stoff“ (Silikon) angebracht. Und das leider nicht wirklich gut. Zwar sind die Bereiche wohlplatziert und auch das Gefühl ist nicht das schlechteste, aber gerade an den Ecken der Übergänge zum Plastik spürt man beim drüberfahren mit den Fingern ab und zu Kanten, die die Befürchtung aufkommen lassen, dass sich bei längerer Nutzung die Bereiche etwas lösen könnten und unangenehm werden könnten. Hier hätte Steelseries besser arbeiten können.

    maus seite - Testers Keepers mit SteelSeries KW13

    Das Mausrad ist gummiert und hat das von anderen Steelseries Mäusen bekannte, leichte Profil, welches ich als sehr angenehm beim Scrollen empfunden habe – es schien noch etwas mehr „Grip“ zu geben und nicht so zu stören, als die oft gesehenen horizontalen Streifen.
    Die abnehmbaren Seitenteile sind jeweils mit zwei Magneten an der Maus befestigt… und wenn ich hier von „beFESTigt“ rede, dann meine ich das auch so. Wenn man nicht wüsste, dass Sie abnehmbar sind, dann gibt es eigentlich auch keine Anzeichen dafür. Die Magnete halten die Seitenteile stabil an Platz und Stelle und man muss schon etwas Kraft aufwenden um sie von der Maus zu lösen. Ich sage an der Stelle jetzt nicht, wie häufig mir beim Öffnen die kleinen Gewichte am Anfang aus ihrer Gummi-Halterung geflogen sind.
    Die Maus fühlt sich also trotz ihrer besonderen Funktion als „eine Maus“ an und man merkt zu keiner Zeit, dass sie auseinander genommen werden kann.

    maus komplett offen - Testers Keepers mit SteelSeries KW13

    Taster & Tasten

    Zusammen mit den beiden Standard-Maustasten (rechts, links) hat die Rival 600 insgesamt 7 Tasten, die komplett frei konfigurierbar sind. Drei davon sind an der Daumenseite befestigt, eine unterhalb der des Mausrads und das Mausrad ist natürlich auch noch eine eigene Taste.
    Die drei Seitentasten geben ein gutes Feedback und sind auch nicht zu leicht zu drücken, geben also einen angenehmen Widerstand - damit man sie auch ja nicht aus versehen drückt. Überrascht hat mich das jetzt zwar nicht, da ich es einfach bei so einer Maus vorausgesetzt habe, allerdings darf es gerne positiv erwähnt werden – immerhin ist das gesamte Seitenteil plus Tasten abnehmbar und das Feedback liegt lediglich in der Maus. Es hätte also auch durchaus ein Schwachpunkt sein können. Ist er aber ganz und gar nicht.

    Ähnliches darf man auch über die Taste unter dem Mausrad (standardmäßig die DPI-Wechseltaste) sagen. Sehr gutes Feedback und mMn perfekter Druckpunkt - zu erreichen ist sie auch sehr gut; lediglich Personen mit einem Claw-Griff könnten etwas Fingerakrobatik benötigen (Mag aber auch daran liegen, dass ich den Griff nicht gewohnt bin ) Personen mit, die lieber die Palmgriffhaltung bevorzugen könnten sich an der Größe des Buttons etwas stören, denn bei der Benutzung des Mausradbuttons kam mir die „DPI-Taste“ doch das ein oder andere Mal in den Weg.
    Da ich jemand bin, der sehr viel und sehr häufig die Mausradtaste verwendet ist sie bei mir allerdings die wichtigste der fünf zusätzlichen Tasten und hier muss man sagen, dass sich der gute Druckpunkt und das Feedback der anderen Tasten nicht wiederfinden lassen. Sicherlich darf die Taste nicht zu empfindlich sein und bei jedem Scrollen ausgelöst werden, dennoch finde ich, dass sie relativ spät auslöst und etwas „robusteres“ Feedback hätte geben können (wenn das Sinn macht xD).

    Wo die beiden üblichen, standardmäßig mit der Vorwärts- bzw. Rückwärtsfunktion belegten, Daumenbuttons ohne Probleme erreicht werden können, gestaltet es sich für die dritte, weiter vorne liegende Taste, doch etwas schwer. Wie gesagt sind meine Hände und Finger nicht die größten, aber ich habe keine wirkliche Griffhaltung (egal ob Claw oder Palm) gefunden bei der die Taste vorne wirklich angenehm und einfach zu betätigen war – und wenn doch, dann war es ziemlich schwer die hintere der Daumentasten zu drücken. Entsprechend glaube ich nicht, dass sie als konfigurierbare Taste für hitzige Situationen in Spielen wirklich brauchbar ist, aber kann sie mir in anderen, auch Alltagssituationen, sehr gut als zusätzliche Taste vorstellen. Vor allem auch, wenn man bedenkt, wie und womit die Tasten mit der Steelseries-Sofware anpassbar sind. Hier sind von selbsterstellten Makros, bis allen Tastaturtasten und das Starten von Programmen wirklich kaum Grenzen gesetzt. Bei mir wurde es am Ende eben das Umschalten zwischen dem Arbeitsprofil der Maus und dem Gaming-Profil.

    Was die eigentlichen Maustasten angeht (links, rechts) angeht, kann man grundsätzlich nur das wiederholen, was ich oben schon mehrmals angesprochen habe: Sie lösen schnell aus und geben sowohl in Palm-, als auch in Claw-Haltung ein richtig gutes Feedback. Was sie auch fast müssen, denn die wohl gedämpften Klickgeräusche passen nicht wirklich zum „knackigen“ Auslösen der Tasten. Das liest sich jetzt zwar wie ein Nachteil, so ist es aber gar nicht gemeint, denn leiser ist immer besser.
    Ein Manko, welches nach etwas längerer Nutzung bei mir ab und an einmal auftrat war bei den beiden maustaten lediglich, dass es den Anschein hatte, als wenn Doppelklicks nicht perfekt angenommen wurden, oder ein Klick trotz spür- und hörbaren Feedback nicht ausgelöst hat. Da ich aber auch oft wieder in meine Fingertip-Haltung rutschte, gehe ich hier mal auf einen Fehler von meiner Seite aus. Erwähnen musste ich es aber.

    Beleuchtung

    Kommen wir zur Beleuchtung der Rival 600, die eigentlich wenig Wünsche übrig lässt. Normalerweise interessiert mich RGB nicht wirklich und ich bin da eher der Minimalist, allerdings sind die Einstellunsgmöglichkeiten der drei LED-Areale, die vom gesamten Farbspektrum mit pulsierendem Atmen, Farbverläufen und kurzes Aufflackern nach Tastenbetätigung gehen, so umfassend, dass auch ich mich länger mit der perfekten Farbfindung beschäftigt habe, als ich dachte.

    coloreinstellungen_rival.jpg

    Das lag zum einen Teil aber auch daran, dass die mittleren „LED-Risse“ noch einmal in drei unterschiedlich einstellbare Bereiche untereilt war und hier der Farbverlauf bei einigen (gerade auch ausgefalleneren Kombinationen) etwas abgehakt aussah und es ein paar Anläufe brauchte um ein, für mich hübsches, Ergebnis zu bekommen. Zum anderen Teil lag es daran, dass die in der Software eingestellten Farben nicht wirklich perfekt auch auf die Maus übertragen wurden. Gerade wenn es in den helleren weiß Bereich ging und man nur einen leichten Farbtupfer haben wollte, kam die Maus an seine farblichen Grenzen. Gerade auch, weil das weiß nicht weiß war, sondern IMMER irgendwie einen Blaustich hatte. (Siehe Bild mit dem Weiß der Tastatur). Man sollte hier also darauf verzichten in die allzu hellen Farbereiche zu gehen und im mittleren Bereich zu schauen, ob man nicht doch lieber eine Farbe für alle drei Zonen nimmt.

    IMG_20180415_212001.jpgIMG_20180415_212040.jpg

    Da die satten Farben aber sehr gut dargestellt werden und mit der ein oder anderen leichten Reglerverschiebung auch sicherlich eine ansprechende Farbe gefunden werden kann, werden RGB-Liebhaber hier auf ihre Kosten kommen. Die oben Erwähnten Mankos bleiben aber und trüben den Spaß trotzdem etwas – gerade Personen, die hier ein Kaufgrund sehen sollten es also beachten.
    Kleiner Tipp: Wer noch etwas mehr Anpassung möchte schaut in der SteelseriesApp noch einmal im Reiter „EngineApps“ nach „PrismSync“ und stellt diese auch für seine Maus ein. Hier kann man zusätzlich noch eine Einstellung für den aktiven Modus, den Ruhemodus und den reaktiven Modus einstellen. Wer seine Maus also immer Grün leuchtend haben möchte und bei Klick einmal kurz pulsieren lassen möchte, der wird hier fündig. (Und für die ganz Wuschigen unter uns klappt das auch, wenn eine beliebige Taste der Tastatur gedrückt wird.xD) :crazyemote:

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    Funktionen / Features

    Wenn es um einzigartige Funktionen und Features geht, dann denke ich müssen drei wichtige Punkte bei der Rival 600 genannt werden. Einmal ist es das wirklich einmalige „Gewichtesystem“, dann der sehr präzise TrueMove 3 Sensor und der Lift-Off-Sensor.

    Die Gewichte (8x 4g) kommen in einem kleinen, feinen Gummicase, welches wirklich hübsch ist und als wirklich gute Aufbewahrungsbox für die nicht benötigten Gewichte dient. Die Box schließt gut, fasst sich gut an und wenn man möchte kann man sie noch um das Mauskabel clippen, dann weiß man wenigstens immer wo man die Gewichte findet
    Ich bin ja eher jemand, der mit dem Basisgewicht einer Maus zufrieden ist und sie so nimmt, wie sie ist, allerdings war die Rival 600 ohne Gewichte dann doch etwas sehr leicht für mich, so dass ich hier den ein oder anderen 4g Block in die Seiten packen musste. Dies geht (außer das schon angesprochene Aufmachen der Seiten und dem oft resultierenden wegfliegen der Gewichte) sehr einfach, denn die Gewichte werden einfach in eine 4er Gummileiste gesteckt und halten dort auch relativ gut. Es braucht vielleicht etwas Übung sie auch so in die Slots zu stecken, dass sie wirklich fest sitzen, aber dann sitzen sie auch. Die Möglichkeit das Gewicht noch auszubalancieren hat mir jetzt nicht so viel geholfen, aber das liegt zum großen Teil daran, dass ich durch meine gewohnte Fingertip-Haltung und den eigentlich kleinem Bewegungsradius der Maus keine großen Probleme mit einem möglichen Heben der Maus habe.
    Da aber die Maus in Spielen, gerade in Palm-Haltung doch schon mal etwas mehr bewegt werden kann, ist es sicherlich ein Feature, das einigen helfen kann ihre Maus noch perfekter zu machen. Für mich war es leider bisher noch nichts, was ich persönlich vermisst hätte.

    gewichte_gr_e.jpgmaus_offen_gewichte.jpg

    Den TrueMove3-Sensor hingegen hätte ich sehr vermisst. Ich kenne einige Mäuse und ich hatte auch schon ein paar, die sich damit gebrüstet haben den besten und präzisesten Sensor zu haben - mit oder ohne Lasertechnik sei einmal dahingestellt -, aber ich habe selten erlebt, dass eine Maus wirklich so präzise die Bewegungen 1 zu 1 wiedergibt. Kleinste Bewegungen werden korrekt weitergegeben und es macht einfach Spaß dieses Gefühl von kompletter Kontrolle zu haben. Hier also einmal: Chapeau! Ob es nun wirklich DER BESTE Sensor ist, kann ich nicht beurteilen, es ist aber ein verdammt Guter!

    maus_sensor.jpg

    Das wohl einzigartigste Feature ist die Lift-Off-Distanzerkennung. Zwar ist die Möglichkeit der Einstellung nicht so präzise, wie man es eventuell erwartet hätte und man geht hier seitens Steelseries lieber mit Schritten, als mit einem völlig frei wählbaren Abstand per Schieberegler. Das ist aber völlig in Ordnung (Kritischer oder unangenehmer ist dieser Schritt bei anderen Einstellungen, wie Beschleunigung oder auch der CPI). Was ich nicht gedacht hätte ist, wie gut der Sensor funktioniert und wie schnell er auf der kleinsten Einstellung (0,5) schon keine Bewegungen mehr weitergibt. Auch hätte ich nicht gedacht, dass ich dieses Feature so gut finden würde, wie ich es tue. Warum? Naja, an sich hebe ich meine Maus nicht wirklich ab und wenn, dann durfte bisher auch gerne noch die ein oder andere Bewegung mit dabei sein (passierte ja eh nicht Häufig). Ich war es gewohnt und man konnte damit auch spielen. Jetzt aber mit einer gezwungeneren Palmhaltung ist es schön zu wissen, dass man die Maus in einigen CPI-Einstellungen auch einmal vom Mauspad abheben lassen kann ohne zu verziehen. Also ja: Ich habe den Abstand angepasst und bin glücklich damit. Zwar sind die Situationen in denen der Sensor greifen müsste immer noch sehr rar, aber es ist gut ihn bei sich zu wissen.

    Software

    Die Software von Steelseries ist sehr umfangreich und an einigen Stellen auch etwas zu Umfangreich für nur eine Maus. Gerade die vielen EngineApps, die für andere Peripherie von Steelseries Sinn macht, macht für die Maus eher weniger Sinn und verwirrt oft nur.
    Die Einstellungen für die Maus selber sind dann allerdings wieder gut gewählt und dürften dem leidenschaftlichen Gamer dabei helfen vielleicht das Tickchen besser zu werden (z.B. durch die Begradigung der horizontalen und vertikalen Mausbewegungen). Aber auch der geneigte Office-Arbeiter kann durch die immensen Einstellungsmöglichkeiten der Maustasten (Makros, Tastenkombinationen etc.) seine wahre Freude haben und die ein oder andere Offenbarung erleben. (Copy & Paste schon einmal auf einer Maustaste gehabt? )
    Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass pro Konfiguration „nur“ zwischen zwei CPI-Einstellungen gewählt und umgeschaltet werden kann, was aber mMn mehr wie ausreicht. Eine für die ganz Präzisen Situationen und eine für alle anderen. Wer mehr braucht kann sich ja pro Spiel und Spielsituation eine eigene Konfiguration anlegen und diese dann zum Umschalten auf die konfigurierbaren anderen Tasten legen. Ich brauchte es allerdings nicht.
    Insgesamt ist die Software gut und schön aufgebaut und liefert an genügend Stellen eine helfende Erklärung. Sie könnte an manchen Stellen zwar noch etwas mehr oder überhaupt eine Erklärung liefern (Makroerstellung z.B.), aber ich denke jemand der soweit gehen möchte mit seiner Maus, weiß entweder schon was er tut oder weiß wo er entsprechende Hilfe findet.

    einstellungen_rival.jpg

    Langzeittest

    Nach einer Woche ist es mMn noch schwer zu sagen und eigentlich spiegelt das gesamte Review meine Erfahrung mit der Maus für eine Woche wieder, aber ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich trotz meiner nativen Fingertiphaltung die Maus mehr wie lieb gewonnen habe und sie nun auch nicht mehr hergebe. Sicherlich gäbe es für meine Haltung bessere Mäuse, auch von Steelseries (Sensei), aber sie ist schon ein Schmuckstück.
    Preis-/Leistungsverhältnis
    Ich sage es wie es ist: Alleine der großartige Sensor wäre an sich das Geld (~90¤) wert. Die fantastische Haptik und die Lift-Off-Distanzerkennung machen es dann aber zu einem großartigen Preis-/Leistungsverhältnis. mMn bekommt man hier im Moment wirklich die beste aka präziseste Gamingmaus, egal ob man dazu neigt die Maus anzuheben oder nicht. Und gerade Palm. Und Claw-Griff-Spieler werden um diese Maus kaum rumkommen. Vorausgesetzt, sie sind wirklich leidenschaftliche FPS-Spieler. Für den Gelegenheitsspieler oder Spieler, die alles andere als FPS Spiele spielen ist diese Maus dann doch an vielen Stellen etwas „über“ und man kann getrost zu einer ähnlich guten, aber günstigeren Maus greifen. Hier würde sich das Preisleistungsverhältnis nämlich fast wieder ins Negative bewegen. Immerhin würden und kommen die ausgeprägtestens Features nicht wirklich zur Geltung.
    Wer also eine hochpräzise Gamingmaus in einem schlicht, sportlichen Design mit geschmeidiger Haptik und (ach und Lightshow nicht zu vergessen! ) _braucht_, der ist hier richtig und braucht nicht mehr weiter suchen. Für Menschen, die sich nicht gerne Gedanken machen wollen über tausend Einstellmöglichkeiten, die eventuell nur geringe Verbesserungen bringen & für Fingertip-Spieler ist die Maus allerdings eher zu viel bzw. für die Fingertip-Spieler sogar gar nichts.
    Daher auch nur 4 Sterne (4,5 eigentlich, aber das geht ja nicht). Für mich ist sie eben nicht perfekt und hat eben auch noch den ein oder anderen erwähnten Makel, der nicht sein muss.
    Für alle anderen: 5 Sterne

  8. #8

    Standard Testers Keepers: Steelseries Arctic Pro + GameDAC

    Hallo Mindfactory-Community,

    Auch ich hatte in den letzten 2 Wochen das Vergnügen für Mindfactory das neue Arctic Pro aus dem Hause Steelseries in der Version mit GameDAC zu testen und teile nun gerne meine Erfahrungen.

    Verpackung und Lieferumfang

    Bereits von Außen macht die Verpackung mit den durch Spotlack hervorgehobenen Akzenten einen guten und hochwertigen Eindruck. Das Innere präsentiert zunächst das Headset zusammen mit dem GameDAC. Das mitgelieferte Zubehör ist in einer eigenen kleinen Schachtel darunter verstaut was für einen kompakten und strukturierten Eindruck sorgt.

    Der Lieferumfang umfasst zusätzlich zu Headset und GameDAC die benötigten Kabel zum anschließen des Headsets am GameDAC und für den Anschluss des GameDACs sowohl via USB, als auch optisch. Des Weiteren ist ein Popschutz für das Mikro, sowie ein Adapter auf 3,5mm Klinke enthalten.
    Es wäre schön gewesen wenn im Lieferumfang noch eine Transporttasche enthalten gewesen wäre, was allerdings für mich nicht unbedingt einen Kritikpunkt darstellt, da das Headset nicht speziell für einen mobilen Einsatz gedacht ist.

    Arctic_Pro_Verpackung.jpg
    Arctic_Pro_Lieferumfang.jpg

    Design und Verarbeitung

    Das Arctic Pro, sowie der enthaltene GameDAC bestechen durch ein schlichtes Design in Mattschwarz mit Linienmuster am Kopfband und Steelseries Logo am Verschluss. Die RGB-Beleuchtung an den Ohrmuscheln und am Mikro setzten schöne individuell gestaltbare Akzente. Ein wenig Vorsicht ist bei den abnehmbaren und mit Magneten festgehaltenen Abdeckungen der Ohrmuscheln geboten, da man hier durch die mattschwarze Oberfläche gegebenenfalls z.B. unschöne Fingerabdrücke sehen kann, was im Test allerdings nicht wirklich aufgetreten ist. Obwohl das Design ohne die Abdeckungen durchaus auch ansprechend ist, bevorzuge ich es mit Abdeckungen da hierdurch die Beleuchtung auf einen schmalen eleganten Streifen reduziert wird.
    Obwohl es bisher nach Aussagen des Steelseries Support Teams noch nicht geplant ist, könnte ich mir vorstellen, dass in Zukunft unterschiedliche Kopfbänder und seitliche Abdeckung erhältlich sein könnten. Potential sehe ich hierbei besonders in der Individualisierung, vor Allem im Hinblick auf potentielle Möglichkeiten im 3D-Druck eigene Abdeckungen anzufertigen.
    Die Beleuchtung am Mikrofon sobald dieses auf stumm geschaltet wird stellt für mich ein interessantes, stylisches und praktisches Feature dar.
    Die Möglichkeit das Kabel komplett vom Headset zu trennen empfinde ich ebenfalls als praktische Eigenschaft, gerade wenn man das Headset mitnehmen möchte können die Kabel so sauber separat verstaut werden. Allerdings haben die Kabel Kabel des Headsets leider keine Ummantlung, was noch ein schöner Bonus gewesen wäre.

    Die Verarbeitung macht einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Gerade ausziehbaren Mikros stehe ich selbst immer ein wenig kritisch gegenüber, doch auch dieses macht zumindest zunächst einen ziemlich robusten Eindruck.

    Arctic_Pro_Beleuchtung_Blau.jpg Arctic_Pro_Beleuchtung_Rot.jpg

    Komfort

    Bereits beim ersten Aufsetzen des Headsets, ohne irgendwelche Einstellungen am Kopfband vorzunehmen, fühlte sich das Headset schon recht gut an. Das Kopfband lässt sich über einen Klettverschluss an der Oberseite schnell und einfach an die Kopfgröße anpassen, sodass die Ohrmuscheln auch auf der richtigen Höhe für einen sitzen. Die Ohrmuscheln selbst sind nicht in ihrer Höhe verstellbar (ausziehbar). Die Ohrmuscheln umschließen mit ihrer weichen Stoffpolsterung meine Ohren sehr gut und sind um 90 Grad drehbar, was einen guten und bequemen Sitz zusätzlich unterstützt. Dadurch dass das Headset nicht mit dem Kopfbügel sondern ausschließlich mit dem innen liegenden Teil des Kopfbandes, das Steelseries als Skibrillen-Band bezeichnet, auf dem Kopf aufliegt sitzt das Headset gut und ohne störendes Drücken auf dem Kopf.

    Bedienung

    Die Inbetriebnahme des Headsets ist recht simpel und wird durch Bilder auf Etiketten an den Kabeln, die Zeigen welcher Anschluss z.B. an das Headset und an das GameDAC gehören unterstützt. Die Kabel haben eine moderate Länge, wobei ich mir bei dem Kabel von GameDAC zu Headset, mit einer Länge von ca. 1,5 Meter, gewünscht hätte, dass dies ein wenig länger ist um die Nutzung des Headsets noch ein wenig angenehmer zu gestalten.

    Nach der Installation der Steelseries Engine 3 wurde das Headset sofort und richtig erkannt und war nach einer kurzen Einführung auf dem OLED-Display des GameDACs, die allerdings auf Englisch ist, einsetzbar. Abgesehen vom Verbinden der Engine mit Discord, lassen sich in der Engine auch PrismSync sowie der Audio Visualizer von Steelseries einschalten, auf die ich allerdings in meinem Test nicht weiter eingegangen bin. Des Weiteren können eigenen Profile für Einstellungen angelegt und z.B. bestimmten Spielen zugewiesen werden. Auch diverse Einstellungsmöglichkeiten wie z.B. Beleuchtung, Mikrofonlautstärke und Einstellung im Bezug auf das Display des GameDACs, die in der Engine vorgenommen werden können habe ich größtenteils außen vor gelassen, da diese überwiegend auch über den GameDAC einstellbar sind.

    Das Headset selbst hat an der linken Ohrmuschel, wo sich auch das Mikrofon befindet, eine Taste um das Mikro stumm zu schalten, die eine schöne Haptik aufweist und sich ohne großes Suchen mit der Hand schnell finden lässt. Darunter befindet sich ein Rad um die Lautstärke anzupassen, was allerdings beim Betrieb mit GameDAC in der Regel auch hiervon bei mir übernommen wurde.

    Generell empfand ich die Verwendung des GameDACs als sehr intuitiv und angenehm ohne großartige Eingewöhnungszeit zu benötigen. Über die verschiedenen Menüpunkte wie Audio, Input, Output, Display & Illumination wird das anpassen der Einstellungen schnell und einfach ermöglicht. Hierbei habe ich mich die meiste Zeit im Grundmenü und im Audiomenü aufgehalten.
    Im Grundmenü lässt sich schnell und sehr angenehm die Lautstärke über das Steuerrad anpassen und das Lautstärkeverhältnis zwischen Voicechat und Spielsound anpassen.
    In die Menüs gelangt man schnell durch gedrückt halten des Steuerrads und kann mit einem einfachen Druck auf das Steuerrad in die Untermenüs. Zurück kommt man durch eine kleine Taste neben dem Steuerrad.
    Im Untermenü Audio lässt sich neben anderen Einstellungen auch der Equalizer, der bereits mit guten Presets ausgestattet ist, aber auch eigene Einstellungsmöglichkeiten bietet, anpassen. Des Weiteren kann man hier schnell und einfach die Lautstärke des Mikrofons einstellen, was man bei vielen anderen Headsets deutlich umständlicher in der Treibersoftware oder in den Menüs der verwendeten Voicechat-Software wie Teamspeak, Discord, etc. anpassen muss.
    Auch den schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Equalizer-Einstellungen der über dieses Menü möglich ist empfand ich als sehr angenehm z.B. beim Wechsel von Musik auf ein Video bei dem Sprache im Vordergrund steht.
    In einem weiteren Untermenü (Illumination) lässt sich ebenso schnell die Beleuchtung der Ohrmuscheln und des Mikrofons anpassen. Hier hat man die Wahl zwischen diversen Farbwechselvarianten, ein paar statischen Farben und dem vollständigen Abschalten der Beleuchtung. Weitere Farbvariationen, Farbwechsel und auch von einander unabhängige Einstellungen zu der linken und rechten Ohrmuschel können natürlich über die Engine eingestellt werden.
    Bei der Benutzung des GameDACs im Zusammenspiel Discord wird auf dem GameDAC-Display angezeigt wer gerade spricht. Befindet man sich allerdings mit vielen Personen im Voicechat, die dann noch gleichzeitig oder im schnellen Wechsel sprechen, führt dies zu einem wilden Treiben auf dem Display. Wen das stört, der sollte vielleicht die Displayhelligkeit ziemlich gering stellen oder es nicht permanent im Blickfeld haben.
    Das GameDAC-Menü ist auf Englisch und ich habe keine Möglichkeit gefunden dies umzustellen. Ich persönlich habe keine Probleme damit und denke auch Personen mit wenig Englischkenntnissen würden sich trotz Bezeichnungen wie „Brightness“ ohne weiteres in den Menüs zurecht finden.

    Die Beleuchtung des Mikrofons empfand ich in der Benutzung als sehr praktisch, da man mit einem kurzen Blick nach unten sehen kann ob das Mikrofon über die Taste stumm geschaltet ist, da die Beleuchtung nur in diesem Fall an ist. Allerdings könnte die Beleuchtung bei Verwendung des Mikros ohne Popschutz auch schnell ein störender leuchtender Fleck im Blickfeld werden, da sie hierbei nicht durch den Popschutz abgedämmt wird.

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    Audioqualität & Lautstärke

    Die Audioqualität des Arctic Pro empfand ich durchweg als sehr gut. Sowohl bei Musik, als auch Sprache waren satte Tiefen und klare Höhen erkennbar. Auch im Voicechat waren anderen Personen klar und deutlich hörbar und auch bei regen Unterhaltungen, bei denen viel durcheinander geredet wird, konnte man alle gut verstehen und auseinander halten.
    Wer beim hören von Musik aus dem Klang noch ein wenig mehr heraus holen möchte, der kann dies schnell und ohne großartige Kenntnisse zu benötigten über die vorhandenen Presets im Equalizer erreichen.
    Ebenfalls sehr positiv ist im Test das Panning, also die Abmischung des Klangs im Raum (links/rechts etc.) des Headsets aufgefallen. Hierdurch entsteht bei gewissen Spielen wie z.B. diversen Shootern oder auch Spielen aus dem Horrorbereich eine gute Umgebungswahrnehmung und Atmosphäre.
    Was die reale Umgebungswahrnehmung angeht ist mir leider bereits beim ersten Aufsetzen des Headsets aufgefallen, dass dieses nur eine mittlere Abschirmung gegenüber Umgebungsgeräuschen bietet. Sobald etwas über das Headset abgespielt wird ist die Unterdrückung selbstverständlich größer, wodurch auch dies für mich nur einen kleinen Kritikpunkt darstellt und vermutlich hauptsächlich daher, dass ich eine stärkere Abschirmung gewohnt bin. Wer also nicht gerade eine laute Waschmaschine neben dem Schreibtisch stehen hat oder mit Mitbewohnern, die gerne den Fernseher oder ihre Musik laut aufdrehen, zusammen wohnt, wird hier vermutlich auch nur wenig Probleme haben.

    Den zur Verfügung stehenden Lautstärkebereich würde ich als vollkommen ausreichend beschreiben. Sowohl bei niedriger als auch hoher Lautstärke ist der Klang konstant gut geblieben. Die Regelung der Lautstärke habe ich überwiegend über den GameDAC vorgenommen, wo ich mich meist in einem mittleren Bereich befand.


    Sprachqualität

    Einer der Aspekte die mich am Arctis Pro deutlich positiv überrascht haben war die Qualität des Mikrofons. Um dies zu testen habe ich über das OBS Studio mehrere Testaufnahmen gemacht in denen ich zum Vergleich auch das Mikrofon meines bisherigen Headsets, das eher aus einer mittleren Preisklasse stammt, verwendet. Im Gegensatz zu diesem bestach das Arctis Pro durch klaren Klang, kaum Umgebungsrauschen und einer sehr klangvollen Aufnahme der Stimme. Hierbei kann man auch einen geringen Unterschied bemerken je nachdem ob man das Mikro mit oder ohne Popschutz verwendet, weshalb ich eine Verwendung zwar empfehlen würde aber auch eine Verwendung ohne Popschutz ohne großen Verlust der Sprachqualität möglich ist. Auch noch zu erwähnen ist, dass das Headset eine Mikrofon-Rückhör-Funktion beinhalten, das heißt man hört sich über das Headset beim sprechen selbst. Dies unterstützt eine natürliche Sprechweise und ist in der Engine in 3 Stufen abstufbar oder kann dort auch deaktiviert werden. Des Weiteren möchte ich hier auch noch einmal die schnelle Anpassung der Aufnahmelautstärke über den GameDAC hervorheben.
    Bei der Verwendung des Mikrofons für Voicechat ist die gute Sprachqualität des Headsets aufgefallen und wurde somit positiv von anderen kommentiert.


    Verwendung mit Smartphone/Tablet


    Durch den mitgelieferten Adapter auf 3,5mm Klinke lässt sich das Headset auch gut mit einem Smartphone, Tablet etc. verwenden. Auch hier bietet das es einen schönen und klaren Klang, die Beleuchtung bleibt hierbei aber natürlich aus. Positiv ist im Test die Verwendung in Verbindung mit Videotelefonie aufgefallen da man hierbei auch von der Sprachqualität des Mikrofons profitiert.


    Langzeittest

    Im Dauertest mit einer nahezu durchgängigen Benutzung des Headsets über einen Zeitraum von ca. 7 Stunden durfte ich feststellen, dass das Headset auch bei langer Nutzung noch immer angenehm auf dem Kopf sitzt ohne störendes Drücken zu verursachen. Ebenfalls positiv lässt sich sagen, dass die Ohren trotz Polsterung nicht übermäßig warm werden.
    Das in meinen Augen relativ kurze Kabel von GameDAC zu Headset schränkt allerdings die Bewegungsmöglichkeiten ein wenig ein, vor allem wenn man dieses beispielsweise hinter Monitoren verlegt hat.


    Preis-/Leistungsverhältnis

    Das Arctis Pro ist mit seinem Preis natürlich kein Headset für den kleinen Geldbeutel, Steelseries bietet für das Geld allerdings ein Headset mit auffallend gutem Klang sowie einem Mikrofon das mit einer sehr guten Sprachqualität trumpfen kann. Auch der sehr praktische GameDAC muss hier noch einmal erwähnt werden.
    Bei der Überlegung wer denn besonders von diesem Gerät profitieren könnte dachte ich zunächst an Freizeit-Streamer die sowohl von dem Sound, aber auch dem guten Mikrofon etwas hätten. Hierbei muss man allerdings bedenken, dass man für einen vergleichbaren Betrag sich auch eine Kombination aus einem Studiokopfhörer und einem Großmembran-Mikrofon anschaffen könnte.


    Fazit

    Mein Fazit aus diesem Test fällt durchgängig sehr positiv aus. Die Sound- sowie die Sprachqualität konnten überzeugen und der GameDAC bestach durch die schnelle und praktische Möglichkeiten Einstellungen anpassen zu können. Auch wenn ich ein paar kleine Kritikpunkte, wie die nicht vorhandene Kabelummantlung finden konnte, überwiegt hierbei einfach die gute Qualität in den entscheidenden Bereichen. Für die Zukunft bin ich gespannt ob Steelseries für dieses Headset oder einen Nachfolger noch mehr Möglichkeiten zur Individualisierung schaffen wird, beispielsweise durch weitere Kopfbänder oder seitliche Abdeckungen.
    Wer also ein Headset mit gutem Klang, einem guten Mikrofon und einem praktischen Tischmodul sucht und bereit ist hierfür auch ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen, der wird mit dem Arctis Pro aus dem Hause Steelseries bestimmt eine Menge Spaß haben.

    Zum Schluss versuche ich das Ganze noch in einer Sterne-Bewertung zusammen zu fassen:

    Design: 4/5 Sterne
    Verarbeitung: 5/5 Sterne
    Komfort: 5/5 Sterne
    Bedienung: 5/5 Sterne
    Audioqualität: 5/5 Sterne
    Sprachqualität : 5/5 Sterne
    Lautstärke: 5/5 Sterne
    Langzeittest: 4/5 Sterne
    Preis/Leistung: 4/5 Sterne

    Somit ergibt sich eine Gesamtwertung von 4,5 von 5 Sternen.

  9. #9

    Standard

    Steelseries Rival 600 USB

    Ich durfte die Steelseries Rival 600 USB-Maus für Mindfactory testen und habe euch einen kleinen Testbericht zusammengeschrieben.


    Schon auf der Verpackung sieht man die Grundfarbe sowie die Felder, die eingefärbt werden können. Die Maus ist auf dem Cover in originaler Größe abgebildet, damit man sich gleich ein Bild machen kann.
    Außerdem werden die wichtigsten Infos nochmal zusammengefasst.
    Art der Sensorik (Truemove 3+ mit dem Hinweis auf „The world’s best dual optical sensor system“), Lift off distance, Abtastrate und -Dichte, welche Hand, welches Gewicht und wieviele Zonen unabhängig RGB-gefärbt werden können.

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    Beim Öffnen der Box wird man mit einem inspirierenden Spruch an alle Gamer begrüßt, bevor man das gute Stück endlich zu Gesicht bekommt. Booklet, Gewichte (8x4 Gramm) und Kabel (2M) sind gut verstaut und lenken nicht vom ersten Eindruck von der Maus ab.

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    Das Handbuch geht erst auf den Download der Steelseries Engine-Software ein, die für das Einpflegen von GameSense („reaktive Beleuchtung, haptische Warnungen und OLED-Nachrichten“), Einstellungen der Farben und spielspezifische Tastenbelegungen und Makros benötigt wird.
    Verfügbare Sprachen sind Englisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch Deutsch, Russisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch.
    Des Weiteren wird kurz auf die einzelnen Bereiche der Maus eingegangen, gefolgt von der Konfiguration der beigefügten Gewichte.

    Es können nach dem abziehen der magnetischen Seitenabdeckungen auf jeder Seite bis zu vier Gewichte platziert werden. Die Gewichte lassen sich leicht platzieren und entfernen und wirken dadurch etwas locker, werden jedoch von den Abdeckungen fest und ohne zu wackeln oder gar klappern am angestammten Platz gehalten. Das Gesamtgewicht kann somit von 96 Gramm ohne eingelegte Gewichte auf bis zu 126 Gramm mit allen acht Gewichten verändert werden. Beworben werden 256 „weight and balance configurations“, diese kommen durch die Möglichkeit zustande, die Gewichte von vorne nach hinten nach Belieben auf die dafür vorgesehenen Plätze verteilt werden können. Dadurch kann beispielsweise mehr Gewicht auf den hinteren Teil der Maus verlagert werden, um ihr mehr Stabilität in einem lockeren Griff zu geben. Sonderlich groß wirken die Unterschiede allerdings im ersten Test nicht, hier steht wohl die Vorliebe und Gewohnheit des einzelnen Users im Vordergrund.

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    Obwohl ich große Hände habe und mir selbst die ein oder andere größenverstellbare Maus zu klein war, liegt die Rival 600 dank ihrer langen Tasten und der flachen Rundung wunderbar in der Hand. Dabei ist es unerheblich, ob sie im „Palm“- oder im „Claw“-Griff gehalten wird. Meiner Freundin, die kleinere Hände hat, bietet sie dennoch genug Fläche für einen stabilen Griff, ohne selbst bei längerer Benutzung anstrengend zu werden. Allerdings sind mit einer kleineren Hand nicht alle drei seitlichen Knöpfe mit dem Daumen perfekt zu erreichen. Die Oberfläche ist fest gummiert, fühlt sich also weich an und ist griffig, reagiert aber trotzdem präzise auf jegliche Bewegungen der Hand und hat einen klaren Schwellwert des Klicks.

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    Das ebenfalls fest gummierte Mausrad ist leichtgängig, aber dennoch präzise. Beim Klick auf das Mausrad reagiert es sofort und bietet kein Spiel, was die Benutzung jedoch nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr natürlich und präzise macht.
    Eine Kuriosität allerdings ist die Benutzung des Mausrades, wie auch allen anderen Mäusen auf einem Mac- und Powerbook neuerer Generationen: da das Scrollen auf dem Mauspad andersrum ist als auf Windows-Laptops, funktioniert das Mausrad ebenfalls andersrum. Um also nach oben zu gelangen, muss man nach unten Scrollen. Die „natürliche Scrollrichtung“, wie Apple es nennt, lässt sich jedoch in den Systemeinstellungen wieder umkehren. Das dreht jedoch auch die Scrollrichtung auf dem Trackpad um, eine weitere Möglichkeit bietet die Software (s.u.).

    Die Kalibrierung des speziellen, neuen lift off-Sensors wird ebenfalls kurz beschrieben – was aber völlig ausreichend ist, da sich das System tatsächlich und wie beschrieben mit kurzem halten der geschickt platzierten Taste konfiguriert (Auto-Modus).

    Die Geschwindigkeit der Maus setzt sich (egal ob auf Windows oder auf Mac) jedoch bei jedem neuen Anstecken (ohne SteelSeries Engine) auf den Ausgangswert zurück, der für mein Empfinden zu niedrig ist. Durch einen Klick auf die selbe Taste, mit welcher auch der lift off-Sensor konfiguriert wird, lässt sich die Empfindlichkeit jedoch zwischen zwei Einstellungen wechseln. Besagte Taste ist clever so hinter dem Mausrad platziert, dass sie dort nicht stört und man auch bei hitzigen Gefechten und höherer APM nicht aus Versehen drauf klickt. Die Werkseinstellungen sind 800 und 1600 CPI.

    Der Hersteller wirbt damit, dass in der Rival 600 der „erste echte 1-zu-1-Sensor“ verbaut sei - und tatsächlich besticht sie durch extreme Präzision auf diversen Untergründen. Selbstredend sollte die Fläche möglichst grade und glatt sein, aber auch auf grob behandeltem Holz oder leicht reflektierenden Metallunterlagen funktioniert das Tracking zuverlässig. Speziell für Mäuse (oder gar das Gaming) entwickelte Unterlagen wie Stoff-, Gummi- oder Plastikpads erwähne ich nur am Rande, da darauf natürlich exzellente Ergebnisse erzielt werden. Diese bieten zusätzlich die besten Gleiteigenschaften, da auf gröberem Untergrund die Maus selbst nicht so gut gleitet, dementsprechend mehr Kraft nötig ist und die Hand schneller ermüdet. Nur (ungefärbtes) Glas ist keine Option, da die Positionsbestimmung über einen optischen Sensor erfolgt, der in dem Falle in’s leere greift.

    Damit allerdings diese Präzision erreicht werden kann, müssen unterstützende Systeme wie z.B. Zeigerbeschleunigung allerdings deaktiviert sein, da ansonsten die 1-zu-1-Übertragung nicht gegeben ist.

    Sie ist, wie bei USB-Periphäriegeräten üblich, sowohl auf Windows als auch auf Mac OS plug-and-play.

    Zur Reinigung sei an dieser Stelle noch ein kurzes Wort verloren:
    Durch die großen Spalte zwischen den einzelnen Teilen lagert sich Schmutz relativ leicht an. Dadurch, dass die seitlichen Elemente allerdings entfernt werden können, gibt es keine Bereiche, an die man nicht gut kommt.

    Nach dem eigentlichen Test der Grundfunktionen der Maus möchte ich noch einen kurzen Überblick über die Steelseries Engine und deren mögliche Konfiguration an der Rival 600 geben.

    Die Software erlaubt etliche zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten, auf die ich jeweils mehr oder weniger tief eingehen werde.

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    Belegung aller Tasten:
    Jede Taste lässt sich völlig frei belegen. Ob man beispielsweise die Funktion Linksklick auf einer der drei Daumentasten haben will, oder das hochscrolen auf der rechten Maustaste, ist nur der Anfang. Genauso kann man an dieser Stelle auch die Scrollrichtung umdrehen, ohne in die Systemeinstellungen und die „natürliche Scrollrichtung“ von Macs einzugreifen. Alle Tasten der Tastatur wie Buchstaben, Umschalt, Steuerung, Alt, alles schnell wählbar. Danach wird es wirklich umfassend: Multimediafunktionen, Programme und Spiele starten, sowie Arbeitsschritte wie copy/paste, Fenster schließen und etliche andere sind ebenfalls möglich. Wem das immer noch nicht reicht, der kann sich seine eigenen Makros (mittels des integrierten Makro-Editors schnell, intuitiv und völlig selbsterklärend) programmieren. Allen Funktionen lässt sich Klick oder Klick-off zuweisen.

    Empfindlichkeit:

    Hier lassen sich zwei CPI-Werte in Schritten zu 100 zwischen 100 und 12000 einstellen, zwischen denen wie oben beschrieben auf Tastendruck gewechselt werden kann. Beim erneuten anstecken der Maus ist jeweils der erste aktiv.


    Hubabstand:

    Bestimmt den Abstand zur Oberfläche, bei dem noch eine Bewegung erkannt wird. Ein niedriger Wert bedeutet also, dass bereits leichtes Abheben der Maus ausreicht, um sie ohne Bewegung des Cursors auf dem Untergrund zu bewegen oder umzusetzen.
    Dies ist die manuelle Anpassung der Konfiguration durch die lift off-Taste.


    Beschleunigung / Verzögerung:

    Ein höherer Wert bei „Beschleunigung“ bewegt den Cursor bei schnellen Bewegungen der Maus schneller als die eingestellten CPI, während „Verzögerung“ bei langsamen Bewegungen den Cursor verlangsamt.
    Dies wirkt sich allerdings auf die 1-zu-1-Übertragung aus, die dementsprechend bei langsamen oder schnellen Bewegungen nicht mehr gegeben ist.


    Angle Snapping:

    Angle Snapping begradigt bei einer höheren Einstellung Schwankungen bei Linienbewegungen.
    Allerdings hat auch dies Auswirkungen auf die 1-zu-1-Übertragung.


    Polling-Rate:

    Die Polling-Rate kann zwischen 125, 250, 500 und 1000 Hertz gewählt werden und bestimmt, wie oft die Maus pro Sekunde mit dem Computer kommuniziert.


    Beleuchtung:

    Die Rival 600 hat acht komplett unabhängig voneinander ansteuerbare Zonen, die sich mit verschiedenen Effekten und Farben belegen lassen.
    Die Farben lassen sich entweder in 255 Schritten jeweils Rot, Grün und Blau oder als Hexadezimal-Code konfigurieren.
    An Effekten gibt es Gleichbleibend, ColorShift (Farbwechsel mit vorher bestimmten Farben mit weichem Wechsel), Buntes Atmen (Farbwechsel mit vorher bestimmten Farben mit Wechsel über Schwarz) oder Reaktive Taste (Farbwechsel durch Klick auf die benachbarte Taste).

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    Fazit:

    Nach der Wahl der gewünschten Unterlage und Abtastgenauigkeit bietet die Rivas 600 beeindruckende Präzision und entwickelt sich sehr schnell zu einer unbewussten Verlängerung des Arms. Mit der richtigen Wahl der Gewichte ist sie eine echte Wucht und der Cursor verhält sich genau so, wie man es will.
    Auch nach langer und intensiver Benutzung wird die Hand nicht müde und die Steuerung nicht schwammig und unpräzise.
    Der auf den ersten Blick hohe Preis ist durch die gute Verarbeitung und das gute Ansprechverhalten sowie die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten gerechtfertigt.
    Ein rundum gelungenes Produkt für Gamer, die ein bereit sind, für hochwertige Technik ein paar Euro auszugeben. Höchste Ansprüche in den Bereichen Strategie oder Shooter sowie der Arbeit mit Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme werden definitiv erfüllt. Die Möglichkeiten, das Farbdesign den eigenen Vorstellungen anzupassen macht sie außerdem zu einem ansehnlichen Stück Peripherie - und sehr passend zu den anderen Produkten von SteelSeries.

  10. #10

    Standard

    Rezension der Steelseries Rival 600

    Optik, Haptik und Bedienerfreundlichkeit

    Gleich zu Anfang fiel mir das etwas kantige Profil der Rival 600 auf, was mir sehr gefiel.
    Schnittig im Design, die optisch reizvollen LED beleuchteten Bereiche und das angenehme Feeling
    der „Black Soft Touch“ Oberfläche – das machte auf mich sofort einen sehr wertigen Eindruck.
    Zur Rival 600 gehört ein abnehmbares gummiertes USB Kabel.
    Der Abstand des Kabels zur Unterlage ist genügend hoch, so daß keine Beeinträchtigungen seitens des Kabels beim Spielen entstehen.
    Die Kabellänge beträgt 2 m und ist durch die Gummierung flexibel und nicht steif.
    Wenn man die Maus das erste Mal in die Hand nimmt, bemerkt man sofort das leichte Gewicht von nur 96 Gramm.
    Sie ist ein echtes Leichtgewicht unter den Mäusen.

    Die ergonomischen Eigenschaften dieser Maus haben mich sofort überzeugt.
    Sie fügt sich wie von selbst in die Hand mit ihrem angenehm weichen und zugleich festen Grip.
    Dies rührt u.a. von den Silikonflächen an den Flanken der beiden Seitenteile her.
    Insgesamt ist die Ergonomie der Rival 600 für Rechtshänder gedacht.
    Ich habe eine kleine bis mittelgroße Hand und benutze den sogenannten Calm Griff.
    Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, daß die Maus mit ihren 131 mm zu groß für mich ist.
    Im Gegenteil. Ich empfinde die Länge und Form der Maustasten als optimal im Gesamtdesign.
    Sie ist sehr gut für alle beiden Griffarten geeignet, für den Calm – sowie den Claw Griff.
    Die Gesamthöhe der Maus von 43 mm und die Form der Handballenablage ist perfekt.
    Ich bin der Meinung, daß sie für kleinere wie für größere Hände sehr gut geeignet ist.

    Taster, Tasten und Beleuchtung

    Die Rival 600 besitzt 7 Tasten, die über die Steelseries Engine 3 frei programmierbar sind.
    Die drei Daumentasten auf der linken Seite sind sehr gut erreichbar.
    Die nicht zu großen Tasten mit ihrem direkten und angenehm leichtem Druckpunkt sind wirklich ansprechend.
    Bei anderen Mäusen mit Daumentasten habe ich öfter das Problem gehabt, auf den Punkt genau die jeweilige Taste zu finden.
    Das galt vor allem für die vordere Daumentaste. Das ist mir bei bei dieser Maus in den vielen Spielstunden nicht passiert.
    Und wir wissen alle, wie überlebenswichtig es in einem Shooter sein kann, in Bruchteilen einer Sekunde die richtige Taste zu finden.

    Zusätzlich zu den Daumentasten sind die linke, rechte und mittlere Maustaste und ein DPI Schalter programmierbar.
    Ich spiele meistens Shooter und RPG Action Games und komme sehr gut mit der Anzahl der Tasten aus.
    Bei der Rival 600 haben wir sehr umfangreiche RGB-Beleuchtungsmöglichkeiten mit vielen Einstellungen.
    Die LED-RGB Beleuchtung kann über die Steelseries Engine 3 programmiert werden.
    Wenn man möchte, bis zu acht Beleuchtungszonen unabhängig voneinander.
    Wer mehrere Steelseries Geräte besitzt, kann die Beleuchtungseffekte untereinander synchronisieren, Einstellungen abspeichern und teilen.
    Da bleiben kaum Wünsche offen und ist der Traum eines jeden Modders.
    Natürlich kann man auch die Beleuchtungseffekte deaktivieren.
    Die Steelseries Engine 3 Software ist auf der Homepage von Steelseries zum Download verfügbar.


    Druckpunkt und Feedback

    Bei den vielen Mäusen, die ich schon im besaß, achtete ich immer zuerst auf die Ergonomie, die Haptik und den Druckpunkt der Maustasten.
    Das waren für mich unter anderem die wichtigsten Kriterien. Weil ich oft Shooter spiele, bin ich da besonders sensibel.
    Bei der Rival 600 empfinde ich persönlich den Druckpunkt als sehr optimal.
    Er ist direkt, gefühlt nicht schwergängig, sehr präzise und mit einer klaren Rückmeldung.
    Nun wird das jeder Spieler subjektiv anders empfinden, wie vieles beim Spielen.
    Für mich ist das Auslösen des Klicks sehr angenehm.
    Die Ursachen dafür liegen an der neuen revolutionären Split Trigger Mechanik der Schalter.
    Sie sind außerdem für die enorme Lebensdauer von 60 Millionen Klicks ausgelegt.

    Funktionen und Features

    Was mich neben den überzeugenden ergonomischen Eigenschaften noch ansprach, waren die technischen Features, die die Rival 600 auszeichnet.
    Und da hat die Rival etwas ganz Besonderes zu bieten: sie hat nämlich zwei Sensoren.
    Das innovative Sensorsystem „True Move3+“ hat einen True Move3 Sensor
    mit bis zu 12000 CPI und 350 IPS. Die CPI kann ich in Einheiten von 100 CPI einstellen.
    Hier wird im Unterschied zu Konkurrenzprodukten nicht nur auf die reine CPI gesetzt.
    So habe ich ein absolut reines Umsetzungsverhalten der Mausbewegung auf das Mauspad – keine Latenzen, Zeigerzittern oder andere Verzerrungen.

    Als Zweites haben wir einen zusätzlichen Tiefen-Sensor.
    Im Gegensatz zu anderen Konkurrenzprodukten, berechnet diese Maus die Lift-Off Distanz nicht aus dem Input des Primärsensors,
    sondern mit einem Tiefensensor der jüngsten Generation.
    Die Einstellung der Lift-Off Distanz von 0,5 bis 2 mm kann ich in der Engine3 Software einstellen.
    Der einzige kleine Kritikpunkt ist, daß ich keine nummerischen Angaben habe, sondern nur eine stufenweise Einstellung von niedrig zu hoch.
    Aber endlich habe ich jetzt das Gefühl einer vollständigen Kontrolle und beim Anheben oder Ablegen der Maus ist der Mauszeiger immer an der richtigen Stelle.
    Die versprochene hervorragende Präzision kann ich nur bestätigen aus den vielen Spielstunden mit dieser Maus.
    Deswegen ist die Rival 600 mit ihrer innovativen Sensorleistung wie geschaffen für den E-Sport.
    Mit Hilfe des 32-bit-Arm-Prozessors kann ich außerdem sämtliche Sensoreinstellungen, Beleuchtungseffekte, Schnelltasten und Makros abspeichern,
    um sie später z.B. bei Turnieren jederzeit abrufen zu können.

    Wie ich schon sagte, ist die Rival 600 mit ihren 96 Gramm ein Leichtgewicht. Um dieses eventuell seinen eigenen Erfordernissen anzugleichen,
    stellt uns der Hersteller acht Gewichte mit jeweils 4 Gramm zur Verfügung. So kann man die Balance und das Gewicht bis 128 Gramm anpassen.
    Persönlich benutze ich alle acht Gewichte, weil ich eine etwas schwerere Maus gerne mag. Das kann sich aber je nach Spielart auch ändern.
    Hier habe ich eine ausgeklügelte Gewichts- und Balanceanpassung zur Verfügung, die jeden Spieler begeistern wird.
    Durch die abnehmbaren Seitenteile gelange ich unkompliziert an die jeweils mit vier Gewichten bestückbaren Plätze.
    Die Seitenteile werden mit zwei Magneten fixiert, die fest und sicher einrasten.
    Für mein Gefühl eine sehr gute und unkomplizierte Variante, mit der ich sehr zufrieden bin.
    Da die Gewichte hintereinander an der Längsachse angeordnet werden können, bin ich in der Lage, die Balance genau auszutarieren.
    Für mich ist dies das beste bisher gelöste Gewichts- und Balancesystem bei Gaming-Mäusen.

    Software

    Bei der Software handelt es sich um die bekannte „Steelseries Engine 3“, die auf der Homepage von Steelseries herunter geladen werden kann.
    Hier können wir eine endlose Anzahl von Spielprofilen anlegen und unsere Steelseries Geräte individuell für das jeweilige Spiel optimieren.
    Nach der Installation erkennt die Software die angeschlossenen Geräte, wie etwa Mäuse, Headsets und Keyboards.
    Zwei CPI Einstellungen, sowie für Snaping, Polling Rate, Hub-Distanz, Beschleunigung und Verzögerung, Angle Snapping und Makro Editor besitzt die Engine.
    Sieben Tastenzuweisungen plus die des Scrolling-Rades kann ich für meine Maus benutzen. Der Makro Editor funktioniert selbsterklärend sehr gut.

    Hinzu kommt, daß die Software einzelne Spiele erkennt und so direkt mit dem Game interagieren kann. Das gilt z.B. für CS:Go, Dota oder Minecraft.
    Die verfügbare Anzahl der Spiele wird sich noch erhöhen. Mit einer anderen Engine App kann ich mit Discord interagieren.
    Das sind nur einige von vielen Möglichkeiten aus der umfangreichen Software.
    Weiterhin habe ich eine vielfältige Beleuchtungseinstellung. Wenn ich möchte, kann ich bis zu acht voneinander unabhängige Farbzonen einstellen.
    Das ganze RGB - Farbspektrum mit den unterschiedlichsten Farb- und Beleuchtungseffekten ist abrufbar.
    Ich kann mir sogar visuell Chatnachrichten anzeigen lassen. Eine Synchronisierung mit anderen Steelseries Geräten ist natürlich auch möglich.
    Ich finde die Einstellmöglichkeiten der Steelseries Engine3 sehr intuitiv und übersichtlich.
    Ich kam sofort mit den unterschiedlichsten Einstellungen zurecht und mußte nie lange suchen.
    Mir fiel auf, daß die Engine regelmäßig mit den aktuellsten Updates versorgt wird.

    Langzeittest

    Nach vielen intensiven Spielstunden bin ich absolut überzeugt von der Rival 600.
    Trotz ziemlicher Beanspruchung bemerkte ich keinerlei Verschleißerscheinungen, wie z.B. an den Seitengriffflächen.
    Die Silikonflächen machen für mich einen sehr hochwertigen Eindruck und das Griffgefühl ist sehr angenehm und sicher.
    Die mechanischen Schalter der Tasten sollen eine Lebensdauer von 60 Millionen Klicks haben. Das ist eine enorme Anzahl.
    Ich besaß vorher die Rival 700 von Steelseries und sie war bis dahin die beste Maus für mich.
    Aber ich erkannte im Laufe der Zeit, die Rival 600 setzt da noch einen drauf.

    Preis- und Leistungsverhältnis

    Letztendlich wird der abschließende Eindruck immer subjektiv bleiben.
    Das liegt u.a. an den unterschiedlichen Spielweisen der Spieler, der Handgriffstellung und an der Größe der Hände.
    Aber in der Summe aller Eigenschaften, wobei für mich insbesondere die Haptik und die innovative Sensortechnik zählt,
    ist die Rival 600 eine der besten unter den jetzigen verfügbaren Gaming - Mäusen und überzeugte mich absolut.
    Deswegen ist der angegebene Preis mehr wie gerechtfertigt.

    Wer hohe Ansprüche als Gamer an seine Peripheriegeräte hat, was sich letztendlich auch auf das Spiel auswirkt,
    dem empfehle ich uneingeschränkt die Rival 600.02.jpg03.jpg04.jpg05.jpg06.jpg07.jpg08.jpg09.jpg10.jpg11.jpg
    Geändert von Argo (30.04.2018 um 19:01 Uhr) Grund: Bilder hinzufügen

  11. #11

    Standard Tester Keepers Aktion zur Steelseries Rival 600

    Die Steelseries Rival 600 liegt sehr gut in der Hand, dabei verwende ich den "Palmgrip". Wobei die beiden Haupttasten sehr angenehm unter den Fingern liegen. Hierzu lässt sich auch direkt sagen, dass die rechte Maustaste sich wesentlich leiser anhört als die linke Maustaste. Mir persönlich ist die dritte Daumentaste zu weit vorne angesiedelt und lässt sich auch mit einer etwas größeren Hand nur schwer erreichen. Die beiden anderen Daumentasten liegen in angenehmer Höhe und lassen sich hervorragend bedienen ohne den Daumen dafür viel bewegen zu müssen.
    Während der Bedienung gleitet die Maus lautlos über das Mauspad und hat mit einem Spielraum von 100 bis 12000 DPI für jeden eine passende Geschwindigkeit dabei. In der Steelseries Engine (Steelseries Software) lassen sich zwei DPI Profile festlegen angenehm über die DPI Taste unter dem Mausrad bequem wechseln.
    Die Gelpads am Rahmen sorgen für einen sehr angenehmen Sitz in der Hand passen sich mit der Zeit den Fingern an um einen optimalen Griff zu Gewährleisten. Die Tasten selbst haben einen etwas stärkeren Widerstand, was mir allerdings sehr entgegen kommt und reagieren mit einem Eindeutigem Klicken.
    Dabei lässt sich noch bemerken, dass über die Steelseries Engine 3 einstellen lässt ob die Aktionen schon bei betätigen der Maustaste oder erst bei wieder loslassen der Taste in Kraft treten sollen.

    Was mich während des Auspackens etwas gewundert hat, war die Tatsache das die Maus kein Kabel dran hatte. Das Anschlusskabel liegt in der Verpackung seperat bei. Hier hatte ich meine ersten Bedenken ob das so sinnvoll ist, da das Kabel gerade bei intensivem Gebrauch sich einfach loswackeln könnte. Als ich das 2 Meter lange (habe ich extra ausgemessen) Micro-USB-Kabel dann in die dafür vorgesehene Buchse steckte war mein Bedenken weggefegt: Das Kabel hält absolut Bombenfest in der Buchse und lässt sich nur nach etwas kräftigerem ziehen entfernen. Die Vorteile davon liegen auf der Hand: Wenn die Maus für LAN-Parties oder sonstiges mal transportiert werden muss, kann das Kabel einfach ausgeklingt werden und seperat transportiert werden. Ich habe bisher noch keine so einfache und effiziente Lösung gesehen um einen Kabelbruch zu verhindern. Desweiteren lässt sich das Kabel durch den Micro-USB Anschluss sehr leicht ersetzen und es bedarf keinem teuren Spezialkabel.

    Zur Beleuchtung: Ich bin großer Fan von schön beleuchter PC Hardware. Die Maus leuchtet in der Standardeinstellung einfach nur abwechselnd in verschiedenen Farben. Über die Steelseries Engine lässt sich die Beleuchtung frei variieren. Von normalen Color Shift, pulsierend oder reaktive Tasten. Reaktive Tasten bedeutet, dass für eine oder mehre Zonen eine aktive Farbe und eine inaktive festgelegt wird. Wann immer eine Maustaste betätigt wird, wechselt die Maus von der inaktiven zur aktiven Farbe.
    Die Beleuchtung ist in 8 verschiedene Zonen unterteilt, die sich alle nach ganz persönlichen vorlieben anpassen lassen.

    Bei dem TrueMove3+ Feature musste ich mich tatsächlich erst einmal auf der offiziellen Seite von Steeleries schlau machen was das sein soll. Es gibt also einen zweiten Sensor an der Maus, dessen einzige Aufgabe es ist, den Abstand zum Mauspad zu berechnen. Sobald die Maus angehoben wird, schaltet die Maus den eigentlichen Bewegungssensor ab und man kann die Maus bei nur minimaler Anhebung über das Mauspad bewegen ohne den Cursor auf dem Bildschirm zu verschieben. Erst habe ich das gar nicht so wirklich zur Kentniss genommen, aber dann nach einiger Zeit mal wieder meine alte Maus angeschlossen und erst dann bemerkt man das TrueMove3+ Feature und vermisst es ziemlich schnell.

    Die acht Gewichte haben nahezu wirklich 4g, das tatsächliche Gewicht liegt allerdings etwas niedriger: zwischen 3,75g - 3,85g, also trotzdem noch vollkommen im Rahmen.
    Um die Gewichte in die Maus einzusetzen werden die Rahmen links und rechts einfach mit dem Fingernagel weg geklappt. Links und Rechts kommen anschließend 4 Felder zum vorschein in welche die Gewichte eingesetzt werden. Die beiden Rahmen werden wieder dran gesetzt und schnappen selbstständig über Magnete zu und werden dadurch an dem Mauskörper gehalten. Die nicht benötigten Gewichte kann man in einer kleinen Tasche aus Silikon einklippen und dort verwahren.
    Durch die Gewichte kann das Handling der Maus ganz den eigenen Wünschen angepasst werden. Die Rival 600 verhält sich mit zwei Gewichten vorne anders als mit zwei Gewichten hinten. Ich persönlich bevorzuge den ausgeglichen Stil mit zwei Gewichten an Vorne und zwei hinten.

    Zum Handling: Die Maus lässt sich angenehm sowohl in Shootern, MMO als auch RTS sehr gut bedienen auch wenn ich mir das ein oder andere mal eine Taste oberhalb des Mausrades gewünscht hätte um dort Shortcuts zu speichern.
    Die Spiele die ich zum testen gespielt habe um wirklich möglich viele Situationen abzudecken waren: Overwatch, World of Warcraft, Starcraft, Mirrors Edge Catalyst und Dishonored 2.

    Ein zusätzliches Feature welches sich Angle Snapping nennt ist mir tatsächlich erst wesentlich später aufgefallen. Dieses Feature verhindert, dass sich die Maus nach oben oder unten bewegt wenn man die Maus seitlich gerade ziehen möchte. Dies kann gerade für Spiele sehr praktisch sein in denen man als Sniper agiert oder auch für diverse Bild- und Videobearbeitung.

    Noch ein Wort zur Software, der Steelseries Engine 3. Sie ist wirklich gut und einfach aufgebaut und bietet auch über die kleinen Fragezeichen viele Hilfsstellungen wenn man bei einem Feature wie z.B. dem Angle Snapping nicht weiß um was es sich dabei handelt. Sehr gut gemacht und wenn man mehrere Steelseries Produkte verwendet werden alle dort verwaltet und können in der Engine programmiert und bearbeitet werden.


    Preislich ist diese Maus ehrlich gesagt schon fast zu günstig wenn ich sie mit den vorher besessenen Mäusen von Razer oder Roccat vergleiche. Bei meiner alten Razer Copperhead kam es innerhalb von 2 Jahren zum Kabelbruch, worum ich mir bei der Rival 600 wirklich keine Sorgen machen muss. Während bei meiner Roccat Kone mit der Zeit scheinbar die Federungen der Maustasten korridiert sind und die Tasten nicht mehr zurückgesprungen sind. Hier benötigt es allerdings einen Langzeittest für die Rival 600.

    Einziges wirkliches Manko was ich an der Steelseries Rival 600 auszusetzen habe: obwohl die Rahmen abbaubar sind und die Maus ohne Rahmen perfekt symmetrisch ist, gibt es keine Rahmen für linkshänder zu kaufen. Außerdem würde ich mir noch Wechselrahmen in verschiedenen Farben wünschen, muss aber nicht sein.

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