Danke Danke:  0
Gefällt mir Gefällt mir:  0
Ergebnis 1 bis 16 von 16

Thema: CORSAIR CARBIDE Testers Keepers

  1. #1
    Mindfactory AG Avatar von Marketingman
    Registriert seit
    17.06.2013
    Beiträge
    26
    Post Thanks / Like

    Standard CORSAIR CARBIDE Testers Keepers

    Hier findet Ihr die Produktberichte unserer CORSAIR CARBIDE Testers Keepers Aktion vom 22.01.-28.01.2018.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam

    signaturbild - CORSAIR CARBIDE Testers Keepers
    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  2. #2
    Private
    Registriert seit
    05.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard Bewertung Corsair TX650M Netzteil

    Im Rahmen der „Testers Keepers“-Aktion von Mindfactory wurde ich als Tester für das Corsair TX650M Netzteil ausgewählt, welches ich euch hiermit vorstellen möchte.
    Zunächst möchte ich auf den Lieferumfang eingehen. Das TX650m von Corsair kommt in einer schwarz-gelben Schachtel, die folgendes enthält:
    - Das Netzteil selbst
    - 2 SATA-Kabel
    - 2 PCI-Express Kabel mit zwei 6+2 Pin Steckern
    - 1 ATX-Kabel mit 8 Pins für die CPU
    - 1 ATX-Kabel mit 24 Pins
    - 1 Floppy Adapter
    - Schrauben und Kabelbinder
    - Bedienungsanleitung und Garantiehinweise.
    Laut Bedienungsanleitung sollte ebenso noch ein Kabelbeutel sowie ein „Cooler Master“-Gehäuseaufkleber enthalten sein. Diese Artikel waren bei meinem Testprodukt jedoch nicht enthalten. Schade eigentlich.
    1.jpg
    2.jpg
    3.jpg


    Design und Verarbeitung:
    Das Corsair Netzteil ist soweit gut verarbeitet und relativ Kompakt. Weder Lack noch Materialien geben Anlass zur Kritik. Ich konnte keinerlei Schäden am Lack oder am Netzteil selbst feststellen. Alles scheint passgenau zusammengesetzt. Mit seinen Einbaumaßen von 150mm Breite, 86mm Höhe und 140 Länge sollte es in nahezu alle Gehäuse passen. Je nach Einbaurichtung des Lüfters nach oben oder unten ist der Aufkleber auf der linken Gehäuseseite immer zu lesen, da die Seitenaufkleber je nach Einbaurichtung ausgerichtet sind. In meinem Fall ist dies jedoch irrelevant, da in meinem Cooler Master H500p das Netzteil seinen Dienst hinter einer Abdeckung verrichtet.

    4.jpg
    5.jpg
    6.jpg


    Kabel und Anschlüsse:
    Das Corsair Netzteil bietet Anschlüsse für vier Molex-Peripherie Geräte, acht SATA-Geräte, vier 8-Pin PCIe-Karten, eine 8-Pin CPU- sowie eine 24-Pin ATX-Stromversorgung. Ich denke, die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten ist für die meisten Systeme mehr als ausreichend. Es handelt sich bei dem Artikel um ein teilmodulares Netzteil, da 8- und 24-Pin ATX-Stecker fest mit dem Netzteil verbunden sind. Diese beiden Kabelstränge sind gesleeved. Im Gegensatz hierzu sind alle anderen Kabel nicht mit Stoff, sondern wie normale Kabel schwarz gummiartig ummantelt. Ein komplett gesleevter Kabelstrang inkl. der modularen Kabel wäre hochwertiger gewesen, aber ist letztlich natürlich auch eine Preisfrage. Die Länge der Kabel ist unterschiedlich. Die fest angebrachten ATX-Kabel 61cm (24-Pin) und 65 cm (8-Pin), die SATA-Kabel 70 cm und die PCIe- sowie die Molex-4Pin-Kabel sind 75cm lang. Die Länge der Kabel war in meinem Fall, trotz eines relativ großen Gehäuses, mehr als ausreichend. Dies war bei meinem Arctic Netzteil nicht der Fall. Hier musste ich mit Verlängerungen arbeiten.
    Hervorzuheben ist allerdings auch das diese Kabel flachbandartig sind, was das Kabelmanagement deutlich erleichtert. Ich habe jedoch zusätzlich mit Cablemod-Verlängerungen gearbeitet, da mir diese einfach deutlich besser gefallen.
    Die modularen Kabel werden auf der Rückseite des Netzteils angebracht und rasten dann mit Hilfe einer Haltenase ein. Ein zufälliges Herausrutschen wird damit effektiv verhindert.

    7.jpg
    8.jpg
    9.jpg
    11.jpg

    Lüfter, Lautstärke, und Kühlung:
    Im Netzteil selbst ist ein 120mm Lüfter mit Rifle-Gleitlager verbaut, das einen leisen Betrieb auch unter Beanspruchung gewährleisten soll. Die Farbe des Lüfters ist grau. Dieser Lüfter ist keinesfalls lauter als der meines alten Arctic 550w Netzteils. Der Lüfter läuft zwar hörbar, jedoch keineswegs störend. Störgeräusche wie Klackern oder Brummen sind nicht zu vernehmen. In meinem Gehäuse ist die Luftaustrittsöffnung unten, weshalb das Netzteil über Kopf verbaut wurde. Dies funktionierte ohne Probleme. Alle Schrauben konnten anstandslos angebracht werden. Hinzu kommt das das Netzteil in meinem Gehäuse auf Gummipads steht, was Vibrationen vermindern sollte. Ich habe das System unter Prime95, CPU-Z sowie in 3D-Mark Firestrike gestresst, wobei kein Anstieg der Lautstärke des Netzteillüfters wahrnehmbar war. Das Netzteilgehäuse selbst wurde auch kaum wärmer als die Umgebungstemperatur. Die Kühlleistung scheint auf jeden Fall mehr als ausreichend zu sein. Alles in allem ist das Netzteil nicht absolut silent-tauglich, jedoch auch nicht störend. Wahrnehmbar ist der Luftstrom, der erzeugt wird, jedoch nicht der Lüfter selbst. Um konkretere Daten abzuliefern, habe ich mit meinem Handy eine dB-Messung vorgenommen. Ich weiß, dass diese Messung nicht mit einer Messung mit professionellem Equipment zu vergleichen ist, aber sie sollte zeigen, womit man ungefähr rechnen kann. In einem Abstand von 80 cm vom Gehäuse habe ich einen Pegel von 15dB im Idle. Nach einer halben Stunde Heaven Benchmark stieg der Wert auf ungefähr 17 dB an. Dieser Anstieg ist aber eher CPU-und GPU-Kühlung anzurechnen. Direkt an der Austrittsöffnung des Gehäuses konnte ich maximal 21 dB messen, was an sich kein schlechter Wert ist. Folgt man den Angaben des Herstellers, liegt man damit auch in dessen angegebenen Bereich von maximal 22 dB.

    Schutzschaltungen und Wirkungsgrad:
    Das Netzteil besitzt eine 80 plus Gold Zertifizierung, was eine Energieeffizienz von 89-92% je nach Auslastung darstellt. Genau genommen bedeutet dies Folgendes:
    Nehmen wir an, wir benötigen für unser System unter Last 500W Leistung und das Netzteil arbeitet hierbei mit 90% Effizienz. In diesem Fall muss das Netzteil rund 556W aus dem Stromnetz ziehen, da es eine Verlustleistung von 10% besitzt. Je höher die 80 Plus-Zertifizierung, desto effizienter geht ein Netzteil mit der benötigten Menge an Strom um. Zum Vergleich: ein 80 Plus Bronze Netzteil besitzt nur eine Effizienz von ca. 80%, was also bedeutet das dieses Netzteil eine um 10% höhere Verlustleistung hat. Diese bräuchte in unserem Rechenbespiel somit 625W Einspeisung in das Netzteil, um die 500W Leistung, die für den Betrieb des Systems benötigt werden, bereitstellen zu können. Der Aufpreis für ein Gerät mit höherer Klassifizierung kann sich also je nach Systemleistung recht schnell rechnen. Der Unterschied zwischen Gold und Platin ist jedoch so gering (ca. 2 %), dass sich ein Aufpreis nicht immer rechnet. Hierbei muss von Fall zu Fall unterschieden werden.
    Des Weiteren besitzt das Netzteil Schutzschaltungen für Überspannung, Unterspannung, gegen Kurzschlüsse und Überlastung sowie Überhitzung, was Schäden durch genannte Fälle an Systemkomponenten verhindern soll.

    Preis-/Leistungsverhältnis:
    Das Corsair TX650M bietet meiner Meinung nach sehr viel Leistung für überschaubare Kosten (ca. 82 Euro). Filtert man das Angebot nach 650W Netzteilen mit Gold-Zertifizierung und modularen Kabeln, gehört es sogar zu den günstigsten Geräten dieser Klasse. Mitbewerber anderer Markenhersteller wie z.B. das BeQuiet Straight Power 11 (105 Euro) und Cooler Master v650 (108 Euro) kosten deutlich mehr. Super

    Fazit:
    Das Gerät hat mich überzeugt. Sowohl Verarbeitung als auch Leistung sind dem Preis angemessen und gut. Die Abweichung des Lieferumfangs gemäß Anleitung ist für mich leider nicht nachvollziehbar und ärgerlich. Da ich das Gerät jedoch zu Testzwecken kostenlos bereitgestellt bekommen habe, kann ich darüber hinwegsehen. Bei einem regulären Kauf hätte ich jedoch reklamiert und Nachbesserung eingefordert. Überzeugt hat mich vor allem der modulare Aufbau. Im Gegensatz zu meinem alten Netzteil war es mir hier möglich, nicht benötigte Kabel einzusparen und somit vernünftig Platz zu haben, um diese gut zu verlegen. Die Kabel sind relativ steif, lassen sich aber aufgrund ihrer flachbandähnlichen Form dennoch gut verlegen. Die beigelegten Kabelbinder wurden auch gleich verwendet um die Kabel an entsprechenden Punkten zu fixieren und waren eine nette Beigabe. Der Geräuschpegel des Netzteils ist für meine Begriffe absolut im Rahmen und vollkommen ok. Auch hierbei kann ich nichts Negatives feststellen. Das Gold-Zertifikat für Effizienz und die vorhandenen Schutzschaltungen sind auch sehr gut und hätten meine Kaufentscheidung auch maßgeblich mit beeinflusst. Zusammenfassend also:
    Positiv:
    - Verarbeitung
    - Effizienz
    - Lautstärke
    - Kabelmanagement
    - Preis-/Leistungsverhältnis
    - Schutzschaltungen
    Negativ:
    - Abweichung Lieferumfang von Artikelhandbuch

    Ein herzliches Dankeschön an das Team von Mindfactory für die Bereitstellung des Testgerätes!
    Ich hoffe ich konnte euch ein paar nützliche Informationen zum Netzteil geben und hoffe es war nicht zu langweilig. xD
    Liebe Grüße
    Roy

    Testsystem:
    Intel I5 4690s
    Asrock H97 pro 4
    16 GB Crucial Ballistix Sport (1600 MHz)
    MSI GTX 1070 (Umbau Kühlung auf Arctic Accelero Hybrid)
    Netzteil Corsair TX650M (Vormals Arctic Fusion 550F)
    Cooler Master H500P Case








  3. #3
    Private
    Registriert seit
    20.04.2017
    Beiträge
    4
    Post Thanks / Like

    Standard Corsair Carbide Spec-04

    Hallo liebe Leser des Mindfactory Forums,
    glücklicherweise wurde ich von Mindfactory bei der Testers Keepers Aktion ausgewählt und deswegen darf ich heute für euch das Corsair Carbide Spec-04 testen.

    Herstellerseite: http://www.corsair.com/en-us/carbide...e-black-yellow
    Mindfactory-Link: Corsair Carbide Spec-04 mit Sichtfenster Midi Tower ohne Netzteil schwarz/gelb | Mindfactory.de

    Einordnung:
    Nach heutigem Stand (08.02.2017) kostet dieses Gehäuse 51¤ bei Mindfactory und ordnet sich eher im unteren Mitteklasse Gebiet ein, wenn man rein nach den Preisen im Shop für Midi-Tower geht.
    Daher gehe ich grundsätzlich von einem soliden Gehäuse aus, bei dem es herauszufinden gilt, an welchen Stellen der Rotstift angesetzt wurde und ob dies sinnvoll war.

    Erster Eindruck:
    Der Vollständigkeit halber die Verpackung:

    Bild1.jpg

    Äußerst unspektakulär und wird direkt so von MF ohne Umverpackung versendet.
    Innen ausreichend gepolstert reicht es für einen sicheren Versand und nachdem der Karton sowieso im Keller landet, ist dies nicht negativ zu sehen.
    Beim Auspacken stellt sich heraus: das Gehäuse macht einen guten äußeren Eindruck und wirkt nicht zu billig. Die gelbe Abdeckung hat mich zuerst etwas abgeschreckt, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gefällt es mir sogar besser als das klassische 0815-Gehäuse in schwarz/rot. Zudem muss man auch sagen, dass das non-lineare Design der Front auf jeden Fall die Blicke auf sich zieht. Die Ausbeulungen an beiden Seiten sind gewöhnungsbedürftig, schaffen jedoch gut Platz für den CPU-Kühler und die Verkabelung an der Rückseite.
    Sämtliches Zubehör wurde in einem kleinen Karton im HDD-Rack versteckt, dazu gehört:
    - 4x Kabelbinder
    - 10x MBD/HDD Schrauben
    - 16x SDD/ODD-Schrauben
    - 4x SDD-Becherschrauben
    - 16x Kurze Lüfterschrauben
    - 4x Lange Lüfterschrauben
    - 1x Motherboard-Abstandsbolzen
    - Installationshandbuch in 6 Sprachen

    Das Corsair Carbide Spec-04:

    Dann auch endlich zu dem worauf wir alle gewartet haben:

    Bild2.jpg

    Hier erwartet uns in der Front ein 120mm weißer LED Lüfter, dahinter im unteren Teil des Gehäuses ein HDD Rack für 3 HDD’s, sowie der Kabelstrang zur Front zum Einschalten und Anschließen von USB Geräten sowie einem Headset mit Klinke.

    Bild3.jpg

    Die Rückseite des Gehäuses bietet noch 2 SSD Halterungen und man sieht den mit Kabelbinder befestigten Kabelstrang.
    Hier wird der eine oder andere wahrscheinlich auch schon ein großes Manko des Gehäuses feststellen: auf der linken Seite ist ein Seitenfenster eingebaut, welches die Sicht auf die verbaute Hardware ermöglicht, der Start-Knopf sowie 4 Anschlüsse befinden sich aber auf der rechten Seite.
    Unabhängig davon, dass es auch darauf ankommt, auf welcher Seite der Rechner steht, finde ich es schon sehr sinnlos diese beiden Sachen auf unterschiedlichen Seiten zu platzieren. Es führt immer zu dem Konflikt zwischen guter Erreichbarkeit der Anschlüsse und der Möglichkeit die Hardware zu begutachten. Ganz klar eine schlechte Designentscheidung.

    Die Montage:

    Beim Zusammenbau wurde ich zunächst sehr positiv überrascht: die SSD Montage auf der Rückseite sowie die HDD Cages sind super einfach zu verwenden und ermöglichen eine sehr unkomplizierte und schnelle Montage.
    Von da an ging es jedoch nahezu nur mit Kleinigkeiten weiter, welche mich an dem Gehäuse, bezogen auf den Zusammenbau, gestört haben. Kommen wir zunächst zu der Lüfterplatzierung:
    Es fing schon damit an, dass meiner Ansicht nach für einen guten Airflow 2 Lüfter vorhanden sein sollten: einer zum Einziehen, einer zum Rausblasen. Hier hatten wir nur einen in der Front, der sofort in das Heck gewandert ist, da nur in der Front meine vorhandenen 140mm Lüfter Platz haben. Mir wäre es hier lieber gewesen auf die Beleuchtung der Lüfter zu verzichten und dafür direkt 2 zu haben. Zudem wird mit den „abnehmbaren integrierten Staubfiltern“ geworben. Dies beschränkt sich jedoch auf einen unter dem Netzteil was auch eher mickrig ist – selbst in dieser Preisklasse. Vermutlich war das Gewebe in der Front gemeint, welche sich auch herausmachen lässt. Bei diesem sehe ich jedoch nur eine minimale Wirkung, da das grobe Hartplastik eher weniger als Staubfilter agieren kann. Weiter ging es mit dem Mainboard:
    Durch Markierungen ist es sehr einfach zu erkennen, wo das mATX oder ATX Board den festgeschraubt wird. Hier trat jedoch schon das nächste Problem auf: von mir wurde ein mATX Board verbaut und es war wirklich sehr hilfreich, dass ein Motherboard Abstandbolzen beilag. Bedacht wurde nur nicht, dass man 2 gebraucht hätte um alle Schrauben verwenden zu können. Das Mainboard wird nun ziemlich sicher auch sehr gut ohne die Zweite halten - nervig ist es trotzdem.
    Zusätzlich kam es zu dem Problem, dass die oberen Mainboardschrauben sehr schlecht zu erreichen waren. Das sehe ich jedoch nicht so sehr kritisch, da Midi-Tower nun mal begrenzt im Platz sind.
    Als die letzten Lüfter ins Gehäuse wanderten, kam für mich auch schon die meiner Meinung nach schlimmste Stelle an der gespart wurde: die Schrauben.
    Auch wenn ich Anwenderfehler und persönliche Inkompetenz nicht ausschließen möchte, war ich schon sehr verwundert, dass mir sämtliche Schrauben, die mitgeliefert wurden, noch beim reinschrauben so ausgeleiert sind, dass ich mir nicht mal sicher bin, ob ich diese jemals wieder herausbekomme. Ich habe dann zu welchen gewechselt, die ich noch von meinem alten Gehäuse hatte und es ging auf einmal ohne Probleme und diese sehen noch Top aus.
    Für die Verkabelung war dann jedoch wieder genug Platz, was mich dann positiv gestimmt hat. Auch lassen sich die Kabel eher leicht in der Rückwand verstecken. Diese könnte (wie wahrscheinlich bei jedem Midi-Tower) gut und gerne mehr Platz für die ganzen Kabel vertragen.
    Durch die freie Front war es auch kein Problem meine eher lange Grafikkarte (31cm) zu verbauen – und es ist sogar noch genug Platz vorne.

    Fazit:
    Wir blicken zurück: wir haben hier nun ein Gehäuse für 51¤ stehen, welches somit eher günstig angesiedelt ist. Die Einsparungen in der Produktion merkt man schon grundlegend, da nur ein Lüfter dabei ist. Man versucht es dann ansprechender zu gestalten indem man ihm eine Beleuchtung gibt, jedoch passt ein weißes Leuchten weder zu meiner Hardware, noch stellt es für mich eine optisch passende Beleuchtung dar. Allgemein merkt man, dass stark am Lieferumfang gespart wurde. Die Schrauben sind meiner Ansicht nach von der allerbilligsten Sorte und hätte man dann auch gleich weglassen können. Abschließend sehe ich die Platzierung des Startknopfes und der Frontanschlüsse sehr kritisch. Bei jedem Aufbau, der das Innere links präsentiert, wird die rechte Seite an einer Wand stehen.
    Die Frage bleibt aber: Lohnt sich das Gehäuse?
    Trotz meiner Kritikpunkte würde ich diese Frage bejahen, da man neben diesen „Kleinigkeiten“ ein solides, relativ hochwertiges Gehäuse erhält, welches sowohl sehr ansehnlich ist, als auch eine solide Basis für einen günstigen Rechner bildet. Zudem sollte die eher offene Bauweise des Gehäuses für einen guten Airflow sorgen, auf den ich nicht tiefer eingehen kann, da in diesem Fall leider keinen sinnvollen Vergleich ziehen kann. Sicher sagen kann ich nur: auch bei Volllast bleibt die Hardware in einem guten Temperaturbereich – dies war jedoch zuvor auch nie ein Problem.

    Bild4.jpg

  4. #4
    Private
    Registriert seit
    11.02.2018
    Ort
    Paderborn
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard Testbericht über das Netzteil „Corsair TX650M 650 Watt“

    Testbericht über das Netzteil „Corsair TX650M 650 Watt“ von Johann L.


    Vorwort
    - Erwartungen
    Die Werbung (bzw. Produktbeschreibung) auf der Verpackung lässt einen Menschen über die Wahl des Netzteils beim Kauf urteilen. Zuerst wird auf den Bedarf geachtet (Wattzahl und Anschlüsse) und beim Lesen wird auf die zusätzlichen Vorteile aufmerksam gemacht.
    Die ersten besonderen Merkmale, die mir sofort aufgefallen sind, waren die Modularen Kabel, das 80 Plus Gold Zertifikat und ein Hinweis auf die 100% japanischen 105°C Kondensatoren. Das ist schon recht gut, aber was mir auf der Verpackung gefehlt hat, war das Werben von der Betriebstemperatur im Dauerbetrieb.

    - Der Einbau
    Es war einfach und ziemlich angenehm das Netzteil einzubauen. Mit den mitgelieferten Kabelbindern hat man mit etwas Platz im Gehäuse für das komplette Kabelmanagement vorgesorgt. Die nicht modularen Kabel waren lang genug für Big Tower Gehäuse, deshalb auch bequem am Gehäuse zu befestigen. Es ist angenehm die übrigen Kabel nicht verstecken zu müssen, da man sie durch die modulare Eigenschaft einfach nicht mit ansteckt. Dies verhindert überflüssige Kabelansammlungen.

    - Testgeräte
    Ich habe ein 2-Kanal Oszilloskop von „Voltcraft“ und natürlich einen stinknormalen Analogen Ampere/Voltmeter benutzt, zu dem ich als Informationstechnischer Assistent Zugang habe.

    Verpackung.jpgVerpackung_2.jpg

    Design und Verarbeitung
    - Verpackung
    Die Verpackung ist kompakt, verbraucht wenig Platz und beinhaltet Netzteil, Kabel, Kabelbinder, Befestigungsschrauben und wichtige Dokumente wie die allgemeine Anleitung der aktuellen Serie, Herstellergarantie und Betriebshinweise.

    - Netzteil
    Das TX650M hat das übliche Corsair Design, was ich so besonders wertschätze, da dies ein besonderer Wiedererkennungsgrad ist. Die Verarbeitung sieht sehr hochwertig, stabil und sicher aus.
    Die wichtigsten Verschleißteile im Netzteil sind die Kondensatoren. Beim längerem oder sogar Dauerbetrieb zählt die Qualität der Kondensatoren und urteilt über die Langlebigkeit des Netzteils. Corsair wirbt aber mit angeblich hochwertigen 105°C japanischen Kondensatoren, was ich aber ohne das Gerät zu öffnen nicht nachweisen kann. Was ich aber nachweisen kann, ist die stabile Spannung, die Beweis genug sein könnte.
    Auf der Verpackung ist ein „80 PLUS Gold-zertifizierter Wirkungsgrad“ abgebildet, dies soll bedeuten, dass das Netzteil wenig Leistung verliert und weniger Hitze abgibt. Dies ist eine Effizienz von 90%, was eigentlich für ein Netzteil schon richtig gut ist.

    - Kabel (Flach)
    Die modularen Kabel sind sehr flach und gut hinter dem Mainboard verstaubar, aber eine erweiterte Isolierung durch Plastik oder Stoff ist nicht vorhanden. Meiner Meinung nach ist dies auch nicht nötig, solange man keine starken Hitze- und Störquellen besitzt.
    Die nicht modularen Kabel besitzen die altbekannte Plastikumhüllung. Die Plastikisolierung ist wahrscheinlich weniger für die Kabelisolierung, sondern mehr für den Schutz gegen Kabelbruch.


    Verpackung_3.jpgVerpackung_4.jpg

    Anschlüsse und Kabel
    - Ein besonderer Vorteil in der Handlichkeit und Räumlichkeit sind die zum Teil modularen Kabel. Im Lieferumfang befinden sich ansteckbare Kabel mit mehreren SATA Stromkabeln, mehrere 4 Pin Molex Stecker, ein Molex Floppy Adapter und natürlich zwei PCIE Stromversorgungskabel mit jeweils zwei 4+2 Pin Stecker. Perfekt für zwei Grafikkarten geeignet (dabei muss die Leistung der Grafikkarten beachtet werden). Man benutzt ganz einfach nur die Kabel, die man auch braucht und hält dabei das Gehäuse sehr geräumig.
    Aber nicht alle Kabel sind modular. Das Kabel zur Hauptversorgung des Mainboards und die CPU Stromversorgung ist nicht modular. Dies ist aber nicht so schlimm, da diese Anschlüsse sowieso immer in jedem PC belegt sein müssen. Die nicht modularen Kabel sind im Vergleich mit den Kabeln der CX Serie länger.
    Auf dem Netzteil befinden sich zwei achtpolige Anschlüsse für Grafikkarten (6+2) oder eine erweiterte CPU Stromversorgung (z.B für den zweiten Prozessor auf einem Server Mainboard).
    Daneben sind drei sechspolige Anschlüsse für SATA Geräte oder 4 Pin Molex Geräte (auch Floppy).

    Netzteil.jpgNetzteil_2.jpg

    Lüfter, Lautstärke und Kühlung
    - Lüfter
    Im Netzteil ist ein 120 mm Lüfter mit Rifle Bearing Technologie (Gleitlager) verbaut. Meiner Erfahrung nach, lässt sich ein Nachteil erst in 4-7 Jahren zeigen, zum Beispiel wo der Lüfter nachgeölt werden müsste. Doch so eine lange Lebenszeit ist ganz normal für ein Rifle Bearing Lüfter (dies gilt nicht für die Lebenszeit vom Netzteil selbst, sondern nur für den 120 mm Lüfter, der leicht ausgetauscht werden könnte).

    - Lautstärke
    Der Lüfter ist tatsächlich fast unhörbar. Laut dem Diagramm fängt der Lüfter erst ab 455 Watt an lauter zu werden. In der Theorie soll der Lüfter selbst bei vollen 650 Watt unter 25 db bleiben, was nur ein Atemgeräusch entspricht. In der Praxis habe ich festgestellt, dass es tatsächlich fast unhörbar leise ist. Meine Messungen waren bei voller Belastung sogar noch leiser als von Corsair angegeben.

    - Temperatur
    Der Hersteller gibt an, dass die Temperatur bei Dauerbetrieb um die 50°C betragen soll. Natürlich hängt dies von der Einbauart im Gehäuse ab. Bei 25 Stunden dauerzocken war das Corsair TX650M Netzteil höchstens 42°C warm.


    Spannungsstabilität
    - Spannungsstabilität ist für die PC Komponenten extrem wichtig, da eine nicht korrekte Funktionsweise einen technischen Defekt hervorrufen könnte.
    - Ich habe bei verschiedener Belastung die Ausgangsspannung beobachtet. Die Abweichung ist sehr gering und für die Hardware vollkommen akzeptabel. Sie liegt ungefähr bei 1 %. Leider konnte ich beim Ausschalten des Computers die Ausgangsspannung nicht messen, aber ich höre eindeutig ein klicken aus dem Netzteil. Dies könnte eine Schutzschaltung sein, aber wirklich herausfinden konnte ich es nicht.


    Schutzschaltungen und Wirkungsgrad

    - Laut den Angaben vom Hersteller sind Schutzschaltungen gegen Kurzschlüsse, Überhitzungen, Überspannungen, Unterspannungen und Überlastungen vorhanden.
    Der Überspannungsschutz funktioniert recht gut und verhindert ungewollte Schäden. Ich habe leider feststellen können, dass nach jedem Ausschalten des Computers die Schutzschaltung eingreift. Den Grund habe ich noch nicht herausfinden können.

    Netzteil_4.jpgNetzteil_5.jpg


    Preis-/Leistungsverhältnis

    - Mit einer Grafikkarte im Slot hat man mit dem Non-Modular CX650 locker mindestens 20 Euro gespart. Legt man 20 Euro dazu, dann kann man auf die leisere RMx Serie zugreifen.
    - Wer aber zwei Mittelklasse Grafikkarten betreiben möchte, der hat mit dem Netzteil richtig gegriffen. Leider war die TX Serie bei mir nicht sehr bekannter als die RM oder CX Serie von Corsair.


    Haltbarkeit
    - Corsair Netzteile waren schon immer Langläufer. Mein letztes Netzteil war ein 5 Jahre altes CX 600 Watt Netzteil von Corsair. Die TX Serie bietet einem außerdem eine sehr lange Garantie. Bei verbesserten Kondensatoren und dem Rifle Bearing Lüfter vermute ich eine Haltbarkeit von 5 bis 7 Jahren… und das wäre nur die Haltbarkeit des eingebauten Lüfters, das Netzteil selbst müsste bei korrekter Anwendung die Zahl sogar übertreffen.


    Fazit
    - Zum Schluss bin ich recht zufrieden mit dem TX 650M 650 Watt Netzteil von Corsair.
    Es ist leise, gut gekühlt und hat eine gute Effizienz. Nehme man ein günstiges Netzteil mit allen erfüllten Grundbedürfnissen und ein high end teures Performance Netzteil, dann würden sie im Durchschnitt das Corsair TX650M ergeben.


    weitere Fotos/Screenshots


    Netzteil_6.jpg
    Netzteil_8.jpg
    Geändert von Marketingman (12.02.2018 um 11:12 Uhr)

  5. #5
    Private
    Registriert seit
    11.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Beitrag Corsair Spec Omega Testbericht

    Vorwort
    Ich möchte euch gerne das Corsair Spec Omega Case vorstellen, welches ich im Rahmen des Testers Keepers Programm erhalten habe und gebe hier eine unabhängige Bewertung ab.

    Das Corsair Spec Omega Case besticht durch sein asymetrisches und modernes Design und die Verarbeitung hochwertiger Materialien.

    Er zählt zur Klasse der Mid Tower, verarbeitet sind Glas, Stahl, Metallgewebe und Plastik und bietet Platz für Mini-ITX, Micro-ATX, und ATX Mainboards.

    Der Tower ist kein Leichtgewicht mit 7,5kg, dafür bietet er eine gute Stabilität, Tragegriffe wären wünschenswert, aber das haben die wenigsten Gehäuse.

    Wie immer gibt es solide 5 Jahre Garantie von Corsair, Daumen hoch. Das Gehäuse soll der legitime Nachfolger des Corsair Spec Alpha Gehäuses sein, auch die Designs ähneln sich sehr.

    Verpackung
    Das Gehäuse kam sehr gut verpackt in einem großen Pappkarton, welcher außen eine Zeichnung des enthaltenen Gehäuses zeigt und sicher geschützt durch Schaumstoff an allen Seiten, insbesondere das Fenster, welches aus gehärtetem Glas besteht. Durch die sichere Verpackung beschränkt sich die Beschädigungsgefahr beim Transport auf ein Minimum.

    Im Lieferumfang sind Kabelbinder zwecks Kabelmanagement, allerhand Schrauben in schwarz passend zum Gehäuse, ein kleiner Schlüssel zum Aus- und Einbau des Glasfensters und eine über 60 seitige, sehr ausführliche Bedienungsanleitung enthalten.

    28033674_1750673578318300_1085830982_o.jpg28000024_1750673588318299_1126967260_o.jpg

    Aufbau/Design
    Beim Gehäuse wurde auf eine Seitentür und Schalldämmung verzichtet, allerdings ist die Verarbeitung im Ganzen sehr gut und ich konnte keine Mängel feststellen.

    Auf der Vorderseite befindet sich ein kleines Glasfenster, welches ein wenig durch den vorverbauten, roten 120mm Gehäuselüfter beleuchtet wird. Auf der Rückseite befindet sich ein schwarzer Gehäuselüfter der gleichen Größe.

    Des Weiteren ein rot beleuchteter Streifen direkt neben dem vorderen Glasfenster und das Front Panel mit 2 USB 3.0 Anschlüssen, Audioanschluss, Reset Knopf und dem beleuchteten Power Knopf.

    27950388_1750673581651633_1302215488_o.jpg

    Die Oberseite des Gehäuses besteht zur Hälfte aus einem Metallgewebe und ist passend zur Front designed. Bei Bedarf lässt sich die Oberseite auch abnehmen, falls man dort weitere Gehäuselüfter verbauen möchte.

    27950478_1750673591651632_1029898240_o.jpg

    Sehr schön ist der eingebaute Staubfilter auf der Unterseite des Gehäuses, welcher sich einfach herausnehmen lässt und dadurch super einfach zu reinigen ist.

    Zum Öffnen des Gehäuses einfach mittels des mitgelieferten Schlüssels das Glasfenster abschrauben, dies gestaltete sich kinderleicht, könnte allerdings für ungeschickte Leute zu einem Problem werden, da man mit dem Schlüssel das Glas schnell beschädigen könnte. Einzig störend beim Wiedereinbau des Glasfensters sind die Gumminoppen um die Schrauben herum, die gerne mal abfallen.

    Auf dem Boden des Gehäuses befindet sich ein kleiner Käfig mit Platz für 2x 3,5" HDDs, welcher sich bei Bedarf auch spielend leicht im Gehäuse verschieben lässt. Allerdings könnten sich die HDDs leichter in den Käfig schieben oder klicken lassen, war etwas Fummelarbeit.

    Allerdings könnten sich die HDDs leichter in den Käfig schieben oder klicken lassen, war etwas Fummelarbeit.
    Die SSDs werden gesondert auf der Rückseite des Boards hochkant in eine der 3 dafür vorgesehenen Slots geschoben ohne Schrauben zu benötigen, sie werden lediglich festgeclippt, was den Ein- und Ausbau einfach gestaltet. Die Clips machen einen nicht sehr hochwertigen Eindruck, aber sie funktionieren gut, also nichts zu bemängeln.

    Möglichkeiten, um Kabel verschwinden zu lassen, bietet das Corsair Spec Omega Case mehr als genug, was ein schönes Kabelmanagement ermöglicht und das Gehäuse durch das Fenster ein wenig sauberer aussehen lässt. Auf den ersten Blick erscheint der Platz für Kabel hinter dem Board sehr spärlich, misst gerade mal knapp 2 cm, dieser ist für mich persönlich aber mehr als ausreichend. Schön sind die dicken Gummierungen um die Löcher herum, damit die Kabel auf Dauer auch unversehrt bleiben.

    27990281_1750673654984959_1460970497_o.jpg27950916_1750673594984965_859589043_o.jpg

    Einbau/Montage
    Der Einbau der Komponenten ist sehr leicht, das Gehäuse bietet durch intelligente Lösungen mehr Platz im Inneren, wie man auf den ersten Blick vermutet und man findet nahezu keine scharfen Kanten im Innenraum, wodurch sich die Verletzungsgefahr auf ein Minimum beschränkt.

    28033878_1750673628318295_1775492132_o.jpg

    Hier ein großer Pluspunkt: Für die gesamte Montage wird eigentlich kein Werkzeug benötigt, lediglich ein Schraubendreher.

    Hervorragend ist der große CPU-Ausschnitt, durch welchen sich der CPU Lüfter auch einfach ein- und ausbauen lassen, auch wenn das Mainboard bereits verbaut ist.

    Für neue Benutzer anderer Mainboard-Typen gibt es nahe des Mainboardbereichs entsprechende Markierungen, um den Einbau der entsprechenden Mainboard-Typen zu vereinfachen.

    Zwischen CPU-Kühler und Gehäuse blieb nicht mehr viel Platz, aber der Dark Rock Pro ist ja schon einer der richtig großen CPU-Kühler, hat sich jetzt zu meinem Vorgänger-Gehäuse dem Corsair C-70 nicht großartig geändert.

    28034017_1750673648318293_994033074_o.jpg

    Auf der Rückseite ist bereits zu sehen, dass das Gehäuse bis zu 7 PCI Slots bietet, also theoretisch Platz für bis zu 3 Grafikkarten. Besitzer von großen Grafikkarten werden sich hier freuen, die maximale Länge der Grafikkarte beträgt hier stolze 37cm. Eine sehr große Verbesserung sind die großen Löcher neben den PCI Slots, um neue Grafikkarten festzuschrauben und festzuziehen.

    Die Kabel für das Front Panel sind eher klassisch gehalten, schwarz ummantelt passend zum Gehäuse, nichts Besonderes.

    Das Netzteil wird, wie gewohnt, am Gehäuseboden festgeschraubt, allerdings musste ich in meinem Fall den HDD-Käfig etwas verschieben, da das Netzteil ein wenig groß ist. Mit Netzteilen, welche die Kabel fest installiert haben, könnte es hier ein paar Probleme geben.

    Für Leute, die ausschließlich mit SSDs arbeiten, ist das kein Problem, der HDD-Käfig lässt sich einfach herausnehmen und im Handumdrehen ist genug Platz für Netzteil und Kabel.

    Auf Wunsch können jede Menge Gehäuselüfter oder aber Wasserkühlungen/Radiatoren, abgesehen von den zwei vorhandenen Lüftern, eingebaut werden:

    Frontseite:3x 120-mm-Lüfter / 2x 140-mm-Lüfter
    Rückseite: 1x 120-mm-Lüfter
    Deckel: 2x 120-mm-Lüfter / 2x 140-mm-Lüfter
    Frontseite:240-mm- / 280-mm / 360-mm-Radiator
    Rückseite: 120-mm-Radiator
    Deckel: 240-mm- / 280-mm-Radiator
    Die Temperaturen von CPU und Grafikkarte unter Last überschreiten die 67 Grad nicht. Was die Lautstärke angeht, liegt das Gehäuse ebenfalls im guten Mittelfeld.

    Fazit
    Das Corsair Spec Omega Case liegt preislich bei knapp unter 100 Euro. Für sein Geld erhält man ein schnittiges, außergewöhnliches und unverkennbares Design mit ausgezeichneter Verarbeitung, meiner Meinung nach eines der Besseren von Corsair. Einziges Manko ist die Staubanfälligkeit, dort könnten wesentliche Teile wie das Metallgitter oben besser geschützt sein.
    Das Gehäuse bietet viele Optionen in Sachen Kühlung und durch das große Seitenfenster und durch die kleine Frontscheibe lassen sich sehr gut aufwändige Builds perfekt in Szene setzen. In Sachen Kabel-Management gibt es wohl bessere Gehäuse auf dem Markt, allerdings kann man sich hier in Sachen Preis-Leistung absolut nicht beschweren.
    Für mich eine klare Kaufempfehlung.

    27989844_1750673608318297_1387723993_o.jpg
    Geändert von Madam Marketing (19.02.2018 um 10:18 Uhr)

  6. #6
    Private
    Registriert seit
    12.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Beitrag Testbericht des CORSAIR TX850M

    Bei meiner Bewertung möchte ich auf die nachfolgenden Punkte einzeln eingehen.

    • Design und Verarbeitung
    • Anschlüsse und Kabel
    • Lüfter, Lautstärke und Kühlung
    • Spannungsstabilität
    • Schutzschaltungen und Wirkungsgrad
    • Preis-/Leistungsverhältnis


    Ich möchte damit beginnen und berichten, dass ich bisher kein Corsair Netzteil in meinen selbst zusammengebauten Computersystemen verwendet habe. Folglich ist es mein erstes Netzteil von Corsair und ich bin weder negativ voreingenommen, noch ein überzeugter oder sattelfester Fan von Corsair. Daher möchte ich euch möglichst eine rein objektive Rezension anbieten.


    Design und Verarbeitung


    Die Verpackung des Corsair TX850M macht einen hochwertigen und soliden Eindruck. Alle benötigten Informationen finde ich auf der Verpackung. Weiterhin ist eine Auflistung der vorhandenen Kabelsteckplätze, wie PCIe oder SATA, auf der Verpackung abgedruckt, welche ich persönlich als sehr hilfreich empfinde.
    Die Verpackung lässt sich einfach öffnen und beinhaltet das sicher durch Schaumstoff geschützte Netzteil. Die Kabel befinden sich in Plastikverpackungen, was ich als sehr schade empfinde. Hier könnte man Überlegungen anstreben, um auf Plastik zu verzichten. Papier würde es auch machen und wäre vielleicht sogar um einiges besser, da es Feuchtigkeit absorbiert.
    Außerdem befinden sich die Bedienungsanleitung und die Informationen zur Garantie mit in dem Karton des Corsair TX850M.

    Kaum ist die Verpackung geöffnet, kann man das Netzteil aus dem Karton herausnehmen. Das Corsair TX850M macht einen wertigen Eindruck. Das mag durchaus am Gewicht des Netzteils liegen. Es ist kein Leichtgewicht, was ich aber als gut und zugleich wertig empfinde.
    Weder die Steckplätze für die Steckkabel noch der Schalter zum Ein-/Ausschalten des Netzteils wackeln oder haben Spielraum. Das untermauert mein Empfinden ein hochwertiges Netzteil in den Händen zu halten. Zumindest was die äußere Erscheinung anbetrifft. Zur Funktion und ähnlichem kommen wir noch später.


    Anschlüsse und Kabel


    Zu den Anschlüssen kann man nicht viel sagen, diese sitzen bombenfest. Für meinen Eindruck sind diese teilweise wirklich schwerfällig einzustecken und wieder abzustecken. Ich möchte behaupten, dass meine Freundin es nicht schaffen würde, ein eingestecktes Kabel wieder zu entfernen.
    Die Kabel sind 0815 - Standard - Kabel, was nicht bedeutet, dass diese nicht wertig sind.
    Sie erfüllen ihren Zweck und funktionieren tadellos. Wer Wert auf extra bedruckte Kabel vom Hersteller legt und vielleicht sogar ausgefallene Kabel wünscht, der ist hier fehl am Platz.


    Lüfter, Lautstärke und Kühlung

    Kaum war das Netzteil eingebaut, wurde der PC gestartet. Ich habe zunächst keinen Unterschied zu meinem vorigen Netzteil von OCZ festgestellt. Das machte mich stutzig und nach etwas grübeln, hatte ich die Erklärung.
    Meine Grafikkarte von AMD war so laut, dass sie alle anderen Geräusche übertönt hatte. Folglich habe ich das Corsair T850m wieder ausgebaut und mein altes Netzteil von OCZ eingebaut.
    Meinen Monitor habe ich an die Onboard-Grafikkarte des Mainboards angeschlossen.
    Ich konnte nun ein durchgehendes Grundrauschen feststellen. Das konnte nur vom OCZ Netzteil kommen. In den letzten Jahren hatte ich das wohl gekonnt ignoriert oder meine Grafikkarte war stets potenter in der Geräuschentwicklung.
    Nun wurde das Netzteil von Corsair erneut eingebaut. Bereits nach dem Start war ein gewaltiger Unterschied zu hören.
    Das Corsair TX850M war flüsterleise.
    Ich wollte einen Schritt weiter gehen und hören, wie laut das Corsair TX850M nun wirklich ist. Denn mein CPU-Kühler war ja auch noch da. Folglich habe ich mich entschlossen, den CPU-Kühler kurzzeitig händisch anzuhalten.
    Das Corsair TX850M war flüsterleise. Man hat es quasi nicht gehört.
    Es sei denn, man hat sich nur auf das Netzteil fokussiert, denn dann hat man das Drehen des Ventilators und den Luftwiderstand wahrgenommen.

    Schließlich habe ich wieder meine Grafikkarte von AMD in Benutzung genommen und habe PUBG gestartet. Ich möchte behaupten, dass mein PC bei PUBG unter Volllast läuft.
    Nach ca. einer Stunde PUBG konnte ich währenddessen und kurz danach ausschließlich meine keuchende Grafikkarte hören.
    Von dem Netzteil war nichts zu hören. Daher möchte ich mein Ergebnis im Hinblick auf die Leistung und die Lautstärke bzw. Kühlung mit „sehr gut“ bewerten und abschließen.


    Spannungsstabilität

    Die Spannungsstabilität ist ein Thema, welches ich nicht unbedingt beurteilen kann. Hierzu müsste ich entsprechende Technik haben, um sachliche Ergebnisse liefern zu können. Ich kann lediglich sagen, dass das Netzteil bei Volllast konstant Leistung erbracht hat. Etwaige Spannungsschwankungen oder Blue Screens hatte ich nicht.


    Wirkungsgrad

    Der Wirkungsgrad des Netzteils wird mit 80 Plus GOLD angegeben. Folglich sollte bei Volllast der Wirkungsgrad bei mindestens 88-89 % liegen. Um dies festzustellen, benötige ich ebenfalls entsprechende Zusatzhardware zum Messen. Da ich die Hardware aber nicht habe, muss ich mich auf die Angabe 80 Plus - GOLD verlassen und kann mich nicht konkreter zum dem Punkt äußern.


    Preis-/Leistungsverhältnis


    Die Leistung des Corsair TX850M ist im Preis-/Leistungsverhältnis einfach nur Spitzenklasse.
    Warum?
    Wie womöglich viele von euch habe ich natürlich meine persönliche Suchmaschine für Best-Preise angeschmissen und nach dem Corsair TX850M gesucht.
    Ich war etwas überrascht, als ich die Ergebnisse sehen durfte. Ich habe diverse Netzteile angezeigt bekommen, welche meine Kriterien erfüllen konnten. Ich hatte irgendwie im Unterbewusstsein gedacht, dass das Corsair TX850M ziemlich weit unten aufzufinden sein würde, denn Qualität hat ja für gewöhnlich ihren Preis. Daher habe ich direkt etwas herunter gescrollt.
    Jedoch war das Corsair TX850M auf Platz 2 (gefiltert nach Preis). Auf Platz 1 war ein mir nicht bekannter Hersteller. Ich war wirklich überrascht, dass ich einen Tophersteller auf Platz 2 vorfinden konnte.

    Im Hinblick auf die Leistung und den zertifizierten Wirkungsgrad von 80 Plus – GOLD, der Garantie von 7 Jahren, der super soliden und qualitativen Verarbeitung und des dezent guten Designs, kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass es aktuell im Segment 850Watt Netzteil kein besseres gibt, als das Corsair TX850M. Nicht zuletzt, weil das Corsair TX850M auf Platz 2 meiner Suchmaschine vorzufinden war.

    Was die Haltbarkeit anbetrifft, kann ich nach einer Benutzung von einer Woche nicht viel sagen. Hierzu bedarf es einen Gebrauch des Netzteils von einigen Monaten, bis hin zu einem Jahr und mehr.

    So viel zu meiner Rezension. Für die, die zu wenig Zeit zum Lesen haben, habe ich natürlich auch eine Pro und Contra Liste gefertigt.


    + modular
    + sehr leise, nicht zu hören
    + 80 Plus GOLD
    + 7 Jahre Garantie !!!!!
    + gute, hochwertige Verarbeitung
    + super Leistung

    - ihr solltet auf Plastik bei der Verpackung von den Kabel verzichten



    Ich hoffe ich konnte euch mit meiner Rezension helfen und euch damit bei eurem Kauf unterstützen.


    IMG_4097.jpg
    IMG_4098.jpg
    IMG_4099.jpg
    IMG_4101.jpg
    Geändert von rShan (13.02.2018 um 01:49 Uhr) Grund: titel hatte ich vergessen

  7. #7
    Private
    Registriert seit
    13.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard Gutes solides Netzteil

    Das Corsair TX850M wurde schnell und gut verpackt geliefert.
    Die Verpackung ist in dem schlichten Corsair typischen Design gehalten und es wurden hier die Farben Schwarz und Gelb verwendet. Alle technischen Daten lassen sich leicht von der Verpackung ablesen und sind auch in Deutsch verfügbar. Das Netzteil ist in der Verpackung gut gepolstert.

    IMG_6682.jpg

    Der Packungsinhalt besteht aus unten aufgeführten Komponenten:
    - einem teilmodularen Netzteil TX850M;
    - einem Kaltgerätekabel;
    - zwei PCIe Kabel, mit je zwei 8 Pin (6+2) Anschlüssen;
    - zwei SATA Kabel, mit je vier Anschlüssen;
    - zwei Peripherie 4 Pin Kabel (Molex-Anschluss);
    - zwei Floppy Adapter von 4 Pin Molex auf Floppy Anschluss;
    - zehn Kabelbinder, vier Schrauben und
    - Dokumentation (Bedienungsanleitung, Garantiebestimmungen, Sicherheitsinformationen und Umweltschutzhinweise).

    IMG_6683.jpg

    In der Bedienungsanleitung, die nur in Englisch beiliegt, sind noch weitere Komponenten als Inhalt aufgelistet, die aber nicht oder nicht mehr im wirklichen Lieferumfang enthalten waren. In der Anleitung ist ein „DC Modular cable storage bag“ (eine Tasche für die nicht benötigten modularen Kabel) und ein „Corsair case badge“ (ein Aufkleber) zusätzlich aufgelistet. Diese beiden Komponenten fehlten bei mir leider. Der Corsair Support wurde angeschrieben um zu klären ob die Bedienungsanleitung fehlerhaft/ veraltet oder bei der Verpackung des Produktes etwas schiefgelaufen ist. Die Antwort vom Corsair Support, kam am nächsten Tag (schnelle Reaktionszeit) und bei fehlendem Inhalt, kann nur das gesamte Netzteil getauscht werden.

    Testsysteme:
    Ich habe das Netzteil mit folgenden Komponenten getestet:
    1. Asus Sabertooth X58, Xeon 5650@4GHz und 12 GB Corsair XMS 3 DDR3
    2. Gigabyte B250-HD3P, i5-7600@3,5GHz und 16 GB G.Skill RipJaws DDR4
    3. MSI XPower Gaming AC, i9-7900X@4,5GHz und 64 GB Corsair Dominator Platinum Torque Edition DDR4
    Als Grafikkarte kamen jeweils ein bis zwei Sapphire RX 580 mit 8GB und als SSD eine Samsung 840 Pro mit 256GB zum Einsatz. Zusätzlich waren in jedem System noch 4 HDDs (2x2TB und 2 3TB WD Red), ein LG DVD-Brenner sowie ein 3,5 Diskettenlaufwerk angeschlossen.

    Corsair TX850M ATX Power Supply
    AC Input 100V – 240V, 12V, 6A, 47Hz -63Hz
    DC Output +3.3V +5V +12V -12V +5Vsb
    Max Load 25A 25A 70.8A 0.8A 3A
    Max.Comb.Watt 130W 849.6W 9.6W 15W

    Beim dritten Testsystem (X299) gab es allerdings ein Problem, denn ich konnte den zusätzlich benötigten 4 Pin EPS/ATX12V Anschluss auf dem Mainboard nicht bedienen, da dem Netzteil kein weiteres Kabel beilag. Das war bei dem Vorgänger anders und sollte auch wieder geändert werden.
    Auf der Corsair Website findet man zusätzliche 8 (4+4) Pin Kabel vom Type 4, jedoch sollen diese nicht mit dem TX850M kompatibel sein, obwohl auf dem Netzteil bei den Anschlüssen für PCIe auch extra 4+4 CPU aufgelistet ist.
    Auch hier wurde der Support angeschrieben.
    Trotz der angeblichen Inkompatibilität, habe ich das zusätzliche Type 4 EPS/ATX12V Kabel (CP-8920141) bestellt, denn ich will ja auch mein aktuelles System mit dem Netzteil testen.

    Das Netzteil selbst ist schlicht mattschwarz. Die Corsair typischen Modellaufkleber sind auf beiden Seiten und das Label mit den Leistungsdaten und der Seriennummer ist oben oder unten angebracht, je nachdem wie man das Netzteil einbaut. Die Kleber sind jetzt schwarz und grau, gegenüber dem Vorgänger, wo sie noch schwarz, weiß und gelb waren.
    Das Netzteil ist rundum sehr gut verarbeitet und es wurden auch robuste/ langlebige Komponenten verbaut. Einige davon kann man durch das Lüftungsgitter sehen (z.B. Rubyicon 105°C Kondensatoren), aber einiges ist auch unter Kleber versteckt, dennoch macht das Innenleben des TX850M einen sehr aufgeräumten Eindruck.
    Die verbauten Komponenten werden durch einen 140mm Lüfter (Corsair NR140L) mit Rifle-Gleitlager gekühlt. Dieser Lüfter ist Temperatur gesteuert. Die maximale Lautstärke ist von Corsair mit 27db angegeben.
    Auf das Netzteil gewährt Corsair sieben Jahre Garantie, was die Qualität noch einmal unterstreicht.

    An dem Netzteil sind das ATX Kabel 24 Pin (20+4), welches mit einem Geflecht umhüllt ist (gesleeved) und ein EPS/ATX12V 8 Pin (4+4) Flachkabel fest angeschlossen. Aus diesem Grund ist es auch „nur“ ein teilmodulares Netzteil. An vier Anschlüssen, die mit „Peripherie & SATA“ beschrifteten sind und an zwei Anschlüssen, die mit „6+2 PCIe & 4+4 CPU“ gekennzeichnet sind, können modulare Corsair Flachkabel vom Type 4 angeschlossen/ verwendet werden. Die Anschlüsse sind verpolungssicher, aber nicht mehr Farbcodiert.

    IMG_6686.jpg

    Ein an- und Ausschalter befindet sich neben dem Kaltgeräteanschluss auf der Rückseite.
    Das Netzteil verfügt über die folgenden Schutzschaltungen, die bei mir nicht ausgelöst haben:
    - Überspannungsschutz,
    - Unterspannungsschutz,
    - Kurzschlussschutz,
    - Überlastungsschutz und
    - Übertemperaturschutz

    Das Corsair TX850M ist 80 Plus Gold zertifiziert. Die Effizienz zwischen Input und Output Power (in Watt) muss bei:
    - 100% Auslastung, 88% betragen;
    - 50% Auslastung, 92% betragen und
    - 20% Auslastung, 88% betragen.

    Diese Zertifizierung sagt etwas über die Effizienz zwischen verbrauchtem und genutzter Leistung des Netzteiles aus, also grobgesagt etwas über die Verlustleistung. Je geringer die Verlustleistung ist, bzw. je höher die Effektivität, desto höher ist das Netzteil Zertifiziert („80 PLUS Bronze“, „80 PLUS Silber“, „80 PLUS Gold“, „80 PLUS Platinum“ und „80 PLUS Titanium“). Man sollte aber beachten, dass der effektivste Wirkungsgrad bei der Zertifizierung bei 50% Auslastung vorliegen muss.

    Test Power SATA,ATX12V 8pin und 24pin.jpg

    In der Praxis!
    Der Einbau ist mit den beigelegten Schrauben schnell erledigt und fast alle Kabel konnten ohne Probleme angeschlossen werden. Allerdings auch nur fast, da ich für mein Cooler Master HAF932 eine Verlängerung für das 8 Pin ATX12V/EPS12V Kabel benötigte, da das Kabel ansonsten etwas zu kurz wäre (5-10cm), um komplett und ordentlich über die Kabelführungen angeschlossen zu werden. Alle anderen Kabel sind lang genug und die Stecker sitzen fest.
    Dieses Problem sollte bei den meisten Gehäusen nicht auftreten, denn dafür sollten die Kabellängen ausreichend dimensioniert sein.
    Das Netzteil ist in den ersten zwei Testsystemen, im normalen Betrieb nicht bzw. kaum hörbar gewesen. Der Lüfter dreht je nach Last zwischen 700 und maximal 850 Umdrehungen, da er Temperatur gesteuert ist (gemessen wurden die Umdrehungen mit einem VOLTCRAFT DT-10L) und man hört nur ein sehr, sehr leises Luftrauschen, wenn man sich darauf konzentriert und keine anderen Komponenten lauter sind
    Die beiden Systeme verbrauchen im Desktopbetrieb zwischen 120 und 190 Watt und einer Grafikkarte. Dies beträgt zwischen 14% und 22% der Last des Netzteils und auch bei dieser niedrigen Last von unter 20%, gibt es bei dem Corsair Netzteil keine Probleme, wie z.B. Spulenfiepen. Dies ist ein erhebliches Plus gegenüber meinem bisherigen Netzteil von Enermax (Platimax 850Watt), was dieses Problem leider aufweist.
    Die Spannungen der 3,3V, 5V und 12Volt Versorgung wurden im Betrieb immer stabil gehalten und es kam auch beim Übertakten, Lasttest sowie im Crossfire Betrieb zu keinen Ausfällen.

    Fazit:
    Das Netzteil überzeugt mich bisher fast vollständig, vom Design, der Lautstärke, dem Lieferumfang über die Verarbeitung bis hin zur Stabilität. Jetzt muss nur noch die X299 Plattform unterstützt werden, dann ist es eine wirkliche Kaufempfehlung.
    Wenn die 850Watt nicht für leistungsfähige Plattformen genutzt werden können, dann ist das Netzteil meiner Meinung nach zu teuer und das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt dann nicht, denn man bekommt dann auch schon vollmodulare Netzteile, die das bieten.

    Pro:
    - Verarbeitung und Haltbarkeit
    - Leiser 140mm Lüfter
    - Stabile Stromversorgung
    - Effizienz
    - 7 Jahre Garantie
    - Teilmodular
    - Schutzschaltungen

    Kontra:
    - Lieferumfang abweichend vom Handbuch
    - Kein zweites ATX12V/EPS12V 8 Pin (4+4) Kabel enthalten/verfügbar

    Neutral
    - Preis/Leistung

  8. #8
    Private
    Registriert seit
    13.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard

    Ich habe das Gehäuse von Mindfactory in Zusammenarbeit mit Corsair, zugeschickt bekommen und durfte es testen. Ich versuche nun alle Aspekte des Gehäuses, objektiv zu zeigen bzw. zu erläutern.

    Das Design des Corsair Spec Omega ist wie bei jedem anderen Gehäuse, geschmackssache. Doch wer auf eckige und aggressive Gehäuse, die ,,Ich bin ein Gamer'' schreien, steht, ist bei diesem Gehäuse genau richtig. Es kommt in verschiedenen Farben (Schwarz, Schwarz/Rot und Weiß). Ich habe die schwarze Variante zum Testen bekommen. Die Farbe ist schön matt, was mir persönlich sehr gefällt. Es lässt das Gehäuse sehr hochwertig wirken. Es besitzt viele Linien, Ecken und Kanten. Zudem hat es ein Sichtfenster aus temperiertem Glas. Sogar das Frontpanel besteht teilweise aus Glas, wodurch man sich einen Blick von vorne erblicken kann. Wer RGB Lüfter einbauen will, kann also die Pracht seiner Lüfter bewundern. Das Glas macht einen stabilen, sehr hochwertigen Eindruck und es sieht einfach Klasse aus. Es ist nicht wirklich abgedunkelt, das heißt man kann seine Teile auch mit wenig Beleuchtung, sehr gut sehen. Zudem sind die Schrauben sehr Flach und nicht so wie beim NZXT S340 Elite lang und dick. Dies sieht sehr gut aus und lenkt nicht von den Innereien eures PC's ab. Aber dafür muss man bei der Funktionalität Abstriche machen, dazu mehr später. Am Frontpanel sind zudem LED's eingebaut, die je nach Gehäuse-Farbe in einer anderen Farbe leuchten (Bei Schwarz und Schwarz/Rot in Rot, bei Weiß in Weiß). RGB wäre auch toll gewesen, da nicht jeder auf das Standard Gamer Schwarz/Rot steht. Super sind die Gummi Abdeckungen für die Stromkabel, welche aber für meinen Geschmack etwas zu weit weg vom Mainboard sind. Leider fehlt eine Abdeckung für das Netzteil, was bei diesem Preis eigentlich vorhanden sein sollte. Auch schön wäre es gewesen, wenn man seine SSD's, irgendwie präsentieren hätte können. Denn es wäre wirklich genug Platz dafür da gewesen, bzw. hätte man eine Netzteil-Abdeckung gehabt wäre es auch kein Problem gewesen.

    bY36nXIZ.jpg

    Der Rahmen des Gehäuses besteht aus einem sehr stabilen Metall. Es ist jedoch nicht zu schwer, und macht den Transport ziemlich einfach. Es besitzt keine scharfen Kanten und ist sehr schön ausgeschnitten. Man muss sich also keine Sorgen um Schnitte an den Händen machen. Die Front und Top Panels bestehen aus harten Kunststoff, aber machen auch einen sehr stabilen und vor allem kratzresistenten Eindruck. Jedoch sollte man es nicht gewaltsam versuchen, auszutesten. Die 2,5'' HDD & SSD Slots sind auch gut verarbeitet. Ihr müsst also keine Angst haben, dass etwas beim Einbau bzw. Ausbau kaputtgeht. Das Glas ist schön dick (in etwa 4mm) und ist aus temperiertem Glas, welches sehr hochwertig ist.

    Die Montage im Gehäuse verlief problemlos ab. Es ist genug Platz zum Montieren und für Kabelmanagement da. Aber dennoch sollte man seine Kabel gut managen, da man beim rechten Seiten-Panel, keine Erhöhung bzw. Vertiefung hat. Nun zum Glas-Panel. Leider braucht man, um das Glas Seitenstück abzunehmen, einen Inbus Schlüssel. Falls man keinen hat, muss man sich erst einen besorgen. Auch ist das Wiederanbringen sehr lästig, da man keine Stütze hat. Ich empfehle das Glas liegend herauszunehmen bzw. wieder anzubringen. Andere Gehäuse haben Schrauben, die man ganz einfach mit der Hand abschrauben und abnehmen kann. Hier muss ich leider einen Minuspunkt vergeben. Da keine Netzteil-Abdeckung vorhanden ist, sollte der Einbau des Netzteils auch sehr schnell und einfach sein. Einfach einschieben, verschrauben und anstecken. Es ist auch genug Platz für sehr lange Grafikkarten (max. 37cm) vorhanden. Meine GTX 1080 Palit Jetstream passt problemlos rein. Und Festplatten und SSD's kann man ganz einfach ohne Werkzeuge einbauen. Tower-Kühler für die CPU passen auch ohne jegliche Probleme, außer sie überschreiten eine Höhe von 170mm, dann wird es kritisch. Aber wer eine WaKü benutzt sollte sowieso keine Probleme mit der Höhe haben.

    Nun zu den Lüftungs- Möglichkeiten im Gehäuse. Hinten ist ein mitgelieferter schwarzer Lüfter montiert und vorne ein roter bzw. weißer LED Lüfter. Beide sind 120 mm groß und im Betrieb sehr, sehr leise. Für das Netzteil hat man einen leicht herausnehmbaren Staubfilter, welches das Reinigen sehr vereinfacht bzw. unnötig macht, da kein Staub durchdringt. Leider fehlt mir aber genau so einer an der Vorder- und Oberseite. Vorne passt ein Radiator mit 3x 120 mm oder 2x 140 mm rein und Oben passen 2x 120 mm oder 2x 140 mm rein. Das Frontpanel hat 2x USB 3.0, Audio, einen Power On und Reset Switch. Was ich gut finde ist, dass Ersatzschrauben und Kabelbinder mitgeliefert werden. Diese sind im HDD Cage im Gehäuse zu finden. Um dieses kleine Paket herauszuholen, drückt man die zwei Plastikstücke nach Innen und zieht.

    DB7DhyJC.jpg JH1WsN9e.jpg

    Leider kommen wir zu etwas sehr Negativen. Zu dem allgemeinen Airflow, der im Gehäuse herrscht. Die Front Lüfter können kaum Luft einziehen, da nur eine sehr kleine Stelle unten Luft durchlassen. Hier hätte man sich eine deutlich bessere Lösung ausdenken müssen. Denn dies beeinflusst die allgemeine Temperatur der Komponenten sehr. Ich würde vorschlagen zumindest bei der CPU zu einer WaKü zurückzugreifen, da sehr wenig Luft in das Gehäuse gesaugt werden kann.

    mLmn-SNT.jpg



    Jetzt zu dem Fazit, dass ich gezogen habe:
    Das Gehäuse tut optisch was es soll. Gut aussehen. Aber bei der Durchlüftung muss man hier leider Minuspunkte vergeben. Es ist fast ein Unterschied von 6° Celsius den ich mit dem offenen Frontpanel, bei mir gemessen habe. Und dies ist eine Menge. Vor allem, wenn man übertakten will und sich so etwas nicht leisten kann. Das Preis-/ Leistungsverhältnis könnte besser sein. Für diesen Preis bekommt man andere Gehäuse die mehr bieten. Die eventuell besser aussehen und/oder eine bessere Durchlüftung haben. Zudem sollte bei diesem Preis eine Netzteil-Abdeckung vorhanden sein. Denn andere Gehäuse die 30 % weniger kosten, haben sogar eines. Ich kann es leider nicht ohne schlechtes Gewissen, problemlos weiterempfehlen, da man für den Preis wirklich mehr erwartet. Gute Alternativen wären das S340 Elite von NZXT, oder das Meshify C von Fractal. Meiner Meinung nach müsste Corsair mit dem Preis heruntergehen, um konkurrieren zu können. Trotzdem bekommt man ein solides Gehäuse, mit 2 Lüftern und genug Zubehör. Wenn einen das Design anspricht, sollte man zuschlagen.
    Geändert von Marketingman (14.02.2018 um 10:46 Uhr)

  9. #9
    Private
    Registriert seit
    13.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Beitrag Produkttest Corsair TX650M

    Im Rahmen der CORSAIR CARBIDE Testers Keepers Aktion habe ich das TX650M PC-Netzteil mit 650 Watt Ausgangsspannung von der Marke Corsair getestet. Zu dem Haupttestsystem gehörten ein Ryzen 1500x, eine GTX 1060 6 Gigabyte, ein ASUS Prime B350 Plus Mainboard, eine HDD, eine SSD sowie insgesamt 16 Gigabyte DDR4 RAM.

    Lieferumfang
    27849583_1702098586515078_1491100406_n.jpg
    27939163_1702098599848410_460045274_n.jpg
    Die obigen Bilder zeigen den gesamten Lieferumfang des Corsair TX650M‘s. Dieser enthält neben dem eigentlichen Netzteil natürlich ein Netzkabel, jeweils eine Anleitung für das Netzteil sowie für dessen Garantie, ein Dokument für wichtige Sicherheitsinformationen, die Einbauschrauben, Kabelbinder für das Kabelmanagement und eine Entsorgungserklärung. Darüber hinaus sind folgende Kabel für den internen Anschluss vorhanden:
    • 1x ATX Kabel mit 24 Pin (20 + 4 Pin) mit einer Länge von 610 mm
    • 1x EPS/ATX 12V 8 Pin (4 + 4 Pin) mit einer Länge von 650 mm
    • 2x PCIe Kabel mit 8 Pin (6 + 2 Pin) mit einer Länge von 750 mm
    • 2x SATA Kabel mit einer Länge von 700 mm
    • 1x Kabel für Peripherie (4 Pin) mit einer Länge von 750 mm
    • 1x Floppy Adapter (4 Pin) mit einer Länge von 101 mm

    Anschlüsse
    Wie auch auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, ist das Netzteil modular aufgebaut, weswegen nur die beiden ersten der oben genannten Kabel tatsächlich fest mit dem Netzteil verdrahtet sind. Die restlichen Kabel sind beliebig ein- oder auszustecken. Dafür bietet das Netzteil drei Anschlüsse für Peripherie und SATA sowie zwei Anschlüsse für die 6 + 2 PCIe und die 4 + 4 CPU Kabel.
    27939796_1702125119845758_1127779894_n.jpg


    Design und Verarbeitung
    27950709_1702137663177837_2070777731_o.jpg
    Das Design des Corsair TX650M ist wie für die meisten Netzteile von Corsair eher schlicht gehalten. Wie auf den Fotos zu erkennen ist, ist das Netzteil größtenteils schwarz, mit ein paar grauen Akzenten, zu welchen unter anderem die Lüfterblätter zählen. Über diesen liegt die klassische Lüfterabdeckung, welche im Mittelpunkt einen Aufkleber des Herstellers sitzen hat. Die Originalverpackung setzt neben schwarz auf gelbe Akzente, was auch schlicht aber dennoch ansehnlich ist. Das ATX Kabel hat die typische geflochtene Kabelummantelung, die anderen Kabel fallen platzsparend mit einer einfachen, dünnen Isolierung aus. Die Verarbeitung erscheint auf den ersten Blick solide: das Netzteils ist mit einem stabilen Gehäuse aus Stahlblech umrahmt und fest verschraubt. Kratzer oder Macken lassen sich auch bei genauerer Betrachtung keine feststellen. Wer hier viel Wert auf Makellosigkeit legt, sollte allerdings vorsichtig mit dem Produkt umgehen, da die verwendete Beschichtung bei grobem Umgang durchaus anfällig für Kratzer sein kann. Auf der Rückseite befinden sich nur der Netzschalter und die Netzbuchse.
    Die Abmessungen betragen 150 x 86 x 140 mm (B x H x T) und das Netzteil wiegt knapp 1,7 kg.

    Lüfter, Lautstärke und Kühlung
    Der Durchmesser des Lüfters beträgt 120 mm. Er hat die Modellbezeichnung NR120L und ist ebenfalls ein Produkt von Corsair. Bei einem Betrieb von bis zu 50% Auslastung, bei der ca. 1000 Umdrehungen pro Minute erreicht werden, ist die Lautstärke des Lüfters nicht wirklich wahrzunehmen. Möglich macht das das verwendete Rifle-Gleitlager, welches für einen ruhigen Lüfterbetrieb konzipiert ist. Erst ab knapp 65 % Auslastung, bei einer Geschwindigkeit von ca. 1150 Umdrehungen pro Minute, lässt sich eine Erhöhung der Lautstärke feststellen. Das deckt sich ungefähr mit den von dem Hersteller angegebenen Werten, die besagen, dass ab knapp 450 Watt Ausgangsleistung eine Steigerung der Lautstärke stattfindet, wobei Corsair hier zu eigenen Gunsten rundet. Bei vollen 650 Watt Ausgangsleistung ist der Lüfter mit fast 1500 Umdrehungen pro Minute schon ganz gut zu hören, wobei die Lautstärke im Vergleich zu anderen bekannten Netzteilen immer noch im annehmbaren Bereich liegt. Neben der moderaten Lautstärke erfüllt der Lüfter auch seinen eigentlichen Zweck: selbst bei Nutzung unter Volllast tritt keine außerordentliche bzw. bedenkliche Wärmeentwicklung auf.

    Schutzschaltungen
    Im TX650M sind Schutzschaltungen gegen Überlastung der Spannungsschienen (OCP), gegen Überlast (OPP), gegen Kurzschluss (SCP), gegen Überhitzung (OTP) und gegen Über- sowie Unterspannung (OVP bzw. UVP) verbaut.

    Wirkungsgrad und Spannungsstabilität
    Das Unternehmen Corsair wirbt mit dem 80 PLUS Gold Zertifikat für die Effizienz des TX650M’s. Dabei steht das 80 PLUS Zertifikat für einen Wirkungsgrad von mindestens 80%, bei der Gold-Version soll sich der Wirkungsgrad im Bereich von 50 – 100% Auslastung auf um die 90% einpendeln. So gibt der Hersteller auf der Produktseite auch an, dass die Energieeffizienz des TX650M‘s „unter realen Bedingungen“ bei 90% liegen soll. Dazu muss allerdings erwähnt werden, dass es sich um ein Stromnetz mit 115 V Spannung und 60 Hz handelt. Die nachfolgenden Testergebnisse wurden am deutschen Netz erzielt und können somit nicht 1:1 auf die Angaben des Herstellers übertragen werden. In der Regel kann man von dem deutschen Wert knapp 1-2 Prozent abziehen. Laut Handbuch tritt das Effizienzmaximum bei knapp 50% Auslastung (325 Watt) auf. Dieser Peek ließ sich bei meinem Test auch bestätigen. Ab 260 Watt bis 390 Watt war der Wirkungsgrad mit einem Wert von ungefähr 90% am höchsten.
    Laut ATX Design Guide dürfen ATX Netzteile eine maximale Spannungsabweichung von 5% haben (sowohl positiv als auch negativ). Um die Einhaltung dieser Richtlinie zu prüfen, habe ich die verschiedenen Ausgangsspannungen des Netzteils stichprobenartig mit einem Multimeter gemessen. Dabei ist natürlich anzumerken, dass normale Multimeter nicht die Genauigkeit liefern, um bei Netzteilen in diesem Preisbereich die Spreu vom Weizen zu trennen. Außerdem lassen sich damit keine Werte über längere Perioden aufnehmen. Trotzdem konnte ich festhalten, dass die Spannungsabweichungen bei allen von mir gesammelten Werten (insgesamt 15) zuverlässig unter 1,5% liegen. Damit schneidet das TX650M in diesem Bereich sehr gut ab.

    Preis-Leistungs-Verhältnis
    Preislich ist das TX650M mit knapp 80 ¤ als Netzteil in der oberen Mittelklasse einzuordnen. In Anbetracht der durchweg guten Verarbeitung, der Teilmodularität, der gegebenen Spannungsstabilität und der im Vergleich zu den Mitbewerbern guten Effizienz (diese gehört zu den besten 25% verglichen mit anderen bekannten Netzteilen in diesem Preissegment) darf man hier von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen.

    Fazit
    Pro:
    - Solide Verarbeitung
    - Teilmodular aufgebaut
    - Moderater Lieferumfang
    - Guter Wirkungsgrad
    - Sehr gute Spannungsstabilität
    - Angenehme Lautstärkekurve
    - Preis-Leistung stimmt

    Contra:
    - Ausrichtung aller SATA-Stecker ist gleich -> bei manchen Gehäusen muss man das Kabel ungünstig drehen um die Festplatten anzuschließen
    - Schlichtes Design (nur ein Contra für Leute, die Wert auf Optik legen)

    Alles in Allem haben wir es hier mit einem soliden Netzteil im oberen Mittelfeld zutun, das sich technisch gegen die meisten Mitbewerber behaupten kann, aber dafür Abzüge in puncto Optik mit sich bringt. An alle pragmatischen Interessenten auf der Suche nach einem neuen Netzteil kann ich hier eine Kaufempfehlung aussprechen.

  10. #10
    Private
    Registriert seit
    15.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard

    Die Mindfactory AG hat mich im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion zum Produkttester ausgewählt, weshalb ich euch im Folgenden das Corsair TX850M vorstellen werde.

    Als erstes möchte ich auf die Verpackung, das mitgelieferte Zubehör und die technischen Daten eingehen.

    Das Netzteil kommt Corsair typisch in einer schwarz-gelben Verpackung geliefert und ist zusätzlich nach dem Aufmachen in einem grauen Schaumstoffwürfel eingepackt. Neben dem Netzteil möchte ich kurz die Anschlüsse vorstellen, zu den ich später mehr sagen möchte.

    Nicht modular sind:

    -1 ATX-Kabel 20+4 mit Pins für das Mainboard
    -1 ATX Kabel mit 4+4 Pins für den Prozessor

    Modular sind:

    -4 PCIE 6+2 Pins für Grafikkarten auf zwei Kabel verteilt
    -8 SATA Anschlüsse auf zwei Kabel verteilt
    -2 Floppy Anschlüssen
    -8 vier Pin Anschlüsse für ältere Festplatten/Laufwerke oder Beleuchtung und Lüfter
    -4 Schrauben
    -10 Kabelbinder
    -Bedienungsanleitung und Garantiehinweise

    Leider fehlte wie bei vielen anderen auch, der Corsair case Aufkleber und die Tasche DC Modular cable storage bag, aber trotz des Fehlens ändert das nichts an der Leistung.

    Verarbeitung und Design
    Die Qualität ist hoch, das Netzteil selbst ist ziemlich schwer, aber das stört gar nicht, stattdessen deutet es auf gute Verarbeitung hin. Die Maße sind 160 mm x 150 mm x 86 mm (Länge, Breite, Höhe), es ist etwas größer als das TX650M, aber das sollte bei normalen Gehäusen keinen Unterschied ausmachen. Auf dem Gehäuse des Netzteils sind die Modellbezeichnung aufgeklebt und das Corsair Logo in der Mitte des Lüfters. Das Logo wirkt als ob es sich bei höheren Temperaturen lösen würde und wirkt auch als wenn es von niedrigerer Qualität wäre. Die Modellbezeichnung ist in Schwarz-Weiß gehalten und das Netzteil ist mattschwarz.

    DSC_0027.jpg

    Anschlüsse und Kabel
    Das Netzteil bietet alles was das Herz begehrt und hat genug Anschlüsse. Was mich nur stört sind die Abstände zwischen den SATA Anschlüssen, die in meinem Fall etwas Probleme gemacht haben. Ich wollte vier nutzen, kam aber mit der Länge nicht hin, deshalb musste ich ein zweites Kabel nur für das Laufwerk anschließen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die modularen Kabel einen ziemlichen Widerstand aufweisen, wenn sie wieder rausgezogen werden.

    Lüfter, Lautstärke und Kühlung
    Laut Hersteller wird das Netzteil höchstens 27 dB laut und das halte ich für sehr wahrscheinlich, da das Netzteil selbst bei Last unhörbar ist. Beim ersten Test, i5 4th. Gen und GTX1080 im Benchmark ist es nicht zu hören. Beim zweiten Test baute ich zusätzlich zu der GTX1080 eine GTX960 ein und es war während des Benchmarks ebenfalls nicht hörbar. Ich denke aber, dass beinahe jede Grafikkarte deutlich lauter sein wird, weshalb es eigentlich gar nicht möglich ist die tatsächliche Lautstärke unter Last zu messen. Bei Spielen wie Battlefield 4 und Battlefield 1 ist das Netzteil auch nicht hörbar. Der Netzteil-Lüfter dreht auf einem Gleitlager, deshalb ist ein solch leiser Betrieb möglich. Das führt direkt zum nächsten Punkt- die Kühlung. Zur Kühlung ist nicht viel zu sagen, außer dass der Lüfter tut was er soll. Das Netzteil ist wesentlich kühler als das Vorherige und nur höchstens 10 Grad wärmer als Zimmertemperatur.

    Spannungsstabilität
    Das Schaltnetzteil, welches ständig die Ausgangsspannung regelt, verursacht Netzstörungen. Die Oberwellen, die aktive PFC wiederum regelt das sogenannte Schaltnetzteil, um die Menge der Oberwellen deutlich zu senken. Oberwellen führen zu einer instabilen Spannung und die kann zum Absturz des Computers führen. Das Netzteil verfügt über aktive PFC, das heißt das aktive PFC eine spezielle elektrische Schaltung im Netzteil ist, welche die Menge der Oberwellen verringert, die zurück ins Stromnetz fließen und somit eine stabile Spannung schafft. Bei meinem Test ist das Netzteil nicht abgestürzt.

    Wirkungsgrad
    Das Netzteil besitzt die 80 Plus Gold Zertifizierung, das bedeutet, dass die Leistung bei 89-92 Prozent liegt (bei 50 Prozent Auslastung 92 Prozent/bei 100 Prozent Auslastung 88 Prozent). Nehmen wir an, das System benötigt 700 Watt, wird das Netzteil trotzdem 763 Watt aus dem Netz ziehen, weil die Effizienz bei 90 Prozent liegt und ein Verlust von etwa 10 Prozent entsteht. Allgemein kann man sagen, desto schwächer die Zertifizierung, also Effizienz, umso weniger kann das Netzteil die vorgegebene Leistung einhalten. Zum Beispiel wird ein 1000 Watt Netzteil mit der Zertifizierung 80 Plus in Wahrheit weniger als 800 Watt erbringen.

    Schutzschaltungen
    Keine der folgenden Schutzschaltungen löste bei mir aus, welche Schäden am System vorbeugen sollen, von denen das Netzteil sehr viele hat:

    - Unterspannungsschutz,
    - Kurzschlussschutz,
    - Übertemperaturschutz
    - Überspannungsschutz,
    - Überlastungsschutz

    Preis/Leistungsverhältnis/Haltbarkeit
    Zunächst kann ich nicht viel über die Haltbarkeit sagen, da ich das Netzteil noch nicht lange habe, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es lange halten wird, aufgrund der stabilen Verarbeitung und der Leistung, die auf jeden Fall reichen sollte.
    Mit einem Einkaufspreis von ca. 120 Euro ist es nicht gerade günstig, aber man sollte sich vor Augen halten wofür man es kauft und was man für das Geld bekommt. Natürlich gibt es vergleichbare Modelle für 20 bis 40 Euro weniger, aber die sind auch häufig schlechter verarbeitet, oder sie haben eine geringere Effizienz bei Volllast. Ebenfalls könnte man zu teureren mit Platin zertifizierten Modellen greifen, aber ob sich das lohnt ist fragwürdig und hängt von vielen Faktoren ab, wie die Stromkosten, die Nutzungsdauer und den Einsatz.
    Man darf auch nicht vergessen, dass man 7 Jahre Garantie erhält.

    Mein Fazit
    Das Corsair TX850M Netzteil bietet alles was man braucht und weil es teilmodular ist, hängen keine Kabel ungenutzt im Gehäuse. Es ist leise und die Leistung sollte mehr als ausreichen und wenn nicht sollte man sich vor dem Kauf direkt für ein Modell mit über 1000 Watt entscheiden. Es bietet reichlich Anschlüsse auch für Floppy und arbeitet sehr leise, wobei die Lautstärke meiner Meinung nach am wichtigsten ist. Zudem ist die Kühlung sehr gut und es verfügt über mehr als genug Schutzschaltungen. Sehr positiv sind auch die Verarbeitung und die mitgelieferten Kabelbinder. Folgendes ist mir negativ aufgefallen: Die PCIE 6+2 Pin Anschlüsse halten in meinem Fall nicht optimal, der 2 Pin Zusatz löste sich immer wieder beim Versuch eine zweite Grafikkarte anzuschließen. Ebenfalls negativ finde ich, dass der Corsair Aufkleber und die Tasche für die Kabel nicht vorhanden waren.

    DSC_0037 (1).jpg

    Ansonsten kann ich das Netzteil nur empfehlen und hoffe mein Beitrag hilft euch das richtige Netzteil zu finden. Und Zum Schluss möchte ich mich herzlich bei der Mindfactory AG bedanken,
    dass ich zum Produkttester gewählt wurde.
    Geändert von Marketingman (17.02.2018 um 11:00 Uhr)

  11. #11
    Private
    Registriert seit
    10.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard Corsair Carbide SPEC-Omega

    IIch freue mich im Rahmen der „Testers Keepers“-Aktion ausgewählt worden zu sein, das Corsair SPEC-Omega aus der Corsair Carbide Series in Schwarz zu testen und meine Erfahrungen hier festzuhalten. Das Gehäuse misst 495 mm x 232 mm x 516mm (LxBxH), wiegt 7,56 kg und kostet zurzeit ca.95¤ hier bei Mindfactory, womit es preislich in der guten Mittelklasse angesiedelt ist. Auf der offiziellen Produktseite findet man ein kurzes Vorstellungsvideo und auf der allgemeinen Garantieseite von Corsair wird für die Carbide Serie eine Garantie von 2 Jahren gelistet. Außerdem gibt es das Modell auch in den Varianten Rot und Weiß.

    Verpackung und Lieferumfang
    Die Verpackung besteht aus einem Karton mit Schaumstoffeinlagen, welche für einen sicheren Transport des Gehäuses und vor allem des Seitenteils aus Hartglas sorgen. Beiliegend ist eine kleine Tüte, welche die Anleitung, einen Garantiehinweis und einen Sechskantschlüssel enthält. Das restliche Zubehör befindet sich in einem kleinen Pappkarton im Laufwerksschacht, der über die Rückseite des Gehäuses zugänglich ist. In diesem befinden sich genügend Schrauben zur Befestigung von Lüftern, SSDs und HDDs, sowie einige Kabelbinder. Die Mainboard-Abstandhalter sind bereits eingebaut, ebenso wie die zwei mitgelieferten 120 mm-Lüfter.

    Front.jpgLeft_open.jpgRight.jpg

    Design und Verarbeitung
    Nach dem Auspacken fallen sofort die Stärken des SPEC-Omega ins Auge. Das moderne, kantige Design des Gehäuses ist gut durchdacht und konsequent umgesetzt. Von dem geteilten, zur Hälfte durchsichtigen Frontpanel mit dem roten Leuchtstreifen und dem von innen angeleuchteten Corsair-Logo bis zu den ungewöhnlich gewinkelten Gehäusefüßen. Das Kerngehäuse ist aus solidem Stahl und die Front- und Topelemente aus hartem, mattem Kunststoff, welches stabil und kratzfest wirkt. Alle Materialien fühlen sich hochwertig an und sind passgenau. Besonders schön ist natürlich das komplett aus temperiertem Glas bestehende Seitenteil, welches etwa 4 mm dick ist, mit vier gummierten Sechskantschrauben befestigt wird und eine tolle Sicht auf das Innere bietet. Nur der Frontlüfter ist beleuchtet, was zusammen mit dem Leuchtstreifen des Frontpanels für eine schöne Ausleuchtung der Vorderseite sorgt, allerdings ist von der Seite nicht allzu viel davon zu sehen, weshalb ich mir noch ein paar LED-Leuchtstreifen bestellt habe, um das tolle Hartglasfenster mehr zur Geltung zu bringen, wie auf den Bildern zu erkennen ist. Ein paar zusätzliche LED-Lüfter sollten ebenfalls einen guten Effekt erzielen.

    Front_running.jpgSide_running.jpg

    Montage
    Beide Seitenteile, Front- und Toppanel sind abnehmbar und ermöglichen den leichten Zugang zu allen Teilen. Toppanel und Rückseite sind mit Schrauben befestigt, welche leicht per Hand gelöst werden können. Das Frontpanel ist mit insgesamt 8 Plastikclips gesichert, was etwas fummelig ist- aber kein Problem. Die Sechskantschrauben der Glasseite sind hier etwas unpraktisch, da diese nicht ohne Werkzeug entfernt werden können, außerdem hätte ich mir einen schmalen Rand gewünscht, sodass man nicht auf das Glas fassen muss. Fingerabdrücke sind jedoch kaum zu sehen. Die HDD- und SSD-Schächte sind über die Rückseite leicht erreichbar und schraubenlos. Der Käfig für die 3,5 Zoll Einschübe kann abgeschraubt und herausgenommen werden, die 2,5 Zoll Halterungen machen mit nur einem Clip und einer Feder einen etwas wackeligen Eindruck, funktionieren aber gut. Durch das Fehlen eines Laufwerksschachts ist genügend Platz für Lüfter, Radiatoren und Kabelführung. Lediglich der Platz für die Kabel hinter dem Netzteil ist etwas knapp bemessen, hier hatte ich mit meinem nicht-modularen Netzteil etwas Probleme. Besitzer eines modularen Netzteils sollte das weniger stören. Auch auf der Rückseite des Gehäuses hätte ich mir ein paar Millimeter mehr Tiefe gewünscht um alle Kabel problemlos unterbringen zu können.

    Kompatibilität und Ausstattung
    Das Gehäuse bietet Einschübe für 3 x 2,5 Zoll und 2 x 3,5 Zoll Festplatten oder SSDs und Platz für alle gängigen Mainboard Formfaktoren bis ATX. Auch bis zu sechs Gehäuselüfter, Radiatoren bis 360 mm, CPU-Kühler bis 170 mm Höhe, Grafikkarten bis 370 mm Länge, Netzteile bis 200 mm Höhe, ein Frontpanel mit zwei USB3.0-Anschlüssen, Kopfhörer- und Mikrofonanschluss und einen per Einschub herausnehmbaren Staubfilter für den Netzteillüfter finden Platz. Damit ist es für die meisten Hardwarekombinationen gerüstet. Leider ist der Lufteinlass für das Netzteil die einzige Öffnung, die mit einem Staubfilter versehen ist. Dämmung ist leider keine vorhanden.

    Kühleigenschaften und Lautstärke
    Das SPEC-Omega bietet viel Platz für bis zu sechs Lüfter, davon 3 x 120 mm oder 2 x 140 mm vorne, 2 x 120 mm oder 2 x 140 mm oben, sowie 1 x 120 mm hinten. Für Wasserkühlungen kann an der Vorderseite ein Radiator von bis zu 360 mm angebracht werden, an der Oberseite bis zu 240 mm und auch an der Rückseite kann eine kleine 120 mm CPU-Wasserkühlung befestigt werden, was ich in meinem Fall genutzt habe. Standardmäßig sind zwei 120 mm-Lüfter verbaut, jeweils einer an Vorder- und Rückseite, was für guten Airflow innerhalb des Gehäuses sorgt und für alle normalen Systeme vollkommen ausreichend ist. An der Vorderseite wird die Luft leider nur durch das kleine untere Dreieck angesaugt, da die restliche Front verschlossen ist, hier wäre etwas mehr Ansaugfläche wünschenswert. Erfreulicherweise sind die Lüfter sehr leise, man hört lediglich ein sanftes Summen. Das Netzteil bezieht seine Kühlluft von der Gehäuseunterseite und nicht aus dem von der restlichen Hardware erwärmten Inneren.

    Fazit und Preis-/Leistungsverhältnis
    Das Corsiar SPEC-Omega ist ein gutes Mittelklassegehäuse mit sehr gelungenem Design, welches vor allem durch das tolle Seitenfenster aus temperiertem Glas besticht, hat aber auch einige Schwachpunkte. Wer sich das futuristische Gebilde kaufen möchte, kann sich über viel Platz für Lüfter und Radiatoren, einfach zugängliche und schraubenlos austauschbare Festplatteneinschübe, eine schöne Frontansicht und ein schönes, großes Seitenfenster freuen, muss aber Abstriche bei der Kabelunterbringung und dem Airflow machen und auf Staubfilter für alle Komponenten ausgenommen dem Netzteil verzichten. Unterm Strich ein ordentliches Gesamtpaket, muss aber in dieser Preisklasse durchaus mit einiger Konkurrenz rechnen. Wer sich einfach nur einen guten Gaming-PC bauen möchte und modernes Design mag, macht hier wenig falsch. Airflow- und Feinstaubfanatiker sollten sich eventuell nach etwas Anderem umsehen. Eine gute Alternative wäre das Corsair Carbide Air 740, welches mehr Platz, besseren Airflow und guten Staubschutz bietet, allerdings muss dafür mit einem Preis von ca.130 ¤ etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Wer ein ähnlich gutes Gehäuse zu einem moderateren Preis sucht, ist mit dem Meshify C von Fractal für ca. 75 ¤ gut bedient, muss aber weniger Kühlkapazitäten in Kauf nehmen und auf futuristisches Design verzichten.

    Ich hoffe ich konnte einen guten Überblick über das Gehäuse verschaffen und bei der durchaus schwierigen Entscheidung der Gehäusewahl behilflich sein.
    Geändert von Marketingman (17.02.2018 um 10:28 Uhr)

  12. #12
    Private
    Registriert seit
    24.04.2017
    Beiträge
    2
    Post Thanks / Like

    Standard

    Ich hatte im Rahmen des Testers-Keepers-Programms in Kooperation mit Mindfactory und Corsair die Möglichkeit, dass Corsair Spec 04 in den Farben schwarz/gelb zu testen. Meinen Testbericht habe ich wie folgt gegliedert:

    1) Erster Eindruck
    2) Qualität und Verarbeitung
    3) Mitgeliefertes Zubehör
    4) Einbaumöglichkeiten
    5) Kühlung
    6) Lautstärke
    7) Fazit

    --- 1. Der erste Eindruck ---
    Das Gehäuse wurde gut gepolstert in einer unauffälligen Verpackung geliefert. Des Weiteren war das Case durch einen Plastik-Schonbezug geschützt. Schon während des Transportierens fiel mir auf, dass das Gehäuse im Vergleich zu anderen Produkten sehr leicht und Midi-Tower typisch kompakt ist. Mit den Maßen von 492mm x 201mm x 433mm lässt sich das Produkt fast überall unterbringen. Trotzdem lassen sich Mainboards mit ATX-Standard problemlos einbauen. Vor allem durch die gelben Akzente macht das Corsair Spec 04 auf sich aufmerksam, welches auch in den Akzent-Farben grau und rot erhältlich ist. Durch die asymmetrische Anordnung von Mesh-Elementen besitzt das Gehäuse ein sehr stylisches und auffälliges Design. Das Aussehen des Produktes mag auf den Bildern etwas gewöhnungsbedürftig wirken, ist jedoch in der Realität mit seinem Sichtfenster immer einen Anblick wert. Standardmäßig ist eine Plexi-Glas Scheibe verbaut, optional ist die rote Variante mit einem Echt-Glas-Fenster erhältlich. Eine weitere Besonderheit ist das seitliche Bedienpanel, welches neben dem Ein-/Ausschalter auch mit zwei USB-Anschlüssen und einem Audioaus- und eingang versehen ist.

    --- 2. Die Qualität und Verarbeitung ---
    Der Materialmix aus Plastik und Metall ist der Preisklasse entsprechend gut verarbeitet. Trotz des geringen Gewichtes macht das Gehäuse einen durchaus wertigen Eindruck. Der verarbeitete Stahl ist zwar etwas dünn, aber immer noch für ein Produkt der 50-Euro-Klasse ausreichend stabil. Die Seitenteile, welche mittels Rändelschrauben befestigt sind, lassen sich einfach entfernen. Auf der linken Seite befindet sich ein Sichtfenster aus relativ dickem Plexiglas. Die Front besteht aus Kunststoff und wurde mit Mesh-Optik veredelt. Die Verarbeitung ist für diese Preisklasse auf einem hohen Niveau, lediglich die Front schließt nicht zu hundert Prozent mit dem Rest des Cases ab. Dies fällt vor allem bei Dunkelheit auf, da das Licht des Lüfters durchscheint. Die Tasten des seitlichen Frontpanels haben einen guten Druckpunkt, der jedoch etwas kurz ausfällt.


    fk.jpg
    frk2.jpg
    mk.jpg

    --- 3. mitgeliefertes Zubehör ---
    Dem Gehäuse liegt eine ausführliche Anleitung bei, welche für jede Sprache zehn Seiten umfasst. Des Weiteren ist ein Schrauben-Set beigelegt, welches sich bei Auslieferung in einem HDD-Tray befindet. In diesem befinden sich fünf verschiedene Schraubenarten, welche zur Befestigung von allen nötigen Komponenten dienen. Außerdem sind vier Kabelbinder für ein gutes Kabelmanagement beigelegt. Im Auslieferungszustand war bereits ein 120mm-Lüfter in der Front montiert, welcher in der Farbe weiß leuchtet. Dieser besitzt einen 3-Pin Anschluss und lässt sich somit nicht über eine Lüfterkurve steuern. Um den Airflow zu begünstigen empfiehlt sich die Installation eines weiteren Lüfters. Das Netzteil wird durch einen mitgelieferten Staubfilter geschützt. Wünschenswert wäre ein weiterer Filter an der Gehäuse-Vorder- und Oberseite gewesen.

    --- 4. Einbaumöglichkeiten ---
    Wie bereits erwähnt lassen sich alle Mainboards bis hin zum ATX-Standard einbauen. Etwas eingeschränkt ist der Platz für CPU-Kühler, da laut Werksangabe nur eine Höhe von maximal 150 mm verbaut werden kann. Im Test konnte jedoch ein etwas höherer Kühler problemlos verwendet werden. Das Case besitzt drei Einbaumöglichkeiten für normale HDD-Laufwerke im 3,5 Zoll Format. Zudem können zwei SSD-Laufwerke auf der Rückseite verschraubt werden. Leider besitzt dieses Gehäuse keinen Einschub für 5,25 Zoll Laufwerke. Laut Handbuch können maximal fünf Lüfter verbaut werden. Dabei finden maximal zwei 140mm-Lüfter in der Front Platz. Die anderen drei 120mm-Lüfter finden an der Ober- und Rückseite Platz. Bei einem wassergekühlten System empfiehlt sich die Installation des Radiators an dem Deckel, da vorn nur sehr wenig Platz vorhanden ist. Bei dem Einbau meines Systems verlief die Installation des ATX-Mainboards etwas schwierig, da das Befestigen an der oberen Seite durch wenig Platz erschwert wurde. Auch das installieren des CPU-Stromkabels war deswegen etwas kompliziert. Die Befestigungsschrauben der SSD sind meiner Meinung nach etwas zu klein gewählt, wenn man das Laufwerk sichtbar verbauen will. Das Netzteil wird wie bei den meisten Cases an der hinteren Bodenseite verbaut und sitzt fest in der Halterung. Positiv fiel der großzügige Raum für Kabelmanagement an der Rückseite auf. Für einen idealen Verbau fehlen jedoch weitere Durchführungsmöglichkeiten für zum Beispiel die Stromversorgung des Prozessors. Dennoch konnten andere Kabel gut verlegt werden. Es sind des Weiteren viele PCI-Slots vorhanden, welche durch eine separate Abdeckung geschützt sind. Da in dem Testsystem nur eine kleinere Grafikkarte zum Einsatz kommt, fällt der etwas eingeschränkte Platz mit bis zu 370mm Länge nicht ins Gewicht.

    vb2k.jpg
    cm23.jpg

    --- 5. Kühlung ---
    Im Testsystem wurde der vordere Lüfter umgekehrt verbaut, um ein Push-Pull System zu erhalten. Der hintere Lüfter zieht die Luft in das Gehäuse hinein, welche von dem vorderen Corsair-Modell aus dem Case herausbefördert wird. Dieses Kühlsystem kann gut realisiert werden, da der mitgelieferte Lüfter genug Kraft besitzt, um selbst bei niedrigen Umdrehungszahlen zuverlässig zu arbeiten. Da wenig störende Trägerteile verbaut sind, lassen sich auch komplexere Kühlsysteme realisieren.

    --- 6. Lautstärke ---
    Durch eine gute Entkopplung der Festplatte entstehen keinerlei Vibrationen. Bei niedrigen Lüfterdrehzahlen bleibt das System angenehm leise. Da die Vorderseite relativ offen gestaltet ist und keine Dämmung installiert ist, sind die Lüfter bei steigender Belastung hörbar, jedoch nie unangenehm laut.

    --- 7. Fazit ---
    Das Corsair Carbide Spec 04 richtet sich vor allem durch sein futuristisches Design an eine jüngere Zielgruppe, die für einen angemessenen Preis von rund 50 Euro ein stylisches Gehäuse suchen. Das besondere Äußere des Gehäuses setzt sich im Innenraum nicht fort. Vieles entspricht zwar einem guten Mittelmaß, das Case könnte jedoch mehr durchdacht sein. Dies fällt vor allem durch relativ wenig Platz im Innenraum und das Fehlen von Kabelöffnungen auf. Des Weiteren hätte ein weiterer Lüfter vorinstalliert sein können. Jedoch lässt sich in diesem Case ein gut funktionierendes System verwirklichen. Ist erst einmal alles verbaut und an Ort und Stelle kann man die Hardware durch das Seitenfenster bewundern. Noch besser kann man das Innenleben mit LED-Beleuchtung in Szene setzen. Während des Betriebes lassen sich keine weiteren Mängel erkennen, nur das durchschimmern des LED-Lüfters stört im Dunkeln etwas. Alles in allem bietet Corsair ein gutes Gesamtpaket an, welches den Preis in weiten teilen rechtfertigt. Ich kann für dieses Produkt eine Kaufempfehlung vor allem für Preisbewusste Trendsetter aussprechen, die auf der Suche nach einem guten Gaming-Case sind.

  13. #13
    Private
    Registriert seit
    16.02.2018
    Ort
    Rhede
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard Corsair TX650M im Test

    Corsair TX650M

    Erster Eindruck
    Corsair hat das Netzteil in einem auffälligen, schwarz gelben Karton, fest eingepackt. Es ist durch eine Folie vor Nässe, bei Transport und Lagerung, geschützt. Beim Kauf eines Netzteils kommt es vor allem auf dessen Spezifikationen an. Diese sind sehr ausführlich und detailliert auf der Verpackung angegeben. Hierzu zählen Leistungsangaben, Effizienz, Lautstärke und die siebenjährige Garantie. Bilder aller Verbindungsstecker, mit Angabe der Kabellänge, runden das Gesamtpaket sinnvoll ab.
    20180208_184218.jpg
    20180208_184242 - Kopie.jpg
    20180208_184445.jpg

    Ausstattung
    Das Netzteil verfügt über eine Gesamtleistung von 650 Watt. Durch das Singlerail-Design gibt es lediglich eine 12V Schiene, welche mit 51A und bis zu 612W jedoch genug Leistung für starke Systeme zur Verfügung stellt. Dieses sollte sogar für ein SLI-System mit zwei modernen Nvidia Pascal Grafikkarten ausreichen. Ein Multiraildesign hätte eine höhere Sicherheit für die einzelnen Komponenten zur Folge, würde jedoch auch den Preis erhöhen. Das Singlerail-Design vereinfacht zudem die Netzteilauswahl und die Wahl der Anschlusskabel, da nicht auf die maximale Belastbarkeit der unterschiedlichen Schienen geachtet werden muss. Die 5V und 3V Schiene sind mit je 25A und insgesamt 130W ausreichend dimensioniert. Diese sind durch moderne DC-DC Technologie realisiert worden. Weitere Sonderausstattungen, wie eine Lüftersteuerung, semipassiver Betrieb, Lichteffekte und Regelungssoftware, bleiben den High-End Netzteilen vorbehalten. Zum Lieferumfang gehören neben dem Netzteil alle notwendigen Kabel, Schrauben, Netzstecker und einige nützliche Kabelbinder. Diese befinden sich in einer wiederverschließbaren Tüte, um übrige Kabelbinder für spätere Umbauten zur Verfügung zu haben.

    Optik
    Ein rechteckiges, schwarzes Gehäuse, ist schlicht gehalten und wird nur von den Lüftungsöffnungen durchbrochen. Auf den Seiten ist die Modellbezeichnung aufgeklebt. Dies ist wechselseitig angeordnet, sodass die Schrift beim Einbau am Boden eines normalen Gehäuses immer lesbar ist, egal ob der Lüfter nach oben oder unten zeigt. Auf der Geräterückseite sind alle Leistungsdaten angegeben. Als Blickfang ist das Corsair-Emblem inmitten des Luftgitters platziert. Es gibt einen Ein-/Ausschalter neben dem Netzanschluss. Der 120mm-Lüfter ist in grau gehalten. Einzige Besonderheit ist das semimodulare Kabelmanagement. Die Kabel sind flach und komplett in schwarz gehalten. Auf besondere Designhighlights, wie eine komplexe Gehäusegeometrie oder Beleuchtungskonzepte, welche man beispielsweise bei Herstellern wie Super Flower oder Thermaltake findet, wurde kein Wert gelegt. Die verwendeten Materialien sind hochwertig. Die Lackierung ist kratzunempfindlich. Es gibt keine scharfen Kanten und die Steckverbindungen sind fest verankert.
    20180208_184838.jpg
    20180208_185015.jpg
    20180208_185139.jpg

    Anschlüsse und Kabel
    An der Außenseite ist ein Anschluss für das mitgelieferte Netzkabel in Form eines Gerätesteckers vorgesehen. Dies sorgt für hohe Flexibilität, da auch bereits verlegte Kabel weiter genutzt werden können. Der 24-Pin Mainbordstecker (610mm) und der 8-Pin Stecker für die CPU (650mm) sind fest verbaut. Die Austrittsöffnung am Blechgehäuse ist mit einem Kunststoffschutz versehen, welcher ein Aufscheuern der Kabelisolierung effektiv verhindert. Das CPU-Kabel ist zweigeteilt, was bei der Verlegung in engen Bereichen zwischen Mainbordrückseite und Gehäusewand den benötigten Platz zum Verlegen verringert. Alle weiteren Kabel sind modular aufgebaut. Dies erleichtert den Einbau erheblich, da die Kabel nacheinander vom Verbraucher zum Netzteil verlegt und arretiert werden können. Nicht benötigte Kabel müssen nicht im Gehäuse verstaut werden. Dies sorgt für ein aufgeräumtes Gehäuse und für eine bessere Luftzirkulation. Die Steckverbindungen sind sehr fest und rasten mit einer Klippverbindung sicher ein. Alle Stecker sind gut lesbar beschriftet. Durch die kompakte Bauform des Netzteilgehäuses stört der zusätzlich benötigte Bauraum der Steckverbindung nicht. Die Kabel sind flach ausgeführt und gummiert verbunden. Sie lassen sich biegen und bleiben in Form. Alle Kabellängen sind bereits auf dem Karton angegeben und reichen für normale Midi-Tower Gehäuse vollkommen aus. Bei größeren Gehäusen sollte man die Längen der nicht modularen Kabel mit den Gehäuseabmaßen vor dem Kauf abgleichen. Das Netzteil bietet zwei einzelne PCI-Kabel (750mm), welche es erlauben, ein SLI- System mit zwei Grafikkarten, mit je bis zu zwei 8Pin Anschlüssen, zu verbinden. Des Weiteren sind zwei getrennte Kabel mit je drei SATA-Anschlüssen vorhanden (700mm). Ein weiteres Kabel mit vier Molex-Steckern (750mm) ist auch vorhanden. Das Paket wird mit einem Floppy-Adapter abgerundet (101mm).
    20180208_185735.jpg
    20180208_190332.jpg
    20180208_194858 - Kopie.jpg

    Lüfter Lautstärke und Kühlung
    Der 120mm-Lüfter ähnelt den bekannten Corsair-Gehäuse-Lüftern. Er verfügt über ein Rifle-Gleitlager, welches für eine hohe Laufruhe sorgt. Seine Drehgeschwindigkeit wird in Abhängigkeit zur Temperatur geregelt. Der konstante Luftstrom hält das Netzteil permanent kühl. Selbst bei hohen Lasten bleibt er leise und wirkt nicht überfordert. Er ist sogar leiser als der deutlich größere 135mm-Lüfter eines Antec HCG620. Besondere Features wie Dustfreerotation, Beleuchtung, Semipassivbetrieb, Nachlauffunktion, Lüftersteuerung, Softwaresteuerung oder Anschlüsse für weitere Lüfter, bleiben der Enthusiasten-Klasse vorbehalten und werden im Regelfall nicht benötigt. Lediglich eine Entkopplung des Lüfters könnte die verbaute Technik noch sinnvoll aufwerten.
    20180208_184940.jpg

    Schutzschaltungen
    Um die teuren PC Komponenten zuverlässig zu schützen, sollten in einem modernen Netzteil folgende Sicherungen enthalten sein:
    - Überspannungsschutz
    - Unterspannungsschutz
    - Kurzschlussschutz
    - Überlastungsschutz
    - Übertemperaturschutz
    Das Corsair TX650M verfügt über alle diese relevanten Schutzmechanismen. Lediglich ein Multirail-Design mit Sicherungen für jeden einzelnen großen Verbraucher, würde den Schutz noch weiter erhöhen.

    Spannungsstabilität
    Ein Punkt, der billige von guten Netzteilen unterscheidet, ist die Spannungsstabilität. Sie ist wichtig, damit auch bei hoher Last alle Komponenten zuverlässig, mit genau der richtigen Spannung, versorgt werden. Dies erhöht die Systemstabilität und schont die verbauten Komponenten. Bei Messungen mit verschiedenen Voltmetern, zur Verifizierung der ausgelesenen Werte im Bios, schlug sich das TX650M sehr gut. Bei Tests in den drei Laststufen IDLE, Halblast, Vollast (Benchtest), ergaben sich Abweichungen von nicht einmal 1%. Dies ist ein sehr guter Wert.

    Effizienz
    Durch neue Techniken, wie moderne DC-DC Wandler, ist das TX650M sehr effizient und wurde mit dem 80Plus-Gold-Standard zertifiziert. Dieser sagt aus, dass ein Netzteil unter 115V mit einer Effizienz von bis zu 90% arbeitet. Bei 230V erreicht es sogar bis zu 92%. Somit gehen im Optimalfall nur 8% der dem Rechner zugeführten Energie, in Form von Wärme im Netzteil, verloren. Dieses freut den Gelbeutel bei der Stromabrechnung und die geringere Wärmeentwicklung resultiert in einem langsamer und leiser drehenden Netzteillüfter. Gegenüber einem Antec HCG 620 Netzteil mit 80Plus Bronze Zertifizierung – Wirkungsgrad bis zu 88% - konnte ich eine Reduktion der Leistungsaufnahme unter Halb- und Volllast zwischen 10 und 15 Watt messen.

    Haltbarkeit
    Nach einigen Tagen im Test, schlägt sich das TX650M immer noch gut. Lautstärke und Spannungsstabilität sind konstant geblieben. Eine langfristige Beurteilung kann aufgrund des kurzen Testzeitraums nicht erstellt werden. Die siebenjährige Garantie lässt jedoch auf eine sehr lange Standzeit schließen. Die verwendeten japanischen Kondensatoren, welche bis 105°C ausgelegt sind, sprechen ebenfalls für eine hohe Lebenserwartung.

    Preis-/Leistung
    Da Corsair sich auf die Grundfunktionen eines Netzteils konzentriert hat und unnötige Features weg ließ, kann dieses Netzteil, gemessen an seiner Leistung und Qualität, sehr günstig angeboten werden. Die gebotene Leistung zu einem Preis von 100¤ ist die große Stärke dieses Modells.

    Fazit
    Mit dem TX650M hat Corsair ein solides Netzteil auf den Markt gebracht. Es ordnet sich in der Mittelklasse ein und kann sich sehr gut behaupten. In Effizienz, Spannungsstabilität und Lautstärke kann es auch mit teureren Netzteilen gut mithalten. Das Kabelmanagement und die Form der Kabel, sorgen für einen aufgeräumten Computer und leichten Einbau. Dieses Produkt richtet sich an Käufer, bei denen Funktion an erster Stelle steht. Wer also ein leises und effizientes Netzteil sucht und auf besondere Features gerne verzichten kann, findet in dem Corsair TX650M ein preisgünstiges Gerät mit moderner DC-DC Technik und hoher Qualität.


    Volka

    Asus X370 Prime Pro; AMD Ryzen R7 1700 @3,7Ghz; be Quiet TF2; Corsair Vegance 16GB @2933Mhz; Palit GTX 970 Super Jetstream; Corsair TX650M

  14. #14
    Private
    Registriert seit
    16.02.2018
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard Testers Keepers Corsair TX850M

    Vorwort

    Zu Beginn möchte ich mich bei Mindfactory und Corsair für die Bereitstellung des im Titel genannten Netzteils bedanken. Ich war äußerst erfreut darüber gewonnen zu haben und weil ich als technikaffiner Kunde Wert auf Qualität und ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung lege, weiss ich wie wichtig ehrliche Rezensionen sind. Dementsprechend möchte ich eingangs versuchen meine Sichtweise so unvoreingenommen wie möglich zu schildern.


    Inhaltsverzeichnis

    • Verpackungsinhalt und Garantie
    • Design und Verarbeitung
    • Anschlüsse und Kabel
    • Lüfter, Lautstärke und Kühlung
    • Spannungsstabilität
    • Schutzschaltungen und Wirkungsgrad
    • Preis-/Leistungsverhältnis
    • Haltbarkeit
    • Schlusswort



    Verpackungsinhalt und Garantie

    Corsair liefert dieses Netzteil mit einer Garantie von 7 Jahren, welches im Schadensfall an bestimmte Regelungen gebunden ist. Nachzulesen sind diese auf:
    http://www.corsair.com/de-de/support/warranty
    Für vergleichbare Netzteile bieten andere Hersteller meist 5 Jahre, in Ausnahmefällen auch bis zu 10 Jahre Garantie.

    Sicherheits- und behördliche Zulassungen sind wie folgt gegeben: FCC, ICES, CE, UL, cUL, RCM, TÜV, CB, CCC, BSMI, EAC, RoHS, WEEE, KC

    Der Verpackungsinhalt beläuft sich auf folgende Bestandteile:
    • TXM Series ATX-Netzteil
    • ein Strom- oder auch Netzkabel
    • acht zusätzlich anschließbare Kabel, darunter zwei Kabel für jeweils drei SATA Stromanschlüsse, zwei Kabel mit jeweils vier Molex Stromanschlüssen, zwei 6- oder 8-Pin Stromkabel für Grafikkarten und zwei 100-mm-Floppy-Adapter
    • vier Schrauben zur Befestigung
    • zehn schwarzen Kabelbindern
    • einem Corsair Gehäuseaufkleber
    • sowie dem Benutzerhandbuch


    Verpackung geöffnet mit Kabel und Beilagen++.jpg
    Variable Kabel verpackt++.jpg
    Variable Kabel++.jpg
    Kabelbinder und Schrauben.jpg

    Ein paar Eckdaten:
    • Gewicht 1,78 kg
    • Größe 160 mm x 86 mm x 150 mm
    • Leistung 850 Watt
    • Lüfterloser Modus Nein
    • Laufzeit 100000 Stunden



    Design und Verarbeitung

    Das Design entspricht, meinem Verständnis nach, dem “Standard” eines der gängigen ATX Netzteile. Im Vordergrund stehen hier natürlich Schlichtheit und Pragmatismus, da man es nach dem Einbau meist nur noch über ein etwa vorhandenes Sichtfenster im Gehäuse sehen würde. Die Farbe dieses Modells entspricht einem schlichten matten Schwarz, welches sich mit einer angerauten Textur über das gesamte Netzteil zieht. Das Design lässt sich näher auf den beigefügten Bildern erkennen. Auf der Unterseite befindet sich ein 140mm Lüfter, welcher bei einer kurzen Untersuchung von ähnlichen Netzteilen mit 850W normal oder leicht größer (5mm mehr) zu sein scheint. Dem ersten Eindruck nach dürfte dieser also für ausreichend Kühlung sorgen. Hierzu werde ich im Verlauf dieser Rezension noch etwas genauer eingehen. Das Netzteil kann sowohl liegend als auch stehend verbaut werden und die Verarbeitung scheint sehr hochwertig und sauber. Zu meinem “Unglück” musste ich beim auspacken leider eine kleine Schramme auf dem Corsair Logo in der Mitte des Lüfters feststellen, die allerdings nur ein kleiner optischer Makel ist. Es gibt auch das gängige Metallgitter, welches den Lüfter zusätzlich schützt. Ein Staubfilter ist nicht verbaut, der dann meiner Empfehlung nach im Gehäuse bereits vorhanden sein oder nachgerüstet werden sollte.
    Netzteil Lüfterseite ohne Kabel.jpg


    Lüfter, Lautstärke und Kühlung

    Die Lautstärke des Lüfters ist zunächst am folgenden Diagramm abzulesen:
    TX850M_NOISE_WEB_101816_m.jpg


    Meinem Vernehmen nach ist der Lüfter selbst bei höherer Auslastung des Rechners, etwa beim Zocken, kaum oder sogar gar nicht hörbar. “Der Lüfter erreicht die maximale Ausgangsleistung bei einer für Server geeigneten Temperatur von 50° C”, heißt es nach offiziellen Angaben von Corsair. Mein Netzteil ist liegend an der unteren Seite des Gehäuses verbaut, dadurch wird der Luftstrom von unten durch den Lüfter gesogen und auf der Rückseite des Gehäuses rausgeblasen.

    Während der ersten Inbetriebnahme ist mir ein klar zu erkennendes Spulenfiepen (als Laie am ehesten damit zu erklären/ zu verbinden) oder Summen im Inneren des Netzteils aufgefallen. Ich lege großen Wert auf einen leisen PC, sowohl im Standby als auch unter Last und war dementsprechend zunächst geschockt und etwas enttäuscht, auch weil ich bei einem neuen Teil nicht direkt davon ausgehen wollte, dass es defekt sei. Zum Glück ist davon mittlerweile und hoffentlich auch zukünftig nichts mehr zu hören.


    Anschlüsse und Kabel

    Fest verbaut und nicht abnehmbar sind die Standard Kabel am Netzteil. Darunter befinden sich das ATX, sowie das EPS-Kabel. Diese sind “Low-Profile, All Black” ummantelt und haben etwa eine Länge von einem Meter. Die Länge ist selbst in meinem Big Tower Gehäuse ausreichend um alle gängigen und wichtigen Hardware-Teile anschließen zu können. Beiliegende abnehmbare Kabel sind bereits oben im Lieferumfang aufgeführt, diese lassen sich nach Bedarf zusätzlich an die vorhandenen Schnittstellen am Netzteil anschließen.
    Netzteil Kabellänge Fest.jpg
    Netzteil Kabel Fest.jpg
    Netzteil Rückansicht Anschlüsse.jpg

    Schutzschaltungen und Wirkungsgrad

    Auch hier verweise ich zunächst auf ein Diagramm, welches auf der offiziellen Corsair-Seite zur Verfügung gestellt wird und der allgemeinen Übersicht dient.
    TX850M_EFFICIENCY_WEB_101816_m.jpg

    Eine 80 Plus Gold Verifizierung entspricht einer Energieeffizienz unter realen Bedingungen von 90%. Allerdings wird dies bei einer Umgebungstemperatur von etwa 23°C gemessen. Eine höhere Umgebungstemperatur sorgt dafür, dass der Wirkungsgrad des Netzteils sich verringert und somit wahrscheinlich keine 90% mehr dauerhaft zum Abruf bereit stehen.

    Das Netzteil verfügt über die folgenden Schutzschaltungen:
    • Kurzschlussschutz
    • Überlastungsschutz
    • Übertemperaturschutz


    Ein Kurzschlussschutz soll die Sicherheit der intern verbauten Hardware vor einem Kurzschluss im angeschlossenen Stromnetz sicherstellen und der Übertemperaturschutz soll das Netzteil vor Eigenschäden durch eine ggf. zu hohe Temperatur bewahren. Wobei man natürlich hofft, dass keine dieser Schaltungen je zum Einsatz kommen muss.


    Preis-/Leistungsverhältnis

    Die Preise für ähnliche Produkte anderer Hersteller in der Kategorie 80 Plus Gold mit 850 Watt und modularen Kabeln liegen zwischen 90 ¤ und 180 ¤. Das Corsair TX850M liegt also mit 125,66 ¤ in etwa mittig, welches meiner Einschätzung nach entsprechend und sehr fair scheint. Allein Corsair bietet in dieser Kategorie drei von zwölf Geräten an.


    Haltbarkeit

    Da es eine Garantie von sieben Jahren auf das Netzteil gibt, hoffe ich natürlich dieses auch mindestens sieben Jahre lang fehlerfrei nutzen zu können. In zwei Wochen der Nutzung macht sich das Netzteil super, aber das ist nicht genug Zeit um viel über die Haltbarkeit aussagen zu können. Ich werde versuchen, wenn etwas mehr Zeit vergangen ist, noch einmal meine Bewertung zu aktualisieren, um dann die Haltbarkeit evtl. etwas besser beurteilen zu können.


    Schlusswort

    Nochmals möchte ich mich für die Möglichkeit der Teilnahme an “Testers Keepers” bei allen Parteien bedanken. Das Netzteil wird definitiv mit großen Erwartungen weiter von mir genutzt werden und schon bald einen weiteren “Gradmesser” erhalten, wenn ich eine zweite Grafikkarte installiere. Diese sollte das Netzteil zusätzlich und nicht gerade geringfügig belasten. Ich bin guter Dinge und davon überzeugt, dass mein System auch mit zwei angeschlossenen Grafikkarten durch dieses Netzteil problemlos mit genügend Strom versorgt werden wird. Die zusätzlich beigefügten Kabelbinder, um ein sauberes Kabelmanagement zu gewährleisten, haben mich gefreut und waren auch für mich ein Novum. Bisher musste ich mich selbst um das Besorgen dieser kümmern.

    Käufer erwartet hier ein auch für gehobene Ansprüche ausreichend starkes Netzteil. Die Kabel sind modular und, so wie die fest angeschlossenen Kabel, lang genug um diese auch anständig im Gehäuse zu verlegen. Durch die geringe Lautstärke des Lüfters ist das Netzteil auch in “silent” PCs gut aufgehoben. Die 80 Plus Gold Zertifizierung sorgt für eine stabile Stromversorgung der Komponenten. Selbst Systeme mit mehr als einer Grafikkarte sollten mit diesem Netzteil gut aufgehoben sein.

    Falls mich ein Bekannter oder Kunde auf das Produkt ansprechen würde, würde ich ihm nach bisheriger Erfahrung guten Gewissens zu einem Kauf raten.

  15. #15
    Private
    Registriert seit
    16.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Unglücklich

    Durch Mindfactory durfte ich dieses Gehäuse in Zusammenarbeit mit Corsair testen.
    Zunächst werde ich das Design des Corsair Spec Omega Gehäuse erläutern. Wie bei jedem Gehäuse, spielt das Design eine entscheidende Rolle für die Kaufentscheidung. Bei diesem Gehäuse stechen vor allem die vielen Ecken und Kanten ins Auge, wodurch ein kantiges, aber auch modernes Design entsteht, welches vor allem Gamer ansprechen könnte. Neben den Ecken besitzt diese Gehäuse auch ein Sichtfenster aus temperiertem Echtglas. Einerseits hat dieses oben und unten zwei kleine schwarze Balken, welche Montagelöcher verdecken, andererseits ist sie aber nur so dunkel, dass RGB-Hardware wie z. B. der G.Skill Trident Z RGB sehr gut zum Vorschein kommt. Darüber hinaus steht das Gehäuse auf stylischen, leicht erhöhten Standfüßen, wodurch unter anderem eine bessere Kühlung des Netzteiles gewährleistet ist. Zu erwähnen ist auch, dass dieses Gehäuse in drei verschiedenen Farbvarianten erhältlich ist (schwarz, schwarz/rot und weiß). Ich durfte die schwarze Version testen. Die matte Farbe lässt das Gehäuse im Vergleich zu anderen Produkten dieser Kategorie um einiges hochwertiger wirken. Das Frontpanel besitzt einen auffälligen, hellen, roten LED-Streifen in Verbindung mit einem roten LED-Lüfter und einer kleinen Kunststoffscheibe. Dadurch wirkt das Design um einiges moderner als bei anderen Gehäusen, wie z. B. das be quiet! Silent Base 600. Die Kunststoffscheibe bietet den weiteren praktischen Vorteil, dass LED-Lüfter sehr gut zum Vorschein kommen. Trotzdem wäre aber eine RGB-Beleuchtung bei dieser Preiskategorie wünschenswert. Praktisch sind auch die gummierten Kabeldurchführungen, welche die Kabel zwar wunderbar verdecken, aber für meinen Geschmack viel zu weit von einem Standard ATX-Mainboard entfernt sind.

    IMG_0070.jpgIMG_0071.jpg

    Die Verarbeitung bei diesem Gehäuse ist top. Es gibt keine scharfen Kanten oder Ecken an denen man sich schneiden könnte. Der Gehäuseinnenraum besteht aus massivem Metall, welches eine sehr hohe Stabilität bietet. Die Gehäusefront und der Gehäusedeckel bestehen beide aus festem Kunststoff, welches einen kratzfesten Eindruck gibt. Die temperierte Glasscheibe ist über Gummiringe an den vier Schrauben befestigt, wodurch die Scheibe nicht zerkratzt wird. Das andere Seitenpanel besteht aus Aluminium, welches bündig abschließt. Des Weiteren ist der Festplattenkäfig sehr stabil und die SSD & HDD- Slots sind so gut verarbeitet, dass sie mehrere Aus- und Einbauvorgänge ohne Schaden zu nehmen aushalten.

    Die Montage der einzelnen Komponenten gestaltet sich unter anderem durch Schraubenzieher Durchführungen kinderleicht. Lange Grafikkarten wie meine ASUS Rog Strix GTX 1070 finden problemlos Platz in dieses Gehäuse. Tower-Kühler wie der be quiet! Dark Rock 3 haben ebenfalls in diesem Gehäuse genug Platz. Sehr praktisch ist auch die Werkzeuglose SSD & Festplattenmontage. Aber ein sehr großer Minuspunkt bei der Montage bringt das linke Glas-Seitenpanel mit sich. Dieses ist mit vier Schrauben befestigt, wofür leider ein Imbus Schlüssel notwendig ist. Immerhin ist dieser zwar im Lieferumfang enthalten, aber eine leichtere De- und Montage der Scheibe erreicht dieser keinesfalls. Bei anderen Gehäusen wie z. B. dem be quiet! Silent Base 600, lässt sich das Sichtfenster mit Handschrauben entnehmen. In diesem Fall kann ich Corsair nicht verstehen, da das rechte Seitenpanel wiederum mit solchen Handschrauben befestigt ist. Neben der etwas umständlichen Montage der Glasscheibe ist ein weiter groß er Minuspunkt, der geringe Platz für Kabelmanagement. Das rechte Seitenteil, besitzt keinerlei Vertiefung um Kabel zu verstauen, was bedeutet, dass diese beim Netzteil oder auch bei langen Kabeln im Festplattenkäfig untergebracht werden müssen. Daher muss hier klar gesagt werden, wer auf gesleevte Kabel steht, sollte unbedingt ein vollmodulares Netzteil nehmen und diese direkt anschließen, da nur Kabelverlängerungen nicht genügend Platz zum Verstauen haben. Das Front IO-Panel bietet genug Anschlussmöglichkeiten. Neben den Audioanschlüssen, Power- und Reset-Button, befinden sind darunter auch zwei USB-3.0 Buchsen, was mir sehr gut gefällt, weil bei diesem Gehäuse endlich mal auf den älteren USB-2.0 Standard verzichtet wurde. Eine Sache die dem ganzen aber noch eine bessere Note verschafft hätte, wäre ein USB-3.1 Type-C Anschluss, welche eine noch bessere Kompatibilität schaffen würde. Denn neue Mainboards wie das ASUS Rog Strix Z370-E, besitzen schon einen USB-3.1 Front Panel Konnektor und es ist schade, dass dieser bei diesem Gehäuse keine Verwendung findet.

    IMG_0069.jpg

    Nun zu den Kühleigenschaften des Corsair Spec Omega. Es sind zwei Standard 120 mm Lüfter vorinstalliert, wobei der in der Front mit roten LEDs ausgestattet ist. Ein Nachteil an diesen Lüftern ist, dass es ganz einfache 3-Pol DC-Lüfter sind. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn anstatt dessen 4-Pol PWM Lüfter verbaut worden wären, da diese einen höheren Funktionsumfang bei der internen Mainbord-Lüftersteuerung geben. Andersherum ist aber sehr positiv, dass dieses Gehäuse den zusätzlichen Einbau von zu vier weiteren 120 mm -und 140 mm Lüftern unterstützt. Und nun, zu zwei sehr Negativen Aspekten, den Staubfiltern und dem Airflow. Zunächst die Staubfilter. Nur das Netzteil hat einen kleinen und leicht herausnehmbaren Staubfilter, die Gehäusefront oder Deckel besitzen gar keinen. Dies ermöglicht eindringen von Staub in das Gehäuse, was ziemlich unpraktisch ist, vor allem, weil man dann aufwendig seine Komponenten von innen reinigen muss. Der Airflow mit den mitgelieferten Lüftern leidet s ehr stark unter der nur kleinen Öffnung zum Lufteinsaugen. Dadurch kann der vordere Lüfter nicht genug frische und kalte Luft in das Gehäuse hinein befördern. In der Folge davon, werden die Komponenten nicht richtig gekühlt, wodurch automatisch höhere Temperaturen im Gehäuseinneren herrschen. Andere Gehäuse, wie z. B das be quiet! Silent Base 600 besitzen in der Front auf beiden Seiten zwei große Lufteinlassschlitze, welche eine gleichmäßige Luftzufuhr garantieren.

    Zuletzt gebe ich noch mein persönliches Fazit ab:
    Optisch gesehen macht dieses Gehäuse auf oder unter dem Schreibtisch auf jeden Fall etwas her. Wer aber eine gute Kühlleistung will, welche vor allem beim Übertakten notwendig ist, schlägt bei diesem Gehäuse leider vollkommen fehl. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist nur einigermaßen ok. Das viele, mitgelieferte Zubehör, mit genug Schrauben und Kabelbindern, ist auf jeden Fall super. Aber von dem Funktionsumfang her, im Vergleich zur Konkurrenz, ist dieses Gehäuse meiner Meinung nach einfach ein bisschen zu teuer. Abgesehen von der fehlenden Netzteilabdeckung, welche Geschmacksache ist, bieten vergleichbare andere Gehäuse wie z. B. das be quiet! Silent Base 600 oder auch das günstigere be quiet! Pure Base 600 einen höheren Funktionsumfang. Ich kann diese Gehäuse nur weiterempfehlen an Leute, bei denen das Design vollkommen den Wunschvorstellungen entspricht. Anderenfalls sollte man sich für ein gleichwertiges und alternatives Gehäuse entscheiden.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  16. #16
    Private
    Registriert seit
    19.02.2018
    Beiträge
    1
    Post Thanks / Like

    Standard

    Ich hatte im Rahmen der Testers-Keepers-Aktion das Glück, das Carbide SPEC-04 Midi Tower Gehäuse aus dem Hause Corsair testen zu dürfen. Dafür möchte ich mich zu allererst einmal bedanken.

    Mein erster Eindruck:

    Das Gehäuse wurde, wie schon von Mindfactory gewohnt, recht zügig auf die Reise zu mir geschickt, und wurde daher auch sehr zeitnah zu der Emailbestätigung von der DHL ausgeliefert.

    Das Case selbst war nicht "übermäßig" verpackt, einfach ein ganz normaler brauner Karton, etwas Polsterung, dann der eigentlicher Karton, in dem das Gehäuse selbst sich befand, und das war es auch schon. Ich finde sehr gut, dass auf unnötige Verpackung verzichtet wurde. Das Paket kam, wie erwartet, unbeschadet und sicher bei mir zu Hause an.

    Aussehen/Design:

    Die ungewohnte asymmetrische Form der Front sprang mir beim Auspacken schon sofort ins Auge und obwohl ich das Case schon vom Bild her kannte, war es etwas anderes, es dann tatsächlich live zu sehen. Die zweifarbige asymmetrische Front mit dem Materialmix aus Mech und Kunststoff verleiht dem Gehäuse einen frischen und modernen Look. Mir gefällt es sehr gut, auch wenn Gelb nicht unbedingt meine Farbe ist, sieht das Gehäuse echt cool aus. Eben nicht so ein 0815 Gehäuse, das einfach gefühlt jeder hat. Auch wenn ich bisher nahezu komplett auf irgendwelche Beleuchtung verzichte, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es echt Hammer aussehen kann ,wenn die gesamte Beleuchtung auf das Gelb angepasst ist.

    Wer sich mit gelb/schwarz als Farbkombination nicht anfreunden kann, der muss dennoch nicht von diesem Gehäuse abstand nehmen. Denn das Corsair CARBIDE SPEC-04 ist zudem noch in den Farbvarianten Rot/Schwarz und Grau/Schwarz zu haben. Somit lässt sich der Tower in so ziemlich jedes erdenkliche schon bestehende System integrieren. 

    Der Tower besitzt ein praktisches Bedienpanel an der Seite, an dem sich neben dem Powerschalter noch 1x USB 2.0, 1x USB 3.0, 1x Audioanschluss und 1x Audioausgang befinden.

    Es gibt vielleicht den ein oder anderen, der gern noch einen oder zwei USB-Anschlüsse zusätzlich direkt am Panel gehabt hätte, aber mir selbst reichen diese vollkommen.

    Mit den Maßen 433x201x492 und nur 4,2kg ist das SPEC-04 absolut kein Riese, muss sich aber auch nicht verstecken. Denn trotz seiner doch eher kompakten Größe, bietet es viel Platz, um alles ganz bequem unterzubringen. Ein ganz großer Pluspunkt der Midi-Größe ist definitiv, dass der Tower selbst auf einem nicht besonders großen Schreibtisch locker ein Plätzchen findet , beziehungsweise man kann ihn wirklich so gut wie überall unterbringen. Dank der größe und des geringen Gewichtes könnte man ihn sogar locker irgendwo hin mitnehmen.

    Verarbeitung/Qualität:

    Die Verarbeitung ist, meiner Meinung nach sehr gut. Vor allem, wenn man den Preis von lediglich 50 Euro bedenkt. Bei einem Tower den ich vor ein paar Jahren mal hatte , ich kann das Modell jetzt gar nicht mehr so genau sagen, war ich mit dem Seitenfenster eher unzufrieden. Dieses war relativ dünn und ich hatte das Gefühl etwas kaputt zu machen , wenn man das Seitenteil abnimmt. Das ist bei diesem hier anders , das Fenster ist sehr stabil durfte ich zu meiner Überraschung feststellen. Das Metall, aus dem ein großer Teil des Gehäuses besteht, ist zwar dünn, aber immer noch sehr stabil . Man könnte jetzt noch sagen, dickeres Metall hätte dem Gehäuse noch mehr Stabilität gegeben und es sähe noch besser aus, wenn die farbigen Teile der Front aus eloxiertem Metall an Stelle von Plastik wären. Aber dann wäre das Gehäuse sicher auch weit teurer als die 50 Euro. Wer weiß , vielleicht bringt Corsair ja noch eine Elox Reihe des spec-04 raus irgendwann?! Aber alles in allem hat das Case für seinen geringen Preis eine sehr gute Qualität.

    Dem Gehäuse liegen zur Montage eine ausführliche Anleitung in mehreren Sprachen unter anderem Deutsch und Englisch, Kabelbinder für eine saubere Verkabelung und einige Schrauben bei, um diverse Komponenten fachgerecht im Gehäuse anzubringen.

    Ganz genau:
    4x Kabelbinder
    1x Abstandhalter fürs Motherboard
    20x Lüfterschrauben (4x lang, 16x kurz)
    16x ODD Schraube
    10x HDD Schraube und
    4x SDD Schraube

    "unter der Haube":

    Das Kabelmanagement wurde hier, wie ich finde, echt schön gelöst. Die Verkabelung lässt sich recht sauber hinter dem Mainboard Einschub "verstecken". So steht dem Blick durch das Seitenfenster auf einen aufgeräumten PC nichts im Wege.

    Liebhaber von RGB Beleuchtung werden daran, denke ich, ihre Freude haben und es zu schätzen wissen. 

    Ich hätte mir vielleicht noch gewünscht, dass die Kabeldurchführung mit Gummi versehen wäre, um das Ganze zum einen noch einen Ticken "cleaner" zu machen und zum anderen um die Kabel besser zu schonen. 

    Wie in der Artikelbeschreibung zu entnehmen, unterstützt das Gehäuse die Mainboard Typen ATX, Micro ATX und mini ITX.

    Das SPEC-04 wird mit einem vorab eingebauten 120mm Frontlüfter mit 3-pin Anschluss geliefert.

    Aus dem Handbuch lässt sich entnehmen, dass in dem Gehäuse maximal 5 Lüfter untergebracht werden können ( 2x 140mm an der Front und 3x 120mm an der Ober- und Rückseite ). Ich selbst habe jetzt zu Zeit nur den Frontlüfter und einen auf der Rückseite und muss sagen, dass selbst das schon sehr gut kühlt.

    Was mir sehr gut gefällt, ist der abnehmbare Staubfilter am Netzteil. Der Staubfilter ist wirklich sehr leicht abzunehmen und lässt sich mit einem kleinen Kompressor gut auspusten oder anderweitig reinigen. Wünschenswert wäre gewesen, einen solchen Filter auch noch in der Front unter zu bringen, um zu verhindern, dass von vorne Staub hinein gelangen kann.

    Was Raum für Speicher angeht, wird beim Carbide SPEC-04 mehr geklotzt als gekleckert, denn es bietet massig Platz. Man bekommt drei HDDs und zudem noch zwei SSDs in dem Gehäuse unter. Das dürfte wohl genug Speicher sein, für so ziemlich alles, was das Herz begehrt.

    Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass in diesem Gehäuse kein Einschub für ein Laufwerk vorhanden ist. Wer also auf ein Laufwerk angewiesen ist oder einfach nur gerne eins hätte, müsste sich wohl oder übel ein externes dazu kaufen, sofern nicht schon ein solches vorhanden ist.

    Nutzung/Lautstärke:

    Ich habe jetzt nicht bemerkt, dass die Lautstärke besonders störend ist. je nachdem, ob die Drehzahl niedriger oder höher ist ,schwankt die Lautstärke irgendwo zwischen flüsterleise und deutlich hörbar, aber nicht wirklich störend oder schlimm. 

    Fazit:

    Das Carbide SPEC-04 übertrifft meine Erwartungen in punkto Qualität auf jeden Fall. Trotz kleinerer Dinge ,wie einem zusätzlichen Staubfilter in der Front und den nicht gummiverkleideten Kabeldurchführungen, was echt toll gewesen wäre.

    Ich hätte auf jeden Fall weniger erwartet .Die Optik ist sicher nicht jedermann Sache, aber wer es von Stil her eher modern, frisch und sogar futuristisch mag, kommt hier ganz auf seine Kosten. 
    Ich denke, für knappe 50 Euro macht man hier absolut nichts falsch.
    IMG_20180218_202219.jpgIMG_20180218_202741.jpgIMG_20180219_161754.jpgIMG_20180219_161650.jpg
    Geändert von Madam Marketing (19.02.2018 um 18:01 Uhr)

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Testers Keepers mit CORSAIR-Peripherie
    Von Marketingman im Forum News
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 09.02.2018, 11:28
  2. CORSAIR Testers Keepers
    Von Madam Marketing im Forum PC Komponenten
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 29.03.2017, 19:56
  3. Corsair Testers Keepers Special Edition II - Testers Keepers
    Von Ms. Marketing im Forum PC Komponenten
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 17.11.2016, 22:46
  4. Corsair Carbide Quiet 600Q (Art.Nr.: 65637) - Testers Keeper
    Von Ms. Marketing im Forum PC Komponenten
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 01.05.2016, 21:20
  5. Corsair Carbide Quiet 400Q (Art.Nr.: 8648435) - Testers Keep
    Von Ms. Marketing im Forum PC Komponenten
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 30.04.2016, 00:33

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •