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Thema: [Review]Asus Cerberus V2 Headset Grün

  1. #1
    Lieutenant Avatar von Xeelee
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    Standard [Review]Asus Cerberus V2 Headset Grün

    Review zum Asus Cerberus V2 Headset Grün

    1. Verpackung und Inhalt
    2. Erscheinung und Äußerlichkeiten
    3. Inbetriebnahme
    4. Technik
    5. In Benutzung
    6. Fazit



    1. Verpackung und Inhalt

    Verpackt ist das Cerberus in einer einfachen Plastikverpackung wie man sie bei den meisten Kopfhörern bekommt. Zu dem Headset kommt noch das abnehmbare Mikrofon, ein Y-Kabel um aus dem Kombi-Kabel wieder Ton+Mikrofon zu machen, sowie ein Garantie- und ein Handbuch.
    Bei letzterem sind in der deutschen Übersetzung ein paar Rechtschreibfehler enthalten und die Sprache wechselt einmal auf Französisch.
    DSC03267 - [Review]Asus Cerberus V2 Headset Grün DSC03268 - [Review]Asus Cerberus V2 Headset Grün
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    2. Erscheinung und Äußerlichkeiten

    Äußerlich gibt es das Headset in drei Farben: Rot, blau und in meinem Fall eben grün.
    Wobei die Farbe bei einem Headset eigentlich nur eine Rolle spielt wenn man es NICHT trägt.
    Gleiches gilt für die CERBERUS Schriftzüge an den Ohrmuscheln und auf dem mit Kunstleder bespannten Kopfbügel. Ästhetik bei einem Produkt für die Ohren - wer es will/braucht.
    Positiv hervorheben möchte ich hier das Mikrofon das sich zum einen abnehmen lässt und zum anderen durch die hohe Flexibilität leicht und vor allem gut positionieren lässt.

    Drei Dinge sind mir bei der äußeren Erscheinung aber negativ aufgefallen:

    • Zum ersten laufen beim Übergang der Ohrmuschel zum Metallbügel die Kabel frei. Das sehe ich als große Gefahr, denn damit ist es sehr leicht hier eine Beschädigung zu verursachen.
      Warum man die Kabel nicht irgendwie hätte schützen können erschließt sich mir nicht wirklich. So hat man frei liegenden Kabel die durch die stufenlosen Kopfhörerbügel auch immer einer mechanischen Belastung ausgesetzt sind.
      DSC03275 - [Review]Asus Cerberus V2 Headset Grün
    • Die Steuereinheit für Lautstärke und Ein/Ausschalten des Mikrofons ist sehr nahe am Kopfhörer positioniert. Mir war es damit nicht möglich diese an mein Hemd zu klemmen und damit ist auch die Bedienung sehr unangenehm, da man die Hand stark verrenken muss um die Steuerung erreichen zu können. Ein paar Zentimeter tiefer wäre nicht verkehrt gewesen.
    • Auch wenn die Positionierung des Mikrofons sehr angenehm ist, vermisse ich die Möglichkeit dieses wegklappen zu können wenn ich es nicht benötige. So muss man damit leben entweder das Mikro immer vor sich zu haben oder man steckt es ab. Allerdings ist dann hier das Wiederanstecken etwas schwierig.



    3. Inbetriebnahme

    Zum Anschluss des Headsets gibt es zwei Varianten:
    Vom Kopfhörer geht ein einzelnes 3,5mm Kabel ab, dass mit seinen 1,2m lang genug ist, damit ihr die Kopfhörer z.B. in euer Smartphone stöpseln könnt wenn ihr es unterwegs nutzen wollt.
    Zusätzlich habt ihr noch das schon weiter oben erwähnte Y-Kabel für Kopfhörer + Mikrofon. Das Kabel ist nochmal ca. 1,4m lang, was aber in der Kombination zumindest für mich etwas kurz ist um das Headset an den PC anzuschließen.
    Ansonsten ist bei der Inbetriebnahme nichts weiter zu beachten.
    Ihr braucht weder irgendwelche Treiber noch gibt es Hilfsprogramme für das Headset.


    4. Technik

    Kommen wir nun zu den Goodies die in und an dem Headset stecken.

    Der Durchmesser der Lautsprecher beträgt 53mm angetrieben von einem Neodym-Magneten. Das sind 3mm mehr als mein bisher in Verwendung befindliches Corsair H2100 Headset hat und verspricht vollen Klang bei einem starken Bass. Mal sehen ob sich das bewahrheitet.

    Impedanz der Kopfhörer liegt bei 32 Ohm, genau so viel wie das Corsair. Das schafft Chancengleichheit wenn wir später den Klang direkt vergleichen wollen.

    Frequenzbereich ist auch Standard: 20Hz-20kHz, mehr kann der Mensch sowieso nicht hören.


    5. In Aktion

    Hier muss ich gleich vorweg meinen größten Kritikpunkt am Cerberus loswerden.
    Das Headset klingt wie eine Glocke!
    Und damit meine ich nicht das Klangbild der Kopfhörer - nein nein nein.
    Tippt den Metallrahmen des Headsets an irgendeiner beliebigen Stelle an, wird die Schwingung direkt auf euer Ohr übertragen und zwar wie eine angeschlagene Glocke.
    Und es muss noch nicht mal aktives Berühren des Metallbügels sein! Bewegt euren Kopf damit sich der Kopfbügel verstellt und ihr habt den selben Effekt.
    Gleiches gilt wenn ihr das Mikrofon nachjustiert.

    Echt jetzt ASUS? Das ist bei der Entwicklung nicht aufgefallen?
    Für mich ein absolutes No-Go.
    Wie konnte dieser Resonanzeffekt überhört werden?

    Aber kommen wir zum Ton an sich:
    Nun wie schlägt sich Cerberus? Ist es zumindest hier ein voll ausgewachsener Höllenhund oder nur eine nervende Töle nach dem Motto: Bellende Hunde beißen nicht.
    Hier habe ich jetzt ein Problem, denn wie bewertet man etwas so subjektives wie Klang? Da ich weder Messequipment, geschweige denn ein Tonstudio habe um euch jetzt mit langweiligen Graphen und Fachchinesisch zu nerven und ich auch kein Tontechniker bin der davon Ahnung hätte, müsst ihr jetzt mit meiner Subjektiven Meinung leben.
    Und meinem Vergleich mit dem schon mehrmals erwähnten Corsair H2100.

    Was fällt auf?
    Nun erst mal ist Cerberus vergleichsweise laut. Das betrifft zum einen die tatsächlich maximale Lautstärke, die um einiges höher liegt als beim Corsair und damit schon weit in meinem persönlichen “Zu Laut” Bereich.
    Aber auch die Abschirmung ist nicht sonderlich gut. Selbst auf für mich angenehmen 30% Lautstärke hört man das getragene Headset um einiges weiter als das getragene Corsair. Jetzt ist das Corsair natürlich nicht dazu geeignet irgendwo anders als vor einem PC getragen zu werden.
    Das Cerberus aber schon und hier wäre eine bessere Abschirmung durchaus wünschenswert gewesen.

    Aber zurück zum Klang unter dem Headset:
    Blenden wir also mal alles Störende aus und konzentrieren uns nur auf das Headset selbst.
    Hier liefert Cerberus nun aber ein sehr gutes Resultat ab.
    Seien es nun Videos, Musik oder Spiele, der Ton ist in allen Fällen klar. Der Bass kommt sehr gut zur geltung. Gleiches gilt für den Raumklang der klasse ist. Wenn ich Cerberus hier mit meinem Corsair vergleiche würde ich ersteres jederzeit vorziehen.

    Auch der Tragekomfort ist sehr angenehm. Sowohl die Ohrmuscheln als auch der Bügel ist hervorragend gepolstert und auch sonst gibt es nichts das irgendwo drückt.
    Langes Tragen steht damit nichts im Weg, auch da das Headset angenehm leicht ist.

    Als Abschluss testen wir noch beide Mikrofone.
    Dazu verwende ich als Software Voice Attacke.
    Auch hier leistet sich das Headset keine Schwächen. Ich muss weder schreien noch besonders deutlich sprechen, Voice Attacke erkennt beinahe jeden meiner Befehle auf Anhieb.
    Ein schneller Gegentest in Tom Clancy’s EndWar bestätigt den gewonnenen Eindruck.

    Wenn man das Mikrofon aber abnimmt und nur das in der Steuereinheit integrierte verwendet dreht sich das Bild etwas. Die Spracherkennung funktioniert nun bei weitem nicht mehr so problemlos und auch die Lautstärke mit der Befehle gesprochen werden muss eindeutig erhöht werden.
    Ob das bei mir an der ungünstigen Positionierung der Steuereinheit liegt, kann ich abschließend nicht beantworten.
    Aber das sollte ja auch nicht der primäre Einsatzzweck dieses zweiten Mikros sein, von daher lasse ich diese leichte Schwäche durchgehen.


    6. Fazit

    Leute wir sind am Ende angekommen.
    Nun möchte ich die ganzen Punkte noch etwas zusammentragen was für und gegen das Headset spricht:

    Pro:
    • Sehr gutes Klangbild ohne wirkliche Schwächen
    • Bequem
    • Gutes Ansteckmikro
    • einfache Inbetriebnahme



    Contra:
    • Vibrationen am Metallrahmen die sich unangenehm auf die Ohrmuschel übertragen.
    • Position und damit Bedienbarkeit der Steuereinheit.
    • Frei laufende Kabel zwischen Bügel und Ohrmuschel
    • mit 90¤ nicht gerade günstig
    • das Y-Kabel hätte ein bisschen länger sein können.
    • Abschirmung ist nicht die Beste



    Abschließend fällt mir eine Empfehlung sehr sehr schwer.
    Zum einen haben wir den guten Ton, den sehr bequemen Sitz und das tolle Mikrofon, das alles eindeutig für das Headset - vor allem als Gaming Headset - spricht.
    Aber dann bewegt ihr einmal den Kopf oder lehnt euch in eurem Stuhl zurück, die Bügel verstellen sich und all diese positiven Punkte sind vergessen, weil die Resonanzübertragung aus dem Metallbügel all diese positiven Punkte von vorhin komplett überlagert.
    Letztendlich kann ich wegen diesem einen eklatant negativen Punkt, der mich während meines gesamten Tests begleitete KEINE Empfehlung aussprechen.
    Ich sage es nochmal: Das Problem mit der Resonanzschwingung, vor allem an dem ja eindeutig neu konzipierten Metallbügel gegenüber dem originalen Cerberus, hätte bei der Entwicklung auffallen müssen.

    Es ist wirklich schade, denn abseits dieses einen Punktes ist es ein äußerst solides Headset, das ohne weiteres eine Bewertung von 4-5 Sterne verdient hätten.

    Aber in der aktuellen Form kann ich daran nicht denken und ich gebe dem Headset: 2 Sterne.

    Ich kann nur hoffen, dass ASUS hier nachbessert.
    Ich für meinen Teil jedenfalls werde auch ASUS dieses Review zukommen lassen eben in der Hoffnung dass sie hier reagieren können.
    Geändert von Xeelee (08.09.2017 um 16:09 Uhr)

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