Testers Keepers mit NZXT H510 Flow - Mindfactory Forum

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Testers Keepers mit NZXT H510 Flow

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  • Testers Keepers mit NZXT H510 Flow

    Hier könnt Ihr die Reviews der Testers Keepers Aktion mit den NZXT H510 Flow Midi Towern vom 15.11. bis 22.11.2021 finden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam


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  • #2
    Testers Keepers Review H510 Flow

    Als NZXT 2019 die Gehäuse H510 und H510 Elite herausbrachte, sind die beiden Cases schnell in die Top-Verkaufsschlager aufgestiegen. Das cleane Äußere war auch für mich der Grund, warum ich für ein neues Projekt sofort ein H510 gekauft habe. Damals hat die Basisvariante mit nur ca. 80€ einen echt guten Preis mit sich gebracht. Über die Jahre habe ich aber, wie so viele andere, gerade mit neuerer Hardware und nun einer RTX 3080 immer höhere Temperaturen erreicht. Deswegen war ich nun um so froher, im Rahmen der Testers Keepers Kampagne das H510 Flow ausprobieren zu dürfen. Im Grunde genommen ist das Flow genau das gleiche Gehäuse, aber mit eben mit einem Mesh-Eingang an der Front, der rein theoretisch Airflow massiv verbessern sollte.


    Und in der Tat, das H510 Flow behebt das größte Problem der früheren H510s. Aber auch der Preis ist eben gestiegen. Mit 110€ UVP ist das Case jetzt für mich in einer komplett anderen Preisklasse und muss sich natürlich auch mit anderen Cases messen.

    Der Stil des H510 ist relativ einfach geblieben - sehr rechteckig, mit nichts als klaren Linien und einem echt coolen getönten Glaspanel.

    Die IO des Gehäuses befindet sich weiterhin oben – hier hat sich nichts geändert - und besteht aus einer Kopfhörer/Mikrofon-Kombibuchse, einem USB Typ-C-Anschluss und einem USB 3.0 Typ-A-Anschluss. Zum ursprünglichen Preis von 80€ ist das echt gut gewesen, aber jetzt zum neuen Preis von 110€ fällt die IO meiner Meinung nach leider etwas mager aus. Da hätte ich mindestens einen weiteren Typ-A-Anschluss erwartet – USB-C braucht am Gaming-PC ja sowieso fast niemand.

    Das vordere Mesh bietet ist großzügig perforiert, dahinter findet sich ein Filter, der dafür sorgt, dass Ihr System nicht zu schmutzig wird. Wie auf dem beigefügten Bild zu erkennen hat sogar das Netzteil hat seinen eigenen Filter, der hinter dem Gehäuse herausgezogen wird. Hier gibt es wirklich volle Punktzahl – im Test von einschlägigen YouTubern haben die Filter auch fast keine Perfomancen-Einbußen, was ich an dieser Stelle noch nicht ausprobiert habe.

    Das Gehäuse ist aus lackiertem Stahl gefertigt, und obwohl das für ein Gehäuse dieses Kalibers nicht unerwartet ist, bin ich von der Verarbeitung ehrlich gesagt nicht sonderlich beeindruckt. Ich konnte ein paar (kleinere) Mängel in der Lackierung an den Kanten einiger Paneele feststellen. Außerdem ist das Seitenpaneel auf der Seite des Kabelmanagements ist ziemlich grob gebaut.

    Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist das Gehäuse sehr gut in zwei Styropor-Ständern eingepackt und wird wohl meistens in der OVP versandt. Sollten hier keine starken Stöße von der Seite kommen, sollte das Gehäuse wohl in den meisten Fällen heile bleiben.

    Ein Blick ins Innere des Gehäuses zeigt, dass es auch zu den einfachsten ATX-Gehäusen gehört, mit einem großen oberen Fach, in das ein ATX-Motherboard, GPUs bis zu einer Länge von 14,5 Zoll (360 mm) und CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 6,5 Zoll (165 mm) passen.

    An der Vorderseite des Gehäuses kann man bis zu zwei 140-mm-Lüfter oder einen 280-mm-Radiator anbringen, und die Halterung ist zur einfachen Installation abnehmbar. Der hintere Auslass unterstützt einen 120-mm-Lüfter, und die Oberseite kann einen 140-mm-Spinner aufnehmen. Zwei 120-mm-Aer-F-Lüfter sind im Lieferumfang enthalten, die an den Ansaug- und Auslasspositionen installiert werden.


    Schaut man sich die Rückseite an findet man die Netzteilkammer und den Kabelmanagementbereich. Hier hinten ist selbst Platz für das größte ATX-Netzteil, zwei 3,5-Zoll-Laufwerke im HDD-Caddy und zwei 2,5-Zoll-Laufwerke in SSD-Schlitten. Die für NZXT berühmte Kabelmanagementleiste ist ebenfalls vorhanden.

    Doch so sehr ich das System auch mögen möchte, ich wünschte, es wären hier über die Jahre mehr Verbesserungen eingebaut worden. So bietet u.a. die Kabelführung für mich nicht einfach nicht genug Platz, um alle Kabel bequem unterzubringen.

    Was natürlich Geschmacksache ist: mir persönlich gefällt das Aussehen eines Mesh-Eingangs einfach sehr viel besser als Glas, da es einfach viel professioneller aussieht. So kann man jetzt mit dem Case wirklich cleane (RGB-freie) Gaming-Rigs bauen.

    Bei den beiden Lüftern, die dem H510 Flow beiliegen, handelt es sich um 120-mm-Lüfter ohne RGB, die keine PWM-Unterstützung haben. Ihre maximale Drehzahl ist auf etwa 1250 RPM begrenzt, was jetzt zwar nicht besonders hoch ist, aber den Vorteil einer angenehmen, leisen Leistung mit sich bringt. Bei mir haben die Lüfter im Ruhezustand ein minimal hörbares Motorgeräusch verursacht, was man aber vernachlässigen kann.

    Alles in allem ist das H510 Flow ein anständiges Gehäuse. Es fühlt sich nach heutigen Maßstäben ein wenig veraltet an, aber das Gehäuse ist gut verarbeitet, und sein Stil gefällt mir sehr gut. Aber bei diesem Preis hätte ich anstelle von NZXT das Gehäuse wirklich mit einem zusätzlichen USB 3.0 Typ-A Anschluss ausgestattet – vielleicht ist so etwas ja bei einer zukünftigen Revision drin, man kann ja noch hoffen. Die Verarbeitungsqualität war bei meinem Exemplar nicht unbedingt zufriedenstellend, das kenne ich eigentlich schon besser von NZXT. Es gibt ein paar größere Fugen an der rechten Seite, und wie beschrieben hat das Case Unterstützung für einen 240-mm-AIO an der Oberseite.

    Und muss man natürlich auch noch über den Preis diskutieren, den NZXT ja bei 110€ UVP angibt, welcher allgemein der Attraktivität des Gehäuses nicht unbedingt zuträglich ist. Bei 110€ fällt es mir wirklich schwer, dieses Case an den normalen Hobbybauer zu empfehlen - es sei denn, es ist im Angebot oder der Preis senkt sich über Zeit noch.

    Typischerweise liegen die UVP-Preise von NXZT meiner Erfahrung nach allerdings recht nah am tatsächlichen Verkaufspreis, so dass ich eigentlich auch nicht bezweifle, dass das Gehäuse so ungefähr in diesem Preisspektrum angeboten wird. Das große Problem dabei ist die Konkurrenz. Letzte Woche habe ich bei einem Kollegen das Lian Li O11 Air Mini unter die Lupe genommen - ein Gehäuse, das ebenfalls 110€ kostet, aber mit Aluminiumteilen um einiges schicker aussieht und außerdem ein viel schöneres, besser durchdachtes Innendesign, viel mehr Radiator-Support und drei PWM-Lüfter hat. Das Gehäuse von NZXT kommt hier leider nur mit zwei Lüftern, und die können kein PWM.

    Wenn Sie ein Gehäuse mit einem traditionelleren Formfaktor suchen, gibt es das Meshify 2 Compact von Fractal Design - ein Gehäuse, das ebenfalls mit drei Lüftern und einem viel besseren Innendesign und besserer Radiatorunterstützung ausgestattet ist und außerdem – genau wie das NZXT H510 Flow – ebenfalls 110€ kostet. Dieses Gehäuse habe ich persönlich noch nicht testen können, aber allerdings bereits viel Gutes hierüber gehört.

    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das H510 Flow ist ein wirklich gutes Gehäuse, aber eben nur für ca. 80€. Mit 110€ ist das H510 Flow einfach überteuert. Je nachdem wie Preise sich hier entwickeln sollten, wird das H510 Flow natürlich evtl. zum Kauftipp.

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    • #3
      Testers Keepers Review NZXT H510 Flow

      Das NZXT H510 Flow lässt sich mit Phanteks Eclipse P300A (bzw. P400A) und be quiet! Pure Base 500 (bzw. 600) vergleichen. Alle 3 Gehäuse, bzw. deren enge Verwandten haben eine sehr ähnliche Größe, Aufbau und Features.
      Da ich das Phanteks P300A besitze, beziehe ich mich in meinem Review vor allem auf dieses.

      Design
      Das äußerliche Design des NZXT H510 Flow ist sehr geradlinig, ohne zu schlicht zu wirken. Dazu trägt die aufwändige, gelochte Front aus Metall bei. Insgesamt wirkt das Gehäuse des NZXT H510 Flow ein wenig wuchtig, da das Design sehr kantig ist. Das NZXT H510 Flow ist 10mm breiter und 10mm höher als das Phanteks Eclipse P300A - siehe auch die Fotos, die die beiden Gehäuse nebeneinander zeigen. Vergleicht man es mit dem Phanteks, welches an der Front und an der Oberseite Abschrägungen hat erscheint das NZXT H510 Flow größer als die reinen Maße vermuten lassen.

      Die Fugen des NZXT H510 Flow, z.B. die der beiden Seitenwände zum restlichen Gehäuse (Oberseite, abnehmbare Front und Rückwand) sind ein wenig größer und optisch auffälliger als beim Phanteks Eclipse P300A. Auch steht die Oberseite minimal über die Glasseitenscheibe über. Dies wird bedingt durch die Konstruktion des Gehäuses, die NZXT hier gewählt hat. Das Phanteks Eclipse P300A wirkt insgesamt eleganter, da die Fugen sehr gut kaschiert werden.

      Das Design im Inneren wirkt technisch. Je nach Vorliebe mag das der Eine oder Andere. Die Abdeckung über dem Netzteilbereich, der auch die Festplatten aufnimmt ist gelocht und hat 3 große Löcher zur Durchführung von Kabeln. Ebenso ist ein großes gewinkeltes Blech mit eingeprägtem NZXT Logo montiert, welches die Kabel überdeckt, die seitlich zur Rückseite des Mainboards führen. Dadurch wirkt das Innere etwas zerklüftet. Im Gegensatz dazu ist das Innere des Phanteks Gehäuses sehr geradlinig, mit geschlossenem Boden zum Netzteil und kleinen Kabeldurchführungen. Der Vorteil des NZXT, wenn man so will ist, dass die Konstruktion ein sehr flexibles Verlegen von Kabeln erlaubt.

      Verarbeitung
      Die Verarbeitung ist insgesamt hochwertig. Die farbige Beschichtung ist minimal rau mit einer etwas offeneren Oberfläche als z.B. das Phanteks, welches eine glattere Lackierung hat. Die Front und das Seitenteil aus Glas lassen sich einfach abziehen (Beim Seitenteil nach Lösen einer Schraube). Front und Seitenteil sind mit mehreren, bzw. einem kugelförmigen Kunststoffknopf arretiert. Das ist sehr praktisch. Beim Gehäuse von Phanteks muss man die Glasseitenscheibe nach hinten abziehen, was ein wenig hakeliger ist.

      Montage
      Die Montage aller Komponenten ist vollkommen problemlos möglich. Durch die etwas großzügigere Dimensionierung und offenere Bauweise im Vergleich zum Phanteks hat man genügend Platz, um das bequem Netzteil zu montieren und bei modularen Netzteilen auch nachträglich Kabelbäume an- oder abzustecken. Das gelingt beim Phanteks, wenn - je nach Netzteil - die Kabelstecker auf der 'falschen' Seite, d.h. zum Gehäuseinneren liegen praktisch nicht, ohne das Netzteil oder die Festplatten auszubauen. Beim NZXT ist dies dagegen leicht möglich.

      Die Festplattenkäfige erlauben die Montage von bis zu drei 3.5" Festplatten und zwei 2.5" Festplatten oder SSDs. Der Festplattenkäfig für die 3.5" Festplatten muss dazu ausgebaut werden, was durch Schrauben an der Unterseite des Gehäuses erfolgen muss. d.h. in der Regel muss man alle Kabel am Gehäuse abziehen und das Gehäuse auf die Seite legen oder auf den Schreibtisch legen! Phanteks Eclipse P300A hat dazu zwei von der Front zugängliche Festplatteneinschübe, in die man Festplatten schraubenlos einschieben kann. Die Festplatten sind bei Phanteks zudem ansatzweise entkoppelt gelagert.
      Der Festplattenkäfig für die 3.5" Festplatten im NZXT bietet KEINE Möglichkeit, die Festplatten entkoppelt zu montieren. Das hätte ich bei einem Gehäuse dieser Preisklasse erwartet!
      Das H510 Flow hat zusätzlich zwei abnehmbare 2.5" HD/SSD Halterungen aus Kunststoff hinter dem Mainboard. Diese sind sehr leicht zu befestigen (nur eine Schraube), sind aber ebenfalls nicht entkoppelt, was jedoch bei SSDs und 2.5" Festplatten weniger ins Gewicht fällt, da hier keine bzw. nur wenige Vibrationen auftreten. Die Montage der 2.5" Halterungen ist deutlich einfacher als beim Phanteks Gehäuse; das Einschieben in die Gummipufferung - wie von Phanteks vorgesehen - geht dort nur schwergängig; die Gummipuffer werden dabei von Metall-Laschen kurzfristig eingequetscht. Ich tue das den Gummipuffern nicht an; d.h. die Festplattenhalterungen bleiben fest montiert und letztlich muss man die 2.5" Festplatten etwas umständlich direkt mit ihren 4 Schrauben an den Halterungen anschrauben.
      Beim NZXT H510 Flow werden zwei 2.5" Halterungen mitgeliefert, bei Phanteks nur eine; diese ist aber im Gegensatz zum NZXT aus Metall.

      Preis-/Leistungsverhältnis
      Insgesamt finde ich den Preis von ~100€ im Vergleich mit den Konkurrenzprodukten, die zwischen 65€ und 85€ rangieren etwas hoch. Das Gehäuse ist sicherlich nicht schlechter als die der Konkurrenten und die Unterschiede Geschmackssache. Einen Mehrpreis von 30€ sehe ich nicht unbedingt gerechtfertigt.

      Vergleich zu ähnlichen Produkten
      Für mich relevante Unterschiede zum Phanteks:
      - Das NZXT ist größer und wirkt wuchtiger als das Phanteks
      - Das NZXT erlaubt eine einfachere Montage und Änderungen an Verkabelung und Festplattenbesctückung
      - Das NZXT erlaubt die Montage von 3 statt 2 3.5" Festplatten.
      - Das NZXT bringt zwei 2.5" Festplattenhalterung mit statt nur einer bei Phanteks
      - Keine Entkoppelung der Festplatten vom Gehäuse möglich.

      Fazit
      Das offene Konstruktionsprinzip im Inneren ermöglicht eine etwas bessere Durchlüftung der Festplatten als z.B. beim Phanteks. Ich hätte mir mehr USB Anschlüsse an der Oberseite gewünscht. Das NZXT ist auf der Rückseite besser geschlossen als das Phanteks und verhindert so besser, dass 'Falschluft' entgegen der gewünschten Durchströmung eindringt. Außerdem wird so wirksamer ein Eindringen von Staub verhindert.

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