Testers Keepers mit MSI MEG Z590 ACE - Mindfactory Forum

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Testers Keepers mit MSI MEG Z590 ACE

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  • Testers Keepers mit MSI MEG Z590 ACE

    Hier könnt Ihr die Reviews der Testers Keepers Aktion mit den MSI MEG Z590 ACE Mainboards vom 10.05.2021 - 16.05.2021 finden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam


    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  • #2
    Bewertung MSI MEG Z590 ACE
    Bevor ich mit meiner Bewertung anfange, möchte ich mich als aller erstes bei Mindfactory für den Gewinn des MSI MEG Z590 ACE bedanken. Mir wurde im Zuge der „Testers Keepers“ Aktion das Mainboard kostenlos zu Verfügung gestellt, um es ausgiebig zu testen und im Anschluss zu behalten. Ich möchte aber dazusagen, dass dies nicht meine persönliche Meinung beeinflusst!

    Zunächst stelle ich aber erst einmal mein Test Setup vor:
    CPU: Intel Core i5 11600K
    GPU: GTX 1050 Ti (Übergangsweise, da die ursprüngliche GPU defekt war) -> Später 3060 Ti
    Arbeitsspeicher: 16GB Corsair Vengeance RGB Pro 3200 MHz
    Speicher: 256GB und 1TB NVME SSD (Gen 3)
    CPU-Kühler: Be quiet! Pure Rock 2 Black mit einer TDP von 150W
    Netzteil: 650W Straight Power 11 Platinum
    Gehäuse: Be quiet Pure Base 500 Grau mit Sichtfenster
    Gehäuselüfter: 3 x Be quiet Shadow Wings 2 140mm PWM

    Design:
    Das Design von diesem Mainboard ist wirklich sehr gut gelungen. Müsste ich es mit einem Satz beschreiben, würde ich sagen: „Schwarz, mit goldenen Aktzenten in einem edlen, modernen Design“.
    Auf dem Mainboard fallen als erstes die zwei riesigen Kühlkörper für die Spannungsversorgung auf, welche auch mit einer Heat Pipe verbunden sind. Auf diesem Kühlkörper sind auch die Schriftzüge „MEG“ und „ACE“ in Gold aufgedruckt, was dem Ganzen noch einmal einen besonderen Touch gibt. Zudem gibt es für die M2 Slots Aluminium Abdeckung, die für eine bessere Kühlung und somit bessere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten sorgen. Auf der Rückseite findet man auch noch eine schön gestaltete Aluminiumplatte mit dem MSI und ACE Logo eingraviert. Auch wenn man diese nach dem Einbau nicht mehr sieht, ist es trotzdem ein sehr schönes Detail.

    Verarbeitung:
    Von der Verarbeitung her ist das Mainboard wirklich eine Klasse für sich. Sobald man das Mainboard auspackt, hat man sofort ein Premium Gefühl. Man merkt einfach, dass hier auf sehr hochwertige Materialien gesetzt wurde und an keiner Ecke gespart wurde. Das spiegelt sich auch deutlich im Gewicht wider, das MSI MEG Z590 ACE bringt ganze 1,64KG auf die Waage. Mein altes B450 Mainboard wiegt im Vergleich ca. 700 Gramm (Leergewicht). Das Gewicht kommt vor Allem durch die massiven Kühler für die Spannungsversorgung, sowie die Backplate zustande, die aus Metall gefertigt sind. Die Elektrischen Komponenten sind, wie der Rest auch, das Beste vom Besten und auf maximale Zuverlässigkeit ausgelegt. Beispielsweise wurden hier japanische Solid Caps verbaut, die sich durch ihre extreme Langlebigkeit auszeichnen (ausgelegt auf mehr als 10 Jahre). Zusätzlich gibt es die TITANIUM CHOKE III, 90A Smart Leistungsstufen und einen doppelten ESD Schutz.

    Montage:
    Die Montage ist bei diesem Mainboard eigentlich nicht groß anders als bei vergleichbaren ATX Boards. Es empfiehlt sich aber so viel wie möglich schon vor dem Einsetzen in das Gehäuse zu verbauen, wie die CPU inkl. Kühler, Arbeitsspeicher und die M2 SSD (s). Vor dem Einbau muss man jedoch schauen, ob alle standoffs richtig positioniert sind. Ansonsten kann es zu Beschädigungen kommen. Außerdem muss der mittlere M2 Slot freigelegt werden, um dort an einen Schraubpunkt zu kommen. Darauf wird aber auch auf einem Aufkleber hingewiesen. Sollte man zum ersten Mal einen PC bauen, gibt es im Lieferumfang auch einen nützlichen Quick Start Guide, der sogar mithilfe von QR Codes bzw. Videos unterstützt ist. Wer noch detailliertere Informationen haben möchte, sollte sich die ausführlichen Anleitungen zu Hand nehmen. Dort gibt es auch alle Pin-Belegungen zum Nachlesen.

    Leistung:
    Für sein Geld bekommt man wirklich sehr viel geboten. Allein der Lieferumfang fällt sehr üppig aus. Mit dabei ist eine W-Lan / Bluetooth Antenne, 4 x SATA Kabel, Anleitungen und Aufkleber, einen mini DP Adapter sowie reichlich RGB Verlängerungskabel und eine kleine Bürste zum Entstauben. Da die meisten PCs heutzutage sowieso kein CD-Laufwerk mehr haben, legt MSI statt einer CD sogar einen kleinen USB-Stick bei, auf dem schon alle Treiber, BIOS Dateien sowie Anleitungen vorhanden sind.
    Widmen wir uns nun aber dem Board an sich und seinen zahlreichen Anschlussmöglichkeiten. Beginnen wir bei dem vorinstallierten IO Shield. Dort gibt es im oberen Bereich einen „Clear CMOS“ sowie einen „Flash BIOS“ Button. An USB-Anschlüssen gibt es ganze vier USB 3.2 Gen 1 (Blau), zwei USB 3.2 Gen 2 (Rot) und zwei USB 2.0 (schwarz) Anschlüsse. Für den Displayoutput hat es HDMI und zweimal mini Display Port (Adapter im Lieferumfang). Besonders hervorzuheben sind die zwei USB-Type C Ports mit Thunderbolt 4, sowie der 2,5GBE Lan Anschluss. Am IO Shield wird übrigens auch die Wifi 6e / Bluetooth 5.2 Antenne angeschraubt. Da Wifi 6e jedoch erst Mitte 2021 in Deutschland zugelassen wird, nutzt man zunächst den Wifi 6 Standard weiter. Wifi 6e wird dann per BIOS Update freigeschaltet. Ganz unten auf dem IO Shield gibt es dann noch die vergoldeten Audio Ausgänge, die über Audio Boost 5 HD gespeist werden. Audio Boost 5 HD wird übrigens über den High Definition ALC40802 Audio Prozessor betrieben, der ein sehr guten Surround Sound liefert, sowie eine ausgezeichnete Klangqualität.
    Im oberen Teil des Mainboards finden wir noch den 2x 8 Pin CPU-Strom Anschluss, sowie eine Möglichkeit seine CPU, Pumpe oder RGB Streifen anzuschließen. Für Corsair Produkte gibt es sogar einen separaten Anschluss. Oben rechts ist auch ein Debug LED Modul für eventuelle Fehler Codes vorhanden. Auf der rechten Seite des Bords hat es neben dem 24 Pin-Stromanschluss auch noch USB 3.2 Gen 2, einen gewinkelten USB 3.2 Gen 1 Anschluss, sowie 6 x SATA. Hier frage ich mich jedoch, warum der USB 3.2 Gen 2 Port nicht auch abgewinkelt sein konnte. Dadurch würde das Kabelmanagement ordentlicher, bzw. gleichmäßiger aussehen. Auf dieser Seite gibt es auch noch Messpunkte, um mit einem Multimeter im Betrieb, alle wichtigen Spannungen messen zu können (Zwecks Übertakten). Nun an der Unterseite angekommen, findet man hier einen Power- und Resetswitch, einen Schalter für das Dual Bios und einen Separaten für die RGB Beleuchtung. Zudem hat es einige RGB- und Lüfteranschlüsse, sowie front Panel Audio. Zu guter Letzt haben wir in der Mitte noch einen zusätzlichen 6 Pin-Stromanschluss.
    Dank des neuen Z590 Chipsatzes unterstützt das MSI MEG Z590 ACE auch PCIe Gen 4 (ab i5 11 Gen). Es kann eine Gen 4 SSD und drei weitere Gen 3 SSDs eingebaut werden. Gen 4 ist im Vergleich zu Gen 3 doppelt so schnell, allerdings sind solche SSDs im Moment noch sehr teuer. Außerdem wird mit diesem Mainboard 5600Mhz schneller DDR4 Ram unterstützt. Per XMP stellt das Mainboard automatisch die optimale Geschwindigkeit ein um hohe Zuverlässigkeit, aber auch maximale Performance zu gewährleisten. MSI hat auch ein sehr praktisches Feature im Bios für die Übertaktung des Arbeitsspeichers. Man kann per „Memory Force“ schon die Stabilität des RAMs überprüfen, ohne das System dauernd neu starten zu müssen. Allgemein ist das Board sehr auf das Übertakten ausgelegt, was man auch an der Stromversorgung erkennen kann. Von dem doppelten CPU-Stromanschluss geht es über „ISL Digital PWM“ zu dem ISL Phasen Controller weiter zu den 16x90A Smart Power Stages, gefolgt von den 16 x Titanium Choke III und bis hin zu der CPU. Durch die hochwertigen elektrotechnischen Bauteile kommt an der CPU eine stabile Spannung an, was extremes Übertakten ermöglicht.

    Preis-/Leistungsverhältnis:
    Von der Leistung nun zum Preis-/Leistungsverhältnis und damit auch zu dem einzigen großen Nachteil des MSI MEG Z590 ACE. Mit aktuell 450 ¤ ist es wirklich kein günstiges Mainboard und eher in der Klasse High End. Man bekommt wirklich sehr viel für sein Geld geboten, jedoch denke ich, dass das MSI MEG Z590 ACE aufgrund des Preises nur für Enthusiasten und professionelle Anwender zu empfehlen ist. Allen anderen würde ich ein B560 Mainboard wie das MSI MAG B560 empfehlen. Wer sich jetzt aber trotzdem das Z590 ACE kauft und dabei etwas sparen möchte, für diejenigen gibt es zurzeit eine Cashback Aktion von MSI bei der man im Falle des MSI MEG Z590 ACE 40¤ wieder erstattet bekommt. In Kombination mit einem qualifizierten Intel Prozessor oder einer MSI Wasserkühlung sogar bis zu 65¤.
    Fazit:
    Das MSI MEG Z590 ACE ist wirklich ein robustes High End Mainboard, bei dem keine Wünsche offenbleiben. Es ist perfekt zum Übertakten geeignet und überzeugt mit der riesigen Auswahl an Anschlüssen. Der einzige Nachteil ist der Preis, aber wer sich das Mainboard leisten möchte, macht absolut nichts falsch und ist für die nächsten Jahre ausgezeichnet damit ausgerüstet. Ich persönlich werde mein Testmainboard auch behalten, obwohl mein System das Maximum der Möglichkeiten bei Weitem nicht ausreizt. Ich hoffe ich konnte Einigen mit der Entscheidungsfindung helfen.


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    Angehängte Dateien

    Kommentar


    • #3
      Produkttest MSI MEG Z590 ACE | Testers Keepers

      Vorwort:

      Das MSI MEG Z590 Ace wurde mir im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion der Mindfactory AG zur Verfügung gestellt - dies beeinflusst allerdings weder meine Produktbewertung noch meine Sichtweise als Enduser auf die Vor- oder Nachteile des Mainboards. Herzlichen Dank auf jeden Fall für diese großartige Aktion und die Möglichkeit das MSI MEG Z590 Ace auf Herz und Nieren zu testen!


      Einleitung:

      Das Wetter ist mies, Urlaub kann man auch keinen machen und unter dem Schreibtisch schnauft der mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Rechner leicht panisch vor sich hin, sobald der Mauszeiger über die aktuelle Spiele-Releaseliste wandert - ja, es ist Zeit für was Neues! Also schnell den Browser aufgemacht, Hardwareempfehlungsseiten gewälzt, Traumsystem zusammengestellt, Grafikkarte für 2022 budgetiert (halt durch, kleine GTX 1080) und dabei den Warenkorb beim Hardwarehändler seines Vertrauens mit Einzelteilen gefüttert. Ein Stück für Stück Upgrade ist der Plan, dass möglichst die nächsten 4 Jahre ausreicht und trotzdem noch Luft nach oben hat, wenn zwischenzeitlich mehr Performance benötigt wird. Arbeitsspeicher wurde bereits ersetzt (2x16GB DDR4-3600 Corsair Vengeance RGB Pro), demnach können wir uns der Basis jedes PCs zuwenden - dem Mainboard und der CPU. Dass die Grafikkarte hier die nächsten Monate der Flaschenhals sein wird, nehme ich dabei in Kauf. Aber wer weiß, vielleicht bieten Mindfactory und MSI ja auch bei der RTX 3080 Ti eine Testaktion an

      Da mein Hauptaugenmerk auf WQHD+ Gaming und weniger auf Videobearbeitung / Rendering / Virtualisierung gerichtet ist, fiel die Wahl meiner Plattform (diesmal noch) auf Intel. Glücklicherweise sind die Unterschiede zwischen den CPUs mittlerweile nur noch marginal und in der Vergangenheit habe ich mit beiden Herstellern sehr gute Erfahrungen gemacht, daher beruht diese Entscheidung schlicht und ergreifend auf persönlichem Gusto.

      Nun allerdings zum Hauptthema - dem MSI MEG Z590 Ace Mainboard.


      Versand, Verpackung und Lieferumfang:

      Das Gerät kam gut gepolstert und unbeschädigt bei mir an – wie von Mindfactory gewohnt.
      Die Mainboard Verpackung ist in Schwarz, Grau und Gold gehalten und hochwertig gestaltet. Intel Gen 10 und 11 Unterstützung, Thunderbolt und der Z590 Chipsatz werden auf der Vorderseite angepriesen, rückseitig findet man neben Produktbild und Featureübersicht zusätzlich die Spezifikationen, sowie eine Abbildung der E/A Schnittstellen - äußerst praktisch beim Ladenshoppen. Da es sich bei diesem Modell der MEG ("MSI Enthusiast Gaming") Reihe um ein Premium-Mainboard handelt, hat es sich MSI nicht nehmen lassen dies auch beim Lieferumfang zu zeigen. Folgendes Zubehör und Goodies befinden sich neben dem Board in der Verpackung:

      Benutzerhandbuch
      Kurzanleitung
      16GB USB-Stick (mit Treibern und Dienstprogrammen)
      Reinigungspinsel
      Schraubendrehersatz (am praktischen Schlüsselring)
      Diverse Gehäuseaufkleber
      Wi-Fi Antenne
      4x SATA 6Gb/s Kabel
      4x M.2 Schraubensets/Abstandshalter
      LED JRGB Y Kabel
      LED JCORSAIR Kabel
      LED JRAINBOW Kabel
      Thermistor Kabel
      DP zu Mini-DP Kabel

      Besonders positiv hervorzuheben ist hier das ausführliche und einsteigerfreundliche Benutzerhandbuch, welches sogar Video-Demonstrationen und Installationsanleitungen für verschiedenste Themen (Bsp. Installation des M.2 Moduls) per QR-Code-YouTube Link zur Verfügung stellt. Äußerst vorbildlich und selbst für Anfänger verständlich aufbereitet!


      Design, Verarbeitung und Anschlüsse:

      Die bereits auf der Verpackung verwendete Schwarz/Grau/Gold Farbgebung wird auch auf dem Mainboard selbst konsequent fortgeführt. Das ATX-Formfaktor PCB ist komplett in schwarz gehalten, ebenso wie Anschlüsse, Steckplätze, Kühlkörper und Abdeckungen. Die Kondensatoren und zusätzlich durch „Steel Armor“ verstärkten RAM und PCI-E Steckplätze fügen sich mit ihrer Silber/Schwarzfärbung ebenfalls perfekt in das Gesamtbild ein. Goldene Akzente heben die Modell- und Serienbezeichnung, sowie die Gen4 M.2 Slot Kühlelemente und die gesondert geschirmten Realtek ALC4082 / ESS SABRE9018Q2C Audiokomponenten hervor - Schick!
      Wendet man das Board, fällt einem sofort die (schwarze) aluminiumverstärkte Rückseite auf. Diese Platte sieht nicht nur schick aus, sondern versteift die Platine zusätzlich und bietet somit beste Voraussetzungen für jegliche Art von CPU oder GPU Kühler, egal wie schwer die Komponenten sind. Des Weiteren entsteht hierbei durch das verwendete Aluminium sogar noch der nützliche Nebeneffekt einer weiteren Wärmeableitung für die auf der Vorderseite verbauten Phasen rund um den CPU-Sockel.
      Nichts wackelt oder sitzt schief und insgesamt merkt man bei der Verarbeitung definitiv den premium Charakter des gesamten Boards und die Wertigkeit der verbauten Teile. Wohlgemerkt auch zu einem premium Preis von ca. 450¤.
      Dafür bekommt man allerdings auch alle Features, die der Z590 Chip so bietet und MSI lässt auch bei den Anschlüssen nichts zu wünschen übrig:

      4x DDR4 Speicherplätze (bis 5600 MHz OC, 128GB)
      3x PCIe x16 Steckplätze (2x PCIe 4.0, 1x PCIe 3.0)
      2x PCIe 3.0 x1 Steckplätze
      6x SATA 6Gb/s Anschlüsse
      4x M.2 Steckplätze (1x PCIe 4.0 x4 für 11. Gen Intel CPUs)
      1x 4-poliger CPU-Lüfter-Anschluss
      1x 4-poliger Anschluss für die Wasserpumpe
      6x 4-polige System-Lüfter-Anschlüsse
      1x USB 3.2 Gen 1 Frontpanel Anschluss
      1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C Anschluss
      1x 4-poliger RGB LED-Anschluss
      2x 3-polige RAINBOW LED-Anschlüsse
      1x 3-poliger JCORSAIR LED-Anschluss

      Alle internen Anschlüsse wie Strom, Frontpanel und RGB sind gut gekennzeichnet und erreichbar und eine saubere Kabelführung ist dank der durchdachten Anordnung der Anschlüsse also problemlos möglich. Multi GPU (2-Wege NVIDIA SLI oder 3-Wege AMD CrossFire) ist ebenfalls unterstützt. Erwähnen muss man auch die Abhängigkeit zwischen M.2 und SATA Anbindungen und die Verfügbarkeit derselben: Steckt eine SATA SSD im M2_2 Platz, kann der SATA2 Port nicht mehr genutzt werden. Benutzt man hingegen eine M.2 NVMe SSD, ist es kein Problem. Ist der M2_3 Steckplatz belegt (egal ob SATA oder NVMe), fallen SATA 5/6 weg. Dies betrifft allerdings eher Leute wie mich, die über die Jahre viele kleine SSDs in allen Formen und Farben „gesammelt“ haben und endlich mal aufräumen und auf große SSDs umsteigen sollten 😉 Um es etwas zu entwirren, hier einmal in der Übersicht:

      SATA.JPG

      Neben den vielen Anschlüssen und Headern fallen auch noch ein paar weitere Besonderheiten des Boards ins Auge – zum einen gibt es auf der rechten Seite oberhalb der RAM Steckplätze eine praktische Debug-Code-LED-Anzeige, die Fortschritt und Fehlercode während und nach dem POST-Vorgang anzeigt (ausführliche Debug-Code-LED-Tabelle ist im Handbuch inkludiert), zum anderen befindet sich am unteren Ende links neben den mittlerweile typischen OnBoard „Reset“ und „Power“ Tasten auch ein kleiner „Multi-BIOS“ Schalter, der im ausgeschalteten Zustand einen einfachen Wechsel zwischen zwei BIOS-Profilen zulässt. Dies wird zusätzlich mit einer eigenen LED quittiert (Rot für BIOS 1, Weiß für BIOS 2) und bietet einen komfortablen Weg, um beispielsweise zwischen einem „Normaler Montag BIOS“ und „Crysis_60FPS_MAX-Overclock“ BIOS umzuschalten.
      Hintere Ein- und Ausgänge (von oben nach unten):

      Clear CMOS und Flash BIOS Taste
      4x USB 3.2 Gen 1 5GBit/s Typ-A Anschlüsse
      2x USB 2.0 Typ-A Anschlüsse
      1x HDMI Anschluss
      1x LAN 2,5Gbit/s Anschluss
      2x USB 3.2 Gen 2 10Gbit/s Typ-A Anschlüsse
      2x Thunderbolt 4 (USB-C) Anschlüsse
      2x Mini DisplayPort-Eingangsanschluss (für Thunderbolt 4-Passthrough)
      2x Wi-Fi Antennenanschlüsse
      5x Audioanschlüsse
      1x Optischer S/PDIF-Ausgang Anschluss

      Auch das E/A Panel wirkt sehr aufgeräumt und lässt nichts zu wünschen übrig. Praktisch sind hier die CMOS und Flash BIOS Tasten, die eine einfache Möglichkeit bieten das BIOS auf Standardwerte zurückzusetzen oder über einen USB-Stick ohne Bootvorgang zu aktualisieren. Die zwei Thunderbolt 4 Anschlüsse sind ein nettes Plus, 2,5Gbit LAN sind ausreichend (auch wenn bei solch einem hochpreisigen Mainboard bestimmt auch 5 oder 10Gbit drin gewesen wäre) und WLAN-Antennen, sowie Audiobuchsen sind an bekannten Positionen vorhanden.


      Montage, Inbetriebnahme und Funktionalität:

      Vorbereitend habe ich das Netzteil vom Strom getrennt, alle Kabel entfernt und mich per Antistatikarmband abgesichert. Die beiden bereits erwähnten Corsair Arbeitsspeicherriegel (2x16GB), die M.2 Samsung 980 PRO NVMe SSD, sowie die nagelneue Intel i9-11900K CPU wurden zuerst mit dem Board bekannt gemacht und installiert, bevor es zum Verheiraten mit dem Gehäuse geht. Das Demontieren des M.2 Kühlkörpers war ein Kinderspiel – praktisch hierbei die bereits auf der Innenseite des Kühlers befindlichen Wärmeleitpads, von denen nur noch die Schutzfolie entfernt werden musste. Die eigentliche Montage des Mainboards geht wie zu erwarten sehr einfach von der Hand. Die in der Anleitung beschriebenen „Case Standoff Keep Out Zone (Gehäuseabstandszone freihalten)“ Schilder auf der Rückseite des Motherboards sind zwar unter den Kühlkörpern versteckt, sind jedoch trotzdem ein praktischer Hinweis, um unnötige Abstandshalter zwischen den Schaltkreisen und dem Computergehäuse zu vermeiden. Die „erlaubten“ Abstandshalterschrauben sind schnell in meinem Fractal Design Define R6 Gehäuse eingeschraubt, Platz ist ebenfalls genug übrig und das Board sitzt nach kurzer Zeit sicher und fest fixiert im Gehäuse. Auffällig ist hier der enorme Platzbedarf des E/A Blenden-Kühlkörpers, der etwas weit Richtung erstem PCI-E Slot gezogen ist und bei meinem Gehäuse bis in die oberste Kartenhalterung hineinragt und damit keinen sauberen Abschluss zwischen Gehäuserückwand und E/A Schild zulässt, ohne die Blende des Slots mit etwas Druck zurechtzurücken. Dass hierdurch auch nichts mehr in der obersten Halterung installiert werden kann, ist hier zu vernachlässigen, da der PCI-E Slot auf dem Board selbst sowieso auf die zweite Halterung ausgerichtet ist.

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      Die Installation der restlichen Komponenten wie der (kleinen) GPU, meiner be quiet! Silent Loop 2 AiO CPU-Kühlung, den drei Gehäuselüftern und der verschiedenen Strom-, SATA-, Frontpanelkabel läuft problemlos und dank der (teilweise) klugen Designentscheidung der Anordnung der verschiedenen Anschlüsse sieht am Ende alles sehr aufgeräumt aus. Einzig beim AiO Pumpen Stromanschluss musste ich etwas Geduld aufbringen, bis der Stecker drin war. Hier sind die beiden Stromanschlüsse für CPU und Pumpe (oben angeordnet) durch die Konstruktion der VRM Kühlrippen verdeckt, was es etwas umständlicher macht mit dem Stecker daran zu gelangen, wenn das Gehäuse nicht vollständig „entkleidet“ ist. Bei eingebauter und oben fixierter AiO ist es schier unmöglich hier noch etwas umzustecken – ist natürlich aber auch meinem Gehäuse geschuldet und kein zusätzlich negativer Punkt.

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      Nachdem alle zum Start benötigten Komponenten schließlich verkabelt und angeschlossen sind und der Kaltgerätestecker auch im Netzteil steckt, erwecke ich den Rechner das erste Mal zum Leben – und siehe da – die Lüfter laufen an, das sanfte RGB Leuchten des Z590 Boards schimmert mir entgegen – und das wars. Der Monitor bleibt schwarz, während alles andere vor sich hin summt. Die praktische LED-Fehleranzeige auf dem Board zeigt Werte zwischen 41 und 48, die AiO Pumpe läuft, die Gehäuse- und Grafikkartenlüfter ebenfalls, aber das wars auch. Nach kurzer Überlegung und Erinnerungskramen dann die Erleuchtung: DisplayPort an Grafikkarte zu Monitor + UEFI BIOS = Probleme, wenn die NVIDIA Grafikkarte nicht auf DisplayPort Version 1.4 gepatcht ist. Dann wird nämlich einfach kein Bild angezeigt, wenn das Mainboard ins BIOS bootet. (Für alle mit dem gleichen Problem, hier ein praktischer Link: NVIDIA Graphics Firmware Update Tool for DisplayPort 1.3 and 1.4 Displays) Ein tiefes Durchatmen und HDMI Kabel später dann die Erlösung – läuft doch alles! Das BIOS ist schön aufgeräumt und bietet neben einer vereinfachten Ansicht mit den „Schnellkonfigurationseinstellungen“ auch einen Expertenmodus für erweiterte und detailliertere Einstellungsmöglichkeiten. Dies wird vor allem bei den diversen Übertaktungsfunktionen klar – hier wurde wirklich an alles gedacht! Die beinhaltete Lüftersteuerung ist ebenfalls sehr praktisch und einfach zu konfigurieren. Das XMP Profil meines Arbeitsspeichers wird auch direkt erkannt, ist aber, wie auch der „Game Boost“ Schalter (ein „sanftes OC Profil“), standardmäßig deaktiviert. MSI empfiehlt ein Update auf das neueste BIOS, um gerade bei den i9-11900K Prozessoren den Adaptive Boost zu unterstützen – dies ist dank dem zuvor vorbereiteten USB-Stick auch problemlos möglich und dauert ca. 5 Minuten (BIOS Download von der Herstellerseite -> auf USB-Stick entpacken -> im BIOS den Punkt „M-FLASH“ wählen und schon wird in das Firmwareupdate gebootet).

      Nachdem alles auf dem neuesten Stand ist, XMP aktiviert, Uhrzeit und Lüfter eingestellt, sowie die Bootreihenfolge angepasst wurde, startet der PC sauber in meinen Installationsstick für eine saubere Windows 10 Installation auf der Samsung M.2. Auch hier klappt alles einwandfrei. Im offenen Gehäuse schnurrt währenddessen alles vor sich hin und gibt den Blick auf die minimalistisch gehaltenen RGB Elemente (MSI Drache am E/A Kühlelement und rechts unten beim Chipsatzkühler) des Boards frei. Da ich persönlich kein Fan von übermäßigem RGB Lichtspiel bin, da mein Gehäuse weder über eine Scheibe verfügt noch auf dem Tisch steht, empfinde ich diesen reduzierten RGB Ansatz sehr gut und passend zum Gesamterscheinungsbild des MSI Boards. Wer gerne mehr RGB Elemente haben will, hat über die diversen RGB Header auf jeden Fall genug Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung, um den Regenbogen oder das bevorzugte Farbschema ausreichend präsentieren zu können.


      Software, Treiber und Performance:

      Die auf dem beigefügten MSI USB-Stick vorhandene ISO Datei beinhaltet nach erfolgreichem entpacken diverse Software und Treiberpakete, die sich über ein komfortables Startmenü einzeln auswählen und installieren lassen. Warum hier der Umweg über die ISO Datei gegangen wird und die entpackten Dateien nicht gleich auf dem Stick liegen, ist mir allerdings ein Rätsel. Klar geht es schneller den Stick mit nur einer großen Datei im MSI Werk zu klonen, macht es für den Enduser aber auch etwas umständlicher, um an die Pakete zu kommen. Natürlich ist hier wie heutzutage leider üblich auch wieder ein „Standard-Bloatware“ Paket alá „Google Drive“, „OBS“ und „Norton Internet Security“ mit dabei, die aktiv abgewählt (!) werden müssen, um nicht automatisch bei der Basis Treiberinstallation mit auf dem Rechner aufgespielt zu werden. Weitere Zusatztools wie das „MSI Gaming OSD“ oder „MSI Display Kit“ können über den Punkt „Diensprogramme“ hinzugefügt werden, diese setzen allerdings einen kompatiblen MSI Monitor voraus, um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können. Das MSI Center ist die vom Hersteller entwickelte Kommandozentrale und ebenfalls über den Stick verfügbar – allerdings in einer veralteten Version, die nach einer recht langen Installationsdauer (diverse Bibliotheken zur Mainboardfunktionssteuerung und zum Ansprechen der Monitoringschnittstellen müssen hierbei vom Tool eingerichtet werden) auch direkt über den Windows 10 Store aktualisiert bzw. neuinstalliert werden muss. Sobald dies jedoch abgeschlossen ist, bietet das MSI Center eine moderne und aufgeräumte Monitoring Ansicht über die Echtzeit CPU-Eigenschaften, die Möglichkeit weitere Plug-Ins bzw. Features (wie z.B. RGB Steuerung oder Lüfter- und Systemperformancesteuerung) hinzuzufügen, sowie ein Live-Treiberupdate über den Support Reiter. Dies funktioniert tadellos und bietet somit direkten Zugriff auf die neuesten, von MSI bereitgestellten Treiber- und Softwarepakete. Nach der Basisinstallation der USB-Stick Pakete waren hier auch direkt 8 Aktualisierungen verfügbar – natürlich auch hier wieder mit dem unübersehbaren „Norton Internet Security will-auch-beachtet-werden-Paket“ als optionale Auswahlmöglichkeit. Zusätzlich lässt sich hierüber auch ein BIOS Update durchführen, was ich in meinem Fall ja aber bereits direkt am Anfang über einen vorher vorbereiteten USB-Stick erledigt habe.

      Die Performance des Boards kann ich auf Grund von fehlenden Vergleichswerten von weiteren mir zur Verfügung stehenden CPUs oder Mainboards leider nur anhand von diversen anderen Testberichten bewerten – hier liege ich bei Cinebench, CPU-Z, AIDA oder 3DMark Benchmarks wie erwartet im gleichen Bereich der getesteten Systeme. Die Grafikkarte hat sich ebenfalls wie erwartet als Flaschenhals bestätigt, hier gab es im Vergleich zum alten System nur eine minimalst spürbare Verbesserung, die nicht der Rede Wert ist. Einzig die mitgelieferte WLAN-Antenne mit ihrem langen Kabel und der soliden Basisstation ist eine massive Verbesserung zu meinem vorherigen Board, wo die Antennen direkt am E/A Panel angebracht werden mussten! Eine Steigerung um über 100% von ~48 Mbps auf ~144 Mbps im 2.4 GHz Bereich durch zwei Stahlbetonwände ist schon wirklich hervorragend, aber nicht sonderlich aussagekräftig 😉 Und ja, natürlich liegt ein LAN-Kabel bis zum PC – allerdings auch nur mit einem 1 Gbit Endpunkt, somit kann ich auch den 2,5 Gbit Port nicht vollends ausnutzen. Ihr seht also – für zukünftige Tests muss ich einfach mehr Vergleichshardware besorgen.


      Preis-/Leistung und Fazit:

      Für eine UVP von ~450¤ bietet das MSI MEG Z590 ACE wirklich eine riesige Bandbreite von Funktionen und Zubehör gepaart mit einwandfreier Verarbeitung und Qualität, die man schon beim Anfassen spüren kann. Der „Bling“ Faktor ist im Vergleich zu manch anderem Board aus dem Enthusiasten-Bereich eher im Mauerblümchen Bereich anzusiedeln, was mir persönlich allerdings nichts ausmacht - das Gegenteil ist eher der Fall. Es kommt mit vier M2 und sechs SATA Steckplätzen, AX WiFi und 2,5 Gbit LAN, hat ausreichend viele USB und sonstige Anschlüsse, Thunderbolt 4.0 ist ein nettes Extra und die gesamte Qualität und Wertigkeit ist wirklich beeindruckend.

      Für Besitzer, die das maximale aus ihren CPUs oder dem Arbeitsspeicher herauskitzeln wollen, bleiben keine Wünsche offen – hier hat MSI einfach eine Plattform geschaffen, die durch einen solchen Funktions- und Einstellungsumfang besticht, dass es einen „normalo“ Benutzer schier erschlägt. Um aber auch die letzten MHz noch aus dem Silikon zu pressen, bekommt man hier den idealen Overclocking-Partner an die Hand. Multi-BIOS und einfaches CMOS Zurücksetzen erleichtern hierbei das Herantasten an die Übertaktungsgrenzen enorm.

      Der hohe Preis ist also definitiv gerechtfertigt, wenn man sich im Enthusiasten-Bereich bewegen will und ein robustes und qualitativ extrem hochwertiges Mainboard mit unzähligen Features, Anschlüssen und Einstellungsmöglichkeiten benötigt. Für die meisten Benutzer ist dieses Board allerdings nicht nur wegen der Kosten, sondern auch durch den überwältigenden Funktionsumfang zu viel des Guten – hier tut es definitiv auch eine günstigere Alternative.

      Daher gibt es von mir 4,5/5 Punkten für das MSI MEG Z590 ACE.


      Kommentar


      • #4
        Produkttest MSI MEG Z590 ACE | Testers Keepers

        Intro

        Aufgrund der Testers Keepers Aktion habe Ich mich dazu entschieden einmal wieder zu Intel eine Chance zu geben und dem Sockel 1200 zu wechseln und nicht auf Ryzen 6000 zu oder Alder Lake zu warten.
        Als ehemaliger Asus Fan bin ich seit über 2 Jahren mit der Qualität und der Zuverlässigkeit meines bisherigen MSI Boards sehr zufrieden und hatte nun die Chance als einer der fünf Glücklichen Gewinner dieser Aktion dieses Flaggschiff Board ausgiebig zu testen und im Anschluss zu behalten. Es ersetzt mein MSI X470 GAMING Plus ATX Board für den AM4 Sockel.

        Mein Testsetup

        Motherboard: MSI Z590 ACE
        CPU: Intel Core i7 11700K
        CPU-Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 4 Tower Kühler
        GPU: Sapphire PULSE RX VEGA56 8G
        Arbeitsspeicher: 32GB (2x16GB) Corsair Vengeance LPX DDR4 CL16 3000Mhz (Belegung: DIMM_A2/DIMM_B2)
        M.2_1: nicht belegt, da demnächst eine PCIe 4.0 M.2 SSD angeschafft und verbaut werden soll
        M.2_2: Corsair Force Series MP510 M.2 2280 NVME PCIe 3.0 x4 960 GB
        M.2_3: nicht belegt, da aktuell nur 2 von 4 M.2 verwendet und so die Belegung mehr Abstand und bietet und bessere Wärmeverteilung ermöglichen sollte.
        M.2_4: Samsung Evo 960 M.2 2280 NVME PCIe 3.0 x4 1 TB
        SATA1 SSD: Crucial MX500 1TB
        SATA2: ! nicht belegt und nicht nutzbar da M2_2 in Verwendung
        SATA3 HDD (SATA): Seagate Barracuda ST2000DM008 7200 U/Min 2 TB
        SATA5 & 6: nicht belegt
        Netzteil: be Quiet! Dark Power Pro 11 750W
        Gehäuse: Fractal Design Define R6 USB-C TG Midi Tower
        Gehäuselüfter (vorn): 2 x be Quiet! Silent Wings 3 Highspeed PWM 140mm (BL071)
        Gehäuselüfter (hinten): 1x Noiseblocker NB-eLoop X14-P PWM 140mm ARGB
        Monitor: AOC 27 Zoll G2790PX
        OS: Windows 10 Pro (20H2)

        Verpackung & Inhalt

        Der Karton ist hochwertig und farbig bedruckt, die Vorderseite zeigt das I/O Panel von oben mit dem MSI Logo auf der Kühlkörperverkleidung und dem ACE Schriftzug. Die Rückseite des Kartons zeigt im linken oberen Bereich ein Foto des MEG Z590 ACE, daneben die Top Ausstattungsmerkmale des Mainboards sowie darunter die Spezifikation in Tabellenform und die verfügbaren Anschlüsse des I/O Panels. Der Karton verfügt über einen Kunststoffgriff und kann einfach aufgeklappt werden. Zum Vorschein kommt die Oberseite der Mainboards, welches sich sicher verpackt in einer antistatischen ESD-Folie und eines nach oben offenen Kartons befindet. Nach dem Herausnehmen des oberen mit Kartons wird das sich darunter befindende Zubehör freigelegt und ist bereits durch zwei kleine kreisförmige Öffnungen im Karton zu erahnen. Wird der Deckel des innenliegenden Kartons geöffnet wird der Blick frei auf das separat verpackte Zubehör. Die zwei oberen Kammern enthalten die W-LAN Antennen (li) und die restlichen Kabel (4x S-ATA, davon 2x gewickelt und 2x gerade), DisplayPort auf Mini DisplayPort Adapter, weitere Kabel (Temperatursensor ARGB) sowie darunter das Handbuch (englische Version), die Schnellstart Anleitung, die man nicht wirklich benötigt, da ein Blick ins Handbuch nicht schadet und dort alles Wichtige enthalten ist. Weiterhin im Karton, einige Sticker und Infos von MSI zur Produktregistrierung. Im vorderen Bereich befindet sich in einer kleinen Kammer in der Mitte ein USB-Stick mit den Treibern und der Software für Windows 10.
        Das Mainboard allein (ohne Verpackung und Zubehör) besitzt ein stattliches Gewicht von ca. 1,65 kg.


        Design

        Die Optik des Boards gefällt Mir sehr gut und ist insgesamt vorwiegend in schwarz gehalten mit goldenen Akzenten. Die Kühlkörper der Spannungswandler mit gebürstetem Aluminium wirken als Eyecatcher und insbesondere das große beleuchtbare MSI Logo auf der I/O Panel Verkleidung ist sehr schick anzusehen und lässt sich auch später via Mystic Light aus dem MSI Center individuell anpassen leuchtet aber bereits auch ohne Software im Regenbogen Effekt.

        Alle M.2 Slots verfügen über Heatsinks auch schwarzen gebürstetem Aluminium mit Wärmeleitpad und sollen eine bessere Wärmeabfuhr ermöglichen somit einer Temperatur bedingten Drosselung der SSD's entgegenwirken. Noch dazu schauen die Kühlkörper gut und hochwertig aus. Auf der Rückseite befindet sich eine große Aluminium Backplate mit dem MSI und ACE Logo eingraviert.
        Insgesamt trifft das Design voll meinen Geschmack und passt farblich perfekt zum schwarzen Define R6 und dem Dark Rock Pro und wie für mein System gemacht. Bilder meines kompletten Setups sind auch im Mindfactory Forum zu finden.

        Verarbeitung / Specials:

        Die Verarbeitung ins durchweg Premium und vom Feinsten ohne scharfe Kanten und mit hochwertigen Komponenten bestückt das merkt man bereits am Gewicht. Hier biegt sich so leicht nichts durch und die Bohrungen sind perfekt und nichts ist schief verbaut. Stahlverstärkte PCI Express Steckplätze sollten auch für die neuesten und schwersten Grafikkarten geeignet sein. Über den Chipsatz sitzt ein vergrößerter passiver Kühlkörper. Das I/O Panel ist sehr gut verarbeitet und verfügt über zahlreiche Anschlüsse, darunter 2x Thunderbolt und Mini DP zudem ausreichend USB-Ports. Vier M.2-Steckplätze und Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.2 und ein interner USB-C Anschluss lassen keine Wünsche offen. Mein altes X470 Gaming Plus bot im Vergleich hierzu nur 2x M2.2 und auch keine Möglichkeit USB-C am Gehäuse zu verwenden zudem weder BIOS Flash Option ohne CPU noch CMOS Reset Button am I/O Shield. Die zwei 8-poligen CPU-Stromanschlüsse ermöglichen auch starke Übertaktung der CPU, so lange die Kühlung mitspielt.

        Montage

        Die Montage in das Fractal R6 war problemlos möglich, auch wenn nicht viel Spielraum insbesondere im Bereich des Kühlers vor dem I/O Panel bleibt, gab es selbst bei montiertem Gehäuselüfter (insb. Rear), Netzteil und Laufwerken keine Schwierigkeiten. Das I/O Panel mit der integrierten Blende lässt sich super einsetzen, kein Vergleich zu günstigen Boards mit abnehmbarer/beiliegender Blende.
        Am Netzteil habe ich zusätzlich das Kabel zum PCIe MB angeschlossen (dann muss das später nicht alles aufwändig verlegt werden, falls das wirklich einmal erforderlich sein sollte). Weiterhin habe ich den internen USB-C Anschluss mit dem Gehäuse USB-C verbunden, den konnte ich am alten MSI X470 Plus nicht anschließen. Ich würde Allen mit einem großem Tower Kühler empfehlen diesen erst nach dem Board und natürlich dem RAM zu montieren, dann ist einfach viel mehr Platz zum Anschluss der Kabel. Das Board ist auch so schon schwer genug und da geht der Einsatz ins Gehäuse für mich leichter von der Hand. Der RAM kann ohnehin beim Dark Rock 4 Pro nur vor dem CPU-Kühler verbaut werden, dieser überragt die vier DIMM Slots komplett. Um den RAM nicht zu beschädigen habe ich diesen auch erst nach dem Board und dem Anschließen der Kabel verbaut.
        Vor dem Einsetzten des Boards muss darauf geachtet werden, die Abstandshalter zu prüfen, zudem muss die mittlere M2 Heatsink abgenommen werden um den Schraubpunkt freizulegen. Den Aufkleber auf der Heatsink sollte man beachten, den kann man leicht übersehen bzw. die Info nach dem Abziehen vergessen.
        Das beiliegende Handbuch (nur engl.) hilft bei der PIN-Belegung, aber auch beim der RAM Anordnung je nach Modulanzahl. Zudem sollte man die dort aufgeführten möglichen M.2 und SATA Kombinationen beachten.
        Auf den M.2 Heatsinks sind jeweils Wärmeleitpads aufgebacht. Die Folie muss nur noch für die zu belegenden Slots entfernt werden. Je eine Schraube der M.2 Heatsinks wird auch zur Befestigung der M.2 SSD/NVME verwendet.

        Leistung

        Das Board für den Sockel LGA 1200 und mit Z590-Chipsatz bietet Support für Intel Prozessoren 10ten und 11ten Generation. Es verfügt über vier DDR4-DIMM-Slots und bietet Dual-Channel-Betrieb bei entsprechender Belegung für bis zu 128 GB Arbeitsspeicher. Durch zwei PCIe-4.0-x16-Slots ist ein Multi GPU Betrieb möglich, zudem ist ein PCIe-3.0-x16-Slot und zwei PCIe-3.0-x1-Slots vorhanden. Die Optane Memory Technologie wird unterstützt und das MEG Z590 ACE verfügt über 8-Kanal-Sound (Realtek® ALC4082 Codec + ESS SABRE9018Q2C combo DAC) und verwendet somit den gleichen Chip wie das Z590 Godlike, zudem bietet es 2,5 Gigabit-LAN-, sechs SATA3-Anschlüsse, vier M.2-Anschlüsse, Bluetooth 5.2, Wi-Fi 6E und eine ausreihend USB-Schnittstellen.
        Der erste und zweite PCIe-Erweiterungs-Slot und der erste M.2-Slot sind direkt an die CPU angebunden. Bei einer Comet Lake-S CPU (10th Gen) kann der erste M.2 Steckplatz jedoch nicht verwendet werden.
        Das BIOS UI ist übersichtlich und es können umfangreich die meisten Parameter des Systems beliebig angepasst. Unter anderem RAM Speicherfrequenzen per XPM Profil, CPU Übertaktung oder Undervolting. Im Prinzip lässt sich alles bis ins kleinste Detail konfigurieren. Zudem finden sich hier auch Einstellungen zu den einzelnen Lüfterkuven und Profilen zur Auswahl des Kühlertyps mit Freischaltung der Powerlimits um auch einen I9 mit Boost nicht zu limitieren.

        Die Leistung meines aktuellen Systems habe ich mit CPU-Z 1.96 X64 im Benchmark getestet und Single Core einen Score von 645 und für Multi Core: 6580@4,8 Ghz bzw. 6320@4,6GHz erreicht und mit dem Intel Extreme Tuning Utility via XTU: 3620 Punkte.
        Die erreichten Benchmark Werte liegen bei Mir mit dem 11700K im Bereich des I9 mit moderater Übertaktung auf 4,8 GHz auf allen Kernen bei ca. 80 Grad maximal.

        Ich habe den BIOS Flash Button getestet und problemlos innerhalb von ca. 6 Minuten auf die aktuellste Version geflasht und dazu gleich den beiliegenden USB-Stick verwendet. Hierfür muss lediglich zuvor die aktuelle Version von der MSI Seite dieses Boards ins root Verzeichnis des Sticks kopiert und in MSI.ROM umbenannt werden. Im Auslieferungszustand des Boards wird bereits die 10. und 11 Generation der Intel CPU unterstützt und das Update kann später auch aus dem Bios erfolgen. Insbesondere beim I9 sollte das Bios zum jetzigen Stand aktualisiert werden für Support des Intel Adaptive Boost (ABT).


        Preis-/Leistungsverhältnis

        Das Board bietet sehr viel Ausstattung für einen stolzen Peis von über 440 ¤, der sich aber aktuell via Cashback Aktion um 40 ¤ reduzieren lässt. In Kombination mit einer qualifizierten Intel CPU oder einer MSI AIO WaKü sogar bis zu 65¤.
        Die Meisten werden das Board wahrscheinlich wie ich nicht voll ausreizen können, haben aber jede Menge Reserven zum späteren Ausbau wie Multi GPU, Intel Optane oder eine schnelle PCIe 4.0 M.2 SSD oder aber stärkere Übertaktung in Verbindung mit einer Custom Wasserkühlung.
        Wenn das Budget es hergibt und übertaktet werden soll, macht man mit dem Board absolut nichts falsch und es kostet immer noch weniger als die Hälfte des MEG Z590 GODLIKE und weist aus meiner Sicht in dem Premium Segment das deutlich besserer P/L Verhältnis auf.


        Leistung / Fazit:

        Basierend auf meinem Test des MSI Z590 MEG ACE kann ich das Mainboard allen Intel Fans empfehlen die nicht auf Alder Lake warten wollen und das Board die nächsten Jahre zusammen mit einer Rocket Lake CPU einsetzen wollen.

        Um wirklich Alle Vorteile dieses hochwertigen Boards voll auszureizen sollte es in Verbindung mit einer Rocket Lake CPU der 11.Generation in der K oder KF Version zusammen mit einem hochwertigen Netzteil ab 750 Watt und leistungsstarkem CPU-Kühler wie zum Beispiel dem be quiet! Dark Rock Pro 4 oder dem einer All-In-One Wasserkühlung oder Custom Wasserkühlung betrieben werden. Schon beim moderaten Übertakten steigt die Leistungsaufnahme des I7 11700K im XTU auf über 220 W.

        Ich kann das Board definitiv weiterempfehlen, wenn das zum restlichen System mit Oberklasse Komponenten passt und Übertaktung oder/und ein Multi GPU Setup geplant ist. Bei Abstrichen in Verarbeitung und Kühlung und wenn kein 3 Wege Cross Fire benötigt wird kann das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI eine gute und ca. 160 Euro günstigere Alternative sein. Ich werde dieses Mainboard auf jeden Fall behalten und mit ein wenig Übertaktung läuft der I7 wie ein aktueller I9 11th Gen.
        Das Board ist perfekt für Alle die keine Kompromisse bei der Verarbeitung, der Leistung und dem Funktionsumfang eingehen wollen und noch dazu viel Wert auf ein sehr Edles Design und individuell beleuchtbares System legen und das auch im Fenster Ihres Gehäuses sehen wollen.



        Bilder
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        Zuletzt geändert von Karsten_1; 02.06.2021, 22:56.

        Kommentar


        • #5
          MSI MEG Z590 ACE im Test – Tester Keepers

          MSI MEG Z590 ACE im Test – Tester Keepers

          Herzliche Willkommen zu meinem Review zum MSI MEG Z590 Ace Mainboard.
          In diesem Review werden folgende Kriterien betrachtet:
          Lieferumfang & Verpackung, Zubehör, Design, Ausstattung des Mainboards, dessen Verarbeitung und Kühlung
          Zusätzlich werden die Vorteile bzw. Besonderheiten , aber auch die Nachteile des Mainboards untersucht.
          Auf die Frage, für wen dieses Mainboard geeignet ist und für wen nicht, wird natürlich Stellung genommen und ob es sich überhaupt lohnt dieses Mainboard für aktuell 450 Euro zu kaufen.

          Kapitel 1: Die Lieferung & Verpackug
          Dank Mindfactory und ihrer Tester Keepers Aktion, habe ich das Mainboard kostenlos zugeschickt bekommen. Das Paket kam nach 2 Tagen. Da hat mich Mindfactory nicht lange warten lassen. Das Mainboard wurde in einem 32x16x46 ( Angaben Breite/Höhe/Länge in cm) Paket geliefert und zum Vergleich, die Größe der Verpackung des Mainboards beträgt 29x9x35.
          Damit ist das Volumen das Pakets mehr als 2,5 mal so groß als das des Mainboards. Der leere Raum wurde mit Luftpolsterfolien bestückt, womit insgesamt das Mainboard sehr gut geschützt geliefert worden ist.
          Zusätzlich wird eine Reihe von Gutscheinen mitgeliefert. Definitiv eine sehr nette Geste von Mindfactory und erfreut den ein oder anderen mit Sicherheit.

          Kapitel 2: Das Zubehör
          Beim Öffnen des Originalkartons erblickt man zuerst das Mainboard, welches selbstverständlich sicher in einer antistatischen Hülle verpackt ist. Darunter verstecken sich alle Zubehörteile.
          Im Lieferumfang sind 2-Pin, 3-Pin und sogar 4-Pin RGB-Kabel enthalten. Nebenbei sind natürlich auch insgesamt 4 SATA-Kabel enthalten , wobei 2 von denen angewinkelt sind.
          Da hätte ich mir jedoch insgesamt 6 SATA-Kabel gewünscht , da man schließlich auch 6 SATA-Ports auf dem Mainboard besitzt und ich persönlich auch diese benötige. Daher müsste man zusätzlich SATA-Kabel kaufen, falls man mehr als 4 SATA-Ports benötigt.
          Außerdem ist ein Displayport auf Mini Displayport Adapterkabel mit enthalten, was auf absolut Sinn macht , da das Mainboard über 2 Mini Displayport Anschlüsse verfügt, womit man das Grafiksignal weiterleiten kann.
          Klassisch befinden sich auch zwei Anleitungen im Karton ,somit hat man alle Informationen rund um das Mainboard präsent. Als kleines Extra gibt es von MSI schöne Sticker zum Aufkleben. Darunter sind Variationen von dem MEG und MSI Drachen Logo. Noch dazu gibt es Sticker , mit denen man SATA- und Lüfterkabel farblich unterscheiden kann. Nicht zu vergessen ist das mitgelieferte goldene MSI Drachen Emblem, welches auch aufgeklebt werden kann.
          Wer jetzt denkt , das war's schon und mehr ist nicht enthalten , täuscht sich gewaltig.
          Der Käufer bekommt außerdem eine Wi-Fi Antenne mit Wi-Fi 6e , womit man im Stande ist 6Ghz Wi-Fi nutzen zu können. Leider hängt Deutschland etwas hinterher und 6Ghz Wi-Fi wird hoffentlich in Kürze verfügbar sein.
          Schrauben und Halterungen für die M.2 SSDs sind auch mit verpackt worden und passend dazu wurden Schraubendreher mitgeliefert. Damit braucht man für die Montage keine eigenen Schraubendreher, was auf jeden Fall ein tolles Extra ist!
          Ein weiteres tolles Extra ist eine zusätzliche Bürste für die Reinigung des Systems. Damit kann man problemlos lästige Stellen und sogar Lüfter entstauben.
          Letztes Zubehör ist ein USB-Stick mit allen benötigten Treibern. Das ist absolut zeitgerecht , da normalerweise CDs mitgeliefert werden , die keiner nutzt.

          Kapitel 3: Das Design
          Beim Design hat sich MSI schlicht für schwarz als Hauptfarbe mit goldenen Akzenten und Aufschriften entschieden, was ich persönlich ziemlich schick finde. Das PCB bzw. die Platine ist komplett schwarz, was meiner Meinung nach die beste Farbe für das PCB ist. Die goldenen Akzenten und Aufschriften sind sehr elegant und passen unglaublich gut zu dem MSI Drachenlogo.
          Was außerdem für das gute Design spricht ist die RGB Beleuchtung. Die ist am Chipsatz vorhanden und am großen passiven Kühler, der mit der I/O-Blende verbunden ist, in Form des MSI Drachen. Noch dazu bedecken die vielen passiven Kühler einen großen Teil der Platine. Selbst der Soundchip ist bedeckt, was bei vielen anderen Mainboards nicht der Fall ist.

          Kapitel 4: Die Ausstattung
          Das Mainboard ist mit dem Sockel 1200 ausgestattet. Damit können nur Intel Prozessoren der 10ten und 11ten Generation betrieben werden. Die nächste Generation von Intel , die 12te Generation, wird einen anderen Sockel nutzen, was sehr schade ist, da mit dem zukünftigen Kauf der 12ten Generation auch ein neues Mainboard benötigt wird.
          Das MSI MEG Z590 Ace ist ein Board mit ATX Formfaktor und passt daher meist nicht in kleines Gehäuse rein.
          Üblicherweise sind 4 RAM-Bänke vorhanden, mit denen man insgesamt bis zu 128GB DDR4 Ram im Dual Channel Modus nutzen kann. Daher sollte man logischerweise DDR-4 Ram nur paarweise einbauen. Entweder 2 oder 4 Stück. Mit diesem Mainboard ist es möglich die Taktfrequenz des Arbeitsspeichers auf bis zu unglaublichen 5600 Mhz zu übertakten. Das ist in der Theorie zukünftige DDR5 Geschwindigkeit.
          Weiter geht es mit der extremen Spannungsversorgung. Die Spannungsversorgung ist ein meist unbeachtetes Kriterium, obwohl diese essenziell ist. Vor allem im Bereich des Overclocking muss eine gute Spannungsversorgung gewährleistet sein, sonst geht man Gefahr eine neue CPU kaufen zu müssen. Die Versorgung des Boards ist mehr als nur ausreichend . Es bietet unglaubliche 16+1 virtuelle Phasen, mit 90A Smart Power Stages und doppelten Stromanschlüsse. 2x 8 Pin Stromanschluss statt nur einem, damit auch wirklich zuverlässig und permanent die CPU versorgt wird, selbst bei extremer Übertaktung. Auch bezüglich der GPU gibt es einen extra 6 Pin Stromanschluss um die Grafikkarte , falls nötig, mit mehr Strom zu versorgen und eine sehr gute Versorgung garantieren zu können.
          Für die , die gerne mehrere M.2 SSDs nutzen, bietet dieses Board unglaubliche 4x M.2 Slots mit 4x PCIe Anbindung. 2 von den M.2 Slots sind sogar mit 11cm langen SSDs kompatibel, während die anderen beiden maximal mit 8cm langen SSDs kompatibel sind. Dies ist jedoch nicht wichtig, da 8cm Länge der Standard ist und nur selten zu der anderen Größe tendiert wird. Leider unterstützt nur der oberste M.2 Slot PCIe 4.0, während alle anderen maximal PCIe 3.0 unterstützen. Meiner Meinung nach ist der Unterschied von den maximalen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von PCIe 3.0 und 4.0 in der Theorie zwar groß ( doppelt so viel ) , aber in der Praxis merkt man kaum einen Unterschied. Große Unterschiede merkt man nur , wenn man die SSDs preislich vergleicht. Da wird mal gerne verlangt das Doppelte zu zahlen.
          Außerdem bietet dieses Mainboard Bluetooth 5.2 und Wi-Fi 6e , also das neusten vom neustem. So neu ,dass das Mainboard dem deutschen Wi-Fi Standard vorraus ist, da momentan noch keine 6Ghz Leitungen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Dies soll sich erst in Kürze ändern. Es wird auch standardgemäß 2.5 Gigabit Ethernet geboten und einen Intel I225-V LAN-Controller.
          Der auf dem Board befindende Soundchip ist kein ALC887 , ALC1200 oder sogar ein ALC1220. Nein, es ist nämlich der neuere und bessere 7.1 Realtek ALC 4082 Soundchip und macht eine externe Soundkarte für normale Nutzer absolut unbrauchbar. Mit diesem Chip ist der Sound klar und deutlich und kann mit externen Soundkarten aus der Mittelklasse mithalten.
          Kommen wir zu der Grafik, denn das Mainboard verfügt sogar noch einen Grafikchip, mit der sogar eine 4K Auflösung möglich ist ,aber bitte nicht erwarten, dass dieser Chip eine externe Grafikkarte ersetzen könnte. Für einen Office Rechner reicht der Chip aus, aber für das Spielen oder anderen grafisch intensiven Anwendungen, wird definitiv eine externe Grafikeinheit benötigt. Das gleiche gilt auch bei CPU Prozessoren mit integriertem Grafikchip. Die sind jedoch etwas leistungsstärker , so dass man Esports-Spiele wie Counter-Strike flüssig spielen kann. Für die Gamer mit mehreren Grafikkarten wird auch 2-Way SLI und CrossFireX angeboten, damit man auch parallel mehrere Grafikkarten nutzen kann.
          Kommen wir zu den Erweiterungssteckplätzen .Wie bereits erwähnt gibt es 4x M.2 Slots, dazu gibt es noch 3x 16 Fache PCIe Slots für Grafikkarten oder Adapterkarten serviert .Von den 3 PCIe Slots basieren 2 auf PCIe 4.0 Technologie und einer auf 3.0. Als kleine Ergänzung gibt es noch 2x PCI-Express 1x Steckplätze mit Gen. 3 ( 3.0 ) für kleine Controller Karten oder Adapter. Wichtig zu wissen, PCIe Technologie ist abwärtskompatibel und auch in die andere Richtung kompatibel. Man muss daher nicht zwangsweise eine Grafikkarte mit PCIe 4.0 nutzen . Man kann auch eine mit Gen.3 nutzen. Man muss aber auch bedenken, dass man dann dementsprechend beschränkt ist. Als Beispiel. nutzt man eine M.2 SSD mit PCIe 4.0 und steckt sie in ein Gen. 3 Slot , so werden die maximale Geschwindigkeiten von PCIe 3.0 erreicht und können nicht überschritten werden. Andersherum gilt das gleiche.
          Da wir eben bei der M.2 SSD waren , können wir gleich bei Speicher bleiben. Es werden insgesamt 6 Sata III Ports angeboten , die eine Geschwindigkeit bis zu 6 Gb/s erreichen können. Damit können HDDS als auch SSDs angeschlossen werden. RAID 0, 1, die Kombination aus beiden RAID 10 und RAID5 werden auch angeboten.

          Aufzählung der internen Anschlüssen:
          2x USB 2.0 Header
          1x USB-C 3.1 Key-A Header
          1x USB 3.0 Header
          6x SATA 6Gb/s
          1x TPM-Header
          1x Chassis Intrusion-Header
          1x MSI Tuning Controller Header 5-Pin
          Für die Kühlung:
          1x CPU-Lüfter 4-Pin
          1x Pumpe 4-Pin
          6x Lüfter 4-Pin
          Für die RGB-Beleuchtung:
          1x 4-Pin RGB (12V )
          2x 3-Pin ARGB
          1x 3-Pin Corsair RGB

          Auf dem Mainboard sind alle essenzielle Anschlüsse vorhanden und es gibt sogar 2x 3 Pin ARG, was für RGB Enthusiasten , wie mich, einfach nötig ist, da adressierbare RGB durch ihre Individualität wunderschön ist und dafür reicht oft nur ein Steckplatz , trotz RGB Hub, nicht aus.

          Aufzählung der externen Anschlüsse (I/O Blende):
          1x HDMI 2.0b
          2x USB-A 3.1
          4x USB-A 3.0
          2x USB-A 2.0
          2x Thunderbolt 4
          1x 2.5GBase-T (LAN)
          5x Klinke
          1x Toslink
          2x Mini DisplayPort-In
          Wi-Fi Antennen Ports

          Mit diesen Anschlüssen ist man absolut Top ausgestattet. USB Ports der neuen Generationen sind vorhanden .Die USB-A 3.1 können Geschwindigkeiten von 10Gb/S erreichen. Zum Vergleich, USB-A 3.0 können maximal 5Gb/s erreichen und USB-2.0 nur langsame 480Mb/s. Spitzenreiter sind jedoch die besonderen Thunderbolt 4 Anschlüssen mit USB-Typ C, die eine Geschwindigkeit von unglaublichen 40Gb/s erreichen können.
          Hat man die Wi-Fi Antenne noch zusätzlich für schnelles WLAN angeschlossen, so ähnelt mein PC leicht einem Raumschiff , welches gleich abhebt. Absolut verständlich bei diesen Datentransfer Geschwindigkeiten meiner Meinung nach.

          Kapitel 5: Die Verarbeitung
          Beim Auspacken des Mainboards ist mir direkt etwas aufgefallen, und zwar das Gewicht.
          Man merkt unfassbar schnell, dass ausschließlich nur hochwertige Materialien verwendet worden sind und bei der Verarbeitung auf jeden Fall nicht gespart worden ist. Dies hat man schon bei dem Gewicht gemerkt. Da habe ich auch ein älteres High-End Mainboard , und zwar das AX370 Gaming 5 von Gigabyte als Vergleichsbasis genommen und festgestellt, dass das MSI MEG Z590 Ace doppelt so schwer ist. Das Gewicht resultiert aus der extra Backplate aus Aluminium, aus der Leiterplatte, die mit Kupfer verstärkt ist, und vor allem aus den vielen Passivkühler für die M,2 Slots , dem Chipsatz und Spannungswandlern.
          Allgemein hat MSI bei der Verarbeitung des Boards nur hochwertige Materialien genutzt und ist in dem Bereich Spitzenklasse. Dadurch ist eine sehr lange Haltbarkeit garantiert!

          Kapitel 6: Die Kühlung
          Was die Kühlung anbelangt ist diesen Mainboard Weltklasse! Trotz der enormen Spannungswandlern gibt es bezüglich der Temperaturen keine Probleme. Dies liegt an den enormen Passivkühler über den Spannungswandler. Um die Wärmeleitfähigkeit zu verbessern wurde eine Aluminium-Hülle und qualitativ hochwertige Wärmeleitpads eingebaut. Besonders dabei ist, dass die Backplate auch zur Kühlung beiträgt und zusätzlich noch mit Wärmeleitpads ausgestattet ist. Damit werden die Spannungswandler beidseitig gekühlt. Außerdem ist auch die Wärmeabfuhr durch das fortschrittliche Wärmerohr-Design zusätzlich verbessert. Damit auch die M.2 SSDs immer kühl bleiben und aufgrund hoher Temperaturen ihr Tempo nicht drosseln müssen, sind alle M.2 Slots mit passiven Kühlern ausgestattet, die extra mit M.2 Shield FROZR ausgestattet sind. Das ist eine verstärkte thermische M.2-Lösung, die die SSDs noch kühler hält.
          Aber auch der Chipsatz darf den Genuss eines passiven Kühlers in Kombination von Wärmeleitpaste genießen und arbeitet daher auch immer kühl.


          Kapitel 7: Die Besonderheiten/Vorteile:
          Die ersten Besonderheiten habe ich schon beim Zubehör feststellen können. Die mitgelieferte Bürste ist definitiv eine kleine Besonderheit und kann jeder von uns gebrauchen, denn ein sauberes System ist ein gutes System. Noch dazu ist es ziemlich nett von MSI ,das benötigte Werkzeug zur Montage bereitzustellen, was auf jeden Fall nicht selbstverständlich ist. Das Board bietet auch noch besondere Buttons an. Unter anderem gibt es intern auf dem Mainboard ein Power-Button, womit man auch ohne Gehäuse den PC anschalten kann und auch ein interner Reset Button ist vorhanden. Interessant , wenn man betrachtet, dass einige Gehäusen nicht mal einen Reset-Button anbieten. Nicht mal mein 140 Euro teures Lian Li 011 Dynamic Gehäuse hat einen Reset-Button. Intern gibt es noch zwei weitere Buttons. Einer von denen ist für das manuelle Umschalten der RGB-Beleuchtung zuständig und der letzte interne Button ist für den BIOS-Switch zuständig, da das Mainboard über ein Dual BIOS-System verfügt. Extern gibt es einen Clear-CMOS-Button, womit man den CMOS Speicher komplett zurückstellen kann, in einigen Fällen sehr hilfreich, vor allem, wenn man Software zum Übertakten nutzt, die Dauerhaft im CMOS Einstellungen ändern kann. Außerdem gibt es noch den USB BIOS Flashback-Button. Mit diesem Button und dem damit verbundenen USB-Port, ist man in der Lage ein BIOS Update durchzuführen ohne Prozessor. Sehr hilfreich und nötig, wenn man eine neue CPU besitzt und das BIOS des Mainboards aufgrund der veralteten BIOS-Version die CPU nicht unterstützt, denn dann springt der Rechner nicht an.
          In dem Fall nutzt man das Flashback Feature , damit man auch ohne CPU das BIOS updaten kann. Man benötigt nur ein USB-Stick und einen anderen Computer , mit dem man die Datei auf einen Stick kopiert.
          Eine weitere und selten gesehene Besonderheit ist die Backplate auf der Rückseite, die nochmal extra die Kühlleistung verbessert und das Mainboard stabilisiert.
          Das Mainboard bietet auch zusätzlich mit Thunderbolt 4 extrem schnellen Datentransfermöglichkeiten.
          Ein wichtige Besonderheit sind die 4 Slots für M.2 SSDs, was auch selten gesehen ist. Die meisten Mainboards haben üblicherweise nur 2x M.2 Slots. Die meisten High-End Modelle haben im Schnitt 2x-3x M.2 Slots und da ist dieses Mainboard mit seinen 4 Anbindungsmöglichkeiten eine Rarität.

          Kapitel 8: Das Fazit
          Das MSI MEG Z590 Ace von Mindfactory ist ohne Frage ein ziemliches Top-Modell und ist verdient in der High-End Kategorie .Durch die bemerkenswerte Spannungsversorgung und die beidseitige Kühlung ist extremes Übertakten zuverlässig möglich. Die zusätzlichen 8Pin und 6Pin Stromanschlüsse sorgen nochmal zusätzlich für eine garantierte und stabile Stromversorgung für CPU und GPU. Die vier M.2 Slots sind außergewöhnlich und hebt sich damit von vielen anderen Mainboards ab, jedoch hätte ich mir noch mindesten ein zweiten M.2 Slot mit PCIe Gen. 4 gewünscht. Schließlich gibt es bei den PCIe 16x Anbindungen auch 2x Gen. 4 . Dies und die Tatsache, dass insgesamt 6 SATA Ports vorhanden sind, aber nur 4 Sata-Kabel geliefert werden, sind 2 Aspekte , die mir negativ aufgefallen sind. Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau. Das Board glänzt mit seinen vielen Extras, wie zum Beispiel, den vielen Buttons, die Backplate, unzählige Passivkühler, USB BIOS Flashback , Clear CMOS und und und. Auch alle Anschlüsse für RGB-Freunde sind vorhanden und auch ohne Hub kann man genügend Lüfter anschließen.
          Eine große Besonderheit dieses Boards sind definitiv die 2x Thunderbolt 4 Anschlüsse,die von nur wenigen Boards angeboten werden.

          Jetzt stell sich nur noch die Frage für wen dieses Mainboard geeignet ist und ob 450 Euro gerechtfertigt sind.
          Dieses Mainboard ist meiner Meinung nach für diejenigen bestens geeignet, die Spaß und Interesse an Overclocking haben. Dieses Board ist ohne Frage auf das Overclocking spezialisiert. Dies merkt man an den vielen Passivkühler, an der mächtigen Spannungsversorgung und vor allem die extra Stromversorgungsanschlüsse für CPU und GPU. Dies ist bei extremen Übertakten auch nötig. Das Mainboard ist nicht nur für das Übertakten des Prozessors ausgelegt, sondern auch für die Grafikkarte , Stichwort extra Stromanschluss, und auch für Übertaktung des Arbeitsspeichers.

          Bist du also interessiert mehr aus deinem System zu holen und neue Rekorde zu setzen, dann ist dieses Mainboard dein bester Freund, wenn es um das zuverlässige Übertakten der Hardware geht. Auch für Nutzer , denen ein tolles Design wichtig ist, die gerne viele M.2 SSDs nutzen und auf tolle Features nicht verzichten wollen ist dieses Mainboard absolut empfehlenswert.
          Ich habe an diesem Board nur wenig auszusetzen und finde dieses Mainboard Oberklasse, aber ich finde , trotz der vielen Besonderheiten und der unfassbar guten Verarbeitung, sind 450 Euro zu viel des Guten.Damit ist dieses Mainboard teurer als die meisten Intel CPUs der 10ten und 11ten Generation. Nur der I9 10900K und der I9 11900K sind teurer als das Mainboard und dies ist sehr extrem. Meiner Meinung nach sollte das Mainboard im System ungefähr so viel kosten wie 50% des Prozessors. Der Prozessor ist mit der Grafikkarte schließlich der Hauptkostenträger, wenn es darum geht, sich ein PC-System zusammen zu bauen. Außerdem ist es sehr schade, dass das Board die zukünftige Intel Generation ( Gen. 12 ) nicht unterstützen wird und man beim Kauf eines Gen. 12 Prozessors auch automatisch ein neues Mainboard benötigt. Vor allem ist dies belastend, da die 11 CPU Generation von Intel meiner Meinung nach nicht ganz ausgereift ist und nur eine schnelle Antwort auf AMDs 5000er Reihe ist.
          Trotz meiner wirklich positiven Resonanz finde ich den Preis nicht ganz fair. Ich finde einen Preis im Bereich 350 Euro bis maximal 400 Euro als deutlich angemessener.

          Ich bedanke mich für jegliche Form der Aufmerksamkeit und Mindfactory für diese Möglichkeit das Mainboard testen zu dürfen. Ich hoffe ich konnte zumindest einer Person helfen, denn dann hätten sich die etlichen Stunden an Arbeit auch gelohnt.

          Bis zum nächsten Mal und bleibt gesund!


          Link zum Review Video:

          Der MSI MEG Z590 Ace im Test I Testers Keepers - YouTube
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          Kommentar


          • #6
            MSI MEG Z590 ACE im Test – Tester Keepers

            Das MSI MEG Z590 Ace ist ein High-End Mainboard von MSI im ATX-Format mit Intel Z590 Chipsatz. Für diesen Test habe ich das MSI MEG Z590 Ace im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory zur Verfügung gestellt bekommen und bedanke mich an dieser Stelle herzlich für diese Möglichkeit. Die Tatsache, dass mir das Mainboard umsonst zur Verfügung gestellt wurde, hat den Inhalt dieses Testberichts in keiner Weise beeinflusst.

            Das Unboxing-Video gibt’s hier: MSI MEG Z590 Ace Unboxing (Mindfactory Testers Keepers) - YouTube

            Der Versand ging, wie man es von Mindfactory nicht anders gewohnt ist, sehr zügig. Die Verpackung des MSI MEG Z590 Ace macht einen sehr ordentlichen Eindruck, das umfangreiche Zubehör ist in einer separaten Pappbox enthalten. Besonders erfreulich finde ich, dass MSI endlich die sonst beiliegende Treiber-CD in den Ruhestand geschickt zu haben scheint und stattdessen nun einen USB-Stick beilegt, der alle wichtigen Dateien enthält. Ein weiteres Highlight ist der Temperatursensor, der durch die direkte Verbindung zum Mainboard die Temperatur an jeder beliebigen Stelle des Gehäuses auslesen kann. Die beiliegende Bürste sehe ich eher als kleines Gadget, aber Haben ist ja bekanntlich besser als Brauchen. Etwas überrascht hat mich, dass lediglich 4 SATA-Kabel enthalten sind, da das Board eigentlich 6 Anschlüsse hat.

            Ein Manko der Verpackung ist der Umstand, dass nahezu jedes Kabel separat in Plastik eingeschweißt ist. Hier wäre sicherlich eine umweltfreundlichere Variante möglich.
            Das Mainboard selbst wirkt außerordentlich hochwertig und sehr massiv, vergleichbar zu High-End-Mainboards wie dem ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero oder dem MSI MEG X570 Unify, die mir ebenfalls sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu diesen bietet das MEG Z590 Ace jedoch sogar noch eine große Rückplatte aus Metall, die die Stabilität des Mainboards zusätzlich erhöht und darüber hinaus zur Kühlung der Spannungsversorgung beiträgt.

            Optisch gefällt mir das MSI MEG Z590 Ace ausgezeichnet. Der schlichte schwarze Look mit einigen goldenen Akzenten und dezenter RGB-Beleuchtung überzeugt. Wie die meisten Boards in dieser Preisklasse ist auch das MSI MEG Z590 Ace mit einer ganzen Palette an Features ausgestattet, die am besten den Produktinfos zu entnehmen sind. Eigenschaften des Boards, die besonders herausstechen sind die zwei Thunderbolt 4 Anschlüsse mit Mini-Displayport-Eingängen, die eine Weiterleitung des GPU-Ausgangssignals an Thunderbolt-Monitore ermöglichen, die drei X16 PCIe-Slots sowie die vier m.2 SSD-Slots. Leider unterstützt jedoch nur der erste dieser Slots PCIe 4.0.
            Das Testsystem, das ich für das MSI MEG Z590 Ace zusammengestellt habe, besteht aus einem Intel Core i5-11600K, gekühlt von einem bequiet! Dark Rock 4 Pro, einer AMD Radeon RX 6700 XT, einer WD_Black SN850 PCIe 4.0 m.2 SSD und 32 GB G.Skill Trident Z Neo (Samsung B-Die) Ram mit einem XMP-Profil von 3.600 MHz CL16. Für die Stromversorgung ist ein Seasonic Focus GX 750 Watt zuständig. Platz findet das Ganze in einem Corsair 4000D Airflow.

            Die Montage des Boards unterscheidet sich nicht von anderen Mainboards im ATX-Format. Lediglich die fest installierte IO-Blende, die allerdings heute bei fast allen etwas höher bepreisten Mainboards Standard ist, macht den Einbau etwas angenehmer.
            Vor der ersten Inbetriebnahme habe ich zunächst das aktuellste BIOS (Version 7D04v11) aufgespielt – dank Flash BIOS Option per USB kein Problem – und das gesamte System mit Standardeinstellungen und aktiviertem XMP-Profil betrieben. Mithilfe des beiliegenden USB-Sticks erfolgt die Installation der notwendigen Treiber kinderleicht. Erstaunlicherweise war das Board allerdings auch erst nach Installation der Treiber in der Lage, die Netzwerkverbindung, sowohl per LAN als auch W-LAN, zu erkennen.
            Um die Leistung des Boards zu beurteilen, habe ich einerseits die CPU soweit wie innerhalb kurzer Zeit möglich, übertaktet und dabei auf den beiden stärksten Kernen einen stabilen Takt von 5,1 GHz erreicht. Das BIOS von MSI ist wie gewohnt sehr übersichtlich und intuitiv zu bedienen.
            In dieser Konfiguration habe ich schließlich die Übertaktbarkeit des Arbeitsspeichers genauer unter die Lupe genommen und war vom Ergebnis absolut begeistert. Sowohl 3733 MHz CL 14 im Gear 1 Modus, als auch 4400 MHz CL19 im Gear 2 Modus ließen sich mit 1,45 Volt VDIMM problemlos stabil mit dem verwendeten Ram-Kit betreiben. Die erstgenannten Einstellungen waren auf einem ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero mit demselben Ram-Kit nicht unter 1,5 V VDIMM möglich.

            Besonders überzeugend ist die unglaubliche Spannungsversorgung des Mainboards mit 16+1 virtuellen Phasen und 90 A Leistungsstufe. Durch diese und die massiven Kühlkörper erreichte die VRM-Temperatur im 30-minütigen AIDA64 Stresstest gerade einmal 49°C, und das bei einer durchschnittlichen CPU-Leistungsaufnahme von 216 Watt. Ein absolutes top Ergebnis!
            Angesichts der enormen Leistungsaufnahme der Rocket-Lake-S CPUs von Intel ist es definitiv empfehlenswert ein Board mit ordentlicher Spannungsversorgung für diese CPUs zu verwenden. Nur schade, dass die Prozessoren nicht allzu viel Spielraum in Sachen Overclocking wie frühere Generationen aufweisen, denn das MSI MEG Z590 Ace hätte definitiv Luft für deutlich mehr. Auch ein Intel Core i9-11900K sollte sich auf diesem Board ohne Probleme am absoluten Limit betreiben lassen, sofern die CPU-Kühlung das Ganze mitmacht.

            Doch natürlich sind nicht nur die Übertaktbarkeit und Spannungsversorgung des Mainboards interessant, sondern auch die Leistung der PCIe Generation 4 Schnittstellen. So konnte ich mit der verwendeten WD_Black SN850 problemlos Lesegeschwindigkeit von knapp über 7.000 MB/s in CrystalDiskMark 8.0 erreichen und auch der erste X16 PCIe Slot liefert mit der AMD Radeon RX 6700 XT ein optimales Ergebnis von über 30.000 MB/s im 3DMark Benchmark.

            Im Gegensatz zum hervorragenden MSI BIOS sieht es bei MSIs hauseigener Dragon Center Software leider deutlich anders aus. Nicht nur, dass die Software einen viel zu hohen Ressourcenverbrauch aufweist, sondern auch immer wieder auftretende Stabilitätsprobleme bei zahlreichen Nutzern, waren für mich der Anlass, die App unmittelbar wieder zu deinstallieren, nachdem ich die RGB-Beleuchtung des Mainboards eingestellt hatte. Hier hat MSI wirklich noch Nachholbedarf.

            Insgesamt fällt das Fazit zum MSI MEG Z590 Ace sehr positiv aus. Es handelt sich um ein wirklich hochwertiges Board, dass sowohl optisch als auch leistungstechnisch überzeugen kann. Hierfür zahlt man bei einer UVP von 450 ¤ auch einen stolzen Preis, ist damit jedoch auch nahezu an der Spitze des Produktportfolios von MSI angelangt. Lediglich das MSI MEG Z590 Godlike, das im E-ATX Format daherkommt, liegt noch darüber. Hier erhält man für den etwa doppelten Preis eine noch bessere Spannungsversorgung mit 20 Phasen und eine 10 Gbit/s LAN-Anbindung – Upgrades, die wohl nur für die allerwenigsten Anwender Sinn machen.

            Das MSI Z590 Ace konkurriert preistechnisch z.B. mit dem ASUS ROG Maximus XIII Hero und dem Gigabyte AORUS Z590 Master. Ein ausführlicher Vergleich dieser drei Modelle ginge an dieser Stelle sicherlich zu weit, ein nennenswertes Alleinstellungsmerkmal des MSI MEG Z590 Ace sind jedoch die Mini-Displayport-Eingänge und die Thunderbolt-Konnektivität.
            Abschließend bleibt zu sagen, dass das MSI MEG Z590 Ace ein tolles Board für PC-Enthusiasten ist, das nahezu alles liefert, was das Herz begehrt. Der hohe Preis für ein Board, das bereits im Verlauf des Erscheinungsjahres durch eine neue CPU-Sockelgeneration von Intel wieder veraltet sein wird, lässt eine klare Kaufempfehlung aber leider nicht zu.


            Vielen Dank für die Möglichkeit und hoffentlich bis zum nächsten Mal

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            Zuletzt geändert von tobs2208; 04.06.2021, 18:47. Grund: Fotos hinzugefügt

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