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Testers Keepers mit MSI MPG Z590 Gaming Force

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  • Testers Keepers mit MSI MPG Z590 Gaming Force

    Hier könnt Ihr die Reviews der Testers Keepers Aktion mit den MSI MPG Z590 Gaming Force Mainboards vom 22.03.2021 - 28.03.2021 finden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam


    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  • #2
    Produkttest MSI MPG Z590 Gaming Force aus der Testers-Keepers-Aktion


    Verpackung und Lieferumfang:
    Der Versand ging außerordentlich schnell, wie man es auch nicht anders von Mindfactory gewohnt ist. Ebenfalls möchte ich mich bei Mindfactory dafür bedanken, dass Sie mir das tolle Mainboard für den Produkttest aufgrund der Testers-Keepers-Aktion zur Verfügung gestellt haben.
    Das Mainboard wurde in dem Originalkarton sicher in einem Versandkarton mit Luftpolsterfolie verschickt, sodass möglichst keine Transportbeschädigungen entstehen können. Ebenfalls wurden von Mindfactory noch zahlreiche Gutscheinkarten beigefügt, welche als aufmerksame Geste bereits jedem von uns bekannt sein sollte. Die Originalverpackung machte auf mich einen farbenfrohen Eindruck. Bei der Farbwahl wurde auf ein Violett- und Gelbton zurückgegriffen, was sich auch später auf dem Mainboard wieder finden lässt. Auf der Verpackungen sind alle Features überschaubar aufgegliedert, aber hierzu später mehr.
    Im Lieferumfang sind neben dem in Antistatikfolie verpacktem Z590-Mainboard noch viele unzählige Zubehörteile von MSI beigelegt worden. Dazu gehören:
    - mehrsprachiger Quick Installation Guide
    - das eigentliche Benutzerhandbuch in Englisch, für weitere Sprachen lässt sich dies auch auf der Website problemlos downloaden
    - 2 x SATA-Kabel, wovon eines davon den 90-Grad abgewinkelten Stecker besitzt
    - 1 x JRGB Y-Kabel
    - 1 x JCORSAIR RGB-Kabel
    - 1 x JRAINBOW RGB-Kabel
    - 3 x M.2 Befestigungsschrauben, sowie den passenden Abstandshaltern
    - 16 GB USB-Stick mit den bekannten MSI Treibern und Tools für die Erstinstallation, was ich sehr genial finde, da dieser nun die bereits längst aus der Mode gekommenen Cds endgültig ersetzen soll
    - MSI-Schraubendreher-Set für Kreuz- und Schlitzschrauben, lässt sich auch wunderbar an einem Schlüsselbund befestigen
    - Bürste mit weichen und harten Borsten zum sanften Reinigen von Staubverschmutzungen im System
    - farbige Aufkleber für Kabelbeschriftung, Batterie etc. und dem MSI-Drachenlogo
    - Produktregistrierungskarte
    - Werbungsproschüre von MSI-Komponenten, sowie dem MSI Shout Out und dem Reward Programm

    Design:
    Das Gaming Force kommt auf einer schwarzgehaltenen ATX-Platine, welche sich somit hervorragend in jedes System integrieren lässt. Die Kühlkörper und M.2 Shield-Frozr sind in einem eleganten Violett-Ton gehalten, wobei die M.2-Frozrabdeckungen noch mit gelben Verzierungen versehen wurden, welche an eine Art Equalizer erinnern. Die Farbwahl spricht mich optisch sehr an, da dieses Farbzusammenspiel sehr harmoniert und ein gewagter aber auch gelungener Schritt von MSI war. Die Kühlkörper für die Spannungswandler sind ebenfalls sehr chick und auffallenden voluminös, auch hier wurde das Aussehen eines Equalizers nachempfunden. Das Komplettbild dieses Boards ist somit sehr stimmig und macht einen leicht aggressiven Eindruck. Alle Steckplätze sind schwarz gestaltet und fallen somit wenig auf. Auf der I/O-Abdeckung ziert der MSI Drache, welcher sich außerdem noch über das Mystic Light von MSI in den bekannten RGB-Farben und Leuchteffekten in Szene setzen lässt. Auf der PCH-Kühlerabdeckung wurde das Wort „Force“ aufgegriffen und kann ebenfalls in den zahlreichen Farben beleuchtet werden, des Weiteren scheint aus der PCH-Abdeckung noch eine indirekte Beleuchtung hervor, welche auch bereits aus der Z490er Serie bekannt sein sollte, diese aber wiederum das optische Gesamtbild gelungen abrundet.

    Ausstattung und Leistungsmerkmale:
    Neu on Board ist wie bekannt der Intel Z590er Chipsatz, sowie die Lightning Gen 4 Konnektivität, sodass PCI-E und M.2 mit einer Bandbreite von 64Gb/s arbeiten können, bedauerlicherweise ist dieses Privileg der Gen4 x4 M.2 nur der 11. Intelprozessorgeneration vorenthalten. Das Gaming Force besitzt 16 + 1 + 1 Phasen und stellt somit für das Übertakten der CPU ausreichend Leistung zur Verfügung. Das 16 x Duet-Rail Leistungssystem muss dann dementsprechend mit einer 2 x 8-Pin-Stromversorgung bedient werden. Neben der bekannten 24 poligen ATX Stromversorgung benötigt das Board noch eine weitere 6-Pin Stromversorgung für PCI-E Module, welcher die Versorgung der Grafikkarte verstärkt und darauf folgen lässt, dass dieses Board somit auch genug Platz für weiter PCI-E Module bietet. Es ist ein PCIe 4.0 x 16 Slot, zwei PCIe 3.0 x 1 Slots, ein PCIe 4.0 x 8 Slot und zuletzt ein PCIe 3.0 x 4 darauf zu finden. Durch den PCI-E Steel-Armor an den 4.0 x 16 und dem 4.0 x 8 Slot wird das Mainboard und die Grafikkarte durch Biegeschäden sowie EMI geschützt. Es lassen sich bis zu vier Arbeitsspeicher-DIMMs im Dual Channel mit DDR4-5200 aufstecken. Der ALC4080 Audio-Prozessor mit seinen hochwertigen Audiokondensatoren hat mich sehr mit seiner hervorragenden Klangleistung überzeugt. Für RGB-freudige Gamer bietet das Board zahlreiche Anschlussmöglichkeiten in Form von JRGB, JRAINBOW und JCORSAIR Anschlüssen und zusätzlich gibt es einen LED-Switch auf dem Mainboard mit welchem sich die Beleuchtung einfach an- und ausschalten lässt. Des Weiteren befindet sich auf dem Board in der rechten oberen Ecke noch eine zweistellige digitale Anzeige, welche dem Nutzer in Form von Zahlencodes mögliche Probleme mitteilen soll und im Betrieb wird die gegenwärtige CPU-Temperatur klar und in weiß-beleuchteter Schrift aufgezeigt. Darunter sind ebenfalls noch die bekannten Status-LED-Lämpchen zu finden, welche aber nur im Problemfall aufleuchten. Es können bis zu 6 x SATA 6Gb/s für Speichermedien angebunden werden, aber in Verbindung mit M.2 Speichermodulen muss hier auf die Belegung geachtet werden. Für M.2 Speichermedien bietet das Board drei Anschlussmöglichkeiten, wobei hier aber ein Steckplatz nur für den Gen4 der 11. Intelgeneration vorgesehen ist. Ebenfalls unterstütz das Board die Intel Optane Technologie, welche die Leistung einer SSD auch nun für HHDs zur Verfügung stellen soll. Für Gehäuseanschlüsse bzgl. USB-Ports lassen sich auf dem Gaming Force zwei USB 2.0, einen USB 3.2 Gen 1, sowie einen USB 3.2 Gen 2 Type-C Anschlüsse darauf zu finden. Außerdem gibt es noch einen Anschluss für eine Add-On Thunderbolt I/O-Karte.
    Das Rear I/O Panel bietet Platz für weitere USB-Ports, darunter befinden sich vier USB 2.0, zwei USB 3.2 5Gb/s, drei USB 3.2 Gen 2 mit 10 Gb/s und einen USB 3.2 Type-C. Da bei dieser Ausführung auf das Wi-Fi verzichtet wurde, lässt es sich mit dem Internet mit der bis zu 2,5 Gb/s schnellen Ethernet LAN-Schnittstelle verbinden. Für verschiedene Audioanwendungen gibt es auf dem Rear I/O Panel die fünf verschiedenen Audioports, sowie dem optischen S/PDIF-Out Anschluss. Für Bildanzeige sind jeweils ein HDMI- und Displayportanschluss hinterlegt, aber natürlich nur wenn der Prozesser über eine interne Grafikeinheit verfügt. Wie man es von oberklassigen Boards bereits gewohnt ist, besitzt das Gaming Force nun auch einen Bios-Flash-Button, mit welchem sich auf einfachsten Wege das Bios updaten lässt. Hierzu ist einer der USB-Ports zum Flashen des Bios vorgesehen. Das Gaming Force ist mit dem aktuellen MSI Click Bios 5 mit grafischer Benutzeroberfläche ausgestattet. Hierbei steht neben dem EZ-Modus für Informationen und Grundeinstellungen auch der Erweiterte-Modus zum Übertakten von Hardwarekomponenten zur Verfügung.

    Verarbeitung:
    Das ca. 1,3 kg stabile Gaming Force Z590 Board macht auf mich einen sehr sauberen und qualitativ hochwertigen Eindruck. Wie oben bereits erwähnt, sieht das Gesamtbild des Gaming Force sehr stimmig aus, was sich auch auf die Verarbeitung der einzelnen Anschlüsse und Komponenten wiederspiegelt. MSI gab mir keinen Grund daran zu zweifeln, da alle Anbauteile wie z.B. Kondensatoren und Steckanschlüsse fest sitzen und die Pinanschlüsse gerade sitzen und somit nicht verbogen sind. Die Lötstellen sehen sehr sauber aus, sodass man sich zumindest nach einer optischen Sichtung überhaupt keine Sorgen machen muss, dass es im Laufe der Zeit zu Defekten aufgrund von schlechter Verarbeitung kommen könnte. Die voluminösen Kühlkörper auf der Spannungsversorgung halten die Temperaturen auch bei aggressivem Übertakten auf einem normalen Temperaturlevel, da unter dem massiven Kühlköper für die Spannungswandler neben Mosfet-Thermalpads auch noch auf eine Heatpipe zurückgegriffen wird, sodass extreme thermische Probleme weitestgehend eliminiert sein sollten. Die hochwertige Leiterplatte mit 6 Schichten und verstärktem Kupfer sorgen für eine ausgeprägte Leistung, welche in anspruchsvollen Anwendungen überzeugt.

    Montage und Inbetriebnahme:
    Das ATX-Board birgt den LGA 1200 Sockel für Intel in sich. Die Montage in das System gestalte sich nur an einem Punkt als unangenehm. Das Anbringen der 2 x 8 Pin-Stromversorgung, sowie die Anschlussstecker für die CPU-Kühlung entpuppte sich als etwas schwierig, da das Platzangebot aufgrund der massiven Kühlkörper im eingebauten Zustand sehr eingeschränkt war. Alle weiteren Anschlüsse ließen sich problemlos anbringen, zumal die sehr gute Verarbeitung der Konnektoren und die gut leserliche Beschriftung auf der Leiterplatte für einen frustfreien Zusammenbau sorgte, sodass bei erfahrenen Usern auch auf das Handbuch verzichtet werden kann, da alles weitestgehend selbsterklärend ist. Bei Unklarheiten lässt das ausführlich beschriebene Handbuch natürlich keine Fragen offen. Vorsicht ist beim Anbringen der M.2 Speichermedien geboten, falls kein Intelprozessor der 11. Generation vorliegt, muss der erste M.2 Steckplatz freigelassen werden, da das System das Speichermedium sonst nicht erkennt. Des Weiteren fand ich das Platzangebot um den Prozessor als eng bemessen, da hier wie in meinem Fall, die Arbeitsspeicherriegel mit dem Schlauchgelenk der AIO-Wasserkühlung von Enermax nah aufeinander sitzen, bzw. hier bereits Kontakt besteht. Für grundlegende Einstellungen im Bios findet man sich sehr schnell zurecht. Das Arbeiten in diesem Bereich machte aufgrund seiner überschaubaren Anordnung sehr viel Spaß, da dies zumal grafisch dargestellt ist und der moderate OC-Modus für jedermann leicht vorgenommen werden kann, natürlich kann bei aggressiverem OC hier noch mehr ins Detail gegangen werden. Das Update auf eine neuere Biosversion ging aufgrund des vorgesehenen Bios-Flash-Buttons recht einfach, dieses ist außerdem zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt zu empfehlen, wenn Prozessoren älter als der 11. Generation verbaut werden. Die Treiber und Tools konnten über den USB-Stick fast problemlos installiert werden. Eine Ausnahme gab es aber mit dem auf dem USB-Stick befindlichen MSI Center, dieses lief bei mir nicht reibungslos und brachte die Anwendung ständig zum Absturz. Demnach kann ich hier nur empfehlen, dass diese Anwendung direkt auf MSI-Website heruntergeladen wird. Nach der Installation funktionierte auch dieses tadellos und es konnten nun die Einstellungen bzgl. dem Mystic Light vorgenommen werden, welches bis zu 16,8 Millionen Farben wiedergibt und 29 verschiedene Beleuchtungseffekte in sich birgt. Neben dem Mystic Light können noch zahlreiche andere Anwendungen ausgeführt werden, welche sich über das neue MSI Center spezifisch downloaden lassen. Das neue MSI Center ist im Vergleich zum MSI Dragon Center aber identisch aufgebaut, was Funktionen Messwerte anbelangt.

    Preis-/Leistungsverhältnis:
    Das MPG Gaming Force von MSI findet sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Bewertung in einer Preisklasse von ca. 300¤ wieder. Da MSI mit diesem Board den Mittelklassesektor ansprechen möchte, finde ich den Preis gegenwärtig für gerechtfertigt. Mit seinen 16 + 1 + 1 Spannungswandlern sorgt das Board für genügend Leistung, welche auch im OC-Modus konstant abgerufen werden kann. Die hochwertige Qualität und die sehr guten Kühleigenschaften sprechen auch für sich. Zumal diesem Board auch sehr viel Zubehör mit auf den Weg gegeben wird und genügend Potential in Form von PCI-E und M.2 Steckplätzen zur Verfügung gestellt wird.

    Fazit:
    Das Mainboard ist die optimale Lösung für Enthusiasten und professionelle Anwender, als auch RGB-freudige Anwender im mittelklassigen Preissektor. Das 16 + 1 + 1 Duet Rail Leistungssystem sorgt beim Übertakten für eine stabile und gleichmäßige Spannungsversorgung. Die darauf angebrachten voluminösen und sehr anschaubaren Kühlkörper halten die Temperaturen in Zaum. Bei aggressiven Übertakten steigen die Temperaturen zwar an, bleiben aber immer noch in einem recht guten akzeptablen Bereich. Die M.2 Frozr sind sehr ausgeprägt und halten die M.2 Speichermedien ausreichend kühl. Für RGB-Beleuchtung gibt es genug Spielraum und kann über das angebundene Mystic-Light von MSI einfach eingestellt werden, zumal das Programm für Zahlreiche und optisch sehr ansprechende Leuchteffekte sorgt. Die „On Board“ CPU- Temperatur- und Problemanzeige finde ich persönlich für sehr gelungen und ist demnach auch ein hilfreiches Gadget um mit einem schnellen Blick die aktuelle Temperatur abzulesen. Das markante Design des Z590 Gaming Force spricht mich optisch sehr an, welches auch auf jeden Fall ein „Eye Catcher“ in jedem anderem System sein wird. Leider gab es geringfügige Schwierigkeiten beim Zusammenbau rundum des massiven Spannungskühler, welches aber im Normalfall nur eine einmalige Geschichte bleibt. Das Zubehör ist sehr umfangreich und es wurden von MSI doch einige sehr tolle und nützliche Gimmicks beigefügt, unter anderem der 16 GB USB Stick und dem Reinigungspinsel. Der Leistungsstarke Soundchip überzeugte mich sehr in Klang und Ton, zumal dieser sehr prunkvoll sämtliche Szenarien wiedergibt und Störfaktoren wie De-Pop und Rauschentwicklung gekonnt zurückhält. Im Cinebench R23 erreichte das System mit einem I9-10850K einen recht akzeptablen Wert im Multi Core von 16132 Punkten und im Single Core erreichte das Testsystem 1322 Punkte. Da hier im moderaten OC Modus gemessen wurde, sorgte das Gaming Force für eine sehr gute und gleichbleibend konstante Spannungsversorgung, sodass auch der knapp 60 minütige Stress-Test problemlos durchgelaufen ist. Wer hier aber von einem Z490 aufrüsten möchte, wird hier in Punkto Mehrleistung kaum eine Besserung erfahren, da sich dieses von seinem Vorgänger nur geringfügig bis gar nicht bemerkbar macht. Einzig und alleine ist der Mehrnutzen mit einer CPU aus Intels 11. Generation, welche die schnellere M.2-Anbindung in vollen Zügen ausnutzen kann. Die Optane Technologie finde ich ebenfalls für sehr gelungen, da hier nun auch HDDs einen gewissen Leistungsschub erfahren dürfen. Wer sich für das eindrucksvolle MSI MPG Gaming Force entscheidet, hat somit viel Spielraum für Übertaktung und macht mit Sicherheit den Schritt in die richtige Richtung um zukunftsträchtige Hardware Platz zu bieten, speziell Intels neue Flaggschiffe. Aus allen oben genannten Punkten, welche mich sehr positiv eingestimmt haben und ich dank Mindfactory ausgiebige Tests durchführen konnte, kann ich hier der gesamten Mindfactory-Community eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

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    Kommentar


    • #3
      Guten Tag, liebe Mindfactory-Community,

      Im Rahmen einer TestersKeepers-Aktion von Mindfactory wurde ich auserwählt, das MSI MPG Z590 Gaming Force Motherboard zu testen und zu bewerten. Ich hoffe, dass ich und meine Mittester euch einen groben Überblick über das Produkt bieten können und die Kaufentscheidung erleichtern.
      Nachdem ich das Produkt nun etwa eine Woche im Gebrauch habe, kann ich einiges über dessen Leistung und Design berichten. Ich werde es dabei des Öfteren mit dem ASUS ROG Strix Z590-F vergleichen, da ich mit diesem vertraut bin und es in der gleichen Preisklasse für ein Z590 Motherboard liegt.
      Auf den Packungsinhalt wird in einem separaten Unboxing-Video eingegangen.

      ->Design<-
      Angefangen mit dem Design, welches für viele Käufer, gerade mit Temperglasgehäuse, ein großes Kaufargument darstellen wird.
      MSI hat bei dem MPG Z590 Gaming Force auf ein schnittiges Design gesetzt, das mit scharfkantigen Kühlkörpern und einem dunklen, fast lilafarbenen Akzent aus der Masse hervorsticht.
      Die M.2 Erweiterungsslots sind ebenfalls mit Kühlkörpern aus Aluminium überdeckt, die im gleichen Design gehalten sind. Die Anordnung ist dabei etwas asymmetrischer als zum Beispiel beim ASUS ROG Strix Z590-F, einem direkten Konkurrenten, was ebenfalls eine nette Abwechslung ist, zusammen mit dem MSI-Drachen, der auf der I/O-Abdeckung abgebildet ist und auch als RGB-Beleuchtung dient. Dazu später mehr.
      Die Platine selbst ist, wie für die meisten ATX-Motherboards heutzutage üblich, schlicht schwarz und gliedert sich dadurch in die meisten Konfigurationen problemlos ein.
      Was für die Preisklasse meiner Meinung nach Besonders ist, ist die POST-Code-Anzeige in der oberen rechten Ecke des Boards, welche aus zwei weiß beleuchteten Ziffern besteht. Hierdurch können Fehler im Boot schnell identifiziert werden. Während des normalen Betriebs fungiert diese Anzeige als Temperaturanzeige der CPU, was ich persönlich sehr gut finde und vom ASUS Z590-F nicht gewohnt bin.
      Die Verarbeitung des Boards ist ebenfalls erstklassig. Es stehen keine scharfen Kanten oder ähnliches ab und alle Schrauben lassen sich butterweich festziehen, besonders die der M.2-Abdeckungen.
      Was mir an den M.2-Slots ebenfalls sehr gefällt, sind die Kühlpads, die unter den Kühlkörpern angebracht sind und die Spacer, welche die M.2-SSD parallel zum Board stehen lassen und somit der Kühlkörper gleichmäßig aufliegt. Zu der Kühlleistung kann ich jedoch nicht viel sagen, da ich lediglich eine Samsung 960 Evo verbaut habe, welche auch ohne Kühlung auskommt.

      ->Funktionen und Kompatibilität<-
      Das Board bietet neben dem Z590er Chipsatz auch andere Premium-Features wie PCI-Express 4.0, welches unter anderem auch den Gebrauch von M.2 SSDs mit maximaler Geschwindigkeit (momentan ca. 7.200 MB/s read) zulässt.
      Es sind insgesamt drei M.2 Slots vorhanden, wobei der obere der mit PCI-E Gen.4 Unterstützung ist. Alle Slots werden von einem Aluminium Kühlkörper überdeckt, welcher durch die bereits erwähnten Mosfet Thermal Kühlpads die Oberfläche der darunterliegenden Hardware gleichmäßig bedeckt und kühlt.
      Käufer eines Z590er Chipsatzes legen sehr wahrscheinlich viel Wert auf Overclocking, weshalb das Board über 720 Watt Dual 8-Pin CPU-Power verfügt, was bei der 11. Generation Intel Prozessoren sicherlich hilfreich sein wird.
      Mit einem 10700k konnte durch OC im MSI UEFI-BIOS sehr leicht 5.1 GHz erreicht werden bei etwa 1.36 Volt. Leider lässt mein Chip mehr nicht zu, ich bin mir allerdings sicher, dass man noch weiter gehen könnte.
      Beim Thema Arbeitsspeicher ermöglicht MSI mit dem Gaming Force die wirklich obere Grenze der Performance, indem durch OC DIMMs mit bis zu 5200 MHz kompatibel sind. Das Overclocking ist auch hier durch das sehr benutzerfreundliche UEFI-BIOS möglich, sowie diverse X.M.P-Profile.
      Das Board verfügt zudem über Front-Panel USB-C und USB 3.2, welches über einen Port Übertragungsraten von bis zu 20 Gb/s ermöglicht und so für externe SSDs oder für den unwahrscheinlichen Gebrauch einer eGPU sehr nützlich ist.
      Was mir persönlich sehr gefällt, ist die breite Kompatibilität mit diversen RGB-Systemen. Es liegen dafür Kabel bei, welche die Integration von RGB-Hardware vereinfachen. Ich konnte hierdurch meine Corsair-Hardware mit RGB einfach verkabeln.
      Ein weiterer Punkt, der mir positiv aufgefallen ist und für viele wahrscheinlich banal scheint, ist die integrierte Soundkarte. Ich hatte bei meinen alten ASUS Boards immer eine Statik bei hohen Lautstärken und sogar teilweise ein Brummen auf dem linken Kanal, welches nach dem Wechsel aufgehört hat. Außerdem ist ein SPDIF-Output an der Rückseite vorhanden, falls man HiFi-Equipment mit seinem PC verbinden will.

      ->Installation<-
      Das Motherboard ist im ATX-Format und kann deshalb in Midi- und Big-Towern eingebaut werden. Dabei zu berücksichtigen ist jedoch, dass weder Schrauben noch Standoffs mit dem Board mitgeliefert werden. Bei vielen Gehäusen sind diese Schrauben auch vorinstalliert, jedoch sollte man hierauf achten, wenn man hiermit sein erstes System zusammenstellt.
      Die Positionierung der Stecker ist wie fast jedes andere Board auch. Der ATX-Stecker befindet sich rechts, die USB-Stecker unten, abgesehen von dem Front-Typ-C, welcher ebenfalls rechts ist. Hier hat sich mir die Frage ergeben, warum man nicht auch den Front-USB-Anschluss auf die rechte Seite gemacht hat, da sich unten bei vielen Systemen Komplikationen mit der Gehäuselüftung ergeben (Intake unten)?
      Abgesehen davon ist die Installation wie immer. Man beachte jedoch, dass die I/O-Blende vormontiert ist und nicht durch beispielsweise eine weiße (zumindest nicht nach meinem Wissen) ausgetauscht werden kann.

      ->RGB-Beleuchtung<-
      Bei der RGB-Beleuchtung des Mainboards bin ich etwas zwiegespalten. Was ich gut finde ist, dass selbst wenn diese ausgeschaltet ist, der MSI-Drache farblich hervorgehoben ist sowie die stilistischen Elemente auf den Kühlkörpern, da diese semi-transparent zu sein scheinen.
      Der Farbverlauf ist sehr geschmeidig und gesättigt. Es gibt zwei LED-Zonen auf dem Board, wie auf den Bildern zu erkennen ist. Eine davon ist, wie üblich, auf der I/O-Blende und eine unten rechts auf der M.2-Abdeckung, letztere ist jedoch vergleichsweise klein.
      Es gibt viele RGB-Profile, die man auswählen kann. Jedoch kann man auch seine eigenen Profile erstellen.
      Was ich auch sehr praktisch finde ist, dass die RGB-Beleuchtung einen physischen Schalter auf dem Board hat, mit der alle RGB-Geräte (sofern an den vorgesehenen Anschlüssen angeschlossen) ein- und ausgeschaltet werden können.
      Kommen wir nun zu den eher negativen Aspekten (zumindest für mich).
      Ich benutze in meinem System eine Corsair iCUE H150i Elite Capellix Wasserkühlung, welche eine sehr helle RGB-Beleuchtung besitzt. Als ich das Board das erste Mal gestartet habe, dachte ich die Beleuchtung wäre ausgeschaltet, dabei war diese nur zu dunkel, um sie zu erkennen. Wenn man die Helligkeiten der Hardware aufeinander abstimmt, geht es eigentlich, aber man will ja gegebenenfalls die Beleuchtung so hell wie möglich einstellen, was mit dem Board-RGB einfach keine Option ist.
      Des Weiteren ist die Softwarepolitik von MSI eine reine Katastrophe. Es gibt einfach zu viele Treiber für unterschiedliche Geräte. Bei dem Board liegt ein USB-Stick mit allen Treibern bei, jedoch wurde beim RGB-Treiber das Board nicht erkannt. Erst als ich die Version von der MSI-Website geladen habe, hat alles funktioniert. Jedoch hatte ich auch hier erst Dragon Center heruntergeladen, welches nicht mit dem Board kompatibel ist, stattdessen musste ich MSI-Center laden.
      Die Software funktioniert zwar wie sie soll, jedoch ist sie sehr zäh zu bedienen. Es gibt keine Live-Vorschau und manchmal habe ich das Gefühl gehabt, dass meine Einstellungen nicht übernommen wurden? Es war mir zum Beispiel nicht möglich, die Beleuchtung auf „weiß“ zu stellen, was mich bei meinem sonst weißen System echt gestört hat. Man muss außerdem jede LED einzeln einstellen, anstatt wie bei Corsair iCUE oder Razer Synapse einfach mit der Maus eine Mehrfachauswahl zu tätigen. Das sollte einen aber nicht vom Kauf dieses Boards abhalten, da es durch Softwareupdates gefixt werden kann.

      Fazit:
      Das MSI MPG Z590 Gaming Force Motherboard ist ein gutes Motherboard im mittleren Preissegment und bietet alle Features, um moderne Hardware ohne Bottleneck betreiben zu können.
      Die OC-Fähigkeit des Mainboards ist sehr gut und es werden RAM-Geschwindigkeiten von 5200 MHz unterstützt. Das UEFI-BIOS macht das OC zu einem stressfreien Erlebnis.
      Das industrielle Design überzeugt mit einer einmaligen Farbgebung und vielen Kühlkörpern. Hierbei ist die technische Umsetzung der RGB-Beleuchtung gut, auch wenn diese ziemlich dunkel ausfällt. Die Software ist zwar ausbaufähig, aber wird wahrscheinlich nur selten benutzt, wenn man seine Profile einmal festgelegt hat.
      Ich hoffe, ich und meine Mittester konnten mit der Rezension einige Fragen klären, die nicht aus der Produktbeschreibung hervorgehen und bedanke mich an dieser Stelle bei Mindfactory für die Bereitstellung des Mainboards.


      RGB.jpgSetup.jpgM.2 Slots.jpgBoard.jpg

      Kommentar


      • #4
        Das MPG Z590 GAMING FORCE im Test | Testers Keepers

        Erstmal danke an Mindfactory und MSI für die Bereitstellung des Boards zum Testen!


        MPG Z590 GAMING FORCE Test



        Einleitung

        Das MPG Z590 GAMING FORCE ist ein Mainboard aus MSI’s oberer Mittelklasse, der MPG-Serie. Es ist deutlich preiswerter als die MEG-Serie mit dem ACE und dem GODLIKE, trotzdem mangelt es ihm aber nicht an umfangreichen Features. Unterhalb der MPG-Serie - also bei den Serien MAG und PRO - muss man wiederum Kompromisse bei der Ausstattung eingehen. Somit könnte man das MPG Z590 GAMING FORCE als „goldene Mitte“ im MSI-Sortiment einordnen. Ich werde nun mal schauen, ob dieser Titel gerechtfertigt ist.




        Ersteindruck MSI MPG Z590 GAMING FORCE




        Der Ersteindruck fällt positiv aus: Das Design ist einem Equalizer einer Retro-Stereoanlage angelehnt, mit einem diagonal verlaufenden Balkendesign, welches sich über alle Kühlkörper zieht. Dazu kommt der bekannte MSI-Drache auf der Abdeckung der Anschlüsse links oben. Die Farbwahl mit dem Lila ist etwas verspielter als beim Schwestermodell GAMING CARBON WIFI, aber ist auch mal was Neues als die immer gleichen grauen/schwarzen Boards.

        Die Kühlkörper der CPU-Spannungswandler gefallen mir nicht nur optisch, sondern auch funktionell. Hier hat MSI einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, denn die Kühleroberfläche ist gegenüber den Vorgängermodellen mit Z390 und Z490 durch die vielen einzelnen Finnen deutlich vergrößert worden.




        Die Verarbeitung ist einwandfrei. Die Spannnungswandler-Kühler sind beispielsweise sehr sicher mit dem Board verschraubt und haben keinerlei Spiel, zudem sind sie über eine Heatpipe miteinander verbunden. Die hintere Anschlussblende ist komplett integriert. Alle empfindlichen Oberflächen sind mit Schutzfolien versehen.




        Löblich ist, dass alle M.2-SSD-Slots einen Kühlkörper namens „M.2 Shield Frozr“ aufweisen. Mein altes Z390 ACE, obwohl aus der höheren MEG-Serie, hatte nur für eine einzige M.2-SSD einen Kühlkörper.




        Auch die Debug-Code-LED, eine nützliche zweistellige Segmentanzeige, ist nun schon auf dem MPG Z590 GAMING FORCE vorhanden und nicht mehr höheren Modellserien vorbehalten.




        Das Drachenlogo oben links und der Chipsatz-Kühler unten rechts weisen einen netten RGB-Leuchteffekt auf, der sich bei Bedarf per Schalter auf dem Board auch komplett deaktivieren lässt.

        Dank der acht auf dem Board verteilten und voll geregelten Lüfteranschlüsse bleiben für die Kühlung wirklich keine Wünsche offen. Auch Wasserpumpen werden unterstützt (PUMP-Anschluss).




        Das einzige Manko ist, dass es nur noch einen USB 3.2 Gen1 (also USB 3.0)-Pfostenstecker sowie nur einen internen USB-C-Anschluss auf dem Board gibt. Einige Vorgängerboards wie mein bisheriges Z390 ACE brachten je zwei Anschlüsse mit. Fairerweise muss man sagen, dass auch die Konkurrenz bei den aktuellen Boards die zweiten Anschlüsse weitgehend weglässt.

        Bei der Audio-Sektion wird auf den neuesten Realtek ALC4080-Chip mit speziellen Audio-Kondensatoren gesetzt.




        Die hintere Anschlussblende ist optimal bestückt: Satte zehn USB-Ports (davon einer USB-C), DisplayPort- und HDMI-Ausgang, dazu 2.5 Gbit LAN von Intel und Audioanschlüsse samt Digitalausgang, besser geht es fast nicht.





        Hier das Unboxing-Video: https://www.youtube.com/watch?v=xupx9C1l870


        Die Montage ging ohne Probleme vonstatten. Zuerst habe ich – noch außerhalb des Gehäuses - einen Intel Core i5-11500 in den Sockel eingesetzt, dann eine dünne Linie an Noctua-Wärmeleitpaste auf die CPU gegeben, bevor der Kühler Noctua NH-U12P draufkam. Den Lüfter habe ich direkt angeschlossen, später im Gehäuse kann es eng zugehen. Als RAM kommen vorerst 2x 8 GB DDR4-3200 „Kingston HyperX Fury“ zum Einsatz. Man sollte bei zwei Speicherriegeln immer in den zweiten und vierten Slot von links einsetzen, wie es auch im Handbuch beschrieben ist. Zwei Speicherriegel sind übrigens immer besser, da die Speichersockel ein "Daisy Chain"-Layout haben, d.h., die Slots sind paarweise hintereinandergeschaltet. Setzt man ein drittes und viertes Modul hinzu, verschlechtern sich die elektrischen Eigenschaften etwas, und man muss ggf. die RAM-Spannung anheben oder dergleichen. Das ist aber bei fast allen modernen Boards so.

        Auch eine M.2-SSD kann man nun schon installieren. Bei mir kommt eine Samsung 980 Pro OEM zum Einsatz, zu Testzwecken wird Windows aber erstmal auf einer SATA-SSD installiert. Auch der CPU-Kühler wird später noch ein anderer. Ich wollte erstmal die Temperaturen mit einem Kühler sehen, der dem gehobenen Durchschnitt enspricht (statt absolutem High-End).





        Einbau

        Das Board ins Gehäuse einzusetzen ist dank der vormontierten Anschlussblende ein Kinderspiel. Die Blende passt haargenau in die Aussparung des Gehäuses. Vorher sollte man noch schauen, dass man nur die neun Abstandshalter im Gehäuse hat, die auch mit den neun Schraubenlöchern des Boards korrespondieren. Auf der Board-Rückseite gibt es extra weiß markierte Punkte, wo keinesfalls ein Abstandshalter sein darf. Das Netzteil sollte am besten schon vorher im Gehäuse sitzen.

        Nun Stromkabel vom Netzteil sowie Frontpanel-Kabel und Gehäuselüfter anschließen, weitere Hardware einbauen, und es kann losgehen.





        Technik

        Die deutlichste Verbesserung bei den Z590-Boards von MSI zeigt sich bei den CPU-Spannungswandlern, dem VRM (Voltage Regulator Module). Ein VRM ist aufgeteilt in eine gewisse Anzahl an Phasen, die die CPU mit möglichst stabiler Spannung versorgen. Je mehr Phasen und je hochwertiger die Komponenten jeder Phase, desto besser kann das VRM auf den Strombedarf der CPU reagieren.

        Bei meinem vorigen Board, dem MEG Z390 ACE, gab es zwar schon mehr als genug Phasen für die CPU, jedoch wurden noch zwei getrennte Komponenten pro Phase eingesetzt, sogenannte Hi- und Lo-MOSFETs. Dies führt mit den leistungsstärksten CPUs durch erhöhte Schaltverluste der separaten MOSFETs zu entsprechender Wärmeentwicklung im VRM.

        Mittlerweile setzt MSI auf hochwertigere Powerstages, die beide MOSFETs samt Steuerungslogik in einem Bauteil integrieren. Dadurch können die Schaltverluste minimiert werden und die Effizienz steigt deutlich an. Sprich, weniger Stromverbrauch und geringere Wärmeentwicklung.

        Beim MPG Z590 GAMING FORCE kommen für die CPU-Spannungsversorgung satte 16 "Smart Powerstages" von Renesas mit je 75 Ampere zum Einsatz, aufgebaut als acht echte Phasen mit je zwei Powerstages im Parallelbetrieb.

        Man darf diese 75A zwar nun auch nicht einfach mit 16 multiplizieren und 1200A Spitzenleistung für das VRM ausweisen, denn so eine Spitzenleistung ist im Praxisbetrieb eines VRM nicht abrufbar. Es geht dabei vielmehr um die Effizienz. Die 75A weisen darauf hin, dass hier ins teure Regal gegriffen wurde, denn auch die höheren Boards der MEG-Serie stocken nur noch auf 90A-Powerstages auf, die von der Effizienz her erfahrungsgemäß vergleichbar sind.

        Gegenüber günstigeren "DrMOS"-Powerstages, die MSI bei den Boards der MAG- und PRO-Serien einsetzt, haben Smart Powerstages den weiteren Vorteil, dass sie Sensoren für die Stromstärke und Temperatur beinhalten und nicht auf ungenauere externe Schaltkreise angewiesen sind. Somit können sie jederzeit sehr exakt auf die ja enorm sprunghafte Leistungsaufnahme der CPU reagieren. Zudem bringen sie bereits mehrere Schutzschaltungen mit, die bei DrMOS-Powerstages und separaten MOSFETs auch extern realisiert werden müssen.

        Wir haben hier also eine hochqualitative VRM-Sektion, die bei der Vorgängergeneration in Aufbau und Güte noch dem teuren MEG Z490 ACE vorbehalten war, und davor sogar nur dem extrem teuren MEG Z390 GODLIKE. Hier ist also eine deutliche Aufwertung gegeben, die natürlich auch dem Stromhunger der Top-CPU 11900K geschuldet ist. In Summe kann man sich jedenfalls sicher sein, dass das MPG Z590 GAMING FORCE allen CPU-Modellen - inklusive dem 11900K - problemlos gewachsen ist.




        Bei der CPU-Stromversorgung sind zwei 8-pin EPS12V-Anschlüsse vorgesehen. Entwarnung, falls das Netzteil lediglich einen 8-pin EPS-Stecker mitbringt: Nur das eine gesteckte Kabel am "CPU_PWR1"-Anschluss links ist Pflicht, der "CPU_PWR2"-Anschluss ist optional. Bereits der erste Anschluss kann über 300 Watt liefern und ist somit für die meisten CPUs mehr als ausreichend. Hat man zwei EPS12V-Kabel am Netzteil, schließt man natürlich auch beide an. Dies verdoppelt quasi den Kabelquerschnitt, damit können sich dann auch mit einem 11900K unter Prime95-Dauervolllast weder Kabel noch Stecker groß erwärmen.






        Nach dem ersten Einschalten habe ich einen Speichertest (Memtest86) durchlaufen lassen, um eine Grundstabilität zu gewährleisten, er lief direkt ohne Fehler durch. Dann habe das BIOS auf die aktuelle Version vom 1. April aktualisiert, die zwei Tage nach dem Launch der Rocket-Lake-CPUs nachgereicht wurde.

        Die Updates erhält man hier: https://www.msi.com/Motherboard/supp...0-GAMING-FORCE

        Das aktuelle BIOS enthält wichtige neue Intel-Microcodes, die das Verhalten der CPUs optimieren. Bevor man also das Betriebssystem installiert, sollte man auf das neuste BIOS aktualisieren. Dies ist schnell erledigt.

        Beim ersten BIOS-Aufruf ist man erstmal erst im "EZ Mode", wo alles recht simpel gehalten ist. Die Taste F7 schaltet in die erweiterte Ansicht mit allen Optionen. Nach der Auswahl von "M-Flash" startet das Board neu und man kann das aktuelle BIOS vom USB-Stick aufspielen. Dann geht man wieder ins BIOS und nimmt die Einstellungen vor. Hier im Video demonstriere ich den Updateprozess: https://www.youtube.com/watch?v=eay2VzKzg30

        Das BIOS ist übersichtlich und die einzelnen Punkte sind gut gruppiert. MSI haben ihr UEFI-Design vor einigen Jahren auf ein hohes Niveau gebracht und seitdem nur noch Details verfeinert. Ich finde, es ist im Vergleich zu ASRock, Gigabyte und ASUS das am logischsten aufgebaute BIOS. Das BIOS reagiert sehr flott, auch wenn man es mit der Maus bedient. Immer sehr nützlich ist auch die Anzeige aller vorgenommenen Änderungen vor dem Speichern.




        Sowohl 4-pin-PWM- als auch 3-pin-DC-Lüfter können vollumfänglich per Lüfterkurve geregelt werden, dabei kann man entweder die CPU-, System- oder MOS-(Spannungswandler)-Temperatur als Referenz nehmen.




        Auch eine Hysterese (griechisch: Nachwirkung) lässt sich einstellen, also dass die Lüfter z.B. bei schnell sinkender CPU-Temperatur nicht ruckartig runterdrehen, sondern langsam und stetig die Drehzahl reduzieren (z.B. in Ein-Sekunden-Intervallen statt 0,1 Sekunden). Die CPU-Temperatur kann sich sehr schnell ändern, aber das Gleiche muss dank Hysterese nicht für das Lüftergeräusch gelten.

        Weiter unten noch mehr zu den BIOS-Einstellungen. Aber jetzt erstmal weiter mit dem Test.




        Installation

        Windows 10 ist zügig installiert. Der 2.5Gb LAN-Chip Intel I225-V benötigt einen Treiber, den man aber auch nachher noch per USB-Stick installieren kann (positiver Nebeneffekt, man wird während der Installation nicht zu einem Microsoft-Account genötigt).

        Kommen wir zu einigen Leistungstests. Als Vergleichskandidat steht mein bisheriges System zur Verfügung, bestehend aus einem MSI Z390 ACE mit Core i5-9600KF. Ich habe einen i5-11500 als CPU für das MPG Z590 GAMING FORCE gewählt, weil er ähnliche Taktraten aufweist (4.6 GHz maximaler Turbo).

        Bei den Datenraten von Arbeitsspeicher und SSD ist alles wie erwartet. Die Geschwindigkeit des RAMs ist bei DDR4-3200 (die höchste offiziell unterstützte Taktrate) absolut im Soll.




        Eigentlich garantiert Intel den schnellen sogenannten "Gear 1"-Modus nur bis DDR4-2933 (bzw. mit dem 11900(K) auch bis DDR4-3200). Dies bedeutet, dass der Speichercontroller in der CPU den gleichen Takt wie der RAM fährt, was die beste Performance garantiert. In der Praxis kann der Speicher aber noch bis hin zu DDR4-3600 im Gear 1-Modus betrieben werden (auch wenn ich hier jetzt nur DDR4-3200 nutze).




        Oberhalb von DDR4-3600 muss hingegen ein Teiler aktiv werden (Gear 2), wodurch der Speichercontroller mit dem halben Takt des RAMs betrieben wird. In der Praxis bedeutet dies, dass sich - genau wie bei AMD - DDR4-3600 als optimale Konfiguration etabliert. Denn man müsste das RAM deutlich oberhalb DDR4-4000 betreiben, um im Gear 2-Modus irgendwann wieder eine bessere Leistung als bei DDR4-3600 Gear 1 zu erreichen.

        Übrigens: Das Z590 GAMING FORCE kann zu scharfe RAM-Einstellungen bei der Timing-Optimierung sehr gut wegstecken. Nach ein paar Startversuchen wird eine Mitteilung angezeigt, dass die Einstellungen nicht liefen, und man kann da weitermachen, wo man aufgehört hat. Dies hat MSI bei den Intel-Boards gut gelöst. Bei den AMD-Boards ist da teilweise ein "Clear CMOS" nötig (alle Einstellungen löschen), damit sich das Board wieder berappelt.



        Zur M.2-SSD: Das Z590 GAMING FORCE bindet eine NVME-SSD, die im oberen M.2-Slot steckt, direkt an die PCIe 4.0-Lanes einer Rocket Lake-CPU an. Dies habe ich natürlich direkt mit einer PCIe 4.0-fähigen SSD getestet, einer Samsung PM9A1 (das ist die OEM-Version einer Samsung 980 Pro).

        Verbaut man die SSD in den oberen Slot, muss man eines der Tütchen mit dem M.2-Schraubenset öffnen, dann erst das größere Teil des Sets in das Schraubenloch auf dem Mainboard schrauben, und danach erst die SSD einsetzen und festschrauben.




        Dann zieht man die Folie vom Wärmeleitpad des Kühlkörpers ab und verschraubt diesen über der SSD.

        Der SSD-Kühlkörper macht seine Sache übrigens gut und ist nicht nur ein Gimmick, die SSD-Temperatur bleibt niedriger. Erfreulicherweise schlägt sich der Einbau einer PCIe 4.0 M.2-SSD in den oberen Slot auch nicht in einer höheren Leistungsaufnahme des Systems wieder, zumindest nicht im Leerlauf.




        Die Geschwindigkeit geht dank PCIe 4.0 weit über das hinaus, was bisher bei Mainboards mit Intel-Chipsatz möglich war:





        Die CPU-Geschwindigkeit des i5-11500 hat gegenüber dem i5-9600KF, der ja auch ein Sechskerner war, deutlich zugelegt. Denn der i5-11500 verdoppelt seine sechs physischen Kerne dank Hyperthreading, und erstmals seit etlichen Jahren gibt es bei der Per-Core-Leistung (IPC) mit Rocket Lake deutliche Verbesserungen.

        Einem Cinebench R15-Resultat des i5-9600K von 1092 Punkten stehen nunmehr 1604 Punkte mit dem i5-11500 gegenüber (+46%), bei Cinebench R20 ging es von 2628 Punkten hoch auf 3960 Punkte (+50%). Auch sonstige Tests bescheinigen ähnlich starke Zugewinne. Beim integrierten WinRAR-Benchmark, wo auch die Geschwindigkeit der Plattform - sprich, Speicheranbindung etc. - mitbewertet wird, ging es von 10744 Punkten (i5-9600KF) auf 18356 Punkte hoch (i5-11500). Dies entspricht +70%, wohlgemerkt mit identischem Arbeitsspeicher (Kingston HyperX Fury DDR4-3200).

        Man sieht, also, die gesamte Plattform aus MSI-Mainboard und Intel-CPU konnte innerhalb zwei Generationen mehr als deutlich zulegen. Die Geschwindigkeit der Z590-Boards selber sollte bei identischer CPU immer auf vergleichbarem Niveau sein, die Unterschiede ergeben sich mehr aus der Ausstattung, den verwendeten Komponenten, und der sich daraus ergebenden Effizienz und Stabilität.

        Hier ist das Z590 GAMING FORCE gut aufgestellt, vor allem natürlich wegen der potenten CPU-Spannungswandler. Dazu kommen drei voll passivgekühlte M.2-Slots, viele USB-Anschlüsse an der integrierten I/O-Blende, "Flash BIOS Button" für das Updaten des BIOS auch ohne CPU/RAM bzw. im Fehlerfall, neuester Realtek ALC4080 Audio-Chip, mehrfarbige Diagnostic LED und Debug LED, umfangreiche Anschlussmöglichkeiten für RGB-Lüfter und RGB-Strips, ansprechende RGB-Beleuchtung auf dem Board selber, und mehr als genug Lüfteranschlüsse. Für die meisten Nutzer dürfte kein Wunsch offen bleiben.

        Ist das BIOS einmal konfiguriert, gibt sich das System bei der Stabilität wie erwartet keine Blöße und agiert immer souverän. Selbst wenn ich mit einem Stresstest-Tool wie Prime95 (Einstellung Small FFTs) die CPU-Leistungsaufnahme auf die Spitze treibe, bleibt das MSI völlig unbeeindruckt. Ich habe an den Spannungswandler-Kühlkörpern mit dem Infrarot-Thermometer nicht einmal 40°C gemessen, der MOSFET-Sensor des Boards zeigt dabei 43,5°C an, sitzt aber auch unter dem Kühlkörper. Das sind erfreulich niedrige Werte, die die Effizienz der CPU-Spannungswandler unterstreichen. Denn je effizienter die Spannungswandler, desto weniger Energie verpufft ungenutzt als Wärme. Wieder einmal wird klar, dass man für dieses Board einen 11900K im Hinterkopf hatte. Denn es verbleiben noch erhebliche Reserven für stärkere CPUs.




        LatencyMon bescheinigt die Fähigkeit zur Audiobearbeitung ohne Dropouts, die Latenzen lagen immer voll im grünen Bereich.

        Zum Schluss schauen wir uns noch die Leistungsaufnahme des Systems an. Testsystem: i5-11500, integrierte Grafik, 1x NVME-PCIe 4.0-SSD, 1x SATA-SSD, Noctua-CPU-Kühler, 1x Gehäuselüfter, be quiet! Netzteil (80 PLUS Silber), optimierte BIOS-Einstellungen (siehe Nachwort), Power Limits deaktiviert.

        Leistungsaufnahme im idle: ca. 23 Watt.
        Leistungsaufnahme bei voller Singlethread-Last (Cinebench R23 Single): ca. 50 Watt.
        Leistungsaufnahme bei voller Multithread-Last (Cinebench R23 Multi): ca. 118 Watt.
        Leistungsaufnahme bei maximaler AVX-Last (Prime95 Small FFTs): ca. 160 Watt.





        Fazit

        Mein "MPG Z590 GAMING FORCE"-Test zeigt, dass das Board von den Features und der CPU-Spannungsversorgung bereits auf High-End-Niveau agiert. Es ist gut dafür gerüstet, selbst die schnellsten 11000er CPUs problemlos zu betreiben, und dank der leistungsfähigen Kühllösung wird das Board eine dauerhaft hohe Belastung problemlos durchstehen.

        Der gehobene Preis ist angesichts der umfangreichen Ausstattung und besonders der hochwertigen CPU-Spannungswandlersektion als angemessen zu bezeichnen. Denn die dort eingesetzten Komponenten sind durchaus kostspielig, hier wurde also nicht der Sparstift angesetzt. Hat man ein Gehäuse mit Fenster, setzt das MPG Z590 GAMING FORCE zudem optisch nette Akzente und kann alle erdenklichen RGB-LED-Komponenten steuern.

        Die in der Einleitung vermutete "goldene Mitte" im MSI-Sortiment trifft voll und ganz zu. Oberhalb des GAMING FORCE wird es schnell teuer (ACE / GODLIKE), unterhalb büßt man Features ein und die Spannungswandler sind schwächer und weniger effizient.

        Ich hatte mich vorher intensiv mit allen MSI-Modellen beschäftigt und bin genau auf dieses Modell gestoßen, das alles mitbringt, was ich für wichtig erachte. Und all dies hat sich auch im Test bestätigt. Im MSI-Lineup halte ich es für das ideale Modell, um bedenkenlos alle neuen CPU-Modelle einsetzen zu können.

        Schaut man sich die Konkurrenz an, liegen von den Anschlüssen, der Ausstattung und den Features her vergleichbare Modelle auch im Preisbereich um die 300 Euro (ASUS ROG Strix Z590-A Gaming), teils sogar darüber (GIGABYTE Z590 AORUS Pro AX). Da das MPG Z590 GAMING FORCE ein gelungener Allrounder ist und ich das MSI-BIOS zudem von allen Herstellern für das Beste halte, macht man mit dieser Wahl absolut nichts verkehrt.


        01 Box.jpg02 Alles.jpg03 Board.jpg05 VRM.jpg10 M2.jpg13 IO.jpg07 Slots.jpg11 M2.jpg12 Audio.jpg04 Board.jpg




        Nachwort: Ausführungen zum BIOS

        Im BIOS stelle ich grundsätzlich Folgendes ein:
        Settings -> Advanced -> Power Management Setup ->
        ErP Ready: Enabled (für geringeren Verbrauch im ausgeschalteten Zustand)

        Advanced CPU Configuration ->
        C1E Support: Enabled
        Package C-State Limit: C10



        Die Segmentanzeige des Boards zeigt nach dem Einschalten beim Selbsttest (POST) diverse Codes, also quasi eine "Fortschrittsanzeige" an, die im Problemfall sehr nützlich ist. Sobald das Betriebssystem geladen ist, kann man dort die CPU-Temperatur ablesen. Mittlerweile kann man im BIOS auch auswählen, welche Temperatur angezeigt werden soll:




        Was das Übertakten angeht, so muss man konstatieren, dass Intel besonders bei den High-End-CPUs kaum noch Reserven liegenlässt. Auch die Kühlung läuft dort meist schon am Limit. Für wenige Prozentpunkte an Mehrleistung musste man nun einen unverhältnismäßig hohen Anstieg der Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung in Kauf nehmen. Man kann dies aber auch positiv sehen: Intel holt aus den CPUs mit den diversen Turbo-Modi das Maximum raus, was rauszuholen ist.


        Wer eine gute CPU-Kühlung hat, kann dies im BIOS auswählen:



        Damit werden die von Intel empfohlenen Power Limits (also Leistungsaufnahme-Beschränkungen) aufgehoben, und die CPU darf so hoch takten, wie die Turbo-Modi es wollen. Vorausgesetzt, die CPU-Temperatur ist nicht zu hoch. Weniger potente Kühler werden schnell Probleme bekommen, die Wärme wegzuschaffen. Die Limits können also Sinn machen.

        Mit teilweise oder ganz aufgehobenen Limits sieht es anders aus: Da die Turbo-Modi (besonders beim 11900K) dann recht forsch den Takt am Anschlag halten, hat man ganz ohne Overclocking schon annähernd die höchste Leistung, die sich mit der jeweiligen CPU (bei noch vernünftigen Spannungen) erreichen lässt. Und alles, was man dafür tun muss, ist die Limits zu deaktivieren und die CPU gut zu kühlen. Das ist vielleicht nicht mehr besonders effizient, weil Intel gerade bei den höheren CPU-Modellen an die Grenze des Machbaren gegangen ist, aber es wird immerhin auch nichts mehr an Leistung liegengelassen.

        Die Gehäusebelüftung stellt man am besten so ein, dass sie auf die CPU-Temperatur reagiert. Ab drei Gehäuselüftern kann man einen davon auch auf die Systemtemperatur reagieren lassen, bzw. wenn man vorne zwei und hinten einen Lüfter hat so wie ich, stellt man für den Hinteren die Kurve etwas steiler ein.

        Eine nützliche BIOS-Option, über die man im Netz nur wenige Informationen findet, ist "CPU Lite Load" im Menü "Advanced CPU Configuration". In diesem Video erkläre und teste ich die Funktion, und zeige die Einsparungen, die sich erreichen lassen: https://www.youtube.com/watch?v=x4lOGVIvPP8

        Zuletzt geändert von Mike501; 12.04.2021, 17:02.

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        • #5
          Man da hat sich aber wirklich jemand richtig Arbeit gemacht-ganz großes Lob!
          Ich muss ohnehin mal sagen dass sich das Niveau der Reviews deutlich verbessert hat, so etwas sticht dann allerdings trotzdem raus!
          Das Universum und die Dummheit der Menschheit sind unendlich ! Beim Universum bin ich mir jedoch nicht ganz sicher ! (Albert Einstein)
          "Ich selbst habe keine GTX970 aber falls NVidia die Rücknahme anbietet, würde ich sie zurückschicken" (PCGH-Umfrage)
          Danke für den Beweis !

          Daddel-Kiste
          Gehäuse: Phanteks Enthoo Primo Special Edition BO / NT: Seasonic Focus Platinum 550Watt
          MB: Gigabyte X570 Aorus Ultra / CPU: AMD Ryzen 7 3700X / RAM: 4x8GB G.Skill Flare X 3200 CL14
          Graka: EVGA GTX 1080 FTW / CPU-Kühler: BeQuiet Dark Rock Pro 3
          SSD: Crucial MX 500 1TB / Samsung Evo 840 250GB / 2xWD Blue 4TB
          Sound: Creative Soundblaster X-Fi Titanium HD / Lautsprecher: Logitech Z2300 2.1 THX

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          • #6
            Zitat von Matti38 Beitrag anzeigen
            Man da hat sich aber wirklich jemand richtig Arbeit gemacht-ganz großes Lob!
            Ich muss ohnehin mal sagen dass sich das Niveau der Reviews deutlich verbessert hat, so etwas sticht dann allerdings trotzdem raus!
            Danke für die lobenden Worte. Ich habe mich bemüht und habe auch einen gewissen Anspruch an mich selbst bei so einem Review. Mit 1000 Wörtern komm ich einfach nicht hin

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            • #7
              Sehr schönes Review @ Mike501 und endlich mal jemand, der auch die Spannungswerte mal mit überprüft.

              bzgl. deines Aida Memtest eine Frage: NB Clock schaut mir untertaktet aus. Hast du Turboboost inaktiv?



              2te frage: Hast du schon das neue Gear1/2 bugfree Boost Bios aufgespielt? Zuerst frei gegeben hatte das Gigabyte, Asus und ASRock sind vor ein paar Tagen nachgezogen, MSI dürfte das mittlerweile auch haben.
              Spiel dir das mal drauf und trimm dann mal den Ram. Bin mir sicher da geht noch was.

              Corsair 4000D white @ DeepCool Gammaxx L240 V2 (push/pull)

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              • #8
                Danke! NB Clock ist normal so bei MSI, steht auf Auto, hier zu sehen als Ring Ratio / Ring Frequency:



                Turbo usw. ist natürlich alles aktiv.

                Wenn ich dann nochmal meinen Cache & Memory Benchmark anschaue, sind die ganzen Geschwindigkeiten dort ja auch völlig normal.
                L1-L3 Cache wie er soll, Memory halt leicht weniger als bei dir, weil der von mir verwendete RAM schlechtere Latenzen hat (ist aber eh nur übergangsweise drin).





                Übrigens, heute kam ein neues BIOS für das MPG Z590 GAMING FORCE heraus, 7D06vA17 beta.
                Es wird vor allem das Problem behoben, dass auf den Audioausgängen zwischendurch plötzlich lautes Rauschen zu hören war (habe ich auf dem MSI-Forum von gelesen).
                Ich hab's direkt mal draufgemacht, bei mir läuft alles wie es soll.

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                • #9
                  Einleitung:..

                  Hallo und herzlich Willkommen zu meiner MSI Z590 Gaming Force Produktbewertung. Als einer von fünf auserwählten und glücklichen Testers Keepers Kandidaten möchte ich hier und heute exklusiv im Mindfactory Forum mein Unboxing und meine Review zum MSI Z590 Gaming Force präsentieren. Ein großer Dank geht an erster Stelle natürlich an die Mindfactory AG und MSI die das Ganze überhaupt ermöglicht haben. Danke auch für das entgegengebrachte Vertrauen.

                  Über MSI:..

                  Als eine weltweit führende Marke im Gaming-Bereich, setzt MSI die Messlatte in Sachen Design und Innovation der Gaming-Produkten stets höher. MSI ist langjähriger Sponsor weltweit agierender eSports-Teams und profitiert von einer engen Zusammenarbeit von professionellen Gamern und MSIs Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung. Dieses Teamwork zwischen Ingenieuren und Profis spielt eine wichtige Rolle in der Entstehung und Produktion eines jeden MSI Gaming-Produkts.

                  MSI setzt sich zum Ziel erstklassige Produkte für Top-Spieler zu entwickeln. Neben den Partnerschaften mit über 15 Profi-eSports-Teams weltweit, nimmt MSI auch aktiv an internationalen Gaming-Turnieren teil und richtet selbst das MSI MGA (Masters Gaming Arena) aus, ein weltweit renommiertes Gaming-Event. Die Qualität und Performance der MSI Gaming-Produkte beweist sich im Turnier-Einsatz, verhilft Profis die beste Leistung abzurufen und führt sie somit von einem zum nächsten Sieg in der globalen eSports-Szene.

                  Mehr als nur ein Pionier der Gaming-Marken, ist MSI ein Partner, dem die Kunden vertrauen können – sei es in der kompetitiven Gaming Szene, der Weiterentwicklung des digitalen Lifestyles oder im Geschäftsbereich.

                  Quelle: (de.MSI.com)



                  Datenblatt:..

                  Unterstüzt die 10. und 11. Generation der Intel Core / Pentium Celeron Prozessoren für den LGA 1200 Sockel
                  Unterstützt DDR4-Ram, bis 5333(OC) MHz

                  Modernste Anschlüsse: PCIe 4.0, Lightning Gen 4 x4 M.2, USB 3.2 Gen 2x2

                  Verbessertes Power-Design: 16+1+1 Duet Rail Power System, duale 8-Pin-CPU-Stromanschlüsse, Core Boost, DDR4 Boost

                  Premium-Kühlsystem: Vergrößerter Kühlkörper mitWärmerohr MOSFET-Wärmeleitpads mit einer Leistung von 7 W/mk, zusätzliche Drossel-Wärmeleitpads und 3x M.2 Shield Frozr sind für ein Hochleistungssystem und Non-Stop-Gaming-Erlebnis ausgelegt

                  MYSTIC LIGHT: 16,8 Millionen Farben / 29 Effekte mit einem Klick steuerbar. MYSTIC LIGHT EXTENSION unterstützt sowohl RGB- als auch RAINBOW-LED-Streifen

                  2.5G LAN mit LAN Manager und Intel Wi-Fi 6E Lösung: Aufgerüstete Netzwerklösung für den professionellen und multimedialen Einsatz. Liefert eine sichere, stabile und schnelle Netzwerkverbindung

                  AUDIO BOOST 5: Belohne deine Ohren mit Audio in Studioqualität für ein besonders intensives Spielerlebnis

                  Hochwertige Leiterplatte: 6-Lagen-Leiterplatte aus 2oz verdicktem Kupfer und Material auf Server-Niveau

                  Vorinstallierte I/O Blende: Besserer EMI-Schutz und mehr Sicherheit bei der Installation

                  Unboxingvideo:..


                  Verpackung / Lieferumfang:..

                  Der Hersteller MSI liefert das neue Z590 Gaming Force in einer extrem Farbenfrohen Verpackung aus. Einige der Designelemente werden wir später auch auf dem Mainboard selbst wiederfinden. Kommen wir nun im Detail auf die Vorderseite zu sprechen. In der oberen linken Ecke befindet sich Lucky der MSI Drache, fein platziert auf dem Wappenähnlichen Symbols. Oben rechts wird auf den Support der 11ten Intel CPU Generation hingewiesen. Natürlich ist das Board auch wieder Intel Optane Ready und verfügt über den neusten Intel Chipsatz, dem Z590. Ob man dies nun extra auflisten muss bei einem "Z590" Board ist eher fraglich. Mittig platziert strotz auch schon der Name des Mainboards, wir haben hier also das neue MPG Z590 Gaming Force vorliegen. Unten rechts in der Ecke gibt es noch einen kleinen Hinweis zur RGB-Beleuchtung in Form von Mystic Light. Was es mit dem Lightning Gen 4 auf sich hat, erläutere ich später etwas genauer. Nur so viel, es hat nichts mit der Beleuchtung oder Thunderbold zu tun.



                  Bevor wir uns dem Inhalt widmen, kommen wir noch zur Rückseite zu sprechen. Hier bekommt der zukünftige Besitzer eine regelrechte Flut an Informationen zum Z590 Gaming Force Mainboard. Links findet man die für MSI wichtigsten Kernfeatures vom Z590 Gaming Force und laufen unter dem Titel "Performance" Zum einen geht man hier kurz auf die Spannungsversorgung ein, bekommt eine erste Information zum Lightning Gen 4 und diversen anderen Features, welche ihr dem Bild entnehmen könnt. Auf der rechten Seite gibt es noch ein paar Infos zu Mystic Light, EZ LED Control und natürlich dem Kühlkonzept. Aber auf all diese Dinge gehe ich im Verlauf meiner Review/Produktwertung noch ein.

                  Schauen wir also endlich mal unter die Haube und öffnen den Karton vom Z590 Gaming Force aus dem Hause von MSI. Uns springt direkt das Mainboard verpackt in antistatischer Folie ins Auge. Da wir uns das Board gleich noch im Detail anschauen werden, legen wir dieses zur Seite und widmen und dem weiteren Lieferumfang. Das wichtigste zuerst, dem User Guide, hier wird euch auf 59 Seiten nahezu alles zum Mainboard erklärt, allerdings nur in Englisch. Im Quick Installation Guide gibt es eine bebilderte Anleitung für die Montage vom Kühler und den Einbau in das Gehäuse, so wie das anklemmen vom Netzteil, dem Einbau der GPU und vieles mehr. Eine Dankeskarte legt MSI auch dazu und bedankt sich damit beim Käufer, sich für ein MSI Produkt entschieden zu haben. Dann gibt es noch ein kleines Kärtchen zum Rewardprogramm, wo ihr sogar etwas gewinnen könnt, wenn ich euch bei MSI anmeldet und euer Produkt zum einen registriert und eine kleine Review hinterlasst.



                  Für Freunde von Aufklebern gibt es auch noch ein schönes Sortiment an verschiedenen Formen und Styles. Hier ist sicher für jeden das passende dabei. Um eure Kabel immer im Griff zu haben und um nicht durcheinander zu kommen, gibt es noch eine kleine Anzahl an "Markierungsaufkleber". Ob man dies braucht, wer weiß das schon, es gibt aber auch hier sicherlich Anwender, die dankbar sind, solch Aufkleber im Lieferumfang zu haben.

                  Kommen wir noch zum wichtigeren Zubehör. Hier lässt sich MSI nicht lumpen und packt einiges an Zubehör in den Lieferumfang. Es befinden sich zwei SATA-Kabel im Lieferumfang, was ich persönlich mehr als ausreichend empfinde, denn der Trend geht immer mehr zu SSD&#180;s im M.2 Format. Für die RGB Freunde da draußen liegen zwei Verlängerung für die RGB-Anschlüsse im Lieferungumfang bei jeweils eines für 12V und eines für 5V RGB&#180;s. Was macht eigentlich dieser übergroße USB-Stick dort? Naja ist kein USB Stick, sondern ein doppelter Pinsel, welche man je zu einer Seite ausfahren kann. Sehr praktisch, um seine Hardware zu entstauben. Dann legt MSI noch eine Vielzahl an M.2 Schrauben mit in den Lieferumfang und das passende Werkzeug liegt auch dabei. Schlitz- und Kreuzschrauber legt der Hersteller MSI dem Z590 Gaming Force dazu. Und dann gibt es da wirklich noch einen USB Stick mit einer knapp 5GB großen ISO-Datei, welche BIOS, Treiber und vieles mehr bereitstellt. Hier empfehle ich euch aber dringend die aktuellsten Treiber immer von der Webseite zu laden, da die Treiber auf Sticks/CD&#180;s in der Regel nicht die aktuellsten sind.

                  Design und Verarbeitung:..

                  Kommen wir nun also zum Design und zur Verarbeitung des Z590 Gaming Force aus dem Hause MSI. Hier wird es natürlich sehr schwer, ein Urteil zu fällen, denn es gibt hier keine Objektiven Kriterien, daher ist dies mein persönliches Empfinden. Aber da diese Produktwertung euch einen vernünftigen Eindruck zum Produkt liefern soll, werde ich mich dem Design und der Verarbeitung ebenfalls annehmen und werde hier mal meine Meinung freien Lauf lassen. Optisch ist das Board alles andere als dezent, denn es strotzt voller verschiedener Farben, erlaubt sich hier und da meiner Meinung nach aber den einen oder anderen kleinen Fehltritt. Mein innerer Monk wurde hier definitiv getriggert, so viel sei schon mal verraten.

                  Das MSI Z590 Gaming Force ist alles andere als schlicht, denn hier wird mit außergewöhnlichen Designelementen und viel Farben geprotzt, wie es nur möglich ist. Bis auf zwei kleine Ausnahmen fügt es sich aber nahezu perfekt zusammen und wirkt sehr stimmig als Gesamtkonzept. Wenn man sich nun das Board im Detail anschaut, sieht man direkt die zwei massiven Kühler der Mosfets, welche in einem schicken, aber recht dezenten Lila gehalten sind. Als kleine Farbnuance befindet sich auf dem rechten der beiden Kühler ein kleiner MPG Schriftzug. Die Abdeckung strotzt nur so vor Farben und Design, zum einen darf hier Lucky der Drache nicht fehlen und zum anderen hat man sich hier ein wenig im Farbreportuar ausgetobt und hat dies mit einem sanften Farbverlauf verfeinert. Dann gibt es noch den massiven Bereich für die M.2 Slots und dem Z590 Chipsatz. Hier hat MSI das Designelement von den Mosfet-Kühlern übernommen, jedenfalls wenn man dies farblich betrachtet. Die Farbelemente haben wir schon auf der Verpackung vorgefunden und haben hier ihren Platz auf dem Kühler gefunden. Jedes Bauteil für Chipsatz und M.2 Kühler fügt sich tadellos in das Design ein und lässt keine Wünsche übrig.



                  Anschlussmöglichkeiten für Pumpe, Lüfter, Front-USB 3.0, Front-USB Type-C und RGB kommen hier nicht zu kurz. Hier sollte man alles wichtige vorfinden, um seine Hardware und Lüfter anschließen zu können. Darüber hinaus verfügt das Board über sechs SATA 6Gb/s Anschlüsse. Eine exakte Auflistung folgt unter meinen Kritikpunkten zum Design.

                  Kommen wir zum Schluss noch zu meinen Kritikpunkten. Ich weiß nicht wer diese Designelemte so entschieden hat, aber ich finde dies mehr als nur fraglich. Wieso nur kleistert man neun mal MPG nebeneinander auf die Kunststoffabdeckung und sprengt damit das schöne Design zunichte. Das gleiche Problem habe ich mit den "Force" Schriftzug auf der Kühlung vom Z590 Chipsatz. Vier Mal "Force" in weiß, macht vieles vom Design kaputt wie ich finde, aber am Ende ist das mein persönliches Empfinden und gehört definitiv in die Kategorie "meckern auf hohen Niveau"....

                  1x 24-pin ATX main power connector
                  2x 8-pin ATX 12V power connectors
                  1x 6-pin PCIE power connector
                  6x SATA 6Gb/s connectors
                  3x M.2 slots (M-Key)
                  1x USB 3.2 Gen 2 10Gbps Type-C port
                  1x USB 3.2 Gen 1 5Gbps connector (supports additional 2 USB 3.2 Gen 1 5Gbps ports)
                  2x USB 2.0 Type-A connectors (supports additional 4 USB 2.0 ports)
                  1x 4-pin CPU fan connector
                  1x 4-pin water-pump fan connector
                  6x 4-pin system fan connectors
                  1x Front panel audio connector
                  2x System panel connectors
                  1x Chassis Intrusion connector
                  1x Clear CMOS jumper
                  1x TPM module connector
                  1x TBT connector (supports RTD3)
                  1x Tuning Controller connector

                  Kühlkonzept:..

                  Gehen wir noch ein wenig auf das Kühlkonzept ein, denn dieses ist definitiv nicht von schlechten Eltern. Die Mosfets werden durch zwei wirklich schicke und massive Kühleinheiten gekühlt. Beide Bereiche werden mit einer Heatpipe verbunden und die maximale Kühlleistung zu gewährleisten. Die Wärmeleitpads sind alles andere wie nur 0815 Pads wie man sie oft vorfindet, denn hier lässt sich MSI nicht lumpen und spendiert dem Z590 Gaming Force 7W/mK Wärmeleitpads. W/mK steht für die Wärmeleitfähigkeit bei Wärmeleitpaste und Wärmeleitpads. Je höher der Wert, desto besser ist der Wärmeleitkoeffizient. Um hier noch bessere Wärmeleitpads verbauen zu wollen, muss man schon ordentlich in die Tasche greifen, aber möglich wäre es. Der Hersteller Alphacool bietet Wärmeleitpads aus der Eisschicht-Serie an, welche einen W/mK von 14 besitzen. Allerdings schlagen die schon ein kleines Loch in eure Geldbörse. Dank dem sehr guten und durchdachten Kühlkonzept, sollte der Overclocking-Session nicht mehr im Wege stehen.



                  M.2 Shield Frozr:..

                  M.2 NVMe SSD&#180;s werden immer schneller und gerade bei dauerhafter Belastung werden diese sehr warm und fangen ab einem gewissen Punkt an sich zu throtteln, also auf deutsch, die M.2 NVMe SSD&#180;s liefern nicht mehr die Maximale Gewschwindigkeit. Genau hier kommt das M.2 Shield von MSI ins Spiel und trägt den Zusatz Frozr und soll damit unterschreichen, welche Funktion es bietet, nämlich der Kühlung eurer M.2 NVMe SSD. Der M.2 Shield Frozr kühlt aber nicht nur eurer SSD, sondern schmiegt sich einfach perfekt in das Design-Konzept vom Mainboard mit ein. Optisch ist es MSI wieder mal gelungen, ein schickes Gesamtkonzept auf die Beine zu stellen, wo man nicht das Gefühl hat, okay hier wurde einfach ein M.2 Kühler auf das Board geklatscht. Gefällt mir persönlich sehr gut.



                  Lightning Gen 4?:..

                  Solltet ihr euch Entscheiden eine Intel CPU der 11ten Generation zu verbauen, so könnte der Lightning Gen 4 M.2 Slot für euch sehr wichtig und interessant werden, und nein es handelt sich hier nicht um einen Apple Lightning-Anschluss (Thunderbolt) oder einem tollen MSI-Mystic-Light Beleuchtungseffekt. Mit der 11ten Generation bietet Intel endlich PCI-Express 4.0 Support an und beamt euch auf eine neue Geschwindigkeitsebene. Mit PCI-Express 4.0 x4 kommt ihr in den Genuss bis zu 7,8GByte/s Daten zu transportieren. Im Vergleich dazu mit PCI-E 3.0 liegt das Limit bei 3,9GByte/s. Mit einer M.2 NVMe mit PCI-E 4.0 Support erfahrt ihr also den wahren Geschwindigkeitsrausch?! Naja nicht ganz... natürlich liegen die sequenziellen Lese- und Schreibwerte Jenseits von Gut und Böse, doch aus Sicht des Gamers ist dies nur eine schöne hohe Zahl auf einem Blatt Papier. Auch bei einem Benchmark strotzen diese hohen Zahlen voller Kraft, doch die Ladezeiten in Spielen werden sich dadurch nicht halbieren, denn beim Laden von Spielen spielt der sequenzielle Lesewert keine große Rolle. Trotzdem ein wichtiges Feature, denn es gibt nicht nur Gamer da draußen und so musste Intel nun definitiv nachziehen mit dem PCI-Express 4.0 Support.

                  Debug – LED:..

                  Probleme mit dem PC? Startet er eventuell nicht mehr richtig? Genau hier könnte euch die Debug LED vom MSI Z590 Gaming Force eine große Hilfe sein. Beim Bootvorgang wird euch auffallen, das dort immer komische Buchstaben und Zahlenkombinationen angezeigt werden. Sollte es hier zu Herausforderung beim Bootvorgang kommen, so wird euch die Debug LED einen Code anzeigen. Anhand des angezeigten Debug Codes könnt ihr in der Regel recht schnell herausfinden, wo der Schuh drückt. Im Handbuch befinden sich eine Tabelle, welche sich über vier Seiten erstreckt und jeden Fehlercode exakt beschreibt. Darüber hinaus gibt es auf dem Board noch vier kleine LED`s, welche die CPU, den DRAM, die VGA und den allgemeinen Bootvorgang als Darstellung verwenden.

                  CPU - indicate CPU is not detected or fail.
                  DRAM - indicate DRAM is not detected or fail.
                  VGA - indicate GPU is not detected or fail.
                  BOOT - indicates the booting device is not detected of fail.

                  Diese vier kleinen LED&#180;s geben euch einen direkten Hinweis auf die Problematik, ohne extra in das Handbuch zu schauen. Sollte zum Beispiel eure DRAM LED leuchten, so prüft bitte, ob eure Ram Riegel richtig im Slot stecken. Bei der GPU das gleiche Spiel prüft ob die Karte richtig eingerastet ist und mit extra Strom versorgt ist. Diese beiden Funktion über den Buchstaben- und Zahlencode, so wie die vier kleinen LED`s können euch garantiert helfen euch garantiert den Fehler einzugrenzen. Ich persönlich finde, dass dieses Feature auf jedes Mainboard gehört, denn es hilft extrem.

                  Anschlüsse:..

                  Anschlüsse, wo das Auge nur hinreicht, hier wird nicht gespart, sondern geklotzt. Das MSI z590 Gaming Force bietet euch eigentlich alles, was benötigt. Fangen wir oben an den Flash Bios Button erläutere ich euch später noch. Beginnen wir also mit vier USB2.0 Anschlüssen und folgen der Spur weiter nach unten und treffen auf einen HDMI- und DisplayPort Anschluss. Dicht gefolgt einer wahren Flut an USB-Anschlüssen. Hier hat MSI folgende Anschlüsse zur Verfügung gestellt: 1x USB-C 3.2 (20Gb/s, Z590), 3x USB-A 3.1 (10Gb/s, Z590) und 2x USB-A 3.0 (5Gb/s). Da 1G Lan nicht mehr wirklich zeitgemäß ist, spendiert MSI dem Z590 Gaming Force prompt einen 2,5G Anschluss mit dem ihr maximal 300MByte/s Daten übertragen könnt, voraussetzt jede Netzwerkkomponente verfügt über mindestens einen 2.5G Anschluss. Zu guter Letzt gibt es noch die klassischen Audioklinkenanschlüsse und einen Optical-Anschluss. Hier bleiben bis auf den fehlenden Thunderbolt-Anschluss eigentlich keine Wünsche offen.



                  Was ist eigentlich mit diesem BIOS Flash Button gemeint?:..

                  Also mit diesem Button könnt ihr nicht Flash herbeirufen oder gar euren PC auf "Flash-Geschwindigkeit" boosten... Okay, der war nun echt schlecht, aber leider ist mir nichts Sinnvolles eingefallen, um hier einen Flachwitz zu bringen..... Mit dem BIOS Flash Button habt ihr die Möglichkeit, ohne verbaute CPU und RAM euer BIOS upzudaten. Habt ihr also das Bedürfnis, das BIOS auf den aktuellsten Stand zu bringen und eurer CPU oder gar Arbeitsspeicher ist noch nicht eingetroffen, so nutzt einfach den BIOS Flash USB Slot und drückt den BIOS Flash Button und wartet, bis die LEDs sich ausschalten, denn dann ist der Patchvorgang abgeschlossen. Ihr solltet hier aber in jedem Fall berücksichtigen, dass der Stick richtig formatiert ist und die ROM-Datei MSI.ROM heißt, denn nur dann wird die BIOS-Datei auch erkannt. Eine ausführliche Beschreibung befindet sich auf Seite 56 im Handbuch zum MSI Z590 Gaming Force Mainboard.

                  RGB Mystic Light:..

                  RGB, more RGB... So in etwa könnte die Schlagzeile des Z590 Gaming Force und Mystic Light beginnen, aber Spaß beiseite... In der heutigen Zeit ist kaum noch möglich, eine Hardware-Komponente ohne RGB zu finden. Das Z590 Gaming Force bietet euch 29 LED-Effekte ab Werk, mit denen ihr euer System personalisieren könnt. Hier ist sicher für jeden das Passende dabei. Und für Freunde, die es eher dezent mögen, können die RGBs auch einfach ausschalten.

                  Testsystem:..

                  Windows 10 Pro – 64-bit – 20H2 – 19042.9064
                  Nvidia Treiber 465.89

                  CASE: Tischaufbau
                  PSU: Dark Power Pro 11 850W
                  MOB: MSI Z590 Gaming Force
                  CPU: Intel Core i9-10850K / Intel Core i9-10900K
                  GPU: KFA2 GeForce RTX 3080 SG 1-Click OC
                  RAM: Apacer Blade 32GB DDR4-3600 CL16
                  M.2: Crucial P5 (SSD only for Testings)

                  Preis/Leistung:..

                  Z490 und Z590 sind in der Lage Intel CPU&#180;s der 10ten und 11ten Generation aufzunehmen, doch wieso sind die Mainboards mit Z590 in der Regel deutlich teurer? Einer der wichtigsten Aspekte ist hier sicherlich die deutlich bessere Spannungsversorgung, diese alleine rechtfertigt schon den Mehrpreis bei den beiden Chipsätzen. Auch beim Design und dem Kühlkonzept hat sich zum Vorgänger Z490 einiges getan. Schaut man sich die anderen MSI Boards mal genauer an, wird man hier die Differenzen direkt erkennen. Beim Z590 Gaming Force können wir solch einen Vergleich leider nicht anstellen, da es kein Gaming Force mit Z490 gibt. Wenn wir aber als Beispiel das Z490 und Z590 Gaming Carbon hernehmen, wird einem das schon mehr als deutlich beim Blick auf die Spannungsversorgung, denn beim Z490 waren es nur 7 reale Phasen und 13 virtuelle Phasen und beim Z590 sind es direkt 17 virtuelle Phasen. Für den normalen Gamer und Anwender wird das Ende keinen Unterschied machen, aber gerade für Freunde des Overclockings ist die Spannungsversorgung immer ein Argument der für oder gegen einen Kauf entscheidet.

                  Das MSI Z590 Gaming Force bekommt man aktuell für rund 300 Euro bei diversen Shops. Mindfactory ist hier aktuell der günstigste Anbieter. (Stand 09.04.2021 - 18 Uhr). Wenn man nun die Spannungsversorgung, das Design, die Verarbeitungsqualität berücksichtigt, durchaus ein Mainboard, welches man sich in die engere Auswahl packen sollte. Durch und durch ein schickes Mainboard mit kleinen Ausnahmen, die persönlicher Natur entstanden sind. Innerer Monk usw.

                  Fazit:..

                  Dann kommen wir endlich mal zum Feierabend und lassen noch ein kurzes Fazit da. Abschließend kann man nicht wirklich etwas Negatives zum neuen MSI Z590 Gaming Force sagen. Das MSI Z590 Gaming Force bietet ein schickes und durchdachtes Design, eine hochwertige Verarbeitung und ein extrem gutes Kühlkonzept. Darüber hinaus dürfen sich Overclocker über eine gute Spannungsversorgung freuen. Bei einem Preis von rund 300 Euro bekommt man hier also ein sehr hochwertiges und gutes Mainboard zum fairen Preis geboten. Ich kann das MSI Z590 Gaming Force jedem empfehlen, der aktuell mit dem Gedanken spielt, sich ein Z590 System mit einem Intel der 10ten oder 11ten Generation aufzubauen.
                  Zuletzt geändert von eXilitY; 14.04.2021, 10:35.

                  Kommentar


                  • #10
                    @spieluhr: Nachtrag mit dem neuen BIOS A.17, die ausgelesene North Bridge Clock hat sich jetzt erhöht in AIDA64:



                    Aber ich glaube, daran sollte man nicht zuviel festmachen. Es geht ja um die reale Performance, sofern die stimmt, ist alles ok. Also in richtigen Benchmarks wie etwa Cinebench R23. Hier im Cache & Memory-Benchmark schwanken die Werte auch ziemlich, je nachdem was Windows gerade im Hintergund macht.


                    @eXilitY: Gutes Review (das nur irgendwie etwas abrupt aufhörte), und gutes Unboxing-Video.

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