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Testers Keepers mit MSI OPTIX MPG341CQR

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  • Testers Keepers mit MSI OPTIX MPG341CQR

    Hier könnt Ihr die Reviews der MSI Testers Keepers Aktion mit den MSI OPTIX MPG341CQR Monitoren vom 15.03.2021 - 21.03.2021 finden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam


    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  • #2
    MSI OPTIX MPG341CQR im Test | Testers Keepers
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    Der nachfolgende Testbericht bezieht sich auf ein im Testers Keepers Verfahren von Mindfactory AG bereitgestelltes Testmodell.

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    Unboxing, Lieferumfang und Anschlüsse

    Der von MSI auf den Mark gebrachte curved Gaming Monitor mit sage und schreibe 34“ Bildschirmdiagonale, macht schon bei der Abholung aus dem Postzentrum eine gute Figur. Der gigantische Karton in schwarzer Klavierlackoptik verbirgt offensichtlich Großes. Nach Herausgabe des Pakets, richtete sich unweigerlich so mancher Blick auf mich. Offensichtlich lässt der Aufdruck des Kartons, der dem Inhalt stolze 144Hz bei 1ms Reaktionszeit bescheinigt, nicht nur mein Herz höherschlagen.
    Beim Auspacken des Geräts sticht einem dann vor allem die Verarbeitung des Kartons ins Auge. Hier wurde kein Cent gespart, und ein derart versteifter Karton geschaffen, der den Monitor originalverpackt auch noch in die nächste, übernächste und über-übernächste Wohnung mit Umziehen lässt. Das Panel an sich liegt sicher umschlossen in den üblichen Styroporhalterungen, und kann auch bei der später erfolgenden Montage, gesichert in diesen Verbleiben. Zu meiner Überraschung, steckt in jedem der verfügbaren Hohlräume ein kleines Plastiktütchen mit mitgeliefertem Zubehör/Anschlusskabeln. Hut ab, MSI! Danke das an dieser Stelle nicht gespart wurde. Tatsächlich wurden sämtliche verfügbaren Anschlüsse des Monitors bedacht, und so entfällt das lästige Kramen nach passenden Kabeln in der Hardwarekiste. Wer mehr von meiner Begeisterung beim unboxing sehen möchte, kann sich gerne das eigens erstellte Video (youtube) dazu anschauen.
    Der Standfuß des Monitors ist schnell montiert. Dabei hat man jederzeit das Gefühl, einen von der Wertigkeit her passenden Ständer zu montieren. Das schlägt sich sowohl im Gewicht als auch in der benötigten Tiefe am Schreibtisch wieder. Etwa 30cm sollte man in der Tiefe für das Display inklusive Ständer zur Verfügung haben (in der Breite nimmt „das Gerät“ ca. 80cm in Beschlag). Ein großes Highlight waren für mich die optional anbringbare Kamerahalterung und das Maus Bungee. Auch hier fällt sofort die hohe Verarbeitungsgüte auf. 2 kleine „Quality Of Life“ Features, die für mich ganz erheblich zum äußerst positiven Gesamteindruck des Monitors beitragen.
    An den Anschlüssen des Monitors hat MSI ebenfalls nicht gespart: Es stehen 2x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4, 1x USB Type-C, 1x USB 3.2 Gen1 Type-B und 3x USB 3.2 Gen1 Type-A zur Verfügung. Was mir dabei besonders gut gefallen hat: 2 USB Anschlüsse sowie Mikrofonein- bzw. Audioausgang sind seitlich am Monitor angebracht und lassen sich bei Bedarf stets leicht erreichen.
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    Herausragende Features / OSD

    Zur Konfiguration hat MSI dem Monitor ein sehr übersichtliches und flottes OSD spendiert. Per Druck auf den an der Rückseite des Monitors angebrachten Mini-Joysticks wird das Menü aufgerufen, danach kann schnell und vor allem exakt durch die Menüs navigiert werden. Die gezeigte Auflösung, dynamisch angepasste Bildwiederholungsrate, HDR Modus, aktiviertes Freesync und der gewählte Eingang sind auf den ersten Blick ablesbar. Da sich die Monitoreingänge separat konfigurieren lassen, ist das ein absolutes Premiumfeature. Da können sich andere (Gaming-) Hersteller mehr als eine Scheibe abschneiden. Ich persönlich werde den Weg vom Joystick zurück zur frickeligen Menütaste zumindest nicht zurück gehen. Um noch bequemer Einstellungen vorzunehmen, kann man das MSI Tool Gaming OSD 2.0 verwenden. Das Programm kann über den „G-Knopf“ am linken unteren Bildschirmrand im Handumdrehen aufgerufen werden, was für seine Nützlichkeit unabdingbar ist. Features wie BiB und BuB lassen sich hier steuern, aber auch absolute „Lebensverbesserer“ wie Mausgeschwindigkeit, Bildschirmaufteilung in Zonen, Sleep-Timer und sogar Projektionsfeatures sind einstellbar.
    Ein weiteres nettes Feature, ist die am unteren Bildschirmrand integrierte Webcam. Diese liefert eine ordentliche Bildqualität bei guten Belichtungsverhältnissen. MSI verspricht sogar AI Features über diese Kamera abbilden zu können. So soll bspw. eine Gesichtserkennung für eine automatische Profilwahl genutzt werden können und die Bildschirmhelligkeit soll sich auch automatisch anpassen können. Beide Features wurden von mir aber nicht getestet. Interessant ist zumindest die leicht ungewöhnliche Perspektive, die diese Kamera wiedergibt.
    Ich bin kein großer Freund von RGB Features, aber MSI hat mich nun doch dazu verführt, eines auszuprobieren: Auch über das vorhin erwähnte grandiose OSD 2.0 Tool lassen sich die an der unteren vorderen Seite angebrachten 5 LED Felder so einstellen, dass sie aktuelle und künftige Temperaturen am Standort widerspiegeln. Das ist OOTB schon ein sehr nettes Feature. Will man noch mehr Kontrolle über die LED Beleuchtung übernehmen, kann man mit der steelseries Software viel Zeit in das Thema stecken (von mir nicht getestet)

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    Das Display

    Zum Panel an sich, gibt es auch nur erfreuliches zu sagen. Das Panel lässt sich zu beiden Seiten um etwa 30 Grad drehen, um ca. 10cm höhenverstellen und ist um -5° bis +15° neigbar. Das alles lässt sich eigentlich mit einer Hand bewerkstelligen, ohne das sich der Monitor zu irgendeinem Zeitpunkt instabil anfühlt. Da ich fair testen wollte, dachte ich am Anfang daran, hier auf die fehlende Möglichkeit den Monitor ins Pivot zu bringen hinzuweisen. Nach längerer Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass bei den knackigen 3440x1440 Pixel Auflösung des Monitors pivot wenig bis gar keinen Sinn ergibt. Diese als Ultra-Wide-QHD bezeichnete Auflösung entspricht einem Seitenformat von 21:9. Der Monitor hat statt eines IPS ein schnelles VA Panel mit einem leicht gebogenen Radius von 1800R. Das Bild erscheint gleichmäßig kräftig, farbenfroh und ausreichend hell. Stellt man den Monitor auf den HDR Modus ein, hat man das Gefühl in die angezeigten Bilder hineinfallen zu können. Direkt nach Inbetriebnahme des Monitors habe ich nicht etwa gezockt, nein, ich habe stundenlang hochauflösende HDR Videos auf einer bekannten Videoplattform angeschaut. Extra für HDR optimierte Spiele habe ich allerdings nicht getestet, da mir über die Osterfeiertage die Zeit ein wenig knapp wurde.
    Beim Gaming hat mich der Monitor mehr als überzeugt. Das Gaming-Fazit ließe sich am besten in einem Wort beschreiben: Immersion. Ich habe das Gefühl, in Spiele regelrecht reinzufallen. Im Bereich von taktischen Shootern ist dieser Monitor ein Gamebreaker, da man wirklich einfach mehr sieht. Aber auch in „Open World“ oder RTS Spielen kommt man bestens auf seine kosten. Mit dem AMD FreeSync Feature kommt man fühlt sich das ganze auch in rechenintensiven Situationen sehr smooth an. Aber nicht verzagen werte Nvidia Community: Der Monitor unterstützt laut der für euch befragten Onlinecommunity auch Adaptive Sync, wenn auch nicht offiziell.
    Aber der wirkliche Lebensverbesserer ist tatsächlich das tägliche Arbeiten an dem Gerät. In Situationen in denen ich sonst gar nicht auf die Arbeit mit 2 Monitoren hätte verzichten können, bin ich gerade auch mit dem Einzeldisplay mehr als zufrieden. Teilt man sich seinen Arbeitsplatz bspw. mit Fancy Zones entsprechend ein, erreicht man einen nie da gewesenen Workflow (persönliche Meinung ™). Mein Second Screen verschwindet im beruflichen Umfeld gerade in der Versenkung – den Weg zurück würde ich aber auf keinen Fall gehen wollen.
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    Fazit

    Ein geniales Produkt, das mit einer in dieser Form sehr überraschenden Palette an Features daherkommt. Im Design und der Verarbeitung in allen Punkten voll überzeugend – es fühlt sich einfach edel an vor diesem Monitor zu sitzen. Hier wurden spannende Ideen umgesetzt (zB. Webcam, coole built-in LED Funktionen), deren Nutzen allerdings individuell ziemlich unterschiedlich sein dürften. Sowohl beim Zocken, als auch beim Arbeiten eine große Überraschung für mich. Bisher hielt ich mich vor allem bei letzterem mit 1x 27“ und 1x 24“ für ziemlich gut aufgestellt. Nun weiß ich, dass ich das große Display mit all seinen Möglichkeiten nicht mehr missen möchte. Mir kommt das Produkt von der Kabeldurchführung im Ständer bis hin zum OSD-Joystick zur Menüführung in allen Punkten komplett durchdacht vor.
    Hoffentlich werden noch viele andere Nutzer mindestens genauso viel Freude an dem Produkt finde, wie ich. Ich gehörte zu der Kategorie „Was will ich mit so einem gigantischen Display anfangen“, und kann mir nach nicht einmal 14 Tagen mein Leben nicht mehr ohne Vorstellen.
    Ein winziger Wermutstropfen. Ich hätte es super gefunden, hätte der Monitor zumindest rudimentäre Speaker verbaut.

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    Kommentar


    • #3
      MSI Optix MPG341CQR im Test | Testers Keepers

      MSI hat mit dem Optix MPG341CQR einen der wahrscheinlich leistungsstärksten und innovativsten Monitore entwickelt, die es aktuell auf dem Markt gibt. Ich wurde als einer der glücklichen Produkttester ausgewählt, die ihn im Rahmen der „Testers Keepers“-Aktion in Kooperation mit mindfactory und MSI zwei Wochen lang bewerten durften. In meinem Testbericht werde ich weitestgehend auf technische Daten verzichten, da man diese auf unzähligen offiziellen Seiten im Netz nachlesen kann. Außerdem gehe ich in meinem Unboxing-Video auf die wichtigsten Daten ein. Daher gliedere ich meinen Bericht in die folgenden Kriterien:
      • Design
      • Verarbeitung
      • Verpackung und Montage
      • Performance des Displays
      • Preis-/Leistungsverhältnis
      • Unboxing-Video
      • Kernfragen
      • Fazit


      Design
      Der MSI Optix punktet für mich vor allem durch sein modernes Design, welches nicht übertrieben nach Gaming aussieht. Der Standfuß wirkt sehr durchdacht und ergänzt ihn perfekt. Sogar die Rückseite ist aufwändig designt. Lediglich die LED-Leiste auf der Rückseite ist meiner Meinung nach vollkommen sinnlos, da man deren Effekt wegen der schwachen Lichtstärke nicht mal bei dunklem Raum wahrnehmen kann. Die LED-Leiste auf der Vorderseite ist eine nette Spielerei, ich könnte darauf aber auch verzichten. Die SteelSeries Engine bietet hierfür ein paar vordefinierte Apps (z.B. für CS:GO, Discord, AudioVisualizer) sowie Unterstützung für die Entwicklung eigener Apps. Auch die Anzeige des voraussichtlichen Temperaturverlaufs am aktuellen Standort ist über die LED-Anzeige möglich. Dem Mouse Bungee kann ich persönlich nicht wirklich etwas abgewinnen, allerdings verlaufen meine Kabel auch nicht direkt unter dem Bildschirm durch und ich habe somit keinen Bedarf.

      Verarbeitung
      Der Monitor ist durchgängig sehr hochwertig verarbeitet – sogar das künstlerische Design auf der Rückseite wirkt nicht billig. Vor allem der Standfuß verleiht ihm einen stabilen Stand wie ich es noch bei keinem anderen Monitor erlebt habe. Das ist aufgrund des hohen Gewichts auch nötig. Das interne Netzteil finde ich persönlich ziemlich praktisch, somit hat man ein störendes Gerät weniger frei herumstehen. Allerdings ist die Hitzeentwicklung dadurch auch größer als bei normalen Bildschirmen. Die Webcam finde ich gut platziert und ausgerichtet.
      Was ich aber als störend empfinde ist der deutliche Geruch nach „Technik“, der aus dem Inneren des Monitors dringt. Ich kann ihn leider nicht genauer beschreiben, allerdings hoffe ich, dass das keine Fehlfunktion ist und sich im Laufe der Zeit legt (gegen Ende des vierzehntägigen Testzeitraums war das immer noch der Fall). Jedenfalls ist das ein Problem, das bei einem Monitor dieser Preiskategorie meiner Meinung nach nicht auftreten sollte.

      Verpackung und Montage
      Ein erster Schockmoment hat mich erfüllt, als ich das Paket vom Postboten entgegennahm: Eine tiefe Schramme war an einer Kante zu sehen. Glücklicherweise befand sich der Inhalt sicher in Styropor verpackt, sodass nichts zu Schaden kam. Die Montage ist dank der beiliegenden Quick-Start Inbetriebnahmeanleitung, die schemenhafte Bildhinweise enthält, sehr gut verständlich und in wenigen Augenblicken erledigt. Ein, zwei Sätze (zumindest in englischer Sprache) hätte man für die einzelnen Schritte vielleicht noch ergänzend hinzufügen können. Beim Anziehen der vier Schrauben am Bildschirm merkt man allerdings keinen wirklichen Druckpunkt. Hier muss man also mit Vorsicht agieren, um die Schrauben nicht zu überdrehen. Eine winzige Problematik mit der ich konfrontiert wurde war die Länge des mitgelieferten USB-3.2-Kabels, das für die Datenübertragung zum Monitor-Controller (integrierte Kamera, GamingOSD-App, SteelSeries Engine etc.) nötig ist. Das Kabel ist nur 1.5m lang und damit ein bisschen zu kurz für mein Setup.
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      Performance des Displays
      Diese Kategorie ist für Technik unterm Strich die wichtigste, und hier kann der Monitor meiner Meinung nach auch am stärksten überzeugen. Die Bildqualität ist sensationell, der MSI Optix kommt mit kräftigen Farben und hohem Kontrast. Auch in Sachen Homogenität ist er fast makellos – lediglich an der Unterkante zeichnet sich ein dunkel werdender Helligkeitsverlauf ab (siehe Foto unten), der aber nur in Tests ersichtlich ist und im Realbetrieb nicht wirklich auffällt. Das gleiche Verhalten gilt in minimalem Ausmaß auch für die beiden Seiten. Nach gründlicher, mehrmaliger Analyse konnte ich bei den verschiedenen Farbeinstellungen keinen Pixelfehler finden, das erwarte ich aber auch von einem Monitor dieser Preisklasse. Ghosting ist zwar minimal vorhanden, aber weniger deutlich wie bei meinem IPS-Monitor (Acer Nitro VG270UP). Das bei VA-Panels häufiger auftretende Backlight-Bleeding konnte ich bei mir überhaupt nicht feststellen. Klar sind einige der genannten Kriterien von Monitor zu Monitor unterschiedlich, aber ich muss letztlich resümieren, dass ich mit meinem Monitor einen gefühlten Jackpot in der Panel-Lotterie erhalten habe. Hoffentlich schneiden andere Bildschirme dieses Fabrikats an dieser Stelle ähnlich ab. Außerdem muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass der Bildschirm viele, interessante Spielereien enthält, darunter eine integrierte Kamera, ein integriertes Netzteil, einen externen Kamerahalter, LED-Anzeigen sowie einen USB-3.2-Hub und Stereo-Audioanschlüsse. Außerdem bedient er mit HDMI, DisplayPort sowie USB-Typ-C eine breite Palette an Anschlussmöglichkeiten. Zwei der USB-Anschlüsse sowie die Audiobuchsen sind jedoch auf der linken Bildschirmseite angebracht, somit kann man hier evtl. auf Platzprobleme stoßen, wenn noch ein weiterer Bildschirm links vom Optix steht.
      Neben so viel Lob müssen jedoch auch ein paar negative Punkte erwähnt werden. Zum einen ist hier HDR400 als klassischer „Marketing-Move“ zu erwähnen… Diese Zertifizierung hat sehr geringe Anforderungen an Bildschirme, und meiner Meinung nach merkt man hier keinen deutlichen Unterschied zu herkömmlichen SDR-Bildschirmen. Ein weiterer negativer Punkt ist für mich die Aufnahmequalität der integrierten Kamera. Die Idee an sich finde ich ausgesprochen gut, allerdings lässt die Umsetzung mit 720p 30fps zu wünschen übrig. Selbst bei guten Beleuchtungsverhältnissen kann man das Bild nicht guten Gewissens für Video-Chats verwenden. Für eine einfache Gesichtserkennung oder automatische Helligkeitsregelung ist dieses Feature ausreichend, doch ich hätte mir in dieser Preiskategorie etwas Besseres erwartet. Nichtsdestotrotz halte ich diese Innovation für einen ersten, wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Ein weiterer Punkt, der mich am Monitor stört, ist der deutliche Grünstich des Blaulichtfilters (siehe Foto unten). Obwohl sich dieses Feature in der Praxis bei jedem Monitor anders äußert, finde ich die Lösung beim MSI Optix etwas ungewohnt und störend, vor allem wenn man parallel auf einem zweiten Monitor arbeitet, der diese Herausforderung angenehmer löst.

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      Preis-/Leistungsverhältnis
      Bei Erhalt des Monitors war er im mindfactory-Onlineshop für 879¤ zum Verkauf ausgeschrieben. Auf den ersten Blick scheint der Preis ein bisschen zu hoch angesetzt. Wenn man sich aber vor Augen hält, dass der Bildschirm einerseits für ein VA-Panel nahezu makellose Ergebnisse liefert und andererseits mit vielen innovativen und nützlichen Features aufwartet, die ihrerseits viel Spielraum zur Individualisierung bieten, lässt sich dieser Preis meiner Meinung nach trotzdem noch nicht ganz rechtfertigen. Sollte sich der Preis im Laufe der Zeit noch senken und/oder man entdeckt eine Rabattaktion, kann man mit diesem Monitor ein ausgesprochen hochwertiges und hochqualitatives Produkt erwerben.
      Ergänzung: Kurz vor Ende des Testzeitraums wurde der Monitor bei mindfactory für 678¤ angeboten. Dieser Preis ist zwar immer noch überdurchschnittlich hoch, lässt sich aber rechtfertigen. Die außergewöhnliche Qualität und Innovation des Bildschirms fordern eben ihren Preis.

      Unboxing-Video
      Im vorgeschriebenen Unboxing-Video gehe ich auf die Qualität der Verpackung, auf den allgemeinen ersten Eindruck sowie auf die wichtigsten technischen Details und Features ein. Das Video ist hier zu finden: MSI Optix MPG341CQR im Test | Testers Keepers - YouTube
      Fotos vom Produkt lassen sich in hoher Qualität im Netz finden, zum Vergleich habe ich den Bildschirm allerdings neben einem Acer Nitro VG270UP (27 Zoll) auf meinem Schreibtisch platziert. Wie bereits im Video ersichtlich nimmt der Monitor sehr viel Platz ein (ca. 80x30cm), vor allem durch seinen massiven Standfuß kann man ihn nicht direkt am Schreibtischende platzieren.

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      Kernfragen
      Für mich persönlich ergaben sich drei Kernfragen:
      1. Welche Rolle spielen die technischen Details und Features in der Bewertung der Use-Cases „Gaming“ und „Softwareentwickler“?
        Gaming: Gerade bei Ego-Shootern, in Open-World RPGs oder bei Rennsimulationen merkt man nach einer anfänglichen Umgewöhnungszeit, dass man deutlich tiefer ins Spiel versinkt. Auf den ersten Blick schätzt man das breite 21:9-Bildformat noch nicht, doch nach einiger Zeit möchte man es nicht mehr missen. Nachteilig wirkt sich das riesige Bild logischerweise auf die GPU-Performance aus, wenn man wie ich von einem 1440p-Bildschirm umsteigt. Hier muss man bei modernen Spielen ggf. Abstriche in der Framerate oder bei den Qualitätseinstellungen machen. Einen Vorteil bieten hier allerdings Titel, die DLSS unterstützen, wie z.B. Call of Duty – Modern Warfare oder Red Dead Redemption 2.
        Arbeit (Softwareentwickler): Da meine Anwesenheit im Büro nicht dringend erforderlich ist, befinde ich mich seit einiger Zeit verpflichtend im Home Office. Hier hat der Monitor meinen alten Samsung U28E590D UHD-Monitor mit 28 Zoll ersetzt. Ich muss ehrlich zugeben, dass man die geringere Bildschirm-Arbeitsfläche im Vergleich zu einem 4K-Bildschirm fast nicht bemerkt. Im Gegenteil, man kommt sich eher vor, als würde man ein Setup aus zwei Bildschirmen in einem haben. Mit einem zweiten Bildschirm daneben hat man sogar das Gefühl, dass die Produktivität steigt.
      2. Wie schlägt sich der Monitor im Hinblick auf das Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich mit ähnlichen Produkten (basierend auf Online-Recherche)?
        Wenn man auf diversen Online-Portalen nach ähnlichen Produkten filtert (3440x1440px, 144Hz), findet man lediglich eine überschaubare Auswahl vor. Der MSI Optix MPG341CQR ist hier im oberen Preissegment angesiedelt. Fügt man VA-Panel zum Filter hinzu, ist der Monitor meist deutlich teurer als der Rest, sogar manche Monitore mit IPS-Panel sind noch günstiger. An dieser Stelle spiegelt sich also die hohe Verarbeitungsqualität und die leistungsstarke, innovative Technik im Preis wider. Hier muss man individuell abwägen, wie tief man in die Tasche greifen kann/will.
      3. Kann der MSI Optix MPG341CQR mit einem eigentlich hochwertigeren IPS-Panel mithalten?
        Im Vergleich zum IPS-Panel meines Acer Nitro VG270UP kann der Monitor in Sachen Bildqualität nicht ganz mithalten. Die Farben des IPS-Panels scheinen subjektiv gesehen kräftiger zu sein, allerdings ist der Schwarzwert des MSI Optix dafür besser und die Helligkeit kann einen Tick höher eingestellt werden. Jedoch muss hier auch erwähnt werden, dass das Resultat dieses Vergleichs bedingt durch die unterschiedlichen Panels ist und der MSI Optix eine für ein VA-Panel wirklich erstklassige Bildqualität liefert.


      Fazit
      Der MSI Optix ist sowohl qualitativ als auch technisch ein Monitor für Enthusiasten. Er besticht durch außergewöhnliche Displayqualität, modernes Design sowie grundsolide Verarbeitung, wobei er nicht nur im Gaming-Bereich beste Ergebnisse liefert, sondern durchaus auch zum Arbeiten genutzt werden kann. Der Umstieg ist anfangs ungewohnt, aber nach kurzer Eingewöhnungsphase möchte man den Ultrawide-Bildschirm nicht mehr auf seinem Schreibtisch missen. Außerdem kommt der MSI Optix mit vielen interessanten Features im Gepäck, von denen einige für einen gewissen Teil der Nutzer allerdings unwichtig ist. Problematisch ist dabei, dass sich das im Preis widerspiegelt: Dieser liegt über dem Niveau von vergleichbaren Monitoren.
      Müsste ich den MSI Optix MPG341CQR auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (ausgezeichnet) bewerten, würde ich ihm 9/10 möglichen Punkten geben. Einen Punkt Abzug gibt es für den hohen Preis sowie die kleinen Mankos (v.a. die Geruchsentwicklung, der Grünstich beim Blaulichtfilter sowie die relativ schlechte Kamera), die ich in meinem Testbericht im Detail genannt habe. Für den Preis erwarte ich einen rundum perfekten Monitor.
      An dieser Stelle möchte ich noch einmal explizit betonen, dass meine Bewertung aufgrund des hohen Preises auch auf einem anspruchsvollen Niveau mit hohen Erwartungen verfasst wurde. Der MSI Optix MPG341CQR ist für mich zweifelsohne einer der wahrscheinlich leistungsstärksten und innovativsten Monitore auf dem Markt. Ich persönlich nutze die wenigsten der Zusatz-Features (integrierte Kamera, Kamerahalterung, Mouse-Bungee, LED-Leiste etc.) aktiv und könnte auch genauso gut darauf verzichten, dennoch zolle ich dieser beachtlichen Innovationskraft von MSI meinen allerhöchsten Respekt. Ich hoffe sehr, dass sich viele Ideen in Zukunft auf dem Markt durchsetzen und mit weiteren Use-Cases ergänzt und verbessert werden können.
      Zu guter Letzt bedanke ich mich für die Möglichkeit, für die „Testers Keepers“-Aktion ausgewählt worden zu sein und hoffe, dass mein Testbericht dem ein oder anderen Interessenten eine Hilfe ist.
      Zuletzt geändert von TheFreshMT; 07.04.2021, 20:10. Grund: redundante Passage

      Kommentar


      • #4
        MSI Optix MPG341CQR im Test | Testers Keepers

        Die Auswahl zum Tester des MSI Optix MPG341CQR durch Mindfactory kam für mich zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, denn mein bisheriger Monitor, ein Dell U3415w hatte nach 4 Jahren begonnen, dauerhaft deutliche Schlieren zu zeigen, die gerade bei der Bildbearbeitung, aber auch bei Serien und Filmen unangenehm auffielen. In Spielen lies sich das weniger beobachten, doch mit 60Hz gehöre ich wohl im Jahr 2021 zu einer Minderheit und auch wenn ich selten das Gefühl hatte, dass Spiele auf meinem alten Monitor schlecht liefen, so drängte sich mit der Zeit nach einigen Vergleichen zwischen 60Hz und 144Hz durch Youtuber wie Linustechtips doch die Frage auf, ob mir vielleicht einfach der Vergleich fehlte und 144Hz einen Unterschied subjektiv beim Empfinden der Flüssigkeit der Darstellung, aber auch in der objektiven Performance bei schnellen Multiplayerspielen machen würden.
        Außerdem hatte ich gerade erst meine Grafikkarte und anschließend auch den gesamten PC erneuert, sodass 144Hz in den meisten Spielen bereits problemlos erreicht wurden, jedoch durch meinen langsamen Dell nie wirklich genutzt werden konnten und sich der Vorteil allein auf die besseren Frametimes beschränkte. So kam die Auswahl als Tester gerade recht, auch wenn ich sehr überrascht war, so viel Glück zu haben. Schon einen Tag nach der netten Mail von Mindfactory stand der Lieferant mit dem MSI Optix MPG341CQR bei mir in der Tür und überreichte mir das Monitor-Upgrade, während meine Nachbarin große Augen machte ob der Größe des Pakets und der schicken, bunten Verpackung, die tatsächlich doch sehr viel mehr her macht, als die üblichen braunen Pakete.
        Beim Auspacken viel auf, dass der Monitor gegen alle Eventualitäten rundherum mit Styropor gepolstert war, sodass Transportschäden nahezu ausgeschlossen waren und auch sonst gut verhindert werden können, sollte man z.B. umziehen. Die einzelnen Kabel für die Stromversorgung, die USB 3.1 Anschlüsse, die Verbindung zum PC per DisplayPort oder HDMI, sowie ein Y-Audiokabel waren dabei auf den ersten Blick in einzelnen Kammern, eingelassen im Styropor zu finden, zusammen mit diversen Anleitungen zur Montage von Standfuß, Webcamhalterung und Mouse Bungee.
        Die Montage des Standfußes ging schnell vonstatten und war dank der intuitiven und stabilen Konstruktion fast selbsterklärend, aber generell auch in der Anleitung gut nachzuvollziehen, wobei mir beim Montieren die Wertigkeit des Standfußes aus Metall positiv auffiel, obwohl das Design erstaunlich elegant und schmal wirkt und im Vergleich zu vielen anderen Herstellern wenig Platz auf dem Schreibtisch einnimmt, da er zwar 27cm in der Tiefe misst, jedoch insgesamt wenig Volumen einnimmt und somit zum Beispiel ein kleiner Centerlautsprecher oder eine Soundbar auch unter dem Display positioniert werden können.
        Kabel können durch den Standfuß hindurch zum PC geführt werden, sodass der Schreibtisch aufgeräumt wirkt, wobei etwas längere Power-, DisplayPort- und HDMI Kabel wünschenswert gewesen wären, da von meinem überdurchschnittlich hohen Schreibtisch aus der PC mit den mitgelieferten Kabeln nur schwer erreicht werden konnte. So misst beispielsweise das DisplayPort 1.4 Kabel leider nur 1,5m.
        Schwieriger als gedacht gestaltete sich auch das Finden der Anschlüsse am Monitor, was jedoch auch meiner Schusseligkeit zu verdanken war, denn die korrekte Ausrichtung der Kabel beim Verbinden der Kabel mit dem Monitor ist eigentlich in der Anleitung dargestellt.
        Beim ersten Einschalten viel sofort die von einer Seite zur anderen wandernde, bunte RGB-Beleuchtung am unteren Rand des Monitors ins Auge. Diese gliedert sich perfekt in mein aktuelles System ein, da mein Mainboard und neuerdings mein RAM ebenfalls RGB-Beleuchtungen bieten.
        Eigentlich bin ich kein allzu großer Fan von buntem „Bling-Bling“, doch an dezenter, einfarbiger Beleuchtung finde ich durchaus Gefallen und genau das ließ sich beim MSI Optix MPG341CQR auch nach der Verbindung des Monitors zum PC über das beiliegende USB-Upstream Kabel und anschließendem Installieren der SteelSeries-Software über die offizielle Website des Monitors in ein paar Minuten einstellen. Positiv ist hier auch zu erwähnen, dass die Software dem Nutzer sämtliche erdenkliche Wünsche erfüllt, was persönliche Einstellungen angeht. So können alle Gruppen und einzelne Zonen der LEDS mit unterschiedlichen Farben und Effekten konfiguriert werden und in unterschiedlichen Profilen hinterlegt werden. Sogar die Reaktion auf einzelne Geschehnisse im Spiel lässt sich konfigurieren, um einen kleinen, aber möglicherweise entscheidenden Vorteil in E-Sports Titeln herauszuschlagen. Für mein aktuell meistgespieltes Spiel Call of Duty Modern Warfare habe ich leider keine App in der SteelSeries Engine 3 gefunden, aber für das von mir ebenfalls oft gespielte League of Legends gibt es erfreulicherweise bereits eine hinterlegte App, die im Spiel über die eingebauten Front-LEDs des Monitors wichtige Dinge wie Creep-Score, Baron-/Dragon-Timer, noch lebende Teammitglieder und noch lebende Feinde anzeigen kann, zusätzlich zu besonders für Anfänger hilfreichen Status wie Mana und Gesundheit.
        Dies erwies sich im Spiel nach etwas Eingewöhnungszeit und Einprägen der Farbverläufe als nützlich und es ist ein kleiner Vorteil, sich um zusätzliche Overlay Software oder das Einprägen der Timer nicht kümmern zu müssen. Als weiterer Schritt für besonders hartgesottene Gamer würde sich hier noch ein kleines zusätzliches Display in bestimmten Bereichen des Monitors anbieten, das auch Zahlen darstellen kann, jedoch wäre damit vermutlich für Riot Games und andere Spiele-Entwickler die Grenze zum Cheaten überschritten.

        Des Weiteren lässt sich mit einem Klick auf Smart RGB im MSI Gaming OSD der Monitor so konfigurieren, dass das Wetter der nahen Zukunft mit Hilfe der RGB Beleuchtung anzeigt wird, wofür zuvor der Positionszugriff in Windows genehmigt werden muss.
        Natürlich lässt sich die RGB Beleuchtung optional auch komplett ausschalten.


        Die Konfiguration der Lichter ist eine sehr gute Idee von MSI, die zwar etwas Eingewöhnungszeit benötigt, um die Kniffe der SteelSeries Engine 3 zu durchsteigen, dann jedoch gut nutzbar ist und im Spiel tatsächlich auch von mir Verwendung findet. Es ist bei weitem kein Feature wie die 144Hz und adaptive Sync, aber man sagt auch nicht „Nein“, wenn man es nutzen kann. Für Käufer des MPG341CQR, die den Monitor mit anderen auf der Arbeit oder zuhause teilen, bietet MSI die Möglichkeit Nutzerprofile mithilfe der im unteren Teil des Rahmens eingebauten Webcam per Gesichtserkennung wechseln zu lassen, sodass längere manuelle Nutzerprofilwechsel über das Gaming OSD oder das OSD im Monitor entfallen, die jedoch auf weiterhin optional möglich sind.
        Die Webcam bietet ein Bild vergleichbar mit Webcams der Einstiegsklasse, wer bessere Qualität möchte, kann die mitgelieferte Kamerahalterung auf dem Monitor befestigen, um eine bessere Webcam anzubringen. Die Halterung wirkt sehr stabil mit einem verstellbaren Kugelkopf aus Metall, jedoch wird davon abgeraten sie für Kameras über 1KG zu nutzen, weshalb meine DSLM leider keinen Platz auf dem Monitor fand.
        Das ebenfalls im Lieferumfang enthaltene und optional zu befestigende Mouse Bungee lässt sich in der Praxis sehr schnell und einfach an der Unterseite des Monitors anbringen und erweist sich für Nutzer von Kabelmäusen als äußerst nützlich, um trotz Kabel möglichst viel Bewegungsfreiheit zu schaffen.
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        Äußeres:
        Die Ränder des MSI Optix MPG341CQR links und rechts des Displays sind angenehm schmal und in etwa ähnlich breit wie bei meinem Dell U3415W, was auch auf den oberen Rand zutrifft. Der untere Rand ist leider überdurchschnittlich breit, was vermutlich der RGB-Beleuchtung geschuldet ist, jedoch fällt dies in der Benutzung nicht weiter auf und der zusätzliche Nutzen in beispielsweise League of Legends durch schnelle Hinweise mit Hilfe der RGB-Beleuchtung dürfte für Hardcore-Gamer überwiegen. Außerdem findet man sehr viele Displays mit schmalem Rand am Markt, aber sehr wenige mit dezenter, in Farbe und Muster frei wählbarer, Beleuchtung.

        Bildqualität:
        Zum Beurteilen der Bildqualität habe ich hauptsächlich den Eizo Monitortest herangezogen, aber auch meine Erfahrungen in der Bildbearbeitung, in Spielen und beim Anschauen von Filmen und Serien berücksichtigt. Immer auch im Vergleich zu meinem bisherigen Dell U3415W, der im Gegensatz zum MSI Optix MPG341CQR nicht auf ein VA Panel, sondern auf ein IPS Panel setzt.
        Am stärksten fällt sofort der bessere Kontrast des MSI Optix MPG341CQR auf.
        Schwarze Bereiche erscheinen deutlich dunkler und nicht nur grau wie beim Konkurrenten von Dell.
        Allgemein wirkt das Bild dadurch deutlich lebendiger.
        Auch in puncto Homogenität des Bildes geht der MSI Optix MPG341CQR als Sieger hervor, denn es sind keine Lichthöfe zu erkennen, was bei gekrümmten Bildschirmen nicht leicht zu produzieren ist.
        Beide Bildschirme sind gekrümmt, sodass ein immersiveres Spielerlebnis erreicht wird. Der MSI Optix MPG341CQR deckt 105% des sRGB Farbraums ab, während der Dell U3415W nur auf 99% sRGB kommt und auch die maximale Helligkeit fällt mit 400 cd/m² 100cd/m² besser aus als beim Monitor von Dell. Einzig die Kategorie der Blickwinkelstabilität geht an den Dell U3415W, da es beim MSI Optix MPG341CQR schneller zu Farbveränderungen kommt, wenn man den Blickwinkel vertikal ändert.
        Pixelfehler fand ich während der letzten 2 Wochen, in denen ich den Monitor getestet habe, keine, einzig beim Schreiben dieses Berichtes fiel mir nun ein buntes Pixel auf dem weißen Word-Hintergrund auf, dass sich bei genauerem Testen im Eizo Monitortest als fehlendes grünes Subpixel erwies. Pixelfehler kommen jedoch leider bei jedem Hersteller mal vor und im sonstigen, normalen Gebrauch, fällt er auch nicht weiter auf.


        Bedienung:
        Das ist eine Kategorie in der sich viele Hersteller Nachlässigkeiten erlauben mit umständlichen Tasten und verschachtelten Interfaces. Nicht so MSI: Auf der rechten Rückseite des Monitors befindet sich ein 4-Wege-Navigationsknopf mit dem alle Einstellungen schnell geändert werden können. Wem das noch immer zulange dauert, der kann auch über die Gaming OSD App die meisten Einstellungen schnell vornehmen. Außerdem findet man auf der linken Unterseite des MPG341CQR einen Makroknopf, der noch schnelleren Zugriff auf eine zuvor zugewiesene Menüfunktion bietet, so kann zum Beispiel mit einem Knopfdruck die Helligkeit auf die Umgebungsverhältnisse angepasst werden oder der Nachtsicht-Modus aktiviert werden, um in Ego-Shootern in dunklen Bereichen mehr zu sehen.

        Preis-Leistungsverhältnis:
        Der MPG341CQR war lange Zeit erst ab 879¤ zu haben und damit vermutlich für die meisten Nutzer etwas zu teuer, obwohl er keine echten Schwächen hat und besonders mit der Ausstattung und den extrem guten Einstellungsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Herstellern glänzt. Für aktuell 678,50¤ bei Mindfactory ist der Monitor definitiv zu empfehlen und hat gerade in der aktuell schlechten Angebotslage bei hoher Nachfrage keine wirkliche Konkurrenz bei ambitionierteren Spielern.
        Andere Angebote mit ebenfalls 3440x1440 Pixeln auf 34“ mit 144Hz gibt es zwar auch ab ca. 400¤. Allerdings müssen dann vor allem Abstriche hinsichtlich der Reaktionszeit, Bildhomogenität und Helligkeit hingenommen werden. Ganz zu schweigen von den vielen zusätzlichen Extras die der MSI Optix MPG341CQR bietet.


        Fazit:
        Der MSI Optix MPG341CQR überzeugt bereits im Alltag durch sein kontrastreiches, homogenes Bild. Den Unterschied durch die höhere Bildwiederholrate bemerkt man dabei schon in Windows, wenn Fenster sich scheinbar schneller öffnen und die Maus schneller zu reagieren scheint. In Spielen kommen dann jedoch erst richtig all seine Vorzüge zum Tragen, die man sich als Hobbyspieler, aber auch ambitionierter Spieler nur wünschen kann. 144Hz fühlen sich subjektiv deutlich flüssiger und das Spielgeschehen realer an.
        Auch hatte ich durch die höhere Bildwiederholrate mit dem MSI Optix MPG341CQR kaum noch das Gefühl, hinter einer Ecke gestorben zu sein und das Zielen ist insgesamt ebenfalls einfacher, was in kompetitiven Spielen zu mehr Erfolg führt.
        Außerdem ist der Monitor zwar nicht offiziell in nVidias Liste der G-Sync kompatiblen Monitore aufgeführt, jedoch lässt sich G-Sync in der nVidia Systemsteuerung mit wenigen Klicks aktivieren und das funktioniert dann auch so gut, dass egal bei welcher Bildwiederholrate in Spielen keinerlei Zerreißen des Bildes mehr zu sehen ist. Insgesamt ist der MSI MPG341CQR damit für Hobbyspieler, aber auch für Gaming-Enthusiasten, denen ein gutes Bild, sehr schnelle Reaktionszeiten und eine gute Ausstattung mit nahezu grenzenlosen Einstellungsmöglichkeiten wichtig sind, sehr zu empfehlen.

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        • #5
          Als einer der glücklichen Produkttester durfte ich im Rahmen der "Testers-Keepers"-Aktion mit MSI und MindFactory den MSI Optix MPG341CQR zwei Wochen lang testen. Meinen Testbericht habe ich dabei in folgende Kriterien gegliedert:

          Verpackung / Lieferumfang / Verarbeitung
          ⦁ Montage
          ⦁ Design
          ⦁ Performance
          ⦁ Wer sollte zu diesem Monitor greifen?
          ⦁ Fazit


          Verpackung / Lieferumfang / Verarbeitung
          Der Karton hatte bei seiner Ankunft äußerlich glücklicherweise keinerlei Schäden. Im Karton selbst war das Zubehör noch mal großzügig verpackt worden, sodass man doch kurz beschäftigt war, erst einmal alle nötigen Sachen aus ihrer Verpackung zu befreien. Der Monitor selbst war ganz klassisch in zugeklebten, stabilen Styropor eingepackt, was für ausreichend Schutz während des Transports sorgte. Insgesamt lässt sich sagen, dass MSI bei der Verpackung nicht gespart und sehr gute Arbeit geleistet hat.
          Im Lieferumfang sind die wichtigsten Sachen, wie etwa Displaykabel, das Stromkabel und Schrauben zum Befestigen enthalten. Des Weiteren sind als Extras noch eine Kamerahaltung, die auf dem Monitor befestigt werden kann, und ein Maus-Bungee dabei, welches sich für den ein oder anderen als durchaus nützlich erweisen kann. Ich beispielsweise habe es direkt am Monitor angebracht und benutze es seitdem, finde es beim Zocken sehr angenehm, wenn die Maus auf eine Länge "eingestellt" ist und nicht überall durch die Gegend streift. Lieferumfang.jpg Maus-Bungee.jpg
          Schon beim Auspacken des Monitors fiel mir auf, was für ein Teil das Standbein ist. Es ist schon etwas schwerer als man vielleicht erwarten würde, was bei der Maße des Monitors aber nötig ist, um diesen einen festen und stabilen Stand zu garantieren. (Für das Standbein sollte man genug Platz auf dem Schreibtisch haben, es ist etwa 56cm breit und 28cm tief.) Der Monitor an sich macht auch von jeglicher Seite aus einen hochwertigen und gut verarbeiteten Eindruck. Ich persönlich kann hierbei keinerlei Mängel an der Verarbeitung feststellen und habe somit auch nichts zu meckern. Einen Pluspunkt meinerseits gibt es auch für das bereits integrierte Netzteil, was ich persönlich in dieser Preisklasse aber auch erwarte. Einen störenden Geruch, wie ihn einer meiner Vorredner bemerkt hat, konnte ich bei mir glücklicherweise nicht feststellen.

          Montage
          Die Montage war meiner Meinung nach in jeglicher Hinsicht ein Kinderspiel. Dabei habe ich den Monitor in der Styropor-Verpackung gelassen, und von dieser die Rückseite entfernt, sodass der Monitor mit dem Display in Richtung Tischplatte liegt. Anschließend wurde das Standbein des Monitors mit der Halterung verbunden und diese dann an der Rückseite des Monitors festgeschraubt. Zu guter Letzt wurde noch eine Abdeckung über die Halterung befestigt und die ganzen Schutzfolien auf dem Monitor entfernt. Insgesamt also eine recht schnelle und angenehme Montage des Monitors!

          Design
          Zum Design des Monitors kann es natürlich verschiedene Meinungen geben. Ich für meinen Teil finde es passend und noch recht schlicht gehalten. Das Standbein z.B. ergänzt den Monitor sehr gut, und lässt diesen auch nicht wie ein Monster aussehen. Die Rückseite macht dafür, dass sie normalerweise eher weniger betrachtet wird, auch einen guten Eindruck. Lediglich die LEDs auf der Rückseite hätte man sich getrost sparen können, da diese aufgrund der schwachen Leuchtstärke auch bei komplett dunklem Zimmer nicht wirklich bemerkbar sind. Die LED-Leiste auf der Vorderseite jedoch ist eine nette Spielerei. Diese kann per Software beispielsweise so eingestellt werden, dass sie anzeigt wie viel Munition noch im Magazin vorhanden ist, etc. Bei Bedarf oder falls diese stören sollte, kann diese natürlich auch vollständig ausgeschaltet werden. Die Ränder des Bildschirms sind an den Seiten und oben jeweils genau 1cm dick, was im Anbetracht des ganzen Monitors dann wieder recht dünn aussieht. Das Matte Finish ist auch sehr nett zu betrachten und angenehm für die Augen, vor allem wenn es mal etwas heller sein sollte im Zimmer. Der "Joystick" auf der Rückseite, womit das OSD aufgerufen wird, macht das Einstellen des Monitors so viel angenehmer als es bei anderen Monitoren der Fall ist. Diese haben meistens jeweils einen Knopf für verschiedene Funktionen. Beim MSI OPTIX MPG341CQR lässt sich ganz entspannt mit dem Joystick durch das Menu navigieren, ohne dabei Zeit zu verlieren. Finde ich sehr durchdacht gemacht!
          Side-View-X.jpg Top-View-X.jpg OSD-X.jpg

          Performance
          Da ich bereits bevor ich diesen Monitor verwendet habe einen Monitor mit 144hz und 1ms Reaktionszeit in Verwendung hatte, ist dies für mich nichts Neues mehr. Für jeden, der allerdings noch auf 60hz und einer höheren Reaktionszeit sitzt, wird dies ein gewaltiger Sprung sein! Wie heißt es so schön: "Wenn man ersteinmal in den Genuss von 144hz gekommen ist, geht man nie wieder auf 60hz zurück". Ausnahmen bestätigen dies sicherlich. Neu für mich ist jedoch die Auflösung von 3440x1440 Pixeln, das Seitenverhältnis von 21:9 und die Curve des Monitors. Auch wenn anfangs etwas ungewohnt bin ich jetzt im Nachhinein positiv überrascht davon. Die Curve bewirkt bei mir, dass ich mich etwas besser ins Spiel hineinversetzt fühle, was nochmal durch das größere Sichtfeld aufgrund des 21:9 Seitenverhältnisses verstärkt wird. Insgesamt also doch nochmal ein positiver Sprung von meinem alten Monitor! Die Farben des Monitors sind Out-Of-The-Box schon beeindruckend, mit etwas Finetuning lässt sich dann auch noch das letzte Bisschen herauskitzeln. Der Monitor unterstützt HDR400, was an sich zwar nur die "Einstiegsklasse" in HDR ist, aber meiner Meinung nach schon einen gewaltigen Unterschied zu herkömmlichen SDR-Bildschirmen macht, alles wirkt lebendiger. Ghosting ist wie ich festgestellt habe minimal vorhanden, ist aber kaum bemerkbar oder wirklich störend. Die integrierte Kamera ist zwar ein gewagter Schritt, und meiner Meinung auch in die richtige Richtung, jedoch ist diese mit 720p 30fps noch ausbaufähig und kann (zumindest von mir) mehr als Übergangslösung betrachtet werden, bis man Ersatz hat. Insgesamt bin ich was die Performance angeht sehr positiv gestimmt. Für mich passt hier einfach das Gesamtpaket von Farben, Reaktionszeit, Bildwiederholrate, Auflösung und Curve.

          Wer sollte zu diesem Monitor greifen?
          Da stellt sich einem womöglich schnell die Frage, für wen dieser Monitor gemacht ist. Mit seinen Spezifikationen würde ich behaupten, dass dieser Monitor schon eher für leidenschaftliche "Hardcore" Gamer gemacht ist, und keineswegs für Casual Spieler. Auch dürften Kompetitiv-Spieler gut damit dastehen. Was man allerdings nicht vergessen sollte ist, dass der Monitor mit seiner Auflösung von 3440x1440 Pixeln (~4.950.000) gegenüber 1920x1080 Pixeln (~2.070.000) der Grafikkarte fast 140% mehr Pixel zum Berechnen liefert, was sich natürlich auch auf die Performance auswirkt. Möchte man also das volle Potenzial des Monitors ausschöpfen, sollte man sich vergewissern, dass die Grafikkarte(n) leistungsfähig genug sind, um hier und da 144fps oder mehr zu erreichen. Ist dies gegeben und man möchte den Sprung von FullHD auf eine höhere Auflösung wagen und dabei nicht bei der Reaktionszeit oder Bildwiederholrate einstecken, dann steht dem Kauf des Monitors nichts im Weg!

          Fazit
          Der MSI Optix hat sich als qualitativ hochwertiger Monitor mit nützlichen Features erwiesen. Er überzeugt als Gesamtpaket durch die hohe Auflösung, niedrige Reaktionszeit von 1ms, und hohe Bildwiederholrate von 144hz. Die satten Farben, der hohe Kontrast, die Einstiegsklasse HDR400 und die Curve des Monitors machen ihn zu einer guten Wahl für Enthusiasten, welche hohe Performance anstreben oder sich einfach mal in der Welt des Spiels verlieren möchten. Die integrierte Kamera ist verbesserungsfähig, aber auch nicht unterste Schublade. Nichtsdestotrotz schätze ich MSI dafür einen Schritt in diese Richtung gewagt zu haben und hoffe sehr in Zukunft noch ausgereiftere integrierte Kameras in Monitoren dieser Preisklasse sehen zu werden. Abgesehen vom Spielen kann der Monitor auch bestens zum Arbeiten benutzt werden, wo er aufgrund seines 21:9 Seitenverhältnisses auch sehr nützlich sein kann was den Workflow angeht. Was den Preis angeht würde ich sagen, dass man zum aktuellen Preis von etwa 680¤ problemlos zuschlagen kann, da dieser mir Fair zu sein scheint, für das was einem geboten wird. Ich für meinen Teil bin mit dem Monitor rundum zufrieden und werde ihn so schnell nichtmehr hergeben! Kann ihn also mit gutem Gewissen an jeden Interessierten weiterempfehlen!

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          • #6
            Hier noch ein kleines Overview Video zum Monitor: MSI Optix MPG341CQR Monitor | Mindfactory Testers-Keepers | Overview - YouTube

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