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Testers Keepers Thermalright HR-02 PLUS und VENEMOUS PLUS

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  • Testers Keepers Thermalright HR-02 PLUS und VENEMOUS PLUS

    Hier könnt Ihr die Reviews der Thermalright Testers Keepers Aktion mit den HR-02 PLUS und den Venomous PLUS CPU-Kühlern vom 01.03.2021 - 07.03.2021 finden.
    Zuletzt geändert von young Marketing; 24.03.2021, 09:57.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam


    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  • #2
    Diese Rezension entstand aus der Aktion "Testers Keepers" von Mindfactory AG. Ich habe mich als Tester beworben und den CPU-Kühler Thermalright HR-02 Plus von Mindfactory zum Testen erhalten.

    IMG_20210313_192602.jpg IMG_20210313_192655.jpg IMG_20210313_192702.jpg IMG_20210313_192713.jpg IMG_20210313_192743.jpg IMG_20210313_192757.jpg IMG_20210313_192808.jpg IMG_20210313_192856.jpg IMG_20210313_192908.jpg IMG_20210313_204210.jpg

    Als erstes möchte ich erwähnen, dass der Thermalright HR-02 Plus recht groß ist (140 mm x 102 mm x 162 mm) und mit dem Lüfter zusammen stolze 910 Gramm wiegt. Die Bilder können da einen echt täuschen und man sollte auf jeden Fall als erstes nachschauen, ob genügend Platz vorhanden wäre. Laut der Betriebsanleitung wäre es geeignet für folgende Sockel: AMD: AM4 und Intel:775/115x/1366/1200 sowie Intel:2011/2011-3/2066.

    Ich habe es mit folgendem AMD AM4 Setup getestet:
    CPU: AMD Ryzen 5 2600X
    Mainboard: MSI B450 Gaming Plus
    Gehäuse: be quiet! Pure Base 600
    RAM: 16GB G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL16-18-18-38
    Grafikkarte: 8GB XFX Radeon RX 590 Fatboy Aktiv
    Netzteil: 500 Watt be quiet! Pure Power 11
    SSD: 500GB Samsung 970 Evo M.2

    Bei mir hat es noch gut reingepasst, aber da gab es dann auch kaum Luft mehr nach oben. Also noch mal, das Ding ist wirklich groß!

    Der Kühlkörper an sich macht einen sehr soliden Eindruck. Ich konnte mir vorstellen, dass es auch ganz ohne Lüfter zur passiven Kühlung verwendet werden könnte, z.B. in einem Office-Rechner. Das Design finde ich neutral und rein funktional gehalten, gefällt aber mir persönlich auch ganz gut so. Von nennenswerten Daten noch: Es hat 6x 6mm Heat-pipes, 32 x 0.4 m dicke Kühlerflossen mit 3 mm Abstand zueinander und eine reine Kupferbasis aus C1100 mit Nickelbeschichtung. Diese Kupferbasis ist meiner Ansicht nach gut poliert, was auch eine gute Wärmeübertragung ermöglichen sollte. Im Großen und Ganzen finde ich den gesamten Kühlkörper auch sehr gut verarbeitet.

    Der Lüfter hat mir auf den ersten Blick vom Design her nicht so sehr gefallen, vor allem aber wegen der hellen Farbe, was in einem eher schwarzen Rechner etwas herausstechen würde. Aber da es ein ARGB-LED Lüfter ist, sieht es im Betrieb schon ganz anders aus und da müsste ich dann auch meine Meinung dazu schnell ändern. Wer ARGB-LEDs mag, wird hier wahrscheinlich auch glücklich damit. Die Maße des Lüfters betragen hier 140 mm x 152 mm x 27 mm. Dieser besitzt auch an allen seinen Ecken kleine Gummiteile, die dann theoretisch nach der Montage am Kühlkörper anliegen und die Weiterleitung von Vibrationen an den Kühlkörper verhindern sollten. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 1500RPM, was einen Luftdurchsatz bis zu 2.2 Kubikmeter pro Minute ermöglicht. Der Geräuschpegel sollte dabei aber maximal 25.6 dBA betragen.
    Verarbeitet ist der Lüfter ebenso sehr gut.

    Weiterhin werden noch einige Zubehörteile mitgeliefert, wie Benutzerhandbuch, extra langer magnetischer Schraubenzieher, Multi Platform Backplate, Intel- und AMD-Montageplatten, diverse Schrauben und Muttern, eine Spritze mit Wärmeleitpaste, Klammer für die Lüfterbefestigung und RGB Fernbedienung. Alle Teile sind meiner Ansicht nach gut verarbeitet und ich konnte da nichts finden, was zu bemängeln wäre. Das Benutzerhandbuch finde ich leider eher schlecht gemacht, es ist kurz und knapp gehalten und die Zeichnungen an sich sind zwar relativ gut verständlich, aber im Großen und Ganzen fehlen da schon viele Informationen, die meiner Ansicht nach für einen weniger erfahrenen Nutzer erforderlich wären. Es fehlt z.B. komplett, wie die RGB-Fernbedienung angeschlossen und zu handhaben sein sollte.

    Die Montage eines so großen Kühlers kann auch etwas tricky werden, da gibt es sicher viele Alternativen, die einfacher handzuhaben sind. An sich ist es aber überhaupt nicht kompliziert, zumindest wenn man genau weiß, was man zu tun hat, kann aber schon etwas mehr Geschick als sonst voraussetzen, da z.B. die Sicht teilweise durch den Kühler selbst blockiert wird und man auch nur mit einem extra langen Schraubenzieher drankommt. Wenn man schon ein wenig Erfahrungen mit dem Rechnerzusammenbau hat, sollte es aber keine großen Probleme bereitstellen und auch für einen Anfänger wäre es theoretisch sicher möglich, könnte aber etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Ich finde es ist an keiner Stelle unnötig kompliziert, es liegt einfach an der Größe und der Hersteller hat es schon relativ gut durchdacht. Vor allem den beiliegenden Schraubenzieher finde ich richtig großartig, es ist in keiner Weise ein Billigprodukt und wird dann später sicher Wiederverwendung finden können im Gegensatz zu vielen Werkzeugen, die man so mitgeliefert bekommt. Was vielleicht noch anzumerken wäre, der Lüfter wird hier am Kühlkörper mit Klammern befestigt, wovon ich persönlich nicht wirklich begeistert bin, macht das Befestigen in diesem Fall aber mehr flexibel im Sinne der Positionierung.

    Ich habe Thermalright HR-02 Plus in meinem Zweitrechner eingebaut und dieser hatte davor den Boxed-Kühler von meinem AMD Ryzen 2600x, nämlich den AMD Ryzen Wraith Cooler. Es ist klar, dass man diese schlecht direkt vergleichen kann, aber man sieht trotzdem, wie viele Vorteile Thermalright HR-02 Plus da mitbringen kann. Für den Vergleichstest habe ich mit den beiden Kühlern den Multicore-Benchmark von Cinebench R23 durchlaufen lassen, welches dann ca. 10 Minuten den Prozessor unter Voll-Last betreibt. Die dabei entstehenden Temperaturen habe ich mit dem Tool HWiNFO ausgelesen. Der Boxed-Kühler AMD Ryzen Wraith hat in diesem Test 7135 Punkte erzielt und die Temperatur stieg da auch wirklich rasant an. Von ca. 40 Grad Celsius im Leerlauf kam es binnen einer Minute auf 94.6 Grad Celsius, wo dann auch die Leistung erstmal gedrosselt wurde, damit sich der Prozessor nicht weiter erhitzt. Das Ganze war dann auch recht laut, was bei einem Boxed-Kühler keine Überraschung ist. Dann wurde Thermalright HR-02 Plus eingebaut, und ich habe exakt denselben Test wiederholt. Als Testergebnis gab es dann 7334 Punkte, was fast 200 Punkte mehr sind. Die Temperaturentwicklung war auch logischerweise deutlich langsamer, was den großen Maßen des Kühlkörpers zu verdanken wäre, stabilisierte sich dann nach ca. 3. Minuten bei ca. 71 Grad Celsius. Die Maximaltemperatur betrug dabei im ganzen Test 72 Grad Celsius. Es blieb auch während des ganzen Testverlaufs sehr leise.

    Es ist vielleicht noch anzumerken, dass der Test in einem gedämmten Midi-Tower ohne groß viel Luftzufuhr durchgeführt wurde. Daher finde ich die Ergebnisse an sich auch recht gut; diese sind sicher auch besser als sie bei einer oder anderen Wasserkühlung aus dem niedrigeren Preissegment sein können. Der Thermalright HR-02 Plus ist sehr bauähnlich wie die ganzen Macho Kühler von Thermalright und unterscheidet sich größtenteils nur durch die ARGB-Beleuchtung am Lüfter, der Preis ist aber aktuell fast doppelt so hoch. Wenn jemand da einen ARGB-LED-Lüfter unbedingt haben will, wird mit diesem Kühler sicher glücklich sein, sonst würde ich eher auf ARGB verzichten und den billigeren Macho nehmen.

    Pro / Contra:
    Pro:
    - Gute Kühlleistung
    - Leiser Betrieb
    - Gute Verarbeitung
    - ARGB-Beleuchtung

    Contra:
    - Die Anleitung konnte besser gestaltet werden
    - Zum Teil kompliziertere Montage

    Fazit:
    Ich kann diesen CPU-Kühler jedem weiterempfehlen, wenn man eine gute Kühlleistung bei einem niedrigen Geräuschpegel haben möchte und wenn man auf eine RGB-Beleuchtung Wert legt.

    Kommentar


    • #3
      Vorwort
      Das Konfigurieren und Zusammenbauen neuer PC-Systeme und Hardware bereitet mir seit mehr als zwei Jahrzehnten große Freude.
      Umso größer ist meine Überraschung, dass ich im Rahmen der Aktion „Testers Keepers“ von Mindfactory und Thermalright als Produkttester für die CPU-Kühler-/Lüfterkombination Thermalright HR-02 Plus ausgewählt wurde.

      Beiden Firmen sende ich meinen herzlichen Dank für diese Möglichkeit.
      Gleichzeitig versichere ich, dass der unentgeltlich bereitgestellte und von mir hier bewertete Thermalright HR-02 Plus neutral und sachlich beurteilt wird.

      Verpackung und Lieferumfang
      Die Verpackung des HR-02 Plus ist in bräunlicher Farbe gehalten. Der Aufdruck des Produktnamens und des Herstellers ist in schwarzer Schrift gehalten, ebenso der Hinweis auf die „20th anniversary edition“. Auf der Rückseite sind die Spezifikationen des Kühlkörpers und des Lüfters festgehalten. Beide Bauteile zusammen bringen 910 g auf die Waage. Klar, es mag auffälligere und ggf. schönere Verpackungen geben, aber schließlich zählen die inneren Werte oder Produkte.
      Der HR-02 Plus ist für eine maximale Thermal Design Power (TDP) von 240 Watt spezifiziert.

      Im Lieferumfang befinden sich
      1x Lüfter TL-D14S (L140 mm, W102 mm, H162 mm, 1500 rpm, 4-Pin PWM, 5V/3-Pin ARGB, 150 g)
      1x Kühlkörper (L140 mm, W152 mm, H27 mm, 6 Heatpipes, 760 g)
      1x Montage-Set AMD AM4
      1x Montage-Set Intel 775, 115x, 1200, 2011, 2011-3, 2066
      1x RGB-Fernbedienung mit S-ATA Power-Anschluss
      4x Lüfterklammern
      1x Wärmeleitpaste (Thermalright CFX)
      1x Schraubenzieher
      1x Montageanleitung

      Design und Verarbeitung des Kühlkörpers
      Wir beginnen mit dem Herzstück, dem Kühlkörper des HR-02 Plus. Er wirkt hochwertig verarbeitet und stellt eine Hommage an den vor zehn Jahren vorgestellten HR-02 Macho dar. Nahezu alle Finnen des Kühlkörpers haben den gleichen Abstand, lediglich am oberen Rand musste ich an zwei Stellen geradebiegen, was leicht zu verschmerzen ist. Die auf dem Prozessor aufliegende Fläche besteht aus vernickeltem Kupfer. Der Kühlkörper ist wuchtig und nicht lackiert. Das kenne ich noch aus der Zeit, als Computergehäuse beige und klobig waren und RGB in Computern nicht bzw. kaum verbreitet war.
      Ich muss gestehen, dass mir das Design anderer z.B. in schwarzer Farbe lackierter Kühlkörper (z.B. Be Quiet! Dark Rock-Serie) besser gefällt; dies ist jedoch Geschmackssache.
      Alle Kühlflächen sind mit Löchern durchsetzt; Thermalright schreibt auf der Produkthomepage von einer patentierten „vertical hole technology“, welche die Strömungseigenschaften und Wärmeabgabe des Kühlkörpers verbessern soll.
      In jedem Fall besitzt der HR-02 Plus eine riesige Kühlfläche für die spezifizierte Kühlleistung bei einer Wärmeabgabe von 240 W TDP.

      Design und Verarbeitung des Lüfters
      Der Lüfter des Typs DL-14S, ebenfalls von Thermalright, besitzt eine neutrale, helle Farbe, die ihn bei aktiver ARGB-Beleuchtung schön in Szene ist. Der Lüfter lässt sich jedoch auch ohne ARGB betreiben, indem man den zugehörigen 5V/3-Pin-Anschluss schlicht nicht beachtet. An beiden Seiten besitzt er jeweils vier abnehmbare gummierte Anbauteile, die Vibrationen dämpfen sollen – das gefällt.
      Eine RGB-Fernbedienung lässt die Wahl zwischen den aufgedruckten Modi „B“, „M“ und „S“.
      Im Betrieb „eiert“ lediglich die Unterseite des Lüfters sowie der nicht ganz mittig angebrachte Aufkleber. Auch dies ist ein Detail, das ich lediglich der Vollständigkeit halber nenne; störend ist es keinem Fall. Die Bewegungen der Lüfterblätter beschreiben eine eindeutige Ebene.

      Drehzahlen und Lautstärke des Lüfters (ohne montierten Kühlkörper)
      Schwerer wiegt jedoch, dass der Lüfter auch bei geringen Drehzahlen von ca. 500 rpm gelegentlich leise schleift. Dies fällt nur in unmittelbarer Nähe auf. Bei höheren Drehzahlen, d.h. ab ca. 700 upm, fallen jedoch Luftverwirbelungsgeräusche auf, die empfindsame Ohren durchaus wahrnehmen werden. Ob sie störend sind, muss jeder Silent-Enthusiast für sich beurteilen. Die Drehzahlkurve (in upm, Umdrehungen pro Minute) in Abhängigkeit von der abgegebenen PWM-Leistung (in Prozent) sieht wie folgt aus:
      1% PWM – 320 upm
      5% PWM – 420 upm
      10% PWM – 500 upm (bis jetzt nicht bzw. kaum hörbar)
      20% PWM – 700 upm (erste Luftverwirbelungsgeräusche)
      50% PWM – 1000 upm (deutlich wahrnehmbares Rauschen)
      80% PWM – 1400 upm
      100% upm – 1570 upm (maximale Drehzahl)

      Anleitung und Montage
      Die Anleitung liegt separat in deutscher und in englischer Anleitung bei. Alle Komponenten sind eindeutig mit einem Buchstaben und einer Bezeichnung bebildert abgedruckt. Die Installation wird in acht Schritten bebildert und separat für AMD- und für verschiedene Intel-Sockel dargestellt. Im „assembly package“ liegen alle zur Montage benötigten Bauteile separat verschlossen bei. Für Intel-Systeme ist eine Backplate vorgesehen, für AMD-Systeme genügen Haltebügel. Leider tragen nahezu alle separat verschlossenen in Tütchen verschlossene Bauteile die Kennziffer „4“, was sich jedoch nicht in der Anleitung wiederfinden lässt. Dennoch genügt die bebilderte, wenn auch etwas klein abgedruckte Anleitung für einen sichere Installation der 910 g schweren Kühler-/Lüfter-Kombination von Thermalright. Dank einer „Anpressdruckjustierungsplatte“ (sic) lässt sich der Anpressdruck bei montiertem Lüfter symmetrisch verändern, ohne zwei Schrauben separat drehen zu müssen.

      Leistung
      Das Testsystem besteht aus folgenden Komponenten:
      o AMD Ryzen 7 3700X
      o be quiet! Dark Rock 4 (als Referenz) vs. 1x Thermalright HR-02 Plus
      o 4x qe quiet! Silent Wings 3 14cm PWM
      o MSI B550 Tomahawk
      o 2x16 GB DDR4 Crucial Ballistix DDR4-3200
      o MSI RTX 2070 Super 8G Gaming X Trio
      o Be Quiet! Straight Power Platinum 11 550W

      Eingesetzte Software:
      o Windows 10 Pro x64 20H2
      o Prime95 v30.3 build 6
      o HWInfo64 v7.00

      Es wird nun der Be Quiet! Dark Rock 4 gegen den Thermalright HR-02 Plus getestet.

      Zum Ermitteln der maximalen Temperatur unter Volllast wurde Prime95 mit der Einstellung Small FFTs durchgeführt. Dies ist zwar realitätsfern, ermöglicht aber das Erreichen maximaler Temperaturwerte. Es wurden separat alle acht Kerne und einmal lediglich vier Kerne (für Temperatur-Spikes unter vollem Boost) für ca. zehn Minuten belastet. Die Package Power der CPU beträgt dann ca. 85-90 Watt.
      Alle Messungen wurden bei einer Raumtemperatur von 19°C durchgeführt.

      Dem Be Quiet! Dark Rock 4 (TDP 200 W) gelingt es mit Drehzahlen von 400 – 800 upm, den Ryzen 7 3700X bei Volllast auf allen Kernen bei 65°C zu halten. Belastet man lediglich vier Kerne, boostet der Prozessor höher und erreicht kurzzeitig maximale Temperatur-Spikes von 85°C.

      Beim Spielen werden in Abhängigkeit von der CPU-Auslastung hingegen ca. 50-55°C erreicht.

      Dem Thermalright HR-02 Plus (TDP 240 W) gelingt es mit Drehzahlen von 400 - 660 upm, den Ryzen 7 3700X bei Volllast auf allen Kernen bei 62°C zu halten. Belastet man lediglich vier Kerne, boostet der Prozessor höher und erreicht kurzzeitig maximale Temperatur-Spikes von 78°C.

      Beim Spielen werden in Abhängigkeit von der CPU-Auslastung hingegen ca. 48°-53°C erreicht.

      Insbesondere kann der Lüfter des Thermalright HR-02 Plus bei voller Drehzahl von 1570 upm die Temperaturen weiter senken als der BeQuiet! Dark Rock 4, dessen Lüfter maximal 1000 upm erreicht.
      Mir geht es jedoch um vergleichbare Messwerte, weshalb ich ein annähernd vergleichbares Geräuschniveau einer maximalen Kühlleistung vorgezogen habe.

      Vor allem werden die maximalen Temperaturen mit dem Thermalright HR-02 Plus im Vergleich mit dem Dark Rock 4 erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht; hier macht sich die deutlich größere Kühlfläche bemerkbar. Bei den Temperatur-Spikes der in 7nm hergestellten Ryzen 3000- und (5000-Serie) kann jedoch kaum ein CPU-Kühler bessere Werte erreichen.
      Hier limitiert einfach die Tatsache, dass sehr viel Wärme auf einer sehr kleinen Fläche erzeugt wird.

      Interessant kann es werden, wenn ich den Thermalright HR-02 Plus auf meinem Zweit-System, einem ASUS Z490 mit den kommenden Rocket-Lake-S-Prozessoren von Intel betreiben werde. Dieses System soll auch seine dauerhafte Arbeitsstätte werden.
      Bei der weitaus höheren zu erwarteten Wärmeabgabe eines Intel i7-11700K sollte der Thermalright HR-02 Plus seine Stärken über die größere Kühlfläche besser ausspielen können. Hierfür muss ich jedoch noch mindestens zwei Wochen warten, bis er (erneut ) käuflich zu erwerben ist.
      Anbei die Werte aus HWiNFO64 nach 10 Minuten Volllast auf allen Kernen des Ryzen 7 3700X auf dem Thermalright HR-02 Plus:
      Bild1.jpg

      Fazit:
      Der Thermalright HR-02 Plus ist eine gelungene Neuauflage des vor zehn Jahren vorgestellten HR-02 Macho, nun aber mit ARGB-Lüfter.
      Für einen Preis von rund EUR 84,- liefert er eine hohe Kühlleistung. Vor allem besitzt er große Reserven, damit auch bei kurzfristig hohen Wärmeabgaben Wärme schnell und effektiv abgeführt werden kann. Als Alternativen würde ich den BeQuiet! Dark Rock Pro 4 und den Noctua NH-D15 nennen, die preislich auf vergleichbarem Niveau der teuerern Luftkühler liegen. Ich persönlich hätte mir einen leiseren Lüfter als den TL-D14S gewünscht.

      Die Montage gelingt dank der bebilderten Anleitung nach etwas Einlesezeit; alle Bauteile sind eindeutig zu identifizieren und zu montieren.

      Wer auf eine maximal hohe Kühlleistung für Einzelturm-Luftkühlern mit genug Reserven für Prozessoren mit hoher Wärmeabgabe (Intel, hörst Du mit?) Wert legt, liegt mit dem Thermalright HR-02 Plus auf der sicheren Seite.
      Bei Bedarf kann dank vorhandenen vier Lüfterklammern auch ein zweiter Lüfter montiert werden, sofern hierfür tatsächlich noch Platz vorhanden sein sollte.

      Positive Aspekte:
      + Riesige Kühlfläche
      + Platte zum Justieren des Anpressdrucks
      + 14cm-ARGB-Lüfter mit gummierten Halterungen

      Andere Aspekte (persönlicher Eindruck)
      o Sehr ausladende Abmessungen – bitte vor Kauf und Einbau prüfen!
      o Montage könnte noch einfacher gelingen
      o Lüfter könnte für Silent-Enthusiasten weniger Luftverwirbelungsgeräusche verursachen (bei geringerer Kühlleistung)

      Vielen Dank an Mindfactory für die Möglichkeit, den Thermalright HR-02 Plus zu erhalten. Das Testen hat mir wie erwartet große Freude bereitet!

      Anbei noch das Unboxing-Video (puh, ich habe wirklich Respekt vor Youtubern und Influencern...), und ein paar Bilder.


      IMG_0271.jpg
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      Angehängte Dateien
      Zuletzt geändert von prtndr; 17.03.2021, 13:49.

      Kommentar


      • #4
        Ich wurde am 09.03.2021 als Produkttester im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion per Zufall auserwählt. Im Folgenden werde ich das Produkt Thermalright Venomous Plus bewerten, welches heute (22.03.2021) 77,87¤ kostet und anschließend ein Fazit für alle Interessenten ziehen.
        Zunächst mal mein System:
        Motherboard: MSI B350M PRO-VDH
        CPU: AMD Ryzen 5 1400
        GPU: Radeon RX 580 Red Dragon V2 8GB von PowerColor
        PSU: 400 Watt be quiet! mit 80+ Bronze Zertifizierung
        RAM: 2 x 4GB G.Skill DDR4 im Dual Channel
        OS: Windows 10 Pro 20H2; Build: 19042.868
        Das Paket wurde am 17.03.2021 per DHL gesendet und ich habe es direkt am 19.03.2021 erhalten. Die Verpackung ist nichts Besonderes, gewöhnlicher Karton mit schwarzer Aufschrift.
        Dieser CPU-Kühler ist für die folgenden Sockel von Intel geeignet:
        LGA 775/115x/1366/1200/2011/2011-3/2066
        Zudem passt dieser Kühler auf den Sockel AM4 von AMD, welchen ich habe und somit nur diesen berücksichtigen kann.
        Im Lieferumfang enthalten sind:
        5x AM4 Nylonschlauch
        5x 32 L17 Schraube
        2x AM4 Montageplatte
        1x Wärmeleitpaste
        2x Intel Montageplatte
        1x Anpressdruckjustierungsplatte
        1x 775 Kappe
        1x Multi Plattform Backplate und die dazugehörige Leitschutzfolie
        4x Adapterschaube
        4x Rändelmutter
        4x LGA 2011/-3/2066 Adapterschrauben
        4x Lüfterklammer
        1x TL-C12S Lüfter
        1x Venomous Plus
        1x RGB Fernbedienung
        Der Kühlkörper ist wirklich riesig. Die Länge ist 127 mm, die Breite 60 mm und die Höhe 158 mm. Ich hatte da erst Zweifel, ob er überhaupt in mein Gehäuse passt, aber er passt, wenn auch nur ganz knapp. Der Lüfter ist 120 mm lang und breit, Die Höhe ist 25 mm. Dieser schafft laut Herstellerangaben maximal 1500 RPM±10%. Der Kühlkörper wie auch die zwölf Wärmeleiter sind mit Nickel galvanisiert. Alle Komponenten sehen qualitativ hochwertig aus und so fühlen sie sich auch an.
        Ich persönlich finde die beigelegte Anleitung nicht ganz klar. Es ist kein Text da, sondern nur Bilder, weswegen ich für die Montage, als Anfänger, über eine Stunde gebraucht habe. Aber wenn man weiß, wie es geht, dann klappt es auch in 15-20 Minuten. Da ich zum ersten Mal solch einen Kühler eingebaut habe, war mir z.B. nicht ganz klar, wie der Lüfter mit den Lüfterklammern an den Kühlkörper zu befestigen war, bis ich im Internet nachgeguckt habe.
        Ich verstehe nicht ganz, warum der Lüfter eine RGB Fernbedienung hat. Diese muss per SATA-Anschluss an das Netzteil angeschlossen werden. Da wäre es mit einer Software komfortabler, die RGB zu steuern. Jedes Mal das Gehäuse zu öffnen, um die Farbe oder die Art, wie es leuchten soll zu ändern, finde ich sehr anstrengend und lästig, weswegen ich die Farbe einfach auf weiß und immer leuchtend eingestellt habe. Aber natürlich können auch andere Farben dargestellt werden, auch können die Lichter blinken, pulsieren, nacheinander an und ausgehen.
        Ich habe dieses Produkt nur mit dem Standardkühler vom Ryzen 5 1400 verglichen, welcher „AMD Wraith Stealth Cooler“ genannt wird. Ein Vergleich mit einem anderen Kühler ist mir leider nicht möglich, da ich keinen anderen besitze.
        Zuerst habe ich die Temperaturen mit dem Standardkühler im Standardtakt (3,2 GHz), dann mit dem Boost-Takt (3,4 GHz) und zuletzt mit 3,6 GHz gemessen.
        Als Stress-Test habe ich die Software „Prime95“ verwendet. Dort habe ich „Custom“ ausgewählt und bei „Min FFT size (in K)“ 1344 eingegeben und auch bei „Max FFT size (in K)“ 1344 eingegeben. Die Option „Time to run each FFT size (in minutes)” habe ich auf 3 eingestellt und jedes Mal für 15 Minuten laufen lassen. Bei jeder zweiten Minute habe ich die Temperatur auslesen lassen. Dazu habe ich die Software HwInfo64 benutzt. Die einzelnen Temperaturen jetzt zu nennen würde den Rahmen sprengen, weswegen ich jetzt nur die Maximaltemperaturen nennen werde. Natürlich packe ich zur Vollständigkeit halber meine erstellten Diagramme mit rein.
        Also zunächst mal mit dem Standardkühler. Die maximal gemessene Temperatur war im Standardtakt 57,8°C nach acht Minuten; mit 3,4 GHz eine Maximaltemperatur von 58°C nach 14 Minuten; mit 3,6 GHz, wieder nach acht Minuten, 60°C. Dazu muss ich aber sagen, dass in Prime95 Worker #7 und Worker #8 aufgrund eines Errors aufgehört haben zu testen und die CPU-Kerne 3 und 4 nicht mehr mit 100% ausgelastet wurden. Scheint wohl, dass es denen zu heiß war, denn mit dem Thermalright Venomous Plus haben die wunderbar gearbeitet und alle Kerne wurden voll ausgelastet.
        Und jetzt mit dem Thermalright Venomous Plus. Die maximal gemessene Temperatur war im Standardtakt 46,4°C nach 12 Minuten; mit 3,4 GHz eine Maximaltemperatur von 45,8°C nach 15 Minuten; mit 3,6 GHz waren es nur 48°C nach 14 Minuten.
        Es ist leicht zu erkennen, dass es einen Temperaturunterschied von 11-13°C gibt. Was sich zunächst zwar nach wenig anhört, aber bei CPU-Temperaturen eine Menge ist…
        Ich hätte auch gerne den Lärm des Standardkühlers und des Venomous Plus gemessen, aber leider habe ich kein Dezibel Messgerät und mit einer Smartphone App wäre es zu ungenau. Aber auf Maximaleinstellung ist das Venomous Plus meiner Meinung nach lauter als das AMD Wraith Stealth Cooler. Bei Normalnutzung, also bei Alltags-Aufgaben und auch beim Zocken ist es viel leiser als der Standardkühler. Aber das ist eine subjektive Einschätzung von mir und darauf sollte man sich nicht verlassen können.
        Nun zu meinem Fazit: Dieses Produkt ist wirklich toll und ein krasses upgrade zum AMD Wraith Stealth Cooler. Aber die Montage ist, wenn man ein Anfänger ist, aufgrund der unpräzisen und unvollständigen Montageanleitung schwierig und bei einem kleinen Gehäuse viel Fummelei. Ich weiß nicht, ob ich die Größe negativ oder positiv bewerten soll. Einerseits wird die CPU durch die enorme Größe des Kühlers besser gekühlt, andererseits kann ich mir vorstellen, dass der Kühler für viele Gehäuse einfach zu groß ist und z.B. die seitliche Abdeckung nicht angebracht werden kann oder man mit den Fingern gar nicht mehr am Mainboard arbeiten kann. Apropos am Mainboard arbeiten… Der Kühler + Lüfter verdecken einen meiner vier RAM Slots und deswegen müsste ich erst den Kühler ausbauen, wenn ich mein RAM upgraden möchte. Und was den Preis angeht… Ich weiß zwar nicht, wie andere Kühler mit diesem Formfaktor sich schlagen, aber die von den mir bekannten Marken, z.B. be quiet! sind nicht über 40¤ und da kommen mir die 77,87¤ des Thermalright Venomous Plus doch recht happig vor, weshalb ich es mir zu diesem Preis nicht gekauft hätte.
        Ich danke Mindfactory für die Möglichkeit, den Thermalright Venomous Plus zu gewinnen. Auch wenn die Montage wegen der Anleitung schwierig (für mich) war, hatte ich dann doch sehr viel Spaß dabei, es zu montieren und anschließend zu testen.
        Anbei die von mir geschossenen Fotos und ein unboxing Video.

        IMG-5105.jpg IMG-5106.jpg IMG-5107.jpg IMG-5108.jpg IMG-5109.jpg IMG-5110.jpg IMG-5111.jpg IMG-5112.jpg AMD Wraith Stealth Cooler Temperaturverlauf.jpg Thermalright Venomous Plus Temperaturverlauf.jpg

        Kommentar


        • #5
          Ich wurde im Rahmen einer Produkttestreihe ausgewählt dieses Produkt zu testen, was meine Bewertung in keiner Hinsicht beeinflusst hat.
          Mein aktuelles System lautet:
          CPU: AMD Ryzen 7 3700X
          MB: MSI B550 Gaming Plus
          GPU: Nvidia RTX 3080
          RAM: 32 GB RGB Pro 3200 MHz
          PSU: 750 W 80+ Gold
          OS: Windows 10 Pro
          Gehäuse: Be Quiet Pure Base 500DX

          Design:
          Der CPU Kühler kommt in eine unscheinbaren Pappverpackung mit den notwendigsten Informationen darauf. Darin ist alles gut und sicher verpackt und die Ausstattung ist gut. Für die meisten Sockel ist ein Adapter beigelegt, sodass man den Kühler sowohl auf Intel-Systemen, als auch auf AMD-Systemen verbauen kann. Schade fand ich jedoch, dass kein Schraubwerkzeug dabei war, was bei anderen Herstellern teilweise mitgeliefert wird, gerade bei diesem Preis, worauf ich später nochmal zu sprechen komme.

          Nun zum Design des eigentlichen Produkts. Der Kühlkörper besteht aus einem glänzenden, chromfarbenen Metall und wirkt sehr hochwertig. Der mitgelieferte Lüfter passt farblich sehr gut zum Kühlkörper, da dessen Rahmen nicht, wie bei vielen anderen Lüftern, schwarz sondern hell- und dunkelgrau ist. So passt es farblich besser zum Kühlkörper. Die Lüfterblätter sind weiß, was sehr gut geeignet ist, da in diesem RGB verbaut ist und die Farben bei weißen Blättern natürlich besser dargestellt werden können. Ob einem das glänzende Chromdesign gefällt oder ein schwarzer Kühlkörper schöner aussieht ist dabei Geschmackssache.
          Zur Beleuchtung kann ich sagen, dass diese sich gut zum Rest meines Computers einfügt. Ich habe alle anderen RGB-Komponenten auf Regenbogenbeleuchtung, die Farben wechseln also ständig durch, und jede LED dabei einzeln, daher ist es besonders praktisch, dass es sich hier ebenfalls um einen aRGB Lüfter handelt, also jede LED einzeln ansteuerbar ist und verschiedene Farben zeigen kann. Da auf meinem MB bereits alle aRGB Steckplätze besetzt sind verwende ich auch den mitgelieferten RGB-Controller. Da dort die Geschwindigkeit des Farbwechsels mir allerdings zu hoch vorkam und gefühlt auch etwas stockte entschied ich mich dafür Regenbogenfarben zu wählen, allerdings fest eingestellt, da ich auch nicht jedes mal meinen Computer öffnen möchte, wenn ich die Farbe ändern wollen würde.

          Verarbeitung:
          Auf die Verarbeitung bin ich ja bereits kurz im Abschnitt zum Design eingegangen. Dazu lässt sich nur weiter ergänzen, dass ich dort nichts negatives feststellen konnte und alles ziemlich hochwertig wirkt. Der Lüfter hat auch ein gutes Eigengewicht und die meisten Teile der Befestigung sind aus Metall gefertigt.
          Der Lüfter wirkt ebenfalls sehr hochwertig. Dieser kommt mit abnehmbaren Gummiecken, die die Vibrationen an dem Kühlkörper verhindern sollen und so einen leiseren Betrieb ermöglichen sollten.

          Montage:
          Nun zu einem der zwei größten Kritikpunkte, der Montage. Diese dauert, obwohl ich im Prinzip wusste wie alles funktioniert deutlich länger als gedacht und ich musste mir ein kurzes Video im Internet suchen, um zu verstehen, wie der Lüfter am Kühlkörper befestigt wird.
          Das größte Problem war dabei, dass die Anleitung mangelhaft ist und meiner Meinung nach teilweise Fehler aufweist (Falsche Buchstabenverteilung der Komponenten). Denn dort wird zum Beispiel der Kühlkörper mit dem Buchstaben O markiert aber in der Abfolge der Beschreibung zur Montierung stehen die Buchstaben P und C obwohl beide nicht in diesem Abschnitt verwendet werden. Dies könnte für Personen, die zum ersten mal einen Lüfter montieren sehr hindernd sein und möglicherweise zur Falschmontage führen, was im schlimmsten Fall zum defekt führt, was weder dem Verkäufer noch dem Käufer weiterhilft. Die Anleitung ist leider nur in Form von Bildern vorhanden und ziemlich knapp gehalten und teilweise missverständlich und ungenau dargestellt. Hier wäre ein Text zu den Bildern mehr als hilfreich, eigentlich notwendig. Noch besser wäre ein QR-Code zu einem kurzen Video, in welchem kurze Tipps genannt werden und die Montage gezeigt wird. Dies sollte eigentlich keinen großen Aufwand darstellen, denke ich.

          Leistung:
          Vorher hatte ich den Boxed-Kühler von AMD verbaut. Leider habe ich dort keine spezifischen Werte notiert sondern kann nur eine qualitative Aussage treffen. Unter Volllast ist dieser Lüfter deutlich leiser als der Boxed-Lüfter. Allerdings liegen die Temperaturen im Bereich von max. 85°C. Dies ist zwar keine bedenklich hohe Temperatur, allerdings hätte ich mir mehr erwartet, wobei zu erwähnen ist, dass der AMD Ryzen 7 3700X auch nicht gerade für einen sehr kühlen Betrieb bekannt ist. Leider kann ich mir aber auch aufgrund der mangelnden Anleitung nicht sicher sein, ob alles 100% richtig montiert ist, genauer gesagt, ob der Anpressdruck an die CPU ausreichend ist, da in keinem Nebensatz oder auf den Bildern erwähnt wird wie fest man die Schrauben etwa ziehen sollte, und da nach fest ab kommt wollte ich sicher gehen, dass ich nichts kaputt mache indem ich die Schrauben zu fest anziehe. In spielen liegt die CPU-Temperatur etwa zwischen 70 °C und 80 °C, was völlig ok ist, wenn man bedenkt, dass der Kühler ja auch ziemlich leise dabei bleibt.
          Insgesamt bin ich mit der Leistung also einigermaßen zufrieden.

          Preis/Lesitungsverhältnis:
          Kritikpunkt Nr. 2, denn kurzgesagt mit aktuell etwa 80¤ ist diese Kühler einfach zu teuer, wenn man bedenkt, dass beim Boxed Kühler von AMD vermutlich ebenfalls keine Temperaturen von über 90°C erreicht werden und dieser lediglich etwas lauter ist, aber beim Kauf der CPU ohne Aufpreis mit dabei ist.
          Für diesen Preis erhält man schon günstige Wasserkühlungen und aktuell würde mich der Preis nicht wirklich vom Kauf überzeugen. Ebenfalls schade finde ich, wie bereits erwähnt, dass kein Werkzeug zum Festschrauben des Kühlers mitgeliefert wird. Ebenfalls hätte ich bei dem Preis eine deutlich ausführlichere Anleitung gewünscht.

          Haltbarkeit:
          Da ich den Kühler erst eine Woche teste, kann ich dazu noch nicht viel sagen, allerdings läuft seit der ersten Minute, nach Start des Computer alles einwandfrei.
          In meinem alten Computer hatte ich einen ähnlichen Kühler, welche mehrere Jahre ohne Probleme lief und bis heute immer noch läuft. Aufgrund der gefühlt guten und hochwertigen Verarbeitung gehe ich hier ebenfalls von einer guten bis sehr guten Haltbarkeit aus und solange man den Kühler nicht irgendwie hin und her drückt oder unvorsichtig abzieht, sollte dieser vermutlich "ewig" halten.


          Fazit:
          Es handelt sich beim Thermalright Venemous Plus um einen gut aussehenden, leisen, hochwertig verarbeiteten, aber nicht wirklich außergewöhnlich gut kühlenden Kühler, der für einen Preis von um die 80¤ aktuell leider nicht zu empfehlen ist. Meine Erwartungsansprüche wurden hier also leider nicht erfüllt und ich würde das Produkt nicht kompromisslos weiterempfehlen.WhatsApp Image 2021-03-22 at 18.07.09.jpgWhatsApp Image 2021-03-22 at 18.06.48 (3).jpgWhatsApp Image 2021-03-22 at 18.06.48 (2).jpgWhatsApp Image 2021-03-22 at 18.06.48 (1).jpgWhatsApp Image 2021-03-22 at 18.06.48.jpg

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          • #6
            Rezension Thermalright Venomous Plus CPU Kühler

            Ich bin einer der glücklichen Gewinner eines Venomous Plus CPU Kühlers von Thermalright. Diesen habe ich am 12.03. zugestellt bekommen um ihn zu testen und im Anschluss zu behalten.
            Der Versand durch Mindfactory war extrem schnell. Am 09.03 erhielt ich die Benachrichtigung, dass ich beim Gewinnspiel den besagten Kühler gewonnen habe und 3 Tage später kam er dann auch schon bei mir an.
            Im Vorhinein sei gesagt, dass ich kein PC-Experte bin. Ich interessiere mich allerdings schon immer sehr für Hardware und bin ein typischer Gelegenheitszocker. Ich habe mir im Dezember einen neuen Computer zusammengebaut und die meisten der Hardware Komponenten bei Mindfactory.de bestellt. Da ein guter CPU-Kühler das einzige Hardware Teil war, dass mir noch fehlte, war es eine glückliche Fügung, dass ich diesen nun testen und behalten kann. Dementsprechend werden sich alle Vergleiche des Kühlers auf den AMD Boxes Lüfters beziehen, welcher beim AMD Ryzen 3600 XT mitgeliefert wird, da ich diesen bis zuletzt benutzt habe und auch noch nie einen „richtigen“ CPU Kühler besessen habe.

            Meine Hardware:
            CPU: AMD Ryzen 3600 XT
            MB: Gigabyte B450 Gaming X
            GPU: AMD Radeon RX 5700 XT Powercolor Red Devil
            RAM: 32 GB Corsair Vengeance RGB Pro 3600MHz

            Montage:
            Ich bin wiegesagt kein Experte, allerdings habe ich schon mehrfach PCs aus einzelnen Hardware Teilen zusammengebaut und bin was dies angeht relativ geübt. Der Einbau des Kühlers war allerdings deutlich schwieriger und langwieriger als ich gedacht hätte. Die Anleitung bietet leider nur einen sehr simplen Überblick und erklärt meiner Meinung nach nur sehr dürftig wie der Einbau von Statten gehen soll. Es sind drei verschiedene Anleitungen für die jeweiligen CPU Sockel mitgeliefert, welche jeweils mit 8 Bildern und ohne Text den schrittweisen Einbau „erklären“. Mir fiel der Einbau wiegesagt relativ schwer, allerdings denke ich, dass der Einbau für jemanden, der schon öfter CPU Kühler eingebaut hat eher unproblematisch ist. Leute wie ich, die dies zum ersten Mal machen, werden sich aber höchstwahrscheinlich des Internets bedienen und sollten gute Nerven und viel Geduld mitbringen. Ich habe für den Einbau insgesamt fast 3 Stunden gebraucht. Zum Beispiel habe ich zunächst versucht den Kühler einzusetzen ohne vorher großartig andere Komponenten auszubauen, habe allerdings relativ schnell festgestellt, dass ich den PC komplett auseinander bauen muss und das Motherboard herausnehmen muss, um den Kühler darauf befestigen zu können. Sicherlich ist es auch irgendwie möglich, den Kühler einzubauen ohne das Motherboard abzuschrauben, allerdings fand ich es so deutlich komfortabler und außerdem spart ihr euch so wahrscheinlich eine Menge „Fummelarbeit“ und somit auch Nerven. Das Auftragen der mitgelieferten Wärmeleitpaste war kein Problem. Problematisch waren für mich allerdings die zwei Federschrauben des Kühlers, mit welchen man den Kühler an den mitgelieferten Metallstücken befestigt, welche wiederrum auf den Sockel geschraubt werden. Die zwei Federschrauben haben nämlich meiner Meinung nach extrem schlecht gefasst und haben beim Einbau definitiv am meisten Zeit beansprucht. Immer wieder habe ich eine Schraube ein kleines Stück weit in das Gewinde geschraubt, um dann beim Versuch die andere Schraube zu befestigen, zu verzweifeln. Hier ein kleiner Tipp, falls es euch genauso ergehen sollte: Schraubt die beiden Metallstücke, auf welche der Kühler gesetzt wird zunächst nur Locker an. Auf diese Weise habt ihr deutlich mehr Spiel und könnt die besagten Metallstücke von unten gegen die Federschrauben drücken. Vergesst aber nicht die vier Schrauben der Metallstücke, nach dem eindrehen der Federschrauben, festzuziehen. Eine weitere Sache die mich ein wenig gestört hat, war, dass ich nicht wirklich einschätzen konnte, wie fest ich die Federschrauben ziehen soll. Denn Obwohl schon ziemlich großer Widerstand vorhanden war und ich Angst hatte zu großen Druck auf den Prozessor auszuüben, waren die Schrauben noch längst nicht komplett versenkt und außerdem machte der Kühler auf mich noch ein etwas wackligen Eindruck. Nach ein wenig Tüftelei habe ich aber ein Ergebnis erzielt, welches mich zufrieden stellte. Das anklemmen des Lüfters mit den Metallklammern stellt kein Problem dar, wenn man weiß wo diese Klammern angebracht werden sollen (seitlich und nicht oben und unten).
            Um den Einbau kurz zusammenzufassen: Für mich als Laien war der Einbau definitiv komplizierter als ich dachte, allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass der Einbau für jemanden der dies schon das ein oder andere Mal gemacht absolut kein Problem darstellt und ich denke, dass ich auch deutlich schneller wäre, wenn ich den Kühler ein weiters Mal einbauen sollte.

            Design und Verarbeitung:
            Im Punkto Design und Verarbeitung kann man nicht viel meckern. Sowohl Kühler als auch Lüfter machen auf mich einen sehr wertigen Eindruck und haben einen schlichten aber durchaus schicken Look. Der Lüfter hat einen weiß/transparenten Rotor, wodurch dieser eine gute Fläche für RGB Beleuchtung bietet. Die Farbe des Lüfterrahmens ist sicherlich Geschmackssache, da diese in einem Mix aus grün und beige gehalten ist. Ich finde diese Farbwahl in Ordnung, könnte mir allerdings vorstellen, dass diese in dem ein oder anderen Setup nicht das Non-Plus-Ultra ist.
            Die Kabelführung des Lüfters ist gut gelöst, da beide Kabel (3-Pin Fan Kabel und das Kabel für die RGB Beleuchtung), auf derselben Seite, unterhalb des Lüfters herauskommen. So können diese gut unter dem Kühlblock oder an anderer Stelle versteckt werden. Was ich allerdings nicht ganz verstanden habe ist, wie die RGB Beleuchtung angeschlossen werden soll. Das dafür vorgesehene Kabel hat nämlich einen großen SATA-Anschluss. Ein solchen Anschluss besitzt mein Mainboard allerdings gar nicht, nur kleine SATA-Anschlüsse. Dementsprechend kann ich leider nicht viel zur RGB Beleuchtung sagen. Meine RAM-Riegel haben allerdings RGB Beleuchtung, welche auch auf den Lüfter abstrahlt. Mich persönlich stört es nicht sonderlich, dass mein Lüfter nun nicht leuchtet, allerdings finde ich es natürlich schon ein wenig schade. Ich kann aber nicht sagen, ob es am Lüfter liegt, weil es wenig Sinn macht einen solchen Anschluss zu verwenden oder ob es Mainboard liegt, da dieses vielleicht einen solchen Anschluss haben sollte oder ob es vielleicht auch an mir liegt und ich einfach nicht verstehe wie ich das besagte Kabel anschließen soll, obwohl es eigentlich kein Problem ist.

            Performance:
            Performance-technisch bin ich nach knapp 2 Wochen Testzeit absolut zufrieden. Der Lüfter arbeitet sehr leise und ist neben den Lüftern vom Gehäuse und von der Grafikkarte so gut wie nicht zuhören. Leider habe ich wie gesagt keinen Vergleich zu anderen Kühlblöcken und kann den Kühler daher nur mit dem Boxed Kühler von AMD vergleichen.
            Um einen guten Vergleich zu ziehen, habe ich hierfür Assassins Creed Odyssey und Cyberpunk 2077 mit beiden Kühlern jeweils eine gute Stunde auf höchsten Grafikeinstellungen gespielt und die Temperatur des Prozessors regelmäßig mit CoreTemp überprüft. Mit dem AMD Kühler erreichte der Prozessor bei AC Odyssey eine Höchsttemperatur von 91 Grad Celsius und einen Durchschnittswert von 80 Grad, während die Höchsttemperatur des Prozessors zusammen mit dem Venomous Plus bei 76 Grad und die Durchschnittstemperatur bei 69 Grad lag. Bei Cyberpunk 2077 erhitzte sich der Prozessor unter Verwendung des AMD Lüfters auf maximal 93 Grad und durchschnittlich 85 Grad Celsius. Mit dem Venomous Plus war die höchste Temperatur 82 Grad und im Schnitt lag die Temperatur bei 72 Grad. Im Schnitt liegt die Differenz zwischen dem Venomous Plus und dem AMD Lüfter des Ryzen 3600 XT also bei ca. 12 Grad und bei den Höchstwerten sogar bei 13 Grad Celsius.
            Fazit:
            Alles in Allem bin ich mit dem Venomous Plus sehr zufrieden. Aufgrund dessen, dass die Anleitung sehr dürftig ist und der Einbau dementsprechend ziemlich umständlich und langwierig war ziehe ich einen Stern ab. Was Design, Verarbeitung und Performance angeht, habe ich allerdings nicht wirklich was zu bemängeln. Der Kühler arbeitet sehr effizient und hält meine CPU schön kühl und ist dabei sehr leise. Leider kann ich wie gesagt schwer einen Vergleich zu ähnlichen Produkten ziehen, würde aber sagen, dass die UVP von 80¤ angemessen ist. Legt man viel Wert auf die RGB Beleuchtung, empfehle ich auf jeden Fall vorm Kauf zu überprüfen, ob euer Mainboard den benötigten SATA-Anschluss aufweist. Da ich bis auf die Anleitung und ein paar Mankos beim Einbau nichts zu beanstanden habe gebe ich diesem Kühler 4 von 5 Sternen.
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            • #7
              Testberich Thermalright Macho HR-02 Plus RGB CPU-Kühler

              Hallo Hardwarefans,
              der hier vorgestellte CPU-Kühler Thermalright Macho HR 02 Plus RGB wurde mir im Rahmen eines Produkttests zur Verfügung gestellt. Jedoch hat dies keinen Einfluss auf meine Testergebnisse und das daraus resultierende Urteil. Der im Folgenden beschriebene Kühler ist eine Weiterentwicklung des bekannten Macho Kühlers.

              Alle Bilder dieses Tests sind dem Post im Mindfactory Forum angehangen.

              Der Kühler ist sicher verpackt. Der Karton ist nur so groß, wie es nötig ist, um die effizient gestapelten und von Schaumstoff geschützten Bauteile zu verstauen. So entsteht kein unnötiger Verpackungsmüll.
              Im Lieferumfang befinden sich:
              - Kühlkörper
              - 140mm RGB Lüfter
              - RGB-Steuerung
              - Montagezubehör für AMD und Intel
              - Wärmeleitpaste
              - Magnetische Schraubendreher
              - Montageanleitung
              Zur Befestigung des Kühlers liegen verschiedene Systeme für AMD und Intel Sockel bei. Es wird eine massive Metallkonstruktion verwendet. Diese besteht aus aufgeschraubten Abstandshaltern, die mit zwei Bügeln verbunden werden. Der Kühler wird Schlussendlich mit einem dritten Bügel darauf fest geschraubt. In der Mitte des dritten Bügels gibt es eine Zentrierschraube, welche die Einstellung des Anpressdrucks erlaubt. Hier wäre eine Empfehlung über die Stärke, in der sonst gut verständlichen Anleitung, wünschenswert gewesen. Ein netter Nebeneffekt der Zentrierschraube ist ein geringfügiges Spiel im unverspannten Zustand um die Hochachse des Kühlers. Dadurch lässt er sich exakt parallel zur Grafikkarte ausrichten. Dies lässt das Gesamtbild deutlich stimmiger wirken und leicht durchhängende Grafikkarten, fallen weniger stark ins Auge. Der mitgelieferte lange Magnetschraubendreher erleichtert die Montage sehr und wird auch bei zukünftigen Projekten wieder zum Einsatz kommen. Der Kühler verfügt über eine Grundplatte aus Kupfer, welches eine höhere Wärmeleitfähigkeit gegenüber vergleichbaren Aluminiumplatten aufweist. Polierte Unterseite ist konvex ausgeführt, wie auch der Lichtspaltversuch zeigt. In der Bodenplatte sind 6 Heatpipes mit einem Durchmesser von 6mm ordentlich verlötet. Sowohl die Bodenplatte, als auch die Heatpipes sind vernickelt. Somit sollte auch die Verwendung von Flüssigmetall ohne das Risiko einer chemischen Reaktion möglich sein. Zwischen der Bodenplatte und den Kühllamellen ist ein Zwischenraum. Hierdurch kann der Lüfter auch die Spannungswandlerkühler des Mainboards mit frischer Luft anströmen. Zudem werden Kollisionen mit selbigen vermieden. Die Kühllamellen sind sehr groß und haben einen recht großen Abstand zueinander. Dadurch wäre sogar einen Semi-Passiver Betrieb möglich, da der Strömungswiderstand verhältnismäßig gering ist. Die Heatpipes sind gegenüber der Anordnung an der Bodenplatte im Wechsel vertauscht. Dies sorgt für eine gleichmäßige Wärmeabgabe an den gesamten Kühlkörper. Darüber hinaus sind sie asymmetrisch zur Bodenplatte verschoben, um eine Kollision von Arbeitsspeicher und Lüfter zu vermeiden. Dies sorgt für maximale Kompatibilität auch mit sehr hohen RG Ram-Riegeln. Der Lüfter selbst unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von den bisherigen Thermalright Lüftern. Zum einen besitzt er Gummipads, zur Entkopplung. Dies macht die bisher verwendeten Klebepads überflüssig. Zum anderen verfügt der Lüfter über eine ARGB Beleuchtung. Diese kann entweder direkt über einen 3-Pin 5V Anschluss des Mainbords gesteuert werden, oder wahlweise über den mitgelieferten RGB-Controller. Dieser bietet verschiedenste Modi (Blinken, Farbwechsel etc.) und auch statische Farben zur Auswahl an. Die Drehzahlsteuerung des Lüfters erfolgt über ein ummanteltes 4-Pin PWM Kabel. Die maximale Drehzahl lag bei meinem Lüfter bei 1540 rpm. Jedoch ist schon mit weitaus geringeren Drehzahlen eine sehr effektive Kühlung möglich. Der Lüfter bleibt im unteren Drehzahlband akustisch unauffällig. Weder Lagergeräusche, noch Windgeräusche sind dominant wahrnehmbar. Lediglich im oberen, von mir weniger genutzten Drehzahlband, wird der Lüfter hörbar. Es liegen sogar zwei weitere Halteklammern bei, um einen zweiten Lüfter auf der Rückseite anbringen zu können. Somit ist auch eine Push-Pull Konfiguration möglich, jedoch nicht notwendig. Kommen wir nun zu einem oft unterschätzten Teil des Kühlers: Der Wärmeleitpaste. Diese wird in einer Spritze geliefert und sollte sogar für mehrere Anwendungen ausreichen. Die Paste besitzt eine relativ geringe Viskosität. Daher lässt sie sich gut verteilen und man kann eine sehr dünne Schicht auftragen. Lediglich einen Spatel zum Verteilen und ein Reinigungstuch vermisse ich im Lieferumfang.

              Kommen wir zum wichtigsten Punkt, bei einem so großen Kühler: die Leistungsfähigkeit!

              Mein Test genutzte relevante Systembauteile:
              Mainboard: Asus X370 Prime Pro
              Prozessor: AMD R7 1700
              Grafikkarte: MSI RTX2070 Armor
              Gehäuse: bequiet Dark Base 700
              Lüfter: 5x Silent Wings 3 140mm

              Um einen Vergleichswert zu generieren habe ich ein Belastungsszenario entworfen. Hierbei wurde der Prozessor auf allen 8 Kernen auf einen Wert von 3,7Ghz übertacktet und eine hohe Spannung angelegt. Dies generiert an der CPU eine Leistungsaufnahme von 114W unter Prime 95 mit 14 belasteten Threads. Zwei Threads wurden ausgelassen, damit Furmark nicht von der CPU ausgebremst wird. Die Grafikkarte wird zusätzlich mit dem genannten Furmark belastet und hat eine Leistungsaufnahme von 180W, die das Gehäuse zusätzlich aufheizen. Die Grafikkarten-Lüfter wurden auf 1565rpm fixiert. Die drei 140mm an der Vorderseite des Gehäuses und die beiden 140mm Lüfter im Heck arbeiten mit festen 900rpm. Die Raumtemperatur beträgt in allen Tests 23°C. Als Referenzkühler dient der bisher genutzte bequiet Shadow Rock TF 2. Dieser kann laut Hersteller eine TDP von 160W abführen. Beim Test wurde er mit seiner Maximaldrehzahldrehzahl von 1300rpm betrieben. Er war korrekt verbaut und die Wärmeleitpaste wurde frisch gewechselt. Der neue Thermalright Macho HR 02 Plus wurde ebenfalls mit 1300rpm betrieben, wobei dieser auch bis 1545rpm schaffen würde.
              Hier die mit dem MSI Afterburner ausgelesenen Ergebnisse nach einer halben Stunde Betrieb:
              Shadowrock : CPU 76°C GPU 70°C
              Thermalright: CPU 60°C GPU 64°C
              Der Thermalright Macho hält die CPU ganze 16°C kühler. Dieses Ergebnis hat mich sehr beeindruckt. Obwohl der Kühler mit 240W TDP angegeben ist, habe ich nicht mit einem so großen Temperaturunterschied gerechnet. Ein Teil dieses Erfolges verdankt der Kühler seinem anderen Aufbau. Er verwirbelt die Luft nicht so wie der Topflow-Kühler und kann somit warme Luft direkt zum ausblasenden Lüfter abführen. Durch diese Verbesserung bleibt sogar die Grafikkarte 6°C kühler, da sich die Hitze nicht im Gehäuse staut. Die Spannungswandler blieben ebenfalls Kühler. Der Thermalright Macho HR-02 Plus RGB ermöglicht mir nun eine stärkere Übertaktung und mehr Reserven bei sommerlichen Temperaturen. Ebenfalls kann er durch den großen Lamellenabstand mit geringerer Drehzahl die gleiche Wärmemenge abführen. Somit ist ein fast unhörbarer Betrieb möglich. Der Kühler macht sogar den meisten AIO-Wasserkühlungen mit seiner Kühlleistung Konkurrenz. Dabei bietet er sogar mehr Sicherheit und Langlebigkeit, da Pumpenfehler und Leckagen ausgeschlossen sind.

              Mein Fazit lautet wie folgt:

              Positiv:
              - Sehr hohe Kühlleistung
              - Eindrucksvolle Größe
              - Leise
              - ARGB Beleuchtung
              - ARGB Controller im Lieferumfang
              - Wärmeleitpaste für mehrere Anwendungen
              - Schraubendreher im Lieferumfang

              Neutral:
              - auf Kompatibilität muss geachtet werden

              Verbesserungswürdig:
              - Reinigungstuch (z.B. mit Alkohol) fehlt

              Wertung:
              Der Thermalright Macho HR02 Plus RGB hat mich sehr überrascht. Obwohl die Kühler von Thermalright seit Jahren am Markt bestehen, habe ich nicht mit einer solchen Kühlleistung gerechnet. Auch die enorme Größe, trotz vorheriger Prüfung auf Kompatibilität, hat mich erstaunt. Mit dem Zahlreichen zugaben im Lieferumfang, wie dem Schraubendreher, dem RGB-Controller und der üppigen Wärmeleitpaste ist auch der Preis vollkommen gerechtfertigt. Mir gefällt es sehr, dass die bekannten Thermalright Kühlerdesigns nun durch Beleuchtung aufgewertet werden. Ich werde diesen Kühler auf jeden Fall verbaut lassen und wahrscheinlich auch noch auf Zukünftigen Plattformen einsetzen. Mein alter Kühler wird den Boxedkühler in einem anderen System ablösen. Nun kann ich mich auf einen heißen Sommer freuen, denn ich bin auf alles Vorbereitet.

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              Volka

              Asus X370 Prime Pro; AMD Ryzen R7 1700 @3,7Ghz; Thermalright Macho HR-02 Plus RGB; Corsair Vegance 16GB @2933Mhz; MSI RTX2070 Armor; Corsair TX650M

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              • #8
                Einleitung:

                Vorweg ein riesiges Dankeschön an MF, dass ich den Thermalright HR-02 Plus im Rahmen der Testers Keepers Aktion testen darf!
                Geplant war eigentlich eine gleichzeitige Aufrüstung des ersten Systems mit CPU, Mainboard und Ram. Leider sind die Preise der Ryzen 5000er CPUs noch immer nicht in diesem Bereich, wo ich sie mir wünschen würde. Daher wurde der Kühler erstmal ins alte System gebaut, zusätzlich aber auch im zweiten System testweise eingesetzt, damit ich eine Vergleichsmöglichkeit habe.

                Die beiden Test-Systeme setzten sich wie folgt zusammen:

                System 1:
                CPU: Intel Core i5 6600
                Mainboard: MSI B150 PC Mate
                Arbeitsspeicher: Kingston 2x 8 GB DDR4 2133 MHz - normale Bauhöhe
                Grafikkarte: Gigabyte GTX 970 G1 Gaming
                Gehäuse: Corsair Obsidian 550D mit vier Gehäuselüfter bequiet SilentWings 2 - alle auf sehr leise abgestimmt
                Netzteil: Seasonic SSR-450RM 450 Watt
                Storage: M.2 SSD und Sata SSD

                Die Anordnung der Lüfter ist so gewählt, dass der große 140 mm hinter dem CPU-Kühler die Luft nach außen bläst. Alle anderen saugen die Luft nach innen, so dass ein Überdruck entsteht.
                Die Montagebilder stammen alle von diesem System.


                System 2:
                CPU: AMD Ryzen 9 3900X
                Mainboard: Gigabyte B550 Aorus Pro
                Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX 2x 16 GB DDR4 3200 MHz - normale Bauhöhe
                Grafikkarte: Zotac GeForce RTX 2070 Super Mini Edition
                Gehäuse: Coolermaster Silencio 550 mit drei Gehäuselüfter bequiet SilentWings 120 mm 800 rpm - alle auf sehr leise abgestimmt
                Netzteil: Corsair RM650x 650 Watt
                Storage: M.2 SSD und vier Sata SSDs

                Auch bei diesem System besteht ein leichter Überdruck im System. Direkt hinter dem CPU-Kühler ist ein Gehäuselüfter, der die Abwärme des CPU-Kühler nach außen abtransportiert.

                Beide Systeme wurden nicht übertaktet.


                Lieferumfang, Anleitung und Montage:

                Der Lieferumfang umfasst das Montagematerial für alle gängigen Desktop-Sockel-Systeme, zwei knappe Anleitungen in deutsch und englisch und einen Adapter zur direkten Steuerung der Beleuchtung des Lüfters. Eine große Tube Wärmeleitpaste ist natürlich auch dabei, sowie ein sehr langer Schraubendreher, der für die Montage unerlässlich ist.
                Die Anleitungen sind auf Deutsch und Englisch verfasst und sehr knapp, klein und kurz gehalten. Da sehe ich noch Verbesserungspotential, da es nicht direkt ersichtlich ist, welches Teil man jetzt nehmen muss. Es würde schon reichen wenn die Bilder größer und von besserer Qualität wären. Man bekommt es allerdings trotzdem hin, da die Montage mehr oder weniger selbsterklärend ist. Der Kühler wird sehr "stabil" mit dem Board verschraubt. Da wackelt und verdreht sich nichts! Einzig bei den letzten beiden Schrauben, womit man den Kühler an die Konstruktion schraubt, musste ich mehrfach ansetzen, da sehr schnell etwas stärkere Kräfte anlagen und sich die Fixierungsplatte leicht verkantet hat. Insgesamt muss man auch sagen, dass sich bei Thermalright in den letzten Jahr(zent)en an der Montage nicht viel geändert hat. Hat man einen eingebaut, kennt man alle "Tricks".


                Verarbeitung und Betrieb:

                Die Verarbeitung ist insgesamt sauber und damit sehr gut. Ich habe keine scharfen Kanten erfühlt, was mir meine Hände gedankt haben, da man sich ja sonst bei schlecht verarbeiteten Kühlern in der Größenordnung bei der Montage gerne mal schneidet. Alles hat auf Anhieb gepasst und die einzelnen Bauteile machen den Eindruck, dass diese eine vielfache Montage und Demontage aushalten, ohne zu vernudeln. Einzig ein paar Lamellen waren nicht ganz sauber geschnitten. Das hat aber nur geringe optische Auswirkungen, die nicht weiter hins Gewicht fallen. Außerdem scheint Thermalright seine Kühler mit einem Hologram-Siegel zu sichern, damit man sicher sein kann, dass man keine billige Kopie erwischt hat. Dieses Siegel ist unten am Kühlblock aufgeklebt und lässt sich so ohne Weiteres auch nicht entfernen.
                Im Betrieb fällt direkt auf, dass der Lüfter von sehr guter Qualität ist. Er ist sehr laufruhig, hat ein großes Drehzahlspektrum und schaut durch seine ARGB-LEDs wirklich schön aus! Die Kühlleistung in Verbindung mit der Lautstärke ist dabei extrem gut. Im System 1 ist der Lüfter auch unter hoher Last nicht hörbar. Er fügt sich bestens in das leichte Rauschen der anderen Lüfter ein. Im zweiten System musste sich der Kühler mit einem Scythe Fuma 2 messen, der zwar nicht sonderlich bekannt, dafür aber eigentlich die Referenz darstellt, wenn das System auf ihn angepasst wird (Luftfluss etc.). Und da war ich wirklich überrascht, denn die Kühlleistung kam an den Fuma 2 ziemlich nah heran. Ich werfe hier jetzt bewusst nicht mit Temperaturen um mich, da die Lautstärke dabei eine entscheidene Rolle spielt und ich diese nicht zuverlässig messen kann. Davon abgesehen habe ich das System so abgestimmt, dass die CPU-Temperatur den Takt angibt. Im unteren Temperatur- und Lastbereich sind beide Kühler aus dem System nicht heraus zu hören. Erst unter hoher Last hört man den Thermalright etwas stärker als den Scythe heraus. Der Unterschied ist dabei allerdings sehr minimal und zu vernachlässigen, was mich durchaus überrascht hat. Zieht man dann noch die Optik und die einfache Montage hinzu, würde ich mich im direkten Vergleich wohl eher für den Thermalright entscheiden.


                Fazit:

                Man sollte sich bewusst sein, dass man sich hier einen Kühler kauft, der sehr groß ist. In erste Linie muss man natürlich sicherstellen, dass der Kühler auch ins Gehäuse. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass man bei so einem Monstrum schwer im oberen Gehäusebereich später etwas stecken oder schrauben kann. Hat man hingegen wie ich ein Gehäuse mit sehr üppigem Innenbereich, bekommt man hier für einen guten Preis eine extrem gute Kühllösung mit ansprechendem Aussehen, die sich zudem gut montieren lässt. Da kann man über die etwas schlechte Anleitung hinwegsehen, die eigentlich auch mein einziger Kritikpunkt ist. Anwender, die keine großen Vorkenntnisse bei der Montage von CPU-Kühler haben, werden das sicherlich etwas kritischer sehen als ich. Da sind wir aber auch wieder ein der schieren Größe, die das Unterfangen eh schwieriger gestaltet.
                Ingesamt kann ich diesen Kühler jedem ans Herz legen, der Wert auf eine gute Optik legt, keine Kompromisse bei der Kühlleistung eingehen will und die Montage eines großen CPU-Kühlers nicht das erste Mal machen.



                Pro:
                - sehr gute Kühlleistung
                - laufruhiger Lüfter mit großem Drehzahlbereich
                - sehr ansprechende Optik
                - ARGB-Lüfter auch ohne passendes Board dank Adapter einstellbar
                - einfache Montage für fortgeschrittene Anwender


                Contra:

                - eine sehr rudimentäre und sehr klein bebilderte Anleitung


                IMG_20210324_141657.jpg IMG_20210324_141703.jpg IMG_20210324_141711.jpg IMG_20210324_141715.jpg IMG_20210324_142221.jpg IMG_20210324_142600.jpg IMG_20210324_143158.jpg IMG_20210324_143201.jpg IMG_20210324_145945.jpg

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                • #9
                  Das Produkt wurde im Rahmen der „Testers Keeper“ Aktion kostenfrei zur Verfügung gestellt, damit ich die Rolle als Tester einnehmen und ein objektives Review darüber schreiben kann. Die Lieferung war wie gewohnt pünktlich und konnte dementsprechend über eine längere Zeit umfangreich getestet werden. Das Testen hat mir bis auf die Montage Spaß gemacht, obwohl ich ein erfahrener Konfigurator von Computer Systemen bin, aber dazu später. Das verwendete System wurde in Kontrast auf die bereits vorhandenen Rezensionen an einen Alltagsuser angepasst, der ohne großartig aktuelle Hardware trotzdem das Beste aus seiner Hardware herausholen möchte. Im Rahmen des Reviews werden Paketinhalt, Design, Verarbeitung, Montage, Leistung, Preis-/Leistungsverhältnis und Haltbarkeit von mir bewertet.

                  Folgendes System wurde zum Testen benutzt:
                  - Intel Core i5-4690
                  - ASUS H81M-PLUS (Micro ATX)
                  - 630W bequiet! Pure Power L7
                  - Antec Midi-Tower 302
                  - Samsung 850 EVO 250GB
                  - 1TB WD Caviar Blue
                  - ASUS Nvidia GeForce GTX760

                  Paketinhalt:
                  - Kühlkörper + Befestigung (HR-02 Plus x1)
                  - Lüfter (TL-D14S x1)
                  - Klammern zum befestigen des Kühlers (x4)
                  - AM4 & Intel Kit zum Befestigen
                  - Sämtliche benötigte Schrauben
                  - RGB Bedienung über SATA Power
                  - Wärmeleitpaste (Thermalright CFX x1)
                  - Montagewerkzeug
                  Der Paketinhalt ist umfangreich und gut verpackt. Was mich überrascht hat war, dass bei den Ersatzteilen nicht gespart wurde. Bei den Klammern für den Lüfter wurden 2 zusätzlich beigelegt, genauso wie bei vereinzelten Schrauben. Ebenso war ich über die beigelegte Wärmeleitpaste überrascht, weil das man von den Produkten der Konkurrenz nicht gewöhnt ist. Respekt! Der zusätzliche Schraubenzieher für die Montage ist groß und stabil genug, sodass ich ihn wahrscheinlich für weiter Umbauten verwenden werde.

                  Design:
                  Das Design ist in meinen Augen… naja. Der Kühler an sich sehr groß, was Fluch und Segen sogleich ist. Aufgrund der Masse ist er ein echter Eyecatcher und der ARGB Lüfter ist auch ein Hinschauer, nur die Kombination aus den beiden Komponenten find ich nicht sehr ästhetisch. Als würde man Steampunk und Klemmbausteinland miteinander kombinieren. Wer also ein Gehäuse ohne Side Panel aus Glas hat ist hier in meinen Augen im klaren Vorteil. Aber nun Spaß beiseite, für manche ist er das was sie immer wollte, für mich persönlich ist es nichts. Hauptsächlich, weil ich allgemein kein großer Fan von Luftkühlern bin, da mir die Größe des Kühlers im Vergleich zu einer schlanken Wasserkühlung meist nicht ins Bild passt.

                  Verarbeitung:
                  Vorallem bei der Montage ist mir aufgefallen, dass KEINE der metallenen Kanten scharf ist. Hier wurde klar auf den Kunden geachtet, damit er nicht nach Einbau mit zerkratzten Händen an die Tastatur muss. Das Montagewerkzeug und die verwendete halterungen und Schrauben haben ebenfalls einen massiven und stabilen Eindruck gemacht. Der Lüfter war gut beschichtet und es hat nichts geklappert. Um Erschütterungen des Lüfters am Kühlkörper zu vermeiden, wurden Gummiteile an die Ecken des Lüfters angebracht. Die Auflage des Kühlkörpers für die CPU wurde durch eine Schutzschicht vor Transportschäden abgedeckt. Während das Kabel des Lüfters sogar gesleeved war, wurde das Kabel zur Steuerung des ARGB Lüfters nicht gesleeved und machte allgemein einen sehr leichten und billigen Eindruck. Die Funktion war dabei jedoch nicht betroffen.

                  Montage:
                  Nun zum Höllenpart, die Montage. Rückblickend gesehen war die Montage nicht großartig knifflig. Was bei mir nur zu Problemen geführt hat ist, dass mein Micro ATX Mainboard tatsächlich nicht groß genug für den Lüfter war. Ist klar, dass das nicht der Alltagskühler für so ein Mainboard ist, aber genau so einen Test wollte ich machen, um die Hieb- und Stichfestigkeit des Kühlers zu prüfen. In Kombination mit dem viel zu kleinem Mainboard und meinen durchschnittlich großen bequiet Gehäuselüfter konnte ich die Kühlung nur mit der Lüfterrichtung nach Hinten richten. In einem größeren Gehäuse hätte sich die Installation wesentlich einfacher gestalten lassen, da man oft nicht die Stellen sieht an denen man schraubt und teilweise auch die relativ kurzen Kabel schlecht in die dafür vorgesehene Schnittstelle auf dem Mainboard nicht so einfach reinbekommt. In der Montageanleitung wird nur mit Bildern dokumentiert, wie man den Kühler einbauen sollte. Die Abbildungen sind leider wegen der geringen Druckgröße teilweise sehr schwammig und nicht deutlich zu erkennen. Das Anbringen des Lüfters am Kühler könnte Neulingen Schwierigkeiten bereiten, da in den Abbildungen es wie bereits gesagt nicht deutlich zu erkennen ist, wie man ihn nun anbringt. Im Vergleich zu anderen Lüftkühler (Bequiet Dark Rock 4) oder Wasserkühler (EVGA CLC AIO 280) hat sich die Montage sehr gezogen.

                  Leistung:
                  Für den Test habe ich den Klassiker Counter Strike Global: Global Offensive und den Benchmark 3dMark: Fire Strike laufen lassen. Zuvor wurde der Boxed Kühler von Intel verwendet. Die Werte wurden mit HWInfo ermittelt.
                  Mit Boxed Kühlung:
                  Im Idle lief die CPU auf 45 Grad. Beim Benchmark wurde eine Höchsttemperatur von 85 Grad ermittelt, während bei CS:GO ein ähnliches Ergebnis von 84 Grad ermittelt wurde.
                  Mit HR-02 Kühlung:
                  Im Idle wurden ebenso 45 Grad abgelesen. Der tatsächliche Kühlunterschied wurde wahrhaft bei den anderen zwei Tätigkeiten belegt. Beim Zocken lief die CPU nur auf 45 Grad und beim Benchmark auf maximal 19 Grad. Das legt endlich den Weg frei, um die etwas ältere CPU durch kleine Ergänzungen zu overclocken. Durch das große Kühlerprofil kann außerdem die Temperatur viel stabiler gehalten werden als bei einem kleinem boxed Kühler.
                  Preis/Leistungsverhältnis:
                  Ich bin nur so mittelmäßig zufrieden. Wahrscheinlich hätte ich die Kühlung nicht selbst gekauft, da sie mit dem Neupreis von ca. 80¤ nicht wirklich schön ist und die Kühleigenschaften sich nicht großartig von der Konkurrenz abhebt. Was man jedoch respektieren muss ist, dass kleine Extras wie zusätzliche Ersatzschrauben und Klammern ebenso wie Montagewerkzeug und WLP im Gesamtpaket beinhaltet sind. Das macht das Auspacken schon etwas spannender. Wem die 20¤ egal sind kann sich den Kühler schon kaufen, kann aber auch einen anderen mit gleicher Kühlleistung für weniger Geld finden.

                  Haltbarkeit:
                  Das Produkt hat schonmal die etwas knifflige Montage ohne Schäden überstanden. Wie bereits erwähnt macht das Komplettpaket einen qualitativ hohen Gesamteindruck. Der Kühler ist massiv und alles hält dort, wo es auch sein soll. Kein Klappern, etc. Der Lüfter war auch gut produziert, ich geh mal von aus, dass er, solange die Elektronik nicht schlapp macht, bestimmt 10 Jahre halten würde. Falls es Ergänzungen dazu innerhalb eines Monats gibt, werde ich mich dazu nochmal hier äußern.

                  HR-02 (1).jpgHR-02 (2).jpgHR-02 (3).jpgHR-02 (4).jpgHR-02 (5).jpg

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                  • #10
                    Test ThermalRight Venomous Plus

                    Ich habe den ThermalRight Venomous Plus RGB im Rahmen der “Testers Keepers” Aktion von Mindfactory kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Dies wird meine eigene Meinung über das Produkt jedoch nicht beeinflussen und ich werde den Test so objektiv wie nur möglich durchführen und die Ergebnisse entsprechend darstellen.

                    Zuerst ein kurzer Überblick über mein aktuelles Setup:

                    ASUS TUF Z370-PRO GAMING
                    Intel i5 8600K
                    bequiet Dark Rock 3
                    Corsair Vengeance LPX 16GB DDR4 3000MHz
                    Samsung 970 Evo 1TB
                    EVGA GTX 1060 6GB
                    Thermaltake Smart SE 530W
                    Fractal Design Define R5

                    Unboxing:

                    Als ich das Paket von Mindfactory geöffnet habe war erstmal ich überrascht - kein Hochglanzkarton. Das finde ich in dieser Preisklasse ungewöhnlich, aber nicht schlecht. Ist einfach mal was anderes. Der Inhalt war einzeln und sicher in Schaumpolsterung verpackt. Montagematerial (für alle aktuellen Sockel), Anleitung und Wärmeleitpaste sind in einem separaten Karton verpackt. Positiv finde ich auf jeden Fall die große Tube mit guter Wärmeleitpaste, kurios finde ich die Montageanleitung, die wirkt als wäre sie mit einem Laserdrucker auf normalem Kopierpapier ausgedruckt. Die Anleitung ist zweimal vorhanden, was ich super finden, da man eine ja mal verlegen kann.

                    Die Montage:

                    Die Montage gestaltet sich dank der übersichtlichen Anleitung als recht einfach, wer schon mal einen CPU-Kühler montiert hat, der sollte hier definitiv kein Problem haben. Backplate mit den entsprechenden Schrauben am Mainboard befestigen, Montage-Kit anschrauben. Über die Halterung für den Kühler, die man am Montage-Kit verschraubt, war ich allerdings etwas verwundert. In der Mitte ist eine Rendelschraube angebracht, mit der man den Anpressdruck zusätzlich anpassen kann, dadurch lässt sich der Kühler im montierten Zustand aber noch leicht hin und her drehen. Überhaupt nicht gut gefallen haben mir die Schrauben mit denen der Kühler an der Halterung am Mainboard verschraubt wird. Die Federn, die den Anpressdruck regulieren kratzen unschön über das Metall der Halterung und vermittelt einem das Gefühl, dass jederzeit feine Metallspäne auf das Mainboard fallen könnten. Hier hätte eine einfache Unterlegscheibe aus Kunststoff Abhilfe schaffen können. Für die Beleuchtung muss noch ein separates Kabel mit einem freien SATA-Stromkabel verbunden werden.

                    Die Optik:

                    Der Kühler fällt mit seiner polierten Oberfläche sofort auf und wirkt sehr hochwertig. Die Kühlrippen sind durchweg auf Hochglanz poliert. Auch die Kontaktfläche zur CPU ist poliert und hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Durch die Optik hebt er sich deutlich vom schwarzen bzw. vom Alu Einheitsbrei ab. Sehr interessant finde ich auch die Farbgebung des Lüfters, dieser ist in einem dezenten Mix aus dunklem und hellem Grau gehalten und passt somit sehr gut zur Optik des Kühlers. In dieser schlichten Optik wirkt er sehr edel.

                    Die RGB Beleuchtung:

                    Die Beleuchtung gefällt mir ganz gut, auch wenn ich sonst kein Fan von “Bling Bling” bin. Die Farben kann man manuell über eine Fernbedienung einstellen. Standard beim ersten Einschalten ist ein langsamer Farbwechsel über alle Farben. Man kann diesen Farbwechsel beschleunigen oder verlangsamen. Eine feste Farbe kann ebenfalls eingestellt werden. Die Fernbedienung ist für mich tatsächlich der größte Kritikpunkt und meiner Meinung nach eine echte Fehlkonstruktion, denn sie hängt an einem Kabel einfach im Gehäuse herum, mehr oder weniger im Weg. In dieser Preisklasse hätte ich, wenn schon keine Ansteuerung über USB mit entsprechender Software vorhanden ist, wenigstens eine Fernbedienung erwartet, die in einer Slotblende oder ggf. in eine Blende für einen externen Laufwerksschacht integriert ist. Leider Fehlanzeige, ich muss also für einen Farbwechsel mein Gehäuse öffnen und die Fernbedienung herausholen. Gerade in einem Gehäuse mit Fenster würde mich das echt stören. Wer sich einen solchen Kühler zulegt, der hat ein aufgeräumtes Setup und will keine unnötigen Kabel, die die Optik stören.

                    Die Lautstärke:

                    Der Lüfter ist unter Volllast zu hören, im Vergleich zum bequiet Dark Rock 3, der sonst die Aufgabe in meinem Setup übernimmt, ist er etwas lauter. Da ich kein Messgerät dafür habe ist dies natürlich rein subjektiv und kann für einen anderen Anwender ganz anders wirken.

                    Der Temperaturvergleich:

                    Zum Temperaturvergleich wurde die CPU mit dem Linpack (Version 2019) der OCCT 8.0.1 (x64) Test Suite gestresst. Der Test wurde jeweils über 20 Minuten durchgeführt. In einem vorbereitenden Test habe ich festgestellt, dass eine längere Testphase keine weitere Temperaturerhöhung mit sich brachte. Im UEFI wurden jeweils die integrierten Profile “Standard” und “Silent” der Lüftersteuerung vom Mainboard genutzt, da die meisten Anwender wohl ehe kein eigenes Profil erstellen. Zusätzlich zum Test zwischen den beiden Kühlern wurde die mitgelieferte Wärmeleitpaste mit der Arctic MX-4 verglichen, die ich standardmäßig im Einsatz habe.
                    Ich habe natürlich versucht möglichst gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen, wenn ich auch leider nicht unter Laborbedingungen testen kann. Die Raumtemperatur beträgt in meinem Büro mit minimalen Schwankungen ca. 25°C, die Gehäuselüfter sind in allen Tests mit der manuellen Lüftersteuerung des Gehäuses auf sieben Volt gedrosselt, um die Geräuschkulisse nicht zu beeinflussen.

                    Jetzt aber zum eigentlichen Test:

                    Die Kontrahenten:

                    Thermalright Venomous Plus RGB (CFX)

                    CPU Temperatur 50-54°C, maximal 84°C (Lüftersteuerung Standard)
                    CPU Takt laut OCCT 4089 MHz (erste kurzzeitige Senkung des Takts auf 4000 MHz nach ca. 5 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 17 Minuten)
                    120,43 W Max Power

                    CPU Temperatur 52-56°C, maximal 86°C (Lüftersteuerung Silent)
                    CPU Takt laut OCCT 4087 MHz (erste kurzzeitige Senkung des Takts auf 3600 MHz nach ca. 15 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 17 Minuten)
                    119,64 W Max Power

                    Thermalright Venomous Plus RGB (MX-4)

                    CPU Temperatur 49-53°C, maximal 83°C (Lüftersteuerung Standard)
                    CPU Takt laut OCCT 4089 MHz (erste Senkung des Takts auf 4000 MHz nach ca. 10 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 18 Minuten)
                    121,78 W Max Power

                    CPU Temperatur 55-60°C, maximal 84°C (Lüftersteuerung Silent)
                    CPU Takt laut OCCT 4100 MHz (erste Senkung des Takts auf 3900 MHz nach ca. 15 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 16 Minuten)
                    120,23 W Max Power


                    bequiet Dark Rock 3 (CFX)

                    CPU Temperatur 53-57°C, maximal 87°C (Lüftersteuerung Standard)
                    CPU Takt laut OCCT 4090 MHz (erste kurzzeitige Senkung des Takts auf 4000 MHz nach ca. 15 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 18 Minuten)
                    121,13 W Max. Power

                    CPU Temperatur 55-60°C, maximal 89°C (Lüftersteuerung Silent)
                    CPU Takt laut OCCT 4090 MHz (erste kurzzeitige Senkung des Takts auf 4000 MHz nach ca. 4 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 16 Minuten)
                    121,40 W Max Power

                    bequiet Dark Rock 3 (MX-4)

                    CPU Temperatur 52-56°C, maximal 86°C (Lüftersteuerung Standard)
                    CPU Takt laut OCCT 4090 MHz (erste kurzzeitige Senkung des Takts auf 4000 MHz nach ca. 15 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 19 Minuten)
                    123,78 W Max. Power

                    CPU Temperatur 54-59°C, maximal 88°C (Lüftersteuerung Silent)
                    CPU Takt laut OCCT 4090 MHz (erste kurzzeitige Senkung des Takts auf 4000 MHz nach ca. 4 Minuten, kurzzeitige Absenkungen auf 3600 MHz nach ca. 17 Minuten)
                    121,92 W Max Power


                    Mein Fazit:

                    Alle, die auf RGB-Beleuchtung stehen, finden hier meiner Meinung nach eine Kühler mit guter Leistung. Der Lüfter wird im normalen Office-Betrieb eine gute Figur und ist nicht heraus zu hören. Unter Volllast ist er aber selbst in meinem gedämmten Gehäuse deutlich zu hören. Wer seine CPU nicht täglich zum Anschlag bringt sollte mit der Geräuschkulisse aber gut leben können.

                    Wirklich gut fand ich:

                    die wirklich gute Wärmeleitpaste.
                    die Optik des Kühlers.


                    Wirklich gestört hat mich:

                    die Fernbedienung, die meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt ist. Für den Preis könnte man hier in einer zukünftigen Revision etwas verbessern.
                    die Halterung, die den Kühler nicht einhundertprozentig fest hält, sonder noch eine Leichte Drehung zulässt.

                    Ich persönlich würde mir den Kühler nicht kaufen, da ich kein “Bling Bling” brauche, würde ihn aber aufgrund seiner Leistung weiterempfehlen, wenn einem die genannten Kritikpunkte nicht stören.

                    IMG_20210314_223436.jpg IMG_20210314_223514.jpg IMG_20210314_223543.jpg IMG_20210322_210441.jpg IMG_20210322_210513.jpg IMG_20210325_204735.jpg IMG_20210325_205039.jpg IMG_20210325_204850.jpg

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                    • #11
                      Hallo zusammen,

                      mein Name ist Daniel und ich durfte ihm Rahmen der „Produkttesteraktion 2021 in Zusammenarbeit mit Thermalright“ teilnehmen. Eigentlich wollte ich diesen Kühler in meinem Server montieren, allerdings hatte ich bereits vergessen, dass mein AsRock Rack Server board, eine spezielle Montage hat, somit dieser Kühler nicht montiert werden konnte. Dies ist allerdings eine Eigenheit des Mainboards und hat nichts mit dem getesteten Kühler zu tun. Ich musste daher umdenken und zum Test eine andere, aber aktuelle Plattform verwenden (Intel 11 Gen) um den Kühler testen zu können.

                      In diesem Rahmen gehe ich nun auf folgende Testpunkte ein:


                      1. Verpackung
                      2. Anleitung & Zubehör
                      3. Design (RGB)
                      4. Verarbeitung
                      5. Montage auf Sockel 1200
                      6. Testaufbau mit einem 11700k um die Leistung des Produktes zu bewerten.
                      7. Preis-/Leistungsverhältnis
                      8. Fazit

                      Testsystem:

                      Prozessor: Intel Core i7 11900k
                      Arbeitsspeicher: 32GB Gskill 3200 (2x16GB)
                      Mainboard: ASUS Maximus XIII Hero
                      SSD: Samsung 980 PRO
                      Gehäuse: Lian Li O11 Dynamic white
                      Netzteil: Seasonic 750W

                      1. Verpackung:

                      Die Verpackung ist äusserlich unauffällig und besteht aus Karton und Kunststoff. Es sind dabei alle notwenigen Spezifikationen aussen aufgedruckt. Hierbei ist sehr positiv aufgefallen, dass neben den Maßen, dem Gewicht, auch der Durchmesser und die Anzahl der Heatpipes angegeben wurde. Ebenfalls wurde die Anzahl der Finnen des Kühlers angegeben. Dies habe ich so auch zum ersten Mal gesehen. Für Personen, welche den Karton in ihrem Schrank ausstellen möchten, ist die Verpackung allerdings eher eine Enttäuschung, da diese eben nur ein neutralen Karton darstellt. Für mich aber kein Problem. Innen sind alle Bauteile sicher verpackt, sodass hier keine optischen Mängel auch den Versand, entstanden sind. Ich habe hier schon viel anderes erlebt und gebe der Verpackung daher 5 Sterne.

                      2. Anleitung & Zubehör

                      Fangen wir zuerst mit dem Zubehör an. Die Qualität ist herausragend! Keine scharfen Kanten, alle Bauteile sind sauber verarbeitet und liegen dem Kühler in diversen Tütchen, bei.
                      Die Anleitung ist leider das komplette Gegenteil. Diese ist kompakt auf einer DIN A4 Seite aufgedruckt. Es gibt hierbei nur eher schlecht erkennbare Zeichnungen/Bilder als Montageanleitung(Kein Text). Und in den Sicherheitsanweisungen steht folgendes: „Bitte verwenden Sie dieses Produkt NICIIT f..r die Nicht-PC-Umgebung“. Sowas darf bei einem Markenprodukt nicht passieren. Gerade bei einem Preis von knapp 80¤ ein absolutes NO-GO! Hier gebe ich 2,5 Sterne

                      3. Design

                      Beim Design, hält man sich weitestgehend an einen normalen Towerkühler, welchen man bereits seit Jahren kennt. Optisch natürlich ein Highlight: Der Kühler ist nahezu komplett vernickelt. Dies sieht nicht nur schön aus, sondern stärkt auch die Haltbarkeit des Kühlers. Zusätzlich ist das Logo von Thermalright durch alle Finnen eingestanzt, ob dies am ende der Performance schadet, kann ich nicht sagen. Der zugehörige Lüfter bietet eine D-RGB Ansteuerung und wird mit 4-Pin PWM kontrolliert. Ich finde die Optik der Beleuchtung sehr schön. In diesem Fall ist der Lüfter selbst beleuchtet, das Gehäuse des Lüfters ist nicht transparent und leuchtet daher nicht. Insgesamt bin ich hier Rundrum zufrieden und gebe hier 5 Sterne.

                      4. Verarbeitung

                      Das gesamte Produkt ist herausragend verarbeitet. Auch der Lüfter gibt keine nervigen Nebengeräusche von sich und besitzt an den Kontaktpunkten Gummipuffer. Alle Gewinde waren passend und konnten ohne Probleme verschraubt werden. Besonders schön war, dass ich mich bei diesem Kühler nicht geschnitten habe. Ist mir bei der Konkurrenz bereits öfters passiert. Hier habe ich nur eine Anmerkung. Die Kontaktfläche zum Prozessor wurde poliert und spiegelt schön. Betrachtet man diese allerdings genau, hat diese doch einige Kratzer. Verstehe ich nicht ganz, wieso man die Fläche poliert, diese dann aber doch wieder verkratzt. Ich gebe hier 4,5 Sterne.

                      5. Montage

                      Bei der Montage auf dem Sockel 1200, muss zuerst eine rückseitige Halteplatte durch die auf dem Mainboard vorhandenen Löcher gesteckt werden. Diese wird dann mit dicken Abstandhaltern befestigt. Dies war sehr schnell und problemfrei erledigt. Darauf werden dann zwei Träger befestigt. Bis zu diesem Punkt war ich mit der Montage sehr zufrieden. Nun muss der Kühler samt einer weiteren Brücke auf dem Mainboard montiert werden. Leider hatte ich hierbei etwas zu kämpfen bis der Kühler schlussendlich montiert war. Die Federn sind sehr starr, weshalb ich schon etwas mehr Kraft einsetzen musste, als ich es gewohnt war. Der Kühler ist „schwimmend“ befestigt, dh. es ist doch einiges an Spiel vorhanden, was auch dafür gesorgt hat, dass der Kühler irgendwie immer leicht krumm sitzt. Das beeinträchtigt allerdings nicht die Funktion oder die Leistung, weshalb ich hierbei nur leichte Abzüge mache. Ich gebe der Montage 3,5 Sterne.

                      6. Testaufbau

                      Im Testaufbau habe ich die oben genannten Komponenten verbaut. Ich habe das Gehäuse offen gelassen, da ich zum aktuellen Zeitpunkt keine weiteren Gehäuselüfter hatte. Bei einer Raumtemperatur von 19,5 Grad, habe ich mit Prime95 und XTU eine maximale TDP von 200W ermittelt. Hierbei lief der Prozessor bei ca. 90 Grad. (Allerdings ist hier zu bemerken, dass der verwendete 11900k von Haus aus verlötet ist und ein 8700k, welcher nicht verlötet ist, in ein Temperaturlimit laufen wird.) Tatsächlich ist dies ein sehr beeindruckendes Ergebnis. Leider kann ich das System nicht direkt mit einem anderen Kühler vergleichen, da meine Systeme immer mit einer custom Wasserkühlung gekühlt werden. Da ich in der Vergangenheit bereits diverse Kühlertests durchgeführt habe, kann ich mit Sicherheit sagen, dass dieser Kühler auf dem Niveau seiner Konkurrenten ist. Ich gebe dem Kühler hier 5 Sterne.

                      7. Preis-/Leistungsverhältnis

                      Dies ist tatsächlich eine schwierige Frage. Zum Zeitpunkt meines Tests lag der Preis des Kühlers bei 78¤. Dieser ist natürlich auch der Optik geschuldet. Vollvernickelt und ein D-RGB Lüfter. Allerdings bekommt man für diesen Preis auch bereits einen deutlich stärkeren und größeren Kühler bei der Konkurrenz. Diese bietet dabei oft auch die deutlich einfachere und solidere Montage an. Ich persönlich sehe den Kühler nicht bei 78¤, eher bei 50-60¤, weshalb ich hier nur 3 Sterne geben kann.

                      8. Fazit

                      Optisch sehr schön… Leistung überzeugend… Montage ok und die Anleitung schlecht. Am Ende wird der Kühler meistens nur einmalig montiert. Ist dies geschafft, hat man einen leistungsstarken Kühler. Ist man allerdings kein erfahrener PC Schrauber, wird es mit der Montageanleitung bereits, schwierig.

                      Würde ich ihn für 78¤ kaufen?
                      Vermutlich nicht, da mit persönlich RGB kein Mehrwert ist und ich bei der Konkurrenz, das Gleiche, für deutlich weniger Geld bekomme.

                      Würde ich den Kühler empfehlen?
                      Ja, wenn ich gefragt werde, ob ich einen schönen, kompakten Kühler mit D-RGB Lüfter kenne und der Preis keine Rolle spielt.

                      Insgesamt bewerte ich den Thermalright Venemous Plus mit fairen 4 Sternen.

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                      Kommentar


                      • #12
                        Testbericht zum Thermalright HR-02 Plus

                        Vorwort:
                        Das Thermalright HR-02 Plus wurde mir freundlicherweise von Mindfactory in einer Testers-Keepers Aktion bereitgestellt, sodass ich eine Bewertung darüber verfassen kann.
                        Meine Meinung bleibt natürlich objektiv und wird nicht durch den Gewinn des Lüfters beeinflusst.
                        In der folgenden Review gehe ich auf die Verpackung, den Lieferinhalt, das Design und die Verarbeitung des Kühlers, sowie dessen Montage und Leistung, ein.

                        Verpackung und Lieferinhalt:
                        Im Paket ist enthalten:

                        - Kühlkörper (L140 mm, W152 mm, H27 mm, 6 Heatpipes, 760 g)
                        - Lüfter TL-D14S (L140 mm, W102 mm, H162 mm, 4-Pin PWM, 5V/3-Pin ARGB)
                        - Montage-Set Intel 775, 115x, 1200, 2011, 2011-3, 2066
                        - Montage-Set AMD AM4
                        - RGB-Fernbedienung
                        - Klammern zum Befestigen des Lüfters
                        - Wärmeleitpaste (Thermalright CFX)
                        - Schraubenzieher
                        - Anleitung in deutsch und englisch

                        Das Paket ist effizient in der Größe und gut gepolstert verpackt gewesen. In mehreren, durch Polster getrennte, Lagen findet man den Kühlkörper, den Lüfter und eine Box mit diversen weiteren Teilen.
                        In dieser Box sind einerseits die benötigten Platten, Halterungen und Schrauben, zur Montage des Kühlkörpers an das Mainboard, enthalten. Andererseits sind aber auch CFX Wärmeleitpaste von Thermalright,
                        sowie ein langer magnetischer Schraubenzieher um alle im Kit beinhalteten Schrauben drehen zu können, enthalten. Was, wie ich finde, sehr zuvorkommend ist, da man einen so langen Schraubenzieher
                        für die Montage auf jeden Fall braucht und nicht jeder Zuhause einen besitzt. Neben der beigelegten Wärmeleitpaste fehlt ein Tuch mit Alkohollösung zum säubern der CPU Oberfläche, aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau.

                        Design:
                        Der Kühlkörper wurde nicht gefärbt, weshalb er typisch metallisch glänzend grau ist. Der Lüfter besitzt ein passendes grau zum Kühler. Farblich kann ich mir aber vorstellen,
                        dass genau deswegen das Produkt farblich schwer in ein PC Build passen wird. Es ist zu dunkel für ein weißes Build und zu hell für die standart schwarzen Komponenten eines PCs.
                        Es handelt sich hierbei um einen Tower Kühler und das spiegelt sich auch in der Höhe des Kühlers wieder. Angegeben sind 162mm Höhe, doch empfehle ich mehr Platz einzuplanen bei der Wahl eines Gehäuses.
                        Damit 162mm eingehalten werden können, muss der Lüfter sehr nah zum Mainboard an den Kühlkörper angebracht werden, damit dieser nicht übersteht. Dies kann aber dazu führen,
                        dass der Kühler nicht mehr auf die CPU aufliegen kann, weil der Lüfter gegen eine Mainboard Komponente, wie dem Ram drückt.
                        Wenn man also genug Platz im Gehäuse besitzt, dann sollten keine Probleme auftreten. Auch Ram Riegel können in den zur CPU nächsten Slot eingefügt werden,
                        da die Heatpipes zwischen Kühlkörper und CPU-Aufsatz weit genug nach oben gehen.
                        Ein weiterer Pluspunkt ist, dass der Kühler auf AMD sowie INTEL Plattformen angebracht werden kann. Durch eine größen-einstellbare Backplate
                        und verschiedene Halterungen kann der Kühler auf AMDs AM4 und auf Intels LGA 775 - 2066 Plattformen platziert werden.
                        Die Blätter des Lüfters können durch RGB zum leuchten gebracht werden, oder einfach in ihrer weißen Farbe gelassen werden. Außerdem sind am Lüfter gummierte Aufsätze zum Kühlkörper hin an den Ecken entworfen,
                        welche Vibrationen dämpfen sollen.
                        Die einzelnen Finnen des Kühlkörpers besitzen an denselben Stellen Löcher, wodurch laut Hersteller die Strömungseigenschaften verbessert werden sollen und damit Luftverwirbelungsgeräusche niedriger ausfallen.
                        Bei der Größe könnte man den Lüfter entfernen und den Kühlkörper als Silent-Kühlung für Office PCs nutzen.

                        Verarbeitung:
                        Der Kühlkörper sowie der Lüfter fühlen sich sehr wertig an. Alle Finnen des Kühlkörpers haben den gleichen Abstand zueinander. Alle Einzelteile, also Schrauben, Montageplatten, etc. sind für sich genommen hochwertig und stabil.
                        Im eingebauten Zustand hält der Kühler prima.

                        Montage:
                        Die Montage fiel etwas kompliziert aus, was an der unhandlichen Größe des Kühlers und der eher minderen Bedienungsanleitung liegt.
                        Je nach Mainboard wählt man zwischen drei verschiedenen Bildfolgen mit 6 bis 8 Einzelschritten. In denen wird beschrieben, wie man die Backplate dem Mainboard anpasst und diese dann an der Rückseite des Mainboards befestigt.
                        Dass es sich um die Rückseite handelt war zuerst nicht offensichtlich, aber es leuchtet einem nach kurzer Bedenkzeit ein. Ebenso war nicht sofort klar, welche Abstandshalter man draufschrauben soll
                        und man musste sich die Zeichnung genau anschauen um nicht die falschen Schrauben zu montieren. Die Wahl der Montageplatte war dann aber gut erkennbar. Nach dem Auftragen der Wärmeleitpaste,
                        konnte endlich der Kühler auf die CPU gesetzt werden. Soweit so gut, jedoch fiel es mir extrem schwer die Anpressdruck Justierplatte, welches den Kühler an die CPU andrückt, zu befestigen.
                        Am Kühler vorbei müssen auf zwei gegenüberliegenden Seiten Schrauben festgezogen werden, an welche man nur schwer rankommt, selbst mit dem langen mitgelieferten Schraubenzieher. Hat man nun den Kühler befestigt,
                        Kann der Lüfter einfach mit den dazugehörigen Klammern an den Kühlkörper befestigt werden. Und damit ist der Kühler installiert und man kann loslegen.

                        Leistung:
                        Ich besitze in meinem PC einen alten Intel i5-4670, welcher mit dem Standard Boxed Kühler lief. Mithilfe des Intel Extreme Utility Tools habe ich einerseits ein Benchmark, sowie einen 5 minütigen Stresstest der CPU durchgeführt,
                        dabei sind mit dem Boxed Kühler Temperaturen zwischen 70°C und 76°C aufgetreten. Nach Montage des HR-02 Plus wurde der Test erneut durchgeführt. Diesmal lagen die Werte zwischen 56°C und 60°C.
                        Einen großen Unterschied macht der Kühler auf jeden Fall. Sollte er auch bei so einer Größendifferenz. Durch diese Größe des Kühlkörpers wird die Temperatur auch stabiler gehalten dadurch fallen die Temperaturspitzen gedämpfter aus.
                        Die Lautstärke habe ich beide male aufgenommen und im Nachhinein verglichen. Der Kühler von Thermalright war viel leiser. Im alltäglichen Desktop Betrieb, wenn keine schwere Last vorliegt, hört man ihn gar nicht mehr.

                        Pro:
                        - eine hochwertige Verarbeitungsqualität
                        - gute Kühlleistung
                        - geringer Lärmpegel
                        - ARGB Beleuchtung

                        Contra:
                        - Die Anleitung ist verbesserungswürdig.
                        - Die Montage recht schwerfällig, vor allem für kleinere Systeme mit wenig Platz im Inneren
                        des Gehäuse
                        - Durch die gräuliche Farbe des Kühlers, passt der Kühler, meiner Meinung nach, weder in
                        ein dunkles noch weißes PC Build rein

                        Fazit:
                        Der Thermalright HR-02 Plus ist ein guter Tower Kühler. Durch seine gute Performance und qualitative Verarbeitung hat er mich überzeugt, auch wenn der Preis etwas hoch mit 84¤ angesetzt ist, wird er durch das großzügiges Angebot an Zubehör, wie Wärmeleitpaste und Schraubenzieher, etwas gerechtfertigt. Man sollte nur darauf achten, dass dieser Kühler in das Gehäuse passt, denn es handelt sich hier um einen extrem großen Kühlkörper.


                        Vielen Dank an Mindfactory für die Chance, den Thermalright HR-02 Plus testen und sogar behalten zu können. Es hat mir viel Freude bereitet.
                        Angehängte Dateien

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                        • #13
                          Thermalright Venemous Plus RGB

                          Vorwort:
                          Dies ist eine Bewertung, die dank Mindfactory und der Aktion „Testers Keepers“ entstanden ist.
                          Ich habe mich als Produkttester freiwillig gemeldet, den hier bewerteten Thermalright Venemous Plus RGB Kühler, zu testen.
                          Vielen Dank an Mindfactory und Thermalright für diese wunderbare Aktion!
                          Zuerst möchte ich darauf eingehen in welchen Systemen der CPU-Kühler getestet wurde:
                          Als CPU wurde der Ryzen 7 3700X genutzt, RAM 2x16GB G.Skill Aegis, Mainboard Gigabyte B450 Aorus Pro,
                          Grafikkarte KFA2 RTX 2070 super und Netzteil 600 Watt BeQuiet Pure Power 11.
                          Gehäuse BeQuiet Dark Base 700.
                          Als Referenz Lüfter wurde der AMD Wraith Prism genutzt.
                          Weiter unten wurden die jeweiligen Werte zu den Kühlern aufgelistet.

                          Design:
                          Zu Beginn starte ich mit der Verpackung. Der Thermalright Venemous Plus RGB Kühler wurde in einem Karton aus Pappe geliefert, auf dem der Name und die Maße des Kühlers zu sehen sind. In diesem Karton befindet sich oben der ARGB Lüfter und darunter liegt der eigentliche Kühler, eingepackt in eine Tüte und umgeben von Siliziumsilikat Kügelchen um diesen vor Feuchtigkeit zu schützen.
                          Chrom glänzend kommt der Kühlkörper aus der Verpackung, die Farbe ist leider nicht ganz meinem Geschmack entsprechend, da man jeden einzelnen Fingerabdruck sehen kann. Die glänzende Farbe würde in einem Gehäuse mit Fenster nicht ganz so schön aussehen, wobei ein solches Gehäuse bei diesem Kühler mit Lüfterbeleuchtung sehr zu empfehlen ist, da man die besondere Beleuchtung sonst nicht sehen könnte.
                          Am Boden des Kartons findet sich eine kleine Pappschachtel mit dem Zubehör, wie die Montagesets der verschiedenen Sockel.
                          Das Design des Kühlers ist nichts Besonderes. Außerdem ist die Form der Kühlfinnen sehr markant und besitzt scharfe Verzahnungen, an denen man sich verletzen könnte.
                          Mit 6 Heat Pipes auf jeder Seite sorgt der Kühler für ein sehr massives und kräftiges Aussehen.
                          Beim Lüfter finde ich die Farben sehr passend gewählt, helles und dunkles Grau lässt den Lüfter nahezu verschwinden, wenn er montiert ist. Die weißen, transparenten Flügel bringen die ARGB Beleuchtung sehr gut zur Geltung. Gewünscht hätte ich mir aber entweder Weiß, oder Schwarz, denn die Grau-Farben sind schon etwas Spezielles und eher unüblich im Computer Teile Bereich.
                          Ich finde es sehr gut, dass der Lüfter mit einem männlichen und weiblichen 3-Pin ARGB Stecker geliefert wird.
                          Der Lüfter hat weiße, transparente Lüfterflügel, um die RGB Beleuchtung besser zur Geltung zu bringen. Die Beleuchtung des Lüfters finde ich wirklich sehr gut gelungen.
                          Mit dem mitgelieferten RGB Controller, der mit einem SATA-Anschluss für die Stromversorgung an das Netzteil angeschlossen wird, kann man wirklich gute Beleuchtung-Modis einstellen.
                          Gerade die gummierten Ecken am Lüfter gefallen mir gut, denn sie entkoppeln den Lüfter vom eigentlichen Kühlkörper, um keine Laufgeräusche auf das Gehäuse (Mainboard) zu übertragen.
                          Allerdings muss man bedenken, dass der Kühler wirklich sehr groß ist und nicht in alle Gehäuse passt. Vorher die Abmessungen des Gehäuses und Kühlers genau prüfen.
                          Das Logo auf dem eigentlichen Kühlkörper passt wirklich sehr gut, genauso wie die gestanzten Löcher in der Mitte.

                          Verarbeitung:
                          Die Verarbeitung ist ausgesprochen gut. Es gibt keine einzige Kante, die irgendwelche Grate anhaften hat oder ähnliches. Der Lüfter ist auch sehr gut verarbeitet, selbst der Aufkleber ist mittig.
                          Außerdem sind keine Fingerabdrücke oder ähnliches am Kühler zu finden. Auch Kleinigkeiten sind gut verarbeitet, wie zum Beispiel die Silikonschläuche, die für den AM4 Sockel genutzt werden.
                          Des Weiteren hat Thermalright Ersatzschrauben mit eingepackt bzw. pro Schraubenart, was ich sehr zu schätzen weiß, eine Ersatz Schraube.

                          Montage:
                          Die Montage wurde an 2 verschiedenen Sockeln vorgenommen:
                          (FC)LGA1155
                          AM4
                          Beim LGA1155 (i5-3570k) war die Montage einfacherer als beim AM4 Sockel. Aber insgesamt war es ziemlich schwierig den Kühler richtig zu installieren.
                          Man konnte nur schwer den Anpressdruck erhöhen, weil man nicht so leicht an die Schrauben kommt. Beim Festziehen der Schrauben neigt der Kühler auf der CPU rum zu rutschen und die Wärmeleitpaste wegzuschieben. Außerdem muss man darauf achten, den richtigen Schraubendreher zu haben, denn beim Festziehen kann man leicht abrutschen. Glücklicherweise ist mehr als genug Wärmeleitpaste im Lieferumfang enthalten. Dazu muss man aber sagen, dass sobald der Kühlkörper vernünftig rauf geschraubt wird, dieser Bombenfest hält.
                          Die Montage des Lüfters an dem Kühlkörper ist nicht schwer. Man muss die Klammern, an den Löchern in den Ecken des Lüfters, anbringen und danach die Klammern an der Ausbuchtung des Kühlers einhaken. Diese Prozedur kennt man schon von einigen BeQuiet Kühlern. Man muss hier nur ein wenig aufpassen, damit man nicht die Kühlfinnen verbiegt, da diese sehr empfindlich sind. Man kann diese aber im Nachhinein noch zurückbiegen.
                          Schwierig bei der Montage ist es auch die backplate für die Intel Sockel passend ans Mainboard anzubringen. Es sind bei dem Lieferumfang jedoch zwei Anleitungen beigelegt auf Deutsch und auf Englisch. Dazu muss man sagen, dass sich kleinere Fehler in der Anleitung befinden.

                          Leistung:
                          Die Leistung wurde mit Prime95 und HWMonitor gemessen.
                          Hier ein kleiner Vergleich mit dem AMD Wraith Prism. Insgesamt habe ich beide Systeme für 10 Minuten bzw. 15 Minuten unter Volllast mit Prime95 getestet.
                          Die Einheiten, die genutzt wurden, sind Grad Celsius und dB(A).
                          Nach 3 Minuten hatte der AMD Boxed Kühler eine Temperatur von 62 Grad Celsius., Lautstärke technisch liegen wir hier bei 45 dB(A).
                          In Gegenüberstellung hat der Thermalright, nach 3 Minuten eine Temperatur von 51 Grad Celsius und 43 dB(A).
                          Nach 5 Minuten liegt der Boxed Lüfter bei 67 Grad bei 54 dB(A) und der Thermalright Kühler hat 64 Grad bei 46 dB(A).
                          Den größten Temperaturunterschied sieht man nach 15 Minuten, da liegt der AMD Wraith Prism bei 71 Grad bei 55 dB(A) und der Thermalright Venemous Plus RGB bei 54 Grad Celsius und 44 dB(A).
                          Wie man an den Testergebnissen klar erkennen kann, liegt der Thermalright Venemous plus im Temperaturbereich weit unter dem, von dem des AMD Wraith Prism. Außerdem hat man ein viel leiseres System mit dem Thermalright Produkt. Dies war jedoch zu erwarten, da die Maße bei dem Thermalright, im Vergleich zu dem AMD Lüfter viel größer sind, letzterer ist nämlich mindestens doppelt so klein. Wenn man mehr auf Aussehen des Systems achtet, finde ich es tatsächlich schwierig den Thermalright Venemous Plus RGB zu verwenden. Denn sein großes Design blockiert manchmal, je nach Blickwinkel, die Sicht zum Beispiel auf den RAM.

                          Eigene Meinung:
                          Ich finde den Kühler von der Leistung wirklich unglaublich gut, aber aufgrund des Designs, der Größe und des Preises kann ich für den Kühler leider keine Empfehlung aussprechen.
                          Das Aussehen ist ein wenig Gewöhnungsbedürftig, kommt man aber gut klar nach einer geraumen Zeit. Der Lüfter ist wirklich sehr gut, schöne Beleuchtung und eine gute Lautstärke. Ich finde es extrem gut, dass ein RGB-Controller mit geliefert wird und eine große Tube Wärmeleitpaste auch in dem Karton mit drinnen ist.

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