Testers Keepers KW 15 mit ALPHACOOL EISBAER - Mindfactory Forum

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Testers Keepers KW 15 mit ALPHACOOL EISBAER

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  • Testers Keepers KW 15 mit ALPHACOOL EISBAER

    Hier könnt ihr die Reviews der ALPHACOOL Testers Keepers Aktion vom 09.04.-15.05.2018 zum ALPHACOOL EISBAER LT 120, LT 240 und LT 360 nachlesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Mindfactory Marketingteam


    Mindfactory AG | Preußenstr. 14 a-c, 26388 Wilhelmshaven | Kontakt | Infocenter | Callback | Highlights

  • #2
    Die Alphacool Eisbear LT 120 ist eine Leistungsfähige und gleichzeitig platzsparende All in One Wasserkühlung für die CPU. Ich betreibe diese aktuell auf einem I7 8700K welcher eine Abwärme von 95 Watt hat. Das System verfügt über ein so genanntes Eisbear Ready Schnellverschluss System, mit welchem sich weitere Eisbear Systeme andocken lassen. Zusätzlich basieren die Anschlüsse auf den geläufigen viertel Zoll Gewinden. Angenehm ist die geringe Höhe des Kühlkörpers, mit 2,5 cm ist dieser exakt so hoch wie ein geläufiger Gehäuselüfter. Zudem werden zwei 120 mm Lüfter mit geliefert welche auf der Vorder- und der Rückseite des Kühlkörpers montiert werden können. Die Schläuche sind nicht extrem lang, rund 30 cm. In den meisten Gehäusen sollte das allerdings genügen. Ich habe die Kühlung in einem Lian Li PC A05 Gehäuse verbaut. Der Radiator sitzt direkt an der hinteren Wand und ist noch mit einem Staubfilter versehen, da er direkt die „kühle“ Luft von außen ins Gehäuse saugt. In diesem System passt die Kühlung gerade so hinein, auch die Montage gelingt leider nur in eine Richtung (mit den Schläuchen nach unten) da andernfalls die Schlaucheingänge am Radiator entweder an der Gehäusewand, an der Grafikkarte oder am Mainboard anstoßen. Hierauf ist bei der Montage dringend zu achten. Der Radiator hat die Abmessung: 15 x 12 x 2,5 cm. Montiert ist das Alphacool Eisbear LT 120 System auf dem I7 8700K auf einem MSI Z370 PC PRO. Der Vorteil liegt in den Anschlussmöglichkeiten des Mainboards. Dieses bietet neben dem 4 PIN CPU Kühler Anschluss auch einen 4 PIN Pumpen Anschluss, über welchen man die Pumpe theoretisch ansprechen könnte. Bei dem Alphacool Eisbear LT 120 dreht die Pumpe allerdings immer auf rund 2600 RPM, eine Steuerung lässt das System nicht zu. Somit kann die Pumpe von jedem beliebigen 3 PIN Anschluss mit Strom versorgt werden. Hier hätte ich mir schon eine Steuerung gewünscht, gut die Pumpe ist nicht wahrnehmbar, allerdings muss diese ja auch nicht immer auf 2600 RPM laufen. Damit wären wir bei der Lautstärke. Man kann das System insgesamt als leise bezeichnen. Vorher hatte ich einen Noctua Luftkühler mit 2x120 mm Lüftern. Dieser war allerdings auch nicht viel lauter als das Alphacool Eisbear LT 120 System. Das System arbeitet im idle auf rund 800 RPM (im Bios manuell so eingestellt) und hat damit einen Schalldruck von rund 33 db(A) bei Auslastung (1200 RPM) steigt der Schalldruck gerne mal auf 36 db(A) was einer Verdopplung der Lautstärke entspricht. Ab 1500 RPM wird das System richtig laut, von dieser Lüfter Geschwindigkeit bei den Referenzlüftern ist abzuraten. Die Pumpe hört man nicht heraus, die Lüfter sind immer lauter. Von den oft online beschrieben Lüfterklakern kann ich nichts sagen, mir ist nichts aufgefallen, die Lüfter laufen rund und gleichmäßig. Zur Lautstärke lässt sich zusammenfassend sagen, dass eine BIOS Steuerung das System fast unhörbar leise machen kann, allerdings können die Referenzlüfter auch anders ! Das ist natürlich immer abhängig von der Temperatur, womit wir beim wichtigsten Thema wären. Im Vergleich zum Noctua liegt der Temperaturgewinn bei 5 – 10 Grad, je nach Gehäuse und Lüfter Ausrichtung. Bei gleicher Lautstärke ist das ein durchaus akzeptables Ergebnis. Mein I7 8700K arbeitet im nicht übertakteten Zustand idle mit ca. 28 - 30 Grad bei einer Raumtemperatur von ca. 20 Grad. Es ist zu erwähnen, dass das Lian Li Gehäuse sehr schlecht durchlüftet ist und der Staubfilter sehr viel Leistung der Lüfter kostet. Im normalen Desktop Betrieb liegt die maximale Temperatur bei rund 35 Grad. Unter Volllast bleibt die CPU unter 60 Grad, ab diesem Wert drehen die Lüfter gemäß der BIOS Einstellung erst auf 1200 RPM hoch. Unter Prime95 (welches mittlerweile nicht mehr unbedingt für Intel geeignet ist) erreicht das System eine Temperatur von maximal 50 Grad. Die Temperaturen sind bei wirklich angenehmer Lautstärke wirklich akzeptabel. Leider konnte ich den Kühler nur auf meiner 95 Watt TDP CPU testen, auf einer 140 Watt TDP CPU sieht das ganze bestimmt anders aus. Hier könnte die geringe Größe des Systems zum Problem werden. Die Installation des Alphacool Eisbear LT 120 erwies sich als nicht gerade einfach und Benutzerfreundlich. Ich habe in meiner IT Tätigkeit bereits hunderte CPU Kühler verschiedenster Art verbaut, so lange wie für das Alphacool Eisbear LT 120 System habe ich allerdings noch nie gebraucht. Die Installation auf der CPU wird via Platte auf der Rückseite des Mainboards vorgenommen, das ist eine bewehrte und sehr gute Methode. Gegenüber lediglich gesteckten CPU Kühlern, kann hiermit der Komplette Kühler sicher verschraubt werden. Leider ist das verschrauben ein Geduldsspiel, da in der Kühlerhalterung keine passenden Vorbohrungen für den entsprechenden Sockel vorhanden sind. Somit muss man die Schrauben solange hin und her schieben und versuchen diese auf dem Mainboard in der richtigen Stellung zu fixieren. Das hat sehr lange gedauert und ich war mir nie sicher ob der Kühler nun wirklich 100% fest und mittig sitzt. Das dabei die Wärmeleitpaste komplett verschmiert wird versteht sich von selbst. Das machen andere Hersteller wirklich besser, das Installationssystem ist wirklich ausbaufähig. Auch die Installation des Radiators erwies sich als schwierig. Ich wollte diesen an der Gehäusewand mit einem Staubfilter versehen. Leider sind die Schrauben so knapp bemessen, dass bei dem Einbau eines Staubfilters, welcher lediglich wenige Millimeter dick ist, die Schrauben einfach zu kurz sind. Somit kann der Kühler nicht mehr am Lüfter befestigt werden. Ich musste Schrauben eines anderen CPU Kühlers verwenden um dieses Problem zu lösen. Es wäre sicher kein Problem gewesen die Schrauben 3-5 mm länger zu produzieren um somit den Einbau eines Staubfilters oder die Befestigung an etwas dickeren Gehäusewänden zu ermöglichen. Rein Optisch macht das Alphacool Eisbear LT 120 System nichts falsch aber sieht auch nicht gigantisch aus. Mittlerweile werden ja überall RGB lichter verbaut, das Alphacool Eisbear LT 120 System leuchtet gar nicht. Mich stört das weniger, mein Gehäuse ist ohnehin geschlossen. Alle Kabel sind gesleevt und die Schläuche sind auch mit Metallfedern umgeben, das dient nicht nur dem Schutz sondern sieht auch noch ganz nett aus. Lediglich die Alphacool Eisbear Universalstecker, zum Verbinden mehrerer Alphacool Eisbear Wasserkühler sind ziemlich klobig und trüben den optischen Gesamteindruck ein wenig. Auch die Lüfter machen keinen sonderlich wertigen oder edlen Eindruck, es sind ganz normale schwarze 120mm Lüfter. Das macht die Konkurrenz besser (Siehe BeQuiet oder Scythe). Abschließend lässt sich sagen: Das System arbeitet sehr leise, kühlt sehr gut und sieht auch ganz nett aus. Ob der Aufpreis zu einem Luftkühler allerdings gerechtfertigt ist wage ich zu bezweifeln. Für aktuell rund 80 ¤ lassen sich auch richtig hochwertige und gegebenenfalls auch leisere Luftkühler anschaffen. Ich würde das System unter diesem Gesichtspunkt nicht kaufen sofern auch eine ordentliche Luftkühlung möglich ist.




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    • #3
      Das sollte aber nochmal überarbeitet werden.
      Wahrscheinlich bist du schon dabei
      Zitat von Bertrand Russel
      "Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel."



      MfG
      madwursd


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      • #4
        ALPHACOOL Eisbaer LT 240 Review

        Im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion von Mindfactory habe ich die Möglichkeit bekommen, das ALPHACOOL Eisbaer LT 240 testen zu können. Ich habe dabei das Produkt kostenlos erhalten, was jedoch keine Auswirkung auf mein endgültiges Urteil hat.


        VERPACKUNG
        Die äußere Verpackung ist recht schlicht gehalten und wirkt geradezu unscheinbar. Außerdem wurden auf keiner Seite Werbetexte gedruckt.

        Hier klicken, um ein Bild der Verpackung zu sehen

        Nach dem Öffnen findet man dann als erstes die Einbauanleitung, und nach dem Entfernen der Schaumstoffabdeckung findet man dann das eigentliche Kühlsystem, welches AiO-typisch bereits vormontiert ist, ebenfalls sehr schlicht und zweckmäßig verpackt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um den Radiator selbst, den Kühlblock, zwei 120mm-Lüfter und dem Zubehörbeutel, welcher einen PWM-Y-Adapter und die nötigen Schrauben und Backplates für den Einbau auf AM4 und Intel-Mainboards beinhaltet.

        So sieht der Lieferumfang aus


        VERARBEITUNG
        Auf den ersten Blick wirkten alle Komponenten ziemlich hochwertig und stabil. Das Design des Radiators und des Kühlblocks sprechen eine sehr schlichte, allerdings hochwertige Sprache. Dazu passt, dass alle Teile der AiO aus Kupfer gefertigt wurden und nicht wie üblich aus einer Kupfer/Aluminium-Kombination, die anfällig für Korrosion ist. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass echte Metallfittings verbaut wurden, was alles andere als üblich in dieser Preisklasse ist. Andere Modelle, die teilweise teurer sind, setzen da auf weniger haltbares Plastik. Die Kabel sind wiederum nicht wie üblich vollummantelt, sondern werden von einem schwarzen Draht umwickelt. Ob dies auf die Lebensdauer geht, kann man noch nicht sagen, allerdings wirkt es so, was ein wenig die gefühlte Verarbeitungsqualität drückt. Ebenso ist in der Mitte eines Schlauchs ein Schnellverschluss für Erweiterungen platziert (dazu hinten mehr), was ein wenig deplatziert wirkt, ansonsten aber nicht billig oder schlecht verarbeitet wirkt. Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die Backplate lediglich aus Hartplastik bestand und damit auf mich einen eher instabilen Eindruck machte. Keines der Teile verfügt über RGB-Beleuchtung. Die Bauteile sind recht kompakt gehalten, womit das System auch für kleinere Gehäuse interessant ist.


        EINBAU
        Der Einbau erwies sich für mich zunächst als schwieriger heraus als ich es erwartet hätte. Ich musste den Kühlblock außerhalb des Mainboards montieren, da mir sonst die Backplate herausgesprungen wäre und ich sie somit manuell festhalten musste. Da dabei auch der Radiator befestigt ist und ich das alles gleichzeitig unbeschadet in mein bereits geräumiges Gehäuse packen musste, wurde der Einbau zu einer größeren Schwierigkeit. Allerdings möchte ich nicht mit Gewissheit sagen, dass das ein Problem des Produkts ist, da ich selber kein erfahrener PC-Bauer bin. Abschließend musste ich feststellen, dass, wenn ich den Kühlblock mit korrekt ausgerichtetem Schriftzug montiere, der erste RAM-Slot teilweise blockiert wird. Schmaler Value-RAM passt dann zwar noch, aber wenn man RAM mit Kühlkörpern einbauen will, ist dies nicht möglich. Wenn man den Kühler jedoch anders ausrichtet, lässt sich das vermeiden. Die Anleitung zum Bau hingegen ist sehr einsteigerfreundlich und ihr war durch aussagekräftige Bebilderung auch leicht zu folgen. Ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass die Anleitung für alle Intel-Sockel und alle AMD-Sockel der letzten zehn Jahre vorhanden ist.

        Hier klicken, um den Kühler im eingebauten Zustand zu sehen


        TEMPERATUREN
        Kommen wir nun zur Hauptaufgabe einer jeden (Wasser-)Kühlung: Der Temperaturen. Dabei habe ich mich für folgende Szenarien entschieden: Idlebetrieb, wo ausschließlich der Windows-Desktop und keine Programme außer HWMonitor geöffnet sind, Gamingbetrieb mit F1 2015 im Benchmarkmodus auf 720p; Die Wahl fiel darauf, da dieses Spiel alle sechs Kerne meines Intel Core i7-8700k auslasten kann, und künstliche Volllast, um die Kühllimits zu finden. Dafür verwende ich den Stabilitätstest von Aida64 Extreme. Aus Vergleichsgründen habe ich auch hier den Cryorig R1 Universal zurate gezogen, da dieser ein vergleichbar starker Luftkühler mit ähnlichem Preis ist (75¤ vs. 90¤). Dabei stellte sich heraus, dass die Wasserkühlung in den meisten Tests ca. 5 Grad kühler ist, was zuerst nach nicht viel klingt, allerdings gab es deutlich weniger Schwankungen in den Spitzentemperaturen; diese waren z.B. beim Gaming 10 Grad kühler als beim Cryorig.
        Interessanter wird es beim Test mit einer schnellen Übertaktung auf 4,9 GHz. Weiterhin ist der Eisbaer im Idle kühler, allerdings in einem erwartbaren Rahmen. Was mich erstaunt hat ist die Temperatur beim Gaming, wo er nahezu die gleichen Werte erreicht wie der Cryorig bei Standardtakt, lediglich die Spitzentemperaturen sind etwas höher. Beide Kühler sind jedoch bei Volllast sichtlich überfordert; beide Kühllösungen sind nahezu gleich warm und teilen die gleichen, enorm hohen Spitzentemperaturen von 92°C. Um fair zu bleiben muss man aber sagen, dass beide Kühler die CPU in beiden Lagen ausreichend genug kühlen, ohne das sogenanntes „Thermal Throttling“ auftritt, in welchem die CPU zum Selbstschutz runtergetaktet wird.
        (Anmerkung: Ich bin kein OC-Experte, daher kann es möglich sein, dass man bessere Kühlergebnisse mit anderen Einstellungen/Boards/CPUs erhält. Deshalb sind die OC-Temperaturwerte eher als Richtwert zu verstehen.)

        Hier geht es zur Tabelle der konkreten Temperaturmesswerte


        LAUTSTÄRKE
        Im Vergleich zum Cryorig R1 Universal, meinem bisherigen Luftkühler, fällt auf, dass die Pumpe bei 12V ein nicht sonderlich lautes, aber hochfrequentes Geräusch macht, was störend sein kann. Man kann allerdings ohne nennenswerte Temperatureinbußen über das BIOS die Spannung auf 7V setzen und hat somit ein auch unter hoher Last recht leises System. Was auch noch auffällt, ist, dass die 120mm-Lüfter leicht sirren. Auch das ist nahezu nicht zu hören, aber definitiv wahrnehmbar für empfindliche Personen. Vibrationen treten keine auf, auch unter maximaler Last nicht. Im Vergleich zu einem vergleichbar starken Luftkühler ist der Eisbaer LT 240 grade unter hoher Last allerdings merklich ruhiger. Spätestens mit Kopfhörern hört man allerdings sicher nichts mehr.

        1 (1).jpg1 (2).jpg1 (3).jpg1 (4).jpg1 (5).jpg


        EXTRAS
        Das Eisbaer ist modular, was ziemlich ungewöhnlich für eine AiO-Kühllösung dieser Preisklasse ist. Dabei lassen sich u.a. ein GPU-Kühlblock und weitere Radiatoren nachrüsten, vorausgesetzt, diese stammen ebenfalls aus der Eisbaer-Serie von ALPHACOOL und verfügen über das EisbaerReady-Siegel. Mangels kompatibler Produkte habe ich dieses Feature nicht getestet, erachte es jedoch durchaus erwähnenswert.
        Alphacool bietet laut Webseite leider nur die standardmäßigen zwei Jahre Gewährleistung, zumindest konnte ich dem Lieferumfang nichts Anderslautendes entnehmen. Da andere Hersteller wie z.B. Corsair auf deren Wasserkühlungen 5 Jahre bieten, erscheint das als recht wenig. Angesichts der Verarbeitungsqualität sollte man sich allerdings keine Gedanken machen.


        FAZIT
        Im Allgemeinen liefert der ALPHACOOL Eisbaer LT 240 eine gute Figur ab. Für ca. 90¤ bekommt man hier eine ordentlich verarbeitete, gutaussehende, und mit kleinen BIOS-Tweaks auch eher leise Kühlung in allen Situationen. Dabei zeigt sie sich als durchweg besserer Kühler als ein vergleichbarer Luftkühler. Erst beim stärkeren Overclocking muss er sich wie das Pendant mit Luft geschlagen geben. Ein Nachteil ist allerdings der Einbau, welcher sich als eher schwierig erweist und die Pumpe, die bei üblichen Standardeinstellung relativ laut erscheint. Die Backplate hätte meiner Meinung nach auch aus Metall sein können, da das Hartplastik einen recht großen Fleck auf der sonst so weißen Weste in Sachen Verarbeitungsqualität hinterlässt. Im Gesamtpaket sind das jedoch eher Kleinigkeiten, die man entweder mit Geschick und/oder mit den passenden Einstellungen beseitigen kann. Daher spreche ich eine klare Empfehlung aus und vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.
        Zuletzt geändert von Marketingman; 14.05.2018, 10:18.

        Kommentar


        • #5
          Testers Keepers Alphacool Eisbaer LT 360

          Zunächst einmal Vielen Dank an die Mindfactory AG, dass ich o.g. Produkt im Rahmen des "Testers Keepers" ausführlich testen durfte.

          Relevante Daten meines Setups:
          CPU: Ryzen 5 1600X
          RAM: 2x8 GB
          Gehäuse: Fractal Design Meshify C (mit 2x vorinstallierten Lüftern von Fractal und einem NoName Lüfter)
          Grafikkarte: KFA² GTX 1070

          Verpackung und Inhalt
          Die Verpackung ist stabil und wird nach oben hin geöffnet. Das Design ist schlicht in schwarz gehalten. Es wurde ebenfalls darauf verzichtet, das ganze Produkt zu erklären, lediglich die unterstützen Sockel sind darauf verzeichnet. Ähnlich aufgeräumt wirkt der Inhalt und es liegt nichts lose herum, sondern alles hat seinen bestimmten Platz.

          20180426_191321.jpg 20180426_191223.jpg

          Neben dem Radiator samt Kühlblock (alles fertig montiert) liegen noch die 3 PWM-Lüfter "Eiswind 12" bei. Alle nötigen Schrauben sind ebenfalls vorhanden. Des Weiteren sind jeweils fertig gepackte Tüten für die Intel bzw. AMD Sockel dabei. Das finde ich sehr gelungen, da man nicht ewgikeiten die passenden Teile und Schrauben suchen muss und sich nicht irren kann, was wofür gebraucht wird. Wichtig für ein Kühlsystem ist die Wärmeleitpaste, diese liegt in Form der "Alphacool XPX-1" bei (allderigns nur ausreichend für einen Versuch ). Daneben liegt für die Verbindung der Lüfter mit dem Mainboard noch ein "Y-Kabel" bei. Obligatorisch ist ein Handbuch für alle Sockel vorhanden. Öffnet man die o.g. Intel bzw. AMD Tüten, liegt dort noch einmal die passende Beschreibung bei.

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          Verarbeitung und Design
          Die Verarbeitung der Eisbaer sieht durchgängig sehr gut aus: Keine Kratzer, die Kühlfinnen sind alle "in Position" und die benutzen Schrauben waren tadellos verarbeitet. Ebenso die Schläuche mit dem Knickschutz drumherum machen einen hochwertigen Eindruck. Positiv anzumerken ist der vorhandene Schnellverschluss um das Kühlsystem erweitern zu können. Optisch sieht dieser aber etwas klobig aus.

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          Lediglich bei den Lüftern gibt es einen deutlichen Mangel anzumerken, dazu aber später mehr.
          Das Design finde ich persönliche ansprechend. Es ist schlicht und einfach gehalten. Eine LED Beleuchtung ist nicht vorhanden. Bis auf den etwas klobigen Schnellverschluss gibt es für mich persönlich nichts zu bemängeln.

          Montage
          Die Installationsanleitungen finde ich ebenfalls sehr gelungen: Sie sind übersichtlich, mit Bildern versehen und ausreichendem und passenden Text dazu. Die Schritte sollte man tatsächlich in der vorgegebenen Reihenfolge vornehmen:
          Zunächst muss die passenden Halterung an den Kühlblock gebracht werden. Dies ging etwas schwergängig und benötigte einen recht hohen Kraftaufwand. Aber man kann sich sicher sein, dass, wenn die Halterungen in sich eingerastet sind, sie nicht wieder auseinander gehen. An diese Halterung müssen Schrauben und Federn angebracht werden. Das ist etwas frickelig aber trotzdem leicht zu vollziehen.

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          Die Reihenfolge ist auf den Bildern der Beschreibung sehr gut zu erkennen. Nachdem das erledigt ist, wird die Wärmeleitpaste auf die CPU aufgetragen. Ich habe sie, wie in dem Benutzerhandbuch geschrieben, über die gesamte CPU verstrichen. Aber da scheiden sich ja die Geister....
          Anschließend kam der für mich schwierigste Teil, die Anbringung an der CPU, was aber weniger an der Eisbar liegt als an der Backplate meines Mainboards. Denn die Backplate ist nicht fest am Mainboard montiert und wird mit den Schrauben des Kühlers festgezogen. So musste ich hinten halten und vorne Schrauben. Tipp: Backplate und Schrauben vorher einmal zusammen schrauben, damit die Position der Schrauben des Kühlers mit den Löchern der Backplate übereinstimmen! Mit etwas Geduld und feingefühl war alles fest und sicher montiert. Zu zweit ginge dieser Vorgang sicherlich wesentlich einfacher...

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          Danach (oder vor der Anbringung der CPU - das kommt aber auf das persönliche Setup an) mussten nur noch die Lüfter an den Radiator und dies dann ans Gehäuse angebracht werden. Mit meinen Meshify C war das eine etwas engere Geschichte, war aber auch zu bewältigen (Tipp: Lüfter bei kleinen Gehäusen wenn möglich vorher an den Radiator anbringen). Alle Inhaber diese Gehäuses müssen sich im klaren sein, dass der Festplattenkäfig sehr wahrscheinlich ausgebaut werden muss, da es sonst mit den Kabeln des Netzteils nicht passt.

          20180427_183930.jpg

          Noch ein Info zur Montage des Radiators: Sollten nicht die original Schrauben oder Lüfter benutzt werden, muss man aufpassen, dass man mit den Schrauben nicht in die Kühlfinnen kommt, denn es gibt keinen "Schraubenschutz"!

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          Als letztes müssen noch die Lüfter ans Mainboard angeschlossen werden. Mit Hilfe des Y-Kabels können alle 3 Lüfter an einen Anschluss angeschlossen werden. Dadurch kann man für alle 3 die gleiche Lüftergeschwindigkeit ohne großen Aufwand einstellen. Das Y-Kabel könnte bei größeren Gehäusen aber etwas klein ausfallen, denn selbst bei mir verschwand es gerade so in den Schlitz nach hinten ins Gehäuse. Auch könnten die Schläuche (etwa 35cm lang) bei einer Frontinstallation in größeren Gehäusen kurz bemessen sein.

          Kühlung und Lautstärke
          Vorab: Ich habe bei keiner Komponente etwas übertaktet oder an den Spannungen geändert.

          Vor Installation der Eisbaer LT 360 betrug die Idle-Temperatur der CPU um die 35° C. Verbaut war ein Arctic Freezer 7 PRO. Nach einer Stunde Prime95 hatte die CPU um die 70°C. Die Lüfter liefen dann aber schon auf Hochtouren Bei Assassins Creed:Origins betrug die CPU-Temperatur im Schnitt um die 55°C. Auch hier waren die Lüfter zu hören. Die GPU Temperatur belief sich auf etwas weniger als 70°C, bei rund 45 % Lüftergeschwindigkeit (sowohl beim Spielen als auch beim FurMark Test).

          Mit der Eisbaer LT 360 ergaben sich deutliche Unterschiede: Die CPU Temperatur im Idle beträgt seither nur um die 25°C. Die Zimmertemperatur betrug immer um die 20°C. Es ist im Idle schon eine deutliche Verbesserung zu sehen. Beim Prime95-Test dann die Offenbarung. Nach einer Stunde waren es im Schnitt um die 50°C. Die Differenz zur vorherigen Luftkühlung liegt also bei ca. 20°C! Prime 95 bildet nun nicht den Alltag ab. Daher musste ich gewzungener Maßen einige Stunden zocken Bei Assassins Creed:Origins stieg die CPU Temperatur im Schnitt nicht über 35°C - Sehr gut! In Folge der Frontinstallation des Radiators samt Lüfter und damit die direkte Belüftung der Grafikkarte konnte diese beim Spielen ein paar °C kühler werkeln bzw. liefen die Lüfter etwas langsamer. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.
          Doch kann die Eisbaer auch bei den Betriebsgeräuschen überzeugen, oder wird die Kühlleistung durch Lautstärke "erkauft"? Die Antwort fällt unterschiedlich aus! Die Pumpe ist bei (minimum) 7 V Betriebsspannung nur noch in direkter Nähe zu hören. Von meiner ca. 1 m entfernten Sitzposition ist diese schon nicht mehr wahrzunehmen. Bei 12 V Spannung ist ein leichtes Surren hörbar, was aber nicht störend ist. Da die Kühlleistung bei 7 V quasi genauso wie bei 12 V ist, habe ich sie durchgehend bei 7 V belassen. Dieser Fakt bescheinigt der Eisbaer letzendlich noch ein paar Reserven um vielleicht auch noch die GPU mitkühlen zu können.
          Die Lüfter "Eiswind 12" ergeben leider ein völlig anderes Bild. Selbst bei niedrigster Drezahl (bei mir um die 790 Umdrehungen) ist ein unangenehmens Surren zu hören. Mit steigender Drehzahl wird das Surren lauter. Bei voller Drehzahl ist der Luftstrom dann lauter als das Surren, was aber natürlich auch nicht Sinn der Sache sein kann.... Ich tippe, dass die Lager der Lüfter dieses Geräusch erzeugen. Zunächst hatte ich auf einen Materialfehler getippt, im Internet dann aber ähnliche Berichte gefunden. Da die Kühlleistung meinen Tests nach nicht in derart hoßem Maße von höheren Lüfterumdrehungen profitiert, werden diese bei niedrigster Drezahl betrieben und in naher Zukunft sicherlich auch gegen leisere Modelle ausgetauscht.


          Die Kühlleistung der Eisbaer LT 360 insgesamt ist foglich sehr gut, die Lüfter aber nicht. Ein Vergleich mit anderen AiO´s fehlt mir leider.
          Fazit
          Die Verarbeitung der Eisbaer ist sehr gut und es gibt nichts zu bemängeln. Die Optik ist schlicht, die Kühlleistung sehr gut. Lediglich bei den Lüftern und deren Betriebsgeräusche muss man Abstriche hinnehmen, oder diese gegen bessere austauschen.
          Preislich sortiert sich die Eisbaer LT360 mit rund 105 EUR am unteren Ende der Spanne für 360er AiOs ein. Ich denke aber, dass sie sich vor den teureren nicht zu verstecken braucht. Von den Eiswind 12 Lüftern mal abgesehen, bekommt man für sein Geld eine sehr gute Qualität und Kühlleistung.

          Sollte etwas unklar sein oder ihr noch Fragen haben, meldet euch gerne!

          Kommentar


          • #6
            Kurz vorweg: Die Geschichte von Wasserkühlungen für den PC beobachte ich seit zig Jahren durch Berichte in PC-Zeitschriften, Hardwareforen und Webseiten schon von Anfang an.
            Die ersten Versuche mit Aquariumpumpen von Eheim und entsprechenden Schläuchen, Radiatoren aus dem Klimasektor usw.
            Dann die ersten Hersteller, die auf dem Zug aufsprangen mit entsprechendem Zubehör.
            Danach die ersten All-in-Ones und heute die ganze Entwicklung mit RGB-Geblinke, Hardtubes etc.
            Interessant war es für mich immer, nur sah ich bei mir nie eine Notwendigkeit, mir selber eine zuzulegen.
            Jetzt aber habe ich die Möglichkeit bekommen,im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion von Mindfactory die AiO Wasserkühlung ALPHACOOL Eisbaer LT 240 testen zu können.

            Verpackung

            Die Verpackung selber macht schon mal Freude. Zu gut 90% aus recyclebarer Pappe, lediglich die einzelnen Komponenten sind in dünnen Folientüten verpackt und eine dünne Lage Schaumstoff zum Schutz obendrauf.
            Alles übersichtlich und stoßsicher verstaut.
            Auf nervige Blisterverpackung wird komplett verzichtet.

            Verpackung.jpg

            Inhalt.jpg

            Verarbeitung und Design

            Das ganze Set macht einen sehr wertigen Eindruck. Bis auf die Schriftzüge und der Kühlerbodenboden komplett in schwarz gehalten, saubere Spaltmaße, keine verbogenen Lamellen.
            Ebenso sämtliche Befestigungsteile der verschiedenen Sockeltypen, Schrauben, Scheiben und Federn.
            Lediglich der innere Teil der Lamellen des Radiators hat wenig Farbe abbekommen und man sieht das Kupfer durchscheinen.
            Der massive Kupferboden der Pumpeneinheit macht echt Respekt.

            Anleitung

            Die farbig bebilderte Anleitung in Englisch, Französisch und Deutsch ist zwar knapp, aber völlig ausreichend verständlich.

            Testsystem

            Mein Testsystem besteht aus einem Be Quiet! Dark Base 900, einem AMD Ryzen R5 1600+ mit 95 Watt TDP und einem Asus Prime B350 Plus.
            Das Gehäuse selber ist vergleichsweise riesig und hat die Möglichkeit, an 4 Plätzen Radiatoren bis zu 420mm aufzunehmen.
            Am sinnigsten für den Eisbaer LT 240 wäre ein Einbau unter dem Dach, aber dafür müsste ich das Mainboard um ein paar Zentimeter nach unten versetzen,
            und da ich die nächsten Tage ein Dark Base 900 Pro "White Edition" bekomme und eh alles umbauen muss, spare ich mir die Arbeit und setze die Radiatoreinheit in die Front.
            Dort wird die erwärmte Luft zwar in das Gehäuse gepustet, ich hoffe aber, das es nicht allzuviel ausmacht.

            Einbau

            Der Einbau des Radiators ging recht problemlos von statten. Die beiden 140er Gehäuselüfter entfernen, den Radiator innen so lange verschieben, bis das Lochbild passt.
            Die Lüfter von aussen durch die Befestigungslöcher mit den entsprechenden Schrauben gegenschrauben, fertig.
            Interessanterweise ist genau diese Variante in der Anleitung nicht beschrieben, mein Gehäuse und ich sind da aber flexibel.
            Als praktizierender Maschinenbauer möchte ich aber die Qualität der Gewindebohrungen und der Schrauben als etwas grenzwertig bemängeln.
            Beide Gewinde laufen nicht 100%ig sauber und leicht schwergängig. Das fällt aber vermutlich den meisten PC Schraubern gar nicht auf.

            Der Einbau des Kühlers war da schon etwas spezieller. Ich habe es tatsächlich geschafft, die beiden zusammenschiebbaren Halterungen zuerst um 90° verkehrt zu montieren.
            Da diese durch ihre Form einrasten, musste schon ein kleiner Schlitzschraubendreher als Hebel und leichte Gewalt kommen, um die Verbindung zu lösen.
            Beim zweiten Versuch passte es dann, die Halterung hat mir den ersten Fehlversuch auch nicht krumgenommen.
            Die lose Backplate des AM4 Sockels störte mich schon beim ersten zusammenbau meines Rechners, jetzt mit dem Wasserkühler und den relativ steifen Schläuchen hintendran noch viel mehr.
            Letztere reichen bei meinem relativ großen Gehäuse gerade mal so bis zum Sockel, ansonsten hätte ich die Lüfter doch wieder umbauen müssen auf die Innenseite, um noch wenige Zentimeter herauszukitzeln.
            Durch drehen, schieben und fummeln saß der Sockel dann doch perfekt.
            Jetzt kamen die Kabelprobleme: Die beiden Anschlussleitungen der Eiswindlüfter waren trotz Y-Adapter viel zu kurz, um bis zum CPU-Fan Anschluss zu kommen.
            Aber der gute PC Schrauber hat immer eine PWM-Verlängerung im Haus.
            Ich war mir völlig sicher, das mein Prime B350 Plus einen Pumpenanschluss hat, dementsprechen muss ich doof geguckt haben, als ich den doch nicht fand.
            Aber ich hatte noch einen 4 Pin Gehäuselüfteranschluss frei, nach kurzer Nachfrage in einem Forum habe ich den dann für die Pumpe genommen, im BIOS dann entsprechend auf DC Mode gestellt.

            Eingebaut.jpg

            Front.jpg

            Testlauf

            Rechner gestartet, zuerst in das BIOS/UEFI und die Funktionen getestet. Drehzahl der Lüfter und der Pumpe werden angezeigt, Temperatur auch OK.
            Bei geöffnetem Gehäuse sind die Lüfter und vor allem die Pumpe zwar leise, aber unverkennbar zu hören. Einen Wasseraustritt kann ich nicht feststellen.
            Also Gehäuse zu, Windows wird gestartet.

            Mit meinem vorherigem sehr leisem Noctua NH-U12S SE AM4 Luftkühler hatte ich nach 45 Minuten Vollast unter Prime95 Torture Test eine CPU Temperatur von 59° Celsius.
            Ausgelesen wird mit CPUID HWMonitor.

            Mal sehen wie sich der LT240 schlägt.

            Im Idle nach etwa 10 Minuten Windows im Leerklauf: 35° C
            Pumpe macht 2024 U/min
            Lüfter machen 834 U/Min

            Nach 50 Minuten Prime95 Torture Test: 56° Celsius
            Pumpe macht 2490 U/min
            Lüfter machen 1275 U/Min

            Nach den Datenblättern kann die Pumpe bis 2600 U/Min, die Lüfter bis 1700 U/Min. Der Eisbaer LT240 hat bei mir also noch etwas Luft nach oben.
            Dafür sind beide bei Vollast auch bei geschlossenem Gehäuse gut zu hören, zumindestens für meine Ohren, interessanterweise wurde die Pumpe gegen Ende der Torturphase trotz gleichbleibender Drehzahl wieder etwas leiser.
            Vibrationen der Pumpe wie in diversen Forenpostings berichtet konnte ich nicht feststellen, das Geräusch war eher wie ein schnurren.
            Im normalen Windowsbetrieb ist der Rechner auch nicht lauter wie vorher mit reiner Luftkühlung.

            Mein Fazit:

            Da dies meiner erste Wasserkühlung überhaupt ist, habe ich keine Vergleichsmöglichkeit.
            Trotzdem hat der Einbau Spaß gemacht, im Prinzip läuft das gute Stück bestens. Soo schlecht wie in diversen Foren behauptet sind diese Eiswindlüfter nicht, werde sie bei Gelegenheit aber wohl doch austauschen.
            Auch die Erweiterungsmöglichkeit mit den Schnellkuplungen ist eine schöne Sache, vielleicht komme ich ja wirklich noch mal auf den Geschmack.
            Für mich hat die AiO Wasserkühlung ALPHACOOL Eisbaer LT 240 eine klare Kaufemfehlung.
            AMD Ryzen R7 3700X Noctua NH-U12S SE AM4 MSI X570 Gaming Pro Carbon Wifi 32GB G.Skill TridentZ Neo 3600 MHZ CL16 Asus GeForce GTX 1070 Ti ROG Strix Advanced 250GB Samsung 960 Evo M.2 Kingston A1000 480 GB Crucial MX100 512GB be quit! Dark Base 900 White Edition 650 Watt Seasonic FOCUS Plus Modular Dell S2716DG Logitech G502 Logitech G810 Logitech Z323

            Kommentar


            • #7
              Alphacool Eisbaer LT 120



              Die Alphacool Eisbaer (Deutsch/Englisch für Eisbär=Icebear) LT 120 Wasserkühlung punktet vor allem mit ihrer Kompatibilität und der Möglichkeit Komponenten schnell wechseln und das System erweitern zu können. Aber dies ist nicht die einzige Wasserkühlung auf dem Markt; kann die Eisbaer LT 120 im Test mit einem 125W Prozessor überzeugen ?


              Vorwort:
              Da die 120er Ausführung auch noch in ältere Systeme passt, habe ich diese mit einem etwas älteren System getestet. Dank der anderen Tester ist somit ein großer Testbereich abgedeckt. Das Testsystem besteht unter anderem aus einem AMD Phenom II X4 955 Black Edition Prozessor mit 4x 3.22GHz und einem Gigabyte GA-970A-UD3 AM3+ Mainboard.
              Die Kühlleistung der Alphacool Eisbaer LT120 wurde in realen Szenarien mit Spielen und mit 3DMark Firestrike & API Overheat getestet.


              Lieferumfang:
              Im Paket befindet sich ein Installationskit für AMD und ein Kit für Intel, für Ryzen sind weitere Unterlegscheiben dabei.
              Das Kühlsystem, vormontiert und mit Kühlflüssigkeit befüllt, bestehend aus Radiator, zwei Schläuchen und dem CPU Kühlkörper.
              Zu dem gibt es zwei Eiswind Lüfter und einen Adapter um beide an einen FAN Anschluss des Mainboards an zu schließen.
              Eine kleine Spritze mit WLP (Wärmeleitpaste) ist auch dabei, so wie eine geheftete Einbauanleitung.



              Installation:
              Das AiO - All in One Kühlsystem ist bereits vormontiert und mit Kühlflüssigkeit befüllt. Es ist eine bebilderte Anleitung beigelegt, die den Einbau für INTEL & AMD erklärt.

              !ACHTUNG! Achtet unbedingt vorher darauf ob die Schläuche bzw. Anschlüsse an eure MB Kühler oder RAM Riegel stoßen und richtet den Alphacool CPU Kühler dementsprechend aus.
              Solltet ihr merken, dass ihr die Clip-Halterungen aus Metall am CPU Kühler falsch angebracht habt; steckt zwei Schraubenzieher durch die Löcher zu beiden Seiten der Halteplatten und zieht daran
              (bitte zieht nicht an den Schrauben, diese verbiegen sonst). Sobald diese leicht nachgeben könnt ihr mit einem flachen Schraubendreher diese vorsichtig auseinander hebeln.

              Bei AMD wird das standard Backplate genutzt. Dafür muss man die Schrauben des alten oberen Aufsatzes lösen, diesen abnehmen und kann anschließend den neuen Wasserkühler anbringen.
              Bei AMD Ryzen unterscheidet sich das Ganze nur durch einen zusätzlichen Satz Unterlegscheiben.
              Für Intel wird ein einfaches Backplate aus Plastik mitgeliefert. Dia Halterungen für den Wasserkühler selber sind auch hier aus Metall und zum ineinander clippen.

              Hinweis: Man sagt ja schrauben soll man "Handfest" anziehen. Merkt euch; im IT/PC Bereich ist das "Fingerfest". Wenn ihr den Schraubenzieher mit drei oder 4 Fingern dreht, dann ist die Schraube fest genug. Die alte WLP - Wärmeleitpaste sollte entfernt und durch neue WLP - dünn und gleichmäßig aufgetragen - ersetzt werden.

              Der bzw. die Lüfter für den Radiator werden am Besten am CPU_FAN & CPU_FAN_OPT Anschluss auf eurem Mainboard angeschlossen, gibt es auf dem Mainboard nur einen Anschluss könnt ihr den beigelegten Adapter verwenden um beide Lüfter am CPU_FAN an zu schließen. Die Pumpe sollte dauerhaft die gleiche Leistung bekommen. Bei einem älteren System kann man das über jeden beliebigen FAN Anschluss machen, bei neueren Systemen gibt es extra Anschlüsse für eine Wasserkühlung (FAN_PUMP). Laut Anleitung könnt ihr die Pumpe mit 7V bis 13,5Volt betreiben, das könnt ihr normalerweise im BIOS eures Mainboards einstellen.

              Im eingebauten Zustand des Mainboards ist die Installation der Wasserkühlung etwas umständlich und man benötigt sehr warscheinlich die Hilfe einer weiteren Person. Die Schrauben befinden sich in einer offenen Halterung ohne Vorbohrungen und werden an die passende Position geschoben. Andere Hersteller haben hier Vorbohrungen für die passenden Sockel, was wesentlich besser ist. Andererseits hat man hier einen Vorteil, wenn man die Wasserkühlung z.B bei einer Spielkonsole wie die Xbox 360 anbringen möchte, ohne extra Teile zu kaufen. (!Achtung! Das habe ich nicht getestet. Alphacool bietet extra einen CPU/GPU Kühler für die PS3 und Xbox)

              Die Lüfter werden mit den mitgelieferten Schrauben am Radiator befestigt. Hinweis des Herstellers: "Die Ausrichtung der Lüfter kann individuell gewählt werden. Wir empfehlen, die Lüfter so zu montieren, dass sie aus dem Gehäuse heraus blasen. Achten Sie bei Push&Pull Betrieb darauf, dass die Lüfter in die gleiche Richtung blasen." Beim Anbringen des Radiators gibt es nichts besonderes zu beachten. Der Hersteller weist aber darauf hin, dass es am Besten ist wenn dieser sich höhergelegen bzw. über dem CPU Kühler mit Pumpe befindet.



              Bedienung:
              Zur Bedienung gibt es nicht viel zu sagen. Sowohl die Pumpe als auch die Lüfter lassen sich über das BIOS des Mainboards steuern. Das System lässt sich problemlos anbringen und wieder entfernen.
              Dank den Schnellverschlüssen ist hinzufügen oder entfernen von weiteren Komponenten kein Problem und sogar möglich ohne das System zu entleeren und mit neuer Kühlflüssigkeit auf füllen zu müssen.
              Jedoch gibt es einen gravierenden Mangel; Die Wasserkühlung hat keinen Indikator - außer einer heißer werdenden CPU oder lauter werdenden Pumpe - der darauf hinweist, dass Flüssigkeit nachgefüllt werden muss.
              Eine mögliche Lösung wäre hier eine rote LED oder ein anderer optischer oder akustischer Indikator oder eine klassische Füllstandsanzeige.
              Es gibt auch keine offensichtliche Kennzeichnung wo, Flüssigkeit nachgefüllt werden kann. Lediglich an der gegenüberliegenden Seite der Anschlüsse am CPU Kühler kann man davon ausgehen, dass der mit einer sechskant Inbus Vertiefung versehene Schraubverschluss dafür vorgesehen ist, das Reservoir auf zu füllen oder einen Ausgleichsbehälter an zu schließen. Leider ist dieser Schraubverschluss aus Kunststoff.


              Lautstärke:
              Die zwei mitgelieferten Eiswind - 12 Lüfter (1700rpm -12V DC - 2,2Watt) sind mit 550 - 1700RPM und 29 dB(A) laut Angaben recht laut. Was mich dann sehr überrascht hat; selbst unter Last und erhöhter Spannung sind die mitgelieferten Lüfter erstaunlich laufruhig. Bis 1100RPM im Idle sind die Lüfter bei meinem System nicht zu hören gewesen. Die Pumpe hingegen surrt hörbar die ganze Zeit und erinnert an ein Aquarium. Das Geräusch und die Lautstärke sind aber konstant und nicht lauter als die meisten standard Gehäuselüfter, abhängig vom Gehäuse und der eigenen Wahrnehmung kann man das Arbeitsgeräusch der Alphacool DC-LT 2600 als sehr leise bezeichnen. Bei neueren Mainboards mit Anschluss für eine Wasserkühlung kann man bei Bedarf die Stärke der Pumpe runter regeln. Bei älteren Systemen ist das über die normale Lüftersteuerung auch möglich, man sollte jedoch darauf achten, diese nicht unter 7 Volt zu regeln.


              Kühlleistung:
              Rein vom Radiator her hat man bei diesem Produkt einen der effektivsten Kühlkörper auf dem Markt. Er besteht vollständig aus Kupfer welches eine viel bessere Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Aluminium hat.
              Ich habe die Kühlleistung selber nicht weiter im Detail beurteilt, da diese im Endeffekt für die meisten User irrelevant ist. Sowohl bei Luftkühlung als auch Wasserkühlung steht heut zu Tage das Lautstärke/Preis/Optik Verhältnis im Mittelpunkt,
              die Kühlleistung der erhältlichen Kühlsysteme ist pauschal gesagt immer ausreichend. Zu dem ist diese System und Komponentenabhängig und wird zusätzlich durch die herrschende Raumtemperatur beeinflusst.
              Wichtiger wird die Effektivität einer Kühlung erst wieder im Overklocking Bereich.

              Bei aktuellen GPUs sind das Maximal Temperaturen um die ~90°C bei CPUs ~100°C. 60-70°C bei GPUs und 50-60°C für CPUs sind heute meist die durch die Standardkühler der Hersteller gehaltenen Temperaturen.
              Alphacool gibt bei der LT Wasserpumpe eine Maximale Systemtemperatur von 65°C an, erklärt diese Angabe aber nicht. Bedeutet das ab dort ist der Punkt erreicht an dem die Wasserkühlung nicht mer effektiv kühlen kann ?

              Getestet habe ich bei 23°C Raumtemperatur. Um zum Messen eine ordentliche Betriebstemperatur im IDLE zu bekommen habe ich durch zwei Durchläufe im Benchmark und anschließend 10 Minuten Pause, das System auf Temperatur gebracht.
              Die Gehäusetemperatur, lag bei 26°C, gemessen mit einem Raumthermometer. Für den Test wurde nur ein Lüfter installiert und klassisch ausgerichtet so, dass die Luft durch den Radiator nach außen befördert wird.
              Als Messprogramm habe ich HWiNFO64 v5.82 verwendet. Für den Benchmark wurde 3DMark Firestrike & API Overheat genutzt.

              Raumtemperatur: 23°C

              Gehäusetemperatur Idle: 26°C
              Mainboardtemperatur Idle: 35°C
              CPU Temperatur Idle: 33°C
              FAN Speed (Lüftergeschwindigkeit): ~1043RPM

              Beim Gaming (CSGO, GTA5) lagen die Temperaturen immer im gut akzeptablen Bereich:
              Gehäusetemperatur Last: 28°C
              Mainboardtemperatur Last: 42°C
              CPU Temperatur Last: 43°C
              FAN Speed (Lüftergeschwindigkeit): ~1264RPM

              Gehäusetemperatur Benchmark: 29,5°C
              Mainboardtemperatur Benchmark: 44°C
              CPU Temperatur Benchmark: 48°C
              FAN Speed (Lüftergeschwindigkeit): ~1394RPM


              Die Benchmarks wurden jeweils 3x hintereinander ausgeführt. Die Spiele nach einer kurzen Pause und direkt nach einem Benchmarktest. Dabei konnte aber kein Temperaturunterschied festgestellt werden.
              Die Kühlleistung reichte bei allen Tests aus um das System innerhalb weniger Minuten runter zu kühlen.

              CPU Kühler, Schläuche und Radiator werden im Betrieb deutlich warm, aber nicht heiß.
              Interessant wäre eine Messung der Kühlleistung im Hochsommer gewesen, die Raumtemperaturen in Dachwohnungen können da leicht über 30°C erreichen.


              Design:
              Was das Design betrifft konnte sich Alphacool bei der LT Serie wohl nicht zwischen der praktischen Nutzung und dem Design entscheiden. Das Design des CPU Kühlers mit Pumpe ist zwar schlicht und durchaus edel aber das Design der Schläuche und der Restlichen Bauteile vermittelt eher das Gefühl von Gärtnerei und Gartenschlauch. Gerade den Schnellverschluss und die Schläuche hätte man mit dem restlichen Design abstimmen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass man mehrere Konzeptdesigns darauf aufbauen kann, die Optik wird bei der LT Serie dadurch aber stark beeinträchtigt. Andere Hersteller haben hier bessere Ansätze. Die Schläuche ließen sich zwar problemlos austauschen, aber als Erweiterungskonzept bietet die LT Serie dafür nicht die richtige Basis von Preis/Leistung. Die Lüfter und der Radiator sind ebenfalls schlicht gehalten, wobei die Lüfter ein einfaches Standard Design haben.


              Qualität und Verarbeitung:
              Alphacool könnte für den Preis besseres bieten. Da gibt es nichts schön zu reden.

              Ich habe mir die Lüfter genauer angesehen und kann nichts feststellen was daran so besonders und extra für Radiatoren entwickelt sein soll. Die Lüfter sind sauber verarebeitet und machen einen höherwertigen Eindruck als 0815 Standard Lüfter
              die sonst in Systemen vormontiert werden. Laut Datenblatt handelt es sich um Sleeve Bearing Lager, diese sind besser als Standard aber nicht ganz so gut wie Kugellager (Haltbar Laufruhig, Geräuscharm). Das Laufgeräusch der Lüfterist wie bei jedem Anderen auch. Auf die Lüfter hat man laut Aufdruck scheinbar separat 3 Jahre Garantie.

              Die Anschlusswinkel (Tülle) am CPU Kühler sind aus beschichtetem Metall, ich denke Kupfer. Die Unterseite des CPU Kühlers besteht aus einer Kupferplatte die mit 4 Kupferschrauben besfestigt ist. Die Oberfläche ist im gebürsteter Edelstahl Look und extrem Kratzempfindlich.

              Die Schläuche sind laut Datenblatt aus PVC gefertigt und mit Spiralfedern gegen Abknicken geschützt
              Der Ausgleichsbehälter bzw. das Gehäuse des CPU Kühlkörpers ist aus Spritzguss, Deckel und Logo aus Aluminium
              Der Schnellverschluss in Gartenschlauchoptik besteht aus Nylon.

              Alles in Allem macht das gesamte Produkt Qualitativ einen eher mittlermäßigen Eindruck. Die Metallteile aus Kupfer sind Lackiert, dieser Lack bekommt sehr leicht Macken.
              Der Schnellverschluss ist aus günstigem Nylon und macht mit den spiralfederumwickelten Schläuchen qualitativ und optisch nicht viel her, im Gegenteil stört das sogar die gesamte Optik in einem modernen PC und wirkt fehlplatziert.
              Auf der Alphacool Webseite sind einige Schnellverschlusskupplungen wie die Eiszapfen Schnellverschlusskupplung verfügbar die optisch sehr gut passen würden und auch von der Verarbeitung besseres bieten.
              Das CPU Kühlkörpergehäuse mit integrierter Pumpe und Ausgleichsbehälter aus Spritzguss wirkt nicht wertig, ebenso das Backplate für INTEL.



              Reinigung:
              Ich habe keine direkten Pflegeanweisungen oder Empfehlung des Herstellers gefunden. Leider ist nicht ersichtlich ob das Kühlsystem vor der Auslieferung an den Käufer mehrfach geprüft wird und
              ob sich nach einiger Zeit Mikropartikel (Alu, Kupfer, Kunststoff etc.) lösen und dann im Kreislauf befinden können. Es empfiehlt sich daher nach ein paar Monaten
              die Kühlflüssigkeit aus zu wechseln. Dafür kann man entweder Alphacool Cape Kelvin Catcher oder reines destilliertes bzw. Osmose gefiltertes Wasser verwenden.

              Ist eine mehrfache Verwendung/Montage möglich ?
              Ja. Die AMD/Intel Halterungen könnten sich dadurch aber schnell abnutzen. Diese sind zum Glück für um die 5¤ bei verschiedenen Shops nach bestellbar.


              Verfügbarkeit von Ersatzteilen:
              Für die Eisbaer LT Wasserkühlung scheint die Alphacool DC-LT 3600 als Upgrade mit mehr Leistung passend zu sein.
              Was direkt Ersatzteile (Dichtgummi, Top Cover etc.) betrifft hätte ich mir eine Liste gewünscht. Auf die Schnelle war es mir nicht möglich die passenden Ersatzteile zu finden.
              Im Shop gibt es aber einige Teile die scheinbar universal passend sind.


              Preis/Leistung:
              Dort kann Alphacool mit den Eisbaer LT Produkten leider nicht punkten. Im Vergleich zur Konkurrenz liegt Alphacool mit dem Preis oft deutlich drüber und kann was Design und Verarbeitung betrifft auch nicht mithalten.
              Als Basis ist die Eisbaer LT Reihe leider auch nicht geeignet, da man sich lieber einzeln die passenden Teile für eine Wasserkühlung sucht, die dann den eigenen Ansprüchen genügt. Dabei kommt man auch noch günstiger weg.


              Garantie und Service:
              Laut AGB´s bietet Alphacool nur die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung, das finde ich schwach. Ein Hersteller sollte hinter seinem Produkt stehen und mindestens 3 Jahre Garantie bieten.
              Den Service konnte ich leider nicht testen. Positiv aufgefallen ist mir aber, dass Alphacool im Impressum eine Telefonnummer und eine E-Mail Adresse angegeben hat und auch über ein Kontaktformular auf der Website erreichbar ist.


              Wow! Du hast Alphacool ja vernichtet...
              Nein. Produkte von Alphacool haben Eigenschaften die es zu etwas besonderem machen und es auch wert sind gekauft zu werden.
              Das System von Alphacool ist einfach. Gerade die Schnellverschlusskupplung bietet für Testsysteme oder Systeme wo es auf einen schnellen und reibungslosen Wechsel der Komponenten ankommt gute Möglichkeiten. Auch lässt sich das bestehende System bei Bedarf einfach erweitern. Bei Systemen anderer Hersteller müsst ihr zuerst die Kühlflüssigkeit ablassen und diese zu erweitern ist meist auch aufwendiger.
              Mit Schnellverschlusskupplung könnt ihr einfach und schnell eine Komponente austauschen.

              Ein klarer Vorteil ist auch die System Unabhängigkeit. So seid ihr nicht an Alphacool Komponenten gebunden, ihr könnt diese mit anderen Mischen. Für Bastler/Modder ist das also optimal.
              Andere Hersteller bieten keine direkten Ersatzteile oder Erweiterungsmöglichkeiten an oder nur auf Nachfrage. Möchtet ihr Komponenten verschiedener Hersteller kombinieren solltet ihr euch vorher anschauen ob das von der Kühlleistung und vom Kühlmittel zusammen passt und ggf. beim Hersteller nachfragen.

              Soll ich mir jetzt eine Wasserkühlung kaufen ?
              Es ist eure Entscheidung und ich werde euch auch nicht sagen "Ja! Tut es."oder "Nein! Lasst es bleiben". Es kommt auf die Situation und eure Ansprüche an.
              Habt ihr genug Geld und legt wert darauf auf der nächsten LAN Party oder eurem Schreibtisch einen Hingucker stehen zu haben, oder ihr möchtet einen Mini bzw. HTPC oder ihr steht auf leichtes OC-OverClocking dann
              lohnt sich eine Investition in ein Wassergekühltes System.

              Silent Fans haben sowohl mit Luftkühlung als auch Wasserkühlung und Geräuschdemmung die Möglichkeit ihre Systeme nach Wunsch an zu passen. Denkt daran; eine Wasserkühlung benötigt immer noch einen oder mehrere Lüfter.
              In einem kompakten System (Mini PC) bietet eine Wasserkühlung einen deutlichen Vorteil. So lässt sich je nach System mit einem Radiator bereits das gesamte System kühl halten. Für eine ordentliche Lüftkühlung ist in solchen Sytemen oft kein Platz. Ob sich eine Wasserkühlung lohnt hängt auch vom Rest des Systems ab. Die Temperatur kann sich durch zu wenig Airflow (Luftzirkulation) bei Luftkühlung hoch schaukeln. Aber auch eine Wasserkühlung kann sobald das Kühlsystem eine gewisse Temperatur erreicht hat nicht mehr effektiv kühlen. Aber das sind keine Szenarien mit denen der durchschnittliche PC Käufer normalerweise zu tun hat.


              Fazit:
              Ihr bekommt hier von der Leistung her ein ordentliches AiO Kühlsystem für eure CPU, welches einfach erweiterbar ist und viele Erweiterungsmöglichkeiten auch mit Komponenten anderer Hersteller bietet.
              Leider ist die LT Reihe dem Hersteller vom Gesamtkonzept her nicht gut gelungen. Es fehlt eine Füllstandsanzeige und der Preis für die Eisbaer Produkte ist zu hoch gesetzt, was diese als Basis uninteressant macht.

              Ich kann diese Produkt leider nicht empfehlen.




              Feedback, Kritik und mehr:

              In der Anleitung und auf der Verpackung fehlt ein Hinweis, ob das System bereits mit Kühlflüssigkeit befüllt ist oder nicht.
              Nur im Online verfügbaren Datasheet (es ist kein Datenblatt beigelegt) findet man die benötigten Informationen dazu.

              Erst am Ende der Anleitung wird kurz erwähnt, dass man Alphacool Cape Kelvin Catcher oder reines destilliertes bzw. Osmose gefiltertes Wasser zum Auffüllen verwenden kann.
              Beim Eisbaer LT 120 fehlt eine Anleitung die erklärt wie man das System mit Kühlflüssigkeit nachfüllt. Man findet online auf YouTube Videos direkt von Alphacool, diese passen aber nicht zur LT Reihe.

              Unter "Eisbear Ready" kann man sich auch nichts vorstellen, wenn man Alphacool Produkte noch nicht kennt.

              Eine Auflistung der möglichen Ersatzteile, Zubehör und Erweiterungen fehlt. Kann man auch bei diesem Produkt die standard Schläuche durch durchsichtige Schläuche ersetzen ?

              Wenn ich als Hersteller ein Modulares und sogar Markt offenes Produkt entwickle, würde ich auch darauf achten,
              dass man z.B Komponenten bei der Bestellung austauschen oder dazu kaufen kann. So ist man leider an das Angebot gebunden.

              Ganz unten in der Produktbeschreibung steht dann "Die Leistungsfähigkeit ist trotz der geringen Größe außerordentlich und reicht,
              um auch einen erweiterten Kreislauf betreiben zu können." Was der Hersteller unter einem "erweiterten Kreislauf" versteht wird nicht erläutert.
              Auch ist die Rede von einer deutlich besseren Pumpleistung als bei üblichen AiO bei geringer Geräuschentwicklung. Weitere Angaben werden jedoch nicht gemacht.

              Alphacool sollte noch Vibrationsdämpfer für den Radiator und die Lüfter dazu geben. Denn wer schon öfters mit PC´s zu tun hatte weiß, dass oft nach ca. 2-3 Jahren im täglichen Betrieb die ersten Verschleißerscheinungen auftreten, bei Lüftern sind das Vibrationen oder Schleifgeräusche.

              Etwas mehr Wärmeleitpaste oder eine kleinere Spritze wären gut. Ein Spachtel oder ähnliches zum Auftragen wäre auch noch praktisch.

              Es fehlt ein Adapter für die Pumpe zum runterregeln auf 7V bzw. 9Volt.

              Ein Schraub bzw. Montagesystem welches die Schläuche nicht blockiert könnte von Vorteil sein.




              Gut finde ich den folgenden Schlussatz im Datasheet, den auch ich für mein Review übernehme:
              (Wir) Ich übernehme keine Verantwortung für eventuelle Tippfehler.

              @mindfactory @Marketingman
              Vielen Dank, dass ich als Produkttester ausgewählt wurde. Ich freue mich darauf weitere Produkte für euch testen zu dürfen
              Angehängte Dateien

              Kommentar


              • #8
                Einleitung
                Im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion von Mindfactory habe ich die Möglichkeit bekommen, das ALPHACOOL Eisbaer LT 120 testen zu können. Das Produkt habe ich kostenlos bekommen, dies ändert aber nichts an meiner Meinungsbildung und hat keinen Einfluss auf eine etwaige Kaufempfehlung.

                Hintergrund
                Wasserkühlungen gibt es nun schon lange auf dem Markt. Ich beobachte die Situation schon lange und war schon oft am überlegen, eine Kühlung ausprobieren. Ich wusste nie so recht, ob eine Wasserkühlung das richtige für mich sei. Ich muss auch zugeben, dass ich zeitweise auch Angst hatte, Wasser könnte auslaufen. Im weiteren Test zeigte sich jedoch, dass alle Vorurteile komplett falsch waren. Die Möglichkeit, die oben genannte Wasserkühlung nun testen zu dürfen, am mir daher sehr entgegen und ich freue mich diese Möglichkeit bekommen zu haben.

                Mein derzeitiges System:

                Ryzen 5 1600
                MSI B350M Pro VDH
                16 GB DDR4 2400
                GTX 1060 6 GB
                Bitfenix Shinobi (Vollausstattung an Lüftern)

                Zweitsystem

                Intel Xeon E5430 (Pin Mod)
                Asus P5Q
                8 GB DDR2 800
                GTX 570 1,25 GB
                Sharkoon VS4-S (Vollausstattung an Lüftern)

                Verpackung und Inhalt
                Das Produkt kommt in einer schwarzen, eher unauffälligen Verpackung und wirkt unscheinbar. Enthalten sind der 120er Radiator, zwei Lüfter mit Y-Kabel, Wärmeleitpaste und sämtliches Montagematerial für alle gängigen Sockel. Selbst der Sockel 775 wird unterstützt, was mich persönlich sehr freut, da ich lange eine Wasserkühlung für mein Zweitsystem mit Intel Xeon E5430 gesucht habe. Die Verpackung an sich wirkt sehr hochwertig und im Design durchdacht. Auch die innere Verpackung, also wie das Produkt gepolstert ist, ist sehr zufriedenstellend. Es liegt eine Anleitung bei, die sehr gut verständlich ist. Ich habe es damit geschafft, meine erste Wasserkühlung überhaupt zu verbauen und bin froh, eine solche Anleitung gehabt zu haben.

                Verarbeitung und Design
                Beim Auspacken fiel sofort auf, dass das Produkt sehr hochwertig verarbeitet ist und daher optisch einiges her macht. Mir persönlich gefällt das unauffällige Design in schwarz und vermisse keineswegs eine Beleuchtung oder Ähnliches. Die Schläuche weisen keine Mängel auf und auch die Kabel sind in Ordnung, eine Ummantelung wäre wünschenswert gewesen, ist aber kein Muss. Natürlich hätte die Wasserkühlung noch auffälliger gestaltet werden können, aber in meinen Gehäuse ohne Glasfenster sieht sie sowieso niemand. Außerdem ist ein schlichtes schwarz manchmal auch besser als zu viel „Bling-Bling“, was natürlich auch kaputt gehen kann.

                Einbau
                Die beiliegenden Anleitungen sind gut verständlich und erklären den Einbau sehr gut. Zuerst wird der passende Sockel gewählt und die Pumpe vorbereitet. Bei dem Montagematerial des AM4 Sockels bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich die Platte jemals wieder von der Pumpe lösen kann. Dann wird der Radiator samt Lüfter eingebaut, was trotz großem Gehäuse zur Schwierigkeit wurde. Wir waren zu zweit und hatten gefühlt immer noch zu wenig freie Hände. Ist dieser Schritt geschafft, wird die Pumpe angebracht, was wieder aufgrund Platzmangels sehr schwierig werden kann. Zuletzt wird die Pumpe und die beiden Lüfter mittels Y-Kabel am Mainboard oder der Lüftersteuerung angeschlossen. Nach einem schnellen Test zeigte sich, dass die Kühlung wie gewollt arbeitet. Nun konnte ich mit den konkreten Tests anfangen.

                Ich habe die Wasserkühlung aus Spaß auch noch in mein Sockel 775 System eingebaut. Hier war der Einbau noch schwieriger, da das Sharkoon VS4-S Gehäuse noch weniger Platz bietet und ich teilweise nicht wirklich wusste, wo ich anfassen soll. Trotzdem habe ich es geschafft und sie sah natürlich gut aus.

                Kühlung
                Ich habe im Test mit dem Stock-Kühler verglichen. In beiden Fällen wurde Prime95 für ca. 30 Minuten ausgeführt und dann die Temperatur gemessen. Es fällt auf, dass die Wasserkühlung eine viel bessere Kühlleistung zeigt, obwohl die Lüfter nur auf 70% drehten, da ich sie mithilfe des Mainboardes leiser geregelt habe. Da in diesem Test die CPU komplett ausgelastet wird, ist im normalen Gaming-Betrieb mit noch geringeren Temperaturen zu rechnen. Somit kann man sagen, dass die Kühlleistung für einen 120er Radiator ordentlich ist und mit einem Ryzen 5 1600 perfekt klar kommt. Einen Test bei Übertaktung habe ich nicht vorgenommen, da auch in dieser Situation die Kühlung mehr als ausreichen sollte, zumal sie nicht auf voller Leistung lief.

                Einen ausführlichen Test habe ich in meinem Zweitsystem nicht vorgenommen, allerdings kann ich sagen, dass sich auch hier die Temperaturen deutlich verbessert haben, vor allem, da der Intel Xeon sehr stark übertaktet ist, um das Bestmögliche aus dem 10 Jahre alten Prozessor rauszuholen. Die Temperaturen bewegten sich endlich unter 65 Grad, was mich überlegen lässt, die Wasserkühlung in diesem PC zu verbauen.

                Lautstärke
                Zur Lautstärke kann ich nicht viel sagen, ich habe sie in keiner Situation überhaupt wahrnehmen können. Der Stock Kühler war viel lauter und ich bin froh, nun diese Wasserkühlung zu haben. Auch Vibrationen oder Ähnliches waren nicht wahrnehmbar. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die Pumpe Geräusche machen würde oder durch das Gehäuse Vibrationen übertragen werden würden. Zuerst dachte ich, das Shinobi sei einfach gut gearbeitet, aber auch im Sharkoon VS4-S war die Kühlung absolut lautlos und vibrationsfrei im Betrieb.

                Fazit
                Da das Testprodukt meine erste Wasserkühlung war, kann ich natürlich wenig Vergleiche ziehen. Ich kann nur zu Luftkühlern Vergleiche ziehen, da ich in meiner „Karriere“ als PC-Bauer nun schon sehr viele verschiedene Kühler gesehen und selbst verbaut habe. Das Testprodukt erwies sich etwas schwerer im Einbau als ein normaler Luftkühler, womit ich aber gerechnet habe. Trotz aller Schwierigkeiten beim Einbau, läuft das Gerät tadellos, sowie lautlos. Dies ist auch der Grund, warum ich das Gerät anstandslos empfehlen kann. Der Preis liegt zwar ein wenig über Konkurrenzprodukten von z.B. Arctic, aber für das Gebotene empfinde ich den Preis als gerechtfertigt und schätze das Produkt als preis-leistungsmäßig sehr gut ein. Wer also eine relativ günstige Wasserkühlung sucht, die auch noch leise und absolut unhörbar ist, der kann hier bedenkenlos zuschlagen. Wer aber nach RGB-Beleuchtung oder einem total ausgefallenem Design sucht, der ist bei diesem Produkt vielleicht falsch, denn diese Wasserkühlung kann dies nicht bieten. Ich überlege außerdem, mir eine zweite Wasserkühlung anzuschaffen für mein Zweitsystem, der Preis, bzw. die dazukommenden Versandkosten schrecken mich allerdings bisher noch ab. Vielleicht ergibt sich später noch eine Gelegenheit, eine zweite zu kaufen.
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                Zuletzt geändert von Niki_xyOn; 05.05.2018, 14:03.

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                • #9
                  Ich bin über die Aktion "Testers Keepers" zum Eisbär LT120 gekommen. Da ich vorher immer nur auf Luftkühlung gesetzt habe, ist das mein erster Kontakt mit einer Wasserkühlung.
                  *
                  -Unboxing/Optik-
                  Die Verpackung macht einen wertigen Eindruck. Alles ist stoßsicher und fest verpackt, sodass nichts herumfliegt und beschädigt werden kann.
                  Es liegen je ein Päckchen Schrauben, Beilegescheiben und ein Rahmen für den jeweiligen "Sockeltyp" (AMD bzw. Intel-CPU) bei und ein Päckchen mit Schrauben zum Befestigen der Lüfter. Was ich gut finde ist, dass jeweils eine Ersatzschraube beigelegt ist.
                  Die Wärmeleitpaste ist in einer kleinen Spritze beiliegend, das erleichtert das Auftragen ungemein und man versaut nicht alles wie bei den kleinen Tütchen.
                  Der Radiator und Kühler machen einen wertigen Eindruck. Beides hat auch ein gutes Gewicht, was den Eindruck natürlich nochmals verstärkt. Die Bohrungen mit den Gewinden schauen sauber aus, es sind auch sonst keine Grate von der Herstellung über geblieben.
                  Sehr gut gefällt mir, dass die Auflagefläche zur CPU komplett aus Kupfer ist. Bei Tower-Kühlern ist das ja nicht so. Das sollte die Wärmeleitfähigkeit nochmals verbessern.
                  Die Kühlerfront mit dem schwarzen gebürsteten Alu und dem silbrig glänzenden Logo ist schlicht gehalten, macht jedoch einen edlen Eindruck.
                  Nachdem der Radiator und Kühler beide innerlich aus Kupfer sind, sollte das System auch relativ Wartungsfrei sein.
                  Die Schläuche sind komplett mit einer Feder umwickelt, was vor Abknicken schützen soll.
                  Die Lüfter machen auch einen guten Eindruck. Natürlich kann man keine Hochklasse-Lüfter erwarten, aber sie wirken definitiv nicht billig. Die Kabel sind auch gesleeved.
                  Alles in allem erscheint der Eisbär LT120 auf den ersten Blick als ein schlicht gehaltenes wertiges Produkt.*

                  -Einbau-
                  Der Einbau gestaltete sich bei mir etwas kniffliger. Ich habe die WaKü in meinen Sharkoon DG7000 Midi-Tower auf ein MSI B350 PC Mate Mainboard (AM4-Sockel) gebaut.
                  Ich habe den Kühler nach Bedienungsanleitung vorbereitet, den Rahmen angesteckt und die Schrauben mit den Beilegescheiben und den Federn schon einmal daran befestigt. Es sind Langlöcher für diese Schrauben vorgesehen, da wohl AMD-Sockel unterschiedliche Lochraster haben. An sich eine super Idee (mit vielen Mainboards kompatibel), jedoch sehr knifflig beim späteren Einbau auf das Mainboard. Beim Verschrauben verkanten sich die Schrauben oft und man ist sich nie so richtig sicher ob der Kühler nun mittig sitzt oder nicht. Wenn man aber erst einmal diagonal angeschraubt hat und nach einander alle 4 Seiten stückchenweise festzieht geht der Einbau zügig vonstatten. Vielleicht ist es einfacher den Kühler auf das Mainboard zu setzen, wenn dieses noch nicht im Gehäuse ist. Das habe ich jedoch nicht ausprobiert.
                  Ein viel größeres Problem war bei mir, dass der Rahmen für den AMD-Sockel oben und unten ein Loch zum Verschrauben hat (welches bei meinem Sockel nicht gebraucht wird), das eine kleine Ausbuchtung nach außen hat. Diese Ausbuchtung stößt an einem Kühlkörper auf dem Mainboard an und man kann den Kühler nicht auf die CPU setzen (2-3cm vorher ist Schluss). Ich habe kurzer Hand einfach die Ausbuchtung mit der Metallsäge abgesägt und mit der Schlüsselfeile plan gefeilt. Jetzt passt der Kühler auch auf mein MSI B350 PC Mate.
                  Das Anbringen der Lüfter an den Radiator geht sehr gut. Die Gewinde kanten nicht, einzig die Schrauben könnten etwas länger sein. Das Verschrauben des äußeren Lüfters zwischen Gehäusewand und Radiator ist jedoch eine logistische Meisterleistung. Hier wäre es praktisch, wenn man den Lüfter separat am Radiator verschrauben würde und nicht alle 3 Komponenten mit einer Schraube befestigt. Kurze Schrauben würden sogar beiliegen (falls man den Radiator direkt am Gehäuse befestigen will), man müsste noch Schrauben zum Befestigen der Lüfter am Gehäuse belegen (wie für Gehäuselüfter).
                  Insgesamt ist der Einbau nicht sehr schwer, man braucht jedoch ein wenig Fingerspitzengefühl, wenn es um den Kühler geht. Wenn man von meiner kleinen Modifikation absieht, braucht man nicht mehr als eine halbe Stunde für Einbau und Anschluss.

                  -Performance-
                  Zu aller erst muss ich ich sagen, dass ich zwei Konfigurationen ausprobiert habe. Einmal habe ich den Radiator im Push/Pull-Modus (2 Lüfter am Radiator, einer bläst Luft rein der andere saugt auf der anderen Seite Luft aus) betrieben und final dann im Push-Modus (nur ein Lüfter, der Luft durch den Radiator bläst). Performance-technisch macht es kaum einen Unterschied, daher geh ich nur auf meine finale Konfiguration im Push Modus ein. Der Radiator ist an der hinteren Gehäusewand befestigt und der Lüfter bläst aus dem Gehäuse raus.
                  Bei beiden Modi sollte die bewegte Luftmenge identisch sein, da selbst im Push/Pull-Modus nicht mehr Luft ausgesaugt werden kann als rein geblasen. Allgemein kann man sagen ist der Luftdurchsatz in Ordnung. Da ich den Lüfter meist bei niedriger Drehzahl betreibe, erwarte ich auch keinen Luftstrom wie bei einem Zimmerventilator. Wenn die Lüfter mal unter Vollast laufen, ist am Gehäuseausgang ein deutlicher Luftstrom spürbar. Vergleichbar mit einem Föhn auf niedrigster bis mittlere Stufe. Die Luft ist auch deutlich erwärmt, was für eine gute Wärmeableitung spricht.
                  Den Lüfter habe ich über die Software meine Mainboards angepasst. Er läuft im Desktop-Betrieb mit ca. 600rpm und taktet temperaturabhängig hoch. Die Geschwindigkeit der Pumpe lässt sich leider nicht steuern, diese läuft immer auf 2600 - 2700rpm (vermutlich Maximalleistung).
                  Im Desktop-Betrieb wird die CPU auf 28°C gekühlt.
                  Zum Belastungstest habe ich Overwatch und Heroes of the Storm gespielt.
                  Nach einer Stunde Spielzeit hat sich die CPU auf ca. 40°C erwärmt.
                  Nach zwei Stunden Spielzeit liegt die CPU-Temperatur bei ca. 50°C, diese wird aber im weiteren Verlauf nicht erhöht. Das System läuft also auch bei längerem Spielen nie Gefahr zu Überhitzen und bleibt bei maximal 50°C.
                  Die Raumtemperatur während des Test lag bei ca. 23°C.
                  Nachdem wir die Temperatur überprüft haben, möchte ich noch auf die Lautstärke eingehen. Dazu muss ich sagen, dass mein Gehäuse nicht schallgedämmt ist. Leider besitze ich kein Messgerät um den Schalldruck zu messen.
                  Die Lüfter sind bei niedrigen Drehzahlen ( bis 1000rpm) kaum zu hören. Bei Volllast hört man die Lüfter deutlicher. Den Pumpfan hört man meiner Meinung nach eigentlich gar nicht, nur bei der ersten Inbetriebnahme konnte man kurz ein „Gurgeln“ hören, bis das Wasser gleichmäßig verteilt war.
                  Hat man am PC den Ton an, hört man die Lüfter nur bei Vollast, aber auch nicht besonders laut. Spielt man mit einem Headset, kann man das System gar nicht wahrnehmen.
                  Zur Haltbarkeit kann ich nicht viel sagen. Da ich nur einige Tage testen konnte, war ein Verschleiß nicht zu erwarten. Ich denke aber, dass das System lange halten wird. Der wertige Eindruck der Hardware und die gute Verarbeitung lassen auf viel Freude am Produkt hoffen. Da sowohl der Kühler als auch der Radiator aus Kupfer sind, sollte auch das Kühlwasser lange sauber bleiben. Ob die versprochene Wartungsfreiheit zutrifft, lässt sich wohl nur nach einigen Monaten/Jahren(hoffentlich) sagen.

                  -Preis/Leistung-
                  Für 80¤ erhält man ein solides Produkt. Die starke Performance und gute Verarbeitung machen den Eisbär zu einem Geheimtipp in Sachen Kompakt-Wasserkühlung. Im Vergleich zu einem guten Towerkühler mag der Preis vielleicht höher sein, jedoch sollte er lautstärke- und kühltechnisch die Nase vorn haben.

                  -Fazit-
                  Dem ersten Eindruck nach ist mir mit dem Eisbär LT 120 von Alphacool ein Glückgriff gelungen. Ich habe ihn zwar gratis bekommen, doch wenn ich mich für einen Kauf entschieden hätte, wäre der Eisbär wohl in der engeren Auswahl gestanden. Performance und Design haben mich überzeugt. Einzig der Einbau war ein wenig hakelig. Für das Problem mit der Ausbuchtung am Befestigungsrahmen kann der Hersteller ja nichts, das ist einfach Unglücklich. Aber das Problem lässt sich mit einer Metallsäge schnell lösen und wertet das Produkt für mich nicht ab. Irgendwann muss ich die technische Ausbildung ja mal bezahlt machen
                  Zur Wertung: Insgesamt gebe ich dem Eisbär 4 von 5 möglichen Sternen. Einen halben Stern ziehe ich aus Prinzip ab, da ich keinen Vergleich zu anderen Wasserkühlungen habe. Einen zweiten halben Stern ziehe ich wegen des kniffligen Einbaus ab.
                  Der Alphacool Eisbär LT120 ist eine solide Wasserkühlung, an der ich noch viel Spaß haben werde. In Bayern würde man sagen „sau guad“.
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                  • #10
                    Ich habe die Ehre im Rahmen der Aktion von Mindfactory und Alphacool, die Waaserkühlung Eisbear LT 240 testen zu dürfen.
                    Ich habe das Produkt Kostenlos bekommen, was aber keine Auswirkungen auf mein Urteil haben wird.

                    Vorweg erst einmal mein PC in den das Produkt eingebaut wurde.
                    Motherboard: Asus Prime X370-Pro
                    Arbeitsspeicher: 2x 8GB - G.Skill Flare DDR4 3200
                    Festplatte 250GB Samsung Evo 960 M.2
                    Prozessor: AMD Ryzen 7 1700 bei 3000 MGHz
                    Netzteil: 600 Watt be quiet Pure Power 80+ Silver
                    Grafik: Ausus Strix GTX 1070

                    VERPACKUNG
                    Ist auf den Ersten Blick schlicht in schwarz gehalten, mit einem Bild der Pumpe und Texten an den Seiten zu diversen Eigenschaften.
                    Wenn man das Paket dann endlich auf macht, ist alles aufgeräumt und übersichtlich, ich habe direkt alles gefunden und musste nicht im Karton herumwühlen.
                    Der Kühler ist vormontiert nur die Lüfter, die mit im Lieferumfang mit dabei sind die muss man nur noch, je nachdem wie sie montiert werden sollen anbringen, dies geht von beiden Seiten.
                    Ansonsten ist noch alles was sonst benötigt wird ordentlich in Tüten verpackt. Dabei sind Verschiedene Backplates die passenden Schrauben. Verschiedene Backplates daher, weil man das Produkt für AMD als auch für Intel Benutzten kann. Für die Lüfter ist sogar ein PWM-Y Adapter dabei so das ich auch bei mir alle Lüfter anschließen konnte da ich so schon 4 Stück habe und die beiden mit gelieferten sonst hätte nicht anschließen können.

                    DIE VERARBEITUNG
                    Ich habe mir alles genau angeschaut und hab nichts bewegendes erwarten und bin aber auch nicht enttäuscht alles in allem sieht das Produkt recht Wertig aus. Alles ist sehr schlicht gehalten in schwarz, die Pumpe hat von Oben eine Aluminiumplatte mit dem Logo der Firma. Die Schläuche haben einen Knick-Schutz. Der Radiator ist aus Kupfer was wenn ich mich so belese nicht unbedingt üblich ist, weil sonst eher Legierungen zusammen mit Kupfer benutzt werden.
                    Der eine Schlauch ist an einer Stelle zum Trennen vorbereiten was ein Erweitern des Systems ermöglicht. Ich habe es nicht probiert aber dafür wirkt es recht einfach da man immer einen roten und einen blauen Anschluss mit einander verbinden muss.
                    Erstaunt bin ich auch über die Größe des Systems, es recht kompakt und die Leitungen sind ausreichend.

                    DER EINBAU
                    Der Einbau war aufwendig aber nicht kompliziert, das lag daran das ich das Mainboard ausbauen musste, weil sich die Backplate sonst nicht an Ort und Stelle hält zum Befestigen, was bei mir etwas komplizierter ist da ich kein normales Gehäuse habe, sondern es in ein Möbelstück eingebaut habe.
                    Angefangen habe ich mit den Adaptern für den Jeweiligen Prozessor, diese zwei Teile muss man von „oben und unten“ zusammen schieben bis sie einrasten, was etwas kraft benötigt, also nicht zimperlich sein das muss so, da es danach Bombenfest sitzt und nur mit zu Hilfe nahme eines Schraubenziehers oder ähnlichen wieder auseinander ginge.
                    Dann sucht man sich die Passenden vier Schrauben raus, die man vorher noch mit den jeweiligen Unterlegscheiben und Muttern kombiniert und an der Pumpe befestigt. Als nächstes kommt erstmal der alte AMD Lüfter ab samt alter Wärmeleitpaste, worauf dann gleich neue rauf kommt die auch im Lieferumfang mit dabei ist. Einfach mit der Spritze auf dem Prozessor verteilen mit einem Gegenstand vorsichtig glatt verteilen um dann die Pumpe vorsichtig drauf zusetzten. Achtung, mir ist sofort aufgefallen das, wenn man die Pumpe mit dem Schriftzug richtig herum montiert es sein kann das RAM-Slots Verdeckt werden können oder es zumindest knapp werden kann. Mich hat es nicht gestört aber für die die auf Optik achten eventuell ein Knackpunkt.
                    Dann wurde es etwas fummelig da die Platte an der Pumpe universell ist sind die Schraublöcher länglich um die Schrauben entsprechen anzupassen. Diese müssen dann mit einer Mutter von unten festgestellt werden da sonst die Schrauben locker sind. Wenn das getan ist kann man einfach alle vier Festziehen, wichtig immer über Kreuz damit sich nichts verkantet oder schief aufliegt. Sehr positiv, man kann es nicht zu fest an ziehen da die Schrauben nur bis zu einen bestimmten grad ein Gewinde haben. Das war bei dem Original Kühler nicht so, da hatte ich nicht das Gefühl wann Schluss war.
                    Den Rest dann musste ich erstmal improvisieren, da ich wie schon geschrieben kein normales Gehäuse habe. Aber wenn ich der Anleitung nach gehe, die nebenbei gemerkt sehr übersichtlich und einfach ist, ist Montage in einem Gehäuse einfach mit den beiliegenden Schrauben einfach am entsprechenden Platz.

                    DIE TEMPERATUR UND LEISTUNG
                    Da ich schon in der Bewerbung erwähnt habe das ich kein Experte bin und mir vor meinem Kauf des PC´s letztes Jahr alles selbst angelesen habe und danach die Teile zusammengestellt habe, ist der Test eventuell etwas laienhaft. Aber ich habe mein Bestes gegeben.
                    Als „Test“ habe ich einmal vorher mit dem alten AMD Lüfter des Ryzen 7 1700 und dann nach mit dem Eisbear.
                    Jeweils im Idlebetrieb und dann in GTA 5 mit MODs wie Natural Vision. Die Werte habe ich mit dem Ryzen Master Programm ausgelesen. Zimmertemperatur lag bei 20°C.
                    Im BIOS habe ich auch Werte ausgelesen
                    BIOS mit AMD Lüfter
                    Ich habe den PC jeweils 5min laufen lassen ohne ein weiteres Programm. Gemessen wurde 35-38°C dabei drehten die Lüfter ca. 1000-1100 U/min
                    BIOS mit Eisbear LT 240
                    Und da habe ich echt gestaunt, es wurden mir 22-24°C angezeigt, dabei machte die Pumpe ca. 2000 U/Min und die Lüfter 700-750 U/min. Mehr als 10°C unterschied im Leerlauf hätte ich nicht erwartet, erstaunlich.
                    Bei GTA 5 habe ich diverse Mods aktiviert die die Grafik verbessern und versucht für beide Tests gleiche Bedingungen zu schaffen.
                    GTA 5 mit AMD Lüfter
                    Temperaturen zwischen 65-70°C wurden angezeigt, bei Drehzahlen der Pumpe von ca. 2450 U/min und der Lüfter ca. 1350 U/min.
                    GTA 5 mit Eisbear LT 240
                    Temperaturen zwischen 50-55°C wurden angezeigt, bei Drehzahlen der Pumpe von ca. 2200 U/min und der Lüfter ca. 1200 U/min.
                    Anhand der Datenblätter geht da noch mehr, Luft ist noch da, da die Pumpe bis 2600 und die mitgelieferten Lüfter 1700 U/min. Der nächste Schritt wäre für mich ans Übertakten der CPU zu machen, da ich davon bisher keine Ahnung habe lasse ich diesen Punkt in meinem Test weg.

                    DIE LAUTSTÄRKE
                    Das erste was mir auffiel als ich den PC das erste Mal gestartet hatte war, dass er leiser ist und nur ein leises Suren der Pumpe zu hören ist. Der AMD Lüfter ist wesentlich lauter gewesen.

                    FAZIT
                    Ich bin überrascht was man für das Geld bekommt! Als ich mich vor meinem Kauf der Teile mit dem Thema beschäftigt hatte war kurz Wasserkühlung ein Thema aber so richtig getraut hatte ich mich nicht. Also an alle die keine Ahnung habe und sich nicht so recht Trauen können zu greifen. Das Modell LT 240 ist nicht das kleinste, es gibt noch das LT 120 und größer LT 360.
                    Aktuell liegt der 240er bei ca. 90,-, was wie ich finde angemessen ist Anhand der Ergebnisse, die ICH erzielt habe. Einen Richtigen verglich mit anderen kann ich nicht schließen.
                    Der Test hat mir eine Menge Spaß gemacht gerne wieder!
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                    • #11
                      Die heiße Jahreszeit steht vor der Tür und somit auch die Frage, wie man den heimischen, hitzköpfigen Prozessor angenehm kühl hält. Da kommt die neue AlphaCool Eisbaer LT 240
                      doch gerade recht und dank mindfactory darf ich diese im testers-keepers Programm auch direkt mal ausprobieren.
                      Als Testsystem dient hierbei ein Ryzen 5 1600x auf einem ASUS Prime-B350-Plus, gepaart mit 16Gb Crucial RAM, einer Gigabyte GTX1050 D5 und das alles verpackt in einem Sharkoon S25-V. Also keineswegs ein herausragendes System, aber eines, das Vielen von euch gut vergleichbare Ergebnisse liefern sollte.
                      Der Referenzkühler, den es dabei vom Eisbär zu schlagen gilt ist ein bequiet Pure Rock, der mit der Thermal Grizzly Kryonaut bisher den Ryzen bändigt.

                      Doch zunächst einmal ein paar Worte zur Verpackung und erstem Eindruck:

                      Die robuste Verpackung enthält außer dem Namen, ein paar Bildern auf schwarzem Grund, einer Liste der kompatiblen Sockel und dem „EisbaerReady“ Logo, nebst „Designed in Germany, made in China“-Schriftzug nichts Auffälliges. Beim Öffnen wird man von den in Plastikfolie eingewickelten und in eine stabile Pappform eingepassten Teilen begrüßt. Alles in Allem wirkt die Verpackung sicher und sollte auch eine etwas rauere Behandlung von diversen Paketboten unbeschadet überstehen. Ausgepackt lässt sich dann der Inhalt bewundern: Eine recht ausführliche Anleitung für den Einbau, die auch direkt die Beschreibung sowie Werbung für einige „Eisbaer“ Erweiterungen enthält, alles benötigte Zubehör inklusive Wärmeleitpaste und 4-Pin Y-Weiche für die Lüfter, die zwei 120mm Lüfter selbst und dann natürlich noch der Kühlkörper mit 240mm Radiator. Hierbei fällt direkt das Gewicht auf, das neben der vor eingefüllten Kühlflüssigkeit vermutlich am verwendeten Kupfer liegen dürfte und insgesamt einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Auch bei genauerer Inspektion fallen keine Fertigungsfehler oder Ähnliches auf und der erste gute Eindruck verstärkt sich.

                      Verpackung_1.jpg Verpackung_2.jpg

                      Einbau

                      Die alte „Push oder Pull“ Frage, an der sich nach wie vor die Geister scheiden beantworte ich hierbei mit Pull und einem Einbau im Gehäusedeckel um die warme Luft nicht ins Gehäuse zu blasen und RAM, sowie Grafikkarte weiterhin passiv mit kühlen zu können.
                      Großes Lob zunächst einmal an Alphacool: Man findet sich in dem umfangreichen Zubehör dank der ausführlichen Anleitung mit leicht verständlichen Bildern und den gut beschrifteten und sortierten Beuteln schnell zurecht. Außerdem liegen die eine oder andere Schraube oder Unterlegscheibe mehr bei, falls mal etwas verloren geht. Dementsprechend geht der Einbau auch einfach und ohne große Hindernisse in einer guten halben Stunde von der Hand. Weiterhin interessant dürfte insbesondere für Leute mit anspruchsvollerer Grafikkarte die Option sein in diesen AiO Loop weitere Elemente, wie bspw. Grafikkarten- oder RAM-Kühler über den integrierten Schnellverschluss einbinden zu können.
                      Doch leider gibt es auch eine etwas unangenehme Überraschung: einige der Schrauben sind minimal verbogen, weshalb der Einbau stellenweise sehr fummelig wird. Insbesondere bei den langen Gehäuseschrauben um die Lüfter auf dem Radiator fest zu ziehen sollte man etwas Geduld und vor allem Fingerspitzengefühl mitbringen. Es war außerdem etwas schwierig den Radiator mit den Lüftern obenauf an die richtige Stelle im Gehäuse zu platzieren, was aber wohl eher dem Gehäuse geschuldet war. Besitzer von Bigtowers sollten hierbei wesentlich besser dran sein. Außerdem sollte sich dort auch die Schlauchführung einfacher und vor allem optisch ansprechender gestalten lassen.
                      Generell finde ich persönlich die Optik allerdings auch so vollkommen in Ordnung.

                      Einbau_1.jpg Einbau_2.jpg Einbau_3.jpg

                      Alltag

                      Im Alltag stört die Kühlung erstmal nicht. Alles was zu hören ist ist das sanfte Brummen und Rauschen der Lüfter, welches allerdings sehr dunkel ist und somit nicht stört. Insbesondere beim Video schauen oder Spielen werden die Geräusche völlig ausgeblendet und sollten damit auch niemanden aus der Konzentration reißen. Allerdings traten bei meinem speziellen Aufbau nach einiger Zeit leichte Vibrationen auf, die vom Gehäuse aufgenommen und somit verstärkt wurden. Ich habe trotz längerer Suche und zwischenzeitlichem Ausbau des Kühlers nicht feststellen können, woher diese kamen, allerdings treten diese vermutlich in anderen Gehäusen nicht oder zumindest weniger auf. Es war wohl eine ungünstige Kombination. Die Vibrationen lagen weiterhin in einem nicht wirklich angenehmen Frequenzbereich und störten deshalb, anders als die reinen Lüftergeräusche. Somit hatte ich leider jedes Mal ein unangenehmes Brummen im Ohr, nachdem der Rechner eingeschaltet wurde und ein paar Minuten lief.

                      Leistung

                      Kommen wir zum wichtigsten Punkt: der Kühlleistung. Dabei vergleiche ich zum einen den bequiet PureRock (mit Thermal Grizzly Kryonaut) mit dem Eisbären, einmal mit der mitgelieferten WLP und dann noch einmal mit der Kryonaut. Die Temperaturen werden dabei mittels CoreTemp aufgenommen und da die Zimmertemperatur an den verschiedenen Tagen nicht gleich war habe ich die Werte auf eine Zimmertemperatur von 20°C umgerechnet.
                      Als Testreihen dienen dabei zum einen die idle-Temperatur, ohne dass andere Programme liefen, zum zweiten Alltagswendungen mit Firefox und leichten Spielen und abschließend zwei Reihen unter Vollast, einmal ein synthetischer CPU Burner von Furmark und das Blender Classroom-Benchmark. Hierbei habe ich bewusst auf Übertaktung verzichtet um besser reproduzierbare zahlen geben zu können, der Ryzen lief also mit 3,6GHz. Um euch nicht unnötig zu langweilen findet ihr die exakten Zahlen angehängt, aber ich will hier die kurze Zusammenfassung geben: Der Eisbaer lieferte Idletemperaturen von 23°C, normale Temperaturen von 28°C und Temperaturen unter Vollast von 48°C. Verglichen mit den 27°C, 34°C bzw. 58°C, die mit Luftkühlung erreicht wurden zeigt sich hier die eindeutige Stärke des Kühlers. Auch die Mitgelieferte WLP konnte überzeugen, da sich mit der recht teuren Kryonaut nur schlappe 2°C weniger heraus holen ließen.
                      Die Zahlen zeigen schön, dass Alphacool sich beim Kühlerdesign hier nicht hat lumpen lassen und durchweg gute Arbeit geleistet hat. Die Temperaturen lassen jede Menge Platz zum Übertakten oder für den Einbau einer stärkeren CPU mit höherer TDP.

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                      Fazit

                      Nach ca. einer Woche mit dem Alphacool Eisbaer LT240 bin ich gespaltener Meinung. Auf der Für-Seite liegen eindeutig die (subjektiv) bessere Optik und natürlich die Kühlleistung. Ganze 10°C unter der an sich schon sehr respektablen Temperatur des bequiet-Luftkühlers sind nicht zu verachten und machen natürlich Lust auf Mehr um auch das letzte aus dem Prozessor zu kitzeln.
                      Leider muss ich sagen dass mir zumindest bei meinem Modell die Geräuschkulisse den Spaß etwas verdorben hat, insbesondere, wenn ich sie mit meiner (unhörbaren) Luftkühlung vergleiche. Das Brummen hat mich letztendlich so gestört, dass ich wieder zurück zu meiner alten Luftkühlung gewechselt habe. Schade eigentlich, denn alles in Allem hat mir der Kühler gefallen und die Temperaturen haben mir ursprünglich ein kleines Lächeln ins Gesicht gezaubert. Sofern euch also ein etwas lauterer Lüfter nicht stört oder ihr noch ein paar leisere Lüfter rum liegen habt und ihr nicht gerade das Sharkoon S25-V benutzt kann ich den Kühler doch wärmstens empfehlen. Das gilt besonders, wenn ihr vor habt euer System um eine Grafikkarten Wasserkühlung zu erweitern.
                      Zuletzt geändert von Merec; 06.05.2018, 17:39.

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                      • #12
                        Eisbaer LT 240
                        Im Rahmen der „Testers Keepers“ Aktion von Mindfactory bin ich zu dem Vergnügen gekommen mir diese Wasserkühlung in meinen Rechner bauen zu dürfen. Zunächst möchte ich anmerken, dass ich das Produkt unabhängig von der Aktion komplett objektiv bewerten werde.
                        Um die Wasserkühlung zu testen, habe ich einige Benchmarks laufen lassen und die Eisbaer Lt 240 mit dem Scythe Mugen 5 verglichen. Kriterien waren dabei vor allem die Lautstärke, sowie die Kühlleistung im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis. Neben den Hauptkriterien spielt natürlich auch das Design, sowie die generelle Verarbeitung, und die Montage eine Rolle in Bezug auf die Produktbewertung.
                        Die Alphacool LT 240 besteht aus einem Kühlkörper mit zwei 120mm Lüftern, sowie einer Wasserpumpe und einer Kontaktfläche für die CPU. Das Material ist hauptsächlich Kupfer und leitet damit besonders gut Abwärme um.
                        Die Wasserkühlung kam bei mir in einem ziemlich stabilen und gut designten Karton an. Neben der Wasserkühlung an sich waren sowohl Backplates, sowie anderes Montagematerial und Wärmeleitpaste für AMD und INTEL Prozessoren bzw. Mainboards vorhanden. Der erste Eindruck war sehr positiv und sollte sich im weiteren Test bewahrheiten.
                        Die Montage der Wasserkühlung dauerte bei mir in etwa 15 Minuten inklusive Demontage meines alten CPU-Kühlers. Jeder, der schon mal eine Wasserkühlung montiert hat weiß, dass es teils auf Grund der Schläuche etwas fummelig sein kann Alles in seine Position zu bekommen. Jedoch stellt dies für den erfahrenen Nutzer kein Problem dar. Ein besonders Feature der Eisbaer Lt 240 ist die Erweiterbarkeit der Wasserkühlung. Hierbei muss lediglich der Schlauch aufgedreht werden und ein Adapter für eine GPU Wasserkühlung angeschlossen werden und schon kann sowohl CPU als auch GPU gekühlt werden. Besonders positiv ist dies für User, die sich den Aufbaue einer Custom Wasserkühlung nicht zutrauen, oder schlicht und ergreifend nicht leisten können. Da ich jedoch ausschließlich meine CPU unter Wasser laufen habe, werde ich nicht weiter auf dieses Feature eingehen können. Negativ aufgefallen ist mir allerdings, dass die Gewinde, bzw. die Schrauben für die Montage des Kühlkörpers nicht besonders gut verarbeitet sind. Da mein Case nicht den meisten Platz bietet, musste ich die Wasserkühlung einmal wieder demontieren und musste dabei zwei Schrauben gewaltsam entfernen.
                        Das Design der Eisbaer LT 240 ist durchaus edel, besonders im Vergleich zu den Meisten Luftkühlern. Wer in seinem Case bereits genügend RGB hat, oder gänzlich auf das bunte Farbenspiel verzichten kann, wird sich über eine schlichte, aber schicke Wasserkühlung freuen können.
                        Doch nun zu den zentralen Aspekten einer Wasserkühlung, der Kühlleistung und der Lautstärke unter Last, sowie den Vorteilen und Nachteilen gegenüber einer Luftkühlung in Bezug auf den normalen Betrieb, sowie beim Overclocking.
                        Getestet wurde die Eisbaer Lt 240 in einem System bestehend aus einem Corsair Crystal 460X RGB (Corsair Crystal 460X RGB mit Sichtfenster Midi Tower ohne Netzteil schwarz - Midi | Mindfactory.de ), einem Gigabyte GA-AB350-GAMING 3(Gigabyte GA-AB350-Gaming 3 AMD B350 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail - AMD | Mindfactory.de ) einer MSI GTX 1060 Gaming X (6GB MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G Aktiv PCIe 3.0 x16 (Retail) - GTX 1060 | Mindfactory.de ), 16 GB Corsair Vengeance LPX (16GB Corsair Vengeance LPX schwarz DDR4-3000 DIMM CL15 Dual Kit - DDR4-3000 | Mindfactory.de ) und einem Ryzen 7 1700(AMD Ryzen 7 1700 8x 3.00GHz So.AM4 BOX - Sockel AM4 | Mindfactory.de - Hardware, Notebooks ) overclocked auf 3.9 Ghz (mit 1.31 Volt) auf allen acht Kernen. Zum Vergleich mit einer Luftkühlung, habe ich den Scythe Mugen 5(https://www.mindfactory.de/product_i...r_1133900.html ) (meinen zuvor verbauten Kühler) , bzw. der hier getesteten Alphacool Eisbaer LT 240 (https://www.mindfactory.de/product_i...g_1230098.html) verwendet und das System sowohl unter Prime 95, als auch in verschiedenen Games getestet.

                        Damit auch nicht so erfahrene PC-Nutzer verstehen was Prime ist, werde ich dies kurz erläutern.
                        Prime ist ein Programm, welches Primzahlen mittels der CPU errechnet und diese damit vollständig auslastet. Oft wird dieses Programm dafür eingesetzt um die Stabilität der übertakteten CPU zu testen. Da die CPU dabei auf 100% läuft, ist es zudem geeignet, um die Temperatur zu testen und damit in einen Bereich vorzudringen, den es im normalen Betrieb eigentlich nie gibt. In meinem Testaufbau sollte genau dies geschehen. Zunächst habe ich den Test 10 Minuten lang mit meinem alten Luftkühler laufen lassen und anschließend die Temperaturen ausgelesen. Hierbei erzielte der Scythe Mugen eine Temperatur von 64-65 Grad Celsius. Die Alphacool Eisbaer LT 240 stellte diesen Wert deutlich in den Schatten und lieferte mit 55 Grad Celsius ein sehr gutes Ergebnis für eine „All in One Wasserkühlung“. Wichtig zu erwähnen ist dabei, dass mein Mainboard dabei auf einer ausgewogenen Lüftereinstellung lief, um den normalen Betrieb zu simulieren. Die Lautstärke der beiden Kontrahenten lies sich bei meinem Test kaum hören und blieb damit zu vernachlässigen.
                        Für Overclocker ist eine Wasserkühlung heutzutage kein Muss mehr, allerdings zeigt eine mittelmäßige AIO häufig genau so gute Werte in Punkto Kühlleistung und Lautstärke wie ein guter Luftkühler und ist daher zu empfehlen. Gerade für User, die das letzte aus ihrer CPU herauskitzeln wollen und einen der Intel Hitzköpfe besitzt, werden hier das richtige Produkt für sich gefunden haben.
                        Bei realer Belastung durch Computerspiele und gleichzeitiger Belastung durch einige andere Programme läuft die CPU zusammen mit der AIO Wasserkühlung bei circa 45-50 Grad Celsius im Silent Mode und ist durch ein Headset, oder den Sound von angeschlossenen Boxen fast unhörbar. Das einzige Manko bei der Lautstärke stellen die Standartlüfter dar, welche bei einem absoluten Silent System durch andere ausgetauscht werden müssen, allerdings ist dies nur für wirkliche Silent Fans nötig.
                        Ein bekanntes Phänomen bei Wasserkühlungen ist es, dass eine hörbare Vibration durch die Pumpe entsteht. Allerdings ist diese bei der Alphacool Eisbaer LT 240 nur sehr gering und erzeugt damit kaum mess- und hörbare Werte.
                        Der von mir durchgeführte Test zeigt deutlich, dass die Wasserkühlung der Luftkühlung in Sachen Temperatur überlegen ist und in Punkte Geräuschentwicklung in nichts nachsteht.
                        Alles in Allem lässt sich sagen, dass die Eisbaer LT 240 eine gute Wasserkühlung zu einem fairen Preis ist. Durch das Feature der Erweiterbarkeit ist diese besonders flexibel und damit ein gutes Produkt für Leute, die ihre Grafikkarte unter Wasser setzen wollen. Für mich ist diese AIO eine klare Kaufempfehlung, da der Preis mit knapp 90 Euro im Verhältnis zu einem Luftkühler nicht allzu hoch ist und sich durch die Wasserkühlung ein viel schöneres Gesamtbild des Rechners ergibt. Außerdem stimmt die Kühlleistung und die AIO bleibt auch im Betrieb angenehm Leise. Lediglich die von mir beschriebenen Probleme bei der Montage bleiben als negativer Punkt in meiner Bewertung zurück, allerdings gehe ich davon aus, dass dies nicht bei jeder WaKü so ist.


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                        • #13
                          Hallo,

                          erstmal nochmal ein großes Danke an Mindfactory für das Testers Keepers Programm. Meine Bewertung für die Alphacool Eisbär 240 findet ihr als eine PDF und zwar hier: Bewertung Eisbär 240

                          Ich wünsche euch noch einen schönen Montag sowie eine Erfolgreiche Woche.

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                          • #14
                            Übersicht
                            In dieser Bewertung wird eine All in One (AIO) Wasserkühlung vom Typ Alphacool Eisbaer LT 120 betrachtet.
                            Für den Test stehen wird ein AMD Ryzen Sytem mit folgenden Daten genutzt.
                            • Mainboard: ASROCK AB350 Pro4, BIOS Version P4.70
                            • CPU: Ryzen5 1600
                            • RAM: 2x4GB Crucial Balistix LT Sport DDR4-2400
                            • Netzteil: be quiet! System Power 8 (400 W)
                            • Gehäuse: Cooltek KX Midi Tower


                            Als CPU Kühler kommen, neben dem zu bewertenden Wasserkühler, der Boxed Kühler vom Ryzen5 (AMD Wraith Spire), sowie ein Tower Kühler vom Typ LC-Power Cosmo Cool LC-CC-100 zum Einsatz.
                            Um die CPU zu belasten wird das Software Prime95, zur Aufzeichnung wird die Software HWInfo genutzt. Um vergleichbare Ergebnisse der Kühlleistung zu bekommen, werden die Lüftereinstellung Silent und Standard vom BIOS genutzt.


                            Unboxing
                            Der Alphacool Eisbaer LT120 kommt in einer schlichten Verpackung. Es stehen sehr wenig Informationen auf der Verpackung. Die Größe der Verpackung hat die Maße Höhe 34,5 cm, Breite 25,5 cm und Tiefe 15 cm.

                            Der Inhalt ist sauber und sicher verpackt. Im Karton sind neben dem Lüfter und dem Radiator, zwei 120*mm Lüfter, ein Y-Kabel für die Lüfter, Montagematerial für alle aktuellen Intel und AMD Sockel und Wärmeleitpaste in einer angemessenen Menge. Eine mehrsprachige Anleitung ist auch mit dabei.

                            Verpacken_offen.jpg

                            Das Y-Kabel hat einen 3-Pin und einen 4-Pin Kontakt. Die mitgelieferten Lüfter haben jeweils ein 30 cm langes Kabel. Sehr schick ist auch der CPU Kühler selbst. Mir persönlich gefällt es, sehr gut dass auf LED Beleuchtung verzichtet wurde. Das Logo ist im Kühler gefräst und wirkt sehr wertig.

                            Aquacool_Kuehler_Logo.jpg


                            Einbau
                            Zum Einbau ins PC Gehäuse muss der korrekte Adapter genutzt werden. Es sind Adapter für Intel und für AMD Prozessoren beigelegt.
                            Da ein Ryzen benutzt wird, muss AMD Sockel AM4 genutzt werden. Sinnlos finde ich das Beilegen eines „Quick Guides“ beim jeweiligen Adapter, da die Installation besser in der Bedienungsanleitung abgebildet ist. Außerdem ist der bgebildete CPU Kühler im „Quick Guide“ nicht der Eisbaer LT, sondern ein anderes Modell. Hier hätte Aquacool entweder auf den Beipackzettel verzichten können, oder zumindest einen auf das Produkt abgestimmten beilegen können.

                            Anleitung.jpg

                            Der Adapter lässt sich mit wenig Kraft am CPU Kühler befestigen. Danach muss dieser montiert werden. Die Langlöcher des Adapters sind hier auch nicht sehr förderlich. Man muss ein wenig Geduld aufbringen, um den CPU Kühler auf der CPU zu befestigen.
                            Bei der Montage des CPU Kühlers sollte auch drauf geachtet werden, dass diese nicht den RAM Slot bedecken. Bei RAMs mit dicken Heatspreadern kann dies zu Problemen führen.

                            AbstandZumRAM_Ink.jpg

                            Danach kommt das nächste Problem. Es wird nicht angegeben, wie der Radiator ausgerichtet werden soll. Anschlüsse oben oder unten. In diesem Fall mit dem verwendeten Cooltek Gehäuase hat sich das Problem von alleine gelöst, da die Montage nur mit Anschlüsse unten möglich ist.
                            Auch die Möglichkeit die beiden 120 mm Lüfter im Push/Pull Betrieb zu montieren, konnte in dem Cooltek Gehäuse aufgrund von Platzmangel nicht realisiert werden.
                            Ein weiteres Problem stellt im Cooltek Gehäuse, müsste aber auch in anderen Gehäusen zu Problemen führen, die Position des Radiators dar. Er deckt den 12 V Anschluss für die CPU ab. Dadurch wird das Anschlusskabel geknickt und auf dem Molexstecker wird unnötig Kraft ausgeübt.

                            Radiatormontage_Problemstelle.jpg

                            Die Schlauchführung ist zu kompliziert. Durch den Knickschutz sind diese nicht so flexibel wie man es gerne hätte. Auch ist der Knickschutz aus einer Metallspirale realisiert. Daher muss bei der Schlauchführung darauf geachtet werden, dass keine Kurzschlüsse, z.B. an der Grafikkarte, entstehen.

                            Der Gesamtaufbau kann im nächsten Foto bewundert werden (nicht schön aber selten)

                            Gesamtsystem.jpg


                            Im Betrieb
                            Lautstärke
                            Die Pumpe der Wasserkühlung läuft auf 2600 U/min, wenn diese mit 12 V betrieben wird. Die BIOS Einstellungen Silent, Standard und Performance haben keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Pumpe. Daher ist die Pumpe immer deutlich hörbar.
                            Zur Reduzierung der Lautstärke kann ein 12 V auf 7 V Adapterkabel genutzt werden. Dieses kann man für ca. 3 ¤ kaufen. Der Vorteil des Kabels ist, dass die Lüfter Drehzahlüberwachung weiterhin funktioniert. Die Reduzierung der Spannung auf 7 V hat zur Folge, dass die Pumpen mit 800 – 900 U/min läuft. Der Hersteller weißt darauf hin, dass dies je nach Belastung der CPU zu deutlich höheren Temperaturen führen kann.
                            Der mitgelieferte 120 mm Lüfter läuft im Silent Mode auf ca. 800*U/min. In dieser Einstellung ist er nicht hörbar und wird von der Pumpe deutlich übertönt. In der Einstellung Standard, dreht der Lüfter auf ca. 1200*U/min. Im getesteten Gehäuse ist er in dieser Einstellung deutlich lauter als die Pumpe. In der Einstellung Performance, erreicht der Lüfter seine maximale Drehzahl von ca. 1300 U/min.


                            Kühlleistung
                            Um einen Vergleich zum aktuellen System zu erhalten, wird mit dem Programm Prime95 die CPU gestresst. Die Einstellungen werden im folgenden Bild gezeigt:

                            Prime95Einstellung.png

                            Zur Verfügung steht neben dem Aquacool Kühler, der Boxed Kühler vom Ryzen5 1600 (Wraith Spire, 95 W TDP) sowie ein Tower Kühler vom Typ LC Power Cosmo Cool LC-CC-100 (170 W TDP) zur Verfügung. Zusätzlich wird die Kühlleistung des Aquacool Kühlers einmal mit 12 V (Standard) und einmal mit 7 V (mit optionalen 12 V auf 7 V Adapter) gemessen. Statt der mitgelieferten Wärmeleitpaste, wird die die MX2 von Artic verwendet, da diese auf dem bereits montierten Boxed Kühler von AMD verwendet wurde.

                            Um die Kühlleistung beurteilen zu können werden die Temperaturen Tdie und TCPU am Mainboard für alle 3 CPU Kühlern aufgenommen und im nachfolgenden Diagramm gezeigt. Es wird nur noch die Einstellung Silent Mode betrachtet, da hier die Temperaturen am höchsten und die Lautstärke der Lüfter akzeptabel sind.

                            AuswertugTemperaturen.jpg AuswertugTemperaturenCPUSockel.jpg

                            Um den realen Betrieb simulieren zu können, werden die Titel XCOM 2 und World of Warcraft (Legion) jeweils eine Stunde gespielt. Mit dem Tool HWMonitor werden die maximal Werte während der Zeit aufgezeichnet. Hier werden nur Temperaturen von maximal 40°C am CPU Sockel und maximal 43°C an Tdie gemessen. Die Temperaturen sind somit weit unter den gemessenen, welche mit Prime95 provoziert wurden.

                            temperaturNach1hWoW_INK.jpg


                            Fazit
                            Der Test der Wasserkühlung hinterlässt einen gemischten Eindruck. Die Kühlleistung ist sehr gut. Hier besteht viel Potential für Overclocking. Auch die Möglichkeit über die Schnellkupplung die Wasserkühlung auf die Grafikkarte zu erweitern ist klasse.
                            Dennoch gibt es auch Nachteile. Die Pumpe ist nicht gerade geräuschlos. Die kann natürlich auch ein Produktionsfehler sein, oder am verwendeten Gehäuse liegen. Weiter ist der Knickschutz und die daraus resultierende Schlauchführung nicht optimal. Ich persönlich würde die Wasserkühlung nicht einbauen, wenn ich ein Modding Gehäuse hätte. Man kann die Schläuche nie so legen, dass sie nicht auffallen, bzw. aus dem Sichtfeld verschwinden. Auch die Metallfedern des Knickschutzes sind nicht ideal, da diese im dümmsten Fall einen Kurzschluss auf teuren Komponenten, wie der Grafikkarte oder RAM Riegel verursachen können. Im verwendeten Cooltek Gehäuse ist die Einbauhöhe von Radiator und Lüfter leider sehr groß. In keinen Gehäusen kann dies zu Problemen führen. Da auch ein Push/Pull Betrieb mit zwei Lüftern möglich wäre, muss dies vor Einbau betrachtet werden. Im Falle meines Cooltek Gehäuses war leider kein Platz, daher konnte die Kühlleistung im Push/Pull Betrieb nicht getestet werden.

                            Ich selbst werde die Wasserkühlung weiterhin im 7 V Modus betreiben. Über die Zeit wird sich zeigen, ob das System dicht und wartungsfrei bleibt. Die Erweiterung auf die Grafikkarte ist nicht geplant, da dies Lüfter dieser leise sind und bisher nie auf maximaler Leistung gedreht haben.

                            Zusammengefasst, bekommt man für ca. 80 ¤ eine solide Wasserkühlung. Wenn man nicht übertaktet, sollte man ggf. den 12 V auf 7 V Adapter gleich mit einkaufen. Dies reduziert die Lautstärke aber auch die Leistung der Pumpe. Die 120 mm Lüfter sollten nicht auf Vollast laufen, dann hört man sie nicht.
                            Wer eine Wasserkühlung sucht und ein geschlossenes Gehäuse hat, der kann bedenkenlos zur Aquacool Eisbaer LT120 greifen, vorausgesetzt das Gehäuse ist groß genug. Wer aber gerne ein Sichtfenster im PC hat, der ist mit einer individuellen Lösung vermutlich besser bedient, da die Schläuche des Aquacool Eisbaer LT120 Kühlers nicht „unsichtbar“ im Gehäuse zu verlegen sind.

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                            • #15
                              Eisbaer LT240

                              Im Zuge der Tester Keepers Aktion wurde mir die Alphacool Eisbaer LT 240 von Mindfactory zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um eine All-in-One Wasserkühlung mit interessanten technischen Details. Die Verpackung und Versandzeit war wie von Mindfactory gewohnt gut.

                              Fazit
                              Das Fazit stelle ich voran um niemand vorschnell abzuschrecken. Kritik und Dinge die man besser machen kann sind vorhanden. Aber ist es möglich zu diesem Preis? Dieser ist in Anbetracht des erhaltenen Gesamtpakets, der verwendeten Materialien und der Kühlleistung wirklich klasse. Kritische Einzelpunkte sind Erbsenzählerei bei diesem Preis-Leistungs-Kracher! Vielleicht helfen Kritikpunkte Alphacool trotzdem bei zukünftigen Produktentwicklungen.

                              Testsystem
                              Das Testsystem ist erst wenige Tage alt und besteht aus einem Asus Strix B350-F Motherboard, einem AMD Ryzen 1600 CPU, G.SKill Ripjaws 2*8GB DDR4 3200MHz und einer Asus Strix GTX 1060. Das Gehäuse ist ein NZXT S340 Elite, welches zu dem originalen 12cm Lüfter hinten noch einen 14cm Arctic Freezer Lüfter in der Decke installiert hat. Platz für die Wasserkühlung bietet nur noch die Front, aber dazu später mehr. Die Leistungsversorgung übernimmt ein BeQuiet Pure Power 400W.
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                              Unboxing
                              Die Wasserkühlung wird in einem beachtlich großem Karton geliefert, welcher sehr dezent aber gerade deshalb schick gestaltet ist.
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                              Geöffnet findet man alles einzelnd, gut sortiert und sicher verpackt vor. Auch die Lüfter sind noch nicht montiert, was dem Käufer die entscheidung zwischen Push- und Pull-Betrieb lässt. Die Optik lehnt sich an die Verpackung an, schlicht (und) cool, tiefschwarz mit schönen Akzenten - mir gefällt sie sehr!
                              IMG_20180506_102714_8.jpgIMG_20180506_110236_6.jpg
                              Bei genauerer Betrachtung des Systems fällt die sehr große Schnellverschlusskupplung sofort ins Auge. Damit lässt sich simpel und schnell das System um weitere Komponenten erweitern. Nutzt man diese Möglichkeit nicht, stört schlicht der klobige Anblick. Die Leitungsanschlüsse sind sehr hochwertig ausgeführt.
                              Der CPU-Block ist optisch ansprechend und ordentlich verarbeitet. Trotz integriertem Ausgleichsbehälter und Pumpe ist die Bauweise sehr kompakt. Der Vollkupfer-Boden gefällt, die Schrauben sind für meinen Geschmack etwas zu tief/könnten bündiger gesenkt sein.
                              Der Vollkupfer Radiator bleibt auf den zweiten Blick hinter seinen Erwartungen zurück. Positiv ist sicher, dass sowohl Kammern, Kühlfinnen und Kanäle vollständig aus Kupfer gefertigt sind. Die Verarbeitung ist aber nicht zufriedenstellend. Die Kühlfinnen sind ungleichmäßig lackiert und es ist auf der Hälfte der Fläche deutlich das Kupfer zu sehen. Dazu gibt es zwei mögliche Argumente: Kupfer unlackiert kann die Wärme direkt an die Umgebung abgeben; mattes schwarz emittiert am meisten Wärmestrahlung. Beide Konzepte in ungleichmäßiger Lackierung zu verfolgen kann nicht das Ziel gewesen sein. Des weiteren sind einige Kühlfinnen 4-5 cm nicht
                              IMG_20180506_110524_7.jpgIMG_20180506_110551_5.jpgInkedIMG_20180506_111246_6_LI.jpgInkedIMG_20180506_111443_2_LI.jpg
                              Montage
                              Der Einbau gestaltet sich insgesamt unkompliziert. Falls nötig erklärt die Bedienungsanleitung alles detailiert genug. Super positiv fällt hier wieder die gute Sortierung auf. Jede Tüte ist ordentlich beschriftet, sodass die nötigen Teile schnell gefunden sind. Die Passgenauigkeit aller Komponenten ist sehr gut.
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                              DIe Lösung zur Sandwichfixierung von Lüfter und Radiator mit langem Schrauben am Gehäuse ist schick gelöst. Leider ist so jedoch keine Entkopplung zwischen Lüfter und Gehäuse gegeben (später mehr). Die Lüfter werden zum Test im Pull-Betrieb zusammen mit dem Radiator an der Gehäusefrontseite montiert.
                              Die beiliegende Wärmeleitpaste lässt sich gut verarbeiten. In der Bedienungsanleitung ist hierfür ein Kunststoffrakel abgebildet, welcher leider nicht beiliegt. So bleibt meist die umständliche Scheckkarte zur Verteilung der Wärmeleitpaste. Hier könnte der Hersteller mit wenigen Cent Materialaufwand den Komfort steigern. Der CPU-Block ist sehr einfach zu montieren. Hier zahlt sich die kompatkte Bauweise aus. Jeder der schon einmal einen groß dimensionierten Lüftkühler montiert hat wird daran seine Freude haben.
                              Beim Verlegen verhindert die Schnellverschlusskupplung einen schönen parallelen Bogen der beiden Schläuche. Die Kühlschläuche sind bei meinem recht kompakten Gehäuse ausreichend wenn auch für meinen Geschmack etwas knapp. Die Einzelkomponenten passen gut aufs Motherboard beziehungsweise ins Gehäuse. Definitiv zu kurz geraten sind nach meinem Geschmack die Lüfterkabel. Gedacht war der separate Anschluss der Lüfter am Motherbaord, da dieses über ausreichend verfügt. Hierfür waren die Kabel allerdings zu kurz. Auch mit dem beiliegenden Y-Kabel konnte ich nur die naheliegendsten Anschlüsse verwenden.
                              Allgemein war ich jedoch überrascht, wie einfach doch eine Wasserkühlung umzusetzen ist.

                              Testlauf
                              Als Referenz wird zuerst das oben genannte System mit dem boxed AMD Kühler ausgewertet. Zur Messung wird der PC im Leerlauf beginnend für 180 Sekunden(nahezu statischer Zustand erreicht) mit 100% CPU Last und anschließend 90 Sekunden im Leerlauf betrieben. Hierbei ließen sich diese Messwerte auslesen:
                              0sek/29°C,30sek/ 49°C,60sek/52°C,90sek/53°C,120sek/55°C,150sek/55°C,180sek/56°C
                              30sek/36°C,60sek/34°C,90sek/32°C
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                              Dabei ergaben Lautstärkemessungen(Smartphone) bei geöffneter Seitenwand in etwa 40cm Abstand vom CPU-Kühler im Leerlauf 18 dB und nach 180 Sekunden Volllast 32 dB. Dabei sind die Lüftergeräusche bei geöffneter Seitenwand bereits während der kurzen Messzeit subjektiv zu laut.

                              Nach dem Einbau wurden die minimale und maximale Drehzahl der Lüfter des LT240 im BIOS mit der ASUS Lüftersteuerung ermittelt und stimmten in etwa mit den von Alphacool angegebenen Werten überein. Das Lüfterprofil wurde wie vorgeschlagen belassen. Anschließend wurde mit der LT240 auch der oben beschriebene Probelauf durchgeführt und diese Werte ermittelt:
                              0sek/26°C,30sek/28°C,60sek/29°C,90sek/31°C,120sek/33°C,150sek/35°C,180sek/38°C
                              30sek/37°C,60sek/35°C,90sek/32°C
                              Die Lautstärke im Leerlauf war mit 19 dB gemessen minimal lauter, was wohl der deutlich größeren Lüfterfläche geschuldet ist. Der Höreindruck nimmt diesen Unterschied aber nicht wahr. Nach 180 Sekunden Volllast wurden passend zu den niedrigend Temperaturen nur 23 dB notiert! Auch subjektiv war das System immernoch sehr sehr leise. Die langsame und nahezu lineare Temperaturänderung deutet auf eine deulich höhere Trägheit des Systems im Vergleich zum AMD Kühler schließen. Daher ließ ich das Testsystem noch etwa eine Stunde mit voller CPU Auslastung laufen. Das Ergebnis waren 50°C und 28 dB. Ein bachtlicher Temperatur und Lautstärkeunterschied im Vergleich zum boxed Kühler.
                              Das System lief nun etliche Stunden. Insgesamt bleibt im Betrieb ein positiver Eindruck. Der Computer ist mit geschlossener Glasscheibe nicht hörbar.

                              Sonstiges
                              Zwei weitere Dinge möchte ich abschließend noch erwähnen:
                              Zum einen sind, wenn sich mit dem Ohr unmittelbar am Radiator befindet, leichte Flußgeräusche zu hören. Dies liegt wohl an der vertikalen Installation des Radiators, wie im Internet zu lesen ist. Dabei sammelt sich die Luft im System nicht an einer Stelle sondern wird immer etwas umhergetrieben. Probehalber habe ich den Radiator einige Zeit horizontal montiert, was die Geräusche tatsächlich weiter reduzierte.
                              Zum anderen habe ich die Lüfter zuletzt mit 10mm M3 Schrauben am Radiator befestigt. Mit einem kleinen Schlitzschraubendreher kam ich dazu durch die Gehäusebohrung des Lüfters. Die andere Lüfterseite Richtung Case blieb dadurch frei und ich konnte das Paket mit Gummihaltern am Gehäuse befestigen. Dies reduzierte vor allem die subjektive Lautstärke noch etwas und machte den PC quasi lautlos.

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