Ich habe für alle die es interessiert mal eine Hilfestellung bei der Kaufentscheidung eines Plasma TV rausgesucht, ich denke das bringt Euch weiter.

Plasma oder LCD? Empfehlungen

Beide Techniken - Plasma wie LCD - haben eine Fülle von Vor- und Nachteilen. Die Sache ist natürlich weitaus differenzierter, als wir dies hier darstellen können. Bisher hat sich noch keine Technik als die "eierlegende Wollmilchsau" erwiesen. Deshalb forscht und entwickelt die Industrie sowohl in Richtung Plasma wie auch in Richtung LCD weiter. Wir sind gespannt, wie sich die Technik weiterentwickelt. Man kann allerdings davon ausgehen, dass der klassische Röhren-Fernseher schon bald nicht mehr gebaut werden und damit aussterben wird. Bis dahin werden Plasma-TVs oder LCD-TVs längst das Preisniveau heutiger Röhren-Fernseher erreicht haben.

Demjenigen, der Wert auf eine optimale Bildqualität legt und mehr als 36 Zoll Bildgröße benötigt, empfehlen wird einen Plasma-TV. Doch dem kritschen Betrachter sei gesagt: Auch in diesem Fall reicht die Bildqualität insgesamt noch nicht an die eines Röhrenfernsehers heran. Unter 36 Zoll kommt grundsätzlich LCD ins Spiel. Hier gilt umso mehr, dass die Bildqualität nicht an die eines Röhren-Fernsehers heranreicht - und zwar deutlich. In diesem Fall spricht u.E. kein einziges Argument außer der geringen Bautiefe für den LCD-TV.

Größe, Auflösung und Betrachtungsabstand vom Plasma-TV


Eine der wichtigsten Fragen ist die, welche Größe für das Plasma-TV-Gerät zu wählen ist. Meist wird die Frage darum kreisen, ob es ein 42-Zoll-Panel oder ein 50-Zoll-Panel sein soll. Ist man zu nahe am Plasma-TV, dann sieht man u.U. schon Pixelstrukturen. Auch reagieren manche Betrachter durch ein zu großes Bild mit Nervosität im vegetativen Nervensystem (Übelkeit und Kopfschmerz). Deshalb sind im guten alten Kino die bevorzugten - und damit teuersten - Plätze ja bekanntlich hinten. Andererseits möchte man sich gerade bei einer so teuren Anschaffung wie einem Plasma-TV-Gerät nachher nicht ärgern, weil man am falschen Ende gespart hat. Die Hersteller geben zu dieser Frage Empfehlungen, die zumindest als Richtschnur dienen können: Bei 42-Zoll-Plasma-TVs sollte der Betrachtungsabstand das 3- bis 4-fache der Bilddiagonale betragen, also etwa 3,20 Meter bis 4,30 Meter, was einem üblichen Durchschnittwert im typischen deutschen Wohnzimmer entsprechen dürfte. Bei 50-Zoll-Plasma-TVs wird das 4- bis 5-fache der Bilddiagonale genannt. Damit ergeben sich dann doch schon eher ungewöhnliche Abstandswerte von 5,10 Meter bis 6,40 Meter. Wir hatten bei HIFI-REGLER bereits eine Rücknahme eines 50-Zoll-Plasma-TV-Gerätes aus diesem Grund. Der Kunde hatte einen Abstand von knapp unter 4 Metern. Er konnte zwar keine Pixel erkennen und fand das Bild sehr gut, und dennoch machte ihn die schiere Bildgröße nervös. Diese Frage sollte also vor dem Kauf gut überlegt sein. Unsere Empfehlung: In den allermeisten Fällen wird ein 42-Zoll-Plasma die richtige Wahl sein.

Unabhängig von ihrer Größer werden Plasma-Panels in unterschiedlichen Auflösungen angeboten. Und das macht die Kaufentscheidung nun wirklich schwierig, denn die Auflösung bestimmt in erheblichem Maße die Bildqualität. Man unterscheidet physische Auflösung, das sind die tatsächlich vorhandenen Pixel, und errechnete Auflösung, das ist die Auflösung, die Bildprozessoren (Pixel Plus von Philips oder Acuity von Panasonic sind nur die bekanntesten dieser elektronischen Zauberkünstler) in die physischen Bildpunkte "hineinrechnen". Die Arbeit der elektronischen Bildverbesserer ist jedoch stets nur die zweitbeste Lösung, denn hier wird mit psychovisuellen "Tricks" gearbeitet. Diese mögen in den meisten Fällen recht gut funktionieren, bei schwierigen Bildinhalten jedoch, die z.B. bei schnellen mehrdimensionalen Bewegungswechseln entstehen, kommt die Elektronik nicht mehr mit, und es entstehen unerwünschte Bildstörungen - sogenannte Bewegungsartefakte.