Verdacht auf Steuerhinterziehung- Fall Hoeneß - Mindfactory Forum

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Verdacht auf Steuerhinterziehung- Fall Hoeneß

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  • Ratchi
    antwortet
    Zitat von madwursd Beitrag anzeigen
    ich...solange ich in dem staat lebe.
    man muß nur mal zufrieden sein.
    ich auch!!!

    ich wäre auch mit realistischeren und sichereren 3% für meinen hypothetischen 10 mio lottogewinn noch zufrieden!

    zum thema selbstanzeige: ich war - ich glaube das war am 18. august letzten jahres - hier in der tempo 30 zone so gute 23 km/h schneller unterwegs. gehe ich jetzt zur polizei, mache `ne selbstanzeige, da komme ich bestimmt ungeschoren davon.

    ja und im Januar - das war in diesem jahr - ich hatte ein kleines liquiditätsproblem. naja, ich bin halt zur bank und am schalter gesagt:"das ist ein bababanküberfall...

    warum eröffnet man als deutscher staatsbürger, der seinen wohnsitz und haupterwerb in deutschland hat ein konto im ausland??? um alle anderen deutschen staatsbürger, auch alle hier anwesenden zu betrügen???

    der mann hat nicht DAS FINANZAMT beschissen; er hat alle - freiwillig oder gezwungenermassen - erlichen steuerzahler in deutschland betrogen!!!
    Zuletzt geändert von Ratchi; 16.03.2014, 18:22.

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  • FreddySimon
    antwortet
    Ne Ne Mad, die vom Finanzamt sitzen doch den ganzen tag im Büro und klügeln aus, wo sie sich noch schröpfen können.
    Die holen sich die 50% von deinem Zinsertrag, und finden garantiert auch irgendwo eine Klausel und ein Hintertürchen um einen undefinierbaren Teil deiner 10 Mio aus dem Sparstrumpf abzuzwacken.
    Besser ist es, wenn du die 10 Mio bei euch im Konzern investierst. Mit 10 Mio kommst du zwar nicht in den Aufsichtsrat, aber die Dividenden sind ja auch nicht zu verachten.

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  • Anne
    antwortet
    Hm und nu ja, wenns einem nicht gefällt, was der Staat mit dem eingenommen Geld macht, kann man ja auch geziehlt spenden....

    Ich möcht ja nur einmal ernsthaft in die Verlegenheit kommen wollen, drüber realistisch gesehen, nachdenken können, ob ich nicht eventuell nen Milliönchen Steuern irgenwo hinterziehen könnte.
    Ja, ich bin etwas neidisch.
    Ja, ich würde auch in Erwägung ziehen nur 3,5 Jahre etwas zu machen, was mir keinen Spaß macht, wenn ich dafür genug Geld hätte um keine finanziellen Sorgen mehr zu haben.

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  • madwursd
    antwortet
    Zitat von FreddySimon Beitrag anzeigen
    Da würde ich mich nicht festlegen, das die 10 Mio unangetastet bleiben..... Da holt sich der Staat in irgendeiner Weise auch seinen Teil.
    hab ich doch geschrieben...die brüder machen 50/50 mit deinem geld und sind zufrieden.

    das investierte geld (10mio) wird somit nicht weniger.
    dann würden sie sich ja selbst beschneiden , weil bei verringerung des betrages auch die zukünftigen zinserträge und somit ihre steuereinnahmen sinken.

    natürlich legen reiche leute nur deshalb ihr geld woanders an. wenn sie in anderen ländern nur 20% oder noch besser 0% steuern auf die zinsen zahlen, macht das bei 1mrd schon ein paar jackpot im jahr

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  • FreddySimon
    antwortet
    Da würde ich mich nicht festlegen, das die 10 Mio unangetastet bleiben..... Da holt sich der Staat in irgendeiner Weise auch seinen Teil. Wenn Hoeneß nur auf seinen Zinsertrag Steuern zu entrichten müsste, hätte er sicher nicht einen großen Teil seines Vermögens am Fiskus vorbeigeschleust. Und da ist er auch nicht der Einzigste, der so was tut. Warum legen denn die "Reichen" ihr Vermögen im Ausland an? Bestimmt nicht wegen der Zinsertragssteuer......

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  • madwursd
    antwortet
    Zitat von FreddySimon Beitrag anzeigen
    Mal ehrlich.... wer würde von seinem Vermögen die Hälfte dem Staat schenken, damit der das Geld mit vollen Händen wieder zum Fenster hinaus wirft?
    ich...solange ich in dem staat lebe.
    man muß nur mal zufrieden sein.
    beispiel lottojackpot--10 mio¤ gewonnen -- fest angelegt zu sagen wir mal 6% zinsen (in hedgefonds wäre noch mehr drin) -- sind 600.000¤ im jahr -- 50% versteuert -- bleiben netto 300.000¤ im jahr / 12 macht 25.000¤ im monat.
    sollte man gerade so mit hinkommen und die 10 mio sind ja auch nicht weg

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  • FreddySimon
    antwortet
    Wie heißt es so schön in der Bibel...... "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".... oder "Den Splitter im Auge des anderen sieht jeder, aber den Balken im eigenen Auge nicht"
    Jetzt hat die Welt wieder einen Sündenbock, auf dem alle rumreiten.

    Mal ehrlich.... wer würde von seinem Vermögen die Hälfte dem Staat schenken, damit der das Geld mit vollen Händen wieder zum Fenster hinaus wirft?

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  • JokoMono
    antwortet
    @grigi

    Hoeneß hat nicht nur in der Schweiz Devisengeschäfte gemacht, sondern auch in Deutschland. Komisch nur, dass er in der Schweiz satte Gewinne machte, welche er nicht steuerlich anmeldete, aber die Verluste bei den Devisengeschäften in Deutschland hat er steuerlich abgesetzt. Die Zahl 155 Millionen hab ich aus der Sendung "Maybritt Illlner" im ZDF vom Donnerstag Abend. Das war nämlich der Kontostand, als der Stern-Reporter bei der Schweizer Bank nachfragte, was Hoeneß zur Selbstanzeige veranlasste....

    Es steckt vermutlich also klares Kalkül dahinter - das Urteil so anzunehmen.... Aber mal abwarten, ob die Staatsanwaltschaft nicht Revision einlegt, die gehen ja eigentlich von einem schweren Fall von Steuerhinterziehung aus - und normalerweise hätte Hoeneß ja die Gewinne mit den Verlusten verrechnen müssen. Hat aber die Gewinne nicht versteuert und dann noch mal sozusagen bei den Verlusten "kassiert", da er diese steuerlich absetzen konnte.

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  • Dingo3000
    antwortet
    Zitat von grigi Beitrag anzeigen
    Vermutlich wird die Zahl der Selbstanzeigen nun drastisch zurückgehen - laut Schätzungen sollen ja noch paar Billiarden deutsches Schwarzgeld durch die Welt schwirren.
    Im Moment ist eher das Gegnteil der Fall. Im Moment hagelt es quasi Selbstanzeigen da den Leuten allen der Arsch auf Grundeis geht, wenn sie überlegen was ihnen als Ottonormaldeppen wohl blüht, wenn sogar so ein Medienwirksamer Gutmensch in den Knast geht.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Die Annahme der Strafe ist reiner Selbstschutz. Das hat nix mit gespielter Reue oder "Gutmensch"-Gesüffel zu schaffen, sondern ist reines kaufmännisches Kalkül damit nicht weiter der Berg hart erwirtschafteter Schwarzgeldmillionen dezimiert wird. Schließlich will man ja auch noch in der Rente seinen ausschweifenden Lebensstandard halten. Was das Volk denkt ist doch einen Uli Hoeneß total wumpe - mir wäre das auch egal wenn ich wüßte, daß nach Verbüßung meiner Haftstrafe schon der Rolce mit Privatchauffeur vor dem Knast wartet und erstmal zur Erholung von durchlittenen Strapazen der letzten Zeit, ein kleiner 8wöchiger Kurzurlaub auf den Seychellen ansteht.

    Chefposten beim FC war eh nur ein Klotz am Bein, zu medienwirksam, da kann man als Vorstandsmitglied in der weniger beachteten Privatwirtschaft besser mal ebend ein paar Mille beiseite schäffeln. Ich denke, er hat erreicht was er wollte. Er ist raus beim FC, daß dumme Volk erteilt ihm nach kurzer "Auszeit" Absolution, jetzt darf nur nicht noch die Staatsanwaltschaft mit einer Revision dazwischen funken, dann passt alles. Schlimmer für ihm wäre doch, wenn es nicht zu einer Haftstrafe gekommen wäre. Dann würden die Medien ihm noch monatelang auf die Finger schauen, irgendwelche Bild Paparazzis noch schlimmstenfalls seine Geldwäschemachenschaften aufdecken und ihm das Knete scheffeln so richtig schwer machen. Dann lieber ab in den Bunker getreu dem Motto "..aus den Augen, aus den Sinn" und in Ruhe auf Staatskosten hinter schützenden Mauern weiter arbeiten. Der lacht sich doch im Grunde genommen innerlich schlapp über das deutsche Rechtsystem und wie leicht das naive Volk doch zufrieden zu stellen ist.

    edit: Mir wird der Kerl langsam richtig sympatisch. Ein richtig guter Zocker und Geschäftsmann, der nicht nur weiß wie man Geld am Fiskus vorbei verdient, sondern auch noch wie man dieses behält und vermehrt.
    Zuletzt geändert von Spieluhr; 15.03.2014, 03:13.

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  • grigi
    antwortet
    Zitat von JokoMono Beitrag anzeigen
    Hallo,

    also um es mal klar zu stellen, die ca. 155 Millionen Euro Guthaben sind auf Schweizer Konten noch vorhanden. Er hat seine zur Zeit bekannten Gewinne von ca. 55-60 Millionen Euro dort nicht versteuert, aber die Verluste hier in Deutschland von der Steuer abgesetzt.

    Entweder hat Herr Hoeneß an einer Persönlichkeitsspaltung gelitten und vollkommen die Kontrolle verloren, wie seinerzeit ein von ihm angeschwärzter gewisser Herr Daum. Was allerdings Fakt ist, er hat bewusst Steuern hinterzogen. Ob er genau wusste, wieviel es im Endeffekt waren, wird man nicht mehr klären können, da durch die Annahme des Urteils ja die rund 70 000 Seiten an Steuerunterlagen in den Giftschrank wandern.
    Daum? War das nicht der Trainer, der sich vor laufenden Kameras eine Locke absäbeln ließ um seinen Kokskonsum zu widerlegen.

    Wie kommst du darauf das die 155 Mille noch existieren?
    Laut Medienberichte zb bild

    Im Steuer-Prozess vor dem Münchner Landgericht klang durch, dass seine beiden „Zocker-Konten“ bei der Bank Vontobel in der Schweiz (Höchststand: rund 155 Mio. Euro) inzwischen ziemlich leer sind. Und auch auf seinem Konto beim Münchner Bankhaus „Donner & Reuschel“ sollen laut „Focus“ Verluste aufgelaufen sein, die Hoeneß ausgleichen musste.

    Und wie soll er Verluste aus dem "geheimen" Konto in der Schweiz, in Deutschland von der Steuer absetzten?
    In dem Moment hätte doch das FA sofort Kenntnis von den Vontobel Konten - in Wirklichkeit haben die bis zur Selbstanzeige Null gewusst.

    Wirklich Schade, das der Bundesgerichtshof jetzt nicht mehr klären wird, was eine „missglückte“ und was eine „untaugliche und unwirksame“ Selbstanzeige ist.
    Wenn sich jemand entschließt den Weg der Selbstanzeige zu wählen, dann darf meiner Meinung nach am Ende keine Haftstrafe stehen. Besonders wenn der Betreffende alle Infos zur Klärung seiner steuerlichen Schuld - weit über das Maß hinaus, was die Steuerbehörden hätten selbst klären können - bereitwillig an die Behörde übergibt. Radikale Ehrlichkeit wird so zu eigen Ungunsten ausgelegt - die Botschaft lautet. Keine Selbstanzeigen mehr - der kleinste Formfehler macht die unwirksam. Man wird dann genauso behandelt wie ein durch die Fahndung ermittelter Täter.
    Vermutlich wird die Zahl der Selbstanzeigen nun drastisch zurückgehen - laut Schätzungen sollen ja noch paar Billiarden deutsches Schwarzgeld durch die Welt schwirren.

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  • JokoMono
    antwortet
    Hallo,

    also um es mal klar zu stellen, die ca. 155 Millionen Euro Guthaben sind auf Schweizer Konten noch vorhanden. Er hat seine zur Zeit bekannten Gewinne von ca. 55-60 Millionen Euro dort nicht versteuert, aber die Verluste hier in Deutschland von der Steuer abgesetzt.

    Entweder hat Herr Hoeneß an einer Persönlichkeitsspaltung gelitten und vollkommen die Kontrolle verloren, wie seinerzeit ein von ihm angeschwärzter gewisser Herr Daum. Was allerdings Fakt ist, er hat bewusst Steuern hinterzogen. Ob er genau wusste, wieviel es im Endeffekt waren, wird man nicht mehr klären können, da durch die Annahme des Urteils ja die rund 70 000 Seiten an Steuerunterlagen in den Giftschrank wandern.

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  • madwursd
    antwortet
    Zitat von grigi Beitrag anzeigen
    Und was sind das für Berater und Anwälte wenn im Endergebnis der Mandant im Gefängnis sitzt, wo doch die Selbstanzeige genau das verhindern soll.
    Ich glaub diese Anwälte finden im ganzen Leben keine Mandanten mehr.
    Naja...vielleicht ist es für Herrn H. ja eine Art Therapie gegen seine Zockersucht...natürlich auf Staatskosten

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  • grigi
    antwortet
    Zitat von Ratchi Beitrag anzeigen
    Natürlich war das bewusst kriminell. Jeder durchschnittliche Bundesbürger weiss, dass er sein Einkommen zu versteuern hat!
    Ohne mich jetzt zum Anwalt des Herrn H. zu machen - sein richtiges Einkommen hat er sehr wohl versteuert.
    Hier ging es um kurzfristige Spekulationsgewinne, die er anscheinend sofort wieder in Börsenzockereien investiert hat. Kein Cent davon wanderte in sein Portmanie.
    Reines Spielgeld eben. Casino live - 50000 Transaktionen - da wird jeder Daytreader blass vor Neid.

    Zitat von Ratchi Beitrag anzeigen
    Wenn er meines Wissens ~28 Mill. ¤ nachzahlen muss, dann war sein Gewinn ~55 Mill. ¤ hoch. Der Steuersatz liegt bei ~50%. Selbst wenn er jetzt 40 Mill. ¤ nachzahlt, bleibt noch reichlich was über.
    Das hat der Richter ja strafmildernd festgestellt - - Keinerlei Eigennutzt, außer vielleicht die Befriedigung einer ausufernden Spielsucht.
    Und hier nachzulesen was die Steuerfahnderin sagt
    Der an der Börse zockende Bayern-Präsident hatte mit seinen Spekulationen demnach zeitweise hohe Gewinne erzielt. Mehr als 150 Millionen Euro lagerten zwischenzeitlich auf dem Depot. Nach 2006 ging es abwärts. "Ende 2010 ist nicht mehr sehr viel von den Gewinnen da, was leider an der Steuer nichts ändert", schilderte die Beamtin

    Zitat von Ratchi Beitrag anzeigen
    Da gebe ich dir Recht. Ottonormalsteuerhinterzieher wäre zu 10 Jahren Freiheitsstrafe im nicht-offenen-Vollzug verurteilt worden!
    Naja - Ottonormalsteuerhinterzieher verfügt in der Regel auch nicht über die finanziellen Mittel, mal eben mit 20 Millionen gegen den Dollar zu wetten.
    Daher ist der Prozess auch einmalig. Normalsteuerhinterzieher hat auch kein 150 Mille Depot in der Schweiz, sondern freut sich diebisch wenn er auf seiner Steuer-Erklärung paar private Belege von der Steuer absetzen kann.
    Gerade bei Herrn H. - (das kam während des Prozess auch raus) hätten die deutschen Finanzbehörden keine Chance gehabt etwas von diesen Schweizer Konten zu erfahren.
    Die hatten ihn noch nicht einmal auf dem Radar, - auch wären die Recherchen des Stern Reporter im Sande verlaufen.
    Hätte Herr H. einfach die Füße stillgehalten und nicht diese überhastete Selbstanzeige fabriziert, niemand hätte ihm was nachweisen können. Zumal die Kohle eh schon wieder verzockt war.
    Wie dämlich kann man sein ohne Not, eine unwirksame Selbstanzeige zu machen?
    Und was sind das für Berater und Anwälte wenn im Endergebnis der Mandant im Gefängnis sitzt, wo doch die Selbstanzeige genau das verhindern soll.
    Ich glaub diese Anwälte finden im ganzen Leben keine Mandanten mehr.

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  • DerGunsula
    antwortet
    Naja er muss ja nur im Gefängnis übernachten.
    Ist nicht wirklich eine Bestrafung.

    Ein Gutmensch halt.

    Bei 28 Millionen kann man nicht mehr von milde reden.
    Als normalo wandert man bereits bei 50.000¤ Steuer schulden in Haft, also nicht nur zur übernachtung.

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