Der kleine Tausendsassa NSLU2 von der Firma Linksys eignet sich für alle möglichen Dinge, die mit dem lokalem Netzwerk und dem Internet zu tun haben. Da das Gerät sehr stromsparend arbeitet bietet sich hier auch die Möglichkeit des BitTorrent Klienten an, der auch mal tagelang alleine online sein kann, ohne dabei unsinnig viel Energie zu verbrauchen. Mein Tutorial basiert auf eine Debianinstallation auf der NSLU2. Ein Howto zur Installation von Debian findet Ihr unter folgender URL: Tutorial: Debian auf der NSLU2 - GARGI.ORG
Zunächst folgende Überlegung: BitTorrent sollte als normaler User ausgeführt werden. D.h. es muss ein FTP Server vorhanden sein, über den wir uns später die Dateien von der Slug herunterladen können. Eine Variante einer FTP Installation findet Ihr unter folgender URL: Proftp auf Debian installieren - GARGI.ORG
Danach benötigen wir die Möglichkeit von virtuellen Konsolen, die aber auch im Speicher bleiben, wenn wir eine ssh Sitzung zu unserer Slug beenden. Das erledigt das Programm "screen", welches wir installieren werden.
Loggt Euch nun auf Eure NSLU2 als root ein. Dort legt nun einen neuen User an:
Dieser User hat ein eigenes Verzeichnis, und wir können uns später via FTP in dieses Verzeichnis hängen. Nun werden folgende Programme installiert:
Code:
apt-get install screen
apt-get install bittorrent
Kurzer Hinweis zum Umgang mit Screen
Screen wird an der Konsole einfach mit
gestartet. Das ist dann auch schon Eure erste neue Konsole. Ihr verlasst diese wieder mit
Folgende Befehle solltet Ihr Euch merken:
Strg+a c Startet eine neue Konsole
Strg+a leer schaltet zwischen den Konsolen um
exit beendet die Konsole (wenn eine Konsole übrig wird screen beendet)
Strg+a d beendet screen, screen läuft aber im Hintergrund weiter
screen -R startet wieder die im Hintergrund noch laufende Screen-Session
Der wesentliche Vorteil von screen ist, dass alle Programme, die Ihr innerhalb der Screen-Session startet, auch dann weiter laufen, wenn Ihr Euch aus der Slug ausloggt. Somit könnt Ihr beispielsweise einen großen Download mittels curl starten, müsst aber nicht den nohup Befehl verwenden, sondern könnt jeder Zeit wieder Euch einloggen und mittels screen -R die Session aufnehmen und beispielsweise den statistischen Output von curl Euch ansehen.
Jetzt wechseln wir in unser neues Userverzeichnis:
Dort werden wir erstmal der User "download":
Wir legen nochmal ein neues Verzeichnis für unsere Downloads an:
Jetzt bauen wir uns ein kleines Startscript:
Fügt nun folgende Zeilen ein:
Code:
#!/bin/bash
cd torrent
/usr/bin/btlaunchmanycurses $HOME/torrent --maxport 6889 --max_upload_rate 5
Speichert die Änderung und macht das Skript ausfürbar:
Code:
chmod +x torrent.sh
Jetzt war's das eigentlich auch schon. Loggt Euch einfach als root aus und meldet Euch via ssh als der neue User download wieder an.
Dann macht Ihr eine neue Konsole auf:
Jetzt startet das script:
Ihr solltet nun eine Ansicht wie folgt bekommen:

Der Klient wartet jetzt nur darauf, dass Ihr eine torrent-Startdatei einfügt. Meldet Euch einfach via ftp in das download Verzeichnis an und legt eine torrent-Datei in das neu erstellte Verzeichnis /torrent. Der Klient erkennt diese Datei umgehend und beginnt mit dem Download:

(Download des freien DVD ISOs openSUSE11.1 alpha. Viele Distributionen bieten die Möglichkeiten an, Ihre Images und Open Source Software via BitTorrent herunter zu laden)
Wenn Ihr Eure ssh Session abbrecht, dann läuft der Prozess innerhalb der screen- Umgebung weiter. Beim erneuten Einloggen via ssh könnt Ihr die Konsole wieder über
aufrufen.
Viel Spaß!
Euer
Gargi
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